Indiana Tribüne, Volume 15, Number 130, Indianapolis, Marion County, 28 January 1892 — Page 2
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Jndiana Tribüne. Erscheint Ziigiich nnd Sonnt ngo. Die tSzliche, Tribüne" kostet durch den. TrSzir 13 CentS per Woche, die SonntagS,Tribüne" 5 CentS per Woche, ' Sciie zusammen ISEcniS der 5 Cents perMenat. Per Post zttgrschiFt in Vor 2sbezahlus ?ü per Jahr. Office : 130 Ost Maryland E trab?. Indianapolis, Ind., 28. Sanuar 1892.
Ter Nytdive von feltrni ?Zerz!?n umzevrnÄt! Eine sensationelle Meldung über di. wahre und unmittelbare Ursache des Todes Mebemed Tewftt's. des verstordenen Khedive von Egypten, lautet fol gendermaßen: Die europäischen Llerzte. welcöe erst 17 Stunden vor dem Tod berufen wurdru, haben einen Bericht über die Krankheit, die Behandlung und den Tod des Verstorbenen erstattet und die eingeborenen Aerzte, welche den. Khedive vorher behandelten, aufgefor der!, sie sollten ihre eigenen Beobachtun gen dem Berichte beifügen. EZ U stätigt sich, daß diese, da sie nicht sannt hatten, daß der Khedive an eine: LungenentzÄndung und Nierenkrankheit litt, gefährliche McrphmmEinspritzuw gen vorgenommen haben. Die stattge dabte Behandlung soll von kompetentei Seite einer sorgfältizen Untersuchung unterzogen werden. DaZ Gerücht, bei ezypti''che Hausarzt des Khedive. Salem, sei entflohen, besiäiizt sich nicht. Bekanntttö sind Bulletins- übel den Zustand des Khedive nicht auLgege den worden : das ist ini Orient über Haupt .nicht Mode-. Wie in Europa, so hat man auch in Egypten felbft du To)e-nachncht unknittelbar nach der Kunde von der Erkrankung des Herr sÄers erhalten. Die jeöizen Enrhüb lungen der europäischen Aerzte haben in Kairo die größte Aufregung hervorgeruf Uüd die wildesiea Gerüchte von einem heiratückrfchen Giftmorde, der an dem NhtdkLe verübt worden sei rattin lauf gebracht. Diese Ausstreuunzen fittden um so leickter Glauben, als das egyvlische Volk sich der gsheimnißvollen Vorgang? beim Tsde früherer Aezenien erinnert. Eben o üdsrraschend und dlodlick, war AbbaS I. qestorbea. ein noch junger, kam 41 jähriger Mann. ... Am 13. Juli 1654 erfuhr Kairo die Kunde, daß der BicekSnig in der ver ffozienen Nacht eme chlaganfaZ erlegen fei, wenige Stunden später, als er bic Erklärung abgegeben hatte, femem Lehensherrn, dem suuan, dk egyptt yqt Flotte und em ArmeecorpI von 15,000 Mann als HilfStruppe gegen o:e Russen zur Versügung zu stellen Die Welt glaubte dainals nicht an den SchlazaniaJ, sondern munkelte von einem unnatürlichm Tode, so lange. bis t sich wirklich cerauZstellte, daß Aböas das Dtf eir.eS PalsstmordeZ gewesen, das er von Eunuchen erdrozfelt wurde. Nenn Jahre später drana abermals eine unerwartete Todesnacd' ricbt aus dem vice königlichen Schlosse in die BeVölkerunz. Am 18. Januar 1863 war der 41jZhrige Vicekönig Said Vascha, txt Oheim und Nachfolger des Abbab. ebenso rasch, wie dieser, aus dem Leben geschieden, wenigstens war auch damals von em.r vorherigen Erkran kung deS Herrschers im Publikum nicht? bekannt geworden. Daher wollte Niemand der Thatsache Glauben schen fen, daß es bei seinem Hin!rt mit rich tigea Dingen zugegangen sei. In ähnlicher rascher Weise ist ferner var etwa sechs Jahren der Tod von TewM jün gerem Bruder, des Prinzen Hasan, erfolgt. Auf einer Reise nach Sonstan tinopel starb er zwei Tage nach seiner Ankunft daselbst, obwohl er in seinem ganzen Leben nie eine Stunde krank ge w:sen. ES scheint, daß Mebemed Tew siks Vorgänger, sein Vater Ismail Pascha, nur in Folge seiner Abdankung vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt wurde. Vksttke als Lodrevner Friedens. scs Der soeben erschienene neue Band der gesammelten Schriften des FeldrnarschallZ Mottk: enthalt u. A. einen Aufsatz: Deut'chland und Palästina, in dem der Autor sü? eine Kolonisation Palästina's durch Deutsche eintritt. Wir entnehmkn der Arbeit folgende denkwürdige Bemerkungen: Wir bekennen uns offen zu der viel' fach verspotteten Idee eines allgemeinen europäischen Friedens. Nicht als ob von jetzt an blmige und lange Kämpfe nicht mehr stattfinden könnten, als ob an die Armeen verabschieden, die Sti nonen zu Eisenbahnschienen umgießen "sollte, nein! aber ist nicht der ganze , Gang der Weltgeschichte eine Aunäh:rung zu jenem Frieden? Sehen wir nicht zu Anfang die Hand eines Jeden tei er Jeden rh:ben? Fochten nicht selbst im Mittelalter Ritter und B rone, Burgen und S:äcte ihre Fehden nur so lange untereinander aus, bis die Fürsten ihnen da- Handwerk legten und das Recht für sich allein in Anspruch nahmen? Und heute! I ist unseren Tagen ein spanischer Erfolgekrieg oder klN Krieg pour les beaux yeux de ::,Madama mSglich? Dürste Holland rot gen einer Provinz. Neapel wegen des EchWefcllnongpslZ, Pntuzal wegen der Xueroschifffahct den Frieden brechen? Es ist nur einer sehr kleiner) Zahl von Mächten noch die MSglichlelt vorbehält ten. die Welt in Flammen zu fttzea. Die Kriege werden immer seltener werden) weil sie bereits über die Maßzn theuer gewordtn sind, positiv durch vasAwas sie kosten, negativ durch dzS, N?gS sie verfSumen lassen. Hat nicht Preuße unter einer guten und klugen Aerwaltunz in 25 FnedenSjahren seine Bevölkerung um eil Viertel vermehrt, vnd sind seine lä Millionen Einwohner fccuie nicht bester genährt, besser gekle . det. besser unterrichtet, als seine 11 Millionen e wrer? Kommen solche Resultate nicht dem Gewinn eines Felo. zuzeS, .der Eroberung einer Prcv., gleich?, Nur mit demUnterschieb, daß sie nicht auf Unkosten eines Anderen und MkDHieVWrmißtichen Ovker eines I
Krieges erreicht wurden. Und welches europZifche Land bat nicht ähnliche, wenn auch meist minder große Erooe rangen in feinem Innern gemacht? Der Gedanke liegt so nahe, die Milliarde welche Europa jährlich seine Militär budgets kosten, die Millionen Männer im rüstigen Mannesalter, welche es u. ren Geschäften entreißen mufc. um sie für einen eventuellen Kriegsfall zu er ziehen, alle diese unermeglichen Kräfte
mehr und mehr produktiv zu nutzen. Sollte Europa, sei es in Jahrzehnten oder in Jahrhunderten, nicht die gegenttlge Entwannung, nicht das Gegen th?il des Schauspiels erleben, da 5 heute ZZran'retch gibt, welches seinen Roa verkaufen will, um sich einen Harnisck anzulassen?" Zin TauschAeschast. Zum hundertsten Male bespricht die ganze französische Presse das Projekt, Elsaß'Lothringen auf friedlichem Wege durch Kauf oder durch Austausch von Colonien von Deutschland zurückzuer werben. Der Schweizer Tellichet hat über die Angelegenheit eine Broschüre geschrieben, und diese ProZcbüre bildet jetzt den Text zu d?n französischen Be sprechungen. ES geht auS letzteren hervor, daß die Franzosen begierig zu. greifen würden, wenn die Teutschen, auch unter den härtesten Bedingungen, ein solche- Tauschgeschäft anbieten woll ten. Selbst ein so ernster Schriftsteller, wie Fraasois Magnard, möchte den ll tnHdfl V. CsßXl 3f 1 .UIUM CVtllkil VWI.V WtUVktVI3W oder vielleicht deideS zusammen gegen Elsatz-Lothringen zum Tausch anbeten. Dazu sagt nun die Kölnische Zei tanz: Es ist darauf von deutscher Seite zu unzähligen Malen in bestimmtester Weise geantwortet worden, und alle diese Antworten kann man in den Satz zusammenfassen: .Wir haben Elsaß. Lothringen, wir behalten es, und damit bastat" Diese schroffe Ant wort beruht indessen keineswegs auf . Eigenliebe oder Eigensinn, auch nicht! auf einer übertriebenen Werthfchädung ' ElfaßLothrinzenS, sondern oor Allem ! t . , . . . 4, t. ' aus oer iwcn ueoerzengung, vag oer eigentliche Kernpunkt deS Gegensatzes zwischen Deutschland und Frankreich gar nicht in Elsag. Lothringen liegt. Magnard sagt, daß Elsaß'Lothringen .im Grunde doch die einzige wahre ! Ursache- deS heutigen Zustandes in ' Europa sei. der gerade darin stim men wir nicht mit ihm überein ES ist für Frankreich allerdings der Bor and zur Revanche, aber durchaus nicht der wirkliche Grund, dieser ist be sonders in der Demüthigung zu suchen, die ihm die Niederlagen von 1370 zu gefügt haben. Hatten wir damals den Franzosen kein Land genommen, so würde heute die Lage auch nicht s um daS allerge ringst verändert sein, und die Franzose n, die dann nicht über die verlorenen Brüder jammern könnten, würden eben eine anderen Borwand gefunden ha den, um ihre VergeltungSgelüste zu begründen und "zu beschönigen. Wenn wir unS aber heute? dazu entschlössen. Elsaß - Lotprinqen mit oder ohne Ent. '.chadlgung herauszugeben, so bliebe die wirkliche Lage genau dieselbe, nur mit dem einen Unterschiede, daß unsere militärische Stellung ungemein ge schmacht wäre und daß wir außerdem den Krieg durch einen .Beweis von Schwäche- sehr viel wahrscheinlicher ge macht und näher gerückt haben würden. Alle gegentheiligen Versicherungen der Franzosen werden nie im Stande sein, uns eines anderen zu belehren. Manche von ihnen möge wirklich an den ellaß' lothringischen Fetisch glauben; wcnu sie ihn aber erst einmal wieder rn ihrem Besitze hätten, so würden sie ihn sehr schnell vergessen und zu dem andern Fetisch beten: der Revanche, für die Elsaß-L thringen nichts anderes ist als eine sentimentale nnd poetische Verkör verung. Deutschland hat sicher gezeigt, daß es sür den Frieden alles thun will; am diesem Wege geht eS aber ich:, nicht weil wir zu eigensinnig, sondern iveil wir nicht dumm genug sind.SensatloneNeS üder das Dynamit alteutai bei Borkt. In der Nähe der Station Borki pas. sirte am 29. Oktober 1883 dem Zuge, auf welchem sich der Zar mit seiner c:anztt Familie befand, ein furchtbares ttngtua. ungir vten es. van es eme Entgleisung gewesen sei, doch hat sich das Gerücht, daß ein Attentat der Ni hilistea die Ursache war, niemals besn tigen lassen. Nun meldet die .Kreuz, zeitung", daß eine dec von Deutschland an Rußland ausgelieferten Personen der urdeder zenes Attentats gewesen fei. Scharfem Verhör ausgesetzt, habe der Betreffende gestanden, daß er als Küchenjunge verkleidet, im Auftrage einer anarchistischen Gruppe die Eisen bahnkataftrophe von Borki verursacht habe. Er sollte ia dem an das kaiser liche Speisezimmer des Zuges anstoßen den Raume eine sogenannte Thomas Uhr in Gestalt eines Zuckerhutes unter dringen, mit dcr bestimmten Weisung, sie liezend, nicht in aufrechter Laae. aufzustellen. DieS will er ursprünglich auch gethan haben. Da die Maschine sich ader erst hin und her bewegte, so sei ihm die Besorgnis gekommen, daß die Entladung vorzemg erfolgen könnte. Er habe die .Thomas Uhr deshalb in ausrechte Lage gebracht und sei aus dem Zuze gesiuch:el und glücklich über die Grenze entmischt. . Erst da habe er erfahren, "daß die Katastrophe ihren eigentlichen Zweck verfehlt dabe. Dies erkläre sich aus dem Umstände, vag die Maschine ausrecht stand. .. . Wre sie lie gend e.plodirt. so würde sie in wage rechter Linie alle? ln Atome zer'pttterl babea und von der, kaiserliche Familie Niemand entkommen fein, während sie sich unter ben obmaltenden Umständen nach unten entladen muJte, wodurch verständlich werde, weshalb der Bahn' dämm daS tiefe Loch eufwie?, welches vom Standpuntt einer Entgleisung rathselhafte?sch:en. MDa'S!dieS bet der amtlichen Unterfuchunz ausgefallen fei. versteht sich von selbst Gleichmobl seien der M nister der Wege und Berbindunzen. General Poßset, und einig. unsere Personen weneral '.scheremin undKgron- Taube) der ö-Stgattraisou" .' i li
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zum Opfer gerauen, welche es verbot. an einen : anarchi'tiich?n Anschlag zu glauben. 'Und das, obgleich ferner nachgewiesen worden sei. das gar kein tecöntschxn Mißgriffe vorgekommen seien, und daß der kaiserliche Zug toeder vorschriftswidrig zusammengesetzt noch u sünell gefahren fei.. Eine Geschwin digkeit van V5 Kilometern würde ina nach unseren Begriffen keine unvorsich' lige nennen.
Tle S)!anlicker in Chile. Angesichts der Verwickelung mit llhile ist ein ausführlicher Bericht über die Erprobung der furchtbaren MännlicherGewehre bei dem jüngsten Kriege in Chile von besondere Interesse, zumal jetzt die ganze chilenische Armee mit jrner modernen Mordmaschme auSge rüst.t ist. Nur eine einzige Brigade der Con greßarmee war mit dem Männlicher, Gewehr M 83 von acht Millimeter Ka XiUx ausgerüstet. Auf 9925 Combat tauten standen 344 Mannlichergeivehre in der Front. Die Hauptvorzüge deS Mannlicher waren: große Trejffähia keit auf kleine, mittlere uud große Schußweiten, ungelnein leichte Aneig nung des Gebrauchs der Waffr seitens der Soldaten, Solidität und Güte -der Sonstruction, ein sehr bedeutender .Cm fluß auf d.e Moral der Truppe, und endlich die große Zahl nicht tödtlicher Verwundungen. Die TreMhigkeit deS Gewehres zeigte sich in seiner Wirkung beim Feinde, da auS den Verlustlisten der Balmacedisten erhellt, daß öS Procent vom Mannlicher verursacht waren, dessen Verwundungen überdies leicht erkennbar sind. Auf 1000 und 1S00 m ( also 30005000 Fuß ) abgegebenes Salven vnd Schützenfeuer genügte, das j , .. . t, i. w .lkrjt.-4 q eiGNDC reinzusegtn no va skinviie Vorgehen zum Stehen zu bringen. Wre die befangenen noch auf dem Schlachi felde fetbst erzählten, trug das in 600 m Entfernung gegen die auf dem südlichen Uferrand des Aconeigua postirten Bal macedistischen Schützenlinien gerichtete Feuer, vermöge der topographischen Beschaffenheit des Gelände?, Verwirrung sogar in die in 1000 und 1600 m aufmarschirten Reservestaffeln. Die durch die Raschheit und Genauigkeit deS Feuers hervorgebrachte Wirkung war so mörderisch, daß die Soldaten der, Regierungspartei nach dem ersten Tref feu erklärten, sie wollten lieber auf dem Flecke erzchcssen werden, als zum zwei tni Male gegen Truppen kämvfen, von denen sie wie Kaninchen getödtet mürben. Von den 10.000 Mann, die Balmaceda am -N.August 18öl bei Eoncon in Linie batte. nahmen 2600 bis 3000 SoldoF ten an der Schlacht bei Placilla, den Z , theil und machten iofort Kehrt, als sie auf 1L00 oder 1000 m Feuer erhiel i n. Der Eonarehsoldat hingegen faßte ein solches u r ue r seiner Waffe, bau tt nach dem Tage von Concon sich am sie wie auf einen Talisman verliey und ohne Furcht den Kampf gegen numerisch weit überlegene Kräfte auf genommen hiben wurde. Die Gefan genen. welche nach dem Tage von Con ivn zu den Congreßleuten übertraten, verlangten aisbald, man solle sie be wassnen .mit der Mordmaschine, die Ihr habt." Die laichte Anelgrui'g der Handhabürg dcS Gewehrs wird durch die Thatsache bezeugt, datz viele Rekruten nach nur dret'Sgigem Umgehen mit der Waffe nnd 'einer einzigen Zielübung nedst drei- oder viermaligem Scheiben schieß? auf Ent ernungen von 100 M und m be;w. 18, 16 . und 12 Procent Treffer erhielten. Die Soli ldität und gute Beschaffenheit des Ge Wehrs zeigte sich darin, daß, obgleich eS wegen mangelnder Zeit den Truppen in die HänDe gegeben , werden mußte ehe letztere die nöthige Uebung hatten, den Iioch die Beschädigungen der Waffe nicht mebr. als 7 b'.s 3 Procent erreichten, und das nach Schlachten, wo jede Waffe in einem dreinünöigen Jeuexgefecht nicht wenige-, als 160 bis 00 Schuß im Durchichai:t abgab. ' Die vom Mannlichergewehr , verur sachten Wund.n haben einen ganz ei geuartigen Charakter; sie tödten entwe der sofort, oder verbärgen eint Heilung ebne Birmicklungen oder absonderliche Leiden. Die Knochen waren selbst aus die größten Entsernungen glatt durchschlagen, ohne daßSlahl oder Blei' tbeilchen zurückblieben oder Knochen iheUchen absplitterten, welche zurIVers llmlnerung der eigentlichen Wunde beitragen. Die herausgezogene Ge jchvsse hatten ihr ursprüngliche Form rewahrt. Oo Jknlands. Einen gräßliche Tod fand neulich Morgens Anton TiSfeldt, . der erste Maschinist und Brauer i der Brauerei von Wegenast & Huber in Louisville. Dnselbe' war, wie' ge wohnlich mit seinem 'College Jsidor Watt daran gegangen, die 'Maschinerie für den tätlichen Betried in Gang zu bringen. Nachdem er den Dampf an gedreht hatte, stellte er sich auf ein Ge länder, um ein Gummiband um einen Tbeil der Maschiuerie zu legen.' Dabei verlor er daS Gleichzcwicht und stürzte in daS bereits in Bewegung befindliche Band hinein, in welches sich seine i Ar beilSblouse verwickelte. Ehe Walk, der. unterdenen erne Trepp hinauigeuiegen war, einem Vorgesetzten zu Hilfe eilen könnte, war EiSseldt bereits mehrere Male in dem Schacht der Maschinerie herumgeschleudert worden, wobei er mit dem Kopf Und den FäßenWßea'die Decke und daS Geländer, 'auf welche et zuerst gestanden hatte, scklug Seine Blouse ' schlang sich ' bei 'der rasend schnellen Bewegung um den HälS und erstickte de Unglücklichen. ; ,: ' !Ue be r ' 100000 k r a nke Ob ft bäume besinden sich gegenwärtig in San Francisco, welche vom Osten sngekom men sind und festgehalten erden, weil sie mit einer ' Krankheit behaftet sind, welche ' unter dem Name .VellomS bekannt ist- .' Der 'Quarantänebeamte deS .Board of Horticulture- hat sie daher l mit Beschlag ' btlezt.'Ms' sind zum größten' Theil Vfirsichbäume und die Obstgärtner Ealiforniens fürchten sich vor der Einfuhr solcher Pflanzen da die Krankheit sebr ansteckend ist nd in eintelne Geaenden. ' ozBnrstüe - i'iifc , '!! ' . ii -i'i'i'!" 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yaupkÄSttch Iezogen wrrden, dte ganze Ernte zerstören würde.'- In den bstlichen Staaten hat die. Krankheit in den letzten Jahren riesig um sich gegriffen und die größtenVornchtSmaßregeln zur Fernhaltung derfelöen kvsn unseren Obstgärten ist nothwendig. DieS ist
um omeyr geooten, als , ytS lest nocy kein Mittel gefunden worden ist, diese Krankheit zu kuriren, trotzdem viele wi enschaftliche Versuche in dieser Richtuna gemacht worden sind. AlleS was dem Farmer übrig bleibt, 'wenn sich die rankheit emgeschttchen hat, .besteht da ri, daß er sämmtliche-. Bäume auSro det. In wenigstens 12 Staaten ist die lkrankheit aufgetreten. In Delaware, wo so ausgezeichnete, Pfirsiche "wachsen, sind lausende von Ackern von der Krank heit ergriffen worden und der General anmalt Hart wird dieser Tage die Rück sendung der kranken Baume nach dem Osten veranlassen. ' Ein ganz unglaubliche Unsittlichkcit soll in der bei Alfred, Me., gelegenen Shakersnsiedlung Herr schen. Verführung! junger Mädchen ist eine ganz gewöhnliche Sache; eS find Zahlreich Fälle nachweislich, in welche die Folge ' verbotenen 1 Umganges aus verbrecherischem Wege beseitigt wurden; in der Nachbarschaft der' Anstedluug sind zahlreiche uneheliche Kinder bei an deren ' Leuten' untergebracht ' und es wird behauptet, daß ' auch Knaben : zu schändlichen Lastern verführt 'wurden. Fälle von widerlichen Krankheiten solle nicht selten sein. Ein Mädchen, Esther Bronner, ist nach fünfmöchentlichem Verweilen in Alfred von dort entsprun gen. weil sie sich fortwährend ungebühr lichen Zumutdungea ausgesetzt sah. Bier andere Mädchen, die auS demfel den Grunde eutsprungen waren' und wieder eingefangen x wurden,' sind in grausame Weise auSgkpeitscht ' und dann zwei Wochen lang bei Wasser und Brod in .Einzelzelle eingesperrt worden. Auch K lud er, die z entlaufen versuchten, sollen in ' grausamer Weise auSgepeitW worden sein. ' Damit die Außenwelt von den in dieser Shaker Niederlassung .bestehenden skandalösen Zuständen nichts erfährt, dürfen keine Briefe befördert werden, von denen die .Aeltesten" nicht vorher genau Einsicht genommen habe. Das : unsittliche reiben in derünsiedlung kann, wenn sich alle diese Angabe bestätige, nicht verfehlen, den Namen der .Shaker, die sich als Glaubensverwandte der Quäker und sehr fromme. Leute aufspielen und sich zum Coelibat bekennen, stark , in Verruf zu bringen. Ei Mann, der alles durch sich selbst geworden, ein sslk-ml.luu i deSzLorteS. bester Bedeutung ist der kürz lich den wohlverdieute Ruhestand getre tene Richter Eyarles DamelS, vom Appellationshofe i Albaay,. dem höchste Gerichtshöfe deS Staates New yoil Mifytt Daniels hat diesem Eolleg mm ununterbrochen 28 Jahre lang angehört und hat demselben , durch seine gründliche juristische Bildung,-seinen Fleiß und seine unbestechliche, unparteiische Rechtlichkeit zur höchsten Zierde ge reicht. Richter Daniels Herkunft war so obscur, daß er weder sein OedurtS jähr kannte, noch sich auf. Eltern.- Sei schwifter oder sonstige Verwandte besin nen konnte. ' Die Ungewißheit über daS DstN! semer Geburt war auch der Grund, weShalb! Richter Daniels jetzt in d. Ruhestand trat, um nicht un i ... . . . . . winenlua.. gegen ei New Yorker StaatSzesetz zu verstoßen, .welches die Quiezcirung' der. Richter nach vollen deten siebzigsten Leben aizie vorschreibt. Richter Daniels , erinnert sich, . schon als ganz kleiner Junge sich sein täg. liches Brod selbst verdient zu baden. Nach dem Tode -seiner Eltern kam er bei einem : Schuhmacher in die Lehr, aus der er im Alter von ungefähr sieb en Iabren auStrat, um sich irgendwo im westlichen New ork niederzulassen. Jn'Canadaigiia sührte ihn ein Zufall in den Gerichts 'aal, als gerade ein cher Vorragender Advocat ein .glänzendes Plaidouer hielt, und von dem. Moment an, war' sein Entschluß gefaßt. JuriS.' prüden; zu studiren. In Buffalo, wo hi er bald darauf kam 'es' war im Jahre 184 ö-faud er Arbeit bei einem deutsche , Schuhmacher. ., . Durch, die Äußerste Sparsamkeit geläng' eS ihm, von seinem kärglichen Verdienst Geld für Bücher zu erübrigen, die er eifrig studirte. Eine iSchule - chat . er nie besucht. Fünf .oder sechs- Jahre lang arbeitete er in dieser Weise, als Zchubmachergeselle und widmete 'die flbenoe und die Nacht angestrenztem Stadium. Dann meldete er sich i zum juristischen Examen, welches- er mit Glanz. bestand, Elf Jahre lang prak tizirte er demnächst in Busfalö erolg' reich aiS Asvocak. bis er im 'Jahre 1 'Z.iJ zum Mitglied des StaatSobergericht? gewählt wurde. In diese?: Stel lang erwaro er sich d:n Rus 'eineS ge miffeahstteu, 1ch,rs,1nnigea und' gelehr ten ' Richters. Seine Entscheidungen wurde selten umgestoßen' und manche derselben sind in yecJaristeuwelt &e rühmt gelvo den. ; Wenn i nmer es sich um die Veclolgung von' , Verbrechen bandelte, war Richter Daniels der rechte Mann am rechten Playe, unb seine Ua bestechlichkeit und, strenge Gewissenhas' tigkeit bekundete sich, niemals plauzen', der, als in den Taze des Tweed-Re-giments, als desse entschiedener Gegner er : sich bewährt Et hatSl wenig thätige Äutheil' am - Politischen z Leben gNJmmen, wil leine anzestrenzt Be? rutStbälizkeit stets' alle seine Kräfte in Anspruch nahm ' '"' -.:''' ' ' j . i l , t f - vu ?z4titse. - EiiiPi st olerft Ul f ttfrli die ttud.. : jurv Otto Hirsch e und Hugo Srollmaun, , sowie den . tavd. Heter Mcker vor die . 2. Slrakkammer am Landgerichts II. in Berlin.' ' An einem FonatagSabend isi Monat Juni vorige Jahres betrat Hirsch ein Lokal it weiblicher Bedienung in derFriedrichstraße. ' Er will von lauge Spa ziergänge stärk ermüdet gewesen sein derBorßtzendtlsolgttte 'jedoch aus sei' em Verhalten,- daß Hirsch wohl aage trunkm war.. Hirsch, streckte seine Beine unter dem Tische durch und leg sie auf eine jenseits stehende Stuhl. Ä lS nun der Studio suS G rollmana da S Lo:l betrat, rutschten die Beine. deS Hirsch absichtlich oder; unabsichtlich ab und beschmutzten Grollmanns Kteidn, in , doch Nicht daran! reaairte.? so.
vern Nch ln etn anderes ZÄmsr fetzte und sehr bald in eine lustige Unterhaltung mit den Kellnerinnen verwickelt war. Ein dritter Student mischte sich mehrfach unbefugter 'Weise in das Ge spräch und zog sich' damit sehr bald
eine Zurechtweisung ? zu, die er damit' ecmiserte, daß er-GrollmannS Kartei verlangte. Die,er kam bereitwillig derAufforderung nach, zog aber seine Karte wieder zurück, als der Gegner einzestand, keme Karte bei sich zu vaden. Letzterer richtete nun an Hirsch die Frage, wie man daS Verfahren Grollmanns nenne. Hirsch anlwzrtete: Das nennt man in akavemischen Krei sen .mauern- oder .kneifen-!" Darauf gab Grollmann dem Hirsch eine Ohrfeige. Hirsch warf mtt emem Blerglas, Grollmann wollte mit einem Stuhl dreinschlagen, der Wirth fiel ihm aber in den Arm und warf die ganze Gesellschait hinaus. Hirsch ließ nun Grollmann durch Becker aus Pistolen fordern, die Forderung wurde angenommen und 15 Schritt Distanz bei zweimaligem Kugelwechsel .ohne Ziel" . verabredet. Am Morgen des zweiten Tages darauf sollte das Duell im Grukuwald in der Nähe deS Span dauer BockeS stattfinden, die Parteien waren zur Stelle, von irgend einer Seite war aber auch die Polizei benachrlchtigt worden, ein GenSdarm in Civiltlerdunz lag i der Nähe des Rendez vouS im Grase, beobachtete die Vorbe reitungen, ' trat im gegebenen Moment in .Aktion, verhinderte daS Duell und beschlagnahmte die noch in den Schatullen befindlichen Pistolen. Hirsch und Grollmann wurden zu je zwei Monaten Festungshaft verurtheilt. Becker aber freigesprochen, weil er sich ernste Mühe gegeben hatte, eine Versöhnung herbeizuführen. , AuS derZeit der letzten in Monza veranstalteten Jagden er zahle italienische Blätter die folgende, sür den Cbaräkter König Humbert's höchst bezeichnende Episode. Der M narch pflegt in der Umgebung von Monza ganz allein zu pürschen, nur voa seinem Hunde begleitet. Auf einem dieser JazdauSflüge bemerkte nun der König einen Hafen, legt an und schießt. Aber in .demselben Äugenblick ertönt auch von der anderen Seite ein Schuß. Als der König der Stelle zueilte, aa welcher daS Wild im Feuer verendet war,' fand er einen einfachen Bauer, der, die noch rauchende Flinte am Arm. die Rechte des Monarchen, den er in seinem emfachen Jagdanzug nicht kannte, auf daS erlegte Thier bestritt. Zwischen den beiden JSgem kam eS zu einer leb haften Auseinandersetzung, die damit endete daß der König als Sieger mit dem Hasen alS Beute adzog. Im Jagdschloß angelangt, übergab er das Wild der Dienerschaft zur Zubereitung für daS Abendbrot, wobei er neugierig der Manivulation des Abziehens zuschaute. Dabei kamen die Rehposten zum Vorschein, welche daS Thier erlegt hätte und der fürstlich: Jäger sah, daß nicht seine Munition den Hasen getöö' tet. dß;alfo:d Bauer der glückliche Schütze aewesen sein müsse, dem nach Zitalienischem Recht die Beute gehörte. Ohne' Zeitverlust lreg der ttömg nach der -von ihm gegebenen Personalde.ichreibung in der ganze Umgegend auf den Bauer fahnden, und es währte auch dicht lange, daß die Boten mit dem Ge suchten vor dem Monarchen erschienen. Dieser gin; auf den bäuerlichen Jagd, j liegen zu, reichte ihm beide Hände hin uns sagte: .Mein lieber Freund, ich habe erst jetzt mein Umrecht einge lsehen, da aber der Hase bereits gebra ten ist und nur noch feiner Verzehre harrt, so bitte ich Sie. ihn mit uns z verspeisen " Der biedere Land mann ließ sich in höchster Verlegenheit fast mechanisch zu Tllche. führen, an welchem schon alle Mitglieder der königlichen Familie Platz genommen hatten. In Wien ist der Lust spieldichter Julius Rosea gestorben. Mit Rosen ist wer der produktivsten und, waS den Auzenblickserlolg an kangt, auch erfolgreichsten Bühnen autoren unserer Zeit ans dem Leben ge schieden. - -An das halbe hundert Lust spiele, Possen und Schwäake, oft mit vielem Geschick an actuelle Ereignisse ge. knüpft, sind von ihm aufgeführt,, belacht und auch schnell wieder vergessen worden 's. Die Compromttttrten", .Man her vo Heute-, .Das Damokles fchwert" sind einige der am häufigsten Aufgeführten ); außerdem war er auch auf dem Gebiete des Feuilletons und FeuilletönromanS thätig. Julius Rosen ürsprünzlich Nikolaus Duffek) wa, 1333 in Prag geboren, trat ia den Verwaltungsdienst und wurde 1866 so seinem Amte a!S Leiter des Vra ger ofsiciellen PreßbäreauS suspendirt, weil er vorgeblich .ungebührlichen Ver kehr Mit den preuJiichen Truppen- ge pflegt hatte. .Durch eme. von ihm be antrazte Untersuchung wurde er indessen glänzend .rehabilitirt, legte aber sein 'Amt meder. um sich ganz der Litern tur zu widmen. Er wurde außerdem Dramaturg zuerst des Wiener Karl Theaters, dann deS Theaters an der "Wien, bis er vor einiger Zeit von ksch.oerem.Siechthnm heimgesucht wurde, 1." " '.i .. . .'.. ,. . . : oem e. zetzi erzezen Die lieben S wär big eGe i mohnhelt der Pariser Kellner, jede Befteüung: in Empfang zu nebmen. aad Zem Schriftsteller Mecu Gelegenheit zu ivlgendem scherz: Er erschien in untm Restaurant und bestellte eine Zphim A Ia Marengb. Der Kellner ruft: 'Sogleich, Herr!- ' und eilt davon. Eine ;, M inute darauf kommt er aber schon, wieder zurück und sagt: .ES thut ir leid, ich kann Ihren Wunsch leider .iyr rrsuuen? AUes , st bereits ttt griffen." Mt'l gar keine Svhim medr zu haben .Im Vertrauen, es ist wohl noch em tück da, aber ich .Ä ftl''"'l,L" . J ' Ll ' . Kouie izonea oas niazr. yorzegen, mem Herr, es izt nrqt mehc ganz frisch. !- Aus der Bahnstrecke Bo. ls2aFlorenz wär vor einigen Tagen durch ein offenes Fenster ein Fuakea in inen Waggon geflogen und gleich dar aus brannte daS herrliche goldblonde f !. i'i f' .S .. i , "'!'' " ' vaar einer , lunzen vamt iimleilsa Entsetzen ergriff alle 'Coupegenossen, nur die Dame verlor idre Kaltblütigkeil nicht. Sie riß 'h das brennende Hur vom , Kopfe ,uu warf es zum Fesfter hinaus. Es waren falsch-' Hcurt!,' ,. ,
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Ist daS dcfte Heilmittel gegen die schiedenen Leiden der Lunge und Kehle, wie Husten. Heiserkeit. Bräune. Erkält ng. EligbrÜstiakcit. Jflnenza. Luft röhren Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Schwindsucht und zur Erleichterung schwindsüchtiger Kranken, wenn die Krankheit schon tiefe Ein tfriH irnrt.4it firit Mir; 3 9? Cfti48 q VWHMJt ..V( Vjl'Vkft.V. vy üttßmr itßm?iu.äMi re-ijvefWi 'MeJiäL Ä 0 r einiger Zeit Nl-zchte. ie seinerzeit karz grmldet. in PeterS bürg ein Mord großes Aufsehe, wel cher in der Kaserne deS Garde Kavalle rie Negiments entdeckt wurde. Man fand nämlich in den Latnnen der Kaferne die Leiche des Kaufmanns Conrad aus Charkow und es stellte stch heraus, da der reiche Mann von dem Wacht pssten ia die Kaieriie gelockr und dort von mehreren Soloalen ermordet unt beraubt iourÄe. Auch lo.lrden in den Latrinen menschlich: Ueberreste gefunden. welche darauf schließen ließen, daß diese Mor0?hzt nicht die erste und ein zige gewesen ist. Der Zar hat nun anaeorouet. daß durch fünf Jahre bei d?m Garde Kavallerie Regiment das Avancement für Oist'iere Und Maun schlfk unterbleibe und hat ferner dem OfstrierScorpS befohlen, der Wittwe deS ermocoetsn Conrad auS eigenen Mitteln eine jädrliche Penston von 50:X Rub:lu zu zahlen, da oer trau rize Vorfall nur als ausschließliche Folge deS BecfaÄeS dr militärischen Disciplin angesehen wir), an deai da Oificiercorps die Sch ld trage. W i e a u s Brüssel g e m e l det wird, bsbzu die dortigen Gerichts. betören e-ne Säi'Ser Werkstatt von Diplomen der Brüsseler llniversität entdeck:. An der svlye der sestgenom meuen FLlschcrbande soll, wie es beißt, ein Mitglied der belgischen Aristotratie steben. Ein Stück krassesten Aberglaubens hat sich in dem rufst schen Dorfe Szurmenycze abgefpielt. Einem Grundbesitzer erkrankte vor ei uigen Monaten ein S0jahriger Sohnaa einem Kop?auSschlage und dann ent wickelte sich bei ihm die unter dem Na men Weichselzopf bekannte lästige und sch'nerzh'afte Haarversilzung. die na mentlich in den sumpsigen Gegenden Russisch Polens anzutreffen und fehr schwer heilbar ist. Auch in diesem Fall wollten alle W-mderturen und HauZ Mittel nichts rfangen, bis ihm der Rath eines berühmten Zauberkünstlers m der legend von Kalwarza Beerung verheißend erschien. Der .Engel der Kranken- hatte nämlich herausgefunden, daß das Leiden eine Folge von Ver herung sei und nur gehoben werden könne, wenn die kranken Stellen mit dem Blute des Zauberers oder der Zauberin bestrichen würden. Nach Einstreichung der überbrachten Rubel gab der Wun dermaan Vater und Sohn den Rath, Nm Samstag Morgen unter Beobachtung aller gehörigen Vorsichtsmaßregeln auf den Ortskirchhof zu gehen, am letzt gegrabenen Grab die erlernten Zauber j'prüche zu sprechen und dann nach drei malizer Nmschreitunz des Kirchhofs stillschweigend und, ohne sich umzusehen, heimzukehren. 'Durch die wirksame Kraft der Zauberspräche würbe die schuldige Person keine Ruhe fi.,den, würde zum Kirchhof gelaufen kommen, und zwar wäre die ihnen zuerst begeg nende Person der gesuchte Uebelthäter und an ihr der erforderliche Aderlaß zu vollziehen. Getreulich richteten die Bei den den Auftrag aus. Auf der Heimkehr vom Kirchhofe begegnete ihnen kurz vor demselben eine arme Frau,, die noch in der Morgenfrühe stch einige Bändelchen Holz aus dem nahen Forst holen wollte. Wie die Rasenden warfen sie sich auf das Nichts ahnende Weib; mit einigen wuch ftgen Knittelhieben wurde es nieder geschlagen und nun mit dem aus de klaffenden Wunden strömenden Blute der kranke Kopf gewaschen. Die Frau starb, noch am selben Tage. Vater und Sohn unv der Wundermann wurden sofort verhaftet und sehen nun einer schweren Strafe entgegea. ' Ueber einen Fall von absonderlichem Geiz berichten sibirische Zeitungen: Bei IrkutSk lebte in einer einfachen Hütte der ehemalige Kauf, mann S. Er hatte nur eine Richte bei stch und war äußerst geizig. Er war auS irgend einer anderen Stadt gekom mm, mit ihm zugleich aber auch das Gerücht, daß er sehr reich sei. Aber S. begaan in der Stadt auf den Plätzen und Straße zu betteln. Seine Nichte ernährte sich durch Unterrichten, um ihrem Onkel nicht zur Last zu fallen, der ihr versicherte, daß er sem ganzes Vermögen mit Spekulationen verloren babe. Dank den Stunde lernke die Richte einen Lehrer kennen. Die jun genLeute verliebten sich in einander und heiratheteii. Der Onkel protestirte gegen diese Heirath und jagte die Nichte, als sie nicht gehorchte, fort. Seitdem schloß er sich zu Haufe ein, ging wenig auS, heizte nie seine Ofett und fror schrecklich. Plötzlich wurde er vom Schlage gerührt. Der Bescher der Hütte benachrichtigte die Nrchie. die mit ihrem Manne erschien. S. lag beive gungslos in keinem Bette, brachte aber mit Mühe hervor: .Kalt, beizt den Ofen!" Da eS Sommer uns sehr Warm war,- erschien sein Wunsch be fremdend." Man öffnete die Ofenthür. sah darin das fernggelegte Hslz und beschloß.' es herauszunehmen. Kau war das erste Stück herauSze.komm.'.i, so schrie der Greis, seine legte Krajte aufbietend: .Anzünden!" Dabei verschied er. Das Hol; wurde aus dem Ofen entfernt vnd man sah Folgendes Der gaaze Ofen war vollgepfropft inii Werthpapieren und KreditbilletS im Gefammlwerthe von 1,290.000 Rubel. Die einige Erb-n war die Nichte. p1 Kaufe Mucho'5 Best Havanna , , ..,,. ":;.!::,. : IjsiilS: !3i.-.'1, l.l ri' a; ife . .,.;, t;!;.:;T. - n1 1i.li! iga i!,t:..i: si M ",;'
!EisenWW-Tabelle
Ankunft und 'Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge irn Union Tepot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Poltj.iz . ... . . . . . Erpreß Expreß .......... Accomodation ...... Erpreß Erpreö . 7 M Vm . .... ii VM ! lOüUim . 4 W s)hn .... 7 Am 11 OOKrn Ankunft Erpreß ... . 3 30 Um 4 15 Vm 10 00 Vm 2 ftü Pm 5 20 irn 7 45 9ci b'pres Accomsdatian . . . . .. Expreß Schnellzug......... Nccomadation ... .. 5leveland, i?incinnati, Chicago und . St. Louiö. Jndianapotis und Llevekand Division. Abgang Erpreß.. .. .... .... .... 30 Vm itxpreö 35 Vm Erpreß... ll 45 Pm Limited Sffttß... .... .... 3 20 Nm Ekpreß . 6 45 92m Ankunft Erpreß 7 00 Am Erpreß. . .'. 11 10 Am Limited Erpreß. ....... . Expreß.............. .. Erpreß . St. Louis Division. .11 55 ,. 5 0Q2tm .10 50?hn Abgang Expreö . Limind Erpreß... Erpreß Expreß, täglich . . . Ankunft Expreß täglich. Expreß Limited Expreß... Expreß .... 7 20Vm ....12 03NM .... SAN ....ISSNm .... 3S0Vm .... 9 2,V$ra .... 2 55, Vm .... LLOVm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 m Accomodation täglich . . . . . . 7 5 Vm Accomodation W 55 Vm Postzug 2 00 Nm Acceinsd. (nur Sonntags) . S OO Nm Accomodation 6 45 Nm Ankunft Rushvills Accomodation. 10 35 Vm Postzug 11 ö) Vm Jndpls Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodation. 5 00 Äm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation ... 7 10 Vm Schnell. Post 12 01 yirn Lasauette Accomadation . . . . S 15 Nm Schnellzug ......12 30Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Accomodation . . . 10 45 $rn Cchnellpost 2sitrjirn Accomodation 6 15 9!nt Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß .................. 12 M m Danville Accomodation .... S 05 Nm Expreß 10 52 Ankunft Expreft I 15 Vm Danville Accomodation 10 40 Vm Expreß..... 2 40Nm Expreß 5 ?kn Peoria Division östlich. Abgang Expreß S 25 Vm Accomodation 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß ll 45 Vm Accomodation 9 00 Vm Expreß lOWNm Lake Eric und Western. Abgang Exvreß 7 15 Vm Erpreß 1 20 Expreß 700 Nm Schnell.Erpreß 11 10 Nm Ankunft SchneU-Expreß 2 20Vm Expreß 10 30 Bin Erpreß 2 50 Nm Expreß. 20 Am Pittsburg, Cincinnati, lZhZrago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vm Columbus Accomodation.. . 9 00 Tm Erpreß 3 00 Nm Nichmond Accomodation. . . 4 00 Nm ' Expreß.. 5 30Nm Ankunft Nichmond Accomodation S l Vm Schnellzug 11 40 Vm Erpreß !2S0Nm Accomodation 3 45Nm Expreß 650 Nm Expreß 9 00Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Exoreß 11 05 Vm Expreß 11 30 S5m Ankunft Expreß 3S0Lm Expreß ;. 2 45 Nm LouiSviUe Division. Abgang Expreß Louisville Accomodation... Schnellzug. ... Accomodation Ankunft Acconiodation - Schnellzug Accomodation Spezial taglich 3 40Vm 8 00Vm 3 55 Nm 4 3JNm 10 25 V m UOOVrn OONm 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Ändiana poliö. Abgang Expreß 3 65Vm Cincinnati Accomodotisn . . 10 45 Vm Expreß 3 OO Nm Expreß 3 30Rm , . Expreß 30Nm Ankunft Accomodation 915 Vm Expreß 11 15 Vm . Expreß 7 45 Nm Expreh 10 55 Nm Ezpreß 12 35 Vm Indianapolis und VincenneS. Abgang-Expreß 7S0Vm . VincenneS Accomodation. . , 410 S!m Ankunft VincenneS Accomsdationll 00 Nm l- Expreß.................. 5 05 Nm Cincinnati, Wabafh und Michigan. Abgang Expreß 630Vm Erpreß...- .11 45 Vm Expreß ...6 45 31m Ankunft Expreß 11 10 Vm - Expreß SOONm Expreß 10 bO Km Indianapolis, Decakur und Western. Abgang Expreß SSOBm Accomodation.. 420Rm Schnell.Erpreß 11 00 Nm Ankunft Schnea.Expreß ÄVVm AccoMdation. 10 10 Vßi , Expreß. 4 45 Vm Louisville, New Albanh und Chicago. Abgang Sxpnß 12 40 Bin ,: i Expreß..... .11 35 Vm Monon Accomodation K 20 Nm Ankunft Expreß . ... ......... 3 25 Vm Wonon Äccomodatton 10 40 Vm ' Expreß........ N20Nm H ) fari'nm m Kcn kmü. m : .-r , l- Ami. FX, Aiatiin, 1. .kb Ji. DU, TOI". HllO. -f 1. K, r oin$ U .!!. W h, iti in rar Df tv. w m, MnlK. i.nJ.tUmit ud H ; l ln-.. m hvt m r. Km b ldT.A;lfr. Wfaor Jm IkOW nttf frum At M V or II ihr ilrhc. mumaf tW w ua an jwi. i ih ww n rnncm tl? iu4 mndartlbl MIlrn l'llwrt nkmra wk U.UUttf Cr,B&irt.U'Ua
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Tribüne ist daS einzige Blatt in Jndiana, welchcS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht einer Partei oder ParleilN teresseu kämpft sie unentwegt für Freiheit u. Recht auf allen Gebieten des SebenS. Die Arbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und da rum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freubebringenden Luft, statt zur Niederdruckenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sellke es als moralische Pflicht empfinden Leser der JMsna Tribüne zu fein. DaS reichhaltige. Sonntags - Blatt bietet eine Fülle unterhaltende Lese stosseö. Der Abonncuteuts Preis der täglichen Tribüne ist 12c, des Sonntagsblatts Je, -beider zusammen Ctö., Per Woche oder I Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet daS Tageblatt gF, daS Sonntagsblatt ' S2 per Jahr, beide zusammen in Vorausbezahlung., rttrkfnchmr aller Art werden rasch und billig ausgeführt. Eintrittskarten, Quittungen, . Konstitutionen, Rechnungen, ; Geschäfts karten, - : r ' Üüfyfc Mkulare,.''' : i . :' ,;!v,": !,, , ,i . .. ,,, VrVgrarnnre f. tp I -1 ' . " i - f 'ii für EefchäftSleute und Vereine werden mackvoll nnSgefuhri-'i :S'- . y? f ' ' 1 1 V. '; .. : in - ;"i ..'. '!,.,. H ' i. ' l''!;.-i'.i:"!f NV.,SS jil. Jp'1' ZnUsnässttS, Ind. ,f y ! , .'ij ,.;; , .,:!i'.;!J- : rf :,:,: .! it:
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