Indiana Tribüne, Volume 15, Number 128, Indianapolis, Marion County, 26 January 1892 — Page 2

Jndiana Tribüne. Erscheint iC i g i i ch & o n n t a q ss.

Tie tZzlite Tribüüc" titt durÄ den Träger j2 E?tS per Wd?. fcie- SonntegS -.Tribüne- 5 TenlS prr Sochr. Vkld,? zusammen lCenrS oder 33 llentS p?r Monat. P.'r Posi ju&ff&isft in Vor .auKiezahlung?Sper?a!,r' Ossi:e : 130 Oft Ä)!aryZand Straße. Indianapolis, 3nb., Januar 1892: Ä?l;c7e nach Rügen. Wieder taucht der Gedanke einer dauerndea und festen Verbindung d.r Insel Zügen mit dem pommersckea s?estkaud.', daS beißt mit dem gegenüber' liegenden Stralfund auf. und jroar be ttiu in greifbarer Geltalt. Echon dem Nächten pieußzschen Landtage soll eine dahin zehende Vorlage zugeben. Tie Brücke soll zugleich für Eisen bahn. Fuhrwerke und Fußzänger ew gerichtet werden. Jur die in Ausstcht gensNmene neue PostlinieBerlm-Saß nitzTrelleb??g- Tlockyskin. welche vom nässten Frühjahr an eröffnet wird, ist die Bräcke von besonderer Wichtigkeit; i;nd diese Vostlinie hat denn auch den abermaligen Anlaß zur Vnwirklichung deS Vro?tes gegeben. Tie Frage ei::er sacken festen Verbindung ist, wie ge'azt, n'chr neu. Schon inr Jare 184! enthielt eine Ztralfunder Zeitung einen Artikel iibit diesen Gegenstand. Der Verfasser rcar der Anucht. dag ein? sickere Veibindnnq vcn Pommern imck Tvitn durch vut auf Steinkisten tttatii bcvvi'tz Zzdrücke nebst einem feiten L)weqe über den Tanholm (die kleine Ttrzlinnd vorgelagerte Insel) allen Unbeqneinlichknten deS Verkehrs auf einmal abh.'lfen würde. T?r Ruhen, der au; dem Zustande Tcnnren des Vrojects erwachse, sei ein sehr VgnnZzfack:e?; eriZenS in strateqischer und loeaker Hinsicht, zweitens sei die Verbindung für Rügen von großer Wicht rgk-it. und endlich sei diese Brücke, wenn e' irqend einer Zeit zu einer Verbind-!ni zlch? Berttn und Stral iund kMmm sollte, von Ln'chätzbarem Wertbe. TK Verbindung ist ja nun seit etwa ,;?bn ZJbren durch er&airusg einer Se.'UnvärSahn der soa. Nord' Zmhn in'ö L.b n Ze!rö!en. Ter Vlan einer schen Brück? irisch? Itralsnnd und Rüa?n ist indessen noch älter, als ,50 Iabre: ia,io SjaS 1813 ist ein solcher Bau zurn Theil auch ausgeführt worden. Es bandelte sich damit? darum, für die schwedische Armee, welche sich unter König Bernadotte an dem Feldzuge der Verbündeten gegen Naookeon bethei ligte, eine sichere Rnckznzslinie derzustellen. (Stralwnd war als Festung damals geschleilt.) Man vlante eine doppelte Brücke von der pommerschen Küste nach der Jniel Danholm und von fceri nach der Aüzensche KüÜe. Dke erstere, eine durch Ketten terbun. dene Schiffbrücke, ist wirklich gebaut 'Und mehrere Monate auch benutzt wor den. Der BrückenkOpf an der ponimerZchsn Seite, an welchem alle rüstigen Stra! sunder znitarbeiken mußten, wurde mit Mörsern und Böllern befestigt und durch Gräben und Pallisaden gesichert. Die andere Brü ke ist nicht zur Aus kühruug gekommen. ttttfstsche Waiv-ve,wastuttz. Als eine der Haläptnrfschzn de süröterlichzn NLthstanüeZ in den Wol' gz-Bezirken ist neben der Unfähigkeit der runikcken Beanltenwelt vor allem htt AuZrotkunz der Wälder zu betracht ten. Tie einst so mächtige Hglzbe stände längZ der Wolgg hii so gut wie verschsunden. obsobi die Regierung schon vor mehreren Jahren strenge, aber nicht befolgte Vefeble. die Wälder zu schonen, erlassen hztie. Dem Hochwas. ut des Strome! bieten die abgeholzten Jläch.'n keinen Widerstand 'mehr, st: sind meist versandet, der GraZwuchZ wurde immtt geringer, da gleichzeitig tai Geundwasser Zank und der Voden immer treckener wurde, die Weiden und Getreidefelde? wurden imrner weniger ergiebig. An der Stelle der früheren großen Woblbabendeit dieser Bezirke ist geht die schrecklichste Armuth und der Hunger getreten; die Mißernte ist nicht mehr eine vsrübergebende Erscheinung Eine gründliche V.'sserung ist nur durch eine völlige Beseitigung der bisherigen Mißwirthfchaft zu erzielen, und daS ist in Rußland nicht so leicht dnrchzufüh ren, znmal da das Systenr der SelbstVerwaltung vsllstZndiz abzewinhZchaf. tet bat. W:e wenig die einzelnen Behörden zusanrwsn arbeiten, dason geben Aufsätze de3 Adelsmarfchalls des KreiseS Ieletz in der Ncwsje Wremja- Kunde. In diesem zum NothstandZbezirk gehS rizen Kreise wurden im vorigen Herbst neben 700.000 Näbel directer Steuern 100,000 Rubel Steuerrückstände unerbittlich beigetrieben. Die Bauern muß en zu dem Ende fast alle ihre Getrerdevorrätie zu 4S Kopeken das Pud verkaufen. Schon im März und April 1391 halten sie in Folge dessen nicht mehr ausreichendes Mehl für ihre ErNahrung; sie mutzten es zu 1 Rubel bis 1 Rubel M Äoseken kaufen, und jetzt herrscht dort der Hunger. So ist es , noch m vieleu anderen Bezirken gegangen. Und so erklärt t sich auch, warum . der Finanzminister v. Wyschnegraöskij sich noch imWr brüsten kann, daJ die , .Einnahmen in den ersten neun Mona ' tm des Jahres! 3S 1 serhälmißmäßig nur um eine kleinere Summe, etwas über '' neun Millionen Nudel, zurückgeblieben sind. Ganz Nunland ei lrmenhauZ. D - TaZ 'bekannte Teveschm Bureau Weuter, hat einen Speeialberichterstatter Mach den Hanzerdistrikten Rußlands Dandt und t liegen nnn die ersten Gerichte des-elben vor. , MSet-einer Fahrt durch das Gouvernz ment!5kjäsan m Gesellschaft eines Mit kglttSeMK .Rotüen Kreuzes ' besuchte der CocreZpondenk eine Anzahl Dörfer. wobeiMgch davon überzeuzte, das die Leute kein Brod hatten. DaS Vieh vapjvttlsZ,nz,

Bchsunen zum TdZtl als Arennmaterl verwendet worden. Vielfach zeigte sich jedoch auch, daß die Leute Brod hatten, obgleich sie daS Gegsnldeil behaupteten. Sie machten den Eindruck, als ob sie bereits wiederholt besucht, werden waren und nun ihre Lage schlimmer darstellten, als sie in Wir'lichkeil war. z,WaZmich am meisten bei meinem Besuch? über raschle," schreibt der Berichterstatter, tt:? die erschreckende Thatsache, daß der größere Theil deS ausgedehnten Reiches, nämlich fünfzehn Provinzen, Armenunterstützung exdalt. Denken Sie sich ein Gebiet, unzefähr zehnmal so groß wie England, vollständig verarmt, den Landadel in Armenpsteger verwan delt, f die Regierung ein gigantisches Armenhaus das ist der gegenwärtige Zustand Rußland?. Augenblicklich, glaube ich, verhungern thatsächlich ver hzltu;ßmaß:g Tenige. aber alle inu striellen und produktiven Arbeiten stehen vollständig still, denn die Mißernte macht sich auch iu den Städten fühlbar, und die Bauern, welche Arbeit in den Fabriken suchen, kommen muthlos zu ruck und werden Bettler. D:e ganze Bevölkerung scheint auk Bettelmande runzen zu sein." Auffallend fei die völlige Hilflosigkeit der Bauern, welche außerdem sehr eingeschüchtert seien. In Petersburg bringt tue Polizei die aus den Mißerntegebieten gekommenen Bauern bei den reicheren Häuseigen tdümern unter. Wie gerüchtweise ver. lautet, wud eie zweite Emission von Billkti der Nothstand slotterie ge

plent. G Sle verkörperte Uugerechtigeqt. Für die Erwählunq der VundeSsena toren durch das Volk sprechen so viele Gründe, daß die Gegner deS Vorschlage? sich hinter einer Prophezeiung verschan zen muffen. Sie weisfaIen mit der allen Propheten eigenthümlichen Zuversicht, daß die vom Volke gewählten Senatoren .auch nicht besser- sein würden, als die von den Staats legislaturen ernannten. Nun, die Propheten müssen daZ ja wif sen und deshalb wäre es am Ende zwecklos, eine Widerlegung dieser Beöauv' tung zu versuchen. Aber ist es vielleicht ganz und gar belanglsS.daß die Staats! k.itslaturen sich besser den eigentlichen Staatsgeschäften widmen könnten, wenn )t nicht die oft Monate lang sich hmzie benden Senatormahlen zu vollziehen bätten? Oder fällt es gar nicht in' Gewicht, daß den ruppigsten Bewerbern um Legislatursitze nicht mehr ihre .Wahlkosten" von den Cenatscandida ten bezahlt werden würden? Ist es ganz gleichziltig. ob in jedem Bezirke der senatoreustreit schon in die Primär wählen hineingetragen wird, in denen die zukünftigen Gesetzgeber aufgestellt werden? Natürlich wird es auch nicht besser wenn alte M Wände abgeschafft werden,dena eö stellen sich immer wieder neue ein. aber der Mensch wäscht sich nun doch einmal, obgleich er wieder schmutzig wirdWenn indessen überhaupt reformirt werden soll, so sollte eS bei der directen Erwäblung der Senatoren nicht sein Bewenden haben. ES ist geradezu eine Schande, daß Staaten, wie Rhode Jsland, Vermont und Telaware, oder gar solche Lumpenstaaten, wie Revada. Wvo ming und Jdaho, genau so stark iw Bundessenate vertreten sind, wie New Pork, Pennsylvania, Ohio, Illinois, Jndiana-und Michigzn. Denn der Senat ist keineswegs eine so nichtssagende Körperschaft, wie daZ englische HauS der LordS oder daS vreutzijche Herrenhaus. Er ist zwar nicht der Urheber der Geldbewilligung gen, aber ohne leine Zustimmung tön nen dieselben nicht zu Stande kommen, und. die Erfahrung lehrt, daß er sehr haung ne Erhöhung der vom Adze ordnkkenhause ausgeworfenen Summen durchsetzen kann. In allen übrigen Punkten ist er dem VolkShaufe sogar überlegen. Er allein bestätigt die ErNennungen des Präsidenten und die Verträge. Im Geaenlake zum Abgeordneten Hause löst er sich niemals auf, sondern -- - - Ä. h . ll,. ,. ää.'-.t"'-, jm ' JH1'" - Jö1 j m. ff Jt ir- - . rtc V.X. erganzr iic nur aue zwei aore ourcy Neuwahl eineS Drittels seiner Mit; glieder. Auch sind die Senatoren Von den wechselnden Volkslaunen viel un abhängiger, als die Abgeordneten, weil sie auf sechs Jahre gewählt werden. Aus allen diesen Gründen ist der Senat bei Weitem mächtiger, als das Abgeordnetenhaus, und deshalb ist eS eine Ironie auf den Grundsatz der Mehrdeitskierrschaft, daß in ihm die L00M0 Einwohner der sechs kleinsten Staaten gerade so stark vertreten sind, wie die 82,000,000 der sechs größten. Da jedoch die kleinen Staaten' auf ihre Vorrechte nicht ganz und gar ver-z-chten werden, so hat Miller von Wisconsin den Vorschlag gemacht, es solle, jedem Staate ein Senator zugestanden werden und außerdem einer für je eine Million seiner Einwohner. Nach diesem Plane würden folgende Staaten nur einen einzigen Senator erhalten, weil sie weniger als eine Million Einwohner haben: Colorado, Connecticut, Delawäre. Florida, Jdäho. Maine. Mo' tana, Nevada, New Hampsyire, Nord. Dakota. Oregon. Rhode Island. Süd'Takota, Vermont, Washington, WeZl'Virgtmä ünb Wyoming. zusam' men 17.' Je zwei Senatoren würden auf folgenoe . 17 .Staaten " entfallen: Aladama, ArkansaS. Californien, öeor gia, Iowa, KansaS. Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, NebraSka, New Jersey, Nord'Tarolina, SüdCarolinä, Tennessee. Virginia und Wisconsin. Je drei Senatoren hätte zu beanlvru chen die Staaten Jndiana, Massachü setts, Michigan, Mtssonn und TeraS. je vier die Staate Illinois , und Qhio und je sechs die Staaten Penukulvanien und New Kork. Die Ge sammtzahl der Senatoren (83) würde lnach idiesein Plan unverändert, bleiben 1,4 ,l J Eine vollständig gerechte Zusammen setzung wäre daS auch noch nicht, aber die Großstaaten würden mit emem sol chen Zugeständnisse wohl zufrieden sein. Daß die Kleinstaaten gegen diesen? wie gegen jeden anderen Ausgleich Einspruch er eben werden, jstzvorauSzusehew In dessen könnte ihnen schließlich begreiflich gemacht werden, daß die gänzliche Abschassung z deS j.,,Smats,u' eiue'Fxos der Zeit sem kavnwenn sie sich nicht entschliesMwemaKeFM

ihrer ZZorrechte freiwiLig zu vsrztchken.Der Volkswille ist am ..letzten Ende kraftvoller, als ein Stück Papier. -(Cbic. Abendpost.)

W'.e regiert man den Gatten? Tie New Yorker World" hat die Preisfrage aufgeworfen : " How to rnanatje a und darauf sind nun unzählige Antworten eingelaufen. Urban von der Fr. Ztg." in Rewark hat sich durch den Wust hlndurchge, arbeitet und veröffentlicht nun folgen d;3 Resume: Unter den Einsenderinnen lassen sich deutlich drei Kategorien unterscheiden. Die erste und vornehmste Klasse bilden Diejenigen, welche der Ansicht Ausdruck geden, daß Mann nnd Frau mit eina? der Hand in Hand gehen sollen. Die Frau, sagt die Eine von ihnen, soll den Mann überhaupt nicht beherrschen wollen, sondern ihm ebenbürtig zur Seite stehen und EmeS soll dem Ändern zur Schaffung ein:r glücklichen HäuS lickkeit behilflich sein. DaS sind die Vernünftiaen. die Eebildeten, die über daS Weien der Ehe, die gegenseitigen Rechte und Pflichten derselben nachgedacht haben. Aber sie find natürlich in der Minderheit.' Die Mehrzahl setzt sich aus Denen zusam wen, 'welche sagen, die Frau soll dem Mann stets liebend, geduldig und sanstmüthig entgegenkommen, Freud' und Leld mit ihm theilen, aber nur. um ihn desto besser unter den Pantoffel zu bekommen. Dieß sind die Eoastöch. ter. wie sie im Buch stehen, wie sie vom Anbeginn der Welt an waren und ewig bleiben werden der EgoiSmuS auf zwei schönen Beinen, wie sie ein großer Pbilofoph genannt bat. Die dritte Klasse, fast ebenso stark vertreten, gebt noch eine 5 tu e t e e herab. Sie b ä vaurtet in ih:en Aulworten, die Frau solle dem Mann sters gut zu essen geben, das sei die bequemste und zugleich beste Art, to ins.'rnge Kim. Darin liegt ja in der That etwas Wahres, aber die Küche allein thut's nicht, sondern die Frau, so mit und bei der Küche ist. Den Gipfelpunkt deS Cynismus erreicht jedoch ein weibliches Wesen, wel cheS sich noch ganz stolz mit vollem Na men unterzeichnet und dieselbe Ansicht in folgenden drei Worten ausdrückt: Fejd eii brutal auf gut Deutsch: .Füttete das Scheusal!CtreisUattt?. Wie dem TempS- aus Rom gemel bet wird, besindet sich unter den tele grakifchen NeuzahrSwünschen. welche Papst Leo Xlll. in diesem Jahre er ba!:en, auch eine Depesche desDeutschen ttsisers. welche folgende Worte enthal ten soll: 'Ich bitte den Ewigen, daß ein für die religiösen Interessen wie die Ausrechterhaltung der freund schuft lichen Beziehungen mit dem Reiche so wichtiges Leben erhallen möge. In feiner Daatesantwort drückte der Papst, cnllschen Blättern zusolge. die Hoff nllng aus, der Vatikan werde stets gute Beziehungen mt Deutschland aufrecht erhalten, und wünsche dem Kaiser allen Erioig in seinem Kampfe mit dem So cirUsmuSdem Feinde der Religion w.e des Reiches. Das Mehl, das im NothstandSzebset cn der Wolga vertheilt wird, ist noch schlechter, als daS berüchtigte der Stadt St. Peters durg. Die deutsche St. Ztg" hat eine Probe davon cyem:scy untersuchen lassen. Der Besuad ergab IQ.vü v. H. Feuchtigkeit, 17,1 v. H Mitteralsioffe. Eand u. s. w.. 3,67 v. H. Oelkuckenmehk und Unkrautsamen, v. H. Rogzenmehl. Wo die Menschen mit solchem Mehl, gegen wel ches das Petersburger Mehl daS reine 6onfekt ist, ernährt werden, müssen tt rankheiten um sich greisen. Die Fälle, daß mit der Influenza Ißbl-iidrt und Verkolaunaswabn ' ver bunden ist, haben sich in jüngstergel qemchrt. Nachdem zunächst auS Ober schlesien einige Fälle gemeldet waren, wird etzt auS einem Dorfe deS Gold berger Kreises berichtet, daß der junge "ehrec bei Jnfluerz, im VerfolgungS Wahn sich durch einen Streifschuß im Gesicht verletzt, hat. und cü Glashütte , ä ' ' i " 's'1 i'! I' I I ...m V Jm . W'' iiAAv-f,wjmrtM ,till iCÜUi, l;U(j (IU JUUtJt OUlfcUl Folge der Influenza in Tobsucht ver lallen ist, so daß er nach einer Jrrenan statt gebracht werden mutzte. Der Redacteur der Eelsenkirchener Arbeiterzeitung Herr LuSbring wurde zu einer Gerichtsverhandlung in Elber selb auS der Strafanstalt in Siegburg, wo derselbe eine Strafe wegen Preß hergehen verbüßt, in SträflingSlledung transpertirt. Die Parteifteunde deS Herrn LuSbring auS Essen und Gelsen lirchen hoben hiergegen Beschwerde beim Minister. . Letzterer hat, nun ent schieden, daß daS stattgehabte Aerfah ren durchaus unzulässig lei, und durch den Regierungspräsidenten von Köln den BeschwerpeZÜhreru eröffnet, daß Anordnung getrssen ' worden sei, um derartigen Borkommnissen künftig, vorzubeugen. . Der deutsche Hauptmann Cil K örner, welcher bekanntlich so außerordentlich viel dazu beigetragen kar. um die Siege der (tongreßpartei iniChile iznien gen, ist dort nach Gebühr geehrt roor den. Der neue Präsident von Chile richtete folgenden Antrag an den Senat, welcher denselben einstimmig an nahm : Mitbürger des Senats! ' Herr l"'ii . ! '' !i ; ii; jm " ML" . EmPKSrner hartzchiimiHeereichoheS Ansehen erworben. Seine Einsicht, Wissen und Erfahrung haben sich im letzten Feldzuge ' kund gethan, ' und eS liegt im öffentlichen Interesse, ihn dem Dienste des Landes zu erhalten. Nach den - von Herrn . Körner gebrachteu Opfern und bestandenen, Gefabren ist eS auf der anderen Seite gereqt, ihm die wohlverdienten Ehre! und Leloh nungen zuzuerkennen, und zu dem Ende fordere ich Eure Zustimmung Herrn Emil Körne? zum, BrigadeGeneral tzu rnennen.f " ' ,i i -f '$ -i ' Ist der Ader grob k : r Aus bem Transvaal wird eine be merkens werthe Äede - berichtet, ' welche der große alte r Man-, j der.Buren Präsident Paul'Ärüger, am nationalen DsinijaiungSictg1 eUciijatTSDirsef,. Tag l1v..DeiQbr,) z ,st em l Gedenltaa für die Buren. da sie

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iym nicht allem ihren Sieg - über den gefürchttten , Zuluhäuptlinz Dinga'an, sondern auch die Erinnerung an jene gerühmte Versammlung, im Jahre lamt: feiern. 5 auf welcher 000 Bnrghers" wie ein Mann den'feier lichen Eid ablegten, b,S ' zum letzten HlulStrop-'en für die Unabhängigkeit des Tranevaals zu, kämpfen. An dem letztes Fest nabmen nun auch eine große Anzahle Engländer und andere Uit länders" theil, ' zur Genugthuung Ovm Pauls", welcher die nachstehende Zuspräche an die Versammlung 'dielt? Brüder! Ich danke Euch herzlich für den Empfang, welchen Ihr mir" bereitet habt. Wir sind versammelt, um Zeugniß für die Hand deS Höchsten adzulezM. wie für .Seine Allmacht, welche in der Geschichte dieses Platzes ossen'und deml'ch zu uns spricht Ich hoffe. Eure Herzen verstehen, daß der Zweck unserer Versammlung nur der sem kann. Gott für Seine unendliche Güte und na je, die Er uns bewiesen.

zu danken. Ich fru mich, daß sich auch d,e neuen Ansiedter zu der Feier eingestellt l.aden, -denn Gones Güte und 2 ' -'i-l.! it. !: . - ' Gnade erstrcckrstch auch aus Euch Mör der, Diebe uno Räuber, wie Eure ,G4 geNw! bezeugt. Vor' Go:rMdslle Menschen gleich und Niemand tann sich rühmen, bessere als seine Mitmenschen zu sein, da wir ja Alle Staub und Alche sind. Freund, alte Freunde. Mörder und Dede. beuget Euch mit mir un Staube vor Gott.- " ' Oo Anlange. Der derstorbeae Kaiser von Brasilien hat ewe Autobiographie hinterlassen welche in der nächsten Zeit veröffentlicht erden wird. Da Städtchen Warren in Knox Eöunty, Mo. hat mit einer Bevölkerung Bon zweitaufend Seelen dreizehn geheime Gesellschaften. Ein. Liederlicher Sprach lehrer, der in sieben verschiedenen Spra chen Unterricht ertheilt, sich aber von seiner Frau durch Waschen ernähren läßt, ist in Laramich Wyo., eingesperrt worden. ' Ein berühmter Jäger in Maine, NamenS Benj. I Woydard.hat vor einigen Tagen in der Näde vom Nahmakalttä-FeeIwei Elennhirsche ge schonen und ihre Kövfe mir demSemeihe aach Bangor zum .Ausstopfen geschickt. Der eine , Koof wog mt dem Geweih SSj der ande. S?j Pfund. Ein D e!u tsch t e x a n e r. N a . menS Albert Edelmann, will ein Mittel gefunden haben, um Braunkohls welche man in TexaS in ungeheuren Massen besitzt, mit geringen Kosten- in auSge zeichnete, als Heizmaterial ganz vorzüg. liche Steinkohle zu verwandeln. Er hat 000 Acker Braunkohlenland angekauft und behauptet, bereits Anerbieten für 300.000 Tonnen sei er Kohle im Jahre zu haben. Sollte sich Herr Edel mann in Betreff seiner Erfindung nicht täuschen, so wäre das für den Staat TexaS von größter Wichtigkeit., , . I n e i n i m ß n g l o a m e r i k a Nischen Blatte, iöelcheS zu den' größten hierzulande gehört, standen kürzlich ge legentlich der Besprechung eineS Herren Abends im JL, Y. Liederkranz- fol gende deutsche Lieder verzeichnet, welche an dem Abend gesungen wurden: 1. Das Mier hatt Sein,, PerleS. 2. Eßblintt der Thall Rubinstein. 2. Der Ämter. : Dem gewShulichen Amerikaner verzeiht man gerne seine berühmte fröhliche Un wissenheit, besonders in ftemden Spra chen. Daß ' aber ' nicht mal ' in - der Redaction eines Blattes wie der Herald- deutsch verstanden wird, wirst ein trauriges Licht auf den Bildungs grad des amerikanischen Journalisten, Deutsch ist eine Weltspräche und müßte hier, auch dann, von jedem Haldwegs auf Bildung Anspruch machenden Ame rikaner, wozu sich die amerikanischen Journalisten doch rechnen, verUanden werden, selbst wenn nicht die Hälfte vor den Deutschen in Amerika lebten welche lhatsächlich Hierselbst vorhanden fmh . " - Der letzte der Shinnecock Indianer im Staate New Fort -ist in' die seligen JagdgeMe-- deS rothen ManneS entrückt ' worden. William Bunn, so hieß der Alte,-war der letzte Bollblutindlaner deS genannten Stam mes und deolznte re Hütte anx der Grenze' der,, 'Reservation Montauck. Grippe und Lunaenentzündun i fübrten seinen Tod herbei. Er war ein unmit telöarer Abkömmling der Häuptlings, familie seines Stammes. Er bewahrte keine Unabhängigkeit und hielt an de Ueberlieferungen seiner Borväter fest. AlS die Stadt Southampton im Jahre tann 4 ui&c.:t catt.k. t -:; t-ow --ujuiyt ItUtiff io&x , Bunn . der ein Indianer aus Long Island, welcher ein Wiaw m 'zu hauen verstand ; er erbaute ein'solcheS Uach ' echt ' indianischer Weise in - der Z'ri ... rr-.r. t iiuf vw uifc uuv uiqin outin niu Nem Vetter, als die beiden Letzten ih reS Stammes, an der Feier theil. .Die yinnecoas waren gute s:eleute und WalstschfZager. 7 Die meisten, von ibnen kamen vor einigen Jahren-bei dem Auf stiegen, des Dampfers Etttajsian- auf dem Strande bei Soüthamptgn 'um. ' Wie auch d er gut herzige rover u.leveland von dem schiadlec Gustav Bärwald, alias Graf Gaston de Leon, der sich aegenwärttg m dem.Rav mondstrasen.GefängnlH7 in ' ' Bröoklyn ve,in)et,l vraAgekrlegt' wde, oarübtt j rdus Rew. SoLfölandeSZ'g.Met'! det: Bärwald hat zahlreiche Leute durch die Erzählung auf den Leim gelockt, das er eine grose summe Geldes be, Ban kierö in Wall Street liegen habe und daß er etliche Dollars brauche, riM nach Philadelphia gehen und vom dortigen französischen Eonsul BeglaubizungSpaviere holen zu könne. Bärwald aettand nuter Andnem'solgeKdeSlein; Ehe lch von Richter Martine Geld pumvte er. hielt ich 1250 vom Präsidenten Eleve, land' und tzl00 bonrMWMWbit? nty.srZgch vurdeim Weißen kHäuje .l-.tJrr'. .. : vorgetanen -, uno rrzayiie mnne ' üe schichte. Der Präsident gab mir tz!50 und Whitney S100. . Ich ' gmz darauf nach New yotl und t vier Tage war das .Geld alle..' Ich telegraphlrte an Eleveland, gab eine plausible Erklärung meinet Lage und' erhielt noch einmal S1V0." tnäm t D, i s usa Biim :l jfSt fettiilji:Va'tt1fcftSit1:SiI VeUras zursOnbrecherLronik lieft

Sie vermiedenen ANtzeiDNüngen in oen Hallen der Gericht der Stadt Brooklyn. Die Register der Clerls, welche alle Unbeile punktlich buchen, werden ron den Spitzbuben edenko gewissenhaft nachgeahmt. Jeder bemüht sich, wenn

er verurtbe'.lt v.t, sein idm zuerkanntes Strasma an die Wand zu malen. In der Ange.vohliheit liegt immerhin Me thode. D Diebe scheluen durch das Registriren ihrer respectiven Strafen ibre Heldenthaten der Nachwelt üdcrliesern zu wollen. Die drolligste dieser Jn'chnkteu ist diezentge. welche lautet: Zch. Bat, McTanreu. lsa., geboren den 3. Februar 18tf2 in Kerrigan, Jr land, und zur Zt noch nicht gestorben. bm ich zu fünf Jahren Geiangnin verurtheilt, weil ich eiueu KälberschDanz gefunden hatte und nch nachizec bei näherer Besichtigung desselben seitens eines. Polizisten herausstellte, daß ein Kalb dran hing. O diese ungerechte Welt! Den 15. Januar im Jahre des Unheils für mich 189. Pat McCasfrey." DaS nennt man Galgen Humor. Interessant ist uortgenS. das daS größte Eontiugent zu den Ver zeichneten die Föhne der grünen Insel stellen. In 'ÄUd'Calrfornten haben die Fröste erheblichen Schaden an gerichtet.. In einer einzigen Nacht sollen mcht weniger als 50 bls 76 Prozent der' reifenden Orangen vernichtet oder für den Markt untauglich geworden iem und vrele junge Baume ynd seitDem abgestorben. Das Thermometer mar innerhalb weniger Stunden von 60 auf Grad gefallen, in der Gegend von San ' Bernardinö sogar auf 17 Grad., Der Frost erstreckte sich über ein beaeutendes Gebiet, und der Gesammtschaden wird au? rund eme Mit lion Dollars gefch .tzt. An manchen Säumen haben die BlAter eine ganz ä,ei!:e Farbe angenommen, und sie sollen aussehen, als ob sie, bemalt wäre:!. Die Orangen, welche heschädigt wurden, zeigen sich bis zur Tiefe eineS viertel Zollet erfroren. Bleibt solche Frucht auch bis zur Reifezeit an den Bäumen hängen, so hat sie doch allen Geschmaz verloren und kann nicht mehr auf den Markt gebrächt werden. Die meisten Zütter schätzen' ihren Verlust auf ein Drittel der Ernte. Ealifornische Oran zen durften deshalb in den nächsten Monaten ziemlich im Preise steigen. DaS Metall eines Fünf. centStückes ist etwa einen Cent werth und für fünfzehn Cents kann man genug Kupfer taufen, um für $2 Cents zu machen. De r Preßclub in P ortland Me., ist im Besitz eineZ alte Pltes, bai von der SraatsgeseSgeöunz sür die ZeitungSderichterstatjer angefchastt wsr den war. bevor der Regierungssitz von Portland nach Auzusta (1832) ver legt wurde. James G Blaine, OberbundesgerichtS Präsident Füller und an dere promincnle Männer von Maine benutzten d'eieS Pult, dS sie noch Zei tunasievorrer war, .' vom nßlcknde. Emile LoSkS Victor de Laveleye ist in Brüssel im siebzigsten Lebensjahre "gestorben. Er gehörte zu den hervorragendsten und fruchtbarsten Schriftstellern auf dem nolkswirthschaftlichen und kulturgeschichtlichen Gebiete, und seine zahlreichen Arbeiten haben in allen fachmännischen Kreisens sowie uü ter den praktischen Politikern ernste Beachtunz gesunden. Namentlich in Deutschland erfreuten sich d,e Werke deS entschieden liberalen, freihändlerisch ge sinn'en belgischen VolksmlrthS der leb bsftesten Theilnahme. Vielfache InDressen knüpfte den Verstorbenen an Deutschland, . dessen Literatur und Ge sch'ch!e, sowie dessen Volk und seine Sitten er genau kannte. Er hat die Nibelungen, die Lieder der Esda ins Französische übersetzt und die Entwicke lung.des, deutsche Bolksschulun:errichls ,i, verschiedenen Essaus dargestellt. Am hervorragendsten war Laveleye's Wirk' samkeit auk dem Gebiete der lheoreti !kchen 7Landw!rthschaft. welcher er meh rere Werke widmete. Aus dieser feiner Beschäftigung mit landwirthschaftlichen Fragen ergab" sich kür ihn einerseits -seine Stellung zum7 Freihandel wie zur Mhrung. Laveleoe verfochr. bekannt lich in seiner Schrift Die Goldsraze" mit größter Entschiedenheit die DoppelWährung. In seinem Buche über den -Socialismus der Gegenwart, edeaw in seiaem Werk Elemente der Bolksmirth' sch'aft- .vertritt er die Anschauung des liberalen Manchesterthums. Er bekämpft die socia! istischen Lehren und Kill eine Ausgleichung der gesellschast' wichen Gegensätze durch Werke der Nach' ftenliebe angebahnt wissen. Auf allen Gebieten deS öffentlichen Lebens, auf dem politischen sowohl. '' wie auf dem titerärischen und künstlerische hat La deleize.u',g'm:ia ntegend glwi.kt. ic.H.err O.chsenkvpf, der Eigenthümer . dieses . wenig poetischen NamenS, stand dieser , Ta ge , in. Wien jvege 'Falschmeldung' vor" dem Stras richte? Auf die Frage, wie er heiße. gab der Angeklagte anfanglich eine aus-, weichende. Aütwort. Er bemühte sich, dem Richtet klärzüftellen, , daß eine böswillige Hand, die im Tautregister feines eimathSortes seinen wahren Familiennamen fOssenkopf ,in Ochsenkopf umge jindert habe., daran Schuld sei, daß er pörHerichkDehe.1' Offenkopf sei eigent. lich der richtige Name, der ihm gebühre. Rich!erbesttAt): Tind Sie Derje nigder sich fälschlich Ossenkopf gemel hek,.,..,oder,,, sind Sie.e, nicht ? ge. klagte? (resignirt)' Ja, ich bin der chZenkop?. 'Der Richter:verurtheilte Herrn.' Ochienkops ?zu meiner Geldstrafe von : zwei. Gulden und legte ihm nahe, daß er um Namensänderung nachsuche könne, wenn ihm der Ochsenkopf unanjenehm sei. Angeklagier: Ach nein, bin ich'S jetzt gewesen) dann bleib' ich auch der Ochkeakopf.? . . . - . .. -c ti ;i,s,i , 7 .r i - ti - "l Einen recht gemüthli chen Weihnachtsabend habe diesmal die Einwohner voa Valencia ' gehabt. Wä7 rend grade die Christmesse ''abgehalten Vttde, platzten Bomben ne.i Pn ikteq der Stadt. , Eine von ?t): nen ing auf - dem .Altare der KapeUe der MutterzottlS ,äs loi Dasampan-, lo lös, verwundete den Abgeordneten ParedeS,' feine F .'au und Tochter und viele andere Andächtige, und beschädigte oenGU.elvnßskyrW war in der rrche San

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Ist das beste Heilmittel aeaen die ver schiedenen Leiden der Lunge und Kehle, wie 5uften. HeZZerkeii. Bräune. Erkält ung. Engbrüstigkeit, Jfluenza. Luftröhren - Entzündung, sowie gegen die ersten Grade der Schwindsncht und zu? Erleichterung schwindsüchtiger Kranken, wenn die Krankheit icksm tiefe EinI schritte gemacht hat. PrciZ. 23 Cents. j1 W Ändres gelegt. Die glcichtaiis wlt An öZch:izcn gefüllt war: auch sie richlete großen nrrr r cll n Schaden an. Eine vrme Bombe wuroe,m d,e Stallungen eines reichen Bürgers. Castillo. geworfen und verwundete ein werthvolles Neik pferd. Eine vierte Bomde ging vor 2em Hause eines A z ?s. MonZerrat, in d.'m Auzenblick hi, Da dieser auf die Straße trat: zum Glück wurde er von keiuem Splitler getroffen. Die Bcvöl' kerung ist durch diese Unthaten in Schre cken versetzt. Auch die Polizei scheint vor Entsetzen so geläbmt zu sein, daß sie die Uebelthäter kaum entdecken wird. Ueber einen erschüttern den Uglücksfall wird aus Török'Szt.MikloS. Ungarn, berichtet: Frau Ludwig app hatte ihre dort als Kinder bemahrerin wirkende Tochter besucht und war nach kurzer Krankheit gestor ben. Jungst sollte das BegrZbuiß stattfinden. .zu welchem auch die Schwe ster der Verblichenen, Frau Ajtai auß Varand und deren Tochter mit dem um 3 Uhr Morgens eintreffenden Zuge kamen. Auf der Station hatte aber der Conducteur vergessen, die Thür des Wagens zu öffnen und die beiden Frauen öffneten endlich, nachdem sie vergebens an das Fenster geklopft hatten, die Tbür und wollten aussteigen. In diesem Auzenblicke setzte sich der Zug in Bewegung und Mutter und Tochter stürzten hinaus. Frau Ajtai wurde eine Strecke weit geschleift, dann siel sie todt auf die Schienen; dem Mädchen war nichts geschehe und sie suchte ihre Mutter, über deren Leich nam sie in der undurchsichtigen Finster niß strauchelte. Ohnmächtig siel sie zur Erde. Boa allkdem wußte nun auf der Station nichts; erst als das Mädchen zu sich kam und die SeationS' beamten von dem Vorgefallenen verständizte. entfernte mau den Leichnam von den Schienen. Die zwei Schwestern werden gleichzeitig beerdigt wer den. Eine Frauenrevolution, die jedoch mit dem Nothstand gär nichts zu thun hat. fand vor einigen Tagen in Kasan in Nutzland ist. Die Damen diejer Stadt veranstalteten nämlich ein? öffentliche Demonstration, um ihre Gatten, Freunde uns Brüder zu zwinsen, auch ihnen, den Frauen, den Eintritt in die Spielclubs zu gestatten. In einer mit etdriickende? Majorität angenommenen Resolution der Frauen von Kasan heißt eS: Wir wollea keine Sklavinnen fein, wir wollen nicht län ger AbendS allein zu Haufe bleiben, Vübrenö unsere Genossen sich amusiren. Wir wollen auch m Freuden leben, und wenn UNS binnen drei Tagen, unser Wunsch nicht gewährt wird. ' verlassen wir das Haus unseres Gatten und sagen uns los von unseren männlichen Verwandten-. Damit war dann der Generalstreit pryclamirt, und die feigen Männer krochen, durch die fürchterlichen Drohungen der Frauen eingeschüchtert, auh sofort unter das Bantöffelchen: Schon nach einem Tage öffneten sie den anständizeu Frauen alle Clubs, in welchen bisher nur Männer verkehrt hatten. Ein ge männliche E.feMt glieder, die so glücklich sind, noch nicht verheirathet zu sem. und auch noch sei nen weiblichen Anhang in Kasan haben, haben beschlossen, einen Club der lichen Männer" zu gründen. Im ungarischen Comi tat Tolnä. nicht etwa . in Utopia. wie tnn ninuhm ?nssf fimi hr nift ti,4 j . HUil eingesegnete Flecken Szegßaro. dessen iwölltauiend Bewohner sämmtlich Mu stermenfchen sein müsse. Der dortige Ztrafgench'shof wär in der verzanze. nen Woche dazu verurtheilt. Ferien zu halten und dies nicht etwa der leidigen Jzfluenza wegen, sondern weil we gen Mangels an Angeklagten keine ein zige Straszerichtsverhändlunz angesetzt werden konnte! Bor demGericht zu Reims weigerte sicheln Angeklagter hartnäckig, dem Richter' auf die üblichen Fragen nach Namen und Sland zu antworten und machte schließlich eine unflätige Bemerkung. Dasür beantragte der LkaztSanmalt eine strenge Bestrafung. Der Angeklagte zog nun ein langes Messer und verletzte den Staatsanwatt mehr fach. DaS Gericht verurtheilte den THUer auf der Äelle zu ö Jahren Ge 'ängniß.. i'. ' " . ' Är 5 Aien ist der Feld. marsch all Lieutenant Anton Häinzinge, im Alter von 65 Jahren gestorben. Et war ein Sl'yn der hm 11. Juli 184 verstorbenen,-yielgeseierten Hof Burg Zchauspieler!N.AmaliäH'ainziazer, wollte sich' in jungen Jahren als Sänger, der Buhne widmen und hatte auch zu seiner Zeit in Privatkreisen durch sein wohk klingendes Organ Aufmerksamkeit er regt. 1882 ward, er. mit dein Charattez als Feldmarfchall Lieutenant . ;en sionirt. ' ' i " ' I n " der "" B ü ch'dr'n ck.e t e i der iozialdemokratifcheN - -4x'Ut Bolkswacht M-.P:Mtnm :ctz&x der schleichen SoztaldemLk:o:e z, die Forderungen der streikenden Mnftsetzer nicht bewilligt worden:' ' Die' ! sozlaldemokratische -8ei'tftv:blrd;4j daher gegenwärtig .durch sogenannte Streik brechet hergestellt, wleHeKozialdem traten die nicht ausständigen Sever nen tt,st . ' 1 i: p 1 -!' -I' -: 111 .. " ' ? ' ' . :'f k " . ? -. 1 i ' - ..- '., i Vertanat unuiuo ,,'es Vil II'':. vanna H l-S:"'ÖI

Eisenbahn' Tabelle!

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auf allen Gebieten deS LebenS. ',! :: V Die Arbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und da rum wirken wir für solche soziale Re, formen, welche die Arbeit zur sreubebringenden Lust, statt zur niederdrück enden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, ssllte eS als moralische Pflicht empfinden Leser der Judkana Tribüne zu sein. Da! reichhaltige Sonntags - Vlatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lese ftoffeZ. Der MonnemcutS Preis der täglichen Tribüne ist 12c, deS SonntagSblattS Je, beider zusammen 13 Cts., per Woche . oder ZI CtS. per Monat. Durch die Post versandt, kostet daß,, i Tageblatt SA, daS SonntagSblatt H2 per Jahr, beide zusammen- ' 'i " ',-, ". $Ö in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig auSgefuhrt.- . - --'i'iigM Eintrittskarten, ; .' '' " - r.m:-M: Quittungen. Constltutkonen, ; 'MA VZechnunzzen, GescbäftSkarten, ,;ßt VrkeMW Zirkulare, ' "" PrograWrne u f. rs. für Geschäftsleute und Vereine werden geschmackvoll äuegefuhrt. i; " m-:Hi 1 4f .fall1 . -f:i 'h.P w iM, ... iiaji! 'iptil'l.j ' - ; vmA: 11 m ,!,!.,, p.M '

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