Indiana Tribüne, Volume 15, Number 126, Indianapolis, Marion County, 24 January 1892 — Page 4
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Man nannt? den jungen Gelehrten menschenscheu und hatte nicht so ganz unrecht mit seiner Bezeichnung. Allein es war weniger die Scheu vor den Men schen als die vor der .Gesellschast". ih ren Sitten und Anfsrderungen. Willi bald hatte fast gar keinen Verkehr, die Einladungen, mit denen er in erster Zeit ziemlich häufig bedacht war. hatte er, Arbeit an einem größeren Werke vor schützend, abgelehnt und allmählich hatte man denn auch achselzuckend aufgegeben, su5 diesem jungen Bücherwurme ein brauchbares Mitglied der .Gesellschaft", d. h. einen geistreichen Plauderer, guten Tanger und sonstigen Schwerenöther herauszublldkn. I Wahrheit, Willibald war ein fel tener Mensch! Er war noch nie verliebt gewesen, ja, es schien ihm zu gehen wi manchem alternden Gelehrten, der die Weiber für Geschöpfe niederer Art hält. Gewiß ist, daß unzer junger Freund und Gelehrter sich nie erkühnt hatte, in ein junges und holdes Mädchenantlitz zu Zehen. ES war nicht schwierig, zu propbe zen, daß, wenn ihm dies einmal pajsi ren würde, er seltsam davon betroffen sein werde. Und so geschah eS. Eines Tsges kehrte er aus dem Schulgebäude heim, wie immer, die Blicke abwärts ge kehrt, langsam seinen mit pedantischer Genauigkert eingehaltenen Weg dahin schreitend. Da stieß er plötzlich mit el.iem Wesen zusammen, daS gleichfalls in Gedanken gewesen sein mochte. Eine Entschuldigung murmelnd, wollte er zur Seite treten, da gewahrte er aufsehend vor sich ein reifendes jua end frisches Änt liy, daß er fair erschrak und den Hut in der Hand eine Secunde unbeweglich stehen blieb ui'.d dann in überhasteten Wor ten eine neue Entschuldigung stammelte. .Aber, ich bitte, Herr Aengstlich sagte das junge Mädchen mit Züßer, glockenreiner Stimme und mit einer zier lichen BerbeuIung schritt sie davon. Willibald schaute ihr nach. Die zier liche, in einfache, aber geschmackvolle Toilette gekleidete Gestalt entfernte sich von ihm viel zu schnell, wie ihm dünkte. Und dann ging auch er weiter, aber sein Studirzimmer erschien ihm heute zum Iten Male m fernem Leben unbehazllch. Und zudem verfolgte ihn ein toller Spuk. In den Heften seiner Schüler sah er die braunen lachenden Augen wieder,, aus seinen Büchern lachte ihm das liebe Gesichtchen an und alZ er gar merkte, daß er auf den Nand eines SchulhefteS mit rotkr Tinte ein Sonett zu schreiben degönnen hatte, da ward er ärgerlich und Uwg zu Bette, zum ersten Male m Mitternacht. Und das Gesichtchen ließ ihm keine Nuhe mehr. Eine f rltsame Regung war über ihn gekommen, die ihn fast krank machte, feinen Schlaf und seinen Appetit raubte und ihn aus feiner ganzen gelehr ten kleinen Welt aufscheuchte. Seinen Namen hatte sie genannt, also kannte sie ihn! Woher? Das, wußte er nicht. Fatale Angewohnheit, den Wen schen. denen man vorgestellt wird, nicht ins Gesicht zu sehen, schalt er sich und dann versuchte er, sie zu vergessen das gelang ihm erst recht nicht. Sie sehen blaß aus. lieber Herr Doktor," sagte eines Tages der Herr Di rektor zu ihm. .Sie arbeiten zuviel und gönnen sich nichts. Man soll den Weg nach oben nicht im Galopp hinansteigen, junqer lieber Freund werden Sie wehr Mensch und Sie behalten vom Gelehrten immer noch genug hören Sie!- , v Ja, das waren gute Worte und er mußte über sie nachdenken. Wahrhaftig, er war nicht so wie seine College. Sein Vefcen war monoton, ohne weitere Freude, als ihm das Studium gewahrke. Als , er an dem Nachmittage heim tarn, schlug er kein Buch auf, sondern setzte sich auf sein Sopha und grübelte. Der Direk ror hatte Recht, er kannte noch so viel wie nichts von der Welt und doch fühlte er, sonderbar, erst seit einigen Tagen, seit jener Stunde, in de? er in die lachenden Augen geblickt, daß etwas ihn in jene eitle Welt der Freuden", wie er sie in seinem stolzen Gelehrtendünkel genannt, mit Macht hineinziehe. Man war mitten in der Saison der Bälle und Gesellschaften Willibald merkte nichts davon, denn hie Gesell fchaft nahm keine öcotiz mehr von ihm. nachdem es keiner Familie gelungeu war,. den lunaen ezrer zumommen zu be ween. Um so mehr war diefer über razcht, als er an einem Mittage auf sei nem Tische ein Briefchen fand, das eine Einladung zum Ball bei dem reichen Kaufmann Schsnborn enthielt. War's ein Wink des Schicksals, in jene Welt, feie er sich selbst bisher ver schlossen gehalten hatte, einen Blick zu . rk sfXw . i? r t isTfi I . iw.tUiPaiö roar uniMiuuv ins
legte die Karte zurück. Am Nachmittage aber trat sein Direktor an ihn heran. .Hat Schönborn Ihnen eine Ein ladung zu seinem Ball zugehen lassen, der am nächsten Sonnabend stattfindet? Willibald bejahte. .Sie werden doch gehen?" .Ich weiß noch nicht recht zögerte unser Freund. .Gehen Sie!" rieth der Direktor, .und wenn es Ihnen um die Einfuhr rung zu thun ist, schließen Sie sich an meine Frau und mich an und kommen Sie mit uns. Versprechen Sie mir zu kommen?" Willibald gab halb willenlos seine Zustimmung und lächelnd entfernte sich der Direktor. Zwanzig Mal verwarf Willibald bis zum Sonnadeud seinen Entschluß und zwanzig Mal faßte er ihn von neuem. Und als der Abend herannahte und er in Frack und weißer Binde vor dem Spie gel stand und sich darin musterte, da war es ihm. als solle er geradewegs zum Hochgericht schreiten. .ieh' da," sagte die Direktorin lächelnd, als er die Wohnung seines Vorgesetzten betrat - wie nett Sie sich herausgeputzt haben! Sie machen ordeutlich Figur, Herr Doktor. Die jungen Schönen unserer Stadt werden Augen machen!" Willibald wurde roth wie ein junges Mädchen, das zum ersten Mal den Er klärten seines Herzens küßt. .Perwirr' ihn mir nicht vorher, Liebe ! mahnte cr Direktor, .und sorg', daß wir bald gehen können, es ist Zeit!" Die schönen und großen Gemächer in dem stattlichen Hause des reichen Schön born glänzten in festljcher Pracht. Die Geladenen waren fast vollzählig schon erschienen, als der Direktor Hepner- mit dem van einem heftigen Herzklopfen be: fallenen Willibald das zur Aufnahme der Garderobe eingerichtete Zimmer be trat. Lichtermeer, geputzte Herren und Da, men Willibald sah, hörte und fühlt nichts als die gefährliche Glätte des par q"etkirten Fußbodens. Worte, Namen scylugen an sein Ohr. Er schloß die Augen und machte eine Anzahl von Ver beugungen, bis er eine Hand auf feinem Arme fühlte und die Stimme des Direk tors ihm leise zuraunte: .Kommen Sie doch junger Freund ! " Willibald wäre am liebsten davonge laufen; um sich zu sehen getraute er sich erst nach längerer Zeit. Die jungen Leute tanzten, ihm wurde schon wirklich vom Zusehen. Und da lachten sie denn, die blühenden Gesichtchen hinter den Fächern halb verborgen und lachten und plauderten, strahlend von Glück und Ballwonne. Willibald getraute sich gar nicht hinzufehcn. Ja, wenn plötzlich die lieben braunen Augen, das reizende Gesichtchen mit dem schelmischen Lachen vor ihm aufgetaucht wäre! Das kannte er schon, vor dem wäre er nicht mehr scheu zurückgewichen, aber das rauchte nicht vor ihm auf. Er hatte sich in einen Winkel hinter eine Grupp älterer Herren gedrückt und suchte daS Gewirr des Saales zu ergrün? den. Da trat ein würdevoll ausfchender älterer Herr auf ihn zu: .Ach. Herr Doktor da sind Sie ja. Ich freue mich, daß Sie meiner Einla dung Folge leisteten. Man spricht viel Gutes von Ihnen, würden Sie ein GlaS Wein mit mir nehmen?" Willibald stammelte tief errSthend e! nige unzusammenhängende Worte, allein schon hatte der alte Herr SchSnborn den Arm in den seinigen geschoben und zog ihn nach dem reichbestelltcn Büffet. Im nächsten Moment h,.le Willibald ein Glas feurigen alten Portweins in der Hand. Der Gastgeber streckte ihm mit freundlichem Lächeln das seine entgegen, um anzuklingen. Willibalds Hand Mterte dabei und er verschüttete einige Tropfen feiges WeineS auf die Manschet ten des alten Herrn. Tief unglücklich darüber wollte er sein GlaS leeren, ver
schluckte sich dabei und rang keuchend nach .. f Jil 1 mm I Athem, wahrend err chonborn sich einer anderen Gruvve zuwandte. Willi bald wollte in seine Ecke zurückschleichen, da traf er aus den Direktor. .Meine Frau sucht Sie ; sie will Sie einigen Damen vorstellen ; kommen Sie scyncuiWlllibald hatte die Kraft nicht, zu vpponrren. Wieder tonten ihm Namen entgegen, wieder machte er seine Verbeuaunaen und vlöklick. kaum ronute er. wie es zuging, lag eine fein behandschuhte r. . ? e r tf . . t. ' n ' njuno Us i einem Arme uno er siano Mit tintT timitm ifmt nnfliei nnhrtnnrtten A L y " wwMfea Dame in den Reihen der Tänzer. Eine poira war'S sruber, als Schüler,, hatte er ein vaar Mal dielen Tan, aewa'at jetzt ging'S loS der Saal tanzte um ihn verum er wirveltt yerum er wirbelte hinein in das tolle Treiben da sein Fuß rutschte auf dem glatten Parquet ein Fall ein paar Herren sprangen hin zu und richteten seine Tänzerin auf, wäh cend er selbst hinter den tanzenden Paa ren mit der Schnelligkeit eines verfolge ten Wiesels dem Ausgange des Saales zustrebte. , Eine offene Thür hier! Ein mäßig erleuchtetes Gemach war's. Tief auf, thmend warf .er sich w einen Sessel. Einen Augenblick Ruhe und dann fort ur nicht wieder in den Ballsaal. Da öffnete sich eine zweite Thür und trat junge Dame betrat da Ziuum-r, in L rr r iwr .- r . -- . icr vssenoaren oilazr, vur ) osZi.ve mdurch in den Ballsaal zu chretten. KZar'S ein Spuk, täuschten ihn jävt auf zeregten Sinne, das war ja seine Unbe kannte, das waren die treuen Augen, das reizende Gesichtchen,- die zierliche Gestalt, die heute in der schneeigen Balltoilctte doppelt reizend sich prasentirte. Willibald war aufgesprungen" 'und hatte dadurch der jungen Dame seine Gegenwart verrathen. .Ah Herr Doktor ! meinte dies, tterraschk, .so fern dem Ball, jt ünsam hier!" .Ich war nie auf einem Balle e stand Willibald, der im Banne dieser äugen seine Schüchternheit fast schwin Se fühlte .mich trieb's hierher in die stille Gemach ich passe nicht dorthin un ' .O " lächelte das schöne Mädchen dagegen protestire ich und alle meine Freundinnen. Geschwind, komksenSie, - j? . 5 m : '--r i' ? mir rmtr- ,sw m u u v s
Vie führen. Ihren Arm, Herr Dok ur!"
Hatte er denn diesen Augen gegenüber feinen Willen verloren? Fast schien es o. denn er erfüllte ihr Begehr. Es durchfchauerte ihn so eigen, als er .die schlanke elastische Gestalt a seinerSeite fühlte und doch suhlte er sich so mnthiger and selbstbewußter. Die Thür flog aus und er betrat an der Seite seiner schonen Unbekannten den Saal. Der Tanz war u Ende, die Paare hatten Play genom men oder standen plaudernd umher. Aller Augen richteten sich auf das Paar. In Willibald keimte die alte cheu.mächtla kmpor, da wandte sich seine Dame zu ihm, plaudernd und ihn auf Die und Jenes aufmerksam machend. So führte sie ihn zu einer alten Dame: .Meine Mutter Herr Doktor Aengstlich." Und vann nahm sie Platz und ehe er sich's versah, saß Willibald zwischen Tochter und Mutter und plauderte, als sei er ein wahrer Gewohnheitsballgänger. Herr Schonborn kam in diesem Augen, blicke quer über den Saal auf die kleine Gruppe zu. 9," sagte Willibald rröthend. .Kennen Sie jenen Herrn, gnädige Frau?" Ueberrascht sah die würdige Dame ihn an. ..Allerdings!"Ich mutz mich seinen Blicken entzie ren ich war so ungeschickt, .ich. begoß ihn mit Nothmein" klagte, in seine alte Schüchlerrcheit zurückfallend, Willi bald. ' .Nein, nein, Sie bleiben," lachte die junge reizende Dame an seiner Linken belustigt auf. .Auch ich kenne jenen Herrn er ist nicht so bös, ich versichere Sie!" Und richtig mit heimlichem Grauen sah Willibald jenen Herrn direkt auf sich zuschreiten. .Das ist recht Herr Doktor, daß Sie sich hierher geflüchtet Aennchen, nimm Dich seiner an, und Du," wandte er sich an die alte Dame, .bemuttere ihn, hörst Du?" Mit offenem Munde hatte Willibald zugehört. Erbleichend wandte er sich an seine schöne Unbekannte. .Sie Sie Fräulein Fräulein Schönborn , stammelte er ganz fassungslos. .Ei, ei!" drohte diese, während ihre Eltern in ein herzliches Lächeln ausbrar chen. .Sie treiben die Verstellungskunst zu weit, mein Herr ! Freilich bin ich Aennchen Schönborn, die Sie an ein ge wistes Zusammentreffen erinnern könnte." .Q sagte Willibald trunkenen Blickes und halblaut .jetzt bin ich glücklich!" Da glitt auch ein leises Reth über die Züge des schönen Mädchens unb Und? Ja, der Ball ging zu lsnde, wie alle Bälle. .Sie sind ein Schwerenöther, lieber Doktor!" sagte der Direktor beim Nach harksegehen .und die Direktorin . fügte hinzu: .Wem Aennchen SchSnborn einmal descheert wird, der ist glücklich!" Schade, daß ich die Stadt nicht nennen darf, 'in der die kleine Ballgeschichte pas sirte. Dort wohnt heute ein noch jun ttx aber sehr geachteter Gymnasialpro fessor mit einem aan, reizenden Fraw chen. Man sagt, der erste Ball hei Herrn Professors habe die Beiden zu. sammzesüyrt. ((chalk.") 2t sranzöstsSer Ofsieier all Mörder. i.: ,, ' !-" O Der Mörder der Baronin Dellard in ZZaris ist zur Haft gebracht morden und hat seine That bereus eingestanden, erregte um der beispiellosen Frech bett willen, mit der sie begangen worden war, in ganz Paris das Ungeheuertte Aussehen. Man vergegenwärtige sich lbtt auH die Einzelheiten des Verb hens: Kurz nach 4 Uhr Nachmittags, also noch am bellen Tage, ericheint der Möv der in einem großen, vom Keller bts zum Dach bewohnten und von anwefen öen Menschen vollsteckenden Boulevard du Temple. einer der HauptoerkehrSädern des Pariser Osten; er fragt beim Pförtner nzch der Baronin Dellard; man jagt ibrn, sie wodne eine Treppe dach; er irrt sich un) geht am den zwel ten S'vck; er klinzelt-, ein Dienstmädchen öifaet und weist ihn nn die richtige Thür; er tritt b der Baronin Dellard ein. zieht aus einem mitgebrachten Por teieurlle em Küchenmesser, schneidet der alten Dame den Hals bis auf den Wir M ab und erbricht einert Schrank; in diesem Augenblick tritt die vom Markt heimkommende Köchin ein; der Mörder stürzt sich auf sie, versetzt ihr eine gräß lichen Schnitt in den HalS. trennt aber sie Luftröbre nicht durch und läßt ihr die Möglichkeit, in ci Hilfegeschrei abzubrechen. Ihre Schreie bestimmen ihn, iofort von ihr abzulassen und das Weite zu suchen. Die fchmeroermundete Köchin eilt anZ Hoffenster der Wohnung, ,. ißt eS auf, steckt den nopf hinaus, -da das Blut die Mauer entlang hinabströmt. und schreit mit letzter Kraft: .der Mörder! Dort! Halter ihn!" Aus allen, Jen stern fahren Köpfe, wenigstens zvanztg oder dreißig Zuschauer starren auf die Köchin und in den Hof hinad. Der Mörder verlägt mittlerweile ohne Ue bereuuna die Wohnung der Ermorde ten. geht die Teppe hinunter, durch' 'ch rettet unter den Blicken aller Nach brrn den Hofraum und ruft beim Bor beigeben an die Pförtnermphnung der Toncierge, die hmauSgestürzt ist, zu: .schllenen ie doch das Thor! ivonfl entkommt der Morder!". Er geht dann aas die Ätrane hmauS, die brave Eon cierge schließt da. Thor hinter ihm. die halb geschlachtete Köchin ist mzmr schen binunteraetaumelt, hat' noch mit fliegenden Worten sagen können, 1 der Mann nnt dem Portefemlle sei der Mor der, und ist dann in Ohnmacht gefallen. Jetzt encheme auch die tapferen Nach bar .im Hausflur. daS geschlossen Thor wird wieder geöffnet, man sucht den Mörder aber den hat daS große Menzchengetummel des Boulevards langst verschlungen, t . :; Ueber vierzehn Tage lang sucht die Polizei den - Mörder, .deu DuZendt Menschen so zu sagen bei der That ge leben baben. findet ihn aber nicht. Jetzt
m Bis zum ! Februar
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von den alten Waaren, speziell von Winter-Waarebl
mit einem ganz neuen vager endlich ist der Mörder gesagr worden. ES i,t em. wegen leichtsinniger chulden zur Disposition gestellter Sekonöelieuv nant Änastay. vom 153. Infanterie' Regiment zu ; Lyon, welcher von dem Sohne der Ermordeten, einen Beamten im Kriegsminlsterium. unterstützt und protegirt wurde. Nach hartnäckigem Leugnen hat der Thäter schließlich eingestanden, daß er mit der Absicht, die Baronm zu ermorden, . lbre Wohnung betreten und nach kurzem Kampfe die alte Frau mit dem mitgebrachten Messer qetodlet habe. in ustspieist-ss. Aus Belfort wird der Straßburgn Lost" geschrieben : Der Dienstag und ver Freitag sind in Belfort Theater ibende. an welchen die Truppe des FtabttbeZterS von Besanson hier spielt. Sin französischer Capitaine (Hauptmann ), der die Tochter eines reichen Belforters geheirathet hat, besuchte letz ten Freitag mit seiner Gemahlin das Theater. Nach dem ersten Acte klagte Madame über Migräne und bat ihr liebes Männchen", sich ja dadurch nicht stören zu lassen und der Vorstellung bis ZU Ende beizuwohnen. ,Die Wohnung ist ja ganz nahe und die paar Schritte sind gleich zurückgelegt." Madame ging also nach Wunsch allein nach Haust und kungelte. Das Dienstmädchen ge brauchte zum Oeffnen der Thür aber etwas mehr Zeit als sonst. Während die Herrschaft sich zum Besuch des Tbeaters rüstete, hatte die Bonne näm lich ihren Geliebten zum Stelldichein gebeten; nachdem sich die Herrschast entfernt hatte, waren die Beiden im Wohnzimmer im zärtlichsten Geplauder begriffen, als plötzlich das Klingeln die Einsamkeit unterbrach. Schnell unter das Sopha, Charles, die Madame kommt," befahl hie Bonne. Charles, ein behäbiger Metallarbeiter, zwängte sich schnell in sein Versteck, die Füße ragten zwar einige Zoll über das sopba hinaus, jedoch bliebe sie noch im Schatten geborgen. . ffünf Minuten verflossen so; siehe da, es klingelt wie der! Wer kann da sein?. Nach einer Weile tritt ein Ofsicier in daS Zimmer, Madame zärtlich umarmend. O weh," backte Charles in seinem Versteck, jetzt gebt eS mir schlecht, jetzt hat mein letz teS Stündchen geschlagen, Monsieur ist angekommen Das Paar ließ sich auj dem Sovha nieder, unter welches der gute Charles gekrochen war. ' Das ist ?a gar nicht Monsieur." dachte auf einmal Cbarles. die Stimme ist ja eine ganz andere!" Er .batte auch Recht, es war ein Hausfreund von Madame zu Besuch gebeten. Nicht lange und es klingelte aber mals; die Bonne öffnete. Monsieur kommt." schrie Madame, schnell hier in dieses Spind!" Monsieur trat ein; Madame suchte so gut als möglich ihre Verlegenheit zu verbergen. Monsieur suchte aber im Zimmer umher, denn er hatte im Korridor einen fremden' Hut bemerkt, den Hut vom guten Charles. Ha! Hier ist er!" rief zornentbrannt der Kapitän, nachdem er die Füße unter dem Sopha beKerkt.- heraus mit, Dir, Kanaille !" Charles kroch mühsam her vor, mit flehender Miene stand er vor Monsieur, der sich, die Situation nicht zu erklären vermrchee, Entschuldigen Sie, mein Herr" sagte der biedere Charles ich bin ein ehrlicher braver Arbeiter, nur der ' Geliebte Ihrer Bonne, die ich zu heirathen denke. Der Geliebte Ihrer Frau Gemahlin aber sitzt hier im Schrank versteckt." Während der Kapitän auk den Schrank zu eilre, hatte der gute Charles Gelegen heit, sich aus dem Staube zu machen, und Madame in Ohnmacht zu falle. Ehescheidung uod Duell bilden nun den Schlug der Geschichte. I " i w Ju der Laube. Mein Liebchen in der Laube schlief. Die Sonne Wen darein. Und spielte auf ihrem gold'nen Haar Mit doppeld gold'nem Schein, Entschlununett lag sie reizend da, in HauberifcheS Bild i . Tie Rosenlixve regt sich jetzt Und lächelt tngelmild l Vielleicht umschwebt em holder Trau Die Sl' wie Morgenroth .' i 0 Gott sie fangt zu schnarchen an . Jetzt i mei' Lieb, scho' todtl I. . Das Urtheil der '.Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H.. Schmedel'S Bürsten ' die desieit sind. 422 Virginia Ad.
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