Indiana Tribüne, Volume 15, Number 119, Indianapolis, Marion County, 17 January 1892 — Page 6
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3JU Bekämpfung der Morphium sucht.
Die Eroberungen über den don dem Vu::desrach zweckmäßiger Weise abge änderten GeZeZentwurf über die Be kämpsung der Trunksucht" ( so lautet der neue Titel im Gegensatz zu dem früheren zur Bekämofung des Miß brauä's geistiger Getränke" ) haben ver schied ärztliche Kreise auch angeregt, die Bekä?N?nkng der Morohinmiucbt durch eiucn gescygeberischen Akt für ersrrießkicö zu halten. Sowohl in der Berliner klinischen Wcchenichrift-, wie in der Münchener Aerztlicken Rundschau" wird allen Ernstes die MorphiuWgefahr, als eine ebenso, große, wie die durch den Miß brauch des Alkohols entstehende geschil cert. Hören wir darüber das Urtheil von Professor L. Levin, welcher sich folgendermaßen ausspricht: Ter Alkokolislnus fordert die grö ßere Zahl seiner Opfer in Arbeiter und Handwerkcrkreisen der Morvhi niSmus in den Schichten der Bevölkerung, die durch ihre äußere Stellung, Erziehung und Vildnnz am wenigsten in den Verdacht kommen sollten, willen und und energielos dieser Leidenschaft unterworfen zu fein. Dies ist der erste, wesentlich? Unterschied zwischen Alkoho liömus und Morphinismus. Der besteht darin, daß die Morpium oirkung nicht v?n jenen unangenehmen, sehr sichtbaren, aufregenden und nieder örückcndcn Wirkungen gefolgt ist, die der Alkohol bedingt. So hat sich im Laufe einer sehr für ?.?!. Zeit eine große Morphinistenge meinde herauszebildet, zu denen manche Der besten Geister Teutschlands, Künst ler und Gelehrte. Universitätslehrer, Diplomaten. Ofsiciere und Kaufleute gehören. Wird durch den Alkohol die Hand der Nation geschädigt, so vernich ttt da5 Morphin den Kopf derselben. Kaum gekannt war dieser Zustand, alS ich gleichzeitig mit Fiedler im Jahre 1874 zuerst einen solchen Fall berich tete. Und wie gut kennt man ihn Ui der jetzt! Der Morphinismus ist eine Leidenschast. die sich im häuslichen Kreise kerausbilöet und wächst. Die Oeffent iichkett wird dadurch nicht in Aergerniß erregeuder Weise belästigt. Aber viel ngreifender und verderblicher kann das öffentliche Leben, und mdirect das Wobl und Wehe von unschuldigen Menschen durch die Folgen getroffen werden, die der ausgebildete Morphiuisntus zeitigt. Bedauerlich wäre es, wenn das Individuum durch diese, oft felbftverschuldete Krankheit auch in sei ner socialen Stellung leiden :nüßte aber soweit der Staat darauf einzuwirken vermzz, darf er nicht Trinker, noch weniger aber Morphinisten in amt lichen Stellungen belassen. Ter Grund für eine solche Maßregel ist nicht schwer einzusehen. Es gibt, vielleicht mit Ausnähme des Kokains, kein narkotisches Genußltttel, das dem Körper fo zum Bedürfniß werden kann, wie Morphin. Der Morphinhunger ist viel dringen der, als das Verlangen nach Allohol. Der Trunksüchtige kann viele Stunden nach dem Verschwinden der Alkoholwir kung warten, ehe er gezwungen wirb, eine neue Menge einzuführen. Ter Morphinist dagegen wird, wenn die Zeit gekommen ist, in der die Körper zellen gebieterisch ihr Reizmittel verlan gen. jäh und widerstandslos einer neuen Dosis entgegengetrieben. Erhält er sie nicht, so leider alsbald auch Körper und Geist. Ein Morphin spritzender ode? einnehmender Nichte? kann unter solchen Umstäikdcn der Äerhandlunz nicht mehr folgen und ungetrübt entscheiden, und ein ebenso belasteter Examinator wird seine: Pflicht nicht genügen können und nicht so objectiv urtheilen, wie er sollte. Dazu kommt, daß nach einer gewissen Seit, auch trotz der Zufuhr von Mor phin, die geistigen Fähigkeiten leiden und das moralische Gefühl Schaden nimmt. Und wenn der morphiumsüch kige Wcttreiter auch noch so waghalsig ÄUf der Nennbahn den Preis erringt, der morphinistische Chirurg elegant die Operation vollführt, der Kliniker scharf sinnig die Dmgnose stellt sie sind doch verlorene Männer, denen das Morphin diese Leistungen noch eine Zeit lang schasst, das sie aber an zeitlich immer kürzer werdender Sklavenkette hatt.! Vernachlässigung aller Pflichten. Verlust der Energie und Schaffenskraft, theil weise auch em Hcruntergedrücktwerden auf einen sehr niedrigen sittlichen Standpuakt folgen bald und vergesellschaften sich mit allerlei körperlichen Beschwerden, die das Leidensbild schließlich zu einem trostlosen machen. Da eine end giltige Heilung dieser Leidenschaft nur ganz ausnahmsweise zu Stande kommt, so sind Morphinisten eigentlich immer als unheilbare Menfchen anzusehen. Derartige Zustände, bei denen der Körper, insbesondere da? Centralnervensystem, den Anlaß zum Fortgeörauch des Mittels gibt, und der ohnmächtige Wille und alle moralischen Kräfte zusammengenommen der Förde rung des Körpers gegenüber unterlie gen, find nicht, oder doch sehr selten zu de eiligen. Ich verkenne nicht die Schwierigkeit, hier zwischem leichtfertigem und arznei lichem chronischem Gebrauche des Mit tels praktische Unterschiede zu machen. Ist doch der Eine Morphinist gemorden, weil er von der Annehmlichkeit des dadurch hervorgerufenen Zustandes gehört hat, der Andere, weil er anfangs fchmerzhaste Körperzustände damit be kämpft und später auch zur Beseitigunz von Affekten und zuletzt aus Gewöh. nung es benutzt hat. Eine dritte Gruppe von Menschen nimmt Morphin, weil sie ihre chronischen Schmerzen bezwingen will. Soweit das öffentliche Interesse an diesem Zustand betheiligt ist, kann leider kein Unterschied zutschen diesen drei Gruppen gemacht werde. Nachgewiesener Morphinismus oder Opiophazu sollte staatliche Stellungen ausschließen, wie der AlkoholismuS, EhloroftrnliZmus, Cbloralismus. Sul isnalismus und vielleicht auch vom Bro-
mtsmus. Alle davon befallenen Jndi viduen sollten von verantwortlichen Stellen ausgeschlossen oder, wenn der dadurch bedingte krankhalte Zustand weit vorgeschritten ist, entmündigt oder in einem Trinkerasyl untergebracht werden können. Für dispositionsfähig halte ich dieselben nicht. Sollte aber zur Zeit, was sebr zu be dauern wäre und das Alkoholgesetz zu einem Fragment machen würde, eir Eingreifen des Staates in dieser Hiw ficht nicht beliebt werden, dann sollt wenigstens die Morphinquellen bess beaufsichtigt werden. Die bisheriger Bestik'.mung?n reichen nicht mehr aus. Eigennutz durchbricht täglich die Schraw ken und Hindernisse, die der Staat dew Bezug dieses Alkaloides gesetzt hat. Man warte nicht mit einer eingehenden gesetzlichen Berücksichtigung, bil das Morphin vielleicht künstlich darstell' bar und deshalb billig geworden ist! Denn dann wird der Alkohol seim große Rolle ausgespielt und das Mor phin feine Stelle eingenommen haben. Schon jetzt greift diese Seuche rereiw zelt auch aus jene Kreise über, die sich im Schweiße ihres Angesichts ihr Brod, aber nicht ihr Morphium erarbeiten sollten. S.'hen wir doch schon heute viele Millionen von Menschen als Skladen des Opiums! Wer an der Aus breitungsfähigkeit einer solchen Leiden scöaft etwa zweifeln sollte, der sei aus China verwiesen, das erst seit Kurzem mit diesem Genußmittel bekannt, gewor den, von ihm erobert und geschwächt ist. Man lese die Schilderungen von Vrsche walski, der eine volle Temoralisirung der in der Mongolei stehenden Miliz, Olsiciere und Gemeine, durch Opium berichtet. Immer mehr in und extensiv nimmt der Gebrauch des Mittels zu. besonders seit die nördlichen Vrovinzen Chinas selbst Mohn bauen und sich von Indien und dem indischen Regalpreisl unabhängig machen. Ueber die Ocean haben die Chinesen oiese Leidenschaft mitgenommen und nicht wenigen Ame rikanern und Amerikanerinnen den An laß gegeben, dem gleichen Laster zu fröhnen. Entdeckte man doch in einer der größten Städte Amerikas Opiumhöhlen für Damen, die sich äußerlich als seine Putzwaarengeschäste darstell ten! Aber auch ohne das Beispiel der Chinesen wurde ein sclches Genuß Mittel sich besonders da ausgebreitet haben, wo ihm der Boden durch Tem perenzbestrebungen geebnet ist. Der Morphinismus ist ausbreitungs fähiger, als das Opiumrauchen und Opiumessen der dadurch hervorgerufene Schaden gleich groß. Ich will hoffen, daß dieses Mahnwort für eine staatliche Berücksichtigung dieses Zustaw des gerade im jetzigen Zeitpunkt gehört werde.
Nebertrumpst. A. : Sie können sich gar nicht denken, was für reizendes Haar meine Frau hat. Wenn sie es auflöst, fällt es bis auf die Kniet B.: Das iü ncü aar nichts, da sollten Sie erst einmal daS Oaar meiner Frau sehen. Wenn die eS auflöst, fällt r. e ? . es ols aus sie vzos. Der versteht eS, der Herr Theakerberichterstatter deS .Jreiburger Tageblatts-, der zum Schluß seiner Besprechung über den Schwank Der Raub der Sabinerinnen- zugleich We sen und Psychologie der Komrk glücklich ergründet. Der Abschnitt lautet: Was die Komik des Stückes das er dem Professor abschmeichelt, vermehrt, ist der Kontrast zwischen der Wirklichkeit und ansschneiderischen Rühmen seines Könnens, sowie dem seiner Truppe, das daS gedachte Publikum vor den Rampen der Schmiere belustigen muß und in der Erzählung des komischen Mißerfolgs noch einmal die wirklichen Zuschauer in Lachkrämpfe versetzt, weil sie zusehen, wie die Theatergeschichte in zwei bür aerlich einfachen Ehen die heilloseste Verwirrung anrichtet; zumal alle Personen nit so viel Komik ausgestattet sind, d. h. Thorheiten begehen, die we der ihnen, noch uns schaden, nnd weder unser Mitgefühl. noch unser Bedauern über die Folgen Heraussordern, daS ihre selbztgeiqistene Lage, ihre Berzweis luna. ihre Ausflüchte und Lügen. ,ihr Flucht m Theater und der Mißerfolg . . ife . ' V ir des stuaes dorren unjer acyen yer SUZfordert, daß fort und fort unterhal ten wird durch unvorhergesehene Zwi schenfälle und Kreuzungen der Absichten der Handlungen der ZUttstyanotiu .ben.- ,
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Amerikanische SchweiueschlöH terelen.
Kein Land der Erde hat eine so rie sige Schweinezucht wie Amerika, und keins treibt einen fo riesigen Handel in Schweinefleisch, sowohl frisch, gepökelt oder geräuchert, als auch ln Schmalz und Wurst. Im letzten mit dem 30. Juni 1891 abgeschlossenen Nechnungsjabre wurdetrotz der Einfuhrverbote, oderBe fchränkungsmaßregeln Seitens Deutschlands, Frankreichs und Italiens Schweinefleisch aus den Ver. Staaten im Werthe von 884,1X)S,6&8 exportirt und zwar Speckseiten im Betrage von S37,404,S89. Schinken tz8.245.683. frisches Fleisch tzS6,3S8, Pökelfleisch 4,787,343. Schmalz 834,414,323. Ganz bedeutend wird diese enorme Ausfruhr jetzt nach der Aufhebung der Entfuhr Beschränkungsmaßregeln in Europa zunehmen. Das Handelsgeschäft in Schweine fleisch und Schweineproducten besindet sich vornehmlich in Händen einiger gro ßcn Millionärs-GeschäftShäuser in den Staaten Illinois, Iowa, Ohio, Mis souri und Kansas, von denen die Firma Armour & Co. in Chicago wohl die allerbedeutendste ist. Diese Geschäftshäuser besitzen mächtige Schlacht und Berpackungshäufer, welche -mit allen neuen Ersiudungen in Bezug auf Maschinen und Einrichtung ausgerüstet sind, so daß die Arbeit schnell und durch Ersparung vieler menschlichen Arbeits kräste billig verrichtet wird. Wahrhaft erstaunlich sind die Fortschritte, die in dieser Beziehung hierzulande in wen! ger als zwei Jahrzehnten gemacht sind, und es dürste für unsere Leser nicht uninteressant sein, mit uns. in der Ein bildung wenigstens, einen Gang durch ein modernes amerikanisches SchlachtHaus zu machen. Die Schweine werden aus den Eisenbahnwagen in große Höfe und Schup pen, die neben oder hinter den SchlachtHäusern liegen, getrieben und dort gehalten und gut gefüttert und getränkt, bis sie geschlachtet werden sollen, was in wenigen Tagen, zuweilen schon in einigen Stunden nach ihrer Ankunft geschieht. Zum Schlachten werden sie I nach den Bedürfnissen der verschiedenen Märkte ausgesucht, ihr Alter reicht gewöhnlich von sechs bis achtzehn Mo naten und ihr Gewicht beträgt durchschnittlich von 150 bis L00 Pfund. Sie werden partieweise aus den Schuvpen oder Höfen genommen, jede Partie wird genau auf einer großen Wage gewogen und dann über die foge nannte Seufzerbrücke" in ein oberes Stockwerk des Schlachthauses getrieben, wo die Arbeit beginnt. Z Q ZU! n r -S 5' 11 rn) I rQ- . wKmmm Etwa zwanzig werden dort in einem Fangeraum eingeschlossen. An einen binterfuß des schweine? wird eine kurze Kette befestigt, die an einem Ende nen Rmz hat, in welchen der Schlach ter nne Kette einhakt, die von einer Winde übe? seinem Kopf herunterhängt und wenn eingehakt durch Dampfkraft aufgewunden wird.,, Wenn der Kopf des Thieres in der Höhe ist, wird tine andere Kette, die an einem Rade hängt, in den Ring eingehakt und an diesem Rade, das auf einer etwas abschussig gelegten Schiene' 'vorwärts läuft, wird das Schwein durch sein kigenes Gewicht weiter geführt. Wäh rend das Thier über die Wand des Fangraumes geschwungen wird, versetzt ihm. der Schlächter mit einem scharfen kurzen Messer einen Stich, der immer ächer das Herz trifft und nahezu äugenblicklichen Tod zur Folge hat? das Schwein schreit nicht, wenn es gestochen ist und von Muskelzuckungm, ist sehr venig zu bemerken. DaS Blut fließt durch eine abschüssige Rinne in einen gehälter im, unteren Stockwerk und wird für verschiedene Zwecke gebraucht, eS hat deöhalb.einen beträchtlich Werth. j ä!1!' Nach dem Schlachten ' wird das Schwein ausgehakt und fällt in einen Bottich mit heißem Wasser, in welchem eun oder zehn aus einmal etwz drei Minuten lang untergetaucht werden,' da-
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mit sich die Borsten leicht abschaben
lassen. Aus dem äußersten Ende des Bottich hebt alle paar Sekunden ein gebogenes harkenähnlicheS Eisen, das an einem Kabelseil befestigt ist. ein gebrüht tes Schwein auf einen Tisch, längS welchem eine endlose Kette herläuft, an welcher der bei der Iase angehakte Körper durch eine Abschabungsma schine gezogen wird, aus welche? der selbe in etwa zehn Sekunden aller Bor. sten entblößt herauskommt. Mit einen, Handkratzer oder Schabeisen werden dann die von der Maschine etwa nicht getroffenen tiefliegendenHautstellen voll, ständig sauber gemacht. m & 1 a l-i fesn. -ü i 4b Hierauf werden die Schweine ver, mittels emes Gummischlauches, dei über dem Tisch hängt und mit einer? Sprenkler am Ende versehen ist, reilj aogewafchen und dann insptclrt. Da nach wird der Schlund ausgeschnitten, der K Srver von einem Roller an den Hinterfüßen in die .Höhe und über der Tisch hinweggezogen, worauf die Ein geweide herausgenymmen, werden. Da! Nlerenfett wird auf den nächsten Tlsa gelegt, hierauf wird der Kopf abge schnitten, die Zunge herausgenommen, der Körper der Länge nach in zwei Theile gehalten und in den Abkuh lungsraum gebracht. Die ganze Arbei vom Fangen des Schwemes vis zut Ablieferung m den Abkühlungsraum erfordert gewöhnlich nicht mehr als zehn bis sünszeyn Minuten Zeit. Jeder Theil der inneren Orzanl wird sorgfältig getrennt, gereinigt und für irgend einen Gebrauch bei Seit gelegt; Lungen, Herz und. Leber gehen ins Wurstdepartement, gleichfalls die Därme nach einer gründlichen. Reini güng. Das Wurstfleisch, wozu auoA die Abfälle von Schinken nnd Hpecksei ten gehören, wird von einer mit Damps Ketriebenen Maschine in einen große Bottich fein gehackt. Von einem gui gemasteten Schwein werden durch; l schnittlich vierzig Psund Schmalz ge, Ivonnen. Fett enthaltender Abfall wiri) in Kessel geworfen, die durch Dampz permitkel SchlangeurShrev! geheizt wer! den. Ist das Fett geschmolzen und zum Sieden gebracht, so wird alles Unreine, 'abgeschöpft und das Schmaffin Gefäß? gefüllt. Äom Nierenfett wird selbst.' verständlich die beste Qualität t wonnen. ! Ein Theil der Schweinsborsten wird für Bürsten gebraucht, auch Schuh mach brauchen davon, die meisten wer den iedoch mit Vserdebaaren vermischt fund zum Stopfen von Kiffen und ühw lichen Dingen verwendet. DaS Rkut wird viel int Rereituna des Alvumen (Eiweiß) zur photogra vyiZche Zwecke, sowie zur Remtgung
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des Zuckers und auch als Dungmtttel benutzt, wozu auch die gemahlene Knochen und andere Abfälle gebraucht werden. Nachdem daS Fleisch durch und durch abgekühlt ist in Räumen, die beständig in einer Temperatur unter 40 Gr. F. gehalten werden, wird es auf arbeiter sparenden Schienen in'S ZerstuckelungSdevartcment gebracht. Ein Arbeiter hackt die Schinken, , die Schultern und, wenn nothwendige die darunter liegen den Rippen ab, schneidet die Fuße zum Einpökeln ab oder wirft sie in die Schmalzbottiche. , Ein großer ! Theil der Produkt der Schlachthäuser wird im Ganzen auf di Hauptmärkte dieses Landes gebracht; die Zahl .der. einzeln von Farmern für allgemeinen z Bedarf? geschlachteten Schweine ist klein, aber, das Schneiden, Einpökeln und Verpacken von SchweineProdukten für den einheimischen wie auswärtigen Markt ist jm Geschäft von so enormer Größe, Hp eS sorgfältigen und genauen Vorschriften und Gesetzen unterworfen ist die vn Allgemeinen vöri den Handelsgesellschaften aller , bedeu tenden Plätze anerkannt werden. So ist i beispiels weise ijörgeschriebea, . daß daS in Fässern verpackte Pökelfleisch von 'ettea CÄlsffKn' to Amea'MÜ '190 bis 'NZ ' -mM:t Ttltifa .u uickt iä : 5 ' - ,i)VZl .i rn-sti, ife"i:W! ' "
sechszehn Stücken müssen in jedem Faß eingesalzen und 40 Pfund grobes Salz
dazu genommen und Salzwasser da rüber geschüttet werden. Zur besten Qualität dürfen nur die Schultern und Seiten in Stücken von vier Pfund von Schweinen genommen werden, die von 100 bis 175 Mund wleaen. und aune, : dem Salz müssen für jedes Faß noch zwölf Unzen Salpeter zum Pökeln ge braucht werden. Für eme ENra Qualität müssen die Rückenknochen uni Nippen herausgelöst werden und Schul ken und schultern werden verjazieven artig für den Markt behandelt und aua unter verschiedenen Namen. New Aor! j Schultern California Schmken, kno chenlose Schmken u. f. f., verlangt unl verkauft. Geräucherter Speck und Schinken süi den auswärtigen Markt werden oe wöhnlich in Kisten versandt, welche 500 Pfund halten. Er: Ich habe mir langst vorge nommen, nie ein Mädchen zu heirathen, die ke,n Fleifch tranchiren kann. Sie: Glauben Sie denn, daß dai rn Ihrem Fall gerade so unbedingt nö thig sein wird? Hundetreue. .. Jones:Ja. wie kommt eS denn. Freund Smith, daß dich dein eigner Hund so wüthend anbellt? Smith (Verlagen): Weil ich nüch tent bin. Komme ich betrunken na Haufe, so kennt er mich. . Was der Wastl Huber unter Sic gessaule" versteh! ! Fatal. Eln Verehrer einer schonen jungen Witwe fragt deren Tochterchen: Nun, 'Elschen. was wunzchest du du zu Wech nachten? ' Elschen: Solche Zähne, wle Mama hat. Die kann mandoch 'rauSnehmen, wenn man Zahnschmerzen hat. Nach der Slntife. Ein Badender: Gnädige Frau erinnern an die schaumgeborene VenuS Sie: Ganz richtig, die war auch von MeereSnngeheuern umgeben." , 4-i:- - D ido und Di t o. Lehrer: .Sag' mir einmal, wer hat Karthago gegründet?" (Schüler schweigt.) Lehrer: .Schafskops ! Schüler ( dem indessen ' : eingeflüstert worden ist ) ; Dito!" y'vh'f ' ' .r i;-,,""!, ;S) er L ie u t ena nt 7 ' D. Alexander Schenkvon uyd.zuSchVlnsbürg, wird vom Landgericht I in Berlin wegen' Berltimna zum Meineid KeckUv, ... !;M!ii i , " hriefluh versolzt. mi nt
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Tes Menschen. LebtttSVauer. Der berühmte französische Natursor
scher Graf von Buffon, hat die Beobachtuna gemacht, daß zwischen der Tauer des Wachsthums und der .Lebensdauei em Berhältmß von 1 :7 besteht, daß alw die Dauer des Lebens diejenige des Wachsens siebenmal übersteigt. Beispielsweise wächst das Pferd bis zum dritten oder vierten Jahre und erreich! ein Alter von 2S bis öS Jahren. Der Hirsch ist mit dem fünften Jahre aus, gewachsen und erreicht em Alter von 34 Jahren. Das Kameel wachst v:s zum siebenten Jahre und erreicht ein Alter von 50 Jahren. Unsere gewöhnliche MauS ist nich acht Monaten ausgewachsen und wird 46 Jahre alt. vorausgesetzt natürlich, dan Falle oder Gift ihrem Leben kem zähes Ende be reitet. So weit unsere Beachtung m lich ist, bestätigt sich diezes Gesetz, wu schon erwähnt, durch das ganze Thier reich. Da nun beim Menschen das Wachsthum erst mit dem zwanzigsten Lebensjahre sein Ende findet, so müßte er 140 Jahre alt werden. Die Fälle aber, wo wirklich ein solches Altec er reicht wurde, sind unter Milliarden von Menschenleben gar schnell gezahlt. Die Statistik hat ferner festgestellt. daß von tausend Menschen nur hundert ein Alter von siebenzig Jahren erreichen und von 3000 nur einer über neunzig Jahre alt wird. Die Statistik sagt aber ferner, daß beinahe die Hälfte der Menschheit in früher Kindheit stirbt, wodurch sich alfo der Procentsatz der Siebenziglahrlgen relativ verdoppelt Ob es jemals Zeiten gegeben hat, wo der Menfch ein Durchschnittsalter von 140 Jahren erreicht hat, wizjen wir nicht. Aus der neueren Zeit find nur zwei Fälle bekannt, wo das Alte? Abra. hams, nämtich 17ö Jahre, beinahe er reicht wurde, und zwar war dieses der Fall bei zwei englischen Landleuten. Thomas Parre und Senkins, von denen der erste 159 und der letzte IttO Jahr: alt geworden ist. Sonst geht aus allen uns bekennte historischen Quellen hervor, daß die Menschen aller Zeiten nicht nennens werth langer gelebt haben, als rn unurem Jahrhundert. Leider ist es nichj zu leugnen, daß die lkulturvölker im allgemeinen nur relativ gesund sind. Jeder Mensch hat mehr oder wenige. eme Disposition zu Erkrankungen über Haupt, oder eine schlummernde oder ein bereits sichtbar ausgeprägte erblich Anlage zu einer bestimmten Krankheit. weil die ttulturmenzchen nicht mehr un ter absolut normalen Zuständen leben. Die Civilisation und die davon unzer trennlich mannigfaltigen Anforderunger an den menichlichen Korper und G haben die ursprungliche Enen r? der Lc benSkräfte abgeschwächt uns so den Menschen empfindlicher sür äußer Einflüffe aemacht. So entstand du Krankheitsanlage und jene Grnndstim mung des menschlichen Organismus, die geneigt ist, Störungen des relatir aejunden Lebensganges zu unterlte gen und für gewisse Erkrankungsur sachen begünstigende Bedingungen dar zubieten. Es ist eben ein nicht zu leugnendes Unglück für diz civilisirten Menschendaß sie fast ohne alle Ausnahme schon mit der Anlage zu einer bestimmten Krankheit man möchte sagen einer Familienkrankbeit geboren werden, und daß sie in der Regel früher oder später an dieser Krankheit sterben. Se selten das Alter von 80 bis 90 Jahren ist, ebenso selten ist auch der natürliche Tod durch Altersschwäche, daS ist ei sanftes Entschlafen ohne vorhergegaw gene ausgesprochene Krankheit. Als eine der ersten Ursachen dei größeren Sterblichkeit unserer h.'utige Generation ist thatsächlich die Genuß sucht, das Schnellleben, zu betrachten. DaS Motto der modernen Lebewell heißt leider wieder einmal: Nach uns die Sündsiuth. Erwerb ohne vielk Arbeit, Genuß ohne Zeitverlust uni eine uneingeschränkte Freiheit der Ge lüfte. Freilich wirken auch noch andere Ur fachen mit an der Verkürzung der menschlichen Lebensdauer, erstens du übertriebene Konkurrenz auf allen Ge bieten und die dadurch bedingte allzu große Erwerbsanstrengung und zweu tenS die Dichtigkeit der Bevölkerung auj zusammengedrängten Plätzen. Die zwei letzten Punkte fallen in Gebiete, welche der Arzt oder der Einzelne kaum beeinflussen kann. Jede? Mensch soll so früh wie mög lich sich einer Selbstbeobachtung be fleißigen, daS heißt sich !n seiner physi schen Natur und deren Schwäche kennen lernen und danach seine Lebensweise einrichten. Seine Physische Natur aber lernt der Mensch nur kennen, wenn er Einsicht in die populäre Physiologie des organischen Lebens sucht und'Mit vorurteilsfreier Aufmerksamkeit nicht nur sich selbst beobachtet und prüft, son dern sich auch, wenn eben möglich, 'über den Gesundheitszustand seiner Eltern u. f. w. zu unterrichten sucht. Dann ist ferner zu vermeiden ein Uebermaß im Arbeiten sowohl wie auch in der Ernährung. Uebermäßige Kraft nahrung ist ebenso schädlich, wie Man gel. Das klingt paradox und ist dennoch traurige Wahrheit. Die Lebensquellen, welche dem Dürftigen fehlen. ersticken den Vieleffer, .die Menge der kräftigen Speisen tödtet ihn, weil er sie wobl in sich aufnahm, aber nicht ver.arbeitete. Jeder , allzu große Aufwand von Kraft verkürzt die Lebensdauer.- Wir sehen, aufgeregte Menschen, Ehrgeizige, Neidische uud Furchtsame stets an Ab magerung oder Verdauungsschwäche lei den,, Es Muß daher" unser Bestreben sein, den Ledenspulö in einem mittle. rcn Gange zu erhalten, zu arbeiten und uns zu ergötzen, ohne daß es der Gesundheit schadet. 4 :: t Die Statistik beweist die Richtigkeil dieser Behauptungen. denn in erster Linie der Altersstufen nennt "sie die Geistlichen (vorzugsweise die katholi schen) und die Rentner .mi einem I Durchschnittsalter von 66 Jahren, dann
folgen die Beamten, die Forstleute Landwirthe mit 61. Lehrer und Aerzte mit nur 56 Jahren.
Kant und bmeland empfahlen einen Theil sanguinischen Temperamentes mit einem Theile Phlegma zu mischen, um in gegenseitiger Ausgleichuug einen gleichmäßigen Gang des Lebens herzu , r rJ . . .:! neuen, vom eccn ueer nur venzenr gen, der es selber liebt, und was man liebt, sucht man zu erhalten, und nicht durch schnellen verschwenderischen Ver brauch zu kürzen. Zum apitel von den Ueber rtzsÄungen. In einer berliner Bildgießerei bestell' te vor mehreren Wochen eine ältere Da me sür die Nische eines Erbbegräbnisses aus einem berliner Kirchhofe eme Er. gelsfigur. Nach der Ausführung des Auftrages erscheint die alte Dame wie der, um den Engel zu bezahlen, aber in so gedruckter Stimmung, dan der Favtt kaut sich zu der Frage veranlaßt sieht ob der Engel etwa nicht den WünMn der Pe'tsllfrin entspreche. Ach, nem!" lautet die Antwort, der Engel ist sehr schön und gefällt mir sehr gut, aber ta noch macht mir mein Erbbegräbnitz gro en Kummer. Denken sie M nur, wie es mir damit geht. Sie mütiennamuch wissen, daß ich mir das Geld dazu lange Jahre hindurch zusammengespaart habe. und das ist keine Ztlemigkett, denn es kostet bemake 4O00 Mark. Mem Mann weiß von der ganzen Sache bis jetzt noch nichts. Ich hatte es mir sö schön ausgedacht und hatte meine km dische Freude daran, wenn ich meinen Alten zu Weihnachten mit dem schonen Erbbegräbnis würde überraschen können, und das sollte nun diese Weihnacht ten geschehen. Meine Nichte, die ich inZ Vertrauen gezogen habe, meinte nun neulich, es wäre doch weh! besser, bei Onkeln mal aus den Busch zu klopfen, damit die Uederraschunz nicht gar zu groß wäre. Am letzten Sonntag, all sie bei uns zu Tisch ist, fängt sie in ganz unverfänglicher Weise an, vom Tode zu reden, und daß es doch schön wäre, wenn man ein schönes Erbbegräbnis besäße und schon dei Lebzeiten wisse, wo man dereinst zum ewigen Schlaf gebettel werde. Ich will nun auch endächtiz beistimmen, als mein Alter ganz suchst wild ausruft: Nun hört aber endlich auf mit Eurem dummen Geschwätz : ich denke noch lange nicht daran, zu sterben, und wenn ich einmal todt bin, lönnl Ihr mit einen Knochen machen, was Euch beliebt. Für ein Erbbegräbnis gebe ich nicht einen Nicket aus...." Nun denken Sie sich meinen Kummer; jetzt habe ich das schöne Erbbegräbnis und mein Mann darf bei seinen Lebzei ten nichts davon wissen." Das ist in der That ein schwerer Kummer, welcher der würdigen Dame bereitet wird; nun. möge es ihr noch recht viele, viele Jahre vergönnt fein, vor ibrem für feine dereinstige Knochen so wenig besorgten Gatten das Geheimniß über das allerdings etwas seltsame Weih' nachtsgeschenk zu bewahren. Chinesische Sprichwörter. Ten Geist deS chinesischen Volkes charakterisirt die jüngste Nummer des Ostas. Lloyd- an einer großen Reihe von Sprichwörtern, aus denen wir hier folgende herausheben. In vielen dieser Gedankensprüch: finden wir Anklänge an Sentenzen abendländischer Weisheit. Wir sagen: Nothwendigkeit ist Mutter der Erfindung, derselbe Gedanke ist fast in demselben Wortlaut dem Sohn des himmlischen Reiches geläufig. Wie die Herrin, so die Magd und andere Beispiele ähnlicher Art ließen sich noch anführen. Unser: Gübeilte Freud' ist doppelte Freud'" drückt der Chinese gemäßigt so aus: Eine getheilte Apfelsine schmeckt ebenso gut." Und nun eine Folge von Sprüchen ohne Commentar: Frei Sitzende im Theater machen gewöhnlich das Stück 'runter. Vornehme Leute dürfen eine Stadt in Brand stecken, der Arme darf nicht einmal seine Laterne anzünden. Es ist leichter, Freunde zu besuchen, als mit ihnen zu leben.- Alle zehn Finger können nicht gleich lang sein." Der Mund bat keine Ruhe, in web chem nur ein Zahn weh thut. Bes. ser. Du gehst nach Hause und holst ein Netz, als daß Du in den Teich nach Fi schen springst." Ein rothnasiger Mann tag kein Trunkenbold sein, doch wird er stets ein solcher genannt wer den." Du kannst irrthümlicher Weise verhaftet, aber nicht losgelassen wer den." Beamte werden nie den Ueber bringer von Geschenken prügeln lassen." Eine kluge Frau bekoaimt stets einen Dummkopf zum Manne." Dem Wunfche Deines Bruders willfahren, heißt Deine Schwägerin enttäuschen," Der Mensch hat tausend Pläne sür sich selbst; der Himmel hat nur einen Plan für ihn." Der Himmel treibt einen Menschen nie zur Verzweiflung." Gott verwundet nie mit beiden Handen." Geistesgegenwart. Auz dem Balle wird der Rechtsanwalt C. einer hübschen Dame vorgestellt, mit welcher et sich in angenehmer Weife un. terhält. Räch einer Wette stellte? die Frage: Wer mag dech der Herr mit dem Vavlangesicbt sein,, der eben mit der Gräfin . spricht?" Das ist mein Mann." Der Rechtsanwalt er schrickt, fand sich aber in der nächsten Minute und sagt: So finde ich schon wieder den Erfarungssatz bestätigt,' daß die häßlichsten Männer die schönsten Frauen heirathen." Die schone Frau lächelte und war versöhnt. , Nach der Parade. Haupt mann zum Feldwebel: Notiren Sie dem Flügelmann Latschmeyer drei Tage Militärarrest, weil er beim Parade marsch geschlafen hat. r ra? tz.rS klassische Zeug e. Ptufibeati: v J3eiid'dff ftigv iif ap' werbe haben i Sie?- Zeuge :!!:Kr,! missen Sie, Herr Präsidenle, ii schnölk q U die Jerichte herum,"
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