Indiana Tribüne, Volume 15, Number 119, Indianapolis, Marion County, 17 January 1892 — Page 4
Jndiana Tribune. Erscheint füglich und o nnt a g s.
Sie taaüöe Sri Uns" f ufict durch den Träger i2 Cent per Woche, die CountaflS -Tribüne- 5 iSent perWoche. Bklde zusammen ZSSrntS der 22 Cen: perMovst. Per Poft zugesöickl in Bor zuebezaZzlunA $3 per Jahr. Ossice : 130 Ost Maryland Strafte. Iriiinapolis, Ind., 17. Januar 1892. Eine Cttsshrt. EJjzk sn Teods? ;riirj. Da 5 war eine Nackt ! Schwarz die Luft und schwarz das Meer ; kein Stern am Himmel. Nur den Wlederschem der Cch,ffs!aternen könnte man sehen, wie er über nasses Takelwerk irrte und über wilde Matrosengestchter und sich brach in dem Schaum tbuimhoher Wasserkäm nie, die mit Riesengewalt über daS Deck binwezstürzten. ÄingSum nichts als Schrecken und die dicke, undurchdrinzlicbe Finsterniß. Alle Dämonen der Hölle schienen lcszelasien ; die Wozen warfen zurück inAögrundstiefe,daß ei in allenFu die Höhe und schleuderten es zurück in gen ächzte. DieHlanken krachten,dieMast daume schwankten und drohten zu zer splittern, und das Geheul des Sturmes klang wie ein furchtbares dita irae ,n den Obren der Passagiere, die, vom Schlafe aufgescheucht, jeden Augenblick ihr lezteZ Stündlein gekcmmen wähn ten. Fluchend cder betend verwünschte jeder die Nacht, die kein Ende nehmen n?cHt - Endlich! endlich hatten die Elemente sich elwaS beruhigt ; matte, blaßrothe Streifen zogen im Osten auf ; der Taa Kraute. Dämmeriger Schein brach auch durch das :unde Guckfenster, in welchem nun, in unregelmäßigen Intervallen mit dem schwarzen Wasser wechselnd, der graue Himmel sichtbar wurde. In der Kajüte kag auf schmaler Ruhe stätte in den Kleidern ine weibliche Ge stalt mit bleichem Gesicht und geschlone nen Au.ien. Ihr zu Füßen reckte sich ein riesiger schwarzer Hund, und dem Bette gegenüber lehnte, den Arm um inen Pfosten geschlungen, ein junger Äann von untersetztem Körperbau und ftrengen, entschlossenen Zügen. Sein Blick war unverwandt auf die schöne Frau gerichtet, deren Form jetzt allmäh lich auS dem Dunkel der Umgebung her vortrat. Als die Regelmäßigkeit ihrer Athemzüge anzeigte, daß der Schlummer sich Übn die Erschcpstö herabgesenkr. seufzte er leise auf, fuhr sich mit der Hand übe? die Augen, suchte dann tap pend den Ausgang und kletterte die Stiege binauf. Auf Deck herrschte reges Leben ; alles war eifrig ie'schäftigt, die Schäden der Nacht auszubessern. Der Capitan, froh, daß diese sich nicht als schlimmer erwie en, psiff munter in Liedchen. Guten Morgen, Herr Kapellmeister! rief er, als er des Gastes ansichtig wurde ; so früh schon auf dm Beinen ? Der so Angeredete erwiderte den Gruß kaksnisch mit der Frage: Wann kommen w nach London? Der Capitan lachte laut auf. So weit sind wir noch nicht, sagte er; dan ken Sie es Ihrem Herrgott und dem so liden Bau der Schlange", daß Sie mit trockenen Knochen das Tageslicht begrü ßen können. Das Kattezat trägt seinen übeln Leumund nicht mit Unrecht, es hat unö heute Nacht wieder gehörig den Hals naß gemacht ! Uebrigens seien Sie getrosten Muthes ; wir haben schon schlimmere Fahrten überstanden, und wenn alles weiter gut geht, hoffe ich mit Gottes Hklfe in vierzehn Tagen am Ziel zusein! Der Capitän wandte sich wieder seinen Leuten zu. Unser Held aber blickte ge lassen in die nach immer stark bewegte schwärzliche Fluch, über welcher ein trü der Herbstmorgzn langsam herauswuchs. Wohl überkam ihn in Gefühl des Mitleids bei dem Gedanken an das arme Wesen, welches sein Schicksal wie die Gefahren der Reise mit ihm thei len mußte; allein S war nicht eben seine Gewohnhett sich denn Gruseln über daS Unabänderliche lange auf zuhauen. SV war denn auch dieie kentrmentale vkegung ebenso rasch ver floaen wie da persönliche Unbeba gen, welche? die böse Nacht ihm verursacht. Furcht und Äluctsicht sind daö Merkmal schwacher Seelen. Mit Ihntn hatte er nichts gemein. otar! an Körper und stark an Geist, gehörte er zu renrn unbeugsamen Naturen, deren et gentlrchstes Klemmt der Kampf ,st. Ohne Furcht hatte er den Kampf berausgefordert mit der materiellen Noch des Lebens, als r vor bald drez Jahren, lelblt ohne Hab und Gut.obne fene Stel lunz, ohne gesichertes Einkommen, in Weib nahm, welches nicbts besaß als ihre echönceu und den Muth des Aus hanens. Cr vertraute aus fem BermS gen, welches anderer Art war, als die Güter, die das Leben vergänglich zic ren! Vermögen besitzt, wer etwas ver mag, und wer vermochte mehr als er? Freilich mußte er der Welt den Aewers dafür erst uefern ; aber er war sich der Kraft bewußt, und rücksichtslos schritt r semem Ziel entgegen, unent weat wie das kleine Segelschiff, wel cheS jetzt, unter seinen Füßen schwankend. dem fernen Ziel an den Ufem der Themse zusteuert. Vor nicht ganz zwei Jahren hatte er die Sreuung alS Kapellmeister am statk'zzater zu Ntga angenommen, wel ches damals (im Herbst 1337) unter Loltets Lettung stand. Der junge Mu siker ergriff seine Aufgabe mir dem höch sten künstlerischen Ernst. Er war ein ausgemchneter Dirigent, und selten ver stand s in Künstler' so wie er in die Schönheiten und in die Eigenart der Werke anderer einzudringen. Beim Ein ftudiren selbst unbedeutender Stücke ging er mit größter Sorgsalt zu Werke; er dirigirte mit Schwung und Energie und wurde, wenn er eine gute wartttur vor sich sah, von nner negdaf
im Beaeitterung erfaßt, die sich auf die
MUwtrienven uverträzt und die Zuhörer
hinreißt. So mußte der wirkliche Werth eines jeden Werkes, welches unter seiner Leitung zur Aufführung gelangte, zur vollsten Geltung kommen. Wie es ibm aus diese Weise als Di rigenten an Anerkennung nie fehlte, so wäre es ihm ein leichtes gewesen, auch als Compontst dteselben Erfolge zu erfielen. Was die beliebtesten Opern cempositeme" seiner Zeit konnten, das ,)nnte er aucy ; uno wouie er in !yre wkstapfen treten, so lag ein breiter. tornenloser Pfad vor ihm. den r nur zu eschreUen brauchte, um Geld und Ey ren die Hülle und Fülle ohne sonderliche Mühe zu ernten. Aber er verschmähte es! Natürlich ließ sem gewaltiger Schaffensdrang es nicht zu, daß er aus dim Gebiete der Composition unthätig blieb, und das Amt, welches er bekler oete. gab ihm he beste Gelegenheit, sich als Operncompoinst zu oetyatlgen cfnn er das m Schassende den ihm zu Gebote stehenden künNl-v,schen Krusten w i r - : t u..rit. Otf. uno jyujsjnuicin unavi wuukt. e.n eben die NotbwendlgliU, Mit den gegebenen kleinen Mitteln ;.u rechnen, schrieb ihm eine Richtung vor, welche mit seinem vornehmen künstlerischen Streben und seinem jede Beschränkung ausschließenden, schroffen Edarakter im unvereindalsten Widerspruch stand. Als er die Composilion einer komischen Oper : Die glückliche Bärenfamille" begann, ward er schon bei dr zwetten Nummer mit Ekel" inne, daß er im Begriffe war, Musik a Ja Auber u schreiben : und es war ibm unmöglich, die Arbeit fortzusetzen. Denn diese Art Musik, das heißt der Umstand, daß dieselbe sein Neper oire v.rzuqsweise ausfüllte, war es ja giade, was ibm seine ganze Stellung verleirete. Er war der täglichen Kost von Adam, Auber und Bellini längst von Herzen überdrüssig; und wenn er auch in der gelegentlichen Ausnabme klassischer Opern lne Entschädigung fand, so gewann er doch bald die Ueber zeugung, daß iene kleine Bühne für . ihn und sein Schaffen nicht der richtige B$' den sei. Er wurde sich dessen umsomehi bewußt, als Mehuls herrliches Meister, werk Jakob und seine Söhne inAegypten." welches er damals mit großer Liebe und Begeisterung einstudirte, ihm höhere Ziele offenbarte und ihn unmit telbar auf die seinem specifischen Talent entsprechenden Aufgaben hinwies. Er unternahm nun die Ausarbeitung einer Oper im größten Stile, zu welcher Bul wers berühmter Roman ölienzi, der letzte der Tribunen," ihm die Anregung gegeben hatte und bei deren Entwurf er von vornherein sich bezüglich der zur Ausführung nö'.bigen Mittel die weite sten Grenzen steckte. Die Arbeit schritt rasch vorwärts, und bereit? imFrühjah, (1839) ha'.te er zwei Acte vollendet. Es war gar nicht daran zu denken, dieses Werk mit dem Personal und Orchestn des Rigaer Theaters aufzuführen ; er hatte auch nicht die Absicht gehabt, eö zu thun. Er sah ein, daß er für seine Bestrebunzen eines weiteren Spielraumes benöchigte. Sein Licht unter den Scheffel zu stel len, hatte er nicht die geringste Neigung im Gegentbeil. er besaß einen höchst nerglschcn Trieb sich Zeltunz zu verschaffen. Mit der bloßen Production war weder ihm selbst gedient noch wur den damit seine künstlerischen Zwecke hinreichend gefördert; das Schaffen mußte von einem wiiklichen, durchschlag genden Erfolg begleitet sein. Einen solchen Erfolg aber, wie er ihn sich dachte errnigen, d. h. den Weg über alle Bühnen Europas machen, konnte ine Oper nur dann, wenn sie zuvörderst aus einem Theater ersten Ranges mit allem Glanz in die Erscheinung trat. So nt schloß er sich denn, seine Stellung in Riga ganz aufzugeben und nach Paris zu gehen. Geld zu der kostspieligen Landreise besaß er nicht ; r vermochte daher seine junge Frau, die Fahrt mit ibm vn Plllan aus auf einem Segel schiff zu unternehmen, welches ihn zu, nächst nach London bringen sollte. Achs Tag waren sie schon unterwegs; sie hatten die äuß?rste Spitze Jutland glücklich umschifft und befanden sich im Lkager Rack, wo ein ungünstiger Wind das Schiffchen unerbittlich nach Norden trieb. Da arme Frauchen, welches in den letzten Tagen unsäglich gelitten hatte, lag immer noch, halb todt vor Erschöpf fung, in der Kajüte ; der junge Meister siano, an eine Strickleiter angeklammert, auf Deck und gab sich ganz dem Eindruck des großartigen Schauspiels hin. Er hatte zugeschaut, wie die Nachmittagssonne siegreich die Wolken durchbrach und ihr leuchtendes Bild in di krystall' grüne Fluch senkte, welche in endloser Weite sich vor ihm ausdehnte ; hatte mit Entzücken beobachtet, wie die leicht ge kräuselte Fläche sich allmählich belebte und sich mit langen regelmäßigen Furchen durchzog ; wie dann Hügel daraus hervorwuchsen, deren weißgekrönte Spit ;?n sich immer böiger und höber erhoben, und wie die Weißen Kappen sich aus dehnten und zu breiten Kämmen sich ver einigten. Dann hatte sich die See wie der geglättet ; die Sonne war v'erschwun den, und mit ihr schienen alle lFarben ausgelöscht. DaS glitzernde Grün war verblaßt; eine dumpfe bleierne Schwüle lagerte sich über Luft und Wasser und eine unheimliche Ruhe herrschte rings umber, nur unterbrochen von dem Ge kreisch der Möven und von einem tiefen, summenden Ton, der laisam anschwoll bis plötzlich in furchtbarer Stoß das Schiff in die Höhe schleuderte. Mit einem Schlage war die ganz Natur in wilder Bewegung. Der Sturm war von neuem mit voller lsewalt losgebro oben und in rasender Flucht stürzten die Uvogen übereinander. Der Künstler, von oben bis unten It spritzt, konnte sich nur mit der qrößten Anstrengung auf seinem Posten behaup ten, aber er wollte von dem grandiosen Anblick nichts verlieren. ?nn nach dem erden ganzen, Tag nichts gesehen Balte als Himmel und Wasser, sah u ... . rri r ii rtt r " li. 9 letzt mit emem mait tit wevltoe aus tauchen. . - Sie waren an die norwegische , Küste verschlagen: bald in greifbarer Nähe, bald in nebelhafter Zverne wuchsen riesige Felsen empor, und die kleine Mannschaft ' i ..... t . V.B antucie in rovesmurvtarm amsie, va
yayrzeug vurcy dtegesayrtiezen Gewässer hindurchzuwinden. . Wie wunderbar schön und grausig zu gleich war dieses Bild! Und glich nicht sein eigenes Leben einem sturmbewegten Meer, in welchem die kühnen. Umrisie der Zukunft vor seinen Augen schwam men, bald aufleuchtend, bald wieder verschwindend ? Er hatte ja gewollt ! Hatte die hübsche glatte Fahrt ver schmäht, um den Titanenkampf zu wugen mit den feindlichen Mächten, dle er sah, und mit unbekannten, verborgenen Ge fahren ! Es wurde Abend; der Sturm ließ nach, und immer gigantischer gestaltete sich die Umgebung des Künstlers. Eine ganz neue Welt war vor ihm erstanden, von gewaltiger, ungeahnter Schön heit. Um wilve Schluchten thürmten sich zerklüftete Felsen und Wolken jagten da rüber. Er stand überwältigt vor dem Anblick nordischer Pracht und Majestät. DaS war daS Heimathland des germa Nischen Volksgeistes, das Land, in das seine Träume ihn. geführt, als die Ge fange der Ebda seine , Phantasie, nt flammt hatten ! . Lag er nicht vor ihm.
der Schauplatz der gewaltigsten Tbaten,' der Ursitz all der Götter und Helden l Hier hallte der Hammerschlag Thors, von den kahlen Wänden tausenfach gebrochen, dröhnend durch die Lüfte : über Felsen und Wolke,! hinweg trabte auf feurigen Rossen der Heerzug Odins und fern über zackigen Glvfkln erhoben sich im Dänu merlichte Walhall; Zinnen. Ein Genius riß den Schleier von seinem Auge weg und ließ ihn einen Blick thun in daS Gleich, das er dereinst der Welt wieder robern sollte. Noch wogten seine Gedanken verworren auf und nieder ; aber durch das Wirrsal von Wünschen und Planen leuchtete ihm ein festes Ziel entgegen : Erlösen wollte er seine heilige Kunst aus der Tyrannei welscher Unnatur, sie befreien aus dem Bann gallischer Lüge und von dem Mum menschanz orientalischen PcunkeS ! Er woll e hinabsteigen zu den Urquellen aer manischer Kraft und Schönheit, welch unsere Heldensagen ihm enthüllten, und eine neu-, eigenartige, deutsche Kunst sollt seiner Nation erblühen ! Unser Held wurde aus semen Xrau mereien aufgestört durch den Lärm, der um ihn ertüand. Die 9!acht kommt uns über den Hais," ruf der Steuermann ; der Wind ist uns entgegen ; es ist unmöglich, vor gänzlicher Dunkelheit daS offen Mer zu gewinnen!" Der Capitan lie landwärts steuern ; laut ei tönte daS Hojoh ! der Matrosen; in kurzer Zeit lief daS Schiff in der Bucht em und die Anker fuhren prasselnd in die Tiefe. Die Sonne war untergegangen und nur noch dunkle Purpurstreifen zeigten sich am Horizont. Der Capitan mit dem größten Theil der Mannschaft, welche orei Nächte nicht geschlafen hatte, begab sich zur Rube. Nur Sture, der Steuer mann, war mit zwei Matrosen oben zu tückzeblieben, und sie saßen, in Decken eingehüllt, auf einer Segelrolle. Sie tranken Grog und fabelten um die Wet it. um sich den Schlak fernzuhalten. wahrend der Künstler, der mit den Lew ten längst Freundschaft geschloffen batte. am Mastbaum lehnend ihren Reden lauschte. Plötzlich stieß einer der Malro sen einen gedämpften Schrei aus und deutete hastig nach dem Au? gange bei Bucht, wo ill der Ferne ein dunkler Schatten, über welchem ein rdihlicher Schimmer zu liegen schien, mit WmdeS' eile lautlos vorüberglitt. Das Geisterschiff, rief er entsetzt auS. Wahrhaftig, sagte Sture, seht nur, wie vie rothen Sepel sich blähen ! Was ins mit dcm Geisterschiff? fragte der Kapellmeister. Was sollö damit sein ! Der Böse sitzt da, in, und wehe dem 'Ufer, dem er nabt! Man bat s ' mir oftmals gezeigt, sag: der zweite Matrose, aber ich glaube doch, daß es nur ein Märchen ist, denn es ist zu grausig, was sie davon er zahlen! Ein Märchen, rief der ander:r, bist du toll i Geb doch herum und frag die alten Leute Hierzuland, die weroen dir sagen, was sie selbst erlebt baben. Er hat, recht ! nickte bekräftigend der Steuermann Sture, ein Dän? der auf der Insel Fünen zu Hause war. Ein Verdammter ist's, der sich einst an unse rem Herrgott versündigte. Meine Abn hat mir's ost erzählt. Sie bat's mit eigenen Augen yeschen, wie das Schiff bei unserem Heimaihsdorf Anker warf. tc' . r , r . ClnvorneyNtkrlann m ou lelerzcywar zer Kleidung stieg an'S Land, urd sein Leute schleppten ihm die Truhen nach. die mit fürstlichen Schätzen gefüllt was ren. Vamlt hat er des Baders schöner Ursula den Kopf verrückt, daß sie sich if:-v : n-w.t. fi.-... VlllIV 11 V -OtlVtlVCIl IUV.)IC. Hat er ihr nicht den Hals umgedreht? Nein, er nahm sie zum Weibe und wollte mu idr aus unserer Insel bleiben und ein prächtiges Schloß bauen. Aber dle Ursula hat sich von dem'Jagerbur schen schön thun lassen; das hat der Schwarze gemerkt, . und da , ist er bei Nacht und Neb! mit seinem Schiffe auf und davon! Und waS wurde auS der Ursula? Sie versiel in Trübsinn und nahm ein schreckliches Ende ; s heißt, s war vom leibhaftigen Gottseibeiuns beseffen. Das Schiff ist' fest wie Eisen, sagte der erste Ma:rose. keine Sturmfluth, kein Wirbelwind, kein Felsriff kann ihm etwas anhaben. Und die Matrosen sind alle roth wie die Teufel. Man hört sie nicht, sie verrichten lautlos ihte Arbeit; man sieht nur die rothen egel ausl)issen und einziehen, und dann verschwinden sie wieder. Si trinken nicht, sie singen nicht, in ihrem Schiff brennt kein Licht, mur melt Sture. Und der Capitan. der die Ursel behert bat, kam der Nicht wieder j Ha, ha! der denkt nicht daran ! Der sucht sich in ander und macht der grad so; der Satan ist s, der auf die armen eelen ausgeht i Dummes . Zeug, ' waS ihr da reber, sagte &iw, r mochte . Wohl gern . bler den, wo er anS Land gebt aber r darf nicht. Er ist verdammt, von neuem auf der See umherzuirren, bis wieder sieben Jahre um sind. Einst wollte er ss geht die Sage bei bösem Wind einCap umsegeln und fluchte und schwur mit tol , an i 'B. fr , w
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Bis zum l. Februar werde ich im Ttandc sein, mein tmrf 0cfri;stftdlufai 31t Dicf)ciir.'iinb'tffi möchte von den alten Waaren, speziell von Wiilter-Waarett möglichst wenig mitnehmen, sondern im neuen .Hanse 'j ' . ' :' , . ' mit einem ganz neuen Lager anfange. Ich verkaufe deshalb alle Wollen- ,md Wittter-Waareu
DaS hat der Böse gehört und hat tvn beim Wort genommen; und nun muß r, zur Strafe für seinen Frevel, das Meer durchsegeln, Jabr au, Jahr in, ohn Rast und Ruh! Da fährt r heut noch immer fort und fort, bis er sein Straf abgebüßt hat. So kann er doch noch vor dem mnasten Tage Erlösuna sinden? Ja ; er hars der Ursula selbst gesagt bei der Zwiesprach, di r vor seinem Verschwinden mit ihr gehalten hat. Einst erschien ihm im Traum in Engel, der verkündete ihm, wenn r in Weib fand, daS ihm Treu hielte bis in den Tod, so wäre r erlöst und könne am Land bleiben und leben und sterben wie leder ander ehrliche Christenmensch. Wenn aber das Mädchen ihm die Treue bricht, so mu r wieder fort aufs Meer für sieben Jahr ! Und das Weib, das ihn verrathen hat, ist dann deS Satans Beute ! Der Kapellmeister stand in Gedanken versunken ; r hörte nicht, was die See leute weiter erzählten. Das Wetter hatte sich wieder erhoben ; der Sturm örüllte, die Wogen donnetten wider die Planken und zerrten an den Ankerketten des Schiffs r vernahm s nicht. Vor semer Seele stand das grausige Bild ; die Gestalken traten aus dem Re Bei hervor und nahmen feste Formen an. Durch den Aufruhr der Elemente hin durch tönte in seinen Ohren in furcht bares Motiv, schrill wie der Krieggruf dämonischer Gewalten und anschwellend wie in Orkan. Urd mitten durch das Getöse erklang wieder ine sanfte choral artige Melodie, leise, versöhnend, wie die Stimme der Erlösung. Er war berauscht von dem musika lischen Duft seines Werke ; denn ein neues, geniales Werk war im Werden : der Vorläufer jener gewaltigen Kunst schöpfungen, welche berufen waren, über den Gräbern der Classiker eine neue Kunstepoche zu begründen ! In dieser Nacht entstand im Geiste Richard Wagners der Fliegende Hol länder." Stomant,sMer Toppelselbstmord. Folgend romanhafte Doppelselbst acord Affaire wird aus Nizza gemeldet: In den Spielsalen von Monaco war seit einigen Wochen ein junge? Paar ständig zu finden, das am Roulette se!r doch pointirte und dabei mit wenig Glück spielte. Das Paar wohnte in einem Hotel in Nizza und war. wie der etwa öjädrige Mann anderen deutschen Kästen erzadlt. auf der Hochzeitsreise begriffen. Der Herr, der sich Schulz nannte und Berlin als feinen Wohnort zngab. schien über reichliche Geldmittel ;u versagen und wechselte mehrmals deutsche Wettbpapiere m. Sonnabend vor acht Tagen beglich er seine Hotel rechnung, wobei er angab, daß er nach Monaco übersiedeln wolle; er verließ gegen Miktag mit seiner Frau, einer bübichen etwa Wjahrigen Blondine, daö Gasthaus. Gegen 3 Uhr Nachmittag hörten mehrere auf dem Felde arbei. tende Landleute in der Nähe der Stadt luS einem djcht dabei delegenen Gehölz zwei Schüsse fallen, und bald darauf ktürzte aus diesem eine blutende junge Frau auf die Landstraße zu ' den Arbeitern, um für sich und ihren Gatten, der m enölz zurückgeblieben war. Hilfe zu bitten. Man fand Letztere aus einer Kops, ounde blutend gege einen Baumstamm ,elehnt. und die beiden Lebensmüden vurden nun nach ihrem Hotel 'zurückgebracht.' wo ihnen die nöthige Hilfe zu Theil wurde. Es stellte, sich nun her. iu, daß das Pärchen garnicht verheirathet ist: der angebliche Herr Schulz :ft der Sohn, einer im Norden Berlins ahnenden Hausbesitzers Wittwe und Rentiere Frau G.. welcher bis vor Iah. eeSfrist in einem hiesigen Banlhause ,ls Büchhalter beschäftigt gewesen war. Der junge Mann hatte vor sechs Mo asten ein großmütterlicheS Erbtheil von w.000 M. auszezahlt erhalten und Mffelbe so schnell wie möglich unter die Lte zu dringe gesucht. DteS war Ihm und seiner Geliebten, einer Wiene ein, die in der Friedrichsstadt als Kell nenn, servirt hatte, auch gelungen. Beide hatten den Rest deS Erbtheils in Monaco tis auf wenige Mark ver spielt und sich dann das Leben zu neh mm versucht. :Die Wunde des MSd tyenS ist nur ine unbedeutende, erheb licher diejenige, deS . junge Aerschwen derS, an -dessen Schmerzenslazer die Mutter desselben telegraphisch berufen fciwrd ;'t ( , Mucho'S Cigarrenladen befindet
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