Indiana Tribüne, Volume 15, Number 99, Indianapolis, Marion County, 27 December 1891 — Page 7
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Die Ts5;tc? deö GrsdZNsgl. Chf fcSifär ErwWcunz. Cs E. C.crar.llT3'
N::? den kleinsten Anfangen entwickeln sich oft, bei Energie und Ausdauer, fett größten Dinge. Wohl niemals hat sich dies in größerem Mae und glänzend bewahrheüct, als bei der ENgZisch-OstlNZ b:sch?ll Couipagnie. AuS den ersten jchüchlnnea Versuchen einiger weniger unternchnreKdcn Kausteute entsprang die mächtigste und reichste Handelsgesell Hast, welche die Welt t gesehen und diese (PezeÜfchaft wiederum legte den Grund zn dem größten Reiche, das heute die Perle der englischen Krone bildet. Hrnderte von Jahren hat eS freilich er fordert, bis dieses Ziel erreicht wurde ; und wenn auch in unserer schnelllebigen Zeit der Eznz dc: Dinge, selbst il! den fernsten Wclrthellen, sich rascher tnU NZlckcln,so rnSzen die Colomalschvarlner, die zu glauben scheinen, daß große und mächtige Celonien fis und fettig aus dem Boden springen können, sich dies Beispiel oor Auge halten, wenn sie jemals die ihnen t-orfdjRJC&eaben Ideale zu verwirklichen wünschen. Die ucchselzende Episode cu der Entwickelungsgeschichte der englisch-ost-indischen Compagnie, deren Held dc? einfache Schiffsarzt eineA'Ostindiensahrers roar, durste um so weniger bekannt sc!n. da selbst die englischen GcschichtLschreib? der großen Handelsgesellschaft es kaM der Mühe werth gehalten haben, der selbstlosen und herVörragettdeu That defsetben, welche der Compagnie das Thor für alle ihre späteren grsßea Ed folge ösfnete und gewissermaßen den Grundstein zu dem großen euglifchiindischen Nckche legte, gebührend zu ge denken. Ein Mann ron weniae? felbstk loser Gesinnung und NtQt a weitblickend, hätte ohne Zweifel den bcdeu tenden (fhifhij?, den ih:n der Aufall und feine Geschicklichkeit über einen der machtasten Fürsten Indiens einräumte, ledtglich zu seinem eigenen Vortheil ausznnutzen gesucht, daß er dies nicht' gethan uns sein eigenes Jntercsze dem feines Landes unterordnete, gereicht ihm nur zu u:n so größerer Ehre. CZ roar im Jahrs 1651. Seit vierundzwanzig Jahren hatte .Shah Jehan, der Enkel des wüthigen Akbar, den Thron von Bengalen als Großmogul nne Unerhört waren der Glanz und Lurus ftines'Hosstasts die größten und mächtigsten Herrfcher des Äbendlandes konnten ihm euch nicht im Entferntesten darin gleich komtnen. Bei einer einzigen großen Festlichkeit verausgabte er die Unsumme vsn dreißig Millionen nach deutschem Gelde; und in seinen Reisen durch sein Land entwickelte er einen Rcichthuln und eine Pracht, die an die Erzählungen aus Tausend und eine Nacht" erinnerten. Berichte von Nei- ' senden jene? Tage erzählen, wie wahrend solcher Zuge ganze Strecken Landes mit den kostbarste, aus Gold und Seide gewirkten Teppichen beleat wurden, und von der nttilcnsangen Ausdehnung der rothzammcrnen Zelte und Baldachine, die auf starken, vierzig Fuß hohen : Stangen auf seinem Wege errichtet L?urden. Er befaß n'cht weniger als sieben Thronfesiel die mit den kostbarsten Edelsteinen förnllich übersLct waren, und um ter dielen ragte vor Allem der berühmte , P sauenthron hervor, nach Shah Jehans ,5 eigenem Entwurf, in Form eines Pfaus gearvettet, auf dcz'en suSaedrettetem Rad die verschiedenen Farben dnrch Di amanten. Lkubknen, Saphire, Vmaragden und Perlen LZUuderbar dargestellt m "ren.. Dieser prcchwolle Thron.dessen Werth . . an Gold und Edelsteinen auf ungefähr , drei Millionen Pfund Sterling, nach , Unsern Angaben fogsr wert darüber geilchatzt wnd. benndet nch letzt unter and ti schätzen im indischen Mujeum des . Wlndzcr Eaule zu W:ndso?. V-: Uin die Zeit dieser Er;ähluna hattk Shah Jehan feine Residenz wieder in feiner Hauptstadt Dclht ausgezchlagen. naqdcm er tänaere 2Zadre durch kncqen sche. Unternehmungen von derselben fern gehalten worden war. Hier entwickelte Mp felnen Kunstsinn durch eine Reihe der , herrlichsten Bauten, die der berühmten W'Ctadt noch heute zur größten Zierde geTeichen. Bou ihm rührt auch das Herr Milche-, ferner- Verstorbenen Frau in Agra errichtete Mausoleum der Taj Mahab her. -was allem eine Nelse nach ,ener tad Verlohnt, und kein Reisender wird ien, Gegenden Indiens besuchen, ohne dieZ D PrÄchtZge Monument in Augenschein ge--ommen zu Hasen. MRWei aller feine? Vorliebe für moßa?:, . i""''.:.r .... e . rlge sauren gao es aoer oocy etwas au NderMelt, was dem mächtigen Herrsche! selbst über Alles ging, und daS war seine '!?renzenlcsk Liebe zu seiner ältesten Tech rr, der Padi'hah Vegum. Seit dem Dsde seine? schmenllch bewemten Z?rou derber jenes unvcralcichliche Tenkma iu Agra gesetzt hatte, war jene seine ein iit&rrt&ie nnh Mn 15"raft.- !?f f&einh VV- f---. jw " J 1-7 retQUch verdient nn tz Sie soll sich nicht nur durch großen ven fSnlikzcn Lrebrerz, sondern euch durch be: i sondere Vegabunz und Sinn für ?)!usik usgezcichk'.tt . haben; sie' war die unentbehrNchste BeMtertn chreS Paters au als g:c.-.:ukk. w:rhz dagegen war sie such die einzig? d:rcn Einfluß er zu: -nänalich wr, wie sie ihn auch durch , 5.' 1 ' "' ' i; : . jiiunqeu x;no all von mancrer vor fchneae:: .:nd!un zurückaebalten hatte. Kein 22;i!;rcr dazcr, daß Shah Jehan diese Todter übet AlleZ liebte, während ..td die beschichte der Großmoguls ar , ' , Biacji uaria icinc usnayme wie Shah Je!:a:i "j:r spätern Jahren selbst erfahren sollte, da auch er von seinem Sehne gefangen gehalten wurde. Die Prinzessin staad in ihrem weiundzweniasten Lebensjahre, als sie von einem schweren Unfall betreff: wurde, die ihr Keben in dle größte Gefahr brachtet ,i '; An cinrra fjcitjca uiiaceua oes jag rrs 1651, als Shah Jehan aerade bei Cinr ... t AT. rv..r: . r , t c "ii r ttjn Fächeln der Punkah auf seinem Di-
ollen Lttchtcn nach, dleze Tochter dik fast an Vergötterung grenzende Liebe ibtt&mm reichlich verdient ;n haben.
allen icmen Mgm, und d:eserwandte ,hr fein Vertrauen zn einem Grade zu, ie es Fraucn. fsKftim'ienen Landern nie:
er jklnen hne, und nicht mit Unrecht, kuißtrauke. , An asiatischen , Höfen ist Eohne'Zlicbeeinefast unbekannte Tuaend,
van t)alötraumend lag.' wurde er durch einen plötzlichen, durchdringenden Schrer, dem mehrere folgten, aus feiner Ruhe aufgeschreckt. Das Geschrei drang aus den nahegelegenen Frauengemächern es ließ zwar bald nach, aber um einem viel smnmigen Jammern Platz zu machen. Wahrend er noch horchte, stürzte einer der HaremSdieuer schreckensbleich mir der Nachricht herein, die Padishah Vegum habe sich leöenSgesatzriich verbrannt! Wie von einem Vlihstrahl getroffen, fuhr der Shah sür einen Augenblick zufamnun, im nächsten Mo:::mt schon hatte er sich soweit wieder erholt, uni nach den Gemächern der Prinzessin zu stürzen und sich selbst von dem Vorgefallenen über? zeugen zu können. Halb von Sinnen eilte er an daS Lager seiner Tochter, die er von ihren sammeniden Frauen umgeben sand,u?ährcnd zwei der sofort herbei! eilten Leibärzte bemüht waren, die versengten Öberkleider von ihrem Körper zu entfernen. Die Prinzessin war noch am Leben, aber sie schien über und über mit gefährlichen Vrandwuuden bedeckt und lag ohne Besinnung da. Wie das Us glück geschehen, vermochte Niemand zu agen. aber der Shah wartete auch gar nicht auf dt: Aufklärung, sondern wars sich in feinem Todeöschreck über den Kör, per seiner Tochter und beschwor sie. eiq LebenSttickzen von sich ni aeben. Dann
wandte er sich an die Aerzte, die selbst rathloS am Lager standen und bot ihnen die reichsten Belohnungen, wenn sie di Prinzessin retten würden. Jbr ernstes Kopfschütteln deutete aber an, daß auch lie den Fall als einen yanz honnunaZ, losen ansahen. Da ermnerte sich d Großvezier Ayub Kban. der ebenfalls auf die chreckenSkunde herbeigeeilt war, verschiedener glücklichen Kuren, die vor den Aerzten der Zndiensayrer tn (sura: gemacht worden roaren. Er schlug dem Shah vor, sofort ein reitenden Boten an die englische Faktor in Surar zu schicken, mit der Bitte, ohn, Zeltoerjaumulzz einen V.rzt zu Hilfe zr schicken. Bon Dclyl nach Wurat ijt al. lerdinaI keine geringe Entfernung, de der Bote aber mit vollster Machtbefug: nt ausaestattet wurde, sich unterwegs die schnellstcu Pferde zu nehmen, wo inv mer er t zkuden konnte, so war die Hots nung nicht ausZeschlsfzen, daß er mit det erwarteten Hilfe zurückkehren könne, ehz kS zu spät fein muöe. Zum Glück war aerade ein große, Ostmdienfahrcr, die Hoffnung", im Ha: fen von Surat eingelaufen, als der Bot des Shah in den Ort sprengte. De, Arzt des Schiffes, Gabriel Brsuhton. hatte sich eben bei dem GeschäftSsühre der Compagnie eingefuuden, als der tat scrliche Bote bei Letzterem angemeldet wurde. Ohne einen Augenblick zu zib gern, erklärte Broughton sich bereit, mi! dem Boten zurückzukehren. Der Geschäftsführer machte ihn aller. dingS darauf aufmerksam, daß die Sach, nicht ganz ungefährlich für ihn ablaufen könne, wenn er trotz aller Gescicklichkeil nichts auszurichten im Stande fein wür: de; aber selbst diese Warnung konnte den jungen Arzt nicht abfchrecken. El batte Muth und Vertrauen zu sich selbst ; der Gedanke, die Tochter des Großmo: gulS als Patientin zu behandeln, st: chelte feinen Ehrgeiz auf; eine fo gläm zende Gelegenheit, zu Reichthum und Ansehen zn gelangen, von der Hand z weisen, nur weil etwas Gefahr damij verknüpft war, erschien ihm als Wahw sinn, und so bereitete er sich sofort zui Abreise vor. Kaum zw:i Stunden nach der Anku5 deZ Voten ritt der englische Arzt mit die-, scm Tag und Nacht über Hals und Kops feinem Bestimmungsort entgegen. Ganz: lich erschöpft und in nicht geringer Aus: rcgung langte er beim Palast des Großmoguls an, n?s ihn die frohe Votfchafj empfing, daß er noch nicht zu spät komme. Er wurde unverzüglich in die (Znuöchn der Padishah Begnm geführt, wo t Shah Jehän fand, der feine Tochter fall keinen Augenblick verlassen hatte, imX welchen der Schmerz und die Angst um sein Kind selbst krank g:macht hatten. Kaum wurde er des jungen Arztes Hewahr, als er auf ihn zueilte und ihn de: schwor, feine Tochter zu. rette; mit der heiligsten Eiden bekcaftiqte er fein Versprechen, ihm Alles gewähren zu wollen, was er nur immer verlangen werde, wenr feine Behandlung erfolgreich sein ürde. Es war wahrlich nichts Geringes, dr reichsten und glänzendsten Herrscher dn Vclt als Flehenden beinahe zu seiner Füßen zu sehcn; aber Broughwn verko' bei alledem seine Besonnenheit nicht, uni er ergriff lit nöthigen Maßreaeln mn der Rtlhe und Cntlchiedenheit, die ruh, Gesch Aerzte zuflöge. Das Glück wollte dem iunaen Ant wohl. Seiue gespickte Behandlung unl die reinliche Sorgfalt, die er den KranZ ken angedeihcn lietz. wurden von Crfokz gckronr, und er hatte die Freude, nich? nur seine Patientin nach einiger Zeit her gestellt zu sehen, sondern auch fast all äußeren Anzeichen einer Befchädigunc bekestigtzbäe,Si,ajMÄrkeu und Freude whah Icon?-? waren zenlos: Er beauftragt.' leinen Ei rf" -.rf1 ' J jt ' ztcr,.mio ,. ivqtqt, venzeiue, der ttz zm ,Hinzuziehuvg.des'euUsche:r vek: anlaßt hatrcsich zu Brcu'ghton zu bcge, ben, um ihm mlt;ttkh?llen, da ß der Groß: Niogitt ihn an einem sestgesetzten Tage Jii' feierlicher Audienz empfangen werde, m? ihn zu bcloünen. wobei Äa frühe. gegebene erzprechen, jc?e an ihn grriap letc Bltte eq;:!lc zu wollen, cup wiederbolcn ließ. : ::;: ..... ,: ... :r- , .. - vicuö ,&u;ai; war jing aenu?, ; er. messen, wie vortlzcilhaztcs s'ir i')N icl''i sein würde, sich in der Gunst deö zlugtr Arztes fesrzuseye: der ,! sich den u:bt-. schränkten Da? und das Vertrauet st ncs Herrn n e.w'rdcu gewus-t haue; ci ließ durchblicken , iah der . S!i;r iv,v; selbst sein Theuerstes, seine Todter uichl verweigern weroe, und er entwarf , ih;r ein Zukunftsbild, so glänzend und v.'r lockend, daß Broughton sich dadurck wohl geblend'l füblen konntc. Nachde der Großvezier ihn verlassen, zog si der junge Arzt gleichfalls in tiefem ach denken znlück.' Brouahton war jung. j hübsch und ehrgeizig. Auf der eine Seite wzc ein ihm;unbegrenzt wohlwol' lender, dankbarer Vater und eine .och, ler die ihm womöglich, noch dankbarei
ls alles Andere dazu oelgetrage hatten, den Eingeborenen Achtung und Ver
icklicökeit kremdcl
aesonnen war und Ihn' mit der nroßtm Z
Gunst behandelte was hinderte ihn. uu? i mogulS emporzuschwingen ? Nomaw tisch und acwaat, wie derartige Gedanken und Hoffnungen unseren nüchterner Auaen erscheinen mögen, lag doch derer. ErsüllunA keineswegs außer dem Bereich des Möglichen große, ihnen geleistet, Dienste waren von indischen ürstekz schon mehrfach auf ähnliche Weise be: lohnt worden, warum hätte Broughto sich nicht auch solchen Träumen hingebcv sotten? Endlich kam der für die große Audienz festgesetzte Tag heran. Auf seinem kost bann, von Edelsteinen strotzenden Thront sitzend, neben sich die von Brillanten strahlende Padishah Begum uud vsn einem reichgekkeideten Gefolge umgeben, empfing Shah Jchan den zungen Arzt, der sich ehrfurchtsvoll vor ihm verbeugte. Der Shah winkte ihn zn sich heran, nahm ihn bei der Hand und forderte ihn auf, mit einem oerstÄndnißvollen 83 IU auf seine Tochter, feine Belohnung zu nennen. Alle lauschten mit gespannte: ster Erwartung aus die Antwort des Engländers. Und was forderte dieser für die geleisteten Dienste? Für sich selbst bat ci um keine Belohnung ; um was er bat, war, daß der Shah feinen Landöleuten. den Händlern der Ostindischen Eompsgnie, gestalten möge, zollfrei und unge: stört in Bengalen Handel treiben und dort Faktoreien errichten zudürfen ! Groß war das Erstaunen Aller, als Arouhk ton diese Bitte vorbrachte ; gewiß nicht am kleinsten das der Begum, wenn diese wirklich, wie die Winke des Großveziers hatten voraussetzen lassen, an einen romantischen Schlntz der Geschichte ge, dacht batte. Shah Jchan selbst war auf's Tiefste ergriffen von der Groß ntttth uud Selbstlosigkeit dcS funden Arztes, und er gab ihm das feierliche Versprechen, daß den englischen Händlern die weitgehendsten Privilegien und jede mögliche Förderung ihrer Wünsch in feinen Staaten gestattet werden soll ten. Gabriel Broughton hatte Zeit gehabt, sich die Sache nach allen Seiten hin aus das Reiflichste zu überlegen. So über au alZnttnd und verlockend auch M Aussichten sein mochten, die sich ihm als Schwiegersohn d'Z Großmogn'S erossneten, so konnte er sich nicht verheimlichen, daß eine solche .Stellung gleich falls groize Gefahren für thu barg; er durfte sich nicht verbedlen, daß er sich durch eine solche Erhöhung eine Menge Neider und Feinde zuzuhen müßte, die schwerlich davor zurückschrecken würden, den unbequemen Fremdling eines schonen Tages aus der Welt zu schaffen ode? . t. t . . ferne ungnaoe yeroeizuiuyrrn, uuo vag selbst Jene, die sich jetzt für feine Freunde ausaaben. ihn später als Eindringlina betrachten würden, der sich der . .r m,:jf.itÄ ..V lynen orqi zusaucnoen iia)iyuret uuu Stellungen bemächtigt hätte. Unter die sen Unrnänden zoa er vor. den beschei deneren. aber weit weiseren Theil zu erwählen und seinen Einfluß bei dem mächtigen Herrscher im Interesse der Hande'lSgefellschast zu verwenden, deren Diener er war, und es dieser zu über lauen, ihm eine Belohnuna auszusetzen. die. mochte sie auch weit weniger glän? zcnd ausfallen, ..sich jedenfalls sicheret uns dauernder erwenen wurde. Shah Jehan wollte aber unter keinen Umständen Broughton selbst belohnt und mit leeren Händen davon ziehen lalsen. Er hatte den jungen Arzt lwr gewonnen und bat ihn, die Stelle des erlten Leibarztes an seinem Hofe zu übernehmen. Broughton sah keinen Grund, dies Anerbieten abzulehnen, denn dadurch war er in den Stand gesetzt, nicht allein die Interessen der Compagnie am Hofe wahrzunehmen, sondern auch selbst 3tx mZ?en zu erwerben. , Mehrere andere alückliöze Kuren machten ihn bald weit und breit berühmt, und da er klug genug war, sich weder mit PUnr abzugebei noch in Hosintriguen einzulassen, so vere mied er Grund zu irgend welchen Eifersüchtelein zu geben. Wie lange er in sei ner Stellung beharrte, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden : tedentau blieb er lange genug, um noch die volle rr , 's i . rsuuung vcr rym oelresss oer scompags Nie gemachten Zulage zu sehen. Die .meisten GefchichtIfchreiScr Jn biens haben eS räum der Muhe werth ae funden, des jungen Arztes gebührend zu L . ' t l i (L ... ... geoenrcn. vurcy oenen riuge uno unclgcn nützige That der Ostindizchen Ko,npag nie zuerst die Thore der reichsten Provin Indiens geöffnet wurden, wodurch es derselben ermöglicht wurde, die ersten Stufen zu jener großen Macht zn erklimmen, die sie im Laufe der Jabrezum 'Herrn des großen indischen Reiches machte. L?u5 dem Leben SarwiuS. Krumm: Braunfchweig veröffentlicht aus dem Leben ' Darwins, in derTagl. Rundsch,", einige werth rolle Anczaöen, denen ? wir folgende charakteristische Züge entnehmen: Im Jahre 1818 kam Darwin auf die große Schule von Dr. Butter in Shrcwsbun) v;d blieb dort bis zum Alter von IL Jahren. MschtÄM ber : Eine für meine Ausbildung UNM eignctcre Schule hätte ' m an nicht' reicht sindeu können, denn außer den beid?n alten Sprachen wurde dort weiter nichts gelehrt, als etwas alte Geschichte und Geographie. Der Besuch der Schule war deshalb auch ohne allen Werth für mich." Für sprachen hatte Darwin durchaus keine Begabung, was er selbst 'sehr lebhaft bcdancri. So hielten ibndenn sowohl die l'ctircr roic fein Kater für ziem Lust, als zum schießen, zum )attcnsangen und zu o etwas ; du wirit noch cm mal dir selbst und deiner ganzen Familic Schande machen." Darwin äußert sich über sein von brachteö Wissen l III ... 1 M IV :!!: i der Schule mitehöchst geringschätzig. Wenn ich mich frage, was ich ron melner Schulbildung halte, fo muß ich gestehen, daß ich Alles von Bedeutung, waö ;ck) weiß, durch Selbstuni?rrich. er worben sehr vi , Liebling
deren Hand tu bitten und nch mit einen. Schlage zur mächtigsten und einflußreia)! sten Persönlichkeit am Hofe des Grozz:
lich beschränkt, und der, Äater machte einst feinem Uumuthe über den Sohn in den Worten Luft: Du hast zu nichts
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Tj.ji.fr. , vuvt uuuj ei in per ujiu enQueue i
steare, Thonifon Byron , Scott.' Zu
sewem großen Mauern ging qnm vina iur Pveue zpaicr verloren, srruii,y, erst nach und nach, denn auf dem Beagle" war Milton noch sein ständiaer Be? leiter. Bis auf sein Lebensende aber fand Darwin einen großen Genuß nn Lesen vonRomanen. Gjin Roman nach meinem Geschmack ist nur dann ein Werk ersten Ranges, wenn er eine Person be, bandelt, die man lieben kann ; und wenn diese Person noch dazu eine hübsche Frau ist, so ist das um so besser.- Zu den Ei aeufchaften eines anten Romans rechnete Darwin auch einen glücklichen Ausgang ; er mcmte fsgsr. ein Gesetz sollte emen unalücklichZA Ausganz verbletzn. Ueber den Verlust des Geschmackes an der Poe, sie äußert sich Darwin selbst folgeudcrmaßen: Dieser Verlnst befremdet mich umfomehr, als Werke über Geschichte, Lebens- und Neisebeichrelbunaeu tauch ganz abgesehen von den etwa darin enthaltencn wisicnschaftlichen Thaisachen) und Aussatze aller Art mich zetzt noch gerade so intenssiren. wie früher. Mein Geist erscheint mir wie eine Maschine, welche aus einer Menge von Thatfachen allgemeine Gesetze entwickelt. Warum das aber die Verkümmerung desfcnkgen Theiles des Gehirns herbeigeführt haben sollte, welcher der Sitz der ästhetischen Gefühle ist, kommt mir unbegreiflich vor. Ein hoher oder bester organisirtcS GeHirn, als das meinige. hätte wahrscheinlich Nicht m dieser Welle Schaden gelitten. Konnte ich noch einmal leben, io würde ich es mir zur Regel machen, wemgstens einmal die Woche etwas Poe tischeö zu lesen und Musik zu HZrcn. Dann würden rielleicht diejenigett Thttle meines Gehirns, welche jetzt verkümmert sind, durch dlN Gebrauch wirkkam tu blieben sein." zznveretzüttg vb Salat. Neben manchem Thörichtem, das dkt Iafelsitte in neuerer Zeit aufgebracht wir erinnern nur an das Bestreuen deS TafeltucheS mit lofen Blumenblättern, die schnell vor den Augen der Tifchgenos sen welk werden und noch mitten .im Mahl ein trauriges Leichenfeid darstellen sind auch -erfreuliche Neuerungen wahrzunehmen, und hierzu rechnet ci Gourmand in der Boss. Ztg." die mehr und mehr in Aufnahme kommende Sitte, die zarten Salatblätter in ihrer natürli chen Beschaffenheit aus den Tisch brinaen und vor Aller Auaen mit den entsprechenden Zuthaten zu versehen. Schon die Zurüstunq regt den Appetit an, und .wenn wir so die schlanken Hände der unmuthigen Hausfrau kunstgerecht die Mischung bereiten sehen, so begreifen wir, wie Brillat-Savarin, der große Physiologe des Geschmacks, zu de. Met nung kam, daß der Salat zung ..ache. Und dieser Dewährsmann belehrt nns auch, wie vortheilhaft eS unter Umstäuden fein kann, wenn man sich auf die künstlerisch vollendete Herrichtung dtS Salats versteht. Unter den sranzösischkn Edelleuten, die von den Stürmen on großen Revolution nach London verschla gen wurden, befand sich ein Hett d'Aubignac, der, eines Tages in einem Gasthause' speisend, sick von einem von nehmen jungen Engländer angeredet sah, welcher in Gernemschaft mit etlichen Freunden an einem benachbarten Tisch Platz genommen hatte. Herr Franzose sagte der Englän, der, Ihr? Ration steht m dem ?tufe. in der Kunst des Salat-AnmachenS allen Völkern voraus zu sein. Hätten SU wohl die Güte, für uns einen Salat an zurichten?" Aubignac bedachte sich nicht lange, gab dem Wirth an, welche Jngrc, dienzen er bedürfe, und während er sich an's Werk machte, erzählte er auf Be, fragen den jnngen Dandies freimüthig, daler mit seinen aus Frankreich geret teten Mitteln am Rande sei. So sträubte er sich auch nicht, nachdent sein Salat fertig geworden war und allgemeines Lob geerntet hatte, gegen die Annahme einer Fünfpsundnote, die ihm einer der jungen Leute zusteckte ; auch seine Adresse theilte er ihnen mit. Wie erstaunte et aber, als er einige Tage später die hosliche Einladung erhielt, sich in einem bei vornehmsten Häuser Londons einzusinken und daselbst ebenfalls einen Salat anzurichten. Er folgte dem Rufe, legt bermats große Ehre mit seinem Werkt ein und erhielt eine noch höhere Velohnung. Weiter und weiterverbreitete sich der Ruhm feiner Kunstfertigkeit, und binnen Kurzem war er der asMonabls galatmaker" Londons, ohne den keine üppige Gasterei der Hauptstadt vottstän, big war. Bald konnte er Pferd und Wagen, sowie einen Bedienten halten, der ihm die Zuthaten zur Salatbercitung in einem Mahagonikästchen nachtrug, ja er ließ solche Kästchen mit den entzp?echenden Zuthaten als Inhalt anfertigen und verdiente auch mit deren Verkauf schweres Geld. Als wohlhabender Mann kehrte er schließlich in die Heimatb zurück und hatte sein ganzes Glück nichts An, derem zu danken, als dem Geschick, den schlichten Lattich schmackhaft zu würzen) : A m e r i k an is cheö Aus eineni Platze einer amerikanischen Stadt begegneten sich ganz zufällig drei einander völlig unbekannte HetsönentWjuntzW Mann, ein junges ÄalHmMWem Geistlicher. , Auf demselben Platze stand auch eine Normaluhr, daneben ein Re Porter. Letzterer beobachtete, daß in nicht mehr als 2 Minuten 35 Sehnt den das junge Paar sich ineinander verliebt, der Geistliche : eS getraut,H und die zufällig desselben " Weges kommen den ! beiderseitigen ! Eltern es gesegnet batteHßWA1K;HDZ AMAd',gs ger:, . lim den Beweis zu führen, daß mein - Klient vollkommen unschuldig ist bedarf es keiner (Gelehrsamkeit, sondern uur eines GranS gesunden Mcnschcnverstandcs." Richter: Innerhalb wel cher Frist können Sie dieses fehlende Be veiSmaterial beibringen? v E in neues Schönheit SMittel. Dame: Wie machen Sie es nur, so frisch, trotz Ihres Alters auszusehen. Gebrauchen Sie vielleicht etwas ? I f?S;-Xl .,,.;:!'': JTt !!!,, f.. , . . ' icyicr: ewln, meine gnädige.
Kaxlchens erstes WeihnachtSfest.
Ctizze vou Hill. Es Waren die ersten Weihnachten, an welchen wir unserem Jungen den Tannenbaum putzen dursten. In ganz an derem Lichte' erschien uns das Fest in diesem Jahre. Gewiß selbst in den goldenen Tagen der kmdheü, für. die ja daS Erscheinen deS WeibnachtSman nes der Inbegriff alles Schonen ist selbst damals konnten wir. mein Gatte und ich, keine so reine Freude, kein so sehnsüchtiges Verlangen nach dem Herr lichen Abend empfunden haben wiegerade jetzt. Wohl war das Fest auch das letzte und vorletzte Mal schön sür uns aewe sen. Wir hatten uns gegenseitig mit heimlich eingekauften Gaben überrascht, hatten uns, ein Bäumchen geputzt und bei den brennenden Kerzen uns aesaat. daß wir sehr, sehr glücklich seien. Aber die echte Weihe der Weihnacht hatte doch gefehlt. Erst jetzt sollte sie uns werden, setzt, wo sroheS Kinderlachen erklang, wo m m Lichter der schlau ken Tanne in strahlenden Kinderaugen spiegelten. 0, w:e wir uns freuten, wie wir bestrebt waren, einander zu überbieten, um Karlchens erstes Wnw nachtsfest zu einem unvergeßlichen zu gestalten! In unserem Glücke hatten wir nur etwas über;eken und daS war den Helden des Festes, unseren Jungen selbst. Dieser selbe war nämlich erst sechs Monate alt und eigentlich noch ein recht dummes Burschchen. Tlck und rosig saß er auf dem Arme der Amme und guate ziemlich indifferent aus sei' um großen Augen in die Welt. Aber wie gesagt, das beachteten wir nicht. Für uns war unser Kind der Inbegriff aller Klugheit, und wir waren Aber zeugt, gerade sür das Weihnachtsfest ern tiefes Verständniß oer dem Kleinen zu nnden. Bereits Ende November begann ich mit den Vorbereitungen. Aus meinem Nähkorbe streckten Puppen ihre nackten Beine; idre Bloßen zu bedecken, sollte meine Aufgabe sein, und emsig arbeitete lÄ an diezem verdienstvollen Werke. Wurde Karlchen zu mir , ins Zimmer gebracht, warf ich schnell ein Tuch über die Näherei, damit der Kleine beileibe nicht erfahre, was Mama da heimlich schasse; ja als ich gar zu oft an der Arbeit gestört wurde, nahm ich schließlich die Nacht zu Hilfe, um mein Werk zu vollenden. Als zweites wurde ein unzerreiß bares Bilderbuch geklebt. Alle Pape terie-Läden durchstöberte ich nach selteneu Bildern; Hasen, Rehe. Bäume, Häuschen, Chinesen, Tyroler, Soldaten, die übliche Kale Ereenaway'Gruppe nicht zu vergessen und was derartige Herrlichkeiten noch mehr sind, reihte ich in bunter Auswahl an einander. Die übrigen Geschenke sür meinen Juugen denn mehr noch mußte es sein konnte .ich leider nicht eigenbändig verfertigen, sondern mußte, mit wchlgespicktem Portemonnaie in der Taiche, verschiedene Spielwaaren-Ma-gazine besuchen. .Ein Schaukelpferd, eine Festung, eine Spieldose und eine Laterna magica waren die Beute. Erst als meine Gelddorfe beängstigend ma ger wurde, stellte ich die Einläufe ein. Ich hatte ja auch genug, zumal mein Mann es sich seinerieits gmchMK nicht nehmen lit den Kleinen zu bew e iken. Jeden Abend kam er mit Packeten bela den nach Hause, die er mit geheimnißvollem Schmunzeln m den Schubfachern semes Schreibtilches verschwinden ließ. Richt früher, als bis wir gemeinichZitlich den Christbaum schmückten, wollten wir uns gegenseitig die Herrlichkeiten zeigen, me w:r für unseren Liebling zu szmrnengetraZ?n hatten. Mama so nannte mich mein Gatte ieu Karlcheus Geburt Ma ma, Du mußt den Anfang machen. Ich bin begierig zu erfahren, mit welck" er sinderischm Gaben Mutterliebe unferen Sohn bedacht hat. Da kann der Paxa mu semem ernsten Sinne für s rak:v sche gewiß nicht dazegen aufkommen. Ader das schadet nichts) Bei Zeiten muß der Junge s lernen. sich auch für ernste Dinge, zu iuteressiren. und nicht allem an Spielzeug ,, und rnkerlitzaen darf er Freude haben. Dafür lasse Du nur seinen Bater sorgen! Und er hatte daiur geiorgt. is mir Zo vieler Lust uud Liebe heimgebrachten Packete enthielten gar wunderliche Drngz. Da war Brehm s Thierleden in Prachtausgabe, eine PhotograVhirmasthiNfr, ein großer Färben lasten, ein Zauderapparat, ein Geduld üe 1 . . i - om, em eioacco 12, : wqar ein Paar Scklittschuhs fehlten nicht. Ich mniz gestehen, selbst mir kam die Aus wähl diese? Gegenstände für einen sechZ Monate alten Knaben böckst s?a tztg vor. yatte ich fliAt desar htet, den !! gütizen Geber zu verletzen wahrhaft tig! hell aufgelat würte ich haben bei d er Besicktigung dieser höchst praktisch en G!ZchenkeZ'doch ich,be)wan.z"meineLaÄ lu?t und gemein lam sreuten wir uns allI... den Mo ment. ? in dem unse r Bube ! 5 , g ü i; n,::rg r e t jpü t . , : : , Enölich waren w:r ) oweit. Hell Ural: lten die LlSter des Baumes, und berauschend erfüllte sein w5irziger Tust das Zimmer. Die Glocken dezannsn ;u läu:en. An meinem Herzen tönte es wie von Engelsstimmen gesungen: i't ' A'-'t - ' VT I ' '" . V ... ' "V "fr "'i . ! i - Jre ici ion ,in oer .nons ' priese auf Erden und den Menschen ein Wod gesellen !MMv m. mmm , . rm m iA i '. '. !'!!!. 'S - ::s; 'M-!" : !!' ' -. .. . , V . " ' " Meinen kleinen Sohn im weitzgestick ten,Ulelvchen aus dem Arme, meinen Man mir zur Seite, betrat ich glückeiig das eiynachtszimmer. I Zief, arlchen. sieb'! TaZ Alles fca: Dir der Weihnachtsmann gcdrach! liuzierie i uuo irua oas inozen ',u em reickgedeckten Tische. Gefällt es 2i?. mein füßeS Herzchen sprich? -.'iz' uns, ob Dir Dein Christkindchen q-Tällt vWas erwarteten wir nun eigentlich? oll:e das zahnlose Mündchen oes Kleiaen sich zu dank?rfüllt.?r vittt öffnen. ooer doch wenigstens durch frobes Freude Ausdruck aeben ? feldzt mt mehr, was wir
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vermutheten; ich , weiß nur, daß wu momentan erstaunt und enttäuscht geWesen sind.
Karlchen Wien Nicht sonderlich erbaut von seinen Gaben. Ohne eine Mien zu verziehen, ohne nur den kleinen Kopf dem Tische zuzuwenden, starrte er nach den bunten Lichtchen deS Baumes. Die wenigstens gefielen ihm. Alles Ander war für ihn nicht vorhanden. Imme, wieder suchten wir seine Aufmerksamkeit auf die Geschenke zu lenken, ja schlieizlich zu erzwingen, erreichten aber weiter nichts, als dah der Kleine schließlich ungeduldig wurde, sern niedliches Maul chen verzog und, bevor ich verhinderg konnte, in bitterliches Weinen auSbrach. FaMnaslys sahen wir uns an. War das die erwartete Freude, der gehosste Jubel? O weh! Auf des Knaben Geschrei kam dtt Amme herein. Es gelang ihr, das Kind zu beruhigen, und tänzelnd mit ,km auf, und Nieder gehend, vestchtigtk ne Die Geschenke. ! Feine Sachen".' meinte ire dabei mit leichtem Spott. Wenn Karlchzn erst einmal fo manches Jährchen älter ist. wird er sich schon darüber sreuen. Für jetzt aber da thut es auch noch so et was; das bat ,hm seme Lrze auSge' ucht." Und daber langte sie in ihre Tasche und zog bedächtig eine 5!narre h:rvor, eine hölzerne Knarre der allergewöhnlichen Sorte, eine Knarre, die alsbald o:e abzcheulichiten. nervenzerreitendsten Tone boren lies. Und nm geschah das Wunder. Dan ausdrucklose Gesichtchen unseres Juugen verklärte sich zu einem herzigen Lächeln, seine dicken, unaeichicktenHän chen tappten nach dem Spielzeug, und als es krelschend nch bewegte, stieß unser Sobn jauchzend sein erstes, silberhelles Lachen aus..,. Wenn wir mich thöricht genug aewesen waren, ganz anderes von dem ersten 5?iMfmm2. IVitiSritrf nforpÄ M, .v -fcfjrf fcvM ..ffr.? fr fr r lindes zu erwart-en, fo froh und selig wie am heutigen Abeich waren wir doch nie gewesen. Heute hatte unser Junge der Eltern Erwartungen nicht erfüllt. wer wollte ihm die Berechtigung daiür abstreiten? Aber trotzdem unsere Gaben waren nicht' umsonst gespendet worden. Mit ihrer Hilie entrollte sich das schöne Gemälde einer glücklichen Zukunft vor unseren Augen. Was da vor uns aus dem Weihnachtstische lag. es waren Bilder einer kommenden Zeit, die sich um unser Karlchen drängten. Dort : lag seine ganze, Kindheit, dort lag. vom ersten selbstUandigen schritte an bis zur Schule das aan;e Erwach? und Durchleben des kindlichen Gemüthes und Geistes, dort lagen das Wichtigste für uns Eltern die Hoffnunzen, die wir aus em sniches, fröhliches 'Krnderleben baute. Und über diesem Traumleben, einer Welt des Glücks, breiteten die grünen Aeste der Trnne snmholifch ihre Fitnae. .GleiÄ freundlichen ' Sternen blickten die bunten Lichtcben aus uns herab, und das frisch: Lachen unseres Sohnes klang dem so silberhell, als ob der pausbackige Weichnachtsengel selbst. der dort oben auf der höchsten Sviye des Christbaumes saß, die frohen Töne aus seiner glänzenden .Tuba gezchmet tert ha:te. MeyerveerAnecdoien. Aus der Sochslut von Erinnerunt en. welche das Meuerbeer5ubiläum n Frankreich ' heraufbeschworen hat. mögen hie? nach Mittheilungen der Ifr . di Ifii.r. t.Jmhi...!"U PfO'c ül3" vle soigenoen Pian siuoen. Andersartiz . wie in . späterer .eit war die Wirkung, welche am 29. Januar 1838 bei der ersten Aufführung . die yUZenotttn" ' aus das Publikum hervorbrachten. Kein Entzücken, keine Äegeisterung. eisige Kälte vielmehr. Erst . . .'.i. ..Sf . - .-. i per viene mi erwarmie oic uy?rer. Meyerbeer irrte im Foyer herum, traf dort Rossini und. Nach einem beiiälliaeN oder freundlichen Worte begierig, sprach er ihn an: .Wann werden Sie uns mit einem neuen Meisterwerke erfreuen?" Wozu das?" antwortete der italie niiche Meister, Sü fehen ja: das Publikum vfrlstehr nichts mehr von der Muzik.lind bei diesen Worten deutete der Schöpfer des Bardier' in den Saal hinein, wo , man gerade ; sich entschloß, dem Duett zwischen, Naoul und Valen tine Beiiall zu klatsch.'N. Man erzahlt, dan Menerbeer auS seiner Tasche Plätze bezahlen muste, um während der ersten 14 Aunübrunaen der vuaenotten" den Saal zu füllen. Anders beim Propheten", beizen Erzolg sich sofort deutlich aus sprach. ' W LM v;: - - ' ' , :.. Dank vo? Allem der glänzenden Aus stattung und dem Ballet. Meyerbeer war außerordentlich reizbar; besonders vertrug er, keine , Spöttereien über , den jüdi 'ch en G lau ben.,, Als' N ö ssini ,' einn in seiner Gegenwart auf die Frage, wz runlörnMtFKi äffe, m it An so! is !ung aus die in den yuzenotleW int fesselten Orchesterstür me zur Antwoct ;ab: Ich warte, bis die Juden ihren saooaiy oeenolgr yasen. - vracv Meyerbeer in Thränen aus und verlien r r. . 1 . . . es . !i !!' t. : r ' "!,;, i , ... , iä: lnchzend daS .imm e rMS cb Äs tt Kränkung en ' bereitet en ihm & auch di e Wlnzleien eines, iowle die Artikel kleiner Zeitungen, in welchen , man sich ge wohnt hatte, ihn j,Sa Sonorito" 511 nen nen. .il !'" . ' '. ., r . ' - 1 r ,tc am meinen oc poircnc lcwae Meyerdeers war sein Geiz. . .Er verg zu, sein Vermögen auZiuaeben " saat von ihm M. .Ernouf. einer feiner Biographen. In Paris erzählte man nch die oje-ezit von dem Mahle. welches er dem Kruller Floeentino geaeoen. der einen bewundernden Ärtitel übe? ihn geschrieben. Der Komvcni aal! ihn in ein kleines italieniichz Restaurant geführt. Beim Nachtiicki hzlte der . Kellner eine Flasche Chamvazner gedr.'iaz Menerbeer nahm te stlll)Dweizeno, trug t zum Bus ret und uen nq nne halbe Flasche ae den
WeihnachtSaedxäuche. SchleS wZ g 'h olstein ische W eih n acht S a tn
bräuche alter und neuer Zeit schildert eine lancere Studie der Hamb Nachr. aus der wir hier das Folgende herauf heben: -Aus dem Lande beginnt ms nach dem Thomastage auch setzt nech in allen Haushaltungen, sich auf das Hauptfest zu rüsten. Vielfach backt nch noch heute der Käthner sein Feinbrvr, seme Vfeffernusie. braut hier und da. wohl noch sein malzreicheö Bier, Ho' nigkuchcn und braune und weiße Zucker kuchen mit allerlei Gestalten geziert) Ochsenaugen und ApfelkuVen" re hen sich den Kuchen in Eberform an. die als Weihnachtsgebäck bei manchen germanischen Stammen eine beiondere Rolle spielen. Schon einige Tage vor dem 25. December und dann die ganze. Festzeit hindurch bis zu Neujahr geht die Armuth" aus, um Kuchen, Aepfel, Nüsse zu betteln, von HauS zu Haus. Einst in MaSkentracht,von Erwachseneu zum Theil ausgeführt, sind die Umzüge veme aus die Kinder beschrankt, d:e yler und da noch in weißen Hemden, mit dcui Stern der heiligen drei Könige aus einer Stange, durch tie Dörfer ziehen. Da bei fingen sie unter Beglelrung deS fre kannten Rummelvotts" allerlei, zu Theil alterthümliche Lieder ab. Wo dem merkwürdigsten und ältesten Gesang, der noch die Erinnerung an ein umkerziehendes ' Schiff bewahrt ' hat, wollen wir hier die niederdeutsche Fas tung mulyeuen. Fruken,nak de dör apen, lat den rummelpott in! wen dat schipp ut Holland kcmmt bet dat'n goden Wind. Schipper, wu!t du wiken, Spölmann, wult du sinken, seit dat segel up den top und gif uns wat in rummelpottt Im ganzen Lande wird der Weih nachtsabend durch besondere Gerichte gefeiert. Wohl ganz Holstein zeichnet sich durch den großen Pudding sgrvt Klump oder grot HanS) aus, gebacken aus cizeumezi. mu Rosinen, Pstau men u. A. angefüllt, in Fett schwim.mend. dazu gibt's Mettwürste, Rauche fleisch und gewöhnlich den . halb, Schweinskopf. Weiter nach Norden in Schleswig hört der große Hans auf; hier ißt man dann den SchweinskopZ mit Langkobl und dieselbe Sitte h:rrM .. . . aucy wen m Mnano kmaur. Wenn, .die Menschen sich durch reichliches Effm erfreuten, so war es kein Wunder. Ich sie euch ihre Hausthiere an dieser Freude theilnehmen lassen wollten; ra, Ut Vsianzenwelt war davon nicht usge schlössen. Wienachten abend, dann geiht dat von baben, dann klingen de glocken, dann danzen de poppen, . dann pipen de müs in all lud hüs , heißt es nech in einem alten Kinder' reun, der jene Volksamchzuung klarbcir j- Js..it. ' . :. . . zehner. er Vrnv.r oiezes erinnert sich noch aus seiner Jugend, w:e er auf dem Hose feines Vaters im östlichen i-t?,il ....Ii i!.......- M. M HviZiein nn. eigenen Vezuyten MZay, wie die Mädchen geheimnißvoll 0 Weihnachtsabend den Kühen im Stalle Futter brachten, daß sie als besondere'S Mabl LufgeZpart; wie man Pferden. Garden vorhielt, die erst an deckselbm AdcndauZzedrojchen waren. Hatte man im Obstartm eine nnfruchzhäreM Baum, so hing man ihm am Weih, nachtsabend unter gewissen Förmlich, leiten einen Kloß an. um ihn n wieder fruchtbar zu machen. ' Unter solchen Umständen wird ' man begreifen, wie die altcnHolsteine? in dmWald hinausgehen mochten, an die mächtigen Bäume klopften und laut rien: .freuet Zu. ii böme! freuet ju! de billige 'christ ,5 kamen!Mit seitlichen Gelagen pflegte mannoch vor einem Menschenalter die Jul ze:t zu begehen; heuie pndet rnan uc. Jule'tacr". die Äcidnachtsztuden. tn denen man für festliche Siyung zuZan, menkam, fast gar nicht mehr. Und die? ging es früher so zu. Gegen 7 Udr Aben fand sich die ganze Gescllschift ein. ie Frauen brachten fede erue Kanne voll Nahm zur Aushilfe beun Kaffee mit. bi cm Tisch ja I der Küster, zu seiner Rechtem der Paiior, dann folgten die Männer der, Reih: ' nach, alle mit brennenden Pfeifen. Ge genüber nahmen die Frauen Platz, zu -oberst die Frau Vastorin; mitten vor dem Tisch stand die Hausfrau,') Kaffee einzuschenken und Kuchen herein zureichen; am anderen Ende zu beides Seiten! des Kachelofens saßen Grv. Haler und Großmutter. Unter allerlei Geivrachen, .unter denen Gefpeufterge schickten nicht fehlen durften, ward Ke Kaffee fleißig zugesprochen? hier, war denn noch .jenes berühmte NöthtgrÄ" lange Zeit im Schwange. : Das Kasfcegelage schloß mit der Gewalttasse, d. h. der Tasie, bei der vxsxt sich Gewalt anthun mußte, um sie herunter zu brinZen.' . " Es folgte dann die ziveLMitzM '.btt'Ä&uchen 9 oder 10 Uhr kam der Thee, mit Zi. . met oder Kardamom gewürzt und zzzsFeiubrod, Butter, Salzfleisch und ZloX . wurst begleit t&:W ' - ;' lu' '!'..'! '. ;if. ' ' Sri- ',,,,; ..,'11' . s.!ÜU 1 fi Ii- ,j ' , . . f ft j fÄDen'Schluß des ganzen Gelages bil dete der Punsch, d.m so fleißig zege sprochen ward, daß alle mehr, oder wsniger. Frauen ' und Männer, ange..n5 ken waren Unter, Liedern und &izi, sang aller Art nate sich die Mittern Qchr! Ein Rnndgesang : Unser ! Herr Pust?? soll leben! bildere den Abschluß. Boshaft. Frau Beutle? 1 wissen S'.e. Herr Nachbar, mein Sehn haite immer einen recknen Trieb zain ötudiren! Der iiachbir: i Ich ts:nr; er lag ja früder sÄ.n dcn ganzen in den Wirthshäuiern. Aus der Schule. Lehre?! Wo wohnten Adam und.Eva.? i&UsS schwe;gt.) Lehrer: Aun, Kinder; werde Euch darauf führen. Arcis Eoa wohnlcn im Para 'ara- S,ler (uisuu): Im Psraplure.
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