Indiana Tribüne, Volume 15, Number 99, Indianapolis, Marion County, 27 December 1891 — Page 3
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evglns wtl tgj Aanin. A o W s n VSN kI eog es O!)net. (4. Fortzetunz.) Wozu noch kämpfen? Ich bin im ccraus Zchsn besiegt." .Acer wer du mich verläßt, was kann ich allein gegen Micheline aus--richten? Thun Sie ihr, wie gewöhnlich, den Willen. Sie staunen, daß ,ch Ihnen die feit Rath gebe? i ist nicht mein Verdienst; bisher setzten Sie den Bitten Ihrer Tochicr Widerstand entgegen, sollte sie aber noch einmal unter Thränen ihre Bitte wiederholen, so werden Sie. fcic Sie stark sind und so gut wie .ich taiü zu sagen verstehen, schwach sein und ihr d?n Fürsten nicht verweigern .können. Glauben Sie mir, es ist besser, daß Sie Ihre Zustimmung freiwillig geben. Wer weiß, ob Ihr Schwiegersöhn es Ihnen nicht später riellelcht Tank wissen wird. " Frau Desvarennes hatte Pierre mit wachsendem (5 r staunen angehört. Wahrlich." sagte sie. du bist unbegreistich; redest da mit einer solchen Ruhe . . . macht eZ dir denn gar keinen Kummer?" Doch," anrwortete Pierre mit ernster Stimme, ich nicchte am liebsten sterben. yGeh dech, du prahlkt IU$1 ries Freu DeZsarennes lebhaft. ,OH, du Gelehrjer. bis Zahlen haben dein Herz ausgedörrt." Rein," erwiderte der junge Mann traurig; .aber die Arbeit hat alle oerführerischen Zieize der Jugend in mir vernichte; sie hat mich ernst und traurig gemacht. ?lnsta?t Michcline zu gewinneu, habe ich sie abgeschreckt. DaS Uebel kommt daher, weil wir in einer sieberischen Zeit leben, unsre Kraft? sind nicht mehr im Stande, clleö was das Leben unZ an Freude und Arbeit dardietet, zu bcwältigcn. Man ist gezwungen zu wählen, mit Zeit und Kräften hauszu halten und entweder mit dem Gehirn oder mit dem Herzen allern thätig zu sein. Daraus folgt, daß fca3 rernachlässig,! Organ verkümmert, und daß die VergnügnugSmenschen ihr ganzes Lcben hindurch elende Arbeiter bleiben, mäh rend die Arbeitsmenschen nur traurige Liebhaber sein können. Die einen haben die Würde des Daseins geopfert, die andern haben dasjenige verloren, was das Leben verschönert. Und so kommt ti, daß, wenn die entscheidende Stunde schlägt und der Lebemann feinen 523erstand, der Arbeiter fein Herz in Thatig: kelt fetzen soll, sie mit Schrecken gewahr werden, fcajj der eine feine Pflichten zu erfüllen und der andere sein Glück zu genießen unsahig ist." , Um so schlimmer sind die Frauen da ran.die es nicht verstehen denArbeitSmen schen vorzuziehen und die sich vom Ber ZnügunZsmcnZchen bethören lasten. Ich gehörte nie zu diesen Fragen, und so ernst du auch sein magst, mt dreißig Jahren würdest du mir recht gut gefallen haben. Wenn du aber dein Uebel so gut kennst, weshalb kurirst du dich nicht? Du brauchst ja nur die Hand nach dem Mit tel auSzufn ecken. Was für ein Mittel ist das? Dein Wille; heirathe Micheline, und ich stehe für alles. .Sie liebt mich nicht. (Si::e Frau liebt schließlich Inner ihren Mann." Ich liebe Micüeline zu sehr, als daß ich ihre Hand ohne ihr Herz anneh men möchte." J-Hk sah Frau TesvarenneZ ein. daß sie von :hm nichts erlangen roerde ab daß die Psrti? unWidcrrusiich verloren sei. Sie blickte in eine düstere Zukunft und hatte dzz Vorgefühl, daß mit Serslus Panin das Unglück bei ihr eingekehrt sei. Was konnte sie dagegen thun? ' Der blinden Leidenschaft ihrer Tochter Widerstand entgegensetzen? Sie mußte i. recht gut, daß wenn Michclwe zu lachen und px singen aufhörte, ihr, der Mutter, , Lcben unerträglich werde würde. Die . Thränen der Tochter würden ihre Kraft lahmen ; Pierre hatte eZ ihr vorausge , sagt. Wozu einen Kampf aufnehmen, ? der unvermeidlich mit einerNiederlage enk den zrußtt? Auch sie fühlte, daß sie macht, ? los war und ergab sich nach heftigem Widnstrcbm in ihr Schicksal. Nun, ich seh: schon, daß ich mich l 'bescheiden naß, die Großmutter kleiner , Fürsten zu weröen, was mir deS VaterS wegen ein recht mäßiges Vergnügen be ur reiten wird. Meine Tochter wird mit einem Patron vn dieser Sorte schön , ankommen! Er mag sich übrigens hüten, auf Abwege zu gerathen, denn sonst bin lch noch da, um ihn auf den rechten Weg if zu bringen. Micheline soll glücklich werden. Schon zu Lebzeiten meines Mannes war ich mehr Mutter als Gat DinMctzkFber gehört mein ganzes Leben nur-noch meiner Tochter. ;J,,Mil düstrer Energie reckte sie ihre ' kräftigen Arme empor und rief: Siehst du, sollte meine Tochter durch ihren Mann unglücklich werden ich wäre im Stande, ihn zu todten !" , ' , .'J,n2 Mit diesen Worten endete;; 'dasHes f sprach, welches Michelin,He4ürste,n? Frau TerarenneS und ,.erreS Schicksal entschied. , Die Prinzipalin kling, le einem Diener, dem sie befahl, Marechal zu rufen. Sie setzte voraus, daß Pierre seinen Kummer am liebsten in den Busen einH ZzrenndeZ sufchüttenurtie" ' Ein Mann weint nur ungern in der Gegenwart einer Frau und sie errieth, daß des jungen Mannes Herz voll Thränen war. MarechÄI der , in der Nähe war, kam sogleich herbei uud siel Pierre um den 5alZ. Als rau'ezoarennes jay. oaz; sich die freunde gefunden hatten, sagte sie im Mavechal: Nehmen Sie Pierre mit sich: , Sie sind bis heute Abend frei; . 'Ü'il'i.'JI:. ccer rann orinzen le 19a um wlcvrr. Mit feiten Schritten ging sie in Ml (Seltnes 4;mrncr, wo diese zitternd das Resultat fcrr begonnenen Verhandlungen erwartete. , . ::i -- ayW ;s,
Sechste Kapitel. Das Haus in der Straße St. Do mmloue ist sicher eineS der schönsten sei ner Art. Nur regierende Fürsten haben prachttgere Paläste. Die breite Trexx, auS geschnitztem Eichenholz ist von einenz Geländer aus ciselirter Bronze Znge, faßt, dessen Pfosten nackte Ktndergestalten bilden. Die Laufstange ist aus Achat. In der Ecke eines jeden Treppenabsatzes befindet sich etne riesige Schale lg japanischem Zellenschmelz, ruhend auf knm Dreifuß aus Chimären in chinesischer Bronze. Hohe Säule ouk rothem Marmor mit vergoldeten
Kapitälen trennen d'e Treppe im erste Ätock von :rer Galerie, du alt Ge ächshauS d:ent. Nouleaur auZ ktrsch' sarbener, gssältetex Seide lallen übe, die ml! wundervollen, gothischen GlaS' Malereien geschmückten Fenster herab. In liefen unvergleichlichen Räumer, hielt sich Frau Desoarennes ausnahmsi we:se an diesem Abend auf. Marechal und Pierre waren eben eingetreten und unterhielten sich am Kamin. Einzgl Schritte weiter stand eine Gruppe, bei Cayrok. Frau Desvarennes und noch ein anderes Individuum angehörte, das bisher feinen Fuß noch nie in drefeZ Haus gesetzt hatte, obschon sich der Bankier bei der Prtnzipalin hausig und lebhaft für ihn verwendet hakte. Er war groß und mager, von fahler Gesichtsfarbe und seine" Haut war straff über d:e Knochen gkspannk. Der Unterkiefer war. wie bei den Raubtbieren. jebi stark entwickelt, die Augen hat: l?n eine unbestimmbare, fast sch:llernd, Farbe und waren jesuitisch h'nke? einer Gokdbrille verborgen. Er hatte qlatke, gefchnieid.'ge Hände, deren Innenfläche feucht und deren Nägel kurz aeschnttten waren lasterhafte Hände, welche dke Eigenschaft hakten, jeden, der von ihnen umgarnt wurde, gleisnerisch festzuhalten. "Dazu dün nes, grelldlonöes Haar, mit einem Scheitel dich: über'm Ohr. um das Haar hwaufkämmen und einen künstlt, chen Haarwuchs herstellen zu können. Diese Persönlichkeit, welche einen weiten, . , F rnu einer v'elarvrgen zroengrozerie ge schmückten Rock anhatte, der. bi aus einen schmalen IZand, die weiße Weste verdeckte, nannte sich Herrmann Herzog. AlZ unternehmungslustiger Geldmensch, dem tm großer Ruf voranging, war er aus Luremburg gekommen und hatte im Laufe einiger Monate an der Börse eine Reihe so bedeutender Finanz, operattonen durchgeführt, daß szch d:e größten BZrfenmänner genöthigt sahen, aus ihn Rücksicht zu nehmen. Die oerschledenartigsten Gerüchte waren über ihn im Umlauf. Einige behaupteten, er sei einer der intelligentesten, thätigsten und gewissenhaftesten Männer, dre es giebt, andere meinten, noch nie hätte Jemand den Gesetzen s) sehr Hohn ge sprochen, wie dieser Schuft, der ehrliche Leute ausplündere. Er war ein Deut scher; diejenigen, welche ihm alles Böse nachsagten, behaupteten, er sei ein Mainzer, andere dagegen, welche die über ihn umlaufenden Gemeinheiten für Fabeln hielten, sagten, er set aus Frank furt. dieser Borsenstadt jenseits deZ Rheins. Er hatte unlänast die Arbeiten einer wichtigen Eisenbahnlinie, welche Ma rokko mit dem Zentrum unserer algieri, schen Kolcräc verbinden sollte, beendet und war nun im Begriff, ein großes Getreide und Äcehlgeschaft mrk 2ln:erika in'S Leben zu rufen. Caorol hatte sich schon mehrfach bemüht, Herzog mit Frau DeSvarennkS in Berührung zu bringen. Der Bankier war an dieser Getreide und Mehlspekulation tnteressirt, er be hauptete aber, daß man nur dann einen vollen Erfolg erhoffen könne, wenn sich auch die Prmzkpalin daran betheiligen würde; er hatte ein blindes Vertrauen zu allem, was diese Frau unlernahm. Frau TeSoarenneS, die gegen alles Ausländische mißtrauisch war und welche die Gerüchte, die über Herzog umliefen, recht gut kannte, hatte sich stets geweigert, diesen Deutschen zu empfangen. ASer Caurol ließ sich nicht g leicht abweisen, er erneuerte feinen Angriff so lange, biS sie schließlich er müdeke und ihre Einwilligung gab. ES lag ihr auch daran, Eayrol. der die Verhandlungen betreffs MichelineS Ver mahlung je taktvoll gejührt hatte, einen Gefallen zu erweisen. Herzog hatte sich also eingesunden er drückte der Frau Desvarennes seine Befriedigung darüber aus, daß sie ihm erlaubt habe, bei ihr erscheinen zu dürfen. Er sagte, ihre außerordentUche Bezabunz sei ihm schon so hausig gerühmt worden, daß er sich bereits eine Vorstellung von ihr gemacht habe; jetzt aber, wo er der Ehre theil hastig 'geworden sie personlich kennen zu lernen, fände er, daß die Wirklichkeit seine Erwartungen sei! Übertroffen habe. Er schmeichelte und schwatzte mit - deutscher Liebenswürdigkeit, in jenem deutfch:jüdischen Aceent, der an die wandernden Handelsjuden erinnerte, welche, ihre scheenen, fainen Brillen mit s o l ch e r Z u d r i n g l i ch k e i t a n b i e t e n . Die Prinzip alin war : onfangS : ein wenig züruckhaüend . 0 rische Liebenswürdigkeit Herzogs hatte sie etwas, aufgetaut. Dieser Teusels, kerl, mit seine r schleich en de n Redeweise und seinen verschleiertenAüzen, ! hatte die :j ':' y-Hr"Tfii- , '-'rr.f ,:inr ssscinlrenoe m ocrazl einer 1 1 ?tunge. Obwohl e r ein en anwidert tt konnt e man ihm doch nicht widerstehen. , Er rückte bald mit seinem großen Getreidegeschäft heran, lernte aber sofort die wahre Frau L : : iM ;, - .,,;.:' ' , . .1 ... . ..: "!':-. ' " ' i. . - DesvarenneS : ; kennen ; ü s r : vem unfeyl baren Spürsinn dieser Geschäftsfrau konnten keine HostichkeitZphrasen siand5 halten. Gleich bei den ersten Worten deckte sie i die schwache ! Seite seiner ge schäftlichen Kombination auf und griss ihn mit einer solchen Entschiedenheit an, daß dieser Financier, der vor den Worten de? Prinzipalin sein Geschäft, wie die Mauern Jerichos vor dem Trompeten fchall der Jsraeliten fallen sah, zum Rückzug , blasen und ein anderes Ge sprächst he m a w Zhlen m u ß ! e. Er hatte ' ".:?,:),. ifi'il'ilHilillVi.r !:-' 'ilK''.....':! ..: Hlfiij! s;;f Hj!.'. .ffe..! i-j ji:;1::!1)"1 f ... ""
dleAbsicht, ekneKreditgesellschaft zu grün
den, die ewzkg rn lhrer Art dastehen sollte. Darüber aber wollte er ein andermal mtk Frau DeSoarenneZ sprechen, denn sie müsse an dem außerordentlichen Gewinn, welchen du Geschäft abzu werfen verspreche, durchaus theilnehmenz kein Pkennia war dabei zu rtSktren, die neue Idee diese? Unternehmens be. stand n der Betheiligung sämmtliche: großen Bankhäuser Frankreichs und deZ Auslandes, wodurch jede Kom kurrcnz besetkigt und die Ntvallkä! dergroßenGeldmachke aufgehoben würde. ES Zel dies ein ganz merkwürdiger Plan und Frau DesoarenneS würde gewiß mit hoher Befriedigung den Mechanismus dieser, aus einer so einfachen Idee be: ruhenden Gesellschaf: kennen lernen. welche alle ähnlichen Unternehmungen der ganzen Welt in den Schatten stellen sollte. Frau Desvarennes sagte weder ja noch nein. Durch Herzogs süßliche, ein schmeichelnde Beredtsamkeit verwirrt, fühlte sie, daß sie sich mit diesem Men schen auf einem gefährlichen Gebiet be: finde. Es kam ihr vor, als ob sie in einen Moorgrund versänke, dessen von Graswuchs bedeckte Oberfläche zum Be treten einladet. Auch Eanrol stand un ter diesem Banne, er hing an den Lippen des Deutschen und bekräftigte sein Worte mit bewundernden Ahs und OHS. Dieser geriebene Kunde, den bisher noch niemand angeführt, hakte in Herzog sei nen Meister gefunden. Die Meldeglocke der Haupttreppe er tZnte Zeyk und Micheline sprang auf. Eine B'utwelle trat plotzuch in ihr An: litz und sie flüsterte halblaut: Er ist's!" Zögernd lehnte sie sich noch einen Moment an den Flügel und horchte auf das dumpfe Geräusch tm Salon, biS sie endlich die Stimme des DienerS den Fürsten Panin melden hörte. Auch Jeanne erhob sich nun, und hätte sich Micheline nach ihr umgewandt, fo würde sie über die Äläfi ihrer Gefährtin er jchrocken sein. Aber Fräulein Desva renneS dachte gar nicht an Jeanne; sie hob die schwere Portiere in die Hohe. wandte sich mit den Worten: Kommst du? - einen Moment um und trat dann in den Salon. ES war in der That Fürst Sergius. welcher von Eayrol ungeduldig, vön Frau Desvarennes mit einer geheimen Unruhe und von Pierre mit großer Ban gigkeit erwarter worden war. Der schöne Panin, tn weiter Halsbinde, tadellos gekleidet, tn schwarzem Rock, der seinen eleganten und schlanken Wuchs Vortheil haft hervorhob, näherte sich ruhig und lächelnd der Frau DesoarenneS und verneigte nch grüßend. Es schien, als ob er außer MichelineS Mutter niemand sähe; weder kür die beiden jungen Mäd chen, noch für die ihn umgebenden Man ner hatte er einen Blick. Die ganze Welt sch:n für thn nicht vorhanden zu sein. Er hatte sick mit einer Art von respektvoller Verehrung verneigt, als ob er vor einer Königin stände und sagen wollte: .Hier lieg' ich zu Ihren Füße, mein Leben ist in Ihrer Hand; ein Zeichen von Ihnen, und tch bin der glücklichste, oder der unglücklichste aller Sterb lichen. Frau DesoarenneS horchte auf diese zärtliche Stimme, die ihr noch nie so reizvoll erschienen war. Sie begliff. daß diese liebliche Anmuth Micheline verführ ren konnte, sie bereute, daß sie ihre Tochter nicht besser behütet hatte, und rerwünschte den Zufall, der an dem ganzen Unheil schuld war. Sie mußte ihm' aber antworten und, gmg nun gerade auf ihr Ziel loZ. Sie haßte das Hinausschieben, wenn ihr Entschluß ein mal gefaßt war. .Sie kommen wahrscheinlich, um üch die Antwort auf Ihre Anfrage zu hole, welch Sie vor Ihrer Abreise nach Eng land an mich haben richten lassen?'' Der Fürst wurde etwa blaß; die Worte, welche grau Desvarennes soeben ausgesprochen hatte, waren so bedeu tungsvoll. daß er feine starke Erregung nicht verbergen konnte. Er antwortete mit unterdrückter Stimme: Ich würde eS nicht gewagt haben, diese Frage zu berühren, wenigstens N'.ch! i Gegen wart anderer; da Sie meinem Wunsche jedoch entaegenkommen, so gestehe ich. das ich von Ihnen mit bewegtem Herzen das Wort erwarte, elchis mern schickt sal entscheiden wird. " Er stand noch immer gebkugt ve: Frau DesoarenneS, wie ein" Schuldiger vor seinem Richter. Die Prinzipal) n schwieg itr.ert Augenblick, als ob sie mit der Antwort zögere; dann erwiderte sie ernst: .Ich halte Bedenken.' dieses Wort auSusprechen; . aber ikmand.-: dem ich volles Vertrauen schenke ha! mich dazu bewogen, Ihnen einen genelzten Em pfang zu bereiten.Sergius erhob sich mit freudestrahlen' dem Antlitz. Wer es auch gewesen sein mc. Madame." jagte er feurig, ,u bat ein Recht auf meine ewige Erkenntlichkeit. . Sie können sie ihm bezeiqen,- er . ' . :. ... nnoerre jrau DesoarenneS. t't MichelineS JugendgejZchrle, ja fast in ohn lur mich. r-:-Sie wies dabc! auf Pierre, t;':'Sergius trat schnell t auf P zerre zu. ber trotz seiner großen Eile kam ihm Michehnf(dMM ergritten DelarueS Hände und drückten t,e mit einem tleberman von Zärtlichkeit. Pani n , r i chtete , an i h n mit x olni schem Ungestüms die glühendsten Betheuerun-. gen ; se i n c ganze S Leben würde nicht ge nügen, diese Schuld zu tilgen, aber er sei reich a n ? Erkenntlichkeit . u nd würde gewiß seiner Verpflichtung gegen ihn KHqt,?den., ; Mit Verzweiflung im Herzen ließ stch MichelineS e hcmal iger Bräu tiga m d e H änd tf schüttel nu nd vi drücke n.:'"A D i e W orte der ß von i ihm Geliebten, trieben i hm o,e Thränen in ,, d t A u ge n WW :: .Wie gut und großmüthig du bist: rief das junge Madchen, wie du dich edelmüthig aufopferst! -!' . Ti, . .11 , ( -JA.' ! !,!,!',! ' 'i .' I:,!' lil . I ' ! Cli ! . , ;. . .: "" . ' i1! 'T . i' 1h'. i' - J. ; I! Danke mir nicht, erwiderte Pierre. .eS ist kein Verdienst von mir, da gethan zu haben, vaö du bewundkkst.
Denn sieh, ich bin schwach, ich hätte dich
nicht weinen sehen können." Im Salon war eine große Aufregung entstanden. Eaarol- erklärte Herzog, welcher ihn mit großer Aufmerksamkeit anhörte, die Tragweite des sich vor sei nen Augen abspielenden Ereignisses. Sergiuz"Panin solle Frau DesoarenneS Schwiegersohn werden, daZ war erne wichtige Begebenheit. .Diese? Schwiegersohn wird elne finanzielle Macht werden, das ist sicher und dabei noch Fürst! Für die Liste eines VerwaltungZrathS ein herrlicher Name!" Die beiden Ftnanzmanner sahen ein anderen; beide hatten den nämlichen Gedanken. Gewiß. erwiderte Ea?rol, .aber Zzrau Desvarennes vtrd nie gestatten. aß stch der Fürst' in Unternehmungen einläßt.Wer weiß!" antwortete Herzog: da komm: ganz darauf an, wie der Kontrakt lauten wird," .Aber ich' wünsche durchaus nicht, daß man glauben könnte, ich wolle den Schwiegersohn der Frau Desvarennes in meine Spekukattonen verwickeln!rief Eayrol lebhaft. Wer spricht denn davon? erwiderte Herzea ruhig. .Suche ich etwa Aktio näre?" Ich habe mehr Geld, als ich brauchen. kann, täglich weise ich Millio nen zurück." Oh. ich we! wohl, dag die Kaptta listen Ihnen nachlaufen, sagte Eayrol lachend; .und um sie anzulocken, thun Sie wie ein schönes Weid. daZ sich ziert. Aber jetzt wollen mr den Fürsten de glückwünschen. Während Cayrol und Herzog diese Worte miteinander wechselten, welche für Sergius Panin eine so große Wichtig, keik hatten, spielte sich, gänzlich unbe' merkt, ine in ihrer Einfachheit furcht bare Scene ab. Micheline hatte sich mit zärtlichem Ungestüm in die 'Arme ihrer Mutler aeworfen. und SergiuS sah be weg! auf diesen Gefühlserguß, der deS jungen Mädchens Liebe zu ihm bekun dete, als sich plötzlich eine zitternde Hand auf feine Schulter legte. Er wandte sich um: vor ihm stand Jeanne von Eerna, leichenblaß, mit tief in den Höhlen liegenden, ihn starr anblickenden Augen, die Lippen fest aufeinander ge preßt. Der Für?! ward bei ihrem An blick sprachlos; er sah stch um Nie mand beobachtete lhn. SergiuS näherte sich dem Fräulein von Eernan: diese starrte ihn noch immer mit demselben drohenden Blick an; er fürchtete sich. .Nehmen ie sich in Acht 1 sagte er. .Wovor", antwortete das junge Mäd chen verstZrt. .was habe ich jetzt noch zu befürchten? Was wollen Sie 1 fuhr Panin mit kalter Entschlossenheit und mit unaedu! diger Gebärde sott. .Ich will sofort mit Ihnen sprechen. .Unmöglich, das sehen Sie doch.-, .ES muß sein." ' Eaqro! und Herzog näherten sich jetzt dem Fürsten. SergiuS lächelte Jeanne mit einem Kopfnicken zu. welches .ja bedeuten tollte. Das juez Mädchen wandte sich rubtg ab und erwartete augenscheinlich d?e Ausführung des er haltenen Versprechens. Da ergriff Eaa rol mit zärtlicher Vertraulichkeit ihre Hand. .WaS sagten Sie eben diesem glück lichen Fürsten, welcher da? ersehn: Ziel seiner Sehnsucht zu erreichen im Begriff ist? Nicht mir ihm. sondern mit mir müssen Sie sprechen, mir sollten Sie ein wenig Hoffnung geben. Der Moment ist aünsti.i. es heute ein Verlobunas tag. Sie wissen, wie sehe ich Sie liebe, erweisen Sie mir die Gunst, mich nicht länger zurückzuweisen, wie biSher! Wäre eS nicht reizend, wenn Sie mir gütig gesinnt sein . ; - äw . 5 . : 4 roomen: x'iaa roaioc sraci jjomicucn am qleichen Tage feiern . können! Eine Kirche, eine Feier und ein einziges. glänzendes Fest, welches vier Neuoer mahlte vereinigen wurde. Hat Dies Bild nichts Verlockendes für Sie?" Sie wissen, daß ich nicht leicht zu verlocken ein, erwiderte Jeanne mit feste' Stimme und versuchte zu lächeln. Micheline und Frau VesoarenneS traten näher. Nun. Eayrol. rief SergiuS in fröhlichem Selbstbewußtsein, .ich habe heute Gluck, vielleicht bin ich !m Stande. für Sie den nämlichen Erfolg zu er fielen, wie jür mich. Wollen Sie' mich Ihre Angelegenheit bei Fräulein von Eernav fuhren lassen .Herzlich gern; ich bedarf eines beredsen Sachwalters," seufzte der Bankier und senkte, melancholisch den Kops. : :: Unb,Su, mein Fräulein, wollen Sie sich der Probe unterziehen? fragte der ' Fürst, sich an Jeanne wendend. i.Wlr maren ja stets gut: Freunde und binnen Kurzem, werde ich fast ihr Bru der sein. DaS gewährt mir, ke ich glaube, einige Rechte über Ihr Herz und Ihren Geist. , Ermächtigen Sie mich, diese Rechte geltend zu machen?" .Thun Sie es, mein Herr," erwi, derte Jeanne kalt; .der Versuch ist neu, viellkicht gelingt er. - i .Gebe der Himmel,' daß er gelingen mochte!" riek Eayrol; dann, näherte er sich Panin und rief: Ah. theurer Fürst, wie bin ich Ihnen dankbar! " Leise fügte er hinzu: Su wissen doch, wenn Sie einige tausend Louisdor zu Brautge schenken benöthigen.'. " '-'"." .Schon gut, Sie Verführer!" gab Sergiu i, m l d txr näml ich en, , j twaS :; "er zwunzenen Heiterkeit zurück, jetzt suchen Sie Ihr Geld in Feld zu führen; Sie sehen doch, daß eS nicht immer den Sieg verbürgt da S i e gezwu n ge n i si nd, Z u flucht zu meinen geringen Fähigkeiten zu nehmen. Aber seien sie versichert, daß ich nar um deß Ruhmes willen ar beite.- Er wandte sich an Frau DeS oarennes mit den Worten: .Ich bitte nuVum'emeHkätristund .Wehre dich nicht zu sehr-, flüsterte Micheline ihrer Gefährtin in'S Ohr und gab ihr einen zärtlichen Kuß, den diese aber . nicht jrcm SjÄomm"rnif intr sagte Micheline zu Pierre und nahm feinen Arm. 1 . ich will ganz allein dir angehören, t während !'v;iW'!'tei
li:iiiHl'lpl'i!'i'-i-M!l.li:--i,-"-'K' . .herrlichen FrühlingSnacht erfüllten der Vlon. Alle stiegen hinab zum grüner Rasenplatz, über dem Tausende vo? Sternen erglänzten. MichelineS unt Pierres Blicke richteten sich zum dunkel? AzurgewSlbe und suchten unwillkür lich den Stern, von dem ihr Schicksal cbhing: sie, um , zu erfahren, 06 iht Leben auch wirklich das lange LiebeSge, dicht sein werde. das Pt erträumt hatte, er, um zu fragen, ob wenigstens dei Ruhm, dieser so anspruchsvolle Herrscher, dem er bereits so viele Opfer ge bracht, ihn jürdie verlorene Liebe troster erde. Siebentes Kapitel. Jeanne und SergiuS waren la Salon zurückgeblieben und standen nur einander gegenüber. Von dem Antlitz beider war die Maske gefallen, das kcn, oentienelle Lächeln verschwunden. Sie blickten sich aufmersam an, wie, zwe! Duellanten, die ihre Finten gegenseitig zu erspähen suchen, um den tödtlichen Stoß zu xariren und um sich auf dev entscheidenden Gegenstoß vorzubereiten. Jeanne begann den Angriff. .Weshalb reisten Sie vor dre! Wocher nach England ab. ohne mich vorher zr sehen oder zu sprechen?" .Was hätte ich Ihnen sazen können?' antwortete der Fürs! tm Ton dumpfel Niedergeschlagenheit. Jeanne wart ihm einen Blick zu, dei wie ein Blitz leuchtete. .Sie hätten mir sagen können, daß Sie um MichelineS Hand anzehalter haben'." - .DeZ wäre rücksichtslos gewesen! .Anständig wäre es gewesen! Aber Sie hätten dann aus eine Erklärung ge saßt sein müssen, und sie lieben feint Erklärungen. Sie zogen eS daher vor, mich diese Neuigkeit auZ dem Schweigen meiner Umgebung, aus dem Gezische! von Fremden errathen zu lassen.- Dai war natürlich einfacher und bequemet jür Sie!" Jea-nne hatte diese Worte in siebe?, hafter Aufregung gesprochen, ihre Sätz zischten und schnitten ein. wie Peitschen' hiebe. Des jungen Mädchens Aufre gunz war unbeschreiblich, ihr Man gen waren gerathet, und die Gemüths bewegung schnürte ihr dl Kehle zu sammen und raubte ihr den Athem. Sie mußte einen Augenblick lnnehal ten, dann wandte sie sich abermals an den Fürsten, sah lhn scharf an und sagte: .Die' Htkrath ist also beschloß sen?SergiuS snZnizrtküz ,Ja.' Dieses Ja war UM wie ein Hauch. Jeanne, als eb sie ihren Ohren nichl traute, wiederhol!: .Sie hetrathes MicheUr.es Als nun Panin mit festerer Stimm, nochmals ja antwortete, trat das jung Madchen auf ihn zu. näherte iht 'flammendes Gisicht dem fe:nigen unk rief mit einer Heftigkeit, di sie nicht länger bemeistern konnte: .Und ich?' SergiuS machte eine beschwichtigend Bewegung. DaS Salonfenster stand noch offen und man konnte sie draußen hören. .Jeanne, bitte, mäßigen SU sich! begann er ; rSu sind in einer Aufre gung . . . . .Die Sie beunruhigt?" unterbrach lhn das junge Mädchen hshnlZchelnd. Ja. oder nur Ihretwegen, jagte de, Fürst ruhig. .Meinetwegen?" .Gewiß: ich furch. Sie könnten im Unbesonnenheit begehen, die Sie für all, Zeiten zu Grunde richten würde." .Ja, aber Sie gleichfalls l Und dai ist'S, was Ihre Furcht erregt. Der Fürst blickte Fräulein von Eernaiz fächelnd an; er nahm ihre Hand und fuhr dann, einen andern Ton anschla, qend. fort: .Wie Sie heute boshajk sind! Und welch in Zorn gegen diesen armen SergiuS! Was magrer sich moh! einbilden, wenn er sieht, waS für ein Eifersuchtsscene Sie ihm machen?" ; Jeanne entriß ihm ihre Hand und sagte: .Ah, nur keine Scherze; der Zeit, xunkt ist nicht günstig gewählt, ich schnzore 3-Ihnen. Sie täuschen sich vermuthlich über Ihre Lage; begreifen Sie denn nicht, daß ich bereit bin, Frau DesoarenneS alles zu sagen?.Alles?" erwiederte derFürst. .Wahr, da? wär nicht besonders viel; Sie würden ihr erzählen, daß ich Sie in England kennen gelernt habe, daß ich Ihnen den Hos .machte und daß Sie so freundlich waren, meine Galanterien wohlgefällig aufzunehmen. Und dann? Sie gefallen sich darin, jenen Traum einer Sommernacht unter den großen Bäumen von EhurchilliEastle tragisch zu nehmen und mir mein Unrecht oorzuwer. fenl Aber worin besteht es denn? Erst, sich, ich finde keinSl Wir lebten In einer sehr geräuschvollen Welt und benutzten die Freiheit, welche die englischen Sitten der. Jugend gewähren. Ihre Tante fand , . gegen diese reizenden Unter Haltungen, welch unsere Nachbarn Flirtation nenne,; nichts einzuwen den.,',. Ich jagte Ihnen, daß ich Sie liebe, Sie thaten mir, kund, daß ich Ihnen nicht mißsalle. Dank diesem schonen Eingeständniss verlebten wir e in e n ,fk. reizende n Sommer ,, mitein ander und jetzt f wollen Sie über diese klkin galante Erkursion, welche die Grenzen überschritt, die unsere, trotz allem so rigorose Pariser Welt gezogen hat, nicht wieder hinwegkommen. Wenn Sie Ihre Drohung ausführen, wenn Sie meine zukünstige Schwiegermutter ÄbeMdHechtMwelche Sie bean spruchenzurHichterm fen k,S tDdNmchtAd a ßM i e?oo nH o rn herein verurtheilt sind? DaS Interesse der Frau DeSvarenneS ist dem Ihrigen
SergiuS Jeanne in dle Beichte nimmt. Ich will wieder, nie ehemals, dein, Schwester sein. Wenn du wüßtest,, ii !ch dich liebe!" Die große GlaSihür. welche nach den? Garten führte, war von Marechal ge, LfZnet worden Und die lauen Düfte eine.
direre entgegengesetzt. Glauben Sie, n sie zögern würde, zwischen ihrer ?Is' ter und Ihnen eine.-. Entscheid zia tre . sen?" , ' ' ';; V
.Oh, Ihre Berechnungen sind seh ; A t . . t gescylcr: uno zyre 'aregetn gut et troffen. rwiderte Jeanne. .Wenn ade Frau DeSvarenneS doch nicht die Fräs wäre, welche Sie in ihr vermuthen, wenn sie für mich Partei, nähme und ic der Ansicht, daß in gewissenloser Ge! liebler auch ein treuloser Gatte se -wkrd, von meiner Vergangenheit auf d'i Zukunsl ihrer Tochtkr Schlüsse ziehe! würde, waS würde dann geschehen?' .Ganz einsach folgendes,- antwortet, SergiuS. .ich würde nach Oesterreich zurückkehren, ermüdet von dem prekäreg und mißlichen Leben, daS ich jetzt führe, und wieder in Dienst treten. Die Uni, form ist da einzige Kleid, welches auf ehrenhafte Weise,dik Armuth verdeckt. -Jeanne blickte den Fürsten angstvoll an, faßte dann einen Entschluß und rief: .Also für mich bleibt auf jedes Fall das LoS einer Verlassenen? Sie tank ineinen Sessel und bedeckte ihr Gesicht mit den Händen. Panin stand einen Moment schweigend da. Der Schmerz deS jungen Mädchens, den er für auZrichtig hielt, ergrifs ihn mehr, als r sich merken lassen wollte. Er hatte Fräulein von Eernay geliebt rnr liebte sie noch; aber er fühlte, daß jet Regung von Schwäche sich auf Gnad, und Ungnade ergeben hieß, und daß ein tn diese ernsten Minute von seinen Lippen entflohenes Geftändniß die Bedeutung eines Bruches seiner Heirat mit Micheline haben würde. Er kämpft daher leine Gefühle nieder und ant. wertet mit gewinnender Sanftmuth: .WaS sprechen Sie von Verlassensein, wenn in braver Mann, der Sie liebt, und der in großartige Vermozen be sitzt. St doch heirathen will?" Fräulein von Eernay riß den Kops empor und sagte: Also Sie sind es, der mir den Rath' gibt, Herrn Eayrol zu heleathen? Empört sich denn nichts in Ihrem Innern bei dem Gedanken, daß ich Ihren Na:h befolgen könnte? Sie haben mich also vom ersten Moment an, wo wi: miteinander sprachen, betrogen, haben mich also nie geliebt? Nicht einen Tag. nicht etne Stund? SergiuS lächelte und nahm wieder seinen einschmeichelnden, ungezwungenen Ton an: .Mein liebe Jeanne, hätte ich in: Ren: von hunderttausend Fran kn, se würde ich. mein Ehrinwort da rauf, kein andere Weib nehmen, als St, denn Sie würden eine anbetungS würdige Fürstin je!n." Mit einer prachtvoll geringschätzigen Handbewegung erwiderte Fräulein von Eernay leidenschaftlich: Ach, was küm merk mich Ihr Titel. Nur Sie allein sind S, den ich will. .Si wissen nicht, was Sie von mir verlangen; ich liebe Sie viel zu sehr, als daß ich Sie an mein Geschick ketten dürfte. Kennten Sie dieses, vergoldete Elend kn Glacehandschuhen, das mir beschlkdka ist, Si würden erschrecken und begre!fn, daß mein Entschluß, mich von Ihnen zu trennen, von groher Zärtlichkeit und viel Edelmuth zeugt. Glauben Si denn, daß man auf ein himmlisches Weib wie Sie fo leicht ver ztchket? Ich muß mich darein schicken. Was follke ich wohl in der kleinen Wohnung von drei Zimmern, di ich in der Ru de Madame bewohne, mit meiner fchSnen. Jeanne anfangen? Kann ich denn mit den zehn bis zwölftaufend Franken, die ich der Freigebigkeit meiner russischen Verwandten verdanke, einen Haushalt bestreiken? ES fällt mir schwer genug, allein damit auszukommen. Ich führe in Elubleben, um billiger speisen zu können; ich benutze dt Reitpferd meiner Freunde und rühre nie ein, Kar! an, obschon ich ein leiden lchaftltcher Spieler btn. Ich verkehre viel tn Gesellschaft und trete großartig auf, gehe aber zu Fuß nach Hause, um das Geld für einen Wagen zu sparen, die Frau des Portier besorgt meine Zimmer und hält mein Wäsche im Stand. Mein intlmeö Leben ist traurig, düster, würdelos. E ist dis graue Puppe deS glänzenden Schmetterlings) den Sie kennen. Sehen Sie, meine liebe Jeanne, das Ist Ihr Fürst Panin: Ein Edelmann von guter Haltung, von prächtiger Erscheinung, der so sparsam lebt wie eine alle Jungfer. Man sieht ihn stets heiter und elegant und beneidet seinen Lurus, FlitterluruS, trügerisch wie Talmigold. , Nicht wahr.Sie begrei fen jetzt, daß ich eS nicht ernstlich, wagen darf. Ihnen eine derartige Existenz an zubieten?" Wenn Panin durch Dieses übrigen 5 vollkommkn wahre Bild seiner Eristenz dai junge Mädchen von sich abwendig machen zu können glaubte,' so irrt er. Er rechnete nicht mit der Leidenschaft des junaen Mädchen, die so groß war, daß eS jedes Opfer,' durch das,' sie sich den angebeteten Mann erhalten konnte, gering achtete.- ' '. r " " "' ' . .Wären Sie reich. SergiuS.' so würde ich mich nicht bemühen, Sie wicderzugc winnen. Da Sie aber arm , sind, so habe ich das Recht, Ihnen zu fagen, daß ich Sie liebe; mein Leben en Ihrer Seite wird voller Aufopferung und Selbstoer leuaung fein.! . Jede , mir : auferlegte . . , i. !!- rn .:' ''s ' ntveyrung : w l r o - e i n 'oewei, meiner Liebe sein, und dies ist der Grund, es halb ich entbehren will. Ihr Leben mit ' '.'.". '" ' -;. , r-v . . mir wlro weoer iraurlg, noq eine e müthlgung sein. Durch meine Zärtlich, kkit werde ich S freundlich, durch meine Freud glänzend gestalten. Wir wer den so glücklich sein , daß si e sage n so U len: Wie konnte ich nur jemals etwas andres wünschen?" - ' ..Ah. Jeanne, erwiderte der Fürst. .waS sie mir da zeig en. ist e ! n e i reizend ' i' ' : ' w ' :'liii!V t ''' ' V 1 11 ,!!,!,,, . .rt- "' :' : :"' i . !' pcellfqe oyue. yui ayr, w:r w o i len die Welt siiehen, uns in einem un bekannten Winkel zurückziehen, um W verlorene Paradies wieder zu erlangen? , W i e l a nge K, k a n n dieS Glück mähret ? Eine kurze Spanne Zeit, den Lenz unsre? :!WtirPb
Lors KiUarney & des
Lord Killirney- & Eo. wollen wir Geschichte überschreiben. Sie stammt ms dem Englischen und ist eine wahre S:s5ichte. ' U Mr. Thomas Sidmp lly entlang spa;i:ren ging, sah einiger. Entfernung feinen alten Y -d Lord-'Killarney des Weges 'o en. ' .yalloh, Killarney, . Sie zii.m nicht gut aufgelegt zu sein?" grüßte Tom den Earl, indem er des ci: Hand schuttilte. Habe keine Ur lachz da;u"er:viderte der Lord, seinen anzen grauen Schnurrbart kräuselnd. Etwas passt?!?" Geheirathet..Eh?- -.Tucfschulden. Kein anderer Äusweg." 7- .Nehme an, daß die Lad) Selb bzudt?". R:enz viel." .Grawlire!" .Nichts zu gratuliren. aZ kzad rh dav?n? Sie hält d:e Zu zel fest uns gibt mir hie und da einen Zovereign. als wäre ich ein Schul forfä. Ist sehr religiös geworden. cZ. JPi .-t Sah AAaM CP3 miavh1? fli -IT .wiiAi. u&ü viu üuitts? jicuti N die Krankenhäuser." Thomas Vers' darrte eine Zeitlang in Schweigen. Llödltch ergriff er feines Freundes Hand und sazte ernst: Killarney, ich v:ll Ihr Befreier sein." Einige Tage später war der Emganz zur Ereter - Hall bestürmt von einer ahzrclchen Menge gAtaetlerdeter Leute,, Landgeistlichen mit ihren Frauen und Töchtern, reicher alter Damen und schwärmerischer junger Leute. Es war )er Tag der Hauptversammlung des vcatzlzreltZveremS der Beremtgten Ko ligreiche. Die Anzeige, das? zwei Bi chose und die mähn von Klllarneyvem Ncetinz beiwohnen werden, hatte be wndere Anziehungskraft ausgeübt. Vor zem Einganasthore der Halle standen Zrei oder vier Burschen, welche fleißig )abet waren, arune Zettel an die Leute ;u vertheilen. Sie waren geschmücks nu dem Wappen der Kmarney und auteten: Feinster W5is!y der Welt!!! Lord 5kÄarnen K Eo.' 5nd die alleinigen Fabrikanten und Ei aenthumer des Kmarnen-Whlskn. Vedrannt aus drr feinsten Gerste und dem reinsten Wazier der weltde rühmten Seen von Killarney. Vefund! Belebend!! Appetit reizend !h Die Rückseite des Zettels enthielt )en Prospekt der Gesellschaft. Vräsi. deut: der sehr ehrenwerthe Earl von klllarney, Rttter des Bath-Ordens; LicePräsident: Thomas Sidcup, Esq. Die Zettel gingen von Hand zu Hand, llllgemeineö Murmeln und Kopfschüt ieln. Halb ohnmächtig verließ Lady Zillarney den Saal. Noch an demselben Tage suchte sie das Bureau )er neuen Firma auf. nachdem sie ver zebenS nach lhrem Mann in alle vier Vinde telegraphirt hatte. Mr. Thomas vldcup emvflng sie. .Wo benndet sich nein Mann?" .In Dublin auf einer Sezchattsrelse.- .Die Gesellschaft mutz tufgelSst werden." Aber ich bitte Sie, ein täglich mehr aufblühendesWe schüft!" .Was verlangen Sie für Ihre Actien?" .Für alle? vierzigtausend Pfund!" .Unsinn!" .Nun, jedenfalls mußten w:r uns um Eillarney auseinandersetzen. Er hab ZO00 Zeynpsuno-Actlen. .Wtemel yat :r eingezahlt?" .Alles voll eingezahlt. LZenn ich Eurer Ladyschaft rathen dürfte. Ä wäre eZ dies: Verpflichten Sie sich otariell, Ihrem Gemahl erne diente )on sagen wir fünfzehnhundert Pfund jährlich als Ablösung feiner Actien zu zahlen. - ES wäre ja nickts weiter da zei, als daß Sie das Geld auS der iinen Tasche nehmen, um es in die an ktt zu steckktt." Lady Zmarney schwankte. Dann sagte sie zu. Rubizer, als sie gekommen war, empfahl sie jtch.- .Thomas," sagte der Earl, der run aus einem Nebenzimmer trat, Sie zaben mich gerettet!" Eine Woche nach seiner .Rettung" tberreichte der Earl jeinem Freunde Thomas Sidruv eine goldene MgarettentaZch?, .von feinem dankbaren Freunde Algernon Curill. Earl von Mllarney". Und an demselben Abend vurde in der Wohnung Thomas ein zroßer Chronometer abgegeben, der die gmchrtst trug: .Aott Nevekla Anna, Ä rüstn von Killarney,' in Anerkennung we!qennüdiqer Liebenswürdigkeit." Thomas entfernte die Inschrift und schickte den Chronometer zu einenz Lfandleiher. DaS Räthsel. Die Töchter des altez Quenaelmeie? eeben eine Gesellschaft, die sich bis in die spaten Abendstunden ausdehnt. ES vird getanzt, Klavier gespielt, kurz lm. eS ist ein Lärm, daß der Alte ad lolut . nicht zur Ruhe kommen kann. als um VZ Uhr die Gaste noch kerne ZNiene machen aufzubrechen, beaiebt nÄ ZerAlte in den Salon, wo gerade ern leueS Splel arrangltt wud. Na. . was macht ihr denn da?" ragt er recht neugierig. .Wrr spielen Pfänder, Papachen! .Pfänder? WaS ist denn daS?" . kIDa giebt Jemand ein Räthsel auf, 1 lnd wer es nicht erräth, muß ein Pfands teben." Ta spiel' ich mit r sagte der alte ZuchS. .Aber nur unter der Bedinung, daß ich der erste bin. der rathen .äßt." Zugestanden! nun lassen Sie ho-, :en!" ':' ':,rr 2Da ' stellt sich Ouenaelmsler in den Zreis der Spieler, .. legt mit wichtiger Miene den Finger an die Naze und .Was meint Ihr, Kinder, wie spät ' ift?" : fB'rH ' , .' t-, '. i. : v-p.-.. - In der nächsten Minute .. Nkinnerten sich plöylich alle Gäste, das, le .eigentlich- geben müßten, und die . lit des Alten wurde mit einer unze- ' lörtenN !ßWhWeM'a her den Schülern das Beispiel vom uten Hirten erläutern will): .Denkt ruch einmal, Ihr wäret Alle kleine Schäfchen was wäre ich dann ?" - ,Em großes Schaf'
; ':t : v " jf-" - f" 0: -f , ! 'f . . ' :' "" : : " " , ' 'l?!,, . , . ;' jiH1;!:!!!".::.;!"::!!,- iP'üiitsy::' ":- vi'io-"'!:; ' :' - ': . ;.; rit'-k ' ' !"' ij i ,..,: 4; . ,::,,!!:;. fi, ,.,-.?.: , ! ' J' ' - '' '' :: 'GM
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