Indiana Tribüne, Volume 15, Number 97, Indianapolis, Marion County, 24 December 1891 — Page 2
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OkWWMiil tn;yuu vii'juvv - Erscheint ' M glich und Konnt UZ S, !Mw tZslich ArtHat-kostet durch deaÄrSger S2 LeiS per Woche, die o nn t eg $JZx i bü ne- 5 e g : S p e r Vc i d e z ufaniniey E e nt S dr? S Cent I per Cfwat. Per Post zuZclchZZt in Vor. usbejrunzi N per Johr. Ofsice: 130 Ostwryland Strafe. Indianapolis, Ind., 24. Dezember '91; III '"11 i ' ! (Fiw künfttgereekrtegk SfRit sich such hoffentlich bie Wer friiclnng Mit Chile in friedlicher Weise lösen pird, so ist' e doch keinesfalls eins uiüßize Frage,' wie sich wohl bis Chancen tat ißet. Staaten bei dem ge genwärtigeu Stande unserer Marine in : - fc..k..fc tUUjlliU ivilllt JlbMlll den. Gesetzt den Fall, Cktte wäre unser Geqner, so kamen zunächst dessen Streit Zräfte in Betracht. Das einzige wirk - liÄ furchtbare Kriegsschiff, über welchsZ Chile verfügt, ist der Capüän Vrat-. welches in Frankreich auf den Werften von La Rochelle gebaut wird und sich sÄnell der Vollendung nähert. De, Caxilan Prat" bat ljSfige Vanzerglatten auA gefalztem StnJl, eine Ar inirung von vier Szölligen Can.ot-Ka' " nonen in Trehthurmen und acht 4 zolligen Kanonen; feine Maschinen er , inZ'llchea eins Durchschn:t!?zefchmiw tiUit von 19 Knoten in der Stunde. Xu übrigen, großentheilS aus dem chi lenien Bürc;erkneze'dem Name ach bekailuten, Kriegsschiffe der Junta. wie die Cslnaralöa, der Errazuriz". In Älmirante Pints", der Lynch, der CondeZ- sind ungefährlich. Nun zur amerikanische Flotte. Aichi zu vergessen ist üdriASsS, daß Chile ieine Uzte hübsch bei einander in deo hsiinathlichen GeWässern hat, während, außer der oittmn uns Bsftou". amkrikanische Schiffe erst dorthin diri. girr werden wüsscn. Wahrscheinlich wird die .San Francisco die , Tocks ,- von Ware Island binnen UV Ta j'nen verlassen, um nach Chile bzw rnrr vm iyr SufviiA VTT mir.1! r " ... .-W-l. t I a .. . ff" 5" -ML 'jmi aiamote um uc, ert noch einer gründlichen Reinigung unterziehen. Die .CHarZeston" kann ocrcrt von Honolulu nach Chüe Weiter firicn, um sich ciit der m is ' Qirtn'rt"MW it::? Doston" zu veremizen. rZu Chicago-. .Atlanta" nnl Benuington" sollen von St. Thomas nach Montevcheo fahren und können von vier beauem Chile erreichen. Tie Philadelv!zia", Concord- und earsarge" haben Order nach Westin , dien erhalten, sieben also jederzeit nebst der "tos:!, welch? in Norfolk kalfa tert wird, zur Tisxosition. Auch der ' Miatonsmoh wird sich diesem Ge schwader anschließen. Sämmtliche, bis auf die ältere 8efge, sind Stahl 1 schiffe neuester Cssstrumok und führen galantsten über hundert gkzögene Stahls uns Drsnzeze'cyutze mittleren ieali bers. ES unterliegt krurem Zweifel, das fi6 diese Flotte dn Hauptauelle bei , chileuljchm RttchthumI. der Salpeter' L, Lr-.s s. nvViiyiüCtlC tlll 'JtVlUSH UC VUUVC, UUI Bequemlichkeit würde bemächtigen fön nen. Erwähnt sei, daß die San Franciscomit versiegelten, erst während der Fahrt zu erbreLenden Jnstructionen abfegelte, und daß überhaupt von jetzt an die strengste Geheunbattung aller zewez von rregsiuzmen ouraz da? Klcttenat in Waibinston . , w ,tT.w,, .- nri;Äi atntat iCL ,,;,-., ? S,- 7Ses naifitttit Zeitalter. ; Die Anwendung des Vaviers oder , vielmehr des Bapierstosfz zu allen nnr , denlbaren Zwecken hat, wie man uns ZihreiN. ist dem zur Neige gehenden Jaürs wieder grogs Fortchrttte ge ma6t. Verwendet wurde da? Paper ! u. A. als u: a? des Glases m Fen stersckiibän.. . Älllerdings fehen diese Scheiden wie Milch zlaZ auö und lassen nicht viel Licht durch, sind aber der Äarmaltunz gÄnstig. weshzlb man sie bei Tnibbäuiern mit Vortheil an dringt. Neu ist auch die Herstellung vcn aMNchewen zu Transml,nons wellen, eine Fabrikation, welche sich offenbar an die äittxz der Vapierräder tjc zenLavnVaTm amehnt. Xie Pap-erjchAm sind viel leichter, als Adle' eisernen, ebsnw daueryzft und er tilluti billiger. Die Industrie der Pa p:?rgLÄßz hat sich auch bedeutend ent touilL '', AuA Vapie? verfertigt man nament.. ,, NÄ AlumRttSxn, d)e Natürlich unzer dienlich sind, ob aber auch genägend durchlässig für die Feschtizkeit? Damit ' eui verwandt ist die neue Industrie der Pzv'örgesase für .chemisch? Lavora torlm. Selbstverständlich muffen die , GesZe vor dem Gebrauch befvn ' deren Beandlunz unterworfen werden, la:& welckie man sie gegen Säuren wz e.upnl?dli.Ä und LUdurchlässiz macht. Sie werben zu dem Zwecke in eisen " iimr i?!krn?iSi iiifff t".it s iiXilVblikU UV<w Ubtluti VMt z, leer vumpt, worauf man elne Mischung vcn Petroleum, Koloohonium. Leinöl und 'arassin in heißem Zustande in ven Cylinder einführt. Nachoem man da; Petroleum wieder dinausgetrieben, werde die GeUße .schließlich der Ein wnlu7.z von ozoniiirter Luft ausgesezt. :,!:,. , .. . .:' . . Z erwähnen u?ä?en schließlich die neerdrngS, vewnderS rn Frankreich, au' kommenden, zusammenlegbare Hauser aus Pappe. Sie beüeben aus Z ay:t2feln, xn denen je zwei derart illszmmeuzeklebt werden, daß sie inen l-iilersl!:en Raum zwischen sich laffen. Diese Luftschicht dient als Schutz gegen Hiye und, Aalte. Solche Papieröamen eignen sich besonders zu fliegende La zarhen, weil sie sich leickt aufbauen, wieder abtragen und weite? schaffen lassen. Auä, für du Schutz zebie:e wären sie vielleicht zu empfehlen. "- Die mörderische Koh!enZSrdkruug. Ueber , die Ovfer an Menschenleben, die die Koblenförberunz in Lennfvl. vanien kostete, berichtet The Colliery Enzinetk- nach demReport deS Minen, LMLeeisr für .IS 00 Folseudes: Die
ahl" der "Unfälle nlt tödtlichem Hu? MNg betrug 624, von denen 373 aus denMthrac:dDistritt und 1-6 auf den District der bituminösen Kohle, fcm men. . ' Ä?n ie 1010 beWmaten Arbzitera
jin AnthacitDistrict Uetzen ihr Leben bei der Arbeit 3,23 und m dem anderen SS.iftrirt Ist 44 W , Die 524 in ihrem Berufe getödteten Äohlengräbe? hinterließen S75 Wittwen mtt 8Ä3 Kindern Unfälle ohnetödtllchen AuSgang wur den rm Ganzen 13ö gemeldet, wovon auf-, die- Anthracit'Negion 1007 kom men. Auf fe 115 beschäftigte Arbeiter kam in dem genannten District em Iln fall ohne köstlichen AuZgsng und ebenso auf 177 Arbeiter in den Bergwerken mit bituminöser Kohle. Jede 106.05 Tonnen Anthracit und jede 379,01 Tonnen bltummoier kohle, die m Vennsvlvanien au? dem Schooß der Erde emporgehodeu wurden, kostete!, ie ein Menschenleben. EmlnA kühn Pläne. ES scheint unzweifelhaft, daß Emin Paicha einen großen Eroberungszug in Mittelafrika auf eigene Faust in Scene gefetzt ' bat. Den Boten des Lieutenants Sigl in Tabora erklärte, er, daß er nicht auf demselben Wege zurückkehren werde.. Augenscheinlich reabsichiigt Emin Afrika zu durchqueren und eventuell Kamerun zu erreichen. Einem dem .Berliner Tageblatt- vom Victoria Nyanza zugegangenen Privat briefe vom S. September zufolge weilen Emin Pafcha und Tr. Stuhlmann feit drei Monaten am Albert Nyanza, Emin ist von seinen alten, in der Aequatorialprovinz zurückgebliebenen Trupoen mit Begeisterung aufgenom men worden; auf die Kunde von feiner Annäherung waren ihm dieselben theil wen'e entgegenmarschirt. Da in Ut Äeauatoriulprovinz etwa 1C00 Hinterlader und 7000 8000 Vorderlader sinb, ist Emin Pascha in der Lage, an ut Spitze eines streitbaren Heeres von mi) Mann jedem Feind entgegeuzu tre:en. Als vor 2j Monaten das Gerücht nach Uganda drang, daß eine europüi fche Erpeüiüon sich deck Albert Nvanza nayere man uluvte w?cn oarauf schließen. day eZ sich um Emin handle, da machte sich der britische Capttän Lugard ohne Verzug mit L00 regulären und 700 irregulären Soldaten auf den Weg. um Emin am Vormarsch nach Norden zu verhindern. Es düifte ihm schon de5 schwierigen TerrainS wegen, welches er zu durchschreiten bat, seh? schwer werden, Emin beizukommen; außerdem aber ist er der Macht EminS lange nicht gewachsen, abgesetzen davon, day Luzards Sudanesen erklärt haben, iie Würden .sich nie gegen ibre Lands' leu:e und deren Pascha schlagen. Ja Uganda suchen die Engländer du-ch mannigfaltige Intriguen ihre iminer noch sehr schwierige Stellung zu tiaest'gtti. Sie sind zunächst eurig de '.:ühk. neue Kampfe zwischen Unyoro iZnd UgandT anzufachen, damit beide Äöikerjchasten sich gegenseitig aufreihen. leyren Feldzug in Unyoro eigene n& aus diesem Grunde Capitän Lu fzard, am Kampfe theilzunehmea. Tie Waganda sollten allein die Stellung der Wanyoro stürmen; dieselben kehrten aber um. Nun sind die Eng!ander de muht, die beiden feindlichen Parteien in Uganda wieder aufeinander zu Hetzen. Dazu meint das .Berl. Tazeblstt": Soweit sich derartige Dinge lerechnen lassen, weilt also Emin längst in der Aequztorlälprooinz? er wird Wadelai erregt haben und darüber hinaus in der Richtung auf feine frübere Hauptftadt Lado vorgedrungen fein. ES ist kaum anzunehmen, daß es dabei nicht zu Nampfen gegen die Mahdisten kommeu sollte. Es eröffnet sich-denn die glänzende Verspective, daß Emin Pascha langsam, aber siegreich nach Norden vordrmgen und vielleicht über Kbar:um sich der civilisirte Welt wieder nahern wird. Sine Skunksarm. 6ine Zuchtanstalt, wie sie sonst wohl nicht mehr ia der ganzen Welt angetrof fen wird, befindet sich 'bei Mashentuck im Staate Rhode Island. Ihr Be sitzer ist ei alter Trapper Namens William Shippse, der bereits als jun gee Mann dem. Beruf seines Vaters, gleichfalls eines Fallenstellers, ergriffe hatte und viele Jahre mit großem Er folge cem Fange aller Arten Pelzthiere. tn cenen Rhöde Island und Connecticut so reich waren, obgelegen hatte. Doch war die: Coneurrenz- ziemlich scharf, und da die Jäg aus Habsucht rücksichtslose Verhe.'tu?izen umer- 'den Füchsen, Nerzen und Bildkatzen anrich ten. so konnte- es auch nicht Wunder nehmen, daß die Zahl der werthvollen Vklzthiers sich sehr ra:ch verminderte, bis sich schließlich das Fallenstellen nicht mehr genuz lohnte, um einen Jäger zu ernäbren. Doch Shippee. der natürlich allein ein Schongefey nicht erlassen oder durchführen konnte, beschloß auf eine eigentkümliche Art sich zu bellen, zu gleich auch seinen Erwerb dauernder, lehnender und bequemer, als je vorher zu machen. - - Er hatte namentlich sein Augenmert auf die SlZnkthlere'( Skunks) gerichtet, deren Lebensart und Gewohnheilen er sorgfältig genug beobachtet ' halte um daraus d:e Ueberzeuauna zu qewinnea. razz sich deren Züchtung und Lermey I 1 V rung am leichtesten bewerkstelligen lasse. Im Jahre 1SS3 verzchastle er uch em Männchen und zwei Weibchen, brache sie in dem Obstgarten unter und es ge lang ibm bald, die Thiere zu zahmen. an regelmäßige Futterstellen uns stän. dizen 'Aufenthalt zu gewöhnen. Als der Winter herankam, iorgte er für ein gut mit Stroh gepolstertes Obdach, und so fühlten sich die sonst so gebaßten und scheu gemiedenen marderartigen Thiere völlig behaglich. Sie paarten sich und ihre Vermehrung machte starke Fort" schritte. : Nicht weniger , als fünfzig Junge wurden binnen eines Jahres ge worfen. Wahrend der kalten und stur, mische Jahreszeit blieben die -Stink thiere so anhänglich und zutraulich, wie Hauskatzen. Da änderte sich aber in xechtk unerwünschter Weise mit Eintritt des Sommers. , Emes schönen Moraens mußte näm.
ZMliz?,
Uzi) k-r Zuchter dze wssig erfreuliche Entdeckung machen, daß feine hoffnungsvolle Eolonie plötzlich auf und davon gegangen und nach dem benachbarten Walde auzgewanoert war. Doch Shippee verlor nicht den Muth: ' Er ging auss Neue auf den Stmklhierfäng und war so glücklich, in kurzer Zeit 47 schöne Exemplare von der tiefschmarzen Art zu erbeuten, der auch feine ' ver schwuttdenen Zöglinge angehört hatten. Diesmal wies er ihnen jenen Theil des Gartens zum Aufenthalt an, wo der Boden aus Lehm und Sand gemischt war, und hier dauerte es nicht lange, daß die Thiere sich Gänze ausgruben und regelrechte Baue anlegten, wohin sie sich vor der Sonnenhitze fluchten konnten. Soweit ging alles gut. AberlRegen üffe vertrieben die Stinkthiere aus lhren unterirdischen Wohnungen, na mentlich Räude und Staupe richteten große Verheerungen unter der Schsar an, bis endlich Sbipvee, um die weui gen ihm noch verbliebenen gesunden Elemplare zu retten, diese in's Haus nahm und sorgfältig verpflegte. Da mit hatte er endlich das Richtige getrof fen, und nachdem er diese Thiere durch wintert hatte, richtete er seine Farm im größeren Maßstabe ein, baute nament lich einen hoben und heizbare Stall, in welchem er Hunderte von den Thieres bequem uuterbriugen konnte und legte sich nun auch auf die künstliche Zach' tu:ig anderer Pelzthiere. Er hatte nämlich gelernt, day etwaige epidemisch aunreiense KranZhüten immer nur ge wisse ThiergattunzLN heimsuchen, andere aber, wenn diesslben auch mit den. Sranken zuiammealebölt, verschsne. Seine Bemühungen sind trotz des schweren Anfangs mit großem Erfolge gekrönt. So hat er bis April 1891 ornitl 37 Nerzfelle, 4Ä Fuchs'elle, 103 Schuppenselle, 'UOS Sliaklhie seile, 810 Moschusratlenfelle und 103 LZildkazznfelle verkauft, und im Ganzen Bährend eines Jahres au? feiner Züch. :ung einen Reiazzwinn von 27S3 Dol lars erzielt. Die Stintthrere sind vollständig gezämt und haben durch Vererbung fce leti die Gewohnheiten von HauSthiecen inzenommen. Sie kommen auf einen ösiif ihres Herrn rudelweise zur Füttecunz herbeigetrabt. die buschige Ruthe hoch emvorgerichtet. Es gewährt ein poisirlkchZs SÄauspiel, wenn man 'sie m-.t Begierde ihre aus Milch. Brod und klein? Fleilchstückchen bestehende Mahl zeit einnekmen sieht. Aber wie steht's denn mit der schreck lichen Stinkdrüse und dem entsehliazen Geruch, dem das Thier seinen Namen gzrdankl? so wird mancher Leser tt itaunt fragen. Ja. da?oa ist nichts zu bemerken. Der Geruch deS Thieres ielbst ist noch ich: einmal so penetrant, coie der des Marders oder gar deS Jl tis, und die Druse mit dem mephiti schen Saft spritzt es bekanntlich nur, wenn angegriffen, gegen feinen Feind, entweder im Augenblick höchsten Schrecks, oder wenn es sich umstellt und kein Entkommen sieht. Die ub trieöene Änzst der Nachbarn Shippees oo? den, entsetzlichen Thieren hat all' mählich einer ruhigen Gleichgiltigkeit Platz gemacht. Hu LZeuazlgjayrlg.r. TaS muß ein bewnders starkes e schlecht tzewest fein, welches um die Wende dss letzten Jahrhunderts daS Ü-.ch! der Welt erblickte. Am Anfang des Jahrhunderts wurden sie geboren, ume? den weltgeschichtlichen Stürmen, welch: die französische Revolution ent fesfett baue, und am Ende des Jahr bund:?ts n;ach!en sie selbst Weltgeschichte, dle Zrafiv2Ä5g örnse. meinem Alter, welches tüt t über die Grenze hinaus geht, das der Psalmist dem menschlichen Lrben zieht. Die rüstige Neunziger warm fne Seltenheit im Zeitalter Kaiser Wilhelm I. und Moltkes. itxti hiuiigen Tage, schreibt das Berl. Tazeblat: am 4. Dec., gesellt sich der Schzar der S!eunziger ein Philosoph zu, der Restor der Berliner Universität. Krl Ludwig Michelet, Professor der Ahilosopbie. Gründer und erster-Leiter der PHUosophischm Gesellschaft z Berlin. wird heute neunzig Jahre alt. Er wurde geboren am 4. December 1801 zu Berlin. Xit wissenschaftlichen Kreise der Hauptstadt, die Philoso pbische Gesellzchait zmilal, werden den fttenen schönen Tag freudig begehen und dem immer noch arbeitskräftig und schaffensfroh aufrecht stehenden Jubilar in deinem, Heim, ihre-Huldigungen dar bringen. Michelet gehört dem alten Berlin an, er ist einer altderlmer Famllie emfproflea. .die zünden vornehmsten der einflußreichen, frinzönschen Kolonie gehörte. Di? Micheleis waren seit deö iSrvßea Kurfürsten Zeiten in verschiedenen indu itrielle Thätigkeiten, besonders als. Seidenfabrikskten, vortheilt a t bekannt. Auch der Valer des VKilojophen war Seidenfabrikank. Michelet , bat seine sranzSsikche Abstammung nie verleugnet. Er verkehrte gern mit den Philosophen des Heimathlandes seiner PorvöterMit Victor Cousin verband ihn eine, lange Freundschaft; er gebrauchte auch die lran;s'iiche Sprache iür feine ergene wissen ichaitliche LZroduklion. Äichelets Name in der Geschichte der PNfophie ist untrennbar mit dem Namen stinesMeisterS Hegel verknüvft. Michelet hatte sich in einem wehrKhris et engen periönlichen Schülerverhält iß zu Heel fo tief in des Meister jt' .v t.-2.j- . .u:t v . . ' ccraraciiganj; wmnniicmvcuci, vuy, als 13 N Hegel starb, Michelet berufen war, seine Vorlesungen fortzusetzen Den Manncsmulh der Ueberzeugung bat Michele: immer gehabt im aeüdt. Eezen hohe und höchste EmflüZje Kat der stille vuoiopy im, wo es 19m nöthig schien, seine Stimme erhob?, ebne Voreiligkeit, aöe? ohne . Zögern, sicher, ruhtz uns furchtlos. , Scan hat es ibm böhernorts denn auch zeitlebens verübelt und man hätte ihn gewiß auch e.umal empfindlich 'gemaßregelt,, wenn nicht, Alexander von ZHumboldt seine Hand schützend über ihm gehalten hätte. i'cht er JameD B oul d i n von .hadotCoa ürzlich in demselben Hause. Zimmer 1. 1.0 Bett, in welchem er vor 76 Jahreo " lvren w'krde oeltrne. I' f:--ti . Verlangt Mucho's BeU!Ha. vanna Cigarö". ' ' '
Vom Akyksnde. V.. Jan Gaul 0 beb auptet, dab
Russell Sage einer det ßrößten leoenden Wohlthäter sei und es ! zweifelt i wohl Niemand daran, daß Russell Sage das selbe von Jay Guld sagen .-würde. Das Zeugniß irgend einer anderen, außerhalb der Kreise von Sage und Gould stehenden Person, würde größeres Gewicht haben. Der verlassene Schooner Wyer G. Sargeant" von Sedgwick, Me., ist auf's Neue zwischen dem ü'J. Breiten' uno 66. Längengrade gesehen worden, langes Seeoras hängt - an den Selten des schiffbrüchigen Jahrzeugs uud etwa v!er bis fünf Fuß vom Vorder- und Mittelmast stehen noch. Das Schiff birgt Mahagoniholz im Werthe von tzÄ).000 lm unteren Raume. Sprecher CriSp vom natio nalen Abgeordnetenhaufe ist der zwei' unddreißizste Mann, welcher diese mächt tige 'und beneideuswerthe Stelle,., im öffentlichen Leben bekleidet. Wir haben jetzt den 52. Cöngreß. aber eS sind . nur 31 Sprecher :- gewesen. : Henry 'May wurde sechsmal .und Blaine Eolfax, Randall, CarliSle ' und Nalhaniel Ma. con von Nörd'Carolina je ' dreimal für das Amt erwählt. Der Lamon inSee in Geor gia, welcher vierzehn Meilen lang und drei Meilen breit war und dessen Ober' flachs etwa 40,000 Acre bedeckte-, ist gegenwärtig bis auf ein Becken von etwa zwanzig Fug Durchmeffer in seiner Mitte auszetrocknet und riesige Mm aea Schildkrölen, Alligatoren und Fische krabbeln und zappeln in dem zurückge bliebeneri Schlamm umber. Leute, in Saoannah fangen die Schildkröten und versenden sie in Wagenladungen. Die todten Fische verpesten die Luft. Aus PittSburg wird ge meldet: .Unter den hiestgen Herren Pastoren der deutschen unabhängig evangelisch-protestantischen Kirche -von Nord-Amerika ist eine Bewegung im Ganze, die darauf gerichtet' ist.. für Of' fenhalkung 'der Chicagöer Weltausftel' lung am Sonnlag einzutreten.' Und zwar sollen sämmtliche der Herren Pa stören dieser Kirche, des Landes im Ver sm mit ihren Gemeinden dazu veran. laßt werden, eine dahinzielende Peti twn an -das, WeltanSstellungsDirett0' rium zu richten. Bundesbeamte, welche in November die , Inseln im Beringsmeer besucht haben, auf welchen sich die Brüt statten der, Seehund- befinden, berich t n, daß sie auf den. St. Pauls'Jnseln an zehntausend todte Seehundskälber fanden; die Zahl der todten Kälber auf den St. Georges Juseln ist noch nicht ermittelt worden. Eine Untersuchung der Magen, der todten Thiere ergab, daß dieie verhungert waren. Aus der iingewöbnlichen Thatsache, daß sie von den Robbenweibchen nicht gesäugt morden waren, ist zu schließen, daß diese wahrend der Schonzeit von Unbefugten Robdenschläzern getödtet worden sind. In'! Co un eil Bluffs T8 kürzlich ein geschwätziger Heilssoldät Namens Ernst Fielding. der in ein ErdauUagioersammlunz verschiedene von ihm in Sioux City begangene Diedstäble erzählte, damit schlimm hin eingefallen. Er gab in einer Versamm lung der Heilsarmee seine Erfahrungen ans dem Gebiete des Verbrechens zum Besten. Dabei bezichtigte er sich selbst der Verübung mehrfacher 'Einbrüche in Siouz City und anderen Orten, worauf er von der Polizei eingelocht und am nächsten Tage der Poliz in' Siouz Citu ausgeliefert wurde. Ein Calisornier Blatt meldet: Ueberflug hat Californieu in den meisten Bodenfrüchten,: allein och niemals hatten wir eine so reichliche Kartoffelernte wie dieses Jahr. - Wie schon vor Monaten besprochen, sielen die Preise der Kartoffeln kurz nach den ersten Sendungen aus dem Laude; von gestern und aber 100 Sack zu 25 Cents per Sack verkauft worden und der V er tust für die Farmer wird ein großer seut. Hätte die South Pacific Bahn sich zu niederen Frachtraten herbeigelassen, so wären viele Tausende- von Dollars dem Staate nicht verloren. In dem San Joauin Thal allein tieaen 100.000 Sack, die nicht verkauft find und ebensoviel stecken noch m Boden. Im ganzen Staate wird trn Ueberfluy von Lartpgeln berichtet, und Sachoep! ständige behaupten.'daß im Ganzen we nigüens eine Million Sack Kartoffeln zu Gründe geht." Eine interessante Ent. scheiduag hat . neulich Richter. Bennett in Janesville. Äisc., in einem Prozesse abgegeben, in welchem, ez sich ümie Äaierichrit zu einem iech ifährizenM td ch.ms bandelte. Die Mutter deö tfin des war jn erster Ehe mit Andren, J'igle verheiratet, wurde von diesem geschieden, derueiratbete sich drei Mo va:e später mit Älerander .Sherman und ga? vier Monale.darauf. also sieben Monate nach bewilligter Scheidung, dem Mädchen das Leben. Die Mutter, welche eine redeutende Erbschaft Machte, ist vor Kurzem gestorben und nun be haupteten Jngle uns Sherman, Vater des Kindes zu fein, um hie Verwaltung deSGcldes zu bekommen. Der 'Kämpf wurde mit äußerster?Blkterkeit geführt; dr Richter sprach Jngle die. Vater schast zu.. , .,- . Der A o ck ford e r M e s s la S Sch-veinsurth hat neulich wegen einer irdischen Angelegenheit , große Uagele genheiken gehabt. Vor i einiger Zeit kam namlii) Jamez Ogilvie aus Alpina in Michlgan nach Rockiord.,, Jll., nahm bei Schveinfurth Wohnung und Uoerqab diesem b''000 in bzacem Gelde? Schließlich aber bekam er den Schwein frtb'ichen Himmel satt und verlangte fein G.'td zurück. Da Messt s Schweln surch üb.r kürzlich, öln Äk'pan Pferde für 70 gekauft' hzlte uns des'Zrdi sch.'n MammoaS dringend bedürfte, so verweigerte er :bi Herausgabe des Geldes. .Der Mann sus.Michigan hatte aber für' des ' Messias Bedürfnis kein Herz und rief die 'Hilfe des Siaatsanwalts an. , Das , frucht; Es kirn zu einem friedlich? Ausgleich und der Mann aus, Michigan kehrte darauf in den Schooß der Kirche Zions zurück.-! -'2, -Sfi ;:, .:: Der New Yorker Weih. naZktsbaum.Markt befindet sich w t
I?
SiaVi von Chamdersstr. an Nsrty Ü'U ver. Da lagern alle die Tausende von Säumen, welche aus den Catskills. ans Vermont, Massachusetts und Maine hauptsächlich aus letzterem Staate, nach New Jork kommen. Maine allem hat diesmal 250,000 Aannenvaume ge sandt. Schon in den ersten Tagen des November werden sie geschlagen, weil der Transport aus den Bergen bis zur Bah ein sehr mühseliger ist. Eine Wagenladung, S000 Bäume enthaltend. tostet 1150 Fracht biS nach New Zork. Der Verkauf auf dem Markt am North River erfolgt nur im ' Großen an die Gärtner, die Ärocers, diegleischers und specielle Händler. Sie alle bekommen die Bäume. 1Ä Stück enthaltend, zu 75 Cents. Man ersieht daraus, daß ein hübscher Profit in dem Handel mit .WeihnachtSbaumen steckt. V5m. actfon von Ells worth, Me., hat innerhalb der letzten jünfundfünfzig Zähren sechs Frauen be graben; die letzte' ist vor einigen Wo chen gestorben. ' Der -Deutsch Amerikaner Felix Fremerey in Galvestoa hat eine Maschine zur Entfaferüng der Ramiepflanze erfunden, wovon man sich ein großen Aulschwung der Ramie- und ähnlicher Pflanzen verspricht. Prof. Waterhouse hat erklärt, daß die von Fremereiz eingesandten Proben von Ramie und Jute gerade so gut wie die Provucte aus Indien und China sind. Herr Fremerea betreibt in der Nähe von Dickinsou ia ' Galveston County eine Versnchöfarm zu dem aus schzießlicheu Zweck der JUte.. Okra und Ramiezucht. Er hofft mehnre hundert Pfund JuteSamen in diesem Herb't zu gewinnen um will dann im nächsten Jahre zwanzig, oder mehr Acker damit bestellen. Unsere inländische Industrie gebraucht. Nach dem - Bericht des landwirthschaftlichea Departements für 189 jährlich für $7,000,009 JuteFasern und Herr Fremerey glaubt, daß nach Ablaut einer Reihe von Jahren der heimische Bedarf von uns selbst ge deckt werde könne. Das Land an der Küste eignet sich, bei einem hinreichen den Bewässerungssystem, ganz vorzüg lich zum Anoau der genannten Pflan zen. Ein Nachbar des Herrn Fremerey, Namens C. E. Angell. hat sich eine d:r neuen ElltfaferungsMaschinen bestellt und will im nächsten Frühjahr auf sei ner FarM in Arcadia, Äatoeston County, zehn Acre mit Ramie, zehn Acres mit Okra und zehn Acres mit Jute bestellen. Den Jute-Zlmen be zieht er auS I adieu ... .Weißer Adler", der letzte Häurklinz der OmahaJndianer, ist auf einer kleinen Hochebene bei Sulphur övrinas beerdigt, von wo man die Stadt übersehen kann, welche den Na .nen seines Stammes führt. Das Sonderbare in Bezug auf sein Grab. das nur von einem niedrigen Hügel be deckt ist, besteht darin, daß dec be rühmte Jndianerchef fixend auf dem Rücken femes Liebling? Pferdes beerdig worden fit. Os NuV lande. Sehr l nteressante Ent hüllunqen darüber, wie es hinter den Coulissen des Antisemitismus aussieht, kamen kürzlich gelegentlich einer Ver Handlung zu Tage, die sich vor dem Schöffengericht in Leipzig aöspielte. Der vormalige Jiedacteur des anti semitischen Leipziger TageS' Anzeigers fder fetzigen Neuen Deutschen Zeitung), Hermann Lucko, war von ' dem neuin Besitzer dieser Zeitung, dem Male, Wauer wegen Hausfriedensbruchs ver klagt worden, weil Lucko, dem nicht gekündigt, aber wegen angeblichen, llage. h'orsams die Thür gewiesen worden war. nicht gegangen war, zondern erst durch einen Schutzmann zum Verlasse des Redactisnslocals veranlaßt werden mutzte. Bei Gelegenheit der Beweis' aufnähme stellte sich heraus, daß der als Zeuge geladene zweite Redacteur deS TazesAnzgerS, Leutfch. bereits bei seinem Eintritt in die Redaction wegen , Eigenthumsvergehen. steckhrief lich verfolgt war; gegenwärtig befindet er sich wieder einmal 'auf dcr , Flucht und wird wegen Unterschlagung steck brieflich verfolgt. D , Verhandlung mutzte vertagt werden, weil sich die Ab. HSrung weiterer Zeugen 'nöthig erwies. Eine grauenhafte Be gebenheit hat jüngst vor der Strafkam' mer in Oppeln ihren traurigen Abschluß l gefunden. Es war am 11. Auqufl d. -II, als die . Arbeiter Syzulla'ichen , Eheleute früh Morgens wie gewöhnlich auf Arbeit gingen. Ihr zweijähriges Söhnchen mußten sie, zu Haufe zurück, lassen. Da der Kleine sehr wild war kund häufig .aus seinem Bett siel, legtt ! ihn die Mutter, da' er noch schlief, in ' emer flachen Mulde auf dem Hzusflm nieder, den sie dann verschloß. Haüs Wirthin und Gesinde iware .ebenfalls l vom Haufe abwesend. Gegen 10 Uhr .kam eine Magd der Besitzerin zurück, um einer Zuchtsau, die mit sieben Fev keln in einem Ställe eingesperrt lag. Futter zu geben.- Sie ließ hierbei die "Thiere auf den Hos und entfernte zsich wieder. Als nun die Hausbewohner, darunter auch' Frau Sygulla, gegen Mittag nach Haufe zurückkehrten, hör ten sie , schon von ferne ein herzzerreißenzdes klägliches Wimmern des. Kindes. Sie öffneten schnell die Hausthür unt fanden die Züchtsau. die eben dabei war, das Kind bei lebendigem Leibe aus;fressen. Füße und Hände des Kleinen waren bereus: obzerissen. außerdem 'zeigte der ganze . Körper -des Kindej schreckliche Bißwunden. Nach drei S:un den gab das arme Kind unter schreck' lichen Qualen leinen Geist auf. . Wü sich herausstellte,' war das Schwein vom Qoxe aus in einen schlecht verwahrten Gänsestall und von dort aus nach dem Haussiur gelangt. . ... Die untröstliche Mutter wurde, wegen 1 fahrlässiger tung in Anklagezustand versetzt. In der Verhandlung konnte sie indeß beweisen, daß ,. sie die beiden Thüren geschlössen hatte und die vom Hsfe nach dem Gänsestalle führende schwache Thür von dem starken Thiere gewaltsam er krochen war. Sie wurde freigespro :i;4M . "i-Ti''' . -": - iiifs T iHiifeH' -i'.!1",! chen. . - 1 'M" C",.':! : ,: '.: , i ' 'ifrti. fr'-'- siy '-' ' ;. ";: '.. 1 : -: -w-E ' llls der bekannte Seint Prafect des Kaiserreiches. Baron Hauß. maun, starb, wurden die conservativeu Pariser Journale nicht müde, zu er zäh. len, welch' germgen Nutz der Verüor beut aus seinn tkll.z 1 gezszeN tadi
-so ganz anders als die Aepudttka. ner! ün) wie er nur ein ganz gerin ges Vermögen hinterlassen hätte. Jetzl sind in den Pariser .Petites AfficheSfolgende. aus dem Nachlasse deS Baron und der Baronin Haußmänn rührend Liegenfchaiten zum Verkaufe auSgefchrie den: 1. Das Gut Corneau bei Bor deaur, Schäyunqsmerth 100,000 Frcs.: 2. das Gut Romllac bei Bordeauz 200.000 Frcs. ; Z. das Gut Cestac mit Schloß bei Bordeaur 500,000 Frcs.;
L das Gut Campanau bet Bordeaux S0.000 Frcs. ; s. Wald' und Wiefen. land, qenannt Croistere et ArgileyreZ, 100,000 Frcs. ; tt. ein Gut in Houilles. Bezirk. Nerac. 250,00) Frcs. Baro Haugmann bat somit liegende Gütet allein in einem Gefammt-Schätzungs werthe von 1,200,000 Francs hinter lassen. - Seit drei Wochen unge. fähr sahen die Zollbeamten, welche bei Bioiatou an der. spanischfranzösischen Grenze postirt sind, täglich einen schon ziemlich bejahrten Mann aus einem elegamen Bicycle vörüberfayren. Der Radfahrer, der sich für den Vertreter eines großen Handelshauses, das Lau holz brauche, ausgab, wurde bald mit den Zollwäch'ern befreundet und tauschte im Vorbeifahren mit ihnen einen herz, lichen Hänsedruck. Als der Velocipedist am 26. November wieder über die Grenze fahren wollte, wurde er plöslich von einem Köter in die Waden gebissen und stürzte sammt seiner Maschine zu Boden. Zwar erhob er sich so rasch als möglich, aver doch nicht schnell , genug, als dag nicht die Zollbeamten bemerken konnten, daß aus dem Bicycle und zwar aus dem .Rettsattel- eine Flüssigkeit in reichlicher Quantttät hervorsprudelte. Eine sofort vorgenommene Unter such an z ergab das merkwürdige Rem! tat, daß die einzelnen Hohlräume und Röhrchen der Maschine 90gradigea Alkohol elh-ellen. Der Schmuggler ist ein spanischer Unterthan und heißt Thomas Hernanez. DaS Bicycle wiegt lr" kaum 11 Kilogr. und kann nur einen Menschen tragen, der nicht mehr als 110 Viö. wiegt. Die Räder,, die pneinnttckch- construirt sind, enthalten gleichfall- Alkohol. Ein noch nicht völlig aufgettärtr Vorgang in Petersburg hat am dortigen Hofe, aber auch in weiteren Kreiftn ker russischen Damenwelt, eine wahre Panikhervorgerufen. Die Gcä sin von S., eine der Hofdamen der Za rin, sprach vor wmizen Tagen bei dem im Zenith der Mode stehenden Coisseur Helder aur dem Newski-Prospect vor, um sich ihre hellblonden Haare schwarz färben zu lassen. Kaum hatte der Haarlün stier mit dem Aufstreichen der Farbe begonnen, als die Gräfin laut aufschri? und sich über einen heftigen Kopfschmerz bellagte. Zu gleicher Zeit aber hatte sich die eine Seite ihres blonden Haa res in ein prächtiges hellblaues vec wandelt. Die Angehörigen der Gräfin begaben sich sofort zu dem Polizei präiecten, dem General Gresser. derben Coiffeur unverzüglich verhaften ließ. Der Inhaber der Firma Helder, der sich stets als Franzose ausgegeben hatte, bekannte sich und das wurde als eine Art Beruhigung der russischen Gemü ther empfunden im Verhör als der belgischen Nationalität angehöriz. Die Farbe aber, die sich im Gegenfa? dazu leider als echt ermies, wurde sofort dem üäStifchen Laboratorium zur Analyse übergeben. Die Gräfin liegt, nach einer Mittheilung deS Orasydania". auf yaö ernsteste krank darnieder. EinwürdigesSeitenstück zu dem Doctor Ellenbart" bittet der Zahntechniker und frühere Barbier Gujtav trietzel zu Potsdam. Der selbe war dieser Tage angeklagt, die Kochfrau Marie Pätzholz vorsätzlich an iti - ' -.?..... . T oer eiunoye veicyavlgr zu yaoen dürch eine das Leben gefährdende Be Handlung. Die Pätzholz wurde am & August durch g' gye Zahnzchmerzen gepeinigt und ging zu dem Anaeklaaten. der sie für den nächsten Tag wieder zu .sich bestellte, um sie im c Beifein eines Arztes zu chloröformiren. Strietzel hatte sich den Or. ravi. Frank bestellt, welcher auch 35 Minuten lang Ver suche machte) die Patientin m narkoti schech Zastaud zu versetz,. Dann hörte, Oe. Frank auf, weil er einsah, daß hei der Patientin das Chloroformiren nußlos und wenn es in scharferer Weife erfolge, gefährlich sei. Trotzdem tt, Frank nun anordnete, daß die Pätzholz keinen Tropfen Chlo roform mehr bekommen dürfe, drückte doch der Angeklagte nach Entfernung des DoctorS der Patientin die mit Chlo. roform getränkte Maske fest auf das 'Gesicht mit den Worten: Nun wollen 'wir die Sache allein machen, die jungen Aerzte sind immer viel zu ängstlich. Die Pätzholz verfiel darauf in eine tiefe Markose,- welche über eine Stunde dauerte. Während dieser Zeit zog ihr Stritzel 13 Zähne auö. Als die Pa tieutin erwacht und 14 Mk. für das Schaft bezahlt hatte wurde sie wie im Traume nach Hause geführt und dann in Folge der Narkose, ernstlich krank. Es trat fortgefetztes Erbrechen ein, ferner litt die Pätzbolz an Schwindel und Kopfschmerzen, sodaß Dr. Albert an den sie sich , wandte, eine Chloro formvergiftung feststellte. Die Patz, holz sah sich schließlich gezwungen, ibre Stellung zu verlassen und war bis Mitte September arbeitsunfähig. Als Dr. Frank von ihr später die Sache er, fuhr, erstattete er gegen Stritzel.An. Zeige. Das, Urtheil des . Gerichts lautete auf drei Monate Gefängniß we gen fahrlässiger Körperverletzung unter Außerachtlassung von Berufspflichten. Dem bedrängten Ruß, land ruft decGrashbanin- ,n ge.oich tigeS TrosteZmor: zu. .. In einem Artikcl über die Friedensaussichteu gibt er seinen Lesern tu Ll. Folgendes kund. .Außerdem theilt man aus erttn nsch mit. daß der deutsche-Kai'cl. vjU;a sich die Reinigung der Siwi inr Abgabe gestellt, die strenqste Zeasur ü:,?r die ganze realistische Lttera:ure.r!ch ten wird, welche , er (durchaus mit Aecht) sür die Quelle der Silkenver derbuiß bält. , Man darf ' hoffen, daß Wilhelm IL durch diese hohe und nicht leichte Aufgabe so weit in Anspruch ge. nommen wird, daß er sie vorher zu er füllen wünscht, ehe er sein verderbtes Volk in die Schrecken uud Prüfungen nn,s Krieges stürzt.-
Swwlaagl
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Eifenbahtt Tabelle Ankauft und Absang der verfchiedenmMn bahnzügs im Uaic-n Dexet. Andis,K,spL!is Vandalia. Abgang Pest'uz , Erpreß Erpreß, AccomLdalkon Expreß Expres . . Ankunft Expreß Expreß , Accomodattsn . . . . . . . , Q$vm Schnellzug Aecsmadation T tzK Vhn ta Dlm ?!r. 3lüx Vm Vzn VM T. ll m 1 (Ml , 4 09 . ?W Mim , 3 . 415 . io m , . 5 20 45 m
Clevelsnd, Cincinnati, Chicago und St. Louis. JndtanspolZs und Cteveland Zwisten. - Äigang Expreß 6 80 Vm Crpren VNVm ' Erpreß ll 45, Vm Limited Expreß 3 20 Sini Expreß . . 6 45 Am Anlunft Expreß 7 00 32m Erpreg.. . N !Vm Esrniieb Grntek. 11 55
Expreß 5 0) Nm Expreß .l0WNm et. Lsuis Division. Abgang Erpreß 7 N Limited Expreß 12 0332m Erpreß . SMNm Erpreß, täglich 10 55 Nm Ankunft Expreß täglich 3 20 m Expreß 9 23 in Lwited Expreß 2 55 Dm Erpreß 6 20 5!m Chicago und Cincinnati Tivision östlich. Wgan Schnellzug 3 55 5?m ÄccoAodation täglich 7 M Vm Älccomydation .... .7 10 55 V:n Psstzug SWNm AccsWsd. (nur Sonntags). ' b M Accomodatuzn 6 45 Nm Anrunft-RushviäeAcmatian.IY S5 Poftzua 11 U) Dm Jnd'pls Llcc. (nur Sonnt.).! 2 35 Rm AecoNsdation QMNm Accomodattön 10 45 Ska Schnellzug. 1215 yta Chicago und Cincinnati Dwifwn westlich. sng Zlccomodatien 7 wÄwl Schnsll.Post Hülfet ff atßuetie Stccumaiatiust 6 15 Nm Schnellzuq 12 M Ankunft Schnellmz 3 20 in Lafavette ÄecoMdatisn ... 10 45 Schnellpost tm tn Uecsmodation 6 15 m Peoris Divistsn westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß IS W Tansille Accomodatisn f 05 Tan Expreß 1053rn Ankunft Expreß 3 15 Danville Accomodation. . . . ICi 40 Expreß 2 4) Tau Expreß fi .'.5 Peoris Tirision östlich. Abgang Expreß 3 35 Accomödation 5 30 Vm Expreß umrn Ankunft Expreß ll 45 Vm Accomödation 9 03 Via Expreß.. w L5 Am Lake Erie und Gestern. Abgang Expreß 7 15 Erpreß I 20 N:n Expreß 7 0 Am Schnell. Expreß N W Nm Ankunft Schnell. Expreß 3 ?) Dur Expreß 10 30 Erpreß 2 M Expreß 0 20 Sl:n Pittöburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Sndianapeliz Tidision. Lbgana Expreß 4 45 Vm Colu-ibuö Acccmodation.. . d 00 V?n Expreß 3 00 Kni Richmond Accomödation .-. 4 00Nm Expreß 5 30 Bim Ankunft Richmond Accomödation S M Vm Schnellzug ...1140rn Exxreß 12MÄm Accomödation 3 45 NA Erpreß ..- 6 50 Ä5n Expreß 9 w Nm Cblcazo Division via Keloms. Abgana Expreß 11 05 Vm Expreß I130ni Ankunft Expreß JMWm crpres 3 4,rn Lcuiiville Twisten. Lbgana Expreß 3 40Vm Louisville Acsdation.. . 8M Lm Schnellmg 2 559cm Accomödation 4 Zi ?lm Änrunft-Accomodation 10 25 tat Schnellzug 11 O) nt Accomödation 00 S!m Spezial täglich 10503irn Cincinnati, Hamilton und Ändiana polis. Mgana-Erpreß Z.55Vm Cmcmnati ccomodstio . . 10 45 Zm Expreß 3 00 Km Expreß 330n Expreß........ 80 5im Ankunft Nccomodatton. S15 VM Expreß. , 11 15 vm Expreß 7 45 3ha Expreß ....10 55 ?!m Expreß 12 35 Cm ' Indianapolis und Vincenneö.. Uögana-Cxpreß . . . ".. 7 MM-' : VincenasS Accomödation.. . 410S:m Ankunft VincenncS Vccomsdationl I 00 Änt Expreß. . .. . ,. . ...... 5 05 Cincinnati. Sahsifh .lind Michigan. Abgang j5rvreft 63) ?m Expre...... ,.U 45 Vm Expreß. . .... ........ ..... 45 9rn siiwiKTTi isrrrew .11 in m . ......... ........ I ) Vlxn. Expreß... ....lOoOttrn , . r ' '-
Jnvlanapottv Tecatur und Weflcrn. ! . . ..-
W Clf ' T " - - - tf --r. ;, Lvuiövillc, Älbany und EUcago. Abgang-Exvreß, ,. . . S.'.,lÄ40H,, urpreg.. . . ... ,,S 4 1 35 vm Monon AccomLLatisn 5 LO Szn 3 ?Jy t in Ankunft Expreß i Jß G,, ,! m ! 'i''1 ? Wonon Accomsdatiön . 11 40 Expreß . 4. .Hih,,,PH?z'A 20 tti f'J !ijb btt !-ri Milttt w.-. i r u., W ;! lj, Ai.irw, 1 rl. .ml hvJM. 'E .d. Ototo. . 'j i r ysm h ' . 0tirMrc lulof tlL by (uh ru v .1trf rim nun. wi a imiuUi. i riH . ibt wii ad !' jat tu-mc, tkcrr.air jtui r.. La b-5-T!. .r-... .! ..nitB tlM It 1 1W A .1 f, Vi'Uvm yliw and irrt i n. tan mk ta rra rlma T , m al j t Hm. IU du Ibr . ;i ;. rjtim mm nmm. '" i j K W mwt wii'i)rlai. fmrrtrn tvt. -' tintÄtf.u via .
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