Indiana Tribüne, Volume 15, Number 93, Indianapolis, Marion County, 20 December 1891 — Page 9
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Plauderei.
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Es ist keine Frage, daß Inblanapo-
lis eine neue Craze" hat, nämlich die Conventions-Crazc":Wenn irgendwie
eine Convention oder ein Conventiön chen zu erwarten ist, flugs sind die In
dianapoliser, speziell der Commercial (5lub, dahinter her, wie der Teufel
hinter einer armen Seele. Die demo
krsttsche National-Convention ist nun zwar kein Conventiönchen, sondern eine
ziemlich große Affaire, und eine Menge
anderer Städte sind auch dahinter her,
und in der Stadt besindet sich absolut
kein Raum, der für eine solche Convention sich eignen würde, aber die Craze" ist vorhanden und nichts kann die - Gcrnegroßc abschrecken. 3a wenn sie nur wenigstens die Energie und was sonst dazu gehört, hätten. Da haben sie in Milwaukee, wo sie auch gerne die demokratische National Convention hätten, einen Garantiefond von $100,000 zur Deckung der Un kosten aufgebracht, nnd ich sehe gar nicht recht, wie Indianapolis mit diefen $100,000 in die Schranken treten soll. Wenn ich mir's recht überlege, bin ich fast der Meinung, den Herren würden ein riesiger Schrecken in die Glieder fahren, wenn die Convention wirklich in Indianapolis abgehalten werden sollte; es scheint mir fast, als ob es sich nur darum-handelte, einen gehörigen Spektakel zu machen, unsere? guten Stadt par force den Namen einer Großstadt zu machen, und nachher sich über die Reklame zu freuen. . . , Letzte Woche trat Eva Ray Hamiltcn in English's Opernhaus auf. Du fragst wer die Künstlerin ist ? Sie ist gar keine Künstlerin. Sie ist jene Frau, von welcher einmal in den Zeitungen gelegentlich ihres ScheidungsProzesses so viel die Rede war. Sie hatte schon einen zweifelhaften Ruf, als der angesehene Ray Hamilton sie heirathete. Schließlich fand ihr Mann aus, daß sie nicht nur mit anderen
Männern sich abgab, sondern noch mit einem andern vcrheirathet war. Während der Ehe mit Hamilton hatte sie diesen mehrmals mit dem Messe? bedroht; das $md, daS angeblich der Ehe entsprungen fein sollte, war ein untergesch obenes, und nach der auf die Klage Hamiltons erfolgten Scheidung wanderte sie in'S Zuchthaus. Hamilton begab sich nach dem fernen Westen und vor etwa einem Jahre fand man die Leiche eines Ertrunkenen, welche für die Hamiltons gehalten wurde. Dieses Weib glaubt nun nach amerikanischem Styl genug Sensation gemacht zu haben, um sich für Geld sehen lassen zu können. Zum Lobe der Jndianapoliser muß gesagt werden, daß sie hier keine Zugkraft bildete, trotz der großen Affichen, die von ihr an allen Straßenecken angeschlagen waren. Die News" bemerkt in Bezug auf ihr Auftreten: Sie stand auf der Bühne und sprach einige Worte in dilettanhafter Weise. Frechheit war auf ihr dickgeschmincktes Gesicht geschrieben, und ohne diese würde sie es wahrscheinlich nicht gewagt haben, aufzutreten. Es schien, als oö ihre Umgebung zu, ihr passe, und dies sagen wir mit einer Entschuldigung für den St. Bern-
hard Hund, der sich stets von der Bühne
zu schleichen suchte." Nun ist es sehr billig, über diese Frau zu schimpfen, welche sich die Sen-
sationssucht des Publikums zu Ruhen
zu machen sucht, um davon zu leben, ab:r solch schamloses Bloßstellendes Lasters wäre doch auch nicht möglich, wenn nicht gewinnsüchtige Theaterbesitzer aus gleichen Motiven Gelegenheit zu solcher Schaustellung gäben. Ich
bin daher der Ansicht, daß Dickson & Talbot nicht minder Tadel verdienen,
dafür, daß sie ein Frauenzimmer auf-
treten lassen, daS auf keine anstandige Buhne gehört, und welche höchstens
ein Theater zu einer cyauvuve yerav würdigen kann.
Aber so ist leider das amerikanische
Lbeater ner wle anverwarlS. Weoer
her Kunst, noch dem guten Geschmacke
wird irgendwie mecynung getragen.
Man vill Geschäfte machen, Geld ver
dienen und dazu ist alles gut genug,
was oder wie eö auch an sich sein mag.
Der Plauderer.
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Die Arbeit der Frau wurde nismals vollbracht. Bis anta (laus 9 eike o o
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