Indiana Tribüne, Volume 15, Number 80, Indianapolis, Marion County, 7 December 1891 — Page 2

Jzldiana Tribüne. Erscheint Täglich nnd o n n t n cz s.

Dle tLzllche.Tribü?- f eTtet durch den Träger iSGcntS p?r Woche, tie SonniJgSTridüne- ö Ccn:4 xerTZoc. SUtiöe zusammen ISGcntS oder S5 lictiiS perMena. Per Post zugeschickt i Bor zuSbczahluRA pc? Jadr. Ofsice : 1 30 Ost Maryland Strafe. IndianLpolis, Ind., 7. Dezember '91. Zur Neform der ErzZehung. Im Allzznieinm dringt das viel? Eeld, welches Amerikaner für Reisen in'S Ausland verausgaben, nicht viel gute Früchte. Abgesehen von denjeni gen. welche e-Z nur, um ihrer Prunk' sucht und Tranz nach arisiofniiföen Umganze-, raie den Californier Macka? und seine zahlreichen . Geistesrerwandten, zu genüqen, nach iSarU oder London treibt, bringen aber aadj die befferGebilde:en weniz bleibende uin mit he,n,. DaS beruht theils am Tha rakter'eblern. theils aus Er;kehunzs' rnZnzeln. Ver'önlichen Mutb. namens lich ade? den Muth der eigenen Mei J nunz. belZtzt der Anienkaner. troy min chee andere guten EtgenZchaften. blut roenil. Er ist ein auZzcsIrocheneZ Ge'chöyj M Ma'oritä'szlZubmS, Heerdentdie, im boh'ren Sinns. Er wazt es nichi nach seinem eigeien besten Ermessen fiit nch A iswZdl ;u treuen, sondern richtet sich st'tnzb d?m. !?aZ die Menge lhut. ebne nachzudenken. Er klatscht im Thei' ter Bei 'all. okn vl wissen, daß er nni einer qut or?onilirten Claaue nachäfft E? rrng es selbst nicht beim elendesten Schmiereitbeater.dendie frechne uns lü genhafreste Reklame der Welt ihm als himmlisch und aottllch" angepriesen, em verdiente? Z?ichen seiner Enirüstnz zu geben. send?in er schweigt im äußer kirn Falle nicht weil er tem Geiul für das Wechteuns Erbärmliche hätte. sondern weil er nickt den Muth der Initiative bat. weil ib b:er die Claaue. die mit lrä''tigem Beispiel voranzebt. im Stiche lant Tenli zu einer Bei. faZsclaque hat es Amerika wohl bracht, nicht aber zu deren Gegentbeil. Im Familien- und gesellschaftkr-ben 2e den herrscht derselbe verderbliche Zche mZtismuZ. Was wir) d'e Welr dazu Zaqen? So lautet der kategorische Im peratio des Amerikaners. Wie Iv th meidet er aber alel, was ihn möglicherweise in den Verdabt un amerikanischer Ansichten bringen könnte. Tarum rührt er nick: an den rerrot:eten Rechtsmftiiuten des Lanöe). deren einstige Vernunft im Ze:lenlauf längst zu Unsinn g-worden ist. Tarum und damit kommen wir auf den Keruvunkt der Frage m,gt er auch nicht eiimal das. w2s er drüben m der Fremde als gut und nachabm'N -werth erkannt hat. zu üauk in seinem ureigensten Wirkungskreii' im Wege der Reform einzuführen. Er sckweigt es sogar einfach todt, versteckt seine ketzerhaiten Ideen ängstlrch vor dem argwöhnischen Auge der nativiftifchen Inquisition, die sch?n in jedem Land-mann, der in Europa studirt oder ereist, einen von unamerikanifchen Ideen Angekränkelten, halb Abtrünnigen erblickt. Alle die Tausende, welche jährlich nach Europa aus löblichen Motiven pilgern. iiu in Uunst und Wissenschaft Vervollkommung zu suchen, gehen für das groge Werk der Civilisation und Neform zu Haufe verloren. Und doch bedarf Amerika gerade wegen seiner liclirteir Lage uns räulich'bedeutenden Trennung von oer alten Welt solcher befruchtenden Keime und Anregungen in erhöhtem Maße. Ter Erziehungsfehler liegt in dem vöJigen Mangel der Erziehung der Jugend zu selbständig freier geistiger Thätigkeit, der allmählicher Heran bi! dung und Entartung d?n Geistes. Todtes Auswendiglernen soll der Man. gel ersetzen. Die Folgen bleiben nicht auZ. Ter Gedächtnißkram fällt unver merkt auf dem Meer des Leben) über Bord. Die amerikanische Schule ignorirt den schönen Grundsatz non so.iolae. sei vitae ciisciinuis" (nicht für die - Schule kernen w:r, sondern für das Leben) vollständig. Bleideilde Gütern gibt sie den Schülern auf den Lebensweg nicht nur. Jeder wird im Gesprich über ernste Gegenstände mit einem Amerikaner von Turchichnitls erziednz bemerkt haben, daß dieser nur mit äußerster Anstrengung den Gedan kenzang festzuhalten vermag. Durch fortwährende, abipringende und nicht zur Sache gehörige Fragen sucht er sich der unangenehmen Nothwendigkeit des Nachdenkens zu entziehen. Häusig ge nug werden seine Fragen kiuttsch und albern. Er gleicht einem Zugthier, das nur durch stetes straffes Anziehen der Zügel im Geleise gehalten werden kann. Die Lümmelhaf:,gkei: oer Man ner unter sich, die nie aus den Flegel jähren herauszuwachsen scheinen, die thörichte Zerfahrenheit der Mädche.l wird jedem Anderserzogenen svsort auffallen. ES ist dieS der Beweis von rölliger Verwahrlosung der Geistes diSnplin. Kann man sich wundern, das geistige Arbeit, Wisienschastlichkeit und Kunstsinn bei Leuten kein Ver ständniß finden, die nie gewußt und fahren haben, daß gsistiges Schaffen den einzig ungetrübten Genuß auf der Welt gemährt? Der Schüler ist das Prodnct de, Schule. Wie die Lehrer, so die Sch7t: ler. Die Kärglichkeit der Gehälter, Die angelnde Aussichten für die Ve?riedigung des Ehrgeizes hat die Monürost : tät der Schnimarnt gezeitigt im den festen, zielbewußten Willen de-5 Mannes ' aus der Schule verbannt. Nur durch Entsagung werden die Frauen im Lehr derus festgehalten, nicht aus freier Wahl, begeisterter Ueberzkuzung. Er. schnzerend für die Wirksamkeit des Un teirichks und ungeheuer zeitraubend Wt-ie Quälerei r?it der compltcirten . und für die heutige Aussprache sinnlos gewordenen englischen Rechtschreibung. Will die englische Svrachk nicht uns dazu, ist Zaum Aussicht vorhanden wieder den Schritt rückwärts thun, und zu derjemzen M spräche zurückkehren. -Efc"'s ,

deren getreues Bttd Die ljeune vttoo graphie ist, so wirs ihr wohl schlieklich nichts anderes übrig bleiben, als die heutige Aussprache für die Orthographie zum Muster zu nehmen. Tie Schmie rigkeiten dleser Ausgabe sind allerdings auch bedeutend. Dazu kommt noch die Üürze der jährlichen Schulzeit. Wah rend in Preußen LOS Schultage die Regel bilden, beträgt der Durchschnitt für die Ver. Staaten nur 135. Die Sicherheit der Stellung des Lehrers ist ein besonders bemerkenswerther Äor theil, den Deutschland vor Amerika voraus hat. Hat er dort einmal ein Amt erlangt, so kann Politik oder )tmstiger Einfluß ihm dieses nicht mehr rauben. Naturgemäß arbeitet er freier und mit mehr Lust und Liebe, als wenn stets die Gefahr der Absetzung über seinem Haupte schwebt. Unsere StationalparkS.

Die Nationalparks der Ber. Staaten sind gewissermaßen die Religuienkäst' chen aus der pnmitioen Vergangenheit Nordamerikas. Ihre Erhaltung muß der Nation ganz besonders am Herzen liegen, sowohl aus historischen Grün den. als auch um aus dem Leren der Urzeit in das eiserne von Qualm und Dampf durchzuckte Zeitalter ein Stücke chen Natur herüberzuretten. Deshalb ist der soeben veröffentlichte Jahresbericht des Secrerärs des Innern, John W. Noble, über die Nationalparks von besonderem Interesse. Im Geschäitsdrange deS letzten Eon gresseK waren die nothwendigen Bemil' ligungen sür die Beaufsichtigung und Jmstandhaltung drr Park ewilligun. gen zu machen. Doa, stellte d. S Kriegsdepartement Truppen zu dem gedachten Zweck zur Verfügung. Fer ner beklagr sich Herr Noble darüber, daß der Eongreß ihm die ermaltang dieser Reservationen übertrage, ohne idm Mittel dazu an die Hand zu geben, die Uebertreter der Regeln, weiche zum Schutze deS Parks erlassen seien, zur Strafe zu ziehen. Tie Äerbesserungen. welche in den einzelnen Parks getroffen sind, waren mannigfacher Art. Im Yellowstone' National.Park sind die HotetS jetzt in gutem Zustande uno gewähren den ißtsuchern alle vänschenSwerthen Becuem lichkeiten. Auch an Transport G.'le genheiten herrscht kein Mangel. Der starke Wildstand im Park hat sich andauernd vergrößert. Die Zahl der Wavitihirsche oder ElkS hat ganz b deutend zugenommen und wird letzt auf 25,000 ge ckätzt. die der Büffel auf 400. Verglase, Rotdmild und An tilopen oermedren sich auch stark. Aber auch die Bären zeigrn keine Abnahm und haben sich namentlich in der Nähe der HotelS und anderer Plätze, s Mundvorra:he aufbewahrt werden, v't febr unliebsam bemerkbar gemacht. Eine Anzabl derselben ist gefangen und d m Zoologi'chea Garten in Washtngnn über antwortet worden. Bekanntlich ist eS überhaupt noch niemals gelungen, von gefangen gehaltenen Bären Nachkom menschait zu erzielen. Auch die Thier gärten in anderen Städten sollen gelegentlich nicht vergessen werden. Sodann theilt Herr Noble Einiges aus dem Bericht des Armeeofftciers mit, welcher den herrlichen Josemit National-Park in Ealifornren unter sei' ner Obhut hat. DaS Hauptmild di' ses ParkS besteht auS Hirschen, Bärer, Waldhühnern und Wachteln. Früher weideten dort große Schafherden, doch wird daS jetzt nicht mehr gestattet, we;l dieselben die Eier und Jungen der VS gel vernichten, die jungen Rehe von lhr? Müttern trenn 'N und o d e t Tod berbeiführcn. ES gibt noch zwei k e ne Haine des Riesenbaumes Lsuaia ntä in diesem Park, und Wälder von Nadelhölzern in neun verschiedenen Arten, Eedern. Sprossensichten, drei Arten von Kiesern, außerdem Wachholund Eichen. Leider sind was Herr Noble wahrscheinlich vergessen bat die Bemühungen deS aufsicht führenden Beamten, Waldfrevler und Holzverwüste? im, großen Maßstabe vcn der Zerstörung der prächtigen Holz bestände abzuhalten, wegen Mangel an Hil'slrästen oft genug erfolglos ge blieben. Dagegen bespricht Secretar Noble einn unerhört frechen Eingriff in die von der Nation gewahrleisteten Gerechtsame des 'osemite-Parks. welcher leider von recht wenig zuverlässigen StaatS beamten CalliornienS verwaltet wird. Mebr als die Hälfte deS Thales iTt nm Stacheldraht eingezäunt und in Wlesen und Getreidefelder umgewandelt wor den. Viele seltene Pflanzen die man in der Botanik noch nicht kannte, sind durch den Pslug zerstört und von wei denden Thieren ausgerottet worden. Die Verwaltung ist , in Wirklichkeit einem Monopol in die Hände gefallen, welches die gebotene Gelegenheit in rücksichtSlo'er Weise ausbeutet. Sehr richtig bemerkt der, Secretir. daß dcr Congroß dies sicherlich nicht im Auge gehabt habe, ,, als er das . Mol mite Tbal unter die Controlle des Staates Ealifoinien stellte. -Dle dortige Ber wNkung habe die ihr übertragenen Vollmachten in jede? Weise überschrit. ten und der Conzreß wird ersucht,' dem eingerisseven Unfug ungesäumt zu steuern. Der Sequoia- National Park hat gleich den beiden erstgenannlen unter der Aussicht einer Armee.Abtheilung gestanden. Tie Wälder find geschützt worden, Schafe durs.en dort nicht wei. den und jede erdenklicte Vorsichtsmaß' regel wurde angewandt, um den Park in seiner ursprüngllchen Verfassung zu erkalten. Ter Wald von Siiesendaumen bedeckt einen Raum von vier b,S fünf Sectiouen Land. Ein Baum la::M Fuß im Turcdmesser und ist 370 Fuß hoch. Herr Noble empsieblt, daß die Grenzen deS Parkes ausgedehnt werden, indem man drei Tomnfhips auf der Osckite sowie die Koweahi und Tule Sequoic-Haine dazu schlägt. Der Gc neral'Grant'NalicnabPark hat unter der nämlichen Aussicht gestanden, wieder Sequoia'Park, und tin Zustand ist gleichfalls nur zu loben. Im Allgemeinen entrollt der Bericht ein trauriges Bild von der PiktStlosiz keit und der Zerstörung S sucht gegen den Tempel der S?atu?". den Hochwald. wie ic räum zazttmmer oer anoai 7n l. n anzutreffen war

Edison über tie ZukunftSdahn. ?

Nicht zum ersten Mal, diesmal aber in klarer und präciser Weise, hat Tho maS Alva Edison einem Interviewer des .New ?)ork Herald" gegenüber seinen Ansichten über die zukünftige Rolle, welche die Elektricität alS Trieb kraft für Personen und Güterbesörde rung zu spielen berufen ist. Ausdruc! verliehen. Zweisellos so hob .der Zauberer von Menlo Park" mit der ihm eigenen Bestimmtheit an .zweifellos muß die Locomotive vom elektrischen Motor aus den Eisenbahnen verdrängt werden. Die Ersparniß wird ganz ungeheuer sein. Aus ein oder zwr Pfund billiger Kohlen erziele ich ein. Pferdekraft, wozu die Locomotive sechZ P'und theurer Kohlen verbrubt. DaS lange Warten auf Züge zwi cher mei weit von einaider entfernter Stfd e, fällt künftig fort, denn ich lass, alle zwanna Minuten kinm Zug vor e w t zwei Waggons i b zehen." öier hielt der Redner, der anfing in euer zu gerathen, in seinem Red flm'se inne: dann den ihn erwartUligS voll anschauenden und mit bereit gehal tenem Bleistift dastanden Jnter viewer etwas mißtrauisch au? seine.' kleinen, steckenden Auqen betrachtend, fuhr er langsam und bedächtig kort: .Ich habe jed.'ch keine Suit, mich die, auf Einzelheiten einzulassen und bis Frucht jahrelanger, angestrengter E p?rimente durch unbedachtes Ausplau. dern auf'S S?iel zu setzen. Man bat mich wwie'o oft genug um die Frucht meiner Arbeit betroaen. Doch ich kann soviel davon verrathen, daß nach mtv nem S'-stem der elrktriiche Strom von drr sestgemauerten ssrzeugunamaschin au? eht Mttel'ch e te zw scheu dem l?el'i'e und von krr durch einen mit dem Waaqon verbundenen Apparat in den Motor des WagqonS üöergeltit'l w?rd. Ein Gütmug würde wegen der großen abl der Transvortwagen n' türlick einen besonderen Motor erfor' dern, während em Personenwagen durch die unten enaebrachte Motoroorrich tung aetrieben werden könnte." .Wie v?el sestg-mauerte Erregungsma'chmen würden Sie brauchen?" fragte der Rev?rter. .Für die Bahnstrecke von New Zlorl nach Philadelphia brauche ich drei Ma schinen. iede mit 10. bis 15,00) Pferdekraft, und zwar für alle Arten Züge: Personen. Güterbeförderung und Ran giren. Die Ersparunq liegt nicht allein in der b'lliaen oerstellung der Betriebs kraft. Auch der Wagenpark und die Sckienenttränge werden bedeutend mehr geschont, als beim Damvsbetrieb. Letz' terer besteht dem Wesen nach auS vielen Billionen unausgeseyter Stöpe, keiner continuirlichen Kra?t. und diese unzäh' liqen kleinen Ervlosionen setzen naiür.lich dem Material sehr hart zu. Die Elektricität wirkt dagegen als continu irliche Kraft, deren einzelne Impulse jeder für sich viel geringer sind, als jene Damplkraftstöye, die aber in ihrer To talität eine bedeutend größere Treib Wirkung erzielen und wegen ihrer völlig gleichmäßigen Vertbeilung in unzähli' gen Abschni'ten nur durch Druck wirken. Ich kann bis 200 Meilen stündlicher Geschwindigkeit auf meinen Bahnen erreichen. Für praktische Zwecke genügt eS. hundertv'ündige Schienen auf einem Damm mit felsiger Unterlage zu veran kern, um eine Geschwindigkeit von WO Meilen stündlich auszuhalten." LandwirtttschaftlicheS. Woran erkennt der Kau f e r e i n e gute Milchkuh? ist für jeden Farmer eine sehr wichtige Frage. ES gibt nun der Kennzeichen einer boben Milchergiebigkeit mehrere; viele davon sind seit langer Zeit be kannt und bewährt. AlS solche gelten feiner langer Schwanz, kleine Klauen, welche mit den Hörnern gleiche Farbe haben müssen, serner Vertiefungen (Grübchen) zwischen den letzten Rückenund den ersten Lendenwirbeln; auch das Euter gibt uns Merkmale; bei guten Michcrinnen ist e mit einer wei chen, fetten, zarten und loien Haut bedeckt, mit kurze?, seinen Haaren umgeben und von vielen fchies und im Züt zack laufenden Blutgefäßen durch -,ogen. Die Zitzen müssen gleichmäßig groß, lang und von derselben Farbe wie das Euler sein. Auch die vom Emer aus--gehenden Milcdarern sind ein Kenn zeichen; je zahlreicher sie vorbanden und je mehr sie miteinander quer veo bunden und an der Verbindungsstelle ausgeweitert sind, um so sicherer darf man regen Stoffumfatz im Euter, somit auch reiche Milchivenden erwarten. Nächst diesen Merkmalen macht ein Sachverständiger auf ein neues Mittel ouimerkiam. Er sagt: In der Schweiz benutzt man zu, Beurtheilung der Milchergiebigkell einer Kuh den Haarwirbel, den jedes Thier auf der Wirbelsäule bat. Dir ser Haarwirbel soll bei guten Milche rinnen möglichst nach rückwärts liegen. Ich habe nun eine größere Anzahl Messungen bei Kühen verschiedenster Schläge vorgenommen und die Richtig kett der Beobachtung bestätigt gesunden. Zu den Messungen benutze ich als Aus. gangspunkk den sog. Dornfortsatz de ersten Rückenwirbels, der am Widerrist deutlich fühlbar ist. Je größer nun die Entfernung des Haarwirbels von dem Dornsortsatz deS ersten Rückenwirbels ist, desto großer ist dieMilchergiebigkeii der Kuh. Ich habe schon . oft nach dieser - Messungen daS durchschnittliche TageS-' quan:um der Milch bestimmt. Neben der Einfachheit und Sicherheit Hai diese Methode noch den Vorzug, daß sie ohne Amfeden angewandt werden kann. Hat man sich einmal die Länge oben angegebener Entfernungen eingeprägt, so braucht man z. B. beim Einkzux nur eme Hand auf den ersten Rückenwirbel, die andere auf den deutlich sichtbaren Haarwiroel zu legen, um nach dem Au. genmaß die Entfernung und damit die Gruppe, in die daS betreffende Thier gehört, bestimmen zu können. AlS Füllung für Zähne wird in neuerer Zeit ElaS benützt. hat den Vortheil, fast unbemertbar j! j lein. , , i

Vom Anlande. : Fräulein Aliee Longfel low, die Tochter deS Dichters, ist Mei stenn im Photographiren. Nathaniel Laird von OS'

wezo. N. hat in der letzten Staats ; wähl sein liebenundachtzrgites Volum abgegeben. Er beansprucht das Alt o?n 100 Jahren. Das Geschirr deS Trab er .Sunol". der kürzlich eine Metle ir 2.08 Minuten zurücklegte, wog nur Pfund, und der Wagen, den er zog. 4 5 P'und. Andrew Johnson war bet einzige Präsident, welcher während de, Amtszeit einmal auf ausländischem Bo den stand und das war, als er den be rühmten Eirtelfchwung im Jahre 186s machte. Er besuchte bei dieser Gelegen, heit auch Niagara Falls und fuhr i einer Equi a,e auf die kanadisch Seite. Der einund sechszig jährig, Deutsche John G. Roth, welcher dev Pfarrer Dr. John Hall in Brooklyn. N. V-, zu erschießen versuchte, ist naoZ ärztlicher Untersuchung seines Geistes zustandes vom Criminalgericht amtlich mr irrsinnig erklärt und-in'S-Irren haus auf WardS Island überführt worden. Andrew Jackson hielt, all er Oberrichter war, die erste Gerichts. siunq. welche je in Tennessee abgehakt a wurde, unter einem alten Maul öeerbaum in der Nähe von Elizabeth ton ab. Eine Photographie von die jem historischen Baum, sowie auch eine solche von dem alten Farmhause, einig Meilen von Elizabethton, in welchem Ex Präsident Andrew Jackson starb, sind im Besitz eines Bürgers von Tennessee. Die Lange des neuen Brüt kenbaueS über den Mississippi bei Mem phiS. Denn., beträgt 8000 Fuß ; di, Brücke selbst wird W0 Fuß lang, der eiserne V aduct 2,300 und das hölzern Trestlemerk 3,100 Fuß. Der Bau ruh! auf acht Pfeilern, die von 117 bis 197 Fuß hoch sind. Das tiefste Fundament liegt 131 Fuß unter der niedrigsten Wassermarke. Der mittlere Theil der Brücke wird 621 Fuß lang mit Conti. lever'Armen von 16l Fuß Länge wer. den. Ueber sechzehntausendJn. dianer sind bereits amerikanische Bür ger geworden und viertausend haben durch Uebernahme von Ländereien in Einzelbesttz ihre Absicht kundgegeben, Bürger werden zu wollen. Dazu sind noch 761 Indianer in Oklahoma zu rechnen, welche ebenfalls Einzellände reien m Besitz genommen, oder sich dazu bereit erklärt haben. Unter der gegew wär:igen Bundesverwaltung sind im Ganzen S 7.619 Indianer naturalisiri und ?uf 2,0i0.000 AcreS Land an sässig gemacht worden. Vor neunzehn I ahren wurde ein dcei Jahre alter Knabe Na menS Georg? Saphire von der Vorder treppe seines elterlichen HauseS in der Nähe vun Ogdensburg. N. F., durch eine Zigeunerbande entführt und an einen Farmer Namens Nicholso, der nahe Somerset wohnt, verkauft. Dieser gab dem Kinde seinen eigenen Namen und hielt es wie sein eigenes. Ein älterer Bruder des Geraubten. William Saphire, ein Pinkerton'scher Geheim. Polizist, las kürzlich in einer alten Elmiraer Zeitung", daß der Farmer Nicholson einen fremden Knaben an Kindesstatt angenommen habe, was so. fort in ihm den Gedanken anregte, daß das sein geraubter Bruder sein müsse. Und so war eS! Vor einigen Tagen brachte er den so lange Vermißten in seine alte Heimalh zurück. In einer alten Bilderschrift der Meya Indianer in Mexiko hat der berühmte Arzt Dr. Vallot die bemer kensmerthe Entdeckung gemacht, daß diese Indianer schon die Bacillentheorie kannten. Die altmezikanischen Cultur Völker waren bekanntlich ausgezeichnet in Naturbeobachtungen, maS selbst Ale xander Humboldt bewundernd ausge fprochen hat. Die betreffende Stelle der Bilderschrift lautet: Wenn man die gelbe Wurzel der Pflanze Kokobfcha kocht und den Aufguß trinkt, werden alle jene kleinen unbemerkbaren Thierchen vernichtet, welche der menschliche Körper in sich selbst hervorbringt." Daraus läßt sich allerdings schließen, daß diese alten Indianer von der bacillären Entstehungsweise mancher Krankheiten bereits eine Ahnung ge habt haben. Der Unternehmungsgeist der amerikanischen BarnumS ist wirklich erstaunlich. Ss lange Boulanger noch lebte, osserirten sie ihm em ganz außer gewöhnliches Honorar, um ihn zu gewinnen, eine VorlesungStour durch die Ber. Staaten zu machen. Jetzt ist er todt, aber mit dem Tode des Generals Boulanger ist ke.rejwegS auch die Sen' sationssucht starben, der er sich wäh. rend feiner Lebzeiten so geflissentlich als Zielscheibe hinstellte. Gleich dem Ruhm überlebt l.üch die Reklame ihre Heiden, und in Ermangelung deS ManneS h 'stete sie sich an seine Sachen, in Er. mangelunz des Generals an sein Pferd. .Tunis-, daS bekannte schwarze Roß. welches so oft mit fernem Herrn .von der Revue zurückgekommen war und letzt im Brüsseler Tatterfall ein ruh n. loses Stallsasein fristet, hat irgend einem amerikanischen Barnui, in die Augen gestochen, der seit längerer Z?it alle Versuche, macht, e5 in seinm Beitz zu bringen. Eme Ausstellung dieses vierbeinigen Theilnehm.'rs der Baulange auf allen Jahrmarkten der neuen Wett schwebt dem Wackeren als hehres Ziel vor, und jedes Mittel zur Verwirk.' lichung desselben ist ihm recht. AlS dsr General noch lebte, bot ihm der Äankee 100.000 Francs für die Ueber, lassunz des Rappen zu der amerikani: scheu Tournee"; daS Anerbieien wu'rt narürlich abgelehnt. Nunmehr, nach dem der Gegenstand seiner Wünsche durch testmamentarische Verfügung in den Besitz des M. Barbier übergegan gen 'war. wandte sich der Amerikaner an diesen mit demselben negativen Erfolge. Gegenwärtig scheint er, da eine gütliche Emigunz nicht erzielbar ist, zur Betre tung des gewaltsamen WegeS cnt:crjtbr jen zu sein. Im .Tattersall", ist die Nachricht eingelaufen daA eine Entfüh rvnz des Pferdes geolant werde, und der

netter oreies uiavtinemenkZ yar vle enerz gi ehesten Maßregeln ergriffen, um eine solche That zu verhindern. . Tirnis" ist wzar auf einige Zeit aus Brüssel entfernt und auf's Land gebracht wor den. Erst vor wenigen Tagen wurde

der Rappe wieder in dem .Tatter,all" j eingestellt, wo er mit Argus äugen bewacht wird. Interessant ist das Gutachten eines Brüsseler Sportsman über das Pferd, welcher Gelegenhett hatte, dasselbe näher zu besichtigen. Dieses Gutachten geht dahin, daß das schwarze Reitthier von einer der englischen unter geordneten amerikanischen Rasse sei, nichts weniger als Vollblut und keine tausend Francs werth. Welche Allegorie deS BoulangiSmus dieser Rappe, den map, für ein edles Roß geHallen und de? dabn keine tausend Francs erth ist! Der älteste praktizirende Arzt in den Ber. Staaten ist Dr. James Kitchen von Philadelphia, der im Alter von 92 Jahren noch in seinem Beruf thätig ist. Gen. E. Kirby Smith verläßt zuweilen seinen Professorstuhl der Universität in den Gebirgen Tennessees und sucht die Gesellschaft seiner Freunde in Nashville auf. Er ist dem Aussehen nach ein Patriarch mit grauem Haar und langem weißen Bart geworden, aber er ist noch rüstig, sein Auge scharf und klar und sein Gang fest und aufrecht. Im BundeSgericdr zu van oille, Va., erschien vor Richter Paul ein einarmiger Veteran der conföderirten Armee, welcher wögen unge etzlichen Branntmeinbrennens zu einem Monat Gefängnißstrafe und zu einer Geldbuße von S100 verurtheilt war. AlS Richter Paul, der auch ein alter Eonföderirter war, den leeren Rockärmel des Verartheilten sah, wurde er gerührt und sagte: Komm morgen früh zurück, ich will Deinen Fall noch einmal unter suchen. Wir alten K naben werden rar, Du kannst beim Himmel nicht in'ö Gefängnitz gehen." Beide fingen an zu weisen und am nächsten Tage wrde der Angeklagte ehrenvoll entlassen. Die Zeitungen iuüxiniu'C.' polis sind außer sich vor Freude über den Sieg, welchen ihre Stadt im Wett streit um den Ort der Abhaltung der republikanischen Nationalconreution über New $oik, Chicago, San Francisco und selbst St. Paul, ihre Zwil lingsschwester, gewonnen hat. Die 2lugen des Landes, besonders aber der republikanischen Partei sind jetzt auf MinneapoliS gerichtet und Alles wird von MinneapoliS fprechen, bis die Con vention zusammentritt und vorüber ist. MinneapoliS ist jetzt der politische Mittelpunkt der Ver. Staaten, dort werden hunderttausend Menschen im nächsten Juni versammelt sein, da? Grundeigenthum wird dort im Werthe steigen und MinneapoliS wird eine große Rolle bei der Nomination des republikanischen Präsidentschaftscandibaten spielen. r vom Auslande. Unter des? Spitz mark .Eine Bluthochzeil" berichtet der Pest. Lloyd" aus Szegedin: In Alt Pa lanka gibt etz zwei Familien, die Zom borcSev unddie Plosinßky. deren eind' schast in der Gegend sprichwörtlich ist. Der Zufall wollte es nun. daß die bei' den ältesten Söhne der feindlichen Fa mitten in Liebe zu einem und demselbe Mädchen entbrannten, welches sich füi Zomborcsev entschied. Die Hoch;eits gäste waren eben zum Festmahle er schienen, als mit einem Male Lärm voi dem Hause erscholl. Vier Söhne de, Familie Plosinßk.: waren gekommen um unter Mufikklanz die Hochzeit feiern" zu helfen, Zornentbranni stürzten Gäste und vier Söhne de, ZomborcSev hinaus urd nach furchtba rem Kampfe blieben die vier Plosinßkyj in ihrem Blute liegen. Ter Aeltestk gab kein Lebenszeichen mehr von sich während die andern schwer vermundet fortgeschasst wurden. Die HochzeitS feir wurde fortgesetzt, als sei nichts ge jchehen. allerdings nur, bis die Gen darmen kamen, um die ganze Famili, Zomborcsev ins Gefängniß zu führen Ueber d a S S ch i f f S u n . glück bei Villagarcia in Spanien wer den aus Madrid unter dem 14. Novem ber folgende Einzelheiten berichtet: De, schreckliche SchiffSunsall ereignete sich nach Schluß einer glänzenden Ballfest lichkelt, die auf dem in, der Näbe von Villagarcia vor Anker liegenden Dam pfer Pelayo" zu Ehren der Beman n ng eines englischen Geschwaders ver anstaltet worden war. Während des dem Balle vorangegangenen Banketts hatte der spanische Admiral Bulle, einen mit Begeisterung aufgenommener Trinkspruch auf die Königin Victoria von England ausgebracht, und der Chef deS englischen Geschwaders antwortet! auf denselben, indem er die Königin Regentin und den jungen König vor Spanien hochleben ließ. Nach den. Feste sollten die eingeladenen Gästt durch die kleinen Dampsboote deZ Pelayo" übersetzt und an den Strand von Villagarcia zurückgebracht werden. AlS das stark überfüllte erste Boot eS befanden sich in demselben sechszehr Personen abgelassen und kaum zwan zig Meter von dem Admiralsschiff ent'. sernt war, wurde eS plötzlich durch "nev außerordentlich heftigen Wellenschlag auf die Seite geworfen, so daß es um schlug und mit unheimlicher Schnellig keit sank. DaS Angstgeschrei der Schiffbrüchigen erweckte die Aufmerksamkeit der Bemannung des Pela;o", die fort ein Rettungsboot ausrüstete und den Unglücklichen zu Hilfe sandte. Zu gleicher Zeit beleuchteten die elektrischen Scheinwerfer die Stelle, an welcher sich das Unglück ereignet hatte, damit das Rettungswerk mit größerer Wirksamkeil vorgenommen werden könnte. Trotzdem wär eS leider nicht möglich, mey, als zwei von 'den sechSzehn in'S Meer gestürzten Personen zu retten. .Dir Leichen der vierzehn ertrunkenen Per sonen wurden schon nach ganz kurz Zeit gefunden und an Bord deS.Vela.iogeschafft. Alle unter persönlicher Lei tung des Admirals Butler vorgenom menen Wiederbelebungsversuche bliedei fruchtlos. ' Vor Kurzem ist der Ge. setzentwuif der niederländischen Regie, runa zur Stiftung tmeS neuen

Ordens verozsentllcht. Er soll den Namen .Orange Nassau - Orden" tra gen, und entspricht, wie die Regierung ausdrücklich erklärt, einem längst gefühlten Bedürfniß. Dem Bedürfniß nämlich, .die guten Beziehungen zu anderem Mächten zu unterhalten". Der neue Orden so wird der Boss. Ztg." am Amsterdam geschrieben ist in fünf Klassen (Großkreuz. Großofsicier-. Commandeur. Ofsicier- und Ritterklaffe) eingetheilt. Merkwürdig ist ferner das Geständniß der Regierung, daß der Staat schon häufig directen Schaden gelitten habe, weil man nicht über einen anderen Orden, als den vom niederländischen Löwen, der nur auf Antrag des Ministerraths verliehen werden darf, verfügeck konnte, denn mancher Gegenstand von Wissenschaft lichem, geschichtlichem oder unstwerth sei deshalb nicht in eine niederländische Sammlung gekommen; nicht selten sei es namentlich geschehen, daß Reisende in den niederländischen Colonien die Früchte ihrer wisseaschaftltchen Untersuchungen allein deshalb den nieder ländischen Museen nicht überlassen hät ten, weil sie keine Aussicht hatten, einen niederländischen Orden zu bekommen. I n Paris hat man dieser Tage auf einem Bahnhofe eine durch ihr übergroßes Gewicht aussal lende kleine Kiste als verdächtig mit Beschlag belegt. Als man sie öffnete, fand man in ihr verpackt zwei Granaten neuesten französischen Modells. Selbstverständlich zeitigte diese Ent. deckung Aufregung und mancherlei Gerächte über einen neuen LandeSoerrath, zumal sich ergab, daß der Absender der Kiste ein Artillerie Hauptmann in der französischen Marine ist. Die Sendung war an eine schöne Frau auf dem Boulevard Magenta. deren Namen discret verfchwiegen wird, gerichtet, und sie stammte, wie auf dem Marme.Mi' nistermm festgestellt wurde, von dem Brud.'c der Naiven der Comedie franaile, dem Capitän Reichenberg, der eben im Begriff stan?), sich nach dem Senegal, wohin er verfetzt worden, einzuschiffen. Nach Erkundigungen, die der .Figaro" ein gezogen, soll es sich lediglich um ein allerdings gewichtiges Andenken han deln: Die deiden Geschosse entsprächen zwar dem neuen Modell der Munition für die Reooloerkanonen Hotchkiß, sie hätten aber weder Zünder, noch sonst etwas den Fachmann Jnteressirende gehabt und seien sichtlich nur zu Briefbeschwerern bestimmt gewesen. Solche Briefbefchwerer besäße jeder Seeofsicier, übrigens feien die Granaten kein Staatsgehelmniß und die FirnnHotch kiß liefere sie nicht an Frankreich allein, sondern für die ganze Welt. ES scheint also,- daß der Capitän Reichenberg für sein galankkS Abschiedsgeschenk nicht vor dem Kre'.sgericht sich zu verantwort teu haben dürfte.

AuS Schwerin schreibt der Berichterstatter eines südschwedr schen Blattes: Allmählich rückt das b deut same Jahr 1003 immer näher, i? welchem die Stadt Wismnr nach einem völlig gesetzlichen Document vom Jahre 1803 an Schweden zurückfallen soll, so fern die Schweden die Summe bezah len, gegen welche die Stadt einst verpfändet wurde. D,e Verpfänsungssumme letrug 5.623.000 Mark; mit Zins und Zlncszins ist die Summe am Verfalltage auf 106 Millionen Marl angewachsen. Das ist aewin em gro ßeS Capital, aber die Stadt Wlsmar ist auch etwas werth, wie ihre Bürger am besten wissen. Wie gern auch dcr em zelne Wismar r den schwedischen An spruch wegleugnen möchte, so erkennen die Behörden doch cf iciell Schwedens Eigenthumsrcch. an. Em ergentkum ltchkS Beifriel b e:iür v rd ent Erwäh nung. Ende 1d7 kau?ie das Zollamt von der Stadt ein Gebiet im Preise vor, 1637 M. 50 Pfg. zur Errichtung eines AmtsgeoaudeS beim afen. Im Ver trag über die'en Kauf bedang sich das Zollamt au? drücklich auS. da die. ge nannte Summe. 1687 M. 50 Pf. zurückgezablt würde, im Falle Schweden 19ü3 wieder in den Besitz Wismars träte. Werden nun 1903 die Schwede mtt den 103 Millionen Dcark kommen und ihr Pfand zurückfordern? DaS ist eine Frage, die immer brennender wird Und zu allem'Unalück bleibt Schwedens Recht auch für den Fall bestehen, daß das Geld ntcht zur ausgeätzten Zeit vr za'glt werden sollte. Schweden muß dann blos weitere 100 Jahre oder bis 2003 warten, bat dann aber 2077 und eine halbe Million zu zahlen. Vin geil zu SK't i t er scheinen regelmäßig wiederkehrend in der englt'cheti Presse vernichtende Krv tiken über das evglifche Heerwesen In der TimeS" stimmrArnold Forst jetzt ein langes Klagelied über das Landheer an: Mit Ausnahme der in den Lagern von Alderschot und Cur ragh vereinigten Truppentheile und der Garde in London, aifc es keinen, der zahlreich genug wäre, daß von ihm en Osncier die Handhabung von auch nui geringen Massen lernen könnte. Ick kenne ein Bztaillon,-daS 10 Jahrelang reine ueoung mitgemacht hat. Eine Menge Batnillone kommen. nicht einmal zum RtgimentseLrctre'n Es liegt mir em Bericht vor von e,nem berühmten Regiment, das jem Bataillonselemren mit Hilfe von Tauen ausführt. An beiden Seiten hält Einer daS Tan.wcb ches eine Compagnie darstellt. Ich mi m . . . ionnie em Mammon nach vem andern nennen, in welchen! ein Ossicier eine Compagnie von s Mann auf der Pa rade besichtigt. An eine Ausbildung der Truppen für den Krieg wird natür. lich überhaupt nicht im Entferntesten gedacht. Aus der Rheinpfal'z. m : Ein ziemlich heftiges Erdbeben wurde in Brannigiveiler beobächtct; dasselbe dauerte einige Sekunden Die Bewohner wurden aus .dem Schlafe geweckt, Thüren und Fenster sprangen auf. An Stelle des wegen Krankheit auS der Abgeordelenkammer ausgetretenen Abgeordneten Dr. Knecht wurde Land Wirth Spieg von Schmalfelderhoj nationalliberal) zum Abgeordneten gewählt. Bei den Ausgrabungen auf, der Heidenbnrg bei Kreimbach hat man' eine spatromtzche Standarte aufgesun den. Das seltene Stück gelangte an daS Kreismuseum in Speyer.

Eisenbahn ' Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen ' bahnzügc im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Nbgang Postzug 7 30 $111 11 50 Pin 1 00 Tan 4 00 Nm 7 l N:n 11 w Nm 3 30 ?!m 4 15 Pm 10 00 Vm 2 50 Bin 5 20 Vm 7 4 7. N m xprev Expreß Accomodatkon Erpreß ............ Erpreß Ankunft Erpreß irreren Accomodatkon Expreß Schnellzug Accomaoanon . . . Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Twisien. Abgang Expreß 6 30 Pm Expreß 9 35 Pm Expreß 11 45 Vm Limited Expreß ....... 3 2 Nm Expreß 6 45 Nm Ankunft Expreß 7 00 5rn Expreß . . 11 10 Vm Limited Expreß 11 55 Vm Expreß 5 00 Nm Expreß 10 50 Nm St. Louis Division. Abgang Expreß 7 30 Pm Limited Expreß 12 03 Nm Expreß . . . . 5 20 Nm Expreß, täglich 10 65 Nm Ankunft Expreß täglich 3 20Vm Expreß S 25 Vm Limited Expreß 2 55 Vm Expreß 6 20 Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täglich 7 05Vm Accomodation 10 55 Vm Postzug 3 00Nm Accomod. (nur Sonntag?). 5 00 Nm Accomodation 6 45 Nm Ankunft- Zlushville Accomodatlon.10 35 Vm Postzug.. 11 50 Vm Jnd'pls Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post..... 12 01 Nm LasayetteAccomadation. ... 5 15 Nm Schnellzug.... 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 L0 Pm Lafayette Accomodation . . .10 45 Vm Schnellpost..... 2 50 Nm Accomodation 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 M Nm Tanville Accomodation 5 05 Nm Expreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodatkon 10 40 Pm Expreß 2 40 Nm Expreß ; m Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Accomodation 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß H 45 Vm Accomodatkon 9 00 Vm Expreß , 10 30 Nm Lake Eric und Western. Abgang Expreß , Expreß Expreß Echnell'Expreß ... Ankunft Schnell. Expreß , Expreß , Erpreß Expreß . 7 15 Vm . 1 20 Nm . 7 00 Nm .11 10 Nm . 3 20Vm .10 30 Vm . 2 50Nm . 20Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Erpreß Columbus Accomodation. . , Erpreß Nichmond Accomodation. . , 45 Vm 00 Vm 00 Nm 00 Nm 30 Nm (Vm 40 Vm 50 Nm 45 Nm 50 Nm 00 Nm Expreß , Ankunft Richmond Accomodation 9 Schnellzug 11 kxpretz Accomodation Expreß Expreß .12 , 3 ,6 . 9 Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß.. Expreß Ankunft Erpreß . Expreß .1105Vm ,11 30 Nm . 3 30 Vm . 3 45 Nm Louisville Division. Abgang Expreß Louisville Accomodation. 3 40 Vm 8 00 Vm 3 55 Nm 4 3) Nm 10 25 Vm 1100VM 6 00 Nm 10 50 Nm Schnellzug. Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Spezial täglich Cincinnati, Hamilton und Jndiana ' polis. Abgang Expreß 3 Cincinnati Accomodotisn . . 10 '. Expreß... . " 3 Expreß . . , 3 Expreß 6 Ankunft Accomodation 9 Expreß , 11 Expreß 7 Erpreß 10 Expreß .., 12 55 Vm 45 Vm 00 Nm 30 Nm 30 Nm 15 Vm 15 Vm 45 Nm 55 Nm 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Expreß 7 30 Vm VincenneS Accomodation... 4l0Nm Ankunft Vincennes Accomodationlt 00 N Expreß... 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 30$rn Expreß II 45 Vm Erpreß 6 45 Nm Ankunft-Expreß lllOVm Expreß 5 00 Nm Expreß 1050Nm Indianapolis, Dccatur und Western. Abgang Expreß . Accomodation Schnell-Erpreß Ankunft Schnel5Expreß . . - Accomodation . Expreß ... 8 30Wm ... 420NM ...llOONm ... SSOVm ...10 10 Vm 4 45Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Erpreß 12 40 Vm Expreß II 35 Vm Monon Accomodation . . . . ; ß 20 Nm Ankunft Expreß 3 25 Vm Monon Accomodation 10 40 Vm Expreß K 20 Nm nur tiklir bVB tiiMh frSrm, wart, hr , t jlu. Ai;u, ru. ltihrrmt)?täimifMril. nhf ,1. ick,, jl-li "il. i rttF mm rr t . i4 iiniiin. Xvn rxu Ao !i werk nd lir I hu bcrwcr fim r llv.n K.Jlnn.r arr Fiiilrarninr fron. t lUatUr. Alt)i, W.how jro bow ttart !. (.') work ia par lira or al hr liin. M'tf momty fvt ork er, ttitrir unknown irawi Ikrax. XKW f iirf wniilrfu. Firtlriin frc. X.UallUfi C.,Ui k 01rlUa,llUi

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' ' 134 College Ave. und Zehnte Str.135 Home Ave. und Tetanare Str. 133 Alabama und North Str. lö7 Newmann und Achte Str. 133 College Aveuue und Jrmin. 21 Illinois und St. Joseph Str. 23 Pennszilvannia nd Pratt Str. 24 MeridlÄN und Zweite Str. 25 No. 5 Svr'nhsus, . nahe JNnoisstr. 26 Mississippi und St. Clair Str.27 Illinois und Michiqan Str. LS-Peimsolvania und Fünfte Ctr. 29 Mississippi und Vierte Str. 212 Tenneisce und William Str. 213 PennsÄlvania und Michigan Str. ' 214 Illinois und Herbert Ctr. 215 Waisenheunath für Farbige. 21g Tennessee und Erste Str. 217 Meridian und Siebente. 213 Clinord und Äesserion Avenue. 31 No. 1 Spr'nhs.. Jnd Ave. .Mich. St. W Meridian und Walnut Str. 34 Caliwrnia und Bermont Str. 35 Alake und New York Ctr. 36 Jndiana Aoe. und St. Clair Ctr. 37 Stadt.öospital. 38 Alake und North Str. 39 Michigan und AgneS Str. 312 West und Walnut Str. 313 Weit und Tritts. 314 Siebente und Howard Ctr. 315 Torbet und Psca Ctr. 316 Tennessee und 1. Straße. 41 No. 6 Spr'nhaus. Wash. nahe West Str. 42 Geibendorf und Washington Str. 43 Mlsiouri uud New Nork Str. 40 Meridian nd WaMngton Str. 43 JllmoiA und Ohio Str. 47 Tennessee und Washington Str. 48 Äingcm's Schlachthaus. 49 Jndianota, Ä SquareS rom Fluß. 412 Missouri und Marylai-d Str. 413 Mississippi nd Wabash Str. 415 Morris und Church Str. 421 O. I.u. W. 5iMdhaus, roestl. vom Fluß m Irren -Asyt. 424 mit:) Ase. und National Äoad. 51 No. 4 Spritzenhaus, Illinois u. Merrill. 2 Illinois und Lsuisiana Str. &i Si?c!i und McCarty Ctr. 54 Welt und South Str, 56 Mississippi und Henry Str. 57 Meridian und Äay Str. 3 No. I Schlsttchhg, MorriS u. Mad. As. 59 Madison Ave. und Duulap Ctr. 512 West und Asckwood Str. 513 Kentuöy Aoe. :.d Merrill Str. 514 Union und MorriS Str. 516 Illinois und tafas Str. 517 Morris und Tsksta Str. 513 Morris und Church Ctr. 519 Tennessee und McEarN) Str. 621 Meridian und Palmer Ctr. 523 Morris Str. ::d Gürteldahtt. 524 Madison Ave. ud Minnessia Str. 1 No. 2 Hstcn u. Lertcröaus. Southftr. Pennsylvania Etr. u::d Madison Aue. 63 Telarvare und McCsrty Str. 1 East uud McCarty Str. 65 Nem Jersey und Merrill Str. 6? Virginia Ase. und Vradshaw Str. East und Codurn Str. 69. L'ennwlvania Ctr. nd Wadlsan Ans. 812 McÄcrnan und Dougherty Str. au tra Ltr. und Lincoln Laue. 814 East und A?eScr Str. 815 Noble und South Str. 71 No. 3 Spr'kchauÄ, Mrg. Ave. 73 East und Gcorgia Straße. 73 Cedar und mm Str. 74 Benton und Georgs a Str. 75 Enqkish Ave. und Pine Str. . 76 Tillon und Vates Str.. 73 No. 13 Spr'nhaus. Prospekt u. Dilloi.. 79 Fletchcr Ave. uud Tillon Ctr. 712 Spruce und Prospekt Str. 713 Engtifh Ave. und Laurel Ctr. 714 Willori und Olive Str. 715 Sbclbtt und Veeckcr Str. 71 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurcl Str. 721 Lexlngton Avenue und Linden Straße. yutt f- - . a , k. " leinjer sivenue unv pruce trabe. '24 Tuckcr und Dorsen's Fabrik. 81 Market und New Jersey Str. 82 Washington und Dekänare Str. LZ East und Pearl Str. S4-Nem Port und Davidson. 85 TaubltummcnAns:a:t. 86 Ver. Staaten Arsenal. 87 Oriental und Washmgtcn Str. 89 rauen.Refornlatsrium. 812 No. 3 Schkauchhaus. Ost Wash. Ctr. 813 Market und Noble Str. 814 Ohio und Harve? Str. 815 Arsenal Avenue und Ohko Straße. 821 Pan Handle EisenbahnShops 323 Walcett und Carter Str. 91 No.7 Sxr'nheuA. Maryland nahe Merid. VZ Meridian und Georaia Str. 93 Meridian und Süd Str. 94 Pennsylvania und Louisiana Sir. 95 Alabama Str. und Virginia Ave. Spezial, Signale. - Ersten 2 Schläa.e, zrveiter Alarm. Zweiten 2 Schlöge, dritter Alarm. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer auji und Schlauch aufgewiFett 3 Schläge, weniger Wasserdruck. 3-3 mebr Wasserdruck. 12 Schlage, 12 Uhr Mittags. X Tie ersten 12 Signale erden voll, ständig auSeschlsgen, bei den folgenden werden die Hundert'. Zehner und Einer Ziffern getrennt gegeben. Die kürzeste und direkteste Route Gst, Weot. Zlord, Süd. Vestlliul Zuge mit den feinsten Parier-, Lchr.stühle- und Speisewasicn, mit Dampf gchcht und mit Elektrizität beleuchtet. Die sä,önsten Eisen badnzüe in dcr Wclt. tie vergliche Bcschassenbcit der Geleise und der Maschinerie statten die größte Sönelliakeit bei größter Sicherheit. Die ernziae Lknie, welche ihre Vaslaaiere nach dein Grand Central Bauches in New Jork bringt und ihnen dadurch girer Biun den Zeit spart. Die Einfahrt in Chicago ennöglicht einen Neerttick über den Michigan Arcnue Boulevard u. die schönsten S trar.cn der Stadt. Die Hüae laufen in den Central Bahnhof vcn Cincinnati, W U.'ücTcpots von Cleveland. 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