Indiana Tribüne, Volume 15, Number 79, Indianapolis, Marion County, 6 December 1891 — Page 10

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Stto Luesö, der Candrvar. &zt Ctizz, &ui dem ttsierüaaUim Leb ca. Do Iran, Slichter. N

Mein guter Freund Otto Lucas wzr sin etivas eitler Mensch, was ihm ja an 3ßJ) für sich nicht viel geschadet hatte. SDarc es nicht um die politischen Rosinen ZMefen. die er im Kopse hatte. Otto 2iie!t sich aber sür einen geborenen Stfiatmann und wer immer ihm das ca .zureden suchte, fiel in die höchste Ägrcaöe.' Eo 'lange noch der alte garaS lebte, dessen ganze Welt in der Techslerei bestand, die er nach jähre Tcger harter Arbeit gegründet und trotz aller geschäftlicher Schwankungen stetig sgröhert hatte, so daß sie einen recht xlledlidjen Prosit abwarf, mußte Otto seine gesetzgeberischen Gelüste zügeln unter den Argusaugcn des Vaters -fria tägliches Pensum Arbeit verrichten. ' "D-a hatte Otto keine Gelegenheit, sich in das politische Getriebe zu mischen, denn Alte haßte die Drahtzieherei. Er tast ein tüchtiger Mann, der Drechslermeist Lucas, geachtet in der ganzen Ward und er gab auch gern hier und ha einen Beitrag, wenn es das öffent' .Äche Wbl erheischte, aber vordem poliAschen Treiben hatte er wmig Respekt ÄUd iils man ihm einmal die Nomina iizr jsx ein StadtrathZamt angetragen. awrba betreffende Comite froh, daß 25 ziit w!er Haut dle Lu:as'sche Ae Häufung wieder hinter sich hatte. Bei die: Gelegenheit hatte Otto das schwarze Krauselhaar geschüttelt und er Wrt. der Vater hätte doch das Amt arnegraen sollen. Da war aber die Wuchtige Fauft des Alten auf die Tisch 2UtU aefallen uud er hatte die kateaotische Erklärung abgegeben, in seinem Hsfe werde keine Pontlk getneben. Für unsern Otto war dabei die unzwei vMtlge Bemerkung abgefallen, wenn er -s z?azeu zollte, fernen polmzchen Ehrzu befriedigen, fo würden versch'ieSene deserte Knochen in seinem KörperSau zu verzeichnen fein und damit hatte die Zache vorläufig ihr Ende erreicht. Lumal auch Mutter Luea, eine sehr energisch? Frau, die Meinung ihres .Alten" vollständig theilte. Otto's Schwester, die schwarzäugige Marie, Var ebenfalls der Politik nicht sonder ir& tnflä ihr ipkÄmrtf sfit! präge Gans einbrachte, wenn sie den Bruder mit dem Titel Governorweckte. So verstrichen die Jahre, bis eines Tages der alte Lucas sein müdes Haupt :p ewigen Äuhe legte. Die Mutter zog zur Tochter, welche einem jungen kGeschästs manne die Hand gereicht hatte, Mnd Otto war unu-schränkte? Gebieter Rber die Drechslerei und seine pilili ' Hhen Ansichten geworden. Eines Tages ' ?Se2te sich nun auch ein Comite in seiner Muzung em uns vor tym mz uanot -n.- ("tv Vi? 0(mt .n. o; t Mi 1 UHZT (!Jl3lUtUllUUs Gliedes an und das Ende davon war, 1. f f.ii. . ' l - r . . . p e m LV uiid ncccpirrie. ajo. wenig usjiLZk ' Vorhanden war, daß OttoS Partei in ' dn Districte siegen würde, es war einer conservakiven Stadt in New Zeisey bewarb sich sonst Niemand heblich um die Nominatkon und Vs 'ÄM Parteiconvent ging dagn C(t(tf Jet Erkorene hervor. Vtto war, wie gesagt, etwas Ml, resh aus diesem Grunde bildete er sich - a nntaf.i!füt 1 Sft n, tuic ywpttc vu4iuut Sesitzen. ivie sein politischer Gegner, der ShA, nebenbei gefagt, an Schlauheit um ! Ä Bedeutende überragte. Die derfdhirtecra Glückwünsche betreffs seiner j - MWination nahm er mit großem Gusto entgegen und ein stolzes Lächeln prangte p$ leinem Gesichte, das sich aber recht lbcLenkllch in die Länge zog, als der Districtssührer einen nicht unerhebliche Betrag für die Parteikasse sortezie. Er zahlte mit saurem Lächeln, Wchdem ihm der Betreffende vorgerech. et, er habe die größte Show erwählt M werden und die .Boys" seien all S3g?lt. Das war am Samstag Abend. Kaum sfplle am Sonntag früh Frau LucaS iCtlo hatte sich auch in den Stand der ' Chf begeben und ein kleiner Otts stram. tsAit säen veranüat in seiner Wiege) Lie Hausthüre geöffnet, um sich die sxiße Flüssigkeit vonIdemMilchmann in Kruq me ieu zu ia en, oa mm . ich schon eine Wassermann' sche Gestalt aas. Welche Serrn LucaS in .dringenrS Angelegenheit" zu sprechen Ssünschte. .Der Ichlast noch sagte die Gattm 'xa. ahnungsvoller Wse, woraus vas Äadividuum erklärte, in einer Stunde Vieder vorsprechen zu wollen, dann um Sie ackste Ecke ging, um dort durch eine rirenthüre in einer Wirthschaft zu verschwinden, wo eS einen Eye Opener" SN2F. Eine Kalbs Stunde späte? schwankte den Stufen des Lucas'schen HauseS -SW anderer Menschenbruder hinauf, ..'dessen ausgefranzte Hosen und defe itm Schuhe auf. keine sociale Stellung - schließen ließen. Ein energischer Zug an der Kwzel, csmb Frau LucaS hatte daS Vergnügen . ZA ö sfnen. Mr. Lucas in?" war die kurze .ZZrage. . , . Schläkt noch war die ebenso, kurze .Tlutwort. ' Qatm komme tch in einer Stunde 1 dieser, und damit verschwand diese Qisher der Frau LucaK unbekannte Per Zsulichkeit. Otto lag noch in süßem Schlummer .die Aufregung. des vorhergegangenen Äages hatte ihn sehr mitgenommen) ..snd im Traume sah er sich bereits als Gesetzgeber, der mit donnernder Stimme i&it Rechte des Kolkes verlyo,gre, .rcbts und links von Beifall belohnt. ,.ÄZa tönte schon wieder die Klingel und ittznals eilte 5rau Lucas a die anstbüre. 7 Äor ihr stand ' ein lang aufgeschossen ' est iunger Mann mit gelber Mäbne ' csd eiuem verschmitzten Gesicht, de si ? . ssgelegentllchzt nacy dem WodlZein e. rrn Luas erkundigte. Dle drau 'sllte dleun .frühen Gast- ebenfalls zxi abfertigen, aber schon hatte dieser , v-n großen Fug ?wische die Thüre

gescyovcu und sich in den HauZsiur ge zwängt, wo er eine derartige Fluth von Redensarten über die Frau ergeben lieu. dag dieselbe gar nicht zum Antwoiten kam. Lucas hatte nun zwar keine Niete in der Ehe Lotterie gezogen, denn seine Gattin war eine gut erzogene, ruhige Frau; dieses freche Eindringen in ihre Häuslichkeit ab,.'? war ihr jedoch zu viel. Sie gab Kies dem jungen Flegel auch zu verstehen, worauf derselbe erklärte, er sei der Präsident deS Hickory Clubund würde schon mit Lucas abrechnen. Dann stürmte er wieder hinaus. Als sich der Herr Canoidat aus den Federn gewunden hatte, zeigten sich die ersten Wirkungen seines polittschen Ehrgeizes im Familienkreise. Frau Lucas erklärte nämlich peremptorisch. daß sie mit den .BumS-, welche das Haus schon zu früher Stunde einliefen, nichts zu thun haben wolle und mit dem Kinde in das zweite Stockwerk moven" würde. Eln Wort gab das atttere und die junge Frau zog sich schmollend zu rück, nachdem sie ihrem Otto das Frühstück zubereitet hatte, und widmete sich .oben" ihrem Sprößlinge. Da saß nun der Kandidat allein mit seinem Talent und schlürfte mit Miß behagen die arabische Bohnenbrühe. Lange sollte er aber seinen Gedanken

über zukünstige Größe nicht nachhän gen können, denn während er sich mit dem ersten Ei beschäftigte, verließ die vorerwähnte Vasscrmann'sche Gestalt die Kneive und suchte die Lucas'sche Behausung auf. Herr Lucas hatte das Vergnügen, die Thüre selbst zu öffnen nd sobald dieses geschehen war. streckte sich ihm eine Tatze entgegen und der Ruf ertönte: Wie geht'S KSpt'n?" Dann trat der 1 Besucher ein. offenbarte seinen Namen, sprach seine Freude auS. daß nun end lich einmal ein guter Mann-, die No mination erhalten und die McCurdy Socials sich für ihn mit aller Macht in'S Geschirr legen würden. Diese hielten nun einen Ball ab, wünschten den geehrten Kandidaten in ihrer Mitte zu sehen und überschickten durch den Besucher zwanzig BilletS, die ja Herr Lucas bei seinen zahlreichen Freunde wieder anbringen könne. Was sollte Otto thun? Er kannte die .McTurdy Socials" nicht, hatte keine Ahnung ta von, daß es eine Vereinigung von einem Dutzend käuflicher Bummler war. und nahm schließlich die BilletS in Empfang, nachdem tv einen Fünfoollar schein geopfert. Damit wurde er dr Besucher loS. Kaum faß er wieder am Frühstücks tische, ertönte abermals das harmoniscye Lauten der Glocke und der Mann mit den auZgefranzten Hosen präsentirte sich im vollen Glänze des SeinS. Diesen .Onkel" kannte LucaS. Unter anderen Umstände hätte er ihm die Thüre vor der Nase zugeschlagen, aber letzt lag die Sae anders. Der Mann hatte eine Stimme und in einem gewis sen, wenn auch nicht sehr anständ,aen Kreise. Einfluß. Das malte denn nun auch der Besucher in üdersebwänglicher eie aus uno maqre unserem utio den Vorschlag, er wolle in diesem Kreise. in welchem der Gegenkandidat vorlausig noch keine Show"' habe, einen Cam pagne-Club gründen. Einen Namen hatte er auch schon in Bereitschaft und meiste .Otto LucaS Iren Claed GuardS" würde sich recht hübsch machen. Wenn LucaS damit allerdings nicht ein-' verstanden sei. so, könne er nicht verhin dem, daß Viele in daS Lager deS Ge aenkandidaten überainaen. der sich die größte Mühe gebe und keine Geldopfer scheue, den betreffenden Kreis zu sich herüberzuziehen. Und so redete der . . . u a j . i . . , - . j " ' : .Älkdermann- noch eine Wetle. vlS sich LucaS breitschlagen lien. eine Summe Geldes zum Miethen eines Lokales

herausrückte und eine gleiche Snmme yatle man stcy mir oen Äroeuem geeifür den nächsten Tag versprach. Die igt. Diese Sache w also glücklicher

nächsten Besucher waren zwe: Anzeigenagenten. von denen jeder mit einem I Annoncen-Kontratt m der Tasche das Haus verließ, dann mußte Otko einen namhaften Betrag für einen Kirchenen : . f!i:fjt zazar zricynen, einer ucinen oiuiicceii Konferenz in seinem Varlor" beiwoh" nen, wobei er die Comitemitglieder mit M.r r ... . -ii. lgarren u. . ro. zu iraniren yaue, , . . t . iWt , 1 UNS lym vte veveu'.zame 'ttttyttlung ge macht wurde, daß unter Tausend Dol lars reguläre Ausgaben die, Kampagne für ihn mcht ersolgre:ch zu Ende gesuhrt werden könne. - Mittlerweile hatte di? Gattin zorn erfüllt daS Mittagessen zugerichtet. Dasselbe wurde schweigsam genossen i f . t ?t. i . t.t ' . t- e uno oem sperrn anvioaien oneo lau eder Bissen im Halse stecken. Nachdem es vorüber, rüstete sich Otto zum AuS geben und die Gattin machte sich eben aus reisefertig, um die Schwiegermutter aufzusuchen, denn bei dieser, daS stand fest, erhielt sie in der schmebenden Frage Recht. Und wahrend sich denn am Nachmittage in' der Wirthschaft, die der Di. striktslubrer blelt. die staatSmanniicyen Leuchten versammelten. Otto, Runde um Runde bestellend, seme Ansichten - . jf i - "U. uoer oic age.,,ragcn iuhwö schließlich in Begeisterung ubergmg, da tyurmte q c oer cuner uca, ein Ungewitter über ihn zusammen. Dort .Sfs nÄrnsiA fänturt be& Snnhnfü : - . r . rm.A rt s .fcjuiyk.. v c- . j r vi . ??r. v vi- om..il lyre corgenerieomiie n visiuiicr liug viz Vant ut y ' k' . .i T - K. Va nuih A Z. uL rSiXS UW i ll ui K, ., v . fc K i u. . i u v i f ., -. w r i' w-n er.. o minicn ;uu & Äs ZiL, "M, rÄf N Ttl1 .El, du meine Güte, rief die alte tJlUU. .U ni vuo WV6 Vil.iW Vlk, das wir zusammengespart. VenN daS r ,4 rR. ,u.s fn der Vater erlebt hätte. Na, morgen werde ich dem Benael gründlich in'S Gewinen reden." Zur selben Zeit fand eine Versamm luna deS .Hickory Club" statt, in wel chem der Präsident seinem Herzen über die schnöde Abfertigung welche ihm im Lucas'sckien Hause zu Theil wurde, Luft machte. , ES wurden Beschlüsse gefaßt, m welchen daS Vorgehen des Candidaten Clt3 LucaS a!S eines Bürgers un oürdig erklärt, der Geentandidat, wel

cher von einem seiner Getreue ein Faß

Bler hatte auflegen lassen, gelobt und dessen Nominativ ratisicirt wurde. In den Augen der Mitglieder deS .Hickory Club war Otto e:n .swok up tsUsr. Der Präsident erklärte: .LucaS wird .geboten". .Loz-s. and don't you sorget iu In einer anderen Wirthschaft wurden. als die Verhandlungen im .Hickory Ulrnr vor sich gmgen. d:e .Otto LucaS Jroncladed GuardS gebildet. Der Wirth verzichtete auf die Miethe, die er ohnehin nicht bekommen' hätte und ein Theil des Geldes, welches Otto herge geben, wurde verjubelt, den anderen Theil - behielt der Präsident in der Tasche. Als LucaS am Abend eine nicht un erhebliche Zeche bezahlt hatte, wobei er vergessen, dem Wirth den .Change zu überlassen, schwankte er seiner Wohnung zu. Letzierer murmelte ihm die Bezeichnung .Hungerleider" nach. An setner Wohnung anglangt, fand der Kandidat nahe seiner Hausthür drei .WardheelerS", die ihn anzupumpen bestrebt waren, und nachdem er diese befriedigt, konnte er sich in seine Behausung zurückziehen. Dort erwarteten ihn mehrere geschätzte Mitbürger, von denen ihn einer im Auftrage der To:on Mumcipal League" aufforderte, sich desmiti? zu erklären, ob er fürAuf bebung der Hundesteuer sei. während der Ander?, oie .Ashbarrel Association der LS. u. 27, Ward" -vertretend, einen Revers unterbreitete, laut dem er sich verpflichten sollte, in der LeglSlatur dahin zu wirken, daß in -Zukunft auf stadtische Unkosten die Abfälle-täglich sechs Mal aus der Stadt entfernt werden müssen und die Schindelbedachung wieder ein aefübrt werden solle. Otts versprach und unterschrieb. Dann versicherte er einem weiteren Gaste, für dessen Ernen nung zum Nachtwächter im Kapital wirken ' zu wollen. ' Um elftUhr begab er sich zu Bett, was die Gattm schon eine Stunde zuvor gethan hatte und drei späte Besucher, welche die Schelle beinahe abgerissen hätten; mußten un verrichteter Sache wieder abziehe und trollten sich grollend von bannen Am nächsten Morgen stellte sich dir Mutter LucaS'' frühzeitig ein und laS ihrem Otto die Leviten, daßfich diefe? aSnlich zerknirscht an den Frühstückstisch setzte. Vo feiner Gattin konnte' un,er Kandtdat auch lemen Trost er hoffe und so griff er mißmuthig nach einer auf dem Tisch liegeuden Morgen zeitungm. Zum Unglück . hatte' tt sich die der gegnerischen Partri ge langt und da fiel denn auch gleich 'sein Blick auf einen Artikel, der sich auf seine werthe Persow bezog. Dor hieß eS u. A. man könne zwar nichts gegen seine Charakter sage, als daß er eitel und ehrgeizig sei. dagegen müsse aber hervorgehoben werdcnz daß eS ihm an jedweder BesäPgung sür daS mt eines Gesetzgebers mangele. Er fei eine positiv geistige Null und noch nicht einmal geeignet, die- Bürgerschaft im Stadtrath zu. vertreten; llnirsch erhob er sich' und trat den- Weg nach bst Drechslerei an. Anstatt rege? Thätige keit. herrschte dort feierliche Ruhe. Die Arbeit hatten nämlich die gün stig5 Gelegenheit benutzt und darauf i fußend', daß, LucaS diesilbe als politi'ch

scher Kandidat mcht ablehnen könnL. . rs n tt L m.:x.Ltiair.. il v-GIm

eine-Lohnerhöhung vonrGeschäftssühreri verlangt, die- derselbe vorläufig abgescblagen. Jetzt vegann es ra Innern 4jito zu roazen una gmin,z wai er M in einen. Stuhl M der Office und I. ' . -i '-v v rraure naz mn oen anacre in cn qua. ren. Auch da noch. ES bedürfte einer Stunde, ehe er stch Nder einlger. t . V t maVen geammett gai oaun vrgaan er nüt demGefchäftssührer zu rechnen und als d,e MtttagZzett herangeruclk war, cncoigi. Am Mittagstisch erklärte ihm die Gattm, die Wahlbummle? machten thr das HauS zur Hölle und Lucas, der doch schon einigermaßen von seiner . . . . r. . t , j. netten rnnri war, verzvraca iqr, nicci wieder für ein politisches Amt kandidi' ren zu wollen. Jetzt, fügte jedoch v . ? -. " - . . , . ymzu, t es zu icat, zuruazuirelen, ' , . ' 2? j- . 4 und die Mge Frau. welche gutmutytgen Cbarakt'erS war, söhnte sich wieder mit dem Gatten aus. Sie übernahm eS nun auch brs zum Wahltage, die 1Qas an der Hausthüre zu übernehmen und die Bummler abzusertigen. 1 xoox'm sie eilte geante Meisterschaft er ! langte. Bei ihr prallten alle Erpreß 1 . . . t . ' I sungsverzucye ao. Die größten Kopsschmerzen verur sachten unserem Kandidaten die Otto Lucas Jroncladed Guards". Kein Tag verging, an dem er mcht tut Dieses oder Ien:S bluten mutzte, um die .BoyS" zusammenzuhalten.' Bald war. es ein Transparent, oder eine Fahne,, oder em Zwcckessen mit Musik u. s. und die Rechnung für dieze Bruder. tns aus lünsnndvierna biS Seelen ruppigsten 'uud struppigsten Characters angewachsen war. beUef sich I . ' 1 . - - , - . : 's schon in die Huuderte. Dak.ur wollten kl ..v 4fircm Natron, eine Serenade 1 7 -"7--bringen, aber Frau Lucas wehrte sich dagegen mit Händen und Füßen und so 1 ? . ret- tl lUnlCTUUSÖ OKlC VfUiCUUC I ... a. P . , zeiauna w Und l war dmn der Tag in 0V httangttickt und O,t. d jeden &MMmjj . m :, 1 ; , hrt T rf tH 1 i I CH Kt"uiä. .: hm""' HwP . flml)aQne . Seine .Jroncladed GuardS- hielten dZe letzte Sitzung, nach. K . ,in- k.-.f.. i iv ..v, v.... Summe für' ihr Saufgelage herausge. schlagen. Als dieses mitten im Gang? ' 9 m rr "' '' .''.::Csf '1 i: Tl . . war, sieule ncu ein gen! ocs egeii' kandidaten OttoS ein und ließ den Prä. sidenten rufen. ; Beide begaben sich Freie, wo sie in einer dunklen Ecke conterirren. - -$f$r'&Ji . Wie viele Mann haben Sie beisam men 1" frug der Iged,zZ . DII , .Fünfundvierzig " lautere die Ant wort, .kann aber blos 42 abliefern. derm aui crn samt ich mich mcht ver' lassen

Wie viel verlangen Sie per Kopf? war die weitere Frage. Well, die .Boys verlaugen fünf Dollars und für meine Dienste verlange ich fünfzig Dollars. All right, abgemacht, sagte der Agent und in die Tasche greifend, fuhr er fort.: Hier ist die Hälfte in Cash, wenn morgen die Stimmen abgeliefert sind, folgt die andere Hälfte, gute Nacht.Der Präsident nahm das Geld und begab sich in daS Lokal , zurück. Dort hatten schon verschiedene Eisengevan zerte" Lunte gerochen und diesen winkte der Präsident zu. Mit seinen Getreuen begab er sich dann in eine Ecke. .Vier Dollars pro. Mann habe ich herausge schlagen und für jeden von unS Dreien sechs Dollars," raunte er diesen zu. Stuß," sagte der Eine, zehn Dol lars für Jeden von uns, oder eS gibt Skandal. Du willst wieder Alles allein einsacken." Hast Recht, Jimmy," warf der Zweite ein, .zehn Dollars, oder wir striken." Der Präsident wand sich wie ein Wurm und schloß dann auf der Basis von acht Dollars für jeden der Dreie uud vier Dollars für die übrigen .Köpfe ab. Lucas war verkauft. Als er am Wahltage erwachte, glaubte seine Erwählung an allen vier Zipfeln zu haben. Nichts hatte er unterlassen, sich beinahe heiser geredet, eine beträchtliche Summe ausgegeben und in jedem Wahlbezirke Propaganda für sich gemacht. Sein Gegner hatte sich nicht halb so viel angestrengt. Das Resultat mußte Otto'S Berechnung nach' zu seinen Gunsten auSsallen. Den ganzen Tag über war er in dem Distrikt thätig und er ließ eS sich noch malL hundert Dollars kosten, wovonder Präsident der .Jroncladed- noch zwanzig Dollars für die .BoyS" her aus geschlagen hatte, die, wie er versichertewie dirBiber sür .ihren Mann" zrbeitetnk Nun war auch das Wählen vorüber und daS Zählen der Stimmen begann. Lucas saß' in feine? großen Behausung und wartete auf daS Resultat, zuerst hoffnungSfreudig. denn einige Wahlbezirke hatten keine Majoritäten zu seinen Gunsten gzgcben. Dann kamen aber die Hiobposten und je mehr er die Zah len überblickte,, je- mehr kam er zur Ueberzeugung,. daß feine Hoffnung eine trügerische, daß er geschlagen war. Seine Eitelkeit' hattr neu schweren Stoß erlitten: Und während von der Gegend, wo dsrGegner wohnte, Hoch, rufe erschollen faß er den Kopf in dii Hände gestützt im; Zimmer und erst lauge nach Mitternacht, suchte er sein Lager auf. Seinen Schwur, , nicht wieder sür ein politisches Amt zu kandidiren, hatte Otto LucaS gehalten und-darüber freut sich die ganze Familie, voran in erst Linie die Gattin,, danw die Mutter LucaS' und auch dieSchmefter Marie. Letztere kann aber das Necken noch km mer nicht lassen uud sobald Otto einen Besuch bei ihr abstattet, muß er die Frage hören: .Wie geht 'S, Governor?

Hering uud Lleve. It gez d'e Scheffelte ü&ZiU 0 Hering und von der Auster Wie Beide so verschieden. Das fällt mir grade bei, Der Hering wirdgefagen. Die Liebe, die ist frei. Der Hering liegt im Pökel, Im Herzen liegt: die Lieb'; Der Hering ist so.' ehrlich. Die Lieve ist ein. Dieb. ! Nichts taugt ein'alter Hering, Doch alte Lieb'- ist schön. Der Hering macht unS dürsten. Die Lieb' den Durst vergehn. Aus diesen Unterschieden Ein Jeder wohl, ermißt. Daß keinesfalls' der Hering Zur Lieb' erschaffen ist. mi m " Ein genarrteeZlnbeter. Ethel: erzählend) Du kannft dir meine Verlegenheit ' ausmalen alS ich ganz ahnungslos in den Omn.buS steige und unversehens nebenv deu jnn gen Trotter zu sitzen komme- Du weißt doch, derselbe, dem ich n Son wer eine Lorb gegeben habe Wir hatten unS seitdem natürlich, nicht rnihr gegrüßt. - :t ..: f Nosalie: Nun,! und wuhuft du.' dir auS der.Verlegenheit Lehoffen? ! !i Ethel: O, ich that so-, nlS ob nichts vorgefallen sei und habe ihn erlaubt, daS Fahrgeld kür muh zu bezahlen. .S O! lh&rb$tä'W$: $j f .,. Rücksicht. : Herr: Weßhalb fahren Sie dun - setzt , Schritt? Droschkenkutscher: DaS geht i nicht an ders, lieber Herr. Sehen Sie mal, wie mein Pferd, den Kops hängen läßt, dann i . .i ... . e -r.i. ... .i .. . oenli er au emar uoe? eiwas nac?, uns . ' i ' , va ian:i j yoy najt nsren.

J-VfefeS: UMMH. - csLzs(rTl I a3! M MV'ß lW-'U m MM'M 1 Xjr.i t A V-nf iir. rrv M8MrtM'-. : fftCifT-f m V- ::V fvferZvtL i mmil-b ,MWMM" ' ' s - twffi 1. ' "" ' ' -. y ' ' n- ' , ' 1

OkKllerS unangeuehnr gestörtes Gabelfrühstück in oer Nestau ration zum Thiergarten".

IteZTAV tZV 3. 3. 4 crc&crac Federbetten. Tbeilnebmendr lZusHauer: Um Got Deswillen. halU Der Geldschrank stürz k herab! ie Frau mit dem Federbett auz oem opf gey: unvttm weuer.) ( Der Schrank stürzt ihr auf den Kopf, springt aber ab und sie setzt lächelnd ihren Weg' fort.) Starker Tabak. fi-Ij Er: (5 ist wirklich merkwürdig's jede'Erkältung wirft sich bei mir stets auf den Kopf. Sie: Ganz natürlich. Sie wissen doch,' daß der schwächste Theil deS Kör perS zuerst von der Erkältung ergriffe wird. Darum bekommen Sie stets d Schnupfen, luenn Sie sich erkälten. Tochter (auf dem Balle):,. Ach Mamal .... entsetzlich, tt'xi einsam ch dasitze U. nicht ein einziger Herr nähert sich mir!' Mama : .Aufiem Sessel nebenan lieg! ein Herrenhut, letze Dich darauf, Marie. da wird wenigstens der Eic thüme?. ! des Hutes y uns kommen müssen."

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1 Lon. elg e tter. ffolaKkde'L. hübsche und aut aeschrie bene Feeilletbn von G. Reigersberg sollten dir Hausfrauen heute ihre! Mannern a!5 Fetagslecture vorlesenDaS erste Erfouderniß, um .Enttäu fchungen nach der Hrchzeit und die Ver Wandlung der Äoje in eine Distel odei des männlichen Rittersporns in Heide kraut zu vermeiden, ist daher für beid Theile. daS Mädchen wie den Mann, während des Brautstandes die bsider seitigen Charaktere so genau, wie um immer möglich zu stndire. Vassew si nicht zusammen, so isr es besser, wenn die Betreffenden sich überhaupt nicht mit einander verbeirathm sondern eim andere Wahl treffen. Einen weiteren Schutz gegen unli'bsame Erörterungen, nachdem der Bund für'S Leben geschlossen ist, gewährt es. wenn sich beide Theile von Anfang an keine allzu idealen Äorstellungen vom Leben in der Ehe machen, scndern sich im Voraus sagen, daß jeder Mensch seinc'Schwächen hat. die man ertragen muß,, wenn man Anspruch auh Nachsicht für seine eigenen Fehler: haben will. Sind-' trotz dieser Vorsichtsmaßregeln zwei Menschenkinder in daS Ehejoch gerathen, -welche dasselbe später als drüt kende Last empfinden, so mögen Beide einmal zuerst bei sich selbst Ein kehr halten und sich fragen, ob und' in wie weit sie persönlich Schuld an dem unerquicklichen Stan der Dinge trifft, ehe sie sich gegenseitig anklagen. ES ist merkwürdig, aber wahr, daß mehr Ehen- in die Brüche gehen oder wenigstens nicht so glücklich sind, als sie sein könnten durch Kleinigkeiten, als i Folge von wichtigen Ereignissen. Kom men Letztere, namentlich Unglückssälle, Krankheit, Verlust von Kindern u. s. w.. dienen sehr oft dazu, um die beidenGatten enger an einander zu ketten, als eS durch langjähriges Zusammenleben ge schehen wäre. Dagegen wirken kleme Vernachlässigungen, unwirsche Bemer kungen, Spöttereien u. s. w.. an sich vielleicht nur unbedeutende Dinge, wik ebensoviel Trcpfen auf einen Stem, d. h. sie höhlen'ihn ichließlich aus. Mag die Erwähuung einiger vlese Dinge genügen um zum Nachdenken anznregen, den Frieden wieder herzu stellen, wo er schone gestört ist und die mancher bisher gemüthlichen Häuslichkeit drohende Gefahr, sür numr beseiti' gen. Manche Männer- sind önßerst liebenswürdige Schwerenöther in ihren Vereinen, auf Bällen, im Theater u. f. w., aber reguläre Brummbären, sowie sie nach Hause kommen. Und manche Frauen sind in Gesellschaft freundlich. witzig und amüsant,. aber einsilbig und langweilig innerhalb ihrer vier Wände. Wie, wenn solche. Leutchen es einmal probiren würden, ihr Benehmen gerade umgekehrt einzurichten? Man lebt ja doch nicht für die Außenwelt, sondern um sich sein eigenes; Heim glücklich und behaglich zu machen. Spielt der Mann, wie er es vor der. Hochzeit gethan, so auch nach derselben, den Liebhaber bei seiner Frau und ist die Frau zunächst darauf bedacht, ihrem Manne zu gesauen, eye ie ans rlumpye ,n oer großen Welt denkt. sowird das früher öde und liebeleere HauS bald zwei so glückliche Menschen beherbergen, wie sie nur zu finden sind. Man ist doch sonst höflich und rück sichtsvoll gegen Fremde und sucht sich und Andere, welche man in Gesellfchaf ten u. f. w. trifft, AlleS fo angenehm, wie' nur möglich zu. machen. ES ist auch ganz in der Ordnung, daß dies geschieht; nur sollte man consequenter Weise zu Hause erst, recht thun, waS man für seme Pflicht gegenüber Fremden hält. Statt dessen sehen wir es oft genug, daß sich einec Frau für Leute putzt, die sie kaum kennt, wahrend sie im Hause nachlässig, gekleidet herumgeht, gerade als od t ihrem Manne sagen wollte : Für Dich ist Alles gut genug Ebenso können. wir Männer beobachten, welche gegen fremde Damen die Auf merksamkeit selbst sind, ihnen Schirm und Shawl tragen u. s. w., während ihre Frauen sich, keine solchen Ritter dienste zu. erfreuen haben. Wäre eS nicht bester, wenn auch dieje Herrzcyasten es umgekehrt machen und zuerst liebenswürdig gegen einander sein wür den, ehe sie sich für fremde Leute die Hälse brechen? Mankann natürlich nicht daS ganze Leben, gerade so sein, wie man als Braul und Bräutigam war. Das verlangt auch lerne- vernünftige Frau und kein vernünftiger Mann. Trotzdem wäre es sehr gut wenn Beide. Frau wie Mann, wenigstens einige Dinge ihrer Brautzeit durch ihr ganzes Leoen be wahren würden, darunter vor Allem ein rücksichtsvolles Benehmen und nament lich eine? höfliche und freundliche Art der Unterhaltung unter einander. , Wir sa gen. Bitte zu einem Fremden, wenn roit etwas wollen, und Danke" zu einem Eskimo, wenn er unS irgend et wa gereicht hat, was wir wünschen, warum nicht zu unserer Gattin? Daß die Frau unS geheirathet hat. ist doch noch kein Grund, um grob gegen sie zu. fein. Da sind noch so einige andere -Dinge,-welche nur zu sehr geeignet sind, die ur Zprüngliche ,, Warme der Empfindung allmälig erkalten zu lassen. Dazu ge kört unter Anderm das Schnzollen unö Trotzen der Frau, ein hoch& gefährliches Erperiment einem Willensstärken Manne gegenüber, und diS ewige ,Be kritteln von Seiten des ManneS von Allem, was die Frau thsc, obwohl sie gerechten Einspruch auf Lob Und- Aner keunung ihrer Thätigkeit hat. - M"n kann nicht immer gleich guter Laune, sein und namentlich, wenn ein Manu geschäftliche Sorgen hat, wird eS ihm zuweilen ziemlich schwer, ein heiteS, Gesicht , va machen, während der Kops voll, ernster bedanke it. , , Aber eS beweist wenig Rücksicht auf die Frau, wenn der Mann nach Hzufe kommt und

Sie soll man mit seiner Frau ver kehren?

den unter TageS gehabte Äeraet an

seiner FaiÄlie ausläßt. Ware er an dem betreffenden Abend zu cinm Di?.er bei fremden Leuten geladen, so brachte er es sicher fertig, daselbst den eleganten Salcnmann herauszubeißen. Warum also sich der Frau zu Liebe nicht ein w?nig Zwang anthun und mit freundlicher Miene in's aus treten? Ein weiteres Dmg, welches in vip Im Familien zu Streitigkeiten und Uwfrieden führt, ist die leidige Eßsrage: ES ist selbst für die aufmerksamste Frau ich? immer möglich, gerade die Lieb lmgsspeisen ihres ManneS zu kochen und thäte sie es, so würde dieser selbst die betreffenden Gerichte bald müde werden. Die Iran bringt daher, oder, wenn da?' Haus auf größerem Fuße ge führt wird), läßt auch andere Sachen auf den Tisch bringen. Auch ist eS beim bestm' Willen nicht möglich, die ' Speisen immer gleich gut zuzubereiten, Kamentlich wenn einmal Kmder den größeren Theil de?Zeit der Hausfrau in Anspruch nehmen. Eine versalzene Sicppe angebranntes Eemüfe u. s. w. sind natürlich gerade ke:nc Annehmlichkeiten Aber das kleiue Malheur ist einmal geschez und wird durch alles Brummen "Sicht mehr besser gemacht. Warm also nicht lieber mit eine??, schlechten Witz oder cfpe jegliches Comment übw' etwas hiMeg zehen, was der Haus srcuz viel unangenehmer ist, alSuns, und worüber wir ?icht halb so vicle Geschichten machen würden, wenn e uS in sidtler GelellsÄaft bex Freunden oder auf der Reise passirte. Laßt doch solche Kleinigkeit? bev Seite! Das Leben hat Bitterkeit? ge nug für Jeden, oh.ie daß man seine! Frau und sich selbst wegen ciner rerun glückten Spnje den Mend zu- versrben braucht. Was neH besprochc?l zu werden ver dient, ist die Ungeduld.- oder Unlust so vieler Männer, mit ihren Frauen zu plaudern. Laß mich in Ruh' mit dem Zeug" ; .Was kümmern mich' Deine Haushaltung - Angelegenheiten", efrv heißt es, wenn, die Fraumach dem Essen erzählen will, was sich NÄhrend deS Tages innerhalb' ihres bescheidenen. Wir lungskreises ereignet hat. 9s im, es sind' za auch wvhl', kerne-epo chemachenden nd welterschütternden Begebenheiten. Aber e hzndelt, sich auch weniger mn den Gegenstand der Conversation. aw darum, daß sich Deine Frau schon den ganzen Tag; darauf' ge freut hat. daß sieAdends ein Stündchen mit Dir plaudern kann. Mit wem' soU sie und wem wird sie Alles, auchdie kleineren 'HaushaltungS Gegenstände, besprechen, welche, doch daZModl Beider betreffen, als mit ihttm Mann? Und wenn Du fit einige Male .schroff zurückweisest, fo wird sie Dich nn kurzer Zeit überhaupt richt mehr- zum Wer trauten ihres inneren Lebens- machen und Du bist der verlierendeTheibda bei. Also plaudere gemüthlich, mit. Deiner Frau? die Zeit, welche Du bei den hiesigen Geschäfts stunden im Hause verbringst, ist ohnehin kurz genüge Mache sie daber Deiner Frau und da durch auch Dir selbst, so augenehm' wie möglich. (IS ließen sich h:er?noch eine Menge für das häusliche Glück wichtige-Dinge anführen; doch die obigen Andeutungen mögen genügen. 3wr noch EineS zum-Schluß:. Geht des Morgens nicht in Unjrikden aus' einander! Was immer es gegeben haden mag, kleine oder große MeinunSVerschiedenheiten. zu. einem'- wirk, lichen Disput soll und darf eS in einer guten Ehe überhaupt nicht kommen. versöhnt Euch, ehe der-Mann das HauS verläßt. W?nn der' eine Theil daS Wort nicht sprechen will, so-mag eS der Andere thun, nur, scheidet nicht in Un frieden. So manches Lebensglück ist schon daran gescheitert, das keiner der Beiden das erste gute .Wort geben wollte: Eures mag . ebenfalls in die Brüche gehen, wenn Ihr Euch das Unglück Anderer nicht.. zur.- Warnung sein laßt. Bedenkt serner.- wie unsicheres Ding das menschliÄe Leben ist: der Abschied des Morgens- inag ein Ab schied für'S Lebe', sein. Denkt an die lange und bitlere Reue,-, wenn eS daS Unglück so wollte.- daö die Livpen sich für immer schlöffen, ehe- ihr das ver föünende - Wort : gesprochen und . gebört' habt. Ueberlegt ' Euch-- die- Cache einmal Ihr Värchen. die Ihr nicht fs gut mit einander auZkommk, wie eZ in einer guten deutschen Ehe sei scll, und legt den falschen Stolz ab, der Euch verhin dert, zuerst die Hand: zu einer Verstän ' i vlgung zu ciwcx. - Und wenn Ihr- Euch dann ehrliche und unablässige Mühe gebt. Euch gut ,n einander zu.schicken und gegenzettlq daS Leben zu verschönern, so bin ich überzeugt das wir bald den Spaniern ihr altes Sprüchwort lassen und statt dessen mit Stolz sagen können: .Ich habe eme Roze.- genommen und sie ist meine.Rose geblieben. - .'" 'S y. erichtSftilblüt h e. Ein tapferer Ossicier im Stillstand, d er in einem Feldzsge den rechten Arm einge büßt hatte, erschien neulich vor einem, südfranzösischen Gerichtshofe als Zeuge Auf die Aufforderung, den vorgeschrie n?n irt fViftfl rfi nS r ftnken Arm. , , Der Advocat des Angeklagt ten wandte sofort ein, daü ein Eid nil, der linken Hand nicht giltig sein könne. Der Gerichtshof zog sich zur Berathung zurück und verkündete dann sein Er kenntniß. daS wörtlich übersetzte lautet: .In Anbetracht, daß, wenn die glor reichen Uederrefte unserer Armee vor usseren 'Gerichtshöfen 'erscheinen, um ihren rechtlichen Pflichten zu genügen, man von ihnen nicht fordern kann, daß sie den Eid mit jenen Gliedern leisten die sie im Dienste deS VatttlandeS der, loren haben, ist der in Aede stehende Eid mit der linken Hand als giltig an zusehen. ' ' ' i:!liiii;:".::-ii.'!f!li!!i Hls!::;;:'!!" r'iB'- ? -1 AitS dem Gericht Sfaal. Zeuge: . ..Er hante mich so. daß ich meine Gesinnung verlor!

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