Indiana Tribüne, Volume 15, Number 56, Indianapolis, Marion County, 13 November 1891 — Page 3
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Deßhalb! Die guten Eigenschaften eines Heilmittel gegen Schmerze bestehen tarin, daß es nicht allew Schmerzen für einen Au genblick lindert, scndem daß es auch dauernde Heilung hersorruft. Zu einem solchen Heilmittel gehcrt
$4 Pc5 gröZe LchVerzkuhttlmZU?!. Ci ist ohne Zweifel, dai keste eegen alle äußeren Schmerzea, wie taufende von Zeugnisse öeweifen. Liese Thatfzche bezeugen Erzbischöse, Bischöfe, Prediger, Advokaten, Aerzte, Gonderneure. Generäle, Senatoren, (lsugreßmitglikder. Conssln, Armee und Narlue Offiziere, BurgerAeisier und Senate, sie alle sind einig in dem Auifpruche: wir haben an Schmerzen gelitten und wo andere Mittel keine Wirkung iatten, rsurden vir durch Anwendung von St. Jakob Oel geheilt. Auch der Arme findet in diesem weltbekannten Heilmittel einen treuen Freund. ,rffi M Manncr und JunglZne ! Itrt eknz!ge Weg, verlorene V?attnevkraNi??,crkzer5usteU, freie f rttZÜÄie und selbst anschel cb uhi bz FäS fccit EeschKStS krautZetteu sicher uud bsurrnd zu heikaz frner, geasne Auftrug z über Ms na barkcit k WeiblKZ, k Che I HMbernisie tetftttca nd eilünz, z?!at KsS ge, ..! j ntrftuttAi u k ! i A nker". K;:Uao, 250 Brütn, f h r.ü kielen lchTnich, VLder. ZZirl i ttuifdjtr pti$t gsgen üiut scndvog tss 2S ffratl ia Puflmarkca, la tlara nnfittsiieu llitifilaj wkhl freryairt, frei versa,, dt. Mressire : 5? ?1 ij fi . . l deutsches heiukstitut, Tr fettunctS?. 7;r" tft auch u hab? in tu dianavoliS, Jnd t G. Key! er, l Süd Xclsi wäre Strufjc. Schwache Manner, klche me volle Mseskrajt uns Gerftes frif wird ju erlsuzra wänden, fcUfen nicht : Ti&anun, tfu Jugendfreund" ja lesen. Tss mit rieten örsuttsaeZchlchtea liatcrte. j reichlich auSzestzüne Werk, Kbt Aufick'l üb I t neues Heilverfahren, rccriiraj Tosende ta türtnrt ett ebne Bufesleuns von 1 ksä'lkchtikrankkzciten uns lett Folgen d Jugendsünden iederhKgks!lt urceu. ! Sckwaclie Tratten au fräntUicnmci, fcle;üibtt tritt findet l lssFraue,erfabsss diesem Buche, we d ?vue v eriantno v ye Wunsch ihre Herzess erkällk werden kn. tznlverfzhreu ebenso rinfschals biÄiz. Jtteriein ei?'. Schck,2SGnls l,a Stapsud Ihr bekommt kaS Tuch v??ez?'.t ?d fr zugeschickt voa rrr prtvst yttnlkr nd Z!lsV,n??,rn. a3 3ijtft UU e.,y,et8 Kork. R. K. 2 lLstakIZskelZ i Fla lo otitain a thorough fcnowletljyse os """ !, AMeÜCaLn Office Tratainff, Ktc, 1s at the o!d .liable ITOIiliPOLIS EÜSISESS US1YERSITY, W ttoek. . Ff., aoo. Postoffic. HEEB & OSBORN. Snd sor Illejrant New Cataloae. Abend u. TaMule. Tretet jeht ein. Holz- und Scbiefcr-Gesiznsc, (Mantels.) Cate City STONE FILTERS. (AasierbehÄIter.) Eisschränke und Eiskifie k grStr LuZmahl und zu den bikiasten Preise mmuW, CchlaMgleit kunrt. et Sevrin. Avkrkon P. O.. P. " KI Vune Jedem ßur gest. ikentu,ft. datz ich Pastor köRig'I NervkN'Stirkr o:it dem aerdestea E?kolge Eege!klagsiqkeira?wadkk. Gewch i't der lciden- , Menschheit durch titti MMel em groker Dieust er Igzrkz, g. Jranc?. f artet et. Peter irche. Lowell. Maff U Z5b. 1S8S. IS WettdeHerreril !2e ich mir dorlleL. wie d!cl Gutes deu diele .ßlnsISSliche getbau wird die durch ihre Medizi ar werd, so kann icy nicht bezmei'cla. datz der Ee !. oiu einem !ene. ta v?cl,lyem das Kiemen: am: lcher Müdthätiqsert k,ne ks qroße Antheil Nimmt, den verdienten Srwla teecten wird. Wen ich5ZHk rn irgend einer WeNe zu Tienstk ftekeu fern, so werde ich glücklich sein. Ihm zu helfea end Jbne Zur die Selegenheil dar,kdar sei. Mit fc.fM Bt f An fivtiAiiMMK r, JMTMMM( M VMW.V&H V i ( Llk verbleibe ich Ihr VevW.H. MeDvuough. in Z?eriKvsUeSBuch kSrNvei,nude IPl w,rd J:d?Lt der es verlangt. zuc:i''andr. Arme erdaUe auch die Mcdi.iiu?iZonst. Dies Medizin rourde int dem Jadr lss.6 vo dem
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Die- tolle Gräfin.
Ävwan an M. Eltou. (Fortsetzung.) Vanvertoo .achte laut aus m ie,ner Erregung. Wolfsjagden und Nachts die Jagd auf wilde Enten Gott gebe, datz der zukünftige Gemahl von sanfterer Tmkungsart ist !" Es war sein Wunsch gewesen, sie einmal in ihrem tollen Treiben und Thun Hause zu sehen. Nun aber schütte... tt energisch den Kopf und sagte eifrig: Nein, nein, dazu felzlt mir die Zeit, und Arznei Mittel gegen Wolfsjagden kenne ich überhaupt nicht." Ganz unbehaglich war ihm zu Muthe, als er aus dem llloster den Berg hinunterging. Solch' ein kleines, dum mes Mädchen," murmelte er ärgerlich vor sich hin. Maurice Vanderloo, alter Philister, wohin bist Du gekommen? Sie wiedersehen? Daß Gottmich davor behüte! Siehst Tu. StaniZlaZ. Du bift meine rechte Hand, wo wäre ich hingekommen, okne Dich? Durch Dich ist mir das Dasein wenigstens ursprünglich ge worn. Nun thue dm Schatz Deiner Me s lich'eit wett und ganz aus uns rerscyone micu ein für allemal mit den trostlo en Zahlen. Ich will n cht wissen, wie es mit uns steht, das habe ich Dir schon so oft gemgt." Pctinsli iaz am Schreibtisch vor einem .viin von offen daliegenden NechilN g 1 und Briefen, Graf von Marck o..t'maß mit großen wuchtigen Schritten das Zimmer. könnten t redlich und unbekünv wert in unserer Einsamkeit lebm, aber Tu verdirbst mir den Humor durch das Nabengeichrei der Canaille. Latz es nicht mehr zu mir?driggen, Stanislaw, ich will utt2ttg:soch!eu, als srmr Edelmann leben." PotinZki hcb ungeduldig die Cchu-z tern. .Ich kann Ttr nicht Alles ,er,t' halten. Tu bist der Herr von March und nrnfit wenlgftens Deine Meinung abgeben." entgeznete er in ruhigem, ernsten Ton. Äozu habe ich Dich denn zu meiliem Stellvertreter ernannt?" rief Gra March mit Verdruß und blieb vor dem Schreibtisch steher. .Ein für alle Mal. Ltanislas, halte mir die gierigen Gläubige? fern, so ertrage ich es nicht länger." So höre meinen Vorschl g '.n. Jules. Ich könnte Dir Ruhe verschalen, wenn Du mir beistimmen wolltest." Graf March nahm einen Stuhl und setzte sich fo energisch am Schreibtisch nieder, daß der Stuhl umer ihm krachte. 2o laß bren." Das Gesicht Potinski's verfinsterte ick einen Augenblick lang; der Gra von March bemerkte es, er stand rasch zuf und legte fest die Hanv auf die Zchnlter des Polen. Lege meme Worte nicht auf die Wagichale. StanislaK. Zwischen Dir und mir darf kein Miß?erf:ändniß obwalten. Habe ich es geittllt, dzh Du Dich hier zum Verwalter herabwürdigtest ? Eine abwehrende Bewegung so tinsli's machte ihn rerftummen. Das ist mein Vorschlag," siel der ole rasck ein. Sobald Leone die F au Deines Neffen und prämmtiven tiben und Nachfolgers ist. überträgst Du Alkes Deinem Schwiegerfobn. Er vird die Hypolheken, welche March U'chweren, abtragen und es ganz frei machen." .Und ich. und ich?" fragte der Graf, .'tarr vor Staunen, ja Entsetzen. ..Du lebst hier weiter. m es Dir beliebt (Sin abhanzizcr. geduldeter Mann. ?ch. ich!- fchrie der Graf von March auf. .Me:ne Tochter ein Lockvogel, einen reichen Schwiegersohn in's Garn zu locken, damit der Barer das Gnaden brot bekommt ! O. der Schande, o. der schmachl" Er stürzte aus dem Thurm,;emach. Der Pole war vom Schreibtisch aufgesprungen, auch sein Gesicht hatte sich mit jäher Nöthe überzogen, laut und schmerzlich rief er aus: Es ist ihm sucht beizukommen. den Fragen des izraktischen Lebens steht er gegenüber, vie ein störrischcS Kind, und dabei hat r ein Herz, so weich, so groß und so ctol. Er wisch' sich den Cchweiö von der hohen Stirn, die wieder weiß wie Elienbem geworden war. Das bleicke Gesicht wendete sich dem Fenster zu. Er schaute aus die blühenden Gärtm, die das Schloß umgaben; die hoch emvor ragenden Bäume des Parkes reihten sich um diesen stolzen Besitz wie Festungs' mauern. Bis hierher hatte Potinski Älles zusammengehalten. Mit einer Umsicht und einem Fleiß, die m der tiefen Dankbarkeit wurzelten, die er oem Grafen von March . zu schulden zlaubte, hatte er sich vor fünfzehn Iahren der verlotterten Wirthschaft angenommen und hatte es erzwungen, daß !)ie Leute entlassen wurden, die den Grafen bestahlen. An der jungen Äräsin von March fand'er keine Stütze, aber dankbare Anerkennung. Ein gutes, liebes Wefen. litt sie beständig unter den Sonderbarkeiten ihres Mannes; aber Festigkeit und Widerstand durfte man bei der zarten, immer leidenden ,rau nicht suchen wollen. Ihr Tod ging Potinski fast mehr zu Herzen, als dem Graf n. Sie paßten nicht zusammen. Ihre wohl durch die fortdauernde Kränklichkeit bedinAle Alt und We e sich in Haltung, Stimme und Auftreten mehr als ein Opferlamm zu geben, ärgerte und reizte den Grafen beständig. Die Reihe von Jahren, die er hier zugebracht, ging an dem Polen vorüber, es waren Jahre des Friedens und der Ruhe nach der schauderhafte Tragödie, die seine Jugendjahre abge fchlonen hatte. .Was bat es gegel n Onlel Stanis !as?" kam eine süße, sitverhelle Stimme von der Thüre her. Der dunkle Locken köpf Leone's zeigte sich ihm in der Thüre. Sie kam auf ihn zu, nahm seine vand m feie ihre und sah ihm mit einem Blick in's Gesicht, so bittend, so voll Theilnahme, daß tt eine Anstrengung wachen mußte, seine hervorbrechende Rührung zu bekamvsen. .Was soll's sein?" gab er scherzend zur Antwort. Zeus Olympos fühlte wieder einmal seinen Götterb'ick emvört
uoer arm'eltges Menlchengelritzel. Wir wollen es ihm ersparen. Leone, es macht ihn zu unglücklich. Ich nehme es denn an, sei Du m.in.' Verbündete." .Schlag ein, .Potinski; wir werden schon zusammen etwas Erkleckliches leisten," rief sie und hielt ihm die kleine offene Nlchte hin. Ein Pistolenschuß dröhnte dumpf durch das Schloß; Po. tinski horchte erbleichend auf. Es ist nichts." beruhigte Leone, .hörst Du? da folgt schon der zweite Schuß, nun der dritte " Das kam nicht häufig vor. daß der Graf sich in seinen Zimmern Lust machte durch Pistolenfchießen ; sein Zorn munte f;eute ein aukeraewöbnlicker lein.
.Der Donnergott," scherzte Leone. ! .Nun aber haben wir genug der Don nerschläge." Sie flog hastig nach einem Notenständer. .Sei gut. Onkel Sta nislas," bat sie und reichte ihm die Geige. Tarauf ging sie zu den Fen stern und öffnete sie weit. Potinski zögerte eine Weile, dann sing er ganz leise zu präludiren an. Beim eisten Ton hörte das Schießen auf. Lune stand in stummer Andacht, die Hände gefaltet und laufchte atbem los dem hinreißenden Spiel. Das sang so süß. so weich, wie stelle Klage,, wie rührendes Bitten. Wie bleich Tu bist," sagte Leone und nahm Potinski die Geige- ab, die er noch immer träumeri'ch im Arm hielt. .Das war wieder ein Th.il, Deiner Seele, was Du gegeben hast; er ist gut und hcck'aerzig, er wird Dich verstanden haben. Nun rüste Dich zur agd," rief i e tröhllch. .wir können noch einen Ztrelizuz vor Abend machen." Die Einwendungen Potinski S nutz ten nichts, eine Biertelstunde spater ging eine allerliebste schlanke Jägerin im knavpen Jagdkostum. die Flinte aus der Lcbulter, an der Seite Potin-li's durch die Alleen deö Gartens dem Lark zu. Der Graf von March sah ihnen nach. In seinem Gesicht zuck e und weiter leuchtete es mcht mebr. die strengen Züge waren w eder ganz in ihrer olymplscheil Nuhe. Sein Kops war wirklich ein Jupiterkopf. Das grau gelockte haar lie die schone ston frei. So bedeutend das Gesicht war. fo hatte es doch n-chts Ansprechendes; e n Zug von llnbeug'amem zolz lagerte um die Liv' pen. Seine Gestatt neunte sich hoch auf. als die beiden Jäger scinen Blöcken entschwunden waren. Er richtete feine Augen aus n Portrait in Lebens grüße, ein Kniestück. das über feinem schreib isch hing. Die Dame, die das Bild wiedergab, glich dem Grasen von Äarck. sie bitte denstlbcn Zug stolzer Berachtung. za Bitterkeit um den Mund. D:e Augen waren groß und sehr dunkel, sie versöhnten fast mit dem ebstoßenorn Zuz um den Mund, es waren tiefe, überaus fchwermüthige Augen. Ein Liadem schmück.'e da volle dunkle iaar. herrliche, üppige Formen leuchteten blcndenö wetß durch die schwarzen spitzen, ein Hermelinmantel n nachästig vcn dcn schultern. Der Graf schellte. Augenblicklich rat ein Beeienter ein. Dieses Portrait soll sogleich in das Arbeitszlmmel des Herrn Grafen Potinski geschafft werden : es soll genau so über seinem Schreibtisch hingen, wie'es hier hangt." befahl der Graf. Der Bediente ging nd erschien fo?ort mit einem zweiten Bedienten, und Beide nahmen behutlam das Bild von der Wand und trugen es vorsichtig aus dem Zimmer. Der Graf athmete in tiefen, hörbaren Zügen, ein Entschluß wollte nicht recht zur Reife in ihm kommen. Die Blät' ler waren für mich bestimmt, ni? mich allein." murmelte er vor sich hin. Aber habe ich ein Recht, sie ihm vorzuenthal:en?" .Nein." rief er laut. und ging fest auf den enormen, von zweifarbigem Eichenholz in allen mög!ich?n bizarren Berschnorkelungen gearbeiteten Schreibtisch zu. Eine geheime Schublade öffnete sich durch das Umdrehen einer Schraube mit dem Druck feiner Hand. Diese Hand zitterte ein wenig, als er einige vergilbte Blätter daraus hervorzog. Er packte sie fest in ein großes Courert, siegelte mit dem Siegel, das die Wappen der Fürsten von Damoric trug und adressirte an den Herrn Grafen von Potinski. Als er den Brief auf den Schreibtisch Po tinsli's niederlegte, warf der Mond einen fahlen, bleichen Schein auf das Bild, das mm hierher gewandert war. Einen Augenblick blieb er unschlüssig stehen, aus den schwermüthigen Augen 'seiner Mutler traf eS ihn wie ein Vor, wurf. Unsinn," rief er, und verließ eiligst des Polen Zimmer, .was könnte sie dagegen haben?" Von der breiten Steintreppe hörte er das fröhliche Lachen seiner Tochter, auch Potinski's Stimme klang heiter und aufgelegt. .Ja, ja." sagte er zu sich. als er schnell dem Gesichtskreis der Beiden entflohen war; was wäre aus uns Allen chne ihn geworden? Eigent, "sich ist es doch nur eme elende Existenz, die ich ihm geboten habt, und dasür bat er die arme Jndra. das sich in feiner Schwäche so elend kühlende Weib, durch Wort und Tlat zu ermuthigen gesucht bis an ihr Ende, er hat sich meines kleinen Kindes angenommen und ist ihm Lehrer und Beschützer geworden. Hole sich einer den Tank beim Teusel, aber nicht bei den Menschen." lachte er grimmig auf und durchwühlte sein grei fts Haar. Troußen rief Leone's Stimme Papa, öffne doch, ich will Dir unsere Jagdbeute zeigen. Ich null allein sein, hörst Du? Sage es auch Potinski." antwortete er rauh und hart. Lerne stampfte mit dem kleinen Fuße auf: Nun schon das zweite Mal heute, das ich abgewiesen werde. Das kam doch sonst selten vor. er wird täglich wunderlicher." murmelte sie ungeduldig zwischen den weißen Zähnchen. Kum mer aber Wen sie gerade feinen über die schroffe Abmeimng zu empfinden, sie schwang sich leicht über das Treppen? gkländer und turnte fast fliegend hin unter. King Bell satteln!" rief sie einem Diener unten zu und e'nize Minuten später jagte sie hinaus in den vollen Mondschein. Ein Diener brachte Licht !n Po, tlnski Zimmer. Dieser stellte die Lampe, wie er zu thun pflegte, auf, den Schi eibtisch. ,,, Ein Bries? Was ' war das? Des Grafen Handschrift? Potinski erschrak, der Graf schrieb unaern
und deshalb sehr selten. 6r nädm das Schreiben verwirrt zur Hand, dcr Diener machte sich noch im Zimmer zu schaffen. Potinski -zögerte einen Au--' genblick, ehe er es öffnete. Da erhob sich' sein Blick, er schaute noch einmal fest nach der Wand und fuhr dann heftig zusammen. .Wer hat das Portr.nl?" fragte er stammelnd und kcnnte vor Er regung den Satz nicht beendigen. .Der Herr Graf von March hatten befohlen," berichtete der Diener und verschwand. Einen Augenblick stand Potinsli ganz starr. Bester, groß wüthigster der Men'chen!" rief er darauf mit tiefer Rührung aus und sah mit ehrerbietiger Scheu zu dem schönen stolzen Weioe auf. Er bedürfte einer langen Zeit, um sich zu sammeln, von Zeit zu Zeit schickte er einen traurizen Blick zu der Frau hinauf, deren Züge nur zu deutlich verriethen, daß sie viel im Leben gelitten hatte. Potinski erfaßte die großmüthige Absicht des Grasen in ihrem vollen Werthe; das Por trait da über dem Schreibtische aber beunruhigte und verwirrte ihn. Welcher Art auch die Beziehungen dieser Dame zu ihm sein mochten, sie war ihm fremd, keine Erinnerung seiner K indheit, seiner Jugend fübrte zu dieser kalten, unnahbaren Schönheit. Ja, einmal hatte er diese Züge gesehen, im Tode erstarrt. Da lag das Packet, Briefe w.ihrscheinlich. der Graf von Rovillac uns March hatte sie wohl als Commentar dem
Portrait beigefügt. Langsam öffnete 1 er. kleine, zierliche christzuge von einer Frauenhand lagen vor ihm; er schraubte die Lampe höher und sing an, zu lesen: .Du mein Aeltester, Du, der mich vielleicht nicht zu hart beurtheilen wirst, Du sollst aus meinem Munde Erfahren, was Dir wohl in Deiner Kindheit un verständlich, und vielleicht spater im Mannesalter verdächtig vorgekommen ist. Deine Jugend in Brüssel sowohl, wie auf dem Schlosse von March war die denkbar ödeste und traurigste. Hier, wie dort, war Dein Vater mein Kerkermeister. Die Tage, die der arme Knabe, der still zu den Füßen der beständig unter der strengsten Kontrole stehenden Mutter spielte." verlebte, ha den auch Deinem Leben eine trübe Färbung gegeben, von Anfang an. Ich war schön, achtzehn Jahre alt, als mein Vater, Fürst Tamovic, mit mir nach Brüssel kam. Er war ein jüngerer Sohn, ein notorischer Spieler, ein Mann mit ungeheuren Bedürfnissen uud geringen Mitteln. Ich fühlte mich fremd in Brüssel, das Heimweh nach meiner Heimath Warschan verzehrte mich. Wohl sah ich allerlei Menschen, mein Vater zwang mich, mit ihm die große Welt zu besuchen, ich gefiel auck, ich war ja schön, wie man mir sagte. Darüber war ich mcht im Zweifel, daß das Damoklesschwert übe? uns hing, mein Vater spielte, ich wurde wie ein Puppe ausgeputzt u:id lächelte und tanzte. Wieder war ich geschmückt zu einer Gesell chaft bei Hofe, da stand plötzlich mein 'aler geistlrbleich vor mir. Es gibt ke nen Ausweg. Leone, entweder wirst Tu in die'en Tagen die Frau des Graien von Rooiyac und March, oder mein Hirn beiprit sofort Dein Fest,ewand." Wohl war ich tovtlich erfchroen. zwang mich aber zur Ruhe und Fassung, indem ich antnyr tete: .Ich li b'e meinen Vetter, ten jungen Fürsten von Tamovic, das weißt Du. Wir werden uns heirathen, sovalv sein Vater die nichtigen Bedenken wegen zu naher Verwandtschaft besiegt hat." .Denke nicht daran, er hat mir erklärt, daß er nie die Heirath mit einem unbegütertf Fräulein zugeben werde. Wozu lange Ustte Handlungen: wirst Du die Frau des Grafen vcn arch, ja, oder neiq?" Neint schriz ich auf. Im Nu blitzte die Pistole an seiner Stirn, sinnlos,' außer mr, schlug ich darnach. Sie siel zu Loden, mein Vater aber war an der Wange verwundet. Ich drückte web nend das Taschentuch auf das Blut. Laß nur.- sagte er und legte den Arm um meine Schulter; gelcheken muß eS ja dock, wenn Graf March nicht iäx mich eintritt, bin ich tm verlorener Mann." Ich wi'l mich ibm zu Füßen wer u," weinte ich. Er lächelte matt: Hilft Alles Nichts, lche whl.' Tre: Tage danach wurde ich dem 'ünfzigjährizen Manne ingetraut. Ich verhehlte ihm nicht meine Abneigung Das machte ihm wemg Eindruck er war schon zufrieden, wenn er ieine Frau in den Salons produziren und seine Eitelkeit durch iüre Erscheinung Mne digen konnte. Wie manchmzl war ich todtmüde; das rastlose Irren aber vpn einem Fest zum andern war mir Be dürfniß in der' trostlosen Leere meines Daseins geworden. Da kamt Du zur Welt, mein Aeltester. und mein liebe bedürftiges Herz istblte sich wieder auf leben in Deinem ersten Lächeln. Zwei Jahre später wurde Dein Bruder Ema. nuel geboren. Ich hatte nun wohl roti liebe Kinder zu Hause, aber die An'o?; derun en der Welt nahmen mich viel in Anspruch. Das Leben war mir jetzt wenigstens erträglich. Meinen Vater habe ich nicht wiedergesehen, ich wekgcrtk mich hartnackig, ihn nach meinem Ein tritt in'S Hotel M x l zu empfangen. Er hat 'sich mit dem uauspreis, den er für seine Tcckter erdalten, nach War schau zurückbegeben und ist da gest r ben. Auf einem Balle des österreick' schen Gesandten war es, da begegi. t ich dem, den ich liebte und dem ich ver lobt gewesen war. Ich sah ihn bei meinem Anblick .erbleichen, wir, wußten Beide Plötzlich, 'daß" kein menschlicher Wille, keine Macht uns trennen könnte. Wir fanden Mittel und Wege, uns fast täglich zu sehen, als mn Vetter hatte er selbstverständlich 'Zutritt bei uns. Lange Zeit argwohnte der Graf von March nichts, da, eines TageZ, als Stauislas zu meinen Füßen lag und mich beschwor, mit ihm .zu fliehen, da stand der astf RaflZt rptzlich jn der Tl.P? (Jortschung folgt.) " Steam Boiler Kohlen bei A.B, Meyer Sf 5v., 17 Nord Pennsylvania Str, " ? Das Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, das; H. Schmedcls Bürsten, die besten sind. 423 Virginia Ave.
Ein psychologisches Mätnsel. Ein neues verabscheuungswürdigeö Verbrechen ist dieser Tage in Berlin verübt worden. Das neunzehnjährige Dienstmädchen Auguste Machus hat am früben Nachmittag ihre Dienstberrln, die 7jäkrige öieutlere Mathilde Adler, in deren Woknung. Lützowstr. b, kalt blutig über den Haufen gestochen. Die Nebenumstände dieser Bluttbak sind so ungeheuerliche, daß man an einen jener Schauer-Romane, wie sie auf den Hin tertreppen kolportirt werden, denken mußte, wenn nicht der amtlich feftge' elte Tbat bestand jeden Zweifel beseitig ;e Das alte Fräulein, welches ter Mörderhaud zum Opfer siel, ist trotz idres vorgerückten Allers eine lebens frode Dame, welche die Gesellschaft liebte: sie besaß Vermögen, mit dessen Zinsen sie sich den Lebensabend so angenebm. wie möglich, zu gestalten suchte. Zu ihrer Unterstützung im Haushalt nimmt sie ein Mädchen aus der Pro vinz. welches lange Jahre ihre Dienste zur Zufriedenheit der Herrin verrichtete. Als das Mädchen im August dieses Jahres sich verheirathe .beschenkte sie es reichlich und sorgte , auch noch dadurch für dessen Familie, daß sie die ihr empfoh'lene jüngere Schwester derselben in ibren Dienst nahm. Diese, Auguste Machus, wandelte andere Wege als die ältere Schwester, die jetzt verehelichte Kutscher Bierbach: zeigte sich diese im jahrelangen Verlauf ihres Dienstes bei der alten Dame pflichtgetreu, ehrlich und gesetzt, so war jene im Dienste unge treu, diebisch und vegnügungssüchtig. ' Nach mehreren kleineren Entwendun gen wagt sie einen tieferen Eingriff in die Kasse ihrer Herrin und bringt als Beute 300 M. zu ihrer Schwester, die das Geld jedoch der Gestohlenen zurückbringt und dabei für die auf Abwege gerathene jüngere Schwester ein gu:es Wort einlegt. Da auch diese sich reuig zeigt, so verzeibt die gutherzige alte Dame den Dieostahl und behalt die Diebin, die sie darum bittet, in ihrem Heim. Bald ist der Diebstahl vergessen, und Angust fühlt sich ganz wieder in ihrem Element. Sie sinnt auf einen neuen großen Streich: wer würde dem jungen Dinge vom Lande zutrauen, daß sie ani Mordgedanken kommen könnte?! Und doch geschieht das Unglaubliche: das 19jahrige Mädchen faßt den teufli schen Plan, ihre Gebieterin, der sie so viel verdankt, die ihr die Thür hatte weisen sollen, zu überfallen, zu ermorden und zu berauben! Zur Ausführung ihres blutigen Vor babens wählt sie den Sonntag. Die Herrin ruht ein wenig, um am Nach' mittag? eine befreunUte Familie zu be suchen. Mit kalter Ueberlegung stürzt das Mädchen sich auf ihr wehrloses ?er, das Messer blitzt in ihrer , Hand und färbt sich von dem. Blute der Her?in, die jäh aus dem Schla'e auffahn und im ersten Schrecken keinen Laut auszustoßcn vermag. Und als sie um Hilse rufen will, da fühlt sie sich am Halse gepackt, gewürgt und zu Bodeu geworfen, Messerstiche, Fußtritte und die Strangulation setzen ihrem Leben ein jähes Ziel. Aber auch dieses gräß liche Bild vermag aus das Gemüth der verworfenen keinen Eindruck zu machen: Auguste schmückt sich zum Tanze und verläßt bald, mit dem geraubten Gelde ausgerüstet, die Wohnung, in der ihre Wohlthäterin soeben ihre Seele ausgehaucht. Die Mörderin tritt mit frecher Stirn vor das Angesicht ihrer Verwandten, sie sucht den Tanzboden auf und tanzt und scherzt, als wäre grr nichts vorgefallen, bis Mitternacht. Und auch ;?tzt kommt die Meuchel Mörderin nicht zur Besinnung, sie erscheint abgefeimter als der verwor fenste Mordgeselle. Mit unbefangener Miene, mit raffinirt gekünsteter Bestür zunq sagt sie dem Portier deS HauseS: .Meine Ä)!adame ist heute Nacht ge storben!" Und dann tischt das jugendliche Tchusal den Behörden eine Rüuberge schichte auk. um glaubhaft zu machen, daß Fräulein Adler in Geistes krankheit verfallen Und zur Selbstmörderin ge worden sei. Welch ein Abgrund von Tücke und Bosheit! Und in dem Angew blicke, da die Verbrechers stch in Sicherheit wäbnt, ruh sie frohlockend aus: Herr Reindel. der Berliner Scharf richter. wird nicht die Ehre haben, mit mir nähere Bekanntschaft anzuknüpfen!" Doch Rache folgt der grevelthat, und selten ist in einem Mordprozeß, der die Gemüther der Bürgerschaft iu Ausrenng versetzte, die Sühne der That so 'chnell auf dem Fuße gefolgt, wie in dem vorliegenden, der in den Annalen der Zerliner Kriminalstatistik wohl, noch nicht seines Gleichen haben dürfte. Aus einer kleinen Ortschaft der Provinz ge bärtig, ist d'e Mörderin vor kaum cbl lochen nach Berlin gekommen, leicki'Innig, ver chmiyt, verlogen und diebisch. Sie findet Aufnahme in einem wohlhabenden Haushalte, welcher ihre Begehrlichkeit wachruft, und ihre unge zügelte Leldcn schrt, zwingt sie aus die Bähn des gemeinen Verbrechens. Diefer, Fall beweist zur Eoidenz, daß Ber lin. der in der Provinz so verschrieene Sündenpfuhl", nicht immer verant wörtlich gemacht werden kann für de in feinen Mauern verübten Verbrechen; denn diese jugendliche Mörderin ist nicht in Berlin, sondern in der Prooinz Losen geboren und erzogen, hat nicht so lange in Berlin gelebt, daß man sagen önnte, sie sei h i e r verdorben worden. Deutsche Lokal-Nachrickten. P r o y i n z?W e st j a l e n. Ihr S0jähr. Tiekstjubilaum feierten in Münster der Geh. Justizrarh Landgerichlsdirektor Dr. Eduard Plate und der Direktor der kgl. Rentenbank Geh.. Rajh Mkierbosf. - Ein Hchadenseue, bat in Dapscheid 8 Wohnhäuser mit Lekpnomiezebäuden in Asche gelegt. Das Schwurgericht in Dortmund veruttb$itf fcjf Wittwe Kruse und derer Sohn Wilhelm zum Tode, hey Sohl Heinrich zu lebenslänglichem Zucht haus.'. Dieselben hatten gemeinschaftlich dest 'Ehemann bezm. Vatr ermor det. U h e i n p r o v i n z. In Barmen fand die Vermähkung bes Bildhauers Prof. Fritz Schape, aus Berlin mit Fräulein Helene Rit tersbguz, d Tochter des Dichter?
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Emil Ritterhaus. statt. Max Bruch komponirte eine eigenes für diese Hockzeitsfeier bestimmte Kantate. Bei einem Namenstagsgelage wurde in BergeBorbeck der Bergmann Beier von seinen Kameraden erstochen. Die .Gewerbe und Kunst-Ausstellung in (Xoblenz hat einen, wenn auch nicht erheblichen Fehlbetrag ergeben. Innerhalb dreier Tage brach in Lützel-Eoblenz viermal Feuer aus und immer waren es HolzPlätze, wo es wüthete. Das Bauze schäst P. Friedhofen & Eo. erlitt einen Schaden von 50.000 Mark. ZweifelloS liegt böswillige Brandstiftung vor. In Erefeld befinden sich 2 Firmen der mechanischen 'Sammetfabrikaüon; die Gesammtzahl der Stühle beträgt 28l!). davon sind im Betrieb 103, dke übrigen stehen gänzlich still. Im Jahre 1887 waren noch 14.433 Handstöhle im Betriebe. 188 noch 8508, 1889 und 1800 nur noch 920. Ein Bürger. Namens Aoers. hat seiner Vaterstadt Düsseldorf 1 Million Mark vermacht. Der gefammte Betrag soll zur Errichtung von Arbeiter-Wohnun-gen verwendet werden. Die Rheinischwestfälische Hüttenschule wurde mit dem 1. November von Bochum nach Tims' bürg verlegt. Königreich Sach sen. f In Dresden der Historienmaler F. Th. Grosse, der Generalmajor Hans Otto v. Schimpff. Karl Engelbert, der Director des Residenz-Theaters. und in Folge eines unglücklichen Falles beim Abspringen von einem Pferöedahnwagen der Stadtrath G. A. Bösenverg. Die Weinlese auf dem Meißner Rathsberge hat begonnen. Trotzdem die warmen Tage der letzten Woche auf du Entwickelung der Trauben nickt ohne Einfluß geblieben sind, dürste die Ernte bezüglich ihrer Güte nur eine Mittel ernte bleiben. Ter Hausbesitzer und Kirchendiener Chr. Hän'ch und dessen Ehefrau, in Großfchönau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Mit dem 1. Hauptgewinn der sächs. Landeslotterie von 6(,(HK)M. sind okne Ausnahme dem Arbeiterstande angehörige Personen in Kirchberg beglückt worden. t Bautzen der Eigenthümer der .Bau tzener Nachrichten-, Buchdrucker E. M. Monse. Der Oberpostassistent Llüwe in Chemmtz erhielt vom Kaiser Wilhelm ein Glas mit silbernem Teckel uno eingravirtem preußischen Wappen als Geschenk zugesandt. Durch einen Zufall war der Kaiser daran erinnert worden, daß er vor 15 Jahren als Premierlieutenant beim Garde - Regi ment zu Fuß in Potsdam, bei dem auch Slüwe stand,, dieiem aus Verfemen sein TrinfglaS zerbrochen hatte. f In .!rimmitfchau der Spinnereibesitzer H. slürzel. Von Langenbeck, dem berühmten Chirurgeu. erzählt man sich unter andern folgende bezeichnende Ge schichten, die btsher nicht weiter bekannt geworden sind. Nichts war Langenbeck mehr verhaßt, als wenn sich ein Patient oder eine Patientin zimperlich benahm. Eines Tages wurde er zu einer russischen Groß'ürftin geholt, die eigens, um ihn zu befragen, nach Deutschland gekommen war. Langenbeck, der mit seinem Assistenten, erschien, sagte der hohen Frau kurzwez: .Legen Sie Alles ab, bis Die Großfürstin. nebenbei bemerkt, eine durchaus nicht mit Reizen ausgestattete Dame, begann Unterhandlunaen. Da wurde aber Langenbeck schon barsch: .Hoheit" sagte er kategorisch .führen wir kein Roman Kapitel au'.Sie sind keine spröde schöne, ich bin nicht Ihr Anbeter.- Das wirtte. Nach der Konsultation sagte die Großfürstin süßjauer lächelnd zu dem großen Arzte: Herr Professor. Sie hadrn in Ihrem Eifer gzr nicht bemerkt, wie nnzalant Sie waren, man sagt einer Fvai niemals, daß man nickt ihr. Anbeter ist." Auf einem Berliner Hosballe bemerkte man. daß Langenbeck sich in auffüllender Weife der . Gesellschast der jüngsten und feschesten Garde, ofnciere anschloß. Einem Prinzen des kaiserlichen Hauses, der den berühmten Arzt .hierüber befragte, sagte Langen, deck mit pfiffiger Micne: .Kaiserliche Hoheit, ich will etwas lernen. Ich be handle gegenwärtig , eine wunderschone junge Frau, die mir zu Ehren die allere reizendsten Schlafröcke täglich in's Gefecht führt. Ich möchte ihr nun einmal in Eompliment über ihre Toilette machen, und da will ich die' Herren Gardeosfiiiere hier belauschen, , wie sie das anstellen. W. T. Brown, Advokat, Vanee BliZlZ. Zimmer 83.
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