Indiana Tribüne, Volume 15, Number 52, Indianapolis, Marion County, 9 November 1891 — Page 2

Indiana Tribune.

Erscheint IC&Qi idy uttb Bon tgs. Iw tägliche .Tribüne- lostet durch den Träger Cents pcr Woche, die SonntagS-T?ibüne- 5 Cents p?r Woche. Beide zusammen 1 Cents oder SZCrnts perVonet. Per Post zugeschickt in Vor zLZezahlung $5 per Jahr. Office : 130 Ost Maryland Strafe. Indianapolis, Ind., 9. November '91. Max von Forckcnbcck. CKud dem Berliner Tagdlatt.) xt jL'tdimer, jeder sür na euu ochbedeutlame PerZSnlichZeit, haben in Berlin kurz hintereinander in voller körverliÄer Rüstigkeit und geistiger Frische ihren siebzigüen Geburtstag gefeiert: Hermann Helmholtz. Rudolf Virchow und Max von Forckenbeck. Der erste derselben, vielleicht der bedeu teudste lebende Physiker, wurde vom Kaiser hoch geehrt. Virchom und For öenbeck hatten sich durch ihre langsäh rige politilche Thätigkeit die kaiserliche Ould verscherzt. Dafür aber wurden sie reichlich entschädigt durch die em. 'wüthige Huldigung, welche ihnen die Stadt Berlin darbrachte, die Commune, in deren politisSes Leben und Entwicke lung die Schicksale und Thaten der Betten auf daZ engste verflochten find. Bei Virchow, dem hochbedeutenden Z'.tk, ,,;-vseslen Manne der MJ HUUIV IU H-H'f Htr"" ' Wissznfcbast, trafen noÄ die Beweise ton bochZcktunq und Bereyrung oer wissenschaftlichm Welt hinzu. Der Dritte im Bunde. Mar von Forckenbeck. ist fett nunmehr dreizehn Jahre Ober. bllrqeMeMer von Berlin. seiner UlbaHm politischen Thätig' keit hatte er sofort nach seiner Ermählung fast ganz entsagt und seine völllge Befriedigung in derLösung derAufgaben gesucht und gesunden, welche die Ver waltung der Riesengemeinde an ihn stellte. Das Scherzwort, welches ihm, gestützt auf die Analogie feiner Carnere mit dem Fwanzminister Hobrecht, bereite das Ministervorteseuille m Ausficht stellt,, als', er seinen Einzug in da rothe Haus der Königstratze hlelt, hat sich nicht erfallt. Hodrecht und Forckenbeck wurden Beide Oberbürgermnster BreslauS. der zweitgrößten Stadt VreußenS. dann Oberbürgermeister von Berlin dann aber wandelte Hobrecht seinen Gang weite? nach dem Finanz Ministerium amKastanienwäldchen. For ckenbeck wurde überall sein Nachfolger. HobrechtS Verwaltung in Berlin war zu kurz, um dauernde Spuren zu hin terlanen. Doch konnte er fich rühmen, das Riesenwerk der Canalisation durch gesetzt, die Pläne mit technischer Hilfe seines Bruders entworfen und den An fang der Ausführung selbst geleitet zu haben. ForckenbeckS Thtigkert wSH' rend der vergangenen dreizehn Jahr, hat der Verwaltung einen neuen Charakter aufgeprägt. Mit Reckt konnte ihm sein früherer politischer Genosse Virchow, der unter den Gratulanten erschien, daS stolze Wort zurufen: Wir haben durch die Verwaltung Berlins gezeigt, daß die Liberalen zu regieren verstehen.- Und in der That, gegenüber den heftigen Angriffen von conservativer Seite, welche den Freisinnigen vorwarfen, nur 6'estructive Nolitik jm treiben, ohne die Fähigkeit, Positives und Dauerndes zu fchanen, ist w Verwaltung Bmms ein glänzender Beweis vorn Gegentheil. Harmonisch und gedeihlich hat sich da? Gemeinwesen unter ForckenbeckS Lei' tung entmickclt. Vor allem muß man lobend der Finanzverwaltung gedenken. Trotz der ungeheuren AuSqaben betraaen die Steuern noch nicht 100 Pro. cent, und in der That ist Berlin die wenigst besteuerte grotze Stadt Teutsch' lradl. Die Armenverwaltung Berlins ist musterhaft. Wesentlich erleichtert wird der Stadt die Armenlast allerdinaS durch die Unzahl reicher Stiftungen zum Besten der Armen und Krankenpflege, zu denen alljährlich neue Legate hinzutreten. Unter 9?orckenbeckZ Nerwaltuna find die tttn liehen Krankenhäuser entstanden, welche cra Recht als Muneranstaiten gelten. Vorzüglich ist das Schulwesen mgprich tet. 'Berlin besitzt die besten Gemeinde schulen der Welt. Die städtische GejundheitSpflege weist die wohlthätige Einrichtung der Tag und Nacht unent weltlich dem Publikum zur Verfügung stehenden Sanitätswachen auf. Die Vervollständigung des Riesennetzes der Kanalisation hat den GesundheitSzustand der Bevölkerung erfreulich gebessert. Ein dunkler Punkt der Berliner ttuttände bleibt iedoch iu erwähnen: die mangelhafte öffentliche Sicherheit und die namentlich in letzter Zeit so g.rell dervoraetretene Ohnmacht der Krimi nalpolizn. Doch dafür ist Berlin nicht verantwortlich zu machen. So lonoerbar dieS klingt, ist es doch Thatsache: Berlin rnnfc seine Volizei Zwar betab len, hat ihr aber nichts zu sagen. Das Polizeipräsidium mit seinem ganzen ungeheuren Apparat von Beamten, Po liziften und Schutzleuten aller Grade steht, Unmittelbar unter dem König, beziehungsweise als BenrkSregierung von Berlin unter dem Oberpräsidenten der Mark Brandenburg. ß soll ni&t bedauvtet werden, daß Forckenbeck diese Institutionen zu verdanken sind. Aber er hat daS Ver dienst, ihr Entstehen ermöglicht zu haben. Denn ihm vor Allem ist eS zu verdanken, daß das früher so häufig unerquickliche, zu kleinlichen Reibereien ausartende Verhältnis des Magistrats zur Stadtverordnetenversammlung einem einmüthigen und gedeihlichen Zu sammenarbeiten beider Körperschaften Platz gemacht hat. Da Forckenbeck stets das Ziel im Auge behielt, direct auf die Sache selbst zuzusteuerte, gab er leicht Kleinigkeiten preis, und erzielte durch die Kompromihsystem seine schön sten Erfolge. Auch er hat, wie jeder Politiker, viel lernen müssen. Früher war er stram merIortschrittler. Seine lebhafte Agitation gegen die Regierung 1843 ver .. schlug ihn. den geborenen Westphalen, aus Glogau nach dem kleinen ostprew Mischen Städtchen Mohrunzen. Sofort

warf er sich hier in cte Kommunalverwaltung. wurde schnell populär und in's Abgeordnetenhaus gewählt. Nach den Bruch mit der' Fraktion Vmcke, welcher Forckenbeck sich zunächst anschloß, gründete dieser mit Walöeck, Taddel, Virchow und Schultze-Delitzsch in 1860 die Fortschrittspartei. Doch nach 18G versöhnten ihn die Erfolge von Bis rnarcks äußerer Politik auch mit der innern. Er stimmte für Indemnität und trat der nationalliberalen Partei bei. Doch konnte er Bimarcks neue WirthfchaftSpolitik nicht dilligen: im Jahre 1879 forderte er auf dem Städtetage in Berlin zu scharfer Bekämpfung des neuen Systems auf. Wegen seiner ganz besonderen Fähigkeit, politische Versammlungen unparteiisch und imposant zu leiten, hatte man ihn bereits 1860 zum Präsident des Abgeordnetenhauses erwählt. i:t welcher Stellung er blS 1873 verblieb. Da mals trat Simion vom Präsidium deß Reichstages zurück und Forckenbelf wurde an seiner Stelle gewählt. Da Präsidium behielt er bis 1879. ES war 1873. als die Stadt Breölau ihn an Stelle vobrechts zum Oberburgerme ster tolh'te, und kaum ein Jahr spZter nahm er den Ruf aus Berlm an, als die' Hauptstadt ihn an Stelle Hobrecht? an die Spitze der städtischen Verwaltung berief. Seit 1879 hat er fich nach seinem Austritt aus der nationalliberalen Partei wieder den Freisinniger angeschlossen. Auf politische Thätigkeit jedoch hat er seitdem verzichter. ,, m ":..,",: MhMsten'VersHwörung.

Veber die Verschwörung in Südrutz land bat man iekt uverlässiaere Be. richte. Danach wurden in Kiew gegen 170 Studenten i nicht 500) veryajtet. Etwa die wällte davon Uü nach Peters burg aus die Peter- und Paulsveste gebracht werden, während die anvere Hälfte in ihre Heimathsorte geschickt wird. Als Grund für die Verhältniß mäßige Milde wird angegeben, daß bereitS vor längerer Zeit ein Befehl des are an d:e Generalgouverneure die : aukaetraaen habe, bei solchen Veraftunaen vorsichtig zu sein und nur nach schwerwiegenven Beweisgründen vorzugehen, um den zungen teuren mqi ohne hinlänglichen Grund die Zukunft abzuschneiden. WaS die Verschwörung andetrifft, so Zollen m allen größeren Städten SüdwestrußlandS nihilistische Zweigcomites bestehen, von welchen einige der ichtigeren ausgehoben wur den. Man fand nicht blos in Moskau, sondern auch in Cherson eine mhilistische Druckeret. Auch entdeck! t man Schriftstücke, denen Zimolae die Nihilisten im Auslande große Anstrengungen gemacht haben, um die Hungersnoth für ihre Umtriebe zu verwerthen. Da es jedoch der Regierung gelang, die Wühl arbeit schon im Beginne abzugraben, so glaubt man weiteren schweren Folgen vorgebeugt zu haben. Auch geht die Scegierung anderseits :n der Bekamvfung der HungerSvoth thatkräftiger zor, seit sie diese Frae als eine polttiiche auffaßt. Nach emer ministeriellen Zusammenstellung sind 180 Millionen Rubel erforderlich, um daS Nöthigste vorzukehren, und der Zar hat schon von FredenSborg aus angeordnet, daß sofort Lebensmittel vertheilt werden. Nach seiner Rückkehr erwartet man größere Hilfeleistungen. Die Station auf dem Montblanc. Man schreibt der Frankfurter Ztg.- : Die neuesten Meldungen lassen eö als wahrscheinlich erscheinen, daß der Plan, auf dem Montblanc eine meteorolo gische Station zu errichten, aufgegeben werden mutz, dcun von Tag zu Tag stellen sich neue Schwierigkeiten ein, die nicht vorhergesehen werden konnten. Der Ingenieur Jmfeld, der die Arbeiten unter der unmittelbaren Aufsicht des Professors Janssm vom Jnstilüt leitet, hat sich mit acht Arbeitern und zwei Aerzten im Observatorium Vollst in einer Hohe von viertausend Metern installirt, um von dort aus über die Ticke der Schneeschicht auf dem Gibfe! die nöthigen Forschungen anzustellen. Die Errichtung der Station ist nämlich erst dann möglich, wenn diese Dichtigkeit zwölf Meter nicht übersteigt. Die ersten Untersuchungen haben festzestellt, daß etwa zwanzig Meier unterhalb des Gipfels ein Felsgrat sich befindet, der nur von einem Wteter Schnee bedeckt ist. Es wurden nun zwölf Meter unterhalb der höchsten Spitze drei verschiedene Gänge gegraben, um sich zu vergewif sern.od man auf dieser Höhe den felsigen Kern erreichen könne, aber die erhaltenen Ergebnisse siud wenig ermuthigend. Einer der Gänge ist be reitö auf 28 Meter Tiefe getrieben worden, ohne daß es gelang, auf den FelS zu stoßen. Die Arbeiten schreiten nur sehr lang sam vor, wecken der dünnen Luft und vieler anderen Schwierigkeiten. Die Männer leiden schwer umer der Berg krankheit und können nur eine geringe Arbetts summe liefern, da jeder einzelne bald gezwungen wird, in'S Thal hinab' zusteigen. Obgleich daS Observatorium Vallot mit CokeS durch zwei Oefen ge hetzt wird, die Tag und Nacht brennen, bleibt das Thermometer doch immer unter Null, die Dinte ist beständig gefroren, und da das Wasser schon mit 3 Grad siedet, so ist es fast unmöglich, hinreichend gekochte Nahrung zu bekom men. Furchtbare Schneestürme, die Zehr häufig sind, unterbrechen nicht blos die Arbeiten, sondern verursachen den Leuten auch noch andere Beschwerlich leiten. Die Schwierigkeiten, mit denen das Unternehmen zu kämpfen hat, sind so groß geworden, namentlich in den letzten Tagen, und die bisherigen Ergebnisse find so geringfügig, daß Herr Jmfeld, wie nach Paris berichtet wird, sich entschlossen haben soll, auf die Weu tersührung zu verzichten. Russisches Elend. Nußlands traurige sociale Zustände sind die beste Bürgschaft für pie Erhaliung des europäischen Friedens. In den südöstlichen Gouvernements Kasan und Samara sind die Zustände am traurigsten? zur Hungersnoth hat sich auch da noch der Hungertyphus gesellt. Dabei ist die Mißernte keines, wegs allgemein in Rußland. Aber die

elenden Äcrlehrsverhältmsse führen dazu, daß in dem einen Gouvernement das Getreide unbenutzt verfault, während im benachbarten Bezirk Hunderte vor Hunger an der Straße sterben müsscn. Und dabei liegt Samara an der schiffbaren Wolga und ist mit NischniNowgorod, dem größten Handelsplatze Rußlands, durch eme Eisendahn verbunden! Aber das Innere liegt unerschloffen da. VäkerchenS fanatische Altrussenpolitik tragt immer schlimmere Früchte. Auf dcr Universität Dorpat, die man vor kurzem ihrer deutschen Privilegien beraubt hat, ist es zu einem blutigen Krawall zwischen russischen und deutschen Studenten gekommen. In Finnland, dem die Podedonostjeai und Genossen seine altrerbrieften Rechre genommen, gährt es bed'ntlich. Vielleicht finöet sich bald ein neuer Murawiew, der die deutsche Sprache in den baltischen Landen mit Stumpf und Stiel ausrottet und die deutschen Bauern mit Bajonnetten in die griechisch orthodoxen Kir chen treibt. Man kann darauf wetten, daß das Heilige Svnod Vorfälle, wie den Dorpater Putsch, zum willkomuie. nen Vormand nehmen wird, um dem letzten Rest des Demschthums den To desstoß zu rsetzen Vom Jnlande. A l ! e g r S ß e ren Städte tn der Republik Columbia werden jetzt mit elektrischem Licht beleuchtet. Ein ehemaliger Sklave in Texas, C. N. Burton. eignet jetzt die Pflanzung seines ehemaligen Besitzers und ist Mitglied des Staatssenats. Die Schausvielerin Minnie Palmer hat solches Gekallen an London gefunden, dsß sie in Zukunft dorr ihren Wohnsitz aufschlageä wird. Bürger Morse in Ban gor. Mich., ansässig und 86 Jahre alt, hat

während der letzten Ernte in drei Tagen noch 155 Schober Korn aufgestellt. Vor einiger Zeit untere schlug ein Einwohner von Woburn, Mass.. H2Ä.000 und entfloh. Jetzt hat ,er $7000 geerbt und wird ausgefordert, das G.'ld zu erheben. Ob er wohl kommen wird ? Col. L. L. Denning von New ?)ork genießt die Ehre. daS Kind von Eltern zu fein, welche vom Dichter William C. Bnant ehelich verbunden wurden, als dieser Friedensrichter in einer Village von Long Island war. Washingtoner Wirthe waren überrascht, als die Geistlichen, wel che dem Nethodistencongreß bei -obnten, o me Umstände geistige Getränke bestellten und wie gewöhnliche Menschen zu sich nahmen. Die verstorbene Hohepriestenn der Theosophisten. Madame Blavatzky. hat an einen ihrer Anhänger ge schrieben, daß sie sich im Jenseit nicht besonders wohl fühle. Das läßt tief blicken. Stephen B. ElkinS, welcher als Nachfolger des KriegssecretärS Proctor genannt wird, ist 50, Jahre alt. groß und von riesiger Körperkraft. EpSenator Davis von Weft-Virginien. ein mehrfacher Millionär, ist sein Schwiegervater. Gen. Haues beabsichtigt, im November Charleston in SüdCarolina zu besuchen. Gebt er dahin, so wird er der erste Ex'Vräsident sein, welcher diese Stadt besucht, seitdem Polt als Ex.PrSsident in 1849 auf seiner Heimreise nach Tennessee dortFbstteg. Gouverneur Bulkeley von Connecticut hat aus Privakmitteln Rechnunzen für den Staat im Betrage von $1 50,000 bis $200,000 bezahlt. Kein Wunder, daß ihn Gouverneur Hill von New Aork nicht als die Executive des Staates anerkennen wollte. R o l l i n M c S q u i r e, bis vor Kurzem Kommissär für öffentliche Arbeiten in New York, ist jetzt Präsident des dortigen Universal Club", einer neuen Spielhölle der schlimmsten Sorte. Er scheint daran gewöhnt zu sein. Geld auf leichte Art zu verdienen.. Ein prominenter Cana dier erklärte kürzlich, daß eine kleine Anzahl professioneller Politiker in den Vrovinzen. welche aristokratische Tiel bö'iyen, die schlimmsten Gegner der Ännectirungs - Bewegung feie, Sie '.rollen diese Titel nicht verlieren. Man hat berechnet, daß die Ackerbauer und Landbesitzer in Minnesota und den beiden Dacotas etwa um zweihundert Millionen Dollars allein durch den gestiegenen Werth ihrer vom Markt zurückgehaltenen Producte reicher geworden sind, ohne den Gewinn infolge der reichlichen Ernteerträge dazu zu rechnen.' David Meriwether. Nachfolger von Henry Clay im Bundesfenat. lebt noch in Louisville, Ky., im Alter von 92 Jahren. Er war Gouverneur von Neu Mexico in den '50er Jahren und hat das erst? HauS in Keokuk, Iowa, gebaut. Meriwether ist körperlich noch so ge,und. wie Manner im Alter von sechzig Jahren. Die nordwestlichen Provinzen von Canada haben in freigebig, ster Weise für die Erziehung ihrer Jusend, deren Anwach Z in Zukunft wahr. scheinlich in großer Menge erwartet wird, Sorge getragen. Saskatchewan hat 3.648,009, Asuniboia 3,040.000 und Alberta 3,300.000 Acker Land für die Erhaltung der öffentlichen Schulen rezervlrt. In Virginien liegen etwa fünfzehn Millionen culturfähige Acker Land brach, welche meistens großen Landvestyern gehören, die keine Em fünfte daraus ziehen und das Kapital ntcht bentzen, das Land zu cultlvuen. Die Staatsbehörden find ihnen nun zu Hilfe gekommen, indem sie darnach stre ben, die Einwanderung in den Staat zu fördern, damit diese das Land oe aut. - Die .verlassenen Farmen" in Vermont werden sehr bald von neuen Ankömmlingen besetzt sein. Vor sechs Monaten wurde ein Verzeichnis derjelben behuks ihres Verkaufs vom Staate t öffentlich!; jttzt ist dasselbe viel Utl ner geworden, da schon im Frühjahr ein großer Theil von Einwanderern gekauft und wieder bebaut worden ist. Ihre Ernte ist sehr gut ausgefallen.

Aus d e m A u s st e l l u n g S platze zu Birmingham, Ala., wurde vor we aigen Tagen ein junges Paar, H. S. Hutchins und Frl. Minnie Conssen getraut und trat dann eine Brautreise" in einem Luftballon an, in welchem sich gußer den Neuvermählten noch der

Luftschiff befand. Der Ballon schoß wie ein Blitz in die Höhe, wurde durch starken Wind verschlagen und bewegte sich, als man ihn zuletzt lab, nach der fernen Gebirgsrezion von Nord - Alabama, einer höchst unwirthlichen Ge gend. wo eS weder Telegravhen noch Eisenbahnen gibt. Man besorgt, daß die erste Ballonfahrt der jungen Ehe seute ihre letzte Reise auf dieser Welt geworden ist. AuS dem Register über Erdbeben, das im Smithsonian Jnstitut zu Washington geführt wird, erbellt, daß in diesem Jahre mehr solche Naturereignisse vorankommen find, als in irgend einem Jabre der jüngsten Zeit. Zahlreiche leichte Erderfchütterunaen find in vielen Theilen dieses Landes erlebt worden und wirklich beftiqe Erdbeben haben Süd - Amerika. Afrika. Anen und die Inseln im Stillen Meere b?imgesucht. Wenn der Bericht über die Erdbeben in der Welt für's Jabr bis Ende December fertig gesteht sein wird wird er ein langes Register und ein traurigeS Bild entfalten. Der Jewifh Messengerin New fjzxl sagt bezüglich der israelitischen Einwanderung aus Rußland: Wenn Baron Hirsch Zufluchtsstätten für die jüdischen Flüchtlinge in Europa gründen würde, wo sie für ein neues Leben und ein? neue Heimath vorbereitet werden könnten, so würde er den Unglücklichen die beste Wohlthat erweisen. Aber verarmte und verkommene Tausende über den Ocean zu schicken, ohne im stände zu sein, mit den neuen Bedingungen und Verhältnissen deS Lebens den Kampf -aufzunehmen, ist absolut keine Wohlthat, und doch scheint es der höchste Ehrgeiz des europäischer HilfscomtteS zu sein. rn Ausitellungswagen Ht canadischen Pacisicbahn, gefüllt mit einer Auswahl aller Getreidesorten und anderer Produkte Canada'S, hauptsäch llch aus dem nordwestlichen Theile, macht eine Misflonstour durch die Landbezirke Englands für m Dominion und für die Eisenbahn zugleich. Em englifcher EmigrationS-Agent meint, daß die Einwanderung aus den Hopfendistrttten im nächsten Jahre sehr stark sem werde. Frau Henry Johnson, geb. Lane, lebt in London. Sie ist die Nichte des Präsidenten Buchanan und führte dessen Haushaltung im Weißen Hause während dessen Präsidentschaft und in der Ver. Staaten Legation, als Buchanan noch Gesandter ui London war. - Sour VnOlande. Seit mehreren Wochen m im Condroz und im Ourthtyal (Belgien) ein neuer Sport ausgetaucht: Der Hahuenschreikampf. In demselben scheinen die Belgier emm befriedigen den Ermtz für den blutigen Hahnen kämpf gesunden zu haben. Bei dem neuen Sport handelt eS sich darum, welcher Hahn innerhalb einer Stunde am häufigfien fein Kikeriki ertönen läßt. Auf einem kürzlich in Rotheux'Rimien veranstalteten Wettkampf dieser Art wa ren 54 befpornte Sänger vertreten. d?r Wettbewerb erfolgt nach den Re geln der in Belgien beliebten Finken kämpfe. Zu dem Zwecke werde die Hähne unter freiem Himmel m nebenernander aufgestcllten Ka figcn in solcher Weise unter gebracht, daß keiner der Streit den andern sieht. Vor jedem Käfig steht ein Maraueur-, der jeden emzel nen Schrei verzeichnet; hinter diesen Kikerikizählern sind die Zuschauer aufgepflanzt. Die Hähne werden sür den Kampf vorher abgerichtet. Um sie zum Krähen zu reizen, bringt man sie in einiger Entfernung von ihrem Se rail" in einen Käfig unter und füttert sie Mit Mehlwurmern. Eiern, Hanf samen u. s. w. Alle Rassen von Hähnen werden zu den Schreuämpsen zuge lanen. . Selbureoeno iommr es zu bedeutenden Nebenwetten zwischen den Eigenthümern der genederten Cava liere und den Zuschauern. Bei einen der letzten Kämpfe dieser Art krähte bei Siez er in einer Stunde 143 Mal. Du fleißigsten Kräher sind, soweit bis jetzt bekannt, die englilchen Zwerzhahne. Ein fünfzehnjährige Mörder ist von dem Schmuraericht zu Cosenza (Italien) zu zwölf Jahren Zwangsarbeit verurtheilt worden. Do menico Villetta, so heißt der Verbrecher, und Gmnarro Allevato, der nicht alter war als elf Jahre, liebten beide dieselbe Schöne, die dreizehn Jahre alte Gmsep pina Zicarelli. die Tochter eines GastWirthes in Mongrassano bei Cosenza. Die beide? Burschen haßten sich und Domernco faßte den teuflischen Ent schluß. seinen Nebenbuhler auS dem Wege zu räumen. Am Morgen des dreizehnten Juni wurden die verliebten JungenS handgemein, doch gelang es emem Bauern, fte zu trennen, und nach dem er beiden eine gehörige Trach Prügel verabreicht hatte, zog er ruhig keines Weges. Am Abend desselben Tages lauerteLZmetta jedoch dem un gleich schwächeren Allevato wieder auf. schleppte ihn in ein Gebäude und schnitt ihm, nachdem er, ihn so lange am Halse gewürgt hatte, biS er besinnungslos am Boden laz, mit einem Brodmesser den Kopf vom Rumpfe. Dem so vsrstüm melken Leichnam brachte er dann noch mehrere Wunden bei, stürzte uch dann wie em wudeS Thier aus den Ermorde ten und trank daS aus den Wunden reichlich strömende Blut. Nachdem er sich so einem alten Aberglauben zusolar gegen alle Verfolgungen getet hatte, warf er den Kopf des Allevato in emen Brunnen. Vor den Geschmo renen benabm sich der Mörder in so cynisch frecher Weile, daß sie alle, die der Prozeßverbandlung beiwohnten, mit Abscheu von diesem Ungeheuer, wie ihn der StaatSanwalt nannte, weg wandten. 'Mit wahrer Wollust gab er eine mintlSse Schilderung von seinem Verbrechen und als das Urtheil verkun det wurde, nes er den Richtern em höh nischeS Bravo 1" zu. Salerno .hat di.eler

ä$i ein seltsamer Mordprozetz mit der Freisprechung des Angeklagten gecn digt. Die Brüder de Simone waren beschuldigt, einen jungen Mann Na mens Pipolo aus Rache ermordet zu haben, weil derselbe nach Liebschaften mit den beiden Schwestern der Si-

mone'S sich mit einem andern Mädchen verlobt hatte. Thatsache ist. daß Pi polo, der sonst mit den beiden Simone ö gut Freund war, von der Kuqel eines Simone in der Nacht des 12. December 1839 qetödtet wurde. Die Vertheidi. gung gab jedoch von dem Vorfall eine Darstellung, welche die Schuld der Brüder Simone auszuschließen scheint. Darnach hat Fortunato Simone, der deS Schreibens unkundig war, den Pi volo gebeten, für ihn einen Brief zu schreiben, und ihn zu diesem Zwecke auf den Abend deS 11. December in eine im 5?elde gelegene Meierei eingeladen, wo die Brüder wohnten. Als Pipolo erschien, wurde ihm gesagt. eS wäre qerade kein Papier und kein Briefumschlag da, er solle in der folgenden Nacht wiederkommen. So redrte Pipo o mit Napier, Feder und Tinte am 12. De cember drei Uhr Nachts zurück nach dem Pachthof, mnd denselben aber verschloffen. Sem Klopsen und Rufen wurde mit einem Schuß beantwortet, der fehlging. Als er trotzdem weiter klopfte und rief, da er den Schuß ,ör einen Scherz oder die Folge eines MißVerständnisses hielt, öffnete sich die Thur und durch den Spalt fiel em zweiter Schuß, der den armen Plpolo mederstreckte. Die Brüder Simone entflohen. stellten sich aber nach einem Monat srei. willig der Behörde und erklärten, sie hätten in jener Nacht geglaubt, man wolle bei ihnen einbrechen, und hätten in der Aufregung geschossen. Diese Darstellung fand Glauben bei den Ge fchworenen und der Angeklagte Fortunato de Simone wurde freigesprochen. Sein Bruder war in der Untersuchung?haft gestorben. Ten ältesten scyuileorer der Welt besitzt, wenn eine Mittheilung der .Neuen ZüricherZeitung" richtig ist. wohl Andermatt. Seit 18L0 wirkt Herr Colamban Rufst an der dortigen Schule, also 71 Jahre! Beinahe die ganze zur Stunde lebende Bevölkerung des Ortes soll von dem greisen Lehrer unterrichtet worden sein. Fall die Angaben des schweizer BlatteS, die uns allerdings etwas fraglich erscheinen, thatsächlich stimmen, so müßte der greise Pädaooze thatsächlich auch einmal der jüngste Lehrer der Welt gewesen sem, denn es helgt weiter: Der jetzt Fünwndachtzigjährige ist gesonnen, demnächst vom Schuldienst zurückm treten. Hieraus ginge hervor, daß Herr Columban Russi als Knabe von 14 Jahren sein Lehramt angetreten! In Rom sind in einer Nacht an verschiedenen Stellen der Stadt, aber seltsamer Weise fast zu derselben Stunde, der Tapezierer Vm cenzo Calandera und dessen Vater, Vespastano Calandera, ermordet wor den. Vlncenzo war rn emer Wirth schaft beim Spiel mü emem Spulgenossen in Streit gerathen. Sein Gegner versetzte ihm emen Dolchstich in die Brust. Man brachte den Verwundeten nach dem Hosvital della Consolazione, wo er nach wenigen Minuten starb. Der Leichnam ruhte noch auf dem Tod tenbette, als man einen anderen schwer verwundeten Mann in den Krankensaal trug den Vater Vmcevzos. Er war auf offener Straße von einem Unbekannten angefallen und ebenfalls durch einen Dolchstich schwer verletzt worden. Als er seinen Sohn als Leiche vor sich sah, verließ ihn das Bewußtsein. Montag früh ist er gestorben. Der Mörder Vincenzos befindet sich be reits in Gewahrsam. Für einen Bruchtheik seines Monatssoldes ist ein französischer Soldat zu einem werthvollen Schatz, einem echten Meiffonier gekommen. Während deS letzten Lebensjahres des Meisters nahm, wie zetzt aus Paris geschrieben wird, ein in der Pro?in; in Garnison stehender Kürassier einige Tage Urlaub, um sich die Hauptstadt und namentlich auch die Ausstellung anzusehen. Die Anregungen, welche er dort erhielt, reranlaßten ihn, einen Be such bei Meissonier zu machsn. Der brave Krieger wollte, wie er sagte, ein ganzes Bild" von fich haben, um eS in seine Heimath zu schicken, doch wollte er vor Allem wissen, was daS kosten werde. Wie viel willst Du dafür ausgeben?- fragte Meissonier. .Dreißig SouZ." Gut.- Der Meister entwarf nun rasch eine äußerst gelungene Skizze, welche der Kürassier triumphirend an fich nahm und im Fortgehen zu einem ihn an der Thüre erwartenden Kameraden sagte: Ich hätte handeln sollen ; er hätte mir das Bild vielleicht für 20 Souö gelassen." Von der W iderstand SfSbigkeit der Hottentotten legt Dr Emil Holub. de? im P. 2. Mittheilungen aus seinen ersten Afrikareisen veröffentlicht, u. A. folgende Zeugniß ab: Ich hatte zwei Hottentottenjünglinge deS Korannastam'meS als Ochsentreiberund Führer in Dienst genommen. Kaum daß wir an einem Abend mit stürmischem Gewitterregen nach dem Ausspannen schutzsuchend in den Wagen gestiegen waren, holten sich die Beiden ibre nassen Decken und nachdem sie sich ihrer Kleider und Schuhe entledigt, sie in ihre Säcke gethan und diese dann als Kopfkissen sich untergelegt hatten,krochen sie unter den Wogen, hüllten, sich in jene bunten, nassen Tuchkompressen ein und legten sich sofort zur Ruhe. Trotz der ununterbrochenen Blitze und deS langanhaltenden und überaus laut tö' enden Donners, trotz deS heftigen Regens und de Sturmwindes waren sie bald eingeschlafen! Am folgenden Morgen fanden wir die beiden nackten Jünglinge in schmutzig gelbbräun' licher Regenlache gebettet, nur daß die Arme. Brust nnd der Kopf noch aui dem Schlammwasser hervorragten I Langsam hob sich die Brust, sie schliefen wie in einem Eiderdaunenbette ruhig und weltvergessen? freundlich grinsten sie unS entgegen, als wir sie durch Berübrung mit der Svitze deS langen VeitschenstockeS weckten. Dann, die Nässe fühlend, glotzten sie erstaunt um sich her. richteten sich langsam auf und vermochten eS sofort zu begreifen, wie sie in daS Wasser gekommen waren. Sckeriend und lachend über daS Miß-

ße'ichick, llefen sie zum Flusse, um sich abzuwaschen, und brachten auch gleich Reisig mit, um das Kaffeefeuer anzufünden. Und a!S wir dann Alle um'S Feuer saßen, waren auch sie berangekrochen, und. ihre Kleider hoch über die Flamme haltend, lachten sie über das unsreiwilliz genommene Schlammbad; es zeigte sich auch in der Folge, daß ihnen dies nicht im Geringsten gescha det. Die in Mannheimer. scheinende ..Süddeutsche Tabakzeitungschreibt: Obgleich der Vorrath von Bernstein, welcher in den submarinen und Landgruben von Ostpreußen ge Wonnen wird, nur einen Handelszweig zweiten Ranges der Stadt Königsberg r . rt . , . .a

viioet, 0 glor oer urnia oennocr, An-1 laß zur Beachtung. Die Hauptfund-! orte sind Palmnicken, Kraxtepellen am i baltischen Meer und Schwarzort, welche von einer Gesellschaft ausgenutzt werden. die 1S50 Personen beiderlei GeZchlechtS beschäftigt. 1890 belief sich der Ertrag auf 4030 Centner. In dtefea Zahlen sind alle die kleinen Stücke mitgerechnet, welche in den benachbarten Gewässern gefischt wurden und die der Gesellschaft abgeliefert werden, welche das Monopol für die Provinz Ostpreußen besitzt. Das Quantum, welches von Fischern in die ser Weise gefördert wird, beläuft sich auf ca. 47 Centner per Jahr. Seit einigen Jahren haben die Grabungen in Schwarzort ein fo armseliges Reful tat ergeben, daß die Gesellschaft den Betried dort einstellte und am 1. Oct. 1890 den Vertrag mit dem Staate gelöst hat. DaS preußische Schatzamt, welches aus dieser Quelle ca. 200,000 Mark zieht, hofft emen Ersatz zu finden in der wahrscheinlichen Entdeckung von submarinen und unterirdischen Grabun gen, welche von der Gesellschaft in Palmnicken und Kraxtepellen vorgenoui' men werden. Der rohe und vcrarbeitete Bernstein findet seinen Absatz in Nordamerika, China und selbst in Korea. England deckte früher feinen Bedarf in Königsberg, bezieht aber seit mehreren Jahren von französischen und österreichischen Häusern. Die Türkei kaust besonders die großen Stücke Naturbernstein und läßt denselben durch einheimische Drechsler und Schnitzer verarbeiten, welche vorgeblich den Ansprächen der dortigen Käufer besser ent sprechen sollen, als deutsche Arbeit. In Meißen wurde am 17. Oktober daS Denkmal für sodann Friedrich Böttger, der Erfinder des tn tf a , . L " M L 511. ... I. . i Pvrzeuans, eniuuul. nvirger yai, wie bekannt, von 1710 bis 1719 in Meißen ..f OaiU. hu Aiii V. Öf fUt.-i,t t... . Ul tUlU Utl UU Vlt ülUltU,l1?UUC;3 verlegten Porzellan-Manufactur geleln und ist der Schöpfer der großartigen Industrie geworden, die in Meißen jetzt mehrere Tausend Menschen ernährt. DaS Denkmal besteht aus der broncencn Büste BöttgerS auf einem Sockel von rothem meißner Granit, der in gefchwungencn Barockformen gehalten ist. Am oberen Theile des Postaments ist ein reizendes Porzellanrelief in lichtfarbiger B malung angebracht; es stellt das Porzellan als zarte weibliche .Gestalt, die auS Feuer und Rauch emporsteigt, und die Malerei und Plastik in Knabengestalt dar. Am unteren Theile des Sockels sind vorn und hinten broncene In schrifttafeln angebracht. BöttgerS barr loseS Antlitz, von einer wallenden Äl longenperrücke umrahmt, zeigt enerzi sche Entschlossenheit. DaS Ganze, das auf einem grauen Granitunterbau ruhte wirkt vermöge seiner schönen Verhält Nisse und seiner harmonischen Geschlos senheit höchst entsprechend. Schöpfer des Denkmals ist der Bildhauer Emmerich Andresen, der Vorsteher der Gestaltungs Abtheilung in der könig kicken Voriellanmanufactur. Bon diesem stammen u. a. noch die gefesselte P,yche im königlichen Schlosse zu Berlin, das Hölderlin-Denkmal zu Tübin gen, das Gutzkow-Denkmal zu Dresden und sieben Gestalten altnordischer Göt ter bei Herrn Koopmann in Hamburg. Erst vor kurzem hatte übrigens die königliche Porzellan-Manufactur zu Meißen Gelegenheit, daS vierzigjährige Amtsjubiläum ihres Directors, des Herrn Finanzraths Raitzel zu feiern. Er hat die Manufactur zu hoher Blüthe gebracht, indem unter seiner Leitung in den letzten Jahren seit Bestehen der Anstalt die höchsten financiellen Ergebnisse erzielt worden sind. Dach-Material! H. C. SMITHER, Händler in KieSdach . Material. 2 nnd 3 plq R?ady - Rooftnk,. waiierdichtes Skeating. feu?r fe'tem sphalt-ilz, Srrhpapse. Dack und Me tillarden ?e. . Ofec: 11 West SZaryland Straße. Telephon l. D a ch d e ck e r e i. H. C. & T. F. SMITHER. MAge nnd verantwortliche Dachdecker. Kies dZcher. Trinidad nnd iiwnite Asphalt Töcbcr. Ällc Arten Comptfitions.Tächer mit bestem Ma terial. Ofnc : No. 169, Jard : 180 W. Marylandstr. Telephon 861. Indianapolis, Ind. I oans 2 JJa afolink. Tas beste für Qcsen. 5m f-.nlr r.rta.hr V wnrk i,r U., bf Aaiim fr, Anrin, '..I ... n i .'". !! .O. JUIIB. I VWU, j 1IW, . tmt. iti.i-nr.ili)in,r Horn. tijr initfa. 1 , m it do thc werk and lira yu? him FHra cr r oa.uv .i kum, kfrever yiu min. f.m be IstuHrr ntslljr rminir fron. $1 to All Wr.bow vom bow and tr y'tu. Im a jrork iatpuratiin IM II ! lioie. ilig ntontjr fot worfc r. iiiiIumi amonf lhem. ' KW nd (mdersul. FartiraUn fr U.llHllett&Co.,noxlUlortlaBd.lfU

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Ave. und Achts Str. 1 29 Au5ste ll un gS Gebäude. 131 Alabama und Morrison Skr. 132 Al.amvran unk l?.tr. 134 College Ave. und Zehnte Str. 135 Home Ave. und Tclarsare Str. 136 Alabama und North Str. 161 Newmann und Achte Str. 133 College Avenue und Irwin. 21 Illinois und St. Jokcph Str. 23 PennslVaittiia und Pratt Ctr. 24 Meridmn nnd Zweite Etr. LZ Ro. 5 Svr'nhaus, 6. nahe Jllmoiöstr. 26 Wisstssippi und Et. Clair Str. 27 Illinois und Michiqan Etr. 23 Pennsylvania und uünfle Str. 29 Mtssifnvpi und Vierte Etr. 212 Tennefsee und William Str. 213 Pennsylvania und Äticdigan Str. 214 Illinois und Herbert Str. 213 WaifmheimatH für Farbige. 213 Teilneffee und Erste Str. 217 Meridian und Siebente. 213 Clissord und Jestcrssn Avenue. 31 Ro. 1 Spr'nhS.. Ind. Ave. u. ich. St 32 Meridian und Walnut Etr. 34 California und Lermont Str. 35 Blske und 5tew Z)ork Str. 33 Indiana Ave. uns St. Clair Str. L7 Etsdt.Hospital. 38 Blake und Ncrth Str. 39 Wichigan und Agnes Str. 312 West und Walnut Str. 313 West und Dritte. 314 Siebente und Howard Str. 315 Torbet und Paca Str. 31g Tennessee und 1. Straße. 41 Ro. 6 Spr'nhaus, Wash. nahe West Str. 42 Geibmdorf und Washington Str. 43 Mtssouri nnd New Mork Str. 43 Meridian und WastzinZlon Et?. 4g Illinois und Obio Str. 47 Tenne ssee und Washington Str. 43 Kingan's Schlachchzus. 49 Jndianela. 3 Squares vom Fluß. 412 Missouri und Maryland Str. 413 MMMvvi und Wabam Str. 413 Morris und Church Str. 421 O. I. u. W. NundyauI, roestl. vom FluK 3 Jrren-Asyl. 424 Miley Ave. und National Road. 51 Ro. 4 Spritzenhaus, Illinois u. Nerrtll. 5Z Illinois und Leuifiana Str. 53 Wett und McEarty Str. 51 West und South Str, 5g Mississippi und Henry Str. 57 Meridian und Nay Sir. 53 Ro. 10 SchlauchhÄ. Morris u. Mad. Ao. 5!) Madissn Ave. und Dnnlap Str. 512 West und Rockwood Str. 513 Kentucky Ave. und Ä!erri2 Str. 514 Union und Morris Str. 516 Illinois und Kansas Str. 517 Morris und Dakota Str. 513 Morris und Church Str. 519 Tennessee und McCarty Str. 531 Wenvian und Palmer Ctk. W3 Morris Str. und Gürtelbahn. 524 S.Hadison Av. und MmneZota Str. 1 No. 2 Haken u. Lei:er-SauÄ. Southstr. 63 Pennfuloama Str. und Äadison Ave. 03 Delaware und McCart? Str. 61 East und McEarty Str. 65 New Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Aradjtzaw Str. 63 East und Cobum Str. 9 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 312 McKernan und Doughertli Str. 13 East Skr. und Lincoln Lane. 314 East und Bescher Str. 315 Noble und Seuth Str. 71 Ns. 3 Spr'nhaus, Airg. Avc. u.Huron. 72 East und Georgia Straße. 73 Cedar und Elm Str. 71 Bcnton und Georgia Str. 75 English Ave. und Pine Str. 76 Dillon und Aates Str. 78 Ns. 13 Spr'nhaus, Prospekt u. Dillon. 7 gleicher Ave. und Dillo Str. 712 Epruce nnd Prospekt Str. 713 Enqlish Äoe. und Laurel Str. 714 Willow und Olive Str. 715 Ehelby und Beeche? Str. 71S Teutsches Waisenhaus. 713 Orange und Laurel Str. 721 Lexmgton Avenue und Linden Straße. 723 Zvktuzcr Wvenus und Cpruce Straße. i24 Tucker und Dorsey's Fabrik. öl Wartet und Aen Jersey Etr. 82 Washington und Delaware Str. 83 Eat und Pearl Str. m New fpxt und Daridfen. 65 Taub stummen Anita lt. 88 Ver. Staaten Arsenal. 7 Oriental und Washington Str. 89 grauen kFleformatorium. 312 Ao. s Schlauchhaus, Ost Wafh. Str. 313 Wartet und Noble Str. 314 Ohio und Harvey Str. 815 Arsenal Avenue und Ohw Straße. 321 Van 5andle Eisenbabn.SbopS Z23 Wakcott und Carter Str. 91 Rs.7 Spr'nhaus, Maryland nahe Mend. 92 Wendian und Georgw Str. 93 Meridian und Süd Str. 94 PennZylvania und Louisiana Str. - 95 Alabama Str. und Virginia Ave. Spez islS!gale. Ersten 2 Cchläae, zveiter Alarm. Zweiten 2 Schläge, dritte? Alarm. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer cm und Schlauch aufgewickelt 3 Schläge, weniger Wasserdruck. 3-3 mebr Wasserdruck. 12 Schlage, 12 Uhr Mittags. Die ersten IS Signale werden voll, ständig ausgesch lagen, bei den folgenden werden die Hundert, Zehner und Einer, ZiNem getrennt gegeben. Die kürzeste und direktelie Route sit West, Kord, Süd. VestZdul Züge mit den feinsten Varlrr-, Lehnstühle- und Speisewagen, mit Damvf gehetzt und mit Elektrizität beleuchtet. Die- schönsten EiZea babnlge in der Welt. Die vcrzüaliche VeschafZcnheit der Geleise und der laschincrie gestatten die größte Scdnellisikcit bei größter Sicherheit. Die einzige Linie, welche ihre Passagiere nach dem Ärand Centra! Bahnhof in New V o r k bringt und ihnen dadurch Zwei Stunden Zeit spart. Dre Cwsahrt in Chieaqo ermöglicht einen Ueberblick über den Michigan Avenue Boulevard u. die schönsten StradenderStadt. 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