Indiana Tribüne, Volume 15, Number 52, Indianapolis, Marion County, 9 November 1891 — Page 1
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Drahtnachrichten Inland. Wetteraus si chten. 'Für Jndiana : Kältere Luft bei bewölktem Himmel und gelegentlichem Regen. Dienstag Morgen wahrscheinlich kälter. M D i e schwarze Zunge. Franksort, Ind., 7. Nov. In Kirklin, 2nd. scheint eine entsetzliche Epidemie ausgebrochen zu sein. Vor einigen Tagen erkrankten die vier Kinder von John Wyman und binnen wenigen Tagen starben alle vier. Dann wurde Frau Wyman krank und starb ebenfalls. Die Krankheit begann mit leichtem Fieber, dann fing die Zunge an zu schwellen und sich schwarz zu färben und nach etwa 48 Stunden trat der Tod ein; Die Aerzte sagen, sie seien nicht im Stande etwas zu thun, die Krankheit sei ihnen bloß aus Büchern unter dem Namen Die schwarze Znnge" bekannt, und sie komme in Indien vor und sei dort ebenso gefürchtet, wie die Cholera. Inzwischen sind in genanntem Orte sieben weitere Personen unter denselben Symptomen erkrankt.
Blitzschlag u n d F e u e r. L o u i s v i l l e, Ky., 8. November. Während eines Gewitters, welches heute Morgen um füuf Uhr hier herrschte, wurde dasHandelskammergebaude vom Blitz getroffen und zum Theil durch Feuer zerstört. Der Schaden wird sich im Ganzen auf etwa $35,000 bis $50,000 belaufen und ist nur theilweise durch Versicherung gedeckt. Das fünfte und das sechste Stockwerk brannte aus, wahrend die darunter befindlichen beiden Stockwerke bedeutend durch Uasser beschädigt wurden. In dem vierten und dem fünften Stockwerk befanden sich die Raume der Western Union Telegraph Comp. Der Blitz schlug in das Gestell, welches die Drähte hält und in wenigen Augenblicken brachen die Flammen aus dem Gebäude hervor. Die Feuerwehr war mit ihrem neuen Feuerthurm rasch an Ort und Stelle und nach etwa einer Stunde hatte, sie die Flammen unter Kontrolle. Die Western Union Telegraph Co. verlor ihre Batterien und den größten Theil ihrer Instrumente. Manager Chas. Smith telegraphirte sofort nach neuen Instrumenten und heute Abend waren bereits 34 in Gebrauch. Die Drähte der Associirten Presse wurden nicht beschädigt. Der Verlust an dem Gebäude wird auf etwa $25,000 bis $30,000 geschätzt und ist durch Versicherung gedeckt. Gedenkfeier. C h i c a g o, 3ll. 8. Nov. Trotz des ziemlich starken Regens fanden sich heute doch Zweittausend Personen auf dem Friedhof Waldheim ein, um sich an der Demonstration zu Ehren der hingerichteten Anarchisten Parsons, Spics, Engel, Fischer und Lingg zu betheiligen. Verschiedene revolutionäre Reden wurden gehalten und die Gräber der Hingerichteten wurden geschmückt. Frau Lucy Parsons HauSwar mit schwarzem Flor drapirt. Am Morgen hatte die Frau eine rothe Fahne auf ihrem Hause aufhissen lassen, welche aber auf Befehl der Polizei entfernt werden mußte. Eifrig äst der Arbeit. ?! e w Aork, 8. Nov. Im Brooklyner Schiffsbauhof herrschte heute zum ersten Male feit den aufregenden Zei ten der Rebellion, regeS Leben an einem Sonntag. Etwa achtzig Leute waren damit beschäftigt, die beiden Kriegsschiffe Miantonomah" und Atlanta" fertig zu stellen, damit die selben so bald als irgend möglich in Aktivität treten können. Es wird in Abrede gestellt, daß die Baltimore" im Hasen von Valparaiso in den Grund gebohrt worden sei. Die Ofsiziere und Mannschaften auf jenem Kriegsschiff sollen, genau wie in Kriegszeiten, die schärfste Wachsamkeit beobachten. Die das Schiff umgebenden Torpedonetze schützen dasselbe vor einem unvorhergesehenen unterseeischen Angriff. Es wird jedoch zugegeben, daß die Wendung der Dinge zwischen den Ver einigten Staaten und khili die Regierung veranlaßt habe, so schnell als möglich ihre Kriegsschisse in Bereit schast zu bringen.
Ausland.
Allerlei aus D eut schlau d. Berlin, 8. Nov. Das Interesse des Tages gipfelt in der Erwartung der Dinge, die der am 17. d. M. zusammentretende Reichstag bringen wird. Die Nachricht, daß der Handelsvertrag mit Oesterreich bereits fertig dem Reichstag vorgelegt werden soll, setzt voraus, daß derselbe den Bundesrath bereits passirt hat, was aber nicht richtig sein kann. Denn wenn der Reichskanzler einen finanziellen Gesetzentwurs dem Reichstage unterbreitet, so wird er diesen naturgemäß dem Bundcsrath zunächst vorlegen, um sich, der Zustimmung der verbündeten Regierungen zu vergewissern. Nach den letzten Nachrichten waren aber kaum die Berathungen der beiderseitigen Bevollmächtigten zum Abschlüsse gediehen. Diese Zögerung soll auch den späten Zusammentritt des Reichstages veranlaßt haben. Die Ermäßigungen, welche Oesterreich für seine Getreideeinfuhr nach Deutschland bewilligt werden, sollen dann auch Amerika zu Gute kommen. Der Schwerpunkt des Kampfes um die Getreidezölle, der aus Seiten der Agrarier mit aller Erbitterung, die ihnen daS Gefühl ihrer bedrohten Interessen einflößen wird, geführt werden wird, liegt also zweifelloS in dem österreichifch-deutichenHan-delsvertrage. Der Eintritt des Altreichskanzlers in die Getreidezoll-Debatte und ebenso, daß er sich entschieden auf Seite, wenn nicht gar an die Spitze der Agrarier stellen wird, wird bestimmt erwartet. Daß jetzt bereits zum zweiten Mal in amerikanischem Schweinefleisch, trotz deö Unschädlichkeits-Attestcs der ame rikanischen Behörde, Trichinen entdeckt wurden, hat in amtlichen Kreisen sehr verstimmt. Herrn Murphys Agitation für amt rikanischen Mais stößt in Müllerkreisen auf heftige Opposition, da diesen durch das amerikanische Maismehl große Verluste drohen. Bankkrach, Selbst m o r d etc. Berlin,?. Nov. Der Zusammenbruch des Hauses Friedlander & Som merfeld hat große Aufregung hervorgerufen ; derselbe wird in Verbindung mit dem Krach der Firma Hirschseld & Wolf gebracht. Die Thatsache, daß Friedländer & Sommerfeld sich in finanzieller Verlegenheit befanden, war fchon am Mittag ander Börse bekannt. Vater und Sohn Sommerfeld besprachen die Situation miteinander und als sie fanden, daß die Lage hoffnungslos war, beschlossen sie zu sterben. Wahrscheinlich wurde dieser Entschluß dadurch herbeigeführt, daß dem Sohne Verhaftung wegen seiner Spekulation bevorstand. Beide schössen sich in den Kopf und als die Commis durch den Knall der Pistolen ausmerksam gemacht herbeieilten, fanden sie Beide noch lebend. Man brachte sie sterbend ins Hospital. Die Firma war immer als sehr solide angeschen worden. Der Zusammensturz der Firma Hirschfeld k Wolf hatte das Publikum erschreckt. Gelder wurden massenhaft zurückgezogen und das war zunächst die Ursache, daß die Friedländer & Sommerfeld ihren Ver pflichtungen nicht nachkommen konnten. Die Polizei hat Besitz von dem Bankgeschäft ergriffen und die Geldschränke versiegelt. Die Aufregung war so groß, daß sich heute Abend eine Menschenmenge ansammelte, und drohte das Bankhaus mit Sturm zu nehmen. Die Polizei hatte große Mühe die Ordnung herzustellen. Die Untersuchung der Angelegenheit der Firma Hirschfeld & Wolf brachte zu Tage, daß die Firma in Wirklich keit schon seit 1873 insolvent war. Wolf führte ein kostspieliges Leben. Leine jährlichen Ausgaben belicfen sich auf 400,000 Mark. Erst seit einigen Jahren hatte er sich aufs Spekuliren verlegt, und um seine Verluste zn decken, emittirte er falsche Wechsel. Er befindet sich jetzt in Gefängniß. Unter seinen aristokratischen Gläubi gern befanden sich: Prinz Heinrich mit 500,000 Mark, Prinz Günther von Schleswig Holstein, Bruder der Kaiserin mit 500,000 Mark, Graf Lut tichon, Graf Treschler, Graf Bredow, Graf Eulenburg und Andere. Seit dem Erlasse deS Kaisers be tresss der Unterdrückung der Prostitu tion giebt sich die Polizei Mühe, das
sogenannte Louisthum" zu unter-
drücken, und in Versammlungen beschäftigt man sich vielfach mit dem Problem. Seitdem der Gesandte Phelps ein D!ner gab, bei welchem Speisen und Brod aus amerikanischem Maismehl servirt wurden, können die Bäcker kaum den Begehr. nach solchem Brode bcfriedigen. ' . . Niderlage der Parnelliten. Cork, 7. Nov. Martin Flavin, der Kandidat der McCarthyiten, wurde für den durch den Tod Parnells vakant gewordenen Sitz im Parlament gewählt. Er hatte eine Mehrheit von 1512 Stimmen. Man schreibt feine Erwählung dem Einflüsse der Priester zu. Während der Zählung hatten sich große Menschenmassen in der Straße angesammelt, und die Polizei hatte große Mühe, die Ordnung aufrecht zu erhalten. ..,. Ei n Sozialist erwählt. Paris, 9. Nov. Der Sozialist Lafargue ist für Lille, Departement du Nord in die Deputirtenkammer gewählt worden. In jener Stadt herrscht in Folge dessen große Aufregung. Wünscht eine friedliche Lösung. V a l p a r a i s o, 8. Nov. Die chilenische Regierung sucht eine friedliche Lösung der Schwierigkeiten anzubahnen, welche die Affaire betreffs der Matrosen des Baltimore" zur Folge gehabt hat. . Ein Schurken st reich. Rom, 8 Nov. Unbekannte Personen drangen gestern Nacht in das Grahgewölbe der Gräsin Mirasiori, der morganatischen Frau des verstorbenen Königs Victor Emanuel und steckten ' ' den Sarg m Brand. Die innere Zinkhütte verhinderte eine Verbreitung der Flammen und die Leiche wurde nur wenig beschädigt. O. Großer Streik. Paris, 8. Nov. Eine große Zahl von Delegaten der Grubenarbeiter hielt heute in Lens, Departement Pasde -Calais, eine Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, daß die sämmtlichen Grubenarbeiter im nördlichcn Frankreich die Arbeit einstellen sollen, im Falle ihre Forderungen innerhalb der nächsten vierzehn Tagen nicht bewilligt werden "sollten. Sie verlangen, daß der Kranken- und Un-terstützungs-Fond von der Regierung verwaltet werden soll, anstatt von den Grubengesellschasten, welche beschuldlgt werden, die Fonds schlecht zu verwalten. Die Leute verlangen ferner eine Modifikation der zwangsweisen Arbeitseinstellung, welche angeordnet wurde, um die Produktion zu vermindern. 120 Delegaten waren anwesend, welche ein Drittel der sämmtlichen Grubenarbeiter in Frankreich repräsentiren. SchissSnachrkchten. Angekommen in: 9t ew Z ork: La Bretagne" von Havre ; Umbria" von Liverpool ; Rugia" und Augusta Victoria" von Hambvrg z ,",Apollo" von Antwerpen. Gothia" von Hamburg ; Dubbledam" von Amsterdam ; Alaska" von Liverpool. Hamburg: Columbia" und Rhaetia" von New Äork. B r e m e r h a v e n : Werra" von New Zork. London. In Sicht: Dresden" und Slavonka" von Baltimore, Bothnia" und Arizonia" von New Aork. Philadelpia: Belgenland" von Antpcrpen, British Princeß"von Liverpool. Q u e e n s t o w n : Arizona" von New Lork, British Prinee" von Philadelphia. Liverpool: Nova Scotia" von Baltimore, Nome" von Boston. Havre: La Gascogne" von New Jork. Boston: Scythia" von Liver Pool. m m m SchlffS, Agentur. Alle Dampfer-Linien sowie alle eu ropäischcn Eisenbahnen haben ihre hie sige HauptAgentur in Alex. Metzger's (ÄrunvelaentkumS Aaentur. Wechsel Bank und Vollmackts-Bureau. Etablirt 1863. .
Hiesiges. Volizelgerkcht. Eiii ganzes Contingent von Delinquenten, etwa 50 hatte die Razzia auf die Spiellokale ergeben. Sie wurden sämmtlich bis auf 2, deren Verhör am Mittwoch stattfinden soll, mit $10 und Kosten bestraft. Der junge Oehler wurde den Großgeschworenen überwiesen. Frederick Gilbert hatte eine lebhafte Auseinandersetzung mit seiner Frau, wobei kr ihr eine Ohrfeige gab. Der Richter verurtheilte ihn deshalb zu $100 und 6 Monaten Arbeitshaus, suspendirie jedoch die Strafe nm ihm Gelegenheit zur Besserung zu geben. m ,, ii Vor dem Progreß Club hielt gestern Nachmittag Herr Rappaport einen Vortrag über Sozialismus". Der Besuch war ein verhältnißmäßig guter. Herr Rappaport gab in seinem Vortrage eine Skizze der Entwicklung der Menschheit und der ökonomischen Verhältnisse und zeigte, wie verschiedene wirtschaftlichen Systeme und Produktionsmethoden einander folgten. Er erklärte es als die Aufgabe des Sozialismus die Gesetze zu erkennen unter welchen diese Entwicklung vor sich gegangen ist, und daraus die Prinzipien festzustellen, welche dieBasis der künftigen Gesellschaftsordnung bilden müssen. Er zeigte, daß das Grundübel der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung in der Trennung der Arbeitskraft von den Arbeitsmitteln bestehe, und daß aus dieser Trennung daß Lohnsystem hervorgehe, unter welchem die Arbeitskraft für den Preis gekauft wird, den sie auf dem Markte bringt, während das Produkt dersel-
ben, wie groß es auch immer sein möge, dem , Häuser der Arbeitskraft gehöre. Daraus ' resultiren wirthschaftliche Klassen, und Anhäufung von Eigenthum ist ausschließlich Ziel und Zweck deS Menschenlebens geworden. Mit der Weiterentwicklung der ProduktionSfahigkeit und der Anhäufung der Arbeitsmittel in immer weniger Händen wird dieses System jedoch unhaltbar werden und in sich zufammenstürzen. Die Menschheit wird eine höhere Stufe der Entwicklung erreichen auf welcher die Anhäufung von Reichthümern aufgehört hat, wohl aber Jeder dadurch glücklich wird, daß ihm die Erzeugnisse seiner Thätigkeit selbst zufallen. Das war in kurzen Worten der Gedankengang des nahezu anderthalbstündigen Vertrages. Erfreulich bei dieser Gelegenheit ist die ausführliche Berichterstattung der englischen Morgenblatter. Sowohl das Journal" wie der Sentinel" widmen dem Vortrage eine ganze Spalte kleinen Drucks, und wahrend sie früher diesen. Segenstand absprechend beurtheilten, behandeln sie ihn jetzt mit einem gewissen Wohlwollen, ein BeweiS dafür, daß die Wichtigkeit desselben immer mehr erkannt, und die sozialistische Anschauung auch immer mehr gewürdigt wird. Asbsr Bnitirnors ! Norddeutscher Lloyl Regelmäßige Dampfschissfahrt zwischen Baltimore. Bremen direkt. durch die neuen und erprobten Schnell Dampfer Tarntftadt, TreSde, Karlsruhe, München. Oldenburg. Weimar, von Bremen jeden Donnerstag, von Baltimore jeden Mittwoch, 2 Uhr N. M. Größtmöglichste Sicherheit. Billige Preise. Porzügliche Verpflegung. Mit Dampfern des Norddeutschen Llovd wurden mehr als 2,300,000 Passagiere glücklich über See befördert. SalonZ und Cajüten auf Deck. Die Einrichtungen für Awischendecksvass' giere, derm Schlafstellen sich im Oberdeck und im zweiten Deck befinden, sind anerkannt vor treftlich. Elektrische Beleucktuna in allen Räumen. Weitere Auskunft ertheilen die General Agenten A.Schumacherä?Co.. Baltwore.Md. oder deren Vertreter im Jnlande. Alex. Metzger und Gebr. Frenzek, nvianapou,. 3Fnxiiiiiixtl:sajQ.i2n. Saloön u. Billiard-Hall No. 92 Ost Washington Str. InKn Moilcrrlxer, ." Eigenthümer.
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