Indiana Tribüne, Volume 15, Number 44, Indianapolis, Marion County, 1 November 1891 — Page 7
ll '.'', l'f!' !
K im '!ff-i&sif!mel. j S'Si is sc "ti :'; 1 si ji::-:.!1 " ; Lü,-, iJllNi;-;:; ,;;,:.;::'"s Iii ? :m i ;!: :?:;: "i : m. : W;&60!i&mi WSmi'Mi S?: lü1!:!:!!!' ! :! ,iih: '- !: i! mt s J:s s ; l!: i! ' . : " :i;i::;;'V:; " :'! ,: , "f ? -i'""-.::-mm y,i, ::A h 'lifl!1 ::Se; S" J.:,wr:i vAJii1?'
' - . , 7
W
m!e . V V -
, "I r-
S"" 1 iijif" !' i 'i it NlW fc -i' '.! ,3 I:: r; il ,! .t
äSSS
Gegen das rse der Lyrringe. Eine kräftige Standrebe gegen die Ohrringe und gegen die Sitte, die Ohrläppchen zum Zwecke des Ohrringtragens zu durchbohren, hält eben der Beirath vsn EchvrerS Familieublatt" in einer Correspondenzrubrik des soeben zur AuZgabe gelangenden Hestes. Er sührt auS: .Vom ärztlichen StandPunkt kann man das Tragen von Ohrringen nur abrathen, weil manche Erlrankungen hierin ihren Ursprung haden. Das häufigste sind dieAusschlacze am Ohr und an seiner Umgebung, die recht langwierig werden können, wenn ihre Behandlung nicht in den rechten Händen liegt. Sehr häufig ist auch die sehr unschuldig aussehende chronische Entzündung des StichcaualS, bei der man an beiden Mündungen des Loches pets eine kleine gelbe Kruste bemerkt unÄ vielleicht eine Kleinigkeit einer nässenden Flüssigkeit. Das märe nicht so schlimm, wenn nicht allmählich das Loch mit sammt seinem Ringe immer weiter ach unten wanderte und eines TageZ em unteren Rande des Ohrläppchens langte. Man hat dann ein gespal tenes oder vielmehr zwei kleine Oh läppchen vor sich, die nicht wieder zusammenheilen. Ich kenne Leute mit drei solchen, ja eine Frau mit vier kleinen Ohrläppchen nebeneinander, weil sie dreimal ein Loch gebohrt hatte, um das Tragen eines Ohrringes zu erzwingen. Statt der erhofften Verschönerung hatte sie eS nur zn einer argen Verunstaltung gebracht, und man muß nur staunen über die Hartnäckigkeit sowie über den Mangel an Geschmack, mit der eine unzweifelhaste Verstümmelung daran gewagt wurde, um eine doch sehr zweifelhafte Vschönerung zu erzielen. Der Ohrring kann aber entschieden auch zu einer ernsten Gefahr werden. Vor einigen Jahren sah ich in Praxis eines besteundeten College emen sehr traurigen Fall. Ein zwölfjähriges, bis dahin ge sundes Mädchm erhielt als Andenken an ihre an der Schwindsucht verstorbene Freundin ein Paar Ohrringe geschenkt, obgleich die Ohrlöcher der Kranken an jener oben beschriebenen in diesem Falle offenbar tuberkulösen Sticheanalentzündung gelitten hatten. Auch bei der kleinen Erbin entwickelte sich die gleiche, durch kein Mittel zu heilende Entzündung, die sich spater bei der mikroskopischen Untersuchung als tuberkulöse Entzündung erwies. Es war aber bereits zu spät, das Eist war schon in den Nörxer gedrungen und in kaum drei Jahren folgte die Erbin ihrer Freundin ins frühe Grab. Dergleichen mahnt jedenfalls zur Vorsicht. Wer weiß, wie oft Aehnliches geschieht, ohne daß der Zusammenhang durchschaut und durch die mikroskopische Untersuchung sichergestellt wird wie in diesem Fall. o - , I o t! i o n. ÄkM!chk ttju Mdwktz5US Im Herbst 1700 stand ein Mann mit NaL'.cn Lcmarque aus dem Karousselolatze zu Paris. rvr Z crrt -c .. . AUS tiVMn icicenioior, ocn iym ei , Knabe reichte, nalirn er ein rundes Ding" vsu stirtem Holze. Es bestand . ... . .. ' VA . .t. kl. I- V.jic xunncn vsujeiuwi vit i vti Mitte durch einen kleinen Cylinder verbunden roarcn. Um diesen war eine Cchuur mit einer Schlinge gewickelt, die sich der Mann an den rechten Zeigefinger hing. Cr ließ das Ding fallen, Hab ihm aber, bevor die Schnur völlig , abgewttkelt, einen kräftigen Ruck und bewirkte so. daß das Ding an der Schnur von selbst wieder nach oben kam. Das setzte er unaufhZrlich fort, und das immer schneilere Ab- und Zlufwickeln, in dem das ganz? Spiel bestand, zog viele Leute h bei. Lemarque zeigte auf seinen Vorrath im Korbe und erzählte, daß er in Ostinlim gewesen fei. Dort an nem Fürstenhofe habe er das Ding zuerst gefeben: eine Erfindung der Tochter des Nabobs Peradschah Dauka, die damit gefpielt um ihre fchöue Hand zu zeigen. Auz seine Bitte habe man ihm das Ding geschenkt, und da er gelernter Holzfchnit!er, so sei ihn, nach seiner Heimkehr der Einfall gekommen, das Spielwcrk nachzumüchen und zu verkaufen. (5rlunocn, um m Zchone Hand zu eigen ! Die Damm und Herren, die en Mann und seinen Korb umstanden. l dachten an ihre Hand, die im Handschuh steckte Der ganze Vorrath wurde rasch gekauft, und Einer fragte, wie das Spttlrserk heiße? Nachdem Namen hatte Lemarque in Ostindien nicht gefraqt, auch noch nie an ihn gedacht. Ein Spielmerk meinte er stnnend, ein Joujou" .... JomlZ" rief Einer, die Anderen riefen es nach, und plötzlich hieß das DingJouzou. Es kam "m SJlcde ; es wurde der un-' zertrenullche Begleiter der Vornehmen Welt. , Lemarizue schnitte rastlos weiter,nahm Gehilfen an und ließ bas Spielzeug auf allen Platzen, in allen Gasteil verkaufen, während er felbst mit, seinem Korb an zrdem Tage auf dem Karoufsel, plahe erschien. & up-. Ganz Paris, Prinzen und Of sickere, 'Girondisten und Jacobiner, MeS spielte i Iouiou. Selbst Danton, heißt es. habe damit gespielt,' um sein siedendheißes Wlut tu küülen. Reiter kielten den Zaum in der Linken und in der Rechten daZ Jous, und wenn die Vamen durch bas Wäldchen fuhren, hielten sie das JqLjou-der HandfHuh war abgestreift! 'zum Kutfchcnfensier hinaus. W jfjsf Dichter haben das Spielzeug ttfungen und LenmrucS Concurrenten, Goldschmiede in her Gas!: Quineampo! stell? jen es nvS Silber, her. Ein verarmter . Ofsiciec I-m auf den Einsall, mit seinem , kchtcn 2cloe txn silbernes Iouiou zu kaufcn,.'UH!?üb ß Kanal gehen n London bot er es dem Pnnzen von Wales EtM'tlV.)?nn,ÄndGentlei man GeorK", der auch sehr fchöneSnde yatte, w a r g an z en t zu ck t . Zin, eat er, zyelt über die Brüstung geneigt, tanzte das Smelzeug in seiner Rechten auf und nieder. Er hatte den Handschuh naMrklch suseZoMSaLadySr : itirfr t
. wy ., $J
Dich der Ofsicier erreichte seinen Zweck: daS Joujou wurde auch an der' Themse Mode. Den Prinzen amüsirte es, das ganze vornehme London wollte es haben, und der glückliche Ossicler kam mit einem Auftrag von 10,000 Stück nach Paris zurück. Etwas später brachten flüchtige Ronalisten das Spkelwerk nach Stockholm und über den Rhein. Am Mälarfee lebte Grasin Hilda von Königsmark, eine Verwandte der be rühmten Gräfin Aurora von Königsmark' Drei Edelleute warben um ihre Hand. Noa unschlüssig, wen sie erhören follte, zeigte ihr einer jener Frauzofen daZ Joujou. Da beschloß sie, sich dem zu vermählen, der es einen ganze Tag lang fpiclen könnte, ohne daß es ihm nur einmal zur Erde siel. Die Freier übten sich wochenlang, m& der Wettkampf fand statt. Nur von iner Mahlzeit unterbrochen, wahrte derselbe bis zum Abend, und Löwenhaupt, spater ein berühmter General, ging als Sieger hervor. Zu Bonn am Rhein, wo der Herzog von Holstcin-Veck als Gsi des Kurfürsten lebte, at ihm einer sener Emigranndas Soielwer! gezeigt. Cr kaufte eS, ging gleich mit feZner Gemahlin nach Nürnberg, und da er eZ Sonderling war, bestellte er bei einem dortigen Drechsler zwei Joujou, die den Umfang kleiner Wagenräder hatten. Ei nige Dutzend gewohnlicher Größe bezog er aus Paris. Mit diesem Vorrath kam er dann nach Berlin. Den Leuten, die in Zinmer größeren Schaaren vor dem Gasthofe .Stadt Rom" standen, bot sich ein wunderliches Bild: aus den Fenstern des sten StockwerkS, das der Herzog nebst Gattin bewohnte, ließen sie die Nürnberger Rad er, wie das Publik: sagte, an Seilen ausund niedertanzen. Erst drückte die Polizei ein Auge zu. Da aber der stets größere Andrang vor dem Gasihose den Verkehr hemmte, fs schritt die Behörde ein Der Herzog wollte nicht hören, bis dannKSnig Friedrkch Wilhelm N., tieffen Vesehl man erbat, dem Herzog sagen ließ: er möchte Aimmer im Hmterhause beziehen und die Räder nach dem Hose tanzen lassen. Im ersten Verdruß hierüber kaufte Hoheit die Besitzung Friedrichsfelde be! Berlin. Dort durfte ihm Keiner befehlen. Er ries einen Maler, der ihm die Räder mit Teuselefratzen bemalte. So hingen sie in Frledrichsseldc stundenlang aus den Fenstern, ohne Zuschauer zu sin-, den, da die Bauern, als sie den Hollen? spuk" kaum gesehen, schleunigst geflohen waren. Die in gewöhnlicher Größe auS Paris bezogenen JououZ hatte der Herzog bei der Absahrt an Bekannte versckenkt. Sie sangen von Hand zu Hand,unodie Par!s er und Londoner Mode wiederholte sich an der Spree: das Joujou wurde auch in Berlin der unzertrennliche Begleiter der vornehmen Welt. Gräsin Lichtenau spielte damit in der Sänfte und in der Karosse, in ihrem Bette und ihrem Zimmcr, wenn sie Besuche empsing. Neben ihrer PotpourriMafe auf dem Kamin lag ein silbernes und ein goldenes Jou jou, die ihr der Pariser Agent in der Gasse QuincamxoiS gekauft. Auch im Berliner Thiergarten sah man Reiter mit diesem Spielzeug in der Rechten ; auch dort hielten eZ Damen mit der entblößten Hand zum Kutschenfenster hinaus. Unter den Zelten, wo man eine
Erfrllchuna nahm, wurde ernta Jomou abspielt, und wenn der König, im blauen Gelnock und das svanllche Nour unter m Arm, aUf feiner Promenade nach den Zelten kam, sah er dem Treiben lange zu. W j. f i . . . f AM ayne zu zieyeq uns oas ouou dicht auf das Wäger rollen zu lassen, hne daß es die Fluth benetzte ; das galt als besondere Kunst!. Aus der Spree hinter den Zetten, wenn eine Gesellschaft in Treckschuten (von Menscken oder Pferden am Ufer gezogene Kähne) nach Charlat. enburg fuhr, wurde sie fleißig 'geübt. Damen und Herren 'in bunter Reihe ; Jene in seidenem Rock mit langer Taille, das Fichu von geblümtem Flor, Frisur eu gri)c und KopspuH a la Turque ; diese im schwarzen Frack, lm Beinkleid von weißem Kasimir und erbsenaelbei Weste xrineo ok Va!os. Die Strumpfe waren weiß und violett gestreift, aus den stumpfen Schuhen blitzten viereckige silberne Schnallen, und im Petschaft am breiten Uhrbande glänzte ein Karneol. Jeder von ihnen ließ das Joujou bis dich! über Wasser tanzen, und wem es zwölf Mal hintereinander ohne Berührung mil der Nässe gelang, wurde mit dem Sie gesrufe Joujou begrüßt. Dem Prinzen Heinrich in Nheinsberg schickte man das Spielzeug aus Berlin, wo es nun auch gefertigt wurde. Ek gab es seinem Zwerge Bouffon, (Lustig; rnacher), der sich damit auf den Bettrand fetzte, wcnn.der Prinz nicht schlafen konnte. Bet dem Aus- und Niederrollcn schlief er endlich ein, und Bouffon durste dann den Zucker essen, der auf dem Nachttische stand. Aber herZwerg wurde plötzlich so üben müthig und ungezogen, daß krin Unanade siel. ' Er mußte xtt seine Heimatü Kursachfcn zurück; das Joujou, von dem ei snh nicht trennen konnte. 'erhielj,,-,erge schenkte ,Damit kack er m die Nähe von Weißenfels, nach dem Landgute Weißig, wo Herr von mcmmlna lebte Das war in wunderlicher Herr ! Seine ganze Bib: kiothekaußerBibel .Gesangbuch bestand ''2 y. f i . .. . r ei f . , " aus a qjiieniyAJtx gcima)OQ0?nna ger", Donnerworte tut schlechte Gewis sen, Ein gottseliges EilelN, geleat für arme Sünder im Herrn", Die schöne Wcagelon, .Der gehörnte legsried' und , Fausti Höllenfarih". Seine Bau ern mußten mtt Stöcken, Heugabeln und Drefchflcgeln Kerziren; in einer znsi grünen Uniform mit goldenen Litzen, tu nem mächtigen Hute mit wallenden Fe dern und einem rkesigm Schleppsäbcl kommandlrte er. Ernannte sich dann Hannibal auf den Alpen und rief, das sei der echte Säbel, so'n richtiger, der da liMii, :;- .j., i:::.'i,:'i.- " i,::l,.:"'V..iji!:" r .,.. .1,. IfHafilifM ;;-lff f l!4''r "f'ffle'i diesem - Herrn kam Bufson mit seinem Joujou an. . Das Entzücken Sei, ner Gnaden war undefchrechlich. Sei Zwerg mußte ihm auf die Schulter icU gen und das Spielzeug rollen lassen, doch wurde er bald so furchtbar maltraitirt. daß er das Joujou HHnfWMl,'fteckti und Reißaus nahm. Trübselia auf emem MVX .i iimt i'1 .v'1 I" i' - ' hin t!m ' . 11,1 m n 'c m ( e z vrm wit!?riT?
'-rr&fi: Xilti' ll"! CTtl lnÄfff VI ( ii?nT?l
sitzend, sah ihn die'Herzggin Anna,' die in einer Kutsche deS Weges kam. Sie nahm ihn mit und fütterte ihn mit Zllckerstangen,Konsiküren und Marzipan, nttffen. Doch Flemming schrie nach Bouffon und Joujou, und als er horte, daß ihn die Herzogin geraubt, schickte er seine Bauern in das 'eld. Da mußten sie nun mit Stöcken, Heugabeln und Dreschflegeln gen Wcißenfels und Jlcmming, den Schlcppsäbel schwingend, ritt voraus. Der Schloßhauptmann schickte ihm aber die Leibgarde zu Pserde, sechs Mann und dreißig Mann Schloß-Gres nadier?Garde, entgegen. Keln Schuß siel, denn die Bauern ergriffen die Flucht, und Flemming, der jammernd nach Zwerg und Spielzeug rief, ritt ihnen wüthend nach. So blieb denn Bouffon bei der Her zogin. Doch das Vergnügen wahrte nicht lange. Der Zwerg aß zuviel Süßigs keiten, erkrankte, siechte rasa dahin und wurde schon nach wenigen Monaten im Saloßgarten begraben. Sein Joujou geneth in Vergessenheit, und eineherzog liche Zofe nahm eS mit, als sie Weißen felS verließ und nach Berlin zur Grasin Werthern kam. Das rundeDing" gesiel ihr, sie lernte eS brauchen und zeigte es anderen Zofen und Lakaien, als sie ein Tanzlokal im Dorfe Moabit be suchte. Zwar hatten es die Diener oft genug bei ihrer Herrschaft gesehen, doch was die Zofe der Grasin Werthern befaß, konns ten sie sich doch auch verschaffen. Schon stellten drei Berliner Holzschnitzer Joujous her, und plötzlich bekamen sie Die, ner und Dienstmädchen zu ihren Kunden. Um sich ein Ansehen zu geben, sagt unsere Quelle, versahen siemitoemJoujou gern ihren Dienst. DaS verdroß die Herrschaften so, daßsie diesem Spielzeug allmählich entsagz ten. Eine Nachricht, sie hätten ihren Leuten dergleichen verboten, liegt niraendS vor. Genug, in Deutschland kam vas Joujou schon 1794 wieder aus der Mode ; es war nlcichsam aus den feineren Kreisen in die dienende Klasse gedrungen, wo man es auch nicht mehr lange und nur vereinzelt bniutzte. In Frankreich und England hielt sich die Mode noch länger, bis das Joujou dort und in Deutschland ein Spielzeug der Kinder wurde. In den vierziger Jahrm nahm zuweilen noch die Großmutter das runde Ding aus der KomMode, und der glückliche Knabe, Joujou rufend, ließ es am Bande auf und nieder rollen. N.-Ct. Eine romantische Geschichte. Trier, 25. September. 1 Folgend: romantische Geschichte erzählt ein hiesig geö Blatt und lst vom Wests. M. übernommen: Vor etwa 13 Jahren lernte ein junger Techniker die jugendliche Tochter eines Arztes in einer größeren Rheinstadt kennen und hatte auch das Glück, das Mädchens bald als Gattin heimzuführen. Das Glück des jungen PaareZ war bcneideffswerth. So mochten etwa sechs Monate w ungetrübtem Sonnenschein dahin geflossen sein, als ein eigenthümlicher Zufall dem jungen Ekemanne Veranlassung gab. an der Treue seines so sehr geliebten Weibchens zu zwttfeln. . Ohne jede mündliche Auseinandersetzung zog der tief gekränkte Gatte eS vor, fein Haus, seine Stellung zu ver-
lassen, nachdem er in einem längeren Briefe semer zungen Frau die Ursache seines VerfchromdenS mugetheut imtte. Seit dieser Stunde hatte das der Wer zweiflung nahe Wnb nichts mehr von uzrem Gatten gehört, unter oem aroßen Trupp der amerikanischen Pilger, welche nun vor einigen Tagen in Trier zur Verehrung des hernaen Rockes ein getroffen waren, besand sich auch ein Mann, dessen ernstes, ver;chlotteneS Benehmen allen Schiffs-Paffagieren aus der Uebersahrt nach Europa aufgefallen war. Der Amerikaner es war der damals von hier verschwundene Technl ker trat mit der großm Fremden-Pro-cession den Gang zum Dome an, um die Reliquie zu sehen. In der Nahe ce Domes vemerkte er plotzuq eme schwarzgekleidete Dame, in welcher er sofort seme Frau erkannte. Schrecken durchzuckte ihn aber, als er an ihrer Seue cm, ftmer Schätzung nach etwa 12iähriaes Madchen erblickte, welches daS getreue Ebenbild seiner Mutter war. Unser Techniker folgte den Beiden, sah dieselben m ein Hotel eintreten und ersuhr h?er,daß die Dame zu Tisch erscheinen werde. Er wußte es so anzustellen, daß er gegenüber jcr ner Frau zu sitzen kam, die in dem ties gebräunten, von einem ; dunklen . Vollbart umrahmten Gesicht ihren Mann nicht erkennen konnte, da sie ihn nur als frischen Jüngling ! mit einem Ilnnen Schnurrbärtchen gesehen hatte. ' Unser Seid erlunmate sich im Laufe des gleilhgiltigen Gespräches welches er mit ihr augelnilpst hatte, nach der ur sache ihrer Trauer und erfuhr, daß diese ihrem Mann gelte, den sie vor 13 Jahren - verloren'' habe. Durch den Tod?-' die tiefe seelische Erregung machte seine Stimme beben. Nach einer kleinen Pause, - während welcher die? Dame ihn? eigenthümlich ansah, erhielt er die Autwort: Ja, durch den Tod.- Und ist dieses Ihr Töchterchen? ES ähnelt ; Ihnen auffallend!" Ja, das Kind hat seinen Papa leider nicht kenne gelernt, denn es kam erst zur Welt, als ich meinen Mann schon einige Monate verloren hattet .Der furchtbar erregte Mann verließ bald den Tisch, bat aber nach dem Mittagessen die Dame um eine Unterredung unter vier Augen, die ihm von derselben gewährt wurde. Die ÄZiedrerkennung brachte ihm auch den Beweis von der vollen Unschuld seiner Frau. Es handelte sich damals um eiuen von der Familie verleugneten, ungerathenen Bruder, der eines Abends seine Schwester Heimsüchte um eine Geldnnterftützung zu erhalten. ' In ihrer Mitte das Kind, wandelten die wieder vereinigten ? G 1t ' SO AmiHV m 'i s? i st n l f IWit UUyUilttUl t XvUlt f U U. für ihr uuausfprechliches Glück zu dan f wS$B Daß dieses ICauchtaü f Rechnung : ifl tziliafI, Slscki ialtbOT iü. yd
vor. dem Blatte nicht hervorgehoben; eS )
bekräztigt nur d,e Wahrheit deS Erzählten mit den Worten: Der Held dieser einfachen, wahren Geschichte ist Inge nieur an einer größeren Maschinensabrik m Amerika, gedenkt aber seine Stellung dort aufzugeben und fernerhin in der alten Heimath zu bleiben.Daö Strumpfband. Die Wissenlchatt. die selbst die Da. mentoilette in den Kreis ihrer Erorterungm zieht, wagt sich nun auch an daS Strumpsdano. Der vauernve Druck, so sagen die Aerzte, stört die Gewebe, au? die er fick erstreckt, in ihrer Ernähr rung, so daß in ihnen die Stosserneuerung langsamer und unvollständiger von Statten geht. AVer nicht nur oie weichen Gewebe, such die Knochen wer den auf diese Weise angegriMn. Jever Theil deS menfchlichenKörverS, welcher fieb nickt in normaler Weile entfalten kann, unterliegt einer mehr oder wem ger hochgradigen Zerstörung. EchliMmer noch ist der Umstand, daß der Druck deS Strumpsbandes nur, eine verhält nißmäßig schmale Zone trifft, sich also nicht gehörig vertheilt und deshalb Schnürwirkung ausübt. Dabei ist eS gleichgiltig. ob das Band von Gummi, also elastisch ist oder nicht, die Wirkung ist immer dieselbe: Störung der Er nährung in der abgeschnürten Strecke, besonders aber in den Muskeln. Die bis jetzt angesührten stachtheilesind aber die weniger wichtigen. Von größerer Bedeutung sind die dadurch erzeugten Kreislaufstörungen. Durch die Abfchnürüng des Unterschenkels wird der Zufluß von srifchem. arteriellem Blute erschwert, der Theil bekommt also zu wenig Nährmittel und kann sich nicht gebörig entwickeln. Er bleibt in Folge k tsm schwach und wenig leistungsfähig. In noch höherem Grade ist jedoch der Abfluß des verbrauchten venöferl Blutes behindert. Hierdurch entstehen Strnt nngSerfcheinungen aller Art. Die nächste Wirkung sind die so häufigen und überaus lästigen Krampfadern, mit ihren manchmal gefährlichen Folge Erschei nungen. Sie finden sich beim weibli' chen Geschlecht weit häufiger, als beim männlichen, und ein Hauptgrund hier für ist das Strumpfband. Außerdem trifft man oft Schwellung der Füße an, die Abends am stärksten ist und ein vorzeitiges Gefühl der Ermüdung und Arbeitsunfähigkeit erzeugt. . Moitke und Garlvalvl. Man schreibt auS Nizza : Für deutsche Leser dürste eS Interesse haben, emm Aufsatz kennen zu lernen, den Marcel NorriS im VAenir TAntide soeben veröffentlicht. Es heißt darin: Ich will nicht Punkt für Punkt Äaribaidi's Thaten schildern und nur so im Fluge einige Eigenschaften seines Charakters hervorheben. Garibaldi ist eine Art antiker Held, der für eine Idee auszieht, mit nichts ausgerüstet als seinem Tegen, seiner Begeisterung und seinem Herzen. Er , war für Erropa der letzte, Paladin, der letzte Ge sühlssottat, wie Nieuzi für Rom der letzte Tribun : ar. Ach, wie haben t t Zeiten sich geanüert! Es Ware lehr reich, Garibaldi einem anderen triumphirenden Sieger, z. B. Marschall Moltke, gegenüber zu stellen und sie miteinander zu vergleichen. Dieser, ein kleiner bescheidener, kalter ' Greis, gemessen und großartig stets eine Gipsmaske zur Schau tragend, die KrieaSbegeisterung nicht kennend und nur aus geographische Studien seinen Plan bauend. Cr überläßt nicht, das Geringste dem Zusalle, noch der patriotischen Ekstase, er steht m der Armee nur emen ungeheuren Mechanismus von Nerven und Blut mit künstlichen Rädern, wo Jeder seinen Platz angewiesen erhält. Jeder nach Instruktion handelt, kurz zw. : t . r r . .v eine große 'coromaMne, weiche levt, kämpft und stirbt wie etwa Seelenloses. Der Andere dagegen erscheint laut, lärmend, unbesonnen, ein wirkliche, Ritter, dem selbst der leife Anflug von Donquichotterie nicht fehlt, er hat eine politische Ueberzeugung, ist offen - und srelaebla. Er gebt ,ln's Feld mit a.ro ßen Ansprachen, theatralisch, roth drcp put, yccherhodenkn Hauptes, ohne et was vorbereitet, noch organistrt zu haben, er verachtet die Quälerei der Discipliu und die Gelehrsamkeit der Generale und wirst sich blindlings auf den Feind. Der Rothe stürzt sich mit hinreißender Bravour, aus den Gegner. r. r j. - Dann rusl er, ammeil vie emen, und nun setzt sich seine Höllenmaschine auö so und so viel Tausenden bestehend in Bewegung, um mit Polypenarmcn . i - j i ven Paiavin elnzuzanzeßen. er Rothe stutzt, , staunt, ohne zu versteben, sieht vergebens nach Hilfe aus. - Aber da er weder Material, noch Reserven r . . I . . .. ..''... ä '" Dar, verlyeivlgi er ncy umonn; gar bald ist er vom Spinnennetze umfponnen wie eine Fliege." Ich glaube mcht," schuedt Norris, daß man unter tvx hervorragenden Militärs einen größeren Gegensatz finden wird, als zwischen Garibaldi und Moltke. . Wer, genau betrachtet, der Größere" ist , oder war, . wird erst die Weltgeschichte lehren.- . 'MWHZ , Z iv ei Wand erpredi t hielten in einem, wegen der Knauserigkeit seiner Einwohner allgemein bekannt , im Orte eine Betverjammlung , ab. Nach beendigtem Gottesdienste ließ eine der Geistlichen seinen Hnt als Klingelbeutet unter den Andächtigen herumgehen, welchen er nach einer Weile leer zurückerhielt. Wohlan denn," sagte der Geistliche, , dem der Hut gehörte, .laßt uns Gott dankend ,.Wcfür?entgeguete aufgebracht über daS nega tive Resultat der Cvllecte sein College: Daß wir den Hut wieder haben! , Vielversprechend. Vater: Hier bring' ich Jbnen meinen Jungen in die Lehre, Meister, nehmen Sie ihn ordentlich zusammen. Meister: Na, lassen Se man, wenn Se den Juugen über'ö Jahr wiederZehen, wird er sich flrrttlh ' trtf?t S (5-9 Inmitti :!'' v yimi v u w, n uiiiu s, Vt c: (tn pVrtpr ftK Ammmm W
" ' i Oi Wörtlich illustrirt. Kurzer .Tramp" nach dem Mittagessen. - i ! 1 1. un i ii .i in NuS der Affüre gezogen. Gast : WaS soll denn daS heißen. Kellner? Auf der Speisekarte kostet der - '-'r-'"''! m !".' - ji ' '' ' -X. ! . öummeM mir 75 Cents dafür an! Kellner: Bitte, mein Herr? das ist ganz in Ordnuuz. Ter Hummer, den ich .'Ihnen servirt habe, ist nämlich viel frischer, ' Hl cer aul rer : esueitewnei eisaisjvi , t . . ';.. . t , ;;.,!;" ki
arlchend erster Swlp,.
An A. - S-grJ VL
T 9 c. K
IK
ilifÜiL "jEvy ifej MMMZ tM'i t ihi h W:K3 iiiJl zyiJJSPJ! - v' -ri&t fi.-fi '24liii' HMl'?' 'fÄJkv HMWMMW?Vv' , säjfJ!!. ,
, ''miJlfäL
:ii!!h;ii;
OSltscherMebKzauder in Orient.
kos Aranktß rremeZ. Stammbäume haben immer am Forscher einen Zauber ausgeübt, und vor Allem die großen Geheimnisse oeS Ursprungs gewisser Rassen und Völker. In London erscheint ein Blatt, welches die Thora auf der Vorderseite abbildet und sich mü nichts Anderem beschattigt, als aus mystischen Bibelstellen zu be ftM?. V.A YCM.fXttV.M I. OIa ütltll, JIUJJ It tiiltUUVlI. vu. jvuukommen der zehn verlorenen Stämme der Juden sind. Andere lassen jenen Stamm, zur Zu; als Amerika im Norden noch nicht durch oceanische Umwäl zungen von dem asiatischen Kamtschatka getrennt worden, nach Amerika aus wandern und indianische Hautfarbe annehmen, und viele ihm altzüdifchen Ceremonien bewahren. Wieder Andere erkennen in Afghanen und Beludfchen jene .verloreukn zehn Stämme" wie der. Catlin, der Verfasser der Geschichte der Rothhäute, begegnete weißen Indianern, denMandanen, die jetzt ausge porben sind, erkannte m rhren Topfge schirren Hieroglyphm wieder, die mtt der Sprache von MaloS Aehnlichkeit hatten und sollen jene weißen Indianer Nachkommen einer Schiffsmannschaft gewesen sein, die unter Führung eines Prinzen Madoc schon im vierten Jahrhundert, also lange vor ColumbuS Amerika entdeckten, als sie vom &rnnn ach dem Mississippi verschlagen wurden. Vor wenigen Jahren erstaunte die Welt über Stanleys Buch, in welchem er das Zwergvolk beschreibt, dem er m Mittelafrika begegnet, und jetzt wartet eine englische Schriftstellerin in ihrem Buche "The Women of Turkey" mit entdeckten Legenden aus, welche mtt Namen beweisen, daß die als blutdürstige Gurgelabfchneider verschrieenen urden englisches Blut in ihren Adern habeni Dazu kommt, daß wir soeben in jeneck Längenbreite hart an einem neuen troianifchen Kriege vorbeigestreift, sintemal . v im ' fc li!fjt. nn ruroiWer Paris erne ecyl vrilije Helena entführte. Miß Lucu Garnett erzählt, daß zur Zeit der Kreuzzüge ein junger kurdischer Häuptling Namens Fakih Ahmed in einer Schlacht mit den Franken aus einen tapferen Gegner stieß, den er erst mit großer Anstrengung überwältigen konnte. Als er sich nach landesüblicher Weife den Kopf seines Opfers als Andenken aneignen wollte, entdeckte er zu seinem Erstaunen, daß jener zunge Held ein zartes Mädchen ja. Sie versprach, sein Weib zu werden, salls" er ihr das Leben schenke sie kannte vermuthlich die kurdische Sitte, daß nicht der Mann das Schöne sreit, sondern diese den ersten Schritt zu thun und Hand rmd Herz anzubietm hat. Ihr englischer Name war Keghan, und sie wurde Stammmutter deS größten Kurdenvolkes, der .BebehS von schung.Doch damit war dieser echt orienta lische Lebensroman noch nicht erschöpft. Der persifche Dichter Saadi schuf folgende Zeile: So Du Dich verliebt hast, halte sie an den Kleidern fest und laß sie nicht los !" Die schöne Keghan wurde der neuen asiatischen Heimath müde. Als m Abwesenheit ihres Gatten ein feindlicher Stamm zum Gemetzel anrückte, stellte sie sich an die Spitze ihrer Truppen und schlug den Feind mit Bravour in die Flucht. Dann sich plötzlich umwendend, ries sie aus: Sagt Fakih Ahmed, daß ich ihn jetzt aufgebe und zu meinem eigenen Volke heimkehre. Er muß mir nicht folgen, denn das wäre umsonst, und ich würde ihm uugern Harm anthun.- Und mit f01d England for ever! war sie mit ihrem Roß im Nu verschwunden. Ah' med folgte ihr jedoch voll Gram und fand sie zu KhidhsranMd slehte um ihre Rückkehr. AnsangS weigerte sie kich, und als er, wie der Poet gerathen, ihr Geivand erfaßt, stieß sie ihm den Speer in den Arm und stürmte von bannen. Doch Reue kam . gedenkend, daß er, obgleich ein Kurde, ihr einst das Leben geschenkt und Vater ihrer Kinder geworden. Sie kehrte um und salbte heilend die Wnnde, die sie ihm beigebracht. Doch rasch kam die Sehnsucht nach dem alten Vaterlande an sie von neuem an,, und sie floh abermals, ihm einen letzten Blick zurücksendend. Aber sie hatte paradiesische Augen, an jene Legende mahnend, die erzählt, daß der Zauber weiblicher Augen einst -daraus entstand, daß Eva, als sie . mit Adam auf der Flucht, sich noch einmal um-' wandte und in die Schönheit der derlorenen Seligkeit zurückblickte, diese ihren Abglanz in Evas Auge ließ. Sie erreichte ein englisches Lager, aber ihr Gatte folgte ebenfalls und langte eines Tages an. als eben ein Hochzeitsfeft abgehalten wurde. Betreffs dessen erhielt er den Aufschluß, daß eine schöne britische Priilzessin, die sich auf mehrere Jahre im Orient verlaufen", zurück gekehrt undÄm Begriff stehe, einen Cousin zu ehelichen. , ' Darob verkleidete sich ihr verlassener Gatte als Weib und, als Bräutigam und Braut eben nter dem TrauungSBaldachin erschienen, stand er in ihrer Nähe. ;i Die schöne Keghan , weigerte sich, nach damaliger Sitte, vor ihrem Zukünftigen ein Knie zu beugen. Dieser gerieth in Wuth, schlug sie Mit dem Panzerhandschuh auf die Stirn mit den Worten: .Du warst Gefangene beide Moslem, bist also entehrt. Wie darfst Du vor mir aufrecht stehen?", , .; ' Da rief Keghan angstvoll in die Luft binauö : Oh, Fakih Ahmed wärest Tu hier! Uud daö .starke Weib, als welches dieser verkleidet, riß ihr de Bräutfchleieriab Bräutigam mit dem Szimitar in Stückes Er trug serne wieder eM schauer sich von ihrer Bestürzung erho len konnten, und entkam mit ihr nach jl des Sultans Zelten. Und sie blieben einander getreu. Die heutigen PrinM pr.rnt ..r " :::rJ!6.ii-.fe,i;ir.flii:i' von ulimaniki rnnr
'rß 'fcW'fiä! IM :, VGtH ::::.,' : '..;:'::? " , iZi hS .ii
In demselben Buche wird erzählt, daß man die Schönheit der Frauen in Daunen auch aus englische Abstam. mung, ebenfalls aus der Zeit der Kreuzzüge, zurückführe. Eine Menge Kreuzritter verließen ihre Standarte und gingen unter orientalisches Volk und schlössen sämmtlich sich dortigen Familien durch Heirath an. ES sei nicht hübsch von der englischen Kritik,zu unfreundlich über das kurdische VetternVolk zu urtheilen. Dasselbe theile sich in Zeltbewohner, die derb und kriegerisch, und in ackerbauende? Volk, das freundlich und von sanfter, Sitte. Diesem Unterschied müsse man im stolzen England Gerechtigkeit ngedeihen lassen. Abermals ist nun in unseren Tagen ein kurdischer Moslem, ein Häuptling, in Liebe gerathen zu einer schönen Eng. länderin. Miß Kate Greensseld, die mit ibrer Mutter in einem persischen VillaDorfe wohnte. Beide, gute Reiterinnen. unternahmen eines Tages einen AuSfluq, und da passirte es, daß der Verliebte, ob mit ihrem Cinverstanduitz der nicht, ist noch nicht wiesen mit Gefolge erlckien und die Schone ihrer Mutter entführte. Diese wandte sich jammernd an den englischen Konlul,dem von persischer Seite erwidert ward, daß die junge Ladu sich entsühren ließ, und zwar gern, und zum Islam übergegan gen sei. Ob alledem gerieth die euro-
pancke Diplomatie sn Bewegung und englischerseitS sah man ein stuMaami des Troja voraus. Man soll dem Kon sul, der daraus bestand, die entMorte Helena britischer Nationalität zu leben. um aus ihrem eigenen Munde dleWshr heit zu boren, eine deS Englischen kun dige MoSlemitin als die Gesuchte vorgeführt baben. Der Schah von Persien wollte eS nicht auf einen riskanten Strauß mit den zu troianischer Vertheidigung der Helena anruckenden Engländern ankom men lassen. Da kam der Sultan als Retter, und ibm geborchten die kurdischeu Vrausekövse insoweit, daß sie sich zum Weffenkillstand Mannten und die schöne Engländerin unter dem Schutz einer kleinen türkischen Armee beließen, solange bis dieselbe vor beKördlicken Magnaten sich entweder als Jslamitin bekannt, die ihrem Entfübrer Aziz zeit lebenS aetreu , bleiben wolle, oder sich entschließe, wieder als Ungläubige nach England zurückzukehren. Im persischen Lande werde man sie nur unter erste? Bedingung dulden. In diesem Eavikel sieht dieser Liebesroman zur Stundet orientalischen Lande, wo sich wenn die Legenden icht lüqen englischer Liebeözaubcr mit seinen blauen EvaAugen durch Jahrhunderte fortgeerbt zu haben scheint. Die Frau vo heute. Wie ist manche Frau doch so nett! Meist liegt sie bis zehn Uhr im Zweifel, ob sie auch ihrem Dienst mädchen. das gestern Abend sehr spat nach Hauie gekommen, eine kleine Stras predigt halten darf. Weil doch Langeweile verdrießt. Um zehn Ubr die Zeitung sienimmt und unbesehen in die Mappe legt. Um Elf ihre Tiegel sie bringt? Da wird denn geputzt und gefch äf tig hin- und hergelaufen, damit ja. das Mittagsmahl zur rechten Zeit bereit siehe. Sie braucht nicht einmal einen Koo.,, Um zwölf Uhr srisirt sie sich ein wenig, um ihrm bald heimkehrenden Gatten würdig empfangen zu können. Um EinS kommt er an. der Gemahl. Käm' er nicht, ihr wär's auch e in ebenso ungewöhnliche als besorgn?regende Erscheinung, über deren Ursache sie sich sogleich informiren würde. Zwei ist es, und aus jedem Wort SprichtS: Wär' er nur erst wiedn von seinen anstrengenden Nachmit tagsgechZften heimgekehrt! Fehlt eS ihr um Drei an Humor. Legt sie sich noch einmal aus'S Eorrigiren aller Arbeiten, welche ihr die Dienstboten nicht zu Dank verrichtet haben. Nach Vier, wo gestärkt sie sich fühlt, Geht sie zum Clavier hin und steckt frische Wachskerzen in die an den Seiten befindlichen blankpolirten Leuch ter. Fünf schlägt'S. In der kommenden Stund' Beschäftigt sie sich mit dem H emd. ausbessern und Strumpfstricken. Ein Hausfreund erscheint um sechs Uhr Und schneidet ihr ffeißig die der dorrten Stengel und Blätter von den Tovfgewächsen, wobei sie ihm naturlich hilfreiche Hand leistet. Um Sieben, da muß er Wohl geh'n, Sonst konnte der Gatte ihn zum Skatspiel einladen, wodurch ihr ja das Familienoberhaupt für den Abend enl zogen würde. Nun ist sie allein; doch um Acht Hat sie sich schon langst fortge schlichen, um ihrem lieben Männchen' Schlasrock. Pantoffeln, Abendblatt und Pseife herbeizuholen. . Wenigstens etwa. Stu. bent: Nun, wie ist es dir in der erste Station des Examens gegangen? Candidat der Medicia: ES ging nicht sehr gut, aber wenigstens konnte ich die drei ersten Fragen glatt beantworten. Student: So, welche Fragen waren denn das? Candidat: Der Professor fragte mich nach Namen, Geburtsort und Alter. , B erfän glich e S chrn eich t l ei. Menschenfeind: I)u bist Goch der Einzige, mit "dem ich 'umgeben MagHich" betracht' ich auch gar nicht mehr als Menschen.! ' m m E n t s ch uld i g n n g. Tourist : Was sallt Ihnen denn ein, so hohe iPittfeaasiiie Minnixßriiitrixtl'btnl Sii fi Tt""?:i t rtii, n 1 ft ti fi i ''' ß i "S"tnK r 'Im 'ti 3"v V IVMVMI ri MW WWf W W ,tyui i., 'z.mif:: iiüwM,' . , : :,f'.& T
?i!'ES;ii
:imm ;:: fiflM'iji:,, M
t w l miH" MWZi yniilli if1: ü1i:.e; j : I W ! X, - : 'SS
mm . , m mimmmm :i Wi f'memm'..mm : M pk. . . - :t ' ' : : . : 1 --ß fei- i:r' ? 1 .:: ,::!: a -: :: -i'i ;,, ,: . 1 ) - r;1; ";B i1,:, Miii. 'iM,:-;-' ::!!'-.:-,-::-ii:":;- :-:,--.--h!,!,i: :Mj--i;iM!---!::l,:;j:::ij;-i-' ä !s,
