Indiana Tribüne, Volume 15, Number 44, Indianapolis, Marion County, 1 November 1891 — Page 6

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Ter Liedhader von Profefflo. Eme aenthümlicheProftZsion! wer den Sie sägen. Und worin könnte sie bestehen? Ha bm wir es hier mit Lovelaces oder mit Ton JuanZ zu thun, oder handelt es siÄ gar um jene arbeitsscheuen Tage diebe, welÄs die unwürdige Rolle von Freunden" spielen? Nein, meine vereyrkn Leser; nichts von Jedem. Jene sind Individuen, welche der Menschhelt schaden oder ihr doch mindestens gleichgiltig sein können. Dec Liebhader von Profession dagegen ist ein nützliches Mitglied der mensche lichen Gesellschaft. Er ist die Vorsebunz der Väter, die einen wohlgespickten Geldbeutel und danzben noch eine hübsche, heirathZsähige, mit leicht entzündlichem Herzen versehene Tochter besitzen. Man glaube aber nicht, daß es so einfach wäre, diese Vrosesston auszu üben. Es gehört dazu ein besonder gearteter Mann. Ter erste beste würde bald ein klägliches Fiasko machen. , Hier die Naturbeschreibung des professtonirten Liebhabers: Er ist stets ein vollendeter Kavalier. Er ist schön und hzt stets seine Hände und wohlgepslezte

Nägel ; mc Kleidung ist immer elegant; ernt weiße Kravaue tst unerläßlich. Er spielt mit Geschmack Klavier -und V ior - i .! fjta 1 line, final mit Grazie einen schönen Te nor und versteht reizend und anziehend zu plaudern. In allen Gesell schaftö' spielen ist er Meister, er ist der beste Ballspieler und weiß beim Psänderanslösen immer neue und interessante Vor schlage ZU machen. Er ist stets mit Ei' fer bereit, den Sonnenschirm oder den Fächer seiner Dame zu trazen, und wenn er ihr eine Frucht oder einen Bonbon darbietet, so muß sein bescher dener Blick demüthig sprechen: Ich liebe Dich, ich bete Dich an, aber ich würde lieber sterben, als daß ich eS Dir jemals zu gestehen wagte!" Reden diesen gesellschaftlichen Vorzügen, die schon nicht häusig in einer Person vereinigt zu finden sind, muß der Liebhaber von Professton noch eine Tugend besitzen, die man nur äußerst selten antrifft: die absoluteste Verschwiegenheit, verbunden mit einem steinharten, unverwundbaren Herzen und einer ausgesprochenen Vorliebe für die vSterlichtt! Banknoten. Diese Eigenschaften sind nun, wohl mit alleiniger Ausnahme der letzten, nicht leicht erworben. Ja, man kann behaupten, sie sind überhaupt nicht zu erwerben. Man wird eben zum professionirten Liebhaber geboren, wie .man zum Dichter oder zum Koch geboren wird. Zu erlernen ist da niütS. Man hat daher auch bis heute nur von einem Liebhaber von Professton gehört, dessen Geschichte wir hier erzählen wollen. Es ist der erste und bisher ein zige Vertreter seiner Profession, ja, er hat , sie erst entdeckt. I Und das kam ss: Vor mehreren Jahren trat ein siein' reicher Kaufherr der Londoner City in das Komtoir eines Freundes, um ihm in heller Verzweiflung sein Leid zu Üa gen. Er halte eine anbetungswürdig schöne Tochter, und diese hatte es, sich m ihr eigensinmgeS Köpfchen gesetzt, gegen den Willen ihrer ganzen Familie einen jungen Gecken zu heirathen, einen arbeitsscheuen Taugenichts, dem viel mehr die Millionen des VaterS als die schönen Augen der Tochter im Sinne, lagen. ' Der Freund schüttelte bedauernd den Kopf und schwieg eine Weile. Plötzlich jedoch rieb er sich vergnügt die Hände und rief: . . .Jck, hab'S! i Ihre Tochter ist gereb ieN Morgen Abend dringe ich Ihnen meinen Freund, Herrn X.... in's HauS. Er ist ein hübscher Junge mit einnehmenden Manieren, und,, wenngleich ihn Vermögensverlufle ziemlich heruntergebracht haben, so gehört er doch der besseren Gesellschaft an und weiß sich in ihr zu bewegen. Er wird Jhr Tochter den of machen. . . Ter Vater sah lhn gan) verdutzt an. .Er wird Ihrer Tochter den Hos machen, sage ich Ihnen. Sie wird sich in ihn verlieben, und wenn sie ihren ersten Angebeteten vergessen hat, dann lassen Sie sie eine größere Reise nach dem Contment unternehmen. Wenn Ihr TLchterchen zurückkommt, wird sie weder an den einen noch an den zweiten Liebhaber mehr denken und wird sich dann in einen dritten verlieben, der dann ihr Mann wird. Ihre Sache bleibt es, diesen dritten auszuwählen und dafür zu sorgen, das er lm richtigen Moment ihr über den Weg läuft." - Seh? schön!" meinte der Vater, noch ganz verwirrt von dem sonderbaren Vorschlage, aber wer garantirt mir, daß der junge Mensch, den Sie mir da empfehlen, nicht auf eigene Rechnung arbeiten wird?" Ich übernehme die Verantwortung. Ich kenne den jungen Mann sehr genau. Er ist ein Ehrenmann, dazu sehr kalt und sehr eigennützig. Natürlich müssen Sie sich ihm gegenüber groß müthig zeigen." Der Vater daote jmext, . Augenblick nach. - -' . Topp! rief er endlich, bringen Sie mir morgen den jungen Mann und sagen Sie ihm, , daß? er an dem Tage, an welchem ich mich mit mMer Tochter nach dem Continent einschiffte, , 100 Pfund erhält. f '; Der Freund ging zu Herrn X. . und theilte ihm den Vorschlag und die Bedingungen mit. Herr I.... war eS zufrieden. Am nächsten Tage be teils begann er die Belagerung der Festung. Die schöne Miß nahm die Aufmerksamkeiten ihreS neuen Anbeters anfangs Mit eisiger Kälte auf. Er hatte aber eine Menz gefälliger Talente rnt ver . stand eS, ganz reizend: zu plaudern So merkte sie bald, daß die in seiner "Gesellschaft verbrachten Stunden immer schneller und schneller verslögen. Sollen wir alle die Manöver deZ Oe?rn schildern? Es würd

uns doch nicht' ganz gelingen. 1 23 registriren nur das Ergebniß: - Einen Monat nach dem Erscheinen des neuen Liebhabers schiffte sich die schone suuge Dame in Begleitung ihreö glücklichen Vaters nach Calais ein und nahm unter Thränen und ' Schluchzen von ihrem Geliebten Abschied. EwZg bleibe ich Mr-'treuZ'' rief sie noch im letzten Augenblick, ich werde immer an Dich denkm und oft schreiben. Schreibe auch oft an mich.--Nun, er schrieb nicht, und sie ja, mein Gott! es ist so unbequem, auf der Neise Äriese zu schreiben. Man kommt gar nicht dazu. - Man ist den ganzen Ta? aus den Beinen und will doch nachher wenigstens Ruhe haben! Die junge Miß vergaß auch ihr Versprechen bald. Nach einem Jahre kehrte sie zurück, ihr zweiter Liebhaber ließ sich nicht sehen, sie machte die Bekanntschaft eines dritten jungen Mannes und fand, daß gerade dies der Mann sei,.der ihr fehle. Ihr Vater fand dasselbe und alle Welt war zufrieden. - ,-. . Auch der verflossene Liebhaber hatte keinen Grund, sich zu beklagen. Er strich die hunder! Pfund Sterling ein und fand daß sich mit ihnen sehr ange nehm lebte. Und da er gerade nichts

zu thun hatte, fo kam er auf den Ge danken, ob er nicht noch öfter die Ret .ix.. rct.:..,. ,.t ir.r tuna reicher' Erbinnen auf dieselbe Weise bewerkstelligen könnte. H Der Zufall Um ihm zu Hilfe. Ein anderer Vater in 'ähnlicher Lage wie der erste hatte von seinem Erfolge ge hört und wandte sich an ihn als seine letzte Hoffnung. ' Und richtig! Vierzehn Tage nach , der Abfahrt seiner ersten Liebe nahm Herr die Rolle als schüchterner Liebhaber bei einer anderen schönen jungen Miß wieder auf. Dieser Fall war allerdings - ernster. ES hedurfte einer Flirtation. von vier Monaten, um die Erinnerung an den Liebsten, von dem der Vater nichts wisse wollte, aus dem treuen Herzen der Miß zu verbannen.' "vi. .,. , Damit war die Mission des bisher!gen Liebhabers beendigt. Er zog sich discret zmÄck und überließ das Feld einem dritten, der heute' der glückliche Gatte der schönen Engländerin ist. Und sie ist davon überzeugt, daß sie niemals einen Anderen' geliebt hat, ' als ihren Gemahl. - " , :;'..; Der Vater war über den ,j günstigen Ausgang der Angelegenheit so erfreut, daß er die Summe von 1000 Pfund nicht für zu hoch hielt, um den ihm geleisteten Dienst zu belohnen. ' Herr X. . . . aber steckte hochvergnügt die 10W Pfund in die Tasche und begann nun, das Lieben auf Zeit als Gewerbe auszuüben. Er wurde der Liebhaber von Profession, der ,,prd5e. sional lover". Er bat im Laufe d Jahre eine Reihe von großartigen Erfolgen errungen, und er erzählt mit Stolz, daß seine Kur noch niemals fehlgeschlagen ist. Augenblicklich führt er Alles in'S Feuer, was ihm Natur und Kunst verliehen, um auS dem Herzen einer Milkionärstochter einen Kutscher zu ' verdrängen, der sich da eingenistet hat. ES tii dies das erste Mal, das er nicht einem Manne von Welt gegenübersteht. Aber gerade hier scheint seine Mission besonders schwer durchzusühren zusein. Der Vater der romantischen mm um dieS auch ein und wird sich demgemäß erkenntlich zeigen, so daß der proksspional lovor" oarauf rechnet, sich nach diesem letzten und höchsten Siege ' von den Geschäften zurückzuziehen und von semen Renten leden zu können. ; ' Wir wünschen dem vielgetvandten Manne auch in diesem schwierigen Falle Vollsten Triumph. Seinen Entschluß aber, sich zur' Ruhe zu fetzen, können wir durchaus nicht billigen. Wer soll denn in seine Stelle treten ? Erst muß er doch einen tüchtigen Nachfolger sin dön, der sein Geschäft üdernimmtund zu? Zufriedenheit weiterführt. Wie wir hören, beabsichtigen denn auch mehrere desvtgte Väter an Herrn eine Adresse zu richten, in der sie ihn flehentlich bitten, sie ja nicht im Stich zu lassen. Wir haben noch einen Vorschlag. Wie war's, wenn Herr X. . . . von der Praxis zur Theorie überginge und eine Akademie sür Profe ssionS-Liebhaber errichtete? Damit wurde sicherlich einem iefen Bedürfniß abgeholfen werden, und die anderen Lander hatten , auch Gelegenheit, von dieser Kunst waS zu vrofttiren. Diejenigen, welche die voraefchriebene Examina gut bestanden haden, könnten ja zu Toctoren der Liebhaberei ernannt werde. , Die fehlen unS gerade noch! , K. A. Neuhofs. Was kau sie denn? Sie kennt Spinoza und Hegel Und manches süperbe Gedicht, Sie kennt auch Syntax und. Regel, Doch spinnen und stricken ' nicht., Wohl schält sie den .Werth der Stun. den "i' Und geizt um daS Tageslicht ' Und seufzt, wenn zu früh ihr'S? ente schwunden. Doch sparen daS kaun sie nicht. Am reichlich besetzten Tische ,,,, , , Kennt sie jedes feine Gericht, Speist Hühnchen und - Pudding . . -i Flfche, Doch kochen das kann sie nicht. - und Und kann sie nicht kochen und stricken, - Nicht sparen. waS kann sie denn dann? Süß plaudern, hold lächeln und nukes, i .i Ar , ' :x. frn - velraiyen oen Ttimtumanmr- tm. D e tx zerstreut e Pr o fes s o r. Professor (zufällig dem ibn befusendeN Studenten aus den Fun tretend) : Was wünschen Sie ? Student: 0 weh, cherre Professor, Sie treten mir aus meine Hühneraugen! Professor (erstaunt): So, woraus schließen SieennvLSV',,, .

Stseaiskttt.

DaS Licht nimmt ab. Ganz leise, tnz allmählich aber wir merken doch taglich, daß der Tag kürzer, der Abend länger wird. Es sind nicht die Herbstschauer, die uns ein leises Zittern in die Glieder legen es ist der Gedanke an die langen, langen Winterabendpunden, da wir den Gatten gern an das Zim mer fesseln möchten und eS doch nicht hindern können, daß er nicht gerade Abend sür Abend, aber doch sehr oft! die Wirthsstube aufsucht., WaS findet er dort? So fragen wir uns besorgt und erregt. Den kühlen Trunk? Den kann er daheim auch haben. Die Ciarre? O. wir wollen wegen rauchgeschwärzter Gardinen kein Wort verlieren und ganz sicher nicht abioehrend husten, wenn uns der Luftzug den starken Qualm in die Lunge bläst. Die, Geselligkeit? ' Ja, das ist's. Geselligkeit können wir ihm nicht bieten, daS erlauben die Mittel nickt, daS erlaubt nur heraus mit dem Worte! unser eigenes Behagen nicht. Je mehr Gäste, se mehr Umstände! Uns. den Frauen, liegt an der Geselligkeit mchtS, und mag der Gatte durchaus nicht mit uns allem sein, mit uns, um derentwillen er als Bräutigam die tollsten, Streiche angab, so mag er dem Wirthshaus leben,' Die Verantwortung komme auf sein Haupt! DaS sind -die Gedanken der 'meisten hausftauen, die in geordneten, aber nicht großartiZtn Verhältnissen lebe und weder über ein Dutzend .Räume, noch übM ein; falbes Dutzend Dienstboten verfügen. ' 1 Man klagt allgemein über das zu. nehmende, zu immer'größerer Ueppig. keit neigende GesellschaftSlebe, das sich bis in die Raume der kleineren HauSHaltungen" verliert , und dort das BeHagen verscheucht. Man denkt mit Mrge sä Ui sogenannten Absüttsrüngsobende", die UnS jeder Winker bringt und die auch wir mindestens iwei- bis dreimal überstehen müssen. Man sinnt im halben Bedenken, aber auch im halben Vergnügen den Freuden der geschlossenenBesellschaftcn, der Vereine, Liederabende, Concerte u. f. w. nach. Sie bringen Abwechselung, gemiß, aber sie bringen auch Ausgaben, nicht allzugroß, aber doch groß in dem Verhältniß, daß sie für wenige Stunden beS Amüsements hingegeben wurden. Der Reiz der Gesellschaft besteht um zweifelhaft in der Abwechselung und Anregung, die sie gewährt., Die Frauen mld Mütter in ihrer Selbstlosigkeit wollen zwar gern verzichten, denn sie finden ihre Pflicht, ihr Glück darin, einzig dem Gatten, .den' Kindern, dem Hause zu - leben Die Männer aber, tagsüber durch den meistens sehr langweiliqen oder anstrengenden oder geistig abspannenden Beruf in Anspruch genommen, sehnen, sich nach anregender Unterdalmna. ,n vulen fallen o gar nach erregendem Kartenspiel. Man mag darüber tadelnd denken ganz aus der Welt schaffen läßt sich diese Neigung der Männer nicht, die auf anziahrtaen Gewohnheiten beruht. Der Mann wenn er körperlich und geistig gesund ist, also weder Anlage zum Mi anthropen noch zum Hypochonder hat liebt un einmal strahlende Helle, Gläserklang und Liedersang, liebt Skat, icbt politische Gespräche und lacht gern über gute und schlechte Witze. DaS bietet ihm die Häuslichkeit nie. deun dies alleS erscheint der HäuUichkeit als unleidliche Gesellen. Deswegen begrüßt die Frau die Gesellschaften" trotz mancher Opfer,,, die, sie fordern, dennoch guten Muthes, i , V -1 " .,. . ' -b r f . m - ES aiebt aber eine ueve, . eyr ueve Schwester, derDesellschaft, ein lschenbrödel", daS.sich allgemach als die echte Königstochter entpuppt und dem Hause,darin sie weilen darf, wahren Segen, bringt: die Geselligkeit. Die Geselligkeit ist heiter, witzig, anregend ; sie lacht, singt, spielt, dedattirt; sie fördert Freundschaft und Behagen und da$ alles ohne große Opfer, ohne weitere Umstände und Unbequemlia) reiten. Wer die -trauliche Geselligkeit iu sein Haus zieht, der fesselt den Mann und vermindcrt sich die sorgenvollen Stunden, die das Warten auf dessen Heimkehr mit sich bringt. - ''".. Aber die Geselligkeit it theuer, wirst eine liebe Leserin ein. ,,, Theuer? Im Vergleich zu dem, was der Mann im Gasthaus ausgiebt, ist sie billig; doch erhält die Frau freilich etwas mehr Ar beit dadurch, sie muß etwas rührigersem und den Hang zur eigenen Bequemlichkeit ein wenig einschränken. Die einfachst, s üi jede Familie er sprießliche Geielligkeit besteht darin, daß man mit zwei oder drei befreundeten Familien em Bundniy schlieyt und wö chentlich zweimal, oder auch nur einmal, zusammenkommt. Die Zusammenkunft orte wechseln regelmaniz. Die lieben Freundinnen der Frau müssen hier aber ganz zurücktreten, falls nicht gleich'eitig ihre Manner Freunde res Gatten und Mag sich die Frau durch ein wöchent licheS Kasseelränzchen. wie sie ja allge mein eingeführt sind, entschädigen: die abendliche Geselligkeit gilt vorzugsweise dem Manne. Selbst weuk uns die Freunde des Mannes uniympathtfck sind, müssen wir sie von dem Stan Punkt aus, daß sie des uiianneS Skai genossen oder seine Poliiikbrüder oder anregende Kunstqenonen find, vwillkoni' men heißen. Sind diese Männer Jung gesellen, dann um so bester, häite ich beinahe geschrieben? denn es ist nicht immer der Fall, daß em uebenSwürdi ger Mann eine liebenswürdige Frau sein Eigen, nennt. Doch um ihrer Männer willen befreunden sich , selbst Damm, die sich im allgemeinen weniger sympathisch find. Sind solche gesellige Abende, an denen nichts weiter aufgetragen wird, als eine Cigarre und ein gutes Glas Bicr mit Bulterbrot, eine asse Tbee mit kleinem Gebäck, emge,ührt, ,io ,, werten sie den Betheiligten eine solcke , Quelle sckSner Heiterkeit und Geselllzkeit, daß s sich die ganze ttiOt daraus neuen.' .Ich kenne mehrere Familun, die uiun sich solche einfach zi? .llige Abends arrangi-

re. Die Unterhaltung ist nicht in allen Kreisen gleich, aber sie ist in allen Kreisen gleich gemüthlich. Hier sitzen die Herren, nach vielleicht halbstündiger Allgemeinunterhaltung beim unvermeid lichen Skat, während die Damen an einem Nebentische gemüthlich plaudernd ihre Erfahrungen austauschen ; dort haben euch die Damen die Karten in der Hand zu irgend einem heiteren schwärzen Peter" oder Kartendommo". Das Geld, das an beiden Tischen verloren wird, kommt ' in eine besondere Kasse, auS welcher eine Sommerpartie, die oft sehr luxuriös ausfallen kann, bestritten Wird. . In diese Kasse kommen auch alle Strafsätze bei unentschuldigtem AuSbleibe oder Zuspätkommen. Auf diese Weise manchmal auch durch den Einfall einer ..freiwilligen Sammlung" kommt Nickel zu Nickel, und selbst die Männer inkeressiren sich für die Geselligkeitskasse, sich freuend, daß sie von Woche zu Woche schwerer wird und einen immer ' größeren Sommergenuß verheißt. " ' Ich stellte diese Art Unterhaltung voran,iweil sie die allgemeinste sei und bleiben wird, denn in ästhetische Theezirkel verliert sich der Mann nicht gern; auch soll. die häusliche Geselligkeit im allgemeinen ein Ausruhen bedeute, kein Anstrengen des Geistes, wie, es geistreiche ' , Unterhaltung ; fordert. Die Ausübung der Künste ist ja' nicht ausgeschlossen.. Ein Vortrag auf der Geie, dem Cello, dem Klavier, ein Lied kann,, fehr Wohl diese Abende verschdncrn, die , nie , langer als bis, 11 Uhr . Ä ' frtsfrtW : !':';- i& - 7 'auern sollen. , , , , :"".:.Dti Frau kann ihrem Gatten auch dadurch anregende Geselligkeit schaffen, daß sie es dessen freunden stets gemuthlich" möcht; sie finden sichdann wohl allein, ohne besondere Einladung oder Verabredung, ein und kürzen den Abend in angenehmster Weise. Mache den Freunden des Mannes Eure Häuslichkeit lieb, daß man Dein Lob singt, dann wird sie Delnem Mann nur noch trauter erscheinen und Du wirst ihm nur noch theurer werden. Ziehst Du eine schöne Geselligkeit in die Raume Deines Hauses, , so entführst Du der Wirthsftübe die Menschen, die Dir die liebsten sind. Anna Mschke. in .D. Bl. geh. der Hausfrau".

Gin bewährter Nordpolfayrer. Man mag über Dr. Fridtjof Nansens neue Pläne, dem Nordvol und der nord Üchen Durchfahrt näher zu kommen, denken watz man ,, will: der Mann hat vor Anderen i den ungeheuren Vortheil deS Erfolges voraus. Er hat aus seiner: glücklichen Durchquerung Grön land s mit fünf Gefährten seinen Wagemnth und seine Umsicht aus Glanzende bewiesen, nnd einem solchen Manne fliegt daS Vertrauen von selbst zu., Das ist daS Geheimniß der bewiosenen Thatkraft. Für sein erstes Prosect fand er, der arme und unbekannte Philologe- auS Christiana, in feinem Vaterlande nicht nur keine Theilnahme, sondern Ver spottnng und Hohn. Die knappe Geldmittel wurden schließlich von eine reichen dänischen Rheder i Kopeuhagen' vorgeschossen. lidtZss tlanskn. stcfefc nun findet er sür sein neues Project, welches bedeutend abenteuer licher ist, als jenes, überall begeisterte Theilnahme. Die Gruudzüge dessel den find bekanntlich folgende: Davon aussehend, dak die Trümmer der ..JeannUte" von der Westküste Grön. ladS aus schließlich an der fivirische Küste angetrieben wurden, deshalb also nne Strömung in derselben Nicytung und mithin eine nördliche Durchfahrt !'. i . f. . i...:xi eLiuiren mun, iegl er oas Hauplgeivi aus die Conitruction eineS ScbiffeS. welches durch jeiue eigenthümliche Form gegen die zerstörende und 'quetschende Gewalt der Eisfelder und deS -Packeises aeschüöt ist. Sobald daS Schiff im Packeise festgefroren ist, will er sich der treibenden Gewalt der vermutheten Nordostströmuug überlassen. , Er rechnet auf eine etwa zweijährige Dauer der Expedition, ' deren Kosten er auf 300,000 Kroner Norw. ($83,500) berechnet. Bereits hat das Storthing l BolkSvertretunaV 200.00 Kroner (H5ö,l-.00j bewilligt? der Rest stießt ihm aus privaten Quellen zu. Abreise ,,.U im Februar 1832 ersotgen, sodaß rnn int Juni in der Bnings. straße anlangt. Der Seemann Ser drup.-ein Genosse Nansens auf sn ersten Fahrt, wird das Uommando übe daS V.förmiae. , auk 170 Tonnen be rechnete Scdiff " übernebmen. ' welcbeZ sechs Knolen stündlich zurücklegen wird y -. jii-'i'-'u"1'.:1!::---"!.--1" - i, : yk'n,;-- i i:!;"";:fV!.a: . " "iül "H 'V;rf-!,;S:l!',f ' :' 'V:!':v..!, '"' , llr" "' - Eine rechtschaffene Frau. Billiien: .Nun Willisen. waatftS? Willi ien: .Eine ganz fatale Geschichte. Ich habe mein Vermögen choeden meiner Frau verichr leben, um rö .dadurch vor Qernen Gläubigern zu. retten.- Billi en: Run und? Willifen: .Nu

, . ' x JOk fuMkyßf ,-o ' I " I'iVsl masi-.. :-T-r:J' vii rf-AV-V "w- rVv- -T' kl ' tf?i;',--Ar.HJl rr V-tl.-tij-r-J miimitv)Mz f& p ! isl v- ) -f 0lpWif uV-w&'j'M - X-h mmßtM - 1 - . iiSt rr -

hat meine Frau oas Geld genommen und mick verladen üe gibt als Grund an, weil ,ich sneine Gläubiger betrügen will.- , Ärwti --11 ', !, :,!f . ; . 'w-vs .. i':iap mme: m, 1

Xie tnuu xxavu.

T3n Ilulw ner. ..Wenn Du diese Zeilen erhältst, weile ich nicht mehr unter den Ledenden. Du hast, mir, der armen Verlassenen, der Du Liebe und Treue geschworen, den Lauspaß gegeben, um eine Reiche zu heirathen. Sei glücklich mit ihr. Ich werde es auch sein, denn ich bin er' löst! ' Marie. ' Er starrte auf das zerknitterte Pa pier, das leicht in seiner Hand zitterte. Er war so völlig in Gedanken und Erinnerungen vertieft, daß er nicht h?rte, wie die Thüre deS vornehm ausgestatteten SiminerS .geöffnet wurde un. eine schlanke Fraumgestalt herein huschte. Einen Moment blieb sie zögernd siehen. als sieden Gatten so in sich versunken am Fenster sitzen sah. Dann schritt sie, zaghaft und aus den Zehen zu ihm hin. beugte sich über ihn und , sah ihm über die Schulter. ' .Eine fMeBlässe überfluthete ihrGe. ficht, ein leiser Aufschrei entrang sich ihren Lippen.. , .. i 7 Wie , aus- einem schweren Traume fuhr ex empor und wandte sich ihr zu. . Er zuckte zusammen und das Pavier, das er zu vernichten niemals den Muth gestunden hatte, entfiel seiner Hand. , . Tu hast; gelesen? fragte er mit tonloser Stimme. ' , Ja, nun weiß ich, warum unsere Ehe eine so unglückliche war. , Wie ein Seufzer der Erleichterung kam e& aus seiner Brust. Du weiZt es endlich"., . ,Warum all meine Versuche, Dem müdes, düsteres Wesen zu verscheuche fehlschlugen, ich weiß es nun! - Das Gespenst einer Andern stand zwischen uns einer Andern, die ein Elender! den Tod getrieben. Und dieser Elends dieser Wortbrüchige mein Gott, mein Gott!" Sie schlug die Hände vor's ' Gesicht und' brach in krampfhaftes Schluchzen j,. ! , , . au. Er that nichts, um sie zu trösten. Er starrte sie nur an und strich sich mit der Hand übe? die glühende Stirn. Nun ist Alles zwischen uns aus," begann er endlich mit leiser, vibrirender Stimme, wie zu sich selbst sprechend. ..Nun herrscht volle Klarheit zwischen uns.Sie antwortete nick V er ihrSchluch' zen erstarb ynd sie sa ihn mit scheuen, fast furchtsamen Blicken an. Du verabscheust nüch? fragte er tonlos. , .Ja." antwortete sie kurz und rasch. .Wir werden uns trennen?!" Jetzt batte feine Stimme einen weichen, flehenden Klang angenommen und er streckte die Hand nach ihr .Lass' mich - lass mich jetzt: Ich bedarf erst der Ruhe, der UeberlegUNZ." , .Verzeih? mir, Martha.'.Verzeihen?.... Und wenn ich an der Stelle jener Armen gewesen wäre? Verzeihung einem Manne, der o nie! nie ! Du bast Recht, zwischen uns-ist Alles aus..Schlaff ließ er sich in seinen Sesse! zurücksinken und.sagte nichts mehr. Als er endlich wieder aufsah und sich' ach ihr umblickte, hatte sie das Gemach bereits verlassen. - Das also war das Ende. WaS blieb ihm nun zu thun übrig?: Jene hatte er in den Tod getrieben, "diese für immer unglücklich gemacht. - , - .Pfui! Pfui!- kam eS laut und zischend von seinen Lippen, er fuhr hastig vom Sessel empor und riß das Fenster auf. -, .a ' . . - Der frische Luftzugs den der Hera, dämmernde Lerbstabend , herein sandte,, kühlte feine Stirn , und beschwichtigte den Sturm in seinem Innern. LJas- habe ich gelitten,- flüsterte er vor sich hin. .in den fünf Jahren an der 'Seite dieser edlen, braven Frau, die um- meine Liebe bettelte, die . mit sorgsamer, zärtlicher Hand die Falte von meiner Stirn strich und mit rührender Aufopferung mich , glücklich zu machen suchte! Wie namenlos elend war ich seit meinem Hochzeitstage und " , , r 1 1 nun auem ganz auem;Tief aufseufzend ließ sich wieder in den Sessel gleiten und starrte von Neuem vor sich hin. Und wie unzahlige Male schon während der letzten Jahre,' schweiften seine r.w. -. ii. ry . ... . ?eoanrm zuru in jenen Aagen, vle, ojnc tz er'S gewußt oder geahnt, sein Gluck, seine usriedenheU für immer vernichtete Er hatte Marien die kleine, zierliche - Räherin, die arme, verlassene ' Waise, geliebt; wie eben ftotte,' lebenslustige Studenten solche Mädchen zu , liebe pflege. Niemals war ihm der Gedanke gekommen daß sie seine Versicherunaen und Betheuerungen ernst neh-. m könne. , ie wisse ja, wie man das meint,hatte er sich gesagt und, ohne . Bedenken weiter getändelt. , , , ' Dann war endlich das Examen gekommen und er hatte es glänzend bestanden. ' Nun war er etwas.. Nun war er Doktor!- Jetzt begann erst kaSernste Leben, jetzt war es , vorbei mit dem Tändeln und lustigen Dahinstür? men. Nun, mußte anfgeräum tver, den mit den nichtige Freuden, der goldenen Burschenzeit ! Weg it den Zechbrüdern, den tollen Eommilitonen. weg mit den Kneipstudien und. Paukereien weg auch mit der zierliche kleinen Ma rie! Ein Abfagebrief nat letzte. Gruß nnd Kuß, und Alles war vorbei Viel' leicht, wen,,sie'S wünschte. ew.klelneS Sümmchen mit auf den Wsg. dann wzr AlleS in Liebe und Gute geordnet. , Aber Mane gebärde zu esvea, d .so ltws" ernster nehmen. Er war erstaunt, als sie so tragisch vor sich stehen und weinen sah. An solche Beharrlichkeit ter kleinen hatte er wahr lich n.ch: gedt. , Abcr er hatte fie gern :id auch noch keine anderen ernsten Verpinchlunaen in dieser Beziehung. So Bürden sie den wieder eisig sür ein. Weilchen. Inzwischen hatte Tantea. und Base

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.Zungen Doctor elne Frau auSae. sucht. Ein brareS, ein herzensgutes Mädchen, nicht eben hervorragend schön, aber, sehe reich wie geschaffen sür eineJ eben ' zur Praxis schreitenden jungen Arzt. Man stellte sie ihm vor, sie ge siel ihm und er sah völlig ein, daß sie zu seinem Glück und seinem Fortkom' men nöthig sei. Nun mußte ja die kleine Marie Vernunft annehmen, gegen diese Gründe konnte sie doch nichts ein zuwenden haben! , Dennoch hatte er mit der Erklärung gezögert, und das doppelte Spiel, das Heucheln uud Betrügen begann. Erst als seine Vermählung mit Martha kurz bevorstand, hatte er den Muth geww den, einen langen ausführlichen Scheidebrief mit genauer AuZeinanderjetzung aller Gründe an Marie zu schreibe. Jene wenigen Zeilen waren ihre Ant wort gewesen. Sie hatten sein Lebens' glück für immer vernichtet. Er hatte inzwischen den wahren Charakter und die Empfindungen deS jungen Münchens gut genug kennen gelernt, um zu wissen, daß diese ihre Worte ernst zu nehmen waren. Außerdem lieferte ihm der tägliche Polizeibericht Beweise dafür, daß diese Mädchen doch nicht immer von vornherein wissen, wie man's meint! Sem Charakter war weich und edel, sein ganzes Wesen ziemlich sensitiv ver anlagt; jener Abschiedsbrief, das Bewußtsein, diese axme Verlassene in den Tod getrieben zu haben, er schulterten ihn furchtbar und machten ihn zu einer willenlosen Beute der Reue und bitteren SelöstanNagen. Mit einem Schlage erkannte er die Verworfenheit seiner bisherigen Denkungs nnd EmpsindunZsAttse und er fand kein Entschuldigung. ', kein Beruhigungsmittel. Aber er hatte ja eine Braut, die tr ini wenigen Tagen vor den Altar fuhren sollte. Ihr mußte sein Seelenzuftand natürlich g.ebeim gehalten werden. Sie liebte ihn nnd vertraute ihm er durste nicht auch sie unglücklich machen. Es waren schwere, bittere Tage, die seiner Höchzeit vorangingen. Fast allmorgendlich, während seine Braut mit den Toilette Vorbereitungen zur Ver mählung. und die Tanten mit der Ab fassung der Einladungen beschäftigt toaren, schlich der unglückliche Bräuti gam hur Morgue, um verstohlene Blicke auf die dort eingelieferten Unglücklichen zu werfen. Ach. es waren drer so viele! , Aber immer zögerte , fein Fuß auf der Schwelle des düsteren Hauses. Angst und Grauen packten ihn - er wagte nicht, hineinzugehen. Wie, wenn er sie wirklich kalt und bleich vor sich liegen sah? Hätte er, dieses Bild im Herzen, jemals wieder mit zuversichtlichem Lächeln vor seine glückliche Braut treten können? k Nein,, er wollte die grauenhafte Gewißheit, nicht. So blieb ihm wenigstens noch eine Hoffnung, ein Trost: der Zweifel! , ? Aber dieser Zweifel erwies sich nicht als stark genug, das Bewußtsein seiner Schuld zu unterdrücken. Bei Tausenden hate eine leichtsinnig?, frivole An nähme schon genügt er fand diesen Trost, nicht, weil er gar nicht daran glaubte.- ;::' ,"So konnte seine Ehe mit Martha eine wahrhaft glückliche nicht werden. Es stand etwas zwischen ihnen, und die arme junge Frau vermochte sich selbst nicht zu erklären, warum der , von , ihr über Alles geliebte Mann meist so ver schlössen, oft so trübsinnig und so selten herzensfroh und heiter war! Er er kannte, wie sie ihn liebte und vergalt es ihr. Ä Mächtig zog ihn sein Herz zu ihr er lernteMverehien und lieben nicht aber Mfne zu. sein.Nur in fluchtigen Stunden veri er. was ' ihn niederdrückte Und auf ihm lastete 'W- aber nur zu; bald kehrte die Grundstimmung seiner Empsindun gen zurück. ' Er"' wurde ein nervöser, mürrischer Geselle und ein schlechter Arzt.- ' Selbst ein so weicher.- ergebener Charakter, wie der Marthas. konnte da nicht bestehen. Auch M wurde schließllch zeitweise, launisch und mürrisch, es tzab Streit und 4 unfreundliche Scenen. DieMnten schüttelten ' betrübt die löpfe. .Das wzr keine glückliche Ehe. Woran konnte das. nur liegen? Von der kleinen Marie wußten sie ja nichts : ' Es war um die Mittagsstunde des anderen ' Tages. Z'el- und planlos schleuderte der unglückliche- Gatte durch die Straßkn der Stad Er wußte nichts wohin er ging und -wohin er geken wollte. Das Bedurznid nach Luzt, nach Bewegung hatte, ihn hinausgetrieden. , Und so wandelte er mit gesenktem Haupt, gleich einem Träumeziden, durch die Straßen, unbekümmert, ob bei seik ,rw . . i . . . . . ittT .... nenr ecynozen eicn scriva nn cgpn ihn rnedenti und ubttsuhr der em cn tot Passant mit ihmsammcnrannte. Da erhielt vlSöl.ich tmm. heutigen Stotz vor, öue, Brust: ud eine rauhe stimme rief xhvx xnt .Na, Sie lonnenwohl mchtvor sich sehe?!- ; 1 . , Es hatte; einÄv Zusammenstoß- m!t sinem bannlang.2N.Schlächtergesellen fegeden, der nun den achtlosen Wand!er rätt Mokient wüthend anah und dazu zHimpfen wen trabte. r .Ueberrascht. und verwundert saA.der ,uS dem.Tranm Erweckte um sich. l Wo war e den, eigentlich? ' Seine Blicke kielen Quf d vor ihm liegende. Fluß. . ' " f m. w p A ! ufer. das rnauveren onouoenve!: ' ' ." x. " !i il. , fir. t war. , unWururiill). mir mum, iias fern Ausdruck musterte er die- Umze-, dig. Da zunre er piogiiV zuzammem Starr hasteten seine Augen ans einer der Buden, in welcher eize VerZänferin eifrig ihre Waaren feilbot., Sie war ein sthmuckeS, sauber gekleidetes Weib chen. mit einem rusden, freundlichen Antlitz, daß nicht fix gewöhnlich uud derb aussah' als d Gesicht ihrer Be rufZzenossinnen. , Diesem Weibchen starrte der Unglück' liche Mann in's Gesicht, lange und un LerwZndt. an den Pseiler rineS HauSthoreS lehnend. Dann überschritt er hastig den ichmalen Fahrdz" und trat

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direkt an den von diele Käufern um gebenen Verkaufsstand.' Sie wünschen?" fragte die VerkSuferm mechanisch. .Geben Sie mir Aepsel. Wieviel?" Soviel Sie wollen. Das heißt dieses Maaß hier. Von denen da. Seine Blicke verschlangen sie fast, als Ne mit berufsmäßige? Fertigkeit, aber dabei aufmerksam die' Straße h'nauf spähend, die Früchte einmaß. ' Er legte eine Münze auf das Brett und sie gab ihm, sich schon an andere Kunden wendend, heraus. In demselden Moment hatte sie gesunden, waZ ihre Blicke vorher gesucht. Ein siammler. hochgewachsener Mann trat in die Bude und sagte: .Mahlzeit. So, Alte, Ablösung vor! Hat der Herr schon bezahlt? Oder och 'was gefällig ?" Ohne zu antworten wandte der && fer sich hastig um und schritt schnell davon. Aber nach wenigen Stunden, am Nachmittag, kam er wieder. Er verlangte abermals Aepfel. Dfe Aepfel von heut' Mittag waren gut," sagte er zu dem jetzt allein an wesenden Verkäufer. .Sind Sie schon lange hier auf diesem Stand?" 0 nee! Wir sind erst vor'n paar Tagen mit unserm Kahn von Dresden 'reingekommen. Ich war seit fünf Iah ren nicht hier in der Stadt." .So lange nicht? Bei den guten Geschäften hier? Warum das?" .Ja seh'n Se, lieber Herr, antwor tete der Verkäufer mit geheimnißvoller Miene, .das sind Familienangelezenheilen. Und Familienangelegenheiten hier hielt er inne, schüttete daSObst in die Düte und bat sich daS Geld' aus, ehe er fortfuhr: .geh' keinen Ans dern 'was an. N'Abend. Kommen Sie hübsch wieder." Damit drehte er sich kurzweg um und lieh den Käufer stehen,. der schließlich unverrichteter Sache wieder fortgehend mute. Aber er hatte mehr Glück bei einer Standnachbarin des Obsthändlers, welcher er im abendlichen Dunkel eine Besuch abstattete. , Wie ein Wasserfall floß eS , von den. Lippen der Matrone, als der vornehme, . neugierige Herr sich mit ihr Zn'S Blaudern einließ und wißbegierig nach jenem neuen Händler und dessen Iran fragte. .Ach, das ist ja mein Landsmana, der brave Johannes," plauschte sie; der kann 'was erzählen, der hat sich seine Frau auS dem Wasser peholt." , .Aus dem Wasser?! Was sagen Sie da?! .Jawohl. Sie war eingesprungen aus LiebeSgram. Steckte wieder & ein Schuböisk von jungem Kerl dahin-' ter. Sie wissen schon. Der Johannes hat si 'rausgeholt und gerettet. Ra und well sie so arm und verlassen wert und krank wurde, da haben sie seine Ellern auf dem Kahn behalten. Da hat sich ' denn die Sache gemacht. Zuerst' war 'fie ganz verzweifelt, die arme tleine Mane und wollte von nichts nicht wissen, aber schließlich hat sie doch singefeh'n, daß der Johannes ein braver. Junße ist na; da: haben sie sich eben gebelrathet." Und Pnd wohV sehr glücklich?.Na '.und ob! Siud wohlhabende. , Leute und einen strammen kleine Bengel haben sie euch schon. Sie hat sich denn euch endlich über den andern erbärmlichenMenZchen getröstet. ... In aber wie sehen Sie. denn auS ? i Gerade, 'USoS 'Sie-mirÄ üM'deck'HW falle' möchten? l'l.. ' 'Aber" bevor sie 'M'noM von ihrem Staunen recht erhole konnte, war der eugierige.Herr ohne Untwort ans nzd davon... ,., Kurze Zeit darauf betrat er rasch und krregt das Simmer feiner Gattin. .Ich bringe sute Botschaft, ,. Mar'.h?," rief er ihn zu und versuchte ihre Hand zu ergreifen. Jenes-Mädchen, tas ich todt' wähnte; lebt und' ist glücklich." ' Sie antwortete rhm nicht, aber er bemerkte wohl . wein Heller Schein über ihr' Antlitz flog.. Hastig, in beredtm Worten schilderte er ihr das seltsame Wiedersehen und) fuhr bann mit erhöbe' er, zitternder Stimme fort: .Und nun verzeihe mir verzeihe, Martha waS. ich im frevelnden Leichtsinn der Jugend gethaut Daßichwährend dieser langen Iah, tro all Deiner Güte und Liebe so, schwer gelit ten und keine Rhe zu sind verrnochte, daS Lerade-mutz Dir beweisen, wie tief ich bereue, wie daS Bewvßlsei gesüntigt zu heben. alleS in nur erstickte und selbst, meine Gekühle für Dich niederhlt. Verzeihe mir und las nnS em eueS' Leben beginnen. Sieh', nun i kann Alles sich zum. Guten wenden.. Kei. drohender Schatten sieht mehr mahnend vsr igr der viiv, der up mein Seele lastete. , ,st von wir g Kommen, 'cn las. QiQ Dir au' Km derZelteu was Du in unserer Ehe d?A an mir gethan. ES gibt lein Geheimniß : sei Dunkel mehr zwischen. unS-wir kennen glücklich sein! Kanust Dn ich noch lieden, mir noch, vrc träne V 1 .Ich will eS versuche,- sce sie, indem sie ihm b'j zitternde Hand reichte. In ihren Argen , aber, vermochte er deutlich zu lesen, daß sie fest an da5 Gelingen diefeL Versuches glaubte. p f "w JÖi6'f o'n''!Ä im Er nahm fie in Augenschein nahm beij ihr Platz, nah bald das. Wort, nahA, sie für sich ei, nahm ihr Hand, nah' sich sogar die Freiheit und nahm einen' ßuö und nahm keine Notiz von ihrem Insten Sträuben. Schließlich nahm er chr , Sparkassenbuch und , nahm At, ich ied. t4ß ' --: ,,,!,, : i ; ' , ili;;.i,!S,l!;ii,;:iij, 4 i zff -,, ,W,H, ;; ' j t " :;::!if::i!i! K et nemp fehle nöwerther Arzt. A.: .Soeben höre ich. daß mein Arzt gestorben ist; ich glaube, er war kaum 30 Jahre alt.- B.: .Wie können Sie sich aber auch einem Arzte ve?tiuen der 9 jung stirbt

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