Indiana Tribüne, Volume 15, Number 44, Indianapolis, Marion County, 1 November 1891 — Page 2

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D! Knnfl, feine Wrsut h! sutt! Laune zn erhalten. In einer nicht weit von Berlin geZ 'genen Sommerfrische wohnte seit S3e ginn dieser Saison eine distingAirte FaWilie, deren Tochter glückttche Braut war. Das junge Mädchen war natürllch größtentheils von den Vorbereitugen zur Hochzeit, die in einigen Mona tm ßattsinde sollte, in Anspruch ge nommen, trotzdem aber fand t noch Zeit für eine andere Beschäftigung, und diese war da5 Fischen. Unweit der Villa, in welcher die Familie wohnte floß ein klarer Waldbach, an dessen Ufern das Fräulein oft stundenlang mit der Angel in der Hand zu sitzen pflegte. Sie huldigte diesem Sport mit einer solchen Leidenschaft, daß sie ernstlich verstimmt war, wenn sie wa5 nur zu st geschah ohne Beute den Heimweg entreten mutzte, und selbst ihr Braute am, der allabendlich aus Berlin in der Sommerfrische eintraf, belam dann ein mürrisches Gesichtchen zu sehen. Der arme Bräutigam war darüber schier unglücklich und that sem MözlichfteZ, um die zeitweilige schlechte Laune seiner Braut zn verhütet. Er, der sich bisher nie mit dem Fischersport beschäftigt hatte, studirte nun eifrig den .Katechismus der Fischerei, gmg den Waldbach ab, um günstige- Plätzchen zu sinden, und fabricirte eigenhändig die verschiedenen Lock spe!sen.allein nichts half, und auch, als das Mädchen die Anzel mit einem Leinen Netz der tauschte gab es keine Fische. Da kam der Bräutigam aus eine samose Idee. Er suchte sich in der Contmersrische einen intelligenten Gauernburschen, ließ sich von demselben Verschwiegenheit über alleS, was er sehen und hören sollte, geloben, und nahm ihn dann mit sich nach Berlin. Hier suchte er eine Fischhandlung auf und machte mit dem Eigenthümer derselben ewen .Schlu- auf so und so diel lebende kleine Fische, abzuliefern täglich Morgens 8 Uhr.au den Bauern barschen. Dieser dagegen erhielt folgende In struktion: Wenn er die Fische abgehoU habe, muffe er so schnell als möglich wieder in die Sommerfrische zurückeilen und bei dem Hause der passtonirten Fischerin unauffällig lauern, bis dieselbe mit ihrem Netze Zn der Hand das Haus verlassen würde, was gevöhnlich in den ersten Nachmittags stun den geschah. Dann habe er ihr zu solgen und, wenn sie am Ufer Platz ge ommen hätte, eine kleine Strecke an dem dicht bewaldeten BacheSrande aufwartS zu gehen und dort gemächlich einm Fisch nach dem anderen in das Wasser gleiten zu lassen ; die Thiere würden sicher in das Netz des einige Hundert Schritt stromabwärts sitzenden Mädchens getrieben werden. Der, Plan gelang vollkommen, und durch mehr als drei Monate spielte der Bauernbursche, der eine autzerge wöhnliche Geschicklichkeit und Schlauheit entwickelte, entdeckt die Vorsehung

der Fischerin, die anfänglich über ihr plötzliches Jagdglück rncht genug stau en konnte. ES war aber auch ttnrn derbar. Kaum daZ sie am Ufer Platz genommen und ihr Netz, das fast die ganze Brette des BacheS umspannte, anSgebreitet hatte, kamen plötzlich' mit den rasch dahineilenden Wellen auch ein paar größere oder kleinere Fische dahergeschossen, die scheinbar nur darauf gewartet hatten, bis sich das Netz in'S Wasser geienkt hatte, um sich darin zu fangen. DaS Madchen war sellg - und der Bräutigam auch; denn er fand seine Verlobte nur mehr in der besten Laune l Vor einigen Tagen nun sie delte die Familie der Braut wieder nach Berlin über; ungern trennte sich das Madchen von dem lieben Wald dache und seinen freundlichen Fischen; der Bräutigam war aber gar nicht böse, daß er endlich keine Fische mehr zu besorgen brauche, und nachdem er den geschickten Bauernburschen entlohnt hatte, begab er sich zu dem Flzchhavd ler, theilte demselben mit, daß ihre ,Ge schästSVerbindung'' aufhöre, und bat um dte Rechnung. Er war darauf gefaßt, daß ihm seine Galanterien ein hübsches Stück Ge.d losten würde; allein" seine BeZürchtUngeii wurden rn wertem udertronen. Die Rechnung. d:e ihm vräsentirt wurde. war nämlich trei Mal so hoch, als er erwartet hatte. Nach den einzelnen Posten, welche die Nota enthielt, mnnle seine Braut alltäglich die werthvsllften FlZch-Spectamaten, die desser in Aquarmm, als in einen Waldbach aepatzt hätten, anstatt simpler Weißfische ezanaen haben. Der Brautlgam w gerte sich, die Rechnung zu begleichen, und eS kam zu einer hqtigm Scene, die tam:t endete, das der Flichhandler sei' nen unzufriesenen Kunden zu verklagen versprach. Der Bräutigam ist nicht iewnderZ beunruhigt darüber: denn er glaubt, in seinem Rechte zu sein. Viel unange nehmer ist ihm, daß unterdessen die Braut, die kleine Fischerin, durch einen Zufall die ganze sonderbare Geschichte erfahren hat. Kindliche Fürsorge, Fa. knilienvater: Jch weiß nicht, was mit keiner Uhr ist, sie geht nicht mehr ; ich glaube, ich muß sie reinigen lassen." Kind: DaS ist gar nicht mehr nötfcig, Papa, ich und Baba haben fi? erst kürz sich gründlich mit Seife gewischt Sie kann es auch nicht. Karlchen sauf dem Stuhl kopistchend): Sieh mal, Tante, was ich kann, oas kannst Du doch wohl nicht?" Tante: .Nein, Karl, aber ich werde es der Mama sagend Karlchen: .Ach, die kann eö auch nicht 1" Papa, der Adolf, bat , mir einen' Ännaz gemacht!" Wa der Uools? .D?n verrückten Menschen :u rn Tu doch i;ichi etwa hcirathen?. $nei: i ist er Maler gewesen. dann bat er r V Lust.chtsf ersinne?? wollen, dann war r Im arrenhaus un) , jetzt macht er, z, '

.gar einn eirlySLNtrag l-

PRETTYIOW

Hon j?u Ntgtr. Der goldene Strahl der ansHenden Sonne siel schräg über die grüAbewaldes seit Höhen, an deren Fuße ein stattlicher Farmhof lag. Eine langgestreckte sif berne NkbelwoNe hoch im Sonnenlichte zerfließend, bezeichnete den Lauf deS Missouri. Durch die seierliche Mors genftille drang daS Krähen der Hähne und das ferne Rollen nneS Zuges. Dann em dumvfeS Klappern. W der .Barn" kamen d!e Knechte mit ihren Pfnden, kräftige Gestalten mit sonnen verbrannten Gesichtern, die breitrandigm Strohhüte in den Nacken gestülpt obne Rock und Weste, die blauen OveralU" in dem lehmfarbigen, schiefgetreten en Stieseln. Plaudernd und sich ein ander mit oft derben Spaßen neckend, drängten sie sich mit ihren Thitten um den großen Wassertrog bei der Pumpe. Good momingf boysr Mit diesen Worten trat der Farmer tu ihnen, und gab die nothwendigen De tails für das bevorstehende Tagewerk. .Wo sind denn unzere arnear" fragte er dann, sich verwundert um . " ' " p .9l tm schauend. .Da kommt die aanze Bande!" rief einer der Knechte, .und seht nur, alle im vollen WichS l" Durch das Thor deS Drahtzaunes traten sechs Farbige. Die dunkelbraun nen Gesichter glänzten,Lebensluft keuch ttie aus den schwarzen Augm; die tot len breiten Lippen zogen sich, in sröhlichem Lachen noch breiter und ließen die weitzen Zähne sehen. Nachdem sie den Farmer laut und berUich begrüßt hatten, trat eine? von ihnen einen Schntt vor. Tief über sei nen Wollkopf gedrückt, trug er einen altmodischen Cylinder. , Sein Rock mit langen Schößen, woran? dreiviertel der Knöpfe fehlten! war von ' ehemaliger schwarzer Farbe; um den hohen, steifen Kragm trug er ein seuerrotheS Tuch geschlungen. Dte Weste war tym zu kurz und ließ die Hosenträger sehen, woran die Beinkleider mittels zweizölli ger Drahtnägel befestigt waren. Seine Knopfschuhe ohne Knöpfe mit sehr schie sen Absätzen waren lauge mcht mehr mit einer Bürste in Berührung getan men, aber, in der Hand trüg er ein Paar Glacehandschuhe, die er freilich nicht anziehen konnte, denn sie ttaren ihm einige Nummern zu klein. Weil Boys," begann er, .wir möchten beute .ablegen", in Hickory town ist Picnic, und da möchten wir hin! All right, fcoys, dann mußt Ihr hingehen, aber vaßt auf. daß Ihr Morgm früh rechtzeitig anf und hier seid, keine Nachfeier; die Ernte ist da, und da ist schon ein Feiertag zu viel! Lärmend und lachend entfernte sich die Echaar. .Aber, wo ist denn Tom?" fragte der Farmer, welcher die Abziehenden m:t seinen Blicken verfolgte, plötzlich. Hierl- ertönte es hmter thm. .WaS? rief der Farmer erstaunt. als er bemerkte, daß der Genannte in seinen Arbeitskleidern erschienen war, .Du willst doch heute nicht arbeiten. wo alle Änderen nach dem Picnic gehe!?" Ves. Sir, ich arbeite!" ..Well. Tom. Du warst immer ein merkwürdiger Kauz; mir soll es aber recht sein, wenn ' Du arbeiten willst, kannst mit Wilhelm gehen, Ihr könnt das Unkraut im Kartoffelfelde unten am Fluß mähen!" Einige Minuten später schritten Wil Helm und Tom, die Sense über die Schulter tragend, rn's Feld hmern. Wilhelm war ein junger Deutscher, ein entfernter Verwandter des Farmer?, und bei diesem schon über ein Jahr im Dienste. Tom war von allen seinen sarbigm Mitarbeitern die interessanteste Persön lichkeit. Mit seiurr gelblichen, fast weißen Gesichtsfarbe, seinen intelljgenten Zügen, den dunkeln, schwermüthigen Augen, seiner schlanken, elastischen Ge statt, war er weit und breit der Schönste seiner Rasse, und nicht umsonst nannte man ihn den Pretty"-Tom. Doch nicht nur an Wohlgestalt und Schicklich keit war. er seinen Stammesgenossen überlegen, sondern auch an Kenntniß und Bildung. Unterdessen hatten die Beiden die Mitte des Feldes erreicht. Ein Fremder hätte hier von .dem Vorhandensein von Kartoffeln keine Ahnung gehabt. Das über fünf Fuß hohe Unkraut, hier und da von einem haldverkohlten Baumstumpf überragt, bildete an beiden Sei ten des schmalen Fahrweges ein fast undurchdringliches Dickicht. Erst bei genauem Zuschauen gewahrte man aus dem Boden die gelblichen Kartoffelranken. Es war keine Zeichte Arbeit, dieses boizize Unkraut abzumalen oder UtU medr zu hacke. Wilhelm schritt' voraus, abstchilich, wl er wußte, wie vi l klraZtauiwand' und Schweiß eö koste:?, mit Tom gleichen Schritt zu halten, wenn bisjer vorausging Wie erstaunte er aber, als er endlich, um sich den Schweiß von der Stirne zu wischen, innehielt, und gewahrte, daß Jener eine bedeut tende Strecke zurückgeblieben war. Er gao sich auch keine Müh?, ' dies wieder einzuholen, fondern blieb oft stelzen,' und blickte eine Weile, in tiefem Sinnen verUxtnt vor sich hin. ,,,,,! Die Sonne stieg höhere durch kein Wölkchen gemildert brannten ihre Strahl len nieder. Die dich:e, grüne Mauer des Unkrauts,, obschon eine tüi-ti.ze Bresche, hineingemahr worden, hielt je den kühlen Luftzug ferne. 1 Es wurde Mittag. Die Beiden nahmen ihren Lunchtopf, schritten zum Fluß hinunter und ließe sich dort am ""Iqen Ufer unter hoh.n Sykamsren nieder. , nt leisem Gemurmel zogen die Flutt.en vorbei, und , ihr Helles Schimmern e.'Mt.de:e die klugen. Dazukam di-er müdeude Lchn?üle,,, das , Summen' der Blenen und ,Schniirren der ila'et. Wilhelm ader wollte nicht schlafen, well er wute, , wie schwer ihm dann dai

Aufstehrn siel, und darum srsgte n seine schweigsamen Genosse: Sag' mal, Tom, warum . gingest Du heute mcht zum Picnic?", ,; . . Wie aus einem Traume erwachend, fuhr dieser ,! empor, blickte den Fragen' den an und fragte: Warum.willst Du das wissen?? Nun, " einen wichtigen Grund habe ich gerade nicht dafür, ich fragte nur so. und wenn Du es mir nicht sagen willst, kann ich nichts dagegen habn." Eine Weile herrschte Schweigen. Dann athmete Tom tief auf, schaute seinen Gefährten prüfend an und sprach : Ich weiß nicht aber ich möchte Dir die Geschichte erzählen. ES ist mir so, ls müßte ich sie Jemand mittheilen, und Du Well, ich glaube. Dir dars ich sie erzählen, Du wirft mich ver. stehen."- - ' ' . Wilhelm machte bloS ein verwunder iti Gesicht und nickt. Und Tom begann: ..Heute werden eS fechS Jahre. Wie schnell , doch die Zeit vergeht. Sechs Jahre und mir ist, als sei eS erst

gestern vannt. Ich wohnte damals ,m südlichen Tennessee. Mein Herr hieß JoneS Er war ein guter Herr, ich war auf seiner Farm geboren und erzogen mein Vater war Kutscher bei ihm. Also am heutigen Tage war eS, da war in Röeville, dem nächsten Städtchen, ein Picnic. Ich war eier der Ersten am Platze. Bon den beiden Musikanten, guten Freunden von mir, erfuhr ich, daß es Heute etwas Besonderes gäbe, nämlich eine Neuangekommene Schönheit, Miß Bella, die Tochter der Köchin auf Villa Franconi. Ich muß bekennen, ich war damals ein leichtsinniger Burfche; auf jedem Picnic hatte ich ein anderes Mädchen, ich "hatte nun einmal Glück bei ihnen, und eine gefiel mir so gut wie die andere, bis ich Bella gesehm hatte. Da dachte ich an kein anderes Mädchen mehr, dachte überhaupt nichts mehr, nur an sie. Bella war eine .Qnadrone, kaum fechszehn Jahre alt. Braunschwarze Locken quollen unter ihrem weißen, von rothen Bändern umflatterten Strohhute hervor, und umrahmten ein wunderreizendes Antlitz. Aus ihren kohlschwarzen Augen leuchtete Heller, Sonnenschein, und ' jedesmal, wenn, ein Strahl daraus mich traf, überlief eö mich ganz heiß. Ich tanzte nur mit ihr allein, für michxistirte kein ande reS weibliches Wesen mehr. Die Mimt ten, während welchen sie mit einem Anderm tanzte, waren Stunden der Qual für mich. ' ES wurde Abend. An den Aesten der Sucamore wurden chinesische La kernen angezündet. Das Jauchzen und Lachen wurde immer ausgelassener, lau--ker und lärmender das Gestampfe der Tanzenden, i : ,. s Da fragte Mich Bella leise, ob ich sie nach Hause geleiten wolle, es werde ihr ngft in dem Getümmel. Langsam schritten wir, Arm in Arm, unter den dunkeln Bäumen hin, welche sie einsame Landstraße säumten. Wenn ich sonst ein Mädchen nach Hause brachte, konnte ich so viel erzählen, hatte allerlei witzige Einfälle, aber ,ctzt konnte ich keine Silbe über die Lippen bringen. Eine unsägliche Seligkeit durchströmte meine Brust, eS war mir, als ginge von ihrem welchen runden Arm eine -warme Gluth aus, die fühlbar meinen Körper durchströmte., , Ich wünschte, der Vollmond, welcher im Ostm über schattigen Wäldern stand, mZge dort stehen bleiben, und ich könnte ewig so fortwandeln mit Bella durch die träumende Nacht. Viel zu ftüh tauchten die dunkeln Umrisse deS Franconi'schen Hauses vor ns aus. Wir mußten uuS trennen. Ich hielt ihre Hände in den meinen, iber sprechen konnte ich immer noch nicht, mein Herz war zu voll. Auch sie sprach kein Wort, selbst dann nicht, alS h sie an meine Brust zog. und unsere Lippen in heißem Kusse sich fanden. Später fanden wir Worte, aber was wir einander sagten, weiß ich nicht mehr, nur, daß ich ,hr zum Abichled versprach, so bald wie möglich bei Mister Franconi in Dienst zn treten, welcher, wie sie mir versicherte, einen Kutscher suche. il !;: f ,:- ' Mister JoneS und mein Bat er waren sehr erstaunt, daß ich sie verlassen mollte, sie wollten mich nicht gehen lassen, aber eS half ihnen nichts, .keine Nacht der Erde hätte mich zurückhalten können und einige Tage später wohnte h mit Bella unter einem Dache. Wer' war glücklicher als ich? Bella aar die Dienerin Blanche'S, der einzizen Tochter Franconi'S, die ein Jahr ilter war wie sie, und sie mehr wie eine Freundin als eine Dienerin behan selte. ...t . .;, .i :; V . Eines nur mißsiel mir an Bella, eaämlich ihre große Vorliebe für ! 3" muck und ickiöne Kleiner. 5 cd war beinahe eifersüchtig auf die Gegenstände, Sie ich ihr schenkte, weil ihre Augen so strahlend und ! oft darauf ruhten, und )och sparte ich all mein Geld, .um ihr öeschenke dafür zu kauien. , , . Vier Wochen war ich da, als Besuch kam, Harry Franconi, der Neffe meines Herrn, ein junger Mann von L? Iahnldessen Eltern f gestorben waren und der jetzt bei seinem Onkel eine zweite Heimath fand. ', 1 ;' "'' , Ich ko..nte ihn nicht leiden, vom ersten Auzenblick 'an nicht, doch hätte ich einen bestimmten Grund für diese Abneigung icht angeben können. Als ich aber kmmal den . lüsternen Blick gewahrte, womit er Bella verfolgte, da wußte ich kS und sing an, ihn zu hassen.. Er aber war sehr freundlich gegen mich, so sehr sreundlichl . - ' iLmes ages, als ,cy Mit ihm zur stadt mqr, meinte er lm Laufe des Gesprächs: ' " , ,, H3r' mal. Tom. ein Bursche wie Tu, ver so geschickt ist und auch etwa 5 zelernt hat. sollte doch eigentlich mcht jür io Dollars monatlich den Kutscherdock drücken. Dabei kannst Du niemals km eigenes H?im gründen. '

' DaS Blut stieg mir zu Kopfe, ich war zornig, und doch mußte ich mir sagen, daß er Recht hatte. Der Gedanke an die Zukunft bei so geringem Lohn hatte mich schon oft Mi! geheimem Unbehagen erfüllt. Ehe ich noch wußte, was ich eigentlich erwidern soll!?, fuhr er fort: ;.. Was meinst Du, Tom, ich hahe da gestern einen Brief von meinem Frckud in Lexington bekommen, er fragt mich, ob ich keinen: aufgeweckten, zuverlasii gen, jungen Mann wüßte, den er als Clerk in seinem großen Store gebrauchen könne. Da habe ich gleich an Dich gedacht. Du eignest Dich vortrefflich für dem Platz. Zum Ansang würdest Du

zwanzig ouars monalua) reroiez:en, später mehr. In kurzer Zeit könntest Du einige hundert Dollars sparen, ein kleines Geschäft gründen und hei? rathen. Ein hübschkr Bursche wi? Du bist, kann jeden Tag Eine kriegen, z. B. Würde Miß Bella ein nettes Weibchen sür Dich sein5 Atso was soll ich mtU nem Freund schreiben? Ich habe keine Lust, das ganze County , nach einem Clerk für ihn zu durchsuchen, , wenn Du die Stelle annehmen willst,' gut. wenn nicht, mag er selbst sehen, daß er Je manden bekommt Und was ich noch sagen wollte: die Reisekosten werden Dir vergütet werden. ,i Ich mutzte wirklich nicht, was ich denken oder sagen, sollte. Aergerlich war ich und schämte mich über mich sei der, daß ich früher so schlecht von ihm gedacht, er meinte es, doch augenscheinlich sehr gut mit mir. Ich war damals eben noch ein ganz unerfahrener, dummer Junge, und wußte noch nicht, daß ein Hallunke gerade ; dann am niederträchtigsten ist, wenn er gut zu sein scheint. Also stotterte ich endlich et was von Bedenkzeit hervor. ; Gut, sprach er freundlich, eö hat Zeit bis morgen, überlege Dir die Sache nur erst reiflich." Einer langen Neberlegung bedürfte eS freilich nicht, das Anerbieten war viel zu verlockend, als daß ich eS hatte aus schlagen können, doch wollte ich zuvor mit Bella reden. Sie wollte mich anfangs " durchaus nicht gehen lassen, Lezington war ihr doch zu weit. AlS ich ihr aber so dringend und schön auS malte, wie durch ein Jahr der Trennung unser heißester Wunsch erfüllt werden könne, willigte sie endlich ein. Unter Thränen lächelnd, sprach 'sie: Mcht wahr. Tom, wenn Du wieder, kömmst, bringst Du mir eine goldene Uhr und ein gelbseideneS Kleid mit, wie Miß Manche eins hat?Diese , Frage in diesem Augenblicke verursachte mir ein schmerzhaftes Em psinden. doch als ihre zauberisch en Au gen mich so flehend anblickten, war Alles vergessen, ich fühlte nur, daß ich Alles thun müßte, was sie von mir verlangte. Mit einem schreiben Harrn Iran coni's in der Tasche, reiste ich ab, und fand Alles so, wie er mir versprochen hatte. Bei meinem neuen Herrn, welcher mir bald sein volles Vertrauen schenkte, gesiel eS mir sehr gut. Den Schmerz der Trennung von Bella milderte der Gedanke an eintzNzlückttche Wiedervereiniqung nach einem Jahre. ,, Anfangs schrieb ich ihr lange Briefe, ooch erhielt ich nur kurze Antworten, sie schrieb nicht gerne und hatte mir daS schon im Voraus aesaat: sie meinte, sie wüßte nicht, was sie eigentlich immer schreiben sollte, So wurden denn auch allmaliz meine BneZe kurzer, zudem hatte ich nicht viel Zeit zum Schreiben. Endlich) als ich kaum auf jeden drit' ten Brief einige flüchtige Zeilen von ihr erhielt, wurdeich ärgerlich und schrieb ihr einen langen Brief mit Vorwürfen, Sitten und Befehlen. Darauf erhielt ich gar keine Antwort. ' :; ' Jetzt wurde ich ernstlich böse, ich vollte sie strafen und auch nicht mehr schreiben, wenigstens nicht eher, bis sie schrieb, das nahm ich mir fest vor. Ich litt sehr unter diesem Vorsatz, denn BeUa schrieb nicht. Fortwährend quälte mich eine seltsame Unruhe, doch schreiben wollte ich nicht. AlS über der 4. August nahte, der Jahrestag unekeS ersteh Zusammentreffens, und ich lmmer noch kein LebenSzeichcn von ihr hatte, konnte ich eS nicht länger aus halten ich mußte heim, mußte sie sehen. ES war um die Mittagszeit, als ich mich der Frauconi'schen Besitzung nahte. Das Herz klopfte mir zum Zerspring zen, als ich v?r dem kleinen Hausch:n stand, worin Bella mit ihrer Mutter wohnte. Alles war noch so? wie ich eS verlassen hatte. Vor den rebenumrankken Fenstern hingen och dieselben wei ßen Spitzenardinen, durch deren Ma schen, mir einst die Gluthaugen Bell S enkgegenstrahlten. Doch jetzt regte sich tlichts hinter den Gardinen, und im Hause war eS so seltsam still. ; Ich ging zweimal um daS Gebäude herum, und klopfte, als ich kem LebenSzechn vernahm zaghaft an die Thüre. nnen regte sich mchts. Äls nein liarkeres Klopfen dasselbe Resultat r . i . r f yane, ouele ico. ! In der Küche neben dem Heerde saß BöllaS Mutter, welche bei meinem Ein treten mit einem lauten Scürei in die Höhe kuhr. Sie mußte geweint haben, ihu Augen, welche mich seltsam angst (ich anstarrten, waren roth und ange j0);!,7;?,i; a .Wo ist Bella? fragte ich. 'Z Sre brach in ein lautes Schluchzen aus, und sank m den Stuhl zurück. , on emer tnrcytvaren Ädnuna er griffen, riß ich die Thür zur Wohnstube mm sii?. ,Und da in der Mitte stand, auf zwe: tudlen ein Sarg1 und da rin lag Bella, bleich und starr die schonen Augen geschlossen für i m mer." IHlIA Durch meine Brust zoa etwas Kaltes. Schneidendes, ich glaubte, mein Herz müsse stille ftehen.VsDDz!Zg Mit magischer Gewalt joa eS mich Htäher zu dem Sarg. Und dann erstarrte mir plölich daS B ut in den i decn. - Neben dem Sarge stan" noch emer. aber ein ganz ganz kneipe .Und noch e.wLö sah ich

Auf dem Tische lag eine zierliche gol-1 dene Ubr. und an der Wand hing ' ein gelbseideneS Kleid. Ich wußte j

Alles. , In meinem Kopse hämmerte es, in meiner Brüst zuckte ein dumpfer Schmerz, mir war. oA ;ci in mir alles zerrissen und gesto:b n.' "' Doch etwis lebte noch in mir, und loderte glühend auf. als ich Harry Franconi wiedersah das Geföbl der Rache. Wie ich mich an dem Mörder meines Glückes rächen wollte, wußte ich Noch nicht, aber es sollte etwas Furchtbares sem, ,ch wollte mir Zeit lassen, den Moment abwarten, wo ich ihn am här testen treten könnte! Zu diesem Zwecke gab ich meme Stelle in Lexingtrn auf, und trat wie der beim alten Franconi in Dienst, der mich von jeher sehr gut hatte leiden können, und mich mit Freuden wie der aufnahm. ' So sehr ich Mich auch zu beherrschen versuchte, konnte ich doch nicht verhüten, daß mein Blut aufwallte, wenn ich in die Näbe des zungen Schurken kam, und eine heie Gluth mir in die Augen stieg. Er mochte meine Gefühle wohl errathen haben, er vermied eS augenscheinlich. allem mit Mir zusammenzutreffen. Emes Abends, es , war schon ziemlich spat, wurde an meine Thüre geklopft. Ich öffnete, und Sem; einer der Unechte, stand vor mir. Wir waren niemals Freunde gewesen. Er hatte früher Bella nachgestellt, doch meine Fäuste hatten ihm diese Gelüste ausgetrieben, und daS hatte er mir nie vergeben können. Jetzt der bot er Mir freundlich Gu ten Abend" und sprach: .Der alte Mister Franconi schickt mich, er möchte Dich sehen, ich glaube, er hat Dir etwas Besonderes mitzutheilen. Du sollst zu ihm auf sein Schlafzimmer komnen. Miß Blanche und Mister Harry sollen nichts davon wissen!" .Aber welches , st Mister FranconiS Schlafzimmer, fragte ich, weil ich dieseS unter den anderen Familienzimmern im westlichen Flügel nicht herauszusin- ' en wußte. Das Eckzimmer ist eS," entgegnete Sam, die letzte Thür links von der Halle. Aber Du möchtest le:se gehen, daß die Andern eS nicht hören, ziehst besser Deine Stiefeln aus!" Damit gmg er. Der Lmtrag' kam mir zwar etwas sonderbar vor, aber ich wußte, daß e . alte Herr große Stücke aus mich hieu. und mlch oft, wenn es galt, seiner Trch ter eine Uebcrraschung zu bereiten, in sein Vertrauen zog. Also schlüpfte ich in meine Pantrsfeln und verließ das Zimmer, welches sich in einem Anbau befand. Die Hausthüre, stand offen. Leise tastete ich mich an den Wänden des dunklen Flures entlang, und erreichte die bezeichnete Thüre. Ich klopfte leise. Innen regte sich nichts. Weil ich aber wußte, daß der alte Herr etwas schwerhörig war und ich nicht so sehr laut klopfen durste, öffnete ich. Ein kleines Nachtlampchenwarf einen dämmerigen Schein durch das Gemach, welches von einem lieblichen Dufterfüllt war, ohn: mir indeß weiter aufzufallen. Nur wunderte ich mich, daß Mister Franconi sich schon im Bette befand. dessen Vorhänge dicht zusummenzezogen waren. Ich bustcte leise.im mich bemelkbar zu machen, und trat näher an das Bett, um zu lausten, ob er schon schlafe. Da regte sich etwas hinter den Gardhen un) auf einmal ersoll ein schril ler, weiblicher Hilferuf. Im selben Moment wurde die Thüre 'aameniien, und ' über die ch olle drängten sich Harry Franconi uno sam. Ehe ich mich von meinem Schreien erhalt hatte, waren sie auf mich gestürzt,! hatten mich zu Boden geworfea Und mit einer bereit gehaltenen Schlinge meine Hände zufammmgeschnurr. Von dem Lärm, aufgeschreckt, eilte das ganze Dienstpersonal herbei. , Was giebt's? Was ist los?, rief es ourcnelnanoer. .Diebel Räuber!" riefen einice. .Neinl" rief Harry Franconi mit leustlichcm TriumpJ auf Mich nieder blickend, viel schlimmer! Der elende Bursche hier wollte die Tochter Eures Herrn hier vergewaltigen! Bringt ihn nach der Waschstube, seht aber : vorher nach, ob auch die Stricke fest genug sind, damit er nicht eutwischt; morgen wird er nach dem i2.onntygeZangnlß gebracht!" Ich wurde nach dem bezeichneten Naum geschleppt. Sam umwand unter rohen Sparen noch meine Hände und Jüöe mit einer starken Waschleine, und Ueg mich auf dem Bodea liegen. Bald entfernten sich die Neuaierigen, die Thüre wurde abgeschlossn und ich war aucrn. , Ich hatte die ganze Zeit meinen Mund nichr ans gethan, ein Versuch, mich zu recy: ertt;en hatte u auch nichts qenuJt Eine bittere, ohnmächtige Wuth, daß ich so, blindlings in die Falle gcgaugen wir, preßte , mir die Thränen aus den Ä:'.zen. O, hatte ich nur noch einen ibi Mvlick tret zem könne. ,hn zu zer m: men. An meinem Leben war mxx tvi$ mehr gelegen. Qualvoll langsam.ichttchen die Stunden , hin. Das dle che Licct des Vol.wy ldes siel durch i,ie hoh.n Fmster; es mußte Millernacht jeir . , Plötzli hörte ich ein leises Klirren. d.'r Schlüssel wurde herumgedreht. Die Thüre öffnete sich und eine verhüllte Gestalt trat yerem., Em leises Wi mahnte mich, still zu sein. Als die Ge statt in den Bereich des Mondlich:s trat erkannte ich Blanche, , die Tochter grancont, sfeap4riS: Sie beugte fich zn mir nieder und uiterte: -&t rnkna. tcö will Dick ht, I freien! Ich weiß. Du bist unschuldig. mein armer Tom. Doch Eins muszt Du mir verspreche, mir schmören: Du mußt fort von hier, weit fort darfst nie wiederkehren , und mußt auf Deine Rache an Harry Franconi verzichten; 'willst Dudai?

Während sie sprh, schaute ich sie, ich hatte sie noch nie so nahe gesehen. Das schone Gesicht kam mir auf einmal

so seit am bekannt und vertraut vor, und plötzlich siel es mir wie Schuppen von den Augen, es war das Antlitz Bella's; dieselben Augen, dieselben Züge, , nur daß die Farbe ihres Ant litzes weiß war, in diesem Augenblicke wnß wie Marmor. ; Von seltsamen Gefühlen bewegt, hatte ich vergessen, was sie gefragt hatte. Ihr mahnendes: Hast Du mich ver,V i ( 'jii- i ' P" y:: " .'':-".. nanoen, 'om?" ermuerre micy wleoer daran. Da kam wieder daS aanze bittere, glühende Haßgefühl über mich, und ich murmelte: Ich kann es mcht, entweder er muß sterben, oder ich!" Sachte legte ne ihre weiche Hand au; meine Lippen, schaute mich eine Weile mit großen, feuchten Augen so seltsam, . . . . .- t i. 's o vmeno an, uno zpracy ganz me: .Erfülle meine Bitte. Tom. thue eS meinetwegen!Und da schwur ich. AlleS zu thun. was sie von mir forderte. Mtt einem kleinen scharfen Messer löste sie denn meine Fesseln, ergriff meine Hand, führte mich durch dunkle Gänge und Zimmer und öffnete eme nach dem Garten führende Thüre. " Jedt gehe, Tom." sprach sie. ,.hr sieht Dich Vciemand, nnd vergiß Deinen Schwur mcht!" Em besremdendes heißes Gefühl durchströmte meme Brust. Einem unwlderstehlichen Dränge folgend, zog ich sie die Treppe herunter in'S helle Mondlicht und schaute ihr in'S Antlitz. In ihren dunklen Augm schimmerten Thra nen. Ich preßte meine Lippen aus ihre zarte Hand, ein heißer Gluthstrom zog durch meine Adern. Geh, Tom!" mahnte sie, und ihre Stimme bebte leise. Noch einmal schaute ich sie an, preßte ihre Hand an mein stürmisch klopfendes Herz, dann schritt ich hinaus in die stille Mondnacht. Tom schwieg. Wilhelm athmete tief auf, und muv inelter Poor Fellow. .Das Merkwürdigste ist,- fuhr Tom nach eine Pause fort, daß ich Bella ganz vergessen habe. Nur das Bild meiner Retterin lebt unauslöschlich in meiner Brust, immer muß ich an sie denken, mit ihrem marmorblelchen Ant litz und dunklen, feuchtschimmernden Augen erscheint sie nur m meinen Thrä nen. Und immer wieder sinne und grüble ich darüber nach: warum mußte zch ihr schworen, nie zurückzukehren, sie Nie, wiederzusehen?" Wilhelm wußte hieräus nichts zu sa gen, und jeder hing stumm seinen Gedanken nach. Von der Stadt erscholl der Ton einer Dampspselie herüber, es war em Uhr. Da erhoben sich die Beiden und be gaben sich wieder an ihr mühseliges Tagewerk. Das Cirkular. KommisstonZrath X. ist ein glücklicher Mensch, denn er hat eine hübsche Frau und einen guten Freund. Letzterer ist natürlich Baron und heißt Walter von . . . . ich weiß nicht recht, ob ich oder "on Z., sagen wir von A... . . 3c. und F. gehören einem vornehmen Klub an. tn welchem Ersterer als Vorstandsmit alied sungirt. DerTaa derVorstands mchlen ist nicht mehr fern. "Daher sitzt der Kommissionsrath zu Hause und versendet gedruckte Cirkulare, in wel chem es . heißt : Der Wahltermin ist auf den kommenden Montag Abends 8 Uhr festgesetzt- u. s. w. Das liebe Frauchen hilft dabei, es packt die Circulare ein und schreibt die Adressen. Endlich ist alles fertig. Da fallt dem Commijsionsrath ein, daß er seinem freiherrlzchen Freunde noch eine private Mittheilung zu machen hat. Er erbrich! das betreffende Couvert und sinlt vernichtet zusammen. Dastand: ( Der) W!(h)lter-(min) (ist auf dett) komm senden) Montag Abends 8 Uhr (festgesetzt.) Die eiugeklammerten Worte waren dnrÄstrichen, so daß es nun hieß: Walter, komm Montag Abends 8 Uhr." Während also der gute lkommissionsrath im Kind die Vorstandswahlen leitete, sollte der Baron die Sitzung schwänzen. Nach acht Tagen war das Ehepaar geschieden. "1 . ; - ' " . . ' 1 Undankbare Aufgabt Ein Gutsbesitzer, dessen Sohn in einer ferneren Universitätsstadt studirte, wollte sich genau von dcssem Lcben-mandel überzeugen. , Er beauftragte also einm dort wohnenden Freund, in die Kneipe zu gehen, in welcher fein Sohn zu v'rkeh ren pflegte. Nach einizer Zeit shrieb der Freund dem Gutsbesitzer: Es that mir leid, hrem Wunsche nickzt entsvrechen zn können., Denn so ost ich die Kneipe besuch!?, tranken mir die Stu , Q l d Englan d.. Dialog zwi schcn einem glänzenden Lebemann, der eber schon ein wcnig .ruhebedürftig" ist, un') einer jungen .Miß:, Ich wäre glücklich, wenn Sie mir erlaubten, be! J:?rem'Laier um Sie anzuhaltend ÄohZ Sie wissen nicht, uas das ist für ein Maun, der Papa von mir. Ja, aber was könnte, er, mir, denn ,tdun, wenn ich zu ihm käme und um'Jhre Hand bäte?" . .Er uäre im S'tande. mit seinen Fuß zu treten in einen Tyeil von Ihnen." - - ;. ,,: .ir -1 itj:?,- : , Unerwartete, Antwort. Standes beaitcr, (zu einem, bäurifhm Brautpaar,, feierlich):, Sind Sie sich auch bemußt, welch' einen ,, wichiizen Schritt Sie jetzt thun, , we!ch' ein unzer reißbares Band Sie fär's ganze Leben kaupln? Braut: Jejses, ne-.n! Au ch ein Vfänd er spie l. Fräulein (beim' Pfänderspiel): müssen ein fand geben, Herr P:l'.:lp:r, Jhie Uhr!" Student (verlegen): ie ist mir 1 gestern, bereits gep ändet worden, mnne Damen, man hat sie , mir aber noch nicht wieder zurückgegeben!

denten dcraclig zu, daß ich immer schon unter dem Ti''ch lag, wenn Ihr Herr Sohn auf der tiutht erschien.- "' -, . i- - -- i-

Zur Ssschichie des V?SrzausstandeZ

Aur Geschickte deS MSrzaufstandkS vnd deS ZurückziehenS der Truppen i Berlin im Jahre 1843 geben die ctlm ,n Berlin erschunenm DeLkwürdizkeUe des Generals Leopold v. Gerlach einen Beitrag, Verlach war damals General adtukant deS Königs. Nach den Denk. Würdigkeiten soll Minister v. Bodelscbwinlzh die ibm vom Könige ertheilten Aufträge hinsichtlich der Verössentli. una . der weltberühmt gewordenen Vroclamation .An meine lieben Berliner und die Befehle, betressend die Zurückziebung der Truppen aus dem nufständischen Berlin überschritten ha ben. Die Scene, welche sich im könig. lichen Scblosse zwischen dem Prinzen von Vreuren. dem reserllgenden mnt tat v. Prittwitz, den Lfsicieren einers leitö und dem Minister v. Bodel schwinab andererseits abspielte, besitzt eine wirklich geschichtliche Tragik. Der Vrinz erklärte, der Rückzugsbefehl stehe im Widerspruche mit der königlichen Proclamatlon. General v. PnttwlH meinte, daß das Verschwinden der Trnpven von allen Straßen und Plätzen eine bare Unmöglichkeit sei. Der Mivister donnerte dem Prinzen und dem . General entgegen, an den Worten de Königs darf nicht gedreht und gedcu telt werdend Und als der Prinz die Frage stellte, ob denn auch .die Schloßplatze" darunter einbegriffen seien, .donnerte ihm der Minister noch einmal dieselbe Worte entgegen". Wodelfchwingh wendet sich nun an die an wesenden Ofsiciere und ruft ihnen zu: Nun lausen und reite Sic mein Ä m 0ES C tf Vl X t W fr Vvr WftV 1?' Wwj4r überbringen, die Truppen sollen mit klingendem Spiele abmarschiren." Der FlügeladZutant Branchtisch totl ant sich, das Geschäft auszuführen, unb General Prittwitz übernimmt die Bestcllunq. Der Prinz von Prentzen begiebt sich indessen sofort in da? Kabinet, deß Königs. Er sindöt ihn daselbst je dock nicht. In dem rothen Ammer treffen sie zusammen. Der König sah die allgemeine Konsternation. Deß Vrinz erzählte ihm dm Austritt mit Bodelschwinzb, worauf der König cr klärte, er hätte keinen anderen Auftrags r i i rr i i ir ' i i r i : r m vr m ii imi 1111 i.mnm-. leinen anderen Beeyl gegeren, als oen, der in der Proklamation enthalten ist, und es müßte das sofsri geändert wer" den." Eine Abänderung der Anordnungen war jedoch zzanz unmöglich geworden. Während dieser entscheidenden Krisis,"' so sährt Ecrlach erzählend fort, saß der Graf Arnim und komponirte sein Ministerium. Ter Prinz von Preußen traf ibn dabn und sagte, als er die Na men AuerSwald und Schwein laS: Das ist ja ganz wie in Paris, warten .Sie dock damit nock." Nein.- war die Antwort, es ist die höchste Zeit." Ueber die Reise des Prinzen- von Preußen, späteren Kaiser Wilhelms nach Helgoland im Jahre 1848 geben die Denkwürdigkeiten deS Generals v. Gerlach einige nähere Auskunft. ' Die Reise erfolgte, wie der Prinz später aus dem Babelsberge dem General erzählte, auf die Veranlassung der Grasen Arim, Stolberg undZ des Herrn M Map sow. ' ' ' ' y;:J&M Als der Prinz nach seine? Rückkehr sie um' den Grund ihrer Besorgniß ge fragt, erwiderte Arnim. er hätte keineeigenen Nachrichten gehabt, sondern nur aus Andere gehört! Massow bezog sich auf Stclderg und Stolberg auf Neden, d:e er auf dem Schloßplätze gehört." Stolberg sagte, als der Prinz sich der Abreise widersetzen wollte, die Sich' ljeit des Königs erfordere die Abreise Prinz Wilhelm fuhr in der Equipage von Nostiz nach dem Karlsbads und stieg dort mit der "Prinziisin bei , dem Regierungsrath v. Schleinitz ab. Vincke jOldendorff) als Dntter auf dem Bediententritt. Montag, den 20. früh, fuhr er nach Spandau und blieb daselbst zwei Nächte in der Citadelle. Tann subr ihn der Lieutenant Tietzen als Kutscher nach der Psaueninsel. Hier verließ ihn die Prinzessin, um sich zu ihren Kindern nach Potsdam zu begc den. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag soll sie, so verlangt es der Prinz Karl, Potsdam verlassen, sie sei nicht sicher, und ihr Aufenkhalt ge fährde die ganze Familie. 'Sie weift die Zumuthnnz scharf ab, und die Gene räle Prittwitz, Hirschfeld, Unruh unterstützen ihr? Weigerung." Die Reise des Prinzen Vilyelm gebt über Perleberg. Tort wurde lein Wagen an der Bezeichnung eines Felleisens bei der BistliruNg der Pässe erkannt. Ter Prinz geht zu Fnß fort bis zu einem Prediger, welcher ihn mit seinem Wage nach Hazenow schickt, von wo ihn der Lossische Jnspectör über die Grenze fahren las,!. Dann aeht er mit der Eisendahn nach, Hamburg und bleibt dort im La::dl,ause des ConsulS bis zu seiner Abreis nach England." " Zu svät. Gras von I. kommt zum Pfandleihe? ' und verlangt 20,000 Francs leihweise auf die Juwelen selner Frau. Wollen Sie' sagte er, gefäUigst Imitationen anfertigen las Zen damit m?ine Frau nichts merkt." Ich bedauere sehr, Herr Graf," ant wortete de? Pfandleihe?, die Frau Gräsin war schon vor 14 Tagen hier. Die Steine , sind bereits Jmilationen." Erklärlich. Alter Herr? So schrei doch nicht so, Kind; sei doch et Mann." 5lind (weinend) : Ich M V JC P fy f ( Ms i & In tt. :k ,ila Mädchen." t..u-l iif m0l tl tiiii i? , -..il ii,' ''.;- iilMi!' .!?! Nauchschwach es Pulver i Ml : 'Ok-. --. LUU1L UULLs ILiil .LLllltl IklMa IU L & L 1 LA. ft. Llt tm zvcanooer. -ter ane jpaie: um U. .4 r 1 ' " ,, f r'' Dtri s i'fDcn raira immer tsawfrerr1 ?Rrtnri In Qnrtf) mn trpiü nirtintfr sin" V ft ' nf V . f W : llii UiU lUUJ(.il VU VI, V4 VV1 A(UU? n n i ffMFin in. i -it in i rmnm ' l anti !!- U ) (IU. " !- gp, - - : ., ... , . -., . i f n rt rt i ft fptm Vln,mn - i f ii rr rn,iw nir nrr rr ti n, r .1. .. j tt -i ri. mi - . w .rt1"1.; i - . .i. . t. knj im ir--i i 111 ULIL ULUil UCUiL .'laiiCII ! . " s Jl T!1 sl - , 1 Ditit XrsnA sriTt irh ?NN ttrt V.t .. UM f -Sl mein Junge? Der kleine Fritz: .Zur., iHtrt i.rtti ii t .w -tifn' .! ,

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