Indiana Tribüne, Volume 15, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1891 — Page 2

Jttdiattu

i , jttl1t Erscheint Tügiich nttd Sonntngs. Tre tZzlichkTridünc" r.'ft?l durch fcciT Trögcr .2 Cents per Woze, die CsutszcTrlb2nc" 'Stnti per WaSe. Beiöe zufan:vr?n iZLcn? oder 3 Cents pcrVet. Per Post juochit ,n Bar. auödchlZtvz fr per CvJlfr. Ofsice': 130 t 2Harijfoirt Straft Indianapolis, Ind., ::. Oktober '91. 2.'ie2ÄnnderÄs!,le von Oregon. Vor mehreren Monaten entdeckte der Jäger Elijah Saötditm in Oregon eine vndvolle 'Tropfsteinhöhle in einem Kttsteinberze im Conaty Josephine. Sie liegt etwa pölf Meilen nördlich von der califsrniÄen Grenze und vierziz Meilen östlich vsn der Meeresküste und ist in auderthald TazemZrscheu von Kirby zu erreien. Sobald die Rackricht von der Ent. deckung nach Sau Francisco gelanzt war. sendete dks dortige Blatt iSrrai ner zur ErforsÄunz der HS,!e eine Erredition aus. deren Bericht FolgendeS zu entnehmen ist: Tie ErpeDition traf n einem recht kühlen Ä.'korgen vor der Höhle ein. Aus der Mündung derselben drang ein schneidend kalter Luftstrom. Die Gefellfchaft betrat die Höhle durch den Hauptemzang, aus slcher der Quell hervorsprudelte. Nur etwa zwölf Fuß weit war eZ ihr mözliÄ. durch das faä chkttiefe, eiskalte Ässer aufrecht zu schreiten, dann ainz es nur in stark vornäbergeöeugter Haltung weitn. Nach dreißig Schritte? war ta Tageslicht nicht mehr sichtbar. Die Höhle erweiterte sich, und ein zwischen die SeikenWändegLklenkmterFeZsblock theilte den Raum in einen oberen und unteren Gang. Links öffnete sich ein großes Loch und MS endete der Boden in einen weit klaffenden Spalt. Der Zinke von den Gängen bsftz; fc;e weiteste Oeffnung und war der einzige, wekcbök nicht zu eine? langen Reihe von ZtZn säSrP Ntenrwzchen Kammern führte. Unter ! acbteckiaen Kammer von etwa dem gleichen Durchmesser. Es war ein zweistöckiger Raum: in halber Höhe bildete eine rerhalmiizmäßig dünne Fel s:platke die Decke für den unteren und den Fußboden für den oberm Rsum. Knochen von Hirschen und kleineren Ähierkn, sowie andere Andeutungen, daß die Höhle von einem Fleischfresser, wahrscheinlich einem Bären bewohnt g wesen war, fanden sich darin vor, blieden ade? die einzigen vorgefundenen Anzeichen thierischen Lebens. Der meilenweit im Innern der Hohle gefundene See zeigte seine Spur thierischen Lebens. Bon den übrigen Oessnungcn innerhalb der Höhle erstrecken sich ein oberer und ein unterer Gang viele Meilen wett. Dem Gau.,? zu Neckten, den ! Felfenspalt hinab, folgten die Erf?-; scher eine halbe Meile wit; er führt durch eine Reihe hoher, enger Raume und kurzer Torridsre. An den Wänsen" habe sich Stalaktiten und Stalagmiten zu Säulein vereinigt, welche den Raum och verengen. Wahrscheinliche verdekken diese Säulen, welch? anscheinend vie Älteste m der Höhle sind, mancherlei Oesfnungkn in den Hoblenwänden; sie klmzen, wenn daran geklopft wird, hohl.

Der Mann, welcher den m der Sr : T V ? ' " r cUä ä11- V frJdJ m.Z 5 alettet, die keme gene Meinung hasoricher schloß, luhrte ein Knauel Vms , M ',n j.?.

kaden in h TflfAf mit Kck- htt i::; ; 7.. :;-:;7 rri:: Mündung der Höhle befestigt war. und sr u4t VkHhl llll? IMtl Uit. vvv welcher 'stch bet dem allmahlichm Borwärtsschreiten der Gesellschaft abwickelte. Das war ein wundervoller Raum, den Wänden entlang tief eine niedrige breite Felsenbank. in welcher sich einige VertiesunLen, so scharf und genau, als wärm sie mit dem Meißel gemacht, befanden. Sie waren nur etwa einen Zoll tief, aber Mkommen rechtwinklig und eben und bis an den Rand mit .Waffer gefüllt, durch welches das weiße Gestein prachtvoll flimmerte. Rings ' umher war alles trockm; kein Wasser träufelte ron oben her und keines sprang us dem Fußboden empor. .Diese Wasserbehälte? warfen, sobalo die Fackeln darüber gehalten wurden, wre Spiegel deren Bilö Zurück. Die erste größere Aushöhlung die man erreichte, erhielt den Namen S?i aelzimmer, und in ihr machte der Pbotograph der Expedition zum ersten Male von seinem Instrument Gebrauch. Das Abbrennen von Leuchtrulcer rief eine starke LufterschÄtte?ung heroor, währsud für einen Augenblick 'die ganze KaNNer im schönsten Lichte erglänzte. Bald darauf trat man den Rückweg ü und nach -heinchs achtgündigeA Aufenthalt in der Höhle gelsnzte man bald in's Freie. Der Erzähle? fährt fort: Es war Abend geworden, ehe wir von Neuem einen Marschen die Hödle uns zwar dieses Mal durch das Loch aus dem Givfel deS SergeS antra:e Eine Viertelmeile weit machte der Weg lvemz .Be'cherse. Nach der ersten Meile . begannen die Schwierigkeiien. In einer großen ammer hatte der be queme Weg ein Ende. Von dort fühne , er durch eine fchornsteinähnliche Röre, kaum groß genug, daß wir unS hindurchzuquetschen vermochten, in einem Winkel von m oraa in d'e Höhe. !ach mühseligem Ä riechen gelangten wir wiederum in weite Räume und breite , Galerien. Von Ruthe zu Ruthe theilten stattliche Säulen so regelmäßig und '' Max xsixt frisch gemeißelte MarrnorpTa ler die Räume ab un) die darüber hän ' genden Tausease vc. glitzernden Was intropfen an den Spitze der Trop? ,steinzapfen strahlten das Licht der Fakkein zurück.' Bei einer plötzlichen Wendung um die Ecke betraten wir einen Raum, so hoch, saß die Fackeln die Decke der groß-, artigen , Wölbung nicht zu beleuchten vermochten, und ein gi;anti''ch?z Gesicht .eines Stalaktiten machte uns von kaltem Schauerurchrieseln. Tcr ,hotog?Jph nahm bei dem

arae austeJZlenes.l PUlverZ das Gesicht auf. ES wurde der Pächter der Höhle" benannt. ES befindet sich drittehalb Meilen vom EmgLuze und mindesten 1500 Fuß unter den dir zeln der großen Föhren, welche den Gipfel des Berges krö, e r. Die dinter diesem Lteinzebilve l.egeaden HShlungen sind größer, aber der Weg dahin ist Zchleter. Nachdem wir ein Stuck rn:i ter geklettert waren, stiemn wir au? sechs hohe Bogenzauze. Die Galerien waren prachtvoll, aver wir hatten so viel Schönes gesehen, da? mir nur wcig darauf achteten. So ging es eine weitere Biertelmeile fort. In den letzten hundert MröS hörten wi.r das Gemurmel von Waffer, welches immer lauter wurde. Wir folgten dem Geräusch und kamen schließ lich zu einem prächtigen Wasserfall, der etwa 30 Fuß hinabfiel und in einem tiefen Loche verschwand. Als wir an dem Wasserfalle vorüberschritten, öffnet sich unS ein wahrhaftes Zauderland. Asr uns lag ein spiegelklarer See, web cher die von dem Lichte unserer Fackeln verschobene schachbrettartige Farbunz tt Decke wiederspiegelte. Hinter den Säulen brauste der Äasserfall uns auf einer anderen Seite der'Kamme? zeigte sich ein noch mächtigerer Fall, ein ver zteinerter Wasserfall. Das über die Felsen tropfende Wasser hatte ihn ge littet Bei'Tagesanbruch gelangten wir eu die' Deffnung der Höhle, und naß und hungrig wickelten wir unZ in unser e Decken und schliefe den a über."

Der Zar und seine Umgebung. Prof. Gesscken spricht sich in der eng lifchen Zeitschrift The New lieview über die maßgebenden russischen Persönlichkeiten in folgender interessanten Weise aus: Kaiser Alerander III. hatte bis zu seinem 20. Jahre keine Aussicht, den j Thron zu besteigen, und wurde deshalb ausschließlich als Soldat erzogen. Allem die Ereignisse, die sich vor seinen Augen vollzogen, mußten einen tiefen Eindruck auf ihn machen. Auch ein starker und k'arer mnt würde durch plche Ersah rungen erschüttet worden . sein. Der Naijarist friedliebend und will nichts. vom Kriege hören; er hat in der That .s 'flrtf' zhrpn Stambulow den Sieg davontragen ließ, als daß man den Krieg Usvocute. Er nimmt die Schmeicheleien der franzSfv schen Republikaner entgegen und sendet euch den Stern vom heiligen Andreas enden dem Präsidenten Carnot, sobald oder die französischen Diplomaten eine thatsächliche Allianz anbieten, die zum Kriege führen könnte, finden sie ent. sckiedene Abweisung beim Zaren, wie es in jüngster Zeit Herrn de Laboulaye erging, der entmuthigt seine Mission rüden ließ. Trotz alledem besteht die Umgebung de Zaren aus Panslaw ften und er gestattet die Thätigkeit kriegerischer Unterströmungen gegen die Balkanstaaten. Man nennt den Kaiser gutherzig, ob wohl gleichzeitig hitzig; daneben durchläuft ftinen Charakter eine sonderbare Ader der Furchtsamkeit. Er liebt neue Gei chter nicht und verkehrt mit seinen Ministern und Generälön mehr schrift; lich, als mündlich, um Erörterungen zu vermeiden, auf die er nicht vorbereitet ist. Sein , persönlicher Verkehr mit denZknigen, zu welchen er Vertrauen hat, ist also sehr beschränkt, zumal er den Einfluß fürchtet, den diese auf ihn ausüben könnten, und er möglichst unab bängig erscheinen will. Auf Reisen l in er lediglich von solchen Personen be i wu "tt vwywv natirern aieta usoveoonoszew t er zuzänglib, weil ihre entschiedene Ueberzeuzung ihm imfonirt und er bei ihnen leinen ausländischen Einfluß wittert. Nach alledem ist AlexanÄer III., ungeachtet seiner Privattuzenden. weit entiernts tin glücklicher orer ersolgrei? cher Herrsch r "zu sein.' Er weiß sein Leben in beuändiger Gefahr, wie es der ungeheure Volizeiapparat und das Auf" gebot der Truppen bei jede? Reise deZ Zaren beweist. Den Jzeen der westeuropäischen Civilist t on ist er sehr a ' geneigt; außerdem ist er sehr reizbar, wie es sich in dem Battenberg-Falle ge zeigt hat. Seine beschränkten Änfchau'ungen mzchen ihn un'ähig. die Trag weite seiner Worte zu bececham, die o t an direcie Heraus forverung seiner Nachbarn heranreichen.' Wenn dessenungeachtet erträgliche Beziehungen mit England, Oelterrreich und Deutschland aufrecht erha ten werden, so ist dies in erster Linie das Verdienst des Herrn von Glers, eines anspruchslosen, vorsichtigen und persönlich verläßlichen Ge'chäWnuinnes, dessen Einfluß auf den Zaren in der Geschicklichkeit liegt, mit der er keinen solchen auszuüben deu Glauben erweckt. Die Kaiserin Marie Feodorowna ursprünglich seinem ältern Bruder vcrlobt), eine liebenswürdige und vvlksfreunZliche Frau mit natürlich heiterm Temperament, ist daZ Haupt aller Hop festüchkeiten, aber sie beabsichtigt nicht, irgendwslch'n Einfluß auf ihren Gatten auszuüben, woraus sich auch das gMckltche häusliche. Leben des kaiserlichen Paares klart. Man sagt, daß ihre Nerven sehr erschüttert wurden durch die Katastrophe bei Borki, . sowie durch das Attentat auf den Zare witsch in Japan und dnrch die Krankheit ihres jünger EohneS. Der Thronerbe ist zu jung und scheint auch zu unbedeutend zu sein, um irgendwelchen Einstuß auszuüben. ' NaSr SdinS SÄähkammer. Wie der Hamburgische Corresponrent zu berichten weiß, sind die Juwelen des Schah von Persien in einem 20 Fuß langen und 14 Fuß breiten Zimmer enthalten und sollen einen Werth von 140 Millionen Mark haben. Perlen. Ru binen und Smaragde liegen in großen Schalen umher. Merkwürdig lst die persische Krone, welche die Gestalt eines Blumentopfes und in, ihrer Spitze einen umgeschnittenen Rubin von der Größe e nes Hüknereies hat; , an einem persi scheu Gürtel finden, sich Eoelsteine im Gewicht von 1 Pfund; zwei Säbel?, scheiden , sollen allein je 5 Millionen Mark werth sein:, an einer anderen.

ruchsiädllch mit Diamanten dedeckken Schnde ist kein Stein kleiner, als der Vcagel des kleinen FingerS eines erwachjenen Mannes. Ter schönste bekannte Türlis, 3 bis 4 Zoll lang und ohne den kleinsten Fehler, Saphire von seltener Große, öiu binen u.id Perlen." groß wie Haselnüsse, gegen 10V Smaragdcn bis zu einer Oberfläche von 1Z Qua draizoll gehören zu diesem märchenhaf-

Un Schale. Ter größte Smaragd isU so groij rme eine WallnuZ; die Namen aller zZöttze, die ihn besessen haben, sind darauf eingeritzt. Die größte Perle soll 1,200,000 M. wertb sein. Der Sä:ah bat, wie erzählt wird, von diesen Schätzen nichts mit auf seine europäische Nme genommen, dagegen begleiten ihn seine kostbarsten Talismane. Bemerkensroerty unter diesen ist ein kleiner Schmuck, den er um den Hals t?ug und der die Gabe hat, Verschwörer, und andere unangenehme Personen zum Bekenntniß ihrer bösen Absichten zu zwingen; ferner ein Vernsteinwürfel, der zur Zeit Muhamed's vom Himmel gefallen ftin und unverwundbar machen ftll. Ein anderer Talisman würde ftinen Besitzer unsichtbar machen, wenn erauf den Umgang mit htm weiblichen Geschlecht verzichtete. . Dazu hat seine Majestät sich bishn nicht verstehen wollen. h8 Zwei neue Erfindungen. Thomas Edison soll bereits wiedez wei neue Erfindungen auf dem Gebiet der Elettricilät von unberechenbarer Tragweite gemacht haben. Die eine besteht in der Anwendung der Elektri eitat a's Triebkraft für große Eisenbahnlinien. die andere in dem Betriebe der Straßenbahnen ohne Anwendung von oberirdischen Drähten. Jeder Ingenieur weiß, daß für die Fortbewegung mittels Dampfes aus Schienenbahnen sich nnr ein ganz be. st mattes Msximum der Schnelligkeit erreichen läßt. Das kommt nämliö daher, daß die Kurbelstange, welche daZ Rad umdreht, nicht eher die rückläusig Bewegung vollziehen kann, als bis der Dampf, der,die Kurbelstanae vorwärts getrieben hat, auSgestoßen .ist; sonst bildet er ein widerstehendes Mittel. Diese Ausstoßung erfordert eine ganz geringe, aber immer doch eine gewisses Zeit, und da bei jeder ganzen Umdre- j kung des Triebrades je zw dieser, nie unter ein gewisses Minimum reducirbaren, Zeitmomente eintreten, so kann natürlich die schnellste Umdrehung nie kürzer ausfallen, als die Summe dieser been Momente. Wie man sieht, ist also der Schnellig. keit de? Dampfbeförderung eine ganz bestimmte Grenze gesteckt, die nie überschritten werden kann. Ganz anders bei der Elektricität. Diese Kraft wirkt continuirlich mit unverminderter Stärke auf die Räder, ertheilt diesen also imwer neue unendlich viele Impulse, die bei sich gleich bleibende? Stärke die G fchwmdigkeit eigentlich bis in's Ungemefsene steigern müssen. Denn das einzige retardirende Moment ist. die Reibung, die Kraft aber überwindet nicht nur diese, sondern es bleibt zu Gunsten der Fortbewegung ein Plus übrig, welches der Vermehrung der Ge : fchwindigkei: allein zu Gute kommt. Mbrend 50 bis 60 Metten vas Mar mum der für Damvfwagen auf Schienenbabnen erreichbaren Geschwindigkeit darstellen, ist nickt abzugehen, weshalb nan bei elektrischem Betriede die Leistung nicht mit Leichtigkeit verdoppeln konnte. Nur die Dauerhaftigkeit der Maschine und der Schienenstränge würden dann der Geschwindigkeit eine Grenze stecken. Die zweite Verbesserung besteht in der Verlegung des TreibstromS von den oberirdischen setzt üblichen Trollet), Dräblen in die Schienen selbst. Der Strom wird durch einen Motor unter d?m Wagen von eine? Schiene auf die andere hinübergeleitet und so geschlossen; die Endpunkte befinden sich auf der Eentralstatton. Bisher scheute man vor der Benutzung der Schienen als Stromleiter zurück, weil man die große Stromvergeudung befürchtet. Bei dem neuen System braucht aber Edison kaum ein Fünftel der zetzt für das Trolleq System üblichen Strom stä??e. das heißt etwa hundert Volts gegen fünfhundert. Man hat nämlich gefunden, daß die hohe Stromspannung stets mit starkem Stromverlust gepaart ist; je niedriger die Spannung, desto weniger Einbuße. Der Stromheber", leine sinnreiche Erfindung, um den r fi t ... j t . . ä l jSm Tirom von oer aziene mi oem mo tor überzuleiten, ist so construirt, daß er selbst bei einer darüber liegenden Schicht von sechs Zoll Schlamm oder Wasser mit völliger Sicherheit arbeitet und semen Zweck erfüllt. Kommen diese Prokecte zur AuZfüö rung, so wird wohl zunächst sowohl die auertyumttche Pferdebahn, als auch die Drahtseilbahn schnell in Vergessenheit gerathen und durch die Elektricität ver drangt werden, ebenso auch die puffende, Geltank und Qualm verbreitende schwer fällige Lokomotive. Statt der letzteren werden dann feststehende Maschinen in Abstanden von etwa zwanzig Meilen an den Schienenbahnen errichtet werden, welche den nöthigen Strom liefern. Wünschenswerth ist übrigen?, daß Herr Edison sich nicht so sehr als der geheimnißvolle Zauberer von Mattw Var! gebadete, sondern bald über daS Wie? und Wann? der Ausführung seiner Erfindung etwas Gewisses, Und Greifbares mittheilte. Von seiner be rühmten angeblichen Erfindung der Verichmelzung von Photographie und Pbonograph ist auch wieder Alles still. Besser, erst handeln, und dann reden, nicht umgekehrt. LandwirthschaftlicheS. Zur Aufbewahrung des ObsteS und gegen das Faulen der Kartoffeln wen det man jetzt mit bestem Erfolg den ge pulverten Kalk an. Ein Farmer ließ im Herbst 1888 die stark erkrankte Kartoffeln im Aufbewahrungsraum, wo sich von einem Bau' übriggebliebene Reste von Kalk befanden, mit dem letz teren überstreuen, in der Hoffnung,. daS ganzliaie Verfaulen d? Ka?loffel damit zu mildern ooe? doch hinzuhalten. ES stellte sich dabei heraus, daß der Kalk die Schale in keiner Weife angriff.

und so ließ man die ttnouen iconate lang bis Herbst 1889 !n Kalk ruhig liegen. ES zeigte sich hierbei, daß sie wunderbar schön erhalten waren. Die Schale war nicht im mindesten anzegrifsen und die Knollen sahen viel, frischer aus, als dieS bei in gewöhnlicher Art aufbewahrten Kartoffeln im Frühjahr der. Fall ist; dabei war.der Geschmack vorzüglich, sodaß man beschloß, den Versuch weiter auszudehnen. Sie blieben bis zum Januar 1890 auch gut. Bei den Versuchen'im Januar ergab sich dann, daß die Kartoffeln an Stärke ärmer, an Zucker aber reicher geworden waren. Gebraten waren sie weniger gut, als die neuen ( 1889er Kartoffeln; dagegen als Salat vorzüglich. Ermuthigt durch diesen Erfolg, machte der Farmer im Herbst 1839 auch einen Versuch mit Aepfeln und Trauben. Die letztern legte man fchon im September in Kalk und waren dieselben dann im December und Januar noch so frisch, wie die in der Obstkammer auf gebängten; im Februar waren sie den letztern über, indem sie einen frischeren Geschmack zeigten. ' obwohl die aufgehängten sich ebenso gut wie in frühern Jahren hielten. Auch die Aepfel hiel ten sich gut. nur dürfte eS sich hier em pfehlen. wenn man Früchte von beson derer Schönheit erhalten will, sie zu. nächst auch in Geidenpapier einzuwickeln. Die Versuche waren durchaus nicht kostspielig; Wasserkalk und Fettkalk. erwiesen sich als gleich gut geeignet. Selbstverständlich kann der Kalk nach diesem Gebrauch noch als beliebtes Düngmittel im Garten oder auf dem Felde verwandt werden. Die Lösung des Räthsels besteht nun darin, daß der Kalk, indem er sich fest um die Frucht lagert,, alle Keime von Pilzen, die in der Lust schweben und Fäulniß verursachen könneu, abbält: ferne? ziebt e? das Wasse? an. halt eS fest und vr Ändert auch auf diese Welse die Ze?seyu:.i. GipS oder fchwelelsaurer Kalk eignet sich gleich' 'alls zur Constrvirung.

Der Bart ist futsch. In seiner ersten Jugendblüthe grau sam geknickt, einer schnöden Laune ge ..r. r , . ' opierr, wie em zerorocyenes moerspielzeuz verächtlich bei Seite geworfen, beledigt, verhöhnt und zerstört ist der Bart des Kaisers Wilhelm. Er wuchs unter äußerst romantischen Um standen heran und erregte von der ersten Stunde seines Daseins an ungemöhn liches Aufsehen. Ihm zu Liebe ließ sich der Kaiser von der französischen Presse für verrückt ausgeben und wo chenlang am Bord seiner Aacht festhals ten Es war ein Bart, der dazu be stimmt zu sein schien, weltgeschichtlichen Ruf zu erlangen, wie der Bart des Hohenstau-k.Kaisers Friedrich oder deS Schwabenherzogs Eberhard. Die deut jche Kunst und Kunstmdustne zog neue Nahrung aus diesem Barte, denn rncht nur mußten neue Kaiserpbotographien m den Mant gebracht, sondern auch alle Pfeifenkopfe, Bierkrüge und Ta baksdoien, die das Bild des unbärtige Wilhelm trugen, mußten neuerdings mit dem des bärtigen geschmückt werden. Alle deutschen Dichter griffen in die Saiten, um den Bart des Kaiser zu deunIen, alle deutschen Musiker rüsteten sich, ihn mit triumphirenden Weisen zu seiern, und alle deutschen Babiere ahn ten seinen Zuschnitt nach. Da laßt sich Wilhelm II. den Bart wieder ab nehmen t Was schenken Sie Ihrer Frau zum GedurtStage?" fragte ein Lebemann den andern. Ja Wissen's," erwiderte der Gefragte, .ich lasse mir jetzt einm Vollöart stehen, hin meine Frau ganz abscheulich findet, uns ersreue sie nachher damit, daß ich mir ihn wieder ab rasiren lasse.- Die Kaiserin mirs vielleicht auch den Bart abscheulich gefunden haben, der nach der Versicherung aller Hofblätter dem Kaiser vorzüglich zu Gesicht stand. Alle großen und schonen Männer machen ja die Ersahrang, doß gerade ihre hervorragendsten Eigenschaften von ihren eigenen Frauen am wenigsten gewürdigt werden. Selbst der edle Sokrates wurde daheim nicht nach seinem Werthe geschätzt, obwohl er so schön zu predigen wußte und auch dann noch glücklich war. wenn er keinen Cent perdiente. Und warum sollte ein Bart mehr geachtet werden, als die Philosophie? Der Kaiser Hab also nach und erschien sinniger Weise gerade am Geburtstage seiner Iran zum ersten Male wieder ohne den theuer erkauften Mannes schmus Sein Bart hat ein kurzes, aber bewegtes Leben geführt. Er wird von allm Lakaien ties betrauers werden. Vom Jnianve. In New flork kauen die Mädchen jährlich für etwa tzg.000.000 wuth Gummi. Green Lake, Col., ist der höchstgelezene See in der Welt. Seine Oberfläche liegt. 10.250 Fuß über dem Wasserspiegel r.?S Meeres. Jede Meile der unterirdi ichen Eisenbahn, welch? auf der Man hntawJnstl in Ren' Svrk gebaut werden soll, wird nach Ansicht' verschie. ?en:r Jnzenieure ein'a drei Millionen Dollars kosten. D a s Schließen -des Gaps m der Küsten-Abtheilunz der südlichen Pacific Eisenbahn, nördlich von Santa Barbara, wird zur Folge haben, daß die Touristen ihre Reift von de? Hauptlinie durch das San JoaquinThal bis zur neuen Küstenlinie machen Nüssen. Die kürzlichen Ocean. Stürme haben den Long Branch Boule vard wieder -ganz gehörig mitgenom mea. Es ist von dieser berühmten Zpazierfahrtsstraße soviel von d:n Ztürmwellen weggewaschen worden. )aß sie nicht mehr benutzt werden kann. ., """ ' . , .;;",:; i( Ormond ist einer der besuchresten Winter ZusluchtSorte in Jlorida geworden. ES liegt einige Mei len füsklch von Bi Augustine an der Küste und ist der Hauptpunkt deS Dampfschiffsverkehrs auf , dem Jndianfluise von Fort Worth und ' Umgegend. Ormond .ist von ein:r romantischen tro pischen Landschaft umgeben., -Die Apfelsinen, welche'zu dieser Jahreszeit von Florida nach dem Norden geschickt werden, sind gewShp

ltch grün uno unjchmaZyan. Die reis sten rn Markte sind diejenigen, welche aus Ut Manatee Gegend kommen, wo die llrangeilhaine gewöhnlich allen anderen im Staate drei Wochen voraus sind. Ein neues Fährboot in der Nackinac-Straße hat eine enorm Tragfähigkeit für Eisenbahnwagen uns

feine, Elgenthumlichletten oenelzen in der stärke. Form und Anzahl von Ma fchinen, deren eS rnerundzmanzig erfor dert Der Bug deS Schmes eryebt sich vom Wasser wie ein Hammer und dient als Eisbrecher, um die Fahrstraße im Wirter offen zu halten. Er schiebt seine Spitze über den Rand des Eises unh hebt sich dann aus dasselbe. Ein forttreibendes Rad unter dem überhän genden Bug saugt das Wasser unter dem Eis herauf und das Gewicht des Bootes zerquetscht daS EiS. Ex -Gouverneur ChamberZain von Maine steht an der Spitze emcs Syndikats, daß Millionen von Dollars anlege wird, um die Umge zead von Ocala und Silver Spring in loiida zu entwickeln. Ocala ist be reit; ein prominenter Platz, sowohl wegen seines Handels, wie auch als viewesuchter Aufenthaltsort im Winter. Siloer Spring liegt fünf Meilen von Ocala am Ocklamaha Flnsse, sieht an der Spitze der Schifffahrt und wird im Winter auch viel besucht. DaS Syndi, ca! hat 100,000 ausschließlich für Zeitungsanzeigen ausgesetzt und ist entschlossen, beide Städte zu Plätzen ersten Ranges zu machen. In Lancaster. Pa., herrscht ein Gebrauch, der vielleicht nirgendswo in den Ver. Staaten besteht. Der Abrechnungstag" ist in jenem County der erste April, an welchem Tage das L'Mdvolk in die Staot, welche den Ciuntysitz hat, kommt, seine Schulden bezahlt uns Verkäuse wie Contrakte abschließt. Wenn irgend ein Kauf oder Contrakt während des Jahres abge schlössen wird, so ist eS selbstverständ lich, ohne daß ein besonderes Ueberein kommen getroffen wird, paß am 1. April ZahlUiigstag ist. Es hat sich dieser Gebrauch von. den Vorfahren bis aj den heutigen Tag erhalten. W m. h. T h o m p ' o n, e i n f r üherer G schaftsmannn von Salem, Mass.. beansprucht die Entdeckung einer menschlichen Figur, die sich im Felsen an der Einfahrt zum Häfen von Glo ttster, Kap Ann, gebildet hat. Er hat ih den Namen .Alte Mutter Ann- ge geben. Sonderbar ist es, daß Niemand vor ihm diese Figur entdeckt hat. Der Lopf erhebt sich ungefähr 500 Fuß vom 2euchktharm aus Eastern Point, das Besicht ist nach der See gerichtet und -r aörper lehnt sich zurück, so daß es ibt. als ob ein alter Mann aus b:e vorüberfahrenden Schiffe be ,!ch?er. Setsche Loealnachrichte. Proqinz Brandenburz. Vom Pctzdamer Schöffengencht wurde der Rektor D Rabn aus mt nitz von der auf Denunziation deS Pa storS Rüthnick erfolgten Anklage, im Kreise froher Zecher Zotenlieder" ge sungen zu haben, freigesprochen. Dem früheren Oberbürgermeister Mey dam wurde daS Ehrenbürgerrecht der Stadt Landsberg a. W. verliehe. Im Done Pieskow erschlug der Haus ler Bartusch imStrcite seinen leiblichen Vater, der als Ausgedinge? bei seinem Sohne lebte. An de? nahe der Kie nitz Sydowswiese aelegenen Fäh? stelle de? Ode? e?ieth de? Barbier Eichner von t x :;en mit zwei Strolcden m Strett uno wurde von ihnen er schlagen. Provinz Schlesien. In Lauterbach sind der Gutshof und fünf Bentzungen mit den Erntevorra then und dem Hausgeräth vollständig niedergebrannt.' Bei einer mit Affen, Dromedaren zc. cherumziehenden Gesellschatt wurden m Kotznau mehrere um der von einem Kameel, welches sich schon vorher besonders bösartig-zeigte. in ganz bedeutender Wnt verletzt. - In Kreuzburg haben sich schon über 8 Bewerber gemeldet., welche sich durch die deutsche Volksbaugesellschaft billige, villenartige Häuser bauen' lassen wollen, so dap die Anlage einer solchen Villen pavr - zur reuzvurg geilcyerr )tm dürfte. Bei der Grundlegung auf dem Grundstücke des Sattlermeisters Kluge in Trachenberg , wurde kürzlich eine Urne gefunden,, welche ca. 230 Gilbermünzen enthielt, die ein Alter von ca. 2000 Jahren haben dürften. Im Dorotheeothal hat sich der Gutsbesitzer Becker aus Peiskersdorf erschossen, nachdem er siH, den Revolver an die Schläfe haltend, hatte photographiren lassen. - Verschmähte Liebe soll ihn dazu bewogen haben. In der russischen Grenzstadt Kotzieglom sind 23 Wirth, schastsgebäude niedergebrannt. Viel Vieh und die gesamMten Erntevorräthö sind mit verbrannt. Um das Sturn läuten zu verhüten, hatte der Brand stifter die Glockenseile zum Thurme ab geschnitten. Der auf der Friedrichs grübe bei Tarnowitz bschastizte Berg mann Hill hat seine dem Trunke erge dene Frau erschlagen. P ro vin z 'S ach sen. In Halberstadt vollendete der Bete ran ZachariaS 'Werny fein hundertstes Lebensjahr. Die Aussichten auf dik Weinernte in Naumburg haben sich durch die , anhaltend hohe TageStemperatur der letzten Tage gebessert. Bei weiterer gunstiger Witterung , werden einige Sorten wenigstens soweit reifen, daß eßbare Trauben geerntet werden können.. Superintendent " Trümvelrnann. Verfasser deS bekannten LutherfestspielS Luther und seine Zeit, ist zum, Prediger, an St. JohanmS in Magdeburg, als Nachfolger deS aU Hofprediger nach Berlin berufenen Su perintendent , Fzber gewählt. Der frühere Sckarwerker, spätere Bauunternehmer Mahler, welcher unter Mitahme - ansehnlicher Geldmittel , vo Weißenfels flüchtig geworden, beglück! mit feiner Anwesenheit bereits, Amerika's gastliche Gestade. Er , hatte sei. neu richtigen Namen Franz Mahler" in die Schiffsliste eingetragen und eine von hier mitgenommene Frauensperson wir .Kran Lina Makler- als fein, Frau bezeichnet, die er indeß u.ii schmählich im Stich gelassen tai.

Provinz Hannover. An Stelle deZ verstorbenen Herrr Bühring wurde in Gishorn Rechtsaw walt, Schultze'zum Senator gewählt. Tie bisher in Holzminden bestaudent Ackerbauschule wird im Oktober nack Hemeln verlegt. Der in Hildeshein als Äassengehttfe bei der städtischen In validitäts- und Altersversicherungskass,

beschäftigt gewesene frühere Sparkassen kontroleur Jähne aus Jreystadt in Schlesien ist auf gerichtliche Reguisitior dortbin transporlirt werden. Er hat daselbst Amtsgelder in Höhe von 10 000 Mk. unterschlagen. P r ovinz Westfalen. In Altenbochum ist eine skandalös Affaire entdeckt worden. In einer vo? einer Hebamme unterhaltenen Privat Entbindungsanstalt sungirte ein angeb licher Dr. Meyer" mit seinen Assistenten" als Anstaltsarzt. Wie sich jetz; herausstellt, hat sich unter der MaSk, .Dr. Meyer" ein reicher, im Geruch, großer Frömmigkeit stehender Holz Händler verborgen, welcher die erwähnt, Anstalt mit anderen Lebemännern zr einem skandalöse Treiben benutzt hat Durch Intervention deS wirklichen Dr Meyer, eines geachteten Arztes, kam du Sache ans Tageslicht. Im Janum d. I. verschwand der Verzinkereibesitze, W. Bergmann ron Attendorn und zwa, unter Zurückkassung zahlreicher Freund, und noch mehr Schulden. In dem nur beendeten Konkurse betragen die Passiven ca. 100,000 Mk., die Aktiven da gegen ganze 261 Mk. f Jn Viele feld Buchhändler Aug. Velhagen, Seit, und Mitinhaber det bekannten Verlagsfirma Velhagen & Klasing.' In Nie derschelden sind vier Wohnhäuser abge brannt. Zur Errichtung einer land wirthschaftlichen Minterschule in Soef hat der Kreistag einen Zuschuß vor 2000 M. bewilligt. Rh e inp rovinz. ' In Niederlörick kam ein 14 Jahr alter Knabe auf merkwürdige Weist urn's Leben. Derselbe fiel beim Schneiden von Blumenkohl in das eigen, Messer und zwar so unglücklich, daß du Schlagader durchzchnttren wurde un! der Tod fast augenblicklich eintrat. Dem sottaldemokratischen Abgeordne ten, Kaufmann Harm in Elberfeld, dn vor dem Bankerott stand, sind aus dei Partelkasse mehrere Tausend Mark als Darlehen gegeben worden. Das Dav lehen ist gegeben worden, weil sonst ein, Neuwahl, nothwendig geworden wäre, die noch größere Kosten seitens dei Partei erfordert hätte. Auf der Bur bacher Hütte wurden 32 Arbeiter, du dort öS Jahre gearbeitet haben, mi! Uhren beschenkt, drei Werkmeister mit j emer goldenen Uhr, die Uebrigen im silbernen Ubren. In Lobberich hm nch ein 1 tzahnger Junge aus Gran über em azlechtes Schulentlassung s zeugniß erhängt. . Bei Wesel wurde die Leiche des Restaurateurs Cantaaus dem Rh?ine gezogen. Ein Sohn des selben hat sich kürzlich als Anführer de, siegreichm chilenischen Truppen i Kampfe gegen Balmaceda hervorgethan Auf Anregung des Centralvereini für die Hebung der deutschen Fluß- unl Canalschifffahrt ist in Ruhrort eim schlNerichule gegründet wo?den. Die selbe wird im Winte? eröffnet. Königreich Sachsen. Die Altmannspacher'Zche Schuhfabrik ist niedergebrannt, wodurch ein Schaden von 200,000 Mark angerichtet wurde. Ca. 100 Arbeiter sind durch das B?and Unglück brotlos geworden. Die Grün dung eines Vereins Ereditreform" ist in Frankenberg Zdeichkssen worden, welcher es sich zur Aufgabe stellt, den Jnteren.'nten der Handels und Jndu striekrelse u ch wünschenSwerthe Aus kunftsertheilung über Creditverhaltnisse zu dienen. Die Elnwe:hun deS Neu baues der Fürstenschule in Grimma er folgte rn Anwesenheit des Königs, des Kultusministers und deS Präsidenten der zweiten Kammer. Vor dem Leip ziqer Landaericht spielt sich z. R. ein Monstreprozeß aeaen den HürathSver mittler Balduia Weise von Groitzsch ab, denen Vermittlerthatlgkett m dervaupt fache darin bestand, den heirathslustigen Herren .reiche Damen" nachzuweisen, die lediglich in seiner Einbildung r stirten. Dafür hatten diezelben SS Mr. Vorschuß zu zahlen. Mehr als SO Zeu gen sind aus allen Theilen Sachsens geladen. Ter wegen Verdachts der Brandstiftung inhaftirte Kurz und GalaNteriewaarenhändler E. R. Müller aen. Veurich in Großenham bat ein offenes Geständniß abgelegt, das unlängst in dem von ihmbewobnten Naumburger schen Hause dabier entstan dene Schadenfeuer, dem auch zwei .Menzchenleben zum Opfer gefallen sind, vor sätzlich angelegt zu haben. Während die Strumpf-Jndustne ,n yohensteln noch unter dem Druck der schlechte Zeit leidet, lst ln der Wev.Rravche seit Neue stem eine nicht unwesentliche Wendung eingetreten. In der Decken-, und Klei derstossweberei sind aus dem Festlande, wie msdewndere auch auS Amerika, Be ftellungen einäezanzen. die als ein auteS Zeichen zur Besserung für den kommen den Winter betrachtet werden. Ler Studiosus Fritz Aler. Schneider auS Eresed, der feinem Freunde und S 1 ... . " Tf . . L . .:- ' - oengenoiien. oem stua. jur. aus dessen verschlossenen Toilettenkasten drei Tausendmarkscheine entwendet hakte, wurde zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt. . Hessen Darmstadt. Tomänenrath Karl F. Stoltz ir. Friedberg erhielt auS Anlaß .seines sechzigsährigen , DienstjubiläumS daZ Ritterkreuz erster .Klasse deS Großh. Ludwigsordens verliehen. In Offenbach wurde ei i gut beschickteObstausstel lung veranstaltet von dem landwirlh-. schaftlichen Bezirksverem 'Es haben sich die Obstzüchter . und Landwirihe von dreißig Orten betheiligt. Den Bäcker Jakob Mueller'von Osthofen verurtheilte das Mainzer Schwurgericht wegen Gattenmordes, zu zehn Jahren Zuchthaus. Der, Angeklagte,, lebte mit seiner iim viele Jahre älteren Ehefrau in Unfrieden und , gab, ihr, schließlich, um sich ihrer zu entledigen, einen Löffel Opium mit Medicin. Die Frau verlor darauf das Bewußtsein, und in diesen Zustand , erdronelte er sie. 1 , , ., Kaufe Mucho's Best Sigars".? Havanna

Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüg? im.Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Poftzug 7 M xpreg iv m örpreg 1 CX 3hn Aecomodation 4 0 Nm Erpreß 7 00m Erprek ! im 3In Ankunft Ez preß 3 30 Nm Qrpre 4 10 i&rn Aecomodation I M Vm Expreß 2 50 Vm Schnellzug 5 M Vm Accomadation , 7 45 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und Ct. Louis. Indianapolis und Elweland Division. Äbaana Erpreß 6 30 Pm Expreß Expreß...... . Limited Erpreß Erpreß . 9 35 Vm ...11 45 Vnl ... 3 20 91m ... 645 32m Ankunft Erpreß 70Vm 1 1 trt P"P a Limited Erpreß 55 $m . . . .... .... tt x Erpreh . öWJtm .10 50 mm Expreß Et. Louis Division. Abgang Erpreß . . 7WVm . 12 03 Tm . 5,L0Nm .10 55 31m . 3 20 Vm . 9 25 Vm . 2 55VM . 6 20 Vm nntted Expreß erpreß Expreß. tSalich AnZunft Expreß täglich . Expreß Limited Expreß Expreß Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodatlon täglich , vm Aecomodation 10 55 Vm Poftzug 3 00 91 Accomod. snur Sonntags). 5 00 31m Aecomodation 45 Rm Ankunft- Rushoille Accomodation.10 35 Vm Poztzug 11 50 Vm Jndpls Aee. (nur Sonnt.).12 35 Nm Aecomodation ... 1 5 00 Nm Aecomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicagound Cincinnati Division westlich. Abgang Aecomodation 7 10 Vm cyneU'Pon ix m rnrn Lafayette Accomadation .... 5 15 Rm Schnellzug IZMVm AnZunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Aecomodation ... 10 45 VM Schnellpost 2 50 91m Aecomodation 15 Nm Peeriä Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 09 9ftn Danoille Aecomodation 5 05 $tm Expreß 10 52 Hirn Ankunft Expreß 3 15 Vm DanviUe Aecomodation. ... 10 40 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß. st 35 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Aecomodation 5 30 Vm EMeß.. 'dmtm Ankunft Expreß ll 45 Vm Aecomodation 9 M Vm Expreß. 10 30 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß . . Erpreß Erpre , 7 15 Vm 1 20 Rm , 7w Rrn .11 10 Nm . 3 20 Vm .10 30VM . 2 50 N m . 20 Nm Schnell-Expreß AnZunft Schnell-Expreß Expreß , Expreß Expreß Pittsburg, Cincinnati, Chicago und m St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß . . .'. 4 45 Vm Columöus Aecomodation.. . 9 00 Vm Expreß 3 00Nm Nichmond Aecomodation. .. 40Rm Expreß. 5 30 Nm Ankunft Nichmond Aecomodation 9M Vm Schnellzug. " 11 40 Vm Expreß... 12 50 Nm Aecomodation 3 45 Nm Erpreß - SöONm Expreß 9 00 Nm Chicago Division via Kowmo. Abgang Expreß. Expreß . . . Ankunft Expreß Erpreß . . . .11 05Vm .11 30 Nm 3 30 Vm 3 45 Nm LouiSville Division. Abgang Expreß LouisvMe Aecomodation.. . Schnellzug. Aecomodation Ankunft Aecomodation Schnellzug Aecomodation Spezial täglich 340VM 8 00 Vm 3 55 Nm 4 3)Nrn 10 25 Vm 11 00 Vm MNm 10 50 Nm Eincinnati, Hamilton und Indiana polis. Abgang Expreß Cincinnati Aecomodotion Expreß :.. . 3 55 Vm . 10 45 Vm . 3 00 Km . 3 3091m . 30 Skm Erpreß . Expreß Ankunft Aecomodation... . Exprek Expreß 9 15 VM 11 15 Vm 7 45 Skm 10 55 Nm 12 35 Vm Erprcv . Expreß . Indianapolis und Vincenncs. Abgang Erpreß . 7 30Vrn BinccnneS Aecomodation... 410Nrn Ankunft VlncenneSAceomodatlonll 00 Nm Expreß , ... 5 05 Nm Cincinnati, Wabafh und Michigan. Mgang Erpreß Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Expreß WVm 11 45 Vm .... 6 45 Nrn ....lllOVrn .... 5 00 Nrn ....1050 Nrn Indianapolis, Decatur und Western. Abganq Expreß . . . . . Aecomodation . . . . . Schnell-Erpreß Ankunft Schnell'Expreß . Aecomodation . 30Vm ,. 4 20Nm .1100 Nm 3 30Vm .10 10 Vm .. 4 45 Vm Expreß .... Louisvillc, New Albany und Chicago. h Abgang Exvreß 12 40 Vm Expreß 11 35 Vm Monon Aecomodation . . . '.: 5 20 Nm Ankunft Expreß 3 25 Vm Monon Aecomodation ..... 10 40 Vm Expreß......' .;,,, 3 20 Ntn tCOCO.fKI rp.rl V!nr mAt bjr jn-hn lt l.wluin, I ru) ,N.V.tik furui, l:t.j.r, tuu m.v nt n.nke aiu. h. tut - tmH lcli y .uqui k;y hovr ti..,a frntii i t tllt .l.jr t lli i.rt, iid kiur rtHi on! Huib wn-. alt irr. In anr irt er mm all tinir iMr,ii,irt iiiHiiwti cU , ArTK. i. - cmii.rnr af kon... v lli wurk. All U (.ml ,.,zx tilüt ttrry ri,r. V tun on, AirnUhli r Trytü. KA8II.T, fePtKlittV kan.r4. I'A Kl lCt LAU tiit K. A46nm mt oor. rvATLAJut, auaT

i ' ,,,, l I Mr?

t t ;

m :-;tiJ- ;t f jr ,,

- Die

ndiana st une ist das einzige Blatt in Jndlana, wel ches die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Gebieten deS LebenS. Die Arbeit des Volkes - ist die Schöpferin alles Wohlstandes und da rum wirken wir für solche soziale Neformen, welche die Arbeit zur srcudebringenden Lust, statt zur nieberdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Pflicht empfinden Leser der Indiana Tribüne zu sein. DaS reichhaltige Sonntags . Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lese koffeS. Der Jlbonnements - Preis der täglichen Tribüne ist Z.e, deS Sonntagsblatts gc, ' beider zusammen I.F Cts., per Woche oder lZJ Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet daZ Tageblatt $3, daS Sonntagsblatt $2 per Jahr, beide zusammen $ß in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig auS geführt. " Eintrittskarten, Quittungen Conktutionen, Necknungen, Gescbaftskarten, Briefköpfe, Zirkulare, Programme n. s. w. für Geschäftsleute und Vereine werden geschmackvoll ausgeführt. T. b -itj Indianapolis, Ind.

MuMsuchen

r-r!?"!

W

KM