Indiana Tribüne, Volume 15, Number 42, Indianapolis, Marion County, 30 October 1891 — Page 1
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Editorielles. Nachdcni die Erben Samuel Tildens viele Jahre lang um dessen 9!achlaß stritten, hat endlich die Supreme Court des Staates New Jork daö Testament umgestoßen, und zwar auf den Grund hin, daß es zu unbestimmt abgefaßt fei. Tilden bestimmte sieben Millionen für eine Bibliothek und andere gemeinnützige Zwecke, überließ es aber feinen Testamentsvollstreckern, die nach Gründung der Bibliothek übrig bleibende Summe nach eigenem Ennessen für Zwecke der Wohlthätigkeit und im Interesse allgemeiner Bildung zu verwenden. Der Erblasser sagte sich bei Abfassung seines Testaments jebenfalls, daß innerhalb einer Reihe von Jahren Bedürfnisse sich geltend machen tonnten, welche zur Zeit nicht vorhanden waren. Kein Mensch wird bestreiken, daß das ein sehr vcrnünftigek' Gedanke war, aber gerade deshalb genügte er zur llmstoßung des Testaments. Denn unser Geseh ist ein einziger Zopf und unsere Richter tragen Zöpfe länger als die Chinesen. Es braucht ein reicher Mann nur ein vernünftiges Testament zu machen, und der Zopf wird es umstoßen. Nirgends dringt der Geist der Neuzeit schwerer ein als in die Rechtsprechung und auf den Nichter kann man wohl Chamissos Verse anwenden : Er dreht sich links, er dreht sich rechts. Er thut nichts Guts, er thut nichts Schlechts.
Der Zopf, der hängt ihm hinten. Er' dreht sich wie ein Kreisel fort. Es hilft zu nichts, in einem Wort Der Zopf, der hängt ihm hinten. In Butte und Anaeonda, im Staate Montana, bcsinden sich die großartigen Silber- und Kupserbergwerke der Anaeonda Grubengesellschaft. Dieselbe beschäftigt in ihren Gruben Stampf- und Schmclzwerkcn nahezu 3000 Arbeiter. Da vor etwa sechs Monaten das Gerücht auftauchte, daß sie an ein englisches Syndikat ausverkauft" hätte, beschlossen die Union und die Northern Pacisic Eisenbahn, ihre Frachtgebühren zu erhöhen, um aus den koreiners" doch auch etwas Fett heraus zu schmoren Die Anaeonda Lente waren über diese verfrühten Schachzug, der ihnen ihr ganzes Geschäft zu verderben drohte, nüt Recht sittlich empört. Sie weigerten sich die Mchrgebühren zu bezahlen und schlössen einfach die Bude zu. Erst nachdem eine Einigung mit den Eisen-ban-Compagnieen stattgefunden hatte, sehten sie ihre Werke wieder in Betrieb. Die Herren Grubenbesicr können sich dergleichen leisten. Sie haben Geld genug, umSrod und Fleisch zu kaufen, und alles Silber, das sie herbringen, wird ihnen von derBundes-Regierung abgekauft. Auch die Union und die Northern Pacific können sich derartige Scherze erlanben, denn sie haben vom Bunde ganze Königreiche zum Geschenk erhalten und die erstgenannte zahlt überdies nicht einmal die Zinsen und die S'huldschcine die ber Bund für sie garantirt hat. Die Arbeiter aber nun die können ja, wenns nicht anders geht, von Gras und Baumrinde leben, bis es den großen Herren gefällt, ihre Meinungsverschiedcnhctten zu sieglet, chen. Treffend bemerkt dazu das Philadelphia Tagblatt : Wenn im Mittelalter der Erzbischof von Köln oder der von Mainz mit den weltlichen Machthabern leiner Nach barschast in Fehde lag, mußten die Bürger seiner getreuen Stadt natürlich allemal feiern. Denn "was die Kriegsknechte des FeindeS nicht unterwegs abfingen, das raubten die Mannen des gnadigen Herrn selber, und es hatte daher, gar keinen Zweck, zu arbeiten und Hand'el mit den angefcrtigten Waaren zu treiben. Ueber diese finsteren Zeiten sind wir nun freilich hinaus, aber eS kommt auch heute noch vor, und zwar in der größten aller Republiken, daß Tausende von Arbeitern brodlos werden, weil zwei Monopolgesellschaften sin Mißvcrständniß unter sich auszugleichen haben." t Der Vergleich ist durchaus nicht unpassend, ifs war damals an der rd nung, daß die hohen Herren mit ein ander rauften, und es ist heute an der Ordnung, daß sie mit einander zanken, und heute, wie damals muß dcr Plebs" die Kosten des Sports" tragenMWK , : -
Drahtnachrichten
Inland. . W e t te ra u s s i chten. Für Indiana : Wärmeres hübsche) Wetter; fast gleichbleibende Tcmperatur. -- Brand eines Dampfers. M e m p h i s, 29. Okt..Heute früh um 3 Uhr ist der Dampfer Olivier Bierne" bei Milliken Bcnd verbrannt, wobei acht Menschen umkamen. Er hatte 703 Ballen Baumwolle uach New Orleans an Bord. Milliken Bend liegt am Westuser, .-fct. .4- " 4. 20 Metten overyalv Niasoura. er Dampfer war einer dcr schönsten und größten auf dem Mississippi und wurde gewöhnlich zu Exkursionen benuht. BiS vor Kurzem war er zü dem Zwecke in St. Louis und fuhr erst vor einigen Tagen nach New Orleans ab. Wegen des niedrigen Wasserstandes nahm er erst von hie? ab Fracht ein und hatte außer der Baumwolle noch 100 Tonnen andere Frachtgüter an Bord. Nach späteren Berichten sind 10 Menschen umgekommen. Das Feuer wurde um halb Vier im Ladenraume unter der Baumwolle entdeckt und breitetc sich so schnell aus, daß viele von den Passagieren und Mannschaften sich nur mit knapper Noth retten konnten. Der Dampfer hatte eine größere Anzahl Kajüten- und mehr als 200 Deckpassagiere. Bei Millikens Bcnd Landing waren etwa 73 Ballen Baumwolle, welche verladen werden sollten, viele der farbigen Deckarbeiter aber streikten, weßhalb dcr Maat die LcveeArbeiter engagirte und ihnen 25 Cents per Stunde zablte. Die Neger wurden darüber aufgebracht und ergingen sich in Drohungen gegen den. Maat und den Dampfer. Um halb 'biet llhr brach Feuer im Laderäume aus und' in kurzer Zeit war dcr ganze Dampfer in Flammen eingehüllt. Es wurde Alles aufgeboten, um die Leute an Bord zu retten, doch sind 13 Menschen umgesommen, uamlich ; Zwei Kinder des Dr. Worrell in Baton Rouge, La., Sam. B. Entriken, die beiden Stubenmadchen, eine Tochter von Ä. C. Adams in Omaha, fünf Kajütenjungen, ein Kindermädchen von Frau Frazier in Natchez, Frau Woolidge von -New Orleans, sowie drei Deckarbeiter. Der Dampfer war auf $61,000 abgeschätzt und zu $46,000 versichert. Die chilenische Frage. Washington, 29. Okt. In hiesigen amtlichen Kreisen hat die Depesche aus Santiago über die schroffe Ablehnung der seitens der Ver. Staaten von der chilenischen Regierung geforderten Genugthuung keine nennenswertheAufregung hervorgerufen. Vom Kommander Schley vom Kreuzer Baltimore" sind, keine weiteren Meldungen eingelaufen, . Zm Staatsdepartement traf heute Vomittag eine ChiffreDepesche vom Gesandten Egan ein. In der Depesche berichtet Egan die chilenische Regierung habe in schroffer Weise geantwortet, sie werde nur eine Untersuchung durch ihre eigenen BeHorden gestatten, 'Sobald diese Depesche dem Präsidenten unterbreitet war, ließ er den Staats- und den Marinefekretär nach dem Weißen Hause kommen. Dieser blieb eine Stunde dort und ging dann nach dem Marinedepartement, wurde aber bald wieder geholt, Sowohl er, wie dcr StaatssekretärBlaine wollten sich nicht über Egan's Depesche äußern. Dieselbe wurde um 6 Uhr bekannt gegeben und lautet : Der Minister des Auswärtigen antwortet, die Regierung de? Bex, Ätaqtxn stelle Förderungen nnd mache Drohungen, welche nicht annehmbar sind, noch in diesem oder irgend einem gleichen Falle annehmbar fein können. Er bezweifelt nicht die Aufrichtigkeit oder Gründlichkeit der Erhebungen seitens der Ojfiziere dcr Baltimore", will aber nur die Zuständigkeit und Autorität seines eigenen Landes, Schuldige mchUem schern Gebiet zu richten und zu'bestrasen, anerkennen. Er sagt, die Ver-waltungs-und Gerichtsbehörden hatten den Fall untersucht, diese Untcruchung sei nach hilenischem Gesct) geheim und die Zeit zur Bekanntmachung ihres Ergebnisses noch nicht gekommen. Sobald dies geschehen, werde er das Ergebniß mittheilen, obgleich er , keine andere Autorität als Richter in Kriminalsällen anerkenne, denn die vom chl-
lenischcn Volke eingesetzte. Ehe diese Zeit komme könne er nicht zugehen, daß die Unruhen in Valparaiso oder das Schweigen seines Departements
hals ein Ausdruck der Unfreundlichkeit gegen die Regierung der Ver.' Staaten erscheinen, oder die freundschaftluhen Veziehimgen'z'wischcn'den'beidcn Ändem gefährden könne." v. Bis heute Abend war diese Dczesehe noch nicht beantwortet worden. Welcher Art die Autwort des Staatssekretärs Blaine sein wird, ist jezt Gegenstand allgemeinet- Spekulation, doch wirb allseitig erwartet, daß er auf strenger Untersuchung und Vcstrafung der Schuldigen bestehen und im Falle einer nicht sofortigen befried! genden Antwort der provisorischen Sie. gierung von Chile den Gesandten Egin abberufen und so die diplomatisäe Verbindung zwischen den Ver. Staaten? und Chile abbrechen wird. V Ausland. P r e ß st i m m e n z u r ch i l e n ischen Frage. L o n d o n, 30. Okt. Post" sagt, die Schwäche der Ver. Staaten zur See dürfte es ihnen schwierig machen, Chile zu zwingen, spricht aber die Hoff-, nung aus, daß beide Parteien die Hal-i tulnz ändern dürften, ehe sie Feindscligkeiten beginnen. Das Blatt weist dann eingehend aus dem Völkerrecht die Unhaltbarkcit der Ansicht des Gcsandten Egan über die Exterritorialität bet amerikanischen Gesandtschaft nach und sagt : Die ganze Frage ist so wichtig, daß . das Vorgehen der Ver. Staaten überall mit Interesse erwartet wird und nicht ohne Beunruhigung, daß.dadurch eine verwirrende Aenderung in internationalen Gepflogenheiten veraltlaßt werden dürfte. ' . Telegraph" sagt: Der Präsident Hcrrifon hat vollständig richtig gchantcf fätpcifc'Uöat"- -f- firefXStf iien nung Egan's zum Gesandten als die schlimmste erwiesen, die gemacht werden konnte. Er hat durch seine Haltung offenkundig disNeutralitätsgesehe derletzt. Chili aber hat gar keinen Grund für sein trotziges Verhalten. Wenn es sich weigert, die Sache zu untersuchen und die Schnldigeu zu bestrafen, so handelt es aus wahnsinnigem Stolz. ES wird für die Ver. Staaten zwei fellos gegen ihren Willen nothwendig sein, ihm eine heilsame Lehre zu geb.m. Chronicle" halt die Sache kaum eines Krieges werth und sagt, Chile Würde es zweifellos klüger , sinben, sich zu entschuldigen, die Angreifer der amerikanischen Seeleute zu bestrafen und Entschädigungen zu zahlen, als es auf einen Kampf feiner Panzerschiffe mit den Ver. Staaten ankommen zu lasten. SchlffSnachrichten. Angekommen in: N e w FZ ork: Assyrian" von Glasgow. Hamburg: Wieland" von. New Zork. London. In Sicht: Mississippi" von Baltimore. . Q u e e n s t o w n : City of Chi - cago" von New Aork. ; . P ! u m o u t h : Normannia" von New Zjork nach Hamburg.' Hiesiges. Ekne Güttauschlttug wurde gestern Abend denen zu Theil, welche den Versprechungen, die für hse Vorstellungen dcr Emma 2uch Operngesellschaft." gegeben wurden, cm Williges Ohr geliehen und die erhöhten Preise bezahlt haben. "Das Publikum fchemt übrigens schon durch frühere derartige Erfahrungen klug geworden zu ,scin, denn dcr Besuch ist bedeutend hinter den Erwartungen zurückgcblieben. Die neue, Oper von MaSeagni Cavallier'a Rusticana" stand auf dem Zettel, aber weil die Oper nicht groß genug ist, um einen Abend auszufüllen, wurde derselben die Gartenszene aus Faust" vorausgeschickt. Die erste EnttäuschuNg, welche dabei das Publikum erfuhr, war die, daß nicht Frl. Iüch sondern Jrl, Jabris die Partie des Gretchcn sang. -Indessen kam man bald darüber hinweg, da die Dame ganz nett spielte und sang und wenn sie auch kein Gretchen "nach der Auffassung des Dichters war, so hatte sie doch
die Rolle ideal genug aufgefaßt, um dem Publikum cinGruseln einzujagen als sie diesem Faust in süßen Tönen die trauten Worte : Bester Mann ! Von Herzen lieb ich dich" widmete. Dieser Faust, von dem Helden -Te-nor der Truppe, Albert Güille, borgestellt, war iine schreckliche Karrikatur. Daß sich ein Gretchcn in eine solche Gestalt mit 'solcher Fratze verlieben kann, ist selbst dann nidjt denkbar, wenn man zugiebt, daß der Mann eine sehr hübsche Tenorstimme hat. Er hatte dabei die Geschmacklosigkeit, unterhalb des Kinnes einen rothen (!) Bart zu tragen, und wenn wir sagen, daß er aussah, wie ein irischer Pat" so wollen wir den irischen Pat" damit nicht beleidigen. Dft Mcphistovheles wurde recht gut gesungen. Die neue Oper, welche hierauf zur Aufführung kam, ist zwar reich an hübschen Melodien, aber sie ließ das Publikum doch kalt. Daß daran wiederum die schlechte Darstellung die Hauptschuld trug, steht außer Frage. Emma Iuch sang und spielte mit bekannter Trefflichkeit, alle übrigen Kräfte waren sehr mittelmäßiger' Natur. Die Handlung konnte kein Mensch
verstehen, denn Herr Guille, des Englischcn nicht mächtig, sang italienisch. Derselbe hatte sich so geschmacklos herausgeputzt, daß man die Augen schließen mußte, um sich an seinem Gesang zu erfreuen. Mehreren Pcrsonefi ist die Ähnlichkeit, welche er mit dci Lilliputaner, der den Bürgermeiöer von Pinneberg" spielte, hat, aufgefaken. Jener wollte aber nichts Anderes sein, als ein Lilliputaner. 'iii M t - m 1. Parole : Aurora. i , ,':i2X7 Gestern Nachmittag brannte es in einer Lumpenhandlung an Madison Avenue neben dem Jeff. Bahngetelse, wodurch ein Schaden von $100 entKand.uden statte kollidirte dcr Schlauchwagen No. 3 n der Virginia Ave. mit einem Buggy, in welchem zwei Mädchen saßen, wobei das Puggy beschädigt würbe, die Madchen aber glücklicherweise unverletzt blieben. 4. Auf Vorposten : August Erbrich, Telephon 1032. Wm. Härle und Fred.. I. Pfingst haben darauf verzichtet, als Vollstrecker des Testaments von George 2. Pfingst zu dienen und Otto N. Frenze! und Wm. Haueisen wurden als solche ernannt und stellten $100, 000 Bürgschaft. Dem Verwalter des Grand Hotel, Herrn Charles Lamme, hat Herr Pfingst sechs Wochen vor seinem Tode' Noten im Betrage von $10,000 ausgestellt. Dr. Manker war damals als Zeuge zugegen und sagt, daß Herr Pfingst diese Roten.in Ane? kennung der vortrefflichen Dienste, die Herr Lamme ihm geleistet, ausgestellt habe. Herr Pfingst habe sich dahin ausgesprochen, daß ohne die Hilfe des Herrn Lamme der Erfolg, den er mit dem Grand Hotel hatte, nicht möglich gewesen wäre. Die Noten werden in sechs Monaten fällig. g0 Heute Abend beginnen int Propyläum die Vorlesungen des Prof. Dr. Woodhnrn von der Indiana Universität über Die politische Geschichte Amerikas." Der Vortragende wird damit beginnen, die Ursachen der Stevolution zu beschreiben, er wird die crtte englische Kolonialpolitik mit der Roms und Griechenlands vergleichen, die Resultate des siebenjährigen Krieges besprechen, die Handelsbeschränkungen, die Stempelakte und andere vom eng lischenPaxlament in den (soloüien eingeführte Bedrückungen. Der Cyclus umfaßt zwölf Vortrage und Tickets für den ganzen Cyclus kosten tzz. Der Eintritt zu. einem einzelnen Portrag beträgt 2Z Cts, Diese Vortrage werden jedenfalls sehr unterhaltend und belehrend werden und Allen, welche sich ein Verständniß der Geschichte bc Sandes aneignen wollen, rathen wir zum Besuche derselben. Sie finden jeden Freitag Abend statt. C: n i ä m Das beste Stärkungsmittel. $1.00 per Flasche. (... Flaschen für $5.00. Zu hqb.cn jn bkf - Deutschen Apotheke - K '--0:l von : 'j ' "-. ' ' . - F. Will.-Pantzer, 54 West Washington Straße 04 1 Tie gan, Nacht offen!
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