Indiana Tribüne, Volume 15, Number 41, Indianapolis, Marion County, 29 October 1891 — Page 2
Indiana Tribüne.
Erscheint Täglich und Sonntngs. Die tAgliZL .Tribüne" koftct durch den Tröger ZS CentS per Woche, hie SonKtazKTrZbüne- 6 Zta:$ per Woche. Beide jsfaistrac iZCentS oder 35 CentS per Wonat. Per Psst zzefchickt in Bor usbezahlnnz 15 put Jahr. Office: 130 Ost Marylsnd Strahe. Indianapolis, Ind., 29. Oktober Wissenschaft und Politik. Stadels VircöowZ siebzigster e fcurt; tag ist in Berlin wahrhaft grewrti? aeieiert worden. Dem Fürsten der Wissenschaft und dem echteu Volks manne wurden Huldigungen darqe, brecht, um welche ihn selbst der deutsche Kaiser beneiden mutz. Namentlich die freisinnigen Blatter Berlins, wetteifern miteinander m der Würdigung d?s EhrentageZ. Tie Literatur darüber ist ss umfangreich, daß. man sie kaum bewaltiaen kann. Dock mflae fcier ein kürzerer Artikel des Reichstaasabgeordneten Theodor Barth Platz nnden - m$m Allgemeinen snd die großen Gelebrten nicht häufrq. welche auch in die Politik activ eingreifen. Unter die sen Wenigen aber siebt Virchow einuq da durch die Beharrlichkeit und Pflichttreue, mit der er von den Zeiten seines srübeüen Rubmes (tt unablässig als Volitiker innerhalb und außerhalb des Parlaments seinen Mann gestanden bat ES Ware kür ibn so leicht und so bequem gewesen, nch au? seinen wissenschaftlichen Wettruhm zurückzuziehen und in Reich. Staat und Gemeinde die Dmge geben zu lassen, wie eK Gott und einer njofjl weifen Obrigkeit gefällt. Man bätte e5 ihm nicht einmal übsl nebmett können, wenn er sich darauf berufen hatte, daß ihn die Wissenschaft vollauf in Anfpruch nebme: und der Tribut der Bewunderung. mit dem VirüvwZ politische Gegner oft genug aus VarteibaZz qe knaulert baden, wäre gewiß noch reicher auszesallen. Statt dessen bat dieser Fürst der Wissenschaft sich nicht gescheut, neben den gronen auch die kleinsten Arbeiten der Volitik zu verrichten. Wie ot kit tt in Berliner Bezirks vereinen über voli tische TaqeZfragen referirt. in Volks Versammlungen gesprochen und einen der wiszenschz'tlrchzn Arbeit gewidmeten Tag durch einen Trinkwruch aur irqend einem politischen Stiftungsfest beschlolseit! Wabrschewlich giebt es in der freisinnigen Vartei keinen Parlamentrier. dessen freie Zeit feinen volitiscken freunden fortdauernd so freigebig nr erfügun gestanden bat. wie daZ bei V!rchow der Iall gewesen i't. Nichts charakterisirt den Mann vnlleicht besser, alI dan er sich aitA der geringsten politischen Arbeit gegenüber niemals für zu gut halt und immer be reit ist. mit seiner ganzen PeriSulich?eit für seine Ueberzeugung einzutreten. Und diese Ueberzeugung befand nch niemals auf jener Seite, wo die Ueberzeu gungstrene den sichtbaren Lohn ibrer Thaten zu nden pflegt: und rneie Ueberzeugung wurde obendrein stets so unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß aich bei den Gegnern nicht einmal die Möglichkeit bestand, dieselbe wohl wollend zu überhören. Dieser Auffassünz der politischen. Pflichten 'ist der jetzt Siebzigjährige während der ganze Dauer feines politischen Lebens treu geblieben. Im Jahre 1840 anl politischen Gründen von dem preußischen Ministerium 'e ner Stelle an der Berliner Universität entsetzt, bekam er gleich an der Schwelle seines RubmS einen Vorgeschmack da, von, mit welcher Münze im Lande der Gottesfurcht und guten Sitte die Ueber, eugungstlkue beMlt werde. Sieben Jahre soäter nach Berlin zurückberufen, bringt der gefeierte Gelehrte sein ganzes Gepäck demokratischer .Ansichten wieder m-.t zurück, um davon seit 1859 in der Berliner Stadtverordneten Bersamm lung. seit im preußischen Landtage, feit 1330 im Reichstage, unerschüttert durch die wechselnden Strö mungen der öffentlichen Meinung, Äebrauch zu machen. General Lchosiels uns die Armee. Der Kommandeur der Bandesarmee, General Schosield, hat soeben' dem Nriegssekretar leinen Jahresbericht vor gelegt. Er bespricht darin zunächst den SiourAusstauo im vorigen Winker und ineint es sei der größte Jndianerkriez seit einer Reihe von Jahren gewesen. a nrhrn mrtdtst sei. fast die fulfie 1 . VU V V - - " - I t - TT ' der gerammten Infanterie und ltaval lerie der Bundesarmee auf dem Kriegsschauplatz zu konzentriren. Das habe zwar , viel Geld gekostet, sei aber'durch das schließliche Resultat gerechtfertigt worden., Der eldzug enthalte zugleich die Lehre, daß die vorhandenen und verlügbaren Streitkräfte für einen Mze ' meinen Jndianerausstand völlig unzu. reichend fein würden. Aber bei vernünftiger Behandlung der Nothdäule und ständiger Bewachung'.durch eine Truppenmacht. die ihnen zu allen Zeb - ten Respekt einzuflößen vermöge, werde - man alle künftigen Jndianerwirren vermeiden können, und deöyald empieyte es sich, die Effektivstärke der Armee um einige Tausend Mann zu vermehren, ' um ständig genügend starke Abtheilungen in ihrer Nähe stationiren zu könfc mit , . AlSdann tritt General Schoeld 1 warm für eine Reorgarnnrung der Armee ein, wie sie von allen Postcom mandeuren. die darauf zu sprechen kom men, und überhauxt vom Officiercorps 1 sehnlichst gewünscht werde. . Die- mo derne Taktik lasse eine Eintheilung der drei Hauptwaffengattungen in Regi. 1 m enter zu drei Bataillonen, Diese zu je ' vier Batterien, unerläßlich erscheinen. Iür die Artillerie empfehle eS sich auserdem, die Batterien oder Compagnien auf denselben Fuß zu stellen, wie die der übrigen Waffen, nämlich ihnen einen Capitan und zwei Lieutenants 1 anstatt deren drei bis vier zu geben. Dadurch werde man zugleich genügend Subal erncfsiciere für Zwei neue ÄrlUIerleRegimenter frei bekommen: denn es m
klar, daß fm Regimenter ve: sen er höhten Ansprüchen, welche die sich stetiz weiter ausdehnenden Küstenbefestigun gen an die Artillerie stellten, eine Äer mehrung derselben bedingten. Die Küztenbesestigungen machten gute Kort schritte und würden in wenigenZahnn, wenn der Cvngreß in der regelmäßigen Bewilligung nichi zu hoher Geldmittel fortfahre, einen befriedigenden Gtand erreicht haben. In Äerbindung damit wird die Befestigung eines Hafens an der südatlantischen Küste und des Hafens, von San Diego, (al, empfohlen. - Die Anwerbung von Indianern für die reguläre Armee, namentlich für die Infanterie, ist nicht sonderlich geglückt, sagt der General, doch sollte man sich nicht durch den ersten Mißerfolg abschrecken lassen, sondern mit den einmal begonnenen Versuchen fortfahren. Dagegen hat sich der Durchschnitt des Personals der Armee in der letz?en Zeit entschieden gehoben, die Desertationen haben sich taxt vermindert, Disciplin, Ausdauer, LeistungsZähigkeit und Tapferkeit von Officieren, Unkerfficieren und Mannschaften lassen nichts zu wünschen übrig, wie ihr Verhüten in den Kämpfen mit den Siour bewiesen habe. Als weiteres Mittel zur besseren Erziehung der Mannschaften wird die allgemeine Einführung von ordentlichem Schulunterricht für Gemeine, der durch Öfsiciere zu ertheilen und als Dienstzweig' zu betrachten ist, und als Ermunterung für die Unterofficiere eine Erhöhung der Gebälter derselben tuipfählen Die schreckliK, Hungersnot!, Ui Rutzlany.
Die russischen Zeitungen stehen ' kanntlich unter der strengsten Censur. Wenn sie irqend etwas sagen, was der Regierung unangenehm ist. oder was! Nußland in irgend einer Weife im Aus lande im ungünstigen Lichte erscheinen ' lassen könnte, werden sie rücksichtslos ! unterdrückt. Aber angesichts des furcht- j baren Nothstandes hat die drakonische Strenge der Censur etwas nachgelassen. Die russische Regierung hat sich sehr Viel aus die Ueberschüsse in ihrem Staatshaushalte und auf die gleieadea Ziffern ihres Budgets zugme gethan und wollte offenbar durch deren Mit thetlungen die wahre Lage des russischen Staates verschleiern. Reuestens wagt es aber die Nowoje Wremja. diesen Ueberschuß als eine Folge des furchtdaren Steuerdruckes hinzustellen und den selben gegenüber der gänzlichen Mißernte in viele Theilen des Reiches als völlig bedeutungslos zu erklären. Die 3!othlage im Reiche muß fäiwahr große Dimensionen angenommen haben, wenn derartige abfällige Kritiken die Censur pa siren könnten. Nach Konstatirung der Thatsache, daß in Rußla ld der beste uns talentro lsie Finanzminister eine gme Ernte h, fahrt der Artikel folgensermaßen fort: .Der Schimmer eines Ueberschuffes im Staatsbudget spielt entschieden seine Rolle; ein solcher Uederschnß spricht nur für den Eifer der Steuereinizehmer, aber keineswegs für den Wohlstans im Reiche.' Bei uns verstreicht kein Jahr ohne irgendwo einen Hunger verzeichnen zu müssen. In diefem Jahre aber ist der Hunger em schrecklicher. L.eute erkranken und sterben thatsachlich vor Hunger. Solche schreckliche Bilser, wie sie der gegenwärtige Hunger ausweist, haben wir noch niemals erlebt. Du außerordentlichen , Maßregeln, welch? zur Linderung der Noth angewendet wurden, erwiesen sich als unzulang l:che-. Der Artikel fordert deshalb die Regierung auf, die russische Laud w.rth'-chzft zu reorganisiren, um sie für die Zukunft vor Wiederholung solcher Hungerjahre zu schützen. Die Nowoje Wremja" sandte, einen eigenen Bericht eritatter in der Person des bekannten S g us -charavow, in die Nothtanssge . tu und die ungeschminkten at stellungen desselben erregen in Peters bürg das größte Aufsehen. Nach einer wateren Drahtmeldunz aus Petersburg herrscht ein fürchierlicher.Notdständ unter den deutschen Ansiedlern längs der Wolgal Die Hungersnot!, erzeugte Typhus, an welchem ' Tausende darnie. derltegen. . . Auch die in Moskau, erscheinende MoKlowskija Wjedomosti" veröffentlicht eine Zuschrift eineS-bekann'ei Ländwirthes, worin die La e d r Bauern in den schwärzesten Faroen ge schildert wird. D3 Besitzchum der vninirt. hnxi hi tfirt
f " w mw Millionen Rubel, welche die Regierung zu deren Hilfe wird verwenden müssen, unmöglich zurückgezahlt werden können. Die Basern verkaufen ihr ganzes Vieh und ihre Pferde, um sich vor Hunger zu schützen, fo daß sie dadurch die. Möglich' keil verlieren, ihre Landwirthschaft sertut führe zu können. Unter solchen Umständen steht eS auch mit der Herbstbestellung übel und ma chen sich die officiellen Berichte der Schönfärberei schuldig Schsn wurde in diesen Berichten gesagt, daß nur aub dem Gonrernement- Orenburg Nachrichten über Verminderung der Aus' saaslachen vorlägen. . Dagegen machen die Rußk. Wjo." aufmerksam, daß z. B allein im ' Greife Nolinsk des Gouvernements Wfatka 1Ll),000 DePä' tincn (Äcker) unbesät geblieben sind, daß im Gouvernement Chersson in der letzlen Septemberwoche der größte Theil der Banernfelder noch unbe "äi war, wäh rend to.t bereits Fröste eingetreten sind. Im Gouvernement Saratom ist das Saatkorn nur in unzureichendem Maße ausgetheilt worden. Ferner ist die Aussicht auf. das Ge deihen der Herbstsaat durch das ungün stige Wetter getrübt. ' In den nordwestlicten, südlichen und südwestlichen Gouvernements mußte die Bestellung des Wetters wegen hinausgeschoben wör, den. Im Gouvernement Jaroslaw soll nach der ofsiciellen Meldung der Ge treidewurm'v nur in unbedeutenden 3!aizons" die Saat vernicktet haben, während, von anderer Seite Nachrichten vorliegen, daß der Wurm im gann Gouvernement .recht beträchtlichen Schaden angerichtet hat. , , ,-:Auch die Spalten der übrigen ruisi schen Blälter sind mit Schilderungen der entsetzlichen Nvthlage gefüllt, und namentlich wird allgemein mit Nachdruck hervorgehoben, daß die gänzliche Miß'' ernte von den schlimmsten folgen für -:--T 'SMhätmr::
die Steuerkraft des ruZstZchen Volkes begleitet sein werde. Das Hungerbrot, von dem sich die Dorfbevölkerung in den vom Nothstand befallenen Gegenden kümmerlich nährt, kannte man in Petersburg bisher nur nach den Beschreibungen. Gegenwärtig, so ichreibt die .Deutsche Petersb. Ztg.", kaun man sich solch ein Brot in der Ka san'iÄen Kazhedrale ansehen, wo auf Befehl des Metropoliten ein-kleines Laib Brot öffentlich au s gestellt -ist, das ein Geistl.cher aus dem Gouvernement Ssimbirsk hierber sandte. Dieses Brot ist ans Melde hergestellt, hat em vofr ständig schwarzes, erviges Aussehen und besitzt die Eigenschaft, sehr bald rnns fig z i werden. Eift sehr wenig nährhast und recht ungesund. In der Bo tanik und Pharmakologie wird der Sa men der Garienmelde als Brechmittel bezeichnet, die Wiesenmeloe aber soll drrecr gesundheitsschäslich sein. Der Mltropvlit besahl, das Hungerbrot" in der Kathedrale auszustellen und knüpfte daran die Hoffnung, da der Anblick dieses elenden Nahrungsmittels die Herzen der Nesidenzbeyölkerung rühren wird. '
Grosz-Berttn. Berlin will jetzt seine Vorstädte annektiren. Das kleine Jcurnal? schreibt: Die Stadt Berlin hat schon zegt mehr Einwshier. als die Mehrzahl der deutschen Bnndesstaaten- zusammenzenommen. Von den 26 Bun desftaaten stehen 1,4, nämlich Bremen. Lippe, Lübeck, MecklenburgStrelttz. Hohenzollern. beide Reuß, SachsenAltendurg, -Koburg und Meininzen. Schaumbnrz, die beiden Schwarzburg und Waldeck mit ihrer vereinten Kopf zahl hinter Berlin zurück. Wenn nun noch die Charlottenburger, deren ehr geiges Verlangen, sich Berlmer nen' nen zu dürfen, nicht mehr länge zu zügeln ist. nebst den Einwohnern von einem halben Dutzend anderer Vororte in Berlin einmarschirt sein werden, so wirs die zweite Million Einwohner, sür deren Kornvletirunz bisher der Schluß des Jahrhunderts ins Auge gefaßt war. schon ein paar Jahre früher vorHanden sein. Schmeichelnd flüste t schon lanze ein Berliner dem andern zu: der Grunewald wird künftig unseren Thiergarten als Stadtpark ablösen und Potsdam die Vorstadt von Berlin heißen. Wir werden Morgens bei den Pfaueninseln baden und Abends auf dem Müggelschlößchen Bier trinken. Mehrere Vororte sind bemüht, sich zu reinigen und zu putzen, um sich der Aufnahme in der Hauptstadt würdig zu erweisen. Charlortenburg, lange ge fürchtet wegen seiner duftenden Rinnsteine, hat, um dem lästigen Einwände zu begegnen, daß eS auf Kosten der Ber l:ner kan'alisin zu sein wünZche,sich selbst 1 diesem schwierigen und kostspieligen Werke unterzogen. Die Entwässerung ist übrigens weit und breit die" Frage, die am meisten Kops;erb?echen macht. Potsdam rmgt seit Jahrzehnten die Hände. d,e reizende , ikolon e Neu Ba belsberg sieht an ihrem sumpfigen, See der Eventualität heißer Sommer mit Fieber-Bangrn entgegen, Westend hat trotz seiner günstigen Lage auf erhöhtem Plateau dem dringenden sanitären Be oürfnlsse nicht genügt, die geschickten und thatkrästigen Leiter der .VillenKolonie Grunewald scheinen diese Auf gäbe als eine der letzten sich aufsparen zu wollen." Bom Jnlanve. "95d religiöse Zeitungen mit 4.000.)Ö0 Abonnenten werden in den Ver. Slaaten veröffentlicht Lachse werden jetzt im Staat Washington gefroren und m kalten Räu mea auibwahrt. um späler als frische versandt werden zu können. Wahrend eines Hagelschau ers soll in Munson. Mass.. ein Stück Eis gefallen fein, welches 4 Fuß lang, 3 Fuß breit und ' Fuß dick war. Ueber 11,000 zungeLeute haben bereits um Aufnahme in die Stanford Universität in Californien rachgefucht. R u d y a r d Ki p l ng v er langt ne weniger als' 1500 für eine feiner u zen Erzählungen. Vor wenigen Jal rm warerein mittelmäßig bezahlter Beamter in Indien. ' General W. A. I o hn so n hat H 1,000,000 hinterlassen unh seine Frau zur Universalerbin eingesetzt, weil sie. wie er sagt, mehr zu seinem Erfolg beige:razen hat, als er selbst. In ihrem 91. Jahre ist Frau Hannah Randall von Providence. N. I. nach ZanFrancisco gereist und hak ihren, kranken , Sohn von dort nach Hause gebrachte Wespennester fangen oft von selbst Feuer, was US dem chemi fchen Einfluß des Wachses auf daS Ma terial. aus welchem das Nest selbst her- . ?I 'Tt . ' 1 4 1 geneur yergeieuer wlro. . - Im Staate K an sa s werden 23 . Zeitungen von Frauen rediairt. Kansas,, ist die Heimath Peffers, Simpsons, McKays und ähnlicher Franks-. Eine Zeitung in Missis. sippi meldet, baß der siebzigiahrige Pa stor A. Cathn kürzlich die öljährige Jungfrau Millie Marlor entführte, weil die Eltern der Dame sich der Verbin dung widersetzten. - D i e R e g i e r u n g h a t d t Ab sicht, noch einen weiteren Bauholzdock im Schiffsbauhofe zu Brooklnn errichten zu lassen, da die beiden vorhandenen nicht genügend sino. Der neue Dock wird etwa sechshundert Fuß lang werden.' . ' -: Robert Shaw von.Snows Falls, Me., legte. sich neulich' in einem frlu schlafen. U er wieder aufwachte, war seine Hose zum Kukuk. Feldmäuse, welche n Oxford ,,Coünty fchaarenmeiie hausen, hatten seine Klei? tu zernagt und die Fetzen wegge schleppt.,,.,.,,) - - . Die massenhafte Einwan. dcriinz von Chinesen in Britisch Co lumbia dürfte zu ernstlichen Ruhestö, rungen führen, wenn die Regierung nicht bald Maßregeln ergreift, um dem unerwünschten Zuwachs der Bevölke ring entgegen zu steuern. Mit jedem Dampfer kommen die ' Söhne deö Him mels in großen Massen an und obgleich es einer, belrachilichen Anzahl - gelingt.
nacy den Ver Staaten zu gelangen, w bleiben doch noch sehr viele in Canada. Die Weigerung des canadischen Parlaments, die ChmesenöFinwanderung zu verbieten, hat allgemeine Entrüstung hervorgerufen und nur den Anstrengun gen der Miliz und Garnison in Ottawa ist es zu Hanken, daß bisher ernst liche Ruhestörungen nicht stattgefunden haben. Als ein gutes Heilmittel der Schwindsucht wird jetzt Goldchlorid und Mangan Einspritzungen angesehen. Vor etwa zwei Jahren erkrankte Solo mon Cheney in Portland, Me,, an der Grippe, welche schnell in Schwindsucht ausartete. Er mußte das Bett hüten und als die Aerzte glaubten, ihn aufgeben zu müssen, versuchten sie Ein spritzungen mit Goldchlorid und Man gan. Der Kranken erhielt von Dr. Sylvester täglich zwei Tropfen von der Mischung unter die Haut gespritzt. An sanglich war kerne Veränderung seines Zustandes zu bemerken, aber nach Ber lauf von etwa, sechs Wochen stellten' sich deutliche Anzeichen einer Besserung 'ein, welche von der Zeit an bestandige Fort schritte machte. Der Kranke ist soweit wieder - hergestellt, daß er ausgehen, kann. Sein Schritt ist fest und sein Ävpetit gut. Der weiteren Zerstörung der Lungen ist Einhalt gethan. Er hat an Körperfülle gewonnen und sieht durchans nicht wie ein Schwindsüchtiger aus. An denNamen des kürzlich in Washington im Alter von 90 Iah. ren verstorbenen Herrn Return Jona than Melgs. w'kcher Clerk des Ober gerichts vom Distrikt Columbia seit Gründung desselben. März 1363, gc. wesen ist. knüpft sich eine kleine Fami liengeschich!e. Der Erste, der den Na men Return Jonathan" geführt hat, war der Großonkel des jetzt verstorben nen Meigs; der Bat dieses Großonkels hatte lange Zeit eine hübsche ri. Q c? o .-
ualerin vosinungstos genevt uno mehrere Male eine abschlägige Ant wort von ihr erhalten; er wagte noch einen letzten Versuch, die Schöne für sich zu gewinnen, wurde aber auch dieS Mal abgewiesen. Trauernd . sagte er der Heißgeliebten Lebewohl und bestieg lanzsam sein Pferd, um davon zu teiten, am liebsten in den Tod. Da rührte ein Gott daS Herz der Quäkerin und in Thränen ausbrechend rief sie ihm nach: ttsturn, Jonatliari! Return, Jonathau " (Kehre zurück, Jonathan. kehre zurück!) Er kehrte um und schloß die Geliebte in. seine Arme. Bald darauf wurden die Beiden ein glückliches Paar. In Erinnerung an die glücktschs Wendung in seinem Schick' fale gab der junge Ehemann seinem Erstgeborenen den Vornamen Return Zonathan". Setdem hat sich der Name in der Familie vererbt. Diese hat sich zur Zeit des .Unabhängigkeitskrieges rühmlich hervorgetban. I m Orte Suterville, 29 Meilen von Pittsburg. Pa.. herrscht große Aufregung über die Ausstoßung des Pfarrers Laird von der schottischen Presdyterianerkirche aus dem Verbände der TemperenzsShne". Laird ist nikht nur Pfarrer, sondern Schriftsteller Und Dichter, Philosoph uno Philantrop. Er hat .Nanking Castte. .Fluch des Trinkens-, Unmäßigtat in Groß' brttsnnien". Ruf nach Freiheit" und viele ändere Sachen geschrieben und enthält sich ielhst -strict aller spiriluosen Getränke. Es wurde ihm logar ein mal von Weißkaopen unter Todesan orohuuz oer Zefehl ertheilt, Ort und Gegens zu verla sen, weil er zu heftig gegen den Verkauf und Genuß von Spiritus fen gepredigt, hatte. Neulich aber hat er" in Gesell 'chaft mehrerer anderer Temperenz-'öhnt" und Gemeindemit gsieoer beim Farmer William Gusses neuen Cioec in dem guten Glauben geV trunken,. daß ei r frischer Aofeisaft doch eigentlich ein recht unschuldiges Getränk sei, daS man leider in Schoteland, sei ner alten' Heimath, nicht bereite. An' ders aber dachten seine Temperenzbrüder. die ihn. den Farmer Guffey und seine andere Gäste sofort als .Unwürdize" aus dem Verband der Tempe rxnzsöhne stießen.- Die ganze Gemeinde it aur's yochzte überdle Behandlung llufgcbr'acht. welche ihr angesehener Pfarrer erfahren hat. ' V,e Schrrststellerin Julia Mrd Howe begann mit 70 Jahren griechisch zu lernen un) las tm Älter von 72 Jahren den Sophokles. Ein e n f ü r d i e, "g r ö ß t e F amilie ausgesetzten Preis gewann, ouj der-Fair in Warren. Art.. Benjamin Parnell, .der mit feiner Frau und 96 direkten Sachkommen erschienen war. V o n s e i n e m v e r m e i nt l ich en Tode sehr zur Unzeit auferstanden ist kürzlich John Gatlea in Oswezo. N. Y. Er hatte sein Leen bei der Metropolit tan Versicherungszesellfchaft in New Jork mit $ÜQ J und bei der ?!eseroe Fund Life Association" mit MOQU versichert. Im Jahre 1888 ließ er seine Familie im Stich und verschwand. Im Juli 190 wurde inSizracuse die schon stark verweste Leiche eines unbekannten Mannes , aus dem Eriekanql gezogen und begraben. -AuS der Beschreibung derselben in öffentlichen Blättern glaubte Frau Gatlen in ihr die Leiche ihres Mannes zuerkennen. - beschickte vier alte Bekannte desselben nach Syracuse, welche die Leiche wieder ansgraben ließen und sodann übereinstimmend sie als d!e des John Gatten bezeichneten. Frau Gallen . verlangte nunmehr von den beiden . Versich.'rungsgejellfchafte die Auszahlung der VersicherungSsum men, erhielt auch vergleichsweise von der Melrspolitan" die Hälfte der Ver sicherunz. Die andere . Gesell jchrft ließ es auf einen Prozeß ankomaien. der damit endete, daß sie - den wirklichen John, Galle.) als lebendes Beweisstück gegen die -Behauptungen seiner vermeintlichea Wittwe dem Gericht in Oswezo vorführte. " Die , Ge 'ellschaft hatte ihn als Arbeiter in Syracufe aus sindig gemacht. Seine in ihren ErWartungen getäuschte ' Frau ließ 1 ihn. wegen böswilligen rsasiens seiner, Familie verhaften, ',".. : " 1 " :;;':,;:!;; - .t i!; 'sC?' 9 !' ":: : ;'" ;;"4 ': ' 4. Auf Pi'rposten: lugust'erb Telcpon;g , 7 Monumente und Grabsteine in großer Auswahl und zu billigen Preifen' bei August Diener, No. 243 Ost Washington Straße. ) : , " ,
Vom Auslande. In Paris bat man ti einigen Jahren eine ausgesprochene Vorliebe für exotische Persönlichkeiten, selbst wenn sie nicht amerikani'che Millionäre oder russische Krösusse sind. Der freie Kosak Aschmow, chie spanischen Stierkämpfer, ta selbst die Eseltreiber von Kairo wissen von ihrem Glücke zn erzählen. So erscheint es denn auch mcht übermaßig wunderbar, daß der unzarische Zigeuner-Musikant Pattkarnö Ferko dort, wo er im Grand Cafe coneertirt. das Herz des Fraulews Alice Marquis, der Tychter des erzreichen ChocoladenfabrikantenMarauis. erobert hat; sie verließ das elterliche HauS und lebt mit dem Zigeuner, den sie mit allem möglichen LuxuS umgiebt. Patikarus muß aber trotzdem geigen, da ibn fönst die Familie Marquis als beschlftigungsloseS Individuum ausweisen ließe. Der Zigeuner hat aber in Un aarn eine legitime Gattin, die Tochter
.des bekannten Musikers Berkes. und zme Kmoer. die im grokten liiend leben. Jüngst traf nun die Frau mit ibren Kindern in Paris' ein und bat ihren' Mann flehentlich, seine Geliebte Xii verlassen und sich wieder mit ihr zu vereinigen, doch PatikaruS wollte nichts t .(-. mc ii i s.: oavon wlnen. mnzz uomon iam wie Frau ln'S Grand Cafe, wo auch Fräulein Marquis anwesend war. Während einer Pause deS Concerts erhob sich die Gattin des Patikarus und erzählte laut ihre Geschichte. Man verstand sie freilich nicht, da sie ungarisch sprach, aber ihre Gesten verriethen um was es sich bandle. Patikarus begann mit der Wüthenden zu streiten, die endlich aus Fräulein MarquiS losging und sie mit dem Sonnenschirm schlug. Pstlkarus die Antwort nicht schuldig und prügelte die Gattm weidlich durch. Der Skandal nahm erst ein Ende, als es nach schwerer Mühe den Kellnern und einem Polizisten gelang, die Frau an die Luft zu setzen und zur Polizei zu bringen. Vor Kurzem w i e j,r Pester Lloyd erzählt. Graf Münster in den Siebenbürger Alpen bei Bistritz aus Bären gezagt. Der Graf das Pester Blatt scheint, ohne es ausdrücklich auszusprechen, vorauszusetzen, daß der deutsche Botschafter m Paris der kühne Alpenjäger ist. was wir aber angesichts der. 71 Jahre deS Diplomaten denn doch noch bezweifeln möchten besitzt daselbst ein Jagdgebiet, welches mehr alS 50,000 Joch umfaßt. Fünf Tage währte daS von Hunger und Durst nicht eben angenehm unterbrochene Waidmannsvergnügen, allein für . die Stra pa-en fand der Graf reichliche Entschä digung durch das ' schöne Ergebniß der Jagd. Graf Münster brach! nämlich vier Bären zur Decke. Bei einem Anlasse schwebte das Leben des kühnen JagerS in hoher Gefahr. Sein Führer glitt hart, a.t dem Rande eines Abgrundes auS und klamme t' sich an feinen Herrn, den er im Sturze mit sich riß : zum Glück stürzten Beide nicht tief und so war ein ernster Unfall nicht zu be klagen ' Ein entsetzliches Brand Unglück hat eine der angefehensten mitten der Stadt Luxemburg in tiefe Trauer versetzt. Die junge, rüstige Ehe frau eines dortigen Industriellen. Herrn Noveau-Printz. zündete den Gaskoch Herd in der Küche vermittelst eines Stückchen Pavier (Fidibus) an, um dem abreisenden Gatten ein Mittagsmahl zu bereiten. Die Dame warf den Fidibus ,auf den Boden und achtete nicht mehr darauf. Plötzlich, fing das. Schlepp kleid der Dame Feuer und' im Nu brannten sämmtliche Kleider der laut um Hilfe rufenden Frau. Die herbei geeilten Personen machten alle Anstren gangen und es gelang auch, die Flamen zu bewältigen," leider zu spät,indem die unglückliche Frau, Mutter von vier Kindern, am nächsten Morgen ihren furchtbaren Qualen erlag. Heringesfen als Strafmittel, daS ist die neueste Erfindung der russischen Beamten in den Gefängnissen Sibiriens. Man wendet es vor allem gegen diejenigen Deportirten an, welche keine Geständnisse machen und ihre Mitschuldigen nicht nennen wollen. Das fortwähreude Essen schärf gesalzener Häringe soll, nach den Aussagen einiger Gefangenen, zu den ärgsten Torturmaß regeln gehören, die jemals erdacht worden sind; Daumschxauben, Halseisen und sonstige Folterwerkzeuge sind l armlose Dinge dagegen. Der Sträfling wird in eine gutgeheizte, möglichst enge Zelle gesperrt und erhält keine andere Nahrung als-Salzheringe, selbst das Übliche Wasser und Brod" wird ihm entzogen. Der Dürft ist ein böser Peiniger. und wenn der Gefangene wieder der Untersuchungscommission vorgeführt wird, ist er so mürbe gemacht, daß er noch mehr aussagt, als man von ihm verlangt. Wenn ihm dann nach der langen Heringsperiode zum ersten Male wieher ein frischer Trunk Wasser gestattet wird, faßt ihn vor Gier der Schwindel und ein förmliches Fieber schüttelt ihn. :' ; ,; .. Am "l. October hat sich die Zahl der preußischen Städte um eine vermindert: die Stadt Wilhelmsthäl im Kreise Hadelschwerdr hat in diesen Tagen die Stästeordnung aufgegeben und iftlznden Landzemetltden übergetreten. ES zahlt nur noch etwa 650 Einwohner, dennoch ist eS nicht die kleinste der vreubischen Städt e gewesen. Dies ist Lagow im Kreise Ost Sternbergimit 450 Eins wohnern. ür - diese Städte ' sind die Bestimmungen der Städteordnung nicht berechn; vielleicht bestimmt die neue Landgemeinde Ordnung einen größeren Theil der Zwergstädte es gibt noch eine ganze Reihe mit weniger als 1000 Einwohnern, -. sich in Zukunft als Landgemnnden zu betrachten. Ebenso zweckmäßig wäre eS andererseits, daß die großen Landgemeinden, welche naÄentlichHn,BerMSHeWerlins den? JMst sind, die Städteordnuna ' annähmen. ' O Tn.ean.:s. x : a..t:.Hi aiciücriar im r e Nuororl (nach der letzten Volkszählung 20.200 Einwohne beantragt. Einige Vororte von Berlin werden balo nachfolgen, zunächst wohl SteglitzKelcheszsogar'von' der,Regiei rung dazu aufgefordert ist, und Pankow. -BS iiillcii'E'lifl E'Z!iAT!A!s!!!!B!' W tederum ist von ! e t n e m für die Mannszucht im englischen
yeere oezeicynenoen Borzau zuoertchien. Die Schaluppe des vor Southampton liegenden Wachtschiffes Jnvincible" segelte dieser Tage mit 3 Osficieren und 40 Mann nach PortSmouth, um Vor rathe zu holen. Da es unmöglich war, noch am Abend zurückzukehren, war
der Mannschaft besohlen, an Bord zu schlafen, obwohl es- keine Schlafkajüten auf der Schalnppe gibt. Die Officier: blieben die Nacht über auf dem Lande, Während der Abwesenheit der Öfsiciere zerschlugen die Leute, um ihren Aerger auszulassen, das Glas des Manome ters, einen Theil der Maschine und stri chen den Kessel in verschiedenen Farben an. Die Schaluppe mußte ausgebessert werden. 'Bei der. Ankunft auf dem Jnvmcible5 wurden sechs Mann ver baftet. In Wien feierte Eduard Sacher sein 25 jähriges Jubiläum als GastwirT Sacher ist für Wien, was Borchardt für Berlin. Ä'er im Winter die Früchte und Gemüse d's Frühlings und Sommers sucht, geht zu Sacher ; wenn er allein ist, in einen der Säle, wenn ' in Begleitung einer schönen Freundin kommt, in eines der zahlrei chen 'kleinen, mit orientalischen Teppi chen und funkelndem Krystall gefüllten Zimmer. Eduard Sacher ist der Sohn des alten Sacher., des ColumbuS der Sacher Torte. Die Sachers sind also eine Cukinar-Dynastie. Eduard Sacher, der m seiner Jugend Soldat gewesen, fing klein an, er und sein Geschaft dehnten sich aber gewaltig aus. Das Delikatessen - Geschäft wuchs zu einem großen Hotel und zwei Ableger im Prater. Eduard Sacher ist auch ein wohlthätiger Mensch für die Mitarbeiter des Standes und das schuf ihm die Freunde. welche ihn feierten. Man könnte ein Buch' schreiben über' das Etablissement Sacher, dessen sale und Zimmer! Dort weilte Kronprinz Rudolf so g?rne, speiste Caviar und trank Cognaa rnousseux; dort gab König Milan seine kleinen Feste, bei denen sein Lieblinczswein, Jobannisberger, die Flasche zu 18 Gulden, nie fehlt r te, dor Doch genug für ein Briescyen. ' Man .-- w - tr - t-ttM.- im wuroe uorigens eine iai,a?e uelnung haben, wenn man glaubte, daß man bei Sscher nicht auch lächerlich wohlfeil essen kann. Zwischen 12 und 2 Uhr Mittags kann man deieumren: Eier speise. Braten mit Gemüse, Käse oser Omt, alles das um den Preis von elnem Gulden. Man kann dazu Bier trinken oder vortrefflichen Wein den achtel Liter um zehn Kreuzer, der, gewässert, t r f i t v rm vorrressiiq zcomenr. ( vt. Wien-" Tageblatt.) AuS Prag wird aemel det: Am 6. Oktober feuerte auf dem Josephsplatze em. junger Mann zwn Ächue gegen nch' ad und stürzte blut überströmt -zu Boden. Man fand bei k. n - i n t .v .-. f."? ; "-. oem ko.msuoerorujngeneine xegmma tions-Karte, ausgestellt von dem Her ausgebe? des Jllustrirten Centralblad tes" für Gesundheitspflege in Wien Der Name des Lebensüberdrüssigen t t r i ? t n i . taurer uaxi vlaon cn, Zugletcy tans man bei ihm einen Brief, welcher mit folgendem Satze beginnt: Höhere An sichten bestimmen"mich, aus .dem Leben zu scheiden. : Welchen Werth kann es überhaupt haben, wenn ein Fingerdru f genügt, es aufzuheben? ES ist nich mehr werth, als dieser Fingerdruck.Weiter nimmt er in diesem Briefe von feiner ln Wien lebenden Mutter Abschied und ersucht, daß man eine bei ihm sich vorfindende Novellette in der' Politik verössentliche'und aus deren Erträgniß fein Leichenbegängniß. bezahle. Diese Novellette wurde thatsächlich bei ihm gefunden und" behandelt, wie er. in dem betreffenden Briefe angibt, sein bisheriges Leben. Er wurde in da? allgemeine Krankenhaus Überführt, und es ist, da die Verletzungen nicht lebens gefährlich sind, Hoffnung vorhanden, daß er mit dem Leben davonkommen werde. - - Vo n derZreigeb'ig k ei t und dem Gemeinsinn des verstorbenen ersten Lord des Schatzamtes, W. H. Zmith, werden manche hübsche Züge er zählt. Als sich bei der Barinz.Hrisiz die Geranten zum ersten Male versam. melten, sagte der Gouverneur der Bank von England. Lidderdale, zu Mr. Zmith. er fürchte, daß Smith den Umfang der Krisis nicht ganz würdige. Zmith antwortete, er sehe iön klar: .Wenn Geld diese Krisis abwenden kann, so bm ich bereit, 100.000 Pfund Sterling aus meiner Tasche zu geben." Das Anerbieten wurde allerdings abze lehnt. Für Krankenhäuser und Kirchen hatte der verstorbene Minister ' stets eine offene Hand. Die Zahl der von ihm alljährlich mit bedeutenden Summen unterstützten Hospitäler über?chreitet daS Dutzend. " Von den 46,000 Pfund Stcrlm7.,Mti:ienendte. . neue Kircke in Portsea gebaut wurde, hat W. H. Smith 28.000 Pfund Sterling beigetragen; - daS geschah jedoch bis auf offen zugestandene.: 500, Pfund Stex ling im Geeeimen, und erst nach seinem Tode ist es bekanntgeworden,' daß er der Geber gewesen. " ' ' f - . I m'- Äa ch'st'en '.Da h r'e'' felerj Ludwig Kossuth seinen 90. Geburttag. In den Kreisen der ungarischen Unabbängigkeiispartei , beschäftigt man sich, wie deren Organs der Pesti Hirlap" meldet,' bereits jetzt mit dem Plane, aus diesem Anlaß irr großartige De' monstration: für Kossuth in Scene zu setzen. Untere den ausgetauchten Vor schlügen befindet sich auch der daß die Jurisdictionen Kossuth als National geschenk ein Gut in Dabas kaufen sol len, wo die Eltern Kössuths begraben sind und wo Kossuth den Wunsch aussprach,' selbst auch begraben zu werden. - E t to as W ahre s muß d och a.: der bekannten Wahrheit im Wein sein, denn sonst würde daö kluge Welt kind den Rausch nicht so sehr meiden. ? ' e i st r e i ch e F r a g e. Eitthei, ,M!fer(zUkineMFrem Strich am,' zweiten Stockwerke Ihres GasthofcS zeigt, wie hoch das Wasser bei der letzten Ueberschwemmung stieg." Frem: der:' Und derben Strich machte, ist de, nicht ertrunken?-, ', 'm0x :til d'rA n t wo r.t. Eng länderdkr,,nadem "renMafeDla'genomm über eine Stuhllehne legt) ZSKellnerA Becsst?: Kcllnkr: Deutsch oder eng ;K5a KellnerÄ EngUjch ist robl ! ,-, ;ifi!ieiiifii'!i: iHflil'i'lT ii'iiäiM.uiVf.ii: & ,;iit,,:Si
Eisenbahn- Tabelle
Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depol, Indianapolis., Vandalia. Abgang Pogzug 7 L Vm I I M Vm 1 0 Am 4 M Am ixpre Expreß . Accomodatlon Expreß Erpreß 4 w "M m 11 00 92m 3WNM 4 15 Vm 10 00 Vm 2 60 tm 5 20 Vm 7 45 Nm Ankunft Erpreß Expreß Accomodätion Expreß Schnellzug Accomadation Cledcland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clevcland Division. Abgang Expreß Ä) Pm Expreß 9 35 Sin Expreb.. .' N 45 Vm Limited Expreß 3 20 Nm .Expreß 45 Nm Ankunft Exvreß ?V0Dm Expred .. 11 10 Tm Limited Expreß H 55 Vm Expreß 5 0 Nm Expreß 1050Nm St. LomS Division. Abgang Expreß 7 3 Vm Limited Erpreß 12 03 9h . Expreß , 5 20 Nm Expreß, täglich 10 55 Nm Ankunft Expreß täglich. 3 2 Vm Erpreß 9 25 Vm Limited Expreß.. 2 55 Vm Expreß......... 6 20 35m Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodatlon täglich 705Vm .Accomodätion 10 55 Vm ' Postzug 3 00Nrn Accomod. (nur Sonntags). 50011m Accomodätion 6 45 Nm Ankunft- Rushville Accomodation.l0 35 Bm $Mua. 1150Vm Jndls Ace. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodatlon 5 00 Nm Accomodätion 10 45 Am Schnellzug. 12 15 Vlm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodätion . ...... 7 10 Vm Scknell'Post 12 01 Am Lafayette Accomadation 5 15 Nm Schnellzug 12 M Dm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Accomodätion . . .10 45 Vm Schnellpost 2 50 Nm Accomodätion 6 15 Nm PcorZa Division westlich. Abaana Erpreß 7 45 Vm Erpreß.. 12 03 Nm Danville Accomodätion.... 5 05 Nm Expreß.- : 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodätion. ... 10 40 Vm Expreß 2 40 Am Expreß ftNNm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Accomodätion 5 30Vm Expreß . . 3 05 Nm Ankunft-Expreß ..llVm . Accomodatio.i m Vm Expreß..... 10 30 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß ............... 7 15 Vm Erpreß I 20 Nm Erpreß 7 00 Nm Schnell.Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 20 Vm Expreß......... 10 30Vm Erpreß 2 50Nm Expreß 6 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und . St. LouiS. i. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vm ColumbuS Accomodätion.. . S 00 Vm Erpreß., r... 3 00Nrn Nlchmönd Accomodätion. . . 4 00 Nm Expreß 5 30 Nm Ankunft Richmond Accomodätion 9 00 Vm - Schnellzug 11 40 Vm Expreß... 4 .12 50Nm Accomodätion 3 45 Ä!m Expreß... 50Nm Expreß.... 9 w Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß .....IlMVm Expreß ....11 30 Nm Ankunft Expreß 3 30Vm Expreß.... 3 45 Nm ' Louisville Division. " . Abgang-Erpreß 3 40 Vm Louisville Accomodätion.. . 8 00 Vm Schnellzug.' . ........ 3 55 Am Accomodätion.. 4 3) Nm Ankunft Accomodätion . : 10 25 Vin Schnellzug ........ .1100 Vin Accomodätion 6 00Nm Spezial täglich 10 50 3im ; . : - . . Cincinnati, Hamilton und Indiana- . Ms.' Abgang Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Vm Expreß.... 3 00 Nm . Expreß...... 3 30 Nm Expreß.. 6 30Nm Ankunft Accomodätion 9 15 Vm Expreß.. 11 15 Vm v . Expreb 7 45 Nm Expreß. ., . . ; . 10 55 Nm ; Expreß. ; . .............. 12 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Expreß . 7 30 Vm , VincenneS Accomodätion. .. 4 10 Nm Ankunft Vincennes Accomodätion! 1 00 Nm " Expreß. . ,,, 1 .......... 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß ... . .... 6 Z0 Vm - - Expreß . ; - .1 1 45 Vm Expreß ' ' -.. . . ...... ... - 6 45 Nm Ankunft Expreß.. ..... . .... .11 10 Vm - Expreß ........ v .500 Nm Expreß . . 10 50 Nm Indianapolis, Dccatur und Western Abgang Expreß . .. ........ .. 8 30Vm ca--. Schnell. Erpreß . . : . : i . 11 00 Nm f..kt tjL.U n. ,..,: - ,.,. Uw. . I z,ccvmolliioir . , . j i . 4 Hin lwuricu Vitpiep fc ; -,a m X5M Accomodätion . i . 10 10 Vm '?';' i , ai" 4 45 Vm Louisville, New Älbany und Abgang Expreß .V. . i :i..,,i'5;i2''40 Vm i inreii:iÄiri3o.fent: Monon Accomodätion ..... 5 20 Nm :AnIunftSEprc;':i:j'V4,.:T,.,::s . ' Monon Accomodätion ..... 10 40 Vm . ' .::Crre:.l :m:MjMm:z:... . , x, bete ma, br joh : oodw!,l ras. S.Wtt urk fur n. Krwler, yoa nur mut nuki anuk h..,t . ... tich yfjskliijr how tawu frm li t l (! .1 Itut .i.rt a-j ," Üuih Hl, all fr. In isrirtcf if .11 itf lit jr mnuiiu onlvt a raim.. rou r n . i l. m . wymw-w .iwiin . V, . IV tk. mvtk; ATI U nw. 0rtt w bCkk Irr Trjr wrik.r. H ,,, AnmUltinr w?kinr. KAtILT, PEkUfLY ltm.mr.'. KfKTRlTLAkit nt&U. AMnm vmw ca., rvwuwi, juuw
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ndiana ribüitc ist baö einzige Blatt in Indiana, wel ches die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht einer Partei ,Hder Parteiin, teresscn dämpft sie unentwegt für Freiheit u. Recht auf allen Gebieten deS LebenS. Die Arbeit deS Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirkcy wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur Niederdruck' enden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es. als moralische Pflicht empflnden Leser der Indiana Tribüne zu sein. DaS reichhaltige Sonntags - Blatt bietet eine Fülle. unterhaltenden Lesestoffes. Der Abonnements - Preis der täglichen Tribüne ist 12o des SonntagöblattS Je, . beider zusammen Z.I CtS., per Woche oder lZ3 Cts. per Monat. ' Durch die Post, versandt, kostet daß' Tageblatt HZ, daS SonntagSblatt " ' H2 per Jahr, beide zusammen ' S(Z in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig mt geführt. Eintrittskarten, i,,. - , - ,L '" - ' - ' ' ,i Quittungen. Constitutionen, A Rechnungen, Geschaftskarteu, ' k . - - 4 ' - , - ' " " ' . ,: Briefköpfe. . Zirkuläre, V,"wf "tP rauimc h. f n ' , ,. . : ., . . ' - .
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