Indiana Tribüne, Volume 15, Number 39, Indianapolis, Marion County, 27 October 1891 — Page 2
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Echo vor dreißig Jahren verlan t: Murawjew, der dil Amurgebiet für Rußland erwarb, eine nähere Verbinbun Wladiwostoks, dieses HasenZ am Stillen Ocean, dessen Weltbedeutung er mit ftaatlmännischem Blick erkannte, mit dem europäischen Herzen des Staa- . & C f . ? U9 euren eine Cljenoayn in ransoar falten. Dem Gedanken, der für die damalige Zeit kaum faßbar war, ift man der erst ernsthast naher getreten, als er sich im Jahre 1886 dem General Adjutanten Baron Korff und dem Ge nerak Grafen Jgnattem bei ihrer An Wesenheit in der paciftschen Provinz aufdrängte. Ueber die Bedeutung von Amurien und der Küsten Provinz, welche all das Hinterland , Wlsdimoftoks betrachtet werden können, hielt der.russische Oberst Wolofchinow vor der Geograydischen Gesellschaft zu St Petersburg kürzlich einen interessanten Vortrag, welcher Überraschende Schlaglichter auf ieneS verbältnißmäßig unbekannte Gebiet warf. Namentlich bob er darin den TheetranSvort. die Goldqewinnung im Ämurgebiete und die russische Ansiedeung hervor. Von den ,ft&- Millionen Pfund Thee, die aWhrlich von China nach Rußland eiZzeführt werden, qebt die Hälfte über JrkutSk. Diele bedeutenden Zxanh v,rte nehmen nur zu einem gerinqen Theil ibren Weg über das russische TranSbaikalgebiet; der theuere TranSvsrt durch die Mongolei wird vorge;oaen. Eine Eisenbahn durch Transbai salien wird dies ändern. Die Goldwäschen des Amurgebiets lieker einen von Jahr zu Jabr wach senden Ertrag, aber mangelnde Arieits kräste und schwierige Beschaffung von 'Nahrungsmitteln und Materialien verbindern zur Zeit die vlle Ausbeutung. Die Besiedelung des Gebietes durch die Russe ist bisher sehr gerinq. was man begreift, . wenn man bedenkt, daß der arme .russische Bauer, der die theure Seereise nicht bezahlen kann, zuweilen 12 bis 14 Jahre braucht, ede er durch die ganze Länge Sibiriens in seine eue pacifische Heimath gelangt. Indem Wolofchinow aus die große Bedeutung des wirtbschaftlichen Wett bewerbes Nordamerikas m Ostasien Kinweift. spricht er von dem Nride", mit dem man Rußlands vortheilhafte Etellung in Wladiwostok betrachte, und v,n den Versuchen der englischen Presse. China gegen den russischen Nachbar Rufzunachel. Eine Eisenbahn durch Libirien werde Rußland in die Lage setzen. China seine Macht zu zeigen, und dieses werde dann den Verlockun gen der Feinde Nußlands leichter auf bie Dauer widersteben. Aber auch für liefe Feinde selbst sei Wladiwostok ein leckerer Bissen. Pinnen sechs Jahren müsse die Verbindung mit Rußland hergestellt sein, sonst wäre eö leicht zu s?St. Held der rbett. ' T 3intrrr iri trtinrtrif 5j fY""'w"t . w " 119 ' sich ein Eisenbahnunglück. Die Station BurgoS liegt zwischen zwei Stationen, die sehr ähnliche Namen haben. Die eine heißt Quiutspalla, die andere Quinamlleja. Der mit Arbeiten überhäufte noch sehr junge Bahnhofsvorsteher ver wechselte die Namen dieser Stationen und gab nach einer derselben das Sig nal Bahnfrei- während er selbst eben den Zug nach dieser Station abgelassen atte. Ein schrecklicher Zusammenstoß erkolate. . t . Als beleuchtendes Beispiel treuer Pflichterfüllung steht der Lokomotiv' führn des gemischten ZugeS, Pedro Iac. der sich für die Insassen seines ZugeS ix vollem Bewußtsein opferte. Er sah den heranbrausenden Expreßzug und bremste sofort mit aller ihm zu Gebote stehenden Kraft, die in dem Augenblick übermenschlich sein mußte da er den Zug fast zum stehen brachte als der entgegenkommende ihn erreichte., Der Steh wurde dadurch so gemildert, sa außer dem unglücklichen Jaca, der, em Bremsenhebel geklammert, zer wurde, fast Niemand Verletzun 81 davontrug. Der Heizer hatte die V hine vor dem Zusammenstoß ver las, Pedro Jaca wohnte - in Miran. del Ebro. Er dinterläßt eine "fmm MV fC t hunz die Königin sofort übernommen bat: der Wittwe hat sie vorläufig 1000 : Pesetas zum Geschenk gemacht. Der r i j. . ?i n l . w r u ;i ii ii k wl i mi i ii. ji iiii ucii. l;l r lil r-. il gennzqte zug war ganz mu teuren aus Äuraes besetzt, und es ist daher nicht zu verwundern, daß die, Stadt in ge- ,. i i 'fc. an-r v ttfTjCti uorenoer sxiijc ozn p jnuurcucji ajri t in hpr TifS?w Nsrius? sk!F?t? &trt . V am v j , w " r LeichenzäsgmH'Äurde,,in ganz außeriiitiUx f ! f fir di intkrbliebenen veranstalteten - W 4 1 . jS Uj 11. :.:'ll.4AWArt tltn RtS L,s, hnhfrt fefistnit ßrri solg.
Sie Vrotfrage In 'etttschlaud.
Nach wie vor beherrscht dieBrstsrage die öffentliche Discussion in Deutschland. Kommunale und kommerzielle Corporationen m?e öffentliche Vttsamm' lungen beschäftigen -sich mit ihr, theils direkt, indem sie zur Gekreidzollsraze selbst Stellung nehmen, theils indirekt, indem sie Nothstsndsmaßrezeln sür den kommenden Winter berathen. Beson derS bemerkenSmerth erscheint die Nach richt, daß auch der Magistrat der Stadt Breslau dem Beschlusse der Stadt verordneten-Versammlung deigetrelen s. nach welchem der Retchskanzler ge beten werden soll, den ReichNaa sofort ... ivniuvni vv 3 - vrtfv,,.: ,-,ftr i-
Suspension de! Getreidezööe zu beru. ! d.e körperllche uno gelge fen. Früher hatte der Breslauer Ma. ' &m M Kindes tft der Ingrstrat die entgezengesetzte Stellung 'le?es sehr empfehlSwerthen vertreten. Je näher der Winter heran j elner guten ge?chtchtll. rückt, desto dringlicher wird die Frage ! e DartteÄuug der ad.rzhg der Get eideMZuZpension. desto kon-! unv ErwadNUliz der neueste Ltteratur kreter werden auch die Erfahrungen. 3' fl. ."'Umr v dessen, welche die Magistrate über die steige i b öiwjjlee dea-. den Anfori r "ngen der Armenpflege, d e "Zt : LuN NHrung. arm.. Wasser. Hausväter uoer die dS Gleichgewich: Bdede,chaff.t)ett und bespricht dann im Haushalt störende Lebensmittel-, mze nen thenwt, des Ä rndes. . El ganzes ap:tel l,t der VtZ.'' laZt dazu: Ernährung um oer Miche allein ge. Dann wird vielleicht noch vor der pr- widmet und lamentarischen Berathung der neuen haschen D leuuag. das Jmpsen Handelsv nräge der Sturm gegen die und Zahnen Nemhaltunz der Zahne. Getreidezölle abermals und mit ver ebenfalls wlch lze Punkte ;n der wette ..k......-.i.,.:. n Entwickelung, werden emgehe.d
wird auch die Regierung nicht mehr in öer Lage sein, sich hinter optimistischen Ernteprophezeiungen des Reichs-Än zeigers" zu verstecken. Darzn wird man sie vielmehr auf die im Reichs-Anze,-uiiymy Vl uä ... iw.hu,. ger" selbst bereits zugestandene Thatsache des diesjährigen Brodfrucht- ' . . 7 . w ' I flHuVlwi. ErntedesizitS, auf die, inmitten aller 'a?n: tS auf ? inmitten all i Schwankungen, im Ganzen auf ihrer ungewöhnlichen Höhe verbliebenen Getrewepreise verweisen können. Das Neueste aus Berlin ist die Nachrich-, daß Landwirthschaftsminister v. Heu den sich demnächst von einem amerika nischen Abgesandten Vorschläge zur Einführung des MaiS an Stelle 'von Brodfrüchten in dem deutschen Konsum vortragen lassen will. Vor Monaten hat die Negierung den Uebergang des Konsums vom Roggen zum Weizen empfohlen. Sie hat aber damit nicht viel Erfolg gehabt, wie ihr von unserer Seite schon damals vorausgesagt wurde. Auch mit dem Mais wird eö ähnlich lehen. Solche Aenderungen des Kon imi lassen sich im Verlaufe ron Jat ?en vielleicht durchführen; aber für bie allernächste Zeit, der Getreideknappheit müssen die darauf abzielenden Versuche ohne nennenswerthe Wirkung bleiben. Die Politik der Regierung in der Brodfrage hat den ganzen Sommer über tarm bestanden, die kleinen Locker zu verstopfen, nur um das große Getreide zoll-Loch offen lassen zu können. Das umgekehrte System wäre rationeller. . Aremerka venS ZukunstShafen. Wie jetzt aus Bremerhaven verlautet, soll der Bau des neuen Hafens, wozu Bremen von Leber tt cl anze kauft hatr bestimmt int April nächsten Jahres in Angriff genommen werden. Im Auftrage des bremischen Staates weilten in der letzten Zeit zwei Bau techniker in England, w? sie die Einrichtungcn der bedeutendsten Häfen zur Verwerthung für die Vremerhioencr Neuanlagen in Augenschein nahmen. Die mit der Zeit veralteten vorhandenen Hasenanlagen konnten besonders den BeZürfnissen des Nordd. Lloyd nicht mehr genügen, die neuesten Schnelldampfer desselben haben einen zu gro ßen Tiefgang. In früheren Jahren bate man natürlich an die jetzt ein getreteuen riesigen Fortschritte im Schiffsbau kaum gedacht, die Folge davon ist, daß der Llo:)d einen Theil seines Schtsfsverrehrs nach Nordenham verlegen mußte, wodurch Vremerhaven einen nicht unerheblichen Einnahmeausfall erlitten hat. Der Pachtvertrag des Älordd. Lloyd mit der oldenburgi scheu Staatsrezierunz, bezüglich der Nordenhamer Pieranlage ist allerdings vorlaufig nur erst auf fünf Jahre ad geschlossen worden. Innerhalb dieser Frist dürste der neue Hafen fertig fein. Ist das der Fall, dann nwd der Verkehr von Norvenham weniger abhängig sein und sich gewiß wieder medr aui' Bremerhaven stützen. Will verkssugö und reichStreu fein. Toglelch nach dem Hinscheiden seines OhelmS hat der neue König Wilhelm II. von Württemberg die Zügel der Regie rung rgriffen. Noch am 6. Octobcr zu später Stunde veröffentlichte der .Staat-anzeiger sür Württemberg" eine von dem neuen König, und sämmtlichen Ministern unterzeichnete Kundgebung. In derselben gibt der König bekannt. Daß er kraft des Srbfolgerechts die Regierung angetreten und das unver. brüchliche Festhalten an der Versassung m einer fe'.eclichen, dem ständischen Ausschusse übergebenen Urkunde bei sei nem königlichen Worte zugesichert hab?. Das Manifest schließt mit der Aufföi. derung. dem angestammten Landesherrn die schuldige, Dienstflicht sowie Treue und Gehorsam willig und pflichtmäßig zu leisten und vernchert die getreuen Unterthanen der königlichen Huld und Gnade. ,-v' r: Ferner bringt der Staatsanzeiger" eine Ansprache des ' Königs an das württembergische : Volk. Ter König beginnt darin mit einem Rückblicke auf die ' gesegnete Regierung des Königs Karl und verheißt sodann, die Ver lassung zu wahren, die Gottesfurcht zu pflegen, den Armen und Schwächen ein Freund und Helfer, dem Rechte ein eifriger Hüter zu sein, seine Stellung als deutscher ölegent A n u n e r s ch ü tterl i'che r T r eue zu den Vertragen, welche das g roßc deut sche Vaterland begründeten, wahrzunehmen.-Die Ansprache schließt: Entschlossen in der Förderung d:r Wohlfahrt meines Landes das fcvchfte Ziel meines Lebens zu erblicken,' zahle ich aufl daS Vertrauen des nürttemberzischen Volkes, welches . allezeit treu zu lem angestammten Fürstenhause gestan?n, in t der Zuversicht, es werde ... m ir unter dcS Allmächtigen Beistand gelingen, meines schweren AmteS zu walten, zum Heil und Segen des ! engeren we deö aroßen deutschen Vaterlandes. Es
solge sodann noch Dekrete detrefjend eine dreimonatliche Landestrauer und eine Vcroronunz, durch welche der Zu
'ammentrttt der Stande am den Octoöer festgesetzt wird. - in gnteS Buch für Mütter. Die Gesundheitspflege des Kindes. Leik faden sür abgehende Erzieherinnen Lcn Hertha Meyer. 13 S. 1390. L. Ohmigtes. Verlag. Berlin. Unter diesem Titel ist soeben eine Schrift erschienen, welche deutsch-ameri-tanlschsn Müttern durch irgend eine ,bi. i.L...Vf.... . , . . - u,vus rven kann. 4- ÄNwenoung unieres yyg ienischen hr AR- ift WTish, tVIVHtVl)h Wll UfVt Vlt ViVU üdeö die Aesthetik des Kinderzimmers, sowie die Darstellung der geistigen und moralischen Heranvtldung des Kindes und wie dlezelbe in pasenoer Weise zu beeinflussen ist. Zum Schluß wer r V- ..j. .'iV ,V u guunuimi ranigeuen , Ttta. i nrti .f 4 i.l r .... -. . V i s Verhütung aufgeführt, zu welch letzte cen auch das Kapitel über Abhärtung. Türnen u. f. w. zu rechnen wäre. Da i Mchlein ist flott und verständlich g chr leben. BorntOs N?e fen äffe . , ?lus den Mitlheilungen des vielge reinen Naturforschers Professor Henry A. Äard in Nochester entnehmen wir Folgendes übe? die Orang-Utans der Insel Bornen: Der zu den Anthropoiden (Mensch: asfcn) . gehörige Orang-Utan (malai scdes Wort, welches Waldmensch bedeu tet ) ist in den ungeheuren Wäldern der Insel Borneo einheimisch. Er bringt fast fein ganzes Leben auf den Baum wivfeln zu. und sein besonders schlanker Bau. seine langen und wunderbar be wezlichen und kräftigen Extremitäten, seine colossale Geschicklichkeit im Sprin gen befähigen ihn für - diese Lebensart gan; vorzüglich, sodaß er selbst von den tckelschwanZaffen im Klettern nicht übertrossen wird. Schimpanse, Gorilla und Gibbon, seine einzigen Verwandten in seiner engeren Familie, stehen ihm bierin weit nach. Die Jagd aur den Orang-Utan ist mit großen Schwierig keiten sür den Weißen verbunden. Wohl hört der Jäger fast fortwährc::d im Urwald das Geschrei der hoch über ihm in den lustigen Baumkronen fiiy balgenden, zankenden und verfol genden Affen denn der Oranz ist, unähnlich seinen genannten mehr melanchollich angelegten und zur Einsam lett neigenöen Verwandten, gesellig und volygamisch , nur sehr selten aber bekommt er einen der braunen Schlingel zn Gesicht, geschweige denn zum Schuß. (yü, !?äui!g genug überschütten ihn diese mtt eii-em Hagel von- Früchten und Baumzw.'igen. sodaß der Jäger schließ !ich srob sein muß, mit einigen Beulen davonzukommen. Dann auch muß sich d.r Jäger bei seinen Streifzüzen an kcn K uüen-aum des Waloes halten. Treibt itn d.r Jagdeiier zu sehr in's Innere, so läuit er Gefahr, selbst zur Beute der Koi f äzer, der grausamen TaZakken, zu werden, bei denen eö bekanutlich zur nothu?endizen Vorbedingung für jeden junge Mann behufs Aufnahme in-die Keilen der Krieger gehört, daß er eine gewisse Anzahl Skalpe von den Schädein erschlagener Feinoe ausweisen kann. Eigenthümlich gestaltete Nester aus Blätiern und Zweigen, welche man hie und da zerstreut auf den Bäumen sin det, deuten stets auf das Vorhandensein oer Orangs. Diese Nester verursachten den Gelehrten anfangs viel Kopfzerbrechen. Jetzt weiß man, daß sich der Asse diese, laubenähnlichen Nester zum Schutze gegen die Fliegen und Stechmücken baut, die ihm sehr zusetzen, und zwar um sich hauptsächlich gegen die Jnsectcn vom Rücken aus -zu. decken. Da diise Ntst r sehr häufig sind, so hat ten sie anfangs übertriebene VorstelluN' gen von der Zahl der Orangs erweckt. Aber der Asse muß sich nothwendig nach wenigen Tagen wieder ein neues Nest bauen, denn unter der tropischen Hitze vernesen die Blätter sehr schnell und locken die Jnsecten nur noch in große ren Schaarcn herbei. In den Kämpfen mit seinesgleichen sucht der Orang regelmäßig die Finger seinks Gegners in seine Gewalt zu bekommen, um sie dann mit wüthenden Bissen zu zerfleischen. Auch vom Men schen in die Enze getrieben, greift er regelmäßig zn derselben Taktik. Fast jeder Affe bat deshalb mehr oder weni ger rerstümmelte ' Finzer, sodaß es schwierig ist, ein völlig unversehrtes Oranzsell zu bekommen. Die Hauptnahrung des Orang besteht in den kop''großen Früchten des Zibeth taumes, welche einen herrlichen Gefmack nach Psixsich, Erdbeeren und Birnen zugleich haben. Doch' wagt sie kein Weißer zu o.cn'.eßen weil sich am folgenden Tage ein Uebelkeit und Erbrechen erregender bitterer Nachgeschmack einstellt. - : Wenn es regnet, so lzält der Orang tie gekreuzten Arme, von deren haariger Oberfläche die Tropfen wie' von einem Dach atrmnen, schützend über den Kosf. ,., Der zweite gleichfalls zur 'Gruppe der Anthrcpziden gehörige Riesenaffe Bor -eos. ,edIch der kleinste dieser Fa t.:ili. ist der äußerst schlanke und zier uot Gibbon. Als Kletter- und Spring, künktler übertrifft .er vielleicht seinen g' oberen Vetter, den Orana. Auf
lallend an seim Körperbau ist der fast zwischen den Schultern siZende und des !.a!b auch beim Gehen des Assen auf allen .Vieren nach oben gerichtete Kopf. Orang und Gibbon gehören zu den in tclliaeititfUrt ' VMIt.f ' . - ' 'i,,,:-.
oüÄln ßkcaft und Wißoeglerse grenzt an s Fabelhafte. Der Orang zeichnet sich außerdem was ibn seinen Pflegern
bl sonders lieb und werth macht durch nne rührende Treue und Anhanglich' keit aus. Schade nur, daß sie dem zer srörenden. Emflusse des nordischen Kli mai so schnell erliegen und trotz sorg sä Um Pflege meist an der Lungen sckwiniucht zu Grunde gehen. Doch scheint der zierliche Gibbon immer noch die größte Widerstandskraft zu besitzen, wie es kenn im Berliner Zoelogischen Garten den Direttoren ?o inus und Schmidt gelungen ist, ein schönes ELeniplar nunmehr seit bereis sieben Jahren m gurem Zustande u erhalten. Auch der Gibdon lebt beerdenweise. welche viele gamilien begreisn, während d:e Orangs mehr familienweise auftre ten, bestehend aus einem männlichen Odrkaupt und etwa zwölf Weibchen Alt ihren Jungen. . vom Inlands. Der Wahnsinn bei inst populären Schauspielers George S. Knight ist m ein hoffnungsloses Sta dmm getreten. Seit vier Jahren besin det er sich in einer Irrenanstalt zu Phi ladelphia. . . An der Spitze der öffent lichen Schulen in Bangor, Me., steht Frl. Mary Snow als Superintendentin und es wird allgemein zugestanden, daß sie befähigter ist. den Posten auszufüb len. als irgend ein Mann, welcher den selben vor ihr bekleidet hat. Major JohnWilliamSvon Energy in Mississippi ließ an sich in letzter Woche in seinem 95. Lebens jähre die Taufe durch zwei Baptisten Prediger vollziehen. In einem Stuhle sitzend wurde "er unter's Wasser ge taucht. Judson Smith. Professor der Theologie, erklärte kürzlich der amerikanischen auswärtigen MissionS con mi'sion, daß noch immer mehr als die Halste der menschlichen Rasse Hei. den seien und deren Zahl in den letz ten hindert Jahren sehr wenig abge nommen habe. Der ehrwürdige Herr machte durchaus keine Anspielungen aus die einheimischen Heiden. ' Farmer H all von C.lay County. Ala.. hat eine 'merkwürdige Familie. Er ist 6 t Jahre alt, hat memals SchnapS gekostet oder Tabak gekaut. Er war zweimal verheirathet und ist Vater von 27. Kindern: ächt Knaben und acht Mädchen stammen aus der ersten und sechs Knaben und fünf Mädchen aus der zweiten.Ehe. Sechs zebn seiner Kinder sind am Leben, Zwillinge wurden ihm zweimal gebo ren, die er'ten waren llnaben, die zwei ten Märchen. Eine Art von bituminö. iem Zelsgestein, welches an verschiedenen Plätzen in Californien zu finden ist. wird sehr viel in jenem Staate zum Pflastern der Straßen gebraucht. Die ses Pflzft.'r kommt dem AsphaltPfla ster ziemlich gleich, welches in östlichen Städten gebraucht wird. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Mate Italien ist der, -daß das Asphalt ein ans Er)pech un) Sand fabricirter Ar tikel ist. während jenes Felsgestein that sächlich dieselben Stoffe, ourch die Na tur vereint, enthält. Wunderdinge bringt die Elektricität zu Wege. Jetzt hat man es mit ihrer Hilfe so weit gebracht, daß man das Wachsen dcS Salats beschleu nigen kann. Tie landwirtschaftliche Versuchsstation der Cornell-Universität theilt Folgendes über den Einfluß des elektrischen Lichts auf das Wachsthum der Pflanzn mit. Ein Gewächshaus wurde durch eine dichte Bretterwand in zwei gleiche Tkeile getrennt. Auf der einen Seue ließ man die Pflanzen sich in natürlicher Weise entwickeln, auf der anderen Seile dagegen erhielten sie a7er dem 5onnenlich:e am Tage elek irisches Licht in der Nacht. Die Folge daron war eine Beschleunigung der Pftanzenentwicklung. Jemehr sie dem elektrischen Achte entgegenstrebten. desto schneller w!-chsen sie. Grüner Salat, oer auf diese Weise behandelt wurde, konnte zwei Wochen früher "verkaust werden, als jener, welcher sich nur des Sonnenlichts zu erfreuen hatte. Sioux City in Iowa hat sein ör itefest bis auf die nächste Woche aus. gedehnt, .da bei dem bisherigen schlecht tcn Wetter und den schlechten Land straszen den Farmern die Lust zu einer Ausfahrt vergangen zu 'sein schien. Hochinkereilank ist, der Maiskolben'Pa 'ast, eine großartige Anlage, welche vor künf Jahr: n. von unternehmenden Bür gern ersonnen und von Jahr zu Jahr verbessert worden ist. Der dieS-ahrige Palast ist geräumiger, als ein jeder seiner Vorgänger und hat tzö0,000 gekostet. Ec ist 330 Fuß lang, L83 Fuß hock und 150. Fuß. breit. 1,200,000 Fuß Holz wurden zum'Gerippk und 40.000 Buihel Maiskolben zur äußeren Ausschmückung gebraucht. An der letz teben waren 350 Männer und L13 Frauen thätig. Die Kosten des ganzen Ausschiiückungsmatecials, Mais, Gra ser u. s. m. beliefen sich auf tz8,700. Die Stadt Montg omery in Alabama ist mit Baumwolle förmlich überschwemmt. Mlle Nebenstraßen, welche zu Baumwollspeichern und Pres fen .führen, sind mit Baummollballen vollgepackt, deren Inhalt im , Augenblick nirgends anders untergebracht werden kann. Di? diesjährige Zufuhr übersteigt die in früheren Jahren um 2,000 Ballen Tie Eisenbahien lehnen die We terbeförderunz unters den - gewöhn lichen Bedinzungen ab und in dea Pres sen befinden sich schon jetzt 10.000 Bal len me'zr als gepreßt werden können, obwohl die städtische Verwaltung die Verordnung gegen das Baumwollpres. fen nach Eintritt der Dunkelhei- ankge hoben har. Der Grund der Ued.-. i U lunz liegt nicht in einem außergewöyi.t,ch großen Ertrag e, son h e r n d arin, d a ß infolqe des s bönen Wetters das Baum wollpflücken dem in früheren Jahren um 'sechs Wocben voraus isWM" i . V"'' S.t:r3- ivlMMh'- & W i l l a r d G. John son vom Ver. Staaten Geographischen Vermes. sungsbureau. welcher einen Gletscher in den Biz Horn Lliountains", von Woo. tning entdeckte, glaubt, daß er auf sei ner letzten Forschungötour in jenem Gebiete weiter vorgedrungen sei, als irgend ein anderer weißer Mann vor
iüm. Der Berg, von delsen.GtPset aus er den Gletscher sah, war 13,500 Fuß doch; er hat ihm den Namen Clous Leak" gegeben. ' Als Johnson die höchste Spitze des Berges erklommen hatie, brach der Gletscher vor seinen Aa ,ea aus und breitete sich auf seinen Feldern vor ihm aus, welche vielleicht fünf Meilen lang waren und sich bis zu einem See ausdehnten, der dreiviertel eile davon entfernt liegt. An einem Punkte auf dem Gletscher war ein stei ler Abhang von tausend Fuß. sodaß man einen stein in den See unterhalb sollen lassen konnte. Eine ganz infame Miß Handlung ist einem deutschen Arzt in San Salvador widerfahren. Dr. Hermann Prowe. der seit den letzten sechs Jakren in jenem Lande pra'tisirt hat und dem von der Regierung wegen ausgezeichneter Dienstleistungen im letz ten Kriege eine goldene Medaille ver liehen worden ist. wurde in einem Hotel der Hauptstadt vom Gen. Ruiz Pastor, einem Spanier im Dienste der Armee von Salvador, geohrfeigt, während er von Pa 'tors drei Adjutanten und vier Polizisten festgehal:en wurde, so daß er sich nicht vertheidig?' konnte. Dr. Prowe hat nun einen Schadenersatz anspruch von lünfhunderttausend Dol lars gegen die Regierung von San Salvador wegen öffentlicher Veschim pfung geltend gemacht und diesen Anspruch dem deutschen Gesandten Herrn von Bergen in Guatemala mit der Erklärung übergeben, daß er nach Zahlung der Schadenersatzforderung die Hälfte der Summe dem Hospüal in San Salvador und die andere Hälfte d.'m Hospital in Santa Tecla überlie kni wird. Dr. Prowe verlangt außer dem, daß Gen. Ruiz Pastor auö dem Dienste-dec Armee entlassen wird. - Jobn D. Rockefeller. der ein giößercS Jahreseinkommen bat, als irgend ein anderer Mann in Amerika, bai im letzten Sommer Alles auigbo ten, um seine zerrüttete Gesundheit wieder derzustellea. Er hat vier Mo nate auf seinem Landgut in Ohio znge bracht und mit seinen Leuten gemein schasllich daS Land bestellt und die Ernte eingrheimst, in Hemdsärmeln und Ueberhosen hat er "gepflügt und gepflauzt, tagelang Holz gesägt und auf der Landstraße in feinem Tomnship Erde gejchauielt. Vielleicht würde er Millionen darum geben, wenn er die Gemndaeit rines einer armen Arbeiter eintauschen könnte.
Vom Alande. Beim Amt S geeicht ,n Frankfurt a. M. ist zur Zeit ein um fangreicher Proceß anhängig, zu dem eine Behauptung den Anlaß gegeben hat: Frau Justitia wird sich eingehend um die feuchtfröhlichen Schicksale eines Cylinderhutes zu kümmern haben. Be ging da im verwichenen Sommer ein Frankfurter Verein zwar keine Misse that, wohl aber ein Waldfeft. und um die Stimmung zu erhöhen, machte sich ein Mitglied den ebenso geistreichen wie beliebten Spaß, seinem Nachbarn die neue glänzende Dohle einzutreiben. Absonderlicher Weise nahm der Eigen thümer des Chapeäu clacque wider Willen den .Scherz nicht krumm, er machte vielmehr , süßsauere Miene zum bösen Spiel und lächelte gezwungen, beim allgemeinen Bravo, das auf die niederdrückende Handlung folgte. Daraufhin wurde die Ang'ströhre zum Zielpunkt des allgemeinen Interesses. Man durchbohrte den feinen Bibi, zog eine Schnur durch des Deckels Centrum, band die Schnur an einen Stecken, taufte den so hergestellten Waldteufel zum Ueberfluß mit Aepfelwein und ließ ihn schnurren. Und der vormalige Be sitzer des einst so strahlenden Hutes be tonte in längerer Rede, wie er doch am meisten zum Vergnügen des Vereins beigetragen habe, denn ohne ihn und seinen Cylinder hatte es keinen rechten 2paß gegeben. Der Tag verging, die Aepfelweingeister verstoben, und nun verlangte der Mann mit dem Hut, oder richtiger: der Mann ohne Hut, Ersatz für sein Eigenthum. Die Gesellschaft wollte davon nichts wissen, und so kommt es zum Pro.eß, in wel chem so ziemlich alle an dem Waldfest beteiligten Mitglieder des Vereins behufs Feststellung "des Thatbestandes aufmarfchiren werden, während auf dem Tisch des Hauses, der vielerfahrene Cylinderhut, verhänanißvoll gleich dem Hute Geßler'S, eine'stumme vorwurfsvolle Anklage erheben wird. Aus Paris wird berich tet: Der vielgenannte chinesische Gene ral Tscheng Ki-Tong war unter der Pariser Straßenbevölkerung durch eine Antwort populär geworden, die er einem Fiakerkutscher gäb welcher ihn we gen seines ZopfeS und seiner gelben Haut verhöhnte, "E!,, va donc, Collignon!" warf der Chinese unter dem bellen Gelächter der umstehenden Rosse lenker zurück. Collgnon ist der Name eineS Kutschers, welcher einen Fahrgast vor Jahren abseits geführt und ermor det hatte, und' daraus bildete sich ein geläufiger Spitzname, den- besonders die OmnibuSkuischer von ihrem hohen Sitze herab ihren Fiakerkollegen gern zurufen. . Nun scheint der Sohn deS geschlagen NegerkönigS Ahmadu. wel. feit zwei Jahren in Paris erzogen wird, auf ähnliche. Weife eine Pariser Figur werden zu wollen. Der 14jährige, ebendolzschmarze Abdu Lahi, welchen der Oberst Archmard einem bekannten Jngineur anvertraut hat, - ist über die Anfänge hinaus, in denen er, wie ein junger Tiger, den Leuten, die ihm miß sielen, an die Gurgel sprang und nur an'S. Ausreißen dachte. . Herr de SaleS läßt ihn manchmal allein ausgehen und so lustwandelte der kleine Prinz jüngst m der Avenue deS TerneS.' Ein Kneipwirt h. der vor seiner Thüre, stand, grinste ihn an: .Wohin gehst Du, schlecht Gebleichtes ; mal blanchi ) ? Abdu LaHi sah ihn auS seinen großen Augen zornig an und antwortete mit dem reinsten Pariser Accent: "Vou" (Gaffenstrolch). DaS hatte der Vorstadter flichi erwartet. .WaS sagst Du, Chokolade,ohne?Rahm?sch der Sohn Ahmadu'S wiederholte noch 'energischer "Voyou". Jetzt fiel der Wirth über den Negerprinzen her und walkte ihn durch, so daß Abdu-Lahi mir Beulen ü Herrn de "SaleS zurückkam. Dieser machte dato) Anzeige, der Wirth wurde zum Polizeikommissär
deichteden und wird gencytticy-detangr werden. Neber die neuentdeckten Fresken in der Kirche Maria degli Anzioli neben dem Hotel du Pare in Lugano wird berichtet, daß dieselben wahrscheinlich nichtvon Luini herstam-
men, sondern älteren Datums fein dürf ten. Luini selbst wirkte zwischen d. I. 1500 und 1530. Die Bilder nehmen die zwei Seitenwände einer kleinen sogenannten Kapelle rechts von dem gro ßen berühmten Freskogemälde Lüinis, r,a Crucilissione" ein. Der Sakri ftan berührte beim Abstauben zufällig mit dem Besen eine lose lialkschicht, welche herunterfiel und unter, welche eine Madonna, auf dem Esel reitend, zum Vorschein kam. Es scheint die Flucht nach Egypten vorzustellen, aus weiteres Kratzen kamen dann noch zwei andere Bilder zum Vorschein. Sie scheinen vom Boden bis zur Treppe zu reichen (etwa 11 Fuß hoch). Da die anderen Fresken nur in Bruchstücken 'ichtbar sind, so kann man noch nicht mit 'wißheit wissen, was dieselben vor ..eilen. Zeichnung und Färbung wei chen von der des Luini ab, obwohl auch hier große FormettschSilheit vorherrscht. Es sind von der Regierung tüchtige Fachleute aus Mailand bestellt worden, welchen die Bloßlegung und Restaura tion der Fresken anvertraut werden wird. Nach .Western Electrician sind gegenwärtig in' der Welt 325 elektrische Bahnen mit etwa 4000 Wagen und. 7000 Motoren im Betriebe. Die Geleislänge beziffert sich auf etwa 4Ä00 Kilometer, auf welchen taglich an nähernd 640,000 Kilometer zurückgelegt und jährlich 750 Millionen Personen befördert werden. Steigungen von 13 14 Procent, Entfernungen von -10 und mehr Kilometern von der Kraftquelle und Geschwindigkeiten bis 50 Kl lometer sind die Hauptjüze des Betrie b5s. Leider ist der Antheil Deutsch, lands an dieser großartlgenEntmickelunz bisher sehr gering. In einem kürzlich an das Äeltesten-Eollegium erstatteten Bericht über die Lage der deutschen elektrotechnischen Industrie klagt Geh. Rath W. v Siemens über den fast völligen Stillstand in der Entwickelung seiner Erfindung der elektrisch: Bahnen. Während die Pferdebahnen , in Amerika immer mehr durch die elektrlschen Bahnen verdrängt werden, während London eine elektrische Tunnel bahn und Budapest ein bedeutendes Netz Straßenbahnen mlt unterirdischer Lei tung besit, hat sich Berlin, die Geburtsstätte der elektrischen Bahnen, noch nicht über die erste Versuchs bahn der Firma Siemens & Halste hinaufgeschwungen. . Dies rühre hauptsächlich daher, daß .der Deutsche lieber abwar ttt. bis der Nachbar die Neuerung angewendet hat und somit kein Risico mehr damit verbunden ist. Leider geht mit pem Abwarten aber häusig die günstige Gelegenheit vorüber. Die Stadt Maestricht ist in großer Aufregung w.'gen elneS entsetzlichen Verbrechens. Eine Dienst, magd. dre Lur Aufsicht über drei kleine Kinder während der Abwesenheit der Eltern in der Wohuung gelassen wurde, erdrosselte die Kinder ohne den gering sten Anlaß. Die Mörderin wurde verhaftet. Man glaubt, sie sei plötzlich wahnsinnig geworden. V o in S ch w arzwald schreib! man: .Fällt da dem .Schwarzen Schrei ner- in dem Dorf R. just am Morgen ein. die .Mucken zu vertreiben, nicht etwa die in seinem Kopfe, sondern die im Stalle bei seinen RindvZehchern. Er denkt: das Licht ist der dunklen Machte emd! ho t eine alte Ampel herbei. zündet sie an und mit sieges sicheren Tritten ginzs in den mit Stroh und Heu gut versorgten Stall. Hei! wie da die Mucken und Schnackenschwärme über der auf und niederschwingenden Ampel zu Schanden brennen. Doch im Tode sind diese Dinger noch bos haft; sie fallen glühend in das dürrk Stroh und zünden sich nun ein großes Todtenfeuer an. Die Flammen lodern empor bis zum Tachladen und nach zwei Stunden . waren die Mucken und Schnacken auf dreizehn Häuser weit alle richtig verbranntallerdings die Häuser auch mit. Die Feuerwehren auS der Umgegend wurden in aller Eile noch zu dem Schnacken und MuckenAutodafe geladen und mit Glockenge läute empfangen." Da Wassermangel vorhanden war. wurde eifrig mit Bier und Wein gelöscht: Böse Zungen beHäupten, hierdurch seien noch mehr .Brände - veranlaßt worden, so haß .Schulz" und Feuerwehrmann sich nicht mehr zu helfen wüßten.' An Allem aber ist der .Schwarze Schreiner schuld, der die Mucken vertreiben wollte. ÄusdemldönigreichSach' sen wird der Köln. Ztg. geschrieben: Wer bei dem Amtsgerichte Oberwiesenthal Recht und zu diesem Zweck einen Rech tsbeistand suchen will, muß sich auf eine Ueberrafchung gefaßt machen.' - Ein Leipziger Kaufmann hatte das genannte Amtsgerich; um, Benennung eines dor t'gen Rechtsanwalts ersucht, der ihn in einem Processe .'vertreten sollte. Daraufhin erhielt er mittels einer Post karte folgenden -.Bescheid: .Auf Ihre Anfrage viM September 1891 wird Ihnen hierdurch mitgetheilt, .daß sich am hiesigen Orte ein Rechtsanwalt nicht befindet, wohl aber der Barbier Fritz Beil, ' hier, Termine in Civilprocessen abwartet. Oberwiesenthal, am 23. September 3891. Königliches Amtsgericht. 'Nun fehlte blos noch., daß -Lfar'.er Kneips ehemaliger erster Bade arzt, der Droschkenkutscher ,Zapf. . in Oberwiesenthal als Arzt sich niederließe. , . ., .... ,. E i n e gan z merk würdige Nachricht tischt der Democratul in Plojeschti seinen Lesern , auf. : Das rumä nische Blatt schreibt: .Ein allarmiren deS Theaterstück. : In Paris erschien ein neues Theaterstück unter dem Titel .Lohengrin, welches gelegentlich seiner ersten Mfführung im große Opern theater ine riesige Erregung in der Bevölkerung hervorgerufen hat. : Wir kennen den Gegenstand deS Stückes nicht, doch da die Bewegung äußerst un ruhig war. mußte die gesammte Polizei auf den Füßen sein und nahm über 'taundMerhaftungenzvor. .Ä?l$ufiB rich, Telephon 1032. ';.;!"'.!
Cisenblihtt Tabelle
Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnziige im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug Expreß Expreß ........ Accomodation... Erpreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodation . . . Expreß.. Schnellzug... .., Accomadation . . , ,. 7Ä)Vm .11 5)Vm . lcaim .. 4 00 91m .. 7 M Nm ..IIMNm . 3 3Nm .. 415Vm ..10wVm ,. S W Pm 5 2Pm .. 7 45Z!m Clcveland,'Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und.Clcvcland Division. Abgang Expreß.. 6 Expreß 9 Expreß 11 Limited Expreß 3 Expreß 6 Ankunft Ex? ß . . 5 .. 7 Expreß . . 11 Limited Erpreß...' 11 Expreß 5 Expreß 1 St, Louiö Division. 3 ?m 3.5 Tm 46 Pm 20 31m 45 Nm 00 P m 10 Pm 55 Pm 00 91ra 50 Nm Abgang Expreß... 7 30 Pm Limited Expreß 12 3 Nm Expreß 5 2 Nm Expreß, täglich 10 55Nm Ankunft Expreß täglich .-. 3T2O Pm Expreß 9 25 Vm Limited Expreß 2 55 Pm , Expreß 6 20 Vm Ehicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 m Accomodation täglich 705Pm Accomodation 10 55 Vm Postzug 3 00Nrn Accomod. (nur Sonntags). 5 00Nm Accomodatton 45 Nm Ankunft- Rushville Accomodation.10 35 Pm Postzug.'. 1150VM Jnd'pls Ace. (nur Sonnt.Z.12 37, Nm Accomodation 5 0 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abaanz Accomodation 7 10 Vm Scbnell.Post 12 01 Nm Lafayette Accomadation 5 15 Nm Schnellzug 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 2U Pm Lafayette Accomodation ... 10 43 Pm Schnellpost 2 50 Nm Accomodation K 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 Expreß 12 Tanville Accomodation 5 Expreß 10 Ankunft Expreß 3 Danville Accomodation 10 " Expreß.. 2 Expreß Peoria Division östlich. 45 Pm 03 Nm 05 Nm 52 Nn, 15 Pm 40 Pm 40 Nm Nm Abgang Expreß Accomodation.... Expreß Ankunft Expreß Accomodation.... 3 37, Vm .... 5WVm .... 3 05Nm ...-Ii 45 Vm .... 9MVm Expreß , 10 30 Nrn Lake Erie und Western. Abgang Expreß .' 7 15 Vm Erpreß 1 20 Nm Erpreß 7 00 'Nm Schnell. Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell-Expreß. 3 20 Pm Erpreß..... 10 30 Pm Erpreß 2 50 Nm Expreß 20 Nm Pittsburg, Eincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Erpreß 4 45 Vm Columbu? Accomodation.. . 9 00Vm Erpreß 3 00 31m Richmond Accomodation. . . 4 00 Nm Erpreß 5 30 Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzuge 11 40 Vm lxpres...... 12 50 Nm Accomodation.... . 3 45 Nm Erpreß Expreß 50 Nm 9 00NM 1 . . . . Chicago Diviston via Kokomo. Abgang Exvreß.., Expreß AnkunftExvreß . , Expreß 11 05 Vm 11 30 Nm 3 30VM 3 45 Nm Louisvillc Division. Abgang Expreß Louisville Accomodation.. . Schnellzug. .... : Accomodation ............ Ankunft Accomodation Schnellzug, Accomodation Spezial täglich 3 40VM 800 Pin 3 55 Nm 4 3 NM 10 25 Pm HOOVm 600Nm 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Ändiana polis. Abgang Erpreß Cincinnati Accomodotio . Expreß...... Expreß Expreß 3 55 Vm 10 45 Vm 3 00Nm 3 30 Nm 6 30 91m Ankunft Accomodation.. . . . Expreß Expreß Expreß 7. Expreß 915 Vm 11 15 Vm 7 45 Nm .....10 55 Nm 12 35 Vm Indianapolis und VincenneS. Abgang Expreß........ 7 30 Pin VincenneS Accomodation.... 4 10 Nm Ankunft-Vincennes Accomodationll 00 Nm Expreß 5 05 Nrn Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß .". 6 30 Vm - Expreß... ,....1145Vm ;i Erpreß - - 6 45 Rm AnkunftErpreß .1110 95m Expreß S 00 Nm . Expreß IOoONm Indianapolis, Decatur und Western. Abgana Expreß Accomodation ..... Schnell-Expreß Ankunft Schnell-Expreß . . ... 30 Vm ... 4 20Nm ,..1100Nm ... 330Vm ,..10 10 Vm ... 4 45 Vm Accomodation... .... Expreß .... Louisville, .New Albany und Chicago. Abgang Expreß... ...12 40 Vm Expreß......'... .11 35 Vm Monon Accomodation . . . . 5 20 Nm Ankunft Expreß . ... .. 3 25 Vm Monon Accomedanon . . . 10 40 Z.'m Expreß.. 3 20Nm ':. VSOOO. M tmt U Wlnff hy 3oMn K. Oodwia.l rojr.X.V ,1 ork für u. Ktdr, you in.y aut niak uch, but ttek jummiieklf tMr toara fron fi t iljr t Ik Wart, od aicr joa ga ob.- Boih mttt, il -. :: In mr pmn f Arnrric. ob ra cmimmm mt , r. ins all Tour tinic,ur .p.r BioaMau nl, to it work. All kt nw. brrai J ftlkk s ry workr. 1 W Mut , rcrnUbirir rrrrlttl. EAtILT. BfEtl'JLt Innwü. FAimciXAita S K. AäOtmm a.t or, ll01 CO., JrwSTLAl, JUUk.
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