Indiana Tribüne, Volume 15, Number 38, Indianapolis, Marion County, 26 October 1891 — Page 3
Dr. August KSnZg'S
Hamburger Brustthee mmmmmmmmmmmmmmmmmwmamwmamm?amra gkZkg s2e Krankheiten der -i Brust, der Lungen und der ZZehlc. Nur ia Orizmal.PsZetcn. PrciS, 25 CentS. ESEE5S23! 8k. a&oDs efi hc!lt sicher und rasch. sH'fjH:tr?i ff Verrenkungen. Tchllmmr Verrenkung der Tchukter. W.T. DowdcJ, 117 Saw-Straßk, Peoria, 33., wrtiift; sich bei einem Falle aus dem Eift die Schulccr. Dir erste Anu?edunz tm St. JakobS Oel Iniberte fci & Ammen und bei fsriite I sebtem Gebrauch war er dsld Vollstensig Mgr'.irui. Verletzungen. Techs Wochen leidend. . Herr Georg Blatt Skockus, Csl., sagt: Durch eine Egge hatte ich mir schwere VerleHuszen an den Beine iaezozen. Sechs Woöe lin ich die hefnzstea SchmerzeJ. Durch die Anseaduaz von Si. JaksbS Oel wurde ich vollftäuSiz geheill. Quetschungen. Fiel von einer Treppe. Achtb. W. C. Harden, oa der ManlZilder Geseßgebuna, 746 Dol-Phi-Skrzße, BalttMre, Ad., schreibt : Ich litt sedr schUnlN au einer Quetsch uaz, rcrurfacht durch eine Fall roa einer Trerre z doch wurde ich durch St. JkoböOel von allen Schmerze befreit. q 1 1 1 i l tL ' M , 'Mg???jMbauaxaLBy Meckje Ehezz V'' y X 'y ,T W . V'T: HLnr Tr,v?F,giyy nyirg F. ..toV-,-, , v . a.-j .lvJa H H sind felt-tt Mckl'che. EU nd cTT ' Itriein Utüd in k r ,erk Zeit adßebon, r?e? kann, jfit der S?t-j tnaS-Ät,?er". 2.V Sei::. nist .wfrlrf iiScn ? aatarjctrfa islcn, n !.: crn den, crüeitx! mit rewähel 3rutia . nt: Wthit m ti 3f yasusgezttes ct.-, a..s die klarste? U r i I , Jung.' SfBtM:e t; l.n Stanö tH testrrta koVe, o!i:fa t n Txnch StfriKff :fj ,D',ym prüfen i si eir'.a 6tneet,f5 wohl besniea be5 tai rotte, sckicke BusbZ lesen, U den wiS tiz üe u CchrNtZ c je tnit k Wkd Zur 25 ,,z laS CcsiiSiirfia In fc;ntfce Sche, frei hkc j ?erzfzzn erxackt, verjutt. 3 Krisis : 5311 IMHfisüiui, 11 Cün-M hm H:i-i TC,ur Ynrir "C V 0 Der .5krttunKö-?ln?er" t an& :u baben tu ,vn dianaveli. Jd., dci i. evler. & Süd Sela wäre Strafe. 1 Schwache Männer, wmmBmtwrmmaBmmmanaMimmB tyre ,ue zanuerrakt uns u,Ha'i fnfct Mieder zu erlsuzen ükchen, sollte icbt I !! dnjäumen, kk Jugendfreund" zu lesen.! Ta tt diele ranienzeficdten nlinurte. I leutua usze,latte vzttt, gtdt Auflckluß 06 ein neues Heilverfahren, wodurch Tausende in kürüer .'Zeit ebne BukssiöA von elechtSIrsnkheiten uns den Folge fett Jugendsünde iederberzesteLt urken. Skwacke grauen, I an k?äU:ch,uerröie, dlech,uchuze und kindttlOseFrneM, erfahre ZuS diesem Buche, ,e die voll esiinedkU wieder rlaoqt und der hnhesie Wunsch ihre .Herzevs füllt erde tan. eUverfadnnedensseivfschslsbMiz, Jeberfeiu eigene, r,t. SÄlckl2SCetSmStampsnndJdk bekommt tai Buch vers.ezeU und ftet zuzeschukt v Ifrfeat ftlfnlk n Vlspenlar, 23Weffll.tr.. New ZZork, Ä. D. X! Holz- und Schkeser-Gesimse, sÄlantel.) Oslo City STONE FILTERS. (Wasftrbebslter.) Eisschränke und Eiskiste ta größter'AuS'vbl und zu den billigste Prei'en vel SwmPc. H 2 Ich habe fsit alles ton Arthur rdn falnizirkc EiA coatrabirt und hude rinrn aroßcn Brrakh vs vake Ei, weiches ick di us ZZrltereS zu tvlgende Preise liefere: S0 bis ic Pfund auf einmal 40c per Ut . lijO bis 2äO Pfund aus einmal L5d per litv. 200 bis 00 Pfand auf einmal 25c per Ukv. öl biö Wagenladung Ac IXT Telephon 019. Treiber haben kein Recht von diesen Preisen abzugehen oder Conrrakke z machen. Office : No. 32 Süd DelawareStrasie. A. CAYLOR. CARL PINGPANK'S ?eitfsc?c Buch Handlung 7 Eüb Alabama Ctraße. Beftellunzen und Abonnements uf alle im In- und Auslande erscheinenden Bücher und Zeitschriften werden angenommen und prompt abgeliefert. An- und Verkauf alter Bücher. Sozialistische Literatur. verschwunden. LoweZ. Maff.. Dez. 'S8. Laste? H. McDonough schreibt: Jj ist mir eia fflk Betarnt und cl freut mich, ei bekannt zu machen, ernfr 9ftat önia'k NrrveN'Stärkn dadn sich , so gut tt Zvahrth. Panennn i'e ne zun t.aine. In, thrn Juzead aaffall'ucht litt. Aus meine Entpfth. l aia sie tat M tut nnd feit drei MonsUu hat Zl, krrüm faa mehr edabt. Cis hartnäckig r FsS. , Oestfield. Nnio Ca.. St. 1 . 91. '88. Ci n schreibt ta einem Briefe, hab sie acht taii ea ,em rmökn Lerde geplagt und (ans Cent t nicht kurinu f onntt rt, at sie aber nct eine rif Uaft ft&nta'l SlervkN'Stärker genonenl txs$. ftIt sie Wie vo Neuem geboren, ssdatz fte nicht ltrU finde kan. tl näder jti bekchmbe. Alle. M.t st kannte und dan sahen, wolle kein bessere LL'Z-ii, hi. nI-nnAtitr 95trtlinl bt fttrttm istartnl. d fte koMveHtialH. daz auch oder, die kMtl erpreben. , v4kkl,S Vli kur Nkrvenieioen ' rmrd Jedem der ti rerlauqt, zugesandt. Wnr? rrhnUtn öuA hie Medilinnmionsr. j - :., - i- !. ia:..i MiirK it ittT Illkr ITd tTOtl v
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Der Vormund.
Novelle von Olga W o b l b r ck. (Fortsetzung.) Marie'S Augen erglänzten sreudig, und Herr Berton fragte einfchmei chelnd: .Werden Sie Ihren alten Freund dafür auch ein wenig lieb gewinnen ? Sie zweifeln noch?- erwiderte Marie enthusiastisch. ES hätte nicht viel gefehlt, so wäre sie Herrn Berton um den Hals gefallen. Wenige Tage später be gann für das junge Mädchzn eine gänzltch veränderte Lebensweife. Als sie sich zum ersten Male in einer höchst modernen, hellen Toilette im Spiegel erblickte, da erkannte sie sich selbst nicht wieder und wußte kaum, wie sie dem Vormund für aT die Güte un Borsorge danken sollte. Herr Verton wehrte al: Jch selbst will ja Ehre mit Ihm einlegen, m em K tnd ! T Hätte Marie nur 'ein weu.g mehr Welt- und Menschenkenntnis besessen, sie hStte.die sich immer mehr häufenden Aufmerksamkeiten und Geschenke ihreS Vormundes nicht so ohne Weiteres an genommen. Aber - sie war noch immer so naiv. AlleS für väterliches Wohlwol len zu halten. waS anfängt ich niedrig' ster Berechnung, später aber kaum verhaltener Leidenschaft entsprang. Herr Berton, dem kein Opfer zu groß erschien, um daS junge Mädchen zu erobern, hoffte dies am leichtesten zu erringen, wenn er die weibliche Eitelkeit weckte, ihre-Putz und Genußsucht. Dies gelang ihm rascher und leichter, als er gehofft. Marie wagte es kaum ihrer Tante Nergüel zu gestehen, wie sebr sie sich über jeden neuen Toilettengegenstand, jedes Kleid, jede Schmucksache sreute. Herr Berton macht mich noch ganz eitel." schrieb sie einmal, und es erfüllte sie in der Tlzat mit einer Art Ttolz. wenn sie im Theater, Concert oder Cirkus eine gewisse Aufmerksamkeit durch ihre hübsche' Erscheinung erregte und Ausrufe oder Blicke der Bewunderling erhäschte. Jeder Tag weckte in ihr eine Anzahl noch unbekannter, aber unendlich angenehmcr Empfindungen. Wie sollte sie dem Urheber aller dieser Empfindungen nicht dankbar sein? Wenn sie hübsch aussah, wenn sie in einem eleganten Remisewagen ins BoiS fuhr, am Abend in einer Theaterloge faß, wem verdankte sie es denn anders als Herrn Berton? Und Herr Berten spann seine schlau eingefädelte Intrigue vorsichtig weiter und hütete st.fi, durch eine Uebereilung in feinem Mündel vorzeitiges Miß trauen zu erwecken. Bei seinen Freunden galt die hübsche Bekagnerin als seine Maitreffe. Er ließ sie bei der Idee, die seiner Eitelkeit schmeichelte und sann nur auf Mittel, die Fanta wahr zu machen. Mein Gott, er konnte doch nicht immer die lächerliche Rolle emeS platonischen Goldonkels spielen! Mamsell Berthe, deren Augen nichts zu entgehen schien, blickte ihn manchmal so höhnisch triumphirend an, als wollte sie sagen: Ja, ja, bei der wird Ihnen der Sieg sckwerl Der stecken nur ihre Bücher und der blonde Lehrer i.n Kopf. Die Wirtschafterin sagte zwar gar nichts, aber Herr Berton war über zeugt, daß sie dies und Achnlichcs dachte. War dies der Fall, so irrte sich Mam sell Berthe jedenfalls gründlich. Marie, die eine nichts weniger als freudevolle Kindheit gehabt, war von dem neuen Leben, daß Herr Berton ihr bot, dermaßen berauscht, daß sie sich von den Motiven, die ihn dabei leiteten, gar keine JZechenschaft ablegte; sie schien kerne Ahnung zu haben von dem vulka nischen Grunde, auf dem das Karten Kauschen ihres Glücks aufgebaut war Sie vergaß vollständig, daß der Auf enthalt bei ihrem Vormund nur ein Vrovisorium für sie sein sollte und dachte momentan gar nicht an die Mög' lichkeit anderer Verbältniffe. In allerletzter Zeit aber wurde sie doch öfter durch ein Wort ihres Vor mundes auS ihrer Unbefangenheit auf gefchreckt. Noch wagte Herr Berton keine direct. Erklärung, aber die Theaterstücke dnte ihm manchmal Gelegenheit, in . de Form einer Kritik sein Empfinden offenbaren. , In der Lege hinker ihrem Stub fitzend, wiederholte er oft mit leije Stimme, die Worte des Helden auf de: Bühne. Mar!e fühlte dann einen heilen Athem ihren Nacken streifen, sie wende:, sich um und blickte in zwei glühcndi schwarze Augen, die sich in die ikrige-.' elnzubLhren schlenen. ue Py veveno. Lippen, die immer und immer wieder ihren Namen wiederholten. Sie schrak dann wohl zusammen, rückte bis an den äußersten Rand der Loae vor und wickelte ihr Spitzenboa fester um den Hals. Ihr Herz klopfte fast hörbar, aber es war ein ängstliches Vochen, das sie zu übertäuben suchte, indem sie laut lachte und in die Hände f laschte. Bereits fürchtete sie ein längeres Alleinsein mit ihrem Vormund, sie ahnte, daß ihr ein Unglück drohte, doch sie wußte nicht, wie sie demselben entgehen sollte Gabrtel Berton sah mit Befried! . gung, wie sein Ofec sich immer fester in die Schlingen verstrickte, die. er gelegt. Eines TageS kam ein Brief aus ! Blest. '- v Neue war plotzuch sehr krank geworden und die alte Tante Kerguel klagte zum ersten Mal über ihre knappen Mittel, die es nicht gestatteten, dem Sohn alle ersorderliche Pflege angebe:- ' .":!"' .. Zl:Sx -Jr-f;. H ( !l::f yen zu lauen. ssm, lir Mi 15 -Taß dieser Schlag mich gerade setz! treten muß, wo Du in der 1 Fremde' Laize Dich aber ja nicht von Deinem guten Herzen verleiten) uns Etwas von Deinem Dir selbst so karg zugemessenem Gelde 'abzügeben. Du brauchst es ge miß noch nöthicier als wir. die wir doch w -!?i;..r
auf h5ir:Uhtichem Boden, wo unS gute Menschen stets vor dem Aeußersten bewahren werden. Marie brach bei diesen Zeilen in Thränen aus. Ein Widerwillen erfaßte sie gegen den Luxus, der sie umgab. Sie hätte sich das theure Kleid vom .Leide reißen mögen und schämte sich, in den Spiegel zu blicken. Die lieben, braren Menschen! Kein Wort deS Vorwurfs sagten sie ihr! In ihrem eigenen Elend, dachte die Hte Frau noch an das Wohlbesinden der Nichte! Marie suchte in ihrer Chatulle nach Geld, aber sie fand kaum fünf Francs. Wie kam das? Sie rechnete nach und brachte endlich heraus, daß Herr Berton ihr die letzte Rente nicht ausgezahlt. Das ist empörend! rief sie, aber im selbkn Moment fiel ihr Blick auf einen kostbaren Vrillantring. den sie an ihrer linken 'Hand truZ. Dieser Ring allein' repräsentirte den doppelten Betrag ihrer vierteljährigen Rente. Sie senkte den Kopf, und schwere Thränen rollten ihr über die Waagen. In dem Augenblicke klopfte es an die Thür, und Mamsell Bertbe fragte, ob sich denn das Fräulein schon zur Oper engekleidet hätte, der Herr wartete im Salon. Ich komme gleich.- erwiderte Marie hastig. Sie trocknete ihre Thränen, nahm den Brief in die Handund eilte durch den langen Corridor,' der ihr Zimmer von den übrigen Wohnräumen trennte. Herr Berton stand im Salon vor dem Kaminspiegel und mühte sich, ein ziemlich grelles Foulardtuch zwischen Frackweste und Hemd in malerische Falten zu stecken. Herr Verton," begann das junge Mädchen in kurzen, abgerissenen Sät zcn, ich will Sie bitten, den Ring da zurückzunehmen, und- mir meine 3iente vcm vorigen Quirtal zu geben. . . .Sie verlieren nichts bei dem Tausch ! schloß sie fast bitter und streifte den funkelnden Reif vom Finger. Herr Berton verstand augenscheinlich nil t recht, was sie wollte und sah sie verblüfft an. Aber sie ließ ihm gar nicht Zeit zu fragen, sondern fetzte in übersprudelnder Heftigkeit fort: Ich glaube dieser Brief ist mir eine Mahnung des Himmels, und die Krank bei! Rene's, die Sorgen meiner Tante Kerguel eine Strafe für mein leichtfer' tiges, allein dem Vergnügen geweihtes Leben! Ja, was ist denn geschehen?- fragte endlich Herr Berton. Er war wirklich erschrocken, selbst ein wenig blaß geworden. Er wußte, daß wenn sich in der Bre tagne einmal der Himmel drein mischt, de Menschen selten zu ihrem Recht kommen! Sene Hand zitterte daher leise, als er den Brief nahm, den ihm Marie unter abermals hervorstürzenden Thrä nc entgegenhielt. Er las daS Schreiben zwei Mal aufmerkfaw durch. Sein Blut beruhigte sich. Er überlegte sofort, daß er jetzt om testen herausbringen müßte und tonnte, ob Marie den blonden Lehrer llcbc oder nicht. Nun?- fragte er blos, um sich auch ni i't durch ein- einziges Wort zu ver rathen. Sie ahnen nicht, was ich will?" rief Marie, und ihre Hände legten sich wie bittend in einander. Herr Berton zögerte, dann sagte er kurz:
Rein!Er fürchtete e'aentlick, daß Marie nach Brest zu reisen beabsichtige, wollte sie aber, falls dieS "nicht der Fall war, nicht selbst durch eine ausgesprochene Vermuthung auf diese Idee bringen. Nein?- wiederholte Marie erregt. Nun, dann will ich eS Ihnen sagen: ich will meiner armen Tante Kerguel mein Geld schicken, damit sie nicht Noth leidet, und Sie sollen mir mein Geld geben. Dafür nehmen Sie Ihren Ring zurück....- ' Sie bleibt hier, also liebte sie ihn nicht,- sagte sich Herr Berton, und eine wilde Freude brach aus seinen Augen. Marie wich erschrocken zurück. Sie fürchtete sich plötzlich ; dann'hielt sie ihr Taschentuch vor d:e Augen und weinte stlll vor sich hin. Herr Berton hatte sich gefaßt. , Er faltete den Brief ordentlich zu sammen und legte ihn auf den Kamin. Tann nahm er ein kleines Schlüsselcheu auö seiner Westentasche und schritt ruhig an ein eisernes Wandschränkchen, in dem er sein Geld und seine Werthpapiere zu verwahren Pflegte. ' Er nahm eine Rolle von 500 Francs, schloß das Schränkchen wieder ab, räufperte sich leise und setzte sich zu dem jungen Mädchen auf das kurze Sopba. Marie,- begann er, indem er sich wieder so viel als möglich Würde zu verleihen bemüht war, meine liebe Marie, dieses Geld wollte ich in den nächsten Tagen als eine Schenkung dem Asul für Otivachlose überlassen; es ver-' fehlt keineswegs seinen wohlthätigen Zweck, wenn ich eS in Ihre Hände lege, damit Sie Ihren Verwandten über die schwere Zeit hinweghelfen können,Marie hob langsam den K opf. Ihre feuchlschimmernden Augen erglänzten in freudigem Lächeln. Sie wollten wirklich " stammelte sie. Herr Berton schlang den Arm um sie und flüsterte: Bin ich nicht Ihr bester Freund? Würde'ich nicht mein Leben lassen für in liebes Wort aus Ihrem Munde ?- Er wagte noch nicht zu sagen: Wort der , Liebe, in diesem Augenblick hätte er cber Alles sagen dürsen Marie hörte kein einzelnes Wort begriff nicht den Sinn der ganzen Phrase, sie fühlte nur, daß sie wieder sehr glücklich war, und dieses 'Glück abermals ihrem Vormünd verdankte.,, .,; r;:.. Ihr Haupt siel wie. ermüdet auf seine Schulter, und sie litt es, daß er ihre , . Ins ',, H'i ' ," !-.'";;,. K M 7 Sch.afe luBtejf-i; !04$ Jeden Tag kamen nun Nachrichten LuS Brc st. ii1"1!' ft ,111 ff '"ffi fMDie Dankbarkeit der altm Kerguel, kannte keine Grenzen, täglich betete sie einen Rosenkranz für Herrn Berton, Marie sollte sich auch nur recht dankbar
beweisen, denn solche Freunde, fände man selten! Rene war freilich noch immer sehr krank, aber die zwei Aerzte, welche die Alte nun an sein Bett beru'en, gaben die Hoffnung nicht auf, ihn zu retten. Oft in-seinen Fieberphantasien nenne Nene den Namen ' seiner Eousine, und sie die Mutter hegte tausend fteundliche hcssnuttgen und Wünsche für das Glück hrer beiden Kinde?. Marie konnte diese Briefe niemals chne Rührung lesen .... manchmal zeigte sie auch dieselben ihrem Vor mund. Herr Berton neckke sie dann lauernd: Madame Kerguel und sreute sich, wenn das junge Mädchen zweifelnd den Kopf schüttelte. Er selbst wußte es ja nur zu gut, daß er sie für das einfache, bescheidene Glück verdorben. Eines Abends, sie wollte gerade in den Wagen steigen, der sie iu ein Boulevardtheater bringen sollte, übergab die Eoncierge dem jungen Mädchen ei" nen Brief Erst in der Theaterloge fand sie die Möglichkeit, ihn,zu lesen. Rene ist gerettet." rief sie jubelnd, er selbst hat mir sogar einige Zeilen geschrieben, sehen Sie. . . . oh, tch bin so glücklich! so glücklich !" Sie hatte beide Händ ihres Vor mundes erfaßt und druckte sie fest in den ihrigen. Bitte, lassen Sie uns von hier fort gehen .... mir ist es so eng in der dumpfen Loge. . . ich möchle laut sprechen. . . lachen. . . . gehen. ... Finsteren Blickes las Herr Berton die mit zitternder Hand geschriebenen Zeilen, deren naive, fast kindliche ZSrt. lichkeit einen seltsamen Kontrast zu sei ner eigenen Leidenschaft bildete. Auf Marie'S Bitte, das Theater zu derlassen, nickte er hastig zustimmend. Ja, gehen wir, gehen wir. . . . auch ich ersticke hier." Er legte den Mantel um ihre Schultern und bot ihr den Arm. Sie traten hinaus aus demhalbdunklen Raum auf den belebten, glänzend erleuchteten Boulevard. Zutraulich schmiegte sich Marie an .ihren Vormund. Sie sprach ohne Unterlaß, sie erzählte in einem Athem von ihrer Tante, von Rene, von dem Glück der Beiden, und wie sie immer mehr fühle, daß sie selbst zu diesem Glück unentbehrlich. Natürlich ist es lustiger hier, aber meine Pflicht ruft mich zurück. Noch ein paar Monate und dann verwandelt sich die Pariserin, die ich durch Sie ge worden, wieder in eine brave kleine Bourgeoise. Auch in Brest kann man zufrieden leben, wenn man von Menscheu umgeben ist, die einen so innig lieben." Wann soll die Hochzeit sein?" fragte Herr Berton schroff.. Marie lachte. Die Hochzeit?.... Aber ich bitte Sie, muß ich denn Rene auch gleich heirathen?... Damit hat es doch gar 'eine Eile. Vor Allem muß sich Rene rholen. ich werde ihm bei seinen Arbeitcn helfen. Doch wozu an die Zukunft denken! Jetzt bin ich froh! Oh. es ist doch ein schönes Gefühl, diejeni gen, die man liebt, glücklich zu wisscn!Sie hatte es gar nicht bemerkt, daß sie und ihr Begleiter inzwischen ein elegantes Restaurant betroten, in dem Herr Berton sich einen kleinen Salon anweisen ließ. Ja, wo sind wir denn?" rief sie ganz überrascht, als sie sich in dem koketten kleinen Neunte umsah. Wollen wir nicht auf Renes Wohl ein Glas Champagner trinken?" fragte Herr Berton, während er dem jungen
Madchen ablegen hals. Marie warf sich mit ausgelassener Munterkeit auf die niedere Chaisclongne, sie vor einem großen Spiegel stand und .latschte in die Hände. Das ist reizend von Ihnen, den heutigen Tag festlich zu begehen ! Rei zend! Oho.... was sollen denn diese Namen?" unterbrach sie sich plötzlich. Um ein Lockchcn ihrer Stirnhaare zu richten, hatte sie einen Blick in das Spiegelglas geworfen. Eine Unzahl von eingekritzelten Frauennamen fiel hr auf. Herr Berton wollte sie vom Spiegel fortziehen. Lanen Sie das. Marie!" (Fortsetzung folgt.) tit deutschen ileuossenschafte. Der alljährliche Bericht über die auf Selbsthilfe gegründeten Erwerbs- und LltthschaitS Genossenschaften nach Schulde-Telitzsch ist dem in Gera abgekalkenen Genossen schafkstage vom Abg. Schenk erstattet worden. Dem Ver bände gehören jetzt 1422 Genossen jcbaiten und 25 Aktiengesellschaften und C omm anditge fell fch a ft en an. und zwar cinge:hei!t in 33.Unlerrerbande. Der Jahresbericht gibt aber auch eine Liste der Genossenschaften des allgemeinen Lerbandcs,der landwirthschaftlichen Genossenschaften, der landwirtschaftlichen Creditgenossen schasten und der polni scheu Genossenschaften (83 Genossenichisten). ' Im ganzen waren der An wattschaft in D utschland'am 31. Mai 181 7693 Genossenschaften bekannt gegen U777 am 31. Mai 180. Im ganzen sind unter den 7603 bekannten Genossenschaften- W10 Creditgenossenschaftea, 934 Consumvereine, 50 Baugenossenschaften und 564 Genossenschaften in einzelnen Geverbszweigen. . " , Die interessanteste Gruppe der Gencssenschaslen sind die Produktivgenossentckaften. Unter denfelben sind' unter anderen, ausgefübrt 904 Molkerei, und K ä'iegenossenschaften. Winzergenofsenichaften. Man sieht hieraus, in wel chem großen ' Umfange daS lIenöneM schaflswesen in den letzten Jahren unter den Landwirthen Ausnahme gefunden ö"--;r v-i1'"1"':' i!L;:fv'':i.- ii'vf ; .. f'üfl1 ,.F.. Abgesehen von solchen großen Kate gor:en findet die R echt s form der Genossenschaft jetzt auch für die allerverschiedensten Zwecke Verwendung. So finden wir unter der Rubrik sonstige Genossenschiften- 71 der Anwaltschaft bekannte Genossenschaften aufzesührt, darunter Schornsteinsegermeisterschastn in Berlin und anderen Orten, Deutscher Kelln-rbundWbomöövathische Vereine.
Abfuhranstalten. Wasserleitung sgeicU. schaften, Webstuhlvereine, Badeanstallen, Pferdebcsitzergesellschaften. Durch daS neue Genossenschaftsgesetz ist bekanntlich den Genossenschaften die Rechtsform mit beschränkter Haftbarkeit erst zugänglich geworden. Diese Rechtsform kommt sehr rasch in Aufnahme. Der Anwaltschaft waren als Genossenschatten mit befthränkter Haftpflicht be sannt 203 Creditgenossenschaften gegen 75 im Vorjahr, 265 Consumvereine ge gen 58 im Vorjahr, L4 Baogenossen schaften gegen 7 im Vorjahr, die Zähl der Genossenschaften mit beschränkter Hastpflichö hat also binnen Jahresfrist sich von 181 auf 638 erhöht. Gauz überwiegend ist noch immer die Zahl der Genossenschaften mit unbeschränkter Haftpflicht, welche ursprünglich die ein zige zugelassene Rechtsform darstellte. Die Zahl dieser Genossenschaften betrug 6931 gegen 6585 im Vorjahr. Durch M neue Gero Ifenschasts Gesetz ist für alle Genossenschaften eine Revi sionspflicht eingeführt worden. Alle Unterverbände deS allgemeinen VerbandeS nach Schulze-Delizsch .sind als solche RevisionSverbände vom Bund.'s. rath anerkannt worden. Darnach sind die von den Unterverbänden bestellten Revisoren berechtigt, die im Sinne des GenosienschaftsgeetzeserforderlichenRe Visionen vorzunehmen. Bei den Consumvereinen macht der Jahr.ebericht gegenüber der feindlichen Agitation darauf au'merksam, daß unter den Consumvereinen, welche ihre Be richte der Anwaltschaft eingesandt ha den, der durchschnittliche Mitgliederbestand mit 55 pCt. auf unselbstständige Arbeiter entfällt. Darauf folgen die slbstständigen Handwerker. Aerzte, Beamte, Lehrer, Kunnler u. s. w. Der Jahresbericht ist auch deshalb vcn besonderem Wertb, weil er im Berfolg der von Schulze-Delitzsch getrossenm Einrichtungen die rechnungsmäßi gen Jahresabschlüsse von weit über 1000 Genossenschaften im einzelnen mittheilt und aus der Summirung dieser Abschlüsse Folgerunzen auf die Ge nosscn'choflsbewegung üdtthzupt ge stattet. Der Bericht dringt für 18!)0 die Abschlüsse von 1072 Creditvereinen mit 518,000 Mitgliedern. Dieselben. gewährten ihren Mitgliedern sür 1642 Mill. Mark Credite (einschließlich der Prolongation) aus einem eigenen Vermögen von. 146 Millionen Mark und aufgenommenen fremden Geldern zum Betrage von 454 Millionen Mark. Die Rechnungsabschlüsse von 263 Consumreccinen ergeben eine Mitgliederzahl von 215,40 und einen Verkaufserlös von 57 Millionen Mark. Oom uölanV5.
In Pest hat vor Kurzem swifchen zwei angesehenen Kaufleuten ein Glücklicherweise unblutiges Duell stattgefmiden, dessen Ursache überdies lustiger Zcatur ist. Herr S. ist ein enr"agirter Freund des Wassersports aller Art, ganz besonders aber des Vergnügens der Fischer. Er hat bereits an den Gestaden Zer Adria wie am Strande dcS Katteat seine Angeln ausgeworfen. In diesem Jahre gestatteten ihm seine Geschäftekeine längere Reise nach irgend einem Seeufer; um aber doch seines Vcrgnükcns nicht ganz' und gar verlustig zu gehen, nahm er seinen Sommeraufenthalt nitten in der Donau, auf der Marzarctheninscl." An der oberen Jnsclspitze giebt es. der Pester Seite zugewendet, ine stille Bucht, wo dem Freunde der Fischerei nicht selten eine ganz erklecklie Zlusbcute an ,, Weißlingen" winkt, ia zuweilen sogar em von den mächtig rubernden Dampfern verscheuchter Karpfen znbeißt. An dieser kühlen, lauschigen Stelle sitzt nun Herr S. Tag für Tag ?om Comptoirfchluß an oft bis Mittermcht und ,, sieht nach der Angel ruhe? o3" zum nicht geringen Verdruß nniger, gleichfalls auf der Insel wohltender Freunde, die an dem enragirten Fischer . einen Vierten" beim Konigrufen verloren sehen. Die kühle Passion ScS Herrn S. vrächte besonders Herrn !. dermaßen in die Hitze, daß er belchlojj, den Fischer von seiner Leidenschaft zründlich zu kuxiren. Auch seinerseitZ mit einer langen Angelgerte bewaffnet, schlich er sich jüngst in einer dunkeln Skacht an den Standplatz des Herrn S. heran, zog, in's Gebüsch geduckt,, dessen Schnur behutsam an sich, mlipullrte ine Minute lang an der Angel herum and ließ dieselbe dann mit Eklat in'S Vssser zurückplumpen. Jetzt hat einer angebissen!" frohlockte Herr S., zog mcrgifch an und schnellte aus der Donau anen marinirten Hering empor, ein ZZrachteremplar eines ausgewachsenen Milchners, so appetitlich, wie er nur je in eine Tonne gepfercht morden. In der Gesellschaft gab es großes Halloh, Herr S. aber behauptete steif und fest, ihm fei mit dem Scherz eine Injurie angethan sorden, die nur mit Blut gesühnt werden könne. Garnirt mar übrigens der Fang mit dem üblichen Wurzclwerk und einigen Schnitten saurer Gurke. . Nicht zwecklos. Am Stammtische einer Wcißbierkneipe sprach man von dem rapiden Steigen der Holzpreise. .Das kommt daher, weil wir in Europa keine Wälder mehr haben-, meinte -ein biederer Finanzpolitikus, und als Alle vor Erstaunen über diese. Behauptung, wie der Berliner sagt, ganz baff- maren, fuhr er fort: Ja, meine Herren, da hilft nur Eins : Colonisation, und nur Colonisation.. Denn ich versichere Ihnen, in Kamerun z. B. giebt eS Baus me, deren einzelne Aeste so dick sind wie bei uns der Stamm einer Fünfmänner-Ache.-Und was daS Beste ist, die Ka.lernner können in tausend Jahren ihre ZJäldcr nicht verbrauchen, weil sie dort nämlich das Heizen nicht kennen..Also", warf ein aufmerksamer Zuhörer ein, sind die dicken Neste für die Käme runcr ganz zwecklos Z-Nicht so ganz", nahm der Erste wieder das Wort, denn wenn die starken Aeste nicht wären, woran sollte sich ein lebensmüder Elephant in Kamerun aufhangen ?" ; L or, ein i g en Ta gen von seiner Somrnerreise zurückgekehrt, erzählt der preußische, Unterstaatssekretär allerlei Erlebnisse, auch wie es ihm inMünchen erZangen. Er, findet dort Unterkommen in einem guten Hotel und bewohnt, ini ersten Stock zwei freundliche Zimmer. Nach einigen Tagen trifft der Hotclw'.rth mit unserem Unterstaatsjekretar im Hausflur zu sammen, und - auf d ie Fraae des V9NDqcfjti2?ry wie es iym in innen Zimmern; gefiele konnte der Gast nur erwidern, er wäre recht lufriedeu. Man rr r, .;(.??; ' :. ,5
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wollte sich verabschieden, da hält den Berliner der Münchener etwas verlcqen zurück. Sie werden nicht böse sei, verehrter Herr Unterstaatssekretär eS ist heute Nachmittag ein Oberpostsekretär bei mir abgestiegen, und da habe ich Sie von Nr. 8 in der Beletage nach Nr'. 54 im dritten Stockwerk einquartirt. Sehen Sie, Herr Unterstaatö'ekretar, einen Oberpostsekretar konnte ich unmöglich drei Treppen hoch wohnen lassen. und dem Herrn Unterstaatsfekretäi ist. il L.i.' - . r' wie 119 mir oaajie, rnlr oem Zimmerwea): sel vielleicht auch gedient, denn oben ist's billiger...." Schon gut, mein Lieber," unterbrach ihn der joviale Herr, Zimmer 54 ist gewiß auch recht hübsch." So machte der Unterstaatssekretär dem Oberpsts'ekretar Platz und amusirte sich über den kleinen Zwischenfall köstlich. Ich horte übrigens", setzte Ercelle, hinzu, auch der Oberpostsekretar blieb nicht lange auf Nr. 8, denn nach ;w.i Tagen fuhr ein Hofstaatssekrctär vor, und der mußte natürlich im ersten Stowerk wohnen ; der Oberpostsekretar bekam zwei Treppen hoch ein Unterkommen. Nun waren wir nach der länung des Wirths richtig und unfeiem Stande gemäß untergebracht: der Hofstaatssckretär, der noch lange nicht"den Kanzleirathstitel hält, in der Beletage, der Oderpostfekrätär, um etwa sechs Rangstufen höher srrhend, im minderwerthigcn zweiten Stock, und ich armselige Ercellcnz drei Treppen hoch. Aber n ar sehr hübfch in Mü.r.'In S an 0 HN l bei iver. oool sprang eine Frau, nachdem sie einen Streit mit ihrem Minne gehabt hatte, ihre beiden kleinen Äinder im Arme, in den Kanil. Der Mann und ein Bekannter sprangen doch hinterdrein und brachten die .'xrau und die Kinder an's Land. Drs üngere vozi Beiden starb kurz .nachder. Das ,XIX. Siecle- m e ! det auS Odessa: Ter Staatsbeamte Nicolas Miich liako-vsk hat sich m der Umgebung von Lio y das Leben ge nommen, er ergänzte sich an einem Baum mit einer Schlinge in den französi chen Farben. In seinem Ueber z'eher iand sich folgender Brief: Ich lödte mich, da meine Maitresse, französische Sängerin in einem Cafe Concert, mich mit einem deutschen Commisvoya geur betrog." Einem dieser Tage ver öffentlichen amtlichen Ausweise zufolge wurden im Jahre' 18L0 in England und Wales aus einer Bevölkerung von 29.001.013 Personen 173,036 wegeu Trunkenheit verurtheilt. Nicht weniger als 15,942 wurden wegen Trunlendeit am Svnnta z bestraft Unter den Graf schaften nzmmt Lencastl? mit 23,212 Verurtleilungeu die erste Stelle ein. dinn kommt Dnrbam mit 10,773 und ?)orkch.re mit 9821. Der Selbstmord eines Deutschen in Constantinopel rief daselbst eine nicht geringe Aufregung hervor7 Wie man von dort schreibt, ertönte in nächster Nähe des großherrlichen GalawazenS, als der Sultan soeben nach Beendigung des Selamlik aus der Moschee Hamidieh heraustrat und den Wagen bestieg, ein Revolverschütz, worauf ein etwa 30 Jahre alter Mann blutend und tödtlich getroffen zu Boden stürzte. Die Detonation deS Schusses war zwar von dem gleichzeitigen Jubelruf, welcher dem Herrfcher aus der umstehenden Menge entgegen hallte, etwas übertönt worden, doch bitte der Sultan den Schutz vernommen. der. bei der anhaltenden nervösen Gereiztheit desselben, eine merkbare Entfärbung seines Gesichtes hervorbrachte. Mehrere Adjutanten und Palaltbeamte mußten dem Sultan einen ausführlichen Bericht über deck Selbst mord und die Person des Thäters erstatten, doch konnte, die Unruhe. Abdul Hamids nur schwer beschwichtigt werden. Der Selbstmorder war offenbar gänzlich mittellos, und es konnte bisher noch nicht festgestellt werden, ob er deutscher oder österreichischer Staatsangehös riger war. , Ein Dorf, das von jüdischeu Scbmieden ausschließlich bewobnt wird, liett jn der Näbe von TrivoliS. DaS Dorf heißt Amruz; vom frügen Morgen bis zum späten Abend hört man nicht? anderes als daS Pochen der Hammer. Die Greise, welche nicht mebr den Hammer, schwingen können, machen sich dadurch nützlich, daß fie die Blasebälge treten. Zum größtm Theile find die Schmiede auch Schwertieger und liefern den Mauren und Arabern Magan und Dolch. Die Waffen, die von diesen bebraischen Waenfchmieden veriertigt werden, sind weit und breit berühmt und werden bis an die Nigerund Nillälider ausgeführt. Der Sage nach soll das Dorf Amru bild ich der Zerstörung' des' zweiten TemvelS von Iden Juden begründet worden fein. Der Landstrich wurde ihnen von den Römern überlassen, die dsnialS noch über Nordafrika herrschten, ' ' .
künstlichen Zahnen.
Dr. Stedmans Verbeffcrung für obere und' untere Gebisse. Patcntirt 19. Mai IM. Crs ist wohl bekannt, daß es für viele Leute unmöglich ist, untere Gebisse zu tragen. Die Patent-Fcder bat das Prcbln gelöst. In den schwierigsten Fallen können die Gebisse so gemacht werden, daß sie ohne die oerinaste Unbequemlichkeit ae-
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