Indiana Tribüne, Volume 15, Number 38, Indianapolis, Marion County, 26 October 1891 — Page 2
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Er war mit seinen Untenhanen gerade so verwandt und bekannt, wie diese unter sich, und sie verkehrten mit ihm in sen ehrfurchtsvollen Vertraulichkeit, die gleichweit entfernt ist von ersterbender Sveichelleckerei und von nivellirender Duzbrüderschaft. Die Schwaben sehen in ihrem Königthum nicht Etwas, das über den Wolken schwebt, vor dem sie anbetend in die Kniee sinken und dessen Rathschlüsse sie ergeben hinnehmen müssen, sondern ein lebendiges Glied ihrer staatlichen Organisation, von dem sie Pflichterfüllung und Forderung gerade so gut erwarten, wie von sich selbst. Daß der Führer ebenso wie die Geführ ten seine Schuldigkeit thue und seinen guten Theil habe an der Verantwortlichkeit für die Wohlfahrt deS Ganzen, das ist noch der Begriff deS germani scheu Königthums gegenüber dem alten und modernen CSsariSmuS, der nur in der Willkür deS BefehlenS aufgehen will. Daö daS Volk einen Willen habe, ebenso gut wie der Herrscher, das versteht sich dabei von selbst. Die Schwabeu haben e? ihrem König Karl mehr als einmal gezeigt, daß sie ihren eigenen Kovf haben, und wenn Jemand nach geben mußte, so war eö nicht immer das' Volk.... Dasselbe Blatt äußert sich über die Möglichkeit, daß das protestantische, Württemberg nach Ableben des jetzigen ! Königs Wilhelm einen katholischen Herrscher bekommen werde, folgendermaßen: , .Unseres Erachten? ist Anlaß zu einer BeArchiuag nach keiner Richtung vorhanden, auch nicht für die Protestan ten. Der württembergische Staat hat 'in so solides Fundament und ist so gut orzanilirt, daß ein Thronwechsel keine bedenkliche Erschütterung verursachen kann. Was noch fehlt, kann die Bevöl kerung selbst sich schaffen: durch feste Einigung um ein Programm, das mit der Reichstreue die Gerechtigkeit gegen alle Stände und Konfessionen, sowie die freiheitliche Entwickelung aller Verdaltnisse verbindet. Dann können die Schwaben aucö einen katholischen König ruhig in's Schloß einziehen lassen. In Sachsen ist der Regent katholisch geworden. ohne daß der Protestantismus den mindesten Schaden litt, und auch einem katholisch? König von Württemberg könnte eS nicht einfallen, die Katholiken zum Nacktheil der Protestanten zu be günstigen. Ueber die fein', wie über die grobe Anwendung des Satzes : Cnjun rejio, ejug religio, sind wir am Ende des neunzehnten Jahrhunderts . denn doch glücklich hinaus. Nein, das württembergische Volk würde Unrecht thun, wenn es in seine Trauer um König Karl auch nur die leiseste Besorzniß um Vue eigene Zukunft mischen würde.Stahl der 5. ckelstak,;? Im Marineminift:rium betrachtet man den Wettbewerb zwischen Panzer platten 'aus Stahl und' solchen aus Nickelstahl noch nicht als endziltig zu Gunsten des letzteren als abgeschlossen. Auch laßt sich leicht ermessen, daß die Fabrikanten von Stahlplatten gegenüber der drohenden Concurrenz des Nickelstahls, der den Stahl auf diesem Gebiet völlig aus dem Fels: zu fchlagen droht, außergewöhnliche Anstren gungen machen, um den Markt zu de Häupten. Die Regierung hat deshalb einen nochmaligen Wettkampf anberäumt, der auf dem neuen Artillerie und Marineschießplatz bei Jndian Head m Potomacflusse auZgefochten werven soll. DaS Geschützdüreau hat zu diesem Zweck ackt Panzerplatten in den Eisen Hütten von Carnegie. Phivps & Co. und den .Bethlehem Jron Works bestellt. Ihre vorschriftsmäßige Höhe ist 8 Fuß. Fuß Breite und IO Zoll Dicke, genau so, wie die vor 13 Äona te bei den Schiegpryben zu Annapolts verwendeten Platten. Man wird aber diesmal Geschütze von besonders arokem. Kaliber und Durchschlagskraft auf die Platten ab feuern. ' Die fechSzöllige Kanone wird diesmal 40kalibrig, , oder 2 Fuß län ger, und die achtzöllige Kanone 33 VffciA Ännmmjtt tnrftim Tt rtrft tuiivtiy j)HviMik tvvtvtii s w Qänat btsittit eine längere üiiir sang der Puloerlaounz auf das Geschoß in der Geschützseele, folglich eine grö ßere "Geschwindigkeit deS Geschosses. Dieselbe beträgt jetzt 2100 Fuß pro Secunde, d. b. 25 Fuß mehr, als in den Versuchen vom September 1800. Geladen werden die Geschütze mit 'Holtzer'schen Granaten und braunem prismatischem Pulver; auf jede Panzer platte sind vier hundertpfündige Schüsse aus der sechszölligen, und em letzter Schuß von Pfund aus der achtzölligen Kanone berechnet. Dre Panzerplatten sind die Erstlinge , " . j .tn.r.a 'st. rn .m ... u ' Um, m' jj." .. , 17 dzeselden den Erzeugnissen der Grüson 'scheu Werke iNgBackau bei Magdeburg. tittt denen von Creuzor, von Shefsielö .H.MMniinfr HiirüT i Ti ix -'nrrnrn iitrr
ebenbürtig erweisen? ZeSensaiis wird ver Versuch über den relativen Werth der einzelnen Arten von Panzerplatten entscheiden. Dieselben bestehen nämlich zuerst zur Hälfte aus Stahl zur Hälfte aus Nickelftahk, und jede Gruppe zer
fällt wle-er in Vlatten. welche nach dem I aewöhnlichen. oder solche, die nach dem Harvey'fchen Verfahren hergestellt sind. ' ' ' ' Der letztere Proceß begeht darin, saß die Ooersläche der Platte nur bis zu!
einer gewissen Tiefe carvonisirt, d. h. m mit meinem endglltigen Abmarsch wa?innige chemische -Verbmdulkg mit Koh ten zu sollen, obgleich mir meine beisen
lenston gebracht wird, m. a. W.. tu Stahloermandlung des Eisens h kanutlich ist Stahl weiter nichts, als carbonisirteS Eisen geht unmerklich ,n das Eisen über, fooazz also die Nück seite dir Platten entweder reines Nickeleisen oder Elfen ist. Das Harvcy'sche Verfahren bat vo, den aufeinander geschweißlen Doppelplatten aus Stahl und Elsen den gro hen Vorzug voraus, day hier Eiscn und Stahl durch it;re aiern klbit o innig co'yariren, wie dies natürlich selbst das energischste Schweißverfahrcn nie erreichen kann. Dieser Vrocefi i?t eine amerikanische Erfindung.' Bereits in Annapolls hat sich die geringe Halt barkeit der Schweißplatten gezeigt; unter den Schassen der Marinekanoun sprang die Stahlplatte von der darun ter befindlichen Eisenplatle wie Glas ab. Dagegen vereinigt die carbonisir! Platte die Härte des Stahls auf's Innigste mit der Zayigkeit des Eise,is. und bewies dies bei jenen Versuchen. Auck in OÄ'.a bei St. Petersburg unrerlag die Brownund Earmell'fchz (zu sammengesetzte) Panzerplatte entschie. den den Nlckelstahl-.Platten der schnei .der'schen Werke (in Creuzot) und den , Ganzitayl.Platten von Vickers. Man glaubt heute schon, daß die. NickelftahbPlatten nach Harveys Ver. fahren aus dem beoorstehenden Wctt. ! kämpf als Sieger hervorgehen werden j Der UeserfuU im afrikanischen Busch. Der amtliche Bericht über die Nieder läge des Lieutenants von Zelewökii durch die Wahehe liegt jetzt vor. erstad tet von dem Augenzeugen Lieutenan! von Tettenborn. Die Deutschen wur. den am 17. August von den WabeheS überfallen und durch Speerstichs niedergemacht. Tettenborn. der die Nachhut Zelewskis führte, meldet: Gegen 7 Uhr Vormittags ließ bei Kommandeur auf einem kleinen kahlen Hügel halten, um den Zusammenhang der Marschkolonne wiederherzustellen Jenseits dieser Erhebung begann ein dichter Busch, in welchem vielfach groß Felsstücke zerstreut lagen. Kaum hatte die 5tolonne bis einschließlich Artillerie dieses Gestrüpp erreicht, als ein Signalschuß ertönte uns gleich darauf d4e Waheh? in givß Ueberzahl höchstens 30 Schritt voi der Kolonne seitlich austauchten und mit wildem Geschrei und Ungestüm auf di?se eindrangen. Die Soldaten konnten nur 2 bis 3 Mal feuern, so schnell war der Feind in ihren Reihen. Die Verwirrung wurde vermehrt durch die wilde Flucht der Artillerie Esel, welch? in die o. Cnmpagnie eindrangen. Die Asla ris (schwarze deutscbe Soldaten) wand' ten sich nun unau'hiltfam zur Flucht, von den Feinden energisch verfolgt. Lieutenant von-Hendbreck, Murgan Essendi und etwa 0 Aste?, ge ina es, eine nahe gelegnen Tcmbe (efe stiqte Wobnung) zu erreichen mn mer mehrere Stürme der Wahe mit Er folg abzu'chlag.'N. Auf das heftige Feuern begab ich mich mit meinen Li) Soldaten in Marscy-Marsch an der Träzerkolonne vorbei auf die obengenannte Höbe, welche ich' noch nickt erreicht hatte. Hier waren im wüsten Durcheindc? Träger, welche ihre Lasten wegqeworsen hatten, Wabebe, welcke di-.-'ebe-i durchsuchten, sterbende Krieger und zu rückke'hre'ide vielfach verwundete S;l baten. Nachdem ich die Wahehe durcb Fcüüss.' verjagt hatte, besetzte ich die Hohe in einer kreisrunden Sellunq. in deren Mitte Träger, Verwundet und unsere Viehheerde. Ich nahm an, daß rechtsseitlich von mir das Ge'echt zum stehen gekommen fei. und wollte mit meiner Stellung dem Gros als Stützpunkt dienen. Die deutsche Flaqge wurde an einem hohen Baum gehißt, und meine Hsrnisieii aaben in kurzen Unterbrechungen rnr fere üblichen Signale ab. Das Feuer gefecht verstummte etwa nach 10 Miuu ten bis auf einzelne Salven, welcke aus der Tembe des Lieutenants von Heydebreck kamerr. Auf die Meldung, daß in meiner Nähe ein Europäer mit einem Geschütz sei, sandte ich diesem durch eine Patrouille den Befehl, sich crn mich heranzuziehen. Dieser Befehl erreichte Lieutenant von Heydebreck, welcher um Uhr 30 Minuten Vormittags selbst, durch zwei Speerftiche hinter dem rechten Ohr verwundet, blutüberströmt bei mir eintraf. In seiner Begleitung waren Unteroffizier Wutzer, Murgau Essendi und 12 Mann. Von dleicn körte ich, daß unsere drei Geschütze vom Feinde genommen seien und daß' unsere Verluste, namentlich bei der Artillerie und der 5. Kompagnie seh? beträchtlich seien. "'':,-, Ich beschloß hierauf, meine Stellung auf der Höhe zu halten, in der .Hoff, nung. daß sich Versprengte unserer Er peduion,!d annehmen mußte, vollständig aufgerieben war, bei mir einsinden würden. Auf allen Seiten in dem mich umgebenden Gestrüpp waren Wahehegrup. ven sichtbar, welche durch unsere Kegeln verscheucht wurden. Die Wabehe hatten ringsumher daS dichke eben nicht hghe GraS in Brand, gesteckt. Die Flammen wurden uns durch heftigen Wind näher gebracht und gestalteten unsere Lage zu einer recht bedenklichen. Unsere Verwundeten waren dem Füm mentode preisgegeben. Um neun Uhr Vormittags wurde Sergeant T!Me mann, mit einem schweren Sseerstiche im Unterleibe und durch Braudwundea vorletzt, herbeigeschafft. Wir legten ihm einen Nothverband an und betteten ihn rt. r. ' in einem Heu, ÜNU wurden nach Mög ltch'elt unsere schwarzen Verwundeten verbunden. Auf mein fortgesetztes Signalblasen hatten sich bis 4 Uizr Nachmittags etwa iO Soldaten und 70 Träger eingefun-
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cen. a mein Lrucrzug immer gesayr' deier werden mußte,-je mehr die von der Verfolgung zurückkehrenden Feinde sich zu sammeln begannen, marlchirte ich in eine über unser am Tage vorher aufgeschlagenes Lager hinausliegenve Tembs. nahe am Wasser, und befestigte ! inich hier. Noch immer war ich der Ansicht, hiel s in der Nähe (1 Stunde) des Gefechts selbes auf der einzigen NückzugZlinle schwarzen Ofsiciere Murgan und Gab r Es?cnvl riechen, soweit als mozlich ab' zuularfcdiren. Es gab doch noch eine Möglichkeit, daß sich kleine Abtheilungen und vereinzelte Europäer im 'Busch ver steck: kielten, denen nur mit meiner Hilfe ein Entkommen möglich gewsesi wäre. Ich beschloß demgemäß, den nänen Tag, den 1. August, noch hier auszuhalten. Die Wahehe griffen mich w.'der in der Nacht noch am folgenden Tsie an, sondern zogen sich mgröLere ! Massen seitlich in der Richtung au' Mage vorbei ... Ueber den Verbleib der Europäer vermag ich Folgendes zu berichten: Un tero'siz'.er Thiedemann erlag feinen schwer.' iberletzunzen. Nach Aussage einiger Schwarzen, welcke sich bei Beginn des Ueberfalls in der Nähe des Kommandeurs befanden 'o.l derselbe, sowie Dr. Buschow unv Lieutenant Pirch, noch auf den Eseln siysnd, durch viele Speerstiche niederge möcht worden sein. Von den übrigen Europäern ist mit abwluter Bestimmtheit nichts zu sagen: doch kommen die Aussagen der wenigen. cui d'em vorderen Gefecht Entkommeneu Mm überein, daß sie sämmtlich den 05 aesunoeu yaoeu. Tie Anzahl unserer Angreifer dürfte mit oOOO nickt zu hoch geschätzt fein, wovon vielleicht 700 getödtel worden sind. Ihr Häuvtling Knawa und Füh rer Marawat sind gefallen. (Ueber lOft deutsche Soldaten und zehn weiße Oificiere find getödtet.) Nur dem Umstände der Führerlosig teit unserer Femde schreibe ich unser glückliches Entkommen zu. Hauutp uns iUemeu. B r e m e n, 15. September. Welche riesigen Erfolge Hamburg in er al!erjü'.:gsien Vergangenheit Bremen c;eeni'bsr auf dem Gebiet der Auswaa derer besörderung und der Schifffahrt aufzuwei'en hat, dafür geben einige der Neuesten Statistiken einen bered:en Be. leg. Es ist wohl allgemein bekannt daß Bremen durch den Norddeutschen Lloyd seit Jahren schon den ersten Platz iu der Auswanderervefördcrung eingenommen hat. Aber schon im Laufe dieses Mcnats dürfte ein Wechsel in den Rollen zwischen Bremm und Ham bürg stattfinden. Im August d. I. fingen der neuesten bremischen Statistik zufolge 10,557 Auswanderer über Breinen. In Hamburg zählt man indessen Personen, von denen 10,71 in sirecter Fahrt und 5,494 über England iuid andere europäische Zwischenhäfen lesSrde?l wurden. In den ersten' acht Monaten dieses Jahres zählte die bremische Statistik !M,27ti vom Nordd. iilcijb beivrderte Auswanderer, Hamburg hatte O3.3S3 auszuweisen, oder etwa doppelt so viel, als in den Jahren 1885 bis 1887 und auch noch 1889, rn wo an ein sehr schneller Aufschwung 'kfrlgt. G?g?n das vorige Jahr kann "Ham?urg scku mit einem Zuwachs von .tioa 3tt,0i) Auswanderern rechnen, väbren) Bremen dem nur 14,000 zegenübersteUen kann, Hamburg schreitet :lso so rasch vorwärts, daß es bei iliÄkm Fortschritt noch in diesem Uv' rat den ersten Platz zurückerobern wird. ,'!?ch ausfallender sind Hamburgs Fortchritte im, Schiffsbestand, wie sich aus xm kürzlich vOm Reichsamt des Inlern herc-usgegebenen Handbuch, für ie deutsche Handelsmarine auf das )hr l8l)1 ergibt. Am 1. Januar )ides Jahres bestand Bremens Flotte us 351 Seeschiffen mit 375,812 Rezisterkons Netto, welche sich aus L10 Segelschiffen mit 1ö,08 Tons und und 141 Dampfern mit 179,204 NeMertens Netto zusammensetzten. Hammrg besaß dagegen S6S Seeschisie mit S21.405 Nequtrrtons Netto und zwar :53 Segelschiffe mit 164,650 Tons rnd L97 Tampfer mit 356,755 Tons, demnach ist die Hamburgische Flotte :er Bremischen um L14 -Schiffe mit t45.593 Ten überlegen. Noch vor 5 fahren war die Tvunenzahl der Bre arischen Flrtte ungefähr ebenso groß, als diejenige der Hamburgischen, nämiich 317.Ä0:; gegen 319,461. Im Jahre 1875 besaß Bremen 239 Schiffe mit ,86.582 Registertons Netto. 1891 sind ti 351 Tchiffe mit 375,812 Register tons Netto. Hamburg hatte 1875 schon 431 Schiffe mit L 10,583 und 1891 gar 565 Schiffe mit 521,405 RegistertvnS Netto. , Die gefammte deutsche Kauffahrtei flotte hat gegen das Vorjah, uns 59 Seeschiffe mit 112,692 Tons zugettom men, sie bestand am 1' Januar die-'ee Jahres aus 353 rezistrirten See schiffen (ven mehr als 18 Registertens) Alt einem Raumzehalt von 1,4 ;:!.4l.. Registertons Nitto und 40.449 Wlaxiv Besatzung. Davon entfielen auf 275: Segelschiffe 709.761 Reaisiertons 1?!etto und 1P, 13? 'Mann, aii 396 Dampfer (847 Schrauben und 49 Naddam; fer ) i 23,652 NegilrloNs Netto und mUt 317 Mann VesaWttg. Tie schnei Zunahme der Dampfer- und die sZb ahme der Sezelfloue zeigen folgend. Zahlen: 1875 zZHUe 4303 .Segelschi. init 878,385 egisleitons Netto' und fim Tampfer mit 189,998 Register' rcnl Neklo. Vaaec-en enNaüeu an i891 nur noch 2757 Segel schösse Nl i 79,761 ReisterNs Netto btt ;Kaumgchalt eer. einzelnen Regler hat gegen früher erheblich zugenommen)' und d9; amp'er mtt 723,652. Regiziertous Netto. Treu wie Gold. .Die Frauen sind so treu wie Gold" Das glaub' ich auch auf's Ärrt, Penn gestern noch war ein Zehnmark' Stück mein, , Und beute ist es fort. ; ' 1. Parole : Aurora. .
Vom Nnlanöe. .Auf der land wirth schaftlichen Ausstellung, welche letzte Woche in Ftyeburg. Me., stattfand, war ein Pflug zu sehen der 115 Jahre im Gebrauch gewesen ist und ein Bilderrah inen, welcher vor 120 Jahren aus einem Fichtenstamm gesägt und geschnitten worden war. Ein Mann Namens John Pitt entsprang letzte Woche aus dem Gefängniß in Lenoir, N. E. Äierundzwanzig Stunden später kehrte er zurück und l'.eferte sich freiwillig wieder aus. Er hatte sich im Walde verirrt und
Anqn bekommen und meinte, es m imj Gefängniß sicherer und komfortabler für ihn. Pfarrer I. SanderS Reed von San Francisco sagt. , der für die Postofsice in jener Stadt ausgesuchte Platz sei zu $250,00 abgeschätzt und nicht mehr als ollerhöchstens t250, 000 werth, er sei aber für mehr als eine Million Dollars verkauft worden ; das Volk sei schmählich beraubt worden und seine Pflicht ist es. - zu proteftiren. A cke r bau minister R uS k halt an den Gewohnheiten, die er im elter lichen Haufe von früher Jugend her angenommen hat. Selten ist er Abends nach 9 Uhr noch aufzufinden, wird er durch nichts daran gehindert, so geht er schou um halb 9 Uhr zu Bett. Sobald der Tag anbricht, steht er auf, er frühstückt nach, deutschem Gebrauch, -nimmt punkr 12 Uhr sein Mittagsdrod und um 6 Uhr sein Abendbrod. Die fashio, nadle Welt belächelt seine Gewohnheiten und nennt ihn überspannt, dabei ist er doch der populärste Beamte in Washington. Die Regenmacher- Onkel 3!nsk's haben in San Diago, Tex.. mit ihren ELperlmenten schließlich doch Er folg gehabt. Nachdem sie unter Leitung der Lieutenants Allen und Dyer und mit Hilfe einer Anzahl Soldaten deS 23. Infanterie Regiments eine fast ununterbrochene, fünfzig Meilen weit vernehmbare Kanonade unterhalten hatten, stellte sich ein lang anhaltender, sehr starker Reg-n ein, der Alles durchweichte. Vier Stunden vorher war der Himmel, noch ganz wolkenlos gewesen; eine stunde lang regnete eS derart, daß sich in tief gelegenen Stellen förmli l,e Seen bildeten und die Masse des Wassers gar nicht versiegen wollte. In San Diego selbst betrug der RegenZall zwei volle Zoll und nach Telegrammen von auswärts hat sich der Regen vierzig Meilen g'gen Nordosten. 103 Meilen gegen Westen und 30 Meile gegen Züdwesten erstreckt. Die Viehzüchter uns die BaumwoUettpjlanzer meinten, der Regen sei gar nicht zu bezahlen und die fürdas Experiment ausgegebenen $2,500 seien sehr gut angelegt gewesen. Zehr günstige Offerten haben die Regenmacher erhalten, nach Mexiko zu kommen und dort in den unter großer Dürre " leidenden Gegenden ebenfalls Regengüsse zu erzeugen. Zwei' Farmerstöchter in Mountain Home, Ars., Mary WelleS und Julia Roberts, lieben das Jagdoergnügen und sind tüchtige Schützen. Oft gehen sie Abends auf den Anstand und bleiben die ganze Nacht im Walde, schlagen sich ein Lager auf, wenn sie oon der Dunkelheit der Nacht überrascht werden. Vor einigen Tagen gingen sie schon am frühen Morgen auf die Jagd, um womöglich wilde Truthühner zu erlegen. Sie hatten ihre Jzgdtaschen mit Proviant gefüllt und künoigten zu Haufe an, daß sie höchst wahrscheinlich flicht vor dem nächsten Morgen nach Hause kommen würden. Ter Tag verging und als der Abend anbrach, begaben sich ' die slotten und muthigen Jägerinnen auf den Anstand. Als sich die dunkle Nacht eingestellt hatte, betteten- sie sich auf Gcttes Erdboden und schliefen sehr bald ein. Plötzlich wurden sie aber durch das Geräusch eines großen Thieres, da Z um sie herumschnüffelte, aus ihren romantifchen Träumen erschreckt. Sie sprangen auf, Mary WelleS ergriff einen nüppel und schlug nach dem schwarzen Gegenstand vor ihnen es war ein Bär den sie auf die Na'e getroffen hätte. Brummend packte der zottige Geselle Mary, die laut aufschrie, beim Arm und zog sie fort. Julia er griff die Flinte, lief dicht an den Bären heran, setzte ihm den Lauf, der schwer geladenen Schrotflinte hinter hie Schulter und brückte ab. Der Bär stürzte zusammen und war bald todt. Mary kam mit einem leicht aufgeritzten Arm davon. Beide vordlieben bis Tazesanbruch auf ihrem Posten und erlegten vor ihrer Heimkehr drei feine TrutHühner. - . Eune neue, interessante Höhke ist im Tow:kship Seth, Harrisvn Eounty. Ky.. entdeckt worden, welchedie, jenige von Marengo und Wyandotte an Schönheit bedeutend übertreffen soll. Ein Wasser, welches die am Bück Creek gelegene McEarttzy'sche Mühle treibt, eniipringt im Jnaern der Höhle. Der Eingang zu derselben ist etwa 20 Fuß breit und 5 Fui doch. Durch die Höhle langt man m einen 4j Fuß hohen nnnel. der niy zu eine'halbe Meile i ng ist uni m welchem zwei Fuß tieies a t .für, das man zu durckwaten nai. Aus dem Tunnel herausg langt, sieht man zwei prächtige Wasserfalle, einer acht, der andere Zwölf Fuß hoch. Hinter den Wasserfällen kommt man in einen trockenen Gang, welcher durchschnlttlich 20 Fuß hoch. 1 Fuß breit und eine Meile lang ist. Die Decke ist mit schneeweiß,, durchsichtigen Stalactiten ge'chmückt und auf dem Boden sind zahlreiche Stalagmiten-, zu bemer'en. Hin und 'wieder kommen Stalaktiten und Stalagmiten zusammen und bilden Säulen, welche. "vom Licht getroffen, einen .prachtvollen Anblick darbieten. Sehenswerth ist die in der, Höhle be sindliche natürliche Brücke, unter welcher sich krystallklareS : Wasser über die Felsen ergießt. Bemcher der Höhle können drei Wege einschlagen. Einer derselben ist trocken, die beiden anderen nichts Schlägt, man den trockenen Weg ein, so kommt man in eine 100 Fuß lange und , 60 Fuß,! hohe prachtvolle Hälle.. Um Alles zu sehen und bis an'S Ende der Höhle vorzudringen, soll ein halber Tag nicht ausreichen. 2. Losung : Hosbräu.
Vom Auslande. DiepolitischenKampfi tit Norwegen gewinnen mehr und mehr ein echt dramatisches Interesse. Björnson ist der Hauptagitator gegen den Fortbestand der Union mit Schwe den und' steht an der Spitze der Radikalen,,die vor allem einen eigenen norme gischen Minister des Auswärtigen verlangen. Für diesen Posten chat die Partei jetzt auch bereits einen Candidaten in Aussicht genommen: eS ist der Sohn des Dichters Henrik Ibsen,' der Dr. Sigurd Ibsen, ein noch sehr junger Diplomat, der früher in den Bureaux des auswärtigen Amts in Stockholm'"vorübergebend beschäftigt gewesen und deshalb dazu ausersehen ist, in Norwegen Stütze der Gesellschaft" zu spielen. Herr Ibsen jr. hit über die Art und Weise, wie die beiden künftigen auswärtigen Minister der norwegisch-schmedischen Union mit ein ander geschäftlich verkehren sollen, eine eiqene Idee; er denkt sich nämlich diesen .Verkehr als einen telephonischen. Man darf wohl mit einiger Spannung der weiteren Entwicklung und dem Ausgang dieses nationalen Schauspiels, bei welchcm die beiden größten Dichter Norme? genS indirekte Mitarbeiter gewesen, entgegensehen. Ein Blatt, daS keine neuen Abonnenten haben will, dürfte heutzutage etwas recht Ungewöhnliches sein. In Gumbinnen existirt ein solcheS Unicum ; allerdings ist es ein amtliches Organ, kein Privatunternehmen. Ein Einwohner 'von Königsberg bestellte vor Kurzem bei dem dortigen Postamt ein Abonnement auf das Amtsblatt der königlichen Regierung in Gumbinnen"' für das vierte Quartal
1891. Einige Tage darauf erhielt er von der Postzeltungsstelle m Gumbmnen folgende Antwort: Die Auflage ist vergrlsten. Eine neue Auflage findet nicht statt, die Bestellung kann daher nicht ausgeführt werden." Auf die Reklamation deS königlichen Postamtes, welches das Abonnement angenommen hatte, ergmz am 24. September sol oende Antwort: Die Erpedition deS hiesigen RegierungS-AmtSblatteS veran ttaltek- iährlich eme Aufläse von 250 Exemplare für freiwillige Bezieher, eine neue Auflage in keinem Fall. Da die angegebene Exemplarzahl bereits seit längerer Zeit vergriffen ist, so kann die Bestellung mcht ausgeführt werden." Dem .Standard" wird aus Petersburg gemeldet: Nach den in der ttreutzerfonate" und anderen Wer ken Tolstois ausgesprochenen Grund sätzen hat sich eine Secte unter dem Namen .Perhovtsi" gebildet. Ter Gründer ist ein begüterter Edelmann, die AnHanger und Änhängerinnen sind meist Leute von höherer Bildung. Sie arbeiten aus den Gütern des Gründers und ihren eigenen wie gewöhnliche Bauern und tragen Bauernkleidung. Wenn auf diesen Gütern nicht genug Arbeit für sie vorhanden ist, verdingen sie sich als Arbeiter oder arbeiten umsonst auf den Nachbargütern, wo sie die neue Lehre zu verbreiten fuchen. Sie beHäupten, die gegenwärtige menschliche Gesellschaft sei so unheilbar verderbt, daß es das beste sei, sie sterbe aus. Zie verabscheuen daher die Ehe und jede Form der Vereinigung zwischen den beiden .Geschlechtern. Nach Vol Endung der Tagesarbeit beschäftigen ne sich mit der Auslegung des Evangeliums in Tolstois Sinne. Da die Secte sich kaum weit verbreiten dürste und verhältnißmäßiz harmlos ist, sind v e Behörden bisher nicht gegen sie eingeschritten. Aus Wien berichtet das dortige Extrablatt: Es war an einem der kritischen Tage, die Professor Falb für das Jahr 1891 angesagt hatte. Für Frau Pitner begann das Kritische schon früh Morgen. Es kam um 7 Uhr Morgens die Nachbarin Frau Jo Hanna Stummvoll in die Wohnung der Frau Pitner und überhäufte diese aus Anlaß eines kleinen Streites am Vortage mit den artigste Complimenten. Frau Pitner antwortete mit Worten gleichen Kalibers, und da ihre Gegnerin trotzdem nicht aufhörte, so ergriff sie endlich ein Gefäß mit weißem Henkel und schüttete" dessen ' Inhalt über das Lockenhauht der Stummvoll. Diese unfreiwillige Douche ernüchterte die so redselige Person und sich schüttelnd wie ein nasser Pudel, eilte sie von dannen mit den Worten: Beim Gericht sehen wir uns n ieder!" Dre beise Frauen standen sich jüngst vor dem InjurienRich:er des Fünfhauser Bezirksgerichtes gegenüber. Beide .Parteien sind 'geständig, doch war kein Ausgleich mög lich. da Jede eher gestraft werden w ll. als sich versöMN. Der Richter fäll'e einen Schuldipruch und verurtheilt? Johanna Stummvoll zu vierundzwan' z'g . Stunden h strengen Arrestes und Anna Pitner zu zehn Gulden Geld strafe. Graf Leo Tolstoi ver offentlicht folgende Erklärung in der Nowoje Wremja": Infolge häufiger an mich gerichteter Anfragen um Erlaubniß zur Herausgabe, Uebersetzung oder Aufführung meiner Werke ertheile ich hierdurch Allen, die es wünschen, das Recht, in Rußland wie im Aus lande, in russischer Sprache wie in llebersetzunzen, alle meine Werke, , die von 1831 an aeicyrreoen uno rn zwoi? oder dreizehn Bänden erschienen find, unentgeltlich herauszugeben bezw. aufzuführen. Diese Erlaubniß erstreckt sich auch auf alle meine ' noch nicht herausgegebenen Schriften und auch auf diezentgendle noch kunstlg erscher nen könnten! Ein lit e rari s che S Curiosum verspricht ein Roman zu werden. welcher.demnSchst in den Spalten der englischen 1 Damenzeitschrift Gentlewoman" erscheinen wird.' 5iedes Eavi tel der Erzählung ist aus der Feder eines anderen Schriftstellers und - ohne vorherige Rücksprache mit den verschie. denen Mitarbeitern verfaßt. Der Ro man trägt den Titel FeuellaS Schick, sal." Die belangte SchriftsteNerin Miß Helen Mathers schreibt das Eröffnunzscapitel, während Mr. Justin H. Mc arthy. MrS. Trollope, Mr., Eonaa Toizle, Miß Mary Erommelin, Mr. F. r& ert e- .1.; J1 ,.... '' . ." . 'w, , I u. PylUips, Nita-, mz. Zojept) Hat.k ton, MrS. Lovett Eameron, Mr. Bram ! Stocker, Miß Florenee Marryat .Franl i Danbn". MrS. Edward Kennard. Mr. l
Hungertord, MrS. Mac. quoid und Mr. Gesrg Manville Fenn die Fortsetzung und den Schluß übernommen haben. Im Theater des K asi nos der Badestadt Spaa wurde unlängst "Mam'ell Nitouche" gegeben. Im zweiten Akte ertönten plötzlich vom Amphitheater aus die Rufe: Feuer! Feuer!" Obwohl sofort von der Bühne aus erklärt wurde, es brenne nicht im Theater, brach eine fürchterliche Panik ans. Alle Zuschauer stürzten nach den Ausgüngen. Mehrere Personen sind verletzt, andere wurden von Weinkrämpsen befallen. Es war ein blin der Feuerlärm gewesen. Im Arbeitözimmer des SecretärS de? Kasinos war ein sofort gelöschter Kaminbrand ausebrochen. Ein vor einiger Zen verstorbener Bürger der Stadt Dussel dorf. Äders, bat die'er Stadt mehr als eine Million Mark mit der Bestimmung vermacht, daß die Summe zur Verbesserung des L'ooseS der arbeitenden Klassen Verwendung finden soll. Die hochherzige Stiftung hat vor Kurzem die landesherrliche Genehmigung ge funden. Gegenwärtig ist die städtische Vertretung damit beschäftigt, die Be stimmungen auszuarbeiten. Nach der Absicht des Stifters sollen von dem Kapital Arbeiterhäuser gebaut werden, in welchen würdige Familien von Fabrikarbeitern gegen geringenMiethspreis angemessene Wohnungen finden. Man gedenkt im Umkreise derStadt kleinere Häuser zu erbauen und den Miethern so iünnig : Bedingungen zu gewähren.daß t im ödufe der Zeit die Häuser selbst -' k'-'n kö'.'.nen. In London erregt zur Zeit der Selbstmord der Schauspielerin Lydia Manton vom.GaietyDheater ungemeines Aufseben, zumal eS scheint, daß Mittel aufgeboten wurden. den Vorgang zu vertuschen. 'Die Leichenbeschau Untersuchung stellte fest, daß Miß Manton am Dienstag Abend in größter Aufregung Earbolsäure genom men bale. welche ihren Tod unter den größten' Schmkrzen zur Folge gehabt hat. Man will nun aber wissen, daß das Benehmen Lord Charles Montagu, welcher eine Wobnung für Miß Manton seit letztem Januar gemietbet hatte, Schuld an ihrem tragischen Ende ei. Lord -CbarleS trat jedoch selbst als Zeuge bei der Untersuchung auf und sagte aus, daß zwischen ihm und der Verstorbenen stets daS freundschaftlichste Verhältniß bestanden habe. Vor seiner Bekanntschaft mit ibr habe Miß Manton sich schon e'nmal mittels Opium das Leben nehmen wollen. Dre Unter snchMg förderte im Uebrigen keine Verdacht erregenden Umstände zu Tage. Miß Manton war ein gefeiertes Mitolied des Gaietu TbeaterS und eine Schönheit ersten Ranges. Die Erörterungen über das Wort Parvenu sind heute ziemlich müßiu. da die ofsicielle Fassuna der Erfurter Rede den Ausdruck nicht ent bält. Jnd-ß ist angesichts des, Lärms der franzönschen Presse wohl auch nach träalich noch eine Erinnerung in teressant. die die Rbein Wests. Ztg auffrischt. In der bekannten Rede, die Napoleoi Hl. an das granrt eorp d'Etat richtete und in welcher er seine Verbindung mit Eugenre von Montljo mittheilte, kommt folgender Passus vor: Oeffentlich nehme ich gegenüber Europa, die Stellung eines Parvenus ein, denn das ist ein Ehrentitel, wenn man seine Erhebung der freien Wahl eines großen Volkes zii danken hat." Tie Stelle findet sich im Moniteur" vom 23. Jannar 185?. Nach den neuesten, soeben erschienenen geographisch statistischen Tabellen für 189192 von Fr. v. Ju raschek gibt es, gegenwärtig 232 Städte auf der ganzen Erde, welche über 100.000 Einwohner zählen. Die 14 Millionenstädte sind: London: 5,6, Paris: 2,3. Berlin; 1,6. Tokio: 1.4. Wien: 1.3. Chicago: 1.1. Philadelphia. Sutschau. Siangtau, Singau und Tschautschau mit je 1 Million Einwohner.' Eme Bevölkerung von 1 Million haben 18 Städte, von 300500.000 Einwohnern: 31 'Städte, von 200 300.0 )0 Einwohnern; 39 Städte; und j3on I0li.iil)0 200.000 Einwohnern! 130 Städte. i In Pariser Blättern wird ein Brief der-spanischen Sängerin Elena Sau; an den Direktor des Liberal In Madrid veröffentlicht, in welchem die Dame, die dem verstorbenen König Alfonso XII. personlich sehr nahe ge standen haben soll, erklärt, sie schenke das Vermögen ihrer beiden unmündi gen Söbne den Opfern der letzten Ueberschwemmung in Spanien. Die Summe, welche Frau Sauz dem Preßausschuß, der für die Ueberschwemmten sammelt, zur Verfügung stellt, beträgt nach ihrer Anz abe 250.000 Francs. . Die russische Botschaft empfahl dieser Tage, wie man aus Pa. ns schreibt, dem Professor Cbarcot. einen Finnläner, welcher im russisch türkischen Kriege einen Stich mit einem Bajönnet erhalten hatte, dessen Spitze in der Wunde bliebe Diese beilte u und acW Jabre lang spürte der ehe. malige Freiwillige nichts mehr. Dann aber besielen ihn beftige Schmerzen, am meisten, wenn er sich niederlegen wollte. , . . w r . . . . ' r uns io nai er ie-.l !Ms hagren kaum geschlafen! Voller Verzweiflunq trat er zu gun den Weg nach Paris an, mu der men Idee, Charcot allem vermöchte ihn zu heilen, und dieser nahm den Kranken iu die Klinik der Salpetriere auf. - Wie stch die leiten an. dern! In Versailles hat Dom Vedro den Aerzten Simmola, Charcot , und Grafen von Motto-Mala De.-lkmünzen überreicht, die' in ihrer aeschichtliÄcn Eigenart emztg dastehen. Sie träaen auf der einen Seite das Bild des ai scrs und aus, der anderen den Namen deS ArzteS Mit denschrii't: Das brasilianische Volk aus Erkenntlichkeit dem Dr. X . z ... weil er ihm das kost' bare Leben seines väterlichen Kaisers erhalten " hat.", Inzwischen versagte V"-a. ."?;''!.-. , . . ' - . n. vas oraiuianiicge vir lernen väterlichen Kaiser," während die Münzen unter der Präge waren. auS dem Lande, erst vor Kurzem wurden i' : sie fertig und Tom Pedro durch die Akademie der Wissenschaften in Rio de Janeiro zuge sand ., '
Richard Dowltng. MrS. Mrs. Arthur a . Becken.
Eisenbahn - Tabelle
Ankunft und Aligang der verschledkr.en Eisen bahnzüge im Union Depot, Indianapolis.. Vandalia. Abgang Postzug Expreß Expreß Accomodation Erpreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodatton . Expreß Schnellzug . . Accomadation 7 30 Vm 11 50 Vn, 1 m Nm 4 m Nm 7 00 Nm 11 00 91m 3MNm 4 15 Vn, 10 00 Vm 2 50 Vm 5 20 Vm 7 45 Nm Elevcland, Eincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clcveland Tivision. Abgang Expreß 6 30Vm Expreß 9 35Tm Expreß 1145rn Limited Expreß 3 20 Rm Expreß . . 6 45 Nm Ankunft Expreß 7 00 50m Expreß . . 11 10 Bm Limited Expreß. 11 55 Pm Expreß.. 5 00 Nm Expreß .10 50Nm Et. Louis Division. Abgang Expreß 7 30Dm Limited Expreß 12 3 Nm Expreß 5 20 Nm Expreß, täglich 10 55 Nm Ankunft Expreß täglich. 3 20 Pm Expreß.. , 9 25 Bm Limited Expreß 2 55 Vm Expreß 20Vm Chicago und Cincinnati Tivision östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Pm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation 10 55 Vm Na,u 3 00 )im Accoinod. jnur Sonntags). 5 00 Nm Accomodation 6 45 Nm Ankunft Rushoille Accomodation.10 35 Vm Postzug...... 11 50Vm Jnd'pls Acc. (nur Sonnt.). 12 35 Nm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abaana Accomodation 7 10 Dm Scknell.Post 12 01 Nm Lafayette Accomadation 5 15 Nm Schnellzug. 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Scbnellpost 2 50 Nm Accomodation 6 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 03 Nm Danville Accomodation 5 05 Nm Expreß 10 5Z Nm Ankunft Expreß 315 Pm Danvllle Accomodation. . . .10 40 Vm Expreß 2 40 Nm ' Expreß p 35 Nm Peoria Division östlich. Abgana Expreß 3 35 Vm Accomodation 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß H 45 Pm Accomodation r. 9 00 Pm Expreß 10 30 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß 7 15 Vm Expreß 1 20 Nm Erpreß 7 00 Nm Schnell.Erpreß 11 10 Nm Ankunft Schnell. Expreß 3 20 Vm Expreß 10 30 Vm Erpreß.. 2 50 Nm Expreß....... 20 Nm Piltsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vm Colllmbus Accomodation.. 9 00 Vm Expreß 3 00 Nm Nichmond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 5 30Nrn Ankunft Nichmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß ,..12 50Nm Accomodation.'. 3 45 Nm Expreß 50 Nm Expreß 9 00Nm Chicago Division via Kolomo. Abgang Expreß.. . st, . Expreß...... Ankunft Expreß .. . Expreß ....1105Vm 30 Nm .... 3 30VM .... 345 Nm Louisville Division. Abgang Expreß 3 40Vm Louisville Accomodation.. . M Vm Schnellzug. . 3 55 Nm Accomodation 4 3) Nm Ankunft-Accomodation 10 25 Vm Schnellzug 11 00 Vm Accomodation 6 00 Nm -Spezial taglich... 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton'Und Jndianapolis. Abgang-Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodation . . 10 45 Vm ' Expreß 3wNm Expreß 330 Nm Expreß 6 30 Nm Ankunft-Accomodation.. ........ 9 15 Vm Expreß ., 11 15 Vm Expreß 7 45 Nm Expreß :..10 55Nm Expreß '....12 35Vm Indianapolis und VincenncS. Abgang Expreß . . , 7 30 Vm Vincennes Accomodation.. . 4 10 Nm Ankunft-VincenneS Accomodationll 00 Nm cxpre.. ....... 505Nrn Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß 6 30 Pin erpreß "i 1145Vm Ervrek : . R dZ m-m Ankunft Expreß 11 10 Vm - nxprey. öooin Expreß....... .....1050Nm Indianapolis, Decatur und Western. AbaanaErvrek . 8 30 Vm Accomodatton ... Schnell-Expreß..... Ankunft Schnell. Expreß . . Accomodation . Expreß...... " Ml. V - 4 20 Nm .lIMNm 3 30Pm 10 10 Vm ...... 4 45 Pm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß....:. , ErvreR .... MA Tl . 4ft i 'i 1 ,io.i';Jr I 10 ,rn m. Monon Accomodation ..... 5 20 Nm Ankunft Expreß , , .... ... 3 25 Vm Monon Accomodation 10 40 Vm " EPeß 'tv' m i ' . . 3 20 Nm ....... ,, ,, I n I HWH. 00 yrtr I b.In(r mA br Jahm . Goodirln.1 roy.N. Vt wüth für . Krtl.r, yu ! buI niak aiurli, bul f tMoh yon quirkly huw to t-i n ftvtn ti f 10 il.jr .( h. l.rl, and Oior. z 01. Hvth all . Ju urt ot 'inf all yHtr l(u,or tr tnoaueau onlr to Ui Work. AH Im n. Uraal tj 61 kai' fr, r ..rry rniar. Wa aurt you, ftimiahin rarrthliif. EASILT. 81'EtIXLY taarant. l'A UHVWA.HA rki-K. Addraaa at er. htlMMMi 10. IvaTkiAttj UUJbV ArnerH-. ou tn uninioar at hunic. ai.
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Indiana ?? nvune ist das einzige Blatt in Jndiana, wel cheS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Partettn tcressen kämpft sie unentwegt für Freiheit. Recht aus allen Gebieten des LebenS. Die Arbeit des VolkeS ist die Schöpferin alles Wohlstandes und da rum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Pflicht empfinden Leser der Jndiana Tribüne zu sein. DaS reichhaltige Sonntags - Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lesestoffes. Der JlbonnclncntS - Preis der taglichen Tribüne ist Z.2c, des Sonntagsblatts Je, beider zusammen 13 Cts., per Woche oder 63 Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet das Tageblatt 3, daS Sonntagöblatt $2 per Jahr, beide zusammen $6 in Vorausbezahlung. rueZzsnchett aller Art werden rasch und billig auS-'" ' fm r . 1 '' fc v ':' ' " -if''' gefuhrt. - Eintrittskarten, Quittungen, Constitutionen, Necbnunacn, ' ' ' ,;' " (SefcbäftS karten, Briefköpfe, Zirkulare, 4 ,, MI 5 Programme n. f. w. , .v. r f j , , i für Geschäftsleute und Vereine werden ,.i hl?1 i i ;F il: 11 geschmackvoll ausgeführt. " - IltliM, 141 li Ülil! V.4 t,p ' f IIH Hl . lt,i , m Kifiüüfm'a Kr,u mmmu m ' , , ' II! , i n. j!, Indianapolis. ' Ind. 9$ : i
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