Indiana Tribüne, Volume 15, Number 37, Indianapolis, Marion County, 25 October 1891 — Page 7
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Sis Ahnung des Todes bei den Thieren. i x. Den . Haschkrt. BKr Mengen toifieit dmck die Er sahrungSwlssenschaften, daß daS Endziel An ti gen mn ver rurcy ras HZZtöttche Aushören deS Stoffwechsels . 7 r '1 . mo onaa) sucy rer yaiigiilktt r i'nzewn Organe bedingte Tod ist. Die KentZIiebbare Macbt des Todes ist selbst dein besten, noch von keinerlei Kulta? bekeZtm" Naturmenschen wchl bekannt. K daß üb dieselbe keinerlei Zweifel besteht. Dahingegen ist schon diel darüber ßestritten worden, ob auch die Thiere eme Lorstellunz von dem ihnen bcvorstchen den Ende hätten, und während die Einen daS Wisien um den Tod für ein xuh schließliches Prärogativ deö Menschen rtlären und versichern, daß daS Thier, so verständig eL auch sein m5ge, dennoch den Tcd absolut nicht kenne, sind andere Forscher der Ansicht, daß doch manche der höheren Thiere, namentlich Hunde, Assen und Elephanten, und zwar solche, die lange mit Menschen zusammen gelebt haben, wenigstens O eine Ahnung von dem Tode besitzen. Im Allgemeinen laß: sich ja niHt leugnen, ras die Thiere, denen das ao sirakte Denken abgeht, die nur in der Gegenwart leben und eS zwar zu An schauungen und Combinationen solcher, me aber znr Bildung von Begriffen, zu bringen vermögen, auch keine Zukunft sich vorstellen können und somit auch nichts von einer in der Zukunft liegen den ?.ers!öruNa deS Individuums wissen. Die Vögel z. V. lehrt doch selbst der I m ' . Y . a-- P, . 1 o wunrerdar emw'.crene LNttMlr rer Erhaltung der eigenen Jungen weder den Tod, noch seine Folgen kennen. Wenn eir.eS von den beiden jungen Täubchen im Nest deS Taubenhauses stirbt, so macht in der Negel weder Va ter noch Mutter die geringste Ansirenlebenden Vögeln. Als wir vor ungefähr einem Mo nar", erzählt Marquis de Cherville, zu fällig an einer Eceltanne vorüber gin gen, auf deren Zweigen ein Finkennest war, bemerkten wir, daS der Kopf eines der fünf. jungen VSgelchen, die sich da rin befanden, regungslos auS diesem Neste heraushing. Am dritten Tage darauf hatte sich der kleine Kadaver auf den Boden des NesteS gesenkt und die Ueberlebenden benutzten ihn als Kissen, ohne sich irgend welchen Skrupeln hin zugeben,, obgleich die Ausöünstungen zchon bemerkbar waren. Am sechsten Tage war em zweiter junger Fmk ge Korden, sei eS infolge des verpesteten NestcL oder auS einer anderen Ursache, ab sein Leib blieb in dem Neste, ohne daß der Aa!e? oder die Mutter versuch ten, es von diesem Pestherde zu befreien, Stückchen Arbeit, das dmchaus nicht über die Kräfte ging." ' sAnders ist es aber, wie schon hervor geboben, bei gewissen höheren Thieren, und hier lassen sich in der That verschie dene, gut beglaubigte Fälle beibringen, aus denen man entnehmen könnte daß tei einzelnen Individuen doch zuweilen eine ÄhnunJ vom Tode und seiner düstern Bedeutung vorhanden sein mag. Festgssttllt ist, daß manche Hunde bei dem Tode ihrer Spielzenossen oder ihrer Wohlthäter von tiefem Schmene ergrif fen werden, und zahlreiche Beispiele ver' biegen diese Thatsache. . r Zwei Hunde, eine alte Dogge und ein Neufuncländer, lebten einträchtig zusam men in einem Schlosse der Umgegend von Genf. Auf einem ihrerStreifzüge wurde die Dogge von irgend einem Uebel befallen und fiel auf einmal todt nieder. Da sah man, wie der Neufundländer seinen todten Freund nach dem Schloße zurückbrachte, in dem Hofe desselben ihn niederlegte und dabei Zeichen außeror dentlicher Verzweiflung zu erkennen flab. Ein anderer Fall, dessen sich einst Na poleon auf der Insel Helena recht lebhaft wieder erinnerte, da derselbe auf fein sonst so hartes Gemüth einen Ein druck gemacht hatte, denn er niemals wie der zu beseitigen vermochte, ist folgen? der: ..Eine stille Nacht herrschte ringS um jer." so erzählt Napoleon selbst, beim Zellen Schein deS Msndeö erblickten wir eim Reiten über das weite Schlacht seid von Castiglione einen Hund,' der, als er uns wittert unter den Kleidern nneS erschlagenen Mannes hervorstürzte, grimmig auf unS wsprana und dann heulend und winselnd rasch umkehrte, das Gesicht seines getödteten Herrn leckte und mit erneuerter Wuth dann wieder sich gegen uns wendete. Dieses arme Thier schien zugleich Hilfe und Rache zu. fordern. Schreibe man eS der , äugen vlicklichen Stimmung, dem Orte) der ' Stunde oder Handlung zu, so viel ist ge wiß. daß nie eines tneiner Schlachtfelder einen ähnlichen Eindruck auf mich ge macht hat. Dieser Mann, dachte ich bei mir selbst, t)at vielleicht Diele Freunde und liegt litx von Allen verlassen, nur nicht von seinem treten Hunde Welche n i. . ?. t c nr . r t - r - eore gior ur.s ot licavvx dwcq oiezes Thier i Und wie tief liegt , daS Geheim ni der menscbitchen Empfindung! Ich hatte, ohne GemüthSunruhe Schlachten angeordnet die über das Sqickjal des HeereS entscheide mußten ; ich i hatte trockenen AugeS Bewegung geleitet, wel be viele von ul dem Tode entaeaen kühnen und hier auf inmal fühlte ich ' t. r . . . . t jisu in i i: J tm' ;:!!' mq wegi, erqunerr omq o iixrn -; fel und Heulen emeHundeS !" In beiden Fällen echte der Hund die große Veränderung ttkannt haben, die ' dort an seinem Freunde, hier an seinem Herrn, und Wohlthäter sich ' vollzogen ' hatte. Vielleicht ahnte er zugieich daS bittere LooS der Trennung, das ihm von da an' Geschieden war und wodurch er vl so heftiaen Auibrüchen deS Schmer L zes veranlükt wurdMUnd wie tief und anhaltend der Schmerz über den Verlust eines liebten Wesens ein Elches Thier - ersreifen kann beweist uns 7 auch eine , Thatsache auS msirtZeU.??: 7 'Anfangs 1879 eldete man aus dem Städtchen Nidda in Oberhessen : VKVawnach der Sendisug des Vtt. 1 germeifterS "Kirchhof zu Uterfchmittn fand ma, daß in seinem LrabeShligel ,e:ne ansehnliche Vertiefung entstanden tvar. Niemand wußte dasSr ein'x Er IlüNW l jQä rSwer Nus'
aung, um d;e Uedertedenoen von der Nachbarschaft der Leiche befreien, und ein gleiches Verhalten zeigt sich bei frei
merlsamkeit jedoch bemerkte "man bald, daß der Jagdhund deS ' Verstorbenen ÄbendS üoer die Friedhofmauer sprang und die Nacht auf dem Grabe seines früheren Herrn zubrachte. Das arme Thür nahm keine Nahrung mehr zu sich, so daö es in kurzer Zeit nicht mehr so viel Kraft besaß, noch über die Mauer zu ; springen. ES blieb daher dieNabt hin durch nur noch vor der FriedhsfStbüre liegen und kehrte mit Anbruch de! MoraenS nach seiner Wohnung zurück. Eine Tages fand man den treuen Hund afa gsmagert und zusammenaekaueN i einem Winkel ter Scheuer liegen ein Opfer der Treue, de: Anhänglichkeit an szmen Herrn." So rührend dieses Faktum nun auch ist, so beweist es indeß noch nicht, daß der brave Hund wirklich zu dem Bewußt sein des Todes gelangt war. Gewiß erkannte er, daß mit seinem Herrn etwa? vorgegangen war, wodurch .er von ibm getrennt wurde. Der Vorgang selbst hx blieb ihm wohl ein Natbstl, und wir dürfen nicht US dem Auge laffen, daß ein derartiger Trennungsschmerz ebenso oft bei fbr anhänglichen Hunden ein nur vorübergehender ist, und das oft
euch bei solchm d:e früberen Vreuno, bald vergessen zu sein scheinen. Herr von CherviLeerzahlt einen inte ressanten Fall, der geeignet ist, für das Zuireffende obiger Behauptung Zeugniß abzulegen. Vor sieben Jahren wurde ihm der Tod eines alten Freundes ge meldet, der in Paris als ein talentvoller Wiakx bekannt war. Am andern Mor gen begab sich der Verfasser nach der Wohnung deS verstorbenen Freundes. UlS er durch die nur angelehnte Thüre, : durch die sich die Frau auf einen Augen blick entfernt hatte, in die Todtenkammsr eintrat, bemerkte er mit Erstaunen, daß der schwärze Pudel des Künstlers unter das, über denselben gebreitete Tuch gekrochen war und auf dessen Brust sich ge lagert hatte. Hz mit Mühe vermochte er, denselben zu entfernen. Die unter dessen eingetretene Frau theilte ihm mit, 'daß daS brave Thier über den Tod seines Herrn ganz außer sich gewesen und die vergangene Nacht fortwährend auf das' Bett aesvrungen sei und bald den Kör per mit einer wahren Wuth geleckt, bald sich auf denselben niedergelegt habe. An dem stattfindenden Bearabniß nahm auch der treue Pudel Theil. Mit traurZg herabhangendem Kopfe schritt er unter dem Leichenwagen bis zur Pforte des Friedhoks. Hier wurde er an einer Leine befestigt und einem müßig stehenden Burschen bis zur Rück kehr zur Aufsicht übergeben. Als jedoch der Sarg in's Grab hinabgelassen wor den und zum Theid schon mit Erde und Steinen bedeckt war, erschien cuf ein mal der Hund, der sich losgerissen hatte und stürzte siH in's Grab hinab, um auch hier der seinem Herrn zu blei den. Es bedürfte großer Anstrengun gen, um daS Thier wieder heraus zu bringen. , Die Freunde des verstorbenen Kunst lers batten beschlossen, auf seinem Grabe ein kleines Denkmal errichten zu lassen. Als einige von ihnen sich nach dem Friedhofe begaben, um das Monument "in Augenschein zu 'nehmen, hatten ! sie nicht unterlassen, auch den alten treuen Pudel mitzunehmen. Und siehe da kaum waren seit dem Begräbniß wenig? Wochen vergossen und der Hund schien auch nicht d,e mindeste Erinnerung an jene ihm so trübe Stunde zu besitzen : er beroch den Rasen, unter dem sein frü herer Freund ,rute, mit derselben Sleichgiltigkeit, wie den auf den bei nachbarten Gräbern. Er hatte ihn und seinen &cd vergessen k Sollte man versucht sein, noch auf den Elephanten hinzuweifen, so geben wir gern zu, daß er eines der intelligent testen Thüre ist und bei dem Alter, wel cheS er erreichen kann, mitunter zu Er fahrungen und deren Nutzanwendungen gelangt, deren die übrigen Thiere nicht fähig sind. Dennoch ist auch beim Ele vhanten höchst zweifelhaft, ob er eint Vorstellung vom d? hat. Der in den vierziger' Jahren im PegentS-Park in London toll gewordene und erschossene Elephant sollte zuerst mit einer Orange vergiftet werden; er erkrankte, erholte' sich aber bald wieder, weil die Dosis zu gering gewesen war. Man suchte daher, m einer zweiten Orange ihm eine hin reichende Dosis beizubringen er natm sie aber nicht und fraß überyaupt keme Orange mehr, , ohne sie erst bin und her gerollt und vielfach berochen zu haben. Mochte ier auch zur Zeit der heftigsten Schr? erzen ,,mit , Todesschauern erfüllt sein, so erinnerte ihn der Anblick der spateren Orangen doch jedenfalls nur an die durch die ?erste erzeugten Schmerzes und nicht an den Tod selbst. ' " ,: ' ' :.l - .. J lj I ' .: rr , , Wir sehm also, daß selbst bei den klügsten und verständigsten Thieren von einer wirklichen Kenntniß des Todes nicht die Rede sein kann, sondern von einer Ahnung desselben in gewissen Fal len, wie das bei dem Mangel abstrakter Begriffe auch nicht ander? möglich ist. Wir Menschen wissen ja, daß , keiner von unö diesem Geschick entgehen kann, ebenso wie' wir wissen, daß wir schon vorder Zeit freiwillig sowohl dem eige nen Leben wie dem Anderer ein Ende bereittnPnnen.' Wir Menschen, wissen auch; daß alle Thiere die uns umgeben, in Kurzem nicht mehr da fein und durch andere ersetzt sein Nzerden; daß daS Ge wand der Erde mit feinem tausendfälti gen Blumenschmuck endlich welkt und in Verwesung übergeht ; daß sogar die Gesteine Und Felsen, die majestätisch bis zu den Wollen emporragen, allmählich verwittern und zerbröckeln, bis sie end lrch nach langen Zeitlüufen verschwun den und dem übrig Ädboden gleich fein werden. . , Das AlleS ist uns klar und deutlich wie daS Eine, daß eine Zeit kommt, wy auch das unruhige Herz, vas in unserer Brust hämmert ? und pocht, still stehen und sich auflösen wird in eine unorganischen Bestandtheile. Das AlleS wissen w und darum haben wir, aber-auch ur ir Menschen iue klare Erkenntni ß L deS odeS. Und diese? dürfte vielleicht der größte Unterschied sein, der uns vom Threre trennt. Bedenken wir doch auch nur, wie viel Jahre selbst der Mensch braucht, bevor derselbe in seiner Cstwickelung soweit vorgeschritten ist, um sich voll und klar bewußt zu sein, was dcr Tod yx btdeu ten habe. Ein Kind von vier Jahren , hat noch kein? Uhnunz dsa ; und r-.:inl Q-v dsj tbJlfc txtilii3
sieben Jahren, daS doch bis dahin schon so viel erfahren und gelernthat, wirklich den Tod schon kenne, wenn eS seine kleine Gespielen zu sich w'nkt und ihnen leise anvertraut, welch' schönes Kleid man dem todten Schwesterchen angezogen habe und wie eS mit den schönsten Blu men 'geschmückt worden sei? Erst daS Schließen, dann das Einsenken des Sar ges in die Gruft und endlich das Hinab rollen der Erdschollen erzeugen in dem zarten Gemüth die ersten unverwischba baren Eindrücke von dem Nimmerwie dersehen der Geliebten, von dem Schrek ken des Todes. Sehen wir uns nun einerseits nach alledem genöthigt, auch den höchst ent wickelten Thieren den wirklichen Begriff deS Todes abzusprechen, so können wir andererseits nicht umhin, anzunehmen, daß die höher entwickelten Arten ein deutliches Vorgefühl, eine Ahnung deL Tedss haben, eine heftige Empsinvung, die sie dicht vor dem Tode oder im Mo mente des Sterbens ergreift. , Wer sollte noch nicht bemerkt haben, wie bisweilen Kühe plötzlich am ganzen Körper zu zittern beginnen, sobald sie in den Schlachtof deö FleischcrS geführt werden, obgleich sie vorher ganz arglos und geduldig ihrem Führer gefolgt wa ren? , Oder wie daS von der Katze er tappte' Mauschen ängstlich zittert und das ! kleine Herz des auS den Klauen seiner Feindin geretteten Vogels in der deftigsten Erregung an seine Brustwand schlägt? ,,f Ein Paar noch junger Tauben flogen alle Tage durch das offen stehende Kü chenfenster in die Küche, um hier die ihnen reichlich dargebotenen Brod und Semmelkrumen aufzulesen. Bei dieser Kost hatten sich die Thierchen natürlich körperlich recht gut entwickelt und waren groß und fett geworden. Eines Tages ergriff die Hausfrau die zuerst in die Küche gekommene Taube, um sich da raus einen Braten zuzubereiten. Eben hatte sie derselben den Kopf abgeschn't ten. als auch. die andere Taube herbei geflogen kam. Allein, .kaum hatte sie daS Schlachtfeld überblickt und gesehen, was mit ihrem blutenden Kameraden geschehen war, als sie auch flugS davon ' .t. r t . t i
eine uno ic? von vmer runoe an nie t malS wieder am Küchenfenfter erbllckm ließ. ....... Dieses Thierchea sela jedenfalls kei nen Begriff vom Tode, weder auS ttQt ner Erfahrung, noch durch Belehrung ; der Anblick feines getödteten, blutenden kopflosen Genoffen flößte ihm aber einen Schrecken ein, der es aller in der Küche empfangenen Gaben auf ernmal verges sen nen. Lassen wir uns noch einen Fall erzählen, der unsere volle Aufmerksamkeit ver dient. ' j:;,. :C In meinen Erinnerungen," sägt H. von Fourei, habe ich eine Beobachtung ausbewahrt, die mir viel zu denken gege den bat. Es wurde mir einst beider Eröffnung der Jagd ein männlicher Hund englischer Nasse' anvertraut, der lehr gut zur Pirschjagd abgerichtet war, sonst aber außer seinem Jagdhandwerk weder irgend-eine Geschicklichkeit, noch einen geschmeidigen Charakter besaß. 'Er folgte dem. Gewehr ohne Zaudern Und versah seinen Dienst ganz korrekt. Die am hohen Mittag eintretende Wärme, sowie die eigene Ermüdung, lu den mich zur Ruhe eiiv Ich streckte mich der Lange nach auf den Nasen, schloß die klugen und versuchte,, ein wenig zu schlummern. Bald-aber begann der Hund unruhig zu werden und. nachdem er ein Weilchen gewinselt und ring? um mich herum gelaufen war, stieg er auf meinen Rücken und legte sich dort nieder. Ich fühle noch feine dicken Pfoten,' die über meine Hüfte herab hingen und die er zusammenzuhalten suchte, um mich ganz und gar zu bedecken. Was wollte er? Mich jedenfalls er wärmen. Warum ? Weil , ich mit ge fchlossenen Augen ausgestreckt auf dem Boden lag. Nun aber ist der Schlaf das Bi!d dcs Todes ; der Hund hatte beide mit einandc? verwechselt. So viel aber war sicher, er hatte eine Ahnung, eine dunkle Vorstellung von dem Tode, da er die Erstanung kannte, die jenen begleitet." Fassen wir daher die Summe der auS obigen Beobachtungen ' hervorgehenden Erfahrungen in einen Satz zusammen, so kommen wir zu dem Schlüsse,' daß den Thieren, so klug sie auch immer fein mögen, die deutliche Erkenntniß deö To des abgeht, daß dagegen ein untrügliches! Gefühl, eine Ahnung desselben in ihnen lebt. -- ' ni ,i :i..r . . ' in neues SSgetyir. Neber ein neues Säugethier auS Su, matra schreibt Herr A. W. Hubrecht in Utrecht der englischen Wochenschrift .Nature- Folgendes -. ,-; , . ;: Vor ein paar Jahren wurde dem, Präsidenten von Palembanz, Herrn A. ZZruyS von der Hoeven, ein neues und knerkwürdigeS Säugethier gebracht, das sogar in seinen heimischen Cchlupsmin keln außerordentlich selten ist. Der ge nannte Herr, welcher nicht nur ein eisri r 8 Jäger ist, sondern auch in der Na turgeschichte gut Bescheid weiß, erkannte, baß das Thier sät die Wissenschaft neu sei und gewissen Arten aus der Ordnungder zahnlosen Thiere oder Edentaten kzu welchen u. A. die Ämeisenbären. Gürtel- und Schuppenthiere,! gehören j näher stehe, als irgend einet anderen Säugethierordnung. ., . Das erbeutete Thier ,, wurde mehrere Wochen in Gefangenschaft gehalten, mit Ameisen, später mit gekochtem Reis ge füttert und dann lebend nach Europa geschickt, um untersucht, beschrieben und zuletzt im Königlichen Museum zu Ley den ausbewahrt zu werden. Unglücklicherweise starb eS unterwegs an Bord des Schiffes, das e nach Holland füh" ren sollte, und durch daS verantwortliche Versehen eines seiner Hüter wurden seine Neste nicht ausbewahrt sondern kberBord' 'qx& .-i5' Während Hubrecht'S Aufenthalt in Sumatra vom Februar bis März 1891 bemühte 'WM.ÄÄ'ÄnStÄtt'Übe, das Thier zu bekommen. ES ist ihm war nicht gelungen, ftlbst ein zweites Exemplar zu erhalten, doch zweifelte er icht, Zdaß bald eine Gelegenheit zur genaueren Untersuchung des Thieres kwtreten toerdk. Hudrecht giebt denUlkn dn 5?emeu Tricbornanu H06-
venli und beschreibt es folgendermaßen: Thier von der Größe einer sehr großen Katze. Pelz grau, mit einem schwarzen Längsstreifen auf dem Rücken. Schnauze verlängert und mehr oder weniger kegele sörmig. mit einer kleirnn Mundöffnung im Ende. Zunge lang, zylindrisch, vorstreckbar, ' dient dem Thiere zum Sammeln der Ameisen, die seine natür liche Nahrung bilden. ' Schwänz mehr oder weniger buschig. :: Ohren nicht be merkbar. Beine höher als' bei dem Schuppenthier lums) ; an denFüßc? starke Klauen. TaS chinesische Postsystem.
Eine in Shanghai erscheinende Zei mng enthält interessante Angaben über da? chinesische Postsystem. China hat die Beförderung der Briefe von Pri zatpersonen niemals als Funktion der Regierung betrachtet. - Amtliche ,Tepe fchen werden von Kouriren befördert, welche trotz der schlechten Vöststraßen sich ihrer Pflicht ziemlich schnell entke digen. Diese Kouriere haben aber mit Privatbriesen nichts zu thun. Für siese letzteren giebt es besondere Post znstalten in jeder größeren Stadt. Im Innern des Reiches' wohnende Euro päer äußern sich günstig über daS Sy ftem und setzen viel Vertrauen in das selbe. Es hzt sogar einige Vortheile vor der europäischen Post. Alle Briefe werden eingeschrieben, der Inhalt wird um vollen Werth versichert ohne Sondergebühren,, und was das Gewicht an betrifft, so wird große Freiheit ge währt. DaS Porto braucht nicht, vor her erledigt zu werden. Die Postan stalten haben Zn der Negel lausende Rechnunzen mit ihren Kunden, hie monatlich ausgeglichen werden. Schlechte Zahler sollen selten vorkommen. Die chinesischen Postanstalten befördern aber hauptsächlich Pakete, und die! Briesbeforderung ist eigentlich nur Ne, bensache. ES besteht Kroße Konkurrenz zwischen den Postfirmen, und dah.r kommt eS, daß die letzteren ihre Leute in die Häuser der Kunden schicken,' statt daß die Kunden mit ihren Briefen und Paketen auf die Post gehend Die Kon kurrenz bewirkt auch Billigkeit. ' Obgleich das Porto sich natürlich nicht mit d-m Pennysystem vergleichen läßt, 6 ist eS dennoch innerhalb eines NadruS von 60 Meilen wohlfeil, darüber hio. aus und nach entfernten Provinzen hin ist es allerdings für die Meisten fast unerschwinglich. ES giebt auch ei..e Post zwischen den' offenen Häfen und Peking Tientsin, welche von den Kou rieren des kaiserlichen Seezollamtes be stellt wird. Diese Post geht aber nur im Winter, wenn die Einfahrt in den Peiho durch Eis gesperrt ist. Ueber die Datumsgrenze' sm Stillen Ocean bringt Heft 4 der Annalen der Hydrographie und Mari? timen Meteorologie- eine interessante Abhandlung. . In derselben wird dar gethan, daß die in den neueren deutschen Konversationslexiken verzeichnete Da tumSgrenze. welche östlich vou u Seeland. Neu.Kaledonien, dem Bis, marck-Archipel vorbeigehend, mit einer großen Ausbuchtung nach Westen CelebeS und Bornes an ihrer Westseite,? die übrigen Philippinen ' dagegen östlich I M" i" i t r r J t't' f . zani uno nq zooannonilcy von jormosa und den japanischen Inseln. nach der Beringsftraße wendet, nicht utQt richtig ist, vielmehr fett Beginn deS Jahres 1845 auf den Philippinen dasselbe Datum geschrieben wird, wie aaf Australien, dem benachbarten asiatischen Kontinent und der ganzen alten Welt. Die Ursachen, weshalb man bis zu die sem Zeitpunkte thatsächlich auf den Philippinen daS östliche Datum des weit entfernten amerikanischen Konti nents zählte, sind historischer Natur. Auch auf den Karolinen, den Marian nen, Fidji-, Marschall' und KingSmill Inseln stimmt das Datum mit dem von Australien, Hinter-Asten und China überein ; selbst auf den SamoaJnseln ist das der Fall, obgleich dieselben 172 Gr. bis 1C0 Gr. westl. von Greenwich Ziegen (für die Schifffahrt ist als Da. tumSgrenze allgemein der 180. Län genmeridian von Greenwich in Gebrauch, bei dessen Passiren daS Datum gewechselt wird). ' Für die SamoäInseln gibt Konsul Hernsheim folgen? . den Grund ant. Der Verkehr mit de westllch gelegenen Gebleten ist eben noch viel ledhasterer, und von Amerika sind die fragllchen Inseln von einer so drei, ten, insellosen Wasserfläche getrennt, datz gleiches Datum mit Australien und dem Osten der alten Welt überhaupt bei ; Weitem ., praktischer . erscheine, müßte.- . .,. ":....,.,T " ,,! . :,-... r. ,, ;iPlb,pl - , ' Barb i t r UN d Bau e r. Vor zwei oder drei Wochen? rasirte ein Barbier in BezierS einen Bauer, der nicht gerade sehr gescheit aussah. Der Bauer erzählte dabei, daß auf seinem Gute durchaus kein Mangel an Mäusen sei. Haben Sie! zuviel von diesen Thie ren?". .Das will ich meinen. -Nun, ich brauche gerade welche; wenn Sie mit sie herbringen wollen, weroe ich Ihnen einen Franc per Stück zah-len-. Der Baner nahm diese Auf. forderung ernst und kam einige Tage später bei dem Barbier? mit einem großen Käsig an. .Ich habe hundertzweiundsünfzig", sagte er, nicht ohne Stolz. Der Barbier, welcher feinen Scherz vergessen hatte, suchte nach einem Mittel, um sich aus der Verlegenheit zu ziehen. .DaS macht also hundertzweiundZünfsig Francs-, bemerkte inzwischen der Mäusesänger. Der Barbier unterbrach ihn gravitätisch: Es sind doch lauter Männchen? Der Bauer, verblüfft: .Darauf babe ich nicht geachtet." .So? dann nehmen Sie sie nur wieder fort. Ich dulde keine Weibchen in mei nem Hause?. endlich, daß man sich über ihn lustig machte. Er sann, einen Augenblick nach und antwortete dann: , .Die Mäuse wieder mitnehmen?. . . . Lch, da lasse tch sie Ihnen lieber untsonst-. Und er öffnete den KäkZa. ' Rüttelte denselben aus und ließ die hunbertzweiudfSnfztg ? , Näuse in das H5 l:us:J. Nebn dm ! Caser lacht man nicht w ezierS.
Auch eine Werkstatt. " J '' i. ' ,"!"",:- ä,il
n Jsn Nusq Buye. ..,,G,. Der Beruf eines Schauspielers ist ein schöner, erhabener, deneidenSwerther: denn der Künstler ist im Stande, .die Zuschauer in andere Sphären zu ver setzen, die Zuhörer mit sich fortzureißen, sie lachen und weinen zu machen und in Zllusionen zu wiegen, als , wäre alles, alles das Wirklichkeit, was sie zu sehen bekommen! Seit ich die Berechtigung in mir suhlte. .Schauspielerin- zu sein, war ich bestrebt, die Illusionen, welche,! ich bei dem Publikum durch meine Darstel lungen hervorzurufen wußte, ihm zu erhalten. Heute habe ich da? Amt übernommen, Euch, .meinm lieben Le fern", eine dieser schönen Illusionen zu zerstören nämlich zu verrathen, daß es auch bei uns heißt: .Ohne Mühe kein Preis ohne Kampf lein Sieg." kurz und gut. was wir durchzumachen haben, ehe wir mit einer. Schöpfung vor Euch treten können mit einem Wort wie wir unsere Rollen studiren!Für das .Rollen. Lernen" gibt es keine Regel; jeder, Künstler lernt auf seine eigene Art und jede Art hat ihre Berechtigung, wenn das Resultat etwas Richtiges ergibt! Erlaubt, daß ich von mir selbst erzäh'.e, denn ich bin mir am bekanntesten! Der Theaterdiener kommt in meine Wohnung, übergibt mir zwei Bücher:! eines davon ist eine Rolle (oder das ganze Stück), das andere immer das! selbe kleine Format, zu dem Zwecke die nend, meinen Namen zu unterschreiben; gleichzeitig die Quittung für die richtig empfangene Rolle. , Ich setze mich nun sofort hin und bV ginne mit dem Durchlesen; bin ich beim Schlüsse angelangt, so pflegt bereits der gayze Charakter vor mir zu stehen. Wer Euch nun sagt, daß das Erkennen des Charakters erst beim, weiteren Stu' dium kommen muß, der soll sich die' fernere Mühe sparen, und lieber bald vom Theater abgeben, denn das ist kein Berusener", geschweige ,denn .AuSer' wählter-, und von dieser Sorte haben wir leider so viele, daß eS schad? wäre wollte er die Zahl derer noch vergrößern helfen. Ich halte individuelles Erkennen eines Charakters fogar für' die Hauptsache, die Hauptseite unserer Kunst: ihn eigenartig zu ersassen, unser eigenes .Ich- in die Dichtung zu legen, und dann daS Gesammtbild consequent durchzuführen, daS ist der Punkt, wo die Schauspielkunst den Dichter fördert, ihn ergänzt, wo die nachschaffende Kunst in Wahrheit zur selbstschaffenden wird Das sogenannte .vor dem Spiegel studiren ist ein Unsinn! ES mag ja dielleicht einmal.. angewendet werden, wenn eine schmierige, besonders schöne Stellung zu machen ist, und man sehen will, wie sie- sich auZnimmt; aber vor dem Sviegel eine Rolle studiren ist undenkbar. Ich wenigstens falle sofort aus der Stimmung, w?nn ich mein Äeficht erblicke. ' Meine Zeit zum Lernen ist der Abend, obgleich "Aurora musis amica" ist. Am Tage werde ich durch fedeS Geräusch abgelenkt und am Abend, der allerdings für mich bis 3 Zj Uhr Morgens dauert, ist alles still und ich gehe stundenlang im Zimmer auf und ab, laut lesend. Ich lerne Scene für Scene: kommt mir ein Satz vor, der' sehr traurig ist, mich zu Weinen zwingt, so weine ich mich 'erst recht tüchtig dabei au?, wiederhole ihn und weine immer wieder, so oft ich an die bewußte Stelle komme; daL mache ich nun so vielmal, bis ich abgestumpfter bin und sozusagen Über der Situation siehe; denn auf her Bühne darf man sich ja niemals ganz von seinem Gefühle hinreißen las senZ eS geschähe häufig auf Kosten der Dichtung und Schönheitsregeln. Bei der Aufführung weine ich natürlich wieder wacker mit, denn ich lebe mich ja so in meine Rolle hinein, daß ich nicht weiß, daß ich auf der Bühne stehe, daß mich Leute sehen; ich vergesse vollstSn dig, daß ich die .Butze bin, sondern bilde mir ein, die Person zu sein, die ich gerade darstelle. Ja) fühle den Schmerz, welchen mir die Hartherzigkeit meines Gatten bereitet ( obgleich noch Keiner das Glück hatte, mich heimzu führen). eS benimmt mir den Athem,, wenn ich sehe, wie mein Sohn erschössen", wird, ich freue mich bis in'S Innerste, 5 memeS , Herzens, 'wenn ich merke, daß Bassanio5 das rechte . Kast . Hen wählt, und juble aufrichtig, wenn ein .Tellheim". gefunden ist: , kurzum, . ich lebe mit, ich gehe in , meiner ; S unst auf, an der ich an jedem Blutstropfens hänge! 4:r:.f u ',.-. ; Glaube ich nun durch das mehrfache laute Miederholem einer - Scene alles ' herausgeholt zu haben, was der Dichter wollte, und beginne ich alsdann die Worte mechanisch zu lernen, so wird nein Vorhaben nur von kurzem Erfolge gekrönt; denn kaum komme ich an eine Stelle, welche mich packt, oder ergreist so fliegt die ganze Mechanik über Bord und ich bin mitten . im .Spielen-, die nur immer ach' der Bühne. In diesem .Spielen- ( Necitiren) stellen sich immer , kleiM gesagt .Variationen" in der Wiedergäbe ein und schließlich , habe f ich das Richtige getroffen ! , , , :: ' ;, -: , . "'; ' ':' Ich gehe in meinem Studium so gründlich zu Werke, " daß ich auf der Bühne kein Wörtchen, und sei : eS das kleinste, unbedeutendste, . aus spräche, ohne jedem, der mrch darnach fragen wollte, den Grund dafür, angeben zu können. Wenn auch über Auffassungen Meinungsverschiedenheiten entstehen nd nicht immer meiner Ansicht sein wird so werde ich doch niemals de Beweis schuldig bleiben, wenn iäf daS so und nicht , anders spreche, oder & Ct Oft e1: ' ; ,:i:E'E iiSi!!!3!;!?1?';;- : : f . - i kein Wort auswendig, denn mich be iöäftiaen noÄ m sehr dre Sleüunge, welche einzunehmen und die uns vom Regisseur, der daS Stück vorher durch ftudirt haten muß, an diesen Tagt vorzugsweise angegeben erden und fo U vir ffit unsktt n2, fcto tlx
die dazu gehörigen Stellungen einneh men und mit begleitenden Tezie auftre ten und abgehen wie bei der Vorpellung., Auf der nächsten Probe können wir schon mehr, bei der dritten sprechen wir beinahe auswendig, bis - wir bei der Erstaufführung den, .Sousjleur" nur noch zum Nachlesen brauchen, um uns im Fall der Noth das fehlende Wort heraufwerfen zu lassen. Ist nun die an mich gestellte Ausgabe eine schwierige, so schlafe ich schon 3 4 Tage vor der Aufführung nicht mehr. Die ersten Tage resp. Nächte gehen mit dem Studium hin und die . letzten verbringe ich in der furchtbärsten Aufregung über daS Gelingen meiner Schöpfung. $st mir in der Aufführung dann meine Aufgabe geglückt fund was halte ich gerade an einem solchen Abende aus!) dieses Gefühl in Worte zu kleiden, bin ich nicht im' Stande! $ch meine, daß mir Flügel gewachsen seien ich berühre kaum den Boden, ja so klein ich im Uebrigen von mir denke an einem solchen Abende dünke ich mich höher und mehr als andere Menschen, ich bin mit meinen Gedanken ga? nicht auf der Erde, ich bin selig!!! Ihr, .liebe Leser-, werdet fragen: .weSbalb diefe vorhergegangene Angst und Qnal. wenn man doch Etwas kann?" Gerade deshalb! Wer Etwas kann, kennt die Schwierigkeiten und die Gefahr; wem es durch .heißes BemühV gelungen ist, sich im Leben eine Stellung zu erringen, den beherrscht das ängstliche Bestreben, sich diese zu erhalten und wem es unter uns Um pfenden Künstlern gar geglückt ist, daß er .genannt" wird, an diesen Künstler werden mit Recht höhere Anforderun gen gestellt, als an einen unbekannten, und von der mühsam erklommenen Höhe will doch keiner wieder herab! Steil war ja der Weg und mit viel spitzigen Steinen bestreut aber die Aussicht entschädigt auch reichlich dafür! Darum, meine lieben Leser, glaubt nicht, daß dies sogenannte .lustige Völkchen der Bühnenwelt so spie lend Reicht sein Brot erwirbt: wer etwas geworden ist, ist eS erst nach schwerer Arbeit, langem Mühn und bleibt nur waS, wenn er täglich weiter schafft und strebt. Ein Stillstehen, ein Ausruhen etwa auf dem erlangten Ruhme kann ich mir nicht denken! Kein Stand der Welt erfordert eine so unentwegte, so stetige, so starke Anstren gung der geistigen und körperlichen Kräfze, als derjenige des BühnenkünstlerS, welcher eS ernst mit seinem hohen Berufe nimmt und ein wohlerworbenes Recht auf den herrlichen Ehrennamen eine .Künstlers" besitzt.
D'r Erlkenig. , Vum Güschti Göthe. löer rittet so spot par la rmit. et le s ; Tent? . " Daß ifcht dr Babbe mit sim enfaat. Er hat sie Seehnle güet im Arm, Fr hebt en sicher und hebt en warm. Hon enfant, du bisch so bleich und so blaß, Worum ischt die Schürle so voll an goisse? ..Gsiehsch nitt dr Erlkenig mit ' Schweif im Krone?"" Sall ifcht e Nebelstreif, Gott ver1 - donne!...." Mon eher enfant, kumm, gang DÜ mit mir, Sar scheni jeux mach ich mit dir, Nar scheni Bliemlee wachse am Strand, Un mi MÜeder Hat mang guldig .vsts ment im . . ,Mi Babbe, mi Babbe, un wilt nitt lose, ' ZSaS mir dt Erlekenig verspricht für . 1 chose?" ySig rüehig, soia tranquille, halt V Schnute, rnon fils, Dr Wind macht in de Blättre sie Griß!" 9Hon eher enfant, kumm mit mr waidli, g Will dr zeige flotte Maidli! Bi tanze luschtig. wenn Andri schnorche, llll' Sunntig z'Hünige im Storche . , f.Mon eher Babbe, siehscht Nttt .;.' derte k 's Erlkenig'S Techtere nm finstere , Dcrtlc?-" rMon fils, boIs tranquille, ich g sieh's ., ' zo gnaü, Es schine die alte Widle so graü !" : j ' tMon enfant, mich reizt ta belle Un kunnscht nitt vo salber, so brüch ich r-:r' G'walt.zsfsnrsl " ' ..Mi Babbe, mi Babbe ! i ka der'S WZ iäi .,; : 1 ' r s' 'f ; nur saie. Dr Erlekenig packt mi am Kraje! 1MM vr Babbe kriegt e GanSbüt, und rittet T?-;; .brtf;: ' ' In sine bras thuet 'S Kind e Schnüf. Et kummt an'S HüS; 0 Sankt BallifcoÄir-- :' " In sine bras ifcht 'S Kind kaporeS l Trifft der S ergleich? Student (zu einer jungen Mutter, die lhren Säugling auf dem Arme trägt) : Ein Kind im ersten Lebensjahre ,k doch ein recht unbeholfenes Geschöpf, Nicht , wahr, gnädige Frau ? ' Frau : Hra, eS benimmt sich eben wie e n Swdent im ersten Semester ! Stu heut: Wieso? Frau t Thut nichts US trinken, schreien und schlafe ! WaS man verspricht. Ein Backsisch mit zwölf fahren verspricht nie zu liebm ein Mädchen als Braut verspricht: immer treu zu lieben eine Wittwe verspricht: nie wieder zu heirathen; , nun frage ltxan aber: Wie viele Mädchen und Wittwen sich bei ihren Versprechen im strengsten Sinne de , Wortes verfpro fcra taten? .
Llvnavmeder Ssnnenwärme.
Die Sonne ist die Quelle alle? Krafi and alles Lebens auf dem Erdball. ES ,st wahrscheinlich, dag kaum 140 der OberslächenwZrme - auS dem Innern unseres Planeten herrührt, obwohl dit ÄikMn?en sehr unsichere und schwan leude Resultate ergeben haben. Na türlich nimmt die Wärme der Erde in unmerklichem Grade ab, denn die täg lich von der Sonne von Neuem erwärmte irdische Atmosphäre verhindert als
schützender Mantel e:ne schnelle Aus ftrahlung nach dem, kalten Weltraum, dessen Temperatur etwa 60 Grad Celsius betragt. Wie sich die Sonnew wärme durch den leeren Weltraum $n uns fortpflanzt, mit anderen Worten, wie man sich diese Wirkung in die Fern erklären soll, darüber herrscht bekannt lich unter den Gelehrten großer Streit. Genug für diese Betrachtung, daß dies, Wärmestrahlung unsere Erde mi! Wärme und Leben versieht. Natürlich liegt die Frage sehr nahe, ob dann diese Strahlung, dieser fort während? Verlust ohne anscheinenden Ersatz nicht bald zu einer Erkaltung des Sonnenkorvers und dadurch zu tU ner eisigen Erstarung der Erde führen muß? Allerdings würde der Wärme Verlust jährlich etwa zwei Grad belra gen, und eS wäre ganz unmöglich, daß die Sonne feit der Zcrt, als sie noch als ungeheurer Gasball die sämmtlichen Planeten in ihrem Schoße barq, nicht mehr Wärme verloren haben sollte, daß heutzutage noch, wie unö die Spectral analyse lehrt, z. B. Eisen nur i Gasform in der Photosphäre existirt. Und dabei ist die Abkühlung der Sonne in der ersten EntwickelungZ Periode des Planetensystems zweifellos schneller von Statten,Zezangen, weil die sich inzwi scheu bildende kühle Rinde eine stärker AskühlunzdeZSonneninnerererhindern muß. Welche Temperatur dort herrscht, davon können wir auch keine annäherndt Vorstellung haben. Zu , den jugendlichen Fixsternen ge hört unsere Sonne nicht. Ihr Licht ist röthlichz sie gehört also zu derselben Klasse, wie der ArkturuZ. der Niegel im Orion u. a. m., deren Licht in histo nscher Zeit allmählich trüber geworden ist. Trotz der angeblichen Abnahmi der Sonnentemperatur läßt sich eine solche weder durch die feinsten Jnstrm mente, noch durch langjährige Beobach tung nachweisen. Beispielswerse hat Palästina seit 5000 Jahren keine Ver änderung gezeigt, denn wie zu Mosel Zeiten gedeihen heute noch Weinstock und Dattelpalmen neben einander. Wein gedeiht bekanntlich nicht südlicher all dort wo die durchschnittliche JahreStem peratur x 25 Grad beträgt, während ' dies für die Dattelpalme die niedrigst für ihre Fruchtbarkeit mögliche Tempe ratur nöthig, ist Es bedarf daher keines besonderen Kopfzerbrechens, u zu ermitteln, daß feit der Eroberung des gelobten Landes durch die Jude bis heute die Temperatur dort durch, schnittlich auf x 25 Grad stehen geblre. ben ist. Die Eiszeiten, welche fast keinen Theil der Erdoberfläche verfSont haben, ha. ben ihren Grund nicht in der zunehmen den Abkühlung der Erde, sondern sink -die Folge einer durch regelmäßiges Schwanken der Erdachse, verursach! durch die vereinigten Störungen der Riesenplaneten Jupiter und Saturn, herbeigeführten Periode von 00O0 Iah. ren in der Verkeilung der Wassermassi auf der Erde. Düse bedeckt abwech. selnd die norliche und die südliche Halb, kugel, und führt demgemäß eine stark Abkühlung auf der vornehmlich vo Wasser bedeckten Oberfläche herbei. Ge genwärtig zieht sich das Waffer imme, wkhr nach Süden, wofür die keilförmig Gestalt der Continente ein sicherer Be weis ist. Doch stehen wir gegenwärtig an Ende dieser Periode, und in etwa taus send Jahren werden wieder südliche, ezt unter den Meeresboden getaucht (lontinente darunter , möglicherweise die angebliche Wiege des Menschenge schlechts, Lemurien, emporsteigen, wäh rend eisige Fluthen wieder über Europa hineinbrechen und südwärts segelnde Gletscher und Eisfelder von neuem tiefe - Riffe in die Gebirge Deutschlands reißen. Daß Grönland, obwohl etzl vnm Eise bedeckt, noch in historischtt Zeit ein gemäßigtes Klima, ähnlich wie Deutschland hatte, hangt wahrscheinlich mit einer allmäligen Aenderung in der Richtung deS wärmespendenden Golf siiomeS zusammen. ES kann nicht zweifelhaft sein, daß dleMhaltung der Sonnenwärme durch daS, fortwährende Hineinstürzen koSmischer, Materie, herbeigeführt durch Ko weten, Meteoriten und Wcltenstaub, bewirkt wird. Herr Winchell bemüht sich in einem neuerlichen Aussah im Methodist Magazin" daS für die Ko meten. in Abrede zu stellen. . Er be hauptet, . daß diese durch . die Sonnen attraction nur mit desto größerer Ge walt in den Weltenraum davon getrie ben werden. Falsch. Der Biola'sche Komet hat sich Vor einigen Jahren aufs gelöst, und sein Ende bestand in einem gewaltigen 7 Sternschnuppen fall, den Professor Klinkerkuß für Madras mit Sicherheit zur Beobachtung voraus sagte.,, Ebenso falsch ist es, diese koS mische Materie innerhalb der engen Orenzen deS Sonnensystems z suchen. - Unzweifelhaft stammt diese aus de Weltenraum. Sternschnuppen, Meteo ritkn, Kometen, Weltstaub sind nur dem Grade nach verschieden. , , Lockyer weift nach,' daß die Kometen aus Meteor, schwärmen und kosmischem Staube bestehen. 7 Höchst vahrseinlich setzen sichl auch die unauflöslichen Nebelflecke der Milchstraße und Sternbilder aus folchen zusammen. Welten entstehen Ämd vergehen, und auf ihrer Reise durch den Weltwraum nach , einem unbekannt ,! - Ziel trifft ! unser Sönnenball stets auf neue Gruppen solcher Materie, welchz also schln unendlich: Heizm die Sornenwärme abgibt. ! Mit der eisigen Erstarrung der QxtV wird es also wohl noch gute Weile h ,ta '7. .. r V, '.7 : '77' : .j;;-:'";-;
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