Indiana Tribüne, Volume 15, Number 37, Indianapolis, Marion County, 25 October 1891 — Page 3

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Das Zritzche. Erzählung von Gräfin M. Keyserling, (11. Fortsetzung.) Aber wie sein Blut zum Herzen hmabdrängte! Wie es in den Schlöfen schMerzhaft ttopfte!. . . .Es jagte ihm et as durch die Adern, was er nie gesannt: '.cne entmuthigende Furcht, eine athemhemmende Beklemmung! . . . . Unwillkürlich legte er den Kopf an die Lehne des Stuhles, auf welchem er saß, fest zurück und schloß die Lider Als cr sie wieder öffnete. . stand die Gräsm ein paar Schritte entfernt, hochaufgerichtet, den Mund zusammengeknifZen, fast fs blaß wie ihr Patient Sie war verletzt, und das bedrückte ihm da? Gewissen. Ja, eS überkam ihn wie ein Gefühl von Schuld. . . . Hatte sie nicht ein Recht von ihm zu fordern, worum sie zu bitten schien? Zweimal hatte sie sein Leben gerettet, durch lange, hingebende Pflege, durch scheu Entschluß gehörte er nicht chr? Dieses Mädchen Nebte ihn. Es war sas höchste, was es vom Schicksät für sich begehrte, und er?.. Angst hatte er gelernt, sn absprechendes Urtheil von ehedem zu mildern. Er bewunderte fs viel an ihr. . . .Genügte bas nicht, wenn sie ihn doch liebte?. . . . Verzeihen Sie mir, sagte er und hob den wunden Kops mühsam von der Lehne. Mein Dank war nicht so arm, wie Sie ihn erwartet haben mo gen. erwarten konnten.. ..Aber ich hoffe ihn, später noch abzutragen', nicht in Worten nur, nein . . . .Ich Natalie ich gehöre Ihnen. ...Ich weiß es! Ich wäre nicht mehr unter hm Lebenden ohne Ihre Pflege, und so.'. .. Sein Kopf sank schon wieder zurück so denke ich Ihnen dieses Le &tn zu geben, aber eben deshalb: geizen Sie nicht um eine Stunde ...... Lassen Sie mir aoch diese! Ich bedarf der Ruhe.... Die Aufregungen dieser Nacht Jch 'fühle mich unwohler Asten!" brach eS fauchzend von ihren Lippen, .schweigen Sie!' Kein Wort feilte mehr! 0, ich kann warten? Wenn ich nur weiß, daß Sie mein fein werden! Daß Ihre Wünsche die gleichen sind, wie Äie meinen! Sie stand wieder bei ihm. erfaßte seine schlaffen Hände und drückte sie. Er "rsuchte in den bleichen Zügen ein Lächeln zu bilden, aber eS verschwand sofort? als sie ihn verlassen hatte. Er preßte beide Hände wie im Krampfe gegen die Lehne .... War das ein physischer Schmerz, der ihn so durchwühlte? Es war, als dränge

rf aus der Seele m den Lew. Das Mut klopfte wieder dumpf in der Wunde des KopfeS Friederike. Welche Jdeenverbinduug brachte den Rasn en gerade jetzt auf feine Ll?pen?. . . Er begann sieberifch über alles, was er hundertmal schon durchdacht hatte, wieotv nachzudenken. Daß sie nicht f A sei, hakte er Natalie glauben müssen. Etwas Wahres mußte daran fein. Er hatte es ja deutlich selbst bemerkt. JenerAbend, ÄN dem ihr Kopf an seiner Brust gelegen und an dem sie später doch dem form sichert Befehle des PfälzerS gefolgt war, mit ihm nach Hause zu fahren, ging ieder durch fein Gedächtniß Dann die Nacht, in welcher jener, km Wahnsinn der Eifersucht, das Spalier or ihrem Fenster erklommen, endlich der Streit zwischen beiden und der Augenblick, wo das Mädchen stumm, als bedürfe s keines Wortes zwischen ihnen, ihm $ur Versöhnung die Hand hingestreckt. Diese Versöhnung ohne Worte, d!:ser Gehörsam, den sie dem herrisch Auftretenden bezeigte, verriethen sie nicht deutlich daS T . . nr t . . t . r . i.. . ft 1... heimliche Versprechen, das sie dem Liebenhin ateehen? (5r: Allen. Kstte ibr bester oekallen. eeln Zweifel! Aber sie hatte doch schließsich nur ein Spiel mit ihm getrieben. j . . . . ' . ' wie es Natalie richtig betonte. Hätte . sie sonst jetzt ertragen können, so gar mchtS von ihm zu wissen? . S o war es be sser, er trennte sich von ihr-auch durch ein Versprechen, gerade well es ihm so schwer siel, sie zu erges (u... Er hatte eö gethan und war verlobt, auch er ... . Und es war gut, da er eS war!.... Gt faatt e Nck. aber daß er es noch fo gar nicht fühlte, die Schuld daran trua sicher nur seine körperliche Schwäche, die eS . ihm beinahe unmöglich machte , emen ' ' eigenen Willen zu haben. . . .Er wollte jene andere jetzt ernstlich vergessen, wollte .. ..Friederike.... War das ein Spiel seiner Phantasie? -Da lag der Name zu seinen Füßen, deutlich in schwarzen Schriftzügen, wie ein Spott auf seinen Entschluß Zitternd bückte er sich und hob eine Karte auf, die ihm den Namen zeigte. Er hielt sie ln Handen, er besichtigte sie: es war eine wirkliche, greifbare Karte und FrlederikenS Schrift . . . .Für einen Augenblick fehlte ihm die Kraft zu lesen. Das Blut schwirrte sinnverwirrend ln seinem Hirn. Dann aber faßte er sich , und begann zu entziffern. Ein Wohl sei zog durch ihn hin. wie seit seiner Verwundung nicht. In sein Denken kam Klarheit und ein volles, freudiges Verstehen. Jch bln in - Angst um ihn.... Er las die Worte, bis seine Augen den Mnst verweigerten. Dann aber fühlte er sie feucht werden - und die mageren Finger sanken mit der Karte auf seine Kniee. Er war schwach wie ein Kind, und wle ein Kind hätte er weinen mögen, aber vor einem Ueber maß an Glück, einer Wonne, der seine Kräfte so wenig gewachsen ! waren wie vorher dem Weh. Und er, ließ seine Sinne völlig darin untergehen Natalie betrat das Zimmer, da sie rnit der , Oberin , theilte. Schwester Anna, die ' kluge, gesandte Pflegerin, die um der Güte und Gerechtigkeit wil, sen, mit denen sie ihr schwer Amt veraltete, von allen gellebt und gleichzeitig gefürchtet wurde, hatte eine große Zuneigung z der munteren rhelniZches ;;!!:!lii,T!ii!l

GrSsin aefakt. So unermüdlich wie I

diese, geschickt und tüchtig zu jeder Hilfe I zeigte sich keine andere ihrer Untegeveneu: dabei verließ sie ihre frische uellende Heiterkeit nie. Mit der vorneh mm Sicherheit, die sie zur Herrin jeder Laae machte, vereinte sie ein glückliches Talent, einer jeden sich anzupassen, in den beschränktesten Verhültknssen sich Rath I zu wissen und aus nichts etwas zu ma, chen. Die sanfte Oberin hatte sich da durch rasch daran gewöhnt, die kluge Helferin für unentbehrlich zu halten und kam gern allen ihren Wünschen entge gen, um sich für die Leistungen dieser Perle ihrer Anstalt erkenntUch zu zeigen, Sie lächelte ihrem Lieblkna auch iebt von der Chaiselongue aus, auf welcher sie I ausgestreckt lag, freundlich zu und fragte: Kommen Sie. um auch etwas zu ru hm? Da will ich Ihnen gern mein Platz chen einräumen." I ,Rem," antwortete Natalie, ich will I mich in angenehmerer Art erfrischen; ich I will in die Heimath schreiben." Und sie ! fetzte ein elegantes Nelsenecessaire auf ein reichgefchnihtes tzbenholztifchchen, I das sich in dem Boudoir befand. .Unglaublich! sagte die 'öenn. I Meine liebe Gräfin, ich weiß roirklich l nicht, wie Sie es anfangen. Sie erho lt sich geradezu nie und übernehmen doch die schwersten Krankenbetten. Und daber sehen Sie alle Tage frischer und I süngeru5." I Natalie hob den Kopf und sah in den Spiegel. Ein mädchenhaftes Bild strahlte ihr aus ihm entgegen, .mit wuthmillig lächelnden Lippen und verföhrcrifch schimmernden Augen. Es paßte in sei ne? vornehmen Grazie vorkiefslich in dieses kokette franzosische Boudoir. daS sich wie ein reizender, Nahmen darum fügte. Die weiße Seide an den Wän? den war durch goldene Arabesken in Felder getheilt und mit Schäferidyllcn in frühlingsfrischen Farben bemalt. An den Fenstern Lauschten sich auf wei ßem Seidengrunde bunte Blumengewinde. Amoretten, welche sie über das schimmernde Glas hinwarfen, schmück ten die Spiegel, die in allen Ecken die krausen Rokokozieraten, überreich an Vergoldungen, welche das Zimmerchen fast erdrückten, widerstrahlten. Letzteres war wohl igns geschaffen, um sich süßen Licbesträumen hinzugeVen; aber wie eine bleiche Ironie der Wirklichkeit lag auf der rosenüber! schütteten Chaiselongue die dunkelgeklei dete Diakonissin mit den orbeitömüden Zügen; zeigten sich in den Schubfächern der vergoldeten CHZssonieren chirurgische Instrumente. Vcrbandstücke. antiseptische Medikamente; belastete die rosa bebänderten Rocke der lächetüdeü Schwerin, nen auf den Teppichen schwere Ho!; kisien. aus denen kasseegefüllte Sacke. Packete voll Thee und Taback. Zucker. Cigarren, Konseroebüchsen lugten, Lie besaaben für die verwundeten Krieger. welche der Oberin zur Vertheilung über geben worden waren. DaS alles wollte sich schlecht ix dem aoldübersoonnknen Scbäieridvll reis 1 r i - t wen. Daaeaen Nataliens Bild Die glückliche Liebe wirkt thatsachlich rvie ein zugrnvvlly Ulls sie. 'S'? uvrr? .t.. n,... lt A ..f . iZül fit legte ,m Stillen: so ein ähnliches Stübchen voll rosiger Liebestandeleien, Amoretten und kosender Schäferinnen wollte sie sich einrichten, wenn erst der schöne Mannerkopf, den sie sich zu eigen gemacht, darinnen ihr sesselnde? Selten - stuck geben wurde. .Hat sich noch keine Spur jenes Uebelthäkers. dessen böse Pläne Sie so . -f -..t. .....ti.Tt .4.. Tr. Mumyun uuuii yuysu, iuituui im fest? fragte die Diakonissin, sie aus diesen angenehmen Gedanken reisend. .Nein, ich sprach eben davon mit Herrn von Seicundsried. Man hat nichts entdeckt aber es ist gleichgültig. Er wird nicht wiederkehren. Ich bin ganz beruhigt. Meine Kugelmuß ihm dieHand . zerschmettert haben, und er wird Mit dieser Verwundung nicht so leicht wie mit der ' ersten fertig werden. Die Blutspuren ! beweisen es. " Sie sagte es sehr ruhig, . . n v. o'.v.. ctr .n z moem u me eoer anu. wciq l R.fitf."i!.i.ii et r--:f f......;):.... Kaltblütigkeit be! soviel Herzenswärme! Sie hat so viel Güte wie Muth. dachte die selbst so aütlae Diakonissin. Würde e sonst jeden freien Augenblick benutzen. ihren Angehyrkgen in der Heimath Nachricht zu geben, auch wenn sie ihn lhrer Erholung entziehen mußi Ein ketten vollendetes Zeichop !" W ' leicht wäre' sie in ihrer Annahme nur bestärkt worden, hatte sie der Thätigen I . . . - t t . tochun gejehen und sie wom geiezen, v,e ole,e mir ,yrem anmurylg, ci. Oll.f- .t. Mt.fc..f4.:.. GlUm ften Lächeln eben niederschrieb: Liebe Friederike! Ihre freundliche Karte traf wich heute und hat wich wahrhaft ge rührt. Wie dejorgt Die um meinen Pfleguna sind! Denn eS ist richtig: ich habe Herrn von Asten gepflegt, und eS ist mit eine wahre Herzensfreude, Ihnen r,e besten Nachrichten geben zu kennen. Die be flenk ja, meme liebe ? -lederne, iöe sollen es zuerst erfahren, da Sie ja so lebhaften Antheil an ihm nehmen! Er befindet sich wohl, so wohl wie er sich nach seinen eignen Werten noch nie befunden hat: denn nicht nur kor perlich sollte er unter meiner Pflege ge nesen,, auch sein Herz sollte hier ganz gesunden! Nun, Sie errathen da Wie, ehe ich eS Ihnen mittheile: wir haben uns heute verlobt und sind beide so m 'T t tn .r Jt glücklich, so glücklich, wie S nur zwei Menschen sem können, die ich unäg ; t tt.c i rrj rc.::c in t..:. uq ito 9opn! , Jtj viinjjinb iji jinUch vorderhand noch ein Geheimniß und soll eins bleiben, bis wir in Heimalh zurückkehren, aber Ihnen will ich das Glück des MitwlenS, nicht vorenthalten. Ich kann ja auch sicher auf Ihre Verfchmiegenhe'.t rechnen . . . . So noch ein"' paar Zeilen, in denen jeder Federstrich ein Dolchstoß war, und die lächelnde Schreiberin faltete das Brieschen, steckte eS ln den adressirten Umschlag und erhob sich damit. Sie , w .fi. t . w:. cm . wouie oaiur zorgrn, vug utri lung heute noch auf den Weg nach Deutschland 1 kam. Damit war jene iatale Korrespondenz zwischen den fcho en Pommern und der erzentrischen flelnen Amazone, deren unreife Sentimen - m äs

ialttSt htt Ilteren Lands rnännitr: s r i

fährlich 'geworden, geschlossen. Die thellnehmende Wißbegierde der Kleinen würde damit wohl auch für immer be friedigt sein. Schwebenden Schrittes verließ die Gräfin daS Zimmer, um ihren Brief selbst zur Post zu bringen. Sie war erst beruhigt, als sie ihn hatte abqehen sehen. Da erst siel es ihr ein, nach der Post karte in ihrer Tasche zu sehen. Wo war die geblieben?. .. . Sie fand sie nicht mehr. DaS schmale Papier mußte also herauSgeglitten sein, ohne daß sie es bemerkt hatte, .und irgendwo liegen Wenn nur nicht in Asiens Zimmer! DaS wäre! .... Die Suchende hatte Eile, in das Haus zurückzukehren, und betrat die Stube des Verwundeten früher wieder, als es ihre Absicht gewesen war. Asiens Ohnmacht war gewichen und er nach ihr in einen Halbschlaf versunken, aus dem erbe! dem Eintreten der Gläsin gestärkt erwachte. Ein leichtes Noth stieg aus dem braunen Kraushaar deS BarteS hervor in seine Wanaen, als cr sie nahen sah. Sie bemerkte es, wußte jedoch nicht recht, wie sie es dn, ten. sollte, goß ein Glas starken Wein ein und reichte es ihm. Ich habe Furcht, daß Sie über der Seele den Körper vergessen, sagte sie und sah ihn mit verborgener Unruhe lächelnd an, Er dankte höflich ernst und trank. Während eS geschah. k.'eß sie ihr, Augen suchend über die Teppiche und Möbel deS Zimmers stieaen. Ach ja. sagte er, daS GlaS him setzend, Sie suchen etwas, was Sie vorhin verloren haben. Ich hob es auf Hier diese Karte Er zog sie auS der Brusttasche seiner Uniform und zeigte sie ihr. ohne das Papier noch aus den Händen zu geben. Sie war ja vorbereitet zum Gluck dennoch kostete es ihr Mübe. jede Spur der Aufregung in ihren Mie nen zu unterdrücken. Ganz recht, sagte sie. von Frie denke. Ich wollte Ihnen eben Mit. theilung davon machen.Wollten Sie?" fragte en und fein Ton nahm eine tiefe Bitterkeit an. Wirklich? Gräsin, erlauben Sie. daß ich daran zweifle... Sie haben mich betrogen:'' Sie fuhr auf: -Ich S,e.. . Wie hätte ich das gemacht?" Er blieb kühl. Mf diefe Schein, frage wissen' Sie die Antwort voraus: Sie haben Briefe und 'Karten unterschlagen, die von Fräulein von Waibach an mich gerichtet waren. Ich habe diese Karte gelesen. Sie sagt es mir. Der Blick., welcher schmerzlich sein sollte, nahm jetzt den aufrichtigen Ausdruck deS Zornes an, während die Dame herbe fragte: Was sagt Ihnen diese Karte?.... Da steht nur. daß Briefe und Karten verloren seien. Was gibt Ihnen das Recht, anzunehmen, daß gerade ich schuld daran traget Doch auch in Asiens Blick ging nach dieser Antwort eine Wandlung vor. iDie Kälte in ihm ging in Aerachtung über I rs.. . tfl.a I Hm yonre, ie wuroen roenigzlens den Muth haben, ein Geständnl zu I wagen, den Stolz, jetzt in letzter l Stunde noch aufrichtia zu fein. ent? gegncte er kurz. Jhre. Blicke senkten sich. Te, 1 Appell an den einen wahrhaften I Zug ,hreS Wesens blieb nicht I irkunaslos. Einen Auaenblick noch kämpfte sie. dann rief sie. sich I r - i r r r jr i . CT i t slurmlica uiriAlen: H'jin a vrnni ich habe es gethan. Wenn es denn ge sagt sein mutz, auch mir ist's ja sie der, es ist klar zwischen uns! Aber nun - was wollen Sie daraus folgern? Machen Sie mir ein Verbrechen daraus? Welch anderes denn als dies, daß ich Sie liebte und dieses Tändeln mit einem unreifen Herzen, das nur das Ihre an Zxder ehrlichen Reiauna binderte, tu I enden wünschte. Friederike machte Sie zum Spielzeug ihrer Laune,, ich habe es . t M, jwtei ynen chon ge agr, anoerez rönnen Vle 1 . . n.r k nicht von ihr erwarten. Ich fand es unwürdig. Sie dazu sich, 'hergeben zu sehen. Es ist Ihre sortge,etzte Demuhung. Fräulein . vön Waibach - bei mir zu verdächtigen," fagteAsten bitterer wer' dend. Ich kann dies ,aber so wenig billigen, , wie den Versuch die Freiheit meines .Handelns zu, beeinträchtigen: ein Versuch, den sie mit dem Zurück. I ? ; " - - ! , . haUrn Ut BHcfr machtm. Ich bitte viefe Briefe.' ,. I m i i-.- tr . Air ... ... Natalie preßte ihre Hände um die Pf.ni (5lnffa ltnK fti fi mit bin Z mu- 35" e,5u,t S!e Nnd nlöt mebe vorbanden, dies! I Briefe! leset rief sie mit so viel aufrichtigem Trotz, wie er nur wünschen konnte .Aber nochmals, Herr von Auen, be' denken Sie. auS welchen Gründen kch sie verbrannte. . Ihre schZnen dunklen Augn drängten mu mlich an zz wat Stolz und Trotz darin, aber unter ihnen auch eint keidenschaftliche Wärme, üp der nichts Erkünsteltes war. Asten fühlte daS und ward' verwirrt. .Es Ist gut; rolr wollen nicht mehr darüber sprechen, Sie werden mix jedoch gestatten.' daß ich diese Kart: an Stelle hrr mir n fcnnt niRfttntn thaUi " . " J7 0 3 " n tf cr schmale Papiei auf seine Brust ;urückleaend. ' - T ; wmii jiuujjwi, i Sie erblaßte. sollen Sie da mckt lieber unter. 1 (aiTcn? Glauben Sie nicht selbst. Asten, daß es besse: ist, diesem nutzlosen Spiele ein Ende zu machen?" kragte sie. im Ton ihn immer noch an ihre Rechte mah nend. Aber die Wirkung war eine andere, als sie erwartet hatte. , Ich behalte mir die Freiheit vor. über meine Beziehungen zu Fräulein yg Waibach allein zu urtheilen, und ' ... r t ? . eine le, oies sernermn niqi zu vergep sen." erwiderte er kaltt ; , Sie beherschte sich nicht mehr. ' ,Da ist viel verlangt! rief ,sie m!i flammenden Angeu.' .Mir scheint wahr; 1 lich zu viel! Asten, Sie haben mir be?

reitZ Ihr Wort gegeben. . Sie gehören

Mll. Er erhob sich halb von feinem Sitze. .Ich nehme dies Wort zurück," , sagte er. denn ich wiederhole eS: Sie ha ben mich betrogen. Mein Vertrauen in iste ist dadurch zerstört, und Jen kann nicht mit einer Dame in die Ehe treten, deren Wahrhaftigkeit ich nicht vertrauen kann. " ' , Nicht?" rief sie, und au 5 dem leiden, schaftlich bewegten Gesicht zuckten rer nkchtende Blitze. Sie wollen Ihr g gebeneS Wort zurücknehmen? So muß ich Ihnen sagen. Herr Major. Sie kön' nen das nicht! Es thut mir leid, Sie an Ihre Pflicht erinnern zu müssen, an Ihre Pflicht einer Dame gegenüber. aber eS fallt auf Sie zurück, daß ich dazu gezwungen bin." Und welches wäre , diese Pflicht? fragte er mit farblosen Lippen. Ich will es ihnen sagen, wenn Sie es von selbst so gar nicht verstehen: Sie haben mich kompromittirt und sind es mir schuldig, mich zur Frau zu nehmen. Mein Ruf hat unter .meinem Alleinsein mit Ihnen gelitten, das heißt, um Jh retwillen habe ich ihn preisgegeben. Ihr Leben war nur zu retten, wenn Se die unausgesetzteste Pfleae erhielten. Kein Auge durste von Ihnen verwendet werden, keine Störung, auch nicht die kleinste, unbedeutendste Ihre Genesung gefährden. Das war nur möglich. wenn Sie ein Zimmer für sich ,, allein behielten, wenn mir das Recht ward. Tag und Nacht Sie zu bewachen, allein für Sie zu leben. Ich konnte das nur auf einem Wege erlangen: ich erklärte, Sie seien mein Verlobter. 1 Was hatten Sie sonst anderen Verwundeten voraus, auch mir gegenüber? Nur so ließ mein Verlangen sich rechtfertigen, nur weil meine Behauptung Glauben fand, ward es mir gewährt. Sie bekamen diesen abgesonderten Raum, und ich pflegte Sie. Zlber draußen, bei den Johann! tern und Diakonissinnen, bei den Ofstzieren, welche verwundel im selben Lazaret lagen und bei denen, welche jene be suchten, galten Sie für meinen Braut!' gam. Wollen Sie nun, da Sie genesen sind, hinaustreten und jenen sagen: Gräsin Walden hat Sie betro. gen .... Ich bin nicht mit ihr verlobt. Sie hat mich nur gepflegt, wollte mich pflegen um jeden Preis, weil sie verliebt in mich war. Nur um sich das Recht der Pflege zu erwerben, verbreitete sie die Lüge unserer Verlobung. Ihre Absicht ist gelungen und sie hat . mein Leben ge: rettet, nicht einmal, nein, mehrmals hat sie den Tod von mir vertrieben, aber zur Frau mag ich sie deShalb.'doch nicht . Sie werden das nicht sagen. Asten, denn Sie werden fühlen, daß Sie eS nicht können, daß S eine unehrenhafte Hand-. lung wäre. Ja. ich habe Sie mehrmals vom Tode errettet, nun wohl, den Mann habe ich mir gerettet, der mir aeyorte. den ich erwählt hatte, und er muß mir bleiben, wenn ich statt feiner zu Grunde aeben soll. Sie. werden das jetzt verstehen, denke ich, und Ihre Pflicht nicht mehr verkennend Der Major war stehen geblieben um sie zu hören, doch bei zedem ihrer Sätze hatte fein bleiches Gesicht siedln düsterere Falten gelegt. Als sie schwieg, sank er wortlos in seinen Stuhl zurück. Eine Pause entstand, in welcher beide sich athmen hörten. Sie ward peinlich für ??atalie. .Ich hatte nicht so zu Ihnen sprechen moaen, - begann sie weicher abermals. .ich war so glücklich, daß Sie selbst den rechten Weg gefunden hatten, so glücklich über Ihre Worte heute früh. Wenn Sie wüßten, wie gern ich Sie habe. Asten, aus wie vollem Herzen ich gethan habe, was ich für Sie gethan!. Aber dies? Weichheit vermehrte nur seine Pein, und er hob eine Hand ab? ehrend gegen sie. .Gräsin, ich bitte Sie! Sehen Sie denn nicht, daß ich keine Kräfte mehr habe? O. Sie machen einen furchtbaren Gebrauch von Ihren Rechten. . . .von Ihren Rechken als Frau, von denen der vornehmen Dame. ... " Und das war alles.... Nur dieser Vorwurf! und kein Wart, welches ver rieth. daß seine Ritterlichkeit sich rührte, daß Dankbarkeit aus seinem Herzen end: sich meder in sein Bewußtsein trat Natalie war empört. Aber der eigen sinnige Entschluß, ihn festzuhalten, koste eS. was es wolle, ward nur fester in ihr. In dieser Stunde freilich, fühlte sie. könne sie nichts erreichen und stieß des halb den Stuhl, aus den sie sich noch stützte, heftig von sich. . : . y- n . r': i . ix . t.rr. Vi9 ii glll-, ,agle ne, verzage SÄ KW1iÄf& ruhiger geworden und, gerechter denke? 1 'nten. Sie ging Und ließ ihn allein. Er blieb kraftlos sitzen und warf einen verzweifelten Blick durch das Zimmer; einen Blick, wie der, mit dem der Gefangene die Zelle mißt, der er nicht mehr entrinnen soll. Er war also wirk' lich an jenes Mädchen gekettet, und das Leben, das sie ihm gerettet, gehörte nicht, mehr ihm?. ii.' Kein Zweifel, denn die unzerreißbare Kette, die ihn an sie band, hieß die Ehre und er, konnte sich nicht von-ihr losmachen würde eS nicht einmal mehrz, versuchen.... Wie hatte sie daS klug berechnet, wie sein ge? xonnen war diese listige Wohlthat, der er zum Opfer siel. " ? Er überdachte es bitter. Dann kam eine Sehnsucht ln ihn nach jener Stunde, in welcher er daS Leben, das er diesem Mädchen jetzt dankte, hatte schwinden fühlen. Wie war eS von ihm gewichen. förmlich mit SturmeSschmlngen, als habe er den Kß der Walküre gespürt! Und wäre der aus, selner Stirne haften geblieben, zählte er noch zu den Todten wie viel wohler Ire lhm jetzt!.... Die Gräfin hatte Briefe aus der Hel nath bekommen und las sie auf ihrem Zimmer. Die Nachrichten waren keine genehmen; das spiegelte sich in den i'rnie deS nachdenklichen Gesichts s charf ider.ÄMWEWW' .Während sie noch las, klopfte es, und an Vrzt trat,erJyr,,MZ

.Ich habe Ihnen, eine unanaenehn'

Mittheilung zu machen, sage er. he Gesicht dabei prüfend im Auge haliend. DaS Beftnden ihres Herrn Brauugams hat sich plötzlich wieder, zum Schlimmen gekehrt. Der Major hat starkes Fieber, phantasirt und scheint xsuchlsch sehr r regt. Woher mag dies nur kommen? Tragt das Ereignlß von Mittwoch acht die Schuld?. . , . Aber es liegt schon vier Tage zurück!.. ,ES ist vielleicht doch die Nachwirkung von ihm", antwortete Natalie. ihre Briefe zufammenlegend. Ist der Rückt fall gefährlich? fragte sie dann mit ge. falteten Brauen. .Verlangt der Kranke nach mir? .Nein. .DaS ist meine Antwort aul die zweite Frage. Die erste muß ich bejahen. Ich glaube sogar. S wäre besser, wenn Sie für'S erste vermie den. ... Zu ihm zu gehen, fiel die Gräfin eilig ein, während gegen allen Willen ein verräthetischeS Roth ihre Wangen färbte. .Es ist gut, ich "werde eS ver. meiden. .Ich kann mich darauf verlaslen?fragte der Arzt nochmals ernst. , .Wenn ich eS verspreche, haben . Sie wohl keinen Grund, an meinem Wort halten zu zweifeln," rief die Dame ge reizt. Jener antwortete mit einem Achselzucken: .Ich bitte zu entschuldigen, aber ich habe die Verantwortung, wenn die Gemüthsstimmung des Kranken ihm schädlich wird. .Und ich glaube bewiesen zu haben. daß ich fähig bin, für daS Wohlsein des Pattenten größere Opfer zu bringen, alS Sie die jemals versuchen möchten. -sagte Natalie und . verabschiedete den Herrn mit einem so hoch? wüthigen Kopfnicken, daß er sich vor nahm, sich nicht wieder bei ihr blicken zu lassen. Kaum war er hinaus, so stampfte die Zurückgebliebene zornlg mit dem Fuße auf die Diele. Das fehlte noch, daß der Verwundete jetzt einen Rückfall be kam und in feinen Fieberphantasien vör Wärterinnen und Aerzten alles aus' plauderte, was um jeden Preis geheim zu halten war! Natalie verwünschte die ganze Geschichte, und eS wollte ihr jetzt vorkommen, als hätte sie klüger handeln können. Sie hatte auf seinen körperlichen Zustand zu wenig Rücksicht genommen . . . . Wäre sie geduldiger gewesen, vielleicht wäre eS ihr gelungen, seinen Widerwillen gänzlich zu besiegen. Widerwille! Sie wurde wieder roth bei dem nur gedachten Wort, obgleich sie allein war. Aber sie konnte es vor sich selbst nicht leuanen, es war dies Wort, i welches sein Gefühl bezeichnete.- Er hatte ihr am Tage nach dem Eintreffen von ßnedertkens cm fälliger Karte ja erklärt, daß er die Nothwendigkeit der von ihr, Natalie, bekanntgemachten Verlobung einsehe und sich ihr fügen werde. Aber wie steif und eisig hatte er das erklärt, mit welch sturmesdüsterer Mlene! Und welch ein Bräutigam war er seitdem gewesen, kein Blick, kein Wort, d über die Grenze der nothgedrungensten Hofltchrelt gingen. Die Bitte, die er noch vor der Werbung gethan: Lassen Sie mir noch diese Stunde! er schien sie auszudehnen auf sie aanze Zeit der VerloöuM! .. . .Eine recht erbauliche Zeit mußte es dadurch werden! Und Natalie kochte tm Innern, während sie sich nach außen den Anschein gab, als ob sie solch ein Vr hältntß ganz in der Ordnung fände. Jetzt stieg ihr die Scham in die Stirn bei dem Gedanken, daß sie eS sich hatte aefallen lassen. Wie weit würde sie dieser Wahnsinn schließlich noch sühren? Ein Wahnsinn, a, sie war es, ciejc ganz unvernünftige späte Liebe!.... Soviel hatte Natalie ja lange schon gelernt, daß man DummHeiken mache, sobald man sich ernstlich verliebe! Um sich einen Mann Unterthan m machen, ihn nach Gefallen und Willen zu lenken, war die erste und oberste Bedingung, daß er einem gleichgiltig war. Er mußte sich in die Frau oerlieben. nie sie sich in ihn. Natalie wußte es, warum hatte sie sich gegen Dieses Wissen versündigt? Ja. das aan;e war eine unglaubliche Dummheit von ihr! Sie hatte Asiens Briefe, das tze:ßt, die, welche er im Feldzuge empfangen hatte,während feines Krankseins gelesen) und'auS ihnen ersehen, daß er kein bedeutendes Vermögen besaß; daß sie aber einen Mann heirathete. dn ein solches zur Verfügung jlano, war lur.lie eine reoenssrage. IN r- n . .-!..-f.. r.i Schreiben ihres Vaters, das sie beim Eintritt des ArzteS durchgesehen, brachte ihr daS warnend in Erinnerung. ?u entfaltete eS abermals und laS: Komm iürück! ich bitte Dich! Du ahnst nicht, wie nöthig Du hier bist! Die Gläubiger werden unerträglich für mich. DaS Ge schmeiß ist nicht mehr vom Hofe zu halten.", Christen und Makkabäer, eS ist alles eins. In der Unverschämtheit steht keins dem andern nach. Und ich verstehe nicht,,, mit ihnen,, fertig zu' werden, wie Du es verstehst. Lange freilich wird es ja auch Dir nicht mehr gelingen, daS drohende Ende hinauSzuschteben. Ja, Natalie,, da steht'S: daS Ende! den dro bcnden Unteraanal den Ruin! . . . . Und es läßt sich nicht wegwlschcn auS un serem Leben nicht, wenn ' auch , hier von dem Papier! Ja, wenn Du den einzigen Weg gesunden hättest,! der unS noch hätte retten können: eine reiche arttel Aber das, schreibst Du, könntest Du nicht! .retais au oorndls du descapoir, rna ebene, als ich daS i Demem letz ten Briefe laS. , Denn oarrs nous mit da warum bist Du denn noch Frankreich gegangen? , Die Ausgabe der Reife zu all den übrigen, c'etait un dovoir d'en profiter au rnoins! . . . Und dieserBlödenbach, o'es un kornms acoeptaMe, ich versichere Dich! ' Ich habe mich genau knformirt; er hat ganz bedeutend Mittel. Ihm wäre es ein leichtes, Walden zu übernehmen und uns allen Verlegenheiten zu entheben. Daher, ist eS noch irgend zu machen, reSoedis a deux kais, tn& pelite! Nou3 n'avonx paa de cholr. ; DsS Messer sitzt uns an der Kehle, und Du bist d,ch invxzx

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ein kiuges und energische? tno gewezen. Denk an Dein LieblingZwoet: N'bers rders's w'iW, tbcre's a was . ... Ich vertraue immer noch diesem Deinem Willen!.. . . ' -t ' 1 "Z rv" s r ;: s"3r' . . ' ' ' "" ' ' ' Die dunklen Augen der Lesenden sahen sehr ernst vor sich hin. als sie zu Ende tr. Eine maae laa darm: ob eS noch zu machen lst?. . . .Es wäre emverzweis fetter Schritt, der, wenn er mißglückte, dem, welcher ihn gethan, ein- häßliches TUl aufdrückt. . . .Ware es da .nicht besser, doch bei dem schönen Major zu bleiben? . . ..den freudlosen Brautstant auszuhalten und uch auf die Eys zu vertrösten . . . . ? Wieder drängte sich das Bild des braunbarktgen Mannes, das sie gestern in süßen Liebesträumkn hier noch an ihre Seite gezaubert, schmeichelnd zu ihr. War nicht doch ein Glück mit ihm noch möglich, da er sich in das ihm aufgezwuttgene schließlich fügte?. ..Un, willkürlich that sie wieder einen Blick ln den Spiegel, aber sie erschrack heute vor sich selbst. DaS war Nicht mehr daSselbe Gesicht, welches daS blumenge. schmückte Glas heute wiedergab! gelb. faltenreich, weir alt! so alt!. . . .mit seinen schlaffen, sorgenvollen Falten, seinen grübelnden Blicken! . . .WaS hatte das bewirkt?.. . .Natalie lachte, als sie sich die Frage stellte. Ein bitteres Lachen .'.D,e L'ebe." antwortete sie sich, ,auch jetzt wieder sie! Ihre Wirkungen waren eoen verzchieden,- und m drei Tagen hakte sie so olleS zerstört, was sii ,n Monaten geschaffen .... Aber welche wurde wohl m der Ehe mit Asten her vortreten? Wenn die junge Gattin wirklich ein solch amorinendurchflattertes Boudoir sich geschaffen, würde sie, wie hier, nicht taglich die Spiegel befragen, ob sie für ihren kühlen und schonen Ge mahl auch Anmuth genug besäße? Sie sprang plötzlich mit beiden Füßen fest auf das Schaferidyll des Teppichs und machte mit der rechten eine Bewegung, als wiese sie etwas wett von sich. Der Vater hat recht! Dazu war sii zu klug, um lebenslang für eine Dumm--heit zu büßen! Dann lieberein Schnitt in's Fleisch, und wenn' in jene Stelle war. die man das Hertz ru nennen pflegt! Wenn eS zehnmal schmerzte! - Auch dieses geht vorüber!" sagen die Türken, und wie oft schon hatte Natalie daS Sprichwort sich auch gesagt, wenn sie verliebt gewefen war, wie oft das Zu, wettende an ihm erprobt.. .Wahrhaftig, dies war doch nicht ihre erste Liebe! Und eine jede gmg vorüber, eine jede! Wenn man auch bei einer jeden wieder und wieder glaubte, daß sie die dauernde wäre!. . Mit der Entschlossenheit, die In guten und bösen Dingen ' eine hervorragende Eigenthümlichkeit an ihr war, sing sie an. ihre Sachen zusammenzusuchen und zu packen. Zwei Tage spater stand sie im Quar tier Blödenbachs. in elegantem, knapp sitzendem Reiserostum, mit der von der Fahrt geratheten Wangen und schalkhaft blitzenden Augen. UnceremonioS betrat sie deS Generals Zimmer und reichte ihm die schmale, in dänischem Lederhandschuh steckende Siechte hm. ErzeLenz. ich melde mich zurStelle-, sagte sie in jener frischen, scherzenden Art, welche ihr Publikum so oft an ihr entzückte. Der General verneigte sich jedoch nur frostig und strif. Ah, Sie gehen nach Deutschland u rück, ganz recht! Ich entsinne mich, vernommen zu haben, daß Ihr Pflegling so gut wie genesen ist. Begleitet er Sie?" Von wem sprechen Erzellenz? fragte sie mit völlig unbefangener Miene. Nun natürlich von Major von Asten. Ah, da5 konnte ich nicht wissen. Denn erstens war er nicht mein allein!ger Pflegling, zweitens ist er auch nicbt genesen, sondern hat einen Nückfall ge habt und liegt krank wie zuvor, im Lazarcth zu B. Wie? und da verlassen Sie ihn?" Mein Gott, Erzellenz, ich kann doch nicht mein Leben in seiner Pflege vcrbringen! Schließlich ist er für mich ja doch nur ein Fremder, und meine patriotische Pflicht gegenüber dem Krieger habe ich, glaube ich, reichlich gethane" Ah ! machte der General mit merkwürdigem Gesicht. Das der Dame nahm eine würdevolle Trauer an. Wle Erzellenz wohl auch vernommen haben, ging ich von Monpassier nach B. zur Pflege meines armen Vetters, der bei den Garde-Uhlanen stand und bet der Belagerung von SaissonS schwer verwundct orden war. Als der Arme starb, übergab mir der Zufall" den Major von Asten, den ich natürlich auch mit' gleicher Hingebung in Pflege , nahm. Wieder räusperte sich der, General. Dann antwortete er plötzlich steif, !e mit dem Ladestock herausgeschossen: Man sagte mir, daß diese Hingebung bei dem Major doch seine besonderen Gründe hatte. Das Gerücht war verbreitetet, Sie hätten sich mit lhm verlobt. So? Das hat' man verbreitet?" Auf dem pikanten Gesicht der Gräfin malte sich ein Ausdruck' ärgerlichen Staunens, während sie, endete : Ja, nun verstehe ich!" Nach kurzem indessen lächelte sie, und der Schalk begann alsbald wieder lebhafter in ihren Augen zu spielen. Nun also, Excellenz, ich will wie gewöhnlich ganz aufrichtig sei. Daran ist ja viel Wahres; ich hatte ein, kleines Faible für Ihren schönen Major. Seine Appollotournure hatte mir S angethan, und als er bei Le Bourget verwundet ward, forderte ich, das Recht,, ihn zu pflegen. Dadurch entstand jenes Gerücht, dem ich nicht entgegentrat, wieder um mir dieses Recht zu wahren, , meinen Protege dem Tod zu entreißen. , Das ? war also, ehe ich seine Pfleae übernahm Aber gerade bei der Pflege lernte lch ihn kennen, und mein Gott! so ein Apollo kann eben herzlich , langweilig werden! Er ist sehr unbedeutend, ;,JH? schöner Maior, und als ich das entdeckt , hatte, war es auch mit meinem Interesse . vorbei (Fortsetzung folgt.) ir-iwKwj , 'In

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Sieh nur mal her, wie an meine Unaussprechlichen die Kniee 'rauSkommen! DaS ist doch geradezu empörend Herr Jellyby schreibt an seine Prinzipal): Geehrt Herr Cheft Leider wird eS mir für heute unmöglich sein, nach dem Geschäft zu kommen. Meine Frau hat sich nämlich unterstem . den mein einziges Paar Hosen gester Abend bei eener Verfammlung des FrauenvereinS für Kleiderreform zu tragen. Morgen früh werde ich jedoch zur Stelle sein, da ich die Hosen scho heute Abend anziehe und solche die Nacht Über anbehalten werde, damit sie mir keinen Streich fpulen kann.MeHt anzüglich. Miß Zimperlich: Jetzt wo das weibiiche Geschlecht so selbständig ist, sollte man es nicht für möglich halten, daß Eltern Heirathspartien für ihre Kinder arrangneni Miß Spitzig: Ader meine Liev wie wollen Sie eS denn sonst anstellen, unter die Haube zu kommen!? Bequemet Verus. Swcllman: Tel Freund Dudenöurg scheint ein verteufelt aescheidter Kerl zu sein? verdient Wohl heidenmä ßig diel Geld? Sluman: O a. er sitzt seinem Vater in der Tasche. aö unnötyige Fußbad. 'Hausfrau (zur Köchin): Aber Liese, waS fallt Ihnen den ein, jebt grade um 12 Uhr Vormittags ein Fußbad zu nehmen?" Köchin; Ja, wissen Sie, anSdiae Frau, ich will mich heut' vho!ographr ren lassen!" Moderne Heiraths . Gem suche. Ein Kameruner GutSbesitzer sucht die Bekannischast einer ge bildeten Negerbame behufs späterer Verheirathung zumachen. Musikalische Kenntnisse (Tamtam oder Trommel) erwünscht. Reflectirende Damen rnögen morgen Abend in dem bekannte Heiralhswäldchen deS CongobeckenS sich einsinden und als ErkennungSzeichea ein Schiffstau durch die Nase ziehen. Heirathscandidat ist fünfzehn Jahre alt, Secundaner, von angenehmem Aeußern (Terrain zum Schaurrbart ist da) und wünscht nichts als eine ebenso ge sinnte weibliche Dame von ähnliche Reizen im Alter von 12 bis 23 Iah. ren. Leibgericht : Kartoffelpuffer. Hauptbeschäzrigunz: Poesie. Adresse bitte unter Svhärenklang" an die Ex. pedition zu richten.! 't.u :,t&In der So m merfri sch e. 5l.: Sie maä.en regelmäßig ein Schläf chen vor Tisch? S.: Ja, wissen Sie, ! eS gibt für mich kein schöneres Erwa chen, als durch das LÄuttn der TijchÄ flocke! ' t "" ' ' "!:" SSlI:;' ? HiSjei''iSiili1 : iii',SE MS-.,!-. :": ! :p",:!H!,,l:M.:;!Mnin iiii!!; aijlfiiSiH'-iffi'IC'i; I 'ifr1' , 1

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