Indiana Tribüne, Volume 15, Number 35, Indianapolis, Marion County, 23 October 1891 — Page 2

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Jndiana Sribiine.

Er &ügid) und Sonntngs. Tie Zsttche .Tribüne" kost?t durch den Träaer 13 Cent Zer Woche, die 3or.fagSri6ßttc' 6 Uchi3 perNvche. Bcwe ufcnnc 13Scpt3 oder 53 Cent! xerMonsk. P?r Post zugeschickt in Vor zusbezahlung jZ xrr Jahr. Office : 130 Ost Maryland StraKc. Indianapolis, Ind., 23. Oktober '91. SaS JungskLttSahnpro!:et. -Der UZerordentllche Erfolg der latusbahn hzt dzS Jutereffe an Hoch' gebirzSbahnen lebhaft wachgerufen. Die Junzfrau. deren wunderbar ge formier Kegel alltäglich in unbeZchreibsicher Pracht vor den zahlreichen Be fächern Jnterlalenb daliegt, mußte zum Eatwurf eines BahnprojecteS besonders einladen. DaZ vom eidz?n. Gemeobzrft Locher, dem genialen Er bauer der Pttatusbahn auZzearbeitete Vroject ist so außerordentlich originell daß wir unA durch Schilderunz vessel .den den Tank unsern Leser zu ner ben q offen. Obgleich daS beim PilakuZ zur Ver. wkndun? gekommene neue Princip sich über alles Erwarten bewZhrt tjai, so roar die Äerwendunz desselben für die von EiZ starrende Jungfrau von vornberein auSgefchloszen. Die oberen Zweidrittel der Bahnlinie müssen schon der Witterungsverhättnisse wegen in einem Tunnel verlaufen. Locomotiv betrieb in einem solcke ist durch den Lärm und Rauch namenUlch hier, wo ei stch um eine Vsh für VerznuzunzZ. reisende hci?delt, eingeschlossen. Ein Haup'.erkorderi ist auch eine rasche Beförderung, damit bei schönem Setter sofort möglichst viele Reifende den Gipfel erreichen können. Unter diesen Umstünden schlägt der Urheber deS Projectes eine Bahn vor. bei der die Passagiere in einem geschlosfGtn Tunnel durch Luftdruck hinaufbe fördert werden können, genau so. wie Viel schon jetzt bei unseren Rohrposten mit Briefen geschieht. Die Bahn wurde cml zwei nebeneinander befindlichen, durch luftdicht schließende Thüren mit einander verbundenen Tunnels bestehen, welche in gerader oder schwach nach abwärts gekrümmter Linie von Sich:llauenen im Lauterbrunnenthal direct nach dem Gipfel der Jugsrau führen. Der Querschnitt dieser sorgfältig cm5 gemauerten und m:t Cement vervutzten Tunnelröhren würde genau kreisfönrnz sein und 3 m Durchmesser haben. Im ! Ä - i . . -. f 'i . v r- -L ! Innern jeoer unnetro?re oeMZen u t ' iwr i c je drei in gleichen Abständen von ein ander angeordnete Stabtfchienen, welche dem Wagen zur Fuhrunz dienen; dieser tragt die zugehörigen Lzufräder an seinen beiden Stirnseiten. Er bildet im übrigen enen Z0 m langen Cylinder aus Eisen und Holz, besitzt in seiner Mitte einen treppenförmigen Ganz, zu dessen beiden Seiten die 50 Sitzplätze angeordnet sind. Natürlich ist der Wagen elektrisch beleuchtet. Jeder Tunnel ist unten, dtfrch ein eisernes Thor verschlossen und enthalt nur einen Wagen, oer ein für allemal darin bleibt. Der Wagen ist so gebaut, und durch sogenannte Chica ' neu ( Blechkammern) abgedichtet, daß er an die TunnelwZnde genau anschließt und Lust zwischen Wagen und Tunnel wand nur schwierig und lanzsam entweichen kann. Ein solcher Wagen, dessen Gewicht mit fünfzig Passagieren etwa KK sivO lc. jedenfalls nickt erreichen wird, soll nun durch Luftdruck in dem Tun nelrohr aufwärts geblasen werden. Die geschilderte Bahn bietet in hohem Grade Garantien für Velriebsttcher' beit; es gibt kaum eine sicherere Unterläge für einen hinad gleitenden Gegen , stand, als ein elastisches Lustkissen, wie es hier in großartigstem Maßstabe vor gesehen ist. : Bezüglich der technische Ausfuhr- . barkeit wird man sich, wie die Zeit' schrist Prom meint, den überemstrM' menden Gutachten der vier größten - schweizerischen Jnzenicursirmen an ' schließen müssen, welche das Probet nicht nur als v:rhältnißmäßiz Zeicht ausführbar, sondern sogar als die ver muthlich einzig mögliche Lösung der Aufgabe bezeichnet haben. Gin afrikanisches Thermovylä. Das Berliner .Colouialblatt macht ausführliche Mittheilungen über die , Vorgänge in Teutsch-Ostairika, welche die Absendung der so schrecklich vernich "teten Expedition Zelewski veranlaßt haz Zen. Danach fand im Februar ein Ein ? fall von 1000 Wahehes statt, welche etwa 80 Wasagara erschwgen ein Tors in der Lkähe von Mkondoa theilweise niederbrannten und etwa 100 Wasa gara nnd Sklaven hex Araber mit sich in die Gefangenschaft .schleppten. Die katholischen Missionen waren bedroht, ;l und die südliche Slraße nach Mpwapwa war gesperrt. Da zedoch wahrend die?se?Weit derReichscommiffär Major von jWißmann mit fast allen disponiblen Truppen am Kilimandfcharo war, so konnten nur 150 Mann, die eiligst zu sammengezogen wurden, unter Chef Rammn nach Usagara gesandt werden MWkÄ.iM in Mokcndoa mit dem zunächst wohnenden Wahehehäuptling Farhenga Verhandlungen anzuknüpfen. Ganz Uhehe scheint iedoch eine Art Monarchie zu sein, da alle diese Häupte linae einem Oberhäuptlina Owawan jika oder Muinga gehorchen, dessen - . ... fr r i. , auvlna.r am ua?a oennoel. Schließlich versprach Farhenga. in Zu kunft Frieden zu halt;ndie Gefangenen herauszugeben, den Missionaren den Eintritt na Uyehe zu gestutten und deren Wirken kein Hinderniß- in den Weg zu legen. Inzwischen brachte auch der an den Oberhauptling' Mmnaa. von Ramsaa abgesandte Bote die Nachricht, dag Muinga die Forderung der Teutschen annehme. ' Die Wahehe stellten jedoch ihrerseits die Forderungen, daß ihnen gestattet sein solle; .rinWfMtiingiiJm dert zum Handelsbetriebe zur Küste zu sommen, und andererzeits Pulver und Oewehre zuKufen. , D

der -ersteren Forderung sagte Ramsa'z zu, behielt sich jedoch bezüglich, der Letz ttren die Genehmigung des ' Gouver neues vor. Nachdem Ramsay dem zwei Tagematsche von Mkondoa ent fernt wohnenden Farhenga einen Besuch abgestattet und ausgezeichnete Ausnahme gemnden hatte, marschirte er der dro henden Regenzeit halber in Eilmärschen nach Bagamoyo zurück. Doch der Friede war nicht von lan ger Dauer. Als Anfang Jnnr beun ruhigende Nachrichten über die Mafili aus dem Hinterlande von Kiloa eintra fen, sowie der bereit? erwähnte Men schenraub deS Wahehe-yäuptlizs Tara makengwe gemeldet wurde, beschloß der Commandeur der Schutztrupre, v. Zelewski, einm Zug zu unternehmen, um die Maftti zurückzuwerfen und die räuberischen Wahehe zu zächtizen. Zelewski beabslchngte nun, von Äiloa aus nach Norden nach Mkondoa am Mukon' dokwa südwestlich Usagara abzubiegen und sich von hier aus nach Mvwapma zu wenden. Am 22. Juni brach er von Kilon auf. Auf dem Marsche erfolgte dann ir den Engpässen der Gedirgstdäler, in denen die Truppen weder rück noch vorwärts konnten und fest eingekeilt saei der verhängnisvolle Ueberfall. Stcnley ist der Ansicht, daß d.e Wazehe nach ihrer hinterlistigen Manier dem offenen Kampfe ausgewichen, uud die Schutztruppe im tiefen Schlafe überfallen und mit ihren Spießen niederge. macht haben. Nnfall der lrf

5frt Nnaarn und Oesterreich erregt das Schicksal des dreiundachtzigjährigen i Grafen Emerich Esterhazu, der in der ; Nacht zum Sonnabend in der Nähe von Preßburg aus noch unausgellarte 23eite ; seinen Tod in der Donau gefunden. Theilnahme und ungemeines Aufsehen. Nach den vom Pester Lloyd" gegebenen Darstellungen pflegte der alte, aber noch sehr rüstige Herr, der Rittmeister a. D. war. den größten Theil des Jahres auf seinem großen Gute Rede bei Kis der zuzubringen. Er kam alljährlich ein-, höchstens zwei Mal nach Preß bürg, um hier gewisse, die Verwaltung seines bedeutenden Vermögens betrefsende Geschäfte vorzunehmen. Die Die nerschast im dortigen PalaiS des Grasen erwartete denselben beretts am Freitag. Anstatt seiner traf am Sonn abend die Unglücksbotschaft ein, daß der Graf mit Roß und Wagen in die Dv' nau gestürzt und ertrunken sei. Graf Esterhazy war nach sechs Uhr Abends mtttelft Bahn m Wlezelburg angelangt, wo er einen Fiaker zur Fahrt nach Vreübura miethete. Es war gegen 10 Uhr Nachts, als der Wagen des , Grafen vor dem Gasthause rn der Ort I si . ,"i et c t!.u rtla ..V . C!. I iazi zcur!i,urg vs wmc iic Orl-fi ti. . t rtfC kurze yian genauen uno orr warnte den Wirth eindringlichst, dem Kutscher des Wagens emem lungen Burschen von siebzehn Jahren zu viel Wein zu geben. Thatsächlich soll der Bursche auch nur ein Glas getrun ken haben. Nach l0 Uhr wurde die Fahrt nach Preßburg fortgesetzt. Die Straße ist gut und vollkommen gefahrlos. Gegen Mitternacht kam der Kutscher in emem jämmerlichen Zu lande, naß und über und über beschmutzt zu Fug nach Karlburg zurück und erzählte dort, er habe auf Befehl des Grafen einen falschen Weg eingetchlagen. der Wagen sei dann plötzlich sammt den Pferven und Allem was daraus war über das steile Donauufer hinabgestürzt. er selbst habe sich mühsam aus dem Wasser gerettet, der Graf aber sei ertrunken. Nach der Aussage deS Burschen hätte der Graf in dei Dunkelheit einen vom gräsl ch Batthuany',chen Mezerhof quer über die Landstraße zum Donau.ufer führenden Privatmez mit einer noch eme gute Vierteluunde von der Unglücksstelle befindlichen Abzweigung zur Ortschaft Engeron verwechselte und dea Kutscher trotz dessen Einsprache veranlaßt, nach rechts zu fahren. Einige Minuten später wäre das Unglück ge fchehen. Das stark brüchige und unterwaschme Ufer hat hier eine Höh; von ungesahc zehn Metern. Sofort wurden von der Karlburger OrtSbehörde Leute an die Unzlücksstelle entsendet. Diesen gelang es' erst am anderen Vormittag, nach angestrengtem Suchen die Leiche des Grasen auf einer Sandbank einige hundert Schritte unterhalb der Um glücksstelle zu finden. Die Leiche wuroe nach KroatischJahrendorf gebracht. Allgemein be zeichnet man die Aussage des Kutschers, daß der Gras selbst ihm befohlen habe, den falschen Weg zu fahren, als im glaubwürdig. Der alte Herr kannte den Weg von Karlburg nach Preßburg zu genau, da er ihn seit Jahrzehnten unzählige 'Male zurückgelegt hatte. Wahrscheinlicher ist schon, daß der Gras auf seinem Sitze eingeschlafen war und der unerfahrene junge Kutscher irrthüm licherweise den falschen Weg einschlug. Die Untersuchung der Umstände, unter welchen der Tod des Grafen Esterhazy erfolgte, ergab jedoch mehrfache Mo rn eilte, welche es als möglich erscheinen l'ssen. da ß d e r Gra f einem Ver brechen zum Opfer gefallen. Der Graf soll auf leinen Fahrten nach Preßbura jedesmal bi'beutellMHeldb baben; man fand jedoch bei der Leiche nur eme geringe Summe. Der Kutscher wurde als verdächtig verhaftet. Qintf paintTit1)ün entnehmen wir Folgendes: Die genauere Untersuchung hat die anfänglich aufgetauchten Verdachtsmomente - hinsichtlich eines ; Mordes so ziemlich entkräftet. Der Wagen ' ist über das senkrechte Ufer hinunterzestürzt! Die Hauptschuld an dem Unglück trifft in erster Reihe die ; sträfliche Nachlässigkeit, mit welcher man einen .Prioatmeg abgesperrt ließ. In zweiter Lin e ist der Graf 1 ein Opfer seiner allbekannten Soarsamkeit geworden. ' Graf Esterhazy miethete in Wieselburg den Wagen deS beinahe erblinbeten und finanziell herabgekommenen Fuhrwerksbesitzers Kratzer, blos weil die er um einige Gulden billiger war. Kratzer neth dem Grafen, lieber m Wieselburq zu übernachten, weil der Weg gefährlich sei, doch l ließ sich der Graf nicht überreden. Schließlich gab ihm Kr iher Krnen SüffenkeC emen be reits 1 einmal abgestraften' 17jährigen Burschen, Namens Johann Steiner, M

Burschen aus den zeuen mus ange sichts der Beschaffenheit, deS Ufers , eine wunderbare genannt werben. Bei der Leiche fand man später insgesammt 1093 Gulden Baargeld.

Wotseley Äbex Moltke. Moltke fragte einmal einen englischer. Ofsi.ier, wie es kZme, daß Wolseley ein so erbitterter Gegner des NanaltunnelS wäre; die gant franzosische Armee könnte doch bei dem Versuche, daraus zu debouchiren, mit Stöcken todtgeschlagen werden. Es wurde ihm dann auseinandergesetzt, daß der Tunnel, wenn er überhaupt je zu Stande käme, das Werk einer nur auf das Geschäft bedachten Gesellschaft und niemals eine reine Regierungssache sein würd daß ferner die Handelsin:eressen Englands und seine Begriffe von Freiheit es ja ewcm solchen Zustande mangelnder militärischer Bereitschast leben ließen, daß ein Feind jeen Augenblick sich durch die plötzliche Landung auch nur weniger tausend Mann bei Dover in den Besitz des ' Tunnelausgangs setzen -könnke. Sobalo Moltke dies vernäh:, erklärte er: Taun darf es niemals sein.Bei irgend einer Gelegenheit hörte Moltke, wie einige seiner Ossiciere einen der kleinen englischen Kriege herbe beurtheilen; er kehrte sich nach ihnen um und sagte: .Meine Herren, vergessen S nicht, daß, wenn die Engländer Krieg fähren, ihre Officiere nicht in Wagen erster Klaffe vor die Front ge bracht meiden. Auf eigener Erfahrung scheint es zu beruhen, wenn iöolseley zu der Thalsache, daß Moltke niemals einen persönlichen Feind gehabt babe, bemerkt: .Das wäre, falls es wahr ist, ganz erstaunlich, in An betracht der Menge von Narren und beschrankten Kopfe, amtlichen und nicht amtlichen, mit denen ein General ln 'einer Stellung zu thun hat. Die Höhe ve, Äkeereswelle. kn Unfall, der den am 24. Juli I. von Liverpool 'nach New B'ork ausgelaufenen großen Dampfer Etru na" der Cunard Linie betroffen hat, war, dem Urtheile der Schiffsossiciere und seeerfahrenen Passagiere zufolge, so eigenartig, daß es sich verlohnt, den bisherigen Forschungen nmd Mitthei lungen über die Wellenbewegung im Atlantischen Ocean eine kurze Uebersicht zu widmen. Stevenson und Dr Sco resba gelten als die gründlichsten Be odachter, und gerade die Forschungs Resultate dieser Männer ergaben, daß die Phrase von den Well nrergcn" im Allgemeinen nur e:ne Phrase ist. Der Erstere erklärt in einem von Fachmän nern sehr geiSayie Bücke H reatis iinor . oa oie ope oer cee va?Wissai itnt sV, yr?ifn-.aM Si ? vvöv""""-u m vn. l'ivii4taw V k , , Yiav W)nK. irischen See. im Canal und in der Nord see zwau.ig englische FuJ nicht über steigt und selbst dieses Maß selten tu reich:. Dr. Lcoresdy. der serne Berechnungen bei'stürmischstem Wetter im Atlantischen Ocean angestellt hatte, cons:ainte ein Maximum von 43 englischen Fuß Höhe. O Alleromgs, sagt Stevenson kommt es vor, daß selbst an windfreien Tagen LA) Zu hohe Wogen an den Klippen der schottischen Nordküste sich brechen, und in Dunnet Head schlagen bei Nordwestwind die wilden Wellen der aufge regten See die dicken Glmer deS dortigen 316 Fuß hohen LcuchthauseS ein. Nichts kann ihnen aber in dem Maße Widerstand leisten, als ein Schiff, ein beweglicher Körper, es vermag. Man hört deshalb äußerst selten von Wasserbergen, die sich auf ein Schiff stürzen, von wandernden Wellen, die den kolossalen modernen Passagier- Dampfern gefährlich werden könnten. Der Unfall der .Eiruria" ist nach den Berichten geradezu- ein Novum. Dieser mächtige Dampfer hatte zwei Tage vorher Live'Pool verlassen. Das Wetter war gut. Am LS. Juli drehte sich der Wind, Nordwest trat ein. Der erste Officier, Mr. Carline, gab, da um 6 Uhr Morx;ens wiederum Wechsel eintrat, die entsprechenden Befehle. Neun Mann sprangen in die Raaen. Das Meer war' verhaltnißmäßig rub;g. keine Welle brach sich an den Beiden des Schiffes, als plötzlich der eiste Offizier rief: uUy Godl Look at that vravel" (Mein Gott! Sehet diese Welle!) Eine ungeheure Mauer o.m Wasser, viele Klafter hoch, hing über den Bug des Schisses und brach m demselben Augenblick zusammen. Alle neun Matrosen wurden auf das Deck geschleudert, blutend und schwer verwunde: lagen sie da. Die SchiffsPassagiere waren vor' Schreck wie ge l'ibmt. Urplötzlich war die Welle, die größer war als eine zuvor gesehene, gekommen und niedergegangen. Dem Zchissslörper thaten' die Wassermassen trotz des heftigen Niederganges keinen Schaden. Ich werde ihren Niedergang niemals vergessen," berichtet der Ojsizier. Ich überwachte die Arbeit der Matrosen, als plötzlich eine dunkle Waffermaue vor meinen Augen stand, els hätte sich das ganze Meer nur einem Male, ausgerichtet. Der nächste Moment betäubte mich für einen Augenblick, und bevor ich Zeit hatte, mich zu besinnen. n ar die Erscheinung fort. Ich habe dieses und andere Meere durch viele Jahre befahren, kann mich jedoch eines ühnliÄcn Unfalls nicht erinnern." Die Passagiere veranstalteten sofort eine Samm lu.ig, die 1500 Dollars sür die Beninglückten und ihre Familien ergab.. Wie groß die Gefahr, der sie entronnen wa-' ren, gewesen, beweisen die Berechngen -cctt Ruffels und Stevensons, de ren zmo'ge die Kraft einer einzelnen greßen Winterwelle des Atlantischen Oceans Psund für den Quadratfuß betrügt. Man hält es in Liverpool Nicht für unmöglich, daß der Windwech sei die Riesenwelle erzeugt habe. ' . : : ,. " ' ? ;':: .. . ; , - - , Seltsamer Unsa Sk::0M ,'Wednden,;bn lein 1 Schläglr in Wien zugestoßenen Unfall bringen Wiener Blätter folgende D--''rlInug: In der Schlußscene des tji itU s der Oper Die Liebenden i. eruel" wird der todte Marsilla, dn Herr Winkelmaun spielt, auf einer Badre n vle Kirche getragen. Fräulein Sch azer. welche die Jsabel gibt, hat an f der reiche des todten Geliebten medermnltn und einen Kug. den sie dem

eocnen, verwelgerle, aus dle Llppen der Todien zu d:üZen, worauf sie rück lmgö entseelt zu Boden fällt. Um nun Herrn Winkelmann das lange und er wüdende Daliegen zu ersparen, war nach einer Photographie deö Künstlers eine Wachsbüste angefertigt worden, welche leine ; Stelle einzunehmen hat. Die'e Wachspuppe nun ist wahrhaft er sckreckend " portraitgnreu ausgefallen, und dieser Umstand führte den in Rede stehenden Unfall herbei. Als nämlich Frl. Sckläger, welche keine Kenntniß davon hatte, daß der tobte Marsilla nicht durch den lebenden Herrn Winielmann, sondern durch ein Wachsgebilde, reprasentirt sei. im Ver lau'e ihrer Darstellung den Kopf, den sie für den des Künstlers hielt, zwischen die Hönde nabm, um ihn zu küssen, em Pfand sie plötzlich dessen leichenhafte Starre und Kälte und erschrak heftig, sodag sie von der Erhöhung, auf wel cher der Sarg stand, heruntersiel und mit dem Kopfe mit aller Vehemenz auf die iele der Bühne aufschlug. Frl. Schläger blieb ohnmächtig liegen, es vergingen mehrere Minuten, bis sie Mieter utr Besinnung kam. Sie wurde in iyre Garderobe gebracht und verblieb daselbst fast anderthalb Stunden, bis sie sich soweit erholt hatte, um das Theater verlassen zu können.

- Vom Jnlanve. Die JolkSpartei in Massa. chusetts hat Major Henrq Winn. der z kiner Zeit , Charles Summers Privat secretar war. als ihren GouverneursCandidaten aufgestellt. Andreas Minder, daS it teste Mitglied des Benediktiner-Ordens in den Ver. Staaten, ist vor wenigen Tagen im Kloster zu St. Vincent bei Latrobe. Pa., :m 7S.' Lebensjahre ge starben. m Alter don '.OS Jahren ist die Negerin Frau Lucy Lee rn Philadelphia gestorben. Sie war in 1782 i Fairfield County. W. Va.. als Slamn geboren und erlangte im Jahre IBtil ihre Freiheit. Bei ihrem Tode betrug ihr Gewicht nur 60 Pfund; sie wn Mmter von 21 Kindern. Ein flaches und reines gelbes Srück Gold von der Größe und Form einer Jrauenhand ist kürzlich in Columbia yill gefunden worden. ES war so glätt und blank, daß kein Bergmann glauben wollte, eS sei so auS der Mine gekommen. Es hatte einen Werth von erwa $130. Es kann nicht mit Gewißheit gesagt werden, wer den erste Wei zen zur Aussaat nach Amerika gebracht hat. AlS dieser Welttheil entdeckt wurde, war. Mais das .einzige hier wachsende Getreide. Weizen wurde d nch die Romer in Großbritannien ein geführt und. wie ersoricht sein soll, Bei nahe vor viertausend Jahren. Präsident Harrison hat ein Geschenk von S. Elmood May in. New Jork erhalten, das einzig m m ner Art ist. Es' ist ein vorderer Elephantenfuß, prachtvoll ge'chmücktunb in Ebenbolz gefaßt., DaS Innere ist ausgehöhlt, mit parfümirtem einheimischen Hol; ausgelegt und mit den feinsten Sorten Thee augefüllt. ' Der Fuß kommt von der Insel Ceylon und soll einheimische Industrie repräsentiren. Wie einträglich die Obst, zucht in diesem Jahre in Ealifornien gewesen ist, geht auS Folgendem hervor: Rosinencultur in Fresno County brachte einen Profit von tzlSO bis tzsOO per Acker ein. Wallnüsse von 200 bis 5400, Apr,ksse. Pfirsiche und Pffau men durchschnittlich $250. In der Um gegend von Riversid? sind die Einnah' men für Apfelsinen per Acker so hoch als ölM gewesen. Die elektrischen Inge nieure. welche die Beleuchtungsplune fär die Weltausstellungsgebäude auSarbeiten, baben eine Aufgabe von unverqkeichlicher Größe vor sich.' Die Beleuchtung des Kunstgebaudes erfordert beispielsweise nicht weniger als 15,000 Weißglühlampen, die alle richtig vertheilt sein müssen. Je mehr man von den Planender Weltausstellung hört, desto mehr gewinnt man die Ueberzeugung, daß dieselbe an Größe und Vrackt alle 'rüber dagewesene Ausstellungen übertreffen v.rd. . üin n eu es ersayr en zur Zuaergewmnung aus sorgqum ist mtter Prüfung im landwirthschaftlichen Tepanement zu 'Washiuqton. Es be ruht aus einer Mischung deS SorghumÄyrupS mit Alkohol und Wieder aus zieh ng desselben durch nochmalige Destillation. Die angestellten Versuche sollen ergeben haben, dan dabei von fünf Faß Alkohol nicht mehr als ein einziges Quirt verloren gehen und der Ertrag von mehr als neunziggradigem Zucker belSufr sich auf zweihundert Plund pLN der Tonne. Nach dem Bericht des Bea nten Swanson, der die Verbuche leitet, ergibt das neue Versahren von jeder Tonne Sorghum etwa doppelt w viel kryitallinrten Zucker, . ' t , m ' wie nacy oem oisyerlgen xzersayrea. Edward H. Leffingwell, kürzlich in New, Havm, Ccnn., gestor ben. hat ' eine omographische, Samm lunz bin erlassen, - welche von vielen urt ke i :si.i k l g en ' M a nnern als d ie fein ste und wcrlh?ouste m der ganzen Welt gehalten wurde. , Sie enthielt die Na mensuaierichriiten von nahezu zwanzig tau'end bekannter, und berühmter Per sölllichkeiten. Dessen ungeachtet wurde die'e Sammlung , bei Aufnahme der Hinterkaffenschait nur zu einem Wertbe von 10,ooo notirt und die Familie tväfenoch zuirleoen gewesen, wenn ein Käufe? gekommen wäre. ,,, Kürzlich wurde die Sammlung nach Boston zum Verkauf geschickt und zur größten Ueberrajchunz o'eier Znterejsirten brachte sie einen ,reiZvon,,KSI00.!!DDi -'J-S. ''lzj.i o rMe t w a tun sM?J ahren machte der Student McLurdy, der die College in vud'on, Mich . besuch:e. Bekannlscha't mit der hübschen Nellie Dickinion und aus Beiden wuroe bald ein Liebespaar. Die Eltern Nellies iahen das nicht gern u?d suhten ihre T o.h' er vergebens zu überreden. von de n jungen Mann zu lassen. Da Alles nichts half, schickten sie das MSdchen nach MinneapoltS in ein Kloster, aus dem McCurdn jedoch neulich die

elievte vetrette. ,ndem er em.Freilas sungsgejuch verfaßte und darunter den Namen von Nellies Vater setzte. Der! treue Romeo entführte dann seine Nellie lach Indianapolis, ließ sich dort trauen und als glückliches Ehevaar erschienen Beide dann vor Nellies Eltern in Hudson und erflehten ihre Verzeihung.

Man gla ub t , da ß verschiene Mitalieder der BermeNunaSgesekl. schaft von der Burlington & Missouri River Eisenbahn in der Big HornSchlucht des Felsengebirges umgekom. men. sind. Die ganze Gesellschaft hat das stinltge Wafferland in der Nähe des Aellomstone"Lark vermessen müssen und die vermißten Männer fingen vor zwei Monaten an. eine Linie durch den Bia Korn xu sieben : ieitber ist nichts medr von ihnen gesehen woroen. Diese Ar vett wurde von Amang an für ein sehr gefährliches Unternehmen angesehen, da bis jetzt noch Niemand, ausgenommen der Fluß war zugefroren, lebendig durch diese fürchterliche Klukt des Gebirges gekommen ist. Sie ist viel gefährlicher als me Grand Canon" in Colorado, wie einzelne Männer erfahren haben, welche durch einen Theil der Klw't gekommen sind. sfc den Kreisen unser?? Flottenofsiciere beschäftigt man sich jetzt lebhaft mit den Fragen, ob der Beseblshaber des gescheiterten Kriegsschik ses DiSoatch, Lieüt. Comles. durch Fahrlässigkett den Unfall berbeigeführt cc. v c . et.'..!? . . uave uns vo er vi ein stnegjgencqt gestellt oder durch politische und gesellscha tliche Einflüsse in- Washington von aller Schuld weißgewaschen werden wird, wie es ja in solchen Fallen meist immer geschieht. Unparteiische MarineDfrirter find der InfiA hstfi (?A Comles einer groben Pflich.'vernachlässkgunz ichutdlg gemacht Hat, indem er während deö aewaltiaen Sturmes, in welchem das Schiff scheiterte, , die Commandovruae wenn auch nur sur einen ÄULenblick verlien und unter Deck aina. sowie daß seine Schuld nicht im Entserntesten dadurch gemildert wird, daß Lieut. Äulligan sich aus Deck zur Zeit befand, als daö Schiff auf. die Sanddanke auzzuyr. Teutsche Loealnckchrichten. Provinz Brandenburg. Mit dem Kaufmann Jfidor Dann, der sich wegen Entdeckung- von ihm verübter WechselsZlschunzen in Höhe von 300,000 M. erhängt hat. ist einer der aesäbrlichsten Wucherer Berlins auS dem Leben geschieden. Er stand mit an der Spitze des sogenannten Wuchern ges und suchte-und fang seine Opfer in den höchsten Kreisen. Der Redacteur und Verleger der zweimal mSchenrlich erscheinenden Allgemeinen BörsenZeitung". Karl Leopold Franz Merken. , ein berüchtigter Re?olverJournaltst, wurde wegen wiederholter Erpressung zu einem Jahre GesSngniß verurtheilt. Der Produktenhändler Wolff Cohn in LandSberg , st mit Hinterlassung einer nicht unbedeutenden Schuldenlast nach Amerika entflohen. Geschästlichee Verluste wegen, hat sich in Schöneberg der Kaufmann König erschossen. DaS Feldmarschall Manteuffel'sche Fidei kommißgut Topper wird nun doch zwangsweise versteigert und zwar im November sDer Landgerichtsdirektor Emil Reich' in Templin, der s. Z. den Vorsitz des GerichlhofeS in dem bekannten Armin Prozeß führte. ProvinzO st preußen. f In Goldap Sanitatsrath Dr. Meyböffer. Das DorfNeu-Passarge ist bis aus die Schule und einen Krug, im Ganzen 40 Gebäude, eingeäschert worden. In AltPassarge wurden iüns Gebäude ein Raub der Flamr n. Die Zahl der Obdachlosen beträgt 214. Am Tage nach dem Brande vermißte man den Altsitzer Andreas Schier. Lange wurde vergedenS nach ihm gesucht, endlich fand man ihn zusammengekrümmt im Holm am Strande todt liegen. In Neu-Münsterberg hat der Besitzer Aug. Hirschfelder seinem Leben durch Erhängen ein 'Ende gemacht. Ter schlechte AuSgang der diesjährigen Ernte soll dem Unglücklichen sehr zu Herzen gegangen und ihn in den Tod getrieben haben. Auf dem Rittergut Baldau. wüthete dieser Tage ein größeres Feuer, welches auch' einen Schafstall ergriff, wobei ca. 1000 Schafe in den Flammen umkamen. Ter Kaiser hat genehmigt, daß sein Name als Taufzeuge bei dem siebenten Sohne der Richter'schen Eheleute in Kunzendorf in das Kirchenbuch eingetragen werde. Pr o vin z Westpre uß e n. . Fritz Warnick m Elbing hat in seinen Testament? über eine Summe von 75,000 Mark derartig verfügt, daß zu nächst seine Verwandten den Nießbrauch haben und nach deren Tode das Capital zu milden Zwecken an die Stadt fällt. In Gr.-Bislaw sind auf dem dem Kaufmann Otto Mortens-Tuchel gehörigen Gute sämmtliche Wirthschafts gebäude ein Raub der Flammen gewor den. Ein Knecht fand dabei seinen Tod. mehrere andere trugen schwere Brandwunden davon. . . Provinz Pommern. Auf der Jagd verunglückte der Päch ter deS Gutes Reibnitz bei Pinnom. Leo. old Prast. In Folge unvorsichtiger Handhabung des : Gewehres, ging der Schuß los und traf den Bedauernswerthen in die Seite. Ter Tod trat sofort ein. Die Schulen in Gollnow sind wegen einer herrschenden Masernepidemie bis Mitte Oktober geschlossen worden. Frau Rittmeister Venzmer auS Berlin, traf kürzlich an der Station Batzmitz ein und trat, infolge Aus bleiben eines WaaenS. den Wea , zu s Fi?ß an, um sich nach dem nahe belegenen isut Xlibbin, , de,zen Besitzer , ihr Schwager ist, zu begeben. Am nächsten Tage fand man die Dame nahe de, Station m einer Torfqrube als Leiche. Der mit Hinterlassung bedeutender Kassendiebstädle verfchwundeneGerichtSaktuar G. aus Pollnow hat sich der Be ftrafung durch Erschießen entzogen. Provinz SchleSwig-H ölst ein, ' Die Schisssunfälle an der Schlei-Vig-Holsteinschea Küste sind im Iah 1890 zahlreicher gewesen, als in den vorhergehenden vier Jahren. Die Zahl der Unfälle betrug nicht weniger als 171, darunter 22 Ganzverluste, bei denen vierzehn Menschenleben verlor

gingen. Aus' der Marschvahnstrecke ElmshormHvidding soll ein Blitzzug" mit einer Fahrgeschwindigkeit von 80 Kilometer in der Stunde neu eingesührt werden. Ein Probezug durcheilte die Strecke von Altona bis Hvid ding in 4 Stunden. Hadersleben kann im nächsten Jahre das 600jährige Jubiläum ihres Bestehens feiern. Sit t tanzte nämlich die Stadtgerechtsame im Jahre 129)1. 8 Jahre später als Flensburg. . Provinz Schlesien. 1 In Areslau der Geheime Medici alrath Dr. Klopsch. Der Redacteur der sotialdemokratischen Volkswacht"

Wendland. wurde wegen MakestätS beleidigung zu einjährigem Gefängniß verurtheilt, eines Artikels wegen, welcher die Sommerreisen deS Kaisers abfällig kritlsirte. Gegen den Heraus gever der (Alten) Breslauer Gerichtszeuung", Maximilian Schlesinger, 'ist wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit Anklage erhoben worden. f In Lossen die Ehefrau des Bäckers Hoffmann an Brandwunden, welche sie sich bei der Erplosion einer Petroleum' lampe zugezogen hattet In Polsnitz hat sich der Uhrenfabriktheilhaber Bäder, gen. Großmaun, von der Firma Endler & Co., erschossen. Zwischen Golaczown und Wolbrom, unweit der deutsch russischen Grenze, fand ein Zusa.nmmstoß zweier Personen Lge statt, wobei vom Zugspersonale 4 Personen getödiet, s schwer vermundet, von deu Passagieren? getoptet' und etwa 20 schwer verwundet wurden. Als Ursache dieses Unglücks wird Trunkenheit des LocomoiioführerS angegeben. Der. Buchhalter und Kassirer in der Herrenmühle zu Sagan, frühere Kaufmann Röster hierfelbst. hat 1500 Mk. unter schlagen und ist damit flüchtig gewor. den. Unter der Landbevölkerung des Kreises Haynau tritt eine eigenartige Krankheit auf. Die betreffenden Per fönen verspüren oft ganz plötzlich Mattigkeit, es stellen sich Uebelsein, Erbrechen und Sch'vindelanfälle ein. Auf einzelnen Gütern ist sämmtliches Gesinoe von jener neuen Krankheit- heimgebucht. N h ein Provinz. Der verstorbene Rentner und Naturforscher Dr. August David , Krohn hat der Universität in Bonn eine Schenkung von 25,000 Mark vermacht. In der Gemarkung Lohrsdorf an der Ahr, in dem Distrikt Im Blumenwingert" sind nach dem Ausspruch der Sachverständigen neue Reblausheerde entdeckt worden. Der nach Unterschlagung von mehr als 10,000 Mark von Crefeld flüchtig gewordene RechtSanwal.sSecretär S. soll bei dem gleichfalls, steckbrieflich verfolgten Seidenmaarenfaörikanten Kl. in Paterson (N. I.) ein Unterkommen gefunden haben. Noch andere bekannte Größen, welche es rathsam sanden, den Staub Crefelds von den Füßen zu schütteln, sollen sich dort aufhalten. ES sind u. A. Reisender Me., Weinhandler Rh., Appreteur v. d. E.. Rohseidenagent Sch., SeidenWaareniadrikant Zp., Weber St. Com mis Me., Kupferschläger Br. und Bauunternehmer Kn. Wegen betrügerischen Bankerotts ist der Inhaber der Firma F. Wolff, Kcmmerzieurath Friedrich Wolff in München Gladbach gefänglich eingezogen morden. W. soll eine maßlose Wechselreiterei betrieben haben, durch welche zahlreiche, darunter auch ganz unbemittelte Personen betroffen worden sind. Die Bohrversuche der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" sind mit Erfolg gekrönt worden. Bei einer Tiefe von 450 Meter fand man eine beträchtliche. Kohlenschicht; damit ist der Beweis erbracht, daß die K ohlenlager des Ruhr- undEmschertkales sich ach unter dem Thale der unt ' ien Lippe ki ziehen. Kommerziell rath Otto Anoreae hat der Stadt Mutbeim a. Rh. ein Kapital von 00,00" Mark zur Errichtung einer VolksbaZe anstalt zur Verfügung gestellt, in, welcher namentlich d''e arbeitende Klasse Bäder gegen geringe Vergütigung er halten kann. Provinz He ssenNassau. f In Katzelubogen der Avethekei Karl Cae'ac. Er hatte sich eine Ver letzn -g an der Hand zugezogen, welche durch Hinzutreten des Starrkrampfs seinen Tod herbeiführte. In Weilmünster hat sich die Ehefrau des Steu erauksehers Schuhmann mit einer Wind, büchse rschossen. Die Verhaftung des Bürgermeisters W. in Westerburg soll mit der Untersuchung gegen den Louis Schw., Kassirer des Vorschußvereins, der nach Unterschlagung bedeutender Summen flüchtig geworden ist. in Zusammenhang stehen. Königreich Sachsen. Der Gutsauszügler Sach'e ingschauitz bat sich erhangt Das Fallissement deö Lauunternehmers, früheren Prioatge lehrten Schmidt, des Schöpfers deS prächtigen Cafe Bauer in Leipzig, er regte seiner - Zeit in Baukreisen großes Mssehett schon wegen der hohen Unterbilanz. Nunmehr ist auf Antrag deS G äubizer-AuSschusses , gegen .Millionttischmiot", wie der Fallite im Volksmunde genannt wurde, die Untersuchung wegea . Aceineios ' ' bez:' fahrlässigen FalscheideS eingeleitet worden. ' Er soll bei Ableistung deS ManifestationSeideS eine ihm inzwischen zugefallene Erb' schaft in Höhe von 60,00) M.verschmie gen haben. Der ausgezeichnete Pandektist an der Leipziger Universität, Prof. Windscheid, ist zum Protestantismus übergetreien. DerGlaubenSwechsei erregt um so größeres Aussehen, als Prof. Wlnd'cheis aus einer streng ka tholi'chen rheinischen Familie stammt.' Der Proseffor bezweifelt die Echcheit des im Dom in Trier ausgestellten hei ligen Rockes und will nicht länger einer solchen Kirche angehören, die eine solche Ausstellung gestat et. Gegen 1 den socialdemokratischen ReichStagSabgeordneten Schmidt in Mittweida sind in letzter Zeit wege Preßvergehen, ''swie wegen des Inhalts einer ; Bersamm. lungsrede nicht weniger als zehn Anklagen anhängig gemacht worden. Für die zu erbauende Industrieschule in Rei chenbach sind gegen 25.000 M. freiwillige Beiträge gezeichnet worden. Ja Rübenau wurde dem L. Müller, der im Kriege 187071 als Soldat vervundet wurde, die nun über 20 Jahre im Körper gesessene Kugel aus demselben mittels Operation entfernt.

Eisenhahtt-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Elscn bahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Posizug Expreß ' Expreß . Accomodation Expreß Expreß Ankunft Erpreß Erpreß Accomodation Erpreß Schnellzug AccomadatioN ...... .... 7 M Tm ....IlVm .... IMNm .... 4MNm .... 7)Nm ....NWNm .... 3 30 Nm .... 4 AI Vm ....lOMPm s m m 5 20 Vm 7 45 Nm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clcvrland Division. Wgang Expreß SOVm Expreß 9 35, Vm Expreß...... ..I145Vm Limited Expreß 3 LO Nm Expreß. 45 Nm Ankunft Expreß 7WVm Expreß . . 11 10 Vm Limited Expreß 11 55 Vm Expreß.. .... 5 00 92m Expreß 10 50 Nm Ct. Louis Division. Abgang Erpreß . , 7 SOVm Limited Expreß 12 03 Km Expreß S 20 Nn, Expreß, taglich 10 55 Äm Ankunft Erpreß täglich 3 20 Pm , Expreß 25 Vm Limited Erpreß 2 55 Vm Expreß.... esoVm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug Accomodation täglich. Accomodation Postiu .. 3 55 5rn .. 7 M Pm ..10 55Vm .. 3 00 3! Accomod. (nur Sonntags). 5 00Nm Accomodation 6 45 Ulm Ankunft- Rushville Accomodation.10 35 Vm Pojtzug 11 50 Vm Jnd'pls Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm . Accomodation 5 00Nm Accomodation .... 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell-Post 12 01 Nin LafayetteAccomadation 5 15 Nm - Schnellzug 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafavette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost 2 50 Ä!m Accomodation 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 03Nra Danville Accomodation. ... 5 05 ?!m Expreß 10 52NM Ankunft Expreß 3 15 Vrn Danville Accomodation. ... 10 40 Vm Expreß 2 40NM Expreß 6 35Nm Peoria Division 'östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Accomodation 5 30 Vm Expreß 30ÄNm Ankunft Expreß . .11 45 Vm Accomodation 9 00Vm Expreß... lo 30 Nm Lake Eric und Western. Abgang Expreß 7 15 Vm Expreß.. 1 20 Nm Erpreß.. 7 00 91m Schnell. Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell. Expreß 3 20 Vm Erpreß.... 10 30Vm Expreß? 2 50Nm Expreß 6 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und '-St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 Columbus Accomodation.. . 9 Erpreß 3 . Richmond Accomodation. . . 4 Expreß 5 Ankunft Richmond Accomodation 9 "-Schnellzug '...11 Expreß 12 Accomodation.... 3 Expreß 6 Expreß 9 45 Vm 00 Vm 00 Nin 00 Nm 30 Nm 00 Vm 40 Tm 50 Nm 45 Nm 50 Nm 00 Nm Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß. 11 05 Vm Expreß....... 1130 31 Ankunft Expreß 3 30 Vm Expreß 3 45 Nm Louisville Division. Abgang Expreß Louisville Accomodation. Schnellzug. , : .Accomodation... 3 40Vm 8 00Vm .. 3 55 Nm .. 4 3)Nm .. 10 25Vm ..HOOVm .. OONm ..1050Nm Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Spezial täglich Cincinnati, Hamilton und Jndianapolis. Abgang Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Vm Expreß 3 00 Nm Expreß 3 30Nm Expreß.... 30Nm Ankunft Accomodation. 9 15 Vm Expreß 11 15 Vm Expreß.. 7 45 Nm Expreß.. 10 55 Nm Expreß... ......12 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Expreß 7 30 Vm Vincennes Accomodation.. . 4 10 Nm Ankunft Vincennes Accomodation 11 00 Nm , . ; Expreß.... 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß ... SOVm ,' Erpreß 11 45 Vm - Expreß 645 Nm Ankunft Erpreß 11 10 Vm .:' '-' Expreß .; 5 00 Nm Expreß 10 50 Nm Indianapolis, Decatur ' und Western. Abgana Expreß . . . . . ..,xL 1 -: .:; Accomodation . j;i:;:;4 X-'. . Schnell-Expreß. ......... 1 1 Ankunft Schnell'Erpreß .... . : . 3 : ' ; Accomodation ?. 10 :-.-" ' ... Expreß . . .. V::,i i1'-i!r i'i , 30 Vm 20 Nm 00 Nm 30 Vm 10 Vm 45 Vm dii'ä:: Louisville, New Albany und Chicago. Mgana-Expreß 12 lllsi:;:;;;:; Expreß WT..'':tz".. .. 11 " i Monon Accomodation . . . . . 5 Ankunft Expreß : VflV. :': 3 1s Monon Accomodation 10 ;Ä;.Cnr6 ...r.fm't 3 40 sin 35 km 20 Nm 25 Vm 40 Vm 20 Nm f COOA. Minrh bf maA jnhn H r;.'.Vvt utk fvt . hniiirr, jou mmf mul mmk m A,k, tut , rae Icach yitaufa-kl; bow t... sroailito i ciajr at H i.n, ,i bi. to. r. OO. Ilutl) Vlr, II rr. la DT -st es A meri . yua raa euitmusar ! fcuai. ,it-

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t? une ist das einzige Blatt in Sndiana, welches die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und Nicht einer Partei oder ParteNnteressen kämpft sie unentwegt für Freiheitu. Recht auf allen Gebieten deS SebenS. Die Arbeit des Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Re formen, welche die Arbeit zur freude bringenden Lust, statt zur Niederdruck enden Last'inachen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Pflicht empsinden Leser der Jndiana Tribüne zu sein. Das reichhaltige Sonntags - Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden LesestoffeS. a Der Abonnements Preis der täglichen Tribüne ist 12c, des Sonntag sblattö Je, beider zusammen 13 CtS., per Woche oder 63 Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet hat 1 Tageblatt $3, das Sonntagsblatt $2 per Jahr, beide zusammen SlZ in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig auS " f aetuvrr. i "-::,,: r na Eintrittskarten, 1 " " ;-- i i!. , ! IE' .

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