Indiana Tribüne, Volume 15, Number 33, Indianapolis, Marion County, 21 October 1891 — Page 2

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JndZtma Tribüne.

Erscheint Abglich nttd ?ottt:rgo. ' Tie tZz!iche"Tridünr'rstrt durch den Träger ÄCrntS per Woche, die SonntagS'.TriSüne" S 1ZrtS per Woche. Beide jiminiiac I3CentS oder 53 Cents- prr Monat. P?r Post zugeschickt tu Vor. ä?bezh!ZkNg 5 per Jahr. Qssice: 130 Ost Mailand Strahe. r zildlüNZpolis, Ind., 21. Oktober '91. Orlesstelltr widsr Willk. Die jüngeren Mitglieder der Gesandt sLaften sind im ALaememen nicht, folg lich auch nicht in der Vundesbanptstadt Washington, mit Arbeiten überhäuft. So ein Ättaöee bettacktet 5 deshalb als eine seiner Hauptpflichten, nach außen hin seinen Souverän würdig zu repräk'entiren. und sick, in der Kunst, in den Gemüthern der Menschen zu lesen, nach Kräften auszubilden. Von jeher fjai der diploMatische Dienst sich weib licher Hilfskräfte bedient; sagt man doch ki Frauen nach, sie seien geborene Diplomaten. Schon Altmeister Metter nich sagte, ein Diplomat Zönne außer zordentlich viel von Frauen lernen, und jFrau von Krüden?r. die den allmächw 'gen Alexander in den Bahnen der öfter reichischm Politik gängelte, war seint beste Schülerin. Wenn nun car die Frau, welche schsn an sich eine geborene Schauspielerin ist, nun noch qar professionell der Bühne angehört, d. h. eigentlich über der Maske wieder eine Masse trägt, so muß ihr Umgang für einen jungen streb samen Diplomaten noch um so interes sanier und förderlicher sei. Dies soll der Hauptgrund sein, datz Attachees so hauslg in Gesellschaft von Theaterdamen zu finden find. Also auch in Washing ton stnden dergleichen Liaisons statt, und noch jüngst machte eine solche zwifchen der Primadonna Winston und einem spanischen Attaches viel von sich reden. Letztere? hatte der Sängerin wiederholt von glühender Liebe und Verehrung redende Gedichte und Briefe gesandt, es auch an keiner Gelegenheit fehlen lassen, der Dame fick zu nähern. Eine Unterbaltunz war freilich sebr mühsam, da Frl. Winston kein Spanisch und der Sennor kein Englisch verstand. Als kürzlich Frl. Winston von t lantic City. N. I., zurückkehrte und diese Thatsache in den Tagesb!ättern mitgetheilt worden war, verfehlte der Spanier nicht, sofort feine Angebetete aufzusuchen, war dabei aber recht uw glücklich, da er dieselbe niemals antraf. Schliellch schrieb er aus seine Karte, Frl. Winston möge eme Zeit bestimwen, wann er sie treffen könne. In ihrer HerzenKiite sandle Frl. Winston tu kurzes Schreiben in's Gesandtschaftsgeband in welchem sie erklärte, am folgenden Abend den Sennor er warten zu wellest. Wer beschreibt Frl. Winstons Erstaunen, als sie am Mor gen. unter ihren Briefen einen fand, der ohne alle ünterichrift war und in schlechtem Englisch die Mittheilung enthielt, daß der Schreiber, eben jener Spanier. Nichts von ihr wisse und des halb auch keinen Besuch bei ihr machen könne. Schon wollte Frl. Winston auf die Gesandlschast gehen, um eine Erttä rung zu verlangen, als ihr Auge auf 'einen zweiten Brief, von derselben : Hand geschrieben, siel. Ihn öffnen, lesen, war das Werk eines Augenblickes; , dann aber musste die junge Dame auf lachen, denn in aller Haft theilte der Spanier mit, daß er d?n ersten Brief

t , auf Geheiß seiner Frau hätte schreibe t ! müssen; er werde aber in den nächsten H' Tagen persönlich kommt und um Ver-

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1 zechung bitten. Frl. Wmston t f ' übrigens durch diesen Brief zuerst, der Spanier derheirathLt fei.

daß Zu VoulaugerA Selbstmord. I Nach- zuverlässigen Nachrichten hat Boulanger nicht aus gekränktem EhrZyeiz oder LiebzZgram. sondern durch Mahrungssorgen getrieben Selbstmord begangen. Seit dem Toöe seiner kürz!klich an der Schwindsucht gestorbenen ZMailreffe. Madame de Bounemain. war der Prätendent Boulanger, als welcher er in Brüssel stets selbstbewußt aufgetreten war, oerdüstert. Es stellte sich heraus, daß Madame de Bonne pnarn nicht nur die großen Depots, ß welcke sie zu Gunsten des Generals in DrüsZchr Pankeu gemacht, zurückgezogen, sondern auch ihr Gesamm:vermögen ihrer Familie hinterlassen hitte. ' Dem General blieb nichts mehr übrig, als von den spärlichen Spenden einiger boülangistischen Freunde zu leben. In ßden ' leyten Tazm bemerkte seine Dienerschaft an ihm ein aufgeregteres Wesen als fönst. Der dem MorpninU mus ergebene Mann konnte troz aller künstlichen Mittel, seine Unruhe nicht mehr cemeiuent. Am Morgen um acht Uhr befahl er seinem Tienzr, den Äcndonmer zwei spännig zurechtstellen zu lassen, um nach dem Kirchhofe von Jxelleö zu fahren, demselben wo Frau de Bonneinain be graben liegt. Als der Diener die Mel dung machte, der Wazen sei bereit, sagte Boulanger wörtlich zu ihm: Ich habe vom Leben genug. Es ist zu fad. Bon Allen verlassen, bleibt mir nur der Tod übrig- Der 'uiät hatte ähnliche Ausrufe öfter verno'nmen. und legte ihnen keine Bedeutung bei. , Der Ge ueral fuhr hierauf nach dem Jreller Friedhofe, wo er sich zum Graoe der Frau Bonnemzin begib. Er nm schritt daselbe ttufirm.! ., Plölich vernahm der Friedhosswäch!er ! einen N2ll. er eilte herbei und sän; wie Bau langer dreimal bliÄnell sich um sich selbst b:e und hinfiel. Als der Wächter anlangte, war der General todt. Der Schulz war durch die rechte Schläfe gegangen, der Tod sofort ein getreten. " Die Leiche wurde nach der Äolizei von Jrelles und von dort nach der Wohnung in der Rue v!cntoi)er c?hrat. riti!li!."' - i't'gt Vfctt. ''irl.::';-?-, -vif : -',: ' !: v" Srnerö Mörder ein Teutscher. beant' hortet die .Koblenzer 5!eituna- die

rage: Slät und durch' wen parv Theodor Dörner den Heldentod?" Danach wäre es ein Deutscher, und zwar ein Rheinpreuße, gewesen, der Körner zwischen Gadebusch und Schwerin am L9 August 1813 erschossen hat. Der Schullehrer Schönborn zu Schloß Dhann erzählte dem Premierlieutenant Stork die Begebenheit wie folgt: .ES war am 29. August 1813, als eine franzosische Militärabtheilung einen Transport Lebensmittel von Gadebusch nach Berlin führen sollte. Den Wagen ging eine Avantgarde voraus und hin ter denselben folgte eine Abtheilung Arr'eregarde. Zu dieser geHorten der Musketier Franz und ich, damals Gre nadier in dem Regiment. Die Straße ging durch einen Wald; rechter Hand war ein geschlossener Fichtenwald und linker Hand ein Gebüsch. Als die Arrieregarde eben den Saum des Wal des erreicht hatte, stürzten aus dem Fichtcnwalde preußische schwarze Jäger zu Pferde auf diefelbe. Ein Osficier der Jäger hieb auf den Musketier Franz ein. Er bog dem Hieb aus, ließ sich in den Straßengraben fallen, schlug an und gab Feuer. Das Pferd des Ofsiciers fiel, sogleich zusammen und er selbst, ebenfalls getroffen, her unier. Wir machten uns nun auch davon, sahen aber noch deutlich, wie der blutende Osficier von seinen Kameraden weggetragen wurde. Ich fand, daß Theodor Körners Tod mit demjenigen, was ich als Angenzeuge dabei gesehen und erfahren, ganz übereinstimmt. PSbetsceneu tti WoulanaerS Ve grübnitz.

Wie aus Brüssel berichtet wird, kam es bei dem Begräbnisse Boulangers auf dem dortigen Friedhof zu stürmischen Scenen. Hinter dem Leichenwagen suchte die Menge gewaltsam einzudringen. Ein Gendarm wurde vom Pferde gerissen, einem Polizei-Agenten der Arm doppelt gebrochen, ein Herr wurde unter die Füße getreten und sieben Personen wurden 'verwundet. Endlich gelang die Schließung des Gitters. Die eingedrungenen Zuschauer stürzten auf das Grab zu, und der Busch, hint,r welchem der General sich erschossen hatte, wurde fast ganz niedergerissen. Das Grab selbst wurde sofort von den boülangistischen Depu tirten umstellt. Rochesort und Deroulede weinten bitterlich. Laur drohte zusammenzustürzen. Als die Todtengräber den Sarg herablassen wollten, stürzte der Neffe des Generals. Vogel sang, auf diesen nieder und bedeckte den Sargdeckel mit Küssen. Deroulede legte eine französische Fahne auf den Sarg nieder und schüttete ein ledernes Säckchen auf den Sarg mit den Worten: Hier ist französische Erde! Außerdem wurden zahlreiche Kränze in französischen Farben niedergelegt. Im Uebrigen vollzog sich die Grablegung ohne Reden und Förmlichkeiten. -Beim Z erlassen des Kirchhofs stieß die Menge gegen Rochefort höhnende Rufe aus. Boulangers Tochter legte am folgenden Tage einen Kranz auf das Grab des VaterS nieder. Seinen berühmten Rappen erhielt fein Freund, der BanZier Barbier. Der 86jährigen Mutter Boulangers, die bei thnt wohnte, hat hji :uau seinen Tod bisher verschwieaen. Ter ZulunstSkrlez. Das demnächst erscheinende Buch LockroyZ, welches den Titel führen soll: Moltkes Memoiren und der Zukunsts lrieg." verspricht recht interessant zu werden.namentlich in seinem dritten und letzten Theil. Lockroy, der als junger Mann in den Reihen der Jreischarler Gariboldis kämpfte und im deutschfranzösischen Kriege ein Bataillon eom mandirte. gilt als Autorität in allen auf Heerwesen und Marine bezügli chen Fragen. Er wird zuerst die Gründe prüfen, die einen neuen Krieg zwischen Frankreich und Deutschland herbeiführen und beschleunigen können. Dann wird er zu ergründen suchen, wie sich Frankreich nach der K riegserklärung verhalten und wie die Mobilisirunger ungeheuren Truppenmassen vor sich geben würde. Daran schließt sich eine Würdigung der Frage, ob der Krieg von langer od.r kurzer Dauer fein wird, und ob im letzteren Falle der französische Staat im Stande sein dürste, für die ihrer Ernah rer beraubten Familien in ausreichender Weise Sorge zu tragen. Es sollen dann noch folgende Fragen behandelt und beantwortet werden: Sind wir Franzosen bereit zu kämpken? Werden wir! siegen oder besiegt werden? Welche Rolle wird die Flotte in dem Zukunfts kriege spielen? In welcher Weiie ist durch das rauchlose Pulver die bisherige Kriegslaktik ver' ändert worden? In welcher Ausdeh--nung werden Torpedos und Explouv stoffe zur Verwendung , kommen? Wie wird sich Europa dem Sieger und dem Besiegten . gegenüber verkalten ? Wss dürfen wir von der französi'ch ru isischen Allianz erhoffen? , Ist eine allgemeine Abrüstung jetzt noch möglich?Man sieht, Herr Lockrou will Sckwierikeiten lösen, an denen die sämmtl! chen Divlomaten Europas bisher ihreik Scharfsinn abgemüht haben. ' Panzerplatten aus NitkNstahl. Vor einigen Tagen wurden in Annapolis eingebende Versuche' angestellt, welche die Ueberlegenheit der aus Nickelstahl , hergestellten , Panzerplatten über die gewöhnlichen Stahlplatten bewiesen baden. "Die Schießscheiben bestanden aus zwei übereinander gelegten N;ölligen fast wagerecht ausgestellten Panr ?crrl. Zodaß sie zur Schußlinie nur in eincm Winkel von itoei Grad , geneigt wren. Zur , Verwendung ,, kam ein t! zvlliges gezogenes Geschütz, welches luOpfündige Geschosse schleuderte. Dieses durchbohrte eine, Scheibe aus gewöhnlichem Stahl; das Geschoß, wclches dabei zerbrach ging durch die beiden Stahlplatten und dann ' noch durch eire Wand von zweifüßigen Balken und einen Erdwall von acht Futz Ticke. Die Geschwindigkeit der Kugel b.'trug 178 0 Fuß in der Secunde. prt.tufifit rrisln ttüti Wtf fftnhs chpht mit der aüs Nickelstahl und erhöhte ' r .. inan durch stärkere Lulverladuna die

Cecywwdizkeit des Geschosses aus1S73 Fuß, so sprang das letztere von der Scheibe ab, ohne diePlatte zu zerreißen, wurde dagegen selbst in Stücke zerschmettert. Die einzige Beschädigung bestand in einer fünf Zoll langen schma' lcn Nihe und einer Einkerbung von 3 bis 5 Zoll. Diese ganz besondere Widerstands fähigkett deSiickelstahls gegen Geschosse eröffnet der Legirung glänzende Aussichten für die Verwendbarkeit in der Kunst. Es ist kaum zu verstehen, daß m. n überhaupt erst, seit einem Jahr angefangen hat, praktische Versuche mit den Leairunacn des Stahls und

anderer Metalle anzustellen. Bis dahin hatte man sich mit der Herstellung reinen Stah's begnügt, obwohl es ein Leichtes gewesen, wahrend des Schmelzund Sättigungsprocesses andere strengflüssige MetZlle beizumischen. Es ist kein Z'veisel m Fachkreisen, daß alle in den letzten zwanzig Jahren in Europa kergeftellten-Lan-.erplatten mit den Vorzüsn des Nickelstahls keinen Vergleich aushalten können. Wer weiß, ob nicht schon dieser Tage eins neue Stahllegirung austaucht, welche selbst den Nickelstahl an Här:e. " Elasticität und Widzr staudskrast übertrisst. Fürst ViSmar ist munter. In letzter Zeit cursirten vielfach Ge rüchte über bedenkliche asthmatische An fälle von Athemnoth, .durch die Fürst Bismarck heimgesucht werden sei. Demgegenüber berichtet ein Augenzeuge, der eine Wocke zu Varzin im Familienkreise des Fürsten zugebracht hat, daß der Fürst, ganz im Gegensatz zu jenen An gaben, das Au Neben hat, als ob ihm noch Jahrzehnte beschicken sein könnten, denn nach seiner körperlichen und geisti' gen Rüstigkeit würde Niemand auf die hohe Zahl ferner Lebensjahre schließen. Als Beweis möge dienen, daß der Fürst jeden Morgen in der Regel auch bei schlechtem Wetter einen Spaziergang von zwei bis drei Stunden und nach dem Frühstück einen Ritt von drei b'.s vier Stunden unternimmt und nach dem Diner gewöhnlich noch bis 11 Uhr Zei rungen u. s. w. stndirt, ohne jemals irgend welche Müdigkeit zu zeigen. Dabei ist der Fürst außerordentlich gütig gegen Jedermann, und was als besondere Großartigkeit seines Charak ters erscheint.- Niemals kommt ein Wort der Unu'riedenheit über seine Lippen, auch nicht dann, wenn er völlig unrichtige Nachrichten über feine Per ion, seine Ansichten und Aeußerungen, die ihm mitunter angedichtet wurden, aus den Zeitungen las. andwirthschaftttts Pferdefütterung. Die Ver fütterung gequetschten Hafers wurde schon vor 30 Jabren. namentlich in England und Frankreich, vielfach allgemein empkoblen man versprach sich von ihr eine bessere Ausnutzung des Hafers, dadurch Futterersparniß, schließlich auch noch besseres Gewnderhalten der Zähne. Diese Anncht, bezogen auf die Haferfüt terung für Pferde im Allgemeinen, hat sich jedoch nicht bewahrt und verdient nur für gewisse Fälle Beachtung. Nach den vielseitigen Erfahrungen, die man in vielen großen 'Pferdebeständen gemacht hat. muiz rm Allgemeinen die Verfütterung unzeguetschten Hafers als das naturzemäßeste und' zugleich einträglichste empfohlen werden. Man er leichtert durch das Quetschen des Hafers allerdings das Fressen und Kauen desselben, beeinträchtigt aber auch die Einspeichelung und so die Verdauung. Man hat sich vielfach für die Versütterung gequetschten Hafers deshalb erwärmt, weil sie besseres AuS'ehen der Thiere mit 'sich bringt; dabei wurde aber überseh:n, daß es beim Pferde weniger auf fein glattes Aussehen, wie auf Kraft und 'Ausdauer ankommt. Ein Umstand, der den Haser als Lferdefutter so werth ooll, ja fast unerfetzlich erscheinen läßt, ist, daß in den Samenschalen desselben ein Alka loid, das Avenin, enthalten ist. Nach Beobachtungen soll die günstige Wir kung desselben auf das Nervensystem der Pferde durch Quetschen der Körner abgeschwächt oder sogar ganzlich aufzehoben werden können. Den besten Maßstab dafür, ob beile Haferkörner von den Pferden verdaut wurden oder nicht, bieten die Auswurfstoffe. Findet man in ihnen unverdaute Körner m größerer Menge vor, so scheint die Verfulterunz gequetschten Hafers wohl am Platze zu sein. Es muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß viele unter den in Abgängen befindlichen Ha'erkölnern ganz ZU sein scheinen, wahrend doch der Kern verdau: und blos die leere Hülle übrig geblieben ist. Man ist demnach zu dem Rathschlage berech tigt, daß, sofern man es mit Pferden zu thun hat, die zu starker ArbeitSleiltung bestimmt" find,- gute Zähneund eine ausreichende Verdauung besitzen. die , Verfütterung ganzer Haferkörner sich empfiehlt. ' :' Trotzdem kann das Quetschen des HaferS unter Umständen doch am Platze sein, und dieses dürste in folgenden Fällen zutreffen: I. Bei älteren P;erden-mit schlechten Zihnen und schlechte? Verdauung können gönze Körner nicht genügen) verdauen, 'und es wäre die Verfütterung solcher eine Verschwendung. Für sie kann auch der lheilweise Ersatz des Hafers durch andere' Futtermittel eher in Betracht kommen, als bei Pferden mit gutem Gebiß und ausreichender Verdauung. 'r ::f:::r; L. Bei junzen Thieren zur Z:it des Zahnwechfels, in der ihnen das Kauen erschwert ist.WMKKKMW 3. Bei gierigen Fressern) die sich zum Zerkaaen und Einspeicheln nicht die nö lhige Zeit lassen. Letztere Untugend gewöhnt man den Pferden leicht durch unzweckmäßiges Verfüttern zerquetschten Hafers an. Solche Pferde wiederum an das Zerkauen ganzer Körner zu zewohnen, hält sehr schwer, und wird man daher in de n meisten Fällen gut t h un. bei der den Thieren gewohnten Fütternngsweise zu beharren. Junge Puter. Bei der-Behandlung der jungen Truthühner übersieht man oft den Umstand, daß dieser Voael, trotzdem er schon' lange domesticilt ist, doch noch viele Eigenschaften derbe- ! halten bat, die dem wien Vogel gentA. l a x. n u Vi v, n & - - - M, if kfi ' i' öa nüamm e

anvlung und Mutter möglichst den entsprechenden Zuständen in der Wild iß für die ersten Lebensmonate des Puters anzupassenWd. Dahin gehört vor allen Dingen Schutz gegen üngün fiize Witterung Nässe und Kälte solange die Jungen noch nicht völlig bcfiebert sind. Auch können die jungen Puter nicht, wie die jungen Hühner mit allerlei Abfall gefüttert werden. Wie die Jungen des wilden Vogels sind sie wäh. lerisch in ihrer Nahrung, lieben aber besonders Fleischnahrung diese müssen sie täglich haben. Die Benederung wird dadurch befördert. Neben diesem Futter gebe man ihnen täglich etwa süße oder geronnene Milch, sowie altes, in Milch ausgeweichtes .Weizenbrod. Manche verfüttern gekochte Eier, doch werden dadurch oft Krankheiten der Eingeweide verursacht. Zwiebeln mit den grünen Schüssen, die fein gehackt sind, lieben sie sehr, doch daf man das neben der Fleischsütterung ein Ersatz der Jnsektennabning des wilden Vogels nicht vernach'äzsizen, damit sie sich allmählig an kräftigeres Futter Mehl und Körnerfrüchte gewöhnen. Nach Ablauf von ca. 6 Wochen werden die Küchlein soweit befiedert sein, daß sie selbst schon gegen die nachtheiligen Einflösse der Witterung Schutz suchen. S:e beginnen dann auch nach Insekten zu suchen und sich im Staube zu wühlen. Die Fütterung besteht nunmehr Hauptsächlich aus geschroteten Körnerfrüchten. Die kritischste Periode ist die der se;uaken Entwickelung im vierten Monate. Während derselben. müssen sie besonders vor Feuchtigkeit geschützt, während der Nacht gut behauset und namentlich reichlich gefüttert werden. Sobald diese Periode vorüber ist, werden die Jungen von Tag zu Tag kräftiger und können sich dann mehr selbst überlassen werden. Nur gegen Ungeziefer und Läuse muß man die Jungen dadurch schützen, daß man Kopf, HalS und Brust mit Schwei zefchmalz einreibt. ksom Jnlanve s in Philadelphia an der Slrchstraße stehende kleine HauS, in wnchem Leck Roß das erste Sternenbanner für o:e Union anfertigte, soll, wie es heißt, auseinanvergenommen, nach Chicago geschasst und dort auf dem Ausstellungsplatz wieder nach dem ur sprünglichen Muster aufgebaut werden. Der Chemiker Dr. Walter Schelle in Albany, N. Y. hat eine GlaS. Aetztinte erfunden, mit welcher man auf Glas schreiben und zeichnen kann. Man bedient sich dazu einer gewöhnlichen Feder. Die Schrift ist deutlich, von schöner weißer Farbe und unl.öschbar. Ein Patent für diese iZrfindunz ist bereits angemeldet. Dr. HayeS Aznew von Philadelphia und Dr. Robert Reuburn von Washington sind die einzigen beiden Aerzte von dem berühmten Personal der Mediziner, welche all ihr Wissen und Können aufboten, um Garfield's Leben zu retten. Dr. Reyburn, der seiner eit ein ausführliches Tagebuch führte, ist damit beschäftigt, über den Fall ein umfassendes Werk herauszugeben. Mehrere Gattungen eines neuen Steines find in Nevada aufge funden worden. Derselbe ist dunkelgrün und nimmt eine hohe Politur an. Die Mineralogischen nennen ihn Sariscite", oder eine Zusammensetzung

vou hudrophosphorsaurem Aluminium. Der Stem ist sehr selten und wird vereinzelt in Klumpen von nicht mehr als 30 Pfund, in Silbererz gebettet, gefunden. Gewohnheit, Oertlichkeit und Reihenfolge sind die drei Dinge, welche betreffs der öffentlichen Aemter m der Politik-des kleinen Staates Delaware abfolut maßgebend sind. Der Reibe nach werden der Gouverneurscandidat. sowie die übrigen Staatsbeamten und 3!ichtec abwechselnd aus drei Counlies genommen und bei der Eintheilung d?r Congreß und Senatsdistcicte wird diefelbe Regel befolgt. Einen merkwürdigen Sinn iür Gastfreundschaft besitzt ein Pferd im Dienste des Bostoner Polizeideparte ments. ' Wenn einer der Polizisten sein Pferd in demselben Stall' läßt und in der Abtheilung dicht neben jenem Pferde anbindet, so nimmt es Heu genug auf und zwängt es durch das eiserne Gitter. skiner Abtheilung, da der Gast sich ge? hörig sättigen kann. Es hat diese Aufmerksamkeit für, seine Gäste seit etwa einem Jahre regelmäßig zu zwei MahlZeiten an jedem Tage gezeigt. T o r o n t o h a t beschlösse n, dem Beispiele der Stadt New Jork zu folgen und durch daS Polizeidepartemcnt eine Zählung der Bevölkerung Vornehmen zu lassen. Die nochmalige Ccnsusaufnahme wird nach dem Plane E nzlands vorgenommen werden und in zw.'i Tagen vollständig abgemacht sein.Die PresseH',e'rsuH,yrde den Municipalbehörden insofern beizustehen, als sie den Bürgern1ie Nothwendigkeit klar macht , alle vorgeschriebenen , Fragen prompt und genau zu beantworten. ' Hi ra m M a x i m, e i n v i ss e n schast ich gebildeter Elektriker, behauptet eS sei ein Irrthum, wenn man glaube, daß das Abschießen einer Büchse mit rauchlosem Vulver , geräuschlos sei. Es gibt kein Schießvulver, wie er sagt. daS. nicht knallt, wenn der Schuß abzefeuert wird. Der Knall ist sogar schär Zer und schriller. abttMM nicht weik vom Schuß gehört werden. Der Rück stoß des Gewehres ist bei rauchlosem Pulver viel leichter als beim gewöhn lichen Schieß pul ver. sÜ raInlA j i fe t$: Wasser zu erreichen, hat man PierS gebaut, welche mehrere hundert Fuß weit im KHafenHchinauSstehenilund da-der Waaientran Sport nach den Speichern riesig ist. sind mehrere Straßen auf V iä lern angelegt und Lagerhäuser dara if gebaut worden, die demzufolge über d.'m Wasser stehen. Wäre zwischen dem Bahngeleise ein offener Streif gelassen, so 'i könnten UPassaaiere"K nach F'schen angeln, was übrigens durch Knaben geschieht, die ihre Angeln durch di- 'lsse in den Planken in'S Wasser hinablassen. A s s a t e a g u e Island , n o der BundeSdamvser .DeSpatch- kürzlich Schissbruch litt, ist verschiedentlich bald eme Insel, bald eine Halbinsel gewesen. Vor zweihundert Jahren hat zeit weise die See die enge Sandvuczr von

Assateague durchbrochen und die Halb insel in eine Insel verwandelt, dann ist die Bucht wieder aufgefüllt worden und dadurch "eine lange und schmale Halbinsel entstanden, die sich nahezu unterhalb der nördlichen Grenze von Accomack CountyVa., bis nach Penwick's Island an der südwestlichen Ecke von Delaware erstreckte. Assateague dehnt sich beinahe bis zum äußersten südlichen Punkte der Insel Chincotcague aus und beschützt dieselbe gegen die Sturmfluth des atlantischen Oceans. Das Wasser ist dort allenthalben sehr stach, so daß größere Schiffe dem User fern bleiben müssen. Gold wurde in P i k e's P e a k etwa 50 Jahre vor der Eröffnung der reichen Goldfelder entdeckt. Ein Schrei ner,' 5!amens Purslen. von Bardstown, Ki)., wurde im Jahre 1V04, während er mit einer Gesellschaft dort jagte, von feindseligen Sioux . Indianern in diz Hochebenen hinter dem Peak getrieben. Nahe den Quellen des La Platte-Flus. fes fand er etwas Gold, das er in sei ner Jagdtasche monatelang mit sich herumtruz. Mehrere Jahre später, wäbrend er in Santa Fe war, erzählte er einigen Spaniern seine Entdeckung, und diese suchten ihn zu überreden, sie an den Platz zu führen, was er jedoch unter de n Vormande ablehnte, daß der selbe auf Ver. Staaten-Gebiet gelegen sei. Da Pursley befürchtete, die Spa nier würden ihn gewaltkam fortführen, suchte er Schutz beim Lieut. Pike, der zur Zeit, im Jahre 1807, in Santa Fe war. Dieser veröffentlichte nach seiner Rückkehr aus Mexico die Thatsache, aber kein Amerikaner verstand seine Andeutung. Eines schmählichen Leichtnnns hat sich die Bundes - Einwände' rungsbehörde dadurch schuldig gemacht, saß sie daS neue Einwanderungsdepot auf ElliS Island bei New Aork erbauen l'.eß, ohne sich vorher darüber vergewissert zu haben, ob auf der Insel gesundes Trinkwasser zu haben ist. Die neuen Ge äude.sind seit Wochen und Monaten fix und fertig. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, daß es dort an Sußmasser fehlt und Bohrunzen nach diesem unentbchrlichZen aller Lebensbedürfnisse blieben bisher ganz erfolglos. Sollte die Anlage artesischer Brunnen auf Ellts Island sich als unmöglich erweisen, und auch eine unterseeische Verbindung mit den Wasserleitungen m New jork oder Jersey Cttn sich nicht bewerkstelligen lassen, fo muß man eben zu"dem Nächstliegenden Ztothbehelf, nämlich zur Cöndensirung von Seewasser seine Zuflucht nehmen. Der Umzug der EinwanderungSbehörde MS der Varge Office ach ElliS ISland sollte durch die Trinkwasserfrage resolut nicht noch weiter in die Länge czogen werden.

Oom AuSlanve. Eine der größten Höh len, die man kennt., befindet sich auf der Insel Corsica. etwa 'Ikxn von dein kleinen Orte Ponte Leccia. Man betritt sie durch eine unscheinbare Oeffnunz. befindet sich dann aber sogleich in einem ungeheuren Saale, dessen Wände bis zu 20ra Höhe ansteigen. Aus diesem Vor saal führen schmale Spalten in weiten Halle, von denen eine hinter der ande ren liegt, ohne daß man bis jetzt 'das Ende derselben hätte erreichen können. Bis vor kurzem, waren über diese wun derbare Höhlenwelt nur unbestimmte Aussagen der Hirten und Landleute im Umlauf. Deshalb entschloß man sich in Ponte Leccia. eine genauere Unker suchung derselben vorznnehmen. Em kühner Bergmann unternahm das Wag niß, nachdem er sich genügend mit Lebensmitteln und Fackeln versehen hatte. ,Er blieb nicht weniger als fünf Tage auf seiner unterirdischzn Wanderschaft und legre dabei einen Weg zurück, den er auf 40km schätzt. Zuletzt wurde er durch einen großen unterirdischen Teich zur Umkehr gezwunzen. ohne daS Endt des ungeheuren HöhlensustemS erreich! zu .haben. Der Sage nach findet sich ein Ausganz desselben nahe bei Calvi am Eap de la Reoellota. Dort ist auch eine tiefe, völlig unerforschte Höhle, die fast im Meeresspiegel liegt und beim Volke den Namen die brüllende Höhle führt. Wenn nämlich bei unruhigem Wetter die Wogen der See, in diese Höhle eindringen, erzeugen sie durch den Widerhall an den Gewölben ein Ge. räusch wie tiefes Brüllen, welches man weithin hören kann. Gleichzeitig vornimmt man am 'Eingang der Höhle von Ponte Leccia ein tiefes intermittirendes Rollen und dieses wird von den Hirten als Verbote stürmischen Wetters U trachtet.Nach Zlnst hl einiger schwedischer Geologen, welche die Gegend besuchten, wäre die Höhle nichts anderes als ein altes unterirdisches Bett des Flusses Golo, welcher sich rn der Vorzeit in den Golf von Calvi ergoß. ! ' Von ein em Unheil baren Selbstmord-Candidaten wird aus Paris berichket: : Der in der Rue Saint-Ja-queö wohnende Zeichner, Auguste Talloir hatte vor einem Monat ? seine Frau verloren.' Seine Trauer war so tief, daß er beschloß, sein Weib nicht zu überleben. Zuerst hängte er sich auf, aber der Strick war süc des Zeichners Gewicht zu schwach und riß. Zwei Tage darauf suchte Talloir mit Kohlendunst sich daS Lebenslicht auszublasen. 1 Ein Nachbar wurde indeß durch den Geruch aufmerkfam gemacht; er schlug eink Fensterscheibe ein, stieg in die Wohnung deS Zeichners I und konnte den sch in Bewußtlosen ; wieder in'S Leben zu. rückrufen. Talloir versprach, keinen Anschlag gegen sein Leben mehr zu unternehmen. Doch bereits 48 Stunden spater ergriff ihn auf's Neue die Sehn sucht, zu sterben ;Z er Z brachte sich zwei Messerstiche in der Herzgegend bei. Man schiffte ihn in'S Spital, und schon nach einer Woche war er vollständig ge heilt. Kaum war der Selbstmordcan' dbat aus dem Spital entlassen, so nahm er Phosphor. Ter Nachbar, der ihm schon einmal dai Leben gerettet, hörte seine Schmerzensrufe und sorgte für ein Gegenmittel. daS den Zeichner noch einmal dem Tode entriß Aber Talloir blieb standhaft und sollte trotz alledem noch sterben. Am Donnerstaz verschaffte er sich eine Lösung von Chlo roform und Quecksilberchlorid, begab sich zu Bett und schlürfte die todtbrin gende Flüssigkeit. Jetzt endlich glückte eS ihm, sein Ziel zu erreichen, den Tod!

Ueber Maseagni's neue Oper Freund Fritz- geht aus Mav! land folgender Bericht zu: Mascagni hat soeben seinem Verleger die voll ständig orchestrirte neue Oper Freund Fritz" eingehändigt. Dieses neueWerl des fo schnell berühmt gewordenen Componisten der .Cavalleria" ist von ihm in wenigen Monaten zu Ende geführt worden, ohne daß er während dieser Zeit aufhörte, an einer anderen Partitur .die Rantzau" zu arbeiten, dil als Composition gleichfalls fast fertige gestellt ist. Während Mascagni m der Cavalleria" das ganze Register starke, dramatischer Accente und Situation! aufzuziehen verstand, gleicht Freun "i Fritz" einem Idyll. daS ganz Liebt und voll zarter Gefühle ist, und in wel chem der Componist durch die fchlichtk Einfachheit der musikalischen Ausdrucks: weise zu rühren sucht. Im Orchester: part ist daS Werk durchaus modern (im Sinne der Anhänger Richard Wagner's, und doch ist über das ganze eim Fülle lieblichster Melodik ausgebreitet. Die Oper, die nach der eigenen Bestimmung des Componisten zuerst in Rom zur Aufführung gelangen soll, hat drei Acte, ein Varspiel und zwischen dem zweiten und dritten Acte, eio Intermezzo sinfonieo. ES treten sechs Personen auf und zwar viel Hauptpersonen (Sopran, MezzoSopran, Tenor nnd Bariton) und drei Nebenpersonen. Die drei ersten Aufführungen im Costanzi -Theater zu Rom, von denen die erste wahrscheinlich schon im October stattsinden wird, wird der Maestro selbst leiten. Das Eisenbahnunglück bei Burgos ist eines der fürchterlichsten, die je in Spanien stattgesunden haben. Der Schnellzug von der französischen Grenze fuhr in vollem Laufe auf einen gemischten Zug, der in der entgegenge setzten Richtung daher kam. Der Zu sammenstoß war ein furchtbarer. Eine der Maschinen und 14 Äagen waren ein einziger Trümmerhaufen. Vier zehn Personen wurden sosort getödtet, LS schwer verwundet. Führer und Bremser des Schnellzuges sind getödtet; der Führer des gemischten Zuges t tete sich durch einen Sprung. Die Urfache des Unglücks soll ein Irrthum des telegraphischen Dienstes gewesen sein. Von Burgos wurde der Abgang des Schnellzuges nach der nächsten Station, Quintanilleja, telegraphirt, hier aber verstand man, daß die Linie frei sei und ließ den gemischten Zug abgehen. Da der gemischte Zug an seiner Spitze sechs starke Wagen hatte, die einen tüchtigen Stoß aushalten konnten, so litt der Schnellzug am meisten. ES gab herzzerreißende Szenen und es dauerte lange, bis ärztliche Hilfe kam und mit dem Herausschaffen der Todten und Verwundeten aus den Trümmern be gönnen werden konnte. Eine Abthei lung Soldaten wurde dazu aufgeboten. Du Regierung hat eine strenge Un:ersuchung anqeordnet. Ein neue r BaccaratSkandal erregt gegenwärtig in London peinliches Aufsehen. In einem der vornehmsten Clubs von West'End (in der Nähe von Picadillu), in welchein die Creme der englischen Aristokratie, sehr bekannte Sportsmen und vor Allem viele Mitglieder des Hauses der Lords und des der Gemeinen zu verkehren pflegen, hatten sich vor einigen Tagen ein zunger, durch seine galanten Abenteuer .berühmter" Lord, ein reicher Besitzer aus Aorkshire, ein gewesener Minister und ein junger Teputirter .zum Baccaratspiele vereinigt. Die Partie dauerte drei Stunden und die Verluste bezifferten sich auf mehr als 100.000 Pfund Sterling. Um den Tifch herum standen viele Clubmitglieder. unter welchen sich auch ein höherer Ofsicier befand. Plötzlich stürzte der Ofsicier sich auf den jungen Lord, der am Spiele betheiligt war, riß ihm die Karten aus der Hand und versetzte ihm einige heftige Faustsch läge in'S Gesicht. Ter Lord, der zu Boden gesunken war, sprang auf und begann nun seinerseits. Leuchter,. Wasserflaschen, Heukelkrüge, kurz Alles, dessen er habhast werden konnte, gegen alle Anwesenden zu schleudern. Man rief nach der Polizei, aber die Schlacht dauerte trotzdem noch eine ganze Zeit lang fort, und die Gentlemen , : ertheilten sich gegenseitig Faustschläge und Rippenstöße. Erst die Ankunft des Präsidenten des Clubs machte der widerwärtigen Scene ein Ende. Der junge Lord, wird beschuldigt, im Spiele betrogen zu haben, und der Ofsicier betheuert, ihn,, dabei überrascht zu haben, als er beim Kar'engeben und,. Ausspielen gewisse , un erlaubte Tricks vornahm. , ' G ro ß es Aufsehen erregt in Paris eine Mordthat deren Urheber ein Militärarzt ist Dieser, Namens Breton, wohnte feit kurzem mit einer Gefährtin in : Courbsvoie bei Paris, wohin er erst vor wenigen Tagen von den großen Manövern zurückkam. , Am Sonnabend trat ein Pariser Zahnarzt, Genistet, in ein Weinlokal, nahe der W o h n un g B retonS, und er kündigte sich bei dem Wirth, nach dem Bureau des PolizeicommlssarS. Er ließ sich ein Gläschen Liqueur geben und sagte, er wolle eine Diebin verhaften lassen, die ihm , 40.000 Francs gestohlen habe. ,, Gerade als er zahlen wollte, stürzte der Militärarzt Breton herein, tövtete ihn mit zwei Schüssen und ent stob. Wie' sich herausgestellt, waren Genistet und Breton befreundet gewesen und Letzterer hatte dem Zahn, arzte seine Commanditarin und Ge p liebte, eine Frau Raqband, abwendig gemacht. Diese verließ endlich Genis set'HndemM'sieK Werthe mit fortnahm, und verbarg sich bei Breton, wo der Verrathene sie nach längerem . Suchen ausfindig machte. Er hatte an ihre Thüre geklopft und Drohungen auSgestotzen. waS Breton, der sehr jähzoruig ist. dermaßen aufbrachte, daß er ihm mit der geladenen Pistole folgte und den Tod gab. Seit bei sind der Militärarzt und sein Maitresse verschwunden. Fußspuren im Garten und ein an die Mauer gelehnte? Schemel lassen verinuthea, daß sie nähtllch.'r Weil entkamen, während die Polizei die ersten Erhebungen an Kellte. Das Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. Schmedel's B ürstcn die besten sinö. 423 Virginia Ave.

Eisenbahn-Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedettkn Eiscn dahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug Expreß... ErvreK . 7MVm IlMVm I Ob Nm Accomodation ... Erpreß Expreß Ankunft Erpreß ....... Expreß Accomodation.... Erpreß Schnellzug ....... Accomadation .... 4 (W Ä!m 7 00 92m 11 00 Nm 3 30 Km 4 17, Vm .WMVm 2 50&m 5. 20 Vm 747,Nm Elcveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Elcvcland Division. Abgang Expreß S 30 Vm Expreß 9 3", Vm Expreß U43 3rn Limited Expreß.. i. 3 20 Expreß.. : Nm Ankunft-Expreß 7 00 Vm Expreß . . . 1110 Vm Limited Expreß 11 55 Bm Expreß 500N:n Expreß .W50Nm St. Louis Division. Abgang Expreß 7.30 Vm Limited Expreß -. 12 3 Nm fcrrwott n Ost Wnt LONm ErvreK. täall& 10 55 mm Ankunft Expreß täglich 3 20 Vnz Expreß.. 9 25 Vm Limited Expreß 2 55 Vm Expreß 6 20 35m Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation w 55 Vm Postzug 3 00 Nm Accomod. (nur Sonntags). li W Nm Accomodation 6 45 Nm Ankunft-Rushville Accomodation. 10 35 Vm .Postzug IlnOVm Jnd'pls Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 1.0 Vm Schnell-Post 12 01 Nrn Lafayette Accomadation 5 15 Nm Schnellzug 12 30 Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost .7 2 50Nm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß ...12 03Nm Tanville Accomodation.... 5 05Nm Expreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodation. ... 10 -10 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß 6 :n Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Äccomodation... 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß 1 1 45 Vm Accomodation 9 00Vm " Expreß 10 30 Nm Lake Erie und Western. Abgang Expreß . 7 15 Vm Expreß 120 Nrn Expreß 7 ( Nm Schnell-Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell-Expreß 3 20 Vm Expreß 10 30 Vm Expreß 2 50 Nm Expreß 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und . St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 Columbus Accomodation.. . 9 Erpreß.. 3 Nichmond Accomodation. . . 4 Expreß , 5 Ankunft Richmond Accomodation 9 Schnellzug ...11 Erpreß 12 Accomodation 3 Expreß 6 Expreß . . .-. 9 45 Vm 00 Vm 00 Nm 00 Nm 30 Nm 00 Vm 40 Vm 50 Nm 45 Nm 50 Nm 00 Nrn Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß.. ; 11 05 Vm Erpreß......... 1130 Nin Ankunft Expreß 3 30Vm irreres 3 43ira Louisville Division. Abgang Expreß . 3 40 Vm Louisville Accomodation.. . 800Vm Schnellzug. 3 55 Nm Accomodation.... 4 31 Nm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug IlOOVm - . Accomodation bOORm Spezial täglich ..10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und 2nd!ana- " polis. Abgang Expreß . 355 Vm t Cincinnati Accomodotion . .10 45 Vrn Expreß........ JOONm Expreß 3 30Nm Expreß ...... ... .......... 6 30 Nm Ankunft Accomodation... ..... .. 9 15 Vm . .jEfprei;,;. ....... . . 1 1 15 Vm Expreß........... .. 7 45 Nm " , Expreß... . a ........... 10 55 Nm Expreß.?. ....12 35 Vm Indianapolis und Bincennes. Abgang Expreß 730Vrn ,! VincenneS Accomodation... 4 10 Nm Ankunft Vincennes Akkomodation! 1 00 Rm r-;:i';.:.;.!'!,i:: ßzpttfy'?. .... ...... ..'., Ä 05 Nm Ciiinnati,! Wabash Nnd, Michigan. !! f:r-':'.li-, ' ' , ;: Abgang Expreß . . , .. . . .... .... L 30 Vm ZHHxpreß'.,... ..... ........11 45 Vm 'Elfe6nttB . .... . .. . ..:'; 6 45 N-rn Ankunft Expreß . . . ,.. 1 1 10 Vm I'"M'!!kcExpreß :fi . . .. . i . .y 00Nm .. :? :;: Erp reß 'i .... . ; V ..10 50 Nm : j ' -: - s -; ,. - -.;; S;,;;;" Indianapolis, Dccatur und Western. I nttfr-r. Vm , , Accomodation. ... .... .... 4 20Nn """" SchneuCxpreß .V-... ...'s . . 1 1 (X ?cm Ankunft Schnell-Expreß 3 30 Vm ,, Accomodation ,...1010$rn 'iiilliÄECTreß liiv;"' 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Sptß 12 40 ?m expreß 11 35Vm Monon Accomodation 5 20 ?!m Ankunft Expreß :V: : 3 25 Vm , Mono Accomodation 10 40 Vm Expreß.. ........ ........ 320 Nm rMMML 00 yttr I, htHg mA fcjp John Oood w ln.1 ij .S.Mmt aik Ur fcdr, Tom nMjr i.Js Ki.rh, bvt t.a terl ymqukkly how tanri trom i 1 Hü ilMf ml tb Hart. and ninr. w.jom (O om. üoth mim, all .,. 1h nr trt . eng II furnr imjm r. mon Iti rark.. AJI kt ir. tim ir til littst rrjr irurV. W M.rt m rurnWKnf wryrtiinjr. RA8U T. fEiMtT UmimZ rilvIK'LtAli ÜKK, Aä&-,t feTUMtX KV. JrVSlMl, AiUT mrfv. roa ra ,, t hvn. i-

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-möüns ist das einzige Blatt in InMana, welches die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Bolkes und nicht einer Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Gebieten deö LcbenS. Die Arbeit des Volkes ist die Schöpferin alles Wohlstandes und ha rum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freudebringenden Lust, statt zur niederdrückenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte cö als moralische Pflicht empsinden Leser der Indiana Tribüne zu sein. - DaS reichhaltige Sonnfags ? Blatt bietet eine Fülle unterhaltenden Lesepoffes. Der Abonnements - Preis der täglichen Tribüne ist 12c des SonntagSblattS 3ci beider zusammen 13 Cts., per Woche oder G5 Cts. per Monat. Durch die Post dersand!, kostet das Tageblatt HZ, daS Sonntagsblatt $2 per Jahr, beide zusammen $G in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig 'auö. ' ..,.... -'il: !:.s.'r: 1 s :.:. .l.,.-:v.!....!, .11..., ; P4 ,.... -;: , . !k,. gefühßM ": " ij-, 'ii':ji;''iiNH:"j ' ibi: !;:l!:!M;H::!':::-::;?:::ii!1; i,:' 'Viit'" '-' Eintrittskarten. ::mm:m 1' '! :. ft;!; ; :iii:6il;;iii... zSQuittungen. l:'. (Pifil itttlioneii?!. " ii SlI !: '$ßlnunenr GeschaftSkartcn, MliKS; Äsn 11 i'uii;1:'-1-1-!!";!!. II üfii...1 !, Zii',!!!! Briefköpfe, !!!!!i!i',i,..M!Pi,!i? iiiliiliii3iiiiS.f,':r:;i!;sl OUi,utuiCf !i!;ij;i liU;,1' ft ' ' J1""" ."','.i"1'-,i'i! .,!i:lii. illlj':. - .-Mh-U', .,?! .f,. ,11,, Programme u. f. w. ! lll!ii;!;i!iiijj!!l1 : . lili-r-s"-' - : ELlrili I-EnüilrsK-i-'-1l:U;-:i,:':!i!is!!K;il . für Geschäftsleute und Vereine werden geschmackvoll nrn 7uujnvuii i imt r-m .1 ! . 1 mh runriiivnivj ni irr IM : . mmfmmmmm. , : , Jndl2Lap?liS, Ind.

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