Indiana Tribüne, Volume 15, Number 27, Indianapolis, Marion County, 15 October 1891 — Page 2

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Jndiana Tribüne

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Ke'm germzerer als der berühmte Münchener Hyzieniker Prof. von Pet tenkosser hat auf der letzten Naturfor Zcher-VersamMluNg die Ansicht verfochteu, daß die Abwässer der Großstädte ganz unbedenttich den Flüssen zuzeführt werden können. Er sagte: Die Selbst - reinigung des Flusses besteht unbe streitbar, wie die Tiber, der Lihem, die - Jsar zeigen. Die Selbstreinigung ist - ein theils chemischer, theils biologischer Vorgang. Eine gewisse Strecke lang ist die Verunremigung durch die Sinne wahrnehmbar und wissenschaftlich nach weiöbar. Aber diese Strecke hat eine Grenze, unterhalb welcher jede Wahr nehmunz und jeder NachwelZ aufhört. Es kommt an auf daS Verhältniß jnri schen Schmutze und Wassermenge, fer ner auf die Flutzgeschwindigkeit, schließ lich auf die Fernbaltung allzu grober Cchmuhlheile, welche der Fluß nicht verarbelten kann, und solcher Stoffe, welche die Oxydation nd die Wasser Vegetation vernichten, also die Selbst reinignnz verhindern. Nur in 7 Procent aller Fkußverun reinigunzZ fälle im Königreich Sachsen konnte städtisches Canalwasser die Schuld tragen. Gewöhnliches Canal Wasser mit Facalien kann in der Regel dem Flusse noch ohne Nachlheil überge ben werden, wenn die größte Canal wassermenge weniger betragt als 1J15 der kleinsten Flußwassermenge. Es ist ein unverzeihlicher Fehler, mit dem Abschwemmen der städtischen Canalstoffe so lange warten zu wollen, bis die Thatsache der Flußselb?treinigung wis. senschaftlich vollkommen klargestellt ist, denn die Verzögerung der Canalisation ergibt yroße greifbare gesundheitliche Nachtbnle. Wenn die ''-'eitigung der Münchener Fäcalstosse .. . Sterblich' keit Verminderung von nur 2 auf das Tausend im Gefolge haben sollte, so ist , dies eine Verhütung von 600 To.deZ. fällen im Jahre, waZ . durchschnittlich gleichbedeutend ist mit 18.000 KrankheitZfällen und 360,000 Pflegetagen! Medicinalrath Dr. Niedner (Dresden) berichtete darauf über die chemi- . schcn und bakteriologischen Untersuchn' gen des Elbwassers oberhalb und unter halb TreZdenZ, wobei das schmutzigste Wasser an der .böhmischen Grenze, das reinste bei Niederwartha, eine Meile unterhalb Dresden, gefunden wurde, was die Selbstreinigung des Flusses ans klarste erhärtet. Bürgermeister DelwS (Siegen) macht Mittheilungen über das anfängliche Verbot und die spatere Erlaubniß des Einlasses der Cans.!wässer der Stadt Siegen, nach dem die Selbstreinigung nachgewiesen war.

XtsVankersttfälke verletzten neun Monate. .Bradstreet'S Journal hat soeben eine Zusammenstellung der Bankerotte für den Zeitraum der ersten neun Monate des laufenden Jahres' verössent licht, woraus nun die. Zunahme der lchäfts Sterblichkeit .in ihrer vollen Größe zu ersehen ist. Die erwähnte Statistik umfaßt das ganze Gebiet der Ver. Staaten, ausgenommen nur South Dakota, wo ein albernes Gefttz daS Sammeln von einschläzigen Jnformationen verbietet. Wir finocn hier, daß die Zahl der Fallimente in der genaun ten Periode den Betrag von er reicht hat, gegeuüber 7533 in den glei chen 9 Monatm des Vorjahres. Die Zunahme um 1323 ist gleich 17 Prozent. Hiermit übertrifft in dieser Hmsicht daS Jahr 1831 alle früheren feit 1885, mit welch letzterem Jahre die BankerottStatistik des oben citirten Fachblattes ihren Anfang genommen hat. Nach stehend geben wir von den vorliegenden Angaben eine Uebersicht der Haupt zahlen: Banlerottfälle. Jahr Die ersten Zwölf

S Monate. Wtonate. 1885.... 8,433 11.116 1880 7.518 10,568 1887 0,958 9.740 1833 7,320 10,587 1889. 8,331 11.719 1890 7,533 10.673 1891 8,866

Die Gesammtsumme der Verpflichtungen in den hier inbegrigenen Bänkerottjallen war für die ersten neun Mo nate des laufenden Jahres 1138,811, 510, und das ist mehr als in irgend einem llalenderjahr, mit einziger Aus nähme des vorigen Jahres 1884. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des vorigen Jahres beträgt' die Zunahme in den Bankerott.Verbindlichkeiten ziem lich genau S0 Procent. Also, wir haben da auf der einen ' Seite eine Zunahme in der Zahl der Ban?erottFölle um 17 auf der anderen ein Wachsthum der hierbei in, volvirten Schuldensumme um 50 Pro, eent. ,. Anstalten für Eptteptische. Während in den Ver. Staaten fetzt erst die ersten Anfange zur besseren Zür sorge für Epileptische gemacht werden, ist man in 'Deutschland, Belgien und England schon seit längerer Zeit damit vorangegangenden unglücklichen Opfern dieser Krankheit Afqle zu errichten, wo ihnen eine zweckentsprechende Behandlung zu Tbeil werden kann. Diese An gklegenheit wurde kürzlich auf dem Con greg für Irrenärzte in Weimar zur Sprache gebracht und Dr. Wildermuth aus, Stuttgart hielt, einen gediegenen Gortrag für die Frage. 1 Ein genereller Entwurf zu einer Leil.

und Pstegeanstalt für EpNeptttcye. Idioten und Irre, in Stuttgart gefer. tigt, auf einer Fläche von 12tt0Meter berechnet, wurde hierbei vorgelegt. Die von dem Vortragenden entwickelten An sichten resumiren sich darin: ES stellt sich als Bedürfniß heraus, besondere Anstalten für Epileptische zu errichten. Hierin sind aber chronische Geistes kranke abzusondern be;w. auszuschließen. Die Leitung solcher Anstalten ist ledig, lich Aerzten, nicht Geistlichen zu überlasse:!. Hlerbei wurden die Verdienste des Pfarrers vonBodelschwingh in Be zug auf Behandlung von Epilepsiekranken und Idioten zwar anerkannt, jedoch wurde vzn verschiedenen Seiten enerzisch betont, daß die gesammte Idioten pflege, insbesondere die Behandlung der Epilepsie !n den Händen von Aerzten verbleiben müsse.

Wlnke für Exporteure. Ost genug macht ein Exporteur, dessen Waaren in fremden Ländern,, stets einen schwunghaften Absatz gehabt haben,' die unangenehme Erfahrung, daß die Be stellungen plötzlich ausbleiben. Berge bens zerbricht er sich den Kopf über die Gründe. Preise und Güte der Waaren sind dieselben; der Geschmack und der Bedarf ist unverändert, und in , seiner Verlegenheit schimps: er dann meist aus die fremde Concurrenz, die m den Sündenbock abgeben muß. Und doch hat er ganz auf falschem Felde gesucht. ES liegt an Kleinigkeiten, denen er auf die leichteste Weise abhelfen könnte, wenn er sich die Mühe gäbe, den Ge schmack des Absatzgebiets genauer w ftudiren. Mehrere BeMiele aus China sind besonders interessant. Ueberall im himmlischen Reich kocht an ReiS in flachm Kochtöpfen aus Eisenblech. Das Blech ist außer, ordentlich. dünn und brennt deshalb sehr bald durch. Deshalb glaubten einige englische Firmen, sie würden ein gutes Geschäft machen, wenn sie diese KochtSpse sür niedrigere Preise aus stärkerem Blech herstellen und so die schlechtere Waare aus dem Felde schla gen würden. Eine gan;e SchiffSladunz der neuen Waare wurde nach Hongkonz geschickt. Doch als etwa hundert Stück verkauft waren, hörte tlt Nachfrage plötzlich auf. Nach langen und wiederholten Erkun digungen erfuhr der Agent von den schweigsamen Chinesen den wahren Grund: Dieneuen Töpfe kommen theurer, antwortete man ihm. .Aber sie sind doch billiger, als die .alte Waare!- warf der Agent erstaunt ein. - Ja, scheinbar. sagte der Zopfträger, wir brauchen aber soviel mehr Brennstoff, weil der Reis wegen des dickeren Blechs schwerer kocht. Und das macht soviel aus. daß wir bei den dün nen Blechtövfen trotzdem viel besser wegkommen, auch wenn sie nur halb so lange halten! Der Fabrikant ließ sich das nicht zweimal sagen, und fertigt die Reis töpfe wieder nach dem alten Muster an. Ein zweiter Kaufmann hatte großen Absatz sür seine magnetischen Hui. eisen". Er glaubte dem chinesischen Geschmack zu schmeicheln, wenn er die Hufeisen mit dem Wappenthier Chinas, dem geflügelten Drachen, stempelte. Der Verkauf hörte ebtt plötzlich aus, denn die Lente fanden es unpassend, daß ein Pferd mit dem Abbilde des Drachens die Erde stampfte. Ein anderer Fabrikant mußte plötz lich sehen, daß seine sonst belieblen Nahnadeln nicht mehr gingen. Nichts anderes war Schuld, als daß die Vackete in schwarzes Papier eingewickelt waren und die Chinesen Schwarz sür eine Unglücksfarbe halten. Ch.in?sische Kalender, die ein englischer Buchdrucker der Abwechselung halber anf grünem Ptpier drucken ließ, wurden piöicL abbestellt. Er erfuhr zu seinem S ai nen, daß die einzige Erklärung hiecfür eine abergläubische Furcht der ChineZen vor der grünen Farbe war. ine bittere täuschung. Eine junge Dame in Philadelphia, einer der besten Familien der Stadt ang.ehvrig, hatte von ihrer europäischen Reife ein kostbares Andenken mitgebracht, auf welches sie nicht wenig stolz war. Es war ein goldener Ring, in dessen Mitte ein Brillant funkelie. von zwei prachtvollen Rubinen eingefaßt. Der Diamant war ein Geschenk ihres VaterS. Das kalte Gefunkel des wasserhellen Steins genügte jedock dem Schönheitssinn der Besitzerin nicht, und da Ringe mit allen möglichen Farbenzusammew stellungen modern sind, so benutzte sie ihren Aufenthalt in Paris, um sich nach einer Ergänzung für ihren Diamanten umzusehen. . In einem der ersten Juweliergeschaste fand sie nach langem Suchen unter Sapphiren, Türkisen, Smaragden u. I. w. endlich ein Paar Edelsteine, die ihr zusagten. Es waren zwei Rubine von strahlendem Feuer, die versprachen, eine schöne ' Folie abzugeben. Die junge Dame, deren Papa in der glücklichen Lage'iff, die kostspieligen Liebhabereien seines Töchterchens befriedigen zu können. erlegte ohne Murren baare TL000 für die prachtvollen Steine, welche dann den dem Juwelier in geschmackvoller Weise um den Brillant gruppirt wurdm. Neulich besuchte die glückliche Besitze nn einen Goldarbeiter in Philadelphia utiv zeigte ihm den tein mit der Frage, was wohl die beiden Rubine werth sein möchten. Der 'Ladeninhäber, bekannt als tüchtiger Edelsteinkenner, beschaute den Ring prüfend durch ein Vergröße run.sglas, hauchte daran, rieb die Steine ab und wandte sich dann lächelnd zu seiner Kundin, die ihm erwartung? doll zugeschaut hatte. Frl. Dixon", so svrach er, iür einen so schönen Bril kanten ist das kaum eine würdige Fas sung. Es sind daS ein paar sehr hübsche böhmische Granaten aber mehr als bL0 sind sie nicht werth'. Frl. Diron war wie vom Donner gerührt. Nachdem sie den Mann wiederholt gefragt, ob er nicht Scherz mit ihr treibe und dieser ihr versichert hatte. daß er seinen Ruf für sein Gutachten i& l 'irtn r . w -. . . r ä . . t . ,ain Pianoe ZTtf veranlaßte it inn, dasselbe in einem Alndavit zu erhärten.

vt tön die Lteine aus dem Ringe'tteqmen und schickte diese mit dem Afssdavit in Vegleüung eines geharnischten Schreibens an jene Pari'er Firma. Nach vier Wochen hatte sie die Genug, lbuuug, daß man ihr die bezahlten 12000 unter vielen Entschuldigungen übersandte. Der Juwelier behauptet, er sei selbst mit den Steinen betrogen werden. Der Fall möge Juwelensreuniez zur Warnung dienen. ZU Banane als Aol?S'N 'hrungk, mltt. .

' In Deutschland" hat die Theuerung allerlei Vorschläge :ur Einführung euer Bvlksnahru gsmutel hervorgecusen. Tr. Karl SValbe schreibt der Magre!. Zt.'.: Ängesichts, des rnt' xünsttgeu rnteau falls in Deutschland und den meisten europäischen Ländern und der vedeutenden Preissteigerung des awenianisck.en Weizens liegt es wahrl ch nahe genug, ernstlich an die Einsühiu?g eines neuen NahrungZmit tels zu l enken, das im stande ist, eine gute und billige Volksnahrung zu bil den uiiS kadurch der einseitigen Preis steigrung der Körnerfrüchte entgegen zu wirke::. Dieses Nahrungsmittel ist t i? Bau ane. In allen Tropengegen den gedeiht diese Frucht in vorzüglicher W ie und in so billig, daß sie mit jeder au mri coneurriren kann. Naturlich Za in man nicht daran denken, sie, wie es etzt geschieht, in ihrer ursprünglichen Form .nach Deutschland einzuführenda sie so nur ein Luxusartikel sein kann. Zlobl aber kann man diese Frucht auf dieselbe Art wie die amerikanischen Aepfelschkntzel trocknen und auch in ein zanz trocknes Pulrer oder Mehl ver vandeln. Die Frachtverhältnisse von Westin dien nach Teutschland sind günstig, so daß sich die Bananenschnitzel und das Bananen mehl im Preise nicht höher stellen werden als Weizen zu gewöhn ltchen Zeuen. Der Nährwerth der Bananen ist vorzüglich und. der Milch g!e chzusetzen. Ich glaube sicher, daß un'.rrnehmende Kaufleute mit einer mo dernen Obstdarre sehr leicht aufden wcftindzschen Inseln, in- Venezuela, Panama. Costarica. Honduras, schon in diesem Wimer ganz ansehnliche Mengen ren Bauanen mit Vortheil verarbeiten tonnten. Ein großer Theil unserer deutschen Bevölkerung ist einsichtig ge uug, um sich bald mit dieser ungewohnten Nahrung vertraut zu machen und eine Reihe von Zubereitungen zu ersin den, die auch dem deutschen Gaumen zu sagen. Welche Bedeutung die Bananenzucht für die crsrikanijchen Colonien auf diese Weise gewinnen kann, brauche ich wohl kaum hervorzuheben. Es wäre" so möglich, daß daS deutsche Reich, die. Cclonttn einbegriffen, sehr bald wieder so viel Nahrungsmittel, hro?bringen könnte, wie seine Gesammtbevölkerung verbraucht. Man kann die Bauane so trocknen, daß sie nur ein Zehntel ihre? Volumens ein mimt. Beim Transport sind Schnilel und Mehl nawrllch auf geeignete Weile vor Feuchtigkeit zu schüßen. Die Kör. ncrsrüch!? haben dm croßen Vortheil, daß sie leickt transportirt werden kön nen, ohne Schaden zu leiden, die Ba uaue ist dagegen dadurch ausgezeichnet, dapi'e als Schnitzel oder Mehl voll stür.diz sür den Hausverbrauch zuberei' tet ist.' Vismar über TrunkfuchtSsesetze. Ueber die deutsche Gesetzesvorlage ge zen die Trunksucht urtheilt Fürst Bis arck in den Hamb. Nachrichten : Wir halten es auch , für eine bloße Phrase, wenn für die jetzige Trunk' suchtS Vorlage, soweit sie über die Be kämpsung der Schnapspest hinausgeht, der Charakter einer eminent socialpo'lttischea Maßregel in Anspruch geuam men wird, die auf dem Boden der kaiserlichen Botschaft vom 17. 9!ovember 1881 stehe. Was hat es mit der socia len Frage zu thun, ob in Deutschland künftig Jemand, der einmal über den Durst getrunken hat, von Denuncianten vor den Strasrichter gezogen werden kann? So naiv wird auch der aller zahmste Officiöse nicht im Gemüthe sein, um zu glauben, daß nach Einführung des Gesezes irgend em Mensch auch nur ein einziges GlaS weniger tränke als jetzt. 'Die Verminderung des Triw kenS. nicht ieine Bestrafung, ist doch aber der Zweck der Vorlage. Wir halten die Vorschläge deS Entwurfs, soweit sie über das von uns als berechtigt aner kannte Maß hinausgehen, endlich für lästige und unberechtigte Eingriffe in das frtte Stlbstbestimmungsrecht des Einzelnen, wogegen nachdem Grundsatze principtis odstÄ nicht energisch gk" nug Abwehr geübt werden kann. Viele Aerzte freilich sagen: der Alkohol ist schädlich, alsg fort mit ihm! Aber es ist nicht Sache des Staates, solchen ein? Zeitigen Anregungen Folge zu geben; andere Aerzte behaupten da? Gegentheil, und wer Recht hat, weiß Gott allem. Jedenfalls h:t der erhöhte Bier und Weinzenutz unser Volk bii her noch nicht verhindert tüchtige Mälv ner hervorzubringen und den Vergleich mit anderen Nationen sehr gut äuszm halten. 1 im jm . 1 1 ii v Unter den neapolitan . .'ch:n Fußbekleidungskünstlern herrsch, lezenwärtig wie man aus Neapel derichlet große .Aufregung. Ein Deutscher Namms Krebs will nämlich öort eine Sckuhsabrik eröffnen und mit einem Arbeiterpersonal von XQO Mann Lglich 1ö00 Schuhe herstellen. Sammt: .ich Schuhmacher Neapels, 1800 an ttr Zhl. haben nun beim Prafekten :ine Beschwerde eingereicht und pro estiren gegen die Errichtung dieser Fabrik. Die Paläste des Königs krösuö. Eine Mission , französischer Saumeisler und Alterthumssorscher ist, vie auS Paris gemeldet wird, beauf ragt morden, in SardeS. Äleinäfien, r einstigen Hauptstadt LdienS. an Ht Stelle, wo die Paläste des Königs xrösus gestanden haben sollen, Ausgra tungen vorzunehmen. ,, . ,,i,r,if,.iA.,i. Miiün. DaS Urtheil der Hausfrauen nebt eirmmmia dahin, daß Ä. Scbme del'S LZürsten die besten, sind. 423 DirgiNia Ave. , -

Dom Anlande. In der Nähe vonWineflev, Eonn., ist ein älter Indianer-Begräb nißplatz entdeckt worden. Die Arbeiterpartei in Neu-SüdwaleS zählt 63,000 Wahlstim. men. Das erste Hartgeld in Ame rika ist etwa 1612 geprägt worden. Es hatte das Bildaiß eines Schweins als Vignette... ,, . .... Richter T h u r m a n, der alte Römer,! Mrd 'in ?Eolumbus' ain 13. November seinen 7. Geburtstag fei ern. Ja y Goulds Arzt behaup. tet, daß sein Patient mchtS Anderes braucht, als absolute Ruhe und Besreiung von jeder BelSstiguna. Das ist Alles, was die Missouri Pacisic" auch braucht. - Dr. Sheldon Jackson hat glücklich sechzehn sibirische Rennthiere nach, Alaska gebracht. . Die Thiere waren ein bis drei Wochen an Bord eines .Schiffes und langten in gutem Zustande in Alaska an. Frl. Annie Corbin wird von ihrem Papa Austin Corbin zu ihrer bevorstehenden Hochzeit' einen kleinen Check für eine Million D ollarS in d! Hand gedrückt bekommen. Das nennt man hierzulande daS praktische: ÜZott segne Dich, mein Kind l Ein überspannter alter Junggeselle, der vor einigen Tagen in Morenci, Mich., starb, hinterließ seinen lachenden Erben einen Koffer, in wel ehern $4,700 in Gold, $10,000 in Bank uoten und $10,000 in Hypotheken ge sunden wurden. Ex'P rüsid ent Cleveland TSchterchen soll Nun nicht FloraFranceS, wie zuerst bestimmt, sondern Ruth ge taust werden. So hieß die Großmutter der Frau Cleveländ. Der Briefträger, welcher Cleveländ die Postsachen über bringt, ist über die ihm durch Bestellung der unzähligen GeschäftScirkulare und Ankünsigungen von Kindersachen jegli cher Art an die Cleveland'sche Adresse erwachsende Mehrarbeit in halbe Ver zweiflung gerathen. Senator S he rm an hat in seiner Bibliothek in ManSsield ein gro ßes feuerfestes Gewölbe, in welchem seine enormen Correfpondenzen mit prominenten Männern und Frauen auf bewahrt sind. Dort ist Material für eine prächtige autographifche Samm? lung zu findest. Zu den interessanteste Sachen gehören die langen,' considew tiellen und liebevollen persönlichen Hers zensergießungen des Kriegshelden Te cumseh, des verstorbenen BruderS vom Senator. Frank E. McGurrin von Salt Lake City behauptet, der schnellste Tvpewriter der Welt zu sein. Er blickt Nicht auss Schlüsselbrett beim Lej sen der Copie, sondern bedeckt eS it seinen Händen und gebraucht die Finger statt die Handgelenkbewegung. Er schreibt sehlerloS 124j Worte in einer Minute, wenn dictirt wird. Bei Sätzen aus dem Gedächtniß schreibt er 15 Worte in einer Minute. Jrl.'Orr von New gork kommt ihm in Bezug auf Geschwindigkeit' und Richtigkeit am nächsten. Ihre beste Leistung var 93 4j5 Wsrte in einer Minute. Frank Pettigrew vonMin neapolis. Minn., prophezeit, daß in sehr kurzer Zeit Linnenzeug gerade so billig, verlauft werden würde, als baumvollenes. Er sagte, Flachs hätte früher, durch Thau erst verfaulen müssen, bevor derselbe verarbeitet werde konnte' und das erforderte eine lange Zeit., Nun hat Jemand in der American' Siber Co.- die Entdeckung gemacht.daß' die wirkliche Verrottung die Tren

nung der Fasern vom Stena.el durch, ' w . , . f i t .rA. . ' eine Äcnrooe geiazieyr, oic naz roayreno der Zeit, daß der Flachs dem Wetter ausgesetzt wird, vermehrt und den Kle t . -i .- : . rni.1 . ' itiivu im lengki, oergcyri. i'can wen bet jetzt, ein Mittel an, wodurch die, AuSbrütung dieser Mikroben beschleus mgt und ungeheuer vermehrt wird, s daß in Stunden erreicht wird, wozu sonst Monate erforderlich waren. Grundbesitztitel von gro ßem Alter sind auf der Hälbinfel toi Telaware und Maryland zu finden. Ein Farmer im nördlichen Delaware. Aldrich ist sein Name, verkaufte vor' einigen Jahren eine, Farm und über reichte dem Käufer einen Besitztitel auS dem 17. Jahrhundert, der rom Jndia ner-Häuptling unterzeichnet war, von welchem das Land ursprünglich gekaust worden war. Das Land war bis zu jener Zeit von Vater auf Sohn weiter vererbt. Als die Ver. Staaten Regie xung einen Bau auf dem sandige Wallop Island an der Küste von Accomac County, Va., aufzuführen versuchte, stellte sich ein gewisser Sneed mit einem Besitztitel auS dem 17." Jahrhun dert ein und bereitete der Regierung t - r . j-m i. ( groge BchVierigreuen. - vie ourfle nicht eher bauen, als bis seine Anspräche befriedigt waren. Anstatt seines Liebchens traf Freemann Lamb aus Spiceland in Jndiana den Vater mit dem Prügel wie es im Lieke heißt. Das hübsche sechszehnjährize Tochterchen des Pfar rers Borket im Quäkerorte Sprce'and hatte zwei Liebhaber, die sich um ihre Hand bewarben. Cecil Hudclson, der eine, beia? die Gunst deS Papa Byrket, Fremann Lamö das Herz deSNädcheaS. Da die Eltern absolut zu einer Verbi, dung Noras mit Lamd ihre Einwilli gunz nicht g.-ben wollten, machte dieser seiner Angebeteten brieflich einen Vorschlag zur Flucht und Entführung. Un glücklicherweise siel aber dem Papa Byr ket der Brief in die Hände. Dieser bewaffnete sich mit einem Prügel, erwar te!e in eigener Person Lamb zu dem Ztelldt.beln und trieb ihm mit einer Tracht Prügel die LiebeSgedanken aus. Zum Ueberfluß stellte sich auch Hundelson ein uns schoß cn reingefallenen Liebhaber , in'S , Bein, wofür er aller dingS verbalket wurde. Mehrere Monate sind seit dem Tode des steinreichen BuchhSnd' lerSE. C., Allen in Auzusta, Me, ver' gangen, - von dem Niemand , , anders wußte, als daß er als, Junggeselle gestorbcn sei. und nun, taucht ganz plötzlich eine Frau auf, welche , schriftliche Beweise in Händen hat, daß sie mit dem Verstorbenen verheiratbet war. ' An

tat nach dem Begräbnis erzählten die Wachter, welche daS Grab gegen einen 'twaigen Leichenr'aub zu hüten batten, bsß in der vorhergegangen Nackt, eine Sicht verschleierte Frau den Friedhof be treten habe und j am Grabe niederge kn'.et sei, wo sie eine halbe Stunde lang gebetet und geweint habe. Da die Wächter glaubten, die Trauernde ge höre zur Familie, wurde sie belästigt zelassen. doch als sie der Schwester des Verstorbenen hen Vorfall erzählten, bezeichnete sie die unbekannte Frau als eine Betrügerin. " Nun hat aber diese Frau dem Frl. Allen die Ueberzeugung beige nacht, daß ste keineswegs eine Betrügenn oder Abenteurerin, sondern die recht näßiae Gattin des verstorbenen Millio lärslist. Ueber die geheimnißvolle Fache hat die Familie bis jetzt strenges schweigen bewahrt, TypduSfieber ist in New Vrk dmch'S Trinken d?S unreinen Wisik'rs erzeugt worden, welches die neueind kostspielige Wasserleitung d t Stadt zuführt. Abzugskanäle, Schlach Häuser uns andere abscheuliche Abscte entleeren ihren Unrath in lie Quellm der' neuen Zufuhr. ' D i e Ba ü mw ollpslanzer m Süd'Carolina werden in Charleston eine Convention, abhalten, .um einen Verband zu dem Zwecke zu schließen, den Verkauf von Baumwollsamen, der in ihrem Staate gezüchtet wird, an die Pflanzer i, Florida, Georgia und audere Staaten einzustellen. Die süd earolinische Pflanzer sind der Ansicht, daß 'wenn kein Samen mehr aus ihrem Staate an auswärtige Pflanzer geliefert wird, die Baumwollpflanzen außerhalb Süd CarolinaS bald von so geringer Ertragsfähigkeit sein werden, daß Süd-Carolina den Baumwollbau del der Welt beherrschen werde. ). , ! Vom Auslande. Ein e bekannte Beobach tung ist eZ. daß Kanarienvögel, welche mit Caennepieffer gefüttert werden,

eine rothe Farbe annehmen. Der! deutsche Naturforscher Sauermann sucht j diezea Vorgang folgendermaßen zu er klären: Der Cayennepfeffer enthält außer einem rothen Farbstoff (der mit den gelben Rüben und Tomaten iden tisch ist) noch ein scharfes Princip und ein Fett. Wenn man diese beiden letz teren dem Cayennepfeffer durch Aus kochen mit Alkohol entzieht, so bewirkt der immer noch roth gefärbte Pfeffer beim Füttern keine Rothfärbung der Kanarienvögel mehr; dieselbetritt aber sofort wieder ein, wenn man dem aus gezogenen Pfeffer Olivenöl beimischt. Es geht daraus hervor, daß das Fett der Träger deö Farbstoffes ist und bis in die Federn der Thiere dringt. Wer den reinweiße Hühner mit Cayenne Pfeffer gefüttert, so nehmen sie eine blaß rothe Färbung an, welche in feuchter Luft tief roth wird. Solche Hühner zeigen u. a. das Nahen des Regens schon mehrere Stunden vor Eintritt deSsel ben durch eine deutliche Farbenwechsel änderung an. Der Dotter in den Eiern solcher Hühner ist tief roth ge färbt. Schon vor Jahrzehnten sind Übrigens solche Versuche an Hühner U Hilfe der AlkannaWurzel An cnus tinctoria), welche einen violett rothen, in Fett löslichen Farbstoff ent hält, angestellt worden. Dr. Karl Müller in Halle a. S.. der Herausgeber der Natur, theilt hieran anschließend och folgende Merkwürdigkeit mit: Auf. den malayischen Inseln, wo man zu be stimmten Zeiten den Orang-Utang ver speist, ist es Sitte, ein solches Thier zu vor eine Zeit lang mit Krapp zu füt tern. In Folge solchen Genusses färben sich in der That die Knoch-n eines Opfer Orang.Utangs tief roth. Dr. Müller hat selber vor Jahren ein der artig gefärbtes Skelett bei dem berühm ten Zoologen Burmeister gesehen, der sich ein Skelett des Affen bei einem Halleschen Missionar in Sarawak aus Borne, bestellt hatte und zu seinem gro ßea Aerger ein roth gefärbtes empfing. Es geht daraus hervor, daß selbst wilde Völker schon längst das künstliche Farben der Thiere kennen. . In den Londoner Gerichts Höfen kommen oft seltsame Dinge vor. Jüngst wurde ein Mann zu einer Geld strafe verurtheilt, weil er einen Musi kanten niedergeschlagen und ihm seine Trompete zertreten hatte. Anlaß dazu war dadurch gegeben worden, daß eine Anzahl Mitglieder des GewerkvereinS der Schuster vor die Wohnungen eini ger College sich begeben hatten, um sie dafür zu strafen, daß sie gegen die Ordre des VeremS Arbeit in ihrer Be hausung sür Schweißtreiber venich teten. Die Strafe" bestand in ohren zerreißender Blase-Musik, die mit dem Trauermarsch aus Saul endigte. An einer solchen Strafe betheiligten sich bei einer andern Gelegenheit nicht wem ger als zwei Tausend Mann! Bon demselben Richter wurde einem Jüng ling eine Strafe dafür zudiktirt, weil er an einem Armenhause um Mitternacht anhaltend die Glocke zu läuten Pflegte. Er entschuldigte sich damit, daß er dies in bester Absicht vor vielen Zeugen all nächtlich zu thun begonnen habe, um das in dem Hause befindliche Gespenst zu vertreiben. Das Hau gelte in der ganzen Nachbarschaft als ein Tpukhaus! Vor einem Polizeimeifter erschien ein Mann und fragte, b es gesetzlich zu lässig sei, daß er sich unter einem ande ren als seinem eigenen trauen lasse? Der Polizeimeister erwiderte ihm, daß dieser freien Selbstversügung- gesetzlich nichts im Wege stehe, und fügte lächelnd hinzu, die Rose würde eben so schön dufte, auch wenn sie einen anderen Namen trage." Ueber die Ermordung der zwei Barmer Missionäre auf Neu Guinea, Scheidt und Bosch, theilt Dr. A. Schreiber in der Westdeutschen Zeitung- mit, daß dieselben in der JrankliN'Vai eine neue Station hatten anlegen wollen. In dem Dorfe Ma lala waren sie am 13. Mai in Bezlei tung eines Beamten der Neu Guinea Compagnie angekommen und von den Leuten freundlichst aufgenommen vor den. Am '22. Mai kehrte Missionar ! Scheidt mit diesem Beamten nach Hatz? seldhafen zurück, so daß also Missiorar Bösch mit fünf Schwarzen allein don blieb. Als nun am 27. Missionar Scheidt in Begleitung eines audere Beamten, des Assistenten von Moisy, und 12 Miokesen it einem Schiffchen I nach Nelsla snrüökkbrte. um weiteres

Baumaterial zuIdrinZen, würden ne ohne alle Veranlassung von den Einge borene, .beim -Landen s,verrätherischerweise angegriffeniund sofort bis auf 2 Miokesen, die sich, obwohl! auch ver wundet, doch durch Schwimmen retteten, durch Speerwürfe getödtet. Diese zwei wußten, theils schwimmend, theils am .Ufer entlang laufend, noch am Abend Hatzfeldhasen zu erreichen. Von dort wurde sofort am andern Morgen eine Expedition zur Untersuchung an Ort und Stelle gesandt. Dieselbe fand aber we)er von Missionar Bösch noch von all' den anderen eine Spur, außer den Leichen zweier Schwarzen in einem Grabe .und einigen Kleidungsstücken hier und da in den Hausern. Da nun aber bis zwei Monate nach diesem Ereigniß nichrs von Missionar Bosch ver lautet, so muß' man als sicher anneh men, daß er mit seinen Begleitern in den Tagen zwischen dem 22. und 27. Mai schon ermordet war, und daß die zweite Mordthat geschah, um die erste nicht bekannt werden zu lassen. Von Seiten der Neu Guinea-Compagaie wurde darauf noch eine größere Expedi tion h' gesandt, welche die Dörfer nie derbrannte und entsprechend den 18 Er mordeten gleichsullS 18 der Eingebore nen töstete. Aber irgend welche wei tere Kunde brachte auch sie nicht und so bleibt diese ganze traurige Geschichte noch zum großen Theil -in Dunkel und Ungewißheit gehüllt.' Wenn d ie von dem Fran zosen Jean Desdouvrie in Uoubair un ternommenen Versuche zu praktische Resultaten führen, dann dürften Brief schwalben Pendants zu den Brieftauben werden. Der genannte' Natnrfreund richtete fünfzehn Schwalben ab. Die selben wurden mit färb gen Bä ldern versehen und dann nach allen Richtun gen fliegen gelassen. Eine Viertel stunde später kedrle die erste zurück und setzte sich auf einen Finger TeSbouvrieS. Bald darauf trafen auch die übrigen ein. Die Schwalben sollen für den Depefchendienst im Kriege vor den Tauben Vorzüge haben, sie haben einen höheren und rascheren Flug, als die Tauben, sind daher schwerer zu schießen. Auf langen Strecken brau chen sie nicht auszuruhen, um Nahrung aufzunehmen, weil sie dies im Fluge thun; auch sollen sie in der Dressur folgsamer, sein als die Tauben. Ge gen die Einwendung, daß die Schwal ben im Herbste südwärts ziehen, betont DeSbouvrie, daß .er während des letz ten Winters eine Anzahl von Schmal den in Frankreich behielt und dieselben ebenso leicht ernähren konnte, wie. Tauben?). Ein lustige Geschicht chen von französischem Deutschenhaß er zählt die Köln. Ztg.: Anlänlich der

Feste von CarpentraS halten nämlich die FellbreS Minnesangerspiele ab. bei denen auch Preise vertheilt werden. Dom Pedro, der frühere Kaiser von Brasilien, scheint diesem Verein in irgend welcher Weise anzugehören und jedenfalls ist ihm ein großes Ehren diplom verliehen worden. Leider konnte er aber nicht, wie er gern gewollt hätte, den Preis persönlich in Empfang nehWen, und beauftragte mit seiner Ver tretung seinen Leibarzt Seybold, ohne zu ahnen, welches Unheil er damit beinahe angerichtet hätte. Seybold ist nämlich ein leibhaftiger Prussien, und als der Festausschuß das erfuhr, gerieth er in gewaltige patriotische Erregung. Eines seiner Mitglieder wurde beauf tragt, dem Kammerherrn des Kaisers, Grafen Alsejur. achtungsvolle Vorstel lungen zu machen, und das Ende vom Liede war daß Dom Pedro seinen Prussien" inder Koulisse verschwindenließ und an semer Stelle emen neuen Vertreter ernannte in der Person des Großrabbiners von Avianon. ES ist bekannt, daß di bisher übliche Befestigungsart der Bril len und Kneifer vielfach krankhafte Erscheinungen an der Nase insbesondere oie Rözhung der Nase, und an den Au gen hervorrufen. Das kommt davon her, daß die gebräuchlichen Stege, du von . Technikern, nicht von Anatomen konstruirt werden, auf den anatomischer Bau der Nase sowie auf den Verkau der Adern und Nerven keine Rücksichnehmen und so vielfache Störunge,' veranlassen. Der Cand. med. Fri: Luedöeckens in Leipzig hat nun einen Steg construirt und sich patentiren las sen, der allen krankhaften Erscheinungen vorbeugt. Das Knapp-Schweigger'sch. Archiv für Augenheilkunde verössent licht eine ausführliche Beschreibung die ses Nasenstegs und eine Begründung seiner Vortheile, unter Beifügung vou Illustrationen. Der Steg ist so con struirt, daß er oben die Nase nicht drückt und seitlich ' die Hauptvenen der Nase nicht schneidet, sondern ihnen zur Seite läuft. Die Mehrausgaben für Brillen und Kneiier mit diesem Nor malsteg sind unbedeutend. Die An fertigung derselben ist der Firma E Busch in Rat henow übertragen. Ueber Queenstown wird englischen Blättern von. ei nem Unglück- berichtet, welchem sich auf Flents Island zugetragen hat. Der Schooner General Banning war mit dem Einnehmer einer Ladung Kvkosnüsse beschäftigt, als sich ein heftiger Sturm erhob und das Schiff zur offenen See hinaustrieb. Es befanden sich ungefähr 100 Eingeborene an Bord, welche eiligst in ihren Kanuszur Küste zurückzufahren suchten. Bei dem hohen Seegang kenterten jedoch mehrere der Fahrzeuge und 38 Mann sielen ins Wasser. Eine Schaar Haifische griff sie sofort an und verzehrte acht von ihnen. Einem Mann wurden,, die Beine glaltabgebissen. Die Uebrigen vermochten sich zu retten. Was sollen wir wün schen? Es wird allgemein behauptet, daß esBsür Rußland ; unmöglich ist, eintN Krieg zu beginnen, so lange der Gelreidemangel herrscht, zugleich aber fürchiet der Zar den Abbruch einer Revolution, wenn der Nothstand an dauert. Nun wünscht , Keiner den Krieg, und Jeder den Beginn einer Re volution in Rußland damit die unerträgliche Tyrannei ein Ende nehme WaS soll man nun wünschen? Noth, stand, damit der Krieg verhindert werde, oder Nothstand, damit die Russen über ihre Regierung hersagen Um Antwort wird gebeten. Mehrere Friedens und FreiheitSfreunde. '

Dr. Wagner,

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