Indiana Tribüne, Volume 15, Number 25, Indianapolis, Marion County, 13 October 1891 — Page 2

Jndimm Tribüne. Erscheint füglich und Sonntags. Tte tZgliöe.Tridünc- ko'ttt durch fccsi Tröger SCenlZ per SSodic, die SonntagS-Tribüne'' S 1rnt3 per Woche. Vcide zuizmuicn löCcntS odcr 33 CentK pcrMonar. PcrPgsr zugeschickt in Vor. ZNöbezahlung f 3 per Jahr. Office : 1 30 Ost Vkaryland Strahe.

Indianapolis, Ind., 1:!. Oktober '91. Siebe Procent NoggenauSsaU. Ten Mittheilunzen der preußischen statistischen Corresxondenz zufolze ist der Ausfall der Rogenernte in Prni ßen doch nicht ganz so schlecht, al man nich früberen Berichten hätte vermuthen sollen. In der Wetten Hälfte deZ Monats August 1801 wurde seitens der land wirthfchaftlichen Centralstelle von den landwirthschaftlichen Vereinen die Zchleu mge Feststellunz der Ernteerzebnifse für Winter und 5oNMer-Rogzen, nachdem die Ernte der betreffenden Früchte weit genug fortgeschritten wäre und Vrobe dräsche genügend stattgefunden hätten, für jeden landwirthschaftlichen Kreis nach Befragung einer möglichst großen Anzahl fachkundiger Perfonen in Sil gramm vom Hektar, fpätestenS bis zum 1. September d. I. erfordert. Die fraglichen Angaben gingen auch mit sebr vereinzelten Ausnahmen, rechtzeitig ein. Tie statistische Corresponden; stellt nun das Gefamr.?t-Ergebniß dieser Act nähme für Staat, Provinzen und SiegierungSbezirke zusammen. Danach er gibt sich der Gesamut-Ertrag an Win ier und Sommer Roggen welcher für 1S30 in Toppel-Centnern 50,369,034 betrug für 1891 nach den Schätzungen der landwirthfchaftlichen ' Vereine Ende August mit 46,673,806 Dopxel-Centner. Es würde sich hiernach für den preu ßifchen Staat bei der Noggenernte des laufenden JahreS gegen 1890 ein Aus' fall von rund 3,605,00 Topp:lcentner izu 100 Kilogr.) oder um 7 ptli. ergeben. Ein erheblich anderes Bil? gewinnk man indeß, wenn man die Erträge beider Jahre m den einzelnen ILrovinzen oder gar in den einzelnen Regierungsbezirken vergleicht. Bei den Hrovmzen zeigen fich Minderertrage von 40. bezw. J9, 28, 04 und 23 pCt. in Rheinland, lezw. Schlesien, West' falen und Hessen - Nassau, serner selche von noch 13, bezw. 13 und 7 pTt. für Sschfen, Ostpreußen und Hannover, wahrend Mehrerträge von 31 unv L1 pCt. für Brandenburg, Posen und Schleswig Holstein, solche von 7 und pöt. für Hohenzollern und Pommern zu verzeichnen find. ' Noch bedeutender find die Abweichungen in den einzeln Regierungsbezirken. Landwirthschastlichts. Ein deutsches Fachülatt schreibt: .Vorsicht ist in allen Dingen gut!" sagt das Sprichwort: in diesem Jahre ist sie bei der Verwendung des Roggens und d Roggenfpreu doppelt gut, denn infolge des nassen und kühlen Frühjahrs ij't der Roggen :i feiner diesmal sehr langsamen Entwicklung vl?n einem unangenehmen Sch narotz.'r beZucht worden, dessen Genuß der Menschen und Thieren sehr gefährliche Erkrankungen jchon hervorgerufen hat. Das an feiner schwärzlich violetten Farbe leicht erkenntliche Mutterkorn ist kem verunstaltetes oder mißrathenes Rozgenkorn, wie manche glauben, fondern ein Gebilde, welches au5 dem Gewebe eines in den Blülhe.ftauden der Roggenähre sich entwickelnden Pilzes entfanden ist uns die Fähigkeit hat, zu überwintern, um im folgenden Jahre auf's Neue sich auch auf Weizen, Gerste und einer Anzahl wildwachsender sonst guter Grasarten wieder zu zeigen Gelangt das Mutterkorn bei der Enue durch Abfällen in den Boden und steht ihm im nächsten Frühjahr die nöthige Feuchtigkeit zu Gebote, fz entwickeln fich aus seiner Oberfläche eine nach Tausenden zählende Menge von Keimen, ooer Sporen. Gelanaen die selben durch den Wind oder durch In secten in die Blüthen ihnen znjazenser Graspstnzen, wozu auch der Roggen gehört, so treiben in dem Fruchlkno ten aus unv ' oickeln dabei zunächst eine Zwischen,. rm, gleichzeitig eine Menge süßer klebriger Flüssigkeit ausicheivend, welcher der Landwirth feit langer Zeit schon den Namen Honigthau" beigel:gl hat. In temfelden find aber ebenfalls wieder Keime des ungebeteaen Gastes in Menge enthalten, und so ist es denn leicht zu begreifen, daß, wenn derselbe durch Regenwetter verdünnt und flüssig gemacht wird, er auf darunter und daneben stehende Aehren und Blüthen derselben Aehre gelangt; auch große und kleine Jnsecten aller Art, die von dem süfzen Safte angelockt werden, besorgen schleunigst bis Weiterverbreitung. Aus jeder so vs?sa?zi Blnihe ragt dann später das violette Mutterkorn deutlich sichtbar hervor. Das Mutterkorn verursacht fzmit zunächst einen directen Ausfall an G treioekornern, vorzuzsweife an Roggen, dann fetzt es aber auch den Gebrauchswerth des Roggens seh? tzerab. Wird 'es nicht gehörig entfernt, so verursacht das in demselben enthaltene Ergotin, namentlich bei längerem Genusse, Erbrechen. Würgen, Zittern, Lähmungen, 5efonders aber auch bewirkt eS vsr;ei' tize Geburten, U?ntülvungen der Gebä rm u lt er u nd a st S ar m v o r fäll e. D urch eis t verbesserten ReinigungSmafÄinen sind' diese Falle zwr seltener geworden, soweit es sich iitii die Berei u ?g von Brot handelt; wenn jedoch das Mut terkorn als Abfall unter den. Hinterkorn oder in der Spreu belassen wird, fo darf man sich über die oben erwähn ten plötzlich ganz unvermuthet austau- ' .chenden Zufälle nicht wandern. Gründliche Entfernung ist daher geboten; ist daö durch Sieden uns Werseit nicht zu erreichen, fo muß man sich einem Opfer entschließen und das Mutterkorn sammt der Spreu verbren

uen oder m die Jauchengrure werfen Vernichtet mutz es jedenfalls werden Hat man es nur mit kleiner Menge zu thun, fo lohnt sich das Auslesen nlit ser Hand und der Verkauf an den Drv' zisten. Es wird das Mutterkorn nZmlich auch in der Heilkunde benutzt und nicht selten bszahlez dieselben für das Eilo 34 M. Die Vorbeugungs maßregeln oestehen ferner noch darin, daß man hm stark mit Mutterkorn besetzten Rvgzen .zeitig schneidet und möglichst sehaell vom Felde schafft, damit msglich.'t wenig Keime des Pilzes in den Boden gelangen und im nächsten Jahre unsere Ernte schmälern. Zu erwähnen bleibt uns noch, daß nach Wollnys Beobachtungen das Mut tcrkorn um fo häufiger au 'tritt, je fp5; itx der Roggen gesät und je tiefer das Saatkorn untergebracht wurde.

Lord Wolsclsy Qder Moltke. Der englische General Lord Wolseley hat es unternommen, in einigen Auf sätzen die Thaten MoltkeS zu kritisiren. Soeben erschien der zweite Artikel des Generals, dem wir das Nachstehende entnehmen: ES gibt immer noch Leute, welche meinen, Moltke hätte 18G5 keinen Er. folg haben sollen, weil er einen von Napoleon aufgestellten Grundsatz ver letzte. Dieser große Feldherr erklärte es für ein Nardinalprinzip. daß die Bereinigung getrennter Armeen oder Divisionen niemals in Gegenwart des F indes stattsinden solle. Moltke setzte diese Regel bei Seite und gewann Königgratz." Wie Lord Wolseley aber zeigt,- war eigentlich nicdts Neues in Moltkes Verfahren. Napoleons fchließlicher Sturz bei Waterlso wurde gerade dadurch bewirkt, daß Wellington zu dem Manöver feine Zuflucht nahm, welches Napoleon verurtbeilte. Napo leon hatte die Gelegenheit, die beiden '.üael der Verbündeten einzeln zu ve niQ.teit: Wellinaton batte aber berecb'

net daß er eS nicht thun würde, und j ErxeditSo betheikigt waren: CommanWellington hatte Recht. Benedek hatte deur von Zelewökl, Lieutenant von

diefelbe Aussicht wie Napoleon. Moltke berechnete aber, dag Benedek keinen Gebrauch davon machen würde, und Moltke hatte sich nicht geirrt. Große Generäle werden nicht durch die Studien söge nannter Regeln geschaffen. ' Im Gegentheil sind die Regeln zeitweilige unv provisorische Deduktionen aus der Praxis großer Generäle. Die Umstände ändern sich heutigen Tages mit beispielloser Schnelligkeit und modifiziren die Strategie von morgen, ehe die Theoretiker sich über die Strategie von gern schlüssig gemacht haben. Diese Umstände liefen aber nicht immer aui der Oberfläaze Dte ftj,rtr? Nolhwttrdigfeit gebietet es, m König von Preußen Oberfehlshaber im Felde ist. König, liche Geburt macht aber nicht ste:s Männer zu Generalen. Es wird deshalb stets hinter dem Deutschen Kaiser ein großer Soldat stehen, wenn sich einer finden läßt, welcher, wie Moltke 1865 und 1870, die Operationen leitet, selbst im Hintergrunde bleibend.' Wird dieser General stets ein Moltke an Kenntnissen und Fähigkelten fein? er sich bescheiden mit dem Titel emes Generalstabschefs, während er in Wirtlich keit alle Funktionen des Befehlsdabers ausübt? Tie Stellung bat ihre Gefah ren. Sie erfordert einen weifen König und einen General, welcher nicht nur auch weifer ist. sondern so ties loyal und patriotisch denkt, daß er seine Jndivi dualität willig opfert und auf Beifall und Ruhm verzichtet. , In dieser Beziehung steht MoltkeS Charakter einzig da. Würde Wellington es gern gesehen haben, wer.n der Prinz Regent bi Walerloo befehligt hätte, während er felbst im Hintergrund blieb und die Rolle Moltkes bei Sedan spielte? Wie würde Nelfon sich verhalten haben, i wenn der Herzog von Clarence Erster Admiral auf dem Nil oder bei Trafal' ger gewesen wäre?" Deutschlands Arbeitereolottien! Der Pariser Stadtrath -Georges Berry hatte eine längere Reise nach Deutschland unternommen, um die dortigen Wohlthätigkeitseinrichtungen zu studiren, namentlich die Arbeitereolonieen und alle auf Vermindeiunz der Bettelei abzielenden Maßregeln. Er ist von der Reise außerordentlich befriedigt zurückgekehrt und gedenkt seine Erfahrungen in einem ausführlichen Bericht niederzulegen, den er dem Stadtratb einreichen will. Die öffentliche Hilfe" ist nach seiner Ansicht in Deutschland ganz ausgezeichnet und kann in vielen Puncten Frankreich als Muster dienen, besonders in Bezug auf die Arbeitercolonieen, die in Deutschland in fast allen Provinzen errichtet sind, während Frankreich deren nur eine einzige zählt. Wer die französische Centralisation und die vorwiegende Rolle kennt, die der Staat in allem spielt, wird das Staunen Berrys darüber begreifen, daß die deutschen Arbeitercolonien durchweg aus privater Anregung in's Leben gerufen sind und auch vom Staate keine Unterstützung empfangen, fondern höchstens von den Provinzialbehörden. Berry sagt, daß in früheren Zeiten der Bettel in Deutschland mehr verbreitet war, als in Frankreich, daß aber jetzt, dank' der verständigen Regelung, das Verhältniß umgekehrt sei. Man kann sagen, daß es in Deutschland kaum noch Bettler und Landstreicher gibt." Es ist das, wohl eine etwas optimistische Aussäst ung, wenn auch nicht in Abrede gestellt werden kann, daß diefe Colonien seh? viel zur Verminderung der Bettelei beigetragen haben. Fast noch beachtenöwerther als die ländlichen Coloniecn schien dem fran-

.Sf":j..- Ca.f.j. 1 W1' Min. mvuuiiuiuih jua.UlMSÄ 'ifltewaei trotzdem sind die Wahehes richtet ArbettshauS, eine industrielle z fdem als verwegene und tapfere Krie-

Colonie, wie er es nennt, in der den befchäftigungslosenJndustrie-Arbeitern Gelegenheit geboten wird, über die schwere Zeit der Arbeitslosigkeit hinwegzukommen. Abgesehen von den Schlafsälen findet er in diesem Arbeits. Hause alles mustergültig und er hofft. daß es ihm gelingen werde, eine ähnliche Einrichtung in Paris ins Leben u rufen. Auch dem großen Nacht.Afvl in Berlin hat Berru einen Besuch ab.

gestaltet und part liucy yur nian mit Lob über alles, was er gesehen hat. Man ficht aus dem Ganzen, daß es Berru ebenso gegangen ist wie schon vielen Franzosen vor ihm: sie aauben zuerst, daß in Deutschland wenig zu sehen und noch weniger zu lernen ist, und bemerken, wenn sie einmal nach Deutschland kommen, zu ihrem Staunen, daß es dort nicht nur viel Interessantes und Beachtenswerttes gibt, sondern daß man sogar in manchen Puncten sehr lehrreiche und nachah. mungswerthe Dinge vorfindet. Leider aber geht der Franzose nur ganz selten nach Deutschland und es kommt dadurch ein Annäheruizsmittel in Wegfall, das sehr viel zur Verständigung zwischen den beiden Nationen beitrage? würde.

$nv Niederlage der teutsche SKttt;trppe. Lvie bereits gemeldet, wurde die von Hauvtmann von Z l wski befehligte deutsche 5chu t uype des ostafrikanischen Gediets von oen feindlichen Stämmen der Wahehe (auch Uhehe genannt) fast völlig aufgerieben, und von der etwa 1000 Mann zählenden Truppe konnte sich nur ein Häuflein von etwa 80 Mann nach der Küste von Sansibar unter Führung des Lieutenants von Tettenborn durchschlagen. Wie ein Blick aus die Karte zeigt, ist da? Gebiet, in welchem der Ueberfall erfolgte, aus erordenilich gebirgig und von vielen Fluszkhilern und Engpässen -durchsetzt. so?aß der Fsind im Besitze der An. Höhen die in den Schluchten marschiren' den Truppen völlig in feiner Gewalt baden mußte und mit leichter Mub vernichten keimte. . Von den 1000 Mann war übrigens die überwiegende Mehrzahl eingebore, nes Material, und nur die Ofstciere und Unteroffiziere waren Deutsche. Die osficielle Verlustliste ergibt folgende Namen der Lebteren. welche an der Tettenborn, Lieutenant von Zitzewitz, Lieuttnant von Pirch, Lieutenant von Heydebreck, Arzt Dr. Bufchow, Jeldweb.'k slay. Unterbüchfenmacher Hengel Haupt. Unteroffizier Herrich, Unterofficier von Dedewitz, Unterofficier Wutzer, Unterruficier Schmidt, Unterofficier Tdiedemnnn, Lazarethzehilfe Hemprich, zusammen 14 Teutsche.In Folge der Niederlage gibt sich wieder ein starkes Verlangen kund, Ma jor von Wißmann, bekanntlich den Proteen Bismarcks, in feine frühere Stel lnng einzusetzen. Namentlich die Hamb. Na''r." treten wieder für Herrn v. Zk.'ißmann ein, indem sie schreiben, daß jedenfalls das Eine feststeh?, daß er sich in der ganzen Zeit sei nes Oberbefehls in Ostafrika nur auf Unternebnillngen eingelassen hat, deren Durchführung möglicy war. Demzemöß hatte er Alles, was er begonnen, auch wirklich vollendet; er blieb bei aller Unternehmungslust und bei allem persönlichen Muthe stets besonnen und wurde durch diese Eigenschaft thatsächlich zu dem ausgezeichneten Führer", dessen die deutschen Streitkrnfte in Ostafrika bcdurf.en." Wie erwähnt, ist Uhehe. wie das Ge biet drs siegreichen Stammes genannt wird, ein Geöirgsplateau, welches etwa L00 Meilen füdwestllÄ von Bagamoyo und 150 Meilen noroöstlich vom Ryassa. See liegt. Die Gegno, deren größte Wasserader der Rusijt-Fluß ist, in fei nem dor!ige.r Laufe Ruaha genannt, ist wegen ilr r fchweren Zugänglichkeit wemg erforscht, und Alles, waö man Zu vertässiges darüber weiß, ist den Auf ze'.ednungen des Reisenden Joseph Tyonijvn entnommen, dcr als der erste Weiße in 187!) da? Gebiet durchquerte. In flüchiige Berührung mit einem Tkeile von llhehe war der berühmte kücz'ich vzlstorbene Reifende Burton bereiis vor Thomon gekommen und hatte den Charakter der Einwohner in sehr ungünstiger Weise geschildert. Thomsons Urtheil lautet milder, doch scheint Bunon eher das Richtige getroffen zu haben. Nach Thomson sind die Wahehe ein kräftige, bochgrwachfene? Negerftamm von auffallend Heller Hautfarbe, wenn a-j&t lange nicht so hell, ats die Fulbe. I r ÄZaffen bcftan sen damals aus vergif..n Äurfweeren cderAssezais. einem schweren uuS langen Ka:npNp:eß und einer etgenthümiich geformten Streitart. Sie sin) jedoch seitdem mit der Zeit fortgeschritten und besitzen fast aubnadmslos gute Feuerwaffen und auereicdcnde Munition, welche ihnen von portugiesischen Händlern geliefert wurden und deren Gebrauch sie in kurzer Zeit gelernt haben. Sie waren alfo im Punkte der Bewaffnung den deutschen Schutztruppen gegenüber völlig ebenbürtig. Im Allgemeinen sind sie keine kriegerische Nation, da ihr Reichthum in Vieuheerden besteht und sie nur darauf bedacht sind, räuberische Ueberfälle nomadifirender Stämme abzuwehren. Ihre Geschichte bietet ein in Afrika nicht gerade seltenes Beispiel rapider Mach:entwickelung. Vor TZ Jahren waren die Wahehe völlig unbekannt, ja,' bei den angrenzenden Stämmen wegen ihrer friedlichen Lebensmeise gering geoch:et. Da stand unter ihnen plötzltch ein Häuptling auf. der sich durch Energie und Tapferkeit rasch zu hohem An. sehen emporschwang. Machinga so war der Name dieses neuen Königs sühne einen glücklichen Krieg gegen Merere, den mächtigen Häuptling von Urori, brannte dessen Dörfer nieder, trieb die Viehheerde fort und dehnte schließlich seine Herrschaft bis zu den Ufern des NyassaSees aus. Machinga siel vor einigen Jahren durch Mörder Hand. Nach seinem Tode gelang es einem, Theil der von ihm unterworfenen Stämme, ihre Unabhängigkeit zurück; ger 'bekannt und gefürchtet. ' Die letzten Monate, welcke die HiobS posten von der Vernichtung der franzö fischen Expedition ' unter Crampel nördl ch vom Kongo und dieser blutigen Niederlage ler deutschen Scöuylruvpe ebrackt. bilden eins der dunkeltten We dolönifa' Iru ; ' 1. Parole : Aurora.

Vom Jnlanee. M'ontana's sbgeschätzter Vesammtwerth wird zu Z143,472,74Z angegeben. Ein Eisenbahn tunnel von 4000 Fuß Länge wird durch eine Geb'.rgsspttzs n dtt Rahe der Ortschaft Galera. Pa.. gebohrt, welche 15.000 Fuß über dem Meeressptezel und 600 Fuß über der beständigen Zchneelinie liegt. Die Weizenausfuhr der Ver. Staaten Amerikas betrug vrn der atlantischen und der Pacific Küste in den Woch-n. endend am 19. Sept. 1891 39,000 Quarters Weizen 234,000 Sack Mehl; 20. Sept. 1690 71.000 Quarters Weizen, 103.500 Sack Mehl. Au? dieser Zusammenstellung ersieht man so recht den Segen der ungeheuren diesjährigen Ernte. Das erste Stück Stahl, wel ches, soviel man weiß, in diesem Lande gemacht wurde, ist von Samuel Highley von Simsourg, Conn., im Juni 172S hergestellt worden. Obgleich ihm und Joseph Tewey von Hebron, Conn., ein Patent vom Staatsgerrcht bewilligt wurde, nahmen sie doch diefen Vortheil, nicht wahr, insofern sie die Stahlfabr kation nicht fortsetzten. ftrL Dai v. w e l cb e. wie bu

richtet wurde, durch einen Sturz vom Pferde, als sie wie rasend in Oklahoma einritt, um einen Laadanspruch zu erhe ben. lebensgefährlich verletzt wurde, ist nicht gestorben. Sie war nur leicht verletzt und sobald sie ihr Bewußtsein wiedererholt hatte, rief sie aus: Ich beanspruche den Grund, auf dem ich gestürze bin." Eine Kühnheit, wie daS junge Mädchen befitzt, wird Niemanden in-s Armenhaus bringen. Der Telegraphist Charles Fox und Emma Po e in WilkeSbarre, waren zu einander in Liebe .nbrännt, aber d:e Eltern deS Mädchens wollten von emer Verbindung der jungen Leute nichts wissen. Kürzlich nun brannte das Liebespärchen durch; Niemand wußte, wohin es sich begeben hatte. Eines TageS machten jedoch einige Knaben die Entdeckung, daß Charles und Emma ihre Wohnung in einer Höhle auf dem Gebirge aufge fchlagen hatten, wo sie von der Liebt und von dem, was sie auf Streifzügen in Feldern und Gärten erbeuteten, leb ten. Und da wird behauptet, eS gebe in Amerika keine Romantik! Louis Donat. 27 Jahre alt und unverheiratht. kam vor fechs Mo naten von Deutschland nach San Antonio, Tex. Er war ein gebildeter, kräftiger, fleißiger und ehrlicher Mann, aber mit dem Erlernen der englischen Sorache wollte es absolut nicht gehen. Er konnte keine Arbeit bekommen, kämpfte aber mannhaft gegen fein Miß gefchick und warzu stolz, den LandSleut.n, die er kennen gelernt, seine Noth zu klagen. Gestern Morgen wurde er todt im Bette gesunden. Fünf Gran Morphin hatten feinem kuaimervollen Leben ein Ende gemacht. Seine Hinte: lasseil schuft bestand in einem deutschen Bcief an seine Freunde in der alten H 'imath, worin er sie warnt, nicht ohne Geld oder ohne Kmntniß der englischen. Sprache nach Amerika zu kommen. Baron N o r d e n s k i ö l d , c : r schwedischer Forscher und Sohn deS be rühmten 'Nordpolfahrers, wurde auf eine Befchw'rde der Ute-Jndianer vom Agenten Bartholomew beim Bundes dift.rictsan,?alt in Turango, Cal., vcrklagt, die Gräber der Vorfahren jenes Jndianerstam nes beraubt zu haben. Es hieß, daß der Baron ohne Erlaub niz der Bebörden die Refervation betre ten uns sich ethnographische Gegenstände aus den alten Höhlenwohnungen uns Jndia.iergrädern angeeignet habe. Die K.age wurde abgewiesen, da du Untersuch unz ergab, daß der Baron und seine Begleiter in einem vier Mci len von der Reservationsgrenze end fernten Seiteathale Ausgrabungen vorgenommen uno die gefundenen Ge. genstände nach New flott zur Weiter, beförderung nach Stockholm verschickt haben. Eine ergötzliche und rei zende Art von Landbebauung betreibt Timothy Hopkms von Menio Park in lsatifornien. In ästhetischer Beziehung ü crtrittt sie noch die Lilienzucht in zermuda und nebenbei ist sie beinahe so eintraglich , als, das Ziehen von Checks und Wechsel aus einer Bank. In einem Hain von Riefen-Eichen besitzt "Hopkins einen fünf Acker großen Flecken Lind mit Veilchen der seltensten und )ct ö -Uen Art tn allen denkbare Schattiruagen. Diese Veilchen wachsen in zwei iyiiB von einander entfernten Reihen und unter dem kühlen Schatten der Eichen in einem durch vermoderte Biätter reich gedüngten Boden, sie kommen deshalb zur größten Vollkom menbeit. Sechs Monate im Jahre per sendet Hopkms täglich im Durchschnitt fünfzig Büschel Veilchen nach San Franctsco und dafür erhalt er beinahe eben fo viele Dollars. Eine handgreiflicheProbi von süditakienifcher Einfalt lieferte kürzlich Giarano Vurraro den Bosto nern. Eine mit K. eidern gefüllte-Rei-fetaiche in der einen, einen Stock in der anderen Hand. - schlenderte er auf dem Tommon" in Boston, wo gerade Tau sende einem Bafeball Spiele zufahen, umher, und gelangte dabei an den in der M'tte des Platzes belegenen Frosch--teich. Die Sonne dra-irne heftig und kurz entschlossen und unbekümmert um die anwesende Menschenmenge, warj er die Oberkleider ab und sprang in den Unterkleidern in den Teich, in ttel ckem er lnstig umherplätscherle. LZach einiger Zeit stieg er aus dem Waszer auf die steimrne Ufereinfassung, ent nahm feiner Reifetasche frifcheö Unterzeug und begann die durchnäßten Klei der auszuziehen, um sie durch trocken zu ersetzen. Da aber erschien ein Wachter' nö ölichec Scha nbastigkeit in Ge sta'.t eines handfesten Polizisten und steckte den arglosen Sohn des sonnigen Italiens in's Loch. Gouverneur Knapp von Alaska spricht, sich in seinem dem Staatsministerium in Washington un. terbreiteten Jahresbericht in sehr tadeln' der Weise über die rücksichtslose und frevelhafte Vertilgung von Seehund? Weibchen und deren Jungen im Be ringsmeer aus und schätzt die Zahl der

myrlich wieserrecytiichvon karoseurbn gefangenen 'Roboen auf fünfzig- bis sechszigtausend. Die wahrend dieses Jahres von Alaska ausgeführten Er zeugnisse und Handelsartikel waren die folgenden: ,332 Kisten Lachs im Werthe von .753.38; 4150 Pfund Walroßjäne im Werth von $9509; 231.282 Pfund Fischbein 1,503, 333; 14,890 Gallonen Thran 4467; 1.138,000 Stockfische 5569,000; 7300 Faß gesalzener Lachs $73,000; Gold- und Silber Barren $1,000,000; 21,58 SeehnndSfelle $647,880; 60.000' Felle, welche die Beute der Robbendiebs bildeten $1,800,000; sonstige Pelze und Häute $450,000; Kuriositäten $450,000; andere Erzeugnisse $106,000, zufammen $3,941,515. Das geht denn doch über's Bohnenlied! Hat da eine Mutter in Shelbyville, Ind., ihre Zustimmung dazu gegeben, daß ihr 12jähriges Töchterchen sich mit einem halbwüchsigen Bengel von kaum mehr als 16 Jahren in die ehelichen Fesseln fchmiesen ließ! Margaret Egan heißt das kleine Mädchen, welches von nun an den Namen ihres Männchens, Cvleman führen wird. Shelbyville wird wohl stolz darauf fein, das jüngste Ehepaar im Lande

innerhalb feiner Mauern zu haben. C. H. Bullock vo Rotx field, Minn.. hat von einem Acre Land 1120 Bufhel Kartoffeln geerntet. Ein solcher Ertrag ist noch niedagewesen; man betrachtet gewöbnlich 300 Bushet vom Acre als eine große Ernte. Nach barn von Bullock haben die Thatsache beschworen. Er gewinnt $36 an diesem Ertrag und sein Profit am Acre würde $600 betragen, wenn die Kar tosseln so theuer wären, wie im vorigen Jahre. Bernard Frost war vo-r zehn Jahren Clerk in einem Herrengarderobe . Geschäft in Bradford, Pa. Er steckte fein Gefchäft auf, speculirte in Oel und ist jetzt ein Millionär. Er gehört zu den Besitzern des neuen McDonald Gusher", eine Quelle, welche täglich Oel im Werthe von $4500 liefert. Die ältesten B e w o h n s r o?? Ver. Staaten sind, den Angaben des Richters McMillan von Brook Haven in Mifsiisippi zufolge, im südlich m Theile genannten Staates zu finden; kr nennt u. A. Elizabeth McJntqre. die nahe Union Church wohnt und 101 Jahre alt 'ist; Frau Maru Joodson, lus der nämlichen Gegend, 110 Jahre zlt; eine Schwester der Frau McJn tyre, die nahe dem Städtchen Buram zu Hause ist, hat ebenfalls ein Aller von 110 Jahren, erreicht; JameS Stuart, sessen Heimath sich südlich von Brook Haven befindet, ist 104 Jahre alt und roch sehr rustlg. votn ttuKlonde. Die londoner Theos o phen haben endlich die Herausforderung tatet Gegner angenommen und und er bötig. Proben ihrer außerordentlichen Krait abzugeben. Ein früherer Inge. meur-Oderit von Madras, Arthur Des mond, welcher, wie , er dem .Daily Chrontcle" ,chretbt, 40 Jahre theow phische Studien getrieben hat. ist zu dem Folgenden erbötiz: , Der Oberst will vor irgend einer Versammlung Blumen, welche' m England fast unbekannt sind, herabfallen lassen und andere tyeosophl'che Kunststücke mehr. Des mönd will dem bekannten Gedankenleser Stuart Cumberland beweisen, daß er Wirkungen hervorbringen kann, welche dte moderne Wistenschatt nicht zu erklä ren vermag, wofür Cumberland dann. wie er versprochen. 1000 unter bic Londoner Wohltdätigkeitsanstalten ver theilen muß. Oberst Desmond, wel cher auch viele theosophische Schriften versaßt hat, erzahlt in seinem schrev den an den Daily Chronicle nebenbei mancherlei, waZ er bereits mit seiner GeliteSkratt zu Wege gebracht hat. Einst rückte er in Poolla bei Madras ein schweres Piano, welches drei Diener nicht von der Stelle heben konnten, blos durch seinen Willen von dem einen Theil deS Zimmers nach dem anderen. Er sieht nicht ein. im Gegensatz zu den meisten setner tbeosopötschen Freunde, weshalb dergleichen Wunder nicht öf fentlich gezeigt werden sollten. Er steht, wie er schreibt, seit Jahren mit den hervorragendsten Mahatmas, zenen ernsamen rohen Lehrern der Mensch heit. in geistigem Verkehr. Wir haben unS also darauf voriubereiten, daß in nächster Zeit an den Ufern der Themst unter dem Zeichen Buddhr's die seitsamsten Dinge vor nw ceche werden Die Geschäfte eben schlecht und namentlich auch m Wien kommen Klagen über geri gen Umsatz bei boben Svelen. E.n weisender aui dem Gebiete des Be lelns. der durch 'einen Humor und s.-lne guten Einmlle früher immer nsch nan; leidliche Re sultate Erzielte, allerdings aber auch Nicht steis voutg unabhängig m der Wr,t feiner Schlafquartiere geblieben war,, wurde vor einigen Tagen vom wiener Bezirksgericht wiedervm - fui mehrere Wochen zu , strengem Arrest verurtheilt. Bei seiner Ärretiruna hatte sich zwischen dem Civtlmachmann unv vem muyzam aus Krücken daher humpelnden Bettler kolaendeZ Kmieae sprach entwickelt: Wachmann: Ich habe Sie,tchon gestern in der inneren Stadt beobachtet. Bettler: Wohl .möglich Wachmann: Nur finde ick sonder bar. daß Sie gestern ganz stramm gehen könnten ohne Krücken. Bettler: Wohl möglich. Herr Wachmann, die zeuen nnv auch zu Miserabel. Wach mann: Was soll das beißen? Bett ler: Oh, man muß sparen; damit sich die Krücken nicht zu schnell abnützen, :jl c 7t:ir... . nugc iuj ur nur zroen zweiten ,ag. Dameü anöden Skat tischen der Berliner Sierw:rthschaften sind gegenwärtig durchaus keine seltenen Erschcmunzen.- In den aronen Gärten lokalen der Hasenhaide konnte man an den fchönen, Abenden der letzten Wochen diese weiblichen Skatspieler an mehreren Tifchen bemerken und das Abwerfeu der Karten macht nch be; der schnellen Be w gung des rechten Armes und wenn dt:fer mit einem funkelnden Armband gezchmuckt lst, garnicht übel. Die be kannten , Ausdrücke am Skattisch, die für gewisse Falle und Vorkommnisse beim

Vpiet gevraucyr werden, aver lonn eigentlich nicht für Damenohren be stimmt sind, schienen keinen Anstoß zu erregen. Auch als eine solche Mitfpie

lerin die ihr zufallende Spielpause einige Male zum Aufstehen benutzte, waren die Mitspieler sofort mit einer anzüglichen echten SkatRedensart bei der Hand, welche von der Mitspielerin mit der harmlosesten Miene von der Welt angehört wurde und als der Kellner das bestellte leere Weißbierglas wirklich brachte, lachte die spielerm am metsten übyr diefen Skat-Witz. Manche von diesen SkatDamen wiesen mit ihren zarten Knöcheln fo laut auf den Tifch zu schlagen, daß man ernstliche Ver letzungen für eine zarte Hand befürchten mochte. Als ein m der Nahe stehender Verwandter einer solchen Spielerin die ungalante Bemerkung machte, daß es doch wohl für eine Frau panender wäre, sich mit dem Sirickstrumpf als mit Kartenspielen zu unterhalten, ent aeanete die Dame mtt größter Seelen ruhe: Beiin Kartenspiel verdiene ich mehr als beim Strumpfstricken! Für die nun einmal in Flun gerathene Frage der Frauen Emanzipation ist dies neue berliner Kneipen-Bild vielleicht nicht ohne kulturgeschichtliche Bedeutung. Man geht allmählich daran, den ungeheueren Sachschaden abzuschätzen, den die Ueberschwemmun' k l in Spanien veranlaßt haben. Jv ganz Südspanien sind die Aussichten für den Ackerbau tröst o, die Wein, berge und die Olivenpflanzungen haben schrecklich gelitten und die Mais- unt sonstige Ernte ist zum großen Theil vernichtet, ein um so traurigeres Er gebniß, als die diesjährigen Ernteaus sichten auch in den übrigen Gegenden Spaniens sehr schlecht, in Aragon und einem Theile CastilienS sehr hoffnungslos find. Am schwersten heimgesucht sind die Provinzen Almeria, Valencia, Cinbad, Real und Andalusien, und der Rückfchlag dürste sich auch in den Staatseinnahmen geliezd machen. In der Provinz Toleso wird der Sckaden auf zehn und in Almeria ai f fechs Millionen Pesetas geschätzt, ' in der Stadt Almeria allein auf zwei Millio nen. Dazu kommt der große Schaden, der an den Verkehrsmitteln, Wegen, Telegraphen u io Eisenbahnen auszubessern ist. In der Provinz Toledo wird jetzt die Zahl der Todten aus 2300, in den übrigen Landestheilen zu. summen auf 500 angegeben. Und noch treffen fast täglich Nachrichten von neuen Verheerungen ein, so ist in der Nacht v)m 16. zum 17. die Stadt Villarrubia (Provinz Toledo) abermals von einer Ueöerfchwemmung heimgefucht worden, die auch hier die Obstbäume und die Ernie vernichtet hat. Äuch Portugal, vor allem die Provinz Veira, hat sehr gelittkn. In Consue gra sind jetzt die Räumungsarbeiten in vollem Gange, 945 Leichen sind nördlich der ladt in Massengräbern tjecrdigt worden. 206 Gendarmen sind dort eingetroffen, halten die darbenden Bewohner von Gewaltthaten ab und fahnden auf das Genndel. das aus dem Unglück feiner Mitmenschen ein Ge 'chiit zu machen, die Leichen zu berauben und die Trümmer zu plündern sucht. Man bat angefangen, die Thier kadaver 5000 Stück Vieh sollen umgekommen sein , welche die Luft ver pesten, zu verbrennen, denn die plötzlich eingetretene Hitze erfordert dringend, die Leichen fortzuschaffen. In dkl Ztadt können die Einwohner sich nicht auchalten, da sie von Trümmern erfüllt ist und die stehengebliebenen Mauern allmälig zusammenstürzen, sie sind da her in der Nähe in Zelten untergebracht worden. Ein Advokat in Vuda pest sendete vor Kurzem mit der Post einen an eine Budapest Clienten adressirten Brief, dejfen Couoert mit der erforderlichen Drei Kreuzer-Markv versehen war. Der Adressat hatte. abei mittlerweile die ungarische Hauptstadt verlissen und war angeblich nach Oer kenn übergesiedelt. Der Brief ging nun nach Oerkeny,. und als der Adressat auck dort nicht aufzufinden war, kam der Brief nach Budapest zurück. Der Brief träger brachte ihn dem Aufgeber und verlangte zugleich eine dem Mehrporto für die Proomz entsprechende Straigebühr von zwei Kreuzern. Der AdVilat weigerte sich, unter Berufung daraus, daß er die Post mit der Beförderung des Lokalbriejes belraut'und hierfür be. zahlt hatte, die zwei Kreuzer zu entricht ten; auch nahm er den mit dem Straf porto behafteten Brief nicht zurück. Dieser Tage forderte nun der Handelsminister v. Baroß die ungarische Haupt stadt auf. die rückständigen Briefporto Strafgebühren mit aller Energie, eventuell im Executionswege, einzutrei den. Nun wurde der Advokat von der hauptstädtischen Behörde aufgefordert, die zwei Kreuzer zu bezahlen, und als er sich abermals weigerte, dies zu thun, erfolgte die zwangsweise Behändigunz des zurückgewiesenen Briefes. Demnächst dürfte die Execution erfolgen und Ungarn wird seine zwei Kreuzer wahrscheinlich doch erhalten. Alljährlich, sobald di, Zwetschgen" mehr oder weniger reis geworden und.verdorbene Magen an der Tagesordnung sind, findet in Wien, mi das Fxtrablttt" berichtet, im Gast, haue des Herrn Karl Kreuz. Hernals?r Hautiträße. großes Zwetschgenknödel Wcttessen statt. So auch in diesem Jahr. Unter den Weitessern befanden sich, wie immer, viele Damen. Die höchste Leinung hatte, ein' rüstiger Vferdebahnfchaffner, Hr. Schulz, auf. zuweisen, der achtundfünfzig Knödel bezwungen. Er hekam den ersten Preis, ein sehr schönes 1 Deckel-Trink-glas. Hr. Schulz hitte auch bei dem vorjährigen Wertessen mit achtunddrei ßig Zwetschzenknödeln den ersten Preis gewonnen; feine Leistungsfähigkeit in die'er Richtung ist somit während eines Jahres um zwanug Zwetschgenknödel gestiegen. -Ten DamenpreiS gewann gebührendermaßen als rühmenswerthe Vertilgen von vierunddreißig Knödeli. die Frau eines PferdedZH nschaffnerß Namens Meißner. ; .. Das Urtheil der Hausfrauen geht eiichimmig dahin, daß H. Schmedel's Bürsten die besten sind. 423Virginia Ave. 2. Losung : Hofbräu. .

Dr. Habcrlm, D c lt t s ch c r A r z t, No. 767 Süd Ost Strss;c. Qde Lincoln Sant,

Lprcckijtundc: 10 biö 11 Mr Bsrin'NagZ. Sckc Washington undTenncsseeStr. lvorraine BloI). Zimmer I, 5 und . Svreck!s,un5e : An Wochc,:tigrn 24 Ufer Na inn.. 78 Uhr 9nntt. Vin Tonntqen w 10 llliv Morgens. 3 ' eleison 220. Dr. Wagner, Office : Po. tt Qsi Ghio Str. Offtce-Tt,:nden : 10 lltiv Vormittags. 24 Uhr Nachmittags. Wohnung : Esre BroadwaU und Lincoln Ade. TclcpZion 8. Dr. 0. G, PFAFF, hat seine Ofsice von Ost Okick Siraize, nach 434 Zlord Znllsylvntttn Str. verlegt. Sprcckftuden dasckdst: Nachmittags von 24 Uhr täglich. Am Ttennag.MitNvpck und Freitag von 7 lihr Abendö. Telephon jiin. Spreckstnndcn In der Madtlon Avenue Otkice : Vormittags 10 11 Uhr rügiick. Am Mcntai. Donnerstaq und Tamüag von lS Uhr BdendK. Telephon C. C. Vnerts, Deutscher Zahll - Arzt, Ro. 8 z Nord Pennsylvania Ctr. Aa S wird uk Wunsch angeivandt. kW Im M lssßsL Tas beste Starkuugsmtttcl. tzl.00 per Flasche 6 Flaschen für f5.00. Zu haben in der Deutschen Äpotheke von V. Will. Pantzer, 5.1 West Washington Straße g.Z Die ganze vlackt offen ' Ferd. 3l. Mtt l ler, Clkachsolger von GcorA? Müller.) Apotheker. Tke Anfertigung von Rezepten geschieht in zuverlässiger, sachverftandkger Weise. Südwest-Ecke der , Ost Washington und Ost Str. Telephon 87. WMsÄNKMÄi. (tablirt 1H70.) Behandlung von chronischen Krankheiten unter abfolvirtcn Wundärzten der bedeutendsten Schulen dcr Welt. Alte Krankheiten, spcziell die dem männlichen Gcfchlechte eigenen, werden behandelt. Es wird deutsch gesprochen. Schriftliche MitthcilunLen schicke man in einfachen versiegelten Couvcrts. Ofsice-Stunden von ft Uhr Morgens his Uhr Abends. Mc?ii,rnoy Wod!c:ri Sc öur$ci Ftrstitnt. 5! Lst Washington Str., . Stock. Indianapolis. Für die ganze Familie nur 3 Cents prv Tag. Bestellungen werden augenblicklich bei Tage oder des Nachts ausgeführt. Ein Haus mit sechs Zimmern, Vad, Privet, Sprenkeln von 40 Fuß Front und für den .Hausgebrauch nur 5 Cents vro Tag. InäiAnaMs Wasser Co., No. Circle Straße. Die kurze und einzizc direkte Bahn nach Chicago ist die populäre s küi v, ISI ii iifloii i r Ai IW11A5JJÜ i XlJouisvitit.lltwAt5mi"CHCAW tilifr Abfahrt von Indianapolis: ll.37,P,n. Ankunft in Chicago .2Nm. 1Z.40Pm , m 7.NPm. No. 38 Monon Aee. . . ,. .203Irn. Abfahrt von Chicago : 9.30PM. Ankunft in Jnd'pls. 3.MÄIN. S.SRm 3.2JVm. Äo. 39Monon Acc. Ank'ft inJnd'pls. I0.403Jm. Pullman Vest'lbul'Schlafwagen für Chicago stehen am westlichen Ende des Union Bahnhofs u. können täglich um 8.30)!m. bestiegen werden. Vickct-Office: No. 2 Süd Illinois Str. I. D. Baldwin, Distrikt Passagier Agent.

sVVItflMTW

mm

j i :

II V

m rij'u spn L f K y zJ UU zJ

Dio Pullmnn Cnr mc l wischen JudiauapolkS S Cincinnati. Durchgeheade Cars zwischen OZnelnnsti & Chicago, St. Louis &, Cincihnati. Beste Linie nach Cincinnati, Dayton, Lima, Toledo, Detroit und Canada. ' Durchgehende Wagen yvlschen Dccatur, Springsu'td, Quincv, erkuk und Eincinnati. ' Pullman Schlafwagen des Nachts, Palast wagen am Tage. Direkte Verbindung in Cincinnati für alle Plätze in Kentucky, Tennessee, Alabama, Flo rida und dem Süden. Washington, Philadelphia, New York II. j. Rhein, Gin. Agent. ' OH. Adam, Stadt Agent. Indianapolis. M. D. Woodford, Präsident. E. O. McCormick, (3. f. & T. Agt.

Feuer - Alarm - SignM

4 Pennsylvania und Wartet. 6 CnqlisyS OvernhauZ. 6 Gast und Sicto Port. 7 Noble und Wichiqan. 3 New Jerseystr. und MaffachusetZ Äre 9 Pine und Äorth. 10 Market und Pine. 11 Hauptquartier de5 Fcuer-Dcxart'intS. 12 Et. Clair mzd Cxlst Ctr. 12 No. 2 Spr'nhs, Waff. 8. nahe Noble. 13 Delaware Str. nd Fort Wa?ne Ave. H New Jersey Str. und Fort Wayne Ave. 1Z Peru Str. und MafsachnZetts Live. 1 Ckzristlan Ave. und Ash Str. 17 Park Ave. und Vutler Str. 13 Cotmttbia und SÄalott Ä?e. 19 Archer und John Str. 123 No. V Schlauchhauö. Ash und 7. Str. 124 Alabama und Siebente Str. 123 Central und Lincoln Arcnue. VM Landes Str. m:b Lincoln Ave. 127 Columbia und Hill Ave. IS3 Central Are. vb Achte Ctr. 12.) AuHftcllunZZGobZLde. 131 Alabama und Morrison Ctr. IM Rohampton und Achte Etr. IM: College Ave. und Zehnte Etr. 155 Home Äre. und Deiaware Str. 138 Alabama und North Str. 137 Nemmann und Achte Str. IM College Avenue und Irwin. 21 JÄnois u::d St. Joseph Str. 23 PenttfloattZlia und Pratt Str. 21 Meridian und Zn?eite Str. 2.1 No. 5 Svr'nhaus. 6. nahe JNnoiöstr. 26 Mississippi und St. Clair Str. 27 Illinois und Mickigan Str. 23 PennfuZvania und Fünfte Str. 29 MifsMopi und Vierte Str. 212 Tennessee und WiLiam Skr. 213 Penns!vaia uikd Michigan Str. 211 Illinois und Herbert Str. 213 Waisenheimattz für Farbige. 216 Tennessee und örftt Str. 2t7 Meridian und Siebente. 213 Clifford und Jesserson Avenue. 31 No. 1 Spr'nhs.. Ind. Ave. u. Mich. St. 32 Meridian und Watnut Str. 31 California und Vermont Str. 35 Blake und New York E:r. 3 Jndiana Ave. und St. Clair Str. 37 Etadt-Hospital. 33 Blake und North Str. 39 Michigan und Agnes Str. 312 West und Walnut Str. 313 West und Tritte. 314 Siebente und Howard Ctr. 315 Torbet und Paca Ctr. 31g Tennessee und 1. Strafe. 41 No. Spr'nhaus. Wash. nahe West Str. 42 Geißendorf und Washington Str. 43 Missouri und Nen, Nork Str. 4o Meridian und Washington Str. 4g Illinois und Obio Str. 47 Tennessee und Washington Ctr. 43 Kingan's Schlachthaus. 49 Jndianola, 3 Equares vom Fluß. 412 Missouri und Marvland Str. 413 MUttttixpi und Wabaiy tr. 415 MorriS und Church Str. 421 O. I. u. W. Nundtzaus, weftl. vomFluK 423 Jrren-Asyl. 424 Miley Ave. und National Road. 51 No. 4 SpritzenhJuS. Illinois u. Merrill. S'Z Illinois und Louisiana Etr. W West und McCarty Str. 5,1 Weit nnd South Str. 56 Mississippi und Henry Ctr. 57 Meridian und Nay Str. 5$ No. 10 SchlauchhÄ. Morris u. Mad. Ao. Sl? Madison Ave. und Dunlap Str. 512 öest und Rockn?ood Str. 513 Kentucky.Ave. und Merrill Ctr. 514 Union und Morris Etr. 516 Illinois und Kansas Str. 517 Morris und Takota Str. 518 Morris und Church Ctr. 51 Tennessee und McCarty Ctr. 521 Meridian und Palmcr Str. 523 Morris Str. und Gürtelbahn. öZi Madison Ave. und Minnesota Str. öl No. 2 Haken u. Leiter.Haus, Comhstr. 63 Pennsylvania Ctr. und Madiso Ave. 63 Telaware uud McCarty Etr. 61 Cast und McCarty E:r. Ct.") ?!ew Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Bradshaw Str. 63 East und Coburu Ctr. 69 Pennsylvania Ctr. und Madison Ave. 612 McKernan und Dougherty Ctr. 813 Caft Str. und Lincoln Laue. 6! 4 Caft und Veecher Str. 615 Noble und South Etr. 71 As. 3 Spr'nhaus, Wirg. Ave. u. Huran. I'Z East und tteorgia Straße. 73 Cedar und Mm Ctr. 74 Venton und Gttrqla Str. 75 Cnglish Ave. und 'Pine Etr. 7 DiUo UKd Aatcs Str. 73 ?!o. 13 Exr'nhauSProspekt u. Dill 79 Flctcher Ave. und Tillon Str. on. 712 Epruce und Prospekt Ctr. 713 Cnqllsh Ave. und Laurct Str. 714 Willow und Olioe Str. 715 Shelby und Brecher Str. 71 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange nnd Laurel Etr. 721 Lcrittgton Avenne und Linden Straße. 723 Zvletcher Avenne und Cpruce Straße. i'24 Tuckcr und Dorscy's Fabrik. 81 Market und New Jersey Str. 82 Washington und Delaware Ctr. 83 East und Pearl Str. 6t New Psrk und Davidson. Sö Taud?:u:nmcn Anstalt. 83 Wer. Staaten Arsenal. 87 Oricntal und Washington Ctr. 89 FrauenN2formatorlum. 812 Äo. 3 Schlauchhaus. Ost Wash. Ctr. 813 Market unv Noble Str. 614 Ohio und Harvey Str. ' 815 Arsenal Avenue und Ohio Strafe. 821 Pan Handle Eisenbahn 'Shops Z23 Walcott und Carter Ctr. VI No.7 Svr'nhanS. Maryland nahe Merid S2 Meridian und Georqia Ctr. 93 Meridian und Süd Str. öl Pennsylvania und Louisiana Ctr. 95 Alabama Str. und Virginia Ave. Spez ial-Signale. - Ersten 2 Schläge, zroeiter Alarm. Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm. Tritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1 Feuer ans und Schlauch aufgewickelt 3 Schläge, weniger Wasserdruck. 3-3 mrhr Wasserdruck. 12 Schläge, 12 Uhr Mittags. ST Die ersten 12 C! anale werden voT. ständig ausaezcklag.'n, bei den folgenden werden die Hundert, Zehner und Einer' Ziffern getrennt gegeben. Die kürzeste und direkleste Route 0ot, Wost, ?or, Süd. Vestldul Zuge mit den fcinstcn Parlor-, Lchnstühle- und' Speisewagen, mit Damvf gcbcitt, und mit Elektrizität bclcucbtct. Tlt schönsten Eisen- . f.. 1 i.H.li VUl'il)UUjl 111 KW. .'VLl. r Tie vorzügliche Bcschasscnbcit dcr Gcleike und , her WiaiAnittri smtaittir dl nrofcf Scbnellicikcit bei größter Sichcrbcit. - Die einnge Linie, wclche ihre Passaaicre nach dein Ärand Central Bahnhof in Nß w Z) o r k bringt und ihnen dadurch zwei Stunden Zeit spart. Die Einfahrt in Chicago ermöglicht einen Ucbcrblick über den Michigan Avcnüe Boulevard u. die schönsten Strafen der StadtDie Züge laufen in den Central Babnbok von Cincinnati, die Un;on-Dcpots von Cleveland, Buffalv und A l b a n v. ferner Ct. Louis, Peori a.-. Tie OkS in JbiHU's btßndrt sich in:' Ro. 1 Ost.Wüshinqton Straße, Äo. 138 Süd Illinois Straße, und dem Union Bahnbos, wo Tickets nacd allen Theilen der Ver. E tasten, Canada und Meriko zu dcn niedrigsten Raten vx bekommen sind, und alle gewünschte Auskunft ettheilt wird. Oscar 0. Numiy, Vcrkchrsdircktor D. B. Martin, Gen. Paff. Agt II. l, Lchnon.Nfz Yen; Paff Agl Indianapolis, Jnd ' . "

"k