Indiana Tribüne, Volume 15, Number 24, Indianapolis, Marion County, 12 October 1891 — Page 2

Jttdimm Tribüne. Erscheint. Abglich nnd Sonnt gs.

XtrtägtiAc triliixiic'- tastet fcurft den Träger Cents per äBtxür, v'.e TonntZgS-Trilzüne" 5 15c:,lS xerWockie. ZZeiöe zusammen 13Scnt$ oder 35 Cents xer Monat. Per Post zugeschickt in Vor 2ttobczchluilg t rcv Jal,r. Office: 1 30 Ost Maryland Stradc. Indianapolis, ?nd., 12. Oktober '91. VesMguttg deS Zlennt Oaker. Die NatnrschönbZen dcS neue Staates Washington :ub berühmt, und locken alljährlich Tausenöe von Touristen herbei, welche wie sich da5 bei eiuerikani scheu Redenden von selbst verttedt. großtentheils nebenbei dem AngelZporr unv der Jagd obliegen. Ter Deutsche, wenn er in der Schweiz den Enalänser oder Amerika:? nach Norwegen zieh!, nämlich die ohne Ziekzierungscontrslle dort auszeüb e Jagd, als eine Entweihung ver ?!atur dünken. Dies: grundverschiedene Auffassung äußert sich sogar in der Kunst. Eine reine LandfHastsmalerei. die sich be müht, die wlle Schönheit der Natur in ,dealer nnd durchgeistigter Auffassung wuder;nzeben. kennt nur der Deutsche. Der berühmteste Landschaftsmaler Englands. Eöwin Landfeer. war auch zugleich der größte Specialist für Jagdstücke. ' Wenn es dagegen einen Sport gibt, in dem Engläir.cec -md Deutsche wette fern, so ist es das Bergsteigen. Dasselbe hängt auch auf das Engst? mit einem genauen Studium der Ge birzsländerel''n zusammen, und es wird wshl wenig Reisende geben, die dem Wahlsvruche des bequemen Berliner Touristen: Berge von unten, Kneipen von innen undSirchen von außen :unbedingt Folge leisten würden. Die xenclubs Deutschlands und Oesterreichs stehen denen Englands sicher nicht ach. haben im Gegentheil bedeutend mehr für Oreozraphie. Geologie und Naturwisienschait. namentlich auch für die Gletscherkunde geleistet, als die enzlischen Clubs, welche größtentbeils nur dem öden Sensation zbedürfnig oder dem bizarren Svleen derÄldionsfohne dienstbar sind. Der Amerikaner ist keineswegs von gleichem Schlage. Er empfindet kein starkes Bedürfnis nach körperlicher Auf rezung und Anstrengung um ihrer selbst willen, deshalb pflegt er wohl den Fahr sssrt, ab;r der ungleich männlichere, aber gefährlichere und anstrengendere Reitsport tritt fast ganz in den Hintergründ. Einige ; Duzend bezahlter Miethlinge spielen das Jahr über in den Hauptstädten des Landes Baü, während d:e Volksmengen, für welche riefe modernenLanoeknkch:e sich die Fin ger,ahm und die Knochen entzwei schlagen, bequem cm Tribünen hingelagert entweder Bei'aZ klatschen oder Wuldgeheul ausstoßen, je nachdem ihre Partei gewinnt ode? verliert. In England spie len die sämmtlichen männlichen Ein wohner der rivalisirenden Städte beim Cricket mit. Die bequeme amerikanische Manier, jbv proxY44 zu spielen, würde dem Engländer als Zerrbild, und ebenso lächerlich erscheinen, als eiwa bv t.rox " zu reiten u. f. w. Der Ame?r taner ist auch kein Bergsteiger. Schon in Europa wird man unter den sögenannten .Bergeien". wie. der i?olU fund in Baiern und Tirol die bergbe steigenden .S:aotberren" nennt,. sast nie waschechte Amerikaner treffen, es sei venn ein bereits umgemodelter Anglo inane. vierzulande gibt's auch nicht ehr. Da ist bei'Lielswelse der berühmte Mount Baker im nordwestlichen Washington. Troydem nun gerade öiese Gegend wegen ihre? pittoresken Schönheiten von Touristen be sucht ist, kunte man erst vor wenigen Tagen tt dritte Besteigung des Äount Lakcr in diesem J ihre v:reichnen. In Europa wäre dtY'er alljährlich das er sehnte Reiseziel vieler Hunderter, ebenso .:e das Mer de Glace und der Mont' dlanc. Bereits von der Canadian-Pacisic' Bahn, fobalo diee in weitem Bogen sich ver Küste von Van.'ouver nähert, er kcheink der gewaltige Berggipfel tm staunenden Auge des Reisenden in seiner grandiosen Majestät. Wie eine gewältige, unbewegliche Cumuluswolke, deren helle, im Sonnenlicht blendend v:iß strahienöe Partien weiter nichts sind, als die langgestreckten Schneefel" der, welche sich an den Abhängen des Berzriesen hinabziebm, erhebt er sich um Horizont. Der Bericht über diese leyte Besteigung ist außerordentlich inieresiant. Eine Gesellschaft von vier Bürgern der aufblühenden Handelsstadt Seattle unternahm das Wagniß, deshalb besonders gefährlich, weil es dort an ei em en:wic5e!ten und geregelten Führer hienst. wie beim Montblanc und ande ren berühmten Bergpartien der Sch.vei, Deutschlands und Oesterreichs gänzlich mangelt. Die Beschäftigung würde nicht lohnen, denn der amerikanische Bergfex bleibt wahrscheinlich der Ge schichtschreidunz deS kommenden Iah?' Hunderts vorbehalten. ES war an einem hellen, durchsichtig klaren Seplembermorgen, als die kleine Gesell schaft aus der Nord feite unweit dec Zweitheilung des Nookfack Never den Aufstieg begann. Mit Mund oorrath und Getränken waren sie au? längere Zeit reichlich versehen. Fünf dolle Tage dauerte es. ehe sie nach müh' seliger Wanderung über die vielen 'Statt und kleineren Gipsel, die den Hauptstock des B.rges umgeben, die Schneegrenze erreichlen. Die Höhe des Gipfels über dem Meeresspiegel tu reicht 10,827 Fuß. Jene Gegend war keineswegs so ööe und leblos, wie man vielleicht glaubt. Zn den eiskalten Gletscherrinnen sing man prächtige Fo rellen, und es gelang auch, etwa ein Dutzend Schneehühner ,wrnttn) zu schießen, welche bekanntlich nur wenige - hundert Fuß unter die Schneegrenze

m. ""4'. vmx , teilen nahegerückt jch'.en. Nach Osten rnst. lazt es stch an den Netzen der ,u inmerten Mount Shuksan und die Natur aenügen; chm wurde das, was vronuntsl;n im Strahl der tiht

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yeradgeöen. Ter getäyrlique yeii der Reise ist die Besteigung der ans 500 Fuß hohen, fast senkrechten Eismauern bestehenden Nuppel des BerJgipfels. Man mußte mit Spitzäxten Stufen in das Eis hauen, um dann während eines starken Schneegestöbers hinaufzukiim' men. Bekanntlich ist der imposante Berg vulkanischen Ursprungs Vom Gipse! aus war der Krater auf der unzugänz lichen Südseite in einer Tiefe von etwa 1000 Fuß unter dem Gipfel deut; llch sicktbar. Derselbe ist von Schnee ganz bedeckt, mit Äusnaymc einer Oeffnung in der Mitte von etwa 50 Fuß Durchmesser, welcher fortwährend schweselige TKmpse entströmen. Sobald der i?id diese nach den Bergsteigern emportrieb, wurde diesen tast der Atde:n yers?tzt, uno heftige Hustenaniälle stellten sich ein. Kaum oden angekommen, hörte das Schneetreiben auf uns unsere Steifenden wurden für ihre Ausdauer vurch eine herrliche Fern ficht belohnt. Die Luft war so klar und durchiichkig. van die nördliche Kette deö sche

gekrönten SelklrkgebirgeS auf wenige tagssonne, während im Süden der lr.o Meilen weit entfernte Mount Ruinier mit seiner gewaltigen dunklen Masse das Panorama abschloß. - Die Lage des ugetsundes war durch eine dich: darüber ' lagernde Nebelbank apge deutet. Tld)ati ffaradan. 'ffrn 22. September waren 100 Jahre verflossen, seitdem der Pdysiker und unbestritten größte Experimentator Michael Faraday als Sohn eines ar men Hufschmiedegesellen in Newington Amts bei London das Lich der Welt erblickte,der Mann, von dem kein Gerin gerer als Hermann Helmholy sagt, daß kaum jemals ein einziger Mensch eine io große Reihe folgenschwerster Entdeckungen gemacht habe, als dieser.? Michael Faraday war un;weifelhaft der hervorragendste Experimentator, welcher jemals gelebt. ' Er begann als dreizehnlährrger Knabe seine Lauzbabii als Laufbursche bei einem Buchbin der, der zugleich Buchhändler war. Er studirte als Lebrling mit großem Eifer die naturwifsenfchaftlichen Bücher, wesche ihm beim Binden unter die Hände kamen; und war es der Artikel Elektricität4' in der Cyelopiedia Bri.ratinici, der ihn zuerst auf diese Wissenschaft auflnerkfam machte. Sein wissenschaftlicher Drang erhielt die reichste Nahrung, als es ihm durch Unterstüyuna möglich wurde, den V r leiungen des berühmtesten englischen PbnsikerS und Chemikers. Sir Hum phren Tavy, beizuwohnen. Er sandte eine Ansarbeitung der gebörten Norle. sungen an Dava mit der Bitte, ihm e ne Stelle im Laboratorium der Royal I' sütution zu geben. Unter den beschei densten Verhältnissen trat er daselbst in, erwarb sich bald das Vertrauen nid die Zuneigung Davys, so daß ihn dieser auf seinen Reisen als Secretär mit sich nahm. Bald nach seiner Rückkebr. im Jahre 1316. durfte Faraday seine ersten physikalischen Vorlesungen kalten. Am 12. Juni 1821 derheirathete er sicb mit Sarah Barnard. mit der er bis an sein Lebensende das schönste Hauslicke Glück genoß. Im Januar 182t war er zum Mitglied der Royil Society gewählt worden. Zunächst D rictor des Laboratorium?, erbielt er 1827 auch die Professur für ()h m-e. Von 129 ab war er zwanzig Jahre lang Lehrer an der Roral Academn in Woolwick. Nachdem er 43 Jahre lang als unermüzliches Mitglied der Royal Institution ununterbrochen die Wissen icbcist durch immer neue Entdeckungen bereichert batte,- bat er im Jahre 1861 als siebzigjähriger Greis wegen zu nehmender Schwäche, namentlich seines Gedächtnisses, um theilweise Entkebung von seinen Obliegenheiten. Dies wurde ikm unter der Zusicherung seines bisberigen Gehaltes auf Lebenszeit ge. wahrt. Nach sechs Jahren, am 25. August 18G7. starb er zu Hampton Court bei London in einem freundlichen Woknsitze. den ihm die Königin seit 1858 zur Verfügung gestellt hatte. Durch die Entdeckung der magnetelektrischen Induktion und des Ertra ! stromes. des Gesetzes der elektrochemi schen Aeouiraleute. der Drehung der Lolarisationsebene des Lichtes und des i Diamaqnetismus bat er seinem Namen die Unsterblichkeit gesichert. Von seinen übrigen Leistungen seien nur genannt seine Untersuchungen über die masnetiscken Kraltlin?en. 'üb die polaren Zustände, ''eine Analyse der K ontaktteorie. seine Entwickelung der chemischenTbeorie von der Volta'schen Säule, seine Untersnckungen über den Magnetismus der Flammen und Gase, den atmofrärischen MaanekiZmus und sein Verhältniß zu der säbr!ichen und täglichen Verände runa der Magnetnadel. Wenn ibn ein Kumme? drückte, so wr es das Bewußtsein seines unzu-längl-chen Wissens in der höheren Mathematik, von der er freimüthig bekannte, daß sie ein unentbehrliches Rüst ?.eug für jeden Physiker und Ebemiker sei. Der berrichenden Neigung, die Wiyeiischast zum Spielzeug und Zeit vertreib der sogenannten gebildeten und böberen Stände herabzuwürdigen, trat er bei Gelegenheit eines an ihn gerich tetcn Ersuchens, zur Abhaltung populärer Vorlesungen mit dem mannhasten Worte entgegen: "äcienc cau nover be popa ar!"' Moltke'S Gtschichte v,S KrteaeF von t70uno 187s erfreut, sich, wie man bort, eines kolos fallen Abfatzes. Von dem Werke sind innerhalb vier Wochen mehr, als 20.. 000 Stück verkaust worden. Wo steckt nun der Hauptleserkreis Moltkes?.nicht in der Armee und unter den Ossiueren, vielmehr hat baS Werk sich überraschend in allen gebildeten bürgerlichen Kreisen Eingang verschafft. Der zweite Band wird Mitte Okiober zur Ausgabe ge langen. Derselbe umfaßt, etwa 21 Druckbogen und enthält neun Briefe MoltkeS von feiner Jugendzeit ab an seine Eltern und sonstige Familiknmit glieder. Man kann hierbei die Beobachtung machen, daß Moltke von früh

cn rn hot;em tLrade feister ver vemschen Sprache gewesen ist. Denn man begegnet in feinen Briefen aus der ersten Lieutenants Periode denselben Vor zügrn der Moltkcschen Darstellt n ;skunst, weiche seine späteren amtlichen und privatcn Arbeiten aufwei en. In den Manuskripten ist selten ein Wort durchszr:chen, die Schreibweise zeigt stets cinen leicht und sicher dahinfließenden

! ''.mrakter. die Handschrist ist durchweg tnitixm und glezchniätzlg. Der Inhalt der Briefe verbreitet sich über die ver sckncdenszen Dinges Vorfalle und Begebenkeiten; Humor und Ernst kommen dabei zum Äusdruck, und ini Ganzen dürsun die Briefe einem wcircreu Kreise den ersten sollen Einbl ck in das Herz des grvtzm Feldherrn gewahren. Noch ein Sänger und in el&." Nur einen Tag nach der Geburt Theodor Körners in Dresden, am 24. September 1701, erblickte das Licht der Welt in München-Gosserstädt bei Kam. berz a. S. Friedrich Förster, sein rampfgenoß im Lützom'schen FreicorpS uns sein Bruder in Apollo- als pa iriotifcher Dichter, als Sänger feuriger Kriegs lieder. vor allem des Schlachtenruss an die erwachten Teutfchen". Und wmn gznz Deutschland den Kör nerkag" beging, so ziemt eS sich wohl auch, dessen zu gedenken, der, wie eS m Leyer und Schwert" heißt, beim Sie gesheimzua. nicht, fehlte". Förster, der in Jena Theologie studirt und sich auch archäologischen 'und kunstwissenschaftlichen Studien gewidmet hatte, trat gleichzeitig mit Theodor Körncr bei den Lützowern ein uud wurde auch, wie diefer, später Ofsiner j tn dem Corps. In der Schlacht bet Lizny am' 16. Juni 1813 wurde er schwer verwundet. Nach der Einnahme von Paris war er bei der Zurückerlan gung der dorthin verschleppten Kunstschave thätig und nach seiner Rückkehr wurde er als Lehrer an der Artillerie und Ingenieurschule m Berlin anze stellt. Später redigirte er die Neue Berliner Monatsschrift", die Vossische Zeitung" und gab mit Willibald AlexiS das Neue Berliner CvnveriationS blatt" heraus. Im Jahre 1829 wurde er zum Hofrath und Custos bei der königl. Kunstkammer ernannt. Er starb am 8. Nov. 188 in Berlin. Förster hat viele geschichtliche Werke von Werth geschrieben und neben seinen Knegsliedern, Romanzen, Legenden und politischen Erzählungen besitzen wir auch einige Lustspiele und daS Drami: Gustav Adolf." Außer feinen Gefchichtsbüchern, die immer noch besonders von der erwachse nen Jugend gelesen werden, haben sich von FSciter m unsren Anthologien und den zum chulgebrauch bestimmten Sammlungen von Declamationsstücken eine Anzahl von Gedichten sowie poeti sche Fragmente und Sentenzen erhal ten. so ist von ihm der viel cilirte und gewöhnlich fälschlicher Weise Goethe zu gelheilte Spruch: Was vergangen, kehrt nicht wieder Aber, ging es leuchtend nieder. Leuchtet's lange noch zurück!" Er hat damit . B. gleich seinem Ge nofsen Theodor Korner, doch in beschei dener Weise, auch sich selber das dichterische Endurtheil gesprochen. Der Papst über daS Duell. 1'apst Leo hat ein Schreiben über die Usittlichkeit des Duells verfaßt. Er weißt darauf hin. wie schon das Natur qeiey und das pontive göttliche Gesetz dem Ein einen verbiete, außer im Falle d?r Nothwehr den Mirmenichy zu töd ten oder zu verwunden und andererseits sein Leben freventlich auf's Spiel zu ''ezen, so. lange Vsticht oder Nächsten liebe dies nicht fordern. Nichts ist für das bürgerliche Leben verderblicher und verkehrt mehr die rechte staatliche Ordnung, als wenn dem Burger gestatte: sein toll, aus eigene Faust sich sein Recht zu per schassen und die vermeintlich ange grissene Ehre mit eigener Hand zu rächen. Sooann wären die Gründe, mit denen man das Duell zu beschö nigen psiegt. widerlegt. Das Duell, becht es. soll die verletzte Ehre wieder herstellen, während der Ausgang deS Zweikampses sür jeden vernünftigen Menschen eigentlich doch nur beweist, wer ron den Duellanten der Stärkere oder in den Wasfen Geübtere, keines falls jedoch, auf wessen Seite die grö ßere Ehrenhaftigkeit fei. Wie gar, wenn der Beleidigte selbst fallt! Eben sowenig gerechtfertigt erscheint es, aus Furcht vor dem Vorwurf der Feigheit die Forderung anzunehmen. Wenn statt der ewigen Richtschnur veS Rechtes und der Gerechtigkeit die falschen Ansichten der Menge für die menschitQen Pflichten den Mannab ab geben sollten, dann bestände zwischen den guten und den schlechten Handlungen kem naturttcher und wirklicher Unter schied." Grögern Muth verrath es, das hinfällige Urtheil des großen Pub ttkums zu verachten und die Beschim p:ung hinzunehmen, als sich zur Pflicht i : " . oerienunz yinrelLen zu taen. ueoer aus bekiagenswerth aber ist es, daß man, wiewohl auch die neuere Gesetz zebung das Duell verbietet und für strafbar erklärt, die bezüglichen Ge setzesparagraphen factisch beinahe mit Füßen tritt ud das nicht selten mit Wissen und Stillschweigen Derjenigen, welche dazu berufen sind, über die Be folgung der Gesetze zu wachen und di, Uebertreter zu bestrafen. Der kranke Mann am Bosporus hat 'entschieden Unglück. Hat er endlich einmgl emen tüchtigen Finanzmann gefunden, der sich an die Herkulesarbeit machie. den Augiasstall der verrotteten türkischen Finanzwirthschaft gründlich zu reinigen, da wird diese sür den BeHerrscher der Gläubigen und die meist den ungläubigen GiaurS ungehörigen Staatsgläubigerder Pforte unersetzliche Kraft durch einen plötzlichen Tod hmweggerafft. Agop Pascha war der Name dieses F naiizministers. Sein Tod hat sich folgendermaßen zuge tragen: ' Ägop Pascha, ein Mann von öS Iah ren, bewohnte .den Sommer über d,e Villa Cammondo zu Aenikioi . und, wollte, Abends von Stambul lurückae

kehrt, noch einen-Spazierritt unterneymen. Nach einer Weile wurde sein Pserd scheu, er vermochte eS nicht mehr zu bändigen, es ging durch und prallte gegen eine Wand. Agop Pascha fiel dabei aus dem Sattel, blieb mit einem Fuße im Bügel hängen und tturde von dem weiterrasenden Thier eine Strecke mit fortgeschleift. Dabei erlitt er einen Schädelbruch. Er kam nicht mehr zum Bewußtsein und starb nach dreieinhalb Stunden. Agop Pascha hat von der Pike aus scine Carriere begonnen und zwar als untergeordneter Beamter im Ministe-

rmm Server Pa,cyas. Dann wurdet er Caimakam (Bezirksvorstand) von Galata. Er verließ im Jahre 187, zum Deputirten ins verunzlückie türli sche Parlament gewählt) den Staats dienst und trat als Chef des Ueberset' zungsbüreaus in den Dienst der Banque Ottomane. Im Jahre 1880 erfolgte seine Ernennung zum Director' der kaiserlichcn Civilliste. Die hervorragen den Dienste, die Agop Effendi hierbei geleistet, bewogen den Sultan, ihm alsbald den Beziersrang zu verleihen und später das Ministerium der Fürn zen zu übertragen. Agop Pascha - war dreimal Finanzminister und würde es wahrscheinlich noch öfter geworden sein, wäre er länger am Leben geblieben. vom Anlande. Die von Eoover nd Hewitt controllirten großen Eisen und Stahl werke im Staate New Jersey werden an der Lonooner Börse zum Verkauf angeboten. Wrlliam A bram s in P hi ladelphia rauchte seine erste Cigarre an seinem 70. Geburtstage. Jetzt raucht er zwei oder drei Cigarren zeden Tag und deyauptet begeistert, daß ihm das Rauchen wohl thut uno der Gebrauch von Tabak seinem Augenlicht zuträglich iei. Präsident Dill von de: verkrachten Bank in Clearsteld, Pa.. welcher jetzt hmter schwedischen Gar dinen sitzt, war früher ein Prediger. Zr vertauschte die ttaniel mit einer Bank. nach)em er eine reiche Frau ge heirathet hatte. Er hätte besser gethan. be emem .Tert" zu dlelbeni Die Legislatur deö Der. ritoriums Arizona hat in ihrer letzten Session ein Gefetz angenommen, welches alles Land für zehn Jahre von jeder Besteuerung ausschließt, das für die Anpflanzung von Zuckerrüben culttLirt wird. Auch alle daiu erforderlichen Ackerbaumaschinen und Geräthfchaften sind steuerlret. Der Hummer m i r d furcht bar erfchreckt durch den Donner, laßt seine Scheeren fallen und schwimmt in'S ttere Waer. wenn die Donnerfchläge zu derb kommen. Aber neue Scheeren wachsen ihm sofort wieder und sind in kurzer Zeit so lang und mit erner har ten Schale bedeck', wie die alten. So lange die Schale nicht hart genug ist, versteckt ich daS Thier. Der farbige P r e d i g e r John Zmallwood. der vor etwa einem Jahre an ver,chledenen Plazen m den Neu England Staaten Reden hielt und vor nicht langer Zeit in sieben Hotels in Toledo. O., wegen seiner Hautfarbe keme Aufnahme nnden konnte, ist soeben von London zurückgekehrt, wo er eine Zeit lang Ga?t des Herrn Gladstone war ,xrau. Bannaman rn Bridzeton, N. I., bemerkte im letzten Jahre bei Auszaten deS Unkrauts in ihrem Garten eine hohe, eigenthüm liche Pflanze' die sie wachsen ließ. ES ist ein Bäum von mehr als zwanzig ttutj Höbe und einem uß Umfang da raus geworden. Hunderte von Menschen haben ik.n betrachtet, aber Nie mand konnte lagen, was eS für ein Baum ist. EinManninBoundBrook, N. I.. der so heftig niesen mußte, daß ldm eine Rippe zerbrach. ,st von der Preerred Mutual Accldent Ano ciation" von Nework in Kenntniß ge setzt worden, daß seine Police mcht be zahlt wird, da der Nippenbruch nicht durch ein äußerliches oder zufälliges Ereignlß herbeigeführt morden sei. Die Versicherungsgesellschaft ist um H250 verklagt worden. St a at S s ecr etär Blaine ist sehr stolz auf den Erfolg seines ältesten SobneS Emmons. welche? kürzlich zum Afsistenten des Präsidenten der Balti more & Ohio Eisenbahn ernannt und dem daS ganze westlicheDepartement der Bahn .zur Verwaltung unterstellt wor den ist. Plaine hat sich niemals von dem Schlag erholt, den ihm der Tod seines Sohnes Walker versetzt hat, jetzt aber setzt er seinen ganzen Stolz auf EmmonS.Ein Philadelphia er Cor. respondent "bestätigt die Behauptung, daß entfernter Schall durch Schiffssegel zu einem Brennpunkt gebracht wird. Er sagt, daß vor vielen Jahren der rerstorbene Admiral Goldsborough ihm eräult habe, er habe, als er noch ein untergeordneter Ofsicier gewesen, den Commodore Levq eines Sonntags Mor gens seinem Capitän auf dem Flaggen schiff sagen hören, sie seien nicht mehr weit von Rio Janeiro, denn er höre daS Läuten der Kirch.mglocken. Da sie aber mindestens noch hundert Meilen vom Haien entfernt waren, fragte der Capitän sarkastisch, ob der Commodore nicht auch die blühenden Rosen vor den Häusern sehen könne, worauf Levy schnell antwortete: Ich kann die Rosen nicht' sehen, aber ich fühle ihr Dornen." Vor etwa drei Monaten langte August Lorenz mit seiner Frau und fünf Kindern von Colorado in Cincrnnati an und gründete dort ein Geschäft. Vor mehreren Tagen ver schwand seine Frau aus dem Hause und bald darauf erhielt Lorenz ein Briefchen von ihr; in welchem sie ihn zu einer Hochzeit einlud, die am Abend des nämlichen TageS stattfinden sollte. Lorenz glaubte erst, seine Frau sei ver rückt geworden, doch als er nachdem bezeichneten Haufe kam, fand er die Hochzeitsfeier'' in vollem Gange. Er stand erst wie vom Blitz getroffen da, doch als ihm seine, Zrau ein , Scheidungsdekret unter die Nase ' hielt, welches sie : vor : etwa einem Iabre

m Cvsorado erwirtt uarie, macyre er gute Miene zum bösen Spiel und störte daS Glück der Neuvermählten nicht. Der BundeSCornmissär für das Erziehungswescn Harris tbeilt in feinem Jahresbericht mit, daß in den Vec. Staaten im Jahre 188 bis die öffentlichen Elementarschulen un S ftufe höheren Grades von 12,0ö8,97.J Schülern gegen 9,807,505 im I ,vre 1880 besucht wurden. Die Gesammt zahl der Lehrer belief sich auf 363.53, wovon 125,602 Männer und 238,333 Frauen waren. Die Ausga-

den sür die schulen belufen sich auf 5140.277,484 gegen $63,396,686 im Jahre 1870 und -K 78,094,687 ,m Jahre 1880; davon kommen aus oen Kops oer Bevölkerung $2.24 gegen 11.56 tin Jahre 1880. Der Werth der Schulgrundstücke, der Gebäuoe und LehrApparate wurde für 1890 auf 872,394, 729 veranschlagt, wahrend der Betrag der nutzbringend angelegten Gelder sich anf 74,070.410 belief. Das Geammtemkommen. einfchlie&ttch des von Stiftungen im Werthe vsn $6,006,474, betrug 10,80 1,9 13. Arbeiter an dem neuen Sammelbecken des WafferwerkS in Lebnon in Pennfylanien fanden ürzlichin dem Wehr desselben em Kro todil. Wie eS dorthin gekommen ist, vermag man sich nicht zu erklären. Schon seit einiger Zeit bemerkte der eine .halbe Meile vn dem Wehr ent fernt wohnende Farmer Horst, da); ihm ge örige Enten und Gänse nach und nach verschwanden; neulich Abend sah er em einer auf dem Wasser schwimwenden Planke ähnliches Thier ein Paar Enten fanen und damit im Was ser verschwinden. Der Farmer machte bet den städtischen Be örden von seiner Wahrnehmung Anzeige, worauf mehrere Beamte sich an Ort und Stelle begaben. Der Polljijt Leonarv,' em zunger - !chwtmmer, hat sich m das Wasser, in welchem daS Krokodil! sich befand, begeben, mußte aber dafür büßen, indem tf , -V f ( oas xrner rym emen un oermagen zerfleischte, daß er in daS Krankenhaus gebracht werden mußte. --- vom Vuslande. Ein ara bischer Reisebe richt, um daS Jahr 1000 nach Christus verfaßt, über deutsche, insbesondere auch westfälische Städte, ist unlängst von ei nem Berliner Historiker Dr. Georg Ja cob herausgegeben worden. Der Be richt bietet manches Interessante. Soest sSusit) und Paderborn (Waterbuana) werden als wohlbefestigte Kastelle im Lande der Slaven angeführt; die Aus dehnung der Bezeichnung Slaven auf die Germanen ist bei den Arabern ge wöhnlich. In der Nähe von Soest sei eine Salzauelle (Sassendorf oder Werk?). Die arabische Namensform für Paderborn ist für die Ableitung des Wortes bemerkenswerth. Sehr anschaw lich wird die Torfgewinnung in der Ge gend von Utrecht (Jtrht) geschildert; dieselbe unterscheidet sich fast in nichts von deuu noch heute in den westfälischen niederländischen Grenzgebieten, die an Torfmoo:ei (sogen. Vennen) reich sind, üblichen Verfahren. Mainz (Mganza) schilderte der Berichterstatter als eine sehr große, znm Theil bewohnte, zum andern Tbeil mit G tc ide bestellte Stadt, nT der er zu feinem Erstaunen Münzen aus' Samarkand vom Jahre 924 nach Christus, und aus Indien ein geführte Gewürze, wie Pfeffer. Ingwer, Gewürznelken, gefunden habe, ein Be weis für die Bedeutung deS damaligen Handels der Mainzer. Sehr schlecht kommen die Bewohner von Schleswig (Sldmig) weg, die zum kleinsten Tbeil Christen, zum größten Sir uZanbeter feien. Werden einem von ihnen Kin der geboren, so wirft er sie in's Meer, um sich die Ausaarea zu sparen.4' Der Gesang der Schleswig sei ein Ge brumm, das herauskommt aus den Kehlen, gleich dem Gebell der Hunde. nur noch viehischer als dies." Der Verfasser deS arabischen Berichts war wahrscheinlich Mitglied einer maurl .schen Gesandtschaft, die rm Jahre 973 von Otto dem Großen zu Merseburg empfangen wurde. Ein Sensationspro c e ß steht für Mitte Oktober in Berlin be vor. Das gegen den Geh. Hofrath a. D. Manche, den früheren Vorsteher des Bureaus des Geh. Cidil-CabinetS des Kat ers, eingeleitete Vorverfahren we gen Unterschlagung von 30.000 M , die er vom Kaufmann TbomaS, in Firma ThomaS & Keiling, behufs Erlangung deS lommercienrthstitels erhalten hatte, ist nunmehr abgeschlossen und gerichtlicher Termm auf den 13. Octo der d. I. vor der 3. Strafkammer an gesetzt worden. Die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Haase. Be kanntlich sind durch die f. Z. confiscirte Broschüre deS Rectors Ahlwardt gewisse Vorgänge bei Ordens und Titelverlei. hungen zur Sprache - gekommen, welche der Staatsanwaltschaft zur Erhebung der jetzigen Anklage Veranlassung gege den haben. Der Verhandlung wird man mit großem Interesse entgegen, sehen, da einzelne Mißstände, welche auf diesem Gebiet bisher obgewaltet haben, eine grelle Beleuchtung dadurch ersah ren sollen. Zu St. Clöud. in der Vill.r Zimmermann, hat ein Mitarbei ter deS Figaro" den greisen, weißbär tigen Gounod interviewt, um dessen Meinung über die Lohengrin-Aussüh rung zu erfahren. Der Komponist des Faust" hat leider durch starke Gehirn Congestionen so viel von seiner Seh kraft eingebüßt, daß ihm das Lesen und Schreiben herzlich sauer wird. Er erklärt sich außer Stande, irgend eine größere Arbeit vorzunehmen und ver bringt seine Tage im Park der Villa mit Spaziergängen oder Plaudereien im Kreise seiner Familie. Die Ruhe störungen bei Gelegenheit der Lohen griN'Aussührunz bezeichnete er alö kin difch und erklärte, er verdamme sie mit aller Energie seiner Seele.-. DaS Genie Wagner'S sei zu allgemein aner kannt, als daß Paris sich länger ftrau den dürfe Wagner'S Werke kennen zu lernen. Lohengrin", "Tannhäuser", Die Meistersinger" hätten schon vor zwanzig Jahren aufgeführt werden müssen. Ihn fernhalten, weil er ein Deutscher ist?" ruft Gounod. Spielt man nickt auch meine Opera in Deutsch.

land, in Oeflerreich, Jtatten und über all? Ist Robert der Teufet" nicht das Werk Wceyerbeers. eines -deutschen Musikers? Hat den Troubadour" nicht ein Italiener componirt, Verdi? Ich mißbillige Wagners Betragen nach dem K riege, aber ich kann nicht zugeben, daß das ein Grund sei, feine Werke von unserer Bühne auszuschließen. Ich darf mir schmeicheln. Franzofe und Patriot zu sein ; ich habe nach dem Kriege Hym uen geschrieben, in die ich mein ganzes herz legte, um meinen Haß gegen den Feind auszudrücken, und meine ganze straft, um in meinen Kompatrioten die Hoffnung auf eiue Wiedervergeltung )urch nnfere Waffen zu beleben darum aber spielt .man den Faust" nicht weniger als zuvor, in Deutschland." Äounod erklärte zuletzt, daß er am l. Octoder die Große Oper besuchen

verde, um einer Lohengrin" Vorstel ( ng beizuwohnen.. Man weiß, mit welch stren zen Strafe heutzutage in Rußland alle die verfolgt und gemaßregelt wervea, velche sich den Anordnungen des orthoDoxen Glaudensregimentes widerseyen. Lejonders hart geht man augenblicklich zegen- Lutheraner und Protestanten vor. Die religiöse Unduldsamkeit ist fedoch durch die Ueberlieferung bei den russischen Gewalthabern heimisch. Die Katskriu Anna, so schreibt man. be strafte den Uebertritt deS Fürstenhauses Galitzin zur römifch-kathollschen Kirche an den Angehörigen diefeS Geschlechts auf das Schimpflichste und mit ersinderi scher Grausamkeit. Einen Galitzin machte sie zum Hofnarren und zwang ihn unter empörenden possenhaften HochzeitSfeierlichkeiten zur Verherrathung mit einem Mädchen aus der niedrigsten Volks tlasse. ES war im Winter 1740. über dessen Strenge man lange Zeit in ganz Europa sprach. Anna ließ sich aus Eis emen Palast erbauen und im In nem mit allen Bequemlichkeiten, aber ebenfalls aus Eis gefertigt, ausstalten. 5vgar vier Kanonen und zwei Mörder Halle man auf diese Weise hergestellt und vor dem Palast aufgestellt, stark genug, mehrere echü)e daraus abzu feuern. Aus den Provinzen munten die Gouverneure je einen Mann und eine Frau in der Volkstracht schicken, und mehr als dreihundert solcher Per' sonen zogen vor dem Kaiserlichen Palast vorüber uno durch die Hauptstraßen der Siadt. Das Brautpaar schien hierbei zuerst in einem großen Käsig eingejch:ossen, welchen ein Elefant trug. Einige Gäste ritten auf Kameelen, an dere fuhren zwei und zwei in Schlitten, welche von Rennthicrm, Ochsen, Hunden, Böcken, ja selbst von Schwemen gezogen wurden. In der Rettbahn Biron s, des ersten Günstlings der Kar serin war ein Mahl bereuet, nach dessen Beendigung Nationaltänze aufgeführt wurden. Endlich brachte man die Neu vermahlten in den (Flspalast, legte m in ein aus Eis säuberlich hergestelltes Bett und zwang sie durch aufgestellte Wachen, es nicht eher als am anderen Morgen zu v'.rlajien, Eine m u t y t g e XQat v o Theodor Körne die bisher unbekaii geblieben, wurde, wie die N. Fr. i x. mittheilt, von August V. Kurland . seiner Zeit Uebersetzer aller auf d Hofdurgtheater aufgeführten franz"' fchen Lustspiele und Herausgeber ein Tbeater-Almanachs, einem Freunde ' folgenden Worten dargestellt: , ging mit dem Dichter Arm in A über den Graben in Wien. Er kr das Manuskript seines Trauerip . Zriny" in der Hand, um es in iKanzler des HofburgtheaterS ein;u: chen. Als wir um die Ecke bogen j. auf den Kohlmarkt traten, raste u eine Equipage, in der zwei Da., fassen und um Hilfe schrieen, emge. Der Kutfcher war von seinem Sly . stürzt. Körner riß sich von mein Arm los und stürzte den Pferden e gegen. Mit fast übermenschlicher Kra sogar einige Schritte geschleift, brach er die stürmenden Thiere zum St h i Er hatte das Manuskript des Zriny weggeworfen, und hätte ich es nicht vo: dem durch Regenwetter schmutziger Straßenpflaster rasch aufgehoben, e. wäre, in dunkles Papier gebunden, w es war, unfehlbar von einer rasch ange sammelten Menschenmenge zertrete, oder doch wenigstens unbrauchbar ge worden. Körner sagte lachend, als ic ihm das Manuskript reichte: .Besser, der Zriny" gefallen, als eine der Da men." Zu schweren Ruhe st ö rungen kam es an einem Sonntag Nach mittag in der Ärena des.Prado zu Marseille. Das Publikum war unzu frieden über die schlechten Stiere un: v V -.1.-A. O a van oer angcmncigic Hrasrueio man der berühmte Toreador selbst, fondern sein Bruder war. Er wurde von den Gassenjungen verfolgt und angefallen. Die Erregung der Menge mehrte sich. Die Schranken wurden emgerizsen un.: mit den Stücken derselben und der Bänke bewarf man die Darsteller. Eine Bande von Individuen häufte du Trümmer unter dem Orchester an un: steckte sie in Brand. Die Polizei war nicht im Standes die Menge im Zaune zu halten. Sie begnügte sich damit, dem Fortschreiten des Feuers Einhalt zu thun. Gensdarmerie wurde beor dert, welche die Arena räumen ließ. Der angerichtete Schaden ist deträchilich. Schwäbisch. Schuhmann (tU ner Frau nacheilend, der ein Hund folgt) : Sie Madam. Ihr Hundle hat jo kein Maulkorb a'!" Frau (den Hund bemerkend): Ja, was goht dennmi des Hundle a', des ischt jo gar nit mei Hundle ! Schutzmann : . A was, es lauft Jhna jo doch nach und Hot kein Maulkorb , und des g'tört b'schtroft!" Frau (entrüstet): So, au no? Sie laufet mi, jo au nach und Hand kein Maulkorb a'! Bet derSchulinspeetion. Schüler (antwortend): Es entivickelte sich die Literatur, bedeutende Staatsmänner." Jnfpector: Was ist das, ein Staatsmann?" Schüler:. Wer Reden halt." Jnfpector: Ich halte auch Reden und bin doch kein Staatsmann?" Schüler (nach einigem Beim uen): Wer gute Reden halt. Das Urtheil der Hausfrauen geht einstimmig dahin, daß H. Schmcdcl's , Bürsten die besten sind'. 423 Virginia Ave. . . . r

Dr. Wagner, Ofsice : Ko. 60 Hol hio Sit. Offtce-Stundcn : 010 Nhr Bo,,nittags. 24 Uhr Nach:nMagö. Wohnung: 5ke Broadway nah Lincoln Ade. tST" Trlcpdsn U

Dr. 0. G. PFAFF, bat seine 0ff.ee cn Ost O.lzio Suafco ach 134 Zlord Ponttsnlvnnin Str. vcriegt. Sprrchkiunden daselbst: VkabmittaAsl von ti Mir tätlich. Am T lcnsiag. MittwK uni retrag von ? uov vidcuco. Telephon LUZ. Spi eckst un dcn in der Madison Avenue Lift Pormittags 1 1 1 itt,r täglut,. ffitn Mcntu Donnerftaq und Samstag ron 78 Uhr Adrudö. Tcikpbvn 2Hi. Dr. Häbcrliu, Deutscher A r z t, ?!. 7? Sü Ost Strafet. Ecke Lincoln t'ane, Sprechstunde: 10 bis II iihr Vormittags. Ecke Washington und Tcnncssce Str. Lrrate Block). Zimmer 4, S und 6. Sprechstunde : An Wockentagen 24 iihr Nachm ? uyr venös, n onnroffen 10 Uhr Morgen. XT Televkon 220. C. C. Wvovts, Deutscher Zahn -Arzt, No. 8j Nord Pennsylvania Str. Sa wird uf Wunsch anacwandt. U JÜ. CD 1D TU 2 VlutrellligUlchS'Nittel. Ein sicheres Mittel zur Beseitiauna unxtb ner Stoffe aus dem Blute und ein radikales Mittel gegen Nycumatlsmus, Glcht und paut kranideiten. iseickwure , heilt es in ganz kur zer Zeit; kein Fehlschlag, kein 3lückschiag. Zu yaoen m der D 6 t schon fipotbeixe, . von F. W. PANTZER, 31 West Wasbington Ltrasje. Offen die ganze Nackt. Ford. A. Müller, lNachsolger von George Müller.) Apotheker. Tie Anfertigung von Rezepten geschieht tn zuverlässiger. fachverstöndigerWeise. Südwe st -Ecke der Ost Washington nnd Ost Str. Telephon 870. P (stabil rt 1870.) Behandlung von chronischen Krankheiten unter abfolvirtcn Wundärztni der bedeutend sten Schulen der Welt. Alle Krankheiten, spe zielt die dem männlichen Geschlechte eigenen werden behandelt. Es wird"deutsch gesprochen. Schriftliche Mittheilungen schicke wan in einfachen versiegelten CouvertS. Ofsice-Stunden von 9 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends, Pli?iinnc?y Plc?dZ7l & Snr. Qtczxi Institut. 39 Oft Washington Str., 2. Stock. Indianapolis. Für die ganze Familie nur 3 Cents pro Tag. Bestellungen werden augenblicklich bei Tage oder des Nachts ausgeführt. Ein Haus mit sechs Zimmern, Bad, Privet, Sprenkeln von 40 Fuß Front und für den Hausgebrauch nur 5 Cents pro Tag. Ia&ai&plis Wasser Co., No. 75 Cikcle Strape. Die kurze und einzige direkte Bahn nach Chi cago ist die populäre MSSM U? 1 lu,kvnie.ii Abfahrt von Indianapolis: 11L3VM. Ankunft in Chicago 5.2Nm. 12.40Vm 7L.Wm. No. 33 Monon Acc. , ',.20Nm. Abfahrt von Chicago: 9'30Pm Ankunft in Jnd'pls. 3.A)Nm. 8.0551m 3.25VM. No. 39Monon Acc. Ank'ft ikiJnd'plS. w.40Nm. Pullman Vestibul-Schlafwagen für Chicago stehen am westlichen Ende des Union Bahnhofs u. können täglich um8.30Nm. bestiegen werden. Picket-Ofsice : No. 2tt Süd Illinois Str. I. D. Baldwin, Distrikt Passagier Agent. Dis Puilmnn Cnr nic zwischen Indianapolis S5 Cincinnatk. Durchgehende Cars zwischen Oineinnsti Si Chicago, M. Louis & Cincinnati. Beste Linie nach Cincinnati, Daytcn, Lima, Toledo, Detroit und Canada, Durchgehende Wagen Mischen Tecatur, Springfield, Ouincy, Keokuk und Cincinnati. Pullman Schläfwagen des Nachts, Palast wagen am Tage, direkte Verbindung in Cincinnati für alle Plätze in Kentuckv, Tennessee, Alabama, Florida und dem Süden. Washington, Philadelphia, New York II. J. Rhein, Gcn. Agent. C. II. Adam, Stadt Agent. Jndla napolis. U. D. Woodford, Präsident. E. O. McCormick, . P. & X. Agt.

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Is4 Alabama und Siebente Str. 123 Centra! und Lincoln Avenue. 128 Landes Str. und Lincoln Ave. 127 Columbia und Hill Ave. 1ÄS Zentral Ave. und Achte -tr. 29 Ausstcllunqs-Gebäude. 31 Atabama und Morrison Str. 33 SiohMpton und Achte Str. 34 College Ave. und Zehnte Str 35 Home Ave. und Telsn- -.t r 136 Alabama und ?corth Str. 37 Aemmann und Achte Str. . 3ß Eollege Avenue und Irwin. öl Illinois und St. Joseph Str. 23 Pennsylsannia und Pratt Str. 24, Meridian und Zweite Str. 25 No. 5 Svr'nhaus, 6. nahe Jllmoiöstr. 2G Wississirpi und Ct. Clair Str. 212 Tennc5s.ee und William Str. 213 Pennsylvanis und Michiaan Str. ' 214 Illinms und Herbert Str. Llö Wmsettheunath für Farbige. 21 Tenncnee und Crste tr. 217 Meridian und Siebente. 213 Clifford und Jefferson Avenue. 31 No. 1 Spr'nhs., Ind. Ave. u. Mich. St. 32 Meridian und Walnut Str. 34 California und Vermont Str. 33 Alake und New York Str. 36 Indiana Ave. und Et. Clair Str. 37 Etadt-Hofpital. 33 Alake und Nerth Str. 29 Michigan und Agnes Str. 312 West und Walnut Str. 613 Weit und Tritte. 314 Siebente und Howard Str. 313 Torbet und Paea Str. 318 Tennessee und 1. Straße. 41 No. 6 Spr'nhauS. Wash. nahe West Str. 42 lZeißendorf und Washington Str. 43 Missouri und New f)oxl Str. 45 Meridian und Washington Str. 46 Illinois und Ohio Str. 47 Tennessee und Washington Str. 43 Ämgan's Schlachthaus. 49 Indianola, 3 EquareS ronr Fluß. 412 Missouri und Maryland Skr. 413 Mississippi und Wabash Str. 413 Morris und Church Str. 421 O. I. u. W. Rundhaus, westl. vom Fluß 423 Jrren-Asul. 424 Miken Ave. und National Road. 51 No. 4 Spritzenhaus, Illinois u. Merrill. 52 Illinois und Louisiana Str. Si Ut)t und McCarty Str. 4 West und South Str. oft Mississippi und Henry 'Str. 7 Meridian nd Nay Str. 53 Ao. 1 Schtauchhs. Morris u. Mad. Ao. 5i) Madison Ave. und Dunlap Str. öl'ö West und Zwckwood Str. Sl3 Lisntucky Ave. und Merrill Str. l4 Union und Morris Str. 510 Illinois und Kausas Str. 317 MorriS und Takota Str. 13 Morris und Church Str. 319 Tennessee und McCarty Str. 521 Meridian und Valmer Str. 523 Morris Str. ud Sürteldahn. 324 Madison Ave. uud Minnesota Str. 61 No. 2 Halen- u. LeiterHaus. Eouthftr. 2 Pcnnsywania Str. und Madiso Ave. 63 Telaware und McCart? Str. 1 Last nnd McCarty Str. 3 New Jersey und Merrill Str. 67 Virginia Ave. und Bradshaw Str. 63 Eaft und Coburn Str. 69 Pennsvlvania Str. und Madison Ave. 612 McKcrnan und Dougherty Str. 613 Cast Str. und Lincoln Lane. 614 Eazt und Beecher Str. 615 Noble und South Str. 71 No. 3 Spr'nhaus, Airg. Ave. u. Huron. 72 East und Georgia Straße. 73 Cedar und Elm Str. 74 Benwn und Georgia Str. 73 Engliih A:e. und Pme Str. 7 Dillon und Vates Str. TS No. 13 Svr'nhaus. Prospekt u. Dillon. 79 Fletcher Ave. und Dillon Str. 712 Spru und Prospekt Str. 713 Cneilish Ave. und Laurcl Str. 714 Willow und Olive Str. 715 Shetby und Aeecher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 718 Orange und Laurel Str. 721 Lexikgton Avenue und Linden Straße. 723 Fletchcr Avenue nnd Cpruce Straße. 724 Tucker und Dorsey's Fabrik. 81 Market und New Jersey Str. 82 Washington und Delaware Str. 83 Eaft und Pearl Str. 64 New Pork und Davidson. 85 TaubztummeN-Anstalt. 86 Ver. Staaten Arsenal. 67 Oriental und Washington Str. 89 Frauen'NeforlNätorium. 612 No. 8 Schlallchhaus. Ost Wash. Str. 313 Market und Noble Str. 814 Ohio und Harvey Str. 815 Arsenal Avenue und Ohio Straße. 821 Pan Sandle Eisenbahn-Shops 323 Walcott und Carter Str. ' 91 No.7 Spr'nhaus, Mary land nahe Merid. 92 Meridian und Georgia Str. 93 Meridian und Cttd Str. 94 Pennsylvania und Louisiana Str. 93 Alabama Str. und Virginia Ave. Spez ialFSignale. Ersten 3 Schlage, zweiter Alarm. Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm. - Dritten 2 Schläge. Vierter Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufgewickelt 3 Schlage, weniger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. - 12 Schläge, 12 Uhr Mittags. iST Die ersten 12 Signale werden voll, itandrg ausgeschlagen, bei den folgenden werden die Hundert, Zehner- und Einer Ziffern getrennt gegeben. Die kürzeste und direkteste Aoute . -Sst, ZDost, Pord, Süd. Vesiidul Züge mit den feinsten Tarler, Lehnstühle und Speisewagen, mit Dampf geheizt und mit Clektrizität beleuck'tct. Die schensten Eisens babnzüge in der Welt. Die vorzügliche Bcschafienheit der Geleise und der Maschinerie statte die größte Schnelligkeit bei aröhtcr Sicherheit. Die einzige Linie, welche ihre Passagiere nach dem Grand Cetttral Bahnhof in New ?) o tt bringt und ihnen dadurch zwei Sto den Seit spart. Die Einfahrt in Chicago. 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