Indiana Tribüne, Volume 15, Number 24, Indianapolis, Marion County, 12 October 1891 — Page 1

A 00 fr rfY VTf rtft sVf v w i o O' y y. CiTn. XV. Jahrgang Office : No. 13 Ost Maryland Straße. . No. ?t Z. . Indianapolis, Indiana, Montag, den 2. Gktober 1891..

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igen , dieser (-valte kosten 5 Cents per 3eile. zeigen in welchen Stellen gesucht, oder t werden, finden Anentge l tlich e Aufnahme. Dieselben bleiben 3 Tage stehen, können aber unbeschränkt erneuert werden. Anzeigen, welche bis Mittags 1 Nhr abge geben werden, finden noch am selbigen Tage Aufnahme. Verlangt. Bert ngt ein Junge zum ,Tavacksnippen." iiz Süd West Skrasze. ' l3of bei. 24! Weit McCarky Ztraize. t a i Itok Verlangt ein deutsches Mädckki'. für allge meine HauSarveit soUte flute liuitin sei, in einer gamilie von drei Personen. Guter VoUk zugesichert. 7At Nord Meridian Str. va Stellcgefnche. ji-fat)t: (Fi kürzlich eigewtdrier Tcutsckcr wchk BesckSttigung alä Anftreicker oder sonstige Arbeit. Räch, Kus ragen 2 Nkbraöka Strafte, ixo esu cht wird eine T rette van einem jungen Mann. Man bittet Abreisen unter 3. in der Office ds. t6U3. za t)inteiUf!f n. Not Zu dermiethcn. Zu verrniethe: Ein mit Zimmern. turgK. i&4 Claft Steven K Strase. Raue red 1W Ost Washington Strajze. Kof Z e rmiethen: EiuHaus mit ttiunnmi; -weierkei Nähere Vi Süd Detaivare Str. Zu verkaufen. Zu verkausen:. Sikbe Lots in Brmvn'ö E. Addition nahe der Gürtrtvabn Hauö von Zimmern, Urtier H der 2S Sommerkuche. RauckKans, Wage remis, Stall St bei ao, I Huy hock. tute Kenz, Brunnen unb Zisterne. oke,lrtur xälttt was e gesaftet, das brUigfte Eiaenrhnn in meinem Bach. Balellen i allen Theilen der Stadt. m Rord Pinestrafze bringt 10 Prozent der Antaae; 3tf2 Codurnstras;e H: im ÜodurnstraRe ft2io; kleine BaarMhtung. ültft II per Monat: 13 (! o du rn strajze tiHM; noch mehrere tÄrunditücke in Cobnrnstrasze, alte mit Cia$. im Acker fcmn. H Meilen nördlich von der Stadt, in Tausch für Stadteigenrhum. . A. Würgler, Ost Wasbinaion Str. Verschiedenes. verleiden eine rauthsdel bei gerb. Bramer. 3io. I S. UinoiS Str. I5okr. Verkaufen ein Pferd (Schimmel). Wer cS rviederbringt erhält eine Belohnung bei Lernhardt lSllig, TaviK Strasze. ? da Dr. E. R. LEW IS. praktizirt aus sei lieblich in Hals- n. Nasen-Krankbeitcn. 2:7 Nord Dclware Strshe. Televhon Ofsiceftunden : Ulzr Bsrui. kl 1 Nhr NÄchmtttagÄ. Dr. I. A. Sntelisfe, beichZftigt sich auSsÄlicsUich mit wnndärzttichen Fallen und mit SeschlechkS- und Urinkrankqciten. No. Oft Market Straße. Ofnce'Stunden : 9 bis 1 Uhr Vorm. 2 bis 3 Uhr ackm. SonntagÄ ausgenoinmen. 'lelePhon Stl. Politische Ankündigung. Stimmt für Philipp Reichwein, Ctadtrath ,at lürge Für Stadtrath at large" Henry W. Laut, Wahl, Dienstag. 13. Oktober 1891. TlfiCWi MeYEssS5 OPTICI.W u fsszii FITTED -3 CQLOKS SVTIFIC cc 3 Todes Anzeige. Jreuuden und Bekannte die traurize Nack' richt, dag nser geliebter Sh un.d Bruder, Louis W. Mueller, m Montag Morgen 4 Uhr. in, Alter an 23 Jahren, S Monatey und IS Tagen nach längerer Srankbeit, unS durch den Tod entrissen wurde. Tte Beerdigung findet am Mittwoch, den 14. Oktober, Morgens 8 Uhr, vom Trauerhauke, No. iCit South Strajze, aus statt, und der Reichenottesdienft sinSet um ai Uhr Morgens, in der St. Marienkirche statt. Es laden hierzu ein. Die trauernden Hinterbliebenen Peter Mueller. nutm Margaret!, Mueller, "ern. Harrt, Mueller. i vina . t Ulava Jda Gefckivister. d George Herrmami Seichenbeftatter, Office : 26 Eüd Tclawarestr. Stalle: 120. 122. 124. 12. 123 Ost Pearlstr. Telephon ! 1 1 . Offen Tag und Nacht. OkKco ler M mi M M He Banken der Stadt werden morgen, am Tienstag, den 13. bs. als am Wahltage geschlossen sein. FäLig werdend Vecksel soiltea heute hsnortr erde. W. V).VZoollen.Manag!:r. Möbelarbeiter anfgepaftt! Alle Möbelarbeiter sind dringend gebeten, von .Moore's Tesk Fsetortz" wegzubleiben und nicht in Arbeit daselbst zu trete. Tie Arbeiter dieser Fabrik befinden sich am Streik. Ihre Sache ist ine gerechte und per Streik wird" aufrecht erhal ten biS er zu unfte der Arbeiter entschieden ist. Im B.strage ti Vkeentiv-KomiteS r hieflen Union der .Internationalen Für stuxeigorkerUntons

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Drahtnachrichten Inland. We tte raus si chten.

Für Indiana : Etwas wärmeres. hübsches Wetter. .. Amerikanischer Stud entcnu lk. M a d i s o n, I n d. 11. Okt. Als am Donnerstag Abend in Hanover mehrere "kroskmert" des dortigen College von einem Empfange nach Hause, gingen, wurden sie von einer Gesellschaft Sophomores" angegriffcn. Ein junger Student aus Madison, Namens Jcsse Bowman, wollte sich die Rüpeleien der älteren Studenten nicht gefallen lassen und sehte sich zur Wehre. Doch bald wurde er übermannt, worauf man ihm einen Strick um den Halö legte und ihn an einen Baumast hing. Pastor Chamberlain kam zufällig des WegeZ und befreite den armen Burschen, der schon blau und schwarz im Gesicht war. Der Studentenulk, wie man ihn eben nur in Amerika kennt, wird Gegenstand eincr strengen Untersuchung bilden und hoffentlich werden die Verübcr desselbcn auch exemplarisch bestraft. . ,.!.. Schreckliche N o t h. Boston, 11. Okt. Ein Missionär der Heilsarmee brachte heute einen Fall der schrecklichsten Nothlage ans Licht. Als er das Haus 1 Eooe Place, das von armen Familien bc-. wohnt wird, besuchte, fand er in einem Zimmer des dritten Stockwerkes die 65jahrigc Frau Mary Kingston in eincm schrecklich verwahrlosten Zustande und thatsächlich bei lebendigem Leibe von Würmern angefressen. Sie war nur mit cinctttzerrisseucn Hemde und einem alten halbverfaulten Nocke bekleidet und hatte feit drei Tagen weder etwas gegessen noch getrunken. Es wurde ärztliche Hilfe herbeigerufen, doch war es bereits zu spät. Sie starb wenige Stunden nachdem sie gefunden worden war. ' Streik angelcgenheiten. Pittsburg. Pa. 11. Okt. Wenn der Streik der Eiscnbahnkohlengraber nicht innerhalb einer Woche beigelegt ist,, dürften unruhige, aufgeregte Zeiten zu erwarten sein. 60 der gröstcn Betriebsleiter haben ein Uebcreinkommcn getroffen, auszuharren und wenn es drei Jahre dauern würde. Die Vctricbslciter erklären, sie würden te:t Strcikern noch eine Woche geben, um zur Arbeit zurückzukehren Sollten sie sich weigern, wollen sie die Taktik der Coaksöfenbesitzer einschlagen und Ausländer zum Betrieb der Gruben importircn. Die Bergleute scheinen diesen Schritt nicht zu fürchten nnd wollen festbleiben, bis die Forderungen erfüllt sind. .. Von der D e s p a t ch". DelawareBreackwater, Del., 11. Okt. Das amerikanische Kriegsschiff Despatch" ist vollständig in Trümmer gegangen. Die Mannschaft rettete sich nach derAssategua Nettungsstation. Das 3!ettungsboot mußte zehnmal nach dem Wrack fahren, um die ganze, aus 74 Mann bestehende Bemannung in Sicherheit zu bringen. Das gestrandete Säziff ist nicht mehr zn retten. ' Parnell's Mutter. Bordentown, N. 3., 11. Okt. AlsFrau Parnell die Nachricht von dem Tode ihres Sohnes erhielt, telegraphirte sie an ihre Schwiegertochter, Frau Chas. Stewart Parnell : Gott lebt und beschuht Sie." Als Antwort erhielt sie folgende Depesche von Iran Parnell und einer ihrer verwittwcten Tochter : Möge die Liebe des irischen Volkes Sie in den Stand setzen, diesen furchtbaren Schlag zu ertragen." Dr. Shipps, welcher Frau Parnell behandelt, erklärt, daß die betagte Mutter des Verstorbenen noch immer das Bett hüten müsse, jedoch ihr Schicksal standhaft ertrage. New Aork, 11. Ot. Aus dem städtischen Nathhaus und anderen Gebäuden wehten 'heute die Flaggen auf halbmast , zu Ehren Parnclls, dessen Beerdigung heute in Dublin stattfand.

Ausland.

Eine Niederlage des Kaisers. Der Reichstag. Ds a m e r i k. S ch w e i n. Berlin, 11. Okt. Nach langen Ferien ist der Bundesrath am Mittwoch wieder zusammengetreten. Zunächst wurde über das Lieblingsprojekt des Kaisers ein Gefch gegen die Trunksucht, berathen. Die Mehrheit der Mitglieder erklärte aber, daß ihre Regierungen das Geseh in der vorliegenden Form nicht gutheißen würden. So sagte der Vertreter Bayerns in bestimmter Weise, daß der von ihm vertretene Staat ein solches Gesetz nicht wünsche. Das Gesetz sollte feiner Ansicht nach zurückgezogen werden. Der preußische Vertreter, unter der direkten Anweisung des Kaisers, war der einzige, der die Vorlage warm vertheidigte. Schließlich wurde das Gesetz an eine Kommission verwiesen. Man glaubt bestimmt, daß das Gesetz in seiner jetzigen Fassung dem Reichstage nicht vorgelegt werden und aus einem scharfen Angriffe auf den Getränkehandel in, ein Gesetz gegen Trunkenbolde verwandelt werden wird. Die Spirituosenhändler werden, obgleich sie' einen scharfen Angriff nicht mehr befürchten, in Stuttgart einen Congreß abhalten, um eine politische Selbstverthcidigung in's Werk zu setzen. Nachdem diese Gesetzvorlage verwiescn worden war, beschäftigte sich der Bundesrath mit der Aufhebung des Einfuhrverbotes bon amerikanischem Schweinefleisch. Das Edikt der Aufhebung des Einvcrfuhrbotes gegen Amcrika wurde gutgchcißen,doch soll über die Vorschläge deS Kanzlers von 6aprivi, die erschwerenden Formalitäten gegen die Einfuhr von österreichischem, italicuischem und russischem Schweinefleisch zu mildern, erst später Beschluß gefaßt werden. Oesterreich beschwert sich über die Bevorzugung der Ver. Staaten. Die Mitglieder des Reichstages sind beunruhigt über die langen Ferien, bcsonders seit der Bundesrath wieder zusammengctr'cten ist. Aus Anfragen wurde amtlich gemeldet, daß der Reichstag am 26. November zusammentreten wird, beinahe zugleich mit dem preußischem Landtage. Die Landtagsmitglieder, die zugleich dem Reichstage angehören, haben schon seit langer Zeit dagegen protestirr, daß die beiden Körperschaften .zu gleicher Zeit in Sitzung sind, wodurch es ihnen unmöglich ist, in beiden ihre Pflicht zu erfüllen. Die lange Dauer der ReichstagsfcrieN hat in politischen Kreisen das Gerücht hervorgerufen, daß die Regierung die Machtbefugniß des Reichstages zu beschränken sucht, indem sie die Sitzungsdaucr verkürzt und dadurchweine hastige Erledigung der öffentlicheu Fragen erzwingt. Der sozialistische C o n g r e ß. Berlin, 11. Okt. 'Großes Intercsse besteht für den sozialistischen Üongreß, der jetzt bald in Erfurt zufammentritt. Der leitende Ausschuß hat daö Programm rcvidirt und dasselbe ist jetzt klarer und präziser wie je zuvor. In zehn Resolutionen werden die ganzen . politischen und ökonomischen Forderungen niedergelegt. Zu den Forderungen geHort allgemeines Stimmrecht ohne Rücksicht auf das Eeschlecht, geheime Stimmabgabe, Vertrctung nach der Größe der Bcvölkerung, Wahlen an Sonn- und Feiertagen, Zahlung an Abgeordnete, Einreichung oder Verwerfung von Gesetzen durch 'Volksabstimmung, Volkskontrolle in der Staats-, Provinzial- oder Eommunalverwaltung, jährliche Absttmmung über Besteuerung ; .Volksabstimmung über Krieg oder Frieden ; Gründung von, internationalen Schiedsgerichten ; das Recht der freien Rede und freien Versammlung z Ab schzffuug der Staatssubventionirung der Kirchen ; allgemeine militärisHe Unterweisung an Stelle des stehenden Heeres ; Abschaffung der Kirchenschulen ; freier Schulunterricht ; freie Gerichtspflege ; Wahl der Richter durch das Volk ; freie ärztliche. Pflege; Staatsanstellung von Aerzten; stnsenweise Einkommensteuer; Abschaffung der indirekten Steuer ; achtstün. dige Arbeitszeit; ununterbrochene Ruhe von 36 Stunden per Woche für jedest Arbeiter ; Staatsaufsicht übe? Fabriken Bergwerke und anhexe n dustricllcn Etablissements z Gründung von Axbeiterbureauz j Eoyperation der

Arbeiter in der Vcwaltung ; allgemeine Staatsversichcrung ; Verbot der Anstellung von Kindern unter 14 Jahren ; Verbot die Arbeiter mit Waaren statt mit Geld zu bezahlen und das Recht der Arbeiter auf Vereinigung. Der Kongreß der Volkspartei in Pforzheim billigte einen Antrag, dem Reichstage das Recht zu geben, über Krieg oder Frieden zu bestimmen.

Ein Sieg der S o z i a l i st e n. Berlin 11. Okt. In Sonneberg in Sachsen-Meinigen siegte bei der Stichwahl für den Landtag der Sozialdemokrat Wehder über den Freisinnigen Kommcrzienrath Dressel. Im Wahlkreis Saalfcld-Gräfenthal wurde der Sozialdemokrat Schneidermeister. Heinrich Greiner aus Sonneberg gewählt. -i P a r n e l l s Beerdigung. . London, 11. Oktober. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich aus dem Bahnhöfe eingcfunden und Alle entblößten die Kopfe, als der Zug in den Bahnhof rollte, wclchcr die Leiche Parnells trug. Der Sarg wurde aus der hölzernen Kiste Lenommen, und auf den bereitstehenden Leichenwagen gehoben. Die Scitenwände des Leichenwagens waren aus Glas und ließen den Sarg deutlich sehen. Der Wagen war mit Kränzen und anderen Blumenstücken buchstäblich bedeckt und auch 'der freie Raum im Innern war mit Blumen ausgefüllt. Als dabei einige der Kränze brachen, wurden dieselben von der Menge in kleine' Stücke zerpflückt, welche die Anhänger des verstorbenen Führers als Andenken bewahrten. Bald darauf setzte sich der Leichenzug in Bewegung. , Um halb ncun Uhr langte derselbe vor dem städtischen RathhauS an. Das Gebäude war außen und innen schwarz drapirt und bot einen eigenartig düsteren Anblick. Ein furchtbarer Regensturm brach los, als die Leiche in den großen Saal des Gebäudes getragen wurde und dauerte mehrere Stunden lang fort, doch die ungeheure Menschenmenge, welche nach dem Rathhause strömte, ließ sich nicht irre machen. Musterhafte Ruhe und Ordnung herrschte untcr der Menge und die Stille wurde nur durch das Klatschen des Regens unterbrochen. Um 10 Uhr' wurden die Thüren des Rathhauses geöffnet nnd der Menschenmenge wurde gestattet, einzudringen. Die Leiche war in dem Sitzungsfaale des Stadtrathes, einem großen kreisrunden Saale, welcher ganz nut schwarzem Tuch ausgeschlagcn war, aufgebahrt. Der Sarg stand auf einem Katafalk und war fast bedeckt von einem förmlichen Bergt von Blumen und Kränzen. Bevor die Menge zugelassen wurde, wurde der Katafalk mit der Leiche photographirt. Unter den Kränzen befanden sich die von Frau Parnell, sowie von ihren zwei Töchtern. Von 10 bis 2 Uhr zog ohne Unterlaß ein dichter Zug von Menschen durch öen Saal und die Leiche wurde von wenigstens vierzigtauscnd Pcrscnea besichtigt. Fünfzehn Minuten vor drei Uhr setzte sich der Leichenzug in Bewegung. Zuerst kam der Ezckutivausschuß, dann der von sechs Rappen gezogene Leichcnwagcn, umringt von den Kollegen des Verstorbenen aus dem Parlament. Als der Leichenwagen durck) die Menge fuhr, zogen Alle die Hüte. Dem Leichenwagen folgte daö von einem Pagen geführte Sieblingspferd Parnells, welches schwarz behängen war. ' Zunächst folgte eine starke Abtheilung deS Clan-Na-Gael, unter Führung von James Arephens und John O'Leary. Hieran schlössen sich Kutschen mit den Mit gliedern der Familie deS Verstorbenen, Frau Dickinson, der Schwester Parnells, Parnclls Bruder und verschiedene Andere. Unmittelbar 'hinter den FamilienMitgliedern folgte der Lordmay'or in vollem Ornat, welchem der Stadtmarschall mit den Schwert- und Hammertragern voranging, dann kamen Vertreter von Vereinen aus größeren Städten Irlands, Gewerbegenoffenschaften, Homerulers,, Privatkutschen und Bürger zu Fuß. ' Glücklicher Weise hörte eö zu regnen auss " Alle Fenster und Dächer der Häuser längs der Marschroute , waren dicht mt Neugierigen beseht, Der

Zug war der längste und großartigste, welchen Dublin je gesehen. Trotzdem keine systematischen Arrangements für den Zug getroffen worden waren, herrschte die größte Ordnung und nicht

eine einzige Ruhestörung kam vor. Sechs 'Wann hoch marschirten die Leute hinter der Leiche einher, wie sie sich eben zusammenfanden und der Zug erreichte eine Länge von mehreren Meilen. .Auf dem Friedhofe hatte sich schon am frühen Morgen eine große Men schenmenge eingefunden, welche in der Nähe des auf oie Leiche wartenden Grabes blieben, bis der Zug ankam. Einigj Polizisten bewachten das offene Grab tznd konnten die Menge nur mit MüheI zurückhalten. Um vier Uh Nachmittags wurden die Polizisten von der Menge zurückgedrängt und.in we nigenö Minuten war das Grab von Hundorten umringt. Als die Spitze des Zuges um ö Uhr vor dem Thore des 'Friedhofes anlangte, erwies es sich unmöglich demselben , Raum zu schaffen, da die auf dem Friedhofe Besindlichen sich nachdem Ausgange drängten, um die Leiche zu schen. Der Zug stockte und eine Zeit lang herrschte die größte Verwirrung. Schließlich gelang es, dem Leichenwagen Raum zn schaffen und den Sarg auf den Katafalk zu, heben, an welchem die Menge entblößten Hauptes vorbeidcsilirfe. Es wurde sechs Uhr und es dunkelte bereits, doch noch immer warxn Tausende da, welche die Leiche, zu sehen wünschten. Die Mitglieder des Arrangementöausschusseö sahen sich daher gezwungen, der Sache ein Ende zu machen. Einer Anzahl Mitglieder des Elan -Na-Gael gelang es schließlich, die Leiche bis zum Grabe zu bringey und einen dichten Ring zu bilden, innerhalb dessen die Verwandten des Verstorbenen, der Lordmayor, sowie die. verschiedenen kirchlichen und nnderen Würdenträger und die Kollegen des Verstorbenen Platz fanden. Um den Ring herrschte das furchtbarste Gedränge. Rev. Vincent von der Rotund Chapel und Rev. Geo. Frey von Manchester, welche die. Ceremonien nach demRitual der anglikanischcnKirche leiteten, sahen sich gezwungen, dieselben abzukürzen, da es fast Nacht war und die Menge den Ning zu durchbrechen drohte, welcher das Grab abschloß. Das Grab wurde mit Blumen förmlich aufgefüllt. ES war sieben Uhr, als die Leichenfeier endlich ihr Ende erreicht hatte und die Tansende den Rückweg nach der Stadt antraten. Die Zahl der Menschen, welche der Leiche gefolgt waren, wurde auf 200,000 geschätzt. .. F r e m d e n h e tz e in China. Hongkong, 11. Oktober. Der Dampfer Paohua traf hier heute mit 20 Flüchtlingen aus Tschang ein, die nichts als die Kleider gerettet hatten. Viele trugen noch Spuren der MißHandlungen. Der Aufruhr brach am hellen Tage ohne jede Provokation aus. Chinesische Beamte waren zugegen, schritten aber nicht ein. Zuerst wälzte sich der Mob gegen die amerikanischc Episkopal-Mission, brach- die Thüre ein und griff den Missionär Sowbery an, der sich gegen die nach ihm geführten Hiebe wshrte und von Steinwürfen verfolgt nach dem Konsulate lief. Das Missionshaus wurde, dann niedergebrannt. Nun richtete sich der Angriff gegen das katholische Kloster, das gleichfalls in Brand geseht wurde. Die Schwestern, sieben an der Zahl, wurden in den-Fluß gewarfen und in Boote des Paohua gerettet. Mehrere Schwestern waren sehr mißhandelt worden.' Man glaubt, daß mehrere im Klo ster befindliche Kinder verbrannt sind. Der Mob wendete sich nun gegen das Consulat, griff es aber nicht an, dagegen wurden die Wohnhäuser von Dr. Pitts und Rev. Deane und mehrere andere Gebäude in Brand gesetzt. Das im Bau begriffene britische Consulatsgebäude wurde abgerissen. Im alten britischen Consulate wiesen die dort befindlichen Europäer den Angriff mit Vayonetten ab. Am nächsten Tage wurden vi?r Chinesen, die geplündert hatten, verhaftet ;. die Rädelsführer aber wurden nicht belästigt. Viele her Theilnehmer an den Unruhen waren verkleidete Soldaten, In Han Kow werden gleichfalls Unruhen erwartet. Eine großeiVexsammlung von Fremdenhassern wurde abgehalten, an der sich ! auch viele Beamte und Offiziere betheiligten. Es wurde beschlossen, alle Fremden aus den mittleren Provinzen zu vertreten. '

Schlvobe-Kirbc Montag, 12. Oktober '91,

in der MOZART-IIALIE ! Eintritt: Herr nnd Dame . .50 Cents. E;tra-Damentickct 25 Cents. . Zur Ausführung kommt . 1. Die Hasenjagd. 2. Der Gesangverein von Züttlingcn. 3. Graf und Herr Johann. 4. Jockele von Degertoche. Die Mitglieder können lhreTicketö in Empfang nehme bet I. Hornung, I Ost Wafhingtonstr. Jahres - Lest ! des So;. Turn-Vereins am Sontcrg den 18. G!:t. in dcr Mgnnerclior - Halle. Conzcrt von Zumphe's Orchester. Eintritt a Person 2o Cents. Dcr 2. CykluS von Vortragen beginnt Sonntag, den 25. Oktober, mit einem Portraa von C. Hermann Boppe von Milwaukce. Thema : Die Culturaufgabe der Ziepubliken der Gegenwart. Saifon-Karten für 6 Vortrage 50 Cents. Wirthschafts - Eröffnung. Der Unterzeichnete nimmt hierdurch Ver anlassuna, seinen Gönnern, die bisher seine Grocery, No. 1020 West Washington Seraße zu srequeniircn pslegrcn, 'einen ?anr auszu wrechen, und ladet diese sonne das Publikum im Allgemeinen ein. seiner Wirthschasts-Er-öffnunq, welche Samstaff Abend, 17 .IC (. tinmCHiuM 0f 4 a (,hl.t VtlVWtl Ull HUHIVHI llUll lUVll, w ' . r (u.rl I ' beizuwohnen. Leo Hirth, 1020 West Washington Str. Geschäfts - Verlegung ! Meinen Freunden und Bekannten tut Nach' richt, daß rch mein Schubgeschäft, von i to iitjuiiu. iivc, uauj rein lang rrivuyrirn a cv: :.-! nf. . . , i.,..-:ti Schuh-Geschäft von Hsnry ZZrnsss, 528 Virginia Ave, verlegt babe. Um freundlicken Zuspruch btttet Achtungsvollst OTTO STEIERT. Barnberger, N. W. Ecke Pennsylvania und Washington Straße. Herbst -Hute. Die feinste -Auswahl von HerbstHüten ist soeben eingetroffen bei BAMBERGEK. so.to:ilfiQ. Saloon n. Billiard-Hall 'No.92 Ost Washington Str. I o l! n Weil adjc v Eigenthümer. Arbeiter-Halle ! (früher Turnhalle. ( Vereine und Logen werden darauf aufmerk' sam gemacht, daß obige Halle sich sehr gut zur Abhaltung von Versammlungen, Kränzchen. Unterbaltungen u. s. w. eignet und für solche Zwecke billig zu miethen ist. Man wende sich an die Ossice ds. Blts. SchissSnachrichten. Angekommen in: Liverpool: Cusic" von New Zork. Q u e e n ö t o w n : Bothnia" und Arizona" von New Bork. New Vor k: Elbe" von Bremen i Wieland von Hamburg ; Bretagne" von Havre; Greece" und Umbria" von Liverpool. Baltimore: Roßmore" von Liverpoor und Lord O'Neil" von Beifast. Glasgow: Manitoban" von Philadelphia. Havre : Bourgogne" von New Aork. m ,,, i Schiffs -Agentur. Alle Dampfer-Linien sowie alle europäischen Eisenbahnen haben ihre hiesige Haupt-Agentur in Aler. Mehgcr's-' Grundelgenthumö Agentur, Wechsel Bank und Vollmachts-Bureau. EtabUrt 1803, '

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