Indiana Tribüne, Volume 15, Number 22, Indianapolis, Marion County, 10 October 1891 — Page 2

Jttduum Tribüne. Erscheint '''p ii g I i cb nrrd Ä o n n t n z s.

Te tcgliAc Xribiitie" teüct durch ben Träger i3 Gents per Wvche. die ScnnkJgö-Tribüne" 5 sJciitä per Woche. 23ette jafamtnert 13(Icitt3 oder ßSßntiij per Monat. Per Post zugeschickt in Bor asbczahluuz per Jahr. Ofsice : 130 Ost Älsrylsnd Strahe. Indianapolis, Ind., H. Oktober '91. Tie Kunst, daS renschliche Lcbett zu vLriiingcrn. Auf der detscben IZatursarscher-Ver samAlung in Halle hielt Professor Eb stein von GSttinge .iber odiges Thema einen Äortraz, aus dem wir folgende interessante Auszüge entnehmen : Trotz alles modernes VeZsw ismus wohnt den Menschen der Wunsch inne. möglichst lange und möglich rüstig zu leben, und es ist die Aufgabe der ärztlichen Wissen schaft. diesem allgemeinen Wunsche gi' recht zn werden. Im Eingange seiner Betrachtunzen erörterte der Vortra czende die Frage von d?r TurchschniitS' dauer des Lebens, welche in Europa flegenwärtiz 30 bis 35 Jahre beträgt. Die Länge deS enschliche? Lebens deckt sich mit der mittleren Lebensdauer nicht. Die Untersuchen ?cn von Wilhelm Leris in Göttinnen haben erzeöen. daß in den meisten curopäiföeLt Staaten zur Zeit die normale Lebensdauer 70 bis 75 Jahre beträgt. Im Allgemeinen hat da5.weibricbe Geschleckt ein etwas länczeres Leben, als da männliche. Die Sterblichkeit ist int ersten Jahre weiten? die größte. Bis zum Anfange des zweiten Jadrzehnts-, wo sie ihr Mrni. mum erreicht, nimmt sie stetig ab. Man bat sogar aeeint. die graize Sterblich seit im frühesten Kindesalter als eine Naturuoihwzndigkeit ansehen zu müssen. Die Sterblik-it ist, von der Zeit der Vubertät bis gegen das fünfzigste Ledensjabr ganz allniählich ansteigend, nur verdältnitzmägiq gering. Nachdem Alter von 70 -73 Jahren, rn welchem die absolute Zahl der Todesfälle am arZnten ist. werden u?. indem die Zahl der Ueberlebenden sich mehr und mehr erichSvst. immer seltener, so daß thatsachlich sehr we.-n-r Person??. Ansucht haben. m?5r als 90 Iabre alt zu wer den. Hundertjährige sind Ausnahmen, escnders ron Griechenland wdcn in der nnrtfir tyit ür?erbäl:nin:n6lZ biet meh' tl bindert $iit alte Per . lonen gemeld. Die Zeiten find vor bei. wa mzn wähnte, das Leb?n durch Zvecinsche Mittel beliebig verlaazcrn und Grei'e verjüngen n können. Dieraze. ob es möglich ist. das menschlickze Leben bis zur normalen Lr bensd-:uer v?n 70 75 Iahren welch? sich also ganz mit der in der Bibel an rzegebenen deckt) oder etwas darüber kinauS zu ve? linaern' und dementspre' chend günstig nr beein Anisen, kann nur bedingungsweise be'at werden, inio fern als dabei entschieden eine angeborene, bäung vererbte, glücklich (i artete Veanenheit unsere Z Körvers die erste Stelle einnimmt. Indessen gibt es auch Mittel, welche der Langlebig seit Vorschub leiten. Diese Kunst, das menschliche Leben zu verlangen, sollte bereits in der frühesten Kindheit einlegen. Die Bedeutung einer der ständigen .ffinderernäbrunz bez. -Er-ziebung wurde vom Vortragenden ganz besonders hervorgehoben und die Schä den besprochen, welcbe in dieser Beziebung beute bestehen. Weiter wure der Einfluß geschildert, welchen der Staat mit seinen gesetzlich geregelten Einrichtung n ?nf die Erziehung eines ausdauernden Geschlechtes hat. Die Schule, das Turnen und die militärische Ausbildung spielen hier die weseniliche Rolle. Außer diesen, durch die häusliche Erziehung und die statte lichen Einrichtunzen für die rna'robiotischen Bestrebungen gegebenen ilf Mitteln kommt besonders sowohl Ui dem in dm Kamvf des Lebens eintretenden " Jünglinge, wie beim Greise die Selbst disciplin in körverlicher' und geistiger Beziehung in Betracht. Auch die .Muf.e des Greisenalters- soll nicht in Unthätigkeit besteben, ein unnütz Le ben ist ein früher Tod". Die richtizen Mittel zur Erzieluug eines hohen Lebensalters hat Mrltke in Beantwortung einer dahin gehenden Frage .gegeben. Sie beißen- Mäßigkeit und Arbeit. Auf, die Verlängerung deS DurchfchnittZlebens habcn die protzen oder nen Entdeckungen in der Seuckienlehre mittelbar großen Einfluß gehabt. Red ner erinnerte an die Scbuyvocken im?funa, an die Bekämpfung der Wundkrankhetteu. Trotzdem bat die Kunst. das menschliche Leben zu verlängern, keine Fortschritte gemacht, das Älter deZ Menschen ist durchschnittlich kein cheres geworden. Aych die allgemeien Grund sähe der Makrobiotik sind zu allen Zeiten we'entkird dieselben gewesen, nur bedingen die Zeit- und Kultur derhältnisse im Einzelnen ein verschieb denes Vorgehen. Aus den sonstigen Ausführungen des ?!ednerS ist hervorzuHeben, daß er.Alkoholgenus für ganz entbehrlich hält, und nicht in der Größe der geistigen Arbeit, sondern in unzweckmäßiger Organisation derselben die Gefahr der Leben-oerlürzung sieht. WeiuernteauSsichten in Teutschland. Man schreibt der Berliner Rund-schau-: Die Weinernte rückt immer naCU, V lUt.lVJ U..I llijlill linC UII VZt JJlQ sel. Es ist daher erklärlich, daß ältere Jahrgänge hochgehalten werden. Die für die nächste Zeit anberaumten WeinVersteigerungen werden sehr besucht, und die Weine theuer bezahlt werden. Dabei hat die Ausfuhr unserer Weine nach England wie nach New Sork einen er freulichen Aufschwung genommen, was wir großen Theils der anerkannt guten Beschaffenheit der 1884er und 1S8Ler zuschreiben dürfen. Für die nächste ' Zeit haben wir allerdings von den sich recht gut entwickelnden 1880er und 1tz90er Weinen kräftige Unterstützung

tm Kampf um den Weuyanoel zu er warten, doch ist es immerhin zu bedau ern. daß dies Jahr uns einm Streich spielt. Die natürliche Folge davon dürfte sein, daß auswärtige. Käufer die Preist zu hoch finden und v'afür sich anderweitig verproviantiren. Unsere Schaumweine finden auch im mer mehr und mehr Anerkennung, so namentlich in England, den Ver. Staaten Amerikas und Spanien, Hauptfachlich wohl wegen der Preiserhöhung, die viele der ersten Champagnerfirmen Frankreichs auf ihre Fabrikate haben eintrete?, lassen. , Bedienen unsere Ausfuhrhä'aser gleichmäßig gut und billig so wird das Geschäft mit dem Ausland weiffellos ein lohnendes. Gleichzeitig ist eö erfreulich, aus den stalistlfchen Nachweisen zu ersehen, daß die Reblaus in Teutfchlaud an Boden nicht gewinnt, denn nach einer Veröffentlichung im Neichsanz." beträgt die Gefammtflache der Reblaus heerde nur etwa 23 Hektar. DaS im Vergleich zu anderen Ländern, Die z. B. Spanien mrt 137,000 Hektar. Italien 'mit 7,000 Hektar. Oesterreich nrt 26,000 Hektar, verschwindend klein ist. In Italien hat man es in einigen Legenden bereit, aufgegeben, die ver leuchten Weinberge zu vernichten, da Nan dann die Gegend meilenweit zu verwüsten gezwungen wäre.

?!ede Parker Vedwlu'A aai Den sen Tage. Hatte Carl Schur; bei der Feier des Deutschen Tages in New Fort feinen Landsleutcn in beredter und eindring Ikcher Weise die Segnungen ihrer neuen amerikanischen Heimath vor Augen geführt, so entledigte sich der Amerikaner Herr Parker Godwin. ein tüchtiger Göthekenner, als zweiter Hauptredner oer Aufgabe, die Wohlthaten, welche das Deutfchthum den Ver. Staaten gebracht, zu schildern, in ebenso gründlicher. wie glänzender Rede. Er sagte ttwa Folgendes: Ich versuchte als jnnger Mann Aöthes Wahrheit und Dichtung- in'S Englische zu übersetzen. Götbe repräsentirt die besseren Eigenschaften der deutschen Rasse, er ist wie der Homer )er Grrechen, der Tante deS M'ttelallers. Die Deutschen stehen auf der höchsten Culturstufe, welche die Mensch hett erreicht hat. Es ist eine geschichtliche Thatsache, saß von Zeit zu Zeit gewisse Nationen kinen plötzlichen, vorher nicht geahnten 'luffchwung nehmen. Wie dies zugeht, nnen wir unS meist'nicht erklären. So hat in neuerer Zeit die germanifche Rasse die Fackel der geistigen Aufklärung erhoben und die Führerschaft )er civilifirten Welt übernommen. Ich will nur einige Punkte erwäh kten. m denen oer deutsche mnt me .ü hrerschaft-der Welt übernommen hat. j Nehmen Sie die neueren histöriscben Forschungen! Deutschland hat die Ge z?imnisse deS Orients ergründet, eS hat zu? gründlichen Kenntniß deS alten Äriechenlandes beigetragen, die Quelle ver Macht deS alten Rom'S uns dargelegt und unS eme gediegene Nenntnig :es Mittelalters verschafft. Und bier will ich auch von den deut schen Philosophen reden! Die moderne Lbilosophie beginnt mit Kant. Viele seiner Nachfolger haben weit über das Z'el hinausgeschossen, so daß der allgemeine Ruf erscholl: Zurück zu Kant!Aber noch auf einem Felde herrscht Teutschland: Auf dem Felde der ZNusikZ Ich erinnere Sie an Haydn, dändel, die beiden Bachs. Weber. Gluck. Nendelssohn. Beethoven' und Mozart und an Richard Wagner. Und dieser Letztere blieb beinahe 25 Jabre lang in Teutschland unbemerkt, und heute noch wird feine Größe nicht überall aner fonnt. Er ist für mich der Shakespeare in der Musik; er nahm sich die alten ageu zum Vorwurf und schuf aus ihnen ein .harmonisches Ganzes, das balo sanft wie ein Wiegenlied, bald mächtig wie Trompetenklänge auf dem Schlachtfeld, bald wie der Chor der öögel im tropischen Urwald klingt. (VeifaU.) Jch will nicht sagen, daß die ganze Fiuwanderung'auS Teutschland dieselbe Intelligenz besitzt: aber die Leute stammen alle von der Rasse ab, welche all Das gethan und erreicht, wovon ich eben zesprochen. Mögen Manche von ihnen zuviel vom Bier, Tabak oder Wein allen, das sind .Kleinigkeiten gegenüber ibken sonstigen guten Eigenschaften, unter denen ihr häusliches un.d Familien" leben.keine der geringsten ist. Nur in einer Beziehung sind wir ihnen voraus, und das ist im politischen Leben. Ich bosse, daß die Deutschen, welche hierher kommen, fühlen, daß sie nicht nur, waS Klima und Lebensweise, sondern auch äs ihre pl'litifche und sociale Existenz betrifft, in ein neues Land kommen. Bh hiben eine Republik, in der Einer soviel gilt, wie der Andere. Wir kennen fr ine Klassen-Unterschiede, wir laben eine Volksregierung durch und für Las Volk, welches seine Gemalten durch d'e von ihm gewählten. Vertreter aus übt. nicht aber von Leuten regiert wird, d:e außer Barcürat nichts können, oder re geistig gestört sind. Ich weiß, daß Ihr K ommen nach diefem Lande ein Nutzen für uns Alle ist. Ich bitte Sie, nehmen Sie die amerikattische Idee der Volksregierunz i sich uf und vergessen Sie, daß Sie aus einer Monarchie -kommen. Feiern Sie Ihre' heimischen Feste, vergessen Sie nicht die- hanslicheu. von Vater und Butter überkommenen Traditionen, führen Sie Ihre Spiele und Sports Schießübungen u s. w. ein, das mag manches Gute mit sich bringen, ah er innern Sie sich immer und unter allen Umständen daran, daß Sie keine deut' fchen Unterthanen f mehr, - fondeen daß Bit amerikanische Bürger geworden sind. (Rauschender Beifall). ..VZSmarck" ist' der schnellst, Tampfer. Der Londoner Datfg Graphlc" ichreibt: Liverpool muß jetzt an Southampten die Ehre der schnellsten Oceanreise östlich von New York abtre ten. Die ZZahrt des Fürst BiSmarck" ist nicht allein die schnellste, welche bis her von New Aork nach Southampton zemacht wurde, fondern auch, wenn man die längere Reise in Betracht zieht, ab

lernt Dte ceite nach jedem Hazen deö Vereinigtere Königreichs. Nimmt man den Durch 'chnittsfatz von 20 Knoten in der Stunde an und rechnet man 14$ Stunden für den Unterschied in der Meilenzahl hinzu, die nach Southampton um so viel arößer als nach Queens-

town ist, so würden auf die Fahrt des .Fürn BiSmarck" nach Queenötown 5 Tage 2 Stunden kommen, während die beste bisherige Fahrt nach Queenötown, die in letzter Woche von der Cito o New z?)or!" zurückgelegte. 5 Tage 22 Stunden und 50 Minuten betrug. Die nächstbeste Ä!eise nach der deZ Fürst Vtsmarck war die der Columbra' von derselten Gesellschaft, welche in ! Tagen : Stunden 15 Minuten von New )'Zork nach Southampton lief. Ter Fürst BiSmarck" ist nicht allein Eigenthum einer deutschen Reederei, fondern auch in Deutschland erbaut und deshalb charakteristisch iür den rapiden Fortschritt, welchen Deutschland in den l tztln Jahren in Hinsicht auf schnelle tlceanfahrteu zu verzeichnen hat.- , . ... ' - Die frauzöstsme R.,chöpartet. Im Allgemeinen herrscht in Frank ceich der von einer gewissen Presse lange enährte Glaube vor, daß Frankreich urch den Dreibund mit einem, Ueber alle bedroht sei und daß Rußland eine virtsame Bürgschaft gegen eine derar tige -Gefahr bilde. Darum wird der Freundschaft mit der Zarenregierung seitens der meisten Franze'en ein bloßer Vertheidigunzs- Charatter beigemessen, :in Angriifszweck hingegen nur seitens. der ergenlllchen Chauvinisten, d. h. emer zeringen Zahl von Leuten, die meist bei Verwirrunzen irgendwelcher Art nichts zu verlieren und Alles zu gewinnen 'aben. Es ist nicht leicht, die Elemente, aus senen die Chauvinistenpartei zusammengemicht ,st. zu zerl'gen. DaS yauptcontmgent derselbe bilden eingewanderte Elsaß-Lothringer. Denselben widerfährt häufig, namentlich in den unzebildeten Kreisen, das Mißgeschick, wegen ihrer fehlerhasten Behandlung oer französischen Sprache für Deutsche geHallen zu werden; um dies zu vermelden, betonen sie natürlich mit beson derem Nachdrucke die von ihnen beanspruchte Nationalität und than es durch zeräuschoolle vaterländische Kundgeöun-zen.d-n französischen Zranzosen zuvor, üiele von ihnen haben auch noch nicht diejenige Stellung gefunden, auf welche ne lnrokge der allgemein h?er kundqeqebenen Anhänglichkeit an Elsaß-Lothrin-zen Berechtkguug zu haben glaubten was bei ihrer großen Zahl 'sehr erklärlich ist , und empfinden nun das Be vürfnttz, sich bei politischen Anlässen als )ie Schmerzenskinder der Nation, die ie sa sur Viele und, bemerkbar zu ma chen. Ein anderer wichtiger Bestandtheil )er Rachevartei sind die gewefenen Mi litärs. namentlich folche. die den Krieg son 1870 mitgemacht daben. Ihre Smpftndunz ist im Grvude sehr erklärlich und verzeihlich, aSein eben weil fli nur eine Empfindung, nicht eine ver, nünstige Abwägung von Gründen let tet, konnte es nicht fehlen, daß sie das Werkzeug und Sprungbett einiger ge'chickter Politiker geworden sind. Im Ganzen entfaltet die Rachepartei viel Eifer, bringt viele Opfer und macht noch mehr Lärm, vermaz aber trotzdem nicht einen namhaiten Theil der Nation mit sich fortzureißen So w:rd vom Auslande, das ihre Leistungen nur durck das Vergrößerungsglas ausgebauchtkl Berichte kennen lernt, gleich ermtdat ter genommen, als von den Franzosep selbst. Für und wider Koch. In Deutschland haben Ende Sey tember zwei große Versammlungen von Aerzten getagt in Halle a. S. die Ver sammlung deutscher Naturforscher und Aerzte und m Leipzig der Congreß für Gesundheitspflege. Dabei sind nun dfc widersprechendsten Ansichten über den Werth des Koch'schen Schwindsuchts mittels zu Tage getreten. Das Kabe! hat darüber nur die für Koch günstige Mittheilungen gemeldet, wir wollen hier beiden Richtungen Gehör geben. Die Leipziger Aerzte Versammlung verhielt sich recht ablehnend. Privat docent Dr. Moritz von München refe rirte an Stelle des l.ider abwesenden berühmten Prof. von Ziemßen. Nach einer kurzen Geschichte der menschlichen Kämpfe gegen die Schwindsucht erwähnt der Redner Kochs Entdeckunzen, die ätiologisch von großem Interesse sind, die aber die Heilung der Tuber kulo'e noch nicht gefördert haben, sodatz man jetzt aus den Gebrauch des Tuber kulins verzichtet. Durch die Koch'sche Behandlungsmetkode der Lungentuberkulosesind die bic dahr maßgebenden Gesichtspunkte für die Behandlung dieser Krankheit nicht geändert worden.' Auf dem Congreß in Halle a. S. theilte der Dirigent des Magdeburger Krankenhauses. Dr. Ausrecht, zunächst die Ergebnisse seiner innerhalb der letzten Monate mit dem besagten Mittel gemachten Erfahrungen mit. Aufrecht bat innerhalb dieses Zeitraums 112 an Lungenschwindsucht leidende Kranke mt dem Koch'schen Mittel: behandelt und zwar mit dem Erfolge, daß von diese N2 Kranken 48 vollständig geheilt, 37 sehr gebessert. 22 etwas gebessert und nur s, ohne irgend .welche Bessernng aus dem Krankenhause entlassen wurden' Von der bisher ziemlich allgemein -ge bräuchlichen Methode weicht Ausrecht insofern ab. als er nur kleine. Dosen frait 1120 oder 10 Milligramm be, ginnend unv nur ganz allmählich bis zu 5 Milligramm steigend) unter die Haut spritzt. , . ' Aufrecht betrachtet das Koch'sche Mittel nicht als ein Heilmittel im enge, ren Sinue des Wortes, sondern nur ali ein den Naturheilungspröceß begünstigendes Hilfsmittel. ,. ES findet nach seiner Ansicht bei Anwendung des Tuberkulins keine entzündende Abgren? zung der Tuberkelheerde statt; vielmehr ist der Erfolg, den Aufrecht in einer so bedeutenden Anzahl von Fällen mit dem besagtem Mittel erzielt hat.- darauf zu rückzuführen, daß das dieTuberkelle:rd5 begrenzende Gewebe gegen die Ansteckung mit dem krankheiterregenden Spaltpilz (Tuberkelbacillus) . unempfänglich ge macbt und auk diele Weise dem weitere

UmUchgrerfen des Zerstörungsprozeffes ?ine Schranke gezogen wird. In Anschluß an die im Vorhergebenden mitgetheilten Heilerfolge Aufrechts berichtet Dr. P. Kaatzer (Bad Rehöarg.) Von 33 Lungenfchmindfüchti. gen wurden sechs vollständig geheilt, 13

bedeutend gevettert; 3 vueven unver ändert. Bei Gelegenheit emer Unterredung. welche Kaatzer unlängst mit Robert Kock hatte, bemerkte Letzterer. daß die Nachrichten über Er'olge. die mit dem Tuberkulm neuerdings erzielt wurden, sich täglich mehrten; er (Koch) sei fest davon überzeugt, daß der Heil, werth des Mittels bald allgemeine An. erkennung finden würde. In der Abtheilung mr inderyeu künde aus dem Congreß zu alle berich. tete Prosen or Ranke (München) über die Erfahrunzen mit Tuberkulin bei der Kindertuberkulose. Ter Redner schilderte den geichichtllchen Verlauf des vielgenannten Mittels . von Koch und . . rr t '.t , - - kam genau zu oen',eioenrgeoni,en, wz Henoch in Berlin. Daö Mittel vermag die mmuninrung der son dem Tuber. kelbacillus ergriffenen Gewebe, wie es Koch für die AnfangZftadien der Er krankung behauptet -hatte, mcht herbet. zuführen. Dagegen liegt die Gefahr vor. daß durch das Mittel neueErkran kunasbeerde hervorgerufen würden. Das Einzige, was das Mittel leistet, ist die Erregung einer Entzündung, welche als Einleitung . eines Heilungsvorganges angesehen werben tonnte ; auem man hat eS nicht in der Gewalt, den Grad der erregten Entzündung zu bestimmen. Andererseits stehen die . Grenzen . der Verabreichung deS Mittels nicht fest, si aller wissenschaftlichen Bedeutung. welche dem Kochschen Mittel zuzeschrte ben werden mun. vermag man rn vem selben ein Heilmittel gegen Tuberkulose nickt lu erblicken. Seine Anwendung in der Kinderheilkunde bringt große Ge ahren mu stck, und oer Redner er klärte daher mit großer Entschiedenheit, daß er es mit seinem Gewissen nicht verantworten könne. daS Tuberkulln bei der Kindertuberkulofe zu verwenden. Nach w,e vor steht die arztliche Welt ziemlich machtlos dieser Erkrankung gegenüber. während die' alten erprobten hygienischen Maßnahmen, welche auf Stärkung des'Gefammtorganismus cerichtet find, ihre Bedeutung unverminbert behalten haben. AuS den weiteren Verhandlungen beider Congresse ging hervor, daß die Mehrzahl der deutschen Aerzte und Naturforscher dem Koch'schen Mittel recht pessimistisch gegenüber steht. zfom tmaitvc 5n keinem Staate bei Union werden so viele Cigaretten ver kaust, als in Tezas. Es erfordert eine Million Psund Tinte jedes Jahr, um Onkel Sams Papiergeld und Steuerstempe! zu drucken. Auf der Weltausstellung in Chicago wird Rußland auch durch ei aus klnstöckigen Blockhäusern und Lehm Hütten bestehendes echt' russisches Dof vertreten sein. - Die europäische Nachfragt nach ,n Amerika sabricirten Karren unL leichten Wagen nimmt beständig zu. Man hat eS jedoch vorthenhafter ge funden, dieselben unangestrichen zu be ziehen. Der Maler Henry Bacon hat' sich mit Frl. Louise Lee Andrews. Tochter von General B. Snowde Andrews und Nichte vom früheren Staats fecretär Thomas C. Bahard ver lobt.' Ein älter Bergmann be gab sich kürzlich nach Candelari?, Cal., um seine Lagerbedürfnisse einzukaufen, toit sah er eine Kanne mit Hefenpul ver. das als Geschäftsmarke das Bild eines. Elephanten führt. Jim." sagt, er zu seinem Kameraden, machen d jetzt auch Elephanten ein? Laß uns davon mitnehmen. Gen. Alexander S. Webb. Präsident des College der Stadt New ork. hat vom Kriegsdevartement ein Ehrenmedaille für Auszeichnung in de. Schlacht bei Gettysburg durch persön' liche Tapferkeit erhalten. Diese Medaille ist ihm in Uebereinsiimmunz mit dem Congreßakt vom 3. März,16LZ zuerkannt worden. Gen. Webb erhielt scholl im Jahre als Aner kennung seiner Tapferkeit von der Unioo Leazue in Philadelphia eine Bronze medailledie ihm Gen. Meade mit einem -schmeichelhafte Schreiben über jandte. . .Die sonderbarste Heilme thooe für nervöse Erschlaffung wird vor, Sebastian Kneipp, einem basrischea Priester eMpiohlen. Man soll bar.sü?ig und unbedeckten Kopfes duroZ a ü's ta$, auf nassen Wegen, in r. ch gefallenem Schnee odec kaltem Nasser spazieren gehen. Kneipp hat mit dieser Methode seit dreißig Jahren Zausende von Menschen kurirt. Seine kleine Ortschaft ist beständig von Besu chern überfüllt, dir Hilfe für shre Leide? suchen. Leute 'auS allen Klassen setzen Vertrauen in den Mann und selbst Baron NathMel Rothschild hat sich der Äur unterworfen.' ?luf einer Ei senbahnstation. vier Meilen von Knttpvz Ortschaft, hat er mit einem Secretär einem Koche und zwei Dienern' in sei. nem Privat-Palonmagt ugrtier bezogen. , Bor einigen Jahren lies sich ein armer Deutscher. Richard Hör. mg ist sein Name, in der Nät.e vn Amtell, Tex., nieder. Die Mädchen jq ter.Nachdarschaft behandelten i:m gräbt nicht febr höflich. Eine Ausnahme da von machte nur ein armes ; Mähchen, Frl. O'Shields, has dem Fremden inr mer freundlich und aufmrrkfam entgegenkam. so daß sich schließlich ei Lle. des verlLltnjß entspann. Beide wäre aber zu arm, um lan's Heirathen zu renken, sie verdienten beide einen kar. gen Lohn in den Baumwollenfeldern. DaS Madchen war hübsch und was ih, an Bildung mangelte, ersetzte sie duroZ ihren geweckten Verstand. Vor einige Monaten erhielt Hornig einey V.riej aus Deutschland, worin ihm der Toh seines Vaters unh die Nachricht gemel det wurde, daß er der einzige Erbt eines Vermögens von 300.000 Marj geworden .sei. - Hornig , reiste nacj Teutschland und kehrte letzte Woche als

reicher Mann nach Austell zurück. Ueberall wurde er jetzt warm empfangen, d e Mädchen änderten ihr Bcnehmen, er aber blieb derselbe. Sein Herz gehörte dem armen Mädchen, daö er sehr bald zum Altar führte.

Einen schauerlichen Ritt um fein Leben hat neulich ein californi scher Farmer mächen müssen. Auf dem hinter Santa Moyica in Californien telegenen Gebirge war das die Berg wände bedeckende Unterholz in Brand gerathen und Busch und Prärie-Feuer verwüstete mehrere Tage lang die Ge. gerl. Die Flammen näherten sich dem pame emes Zungen Farmers Namens Wilson, während dieser in tiefem Schlafe lag. und schon begann das Haus zu brennen, als er von dem Prasteln des FeuerS erwachte. Als er aus der Thür trat, sah er sich von dem Feu.'rmeer völlig umschlossen und em Entrinnen schien kaum mehr möglich. Als letzten Versuch zur Rettung hüllte er sich und seinen Mustang m naffe Decken, schwang sich auf den Rücken des. Pferdes und nuu stürmte das muthige Thier mit seinem Reiter in rasendem Laufe mitten durch die verderblichen Flammen. Nach. dem eine Viirtelmeile zurückgelegt war. bemnden sich Rog und Reiter auser aller Gefahr, aber beide hatten fürch terllche Brandwunden davongetragen. DaS Feuer hatte viele Farmhaufer em geäfchert. ist aber jetzt bewältigt. Der New Yorker Millio. nar I. Pierrepont Morgan hat sich bei Neane & Leoy in Philadelphia eine flacht bauen lassen, welche, in diesen Tagen in New Aork eingetroffen ist. Der .New Corsair-. so ist die Yacht getauft, ist ein stattlicher Oceandampfer von 238 Fuß Länge, 27 .Fuß 3 Zoll Breite und 13 Fuß 4 Zoll Tiefe. Er führt Maschinen von 2000 Pferde lräften und enthält Vorder-, Mittel. und Hinterdeck-Salons, deren untere Hälften aus Stahl mit Blei Ueberzug bestehen und welche auyerst kostbar ein gerichtet sind. Der Speisesaal, welcher nch über die ganze Breite deS Schiffes erstreckt, erhält sein Licht durch seine Glasdecke und ist bei Nacht von sechzehn Glühlichtern erleuchtet. Seine Wände siad mit Eichenholz getäfelt. Außer einem Hauptalon und emer bmteren Kazüte enthält das Schm noch acht Schlafzimmer und drei Badezimmer, durchweg auf das reichste ausgestattet. lEin Piano. Sophas, Bücherschränke. sogar em ostener Kamin und vorhanden. Die Schlafzimmer entyalten außer dem Bett einen Kleiderschrank, eine Kommode und einen Waschtisch. Mo? gan wird vermuthlich im Januar auf der Yacht nach Europa reifen. DaS Schiff soll, wie man hört, etwa D300. 000 kosten. Teutsche Loealnachrichten. Provinz Schleö w i g-Ho l st ein. In der Vacanzanzeize für die Leh rer- von Süd Ockholm heißt es u. A.: .Für Heizen der Schulstube und für Reinigen derselben und der Aborte zahlt die Gemeinde dem Lehrer jährlich 0 M. Dafür hat derselbe unentgelt lich die Orgel zu spielen.- Der in Untersuchungshaft befindliche frühere Caffierer des Spar- und Vorschußver eins. Aug. Stapelfeldt in Raßeburg. hat jetzt eingestanden, die unterschlagenen Gelder für sich verausgabt zu haben. Auf der langen Strecke des ?torv Ostsee , Kanals sind gegenwärtig die Arbeiten auf der Baustätte bei Grünthal, zwischen Hanerau und Albersdorf, die sehenswerthesten. Grünthal wird z. Zt. zur Ueberführung der Eifenbahn Heide-Neumünster eine Riesenbrücke aeschlaaen. die nach ihrer Fertigstellung einen großartigen Anblick darbieten wird. &it ist unter den fünf projectirten Brücken über den Nord Ostsee-Kanal die einzige feste (die virr anderen werden als Drehbrücken construirt) und soll außer der Eisenbahn auch dem Straßenverkehr dienen, Durch Explosion einer Petroleum tampe und dabei erhaltene schwere Brandwunden hat der Mitinhaber der Firma Thygo Jngversen in Niebüll. Kaufmann Hermannfen, daS Leben emgebüßt. -Am die Anklage, sich gegen eine ganze Reihe von Kindern un züchtiger Handlung? sich schuldig gemacht zu haben, wurde der Butterhänd ler Ernst Th. Bohl von Tonndorf zu 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Königreich Bayern. Nach amtlicher Ermittelung beläuft sich der Schaden, welchen das letzte. Hoch Wasser im Monat Juli in 21 Ortfchaften resp. Gemeindefluren des schwäbifchen Tonauthales vexuxsacht hat, auf 330,000 M. Wegen acht Vetgehn des Betruges wurde der Bankier Anton Ullrim in Augsburg zu 0 Monaten Gksängniß,, 2.500 M. Geldstrafe und 3 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Bei den Kavallerie Mgnövern in der Gegend pon Erding stürzte ein großer Theil der Reiter. Es gab ArmbrLche. Kopfmundn und Verrenkungen. Zahl reiche Mannschaften befinden sich i öxztsjcher Behandlung. Das eine Stunde westlich von Jngolstadt liegende Dorf Fxiedxichsbofen feierte letzter Tage fein Gründungsfest. Der'Drt vxdgnkt seine Entstehung vor bald SO Jahren finer Actiengesellschaft. die im Jahre 1832 drch den königl. Oberkriegs. Commissär Friedlich MuUheiß in kul-tur-" und menfchenfreundlicher" Gbßcht jlSd jfnter eifriger Förderung seitens König Ludyigs iy's Leben gerufen ward. BurgermeifHx Frhr. von Bremer in Nürnberg.' Einen trau, gen Anbtilf hiebet der Wald von Grün. vald bis Oberdill, pt der rou denNonnenraupen zerstörte Bäume t so groß, daß die zur Zeit beschäftigten Holzschläger nach der Meinung Sachkundiger noch 3 Jahre Arbeit haben werden. Der Waldboden ist durch die Holaxbeit aufgewühlt, das MooS ver schmundes. Zodesstille brütet in den dürren Zweigen, kein Singvogel, nicht einmal der heisere Schrei eines Raubvöaels ist zu hören: Die neue Lokal, bahn Trauvftein-Fxostberg : wurde' dieser Tage dem Verkehr übergeben. Großherzogthum B aden. Ei beitere? Borkommniß erzählt man sich von einer Fahnenweihe in der Gegend von Odenwald. Ein Verein, der das' Fest besuchen wollte, hatte die tfahne vergessen, und das Versehen

wurde erst auf dem Bahnyote vemern. Eiligst wurde, so schreibt die Bad. Landesztg. ein Mitglied abgesendet, um das , vergessene Symbol zu holen, daß man noch im letzten Augenblicke vor der Abfahrt - glücklich herbeibrachte, Stange und Fahne jedes extra, da das

Tuch gut und vornchtig rn-Wachstuch verpackt war. Als man auf dem Bahn Hofe feierlich empfangen, das Wachstuch aufrollte, um die Fahne an der Stange zu befestigen, stellte es sich zur allgemein nen Verblüffung heraus, daß das Wachstuch ein hübfcheS Sommerkleid der Frau des Präsidenten barg. Wer den Schabernack verübt hat, blieb uner mittelt, aber das Gelächter soll riesig gewesen sein. f Der Generallieutenant z. D. Gebhard von Colomd, wel cher bei der preußisch: Armee von 1835 bis 1875 Dienste gethan hat; in Heidelberg. Die BodenseegürtelBahn soll wenigstens am Untersee in nächster Zeit in Angriff genommen werden und zwar soll sie zunächst von LudwigShasen nach Slahringen als Normalbahn erbaut werden. Äufse hen erregte die zu Messing erfolgte Verhaftung des auf einer Getchäftsreife begriffenen Inhabers der Pforzheimer Goldwaarenfabrik Friedrich Notacker, der außer mit deutschen Firmen Undden hies. Juwelieren vornehmlich mit Jtalien einen nach Millionen zählenden Umsatz machte. Die Verhaftung erfolgte auf Anzeige der Firma Carlo Visconti in. Neapel; die ihr von R. im Werth von 0.000 Fr. gelieferten Schmucksachen beständen nicht auS 12-, sondern auS 7-karätigem Gold, manche wären sogar nur vergoldetes Blech. Z)i e ck l e n d u r y. Eine neue Industrie, die Fabrikation kü, si lichen Sandsteins, will mau in Ro stock einbürgern, und bereits hat eine hiesige zirma em'Psltnrt auf Herstellung oiefes Materials erworben. Im Besitz einer Familie in Stavenhagen, die dieselbe als Geschenk vom Vater deS Dichters bekommen , hat, befindet sich noch die Wiege Fritz ReuterS. wie sich durch die noch lebenden Angehörigen deS Letzteren nachweisen läßt. In Warnemünde verließ daS für die Ham burger Rbedereifirma M. G. Amfieck erbaute Stahlvollschiff Ariadne- den Hafen, um seine erste Seereise anzutre ten. Schmerz. In Basel ist daS Denkmal Jfaak Jselins. deS Begründers der Gemeinnützigen Gesellschaft, in Schmiedenhof aufgestellt worden. Bei schönstem Wetter nahm in Basel das St. Jakobsfest einen erhebenden Verlauf. Die Betheiligung seitens der Bevölkerung war enorm. Beim Denkmal hielt der Festzug an und Raths Herr Jmhof hielt eine erhebende Rede zum Andenken Schlöths: Die Helvetiastutue erhielt einen umflorten Lorbeerkranz. Auf dem Schlachtfeld sprach Dr. Huber, auf das Münchensteiner . Unglück anspielend. Am Abend versammelten sich die Vereme m ihren Lokalen zur Nach feter. den Geißflühen ob LommiS wnl bei Solothurn wurde eine große Höhle entdeckt, welche nach den vorge nommenen Messungen und Aufnahmen keinen Zweifel zuläßt, daß man es da mit einer sogenannten und zwar -mit einer der interessantesten Wohnungen von Höhlenbewohnern zu thun hat. - In Greuchen erschoß sich Rudolf Schilt von Schalrgau, Kt. Bern. Hoher. Zu Schönenwerd erhängte sich der ledige Schreiner Ed.Niederer, einAppen ;eller:-7 t In Solothurn Herr Urs Schneider, seit dem Jahre 1837 Oberförster deS NantonS solothurn und vorher wah rend einer Reihe von Jahren KreiSför ster. Er war ein kenntnißreicher und gewlizenhafter Beamter. j Xtn l, September in Romour der Advokat Hr. Rodaden. Er gehörte der alten radp kalen Schule an, ging aber zeitweise seme eigenen Wege, ohne auf die Parteiparole zu achten. Er war in der ganzen romanischen Schweiz bekannt durch seine hinreißende Beredtsamkeit. Die Gerächte über Unterschlagungen eines Angestellten auf einer öffentlichen Bank in Freiburz bestätigen sich. Die, selben belaufen sich auf ca. 40,000 Fr. Letztbin feierte die vor ca. 10 Jahren in Altdorf entstandene Section deS fchweiz. Grütlivereins ihre Fahnenwejhe. wobei verfchiedene Nachbarvereine ihre Teltgirten nebst Fahnen abgeschickt hatten, so unter anderen Bellin zona, Luzern, Perlen, Brunnen .tct Immens - Küßnacht fupgirte als Pathin. Bei den Bergbauarbeften am Gangbach in Schattdorf ereig? nete sich ein bedauernswerther Unglücks' fall. Der Werkführer, Rathsherr Jofeph Zwifsig von Schattdorf, wurde von ,jnem Steine, der in's Rollen kam. so unglücklich getroffen, daß er augenblicklich tpdt blieb, - Jn-per 9Zäbe von Jnterlaken wurde der seit dem "Vl qust vermißte Schneider Christian $)?o ser von Aarmühle als Leichnam aus der Aare gezogen. f In Brienzwyler 3 oh. Schildt-Sooder, gewesener AmtstlchlFr (lUQ 50), Großrath (1854 M v?) PemeindeprMenl, Adelboden bat einhellig beschlpfseg, hie verlangte Subvention von 20.000 Fr. an den Bau einer Frutigthslbahn zu W iahlen Den ganzen Monat August jsi in der Gemeinde, Saänen Niemand fltfivtiaif " - Königreich Sachse. uf der Realschul . Bibliothek in Zwickau wurden' kürzlich fünf bisher unbekannte Kupferstiche pon Düxer. Maonnenbilder darstellend,' yielche hie Jahreszahlen 1503, 1513, 1519 und ISiQ tragen, sowie 4 KranaH'sche Holzschnitte und 3 ' KuMrfticke' von Hyns Sebald in Nürnberg ) vorgefGdfn.. Gesegentlich des Fest zuges dex Einweihung der neuxn Turn, halle in Deuben wurden' durch die Musik dir yox den Wagen des GutSbe' sitzersSchumann aus Ohexnaundorf gespannten Pseröe . scheu. Dieselben gingen durch und durchbrachen den Zug. Sieben Personen, darunter drei Er. wachfene und vier Kinder wurden mei. fieuö schwer verletzt, Eins von den Kindern ist schon seinen Wunden erlegen. Bei einem Vogelschießen m'bkm Gasthofe zu Kalkreuth erschoS der 'l3'. jährige Dienstbursche - Kretzschmar jn. folge leichtfertiger Handhabung eines Gewehres die 1jShr!ge Tochter des Gasthofbesitzers Seidel. ' '

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Tritten 2 Schläge, vierter Alarm. ' 1-2-1 Fcuer c.us und Schlauch aufgewickelt 3 Schläge, weniger Wasserdruck. rncjjr Liumipruch, 12 Schläge. 12 Nhr Mittags. LZ?' th ersten 12 Skznale werden voü ständig usiiesch lagen, M den folgenden werde die Hundert, Zehner und Einer Ziern getrennt gegeben. ' ' . A PltMA?iA K. tijkhi H. It (Ul)lUl'tUIU l'llllUJiC Routc mu,: Zlor, tt Vestibül Zöge mit den feinsten "Parier-. Lehnstühle' und Spcifewaa.en, mit Tamrf acheitt und mit EkktnMs bcutet. Die scdSnüm Sksenbahnzüge w der Mlk. ' Die vorzügliche Beschaffenheit der GcleP und der Maschincne gestatten die größte Schnelligkeit H größter Sicherheit.' ' TU thyw h'Nue, welche ihre Pasiaaiere nach deck vrand öeniMt Bahnhof in' v! e zv ?) o rk bringt und ihnM radrch m Stüü) den Zeit spart. " " " " 1 Die Einfahrt in Chicago ermöglicht eieii siebcrdlick übn 'den Michiaan Avcnu? . Boulevard u. iie schönsten Strafen der Start;. 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