Indiana Tribüne, Volume 15, Number 21, Indianapolis, Marion County, 9 October 1891 — Page 2
Jndiana Tribüne. Erscheint Tiiglich ixnb 5 o n n t n g s.
Tie tägiiSe XjriSiuir kostcr durch dcn Träger ITCentS xcr Woche, die SonnzaZs-.TriSünc- S VnkK per Woche, Beide zufamMcn 13Sent3 der SZ Cents xcr Monat. Prr Psst zugkkckiZr in Vor Zuöbezahlung $3 per Jshr. Ossice : 130 Ost Marylsnd Straße. Indianapolis, Ind., i.. Oktober '01. Merlkanische Nache. Nicht weit, von dem StSbtcfien San Matro in Neu Mez-iko beginnt eine Wüste, welche , an TrOstloflgZeit. Oedk und Unfruchtbarkeit auf diesem den tinent glücklicherweise nicht ihreZ Gl:v üen findet. Ihr vulkanischer. auZ Tufstein und Lava bestehender Unter arund, hat ihr den Namen deö Großen LavadettS" zuzezszen, und. eiljg durchziehen die NeUendm die Wüst, welche vom Sonnenbrans durchglüht auf ihrer elliptischen weiten Fläche von 85 Meilen Länge und 40 Meilen größ ter Breite bim lechzenden Wanderer häufig genuz durch die Lwterscheinunz der Kimmuirg weiter Wasserflächen und grünender Wälder vorspiegelt und grausam äfft. Nur eine einzige Oase unterbricht die trostlose Einförmigkeit. Lustig svrudelt dort in reichlicher, nie versiegender Quell sslßen Wassers, dessen murmelnder Bach erst nach mei lenlangen Lauf in der Wüsie verrinnt. Es war ein schlauer Aaukee, ein gemisfer Watter D.. der beschloß, der Einsamkeit zum Trotz hiex eine Art Karawanserei zu errichten und aus der Oase Vortheil zu ziehen. Mit vieler Mühe schaffte er Baumaterial herbei, zimmerte sich ein Blockhaus, baute Obdach und Stallunz für Reisende und ihre Maulthiere, faßte den lebendigen Quell in einen Brunnen und ließ es nicht an Anpreisunzen seiner Wüsten Herberge in den Zeitnnzcn von Neu menko fehlen. Er sollte sich in seinen Erwartunzen nicht täuschen. Deans Well, wie er seine Ranch nannte, lag günstig als Rastort, halbwegs zwi schen den Grenzen des Großen LavabettS", und war aU Nachlhrrberge äußerst willkommen. Für das' kühle und erfrischende Waffer des Brunnens zahlte manihm gern die geforderten 25 CentS für den ginier. Doch war Tean nicht so sehr durch daS Bestreben, Gesins zu machen, v:r knSchert. das er zu Zeilen seine tru,tlose Einsamkeit nicht bitter emvfunden hätte Nichts war natürlicher, als ratz er sich nach einer Lebensgefährtin sebnte. Doch waren alle seine Bemüblknzen vergebenS. Obwohl die Weiber dort nicht gerade verwöhnt sind, schreckte doch der berüchtigte Name .Larabott" selbst diejenizen zurü f. we'ch; somt vielleicht an Deans kncä,i',er. lanzaufgeschossener Figur, seinem "eastern twan' und seinem ewigen Taöattallen keinen Anstoz genommen Kälten. Da also Tean bald einsehen nm'te. daß er kein weibliches Wesen überreden könnte, als Gattin feine Robmion-Crusoe-Einsamkeit mit ihm zu theilen, so kam er auf einen anderen Gedanken. Eine; TazeS traf er in San Mateo. wo er seine kleinen Einkäufe zu machen pflegte, einen allen dlrch Trunk und Spiel herabzekommenenMerzkaner. der seine Tochter, ein wunderhübsches MäS chen von etwa fünfzehn Jahren, bei sich hatte. Tean wurde d"?ch Vermittelung einiger freigebig gespendeten Cocktaiks mit dem Biedermann rasch de kannt, und gegen Zadlnng vsn zehn blanken spanischen Thälern ließ sich der Mustervater eins Weiteres bereit sinden. ihm feinen Augapfel, seine SiosiU, seine Taube und Licht der Welt, wie er sie nannte, unter Vergietzung einlger Krokodilsthränen zu überlassen. Nach einem kurzer. Abschied von, dem alten Sklavenhändler schwang sich Rosita leicht aus den Nucken bei kräfiigen MustangZ ihreö neuen Gebieters und Herrn, und davsn ging's, über das miserable Pflaster deö ZkästchenS, nach er Lavaoase, daß die Znke stsben. Dort angekommen, machte No "lta sich sald heimisch ' Obwohl di? ttind eineLagabunden und ohne jede Erziehung nd Bildung, besaß sie doch so viel eidlichen Takt, daß sie nicht allein für ihre Person auf Nettigkeit und Sauber 'eit bedacht war, sondern das; auch dato nter ihren Händen die verwilderte und inordentliche Ranch wohnlicher wurde ind bald kaum wiederzuerkennen war. idpn glaubte Tean sich zu seiner neuen Gesährttn' Glück wünschen' zu, ürfen. als er eines Tazes eine recht inliebsame Entdeckung niafrelCn 'and, unerwartet von einem Ausfluge zurückkehrend. Nosita in den Armen nnes mexikanischen Maulthiertreitiers. ZZ gab eine schreckliche Scene. , Zu spät erkannte Dean, daß fein nexttnisches Ha:derS Ichen nichts weiter. tU eine ganz gewöhnliche Dirne war. ie unter der Herrschest einer maßlosen öeidenschast sich dem ersten Giften an en Hals warf wenn Dean mcbt da zei war. Die Frechheit, mit der sie mit Jen Reisenden lickäuzelte, konnte Tean ealend machen. Eines TageZ. als er !ah, daß sein Schelten, sein Zureden zöllig fruchtlos fei siriff er zur PeWe. Rosita ertrug die Hiebe, mit stummem, rbissenem Ingrimm, obwohl die blut:nrerlaufenen StkismenÄüfÄrnte und ücken deutlich zeigten, daß Dean die Züchtigung ernst"gemeint hatte. Seit em war Nosita die Zärtlichkeit selbst zu chm, und schon schmeich:lte ir- sich mit er Hoffnung, daß er endlich das rich age MUtel gefunden, daZ Mädchen von hrer lasierhzften Neigung zu heilen. . ... Beinahe berührte der rothe Sonnen ball, der in dem in Purpurgluth ge suchten Himmel zu verschwimmen schien, en westlichen Horizont. Eine ftari vane vgn Maulthieren, deren Führer rgebenS den müden schleppenden schritt der Thiere anzuspornen versuch n, war eben an Dean'S Well anze langt. Man rief nach dem Hnbngs ,ater. Alle) blieb still; in daK nur . nelnde Geplauder des VächkeiuS tönte , zereinzelt der helle Ton der Maulthier, zlöckchen, wenn diese . unmuthig die fliesen von sich abwehrten. Die Män.
?er Ichritttn verdrießlich nach der Tynr d pochten. Keine Antwort. Die Thürklinke wich dem Druck; d Führer trat hinein, prallte aber sofort erschrocken znrück. um sich mit dem spazischen Ausruf' Santa Maire iti l)ivsM fromm zu bekreuzigen. E war kin schrecklicher Anblick, der ihn zurückzctrieben. Walter Dean, eine Reitpeitsche in der geschlosseneu Faust, lag to t am' Boden. Eme Stichwunde, augenscheinlich von einem Dolch hcrrüh rend, hatte ihm das Herz durchbohrt.
So sicher war der Stich geführt, daß der Herzschlag sofort ausgedört haben mußte. Kaum ein Blulötropjen war aus der Wunde bervorgesickert. Nosita war und blieb verschwunden. Jet liegt Deanö Well wieder wüst. Tie Quelle ist von Schlingpflanzen und Unkraut überwuchert, die Ranck ein Trümmerhaufen. Sö)urz am Deutschen Tage. Mit folgenden beberzigenZwerthen Worten schloß Karl Schurz seine Fest rede am Deutschen Tage in New Fork: Die amerikanische Nation ist da5 größe Sammelvolk des neuen Zett? alterS, das in sewen Hauptbestandteilen nicht England allein zum Mutter land hat. sondern alle civilisirten Län der der Welt. Hier ist der .Angelsachse, der größte Kolonist aller Zeiten, als erster Führer, und mit ihm da germa uische Element in seinen verschiedenen Zweigunzen, und der Celte, der Romane, der Slave. Aus dieser Mi schung, friedlich vollzogen, muß sich die große Nation der Zukunft entwickeln, welche in der Freiheit der Selbstregierunz ihr Glück und ihre Größe finden soll. Das gewaltige Experiment wird in dem Maße gelingen, wie jeder der verschiedenen Stamme das Lebens fähigste, das Beste, das ihm innewohnt. als seinen Beitrag zur Gesammtheit bietet, und da? Beste, das von den Anöeret? geboten wird, in sich aufnimmt und sich zu eigen macht. Dies ist die Aufgabe, die, wie die Anderen, so auch der Deutsche in Amerika zu erfüllen hat. Möge er sie ganz erfüllen! Er wird sie nicht ganz erfüllen, wenn er sich hier jener Teutschthümelei hingibt, welche an allen Neigungen und Gewohnheiten des Heimathlandes. gleichviel ob sie gut oder nicht gut sind, eigenfinnig festhält, und sich gegen Alles, was ihm nicht gewohnt ist, gleichviel wie gut eS sein mag. engherzig ver schließt. Wie' viel Vortreffliches und Großes er auch in sich tragen mag. so unterscheidet sich der Deutsche doch nicht dadurch von allen Anderen, daß er der vollkommene Mensch ist. Wir haben viel, sehr viel WerthvolleS mit uns hierhergebracht; aber wir finden hier auch viel WerthvolleS, das wir nicht befaßen und daS Andere brachten. (Bei fall.) Vergessen wir also nie, daß wir hier nicht berufen sind, als Deutsche eine besondere Nationalität zu bilden, sondern das Tüchtigste, das in uns ist, zur amerikanischenationalität beizusteuern, und das Tüchtigste, das unsere Mit-Amerikaner-vor uns voraushaben, an die Stelle unserer Schwächen zu setzen und mit unserem Wesen zu verschmelzen. Vergesien wir nie, daß wir im politi schen Leben dieser Republik als Teutsche keine Sonderlnteressen , haben, sondern daß daS allgemeine Wohl auch daS un'erige ist. Suchen wir gewissenhaft das zu erforschen, was das allgemeine Wohl verlangt.-und handeln wir dann kühn und frei nach unserer ehrllcken Ueber zeugung. unbeirrt von kleinlichen Rücksichten, und unbeherrscht von einem selbstZüch:igen und tyrannischen Parteigeist. Wioerstehen wir zever Ver suchung. in der Ausübung unserer politischen Rechte das Wichtigste dem Minder-Wichtigen unterzuordnen, weim dieses etwa eine unserer eigenthümlichen Gewohnheiten oder' Neigungen be reichert. Geben wir, zum Beispiel, wie hoch wir auch die Sache der persönlichen Freiheit schätzen mögen. Niemand gerechte Ursache, zn sagen., daß der Deutsche fähig sei. die höchsten öffentlichtN Interessen hintanzuseen. wenn es sich irgendwie um die Trmkfrage handelt. ( Donnernder Applaus.) Lassen wir uns nie von jenem raisonnirsüchtigen. unwürdigen, verderblichen, öden Pessi. inismuS berücken, der jede Bestrebung zur Besserung unserer öffentlichen Zu stände durch das Geschrei entmuthigen Will, es sei. doch alles Trug uno Korruption, und nichts könne helfen: denn von allen faulen Tendenzen ist dieser Pessimismus die faulste. Halten w:r fest an dem wohlbegründeten Glau'den, , daß' dieses Volk einen unerschöpf' ltchen Reichthum von reinen und edlen Elementen besitzt; daß unser freies Staatswesen für die Uebel, die es gebiert, auch die Heilmittel liefert; .daß. wie diese Republik mit glänzendem Beispiel beweist, bei einem Volke, welches im. weitesten Sinne sich selbst regiert, manches Einzelne schlecht und doch das Ganze gut gehen, und daß im Angesicht der Sorgen und Gefahren, welche die alte Welt quälen, das amerikanische Volk in diesem Lande deS gesicherten Friedens und des Wohlseins alle Ursache hat. sich g'ücklichzu preisen. Bekräftigen wir diesen Glauben durch die That, indem wir stets unsere beste Energie da einsetzen. wo eS Gutes zu leisten oder Schlcch teS LU ibekämpsen gilt. So werden wir. unser? , große Aufgabe erfüllend, der Achtig unserer Zeitgenossen sicher sein, und wir werden von unseren Nachkammen geehrt werden, wie wir in dieser Stunde unsere Vorgänger ehren. In 43 Tagen um die Welt. : Zwischen dem 23. August und dem Tagesanbruch am 2. September ist durch ein praktisches Experiment dewiesen worden, daß ein leichter Eisenbahnzuz den" nordamerikanisöhen Kontinent in wenig mehr, als drei Tagendurchqueren und daß dadurch die Postzeit zwischen Aokohama, :,und London bei sonst regulären Anschlüssen von 21 auf 21 Tage abgekürzt werden kann. Die zwölf Postlacke. mit denen der erste Ver fuch jemacht worden ist, werden sogar aller Voraussicht nach in knappen zw'anzig Tagen um den halben Globus herum man möchte, Zagen gewirbelt, werden Halt der Inman-Dampfer City os Nn Zkork" nämlich nur seine gewöhn
ttaze FOyrzctt von Tagen em. oann wird die Post, welche Yokohama am 19.. August gegen Mittag verließ, am 8. September Morgens in Liverpool eintreffen und kann gegen Mittag in London sein. Gesetzt nun, dort fände sich sofort Anschluß über Calais und Brindisi und an einen indisch-ostasiatischen Dampfer und dieser kielte nur seine gewöhnlichen Verbedungen ein. dann könnten die betrefsenden Postsäcke denn eiue Person würde die Strapaze wohl kaum aus kalten nach folgendem Fahrplan um die ganze Erde befördert werden:
Bon: öngl. Äi-ilen ?az, kloiidZina naü Bancouder 431 10 eantonvet . vitw yen 4 6 2 24 8 3 3 4 Ki'iu ?)o:t U. afcnit (ruuc) 7 0 t'rinftfi U5ü v'onCoa 5'rid:si l:ort Said . Höfit S.'icinbo . tforr a:o viccn Eolsmö? S'ngN k - ta. 120C0 iiti iji..r? - JOPtldlCtlil ioHiirotiii ?hfnhtini I oder die sogenannte Reise um die Welt" in 43 Tagen über einen Gürtel von rund englischen Meilen nachen. Ostäfrikanl.tte Schlappen ;"im deutscheu Ostafrika scheint, setz! alles wieder ,n d.e Brüche ' zu . gehen, was WiJmann mit feinen Hinterladern und llugelipritzen ausgebaut hatte. Die Reste der elf deutsche Ossiaere und über 800 Mann zahlenden Expedition Zalewski sind an die Küste zurückgekehrt, an M) Mann mit zwei Unterofficieren, die übrigen sind zweifelsohne todt. Und nun meldet Herr Eugen Wolf, der (Korrespondent des Berliner Tagedlatt" aus Sansibar: Der Norden des deutschen Schutzgebietes ist unruhig, unter dem Stamm der Wadigo sind Unruhen aufgebrochen in Folge von Maßregeln, welche der Gouverneur zur Bestci'erung der Palmkerne getroffen hat. ' Falls die Unruhen zunehmen soll' ten. erscheinen Lewa und Magila geführdct. Unter den Arabern an der ttüüe gährt es, die Eingeborenen bej obachten eine unruhige Haltung. D:e Sltuakwn izt bedenklich. . Die katholische:! Missionen im Innern sind in Ge fahr." Ein weiteres Wolfsches Telegramm lautet: Die Besorgnisse über die Lage dau cru fort. Araber, Jndier und Suabeli auch die Deutschen, wie ich selbst, jmd allgemein der Ansicht, daß die Emtüh rung der Eivilregierung für die Eolonie verfrüht war und zetzt eine Gefahr für rns ist. Nur durch Wißmann allein, so glaubt man. könnte noch geholfen werden. Daß der Gouverneur v. Soden über die deutsche Schutztruppe zu verfügen hat, gilt für einen Mißgriff. Nur größte Offenheit über die Lage und die Ereignisse, sowie die Ueberwei' sung ausreichender Geldmittel gilt als Mittel zur Erhaltung des Errun genen." '.e obigen Mittheilungen stehen jedenfalls im Zusammenhang mit der Niederlage der Expedition Zelewski. Offenbar ist diese Niederlage bereits in dem nach der Küste zu liegenden Theil des deutsch ostafrikanischen Schutzgebietes bekannt geworden und hat die Ein geborenen zu neuem Widerstand gegen die Teutschen ermuthigt. Inwieweit dieser Widerstand zu einem offenen Aufstand führen wird, bleibt abzuwarten. Die Wadigo sind ein Stamm in dem nördlichen Theil der deutsch cstasrikanischen 5lüste. Tanga ist die nördlichste deutsche Station an der ftüste, welche im Gebiet der Wadigo liegt. Danach empören sich die unterworfn nen stamme einer nach dem anderen. Teutschtand hat zu wählen zwischen einem wirtlichen Kriege und dem völli gen Rückzug auf die Nüste. Dabeiist in dem ganzen Lande so gut wie gar nichls zu holen. Von Plantagenbau ist fast gar keine Rede. Millionen hat diese verrückte Eolonisationspolitik schon verschlungen und mehrmals hundert der tüchtigsten, muthigsten, deutschen Mäner haben sich in Ostasrika den Tod geholt. Emin Pascha weilt nach den letzten Nachrichten am Edward Nyanza, an der äußersten westlichen Grenze des deutschen Schutzgebiets. Gin Tribut der Dkbarke!t. . In der Mitte des letzten JahrhundcrtS wanderte Baron Äilhelm Hern r:Ä Stiege! von Mannheim in .aden nach den er. Staaten aus und ließ sich in ancaster Eounty, 'Pa., nieder, wo er d.e Town Mannheim gründete. Dort wurde von tfcm die erste Glashütte auf amerikanischem Boden angelegt, welche sloriite uns nicht wenigen Personen lohnenden Verdienst schuf. Mit scharfem Blick erkannte aber Aaron Stieget auch die Bedeutung Pennsylvanias als Eisenstaat", und seiner Thatkraft gelang es, eine Ofensabrik zu gründ, welche auch recht gut gedieh. "Der Ausdruch des amerikanischen Freiheitskrieges war aber für seine industriellen Un iernehmungcn rerhangnißvoll, er gerieth in sinanciclle Schwulitäten, büßte das örgedniß vieler Jahre unermüd lichcr Thätigkeit ein und starb schließlich als armer Mann. Aber das Andenken on ihn erlosch nicht bei den Ein wohnern der blühenden Ortschaft, welche er in der Wildniß sch.f und snn Name ist heule noch ein geachteter und geehrter. Noch ehe der Krieg hereinbrach, welcher die Lossagung der Eolonien von England und die Gründung der Ver. Staaten zur Folge hatte, schenkte Baron Stieget der lutherischen Kirche von Manuh.'im ein real Land mit der einZigen Bestimmung, dasür alljährlich, toenn sie gesetzlich verlangt werde, eiue tcide Rose zu enti Achten. Nur zweu mal wurde dieselbe gefordert und abgellezert, und nach dem Tode des BaronS deanspruchte dieselbe 'Niemand mehr. Jetzt läßt nun die lutherische ZionsGemeinde in Mannheim ein neues Got leshaus auf dem geschenkten Areal er' richten und wird dadA dem Gründer drr Ortichast zu Ehren ein Glockenspiel im Kirchihurme anbrinaen lassen. " . DaS Urtheil der Haüsfranen geht einstimmig dahin, daß H, Schmedel's Bürsten die besten sind. 423 Virginia Ave. 4. Auf Vorposten: August Erbrich, Telephon 1032.
MineralwachS
Eine für die einheimische Industrie der Ver. Staaten wichtige Entdeckung wurde kürzlich in Utah gemacht. Man stieß dort nämlich in keiner sehr bedeutenden Tiefe aus ein mächtige.; Lager von Mineralwachs oder Ozokerit (zu deutsch riechende Hornsubstanz), welche sich als bedeutend reiner und besser er wies, als das aus dem südlichen Orezon stammende. Es gehört zur großen Familie der Kohlenwasserstoss'Verbindüngen, und besteht in der Hauptsache aus Sumpfgas. Petroleum und Paraffln. Dem letzteren gleicht es in rasfinirtem Zustande, denn es ist rein weis; und in dünnen Blättchen fast durchsichtig. In der Natur kommt es mit hellgrüner, gelber uud brauner Färbung vor. DaS Mineralwachs brennt mit trüder, stark rufender Flamme, verbreitet jedoch nur wenig Geruch. Seine An Wendung ist sehr mannigfaltig, da eS geeignet ist, das Bienenwachs völlig zu verdrängen. Bereit? hat sichdieAusbeute in Utah auf 300,000 Pfund jährlich gesteigert. ES ist nicht klebrig, wie VienenwachS. Wenn solches aber ge wünscht wird, braucht man eS nur mit einer geringen Menge deS letzteren zu versetzen. Die Wichtigkeit eS Artikels geht daraus hervor, daß aus Galizien noch im Jahre 1839 nicht weniger, als I,07,7S Pmnd Mineralwach S nach den Ver. Staaten imvortirt wurden. Dort sind 35 Bergwerksgesellschaften an der Ausbeutung der reichhaltige Gruben betheiligt. Allem Anschein nach übertrifft das einheimische Product das österreichische an Güte und Reinheit. Vom Jnlanve. Unqeheuer viel Wild und eine überreiche Ernte von wilden Trauden gibt es in diesem Jahre in den Thälern Neu-Mencos. Zwischen fünfundsiebzig und hundert Millionen Fuß Bauholz hat der letzte schreckliche Sturm in Jtasca Eouniy.Minn., zerstört. Mary Lowell Purnam Schwester von JamcS Russell Lowell. ist das einzige noch lebende Mitglied der Familie des Dichters. Sie begeht im December ihren 81. Geburtstag. Seit dem l Oktober gehören die -britischen Kolonien in Austra lien dem Weltpostverein an. Für Briefsendunzen etc. dorthin gelten jetzt die allgemeinen Portosätze des Weltpostverems. Die Angestellten im Bundesschazamt erhalten jetzt ihr Gehalt wöchentlich und nicht, wie früher, halbmonatlich ausbezahlt. Der SchatzamtsZecretär hat aus ZweckmaßigkeitS gründen diese Anordnung getroffen. In- fünfundzwanzig LebensVersicherungsgesellschaften, welche im Staa:e Massachusetts Geschäfte macheu, waren beim legten Jahresschluß 1.213,442 Policen in Straft und die Zahl nimmt durchschnittlich im Jahre 120,000 zu. . . In Boston ist neulich die werth volle Handschriften sammlung deS verstorbene:! Edward H. Lefjingwel! von New Haven, Connecticut, für sSI,101.07 verkauft worden. Sie enthielt Handschriften von 1500 bis 20J0 der berühmtesten Persönlichkeiten der Welt. Ei n 1 1 z t cnf 1 fckj g e n a u e n Schätzung nach wird die heurige Zucker Industrie in den Staaten Kansas,' Re braska, Utah und Calisornien, von öenen der erstere ausschließlich Sorzhum -Zucker, die übrigen Staaten Runlelrüben Zucker erzeugen, im Ganzen ,'7 Millionen Pfund ergeben. St. Charles, Mo., i st i n einer noch schlimmereu Laze, als irgend eine Stadt in Massachuse:ts. Für jeden öeiratkzssähigen zungen Mann sind zwei heirathSlustige Mädchen vorhanden, und wenn ein junger Mann Abends einen Spaziergang machen will, so muß mep stenö seine Großmutter mitgehen, um aufzupassen, daß er nicht entführt wird. Äor einiger Zeit steckte Jemand Dunamit in die Glocke ver 'cethodistenkirche in Breckenridge Con. UN) Elocke und Thurm wurden in Atome zerrissen und mehr als hundert Menscheulebeil in Gefahr gesetzt. Man glaubt, daß persönlicher Haß gegen den Pastor, den man des Fanatismus beschuldigt, die. Ursache des böswilligen Streiches war. Pro?. Holden vom Lick'schen Observatorium lenkt besondere Aufmerksamkeit auf einen weißen Fleck an einem Gipfel der Gebirgskette auf dem Mond. Die Frage, ob der Flecken Schnee sei oder nicht, beschäftigt jetzt die Forscher der Astronomie, denen die Ge legenheit geboten war, die PhotogrU' xbien zu prüfen. Sollte es sich als Schnee erwnseu, so ist die Existenz einer Atmosphäre auf dem Mond erwiesen. Ei Bauer bei ColumbuS, Ka , hat zwei Truthennen und einen Truthahn. Die Hennen, machten' ihre Nester in einem Melonenfelde etwa 75 Schritt auseinander und setzten sich zum Brüten. Der Truthahn hatte öange.weile, die jhu zu dem Entschlüsse trieb, sich auch ein Nest zu machen. In glei cher Entfernung zwischen den beiden Hennen spreizte er sich über eine Melone aus' und hatte sechs Woch'n gebrütet" ehe er entdeckt wurde. Dennysville, Mo., besitzt unter seinen historischen Reliquien, ein Haus, das einstmals Benedict Arnold Zuflucht und Schutz gewährte. Eiue geheime Thür sjzhrt zu einer Aushöh. lung in der Mauer, in welcher die Leute jn Eastport während der britischen Besetzunz in 1814 ihre Wertsachen ver steckten. Auch zwei Säbel besinden sich dort, welche General Benjamin Lincoln während der Revolution söhrte, Einer davon war ihm vom General Washinz ton geschenkt worden. Ein Manu, der sich um die arbeitenden Klaffen i hohem Grade verdient gemacht hat und dessen Ranze einst in Aller Munde war, William Allen, besser bekannt unter dem Namen and Bill Allen", ist im 8. LedenSzähr dem 'AimenhauS üdexantwortet worden, nachdem er lange Zeit fein Le den durch Betteln gefristet hatte. Vor
ünszig .'br.'n begann Allen zuerst eine i n für die Annahme eines Heims:ätie,;esetzcs und bereiste aus seine Kosten da-? ganze Land, überall als Redaer austreien). Ihm ist es Haupt sächlich zu danken, daß der Congrtß endlich ein Heimstättegesttz annahm. Ebenso ist es daS Verdienst Allens, daß im Staate Ohio ein esetz angenommen wurde, wonach ein bestimmter Theil der geringen Habe eineÄ armen Mannes von der Beschlagnahme durch den Sheriff oder Coilllabler ausgenommen ist. Bei seiner uneigennützigen Thätigkeit für das Wohl der unteren Volksklassen verlor Allen nach und nach seine Habe; die kleine Farm, die er besaß. kam u'.iler den Hammer, und ta ihm Frau und Kinder der Reihe nach hinstarben, so stand er schließlich gaüz
einsam und verarmt ,n der Welt, siegensä lle. die i n veu birgen Süd (Kaliforniens früher sehr selten warei, sind, seit dem sich der SaltvN'See gebildet hat, häusig vorgekommen. Vor einigen Wi chen erstreckte sich ein starker Regenfall zu dem größten Erstaunen der Bevölkerung vn an Diago bis zur Küste und hielt eine ganze Stunde an. Er war den Leutenim Rosinenbezirk durchaus nicht willkommen, während die Bevölkerung der Stadt erfreut war. Ter ColoradoFluß ergießt sich noch immer in den See. der, wie man erwartet, dreimal so zroß werden wird, wenn erst die Win-!er-Regen eintreten. Etn Alpenbesteiger'hat kürzlich über den unschätzbaren Werth der Kenntniß versch:eoe::er Sprachen geschrieben. Er erzählt, daß bei einem kürzlichen Aufsteig die Sp:ach:undizen in der Gesellschaft durch die Anderen, welche den Führer nicht verstanden, tqx 0 t belästigt worden seien. Ost trat die Nothwendigkeit ein, die Jnstruklionen des Führers sofort auszuführen. Was hat er gesagt?". war., die beständige Frage der Männer, die nur eine Sprache kannten. Die Antwort der Sprachkundigen lautete meist immer: .Ihr sollt Eure Zehen so tief wie nvr möglich in den Schnee schlagen." . Deut sche Loealnachrlchten. Provinz Brandenburg. Ueber die Veranlassuna zu dem Selbstmord des Kaufmanns I. Dann in Berlin ist berichtet worden, daß Dann bei dcn steigenden Verlegenheiten, in denen er sich befunden hat, auch Wechelfäl munaen begangen habe, de ren Entdeckung er befürchten mußte. Es steht zedoch ?est. da dieze Annahm eine durchaus irrige ist, daß vielmehr lediglich der Verlust seines Vermögens es war. der Tann ,um Selbstmord getrieben. Jn Schöneberg betreibt der Kaufmann Könia em Kolonialmaaren geschäst. Der Genannte war unverheirathet, als solid und fleißig bekannt und bei seiner Kundschaft sehr beliebt. An einem Vormittag um 10 Uhr trat der Geldbriefträger in den Laden, um dem Ge'chastslnyaber eme Pouanwep sung auszuzahlen. Da Niemand im Laden war. rief der Geldbote in das Privatkomtor hinein; König öffnete die Tbür und. im Rahmen derselben ste hend. setzte er einen Revolver an die linke Schläse und' ein Schuß fiel, ehe der Briefträger hinzuspringey und den Lebensmüden von der emsetzlichen Tht abhalten konnte. Einen grausigen Tod hat in Berlin der neunjährige Paul Seisfert erlitten. Im Hause 43 Wilhelmstraße besinden sich die Lagerraume der Aachener Glasund Spiegelmanufaktur. Im zweites Hose des Grundstücks war mau mit dem Auspacken großer Glaskisteu beschäl tigt, eine der schmalen, leeren Kisten, die mit ihren starken Eisenbeschlägeu Centner wiegt, war bereits bei Seite gestellt und an die Wand des nach dem zweiten Hof führenden Thorwegs ge lehnt. Die Arbeit hatte eine Schaax Kinder angelockt und eines dieser Kin der, der oben genannte Seisfert, der vierte von den fünf Kindern deö im Hause 50 Wilhelmstraße wohnenden Kutschers S.. hatte sich in einem unbewachten Augenblick an die schmale, aber hohe, leere Kiste herangemacht und hatte versucht, auf den Deckclleisten entlang zu laufen. Dadurch halte sich das Schwergewicht der hochkäntig angelehnten Kiste verändert. Die Kiste war umgestürzt und hatte den unglücklichen Knaben unter sich begraben. Auf das Geschrei der Spielgenossen eilte der im Hause wohnende Herr F. herbei, dem sich, als er die schwere Kiste emporhob, ein schrecklicher Anblick darbot. Der arme Junge bildete eine plattzedrückt,, unkenntliche Masse. Ein eiser er Bolzen der Kiste hatte d?n Schädel und die Gesichtsknochen eingedrückt. Martin Luther heißt ein Gastwirth in Berlin. Seinem großen Namensvetter zu Ehren nennt er sein Bierhaus .Restaurant zur Wartburg". Im Schaufenster hat er eine 300 Jahre lte, lebensgroße Büste des Neformators ausgestellt und dieselbe mit dem Panorama der Wartburg und einer, großen, alterthumlichey Bibel um geben. Eine Skandalaffaire aus der Gesellschaft führte in Berlin zur Kataftrophe. Auf den Prioatdozenten der Juxisprudenz Dr. Prager wurde von sein m Echwager geschossen. Dr. Präger erhielt eine Verwundung im Nacken, ist aber außer Gefahr. Pgs Attentat geschah im Schlafzimmer P rager' s, Der Angefallene lebt seit Jahren im Zerwgrfniß mit ' seiner Frau, der Schwester des Attentäters. Frau Präger ist eine bekannte Schönheit; ihr Mann war soeben von einer achkmonatlicjen Reise um die Welt zurückgekehrt. Prag ex ist in Juristenkreisen aU einer der erfolgreichsten Repetitoren zum Staatseramen geschützt, Provinz Westpr u ß e Z f ZZn Elbing der Schriftsteller ö ti Wernick.Dex durch falsche Buchungen verdeckte Fehlbetrag jn der Kasse des Borschußvereins in Flaiyw beträgt 26,563 M.' Der Kassenverwaitex Öuandt hat hurch Selbstmord sich seiner Strafe entzoges. -j- In Berlin die in Graudenz geborene Schriftstellerin Therefe A. Tomdrowski. Der Postböte Peter T. in Heubade erschoß aus Unachtfamkett seinen fünfjährigen Sohn Franz. Jn Marienwerder ist der Rkchtsanwalt und Notar Radtke nach Unterschlagung großer Summen verduf.
tet. Ist Echwetz hat sich hex S we
ist r am Amtsgericht, ManteuM. er schössen. Provinz Ostpreußen. In Bartenstein hieß es unlängst,daß Justizrath Podlech sich in Königshütle vergiftet haben soll; jetzt wird gemel dct. daß er nach Amerika ausgewandert
ist. Sem BegrabnlN sei em fechemvc gräbniß gewesen. j In Jnsterburg die berühmte Blumcnmalerin Fräulein Thcrese Laudien, sie befand sicy hier auf einer BesuchSreise bei ihren Gechwistern. P r o v i n z Pommern. Der srübere Buchhalter Anton Hubcrt Pappers in Bredow, wurde wegen Unterschlagung von ca. 0,000 M. zu 4 Jahren Gef. verurtheilt. Jn Grei fenberg ist das Gymnasium m den Besitz des Staates übergegangen. Die Ernte m der Gutzkower Gegend wird als eine Mittelernte, bezeichnet. Jn Pyritz wurden sechs ' Gehöfte einge sichert. Provinz Schlesien. ' In Schönewald ist die 20jähr.'Toch' ter des Bauerngutsbesitzers Peuker, welche . auf eben geerntetem, . noch nicht vollständig getrocknetem Heu geschlafen hatte, infolge EinathmenS de, giftigen Heudunste gestorben. Wegen eines vor 24 Jahren in Fellendorf verübten schweren Einbmchsdiebstahls wurde in Liegnitz Schuhmacher Karl Thon aus Kuhnern zu 5 Jahren Zuchthaus verurtkeiit. Er war erst kürzlich von Oesrer reich, nach Verbüßung einer wegen Raubmordes daselbst ürer ihn verhängten 20jähr. Zuchthausstrase, ausgeliesert worden. Der flüchtige Bankier Scholz aus Lüden ist in Berlin gesehen worden. Bei Oeffnung des Geldfchrankes fand sich ein Depot in unbedeutender Höhe, und auch dieses hatte der Betrüger nur deshalb zurückgelassen, weil es für ihn n cht zu verwerthen gewesen. Einzelne Familien, werden durch die cholz'ichen Wechsel'älschungen gerade zu ruinirt: Aus Nahrungssorgen hat in Milltsch die vcrwitiwete Böttcher meister Gerber ihrem Leben und dem ihrer ältesten Tochter durch Ertränken ein Ende gemacht. Die Frau hinterläßt noch sechs unversorgte Kinder. Als wettere Gpser der Trichinose sind in Mühlräditz der frühere Sattel iabrikant Pcnser und im Steinauer Krankenhaus die Wirthin des ArzteS sowie der Kantor eines Nachbardorfes verstorben. Provinz Posen. Im See bei Zielin wurde beim Ba den der Pferde der Dragoner Scharf von fernem Pferde abgeworfen und er trank. Zwischen dem Landtagsaö aeordneten v. Brodnieki und dem Rit tergutsbesitzer Paruszewöki auf Obudna fand ein Pistolenduell statt. Ersterer blieb unverletzt, wahrend sein Gegner verwundet worden ist, sich aber bereits auf dem Wege der Besserung befindet. Es feierten: das 50 jähr. Dienst jubiläum der Postpackmeister Wittig in Posen, die Wirtyctzasterm Auguste Waßner in Markowitz bei Jnowrazla, in Diensten des Oberpxäsidenten Frhrs. V. Wilamowitz-Möllendorff, und in Trlong bei Mogilnos der Lehrer Bohl mann: die goldene Hochzeit die Ehe, leute Tischler Mendel in Fordon und Iluszügler Prüfer in Sontop. Provinz Sachsen. Zwischen Kindelbrück und.Kanna Wurf hat sich der Unterhändler Kaysex aus Ki.ndclbrück Nahrungs sorgen hatber ertrankt. Mit dem j. Oktober scheidet Halberstadt aus dem bizherigeg Kreisverbande aus und bildet einen eigLnen Stadtkreis. Die Strafkam mer in Raum bürg verurtheilte einen Uhrmacher aus Weit)eflfels wegen Be leidizung des jüngsten SohyeS deß Kaisers zu drei Monate Gesängniß.Die beiden einzigen Kinder deS Spedj teurs Rernicke in Wippen waren auf einige Zeit in der Schlafstube eingeschloffen worden. Während dieser Zeit entstand in der Stube Feuer, und bevor Hilfe kam. waren die Kinder erstickt, -rr Die Schuhfabrikatiog in Weißenfels lejdet fortgesetzt unter ungünstiger Geschästslage. Die meisten Fabriken lassen nur Z Tag arbeiten, einige nur Tag ; dazu kommt jetzt der SoncurS etneö 'Schubkgbrikanten. der eine große Anzadl Arbeiter beichastigte, Jn der Zeit vom 12. bis 27. September fand jn Zeitz eine Gewerbe- und IndustrieAusstellung, verbunden mit Erzeugt tlisfen dcr'LandwirthWsj, des Obst' 'ind Gartenbaues, statt. Provlnz Hannover. Von den 17 Mann dir 6. Compagnie des 7& RkgtmentS, die im vorigen Jahre in Osnabrück wegen Verweiaerung dfs Gehorsams zu 3 bis 9 Iah ren Festung verurjheilt wurden, stnd jetzt 15 Mann begnadigt worden. Tie geweldkte Zahlungseinstellung des inzwischen nach Brasilien verxeisten. Pastors a. D. Stutzer vün Goslax stellt sich viel bedeutender heraus, als anfangs angenommen , wurde. . Die Schulden follen. etwa eine halbe Million Marj betragen und in der Masse nur fünf Procent liegen. Provinz Hessen-Nassau. f In Hanau Handelskammer-Präsi-dent. Her? Karl Levan, Chef der alten Firma Oldeutott & Cie. Die fiSkaljschen Mineralbrunnen in Nassau haben im Etatsjahr I8WZ9I. lm Ganzen 1,510,401 Mark brutto getragen. Dapsn entfallen auf Niedersklters 7L3.697 Mark, auf Fachigaen 103,049 Mark, auf Cms 62ö,8v7 Maxk, auf Geilnau 373 Mark, auf Schwalbach '19,13? Mark und aus Weilbach 6,341 Mark. Der Sohn des Obermüllers würde in Ulfen erschossenaufgefunden. Er soll die That begangen ftabfn, wejl er von der Tochter des Bürgexmeisters aty Freier abgewiesen wurde. Die Ouantität der diesjährigen Weinernte ' im Rheingau wird auf ein Viertel bis ein Siebentel eines" vollen Ertrages aeschätzt ' " " " - t rj (früher TunlhaUe.L Verttne und Loacn werden iri,k a? - - - '-r . 's 1. . wvm fam gemacht, dap obige hs?e fich ebr 'jia zur Abhaltung von Versammlungen, Kränzchen, Unterhaltungen u, f. w. eignet und für solche zzwccre viurg zu mlclycn in. man wende sich an die Ossice ds.Ats,"
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Eisenbahn -Tabelle
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