Indiana Tribüne, Volume 15, Number 20, Indianapolis, Marion County, 8 October 1891 — Page 2
Jttdiatta Tribüne. Erscheint Ziig iich mxb 5 o n n t a g s.
Die tLZllche Tribüuc kosttt burd den Träger x2 Genti per SSaijc, die SnntaZS-Trlbüne" t CenZK Vc? Woche. Beide juiinictt ISEentS oder ZI CcnlS per Monat. Per feil zngcfchickt in VorzuöbezaZzlurig pcrAahr. Ossicc : 130 Oft Maryland Straße. Indianapolis, Ind., . Oktober '91. Vte Franzose uus ver Vfzzwang Die Verordnung bezüglich ?lufheöunz beS Paßzwznzeö für Elsaß Lothringe:' hat in Paris edemo große Ueber raschunz als Befriedigung hroorgeruseit. Die Börse sah in der Maßregel ein friedliches Zeichen und bezräßti diZfelbe mit grotzer Festigkeik der Kurse. Fast alle Blätter äußern sich beifällig über die Sache, allerdings nicht ohne Vorbehalte für die Zukunft Liberte erklärt, es hiche Mangel an Unparteilichkeit bekunden, wenn man die neueste MaHregel nicht als Act der Weisheit und der guten Politik an kennen wollte. Im weiteren heißt es j "denen: Wir wissen nchr. ob uns - neue trettigkeiten vordebten bleiben. ! noch wann d Stunde schlagen wird. ! w? es nA?n?enOig nnia, oen goroicn noren zu ourchyauen. wen man UJN schlechterdings nicht zu entwirren vtt mag. Inzwischen aber, und bis man gezwungen sein wird, zum Sckwerte zu greifen, ist es unnü. ukis mit Nadelstichen zu reizen. Handeln wir lieber roie Männer von Ehre, d-e einander Anm Aweikamose gegLi.übertreten mH seit, und erzeigen einander schickliche Achtung, bis wir dazu gekommen sind, die Schwerter zu kreuzen." Andere Blätter führen eine ähnliche Sprache. Der National (Flourens j " V i r . . . . ! . i Organ) beschwört sogar Kaiser Wil belm II., Elsaß Lothringen wieder her auszugeben und stellt bm dafür auf Jc.brhunderte hinaus eine Verehrung in Aussicht, wie sie der heilige Ludwig genießt. Temvs nimmt die Maßregel mit dem Bemerken entgegen, er wolle nicht die Benzezgründe untersuchen, die den Kaiser veranlaßte'.,, seine Verordnuiig zu erlassen. Man müsse der fal chen Dingen nist zurück, sondern vorwärts blicken. Ein Stein des Anstoßes sei aus dem Weg: geräumt. Deutschland erachte die Lage für hinlänglich stetig, um den Ansang zu einer Vesserung zu rnachen und das zu zerstören. was man früher in Berlin als wirk same Garantie! bezeichnet habe. Ein solches Anzeichen habe immerhin seinen Werth, der ncch vermehrt werde durch die entschieden friedliche Tragweite einer in ditt'em Sinne aufgefaßten Maßregel, welche in Elsaß Lothringen mit außerordentlicher Erleichterung begrüßt werden müsse und in Frank' eich eine dem Sinne, in welchem sie erlassen wurde, entsprechende Aufnahme finden werde. Ueberhauvt seien keinerlei Gründe vorhanden, ein so wesentliches Nachlassen der Spannung in den Beziehungen zweier großer Völker nicht freudig zu verzeichnen Irrenärzte über Trunksucht. In Weimar trat am 18. September der Verein deutscher Irrenärzte zu seiner JahreZversammlunz zusammen welche von etwa 0 Mitgliedern aus den meisten deutschen Ländern besucht war. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegen beiten trug Herr Geh. Rath Prof. Dr. Pelmann.Bonn zu Punkt Ä der Tagesordnung ZurechnungSsähigkeit und Verbrechertum sein Referat vor. Derselbe plaidirt im Allgemeinen dahin, daß die Prüfung der Zurechnungsfähigkeit allerdings geboten sei, und man nicht jeden Verbre cher ohne Weiteres als geisteskraiik hitr stellen dürfe. Ervern?, es auf die wechfeinden Begriffe über Verbrechen und. den feststehenden Begriff Geisteskrank heit. Das Gelammiurthei! des Referenten gipfelte darin, daß man das Verbrecherthum klassifiziren müsse, und daß sich hiernach die Maßnahmen gegen die Verbrecher zu richten hätten. Der klorreferent Herr Prof. Dr. MendelBerlin erklärte sich im Wesentlichen hiermit einverstanden. Punkt 3: Trunksucht mit Bezug auf Zurechnungsfädigkeit. Referent Herr .Prof. Dr. Jolly - Berlin. Derselbe spricht sich dahin auS, die Trunksucht erscheine als sxiales Uebel und erheische Abhilfe. Diese werde durch die Alko-hol-Vesteuerung in sebr geringem Maße erreicht. Die gesetzliche Vorlage über Trunksucht wird, sowit'sie den Verein interessirt, durchgenommen, und es sind die Darlegungen des Herrn Referenten etwa dahin zusammenzufassen: Es sei strengeres polizeiliches Einschreiten bei den durch Trunksucht hervorgerufenen Aergernissen erforderlich. Trunksucht sei als theilweise UnurechnuttgSfäln,; seit zu betrachten und bei der LtrafzU' Messung zu berücknchligen. Die Trunk sucht als solche dürfe mcht bestrast werden. Die Entmündung der Gemohn hLitssänfer sei zwar zu empfehlen, aber nichr blos auf Grund richterlicher. Kog' nition. sondern auf Grund ärztlichen Gutachtens. Die Trinkerheilanstalten seien zu befürworten, jed?ch ünrer staatlicher Controlle mit ärztlicher Aufsicht, nicht unter einseitig religiöser. LesungEi Abenteuer öes BiSmarck. Grafeu Graf Wilhelni Bismarck, der Regierungspräsident von Hannorer. war vor einignt'Tagen in Lugano der Held ei. nes ergötzlichen Abenleuers. Er wohnte mit dem Grafen von Flandern, dem Bruder des Königs von Belgien, und mit Herrn Ruchonnet. de n Ex - Präsi denten des schweizerischen BundeZrathS, einem Concerte in der Ausstellung der fchön'en Künste bei, als er plötzlich von der Menge. als ein Bismarck" erkannt wurde. . Man umringte ihn von allen Seiten, sodaß er in eine peinliche Lage gerieth. auS welcher ihn erst her.Feuer wehrhauptmann von Lugano', Herr Bernasconi, befreite, der die inicmsse Idee hatte, den Schlauch einer Feuer Kride gegen die Menae zu richten, m
bei allerdings auch Gras Bismarck eine kalte Douche erhielt. Nach der 5iet tung aus Gefahr" entspann sich zwischen dem Grafen und dem Hauptmann folgender Dialog: Also Sie sind der berühmte Bis marck?" tteineswegs, ich heiße Vigona und bekleide in meiner Vaterstadt ein kleines Amt." .Ganz wie ich! Auch ich bin städtischer Beamter." Dann sind wir ja Collegen," sagte der Graf. .Uebrigens bin ich aber auch Mitglied deS Schulvorstandes." Merkwürdig," erwiderte der biedere Feuerwehrmann, dann find wir ja erst recht Collcgen, obwohl ich noch Mit glied der Armenverwaltunz bin." Ich auch, ich auch! Wunderbar, sehr wunderbar! Aber entschuldigen Sie, was bedeuten die drei silbernen Schnüre auf Ihrem Rocks?" Ich bin ja
Feuerwehrhauptmann!" geuerwebr- j hauptmann, das bin ich nicht? Sie sind j mir also doch über". Ich habe zwar j noch irgend einen !ang im anoheere, aber sprechen wir lieber nicht davon." Mik diesen Worten schloß das deut würJige Gespräch. Naturattfirte Chinesen. Die bedeutendsten Rechtslehrer der, Ver. Staaten, vor Allem Oberrichter! Kent. kolaern auö dem Wortlaute der ' Bundesverfassung, daß Individuen das l amerikanische Bürgerrecht nur erwerben ' können, wenn sie der kaukasischen oder ! weißen Rasse angehören, und daß die i emzige Ausnahme hiervon neuerdmgZ nur zu-Gunsten der eingeborenen Negerbevölkerung in Folge des Bürgerkrieges ftatuirt worden ist. Demgemäß wären beispielsweise ausländische 9ie ger und Mongolen vom Erwerb des Bürgerrechts ausgeschlossen. Dies Princip scheint in dem Falle des Chinesen Wong Chin Foo durch eme Enticheldung des Kreisgerichtö zu Grand Rapids im Staate Michizan durchbrochen zu sein, welche lange vor dem Erlaß der Bundesgesetze, welche! Cic Naturalisation von Chinesen für - ungesetzlich erklärten, ergangen ist. Der ! Fau kam zur Sprache, als dienr Äcon ! gole kürzlich vom StaatSsecretär Blaine einen Paß zwecks eine Besuchöreise nach Chini verlangte. Der Staats secretär hat da? Gesuch abschläglich be- , schieden. Zur Begründung wird an oe'ührt. dan Päne nur an amerlkan ? sche Bürger reräbfolgt werden dürfen, uiiu vug Die vcaiiuamaiicn von vuicv vi. oi. -; r . ii . fr Zen selbst vor dem April 1874 ohne geNZliche Befugnis erfolgt sei. Tiefe Entscheidung steht mit einem früheren Tecret desBundeskreisgerichtS in San Francisco a. d. I. 1878 im Einklänge. Der Richter Lorenzo Sawrzer war damals Mit einem Na turalisationsgesuch des Chinesen Ah Z)up besaßt, und holte wegen der principiellen Wichtigkeit des Falles Rechtvgutochten von den bedeutendsten Juristen des Landes ein. ehe er fein Urtheil abgab. Dasselbe wies den Antragsteller unter ausführlicher Darlegung des Standes der Gesetzgebung ab. Insbesondere wiesen die Gründe des Urtheils an der Hand der Congreß debatten nach, daß der Ausdruck weiße Personen", wie. ihn die Gesetze über Naturalisation gebrauchen, auf Mongolen nicht auszudehnen sei. da diese emstimmig von den bedeutendsten Ver tretern der Ethnologie, wie Blumen bach. Cuvier. Huxley, von Hellmald ii. A. m., als eine eigenthümliche von der kaukasischen oder weißen Rasse zu sondernde .V.ölkerfamilie zu betracht, feien. Dieser bundesgerichtlichen Ent fcheidung hat sich also das Staats departement zu Washington angeschlof sen, und damit WongChin-Foos Bür' zerbrief indirect für nichtig erklärt. Sommer im Herbst. Die abncrm warme Witterung des September hat in der Pflanzenwelt Er scheinungen hervorgerusen. die den Glau den erwecken könnten, als habe die Natur den Winter überhüpft und befände sich bereits inmitten eines zweiten Sommers. Wie das so zu gehen pstezt. sind such diesmal die Redactionen verschiedener Zeitungen der Ehre theilhaftig geworden, von eifrigen Farmern mit allerhand interessanten Naturalien als redenden Beweisen dieser veripatetcn Fruchtbarkeit beschenkt zu werden. Elue kleine Blumenlese aus dem Staate ConnecticUt möge genügen. Leopold Mayer in Tanbury hat prächtige Erdbeeren und Himbeeren ge erntet. In Jerome Maus Gatten zu Bridgeport sind die Fliederbüsche zum zweiten Mal mit duftenden Blüthenbüschein bedeckt. Im County Litchsield bat ein Obstzucht?? zwölf Quart Himbeeren von den Sträuchen eines einzi gen LotS vor wenigen Tagen gepflückt. Virgil P. Sherry in Wooddrivge fand auf seinem Apfelbaum an demselben Zweige außer zwölf völlig reifen ftrüch ten acht vollkommen entwickelte Blüthen, die denen des letzten Mai nicht nachstanden. Doch wird dieser fleißige Avfelbaum von einem im Garten George Bannings zu New Britain gewachsenen noch überboten. Nicht genug, daß derselbe eme reichere Aepfelernte als je getragen, ist er jetzt über und über mit Blüthen und Knospen bedeckk,die jedoch bei dem Eigenthümer die Befürchtung erwecken, daß nicht nur die eventuellen Früchte nicht zur Reife kommen werden, sondern daß der Baum auch feine Kraft vorzeitig erschöpft hat und im nächsten Herbst entweder gar keine, oder doch nur geringe Früchte zeitigen wird. Die Psirsichbäume haben sich diesen Herbst in der Pröduclion fast monströs große? Exemplare von Früchten bervorgethan, wenn diese auch an Saftizkeit und fei' nem Geschmack weit hinter dem Früh obst stehen. Ja Bennets Obstgarten bei Torriigton wiegen die Pfirsiche theilweise neun Unzen und messen 10 1 Zoll im Umfang; auch Aepfel gibt'S dort von einem Pfund Gewicht und 13 Zoll Umfang. Lconhard Wilhelm denkt in wenigen Tagen von seiner zweiten Erddeerenernke schmackhafte Mürbkuchen zu backen. BlSmarckalK Kläger. In Sachen . des Fürsten Bismarck zegen den Tagelöhner Ulrich" wird im 5lnferatentheil des .ReichSanzeiaers"
folgende enentltche Zustellung des Ge richtsschreibers des königlichen Amtsgerichts zu Zlummelsburg. Nikol, vom 7. September 1891 veröffentlicht: Seine Durch!aucht der Fürst von Bis marck zu Varzin. vertreten durch den Oberförster Westfbal daselbst, Uagt gegen den Tagelöhner Ulrich, unde kannten Aufenthalts, mit der Vehauptung, dah er vom Beklagten: a) aus einem Mietksvertrage Miethszinsrück stand :(,00 Mk., K) -als Werth für Nichtlieferung zweier Hühner und einer Gans, zu deren Lieferung Beklagter vertragsmäßig ve:p 'lichtet wa-, 5,00 Mk., e) für unterlassene Arbeusistun gen, zu dknen er kornraktlich verpflichtet war 05,50 Äk., zusammen 105,50 Mk. zu fordern habe, und daß Kläger in der Arrestiachc wider den Beklagten eine -SiÄerheil von 100 Mark bei der königlichen Hinterlegungsstelle zu llöslin eingezahlt habe, daß dem Beklagten aber ?iachtheile aus em Arrest nicht entstanden seien,, mi: dem Antrage, den Beklagten zu verurtheilen, an den Kläger 105 Mark 50 Pfennig -zu zahlen nd zugleich darin zu willigen, daß die in Sachen Bismarck contra Ulrich G. 52J00 bei der königlichen Regierung zu jlZöslin vom Kläger hinterlegte Sicherheit von 100 Mark nebst Zinsen an den Kläger zurückgezahlt wird, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das königliche Amtsgericht zu Rummels bürg in Vommern auf den 13. November Vormittags 10 Uhr.
zum rtruren . Me Hiobsposten vom spanischen Uederichwemmungegebiet lauten immer trauriger. So rächt sich die schreckliche Waldoerwüstung der Spanier noch nach vielen Jahren, eine Warnung an die Ver. Sinnen, welche hoffentlich beher zigt werden wird. Folgende Berichte sind noch nachzutragen: In ganz Südspanien sind die Aus sichten für den Ackerbau trostlos, die Weinberge und Oliven Pflanzungen habcn schrecklich gelitten und die Mai und sonstige Ernte ist zum großen Theil vernichtet, ein um so traurigeres Er gebniß, als die diesjährigen Ernteaus. sichten auch in den übrigen Gegenden Spanens sehr schlecht sind. Am schwers:en heimgesucht sind die Provinzen Almeria. Valencia. Cindad Real und Aildalufien. In der Provinz Toledo wird der Schaden aus zehn und in Almeria auf sechs Millionen Pesetasgesckätzt, in der Stadt Almeria allein auf zwei Millio. nen. Dazu kommt der große Schaden, der an den Verkehrsmiiteln, Wege, Brücken, Telegraphen und Eisenbahnen auszubessern ist. In der Provinz Toledo wird jetzt die Zahl der Todten am 2300, in den übrigen Landestheilen zusammen auf 500 angegeben. Und roch treffen fast täglich Nachr-chten von neue r Verkecrungen ein, fo ist in 'der Nacht vom 1. bis zum 17. die Stadt Villarrubia (Provinz Toledo) aber mals von einer Ueberschwemmung beimgesuckt worden, die auch die Obst bäume und die Ernte vernichtet hat. Auch Portugal, vor allem die Provinz Beira. hat sehr gelitten. In Consue gra sind jetzt die Ikäumnnzsorbeiten in vollem Gange, 945 Leichen sind nördlich der Stadt in Massengrabern beerdigt worden. 200 Gendarmen sind dort eingetroffen halten die dar benden Bewohner von .Gewaltthaten ab und fahnden auf das Gesinde!, das aus dem Unglück seiner Mitmenschen ein Geschärt zu machen, die Leicken zu berauben und die Trümmer zu pländern sucht. Man hat angefangen, die Thier cadaver 5000 Stück Vieh sollen um gekommen fein welche die Luft ver petten. zu verbrennen, denn die plötzlich ei,' getretene Hitze erfordert dringend, die Leichen fortzuschaffen. Zum Locngrln, Skandal. Der Pariser Corresvondeut der Kölnischen Zeitung" meldet: Wie auS guter Quelle verlautet, hüt die französische Regierung beschlossen, auf alle mög liche Wei e dem Lohengrin-Skandal, der Frankreich tm Ausland höchst lächerlich macht, em lnde zu machen. Sie nndet dies um 10 nothwendiger, als die Pari ser russische Botschaft schon vor einigen Tagen zu verstehen gab, daß man rn Peter ?burg nicht recht begreise, wie eire starke Reglerung nch von einer Handvoll BouZanzisten die Spitze bieten lasse und dieser politischen Tollhäusler nicht Herr werden tnne. Tie Regierung wtry desbalb nicht mehr, wie sie es bisher gethan, sich damit begnügen, Hunderte von Leuten auf der Straße verhaften zu lass n. um sie, eine geringe Anzahl ausgenemmsn, sofort wieder in Freiheit zu men, ivndern sie nnrd auch gegen dre Anstifter der Kundgebungen, die sich ms zcyt nn vmtergruud halten, ein schreiten. Untr den An,ttjtern denn ten sich mehrere Deputirte. angeblich sogar ein ebe naliger Minister. Mitt, lerw.ile werben von allen boulangisti, schen, roualistischen' und bonapartisti schen Blältern alle möglichen Fabeln erfunden, um die Volksmassen in der Erregung zu erhalten. .So hat sin bvnapart'stk ches Blatt die Unverschämt kei:, zu bewup:en, der deutsche Kaisex habe die Mmuter Freminet urtb Con stau?, sowie den Polizeiprgfecten Loze mir uoen urven bclotznt, um ihnen seine Befriedigung darüber auszudrükken. daß sie für Lohengrin Partei ex' griffen." ,, TraurZge deutsche Fürsts. AuS dsn Erfurter Napoleonstagen on 1M8, welche den Kaiser Wilhelm zu den bekannten Aeußerungen über den korsischen Parvenü vcmlaßten, sind folgendx Erinnerungen am Platze: Der Herzog von Gokha, bei der Tafel in stummes Anstaunen versunken, wurde von Napoleon gefragt: kjen, Mom'.mt i Gotha, Sie leben wohl von der Lust?" und antwortete begei stert: O nein, Sire, von den Gtxahlen der Sonne!" Es war in Erfurt, w kein deutscher Fürst wußte, was die goldene Bulle gewesen ist und der Nönkg von Württemberg sie allen Ex, ft.s zu den Retchs-Insignlen rechnetx, b:s Napoleon lächelnd berichtigte:. Di goldene Bulle, so nannte nan die Ur tuude. durai welche 'uf dem Reichstsse
zu Nürnberg 13s ttarl der Vierte die BestimnttlNIen der Kaiserwahl und die Rechte der Kurfürsten feststellte." Staunen ringsum. Endlich ermannt sia) der Zar: Aber wann und wo haben Ew. Majestät diese glücklichen Studien gemacht ?" Zu Brienne, als der Fähnrich Bonaparte sich um das Patent eines Unterlieutenants bewarb!" Und als Talma im Oedipus" alS Philoktet die Worte sprach: Die Freundschaft eines großen Mannes ist eine Wohlthat Gottes," da bückte sich der Selbstherrscher aller Reußen aus Napoleons Hand, als ob er sie küssen wollte, und rief: Dies habe ich nie in meinem ganzen ebcn tiefer empfunden, als in diesem Augenblicke!"
vom Jnlanve. Äon den rund 16.000 R gierunz sbeamten in ' Washington sinb 2000 Farbige, welche jähr ich beinahe $1,406,000 an Salären beziehen. Missouri rühmt sich, ei nen großen Theil der im Osten ver kauften californischen Früchte" gelie fert zü haben. Herbert Svencer. der großi Philosoph, unter'ch e sich von anvcrev belehrten dadurch, oaß er äußerst große Sorgfalt aus seine Toilette legt. Ein vorsorglicher Bräuti gam in Teuer, Me., verlangte von dem überraschten Möbelhändler. von dem er seine Einrichtung kaufte, als Zugabe eine Wiege. 'Erst s e i 25 Jahren mer den weibliche Studenten zu höheren amerikanischen Lehraustalten zugelas scn und jetzt studiren bereits über 40, 000. D er farbige Pr edi gerJohg Farnhoüse in Charlotte, N. C., rühmt sich, den größten Fuß in den Ver. Staaten zu besitzen. Ein für ihn gefertigte, Leisten war 20$ Zoll lang und 7j Zoll breit. Ei in einer Höhle nah, Vaoerly. Jll. besindlicheS Gewässer, welches eine Fläche von mehr alS einem Are bedeckte, ist vor einigen Nächten plötzlich und mit einem lauten Knall verschwunden. Die in der Nähe b find!ich:n Felsen zeigen große Riffe auf und in der yvhte macht sich jetzt ein starker Schwefelgeruch bemerkbar. Den officiellen Berichten des Binnensteuer Amtes ist zu entneh' men. daß im ProhibltionSstaate Maine auf je 70' Perscnen eine Witthschast kommt, während sich im Prohibition staate Iowa schon je 455 Personen der gemeinsamen Benutzung, eines Platzes erfreuen können, wo man einen Guten scbänkt En Silber Sekel auS der Zeil von S'mon MatkabäuS, der UZ Jahre vor Beginn der christlichen Zeit recknung lebte, ist in Galveston. Texas gefunden worden. Die Ailbermünze wäre demnach .033 Jahr, alt und ihr numismatischer Werth wir!, von competenten Richtern auf G5.000 geschätzt, während der wirkliche Silberwertd nicht 51 oder 52 Cents übersteigt. Die Statue von Jeffersor, Davis, welche mehrere Monate auf dem Bahnhof von Jackson, Miss,, lag. ist nicht zufriedenstellend ausgefalleu und wird nicht angenommen werden. Die Appeal'Avalanche" inMemphiS meint, dir Anfertigung einer anderen Statue fcClte einem amerikanischen Bildhauer übertrafen werden. E.ine gigur der Freiheit zöttiu von 1? Fuß Höhe überragt den Thurm aus dem neuen Kapital von Te as ia Austin. Der Tburm ist drei hundeit Zuß hoch. Ein Bienenschwarm hat jem Nest im Bronzekopf der Frei deitsgöttin gemacht. Diese fleißigen Thiere nedu-en ibren Weg durch de Nasealöcher und nach einer kürzlich vo: genommenen Uniersuchung sollen ei bis zwei Fuß Honig im Kopfe der Göt un angesammelt sein. Die französischen Friseur bereiten eine Petition vor, welche um Erlassung eines Gesetzes gegen das Trazeu von Hüten seitens der Damen im Theater ersucht. Der Grund dafür , ist in dem Umstand zu suchen, daß dit Damen sich seltener frisiren lassen, seit sie' die Hüte aufbehalten. ES ist dies überhaupt eiae scheußliche Sitte, und zwar eine echt amerikanische. Wenn doch auch hierzulande dem Hut -Insug im Theater gesteuert werden könnte. Auf eine an ihn gerichtet, Anfrage von Aorth Bascomen, N. H.. bestätigte dieser Tage Vice-Präsiöenl Morton, daß er im Winter 1841 aus 1842 im dortigen Schulhause Unterricht ertheilt und danu den glänzenden Ge halt von $15 per Monat und Kost und Logis erkalten, habe. Er fügte hei, er sei damals ein fröhlicher Schul, meister" gewesen. Vor 50 Jahren ein armer, fröhlicher Schulmeister, heute ein reicher, trauriger Vice-Prä' fident. Das sind so Wendungen im Schicksal. In d e m m i t d e m 30. S e p t t rn ber zu Ende gegangenen Vierteljahrz kamen in den Ver. Staaten 2734 ge. schäftlich; Fallimente vor und die bei denselben involvirten Passiva betrugen 44 Million Dollars. In denselben 3 Monaten des Jahres 1890 erejlzneteq sich 219 Fallimente mit 35 Millionen an Passiva. Die ersten 9 Monatt des Jahres l$0 brachten 8823 Fal. limente 'Mit Passiven im Betrage von 13 Million Dollars,, die fersten 9 Monate deZ Jahres 1890 nur 7582 Fallimente mit 100 Million Dollar? Passiven. Zum deutsch - amerikani schrn Theaterabend macht anläßlich der Eröffaung des deutschen TheakerS in Philadelphia die Freie Zeitung" . fol. gende zutreffende Bemerkungen: Eine so starke deutsche Bevölkerung sollte allerdings ein gutes deutsches Theater unterhalten können. Leider ist 'es aber i Philadelphia, wie in fast allen ame rikantsche Großstädten mit stark deut scher Bevölkerung: Ist kein deutsches Zheater da, dann jammern" hie gute Deutsche fast herzbrechend' und köneü über dte englischen Schuydbghnen? nicht genüg schimpfen:' habe sie abe? ei deutsches Theater, dann lassen sie e? an Entkräftung versiechen und ,vatro neisen" die Shows, Die Rutza? wenhuya dieser. traurigen .aber wadxe,
Geschichte mag sich jeder Leser selbst ziehen cS ist leichte Mühe, Wie s ehr unsere Nativi st er auf dem Holzwege sind, wenn sie von europäischen Negierungen sprechen, dU unsgar zu gerne den Ueberschuß" in der Bevölkerung ihrer Länder zuschieden möchten, geht aus folgenden, einem Artikel der Berliner Nationalzeitung" entnommenen Worten hervor: Es heißt da: Deutschland verliert alljährlich durch die Auswanderung " eine nicht unbeträchtliche Summe von Arbeitskraft und Capital. Dieser Verlust ist durchweg ein absoluter, die Auswanderer werden Bürger der Ver. Staaten, und wenn sich auch die Anhänglichkeit an idr Heimatbland bei den verschiedensten Gelegenheiten in glänzender Weise b währt hat. so sind sie selbst doch meist für uns verlöre.:. Würde jetzt diese
Auswanderung von Nordamerika erschwert, so wird sich ein Theil derselben leichter in andere Bahnen lenken lasten, wo sie dem Stanlmlaade von größerem Vortheil ist. . Unter allen Umständen, würden wir Maßrezeln der Ver. Ftaaten gegen die Einwanderung mit Ruhtansehen können; einen Nachtheil werden sie für uns in keinem 'Falle haben." Wie die Seehunde im Be ringsmeec von den Jägern aus BritischColumb'. erlegt werden, wird folgen dermaßen beschrieben. Sobald ein Seehund gesehen, wird, lassen sie die kleine Boote vom Schooner in'S Wasser. Ein mit zwei Schrotflinten und einer Büchse bewaffneter Jäger und zwei Matrosen steigen in ein Boot und dann beginnt die Jagd. Ist man dem Seehund nahe genig gekommen, ob et nun schwimmt oder im Schlafe über rascht wird, so wird auf ihn gefeuert' doch in keinem Falle schießt der Jäger, ohne sicher zu fein, sein Ziel zu treffen. In neun aus zehn Fällen erblickt der Seehund die ihm droyease . Geiahr, taucht schnell unter und verschwindet aus dem -Gesichtskreis, ehe das Boot nahe genug gekommen ist, um schießen zu können. Sobald das Thier einmal getroffen morden ist, sinkt es sch kell untex. fo daß es schnell harounirt und auf'S Boot gezogen werden muß. So wird die Jagd fortgesetzt, solange noch ein Seehund gesehen wird. Oftmals werden in ein oder zwei Tagen nur ein oder zwei Thiere erlegt, zu andern Zeiten me!zr als z'vanztg an einem Tage. fcarvom Vltskcknde. Sehr freim üt h i a er' klärt sich der namhafte londoner Arzt Dr. I. Mortimer Granville in einem Eingesandt an die Times gegen die in England alljährlich aggressiver auitretenöen EnthaltsamkeitS Bestrebungen. Trunkenheit ist nicht in höherem Grade die Folge des Trunkes, als ein Kochherd die Ursache einer FeuerSbrunst. Die völlige Enthaltsamkeit von Wein und Bier ist ein stärkeres Uebel, als der gelegentliche Mißbraurh dteser Getränke. Die sogenannter Tetotaler"Ansichten haben unberechen baren Schaden gesti'tet. Der gewöhn liche Engländer hat nicht solche Sub stanz wie vor vierzig Jahren. Das Trinken hat keinen Einfluß auf die Menge der Jrrsinnfälle. Diese habe sich gerade seit der Zeit vermehrt, wo die Mäßigkeitöbestredungen aufgetreten sind. ES märe festzustellen, w:e viele von denen welche trinken", irrsinnig werden. Nach meiner Erfahrung bilden diese einen sehr kleinen Procentatz. Ge rade viele der schlimmsten Krankheiten, wie Schwindsucht. Krebs. Gicht und Nervenleiden haben ihre Endursache in der Gefchaiächthett der Constltutlon. Sie haben sich so. ausgebreitet seit der Zeit, wo die Taselvatter und ver oünnter Wein" statt Bier und echtem Wem getrun-ken werden. Ich hin über zeugt, daß die Enthaltfamkeitslehren einen zerstörenden Einfluß auf die mo ralifche, geistige und körperliche Ge sundheit des Volkes ausüben." ' Folgenden Aufruf Hai Baron Hirsch an seine GlaubenSgenos fen in Rußland gerichtet: An meine Glaubensgenossen in Rußland! Ihr wißt, daß ich mich bemühe. Euer Loos zu verbessern. Es ist deshalb meine Pflicht, offen zu Euch zu sprechen und Euch die erforderlichen Mittheilungen zu machen. Ich kenne die Gründe, welche viele von Euch zur Auswande rung zwingen, und ich will gern Alles, was in meiner Macht steht, thun, um Euch in der Stunde rer Noth beizu stehen. Ihr müßt mir dies jedoch er möglichen. Eure Auswanderung darf nicht einer kopflosen, überstürzten Flucht gleichen, bei welcher der Wunsch, der einen Gefahr zu entfliehen, im eigenen Untergang endet. Ihr wißt, daß sorgWältig organlsitte Comites mit Zustim mung und unter der Oberaufsicht der russischen Regierung demnächst in Ruß land errichtet werden. Die Pilicht dieser Comites wird es sein, die Auswan derung m geschäftsmäßigem Wege zu organisirea. Alle Personen, welche auszuwandern wünschen, werden sich an die Lokalcomiles zu wenden haben, die allein berechtigt si.id, Euch die nythwen 'digen' Erleichterungen zn gewähren. Nur die von den Comites erwählten Personen können auf meine Hilfe und auf die meiner Mitarbeiter rechnen. Jeder, der das La ,d verläßt, ohne rm Einverstandniß mit den Comites zu stehen, thut es auf seine eigene Gefahr und darf nicht auf irgendwelche Hilse von mir rechnen.' ES liegt auf der Hand, daß die Zahl der Emigranten z An sang keme große sein kann. Es müssen eben nicht allein Zufluchtsstätten für die,' welche zuerst abreisen, gefunden, sondern auch die erfoxderljchen Vorkeh xUNgey snr die Nachfolgenden getroffe werden, späterhin wixd die Auswanderung m der Lage sein, größere Dimensionen anzunehmen. Denkt daran, daß ich nichts für Euch ohne die wohlwollende und gnädige Hilfe der rufst' schen Regierung . thun kann. Zum Schluß appellire ich an Euch. Ihr seid die Erhen Eurer Vater, welche sei, Jahrhunderten so v!kl glitten haben. Tragt diese Erbschaft noch em Wkilk mst. gleicher Ergebung Habt auh weiter Geouli und rnacht dadurch denen, welche Euch helfen wolle, ihr Aufgabe möglich Ich sende Euch diese Worre der Sarnüng unh Aufmunterung iu meinem eigeutn , Namen, wie in den. von Tausenden Eurer. GlaubenSgenosfen. Nehmt sie zu Herzen uyd versteht
it. Möge oer gule Gott Eucy und mn und den Vielen helfen, welche mit sc viel Aufopferung mit uns zu Eurem Besten arbeiten." Mit Rücksicht auf du jetzt tagende Conferenz. welche über den Verkehr mit Wein zu berathen hat. er scheint folgender PassuS des Protokolls der letzten Sitzung der Mainzer Han delökammer von Jmeresse: In dem vor mehreren Jahren entdeckten Saccharin ist ein Stoff in den Handel gekommen, welcher bisher zur Versüßung von manchen Nohrungs- und Genuß' Mitteln benutzt wurde, neuerdings aber wenn auch nur iu vereinzelten Fällen bei der Weinbehandlung in Anwcn dunz gekommen sein soll. Mit Rück ficht auf den Umstand, daß Saccharir nicht allein ein billiges, sondern auch
ein leicht anzuwendendes Mittel ist. un. dem Wein den Anschein einer besseren Beschaffenheit zu geben, liegt die Ge fahr nahe, -daß es bei den Weinprodu zentea rasch in ausgedehnterem Maß zur Anwendung kommen kann und daß der so behandelte Wein ohne Kenntnißgäbe, des Saccharinzusatzes in den Haw del gelangt. Dies, erscheint um so bedenklicher. als Saccharin in der Wein traube nicht enthalten ist, und somit ein völlig sremder Stoff in den Wein hineingebracht wird, welcher überdies Nicht vergährt und sich in keiner. Weist verändert. Auch wird Saccharin vor dem menschlichen Körper nicht verdaut sondern in unoeränd r er Form wiedl, ausgeschieden, kann also auch nicht al Nahrungsmittel angesehen , werden. Mit Rücksicht hieraus beschließt dn Kammer, an, großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz di, Bitte zu richien, eS zu veranlassen, daß vor dem Zusätze von Saccharin zu Most und WeiT gewarnt und daraus aufmcrksam gemacht wird, daß der Verkauf vor derartig behandeltem Wein strafbar ist. wen nicht gleichzeitig der Zusatz vo Saccharin ausdrücklich dem Käufer bekannt gegeben wird." Man erinnert sich ge miß noch der Leidensgeschichte der beiden Oesterreicher Ländler und Binder, die im Juli 1888 von Briganten in Bellooa überfallen, in die Berge geschleppt und erst nach langwierigen Verhandlungen und nach un säzlichen Leiden, sowie und das waz die Hauptsache nach Zahlung eines sehr beträchtlichen Lösegeldes, wieder der Freiheit zurückgegeben wurden während damals für Ländler das Lösegeld seitens der Eisenbahnunterneh:'iung, in deren Diensten er stand, auf gebracht wurde, gerieth Binder, der die von ihm geforderten taufend Pfund aus Eigenem ausbringen mußte, an den Bettelstab. Die Bemühungen des Wiener auswärtigen Amtes, für Binde, von der bulgarischen Regierung ein Entschädigung zu erhalten, waren erfolglos geblieben. Seither ruhte dit Angelegenheit. . Mit Ruancht aver ut den raschen Erfolg, welchen die Jntw vention der deutschen Regierung zr Gunsten der bet Tscherkesköl überfalle nen deutschen Reichsangehörigen bei de Pforte hatte, hat nun, wle die Times zu melden weiv. Herr Bmder sich neuer lich an das Wiener Auswärtige Ami um Intervention m seiner Sache ge wendet. AuS seinem Aufenthalt i Ceylon erzählt ein österreichischer Reisender recht interessante Dinge. So entwirft er von de.n geschäftlichen Ver kehr in Colombo folgende bezeichnende Skizze: Die interessantesten Figuren Und neben den Geldwechslern die Edel steinverkäufer. Da kommt ein Moha medaner, auf daö Notdürftigste geklei det, kramt aus srnem Gürtel ein Stück sehr schmutziger Leinwand heraus, fal tet sie behutsam auseinander und bringt einen Ring zum Vorschein, wischt und putzt ihn sorgfältig am Aermel und reicht ihn dir hin. .Echter Saphir, mein perr!" Wie mel?" .Füns zehn Pfund Sterling." Echt?" Ja. echt, ganz eckt!" Woher?" -rAus den Berge von Kandy." Das Gold echt?" Nein, ma'teS Gold, aber Gold." Fünfzehn Pfund Sterling!" Zuviel? Wieviel mein Herr, wollen Sie geben?" Einen Supence" (fündig Pfennig). Aber, mein Herr, welches Angebot!" Bist Du damit nicht zufrieden, dann scheere Dich zum Teufel!" Er steht, anscheinend mit der Miene heilig ster Enüstung sieht sich aber doch um, ob der Herr keine Anwandluna von Reue zeigt. Der Herr verzieht keine Miene va dreht sich der Mohamedaner um, kommt zurück und fragt: Wirklich, wollen Sie nicht mehr wie einen Six. ttim dafür aebrn?" .Nein, belästiae mich nicht!" .Na, da haben Sie ihn uns ltes Segen sei mit Ihnen!" Der Ring kommt aus Belgien, das Gold ist Messing, der Stein GlaS. Solche Händler gibt es zu Hunderten in Colombo. aber nur wemg Passagiere, yif auf sie hineinfallen. Clovis . Hugues, der Dichter und Jacobiner, hat der Dichterin und Königin Carmen Sylva den Vorschlag gemacht, mit ihm zusammeg klne Dichterrepüblik zu gründen. Herr CloviS HugueS hat seinen Plan auch schon vollständig fertig. Die ideale Nepubljk wjrd m Rumäniefl oder iy der Provence begründet. Er selbst und sein Freund Maurice Faure würden gewissermaßen die Präsidenten des neuen Staatswesens. Der neue Staat wird das wahre Schlaraffenland sein. Abends, nach Erledigung der noth' wendigsten tztaatsgeschäfte. wird gedichtet und declamirt. In dem Dich' terstaate wird man sich um die Gegen wart gar nicht , kümmern, sondern nur von der poetischen Vergangenheit er zahlen und von einer noch poetischeren Zukunft schwärmen. Diese entzückende Träumerei wird nur durch" die ';0? Glocken von Bukarest unterbrochen w?r? den, die nach der Aussage des Herr Clovis Hugues .Hosiannah!" läuten werden.' Ach, Mai-stät, Majestät, wenn Sie nur wollten, welche herrliche Republik könntenp r gründen," so West der begeisterte P?et, und wenn die Könizin'nsch dieser rührenden Avo strophe noch nicht mitg'ründen will, dqnn yk?dient sie überhaupt . nicht, eine . "' V, -i ; zuiatterin genannt n werden. W, T. Bxpwn, ÄM Block,' Zimmer 23'.'-' ' J.Feldgeschrci: Valem Alcikum.
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Eifenbahtt-Tabelle
AnZunst und Abgang der verschiedenen Eiscn bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang Pssizuz, , ExpreH Erpreß . . 1 Accomodation Expreß...... ........ ... Expreß . . . . . .... .... ... Ankunft Erpreß Expreß Accomodation Exvreß . . ..- Schnellzug Accomadation Vi Vni Am Tan Niii Nm Nn Vm Vm Vm Vm li m im 4 m 7 00 11 00 3 , 4 15 , 10 " 2 stO , 5 20 7 45 Cledeland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clevcland Tivisicn. Waana Erpreß.. 6 3 Vm Expreß Expre Limited Expreß Expreß . ... Ankunft Erpreß Expreß . . , . Limited Expreß 9 35 Dm ...11 45 m ... 3 20Nm ... 6 45Nm .. 7 00 $m ...11 10 Vm . . .11 55 Vm. ... 5MNm Expreß . Erpreß ' St. Louis Division. Abgang Expreß Limited Expreß Erpreß Expreß, täglich Ankunst Expreß täglich Expreß Limited Expreß... Expreß , 10 50 Nm .. 7 30VM ..123Nm .. 5 2UNm ..10 55NM .. 3 20Pm .. V LZ Vm .. 2 55Vm .. L0Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang-SchnellKUg 3 55 Vm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation 10 55 'm Voltzug 3 0!) Nm Accomöd. (nur Sonntags). 5 0Nm Accomodation 6 45 Nm Ankunft-Nushvills Accomodation. 10 35 Vm Postzug 11 50 Pm Ind'plsLlcc. (nur Sonnt.). 12 35 Nm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug r .,. 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomvdatkon Echnell.Post Lafayette Accomadation Schnelliua .7 1 Dm . 12 01 Nm . 5 15 Nm .12 :) T'M . J LOm Ankunft Schnellzug . Lafayette Accomodation ... 10 45 ra Echnellpolt 2 50 Nm Accomodation 6 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 m Expreß 12 W Nm Tanville Accomodation . . . . f 05 Nm Expreß 10 52 Nm Ankunst Expreß 3 15 Am Da'kvills Mcomodation. ... 10 40 m GWt 4 40 A.n Expreß 35 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 37, Vm AeceNodstion . , 5 30 $rn Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß 45 Vm Accomodation 9 OO Vm Expreß lo 30 Nm Lakr Erie und Western. . Abgang Erpreß V 15 Viq Expreß 1 20 Nm Erpreß 7 00 Nm . Schnell.Erpreß 11 10 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 ?') ?m Erpreß ." .' 10 m m - Erpreß 2 50Nm Ervreß 0 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, ff&ipa0 und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 ?m Columbus Accomodallon.. tt 00 Bin Expreß 3 M Nm Rlchnlond Accomodation. . . 4 00 Nm Expreß 5 30 Nm Ankunft Richmond Accomodation S 00 Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß 12 50 Nm Accomodation 3 45 Nm Exxnß Nm Expreß 9 m Nm. Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß. Expreß Ankunft Erpreß riß.. Lcuisville Division. Abgang Expreß Louisville. Ncconiodation.. . Schnellzug. Accomodation Ankunft Accomodation Schnellzug Accomodation Sxezial i5 glich 11 05 Vm 11 30 Nm 3 30 Vm 3 45 Nm 3 40Vm 8MVM 3 55 Am 4 3 J Nm 10 25 Vm 11 00 Vm 6 00 Nm 10 50 Nm Cincinnati, Hamitton und Jndianapolis. Abgang Erpreß Cincinnati Accomodotion Expreß .'. Expreß Expreß Ankunft Accomodation , Exprch. Expreß Expreß Expreß . 3 55 Via . 10 45 Vm . 3ii Nm . 330Nm . 30 Nm . 9 15 Vm . 11 15 Vm . 7 45 Nm .10 55Nm . 12 W Vm Indianapolis und' VinceNUcs. Abgang Expreß 7 30 Vjn VmmmcÄ Accomodation. . . 4 10Nm Ankunft VmcenncS Accomodatlonl 1 00 Tan Erpreß.. . ... 5 05 Nm Cincinnati, Wabafh und ÄHigan. Abgag-Erpred t!, . : , . '30 Vnz . Viif icb ,,i.,,:,,ii. i 1 4, xU1 Ervrek :;; tut Ankunft Erpreß ......11 10 Vm Nrpreg -....! 5 00 Nm Expreß 10 50 Nm Indianapolis, Dccatur und Wcstcrsr. Abgang Expreß 8 30 Vm Äccsmodatwn 4 20 Nm CcknelleErvrk II rn q?, . .f " ifrr - - - r w w - m m . m m m m- W-: 4-41 Ankunft Echnell.Expreß . . . . . . 3 Vm 1 ' 1. . - iVV"";1 10 iu ? m : :.:.t... r'XM Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Ervreß 12 40 Vm (Vfntijk 1 1 r v'hö 11 a-i st rn Monon Accomodatton li 20 Vn, Ankunft Expreß ........... .,. ... 3 25 Vm Monon Accomodation .... ,10 40 Vm Expreß 3 20Nm IN Tff r Vt A, w vk 44 .nm 1 V-" 'IS P Ml . wjt, yxmmif ini tii.k n n.mh, Vv.t c. tiU yiui.fciy kom . rnliu llr t tu. -n, and iu.iMi O. .lhrar, sr. Im rn.ru . Xuu , cuiut.ntr ( kuBM, ( i. iur i. vuur iiut..r mn munirau m U Briu-Ali U r. nl j Utl'tt vTf rker. - tust -. fUml.bii r iTt.inr. EA8ILT. 61'ELIjIL bmc. fAisrKLLAlU itttt. Addrwtti.c&, tkt-IKkikK M O MM-f - .kl. mm . .
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