Indiana Tribüne, Volume 15, Number 18, Indianapolis, Marion County, 6 October 1891 — Page 2
Jndiana Tribüne. Erscheint N g l i ch nd Bonn i a js.
töellcle .Tridünc- kftct drch tn Tröger .2 CcntS prr Uoic die S s n t a g S T r i b ü u 6 Kenia per Woche. Beide zufainmrn IZ Ccn tS der W CentS per Monat. Per Post zugefchilkt in Vor suHbezshlunZ $ per Jalzr. Ossice: 130 Ost Maryland Straße. Il,dinapolls, Ind., r. Oktober '91. Feue?ge?üKrl!Ä, EÄissöladungen, Zu den schrecklichsten Katastrophen, welche ei Schiff auf hoher See faires fea können, gekört der Äusbruch einer Feuerbrnnä. Ter Schreckensruf Feuer! erfüllt selbst das Hcrz des Muthigsten mit Bangen und verursacht fast au uahmloS jene schrecklichen Nusbrüche vcn Panik, in denen sich die Ban?e al ler Disciplin !ösen un) ,daZ Wort deS Kapitäns machtlos verhallt, während schreckensbleich ALeS zu den Rettungs' dooten stürzt, um hZuftg genuz den lamwentod gegen ein Wogengrad zu x e auschen. Unter den Ursachen der Schiffsbrände fxielt die größere oder geringere Feuergefährlichleit der Ladung eine groe iiolle. " Zu solchen entzündlichen Stofsen gehört in hohe Maße die Baumwolle, welche nzcb der Ernte in den Eüdstaaten der Union in Tausenden von Ballen vcn ellea Häfen des Landes cuI den atlantischen Ocean kreuzt. Tie Passagiere der großen Oceandampfer sind meist völlig in Unkenntniß über die Natur der Ladung, auch würden sie es schwerlich erfahren, über welch einem Vulcan sie hinschreiten, denn ie Kennt niß, daö ein Dampfer mit Baumwolle beladen ist. wurde das Passagiergesqäft erheblich schädigen. Ter letzte bedeutende durch Entzün dung des Baumwrll-Caigo verursachte Schiffs brand ereignete sich jüngst auf dem Jnluzn-Tampfer GUa of Richmond auf ihrer Reise vcn New Aork nach Liverpool. Tas Feuer brach auf hoher See aus, doch gelang es, dasselbe wenigstens so lange zu dämpfen, bis dos Schiss den Hafen vcn Lwerpool erre:ch:e: Ter Capttän war auf den glücklichen e danken verfallen, Tampsstrzhlen auS dem Kessel in die Flammen zu seaden. wodurch er eine viel gleichmäßigere Turchnüffung, als mit Wasser erreichte. Im Hasen falbst aber brachen die Flammen mit verdop;etterWuth hervor, und man mußle den ganzen Laderaum unier Wasser setzen, um daS verheerende Element zu ersticken. Tiefer eclataule Fall rief im engli scheu Parlament eine lebhafte Tedalte kervor, welche sich besonders darum drehte, ob es nicht im Interesse der Sicherheit für Ocesnreisende geboten sei. ein für allemal den Transport von Baumwolle auf Oceandampfern bei Vermeidung hoher Strafe zu verbieten, Tie Handelskammer und die Reglerung gaben in ihren Berichten reichhaltiges Material zur Beleucbtuug dieser Frage. , Die früher herrschende Auahme ron Selbstentzündung der Baumwollbsllen durch Reibung oder Feuchtigkeit erscheint danach nicht mehr stichhaltig. Staats secreür Balfour theilte mit, dah von den 171 Bränden, welche sich in den legten zehn Jahren auf mit Baumwolle beladenen Schiffen während atlantischer Fahrten ereigneten, 81 im Abfahrts und 1 im Ankunstshasen, dagegen 45 aus hoher See vorsielen. Trotzdem herrscht über den Ursprung dieser Brände völliges DunZel, wie Herr Balfour zugb. Nicht unmöglich sei es, daß sich Durch die Reibung der Baumwolle an Ei enthcilcn starke Elektricität entwickele, welche durch Funken die siine Pflanzenfaser entzünde. Merkwürdi ger Weise sind in demselben Zeitabschnitt nur 4 Baumwollbrände auf Indiafahrern vorgekommen. Wenn auch die Ouanlität. n?e!cke von Indien nack Liverpool geht, bedeutend unter der amtrikanischen fcleifct, so ist trotzdem das Mitzverhältniß auf Seiten der atlantischen Dampfe? höchst ungünstig. Ter Ralioüalökonom Edward Älkin-son-erklärt die Häufigkeit dir Brande auf dem Atlantic auö der schlechten Verpackuug der 'amerikanischen Baumwolle und den unremin Beimischungen derselben, wozu er namentlich die mit Vaumwsllsamenöl getränkten Flocken' rechnet. Durch solche trete rasch Zersetzung, Erhitzung und schließlich Entzündung ein. In amerikanischen Ballen finöe mon oft geug außer Oelflccken Patronen. Streichhölzer. Schleifsteinstücke, ja Berskaschen und alte Hämmer. Die Packlcinewand ist sehr grobes und undichtes Gewebe, häufig genug an den Kanten aufgerissen und durchlöchert. Tag?gen sei die indi che 'Baumwelle gut gepreßt, rein und sorg fältigst in doppelter Umhüllung verpackt. Ter Nordd?utsche Lloyd staut Baum, woüballen nur in ganz gesonderten, mit Eisenblech tapezierten Kammern auf, wo etwa ausbrechendes Feuer sofort gelöscht werden kann. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die liederl'.che und lose Stauung der Stückgüter, ton sie leider nicht selten vorkommt, die Selbst, entzündung von Baumwolle durch Rei bung, genügend erklärt Gibt eö Hcilm tte! gegen AuSsarj? .Die Wissenschaft steht der furchtbare Krankheit des Aussatzes völlig rathlos gegenüber. Von einem irgendwie nen neuswertheu Heilmittel ist überhaupt gar keine Siede. Man weiß ja nicht einmal, ob der Aussatz übertragbar ist. oder nicht, ob ansteckend oder vererblich. ob seine Entstehung etwa mit ungenügender oder schlechter Ernährung zusammenhängt, oder mit Unreinlichkeit und mit dem jllima, oder mit allen diesen Ursai chen zusammen, ob endlich die Entbal tung von Fleischspeisen oder von Pflan zennahrung Aussatz herbeiführen kann, oder gar der Genuß von Seefischen oder zu wenig salzhaltigen Speisen.In diese entmuihigenden Worte kleibet AgneS Lambert das Resultat ihrer rundlichen Untermchunaen über die Ge-
sichte des Aussatzes, dieser jchrcck!tchcn Krankheit, welche namentlich in Asien und den dazu gehörigen Inselgruppen ihren Hauptsitz hat, aber auch nach Süd amerika, Westindien, Australien, den mllaiischen Archipel, ja sogar nach Skandinavien und Großbritannien hinübergreift. Der ärztlichen Welt bemächtigte sich eine Art wissenschaftlicher Verzweifluntj, die in dem berüchtigten Gut achten des königlichen AerztecollegiumS von London v. I. 1867 ihren Ausdruck fand. Allerdings lagen damals sehr negative Berichte aus dendritischen Consulaten des Orients vor. Man bemühte sich jedoch nicht, diese auf ihren Werth rder Unwerth zn prüfen, namentlich fand man keine Veranlassung, die sanitären Einrichtunzen derSpitälerfürAussatzige genau zu untersuche. So sprach das C ?lleg .um das große Wort gelassen u s ,oaß der Aussatz nicht zu den ansteaenden Krankheiten gehöre und daher die Einrichtung und Unterhaltung von 6e sonderen Krankenhäusern für Aus fähige, sowie die Maßregeln für die Jsolirung der Letzteren sich nicht rechtfertigen las. sen.' DieS Unglückswort öffnete überall, soweit englischerEinfluß reichte, die Pest--höhlen des Aussatzes, und deren unglückliche Bewohner wurden so gewissermaßen auf die wehrlose Menschheit losgelassen, überall Elend und Krankheit verbrei tend. Die furchtbaren Fortschritte, welche der Aussatz seitdem gemacht, Pater Da mienS und seiner Jünger entsetzliches Schicksal auf den Sandwich-Jnseln, beweisen zur Genüge, daß jenes Gutachten bezüglich der Ansteckungsfähigkeit des Aussatzes einen schweren Irrthum enthielt. Dr. Wynne, ein englischer Arzt auf Robben Island, der Äussatzfarm der Capcolonie, hat an zahlreichen Bei' fpielen die Uebertragung des AussatzgifteS auf Schweine, Mäuse, Fasanen und Truthühner beobachtet, bei denen es ganz analoge Erscheinungen, wie beim Menschen, hervorrief. Zweifellos hatten alle diese Thiere Futter genossen, welches von Aussätzigen berührt war. Mit Recht wird daher auch vor dem Genuß solchen Obstes gewarnt, welches aus Südamerika zu uns kommt, d. b. aus Gegenden, wo der Aussatz notorisch endemisch ist und anscheinend immer weitere Fortschritte macht. Das Gift .elbst kann im menschlichen Körper vielleicht zwanzig Jahre incubircn. ehe sich seine schrecklichen Folgen äußerlich sieht bar machen. ES ist übrigens auch höchst wahrscheinlich, beinahe bis zur Gewißheit,
saß die Nachkommenschaft Aussätziger den Retm zur Krankheit mit zur Welt dringt, obwohl dieselbe oft erst nach erreichte? Geschlechtsreife zum Ausbruch kommt. Auch Frauen haben mit ihren lustStzlgen Mannern länger a'S zehn Jabre gelebt, ehe sich Spuren des Aussatzes an jenen zeigten. Pater Damien aatte mehrere Jahre unter den AuSsätzigen von Oahu zugebracht, ehe er :us dem zufälligen Umstände, daß ihm kochend heißeS Wasser, welches ex sich über den nackten Fuß verschüttete, keinen Lchmerz verursachte, entnehmen mußte, saß er bereits die Krankheit in sich trug. Einem französischen Kreolen, der niemals die leiseste Ahnung von seiner Krankheit gehabt, passirte eS, daß ihm Ratten, während er schlief, ein tiefes Loch in den Schenkel fraßen, ohne daß er erwachte oder auch nur den geringsten Schmerz verspürte. Dieses völlige Absterben der Empfindungsnerven ist ein untrügliches Zeichen von dem Fortschritt der Krankheit. Mit Mühe entsann sich dieser Kreole, daß er sich vor acht Jahren die Ansteckung zugezogen haben mußte. Und doch herrscht im Allgemeinen eine strafwürdige und fast unglaubliche Gleichgiltigkeit gegen die Gefahren der. Ansteckung. Noch kürz lich hat ein amerikanischer Arzt, der auf ken besten Colleges seine Studien absolvrt, in Westindien ein junges Mädchen aus einer zweifellos leprösen Kreolen samilie geheirathet. Und dabei waren Bater. Schwester und Bruder, der Braut auf das schrecklichste von der Seuche gezeichnet. Trotzdem schob der junge Aeskulap AlleS auf eine .unbedeutende skrofulöse Affection, ja, er vermaß sich sogar, dieselben in Bälde völlig zu heilen! Er hat seitdem seine übereilte Diagnose schwer zu bereuen gehabt. Auf der britischen Insel Jamaica. herrscht - gegenwarttg rn Folge zeneö verhängnißoollen Gutachtens , eine entschliche Confusion unter den Behörden. Während der eine Sanitätsbeamte alle Aussätzigen sofort nach dem Aussatz spital in Spanishtown transportiren läßt, duldet es die Poltzer m KmzStown, daß eine afc Hökerin, der die Finger vom Aussatze beinahe ganz abgefressen sind, an die Schulkinder Obst und Nüsse verkauft. In St. Kittö fuw girt sogar ein mit Aussatz behafteter Lehrer m der Volksschule, wayreno auf Trinidad daS SanitätSamt strenge Ab sperrung eingeführt hat. In Indien funairen Aussätzige oft genug als Bahn schaffn und Garkoche, wahrend überall Lazarethe mu strlcter Jsolirung eiti ren. In den Ver. Staaten werden jährlich H4.000.000 für Bananen, K2,000. 000 für Orangen. $1,600,000 für son stige tropische Früchte und gegen 000,000 für Tabak ausgegeben und verbraucht. Alle diese Producte kommen aus Ge genden, in denen der Aussatz herrscht. Ganze Rotten von Aussätzigen werden in jamaica für das Verladen der Orangen verwendet, während auf Cuba in allen Cigarrenfabrike Dutzende von Arbeitern beiderlei Geschlechts, denen die Hände und Finger vom Aussatz fi.t . r: v enljetztiuz vcriiummett nnv, wuyiHv muth die zum Export bestimmten Ci garren drehen. Der Norweger Armauer Hansen, der.Entdecker des Lepra bacilluS, halt den Genuß derartiger Früchte, das Rauchen solcher Cigarren lur höchst gefährlich. Van möge sich aus dem Vorstehen den selbst Schlüsse über die Gefahr der Leiterverbreitung deS Aussatzes ziehen. Die Neger in Georgia kommen vorwärts und werden nach uud nach wohlhabend. In diesem Jahre haben sie fünfzehn Procent mehr Eigen' lhum für steuerpflichtig angegeben, a!S im letzten Jahre. Sie repräsentiren in len 'Steuerlisten ein Eigenthum von b14.196.722.
Ei Canvffagattg
ES ist schon eine ziemliche Weile hej beinahe einen Monat , als aus Station Hammermühle bei Varzin. dem Tusculum des Fürsten Vismarc eine ' wichtige Begegnung stattfand. Prinz Albrecht von Preußen, per Re gent von Braunschweig, und der Altreichskanzlcr hielten dort eine lang, Conferenz. Erst jetzt dringen darübet Mittheilungen in die Oesfentlichkeit. welche allerdings geeignet find, großet Erstaunen herrorzuruseri. Anfänglici brachte ein provinzielles Winkelblättchen. die m der benachbarten Kreisstadt erscheinende .Rnmmelsburger Ztg.", eine wenig beachtete JZotiz darüber, dii jedoch bald von den Hamburger Nach richten" aufgenommen und bestätig; wurde. ES kann nun angenommen werden, daß die Mittheilung auf Wahr heit beruht, denn die Hamb. Nachrichten" konnten sich sehr wohl verge wissern, ob die berichteten Aeußerunger thatsächlich gefallen waren. Nach dem Rummelsburger Blat! habe nun Regent Albrecht den Fürster ge?razt, ob ex sich auch einmal seher lassen werde, und der Fürst hierauf lächelnd erwidert: .Ja, nach B e r lin werde ich wohl kommen, aber nicht zum Reichstage. Und das ist also das Res; l .t de, unendlichen Manöver vor, bei und nach der Geestemünder Wahl, bei denen siel bekanntlich der Abgeordnete Schoof aii der allergetrcunte Schildträger des Fürsten Bismarck hrrvortbat, um die s?m den Weg in den Reichstag zu bereiten und zu ebenen! Die Nationalliberalen waren keineswegs mit d Aufstellung der Candidatur Bismarcks im 19, hannöoer'schsn Wahlkreise einverstanden. Aber wohl oder übel muß ttn sie schließlich den Candidaten, dev sie unmöglich verleugnen konnten, hinunterwürgen, obwohl sich der Fürt wabrmd der Kämpfe um die Gctreide ölle und den deulsch-österreichischen Handelsvertrag a'.s entschiedenett Agrarier und insbesondere offenen Gegner jeder Herabsetzung der Getreidezölle bekannt hatte. Dazu kamen noch die klüglich adge wozenen und zweideutigen Antworten des Fürsten über seine Candidatur, die im Zweifel ließen, od er überhaupt gewillt fei. zu laufen." Das nun gerade nicht, erklärte er endlich mehreren Tepmationen gegenüber, die ihm schär'er aus den Zahn fühlten, dagegen ver sicherte er, da er im Reichstage erscheinen werde, und in seinem Organ erk arte er, daß er den deutsch-österreichi schen Handelsvertrag bekämpfen werde. Jetzt erfahren wir plötzlich, daß Fürst Bismarck die Absicht- aufgegeben hat, daß er wohl nach Berlin, aber nicht in den Reichstag kommen wird. Mit der Opposition gegen den deutschösterrei chischen Handelsvertrag im Reichstage ist es also zu Ende, und mit der agra riscken Führerschaft des Fürsten Bismaick auch. Man kann dieses plötzliche Abschmenken von einer bisher consequenk festgehaltenen Willensrichtung nur als einen neuen Beitrag zu den zahlreichen Wand lunzen in der Politik des Ex-ReichS kanzlers registriren; eine der sensatio nellsten iit sie sicherlich nicht. Vordem war Fürst Bismarck der Ansicht, daß eS feine unabwei-liche Pflicht sei, im Reichstage zu erscbeinen und da Oppo sition zu machen, w) nach seiner Ansicht etwas im Werke wäre, das den Jnteres sen deS ReickeS widerspräche. Er ist offenbar anderer Anncht geworden, ohne daß über de Gründe, welche hierfür maßgebend waren, das Geringste bisher in die Oesfentlichkeit gedrungen wäre. ES wäre aber außerordentlich interessant. auS deS Fürsten Munde Genaueres über die Motive dieser ftlllen Bekebrung zu ermhren nament lich da er bisher seine seste Absicht, im Reichstage feine Grundsätze über jene brennenden Fragen zu vertreten, mit so großer Energie und Aussuhrllchkett dargelegt hatte. LandlvtrtksSiaftltche?. Gegen die Prairiefeuer wird folgendes Schutzmittel angerathen: Die Farmer sollten gemeinschaftlich ihre Aecker mit breiten, umgepflügten Für chen umgeben.' über welche das Feuer nicht hinüber kann, gerade so wie sie Hecken zum Schutz gegen den Wind pflanzen oder Smudaes bauen. Wenn leder Farmer einen-solchen SicherheitS ÄeiS um seine Gebäulich?eiten uud Heu schöber zöge, und damit nicht biS zur Zeit der Gefahr wartet, sondern. eS besorgte, noch ehe die Ernte beendet ist, könnten viele tausend Dollars jährlich erspart werden. Aufbewahrung von Butter in gekörntem Zustande. Ueber ein neues Butterkonservirungs Verfahren von McCarthy in Canada, welche im Eisbeizen der Butter im gekörnten Zu stände" besteht,, wird berichtet: Tas Bersahren, zu dessen Ausbeutung in größerem Maßstabe gegenwärtig eine bedeutende Gesellschaft gebildet wird, ist folgendes : Nachdem die Butter in Grö-ze von Weizeukörnern ausgeschieden ist. wäscht man dieselbe im Butterfasse mit soviel Wasser, wie nöthig ist, um sie von aller anhaltenden Buttermilch zii befreien. Zst bles erreicht, so bringt man die Butter (iinter möglichster Schonung ihrer Körnerform) d. h. also ohne die einzelnen Körner zu größeren Stücken zu vereinigen, in Kufen oder Tounefl. die ine starke Lake vpn Kochsalz entha!ten. Diese Gesäße müssen an einem I gesunden, gegen Sonnenlicht geschützten Ortestehen. So halt sich die Butter lange Zeit unverändert und vollkommen frisch, so daß man sie ganz nach Bedarf oder Belieben ausbewahren kann. Will man sie später inGebrauch nehmen, so hat man nichts weiter nöthig, als sie aus der Lake herauszuschopfen und sie dann wie frische Butter weiter zu behandeln, d. h. also zu kneten, zu salzen und in Tonnen einzuschlagen. Sollte die Bvt' ter in der Lake zusällig irgend einen ab weichenden Geschmack aneaommen ha den. so kau sie leicht davon befreit werden; '1320 Minute ds Aus butterns in süßer Buitermilch oder in frischer Magermilch genügen, sie wieder vollkommen aufzufrischen. Man muß dafür sorgen, daß lle sämmtlichen Butterkörner überall von der Lake um aeben find. Zu diesem Zwecke bedeckt
man emwcoer die toze rn tnt icnne ge legten Buttertorner mit einem genau der Tonnenweite angepaßten Leinentuch, legt darauf einen durchlochten Holzdeckel von ebenfalls entsprechender Größe und beschwert denselben, bis er untertaucht. Oder man faßt die Butterkörner in leinene Säcke, die am Boden
mit einem 'sie - niederziehenden Gewichte beschwert sind, bindet die Säcke fest zu und läßt sie in der Lake untertauchen. Selbstverständlich müssen im ersteren Falle die Teckel ebenso wie die Tonnen von geeignetem Holze bereitet und wie diese durch Ausbrühen von jedem Ge ruch oder GechmaS, den it der Butter ttwa mittheilen könnten, befreit sein. Vom Jnlanve. Siebenhundert Amerika er wohnen in der Hauptstadt Mexicos und einige davon besitzen die Hauser, welche sie bewohnen. Ungeheure Schwärme von Krähen baben der Grashüpfer-Pest in einigen Theilen Californien's ein Ende gemacht. EinBüschelGraS von mehr als drei'Fuß Länge und eine Möhre, die nahezu fünf Pfund wiegt, legen Zeugniß von der Fruchtbarkeit des BoSenS in Montana ab. . . , Ein außtr gewöhnlich junges Ehepaar lebt in Sterling. Conn. Der Ehemann ist nicht ganz fünfzehn und die Gattin nur einige Monate über i .... l sumzeyn zayre au. Das Union-Journal in Walla Walla ist verantwvitlich für die interessante Meldung, daß eine Anzahl von Damen aus der besten Gesellschaft in Tacoma einen Club zu dem auSschließlichen Zwecke gegründet hat, an regnerischen Tagen daS Tragen von Kleidern einzuführen, die nicht über die Kncchel hlnausreichcn. EinZua von 225 schwer beladenen vierräderigen KohlencarS pas sirte vor einigen Tagen über die Lehigh Valley Eisenbahn. Es war der längste und schwerst? Zug, der zemalS über eme Eisenbahn a dieiem Lande und wahrscheinlich in der ganzen Welt gefahren worden ist. Vor 60 Jahren wurden dre Kohlen noch vom ostlichen Pennsulvanien nach PittSburg mit Fuhrmerken transportirt. Fünf amerikanische Bergleute sind im Monat Mat von Calisor nieii en Maranonfluß in Peru, den Oteclauf deS AmazonerntromeS, hin auf gegangen, um Gold zu suchen. Eine sudamerikanische Zeitung meldet, daß einer davon vor einem Monat nach Lima in vollständig zerrütteter Gesundheit zurückgekehrt ist und seine vier Kameraden im Gebirge todt zusammen gebrochen sind. Brasiliens erste elektri sche Eisenbahn wird nächstens in der Stadt Bavia m Tbätlakett sei. Sie wird ein enges Geleise haben und nur anderthalb Meilen lang sein. Die ganze Ausrüstung ist in diesem Lande gemacht und kürzlich nach Branuen ge schickt worden. ES ist .ein Versuchsweises Unternehmen und sollte die eler irische Betriedsmethode den Brasilia nern gefallen, so wird eine viel längere Bayn geoaur werden. Dienstmädchen haben ihre Grillen, wie andere Personen auch. Em tüchtiges und fähiges Madchen, welche den Dienst einer Familie auS den Vierhundert" in New York verlauen halte, um m den Dienst emer an seien Familie zu treten, wurde gefragt weshalb sie gewech elt habe. Es war eine net?e Fam,lle", antwortete daS Mädchen, .aber ich kann nicht bet Leu ten bleibn, die ihre Ellbogen auf den Tisch l im NittazSeilen stemmen." Änna oyentortt. neunehn Sahre alt und in Hoboken wohn haft, aß vor einigen Tagen ein Stück chen rohen Schinken und starb 'an Trichinosis. ' Die übrigen Mitglieder der Familie aßen von demselben Schinken, nachdem er abgekocht war und blieben gesund. DieS ist wieder eine Lehre aus der alten Erfahrung, daß richtig gekochte Speisen, ob Fleisch oder Gemüse, ohne Gefahr gegessen werden können. In der am 19. September abgelaufenen Woche haben die Mühlen in MinneapoliS täglich 30,000 Faß Mehl, für tie Woche im Ganzen 180,:,30 Faß gegen 178,100 Faß in der vorausgegangenen Woche, 1 '54,540 Faß in der entsprechenden Woche deS Vorjahres und 1Ä5.200 Faß in der deS Jahres 188!) geliefert. In der lauf.mden Woche ist die Thätigkeit der Mühlen durch den Wassermangel stark beciuträchnat. Der Schiffsbauhof de, .American Steel Bärge Company unter der Leitung des Capt. McDoU' gall in Duluth in Minnesota wird seine Thätigkeit verdoppeln. Die Gesellschait hat die Genehmigung zur Verbsptzelung ihres Aktiencapitals auf 44,0)0,00') nachgesucht. Ihr eingezahltes Capital belSuft sich bis setzt auf 51.800.000. während ihr, Gchulden $100.000 nicht übersteige. Wie Mi' Dougall sagt, wetten in sehr wenige Wochev ackt neue Fahrzeuge. danter sechs Dampfer, jn dem Schisssbauhofe in Angriff gensAmey werden. Der letztere sei jetzt im Stande, aFe sechzig Tage ein Schiff vom Stapel zu lasset doch syll seine Leistungsfähigkeit verdoppelt werde, so daß alle dreißig Tage ein neues Schiff fertig gestellt werden könne. Im Winter wirb m!) d,ta Bau eines neuen PerwnendamvferS tzsy 450 Fuß Lange, welcher bis zur Eröffnung Ut Weltausstellung vollendet,' sei soll, für des Bchhr zwischen Duluth und Buffalo begonnxy werden. DßA CenfuSamt ist gegen wärtig mit der Aufarbeitung des FeuerVersicherungswesens beschädigt. AuS dem bereits Fertiggestellten geht hervordaß im Staate Illinois im verflossenen Jahrzehnt Policen im Betrage von 7,04 6,062,091 geschrieben oder erneuext Wxden. Dasür erhielten die VkrIicherungsg.efLLschöftm an Prämien und Auflage tz79,S26,8Sf, o$o ge Wieder an Verluste t34,974,825.auZ. zahlteff Wit anderen Worten, auf j,'-, dLn Dogar. den ge einnahmen, hatten sie nur 43 Cents an Verluste wieder auszuzahlen. ' Roch besser standen fx$ sich verhällkißmSßt, in Iowa, wo i Um Jahrzehnt für tzkyöy.ZMM
Policen geschrieben wurden, welche 9,812,019 eintrugen, während an Verlusten nur $1 3,500,4 9, zu zahlen waren, o?er 40 Cts. vom Dollar. In Kansas belicfen sich die geschriebenen .Policen auf $1.02,108,17, die Prämien auf n; ( 2 .5:59 und die Verluste nur ouf
K7.l,!.4 ..oder 45 CentS am Dollar. Besser stellten sich in diesem Staate die Tornado - Versicherungsgesellschaften, welche an Prämien $ü40,tH7 emnaymen und nur lt8,242, oöer 31 Cents vom Dollar auszuzahlen hatten. kehr schlechte Staaten für Versicherung sind der Prohibitionsstaat Maine, wo die Verluste 0 Cents, und Jndlana, wo fi. .v l?lnts am Dollar erreichten: ebensa daS Jndianer-Territorium, wo gleich sa'ls 0 Cents am Dollar zu zahlen ton -- Vom Auslande. Den Ehecontract JuleS Grevys, ein in mehrfacher Beziehung interessantes Document, veröffentlicht die France Nouvclle" anläßlich des öinscheidens deS ehemaligen Präsiden ten der französischen Republik. Der am 1. September 1848 untertertigte Contract lautet: Zwischen FranoiZ Judith, genannt JuleZ Paul GreD. und Marie Louise Endorie Coralie Fresse sind heute m Anbetracht der Ehe, die sie mit einander eingehen wollen und deren feierlich: Besiegelung bald auf der Mairie des 4. Arrondissements von Paris erfolgen soll, nachstehende Clau. seln und Vertragspunkte vereinbart worden : Artikel 1. Tas künftige Ehepaar erklärt gleichsam als BafiS seiner Vereinigung sich ehelichen , zu wollen unter' Ausschluß der Güterge meinschaft gemäß den Verfügungen des Artikels 1530 der Code civil. Artikel 2. Die künftige Gattin bringt in die Ehe und deponirt als Mitgift: 1. ihre Kleidungsstücke, Linnen, Tischzeug und Schmuckzachen n ihrem eigenen Ge brauch, alles zusammen abgeschätzt auf die Vumme von 1000 Frcs. ; 2. eme Summe von 6000 Frcs. in baarem Gelde, von deren gerichtlichen Hinterlegung sie dem künftigen Gatten Kenntniß gegeben hat, der sich durch die bloße Thatsache der vollzogenen EheschUevung verpflichtet, für eme angemessene Ver waltung des Geldes Sorge zu tragen. Also lauten die Vereinbarungen der Parteien. Diese Urkunde wurde aufgesetzt in Paris in der Behausung des Herrn Grevy, deS künftigen Gatten, im Jahre 1848, am 1. September. Der General Tscheng-Ki-Zonz. d?r frühere Geschäftsträger der chinesischen Gesandtschaft rn Paris, ist. wie erinnerlich, lin letzten Frühzahr plötzlich auS der französischen Hauptstadt durchaebrannt. Man munkelte schon damals, der Diplomat aus dem himmlischen Reiche habe seine hohe Stellung zu pnvaten Betrügereien mißbraucht, denen speciell n großes Pariser Bankhaus zum Opfer gefallen sei. Diese Vermuthung erscheint nun urkundlich bestätigt durch ein Parlier Blatt, welches zwei Briefe Tfcheng-Kr TongS abdruckt, aus denen hervorgeht, daß Letzterer von der Hanqu 6s Paris et de Pays Iias zweimal je eine Summe von 50,000 Francs herauSge schwindelt hat unter der Vorspiegelung, dan seme Regierung ihn zur Jnan ipruchnahme dieses Credits ermächtigt habe. .Als die genannte Bank nach dem Verfallstermin me Zahlung he:fchte, falschie Tscheng-Ki-Tong überdies die Unterschrift deS chmenschen Gesandten in London unter einem Briefe, in welchem der baldige Begleich der Schuld in Aussicht gestellt wak. Aus Jüterborg ist der V. Z." folgende Meldung zugegangen: Bei dem Garde-Fußartillerie-Regiment. das gleich dem Fußartillerie Regiment von Encke (No. 4) auf dem hiesigen Schießplatz zur Zeit Uebungen abhält, hat sich ein entsetzliches Unglück zugetragen, bei welchem sechs Personen mehr oder weniger schwer verwundet wurden. Die Ladung eines im Panzer'hurm besindlichen, 5,3 Centimeter Geschützes (Kartätsche) versagte, man rief zur Entladung den Büchsenmacher, Waffenschmied Schmiedt, und als dieser die nö h'gen Manipulationen unternahm, cxplodirte die Kartätsche und verletzte dem Schmidt die rechte Hand, daß sie abgenommen werden mußte, die linke Hand, Brust uud Schenke!;. ferner wurde ein Major sehr schwer, ein Hauptmann, 2 Kanoniere und ein Lazarethgehilfe verwundet.. Sämmtlich Personen brachte man in das hiesige Garnisonlazareth an dem Aufkomme deS Schmidt wird gezweifelt. Die Bertheilung des ungeheuren Vermögens, das der Herzog bog Cleveland bei seinem kürzlich erfolgten Tode hinterlassen, ist erst jetzt hekannt geworden. Dex Tstel des HerzogS von Cloeland ist mit feinem H'n scheide erloschen, von dem materiellen Besitz aber fällt in erster Reihe esn großer Theil einem Henry de Vere Vane zu, der gegenwärtig eine bescher dene Steflüng' in den . Bureaux des Armen-Comm ssariatS in London bekleidet. Dieser erbt die hauptsächlichst? DslnSlzey deS Herzogs, ferner dessen Hotel m Jarnef Sauare in der englichen Capitale, und rutsch egz vfängt Herr Vane. eine jährliche Rente von achtzigtausend Pfund Sterling. Zwei Großneffen deS Verstorbenen, ein Hir Paffet und ein Sir Arthur Hay, erbe ein jeder die auch annehmbare Summe von circa einer Million Pfund Sterling. Der Herzogin Wittwe verbleibt j?uf Lebenszeit der Genuß der Einkynste von deu Herrschaften Battl Abbey und Bollen; sutzndem. aber wirb ihr eine jäbrl che Rente von 2Y,h0y 'tzfunh ausgezahlt. - ' Im Auftrage her AusführungS Commission der ' Deutschen Antijklaverei'Lotterie hat am Itt.'September die Ukerewe-Vorexpedition von Hamburg auS mit dem Damvfer Kaistr ' ihre 'Ausxejse Angetreten. Die Expedition hat, wie IsaS Deutsche Colonlal Blatt mittheilt. zunSchst'den Auftrag, in Eilmärschen, an den Ukexewe zu marschiren, diesen Binnensee uf seine Tiefenverhältnisse zu untersuchen und yvf Mkunft der v. Wißmann'schen fe??iia Sipnfft' liche Hittachtk darüber aufzustellen, ob der' Wißmany-Taypfer, der finey TjesßAyg von zwei Metery besitzt, für ferne Hufgahe, auf djßsenr Gee ' den Hklaymrguh zu MterdrAjen,, geeignet
ist. TeS Weiteren wird vieje txpebttion ein geographisches Bild deS SeeS aufnehmen, die wichtigsten Punkte astronomisch festlegen, allgemein wis senschastlicke Beobachtungen anstellen und praktische Fragen, wie Wegebau,
die Anlage von Häfen und Stationen , . ... ? , . rr : . uno oic ?mzieoerung von Europäern IN klimatifch geeigneten Gegenden m s Auae fassen. Zu den Vermessungen auf dem See führt die Expedition zwei hölzerne, ganz erjenfreie. Life-Boote sammt den nöthigen Compassen, Logs und den Scnk-Lothen mu sich. B!it der Leitung dieser Expedition wurde der wurttembergische Bauinspector und Premier-Lieutenant der Landwehr-Cavallerie, Emil Hochftetter aus Stuttgart betraut. Zu seiner Unterstützung und perfönllchen Hstt tretnng bei den wissenschaftlichen Beobachtungen ist der österreichische Oberlieutenant der Reserve Baron von Fischer Nagy Szalatnha eingetreten. Autz'.rdem wurde dem Letter der Expedition Hrn. Ludwig Meyer auS Wittstock, welcher ein und ein halbes Jahr in der v. Wißmann'schen Truppe alS Ossicier gedient hat, als erster Offiner zur Führung der bewaffneten Mann fchaft und der Träger, Hr. August Blatt aus Wick auf Darß, welcher die iTapitänsprüfung beuandea hat, alS teuermann zur Führung deS Bootes beigegeben. Zum Schutz der Expedition wird dieselbe von etwa 30 mit Hinterlodern bewaffneten Soldaten begleitet werden, wegen deren Einstellung aus der Schutztruppe oder Anwerbung der kaiserliche Gouverneur Anordnung treffen wird. Aus Mailand icaretdl man: Jn diesen Tagen ist ein von der Geiellichast vom Rothen llreuze in'S Leben gerufenes Unternehmen zum ersten Male in Action getreten. ES handelt sich um schwimmende Hospitäler, welche bei Kriegszeiten den Transport von verwundeten und kranken Soldaten auf eeen und Flüssen bewerkstelligen sollen. Das erste derartige aus drei großen Booten bestehende schwimmende Hospital hat dieser Tage eine Probefahrt auf dem Lago Maggiore unternommen und ist von dort auf dem Naviglio bis Mailand gekommen, von wo es seine Fahrt auf den oberitalieni schen Flüssen fortsetzen wird. Die drei Boote, von der Größe der gewöhnlichen Boote sür den Kohlentransport auf ln Flüssen, enthalten bequem eingerichtete Schlafkabinen mit tragbaren Betten für dreißig Kranke, eines der Boote enthalt eine vollständig eingerichtete Apotheke, iine Speisekammer und eine große Nüche. Die Mannschaft besteht aus drei Osficieren. sechs Soldaten und neun Gehilfen, die Letzteren- Mitglieder des Vereins Pro Patria". Dieser ersten kleinen Flotte werden bald andere fol gen. Tie Boote sind ganz aus Holz gebaut, werden durch zwei mächtige Auder bewegt und sind wasserdicht beeckt. Eine lustige Geschichte m in Derou passirt: Die Königin be suchte auf ihrer Durchreife im Mai dieses Jahres die Stadt und wurde von den Spitzen der Kommüne in würdiger Amtstracht nnt obligater Rede begrüvt. Der Aufenthalt war nur kurz. Die Ächullinder waren im Festgewande mit Fahnen und Musik in der Zahl von 1500 ausgerückt, um ihre Königin zu begrüßen. Die Konigm, welche von dieser übliche Huldigung unterrichtet war. fragte beim Verlassen des Bahnhoses den in Wonne schwimmenden Mayor: W3 sind denn die lieben Kmder?" Jr. die Kinder die Kin der, wo sind sie?" Niemand weiß es, Niemand hat auch nur ems von den Kindern gesehen, seit sie in der Frül e vor dem tadthau!e desinrten. Die Königin winlt ungnadig mit der Hand und fährt davon, den Maqor und seine Genossen der verdienten Verzweiflung überlassend. Endlich lost sich das Räthsel. Man hat die Kinder hinter einer falschen Platfyrm aufgestellt, wo sie weder die Königin, noch diese die Kinder zu Gesitt bekommt. Die Bürgerschaft ist indignirt und berichtet dtre Geschichte der Königin, sie bittend, doch bei ihrer nächsten Reise nach Balmoral noch e-nmal vorzusprechen. Die Königin aber fährt in der Nacht durch und liegt in süßenr Schlummer, als sie Derby passirt, und nun gelantzt au sie eine neue Petu-on, doch den Kindern pie Freude ihre B'sucheS zu wachen, wenn sie nach ein paar Monaten zurück kommt. Ihre Majestät aber ist ärger lich geworden und schickt nach Derby einen Brief, daß die Königin nicht dazu sei, um d e Streiche der stadtischen Würdenträger zu repariren, und daß man sie deshalb ungeschoren lassen möge. Der Mayor von Derbq soll kaum Aussicht haben, die so sehnlich er wartete Ritterwürde zu bekommen. Russische Reliquien. Figaro' frzählt jV seiner neuesten Nummer folgende rührende DeHichte: Am 3, September führte ?m' Wagen erster Klasse der Westbahg . eine kleine Herrengesellschaft der Normandie entgegen. Als man sich der Station Lifleux näherte, zog einer per Reisenden eine Cigarrettendüchse hervor, 'deren Deckel mit dem Bildniß Carnot'S geziert war. und bot den Reisegefährten den Inhalt an. Pisse' griffen tu, nur ein Herr im fchwarzen UeberzUher,' der 'sich 'bisher in eine Ecke des Wagens gedrückt und eine große Zurückhaltung bewahrt hatte, lehnte höflich mit der Bemerkung, daß er nicht rauche die Gäbe ab. Jch bitte Sie gleichwohl, ine dieser Cigarretten zu nehmen," drängte :? Besitzer der Büch'e. denn eS sind' 'russische, welche z,i Kronstadt an unsere braven Marinesold'atm vrtheilt rgurhen: ein Sohn,' ein Offlcier an'Börd des 'M" rengo", hat mir diese Cigärxetten uiitgebraHt.7 ' DaS ist allerdings ein'ganz besonderer F$5f .entgeanete lächelnd der Unbekannte im" schwartn Ilzbe'rzteher, dann nehme ich gern eine und bewahre sie als Andenken an 'unsere Mßrine unh deren unvergeßliche' Aus stahme in Rußlands' " gkjff zu Und verwahrte die Cigarrette sorgsäl tig i seiner TMe, 'In Chefbourz verließ- der Man ,m schwarzen Ueberzieher den Zug. Wer war de. Mann?' Der Eoutre-Admiral Ge: - i ' VüiL. . . .. tj- . ,. .. n, ,,,,- .-.,:!- ',W,, BroU'UWt, Vance K.'ock, ZimrnexLZ, . .
Eisenbahn-Tabelle
Ankunft und Abgang der verschiedenen Eiftn bahnzüge im Union Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug Erpreß . . Expreß Accomodation Erprest Expreß Ankunft Expreß Expreß Accomodation Expreß Schnellzug Accomadation 7 30 Vm 11 .' Vm 1 00 ?.'m 4 00 Mm 7 u Rm 11 A:n 3 m 4 15 Vm , 10 00 V:tt 2 m P:n , 5 20 Pm , 7 i'3lm Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Elcvcland Division. Abgang Expreß Expreß ' Expreß .... tt R1 Vur 9 :r P?.l ....l14.1Vm .... 3 20Nm 6 45 N m . .. 7 00Vm ....ll 10 Vm 11 55 Vm .... 5 (X) Nm 10 50 Am Lllmted Expreß Expreß . . ............. AnZunft Expreß Expreß Limited Expreß Expreß Expreß St. Louis Division. Abgang Expreß Limited Expreß... . Expreß Expreß, taglich Ankunft Expreß täglich. . Expreß Limited Erpreß ... 7 30Vm . . . u m 3irn ... 5 20rn ...lOMNm ... 3 20ni ... 9 25 Vm ... 2 5 Vm Expreß 20 Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 S5 Vm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation 10 55 Vm Postzug 3 00 3km Accomod. snur Sonntags). OO Nm Accomodatwn 6 45 Nm Ankunft- Rushville Accomodation. 10 35 Vm Postzug..... NMVm Jnd'pls Ace. (nur Sonnt.).l2 35 Nm Accomodation 5 00 Am Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post . .". 12 01 Nm Lafayette Accomadation. ... 5 15 Nm Schnellzug 12 M Vm Ankunft-Schnellzug 3 20 Vm Lfayette Accomodation . . . 10 45 Vm Schnellpost 2 50 Nm Accomodation 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß IS M Nm Danville Accomodation 5 05 Nm Expreß 10 K2 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodation. ... 10 40 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß 35 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vm Accomadation 5 30 Vm Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß ll 45 Vm Accomodation 9 l) Vm Expreß.... 10 30 Nm Lake Erie und Western. Abgang-Sxpxeß ? lj j Expreß 1 SO Nin Expreß 7 00 31m Schnell.Erpreß N 10 Nm Ankunft Schnell-Crpreß . . 3 20 Vm Expreß 10 30Vm expreß 2 50 Nm Expreß j 20 Nm PittSburg, Cincinnati, Chicago und Et. Louis. ' Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 Columbus Accomodation.. . ö Expreß 3 Nichmond Accomodation. . . 4 Expreß 5 Ankunft Richmond Accomodation 9 Schnellzug 11 Expreß 12 Accomodation 3 Erpreß 6 Ervre 9 45 Vm 00 Vm 00 Rm 00 Nm 30 Nm m Vm 40 Vn: 50 Nm 45 Nm 50 Nm wNm Chicago Division via Kolomo. Ahaang Expreß. 11 05 Vm Erpreß... 11 30 Nm Ankmrft Expreß , ; . . 3 30 Sin Expreß 3 45 Nm Louisv'lle Division. Abgang Expreß 3 40 Vm LouisviUe Accomodation.. . M Vm Schnellzug. 3 55 Nm ÄceomoWiorz 4 3)Nm Ankunft Accomodation ,,. 10 25Vm Schnellzug 11 00 Vm Accomodation 0 00 Nm Spezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Jndiana- '. polis, Abgang Expreß .. 3 ..10 .. 3 .. 3 .. 6 .. 9 ..11 .. 7 ..10 ..12 55 Vm 45 Vm 00 Nm 30 Nm 30 Nm 15 Vm 15 Vm 45 Nm 55 Nm 35 Vm E ineinnati Accomodotion Expreß Expreß Expreß Ankunft Accomodation Expreß Expreß . ' MZO"-:--"""--.-Indianapolis und Vincennes. AbgangExpreß , 7 30 Vm VincenneS Accomodation.. . 410Nm Ankunft Vincennes Accomodationll 00 Nm Expreß.. 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgna-ßrxr ... ... Erpreß ... 6 30Vm ...1145Vm Expreß ;. 45 Nm Ankunft Expreß 11 10 Vm Expreß 5 00Nm Expreß.... 10 50 Nm Indianapolis Decatur und Western. Abgang Expreß 8 30 ?m Accomodation .:. 4 20 Nm . ' Schnell-Expreß 11 00 Nm tmkunftSchyell,Srvreß 3 30 Vm Accomodatio VA ..10 lOVm Expreh". : .'t 4 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß N 40V;n Expreß'.'.' '.:.jl3.5VM Monon Accomodatioit 5 20 Nm Ankunft Expreß . . ' : : . . ..... 3 25 Vm jKonaa Aecsmskattsu' 1 ... 10 40 Vm r tu nAwlL cp. ...... ........... U jll EBflfMI, M rm z, VPf ?"'' i? Jot n uw4Utl .N, H , , Cj roa ums itwl makt um h, lut r.a racli ;ui4iilk)r huw I ki snnfit tut 1t t u n, d mtm g" ott. VvtH ., il irr, jn nr l AmtrH, too rnitfBinearM betu. cnr. !k pl) fbut tUiwr jr nunf fif pul 1 tU( wih.' Ali t in. i.cl (y fcl fcK s. r ntff wvrkrt )rW larf vou, funtufa'uif iTujB. ritiMti mrtnl, filfrlCULAHi mit. AddrtM.ton, ifiui v. rviTU&a, libk.
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Feuere Alarm - Signale.
4 Pennsylvania und Msrttt. 5 EnglijbZ Opernhaus. East' und New fjorl. 7 Noble und Michigan. 8 New JnseM. und MassachuktS Ave 9 Vine und North. 10 Market und Pine. 11 Haurtquartitr des Zeuer-Depart'mtZ, 12 St. Elair und East Str. 12 No. 2 Spr'nhÄ. Naff. Ave. nahe Noble. 13 Delaware Str. und Fort Wayne Zlvt. 14 New Jersey Str. und Fort Wayue Äve. 15 Veru Str. und Massachusetts Ave. 10 Christian Ave. nnd Aitz Str. 17 Park Äre. und Butler Str. 16 Cotum!?ia und Melolt Ave. 19 Archer und John Str. 123 No. 9 SchlsuchhauS, Ash und 7. Str. 124 Alabama und Siebente Str. 125 Central nd Lincoln' Bven. 12 Randes Str. und Lincoln Ave. 127 Columbia und biä Ave. 128 Central Ave. und Achte Str. 129 AusftellungS'Gebäude. 131 Lllatama und Worrissn Str. 132 Jkohampton und Achte Str. 134 College Ave. und Zehnte Str. 155 Hon:e Ave. und Tctaware Str. IM Alabama und Nsrth Str. 137 !cW:ilJ!m und Achte Ltr. 133 College Ave:ue und Irwin. 21 JÄnois u:d St. Joseph Str. 23 Pennsl'lvannZa und Prstt Str. 24 Äeridian und Zueile Str. 25 No. 5 Svr'ntzaus, . nahe Jllinoisstr. Ltl AisslZsivxt und St. Clair Str. 27 Itlinois Ui:V Michigan Str. 23 Pennsylvania uud Künste Str. 29 Mississivvi und Vierte Etr. 212 Tenncffes und William Str. 213 Pemchüoania und Michigan Str. 214 Illino,s und Herbert Str. 213 Waisenheimaty sür Fällige. 21G Tcnneffee und Erste Str. 21? Meridian u:ch Siebente. 213 Elifford nö Jefierson Avenne. 31 No. 1 Spr'uhs.. Jnd,Ave. u.Mich. St. 32 Meridian und Walnut Str. 34 Ealifornia und Vermont Str. N Blake und New York St?, 3Z Jndiana Ave. und St. Etair Str. 37 Etadt-Hospital. Lg B!a?e und North Ctr. 39 Michigan und Agnes Str. 312 West und Walnut Ctr. 313 Wett und Tritte. 314 Siebente und Horsard Str. 315 Torbet und Paca Str. 31G Tcimessee und 1. Ctrsße. 41 No. 6 Spr'nhaus. Waih. nahe West Str. 42 Geißendorf und Washington Str. 43 Mksfouri und New York Str. 43 Meridian und Washington Str. 46 Illinois und Ohio Str. 47 Tenuefsee und Washington Str. 43 Äingau's Schlachthaus. 49 Jndlttuola, 3 Squares vom Fluß. 412 Miffouri und Marylattd Str. 413 Mississippi und Wüba'h Str. 415 Morris und Church Str. 421 O. J.u. W. NuttdhauS, westl. vom Fluß 423 Jrren-Aszzr. 4Z4 Aiten A?e. und NatwnälIZoad. 1 No. 4 Spritzenhaus, Illinois u. Merrill. 52 Illinois und Louisiana Str. 53 West uud AcEarty Str. 54 Wct ,md Ssuth Str. 5 Mississippi und Henry Str. 57 Meridian und Ltay Str. öS No. 10 SchlanchhS, Morris u.Mad.Av. 59 Wadison Äve. und Dunlap Str. 512 West und Nockwood Ctr. 13 Kentucku Avs. und Aenill Str. 514 Union und Morris Str. 51 Illinois und ÄanssÄ Str. 517 Morris und Dakota Str. 513 MorriS und Ehurck Str. 519 Tenneffes und Mcdarty Et?. 521 Meridian nd Palmer Str. 523 Morris Str. uud Gürtelbahn. 524 Madifon Ave. und Winnesota Str. 1 No. 2 Hakeu- u. Lewr-Haus, Southstr. fii Vennsuloauia Str. und Madison Ave. G3 Delaware und McEartu Str. 04 East und McCstrty Ltr 6. New Jersey und Merrill Str. 07 Virginia Ave. und Bradshaw Str, 63 East und Eoburn Str, 69 Pennsylvania Str. und Madikon Äve. 312 McKeruan und Doughcrly Str. 613 East Etr. und Lincoln Laue. 614 Gast und Bescher Str. Zl3 Noble und South Str. 71 No. 3 Epr'nhauÄ. LZirg. Ave. u.Huron. 72 East und Georgia Straße. 73 Lepar und Elnz Ltr, 74 Beuten und Georaia Str. 75 Enalish Ave.und'Pine Str. 711 Dckon und Bates Etr. 73 No. 13 Spr'nhans, Vrefpe?t u. Dillon. 79 gleicher Ave. und TiUon Str. 712 Eprncc d Prospekt Str, 713 English Ave. uno Laulel Stl, 714 Willow uud Olive Str. 715 Shcit und Veecher Str. 716 Deutsches Waisenhaus. 713 Orange und Lanrcl Skr. 721 Lcxinztsn Aocnue u:zd Linden Straße. 723 lctcher Asenus und Spruce Straße. 724 tniiv und Dorkey's attif, 81 Market und New Jersey Str. 82 Washington und DelaWare Str. 83 East und Pear! Str. 84 New ?)srk und Davidson. 85 ?aubnum-.:z?n,5:nw:t. 8! Ver. Staaten Arensi. 87 Oriental und Washiwztcn Str. I Granen kNesonzzatsrium. SIZ No. 8 SchtauchhauS. Ost Wafh. Str. 313 Market und Noble Str. 314 Ohio und Harvey Etr. 315 Arsenal Arnue und Ohw Strafe. 821 Pan .handle Eiw'baw'Sbopß 323 Walcott und Carter Str. ' Dl Ao.7 Spr'nhaus. War !and nahe M.-rid. 92 Meridian und Gcsrqia Str. 93 Meridian ud Süd Str. 94 Penusylvania und LemsigKa Str. 95 Alabanm Str. und Virgmia Ave. Spe, ial-lPigzzfll, Ersten 2 Schlöae. znetter Marn,. Zn?eiten 2 Schläae, dritter Alarm. Dritten 2 Schläge, vimet Alarm. 1-2-1 Feuer aus und Schlauch aufgewickelt 3 Schläge, enkger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge, 12 Nhr Mittags. Die ersten 12 Signale werd, vollständig ausneschlaffen, bei dm folaenden werden die Hundert-, Zeyner- uud Einer? Ziffern getrennt gegeben. ' ' 'm f1-!- r ii'tiK IV 4i4.JtHV 44UV V U V fiC Aoüte So 5, W?st, Zlord, Lsiid. Vestldul Züge mit den ftinsicn Parler-, Lchnslühlc- und Spcisetoaarfl. npt Damrf ovhcni und mit Elektrizität beleuchtet. ' Bie-lchSpstezt mm babn',uae in der Wclt. ' Die vorzügliche Bdch&ffrnbeit rcr Geleise vln (ItntittRatt. tie IIttn-?ev.'!S trit Eleve land, Auffalo nd A l d a n v, ferner ou,s, eork a. tm in hdVgp?Zsß cgabc sick in: Nö. I Ost' Wäshimfton Straße, " " ' No. 133 Süd Illinois Straße, uud dem tt:ii5N Banbrf. "Xldcii, iadb hlien Tbciicü tu Vcr. Siaatn tianar w$ Mcrilo zu Heu mrtsivum 'ucu tu hgmmen sind, und olle gcwün'chie 'AuUün ttity'tit mn. Oscar G. Murray, Vcrkchrsdircktor P. B. Martin, (Sa Paff. Agl. ?Z.N.VrMhMzHi!ft.IagKgs Zn.dizna?oliZ, nd.
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