Indiana Tribüne, Volume 15, Number 17, Indianapolis, Marion County, 5 October 1891 — Page 2
Jndunm Tribune. Erscheint ICiigticCi imb Bonhxg$.
Dir töglicke Tribüne" kostet durch den Träger j3Scnt3 per Woche, ine SonntagS-Tribüne- 5 TeukS xerWock?. Vede jusatnumi lSGcntl oder SS CentS per Monae. Per Post jucf if t in Vor zuöbczahlung $s per Jilr. Office : 130 Ost T!aryland Strafte. Indianapolis, Ind., 5. Oktober '91. Durch Zufall entdeckt. Eine der wichtigsten Erfindungen in ter VapnrfabnkQticn war das Nesultat eines reinen Zufalls. Alte Papier fabrikanten werden sich der Aufregung erinnern, welche in ihren Kreisen na fähr im Jahre 1832 durch die Reuig, seit hervorgerufen wurde, daß man Zei tungen und Bücher wieder als Papierstoffe verwenden könne. Bis zu jener Zeit wurde es für unmöglich gehalten, alte Bücher und Papiere dazu zu ver wenden, man kannte fern Mittel, um die Buchdruckerschwärze auszurotten. Tie Geschichte der Erfindunz des Prozesses, durck welchen die Vernichtung alles al ten Papieres verhütet wurde, wird sehr bald den, Publikum durch den Entdecker, welcher jetzt ein prominenter Mann in der Stavt Manchester in Connecticut ist, mitgetheilt werden. Hr. Henry E. Aogers. dem die Ehre der Entdeckung gebührt, ist ein gebore ner Papierfabrikant. Schon als Knabe arbeitete er in einer Papiermühle. Eine seiner Ausgaben bestand darin, bedrucktes und gefärbtes Papttr sorg' faltig aus Um Material herauszu suchen, das zur Fabrikation des weisen Papiers verwendet wurde. Die Jdek ging thm durch den Kopf, daß er sein Glück machen könne, wenn es ihm gelänge, einen Proceß zu entdecken, vermittels dezfen Buchdruckerschwärze und Farben aus Papier und Lumpen, wie sie von den Händlern geliefert werden, entfernt werden könnten. Aber verjchiedene Jahre vergingen, ehe es ihm gelang, die erste Spur zu finden, welche zur Verwirklichung seiner Jree führte, Rogers war ein Metwdist. der es liebte, in seinen Mußestunden zu singen. Eine Abends, als er sich seiner Lieblingserbolung hingab, fiel ihm ein Gefanzbuch in die Hände, auf dessen Deckel die Farben verschossen waren, was sofort seine Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Die ursprüngliche blaue Farbe war fleckenweise ausgegangen, so daß das Papier ganz weiß war. Er suchte die Druckeret und Verlags Handlung ausfindig zu machen, aus welcher das Gesangduch hervorgegangtn war, da er glaubte, vielleicht dort die Ursachen der Flecken zu ermitteln, rni er als den Schlüssel des Geheimnisies zu be:rach:en schien, dessen Lösung der Traum seines Lebens war. Zwei volle Jahre hatte er mit der Aufsuchung der Verlag shzndlunz zuge bracht, als er eines Morgens mit jenem Gesangbuch in der Hand in eine Verlagshandlung zu Boston eintrat. Außer zwei Lehrlingen war nc?ch Niemand im Geschäft. In Beantwortung seiner Fragen theilte ihm einer davon mit, daß ein Hamen von Büchern mit genau denselben Flecken, wie das seinige. im Gebäude vorhanden sei und es wurde Hrn. Rogers gestattet, sich eins dieser fleckige.! Bücher auszusuchen, für das er einen Vierteldollar zahlte. Nun stellte Rozers eine Anzahl Er perimente mit farbigen Papieren an.die sich schließlich als erfolgreich erwiesen. Er zand auch aus, daß Buchdrucker schwärze eben so leicht entfernt werden konnte, wie Farben und feine erfundene Methode war so einfach, daß ihre Enthüllung im Patenkbüreau zu Waihinz ton ihm die Gewährung des Schutzes seiner Erfindung vereitelt haben würde, die er wünschte. Er war gezwungen, zwei Arbeitern, auf deren Treue, und Redlichkeit er bauen konnte, da? Geheimniß, soweit es zur Ausführung ferner Arbeit enerderllch war. an;u vertrauen und so gelang eS ihm, den patentirten Proceß als Monopol zehn volle Jahre auszunützen und diePapicrindustrie vollständig umzugestalten. Sobald es bekannt war, daß alte Zeitungen undVapiere zur Parierfabrikaiion benutzt werden können, da wurde gsiij (itrnn cticue von Händlern und Lumpensammlern durchstreift und aus geolündert. Tausende von alten Büchern wurden als Papierstoff verkauft, von denen title noch beute einen unschätzbaren Werth für Collectors" haben würden. Ein Theil des Ori-ginal-Charters der Colorne Eonnecti cut wurde auf einer Straße in der Stadt Hartford gesunden, der britische königlich: Gnadenbrief war von einer Wagenladung alter Papiere auf dem Wege zur Papiermühle gefallen. Es war durchaus nichts Ungewöhnliches, Werke aus dem 17. Jahrhundert unter dem aufgekauften Vorrath alter Vücber und Papiere in Rogers Mühle zu sin den, doch auch an Büchern von großem Interesse aus dem 16. Jahrhundert fehlte es nickt. Herr Rogers hat jetzt r rtr -v 1 . M " nocy eine :öioe aus aiier orzeii tn feinem Besitze, die aus einem Haufen alter Papiere gerettet wurde, welche für emen halben Cent das Psund aufge laust waren. Gegen da? Ende der zehn Jahre, während welcher Rogers fein Geheim ' n: bewahrte, wurde es von Leuten, oie in seiner Mühle beschäftigt waren, verrathen, Negers hatte jedoch sein Glück bereits gemacht. - Wenn man nun erfahrt, daß Pott gfche die Grundlage des Processes war. so muß man wittlich sein Erstaunen ausdrücken, wie eS möglich gewesen ist, daß Nogers Erfindung auch nur ein Jahr lang GeheiVNiy bleiben konntö Nussi'cke Nüstuttgen .. AuS Petersburg meldet der dortige Berichterstatter der TimeS : Zu den Eindrücken, welche man in Europa von Rußland hegt, zäh!! in erster Reihe der, daß, sobald das Land mit seiner gewal tigen Heeresrüstllng fertig ist, die gegenwärtig fält mit Fieberhaft betrieben vud. die Welt nck auf die eine oder rn
lere Action Runlands aesakt machen
muß. Tie russische Regierung wird dann, sobald sich die Gelegenheit bietet, in einer anderen Tonart sprechen und eme wett aggrentvere Haltung, namentlich in Hinsicht auf östliche Fragen, einnehmen. Da vtefe nnstcht fortwayrenv in der unaufhörlichen Vergrößerung der Armee und Flotte ihre Bestätigung findet, so scheint eS angebracht, eine zweite wichtige Thatsache mitzutheilen, f 'ti ;x. f roeiaje eingeweiuien Perivueu lujuu iu lanaer Äeit bekannt war. Seit zwei Jahren bereits ist eme allgemeine Mo bilmachung der russischen Streitkräfte beschlossen und als Datum der Aprn 1802 dazu ausersehen. Es .bedeutet dies wahrscheinlich, daß daS russische Kriegsministerium mit seiner neuen . c. t ... C,.:.. rganiailon vis oagrn iug zu ei und das System durch eine allgemeine Mobilmachung auf die Probe zu stell? gedenkt. Glaubt man auch nicht, daß die neuen kleinkalibrigen Gewehre in genügenden Mengen m den nächsten zwei bis drei Jahren verfügbar sein ? I. ..rr:f ry t: roeroen, t wuroen oic mjiiiujeu yaun ken doch bei Hochdruck mehr Waffen, und xwar schneller, als man sich denkt. zu liefern im Stande sein. Kampf mit einem Bären. Ralph Harkneß, der Held unserer Erzählung, ist ein fleißiger Zimmermann, der am Bear Creek im Eountq Lücerne des Staates Pennsrnvanren sei nem friedlichen Geschäft obliegt und sich namentlich damit befaßt, Hemmschuhe zu verfertigen. Neulich machte er sich nach Glen Summit auf, um einige neue Hemmschuhe bei Kunden abzuliefern. Sem Weg sühne durch die tiefe Schlucht eines Wildwassers, welches jedoch bei der anhaltend trockenen Witterung völlig vernegt war. Muh'.eltg bahnte er uch durch daS dichte Dornenzestrüpp und Unterholz semen Pfad, als er plötzlich unmittelbar vor sich ein tieies Brummen vernahm und zu seinem Schrecken kaum fünf Schritte vor sich einen ausgewachsenen Bären gewahr wurde, der sich an einer leckeren Mahlzeit,einem getövteien Schaf, gütlich that. Die Ueberraschunz war gegenseitig. Ralph blieb vor Schreck wie angewurzelt stehen, während die .Bestie, die augenscheinlich die plötzliche Störung übel vermerkte, miß trauisch den Mann betrachtete, ohne je doch ihre Beute fahren zu lassen. Nachdem sich Harmes von der ersten Bestürzung erholt, hoffte er. indem er seinen Blick fest auf den Baren richtete, daß dieser Reißaus n:hmen und sich waldeinmärtS trollen werde. Doch darin hatte er sich verrechnet. Augen scheinlich zog eS der Bär vor. seinen blutigen Lammbraten, denen Fetzen uns Wolle ihm aus dem Maul hingen, an Ort und Stelle zu verzehren. Sein zorniges Brummen verkündete, daß er Harknev Verweilen als eine Heraus forderung auffaßte, und nach wenigen Augenblicken richtete er sich auf semen Hinterpranken empor, augenscheinlich m der Absicht, den Störenfried aus dem Felde zu schlagen, von dem er annehmen mochte, daß er ihm seinen Braten streitig machen wollte. Harkneß änderte jetzt seine Taltik.als er daS Mißverständniß des Bären bemerkte, und um diesem den vollgiltizen Beweis zu geben, daß er keinerlei Ge lüste nach dem Leckerbissen a PAnglaise verspüre, machte er Kehrt und lief, so schnell ihn seine Füße tragen konnten und daS Gestrüpp es zuließ, auf und davon. Natürlich hoffte er, daß der Bär nun zu der unterbrochenen 'Dtahlzeit zurückkehren würöe. Doch auch diesmal hatte er die Rech nung ohne den Wirth gemacht. Entweder war Petz schon gesättigt, oder der einmal m seiner zottigen Brust erregte Gnmm trug den Lieg über den Hunger davon kurz, er ließ seine halbverzehrte Beute im Stich und' sprang mit einem Satze über das m i gestürzten Stämmen und Geröll bedeckte Bett des Wildbachs hinweg, unserem Ralph flach. Dieser sah sehr wohl, daß er in einem Wettlaus mit den Bären den Kürzeren ziehen mußte, und rüstete sich deshalb zu feiner Vertheidigung. Zu feinem Glück hatte er das aus einem armsdik' ken Stück trockenen Eichenholzes gefer tigte Hemmscheit nicht weggeworfen, und als Bräun herantradte, versetzte er ihm einen kräftigen Hieb über die Schnauze, södaß daS Umhier auf eine Augenblick betäubt unter schmerzlichem Geheul einen ansehnlichen Purzelbaum schoß. Diesen Moment benutzte Ralph, um schleunigst einen Vorsprung zu ge winnen, doch dauerte es nicht lange, so war ihm Braun wieder auf den Fe?. sen, fo dicht, daß Ralph noch geraoe Zeit hatte, einen krättlgen Hieb nach ihm zu führen, der diesmal daS Äuge traf und den Augapfel aus feiner HSY. lung herausriß. Doch der Bär war zu lahe, und packte Ralph in wahnsinniger Wuth beim Gürtel. Doch verlor dieser die Geistesgegen wart nicht, und hämmerte mit seiner eichenen Waffe tapfer auf den Schädel des vor Wuth und Schmerz halawahn Nnnigen Raubthieres drauf los. bis es ihm gelang, wieder auf die Füße zu steh? zu kommen und hinter dem dicken Stamm eines Ahorn? Deckung zu finden. ES glückte ihm jetzt, durch wiederholte kräftige Hiebe den Bären auch seines zweiten AugeS zu berauben, und trotzdem von dem Geheul der Bestie daS ' Waldthal widerhallte und er in blinder Wuth gegen die Bäume an prallte, gelang es natürlich jetzt dem Zimmermann mit Leichtigkeit, obwohl mit zerrissenen Kleidern und überall aus Kratz und Bißwunden blutend, ferne Flucht zu bewerkstelligen. Seine Wunden waren jedoch nur leichter Natur, und er war froh, daß er aus diesem Abenteuer mit blauem Auge davon gekommen war. . WaS aus dem erblindeten Baren geworden, weiß er nicht. Wahrscheinlich haben ihm seine Genossen nach ihrer liebenswürdigen Art den Liebesdienst erwiesen, ihn auf zufressen, wie sie eS mit Kranken und Verwundeten ihres Gleichen zu machen psteg. 4. Auf Vorposten: A igust Erbrich, Telephon 1032. Meerschaumpfeifen, lange deutsche Pfeifen, Cigarrensplhen etc. bei Wm Mucho, Ro. 199 Oft Washington Str.
Bezopfte OuaSsalher.
In dem bunten Völkergemisch, welche in, den Ver. Staaten einträchtig neben einander lebt, fallen die Chinesen durch ihr hartnäckiges Festhalten an den Ge dräuchen ihrer Heimath am meisten auf. Durch die ungeheure Uebervölkerung des '.Reichs der Mitte" aus ihrem Vaterlande gedrängt, suchen sie in fremden Ländern ihren Erwerb, um sich mög lichst bald ein kleines Capital zu erspa ren. von dessen Zinsen sie bei bescheidencn Ansprüchen im himmlischen Reich gemächlich leben können bewundert und beneidet von allen zopftragenden Nach bant, die nunmehr auch nichts Besseres zu ttiun haben, als eiligst nach dem gelobten Lande Amerika auszuwandern und auf allen möglichen Schleichwegen und Hinterthüren Canadas und Van couocrs den Argusaugen Onkel SamS zu entgehen und wohlgemuth in die Staaten" zu schlüpfen. Der Chinese bleibt sich überall gleich; in Canada und in allen Städten der Union, auf den Inseln deö malayischen Archipels, in Australien, auf den Sand wlchJnfeln, in Bombay, Madras und Kalkutta überall arbeitet er mit emsigem Fleiß, unbekümmert um seine Um gebnng, nur auf den Erwerb bedacht. Und überall hin trägt er ein Stückchen chinesischer Atmosphäre und chinesischer Sitten, bis in'S Kleinste eine getreue Eovie seiner Heimatb. Zu diesen Eigenthümlichkeiten gehört, außer den allgemein bekannten in Klei dung. Lebensweise und Götzendienst, auch die chinesische Quacksalberei, oder um uns eines gebildeten und weniger anstößigen Ausdruckes zu bedienen, die Patentmedicinen. Mit denselben wird von Cbina aus nach den Ver. Staaten ein schwungvoller Handel betrieben, der sich selbstredend nur aus die hier wohn haften Ableger des mongolischen Reichs beschränkt. ' Da ist zunächst ein blutrei' niqendes Mittel, welches liegen alle möglichen Krankheiten angepriesen wird und die Lebenskraft wunderbar stärken soll, genannt Ning-Shin-Ao-Wan". bestehend aus winzigen schwarzen Kü gelchen von Schrotkorngröße. Wahr schemlich enthalten dieselben, wie das Wundermittel des von Alphonse Daudet so prächtig geschilderten Wundermanns Jenkins im Nabob", als Hguptbe standtheil Arsenik. Der Fabrikant, ein gewisser Lee-Chop in Peking, ist mehrfacher Millionär. Das Schachtelchen,. dteseS Teufelselirirs kostet 75 CentS. Es soll in jeder Familie in China an zutreffen sein und bereits 900 Jahre lang in dem 5!eich der Mitte seine Po pularität genie ß. n. Besonderen Ruks erfreut sich auch eine Mischung auS Kampferöl und anderen Bestandtdeilen. weiche als Ge he;mniß behütet werden, als Mittel gegen Migräne un) Neuralgie. Dasselbe, Pop-Fa-No genannt, ist gleichfalls von ehrwürdigem Alter, denn seine .Verstellung hat stch eit 00 Jah ren auf die Nachkommen seines ErstN' ders ?)ip MawToong vererbt. Nicht wlniger. als 120 Familien führen ihren Stammbaum auf ibn zurück, und weisen Mit Stolz aus ihren großen Ahnen hm, dessen Gebcimmittel ihnen allerdings Millionen gebracht hat. Diese Patent' medizin wird in kleinen kaum zwei Zoll hohen schmarzen Phiolen verkaust, die in China etwa 40c. hierzulande aber 75c kosten. Ebensoviel kostet der Wem des Lebens" Wan-Sung' Tue" ; einoerhältnißmäßig neumodisckes He lmittel, denn es wurde erst vor 50 Jabren von seinem Ersir.de? Hoo Chu; g-Men zu Kanton in den Handel gebracht. Es besteht aus einem mildem Extract gewisser Kräuter gem schkcn Traubcnwein, und hat, trotz vnzäbl'ger Nachahmunzen, den weisen ChungMen und 'eine Erben zu reichen Leuten gemacht. Man sieht, nach chinesischer Anschau ung beruht der Werth einer Patentme dizin auf dem hohen Alter der Ersin dung. Die Läden. der Verkaufer und Darsteller entlasten wahre Berge von Urkunden und D ankes schreiben, die bis in fast vorgeschichtliche Zeiten zu.ückrei chen. In einem Lande, wie China, das mit Recht als daS konservativste der Welt bezeicknet werdeu kann, ist das Ansehen eines vergilbten, mit al terthümlichen Charakteren bed eckten Per gamentS außerordentlich, und der verZmitzte, in allen Kunstgriffen, die auf ?ie Leichtgläubigkeit und den Aberglau den der Menge speculiren, bewanderte Chinese wird sich wohlweislich in den Besitz solcher Urkunden zu setzen wissen, um seine Patentmedizin auf den Mark zu lanciren. Schreiend bunte Anzeigen, neben deren hochtönendem und blumen reichem Schwulst unsere kühnsten Reckamen zu nichtssagenden Phrasen her absinken, thun das Ihrige, um daS Mittel in den Augen des Publikum? mit glänzendem Nimbus zu umgeben. So tauchte z. B. plötzlich eine Wunder ttnktnr auf, deren sich die sämmtlichen Talai Lamas von Tibet schon seit Jahrtiuienden gegen das Ausfallen der Haare bedient haben, und das durch die unwiderlegllchsten Zeugnisse in katarischer und chinesischer Sprache belegt! Nunänz vult clecipi" gilt eben für die ganze Welt. Dom nlanve. John Archibald, einer der Standard Oel Crösuße, war vor nicht oielen Jahren ein Officebursche in Tuvso lle, Pa. Jetzt ist er fünfzehn Millionen Dollars werth. Im. Alter von 103 Jahren starb in der Heimath für Farbige- in der Stadt New-York die Mulattin Sarah C. Johnson, die vor dem Bür gerkneg m den Fesseln der Sklaverei schmachtete. EpRlchterWilliamStrong. der sich im Jahre 1SS6 von dem höchsten Landeszencht zurückzog, lebt jetzt in Washington. Er ist U Jahre alt und leidet an AlterZschwache. Ein weiblicher Cler l i n Washington besitzt ein Gewächshaus und hat im letzten Jahre 100.000 Beil chen verkamt. Sie gedenkt, ihr Amt niederzulegen und die Kunstzättntrei zu betreiben. Die best d orirte Jrrenan statt im Lande, ist das , Shepyard Asyl m Baltimore, für welches schon S680.. 000 aeivendet wurden und nahuu so
viel sind noch für zukünftige Zwecke vor Handen. . Die Baumwollenstauden sollen, wie. ein südlicher Pflanzer mittels, hat, fünfzehnmal reichhaltiger an Zuckerstoff als Zuckerrohr undzwan zigmal reichhaltiger als Zuckerrüben
sein. ExSenator Jngalls läßt sich niemals mit einer Cigarre traktiren, ausgenommen er wünscht zu rauchen, fo daß er sie sofort ansteckt. Sein liebstes Getränk ist Sodawasser, daß er aus der Flasche trinkt. Frau Dr.Mary Walkerläßt sich j yt in voller Mannestracht im Dime'Museum zu Boston sehen, oder richtizer, sie hält täglich des Abends öffentlichen Empfang und spricht vor dem versammelten Publikum über wich tige Tazesfrazen. C o l. Olcott, Nachfolgrr von Madame Blavatsky, der größten Tbeo' sophistin der Welt, lüftet jetzt den Schleier der Wahrheit in New ork. Wenn der Oberst sich mit George FranciL Twain verbinden könnte, fo dürfte er in seinem Bekehrungsgeschäft besseren Erfolg haben. Ex.Congreßrepräsentant Morrow. der vom Präsidenten zum Bundes-KreiZrichter in Californien er. nannt ist, hatte einmal die Gelegenheit, König von Samoa zit werden. Aber seine Liebe zur westlichen Civilisation war fo mächtig, daß er die ihm ange botene Krone zurückmies. Die soeben beendigte Som merfaison in Saratoga ist die erfolg reichste seit dem denlw irdigen Sommer von 1888 gewesen. Längere Zeit im August schickten die Hotelbesitzer ' gar keine Omnibusse mehr an den Bahnhof, weil sie keine Gäste mehr aufnehmen konnten. Anna Dickinson ist noch immer Gast des Dr. Frederick W. Se ward in Jnterpines, nahe Goshen, N. F. Die Bewohner jener Nachbarschaft haben die Idee, daß sie wahnsinnig sei. aufgegeben und halten dieselbe für ein vorzügliche Anzeigemittel. Sie hielt kürzlich in Goshen eine Vorlesung und es ist angezeigt, daß sie währenddes langen MonalS Oktober Vorlesunzen halten wird. Der Chef deS statistischen Büreaus macht bekannt, daß in den er sten acht Monaten deS Jahres 1891 unsere WaarenAussuhr sich auf 554, 302.256 belief, gegen 503,010.36 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Waaren Einfuhr betrug in den ersten acht Monaten 1891 $565.582,811 ge gen 1549,887.296 im gleichenZeitraume des Vorjahres. E xGo uverneu rMorehoufe von Missouri war der dritte EpGou verneur jenes Staates, der Selbstmord begangen hat. Thomas Reunolds tödtete sich selbst 1644 in Jefferson City, nachdem er vier Jahre daS Amt bekleidet hatte, und Thomas C. Rey nolds beging Selbstmord in St. Louis im Jahre 1837, indem er sich einen kreisförmigen Hallengang im Zöllamte hinabstürzte. Seine Freunde schrieben allerdings feinen Tod einem Un falle zu. - Nach den in New P o r k ge machten Erfahrungen sollte man beim Genuß von Trauben, die auf den Markt gebracht werden, eine große Vorsicht gebrauchen. Tie Sanitätsbehörde in New fiOxt nahm neulich 37.000 Pfund Weintrauben weg, weil grünliche Flek ken auf denselben bemerkt und dieselben für vcrgi tet gehalten wurden. Eine Probe von diesen Trauben wurde von e nem Chemiker analysirt und dieser erklärte, er habe Parisergrün und ttupftrschwefel entdeckt; ein anderer Chemiker hingeien, der auch eine Ana lyse vorgenommen hatte, erklärte, daz er keine gesundheitsschädliche Substan' zen gerunden habe. Jedenfalls rührte dte grünen Flecke auf den Concord Trauben von eiuer zu späten Einspritzung mit einem Mittel zur Verhütung der.Fäulniß yer. . " Dr. W. Robertson erklärt daß er nach mehrjähriger Erfahrung in der Behandlung des Keuchhustens den Gebrauch von Benzin als das beste Heilmittel von allen bis jetzt sngewen beten gefunden hat. ES erzeugt bei Erwachsenen und Kindern die gleiche Wirkung. Er hat Benzol in Fällen von K euchhusten angewendet wo infolge deS Eintretens von Krämpfen oder andere Vermittelungen die Aussichten auf Wiederherstellung deS Patienten sehr schlecht waren uno doch in einigen Tagen ein vollständiger Erfolg erzielt wurde. Zwei Tropfen in Mucilagesind genügend iür ein Kind von sechs Monaten und fünf Tropfen in Muci läge" oder Zucker für Erwachsene. Sobald der Benzclgeruch im Athmen deS Patienten bemerkt wird, so ist jede Besorgniß überflüssig. Vice - Präsident Morton wird nächstens auf Besuch in North Boscawen, NH., eintreffen, wo er als sunzer Mann Schule gehalten bat, und dann auch die Stadt Bristol besuchen, wo sein Vater Pastor der Congrega tional-Kirche war. "Der Monitor'n Concor) sagt in Bezug darauf: Morton lehrte in erner Landschule, wie meist alle wohlgebildeten New Hampshire JungenS' gethan haben. Vor noch nicht sehr vielen Jahren war die gane Conzreßdelegalion von New Hampshl bei einem Festessen in Washington versammelt, sie bestand damals auS drei Repräsentanten und zwei' Senatoren. Auch andere promi nente Persönlichkeiten nahmen an dem Essen Theil, darunter Zacharias Chandler von Michigan und Ben. Butler von Massachusetts. Die Zahl der Theilnehmer war zwölf, und als die Frage gestellt wurde, wer nicht Schulmeister gewesen sei, antworteten zwei, Chandler und Butler.- . Der Pastor der bischöfli' chen Methodistenkirche in Cherokee in Iowa, Rev. P. C. Stires, ist nicht nur ein großer Freund, sondern auch ein Besitzer schöner Rennpferde und hat da durch bei seinen geistlichen Brüdern Aergerniß erregt, so daß er sich vor einer bischöflichen MethodistenConfe renz zu verantworten hatte. Er wies dabei durch eme Menge AffidavilS nach, daß er niemals , an einem Wett rennen theilgenommen der seine Pferde auf die Rennbahn geschickt habe, den
Besitz der besten Mnttpferse räumre er ein, entschuldigte sich aber damit, daß er Gott nur dann auf daS Wirksamste dienen könne, wenn er das Bewußtsein habe, die flüchtigsten Pferde in der Stadt zu besitzen. Obwohl er im vori
zen Jahre m der Ausübung seines zeiitlicven eruts oie oe uen inoiac zuzuweisen hatte, wurde' ihm doch seine illzu weltliche Freude an ttuchtigen Nen lern von der Conftrenz nicht verziehen, . . . . - . ??ir, v ... inirein er wuroe zur uujc wnvit ,o. ite renz ausgeschlossen. Vom uölande. UnglücksfS lle beimBerg steigen in den Alpen sind nach dem so eben erschienenen Jahrbuch deS Schweiz. Alvenclubs" im verflossenen Jahr nicht weniger als dreizehn vorge kommen, denen im ganzen 23 Personen zum Opfer sielen. Die Zulammenstel lung ist so lehrreich wie warnend, denn' in der Mehrzabl der Fälle waren die Verunglückten trotz aller Warnungen Führer oder mit unzugänglicher Füh rerschail an das gefährliche Werk gegan gen. Bei mehreren Fällen ist festgestellt.daß die vom Unglück Betroffenen durchaus unkundige, unzeübte Leute waren. Doctor Mayer in Wien, der am Watzmann in Oberbayttn stürzte. war kurzäthmig und kurzsichtig. Ein Fall ist durch entschiedenen Schwindel begründet. Zwei schwere Katastrophen am Matterhorn waren die Folgen plötzlich ausgebrochener Or kane. Wie unverantwortlich leichtsinnig es ist. gefährliche Passagen führerlos zu beichreiten. zeigt der Fall von Herrn Macunamara. der 150 Meter in die Tiefe stürzte, sodaß dem ihn begleiten den Engländer Cornish nichts übrig blieb, als d,e Leiche aus der Ferne de obachtend, d:e Felfenwüste mit Hilferu fen zu erfüllen. Noch sind die Leichen des Grafen Umber:o di Villanova und seiner zwei Führer, die vom Montblanc verschwanden, nicht zum VorZckein gekommen. Unter den Verunglückte? der Gesammtzahl sind acht Führer zu ver zeichnen, die zu den tüchtigsten Männern ihres Berufs gehörten. In der neuesten Liese rung des v)m Kronvrinzen Rudolf von Oesterreich in'SLeben gerufenen ges ethnographischen Werkes Die Oester reichisch-Unzariiche Monarchie in Wort und Bild schildert Maurus Jokai in anziehender und eingehender Weise daS Budape'ter Leben.- Er macht hier bei der Wahrheit über den nationalen Charakter der ungarischen Hauptstadt überraschende Concessionen und gibt zu, daß die Einwohnerschaft zum größten Theil auS deutschen Elementen besteht, die jeweilen in Tracht oder Sprache sich in Ultra Magyaren verkleidet hat. Nach der Conscription der fünfziger Jahre waren, sagt der gut ungarische Schriftsteller, unter den 103,000 Ein wohnern Pests 32.000 M ig!zaren, 34.000 Deutsche; von den 50.000 Eiu wohnern OfenS aber 25.000 Deutsche, 7500 Magyaren, die übrigen anderen Stammen anzehörig; aber auch der größte Tieil der' 17.00) israelitischen Einmvdnec dürfte der Sprache nach zu den Deutschen gezählt werden. Und trotz dieses gedrückten Verhältnisses verbreitete sich im Jahre 1860 die ungarische Mode, die als politisches Bekenntniß zu betrachten ist, von Budapest aus über das ganze Land; einige Jahre lang sa'j man nun auf allen Gassen, in allen Salons die den verschiedensten Landestheilen entlehnten Eigenthümlichkeiten der Volkstracht: bei den Damen die gefälbelten, mit Zitternadeln besteckten Hauben, die perlengestickten Mädchenkränze, die spitzenbesetzten Schürzen, gepufften Spcn;er und genestelten Miederleiber, bei den Herren aber die Attilas, Budas, Mentes und Svorenstiefel; die Mütze mit der Reiherfeder, der buntgestic'te Szür mantel, der lockige GudaUedermurf drang in die Salonö. uud mit ihnen such daS magyarische Wort. daS ge schrieben?, gesprochene, gesungene. Während dieser Zeit hatte Budapest in allen schichten seiner Bevölkerung einen echt orientalischen Nationalcharakter. Nach vier bis fünf Jahren war das vorbei. Für eine Mode hatte eS zu lange gedauert, für nationale Begeisterung zu kurz! Heute geht in der ungarischen Hauptstadt jede VolkSklasse so gekleidet, wie irgend eine andere hauptstädtische Bevölkerung Europas. Die nationale Volkstracht taucht nur alS Seltenheit auf. Und auch die Volksbelustigungen haben nicht mehr He Urwüchsizkeit von ehedem.Bei seiner Anwesenheit in München besuchte Kaiser Wilhelm die Hofoper. Zur Aufführung kamen CiV und MascagniS Cavalleria rnsticana". Nach der Aufführung der letzteren Oper, welche von ganz besonderem Schwünge getragen war. fragte der Kaiser: Kann ich Levi sprechen? Ich möchte ihm persönlich für die ,mir bereiteten Genüsse danken.- Er unter hielt sich dann längere Zeit mit dem in die Königsloge befohlenen GeneralMufikdirector und beglückwünschte ihn zu den Leistungen seines unvergleichlichen" Orch:sters, der Solisten und der Chöre. Mascagnis Oper hat der Kaiser in München zum ersten Male gehört, sie hat ihm ausnehmend gefal len, es stecke, meinte er, richtiges Theaterblut darin und man nehme auch etwas mit nach Hause-, während der Cid- ihn gelangweilt zu haben scheint. Als der Kaiser auch die Leistungen deS Sallets rühmte, meinte Herr v. Perfall, dasselbe könne doch wohl kaum den Vergleich mit demjeula.en des Berliner Opernhauses aushalten, worauf - der Saiser sagte: Oh, daS ist seit Tagt io niS Tod auch anders, geworden. Ihre Lalletmädchensind mit viel mehr Chic zetteioet, als die unfrigen; bei uns prägen sie die gesteiften Kleider, welche ich nicht ausstehen kann. Ganz bewn derS haben mir die Lichteffecte gefalx. ken.- ";, I n L iverp ool sitzen zwei Knaben, Crawford und Shearon, Ersteter acht, der Letztere zehn Jahre alt, welche den 7jährigen Knaben Eccles in einem Teich in der Victoria Street er tränkt haben, .rn Untersuchungshaft. Die Verhandlungen enthüllen ein ent setzlicheö Bild Zugendlicher Verworfenheit. Die Beiden erzählten, sie hätten Eccles zuerst in's Wasser gestoßen. , Er lau aber meder berauS. Darauf 20:
zen Zie ihm die Kleider auS und stießen ihn wieder hinein. Eccles wäre wieder suf'S Trockene gekommen, wenn Craw wrd nicht in'S W äff er gegangen wäre, welches ihm bis zum Halse reichte, und den kleinen CccleS fünf Minuten unter Wasser aehallen hätte. Als der Er
tränkte sich nicht mehr regte, theilten die beiden Burichen unter sich die Klelder. Shearon nahm den Rock, die Hosen und das Hemd und Crawford die Weite. ' Stiefel, Strumpfe, Mütze und Halstuch warfen sie in's Wasser. Beide Verbrecher erklärten der Polizei, daß sie nur die Kleider hätten stehlen wol .en. Die Straßb. Post- erklärt die Nachricht französischer Blätter son Massndesertionen deutscher Solda :en nach Frankreich für unbegründet. Ss sei auch nicht das Geringste vorge lommen, was zu einer solchen Meldung hätte Veranlassung gehen, können. Wahrscheinlich liege eine Verwechslung Ziit Refra:taires" vor, daS heißt sol hcn Militärpflichtigen, die sich der beVorstehenden Einziehung zum HeereS )ienst durch die Flucht entzogen hätten. Solche RefractaireS kämen alljährlich im diese Zeit auS Frankreich in die Zteichslande und Umgekehrt. Dafür. aß dies heuer etwa in besonders grozem Umfange stattfinde, liege übrigen Sein Grund zur Vermuthung vor. Ueber einen Liebesrr man GrevyZ bringt ein wiener Blatt folgende int 'ressante Reminiscenz: Als Adoocat, zur Zeit, als er bereits verheiratbet war, übernahm Herr Grevy die Vertretung der Frau eines IngenieurS, Namens Pelonze. Die Bezie hingen zwi'chen Rechtsfreund und Clientin wurden bald . innigere,, so in nige. daß Frau Grevy sich veranlaßt sah, das HauS ihres Mannes zu verlassen. Die fachsche Trennung von Herrn Grevy und seiner Gemahlin dauerte jahrelang. Als er aber im Jahre 1879 zum ersten Mal zum Präsidenten der Republik gewählt wurde, da wußte er, baß er die zwar ungeschriebene, aberge bieterische Bedingung erfüllen müsse, sich mit Madame Greoy zu versöhnen. Der Präsident der Republik, muß ein tadelloses Familienleben haben, in seiner Familie durfte eS keinen Scandal" ge ben. Herr Grevy wollte Präsident der Republik werden, und eS gelang ihm, seine Frau zu bewegen, mit ihm daS Elyfee zu beziehen. Eine einzig Doch ter war dieser Ehe entsprossen, Fräu Um Alive Greoy; sie reichte ihre Hand Herrn Wtlfon, dem Sohne des GaSkS nigs Wilson, der vor Jahren in Paris die Gasbeleuchtung eingeführt hatte. Der Gaskönig hatte aber zwei Kinder hinterlassen; einen Sohn, der Fräulein Grevy heirathete und, eine Tochter, die Frau Pelonze wurde, eben jene Pelonze, von der oben gesprochen. AuSTirol wird b e richtet: In den Tagen vom 23. August bis 5. September durchforschten die Fräu lein Frieda und Tilde Tewes auS Graz die Studaier Gebirgsgruppe und haben dabei nach Versicherung der Führer steirifcher Kletterkunst Ehre gemacht. Nachdem sich die Damen in der Mitte deS August von ihrem Standorte Waldrast- aus unter Assistenz deS Fuhrers apserer aus VulpmeS auf der Serlos, der Rockfpitze, Patscherkofel und vor Allem auf dem Habicht (10.362 Fuß) bei Nebel und Neuschnee trainirt hatten, erstiegen sie unter den günstigsten Witterungsverhältnissen am 1. September nach einer nächtlichen Wanderung von der Dresdener Hütte aus unter Leitung des Führers Rann alter aus Neustift die höchste Spitze der Stubaur Gletscher, daS zum Wilden Pfass gehörige Zuckerhütl- (11,100 Futz), zuerst bestiegen von Specht aus tZien 1862 und 1865 von dem engli fchen Alpenwanderer Mr. Tuckett. Die Damen nahmen sodann noch die , Pfaf-fenspitze-(10,969 Fuß), die Schau felfpitze- (11,125 Fuß) und gelangten nach sechstägiger Wanderung über den Bildstöcketgletscher- (9.904 Fuß) nach Sulden. Abgesehen von einer Entglei fung in eine Gletscherspalte deS .Bild stöckel-, die bei gehöriger Anfeilung gefahrlos verlief, ging die Excursion bei wunderbarem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel fröhlich von Stat ken. Allerdings waren die SchneeVerhältnisse äußerst günstige und die Aussichten grandios, wie sie der Führer vährend seiner 19jährigen Führerschaft nicht erlebt datte. - Eine Besonderheit des HvfeS von Schoa sind, wie eine Studie von Ph. Paulitschke über die Hofhaiv tung Kaiser Menellk'S von Aethiopien in der N. Fr. Pr. ausführt, die Massenabspeisungen des Volkes, die das ganze Jahr über dauern, vornehmlich aber vor und an Festtagen veran staltet werden. Der sogenannte Crondo, daS ist derGenuß fast ganz rohen Fleifches, ist : bei ihnen üblich. Fremde muß es eigenthümlich berühren, bei dem Erscheinen zur Hoftafel die Rinder, de ren Fleisch in nächster . Stunde gegessen r . 5 i w weroen ou. nocu wootaemuro im si Hofe spazieren zugehen. Im Addarasa-, der großen Halle, sind lange, den Gä sten bis an'S Kinn reichende Tafeln ge deckt, und die Geladenen werden in meh reren Partien eingelassen. Der Kaiser mit dem Hofstaate prasidirt den Mahlzeilen. Große, mit Honig bier gefüllte Ochsenhorner mächen die Runde, und einige Sänger, die das Lob des Kaisers singen (ssmari genannt) beleben die Stim mung. Nach und nach entsteht in der :)!egel eine Heiterkeit unter den Spei senden, die in Ausgelassenheit und wilden Lärm ausartet, eine rausic infernale, wie sie . Dr. Traversi bezeichnend genannt hat. Indessen muß mit ziemlicher Hast gespeist werden, denn es warten noch mehrere hungrige Schaaren auf . Einlaß. Die Gesüttia. ten sollen sich auf ein gegebenes Zeichen rasch entfernen, und Hosbedienstete ha ben die Aufgabe, Säumige , mit' der Peitsche hinauszuschaffen. D je4 Tu feln dauert oft tief in die Nacht hinein. Menelik thront auf erhöhtem Platze und erschöpft sich in Herablassung und Liebenswürdigkeit gegen die Geladenen. An einem Marienfeste sind im Jahre 1887 während einer Woche mehr als zweitausend Buckelrinder in wahren Hekatomben bei den Hoftafeln verzehrt worden. Die , Kaiferlichen Ge däude glichen großartigen Fleischhaue, - '!. . V.i . I!.!1.':. ; i '(j-I ; . s . 'I"U''1 ""M : lii'1 " ' reun. -
EiZenöAhn-Tabelle
Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot, Jndianaprlis. Vandalia. Abgang Postzug 7 M Vn, 1! m Vm 1 m Rm 4 m Rm 7 m Nm 11 00 Rm 3 20 Nm x?re Erpreß . ' Accomodation Expreß Erpreß Ankunft Expreß Expreß Accomodation . . . Erpreß Schnellzug Accomadation . . . 4 15 Pzn ..100Wm .. SÄlVm .. LVm .. 7 45I!m Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Cleveland Division. Abgang Expreß . 30Vm . 9 35Vm .1145Lm . 3 20Nm . 6 45NM . 70Dm . 11 10 Vm .I155Vm . 5 00 3!rn .10 50 31m Erpreß " Expreß Limited Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreß . . Limited Expreß Expreß Expreß... St. Louis Division. Abgang Expreß 7S0Vm Limited Expreß 12 03 Nm Expreß 5 20 Nm Expreß, täglich 10 55 Mn Ankunft Expreß täglich 3 20 Vm Expreß 9 25 Vm Limited Expreß. 2 55 Vm Expreß 20 Vm Chicago und Cincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 57, Vm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation 10 55 Vm Postzug 3 00 Tm Accomod. lnur Sonntaas,. 5 00 Rm Accomodation 6 45 Nm Ankunft- Rushville Accomodation. 10 35 Vm Posttug 1150Vrn Jndls Acc. (nurSonnt.).12 35 Nm Accomodation 5 00 31m Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Dm Scbnell.Post 12 01 Am Lasayette Accomadation .... 515 Nm Schnellzug 12 3 Vm Ankunft Schnellzug 3 20 Vm Lafavette Accomodation . . . 10 45 Vm Schnellpost.. 2 50 Am Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abaana Ervreb 7 45 Vm Ervreß ..ZL VZ Nm Danville Accomodation 5 05 Nm Erpreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodation. . . .10 40 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß... 35 Nm Peoria Division östlich. AbgangExpreß 3 35 Vm Accomodation 5 305rn Expreß 3 05 Nm Ankunft Expreß 11 45 Vm Accomodation 9 00 Vm Expreß 10 30 Nm Lake Eric und Western. Abgang Expreß 7 15 Pm Expreß 1 20 Nm Expreß 7 00 Nm Schnell.Expreß 11 10 Nm Ankunft Schnell.Erpreß 3 20 Vm Expreß 10 30Vm Expreß 2 50 Nm Expreß 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß ColumbuS Accomodation.. . Expreß Richmond Accomodation. . . Expreß Ankunft Richmond Accomodation 45 Vm 00 Vm 00 Nm 00 Nm 30 Nm 00 Vm 40 Vm 50 Nm 45 Nm 50 Nm OONrn Schnellzug 11 Expreß 12 Accomodation 3 Expreß 6 Expreß 9 Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß Expnß Ankunft Expreß Expreß 1105Vm 11 30 Nm 3 30 Vm 3 45 Nm Louisville Division. Abgang Expreß 3 40 Vm Louisville Accomodation.. . 8 00 Vm Schnellzug 3 55 Nm Accomodation 4 3) Nm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug llOOVm Accomodation 6 OONrn Spezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Zndianapolis. Abgang Expreß Cincinnati Accomodotion Expreß Expreß Expreß.. Ankunft Accomodation Expreß Expreß v. Expreß Expreß .. 3 ..10 . . 3 .. 3 .. .. 9 ..11 .. 7 ..10 ..12 55 Vm 45 V m 00 Nm 30 Nm 30 Nm 15 Vm 15 Vm 45 Nm 55 Nm 35 Vm Indianapolis und Vincenncs. Abgang Expreß 7 30Vm , VincenneS Accomodation.. . 410Nm Ankunft VincenneSAccomodationll 00 Nm Expreß 5 05 Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Expreß " Erpreß . . . Erpreß 30Vm 11 4SVm 45Nm 11 10 Pm SWNm Ankunft Expreß . . Expreß Expreß..... 10 50NM Indianapolis, Decakur und Western. Abgana Expreß 830 Vm Accomodation . . 4 20 Nm Schnell.Expreß. . . 11 00 Nm Ankunft-Schnell Expreß 3 30Vm Accomodation ....10 10Vm . Expreß 4 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß . . ..42 40 Vm Expreß ..................11 35 Vm Monon Accomodation . . . .. 5 20 Nm Ankunft Expreß ....... 7. .. .... 3 23 T'm - Monon Accomodation ..... 10 40 Vm Expreß ...... .... ........ 3 20 Nm WW.e yrr U hrfng m1 w 3"hn 1t Goodmiu.1 roy.X.l vti wk fr . Urmätt, f avl .kc m mu l, L-l tn "ch 7-quick)7 bvr twm C a 1 ilar Ib. lart.atid niot. uin a O. bvh win, all gn. 1 aar ja e nirrK, tou raa diBiiunir at bunne, p ir. inc all jrtMir tintvr auar tuont.st. oiriUm wora.. All Im w. Grat ,m.y kl llK iwjodif, , ,1rt j.OU simii g myajMnm. FA6II.Y. UKELblLY leam.l. PAitnctLiKi IM: Addn ( n-, IXUUUI 1., iWJtTLaJ.lt. ilia.
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4 Pennsylvania und Market. & EnhlishS OrernbauS. 6 East, und Ncn Jort. 7 Noble und Wichigan. 5 New Jcrse? str. und Massachuftts Ave. S Pins und N'orth. 10 natUt und Pme. 11 Hauptquartier deS Feuer -Depart'mtS. 12 Et. Clair und Est Str. 12 No. 2 Spr'nhÄ. Msff. Ave. nahe Neble. 13 Delarvare Str. und Fort Wanne Ave. 11 New Jersey Str. und Fort Äanns Ave. 15 Peru Str. und Massachusetts Wve. 1 Christian Ave. undÄlh Str. 17 Park Ave. und Butler Str. 18 Columbia u::d Walctt Aoe. 19 Arckcr und 5tofii, Str. 123 No. VEchlauchhauS, Ash und 7. Cir. 124 Alabama und Siebente Str. 125 Central und Lincoln Lwcnue. im Mzzdcs Str. und Lincoln Ave. 127 Columbia und ölll Ave. " 123 Central Are. und Achte Str. 129 AußsteSungs'lIebZude. i n Wiavania uns Morriwn idtt. 132 ?!ohLmpton und Achte Str. 134 College Ave. und Zehnte Str. 135 Home Ave. und Delsmare Str. 136 Alabama und Nerth Str. liii vuwimm und Achte Str. 163 College Avenue und Irwin. 21 Illinois und Ct. Joseph Str. 23 ?ennslvannia nnv Pratt Str. 24 Wleridian und Zweite Str. 25 Wo. 5 Svr'nhauZ, 6. nahe Jllmoisstr. 26 Mississippi und St. ClÄr Str. 27 Illinois und Michiaan Str. 23 Pennsylvania und fünfte Str. 29 Wississiv?i und Vierte Str. 212 Tennefsee und William Str. 213 Pennsylvania und Michizan Str. 214 Illinois und Herbert Str. 215 Waiscnhcimath für Farbige. 216 Tennessee und Erste Str. 217 Meridian und Siebente. 213 Clissord und Jesserson Avenue. 31 No. 1 Spr'nhÄ.. Jnd Ave. u.Mich. St. 32 Vteridian und Walnut Str. 34 California und Vermont Str. 35 Vlake und New Port Str. 3 Jndiaua Ave. und Ct. Clair Ctr. 37 Stadt.Hospital. Lö Blake und North Str. 39 Michigan und Agnes Str. 312 West und Walttut Str. 313 West und Dritte. 314 Siebente und heward Str. 313 Torbct und Paca Str. 316 Tennessee und 1. Straf,?. 41 No. Spr'nhauS, Wash. nahe West Str. 42 Geißendorf und WashmZton Str. 43 Missouri und New Fort Str. 45 Meridian und Washington Str. 43 Illinois und Obio Str. 47 Tennessee und Washington Str. 4B Kingan'S Schlachchauö. 49 ndkanoia, ö isauares rom flnt. ö Maryla :nd Wabe kzisri i? 421 O. I. u. W. Nundhaus, kvestl. vom Fluß im rren'Äiyk. 424 Wley Ave. und National Noad. 51 No. 4 SprieNHaus, Illinois u. Merrill. 52 Issiuois und Louisiana Str. 53 Woü und McEarty Str. 54 West und South Etr, Mississipp! und Henry Str. 57 Meridian und Asy Str. 53 No. w SchlanchhÄ, Morris u. Mad. Av. 53 Madison Ave. und Tunlap Etr. 512 West und Aockwood Str. 513 Kentucky Ave. und Merrill Str. 514 Union und Morris Str. 516 JllrnoiS ud Kansas Str. 517 Morris und Tskota Str. 51& MorriS nd Ch:,rch Str. 519 Tennessee und McCartu Str. 521 Meridian u:;d Patiner Str. 523 MorriS Str. und .Gürtelbahn. 524 Madiso Ave. und Minnesota Str. 61 No. 2 Haken, u. LeiterHauÄ, Eouthstr. 63 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 3 Dclaware und McCarty Str. V4 East und McCarty Str. 65 New Jersey und Merrill Str. ' 67 Virginia Ave. und Vradshaw Str. 3 Cast und Eoburu Str. 63 Pennsylvania Str. und Madison Ave. 312 McKcrnan und Dougherty Str. 613 East Str. und Lincoln Lane. 514 East und Bcecher.Str. 615 Noble und South Str. 71 No. 3 Spr'nhauÄ, Virg. Are. u.Huron. 72 East und Georgia Straße. 73 Cedar und &m Str. 74 Venton und Gcoraia Str. 75 Enalish Ave und Pine Str. ' 76 Tillon und Bates Str. 75 No. 13 Cpr'uhans, Prospekt U. Dillon. 79 gleicher Ave. und Tillen Str. 712 Sprnce und Prospekt Str. 713 Enfflish Ave. und Laurel Str. 714 Willoiv und Olive Str. 715 Ehelby und Aeecher Str. 716 Teutsches Waisenhaus. ! 718 Orange und Laurel Str. 721 Lexmgtsn Avenue und Linde Straße. 723 Fletcher Avenue und Spruce Straße. 724 Tucker und Dorfey's Fabrik. 81 Market und New Jersey Str. 82 Washington und Delaware Str. 83 East und Pearl Etr. 84 New ??ork und Davidson. 85 TaudstummeuAnstalt. Bß Ber. Staaten Arsenal. 87 Orientak und Washington Str. 89 Frauen 'Nefonnatorium. 812 No. 3 Schlanchhaus. Ost Wash. Str. 613 Market und Noble Str. 814 Ohis und Harvey Ctr. 815 Arsenal Avenue und Ohio Straße. 621 Pan Handle Eimibalm'Ehops 323 Walcott und Carter Str. 91 No.7 Spr'nh2uS,Mary!andnahe Merid. 92 Meridian und Georsia Str. 93 Meridian und Süd Str. 94 Pennsylvania und Louisiana Ctr. 95 Alabama Str. und Virginia Ave. Spezial, Signe l'e. Ersten 2 SÄläge, zweier Alann. Zweiten 2 Sckläge, dritter Atcrm. Dritten 2 Schlage, tkttex Alarm. 1-2-1 Feuer asnd Schlauch aufgersiSekl 3 Schlage, weniger Wasserdruck. 3-3 mehr Wasserdruck. 12 Schläge, 12 Uhr Mittag. Die ersten 12 Sianale werden vcl ständig ausaeschlaflen, bei den folgenden werden die Hundert-, Zehner und Eme? Ziem getrennt gegeben. Die kürzeste und direkteste Route Gst, Most, Zlord, SUd. Vestibül 2uge mit den feinsten Par!er, LeHtlsiühle und Epeiscwagm, mit Danivf ßchcizt u::d mit Elektrizität beleuchtet. Die schönsten Eisen babnMge in der Wett. -Die vorzÜSliche VesKassnchttt der Geleise und der Msschlnene- 'ßeftattm die größte Scbnellic;?cit bei größter SichKit. Die clniqe Lini?, welche Pafiaaiere nach dem rand Centra! Bahnbos in New Nv r k bringt und ihnen dadurch zwei Ztan den Zeit spart. Die Elnfabrt in .Chicaao crmc glicht einen Ueberblick' ul er den MiSigTn Avenue Boulevard ,u. die schönsten E tränn der Statt. 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