Indiana Tribüne, Volume 15, Number 16, Indianapolis, Marion County, 4 October 1891 — Page 5

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Witz und Hr mor. Der Sprachgebrauch beZ täglichen Lk'. bens gleicht einem Kinde, dem 2l3es, was ihm in die Handfallt, als Sxielzeu.z gut dünkt und dem ein czlihernder Glas? fchcrben so viel werth izt wie der prach--tigste Diamant. Der Sprachgebrauch überleqt nicht und rechnet nicht, kennt keine Wanderung und keine Jtücksicht. So hat er denn auch den König Humor seinem Hofnarren, dem Witze, gleichgestellt. Was die Lachmuskekn reizt, ,oas das Zwerchfell erschüttert, nennen wir schlecht weg hnmoristisch", mag es welcher geiftien Eigenart immer entsprungen sein. Wlr lachen ja so gerne und wenn wir einmal das Glück haben, es thun zu kön: nen, wollen wir uns die Freude dieses flüchtigen Allgenblickes nicht durch Grü-. lklei verderben. Wer uns durch irgend ein mit Absicht gebrauchtes Mittel, sei eS nun ein großes Buch oder ein kleiner Scherz, zum Lachen bringt, der gilt uns als pumorift", mag er das Genie eines Dickens oder auch nur das Talent des allergkwöhttllchsien Spaßmachers be: sitzen. Wir springen mit dem schwer, wiegenden Worte Humor- so freigebig um, als ob es zur kleinen Münze um sercö Sprachschatzes gehörte, wxaß, Scher;, Witz, Satnre, Ironie, Humor dies Alles find grundverschiedene Dinge, die wir mit achttöfer AlUknr vermengen und verwechseln, ohne zu bedenken, daß wir auf drcje Wcize das Höchste und das Geringfügigste durcheinanderwerfen. WaS Wunder, wenn solche Verwirrung der Worte am Ende zu einer Verwirrung der Begriffe führt! Hat doch kürzlich ein neiterungH süchtiger Schriftsteller den Ve; wiS zu erbringen versucht, daß zwischen Witz und Humor gar kein wesentlicher Unterschied öestehe! Man braucht aber wahrlich kein Aefthetiker von Fachen sein, sondern nur einige liternische Blldung, nur einigen literarischen Geschmack zu besitzen, um den cheiten Abstand zwischen diesen beiden Aeußernugsarten eines tief in der lnenschlrchen Natur wurzelikden Hanget, welchen Nabelaks mit dem fchönen Worte: Kire est !s propre jde 1 iioistmo" characterisirt hat, zu begreifen und zu ermessen. Es wäre ein Leichtes, eine Anzahl von Schriftstellern anzuführen, denen ?!ie mand abstreiten wird, dah sie witzige Köpfe waren, und die trotzdem keine Spur von Humor besaßen. Man wird hingegen nicht einen einzigen Humoristen n nennen vermögen, dem die Gabe deö U.'itzeZ gemangelt hätte. Diefe Tatsache ist für den universelleren Charakter, bb übergelegene Stellung des Humors g?. genüber dem Witze von krnnzeichnkn)ei Bedeutung. Daß eine erschöpfende Tennition des Humors bis heute nicht gefunden wurde, darf man nicht, wie der envähnte Verkleiner desselben es thut, als VnveiJ dafür ansehen, daß es einen solchen Begriff gar nicht gebe. Auch für den Begriff deL ücechtes, über messen Bestimmung sich schon viele gelehrte Leute den Kspszer brachen, hat man uch immer keine befriedigend.' Tcstnition ausgeklü: gelt, und dennoch wird Niemand daran zweifeln, daß dasjenige, wa man .Nccht nennt, -wirklicl eristirt. Witz und Hurnor sind natürliche An lagen, die si ähnlich zu einander oer: kalten, wie Talent und Genie. Ein Talent hat man, ein Genie ist man. Der Witz ifi eine Fähiakcit, die itren, glücklichen Best der neben ' zahlrerchen gleichwerthigen Fähigkeiten zu eigen fein kann. Der Hmnor aber durchdringt leinen Triiqer mit einer übenvältigenden, ia i oaiVyt Seelenleben erfüllenden Macht, die nichts Ebenbürtiges neben sich duldet i?ud dem Geiste ihr herrschendes Gepräge rnfdrnckt. In den Erzeugnissen des Witzes bewundern wir einen Scharfblick, denen Entdeckungen uns neu sind, eine eigenartige Auffassung von Vorgangen, über welche der stumpfere Sinn hinweg: gleitet. In dein, was der Humor schafft,

erkennen :vir daS rechte Kind, das Fleisch und Blut deZ Hninoristen, das Ebenbild einer befremdenden und doch zugleich an sprechenden Persönlichkeit.' Der Witz oerkiindet c:ne Anschauung, der Humor eine Weltanschauung. Der Witz bringt das , scheinbar Beziehungslose in' überraschende Beziehungen, gewinnt dem Vekannten neue Seiten ab und sindct Vlu? me und Früchte, wo der nüch:erne uVkndoerstlnd über kahle Felder ?u schreiten vermeint. Der Humor löst Nch auZ dstt Wirrwar der Dinge, in dem ver Alltagsmenfch versinkt, uno erhebt sich in freien, reinere Sphären, um die Welt n!t liebevoller Theilnahme und stiller Heiterkeit zu übersehen. Der Witz steckt mitten im Gewühl der Frde, der Humor steht darüber. Der Witz erfaßt Einzelheiten, der Humor stets ein Ganzes. Der Witz - gibt llmrisse, der Humor Farbe und Leben. Der Witz zeichnet, der Humor malt. Der Blick deZ Witzes ist schärfer, jener deS Humors weiter. Der Witz durchschaut, der Humor überschaut die Menschen. Der Witz ist ein kecker Schalk, der sich unter Menge mischt, ruhelos bald da, bald dorthin drängt, Päsie und Nasenstüber austheilt und die Getroffenen verhöhnt : der Hu mor ist ein lächelnder Philosoph, der mit milder Ironie aus seinem Dachstübchen auf das Getümmel des Marktes hinunterblickt. Zu Piron kam einmal ein jungerDich ter und bat ihn, ein Heft seiner Gedichte durchzusehen und überall., wo etwas zft tadeln wäre, ein Kreuz hinzusetzen ; er volle das Heft nach einigen Tagen wieder abholen. Wirklich erschien er bald darauf, nahm sein Wanufkxipt in Empfang, blickte nmgiersg hinein und rief nach einerWeile halb erfreut, halb verwundert: .Wie. auch nicht ein einziges Kreuz?" Keines," versetzte Piron, oder wollen fU Kt& k miS firmi Manuskript? wwjj fljjry" Bn.Tf.rjTiii einen Gottesacker machen soll?" DaS war eine witzige Antwort. Zwischen einem Büchlein Gedichte und einem Friedhof besteht gewiß kein innerer Zusammenhang. Durch eine eigenthümliche Wendung stellt jedoch der Witz eine. Veziehunz , zwischen beiden Begriffen her und ruckt durch da? Ueöerraschcnde dieses KunstgriM den Punkt, aus welchen die Aufmerksamkeit gelenkt' erden soll, in hellstes Licht. Von Luther verlangte einst Jemand zu wissen, was wohl Gott vor Erschaffung der Welt die lange, lange Ewigkeit hinhurch aetban hahe. Und der kromme

veffe Wann erwOerte dem neugterigen

Frager. In einem Brrkenwaloe sn oer liebe Gott gesessen und habe zur Bestrasung von Leuten, die unnütze Fragen tbun, Ruthen geschnitten. Das war ktne humorvolle Antwort, aus welcher die biedere, derbe Natur deS großen Neformators in ihrer ganzen gesunden Frollichkeit uns anlacht. ES lieget dann nicht blos die Schlägfertigkett eines geistreichen Kopfes, sondern auch die schalkhafte Laune eines ruhigen, ehrlichen Gemüthes. Das Gemüth ist es eben, in welchem, wie alles wahrhaft Schöne, so auch der Humor seinen Ursprung und Wirkungskreis findet, während der Witz dem Verstände entspringt und auf diesen wirkt. Dabei darf man allerdings daS Gemüth nicht als Unverstand und den Verstand nicht als Gemüthlichkeit auffassen. Man möchte sonst weder dem Witz noch dem Humor gerecht werden, deren Verschiedenheit ja gleifalls nicht bis zum Gegensatz geht. Man kann ein Sklave sein und Witz besitzen. Die Bosheit wird ja so häusig tur Waffe des Unterdrückten, der sich für h Keulenschlage des Schicksals als des. sen bevorzugten Günstlingen mit Nadel stichen rächt. Der Humor aber ersorderl einen freien, selbstbewußten Geist, er verträgt sich nicht mit Knechtessinn und Duckmäuserthum. Es ist darum keines wegs ein Zufall zu nennen, daß der Hu, mor am reichsten auf englischem Bodeu gedieh, wo unter dem segensreichen Ein flusfe einer vernünftigen politischen Freiheit sich frühzeitig ein thatkräftiges, stol zes. seine Rechte trotzig wahrendes Bür gerthum entwickelte. Desgleichen war es ein Zeitalter kühnen Freiheitsdranges und hohen Aufschwunges, das Deutjchland seinen Fischart gab ein Zeitalter, das die Geister von einem vierhundert jahrigen Joche erlöste und eine Reihe gewaltiger Individualitäten erstehen lieg, wie man sie kaum in' einer anderen Ge, schichtsevoche vereinigt findet. Der Witz ist ein Gesellschaftsmensch. der Humor ein Sonderling. Und wie diejenigen Naturen die tüchtigsten sind, die sich von ihrer Zeit an zu sondern verstehen und dennoch mit ihrer Zeit und für dieselbe leben, so mögen auch diejenigen Geister die fchaffenssreudigsten und widerftandsfähigsten fem, in welchen Witz und Humor sich nach richtigen Maßver; Hältnissen verbinden. Der Witz dient ihnen als Schwert, der Humor als Schild, denn jener ist im Angriffe, diefer in der Vertheidigung stärker. Der Witz rcit Schranken nieder, der Humor umgibt sich utit solchen. Der Witz geht scharf ins Zeug, siegt im Sturme und pflanzt seine Fahne auf eroberten Wällen aus. Aber den Boden, den er leicht ge winnt, verliert er ebenso leicht wieder. Er muß daher beständig auf der Hut sein, er darf nicht rasten und rndjjt rosten, er kennt kein stilles Behagen, seine dauernde Befriedigung. Der Humor schafft sich einen festen Boden, eine unangreif, bare Stellung. Er läßt sich durch nichts erschüttern, durch nichts verdrängen. Kein Hieb verwundet ihn, kein Stoß bringt ihn aus dem Gleichgewichte. Mit olympischer Ruhe trotzt er dem Sturme der Zeit, tritt di drohenden Gewölk mit heiterer Stirne entgegen und blickt mit klaren, hellen Augen rn das tosende Wetter hinein. Der Witz ist klug, der Humor ist weise. Der Witz ist ein denkender Beobachter, der Humor ein beobachtender Denker. Und verschieden, wie sie es i rem Wesen nach sinn, sind sie eS auch in Ausdrucksmitteln. Die Sprache des Witzes ist von schlagender Kürze, jene des Humors von behaglicher Breite. Dtt Witz überrumpelt den Hörer, nimmt ihn plötzlich gefangen, und wenn er einmal Erläuterungen zu Hilfe nimmt und stak geradeaus zu gehen, auf Umwegen eiw herschleicht', erzeugt er nbscheulich'e Mistgeburten, die ihren ersten Athemzug nich überleben. Er will verblüffen, uns deshalb ist die Schnelligkeit, das behend, Zugreifen, das blitzartige Losbrecher feine nothwendige VethätigungSform. Anders der Humor, der eine ruhige, fein, fühlige, jedes Detail erfassende Würdr gung verlangt und baher langsam uni gemächlia zu Werke geht. Der Witz funkelt, der Humor leuchtet, ersterer zündet, letzterer erwärmt, jener wirkt unmittelbarer, dieser nachhaltiger. Und' es ist ein betrüb sameS Zeichen der" Zeit, ir der wir leben, daß sie den Witz in holder Ehren hält, wahrend ihre Empfängltchkeit für den Humor in steter Abnahm begriffen ist. Eine Zeit, die mit neroöfer Hast nach vorwärts drängt, die i einem Tage mehr . erlebt, als die Gf schlechter der Vergangenheit in Jahren, die ixt blasirt ist, um zu lachen, und zu abgeltnmpft, um zu weinen, die den Kunstgenuß wie ein Vergnügen und das Vergnügen wie ein'Geschäft abthut, die nicht mehr wandert, sondern stiegt, nicht mehr betrachtet, sondern lorgnettirk, nicht mehr liest, sondern blättert eine solche Zeit hat für den Humor keine Zeit. Dr. Edmund Wengras. 9l? yltdtk unttx dm Hammer, yeber einen aus Deutschland nach Wien versandten jungen Pudel weiß daß Reue Wiener Tagblatt folgende Geschichte zu erzählen : Wen die Götter lieben, den machen sie heutzutage zum Vagatell rickter. Es ist dies eine angenehme und beschauliche Existenz, denn seit dem JnS lebentreten des neuen ErekutionsgesetzeS wird selten mehr an die Weisheit und Einsicht des Bagatellrichters appellirt; idyllische Ruhe herrscht in ihren Bureaus und in den Corridoren jener Gerichtshauser, wo die stimmbecabtesten AmtS hiener sich heiser geschrieen, scheint der gute Genius aller schlechten Zahler zu zchweben. Doch iedcS'Din hat zwei Seiten, so auch die Exekutionsnovelle, und es giebt eine Sorte von Leuten in Wien, welche auf dieselbe nicht gut zu sprechen sind: die vielfach sogenannten .Lizitations-HvSnen. Diese Leute kla aen, daS Geschäft fei aus den Hund" ge kommen und man will eS ihnen gerne glauben, wenn man hört, daß nach an, dauernder Stagnation neulich wieder eine Lizitation stattgefunden hat, deren ein iges uno gewifz zonoeroares uojai ein chwarzer Pudel xgar. Diese Lizitatio st nach vorheriaer öffentlicher Bekannt? . ' , t , , machung Nachmittags S Uhr im Eilgut, Abaabemagazine der Franz-Joses-Bahn nach Auftrag der Direktion Von einigen hierin bestimmten Beamten psrsenvm'

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