Indiana Tribüne, Volume 15, Number 15, Indianapolis, Marion County, 3 October 1891 — Page 1

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i nifiwuiiM Editorielles. 3n einem Berichte über das Stiftungsfest des TuravereinK South Vend, an dem mehrere Chieagoer Vereine theilnahmcn, erwähnt die Turnzcitung der Rede des Herrn" Nettelhorst und deK Turners" Waterstraat. Wenn das nicht Zufall, fondern Abficht ist, so können wir nur zustimmen. Die schnarrenden Lieutenants werden die Erfindung des rauchlosen Pulvers als ein schweres Unglück betrachten, weil durch dasselbe die Abschaffunz alles Auffallenden und GlZn zenden in der Uniformirung und Vewaffnung nöthig werden wird. In der That, was bleibt von einem Lieüte nant noch übrig, wenn man ihm seine glanzende Uniform nimmt ? Welch grosse Äolle die Elettrizitat noch spielen wird, läßt sich dorlausig kaum ahnen. Einstweilen ist die Benützung dieser wunderbaren Natur? kraft noch in ihrer Kindheit. Vor alle andern Naturkraften hat' sie den ungeHeuren Vortheil, daß man sie nach großen Entfernungen leiten kann. So sind die Versuche, in Frankfurt a. M., Maschinen durch die Kruft des Wasserfalles bei Lauffen am Neckar zu treiben, vollständig gelungen. Die Entfernung betragt 115 engli sche Meilen. . ES ist dieS der erste größere derartige Versuch und eS kann nunmehr auch nicht lange dauern, bis die ungeheure Wasserkraft der Nkagarafalle in dieser Weise nutzbar gemacht wird. Dann werden vielleicht sammtliche Maschinen in New Fork, Philadelphia, Jersey City, Vuffälo, Newark, u. s. w. getrieben werden, ohne daß ein Stückchen Kohle verbrannt wird. In gleicher Weise können diese Städte durch die Kraft der Niagarafälle be leuchtet werden. Auch andere Fälle und Stromschnellen im Lande werden in dieser Weise üenüht werden. Je mehr aber die Kraft der Natur in den Dienst des Menschen gepreßt wird, desto entbehrlicher wird menschliche Arbeitskraft. Wenn Millionen von Tonnen Kohlen nöthig waren, um Maschinen in Bewegung zu setzen, so werden die Hände von Taufenden von Kohlengräbern überstüssig werden, wenn die Naturkiaft des Wafferfalles angewandt und nach jedem beliebigen Punkte geleitet werden kann. In der That besteht der glänzendste Erfolg der Wissenschaft darin, daß sie dem Menschen immer mehr Arbeit abnimmt, und sie durch Naturkräfte verrichten läßt. Nur daß leider in Folge unserer verkehrten gesellschaft lichen Einrichtungen nur einige Wenige, welche vermöge ihres Besitzes die Naturkräfte kontrolliren, den Vor theil davon haben und di: große Mehr zahl der Menschen entweder zu unfrei willigem Nichtsthun oder zu schlecht lohnender Abrackerei derurtheilt ist. Dies muß aber mit dem Fortschritt der Wissenschaft und der immer weiter schreitenden tteberflüfsigkeit menschii" cher Arbeit seine Grenze finden. Wenn die Erwerbung deS Lebensunterhaltes nur durch Arbeit möglich, Arbeitsgelegenheit aber nicht vorhanden ist, so wird die Menschheit sich darum doch weigern, zu verhungern, und sie wird Einrichtungen treffen müssen, welche die Controlle über die Naturkrafte der Allgemeinheit übergiebt, der sie von Natur- und Rechtswegen gehören muß. Drahtnachrichten Inland. Wetterau ssichten. Für Jndiana : Hübsches Wetter z fast gleichbleibende Temperatur; zeit weilig Regen ; kühler am Sonntag. -.- - Kein Aufstand in 'Guate ' m a X a. NewIork, 2. Okt. Jacob BaZz, der hiesige Ecneral-Konsul von'Gua temala, erhielt folgende Depesche vom Präsidenten BarillaS aus Guatemala, 1. .Oktober : , In ganz Euatemala herrscht 'Frieden. Erklären Sie alle Gerüchte über einen Aufstand für falsch und böswillig. (Gc;.) BarillaS." '.i'l',:: hr:'":"'':!'-:tL. ' Schnee in Montana. 1 Red L o d g e, Mont., 2. Oltobcr. Seit ,den letzten 48 Stunden hat' es im Staate ununterbrochen , geschneit und der Schnee treibt sehr stark. , Er

liegt 3 Fuß hoch und die Geschäfte ruhen fast dollständig. St. Paul, 2. Oktober. Gestern Nacht hat es in Nord-Dakota fast im ganzen Staat geregnet und im West-

lichen Theile deö Staates geschneit. In jenem Staate sind noch 50,000 Bushel Weizen in Garben aus den FeldZtti, welche durch das ungünstige Wetter großen Schaden leiden dürften. - .ch. Z ay G o u l d schwer krank. ' N e w A o r k, 3. Okt. Es ist zwei, fellos, daß Jay Gould schwer krank ist. Derselbe war heute nicht in seinem (?e schüft und blieb aus Anrathen seines Arztes auf seinem Gut in Tarrytown, da bei dem jetzigen Zustand seiner ven jede fernere Aufregung die schlimmsten Folgen haben würde. Ein Berichterstatter, welcher heute nach dem Hause Gould's kam, erhielt keinerlei Auskunft über den Zustand des Patienten, da dies streng verboten sei. Dr. Mumm, der unweit von ihm wohnt und ihn behandelt, verweigerte auch, sich über Gould'ö Zustand zu äußern. Später machte Gould eine Spazierfahrt. Er war sehr warm ge kleidet, denn die Luft Hat kühl. Seines Züge waren sehr hager und eingefallen und er machte den Eindruck eines schwer kranken Mannes. Heute wurde in Wall Str. allgemein darüber gesprochen, daß Gould in der gestrigen Sitzung der Direktoren der Missouri Paeisie Bahn einen Ohnmachtanfall hatte. Er erhob sich gerade, um gegen den Antrag Rüssel Sage's. zu sprechen, den Beschluß, keine Dividende zu zahlen, in Wiedererwas gung zu ziehen und eine Dividende von IProz. zu zahlen. Als er aber sprechen, wollte, versagte ihm die Stimme und nach kurzer Anstrengung sank er auf seinen Stuhl und beugte den Kopf auf den Tisch, sein Gesicht mit den Händen bedeckend. Man reichte ihm Stärkungsmiitel' und "nachdem 'er sich etwas erholt hatte, erklärte er mit gebrochener Stimme und Thränen in seinen Augen, er sei in Folge der gei stigen Aufregung nicht im Stande, noch gegen diesen Antrag zu. sprechen. Darauf' wurde die Direktorensihung natürlich sofort vertagt. Nachdem sein Vater fortgegangen war, machte George Gould Rüssel Sage wegen des Opposition die bittersten Vorwürfe. ' i Ausland. Die britischen Liberal e n. Newea stle, 2. Okt. Der liberale Parteitag setzte heute Vormittag seine Berathungen fort. Eine von Sir GeorgeWilliam Tredelyan bean tragte Resolution richtet sich gegen die RegistrirungSgesetze, durch welche viele Wähler ihres Wahlrechts verlustig ge hen. Die Resolution befürwortet kürzere Legislaturperioden des Parlaments, Abhaltung der Wahlen an einem Tage und Diäten für die Abgeordneten, da nur dadurch die Arbeiterklaffe die ihr zukommende Vertretung im Parlament erhalten könne. Die Resolution wurde nach kurzer Debatte einstimmig angenommen, worauf der Marquis von Ripon eine Rede über die schlimme Lage der KleinPächter und Landarbeiter in Großbritannien hielt und eine Resolution beantragte, wonach dieselbe die sofortige Beachtung seitens deö Parlaments erheische. Diese Resolution wurde angenommen und dann unter anhaltendem Beifall erklärt, daß Gladstone um 6 Uhr eine Rede halten werde. Der Temperenzaposiel und Abgeordnete Wilfred Lawson, beantragte eine Resolution zur Reform oder Abschaffung des Oberhauses und zur Einsührung von Lokaloption. Nachdem er dieselbe in einer längeren Rede befürwortct hatte, gelangte sie unter Hochrufen zur Annahme, worauf , die Verhandlungen bis zum Nachmittag ausgesetzt wurden. Mehr als 4000 Menschen waren heute im Tyneside Theater, wo Gladftone eine Rede hielt. Sobald er mit seiner Frau erschien, wurde er mit anhaltendem, begeisterten Beifall begrüßt. Nach Annahme eines Vertrauensbeschlusses für ihn, bedankte er sich für denselben und. den ihm gewordenen begeisterten Empfang. , Im ferneren Verlaus , seiner Reden befürwortete er kürzere Legislaturperioden deö Parlaments, , Reform der Grundsteuer die Räumung Egypten'ö, Beschränkung der Schankgerechtigkeit, Reform der Lizensgesetze im Sinne der

Indianapolis, Zndiana, Samstag,, deiz 3. Gktober 1891.

Lokaloption, Entstaatlichung der Kirche in Schottland und Wales, Reform des Oberhauses und der Regiftrirung der Wähler, Vermehrung der Vertreter der Arbeiter im Parlament, dnen Wahlunkosten die Wahler tragen sollten, Selbstverwaltung der Landbevolkerung, Reform der Landgeseße, Erleichterung des Erwerbens von Land und Verkürzung der Arbeitszeit, wo ttNmcr dies möglich ist. Den größeren Theil seiner Rede widmete er der iri schcn Frage und seiner bekannten Vorläge zur Lösung derselben. - . ...,,. ' .' ' . Daö Attentat in Böhmen. London, 2. Okt. Der Wiener Korrespondent der Times" weloeh daß das mißlungene Attentat auf den Kqiser bei Reichenberg nicht ernst gef nommen wird. Der dortige Korrespondent des Standard" dagegen glaubt, die Attentäter hätten nicht Zeit zur Ausführung ihres teufiischenDlae nes gehabt.. Wie er sagt, hätten die Behörden die Äbscndung von Depes hen aus Reichcnberg verboten und von Prag waren nur telephonische Berichte zu erlangen. Wien, 2. Okt. Die tschechischen Zeitungen schreiben daS mißlungene Attentat einem in Relchenbcrg wohlbekannten sozialdemokratischen Agitator zu, der bereits verhaftet sei. Letzteres aber sindet hier keinen Glauben. ' , . n n I i. -rni Die Fremden - Ve.r f o l gu n g in Ruß land. London, 1. Okt. Pouliry Bigelow vom New Jorker Canoe Club, welcher in Begleitung von Alfred ParsonS und Frank D. Millet eine lange Reife in 'Süd Europa, einschließlich dem Programm gemäß, die ganze Dona herunter vom Schwarzwald bis Schwarzen Meer gemacht, hat, ist nach dreimonatlicher Abwesenheit hier her zurückgekehrt, " 2n einem Interview ; sagt Herr Bigelow, daß die Lage , in Rußland) soweit die Feindseligkeit gegen Fremde in Betracht kommt, schlimmer ist,' als berichtet wurde. Die Bewegung gcgen die Juden ist nur ein kleiner, Theil der Bewegung, die allgemein gegen alle Fremden gerichtet ist. Die Juden sind vielleicht die am wenigsten Leidenden, Deutsche, Polen alle Sttchtglieder der russischen Kirche werden verfolgt. '- In der Nahe von Odessa e;istirt eine Ansiedlung ' von Deutschen seit einem Jahrundert, aber ihre Fabriken und Mühlen sind geschlossen, ihre iIeschafte sind ruinirt worden und ihr Leben ist ihnen durch die Tyrannei der, Beamten, die die Aufsicht führen, zu einer Bürde gemacht. Es ejistirt kein besonderes Cdict gegen uns", sagte ein angeschener Bauer, aber wir werden aus tausenderlei Art verfolgt. 3ttemand will unser Eigenthum kaufen, sonst würden wir unsere Heimai h andcröwo aufschlagen. Selbst Deutsch zu sprechen ist ein Vergehen. Ich war vor einigen Tagen an der Eisenbahn, einem Freunde Lebewohl zu sagen. Wir waren beide Deutsche und sprachen na türlicherweise deutsch zusammen. Ein Beamter, der uns sprechen horte, kam zu unrund sagte, indem er in roher Welse uns unterbrach : Dies ist Rußland und nicht Deutschland. Es wird Euch von Nutzen sein, wenn Ihr dessen stets eingedenk seid." In Polen ist die Lage noch schlimmer. Brutale Versuche sind gemacht worden, das Land zu russisiziren, bis die Polen desperat geworden sind. ... m ,,, "i - OchtssSnachrickten. Angekommen in: Hamburg: . 'Vohemia" . und Rormania" bon New ZZork. L o n d o n : In Sicht Queen" von New Sork. Queen stown? . City of Chicago" von New Aork nach Liverpool. Hiesiges. Der Streik in Moore'S DeSk WMWaeWöMUMV, ' ' -,:' : " ' ,. ' , ' ';i;:''-r:l'"'. "' "'!, .i! ß?,,! , ' Der Streik der Arbeiter in Moore'S DeSk Factory ist noch immer im Ganges BiS jetzt Zst s'es dem Betriebsleiter Emerson noch nicht gelungen, andere Leute zu bekommen. Die streikenden Arbeiter halten sich, in der Nachbar schaft der Fabrik auf, um Zuzug abzu halten, und sie haben auch schon einige Arbeiter die von auswärts kamen, ab-

gegangen und wieder zurückgeschickt. Die Union bezahlte das Reisegeld. Gestern ließ der Betriebsleiter einige Polizisten zum Schutze der Fabrik kommen, eine Maßregel, welche jeden-

laus gänzlich unnöthig war.. Das Konnte der Ausständigen hat aus die Behauptung des Betriebsleiter Emerson hin, baß der Streik ohne vor herige Unterredung mit ihm in Szene gesetzt würde, eine Erklärung erlassen, worin diese Behauptung als durchaus unwahr bezeichnet wird. Es heißt in dieser Erklärung! daß nachdem sich Emerson geweigert hatte die 10 Cents Aufschlag für die Stunde Mehrarbeit zu bezahlen ein Koinite der intcrnatioIialen Furniture Korkers Unions um eine Unterredung mit Emerson nachsuchte. Dieser aber habe dem Komite geantwortet, daß seine Zeit 55 per Stunde werth sei und er daher mit dem Komite nicht sprechen könne. h;Wenn seinen Arbeitern der Lohn nicht passe, könnten sie ja gehen und er werde ihre Stellen durch Nigger befetzen lassen Trotz dieser Abfertig, ung sei noch ein anderes Komite an Herrn Emerson geschickt worden und diesem habe er gesagt, er müsse billigere Arbeit haben und wenn das den Leuten nicht passe, könnten sie "gehen. Erst daraufhin seien sie an den Streik gegangen.Ausgesetzt. . Gestern Abend wurde ein farbiger weiblicher Säugling, der etwa 4 Wochen alt sein mag, in dem Hinterhause, No. 112 Nord Meridian Straße, ausgesetzt Eine Frau war mit einem Korbe im Arme dahin 'gekommen und hatte eine Farbige .gefragt, ob sie yicht ein, Kind annehmen wolle,, um dasselbe großzuziehen. ' Sie hatte aber die Antwort gar nicht abgewartet, sondcrn ihren' Korb hingestellt und sich dann schleunigst aus dem Staube get' '-.ivl -m7;, i' ..... "-.:,. .,. it, "l ....-u:-. machte .In dem Korbe, lag das Baby, welches ärmlich aber sauber gekleidet war. . Män brachte das kleine Wesen auf die Polizei-Station d on wo aus eS ins Waisenhaus für Farbige geschickt wurde. VZelß, was sie tbut. 3n der Circuit Court wurde vor einem Geschworenen -Collegium das Gesuch, Frau Ruth B. CurtiS suter Curatel zu stellen, verhandelt. Das Gesuch war von einer Tochter der Genannten gestellt worden. Die Frau, welche schon in vorgerückten Iahren ist, befand sich selbst aus dem Zeugenstande und erklärte Folgendes : Seit 13 Iahren wohne sie bei ihrem einzigen Sohn, der sie stets gut behandelt habe. Ihre Tochter, sie habe deren vier, haben sich nie viel um sie gekümmert und sie, wenn sie krank war, auch nicht vcrpflegt. Sie habe kürzlich ihr Leben für H2M0 zu Gunsten ihres Sohnes dersichern lassen und beziehe jetzt auch monatliche Pension. Daß diese indirekt auch ihrem Sohne zukomme, gefalle ihren Töchtern nicht und sie meineii nun, daß die Mutter einen Vormund brauche. Die Geschworenen zogen , sich gar nicht erst zur Berathung zurück, fondern gaben von ihrem Sitze ans einen Wahrspruch ab, daß die Frau wohl wisse, was sie zu thun habe und nicht irrsinnig sei. " .1. mm Büchertisch. .Der erste ist eingetroffen, nämlich der erste Kalender und zwar ist eS der im Verlage der New Jorker Volkszeitung" erscheinende Pionier. 'Derselbe enthalt außer dem Kalendariüm und einigen hübschen Illusirationen, einige- prächtige sehr lesenswerthe Erzählungen, und -mehrere höchst lehrreiche, wissenschaftliche und geschichtliche Aufsätze. ' ,' . Von besonderem Jntereue ist eine ausführliche biographische Skizze Friedrich Engels. Außerdem finden wir noch allerhand belehrende Mittheilungen, , Humoresken n. s. w.. und wir können wohl sagen, daß die 75 Ouartsciten des Pionier" nichts enthalten, waS nicht unterhaltend und belehrend ist.' Wir empfehlen denselben deshalb vor allen anderen derartigen ,,PublialiM

X7 The , TraderS, Point Horse Thief Protective Association" ließ sich heute in der z Recorders -Ofsice " eintra'rif:k :::!! ji 'iii?!;?1, tiM i; 4iW4f:! it ttL:rjM

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MuuwBWi. wwiigciuuuu. Sonntag, 4. Oktober ! Wen 8 Uhr. Kollzert mit Ball in der ' Maeinierclior - Halle ! iutriit 2 Cents n ZZsrson. Mitglteder der Sektion haben beim Kaufe nncS Tickets ein Damenticket frei. Zlotiz nn dis Srsditorsn von Vlstchsr Shnrpo. Tie lchte Dividende ton Neun Zehntel von etnenk Prozent ist vsm Supertor-'Sertü't von VZarton ounty erklärt orden. Tex Neceier utcd mit der Auszahlung derselben iftZimawr No.l JngaL Block am 15. Oktober beginnen und biS zum Z. November daselbst ssrtkahren. Vom I. November liS zum IS. Januar irirb die weitere zahlung der Tividende t bem Laden von Lillu Ctalnaker, No. U Cft SofHriflWti Straße, ftatiftnden. fille Dividenben. die uiäit vor dem Ib. Januar abgeholt werden, werde dem GertchtSbesehl gemSg in die Hände U9 ClerkS genannten Gericht eingezablt ud von diesem vertheilt werden. Le, die Forderungen haben, tnögea sich demgemS verhalten. Alle Personen, welche lctcker Qba.xtt Äa. Piere zur sicheren sbcwahrung übergeben, sind ersucht, itefclbk bbzuholen. Franks. Ttalnaker. Receioer. öZ.mdsz'gßr. N. W. Ecke Pennsylvania und Washington Straße. . Herbst-Hüte. Die feinste Autwahl 'von HerbstHüten ist soeben eingetroffen bei ,., . Sbamerger. Taschcn-Ubren, HauS-Ubre, Neueste Schmucksachen, Gold und platirt'i'n großer Auswahl. Fml. H. Scluniilt, H Jackson Plaee. Union Station gegenüber. Ll?Si nu Salor.!l u. Billiard-Hall ? Ro.92 Ost Washington Str. I o U n W e i i a dj e x Eigenthümer. Neutral Labor Nnioit. Gestern Abend fand eine EztraSitzung statt in welcher die neue Konstitution paraFrapbenweise zur Abstimmuug gelangte. 2n derselben heißt es, daß jede Union durch zwei Delegaten ' vertreten sein soll. Hat eine Union über 50 Mitglieder, so soll sie zu einem weiteren Vertreter berechtigt sein. Die Nebengesetze bestimmen, daß fernerhin politische Drahtzieherei innerhalb dieser KörPerschaft dadurch unmöglich gemacht werden soll, daß kein Kandidat für ein politisches Amt einen Sitz als Delegat in dieser Körperschaft behalten soll.' Heute Mittag richtete ein kleines Feuer in dem von Frau Harvey bewohnten Hause No. 46 Russell Ave. einen Schaden von $25 an. jÖ" Gestern Abend sand an der Linden Straße und English Ave. eine demokratische Versammlung statt, -bei welcher Herr Albert Sahm wieder eine Ansprache hielt. :: .i.fDCr Die Leiche von Marion Dale, des Mannes, der in Van Camp's Präservegeschaft sein Leben einbüßte, wurde zur Bestattung nach Lebanon geschickt. . EP Während des vergangenen Monats hatten ,wir,' wie die hiesige Signalstatiou berichtet, an 4 Tagen trübes, an acht Tagen theilweise trübes und an 18 Tagen Helles Wetter. Der höchste Barometerstand war 30.380, der mittlere 30.150, der niedrigste 29.948 Zoll. , . .Höchster Thermometerstand 93 Grad; mittlerer 70.S Grad ;. niedrigster 48 Grad. Die vorherrschende Richtung deS WindeS war von Süden her.

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