Indiana Tribüne, Volume 15, Number 10, Indianapolis, Marion County, 28 September 1891 — Page 2

Jndmna Trwune.

lirfduiiit R U g l i ch und Bvn n tag. Die Kzttche.Tridü fpftet durch dcn Trüg er iZQtntS per Woche die To:wlasS-..Tribiine- b Ccnls per Woche. Beide zusammen Jtäetit oder 35 CenZA PerMona,. P.-r uaschickt iu Borzbezahlung $5 per Jahr. Ossice: 130 Oft Waryland trahc. ' - IndwnapoZis, 5nd., Lcpt'b? '91. ffrlnneruttg an eyerbeer. AuS Anlaß des :e?erbzer-Jubr !2uVS hat sich Je:nar-.d gefunden, dec den Erfolg des späten" in Berlin alö da5 Wer! seine Hände" w An smuch zu nehmen geneigt ist. ie erste Ausfüörung der Oper m der ptenu scheu Hauptstadt fand unter dem BelagerunzIzustand im Jahre 1849 tali und der Gewährsmann der Breslauer Sntllnz. welcher nach zweinndvierzig Jahren aus feinen Erinnerungen die Mttwürdigö Premiere schildert, hat jedenfalls dnZ Verdienst, ein Bild eigew artiger Zustände wuder aufleben zu lassen. Wir entnehmen seiner Dar. stellung: "Die erste Aufführung fand an einem greitage statt; Ca war eim Gala-Vorstellung, zu der nur die vom Hofe Geladenen Zutritt hatten. Am dakauffoizenden Sonntag war die erste öffentliche Ausführung des Proptzetm. Seit Bo&tn waren alle Billets vergriffen, die Zwischenhändler forderten und erhielten so enorme Preise, datz die capitalSschwache musikalische Welt Berlins es sich versagen mußte, dieser theuren Premiere beizuwohnen. Der Schreiber, seines Zeichens zu der Zeit Schriftsetzer, hatte bn seinem kargen Verdienst nicht di; geringste Ausficht, auch nur eilt G.:lcrik' Billet zn er halten, er war daher nicht wenig erstaunt, am Nackmittage des Sonntags der ersten Ausführung kurz nach 3 Uhr inFein mehr a!S bescheidenes Stäbchen, als e? kin wenig rühm wollte, den Besuch eines von ihm wiederholt in Blei gesetzten" Autors, des nachmaligen bekannten PolizeirathZ, Dr. Stieber, zu empfanden. Hören Sie, mein Lieber, fing Stiebe? ganz unvermittelt an, ich freue mich, Sie persönlich anzutreffen, und auK unserer mehrjährigen Bekannt schast. in der ich Sie näher kennen gelernt, weiß ich, daß Sie Musikfreund. Demokrat und Jude sind." Ich war selbstverständlich erstaunt über diese Einleitung, da ich keine Ahnung halte, wohin daö zielen sollte. Doch Stieber sagte ziemlich schnell : Sie wissen, das; ich Privatsecretar Mttzerbeer's bin. Die Herren Neactionäre können und wollen eö ihm, der Jude ist, immer noch nicht vergeben, daß er, obwohl königlich preußischer General-Musik-Dicec- j tor, acht Monate am liberalem Hof in 'Laris und nur vier Monate in Berlin lebt. Wir baben beut erfahren, daß diese Leute Meeröeer kakl empfangen Aollen, und wenn das geschieht, so zeht er. wie ich den Meister kenne, die Partiitlr für Berlin und für Deutschland zuchck und verläßt Berlin.Da ich immer noch nicht ahnte, w? bmauS Stieber mit diesen Eröffnungen bei mir wollte, fragte ich. was ich mit dieser Angelegenheit zu thun hatte. Endlich sagte Stieber: Ich dringe Ih nen einige VilletZ. Sie muffen mit einigen beberzten freunden in i?er;t dauS gehen und Stimmung machen." Nun war's endlich heraus? Wie ich mir in diesem Augenblick vorkam, weiß ich heute allerdings nicht mehr, da es aber galt, gegen die Treudündler, welche glauben machen wollten, da& sie allem die sönig streue gepachtet hätten, zu demenstriren, so w ?r dies für mich ausfchZaggebend ich nahm die Missionfreudig an. Stieber übergab mir nun die? Billet S des III. NanM, die zu hohen Preisen von Zwischenhändlern gekauft waren. .Mn diesen' BilletS allem kann ich nichts aaZrichten, mein lieber Her? Docror! Sie müssen mir unbedingt noch ein Triöünen'Billet und zwar Eckplatz schaffen.- Da auch diese Plätze alle verkauft Urnen, wurde auf Veranlassung Stiebers ein Stuhl an der rechten Seite der ersten Bank eingeschoben. Mit Recht nahm ich an, daß ja außer uns doch auch ein großer Theil des Publikums für Meyerbee? eintreten werde. Ich snchte einige freunde auf. denen ich die Billets gab. Das Opernhaus war bis aus den letzten Play gefüllt Der erste Rang und fast das ganze Varauet waren von emer Gesellschaft besetzt, welcher die in die Situation Eingeweihten es ansehen sonnten, daß sie gekommen feien, um ihr Mntbchen an Meyerbeer zu kühlen. Die Plätze meiner Freunde lagen glücklicher Weise in der ersten Logenre,he an der Brüftung. so daß ich die Genossen meiner Mission sehr gut sehen konnte. Fünfzehn Minuten vor Beginn der Vsrstellung rief ich ..Meyerbeer heraus! Wie eine kalte D suche wirkte allerdings auf mich das zuerst schüchterne, dann etwas lautere Zischen im Parauet und im ersten Rang. Sofort schloß sich großer Theil des Publikums unserm- ' HeeauS ruf an, und da das Herausrufen f " Jii ? Wi? S X . Zt 'TM T S. ...... .V jvjuvti, so borte das letztere bald ganz auf. Nach wiederholten Rufen erschien Men erbeer endlich aus der Bühne. Ein nicht enden wollender Applaus nöthigte 1 u 11 1 1 i ajlai iilv. itn.. 1 1 r 1 11 1 1 1 1 1 w 1 Min i:.n ihn, sieben Mal hervorzutreten, ehe die Oper begann. Bei jedem Actschluß wiederholten sich die Beifalls scenen Meine Mlspon war geglückt der größte Theil der Anwesenden war von der Aussübrung .begeistert. Im Hin ausgehen ,drüZ:e mir Stiebe? fteubestraklend die Hand ; der .Prophet- war für Teutschland gerettet. Meyerbeer hatte von diesen Veran staltungen keine Ahnung, er würde sie euch wob! nicht gebilligt haben ; sie warv::x m... i:.t ICH ICUlUllUJ VUV Z,ULCLl3. ... Ab nach Amerika. Wie der berühmte Schauspieler Kainz seinem Direktor Barnay ein Schnipp, chen geschlagen hat und nach Amerika durchgebraunt ist, erzählen Berliner BlStte?: ' ... v- .. , .

Wie bekannt, steht Herr Kainz Herrn Tilector Barnay gegenüber unter dem Banne des Contractbruches; die ausge klagte und Herrn Barnay zuerkanizte Eonventionalstrafe in Höhe von 12,000 Mark hat Herr Barnay noch nicht beitreiben können, Herr ttamz hatte die Mahnungen seines früheren DirectorS einfach mit der Frage beantwortet: Uann ich Millionen aus der Erde stampfen, wächst mir ein Thaler auf der steck Hand?" Herr Barnay vertröstete sich auf bessere Zeiten, behielt Kder die eventuelle Pfändung deS von ikm so wenig geneigten Künstlers für den Fall im Auge, daß dieser in'S AnSland gehen würde. Herr Kainz hat mit Directo? Amberg auS New Jork einen Gastspielvertrag abgeschlossen, uud i$t war der Zeitpunkt gekommen, da er Deutschland verlassen wollte, um fern von Berlin üher die zu zahlenden 12,000 Mark nachzudenken." Diretto? Amberg weilt fit einigen Tagen in Berlin, uns es muß wohl in dieser Zeit zwischen ihm und Herrn Kainz berathen worden sein, wie die Abreise von Berlin zu bewerkstelligen wäre, für den Fall, daß Director Barnay einen Hastbesehl gegen den scheidenden Künstler bewirken möchte. Wie wir erfahren, war dies von Seiten des Herrn Barnay durchaus nicht beabsich' tigt und konnte auch gar nicht geschehen. weil erst der Beweis erbracht werden mußte, daß Herr Kainz die 12,000 Mark nicht zahlen will oder kann. Der Sachwalter des Herrn Barnay aber dürfte, wie wir hören, dahin vorgescrgt haben, daß Herr Kainz in den letzten Tagen beobachtet worden ist, damit eine heimliche Ab reise die Pfändung nicht verhindere. Herr Kainz glaubte aber dem Frie. den nicht trauen zu dürfen.' er befürch tete verhaftet zu werden und hat des' halb auch seine Abschiedsvorstellung im Ostendtheater im Stich gelassen. Er sollte in Kabale und Liebe" als Ferdi' nand auftreten, aber er fürchtete Kabale und zog er vor, dem Publikum nicht zu erzählen, wie man Präsident wird.- Gegen 8 Uhr früh erschien in semer Wohnung der Gerichtsvollzieher im Auftrag des Herrn Barnay und pfändete. ES war hohe Zeit, denn eben wurden Mobilien in eine andere Wohnung in der Kurfürstenstraße geschafft. Von Herrn Kainz war keme Spur, er blieb verschwunden. Er hat eS verstanden, den ihn beobachtenden Personen ein Schnippchen zu schlagen und ist, wie wir höreir, längst aus Berlin heraus, über Schlesien und Oesterreich nach Italien, m von einem italienischm Hafen aus Amerika zu erreichen. Herrn Barnay dürfte heute von seinem Sachwalter gemeldet werden: Herr Kainz läßt sich entschuldigen, er ist per Bahn nach Italien und sährtvon da per Schiff nach Amerika."

WttdeIagd. Ei Büffel in den Gebirge fnirfsfpantfi:. Das seltene Vergnügen einer Büffel Jagd in den Gebirgen Pennsylvaniens wurde kürzlich einer Anzahl Bürger von Archibald zu Theil. Schon vor einiger Zeit behaupteten verschiedene Personen, welche die romantischen Thäler und Wälder am Saume des westlichen Gebirges in jenem Theile, der unter dem Namen The Ridge" be kannt ist. durchstreifen, eine?? Büffel in der Einsamkeit des Urwaldes gesehen zu haben. Von verschiedenen Personen soll das Thier an verschiedenen Plätzen gesehen worden sein. Einige hatten es über die .Wildcat Road rase sehe.,. Andere in dem gelichteten Waldtheile, der Pot Hole umgibt und noch Andere aus der Spitze des Felsenberges gegen Westen zu, von wo man die herrlichen Getreidefelder Scotts überblicken kann. Dem Maune. welcher den Büffel zuerst gesehen hatte, schenkte .man keinen Glauben, wenn er seine Geschichte erzählte, würde er ausgelacht, man sagte ihm einfach, er hätte eine Kuh in den einsamen Waldungen gesehen und seine Furcht hätte einen Büffel daraus gnnacht. ES erforderte thatsächlich nicht wenig Charakterstärke für einen Mann, dauernd zu behaupten, daß er den Büffel gesehen habe. Derjenige, welcher ihn zuerst erblickt hatte, sagte es im Vertrauen seinem Busenfreunde. Schließlich redeten sich Beide gegenseitig wirklich ein, daß beide ihn gesehen und sich mcht getäuscht hatten. &ie erklärten ihre Entdeckung öffentlich und so derbmer Weise und zu ihrem Erstaunen fanden sich Andere, . welche dem'elben Büffel gesehen hatten, aber sich schämten, die Geschichte zu erzählen. Wie ein Lausfeuer verbreitete sich dann die interessante Neuigkeit, welche nicht geringe Aufregung hervorrief. Die Beamten der Stadt nahmen öffentlich Notiz von dem seltenen Besuche und Pläne wurden geschmiedet, wie man am besten daS königliche Thier einfangen könne. Einige Personen machten den Vorschlag, eine Jagdgesellschaft zu or ganisircn und den Büffel zu erlegen, aber Niemand schien Muth und Entschlossenheit genug zu haben, um die Jagd zu unternehmen. Als aber die Neuigkeit dem unter nehmedm Polizeiches M. I. Wa'sh zu Ohren kam. da wurde Ernst. 'Dieser schlug sofort vor, eine Jagdpartie unter seiner Führung zu veranstalten. Die verwegensten Männer und Liebhaber gefährlicher Abenteuer wurden zusam mengetrommelt und ohne Verzug zur Ausführung des vom Polizeichef vor geschlagenen Planes geschritten.' Nach vielen anstreagenten und ermüdend. Wanderungen durch .Berg und Thal, bald bergauf, bald bergab, erblickte man endlich das gesuchte Wisd.' DaS Thier balle sich gegen eine einzelnsteheni hohe, mächtige Eiche gelehnt und rieb seine large Mäbne. Polizeichef Walsh ertheilte seinem Gefolge Befehl, sich zu zerstreuen und er se.bst nahm einen Stein auf und warf nach dem, Büffel. Dieser richtete den Kopf in die Höbe, blickte um sich und raste über die Berge hinweg, doch ein Mitglied rer Jadprtie, der sich aas der anderen Si e befand, stellte sick ihm in den Weg. Der Büffel schlug eine andere Richtung , ein, sah jedoch wieder emen Jäger vor sich und ver änderte auf's Neue seinen Lauf. Ueber die , Berge, steile Abhänge ' hinunter.

durch Beranrome hindurch und über den Ran d.'r hohen und abschüssigen Felsen hinweg, wurde die Hetzjagd fortgesetzt und alles versucht, um das sliebeuve Tbier in die Richtung nach einem bevölkerten Theile der Ortschaft am Eelirgsrücken m treiben. Es war in der Tbat eine wilde Jagd und die Jager waren entschlossen, nicht ohne Beute nach Hause zu gehen, den Büffel leben dig od r todt mitzubringen. 'Nach langer Verfolgung lief der Büffel den Jägern in Schußlinie und ein TrittMpbgeschrei erhob sich, das bis in weiter Ferne gehört wurde. Der Vüsiel ty.t über die Einzäunung und stürue Hals übe? Kopf auf John Thowa4' faira. Leute, welche die Aufre aung iatVn. überbslien das Tbier. und als die Jüaer anlangten, umzingelten sie schleunigst daS Gehöft. Die Stalltküren standen offen und das geangstigte und erschreckte Thier, keinen ande. ren Ausweg seiner Rettung sehend, flüchtete in einen Stall hinein, rannte in seiner Furcht mit denk Kopf gegen die Wd und stürzte erschöpft zu oden. Dte Stallthüren wurden geschlos k,n und verriegelt und die zum Umfallen ermüdeten Jager jubelten aus Lei bestraften, soweit sie noch im Stande dar, waren. Woher das Thier gekommen, war etzt daS einzige Geheimniß, was noch gelölt werde mußte. Es ist seitdem ermittelt worden. Als Pawnee Bill mit m Wild West Show" von Scranton durch's Gebirge zog, wurde einer em?c Büffel so krank, daß er zurück?eZais. n und der Pflege des Hrn. Sarn er on in Throop übergeben wurde. n das Tbier wieder gesund und, stark i nug geworden war. um herumzulaufvt entfloh eS eines Tages aus der Z!,k'iunung. in welcher eS gehalten 'vure und war taktlos genug, seinem niobltbater nicht einmal die Adresse eins zukünftigen Aufenthalts zu hinterlassen. Angezogen von Archbald, das die Natur mit allen Reizen der Wildniß versehen hat, begab sich der Köniq des fernen WestenZ dorthin und durchstreifte frei und ungehindert die alten, romantischen Gipset der Berge.

Gin Engländer Über dltTtutschen Im Cornhill Magazin" sällt ein englischer VergnügungS Reisender ein Urtheil über die Deutschen. Da eS von nicht wenigen Blattern vergnüglich ab gedruckt wird, so mögen einige Stellen auch dem deutschen Leser nicht vorent halten bleiben: Wen ein Engländer Deutschland zuerst kennen lernt, so fällt ihm vor Allem die große Höflichkeit .des Volkes auf. Post- und Emnbahnbeamte bU den natürlich hierin eine Ausnahme ?). Das stete Bitte sebr" und daS bescheidene Danke- macht ihn außerordentlich stutzig. Er betrachtet mit Staunen und Bewunderung die Anmuth, mit welcher ein Deutscher seinen Hut ab zieht, feinen Guten Tag" ader Adieu" sagt, wenn er in ein Eisenbahnkupee steigt oder in einen Laden tritt, seine niemals in Verlegenheit kommende GelfteSzegenwart und sein savoir faire im Umgang, seine wunderbar strSmende Unterhaltunggabe über jeden vorkommenden Gegenstand. Er kann eine ältere Dame küssen, ohne als Narr zu erscheinen, und er wird sich die Mühe geben, ein schüchternes Schulmädchen von 17 Jahren zu' unterbalten. Man muß freilich sagen, daß ein deutsches Mädchen besser daran ist, als ein englisches oder amerikanisches. An statt gezwungen zu sein, für ihren Kavalier die Sorge der Unterhaltung zu übernehmen, auf die Gefahr hin, sonst als langweilig betrachtet zu werden, muß in Deutschland der Herr den Unterdaltungsstoff liefern und ihr denHof machen. Sie würde nach deutscher Ansichl die Grenzen überschreiten, wenn sie sich in gleichem Maße an der UnterHaltung betheillgen würde. Wenn der Engländer die Deutschen aber erst kennt, so ändern sich seine Ansichten über die deutsche Höflichkeit. Er ent deckt, daß seine Manieren nicht immer gute Lebiesart ein'chließen. Es ist das Allergewöhnlichste, daß die Deutschen in einer Gesellschaft, in der sich auch Engländer befinden, englische Politik. Sitten und Gewohnheiten mit einer Offenheit besprechen, welche nur noch von ihrer Unwissenheit übertroffen wird. Ein deutscher Herr wird mit der gemüthlichsten Miene seinem englischen Nachbar sagen, daß es in England nur Katzenmusik giebt und daß die Engländer in jeder Schlacht in Egypten geschlagen worden sind, daß die Engländer Alles in Allem eine brutale und anmaßende Rasse sind. Sollte Jemand an diesen Complimenten Anstoß finden, so erregt er das allgemeine Erstaunen. Es ist soliebreich, denken die lieben Deutschen, den unwissenden Fremden auf seine kleinen Fehler und Mangel aufmerksam zu" machen. DaS einzige Mittel für einen Engländer ist. daS Gespräch auf Indien und die englischen Eolonien zu lenken und dabei arch gelegentlich ein Wort über die Ueberlegenheit der britischen Marine einfallen zn lassen. DaS hat die augenblickliche Wirkung, daß der Deutsche, wenn er auch nicht schweigt, doch in eine achtungSvollere GemüthSverfassung gerath." Die deutsche Frau und daS deutsche HauS beurtheilt der Verfasser sehr günstig, leider allzu günstig. Man muß eS anerkennen, daß unsere deutschen Vettern die Kunst, sich das Leben be. hagllch einzurichten, wett vene? ver stelzen, als wir. All' das V'ele, was dahin zielt, den Schein aufrecht zu , er, halten-, ist fast unbekannt (wo mag der Mann seine Studien gemacht haben?), da eS keine Schande ist, arm zu sein. Die Sparsamkeit, geht bis in daZ Aller geringste, und statt sich dessen zu schä men, setzt die deutsche Hausfrau-. ihren Stolz darin. , Da gibt es keine unnöthigen Ausgaben für Dienstboten, ein Dienstmädchen, welchem die Herrin deS Hauses selbst hilft, genügt. '' Statt ihr Geld in dem fruchtlosen Versuche auszugeben, besser zu erscheinen, als sie sind, ihre Nachbarn zu übertrumpfen geben die Deutschen ihr Geld aus wohlverdiente Erdolungen auS, Theater, Concerte, Reifen treten an i die , Stelle, die bei uns , Hausmeister, , geliehene Equipagen ,: und , schlechte , Diners ein-

nehmen. Deutschland ist daS Para dies für gebildete Leute mit beschränk ten Mitteln, nicht, weil dort Alles billiger ist, sondern weil das Leben einfach ist und dieAnsprüche gering finV Landwtrthschästttches.

Dem Obstwein gehört die Zukunft." Dieses geflügelte Wort ruft der Schweizer Pomologe Jlückiger, der im Auftrage seiner Regierung die Reichs' Obstausstellung in Wien im Herbst 1837 besuchte, seinen Landöleuten zu und knüpft daran semen Bericht über daS, was er in der Kaiserstadt an der schonen blauen Donau gehört und gesehen hat. Selbstverständlich fehlte es dort nicht an den verschie densten Genußmitteln, welche die Neu zeit auS den Geschenken der freigebigen Göttin Pomona herzustellen bestrebt ist. Unter den letztern besindet sich auch ein bisher wenig beachteter Strauch, von den Herren Grünröcken allerding wohl als ein Forstunkraut betrachtet, aber dennoch mehr oder weniger geduldet, weil seine schwarzen Beeren an Duftig' keit die Himbeeren noch übertreffen und deshalb von alt und jung geschätzt wer den. Wir meinen die Brombeere, welche zuerst von den sindigen AankeeS einer aufmerksamen Behandlung gewürdigt wurde und sich für dieselbe bisher in steigender Weise dankbar bewiesen hat. Eine gut angelegte und richtig gepflegte Brombeer-Anlage bleibt 1012 Jahre hindurch fruchtbar; man kann sie aber auch an der Mittelfeste zugewandten Mauern ziehen, außerdem eignet sie sich vorzüglich zur Bepflanzunz der Eisenbahnböfchungen, weil sie dle Abschwemmung der Erde verhindert. Die Bahnverwaltung schlagt also bei der Cultur der Brombeeren zwei Fliegen mit einer Klappe. Man kann sie bebandeln wie die Himbeeren, man ka.m sie aber auch an zwei wagrecht lausenden, überemander angebrachten Dräh ten ziehen, hei welcher Art sie am leichtesten in Ordnung gehalten werden kann ; an dem unteren Draht befestigt man die Fruchtzweige, an dem höher stehenden d:s Jahrestriebe. Auf diese Weise gezogen, macht- ihr Anbau selbst bis zu 0 Hektar den Amerikanern keine Schwierigkeiten, bringt ihnen vielmehr bedeutend mehr ein als manche andere Obst' r e. Ertrage von 48 Bushel auf den Acre der 42hl den Hectar sind nicht selten; selbst auf leichtestem Sandboden, welchen der Wind vorher ab fegte, erntete man sogar 5GUI auf den Hectar. Einzelne findige AankeeS bauen sogar Erdbeeren und Brombeeren gleichzeitig auf demselben Grundstück, indem sie die Brombeeren in Drahtspalieren ziehen. Zu diesem Anbau in großem Maßstabe benutzt man namentlich die Rochelle oder Lawton, dann auch die Dorchester; die erste Sorte reift erst gegen den Herbst, wo anderes Beeren, obst fehlt; die glänzend schwarzen Früchte, welche der Stock iu ungeheurer Menge trägt, eignen sich besonders zum Einmachen. vom Jnlanoe. Präsident Harrison i st ersucht worden, der Ausstellungseröff nung in Augusts, Ga. am 3. Nov. beizuwohnen. Die jährliche Kaffeeernte der Welt wird auf mehr als 11,000,' 000.000 Psund geschätzt und hat einen Werth m erster Hand von etwa $135, 000,000. I er r y Simpson soll ein tüchtiger Amateur Faustkampfer und im Stande sein, einen gewöhnlichen Gegner zu besiegen, wenn sich die Gele gentzeit dazu bietet. John W. Mackay wird, wie es heißt, seinen Namen auf die Liste der Candioaten für's Bundessenatoramt eintragen lassen, wenn die Zeit kommt, wo Neoada einen Nachfolger für William M. Stewart zu wählen hat. Erne eigenthümliche Seuche rafft daS Rindvieh in der Umgegend von Huntington und Trumbull, Conn., weg. Die Thiere sterben plötzlich und schwellen auf, aber das Fleisch verän dert seine Farbe nicht. Edward Kearney, der Nett Jorke? Millionär, ist nach Richter Hilton der größte Grundeigenthumsbesit zer in Saratoga und hat wegen seiner verschwenderischen Gastfreundschaft den Namen Earl von Saratoga" erhalten. Das alte Seward HauS. Blaine'S Heimath in Washington, für das er $90,000 bezahlt hat. ist herrlich gelegen. Es liegt dem Weißen Hause und dem SchatzamtSgebäude mit dem Justizdepartement gegenüber. Quona Ao Ick. ein Chi nese. der eine gute Ausbildung genossen hat sich kurzlich mit einer Jnomnenn vom Soughies Stamme verheirathet. Beide werden das Missionsfeld der Methodistenkirche betreten. Ex-M ayor Campbell von AoungStown, O., ist, trotzdem er seit seinem fünften Lebensjahre erblindet ist, ein so tüchtizer Musiker geworden, daß er Unterricht ertheilen kaun. Er hat die Rechte studirt und auch acht Jahre lang eine Zeitung redigirt. Ein zertrümmertes Schifs mit einer werthoollea Ladung Mahagoniholz wird seit dem 31. März aus den Wellen des Atlantischen OceanS umhergetrieben. ES wurde am 3. August zum letzten Male gezeben und war damals bereits 10,600 Meilen weit von den Meereswellen umherge peitscht worden. Zwei New Yorker Rüde, rer, die eine Tour von Moolehead Lake nach der Mündung des St. Johnl Flusses, eine Entfernung von 504 Mei len, gemacht haben, stno tn st. Joyn, N. B. angekommen.. Sie hatten drei Nuderboote und drei Führer und machten die Tour in L4 Tagen, wovon sie zehn im Lager, mit Fischen und Jagen verlebten. Bor einigen Jahren hat, wie man erzählt, in einer kleinen Ortschast in Ontario eine Familie gelebt, die mit ihrer nahen Anverwandtschaft aus einhundert Personen bestand. Sechsundachlzig derselben leben jetzt in den Ver. Staaten, zwölf sind gestorben und zwei leben noch in ihrem Geburts orte. Und doch wundert sich das cano dische Volk über die schwindendenEttfosbenchkÄ

Der bekannteRestaurateur Telmonico in New Jork hat vor eini gen Tagen ein von d r Insel Cuba eingetroffenes Geschenk in Gestalt von 2 i Cigarren erhalten, 'die zu der Gattung gehören, für die der Prinz von Wales Jl800 das tausend bezahlt. In einem Begleitschreiben theilt der Fabrikant ( s. ; - r-- .1". 1 1. .

Mit. vag lyn vie Zigarren jcuu$i. vas Stück kosteten. Von San Francisco kommt die Nachricht, daß der am 1. Mai von den Marshall Inseln nach San Irancisco abgesegelte Schooner Pannoniaan einem Riff füdwestlich von den Sandwich Inseln zerschellte und die auS sieben Matrosen und dem Eapitän bestehende Mannschaft, sowie die Famitte des Eapitäns und mehrere Mlssiv' näre in den Wellen ihren Tod fanden. Der Proceß gegen den Stadtm-zrschall John Pelgrim in Erestön in Iowa wegen vorsätzlicher Ver. nachlässigun.z der Pflicht zur Durchführung des Prohibitionsgesetzes bat mit der Nichteinigung der Geschworenen über einen Wahrspruch geendet. Es sind dort eine gan;e Menge EntschadigungSklagen gegen Schankwtrthe, sowie Anträge auf Unterfagung der AuSÜbung des SchankgewerdeS in de, Schwebe. Eine Rie sentunnel sol l ir den Leadsville Bergbaudistrikttn ge baut werden, um die Minen zu entwäsfern. Die Kosten des Baues werden auf $750,000 veranschlagt und die Vollendung desselben soll zehn Jahre erfordern. Der Tunnel wird wenigstenS fünf Meilen lang werden und leichten Zugang lassen, um Milllonen von Tonnen eines guten Erzes aus der Erde zu schassen, die ohne Entwässerung der Minen nit herausgebracht werden können. Als Alexander, ein Schaf, züchter in Oregon, kürzlich eine Heerde von 10.000 Schafen durch Klickitat County nach dem Soundmarkte treiben ließ, wurde eine enge Schlucht erreicht, die von den Viehtreibern nicht gesehen worden war. Als der Leithammel bis zum Rande deS steilen Abhanges gekommen, drängten die hinteren Schafe nach vorwärts, sodaß Leithammel und das nächste Gefolge hinunterstürzten und eine Brücke von getödteten und sterben den Thieren für den Rest der Heerde gebildet würd . Als die Viehtreiber die Schlucht erreichten, lagen bereits 360 Schafe todt und halbtodt aufeiv. ,nder gebettet. In Philadelphia scheint der Selbstmord durch den Genuß von Morphin epidemisch .geworden zu sein. In den letzten sichS Wochen sind so viele Selbstmorde durch Vergiftung verübt oder versucht worden, wie in der Geschichte der dortigen Eoroners-Office nie in einer so kurzen Zeit vorgekommen sind, und bis jetzt hat sogar diese ueue Epidemie noch mcht nachgelaffen. VOM uslande. Bei den russischen Ba ern ist die Erinnerung an die Franzo fenzeit und der historische Groll gegev Napoleon l. ungeschwächt. Davon kön nen auch, wie man der Jrkf. Ztg.schreibt, die Bilder, welche sich sehr häu fig in den Bauernhütten namentlich de, ausgedienten Soldaten finden, ein Wort mitreden. Auch auf den Trödelmärk ten in Moskau trifft man sie noch ofz an. Dte Gustav Kühn'schen Bilderbo 'gen aus Neuruppin sind gegen diese na tional-russischen Schöpfungen mit ihrer grellen Farben und ihrer unglaublicher Perspektive noch wahre Kunstwerke Namentlich zwei solcher Kunstwerke er freuen sich bei den Bauern großer Be liebtbeit. . DaS e n: zeigt Napoleor mit paar Generalen frierend auf feb nem Schieefelde. Man erkennt der Korsen natürlich nicht an der Aehnlichkeit des Gesichts, sondern an dem grauer Rocke und dem kleinen Hut. An diesen, ist statt der Kokarde ein rothes Teufelchen mit einer machtig langen Nase an. gebracht. Der Kaiser halt eine Kosa kenpeitsche in der Hand und zeigt sieder Generalen, die sie mit einigem Grauser. zu betrachten scheinen. Unter den Bilde steht die einfache Frage: Was ist das? Noch drastischer ist daZ zweite Bild. daS den Kaiser ebenfalls auf einer Schneewüste darstellt. Wäh. rend seine Umgebung halb erfroren um berliezt und verzweifelnd die Händ nach ihm ausstreckt, halt sich der Äaise, selbst noch aus den Beinen und 'ist da mit beschäftigt, sich von einem gefallenen Pferde ein Kotelett abzuschneidend Mit ängstlichem Blick stkht er in di, Ferne, wo sich ein Zug Kosak n zeigt. Auf vielen anderen schönen Gemäßen ist Napoleon einfach als Teufel ode, Antickrist mit allen üblichen Abzeichen dargestellt Ein drolliges Mi ßv er. ständnitz ist wadrend der letzten Manöv? in Ungarn vorgekoNmen. Vor ei nigen Tigen kam aus Trynau die Nachricht, datz die beabsichtigte Ein-q-mrtirung der Infanterie in dieser Stadt am & und 4. September auf Grund der Meldung des CorpsChefarzteS wegen einer in der genannten Stadt graZsiirenden Rothlaufepidemie unterbleiben mußte. Diese Meldung deSCorpS-StabSarzteS.durch welche die Bewohner vonTrvnau und insdefonden die dortigen Gasthöfe empfindlich ge schädigt wurden, beruht wie eS sick nachträglich herausstellte, auf einem höchst originellen Irrthum. In das ungarisch geschriebene Cirkular, in wel chem der EorpS-StabSarzt gelegentlich seiner Anwesenheit in Tyrnau die dop tigen Aerzte ersuchte, die Anzahl de, unter ihrer Behandlung stehenden Roth laufsälle anzugeben-, anstatt des Wortes iv (Bogen) das Wort lJahr) ersichtlich war. Anstatt daß die try'naue, Aerzte, nun auf dem Bogen die Zahl der gegenwärtig in Behind ung stehen den Krankheitsfälle - verzeichnet,, hätten, gaben sie . die Zahl ; der im ganze Jahre vorgekommenen Fälle an, so daß der CorpS'Stabsarzt glaub n mußte, daß in Tyrnau gegenwärtig ir 4,1 weniger als 79 Rothlauffälle' in B Hand lung ständen, während dies , m Wirk' lichkeit die Ziffer des ganzen Jahres ist. Die Folge , dieses Irrthums w:r ein, sofortige Abänderung der ManöoerdiK Positionen." , Man,, schätzt in Tvrnar den der Geschäftswelt aus, dem MißVerständniß entstandenen Scyaden r auf mehrere tankend Gulden.

Ueber Bienen als Depb fchenträger wird der W.'ser-Ztg.- ganz ernsthaft geschrieben: In Frankreich soll nach den neuesten Berichten die Bie nenzucht in den Dienst der VaterlandsVertheidigung gestellt werden So be richtet der Auriliaire in einem längerer

Aufsatz über höchst befriedigende Resultäte des Bienenzüchters M. A. Teynm in Espiet, Kanton Braune (Gironde), in Bezug auf die Verwendung der Bien zum Depeschendienst. Nachdem darauf hingewiesen wird, daß Brieftauben uni Schwalben, die natürlich den Bienen bei Durchmessung größerer Entfernungen überlegen sind, nicht unbedeutende Mittel zur Aufzucht und Unterhaltung er fordern, wird hervorgehoben, daß di Bienen noch Gewinn abwerfen unalsc niemals eine Belastung hervorrufen. Die Biene wird nur auf Entfernungen von 9 i Kilometer zu verwenden sein. M. Teynac.sagt schließlich: Ihr Her ren Deutschen, sucht eine neue Art Fal keu, welche diese neuen Boten vernich-ten,-fügt dann aber hinzu: Aber prahlen wir nicht zu viel, die Bienenzuckt ist in Deutschland ausgebreiteter und die Anwendung des Deveschendien stes würde dort leicht r snn als bei uns." Augenblicklich werdm Versuche mit der Gartenhummei (Lombus kortorum) angestellt. Nun dürfte ti wohl nicht mehr lange dauern, daß du Franzosen wieder aus die Enten" zu rückkommen, die sie seiner Zeit zur Ver breitung ihrer Siegesnachrichten verwendet haben. Einem der bedeutendsten Irrenärzte Roms stellte sich ein eleganter junger Mann vor und vertraute ihm an, daß seine junge, ihm erst seit e kem Jahre angetraute Gattin an l artnäckiger, unbezwinglicher Klep tvmauie leide und .in diesem Zustand in 5iaufläden und bei Besuchen, za sogar im Hause selbst Gegenstände entwende, welche sie dann gewöhnlich nach einigen Stunden, .außer sich vor Reue und Verzweiflung, zurückerstatte. Alle ärztlichen Behandlungen hatten bisher keine Besserung des Leidens herbeiführen können; der Herr Professor mögt gestatten, daß er seine Frau mitbringe, worauf er sie ganz seiner Behandlung anvertrauen wolle. Tags darauf kommt das Paar zu dem Psychiater, welcher von der Schönheit und dem Liebreize der jungen Dame ganz entzückt ist. Sie benimmt sich wie eine vollendete Welt dame, allem es entgeht dem Professor nicht, daß sie in den Augenblicken, da sie sich unbeobachtet glaubt, eine Photographie in brillantenbesetztem Rahmen (ein Andenken an eine hohe Patientin) sowie einen goldenen Briefbeschwerer einsteckt; ebenso bemerkt er, daß die Dame ihm beim Abschiede seine goldene Uhr und Kette ebenso graziös wie gewandt aus der Tasche zieht. Sie se hen selbst, wie arg es ist; meine. arme, arme Frau!" flüstert ihm der unalück liche Gatte zu, ich sende Ihnen ÄlleS später zurück. Ich bitte Sie, uns morgen zu erwarten.- Der Arzt wartet und wartet noch immer! Er zwei felt jetzt nicht mehr daran, daß er einem wohlcombinirten Gaunerstreiche zum Opfer gefallen sei. Was der Krieg im Frieoen kostet, davon gibt folgende Notiz einen kleinen Begriff. Die 34tägigen Schießübungen der 5. und 6. Feldartillerlebngade auf dem Schießplatze bei Lamödorf haben nach einer Berech nung oberfchlefischep Blätter einen Verbrauch von rund 40,800 Granaten und ShrapneZS beansprucht zu -denen 244,800 Kilogramm Eisen, Blei und Messing und 24,480 Kilogramm Pulver erforderlich waren. Durchschnittlich kostet jeder Schuß 20 Mark, so daß für 816,000 Mark Munition verschossen wird. Eine gottlose- Nattov find zur Zeit die DschainaS in dem britischen Äafalenstaat Gmalior. Seit vier Jahren sind sie in einem argen Dilemma; in ihren Tempel wurde eingebrochen, das Bild ihres Gottes zertrümmert und entweiht, und folglich ist dieser kein richtiger Gott mehr. Um einen neuen zu erhaben, sind gewisse Ceremonien erforderlich, welche aber die Brahmanen aus irgend welchen Gründen zu vollziehen, sich weigern. D':e DschainaS haben nun den britischen icekönig um sein Einschreiten gebeten. In ihrer .Bittschrift führen sie auS: Wir haben zwar ein neue? Bild, aber es ist kein pucka (kein richtiger, eigentlich kein gekochter) Gott, als ein solcher kann er erst dann angesehen werden, wenn er in feierlicher Procession und geleitet durch Götterbilder auS anderen Tempeln durch die Straßen in seinen Tempel verbracht worden ist. Die Brahmanen versagen aber diese feierliche Procession und die armen DschainaS, die sich sonst wohl ohne Götzen behelfen würden, empfinden de Uebelstand darum so schwer, weil ihre Heirathen ohne einen richtigen Gott nicht voll,,gen werden dürfen. Der englische Forsche Macweeney hat sich neuerdings ringehend mit der Erforsch nng des Muschel giftes beschäftigt und dabei sowohl in den Schalen und Byssusfäden wie in der Leber giftiger Miesmuscheln Bakterien entdeckt. Von besonderer Wich? tigkeit find jedoch nur die Pilze deS letztgenannten Organs. Schon Brieger fand in der Lebe? giftiger Miesmuscheln ein Alkaloid, das Mytilotoxin, welches nach Art . des PfeilgifteS durch Erstickung in Folge: von Lähmung der Brustmuskeln tödtet."Nach Macweeney wird das Mytilotozm durch' einen Baii lus erzeugt, der, durch Kaninchen und Meerschweinchen übertragend, in 24 Stunden den Tod dieser Thiere her teisübrt. 14 Kanfe. Mucho's Best Havanna Eigarö". r . ' . Für die ganze Familie ; " !'v:: ,:, ' ' "? "- ' . ,, nur 3 Cents pro Tag. Bestellungen werden augenblicklich bei Tage oder des Nachts ausgeführt." ' '. Gin HauS mit sechs Zimmern, Bad, Privet, Sprenkeln von 40 Fuß , Front und für den Hausgebrauch nur 5 Cents pro Tag.-, MMvMMMr ';Co MMK7sHrVstraÄHW

Kij'- '" !'." - EisenMhn-Tabelle

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Lafayette Accomooanon . . . io 4. srn Schnellpost 2 50 Nm Aecomodation ö 15 Nm

Abgang Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Vm . Expreß.... SOONm Expreß 3 30 Nr Expreß .. 30 Nm Ankunft Aecomodation 9 15 Vm Expreß ll 15 Vm Expreß.... 745Nm Expreß 1055Rm Expreß 12 35 Vm

Indianapolis und Vincennes. ana Expreß 7Z0Vm Bmcennes Aecomodation.. . 410Nm Ankunft Vincennes Accomodationll 0 Nm Expreß 505 Nm Cincinnati, Wabaff und Michigan. Abgang--Expreß Expreß Expreß Ankunft Expreß.. Expreß Expreß 30 Vm ll 4 Vm 6 45 Rm 11 10 Vm SMRm lOSORm Indianapolis, Decatur und Western. .-. . Abgang Expreß . .. .... .. Aecomodation ....... ' Schnell-Erpreß 830 Vm 4 20 Nm n oo Nm 330Vm Ankunft Schnell Expre ß .. Aecomodation...... Expreß.,.. .10 10 Vm ... 4 45Vm Louisville, New Albany und Chicago. AbZang-Expreß .... 12 40 Vm ' .Expreß ..,..ll36 Bm Monon Aecomodation . ., .; 5 20 Nm "kl-Expreß . ih . . . 3 25 Vm Mono Accomodatwn.. ...10 40 Vm Expreß . ii-äü 20 Nm - ' ,r! .. .!, .... -v. , , , '!",!! i! ,:;;!,!, i ii-p.i'hi- r-,':!,;-!!!.!"1?',,. - nr 1 Wlc mm by J.tra . Oolwlii.l ruj.x rmx x, u. ünj,, ' kt cuucti. Ut tan lcli ywqalckl Wuw umt frow ti t Ml . 4.. .1 . I ' m. pwi. . . M .y-.. j1 ' t- ' 1 r Vrt f I 7 wuMwci rnc .mm, tnv. in m.H our Ibu. - , . - " , " , -li"' wmmvifm vui; IV Um moik. AÜ t Br4 SwGt (7 lkk t 7tHic. EABiLX, Wir UC tAKXKslXM fhit. AtdSr

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Joseph Str. 23 Pennszlvanllia und Pratt Str. L4 Meridian und Zmette Str. ÄZ No. ö Cor'uhaus, . nahe JÜmsisstr. -26 Mississippi und St. Clair Str. L7 IÜinoiS und Michiqan Str. 23 Pennsvlvania und Fünfte Str. 29 Milslttivvl und Wierte Ctr. 212 Tennessee und William Ctr. Pemnylvama und Michigan Str. 214 Illinois und Herbert Str. 215 Waisenhermatl) für Farbige. 210 Tennessee und Erste Ctr. 217 Meridian und Siebente. 213 Clifford und Jefferson Avenue. 31 Ao. 1 Spr'ichs.. Ind. Ave. u. Mich. St. 32 Meridian und Walnut Str. 34 California und Vermont Str. 33 Blake und NM York Str. 36 Jndiana Ave. und St. Glas Str. 37 Stadt-Hospital. 38 Blake und North Ctr. 39 Michigan und Agnes Str. 312 West und Walnut Str. 313 Wen und Tritte. 314. Siebente und Howard Str. 315 Torbet und Paca Str. 316 Tennessee und 1. 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