Indiana Tribüne, Volume 15, Number 9, Indianapolis, Marion County, 27 September 1891 — Page 4

JndZana Tribune. Erscheint LUgtich und Sonntaäö.

We tägliche .Tribune" kvftcr durch den Träzer i3SjHi per Wsche, die SMntssbTribük'e" S TentS per Woche. Beide pfaimscn 15Gcr.i3 oder CentS per Msnat. Per Post zngekchickr in Vor zuSbczshlung $5 per Jahr. QZsice : 130 Ost MaryZand Straye. Indianapolis, Ind., 27. Lcpt'br '91. ein unbeschteter SewerdSzweig. CZ ist ein sbgehärnlteS blasieK Ge ficht, dsK da mit seinen verweinte Auzen cul dem Fenster schaut und einem Jeden, der das Haus verläßt und die Straße entlanz geht, nachblickt, so lcnze noch em Schimmer von ihm sichtbar ist. Nicht den Personen gelten diese tieftrcuriZM Blicke, dieses schmeiß liche Interesse, sie gelten den Sachen, die an dahin träat. Knüpft sich doch jedes Stück eine Erinnerung für das junge Mädchen da am Fenster, kann sie sich doch kein Bild der Vergangenheit vor die Seele zaudern, ohne sich als Nnirahnlung diese hüuttiche Eincichtung hinzuzudenken. Und nun muffen Tu dahin gegeben werden in den Besitz fremder Leute, diele Zeugen einer glück lichen Zeit? Ist doch der Erlös, den sie gewähren, das Eirz ge, was dn annen Elisabeth nach dem Tode ihrer Mutter geblieben, das Einzige, ihr Leben zu fristen, bis sie eine örwerbözuelle gefunden. Sie hatten bis dahin von der kleinen Pension der Mmter ein. wenn auch de scheideneZ, so doch sorgloses Leben ge führt. .Du bist m't Schätzen weibli. üer Bildung aus gestattet und es wird dir später nicht zchwer werden, einen Wirkungskreis zu finden.- hatte die Mutter wohl gesagt, und nun stand sie lennoch rathlos vor der Frage: was soll ich jetzt ansangen? womit soll ich mir .mein Brot verdienen? Welche Kenntnisse besaß sie denn, die sie nach Ansicht der Mmter verwerthen konnte? Sie verstand von mancherlei Tinzen etwas, ja von einigen nicht wenig, jedoch in keinem Falle besaß sie ein dervonagendes Talent, eine so gr' blicke AusbMung. um Außer- . , entlicheS darin leisten zu können. Sie verstand die tägliche Küche, die meisten der modernen Handarbeiten, war mustZalisch. was man so heutzutage darunter versiebt, malte ganz nett und war der franzosischen und englische Sprache soweit mächtig, am- sich leicht darin verständlich zu machen und jedes Buch lesen Z können. Äch, die gutt Mutter hotte in ,hrer Zärtlichkeit die LhizKitea ihrrr Tochter doch wohl übericbStzr die Ansprüche der Jetztzeit übersehen! DaS bewiesen die erfolglosen BMühLngen. die das arme..Madch?n in diesen Tagen gemacht, um eine Stelle als Gesellschafterin. Stütze oder Bone zu erhalten. Tie eine Dame, welche besonderen Werth aus die musikalischen Leistungen ihrer Gesellschafterin legte, -erkannte nach einer kleinen Prüsunz, daß Elisa beth nicht hervorragend genug dazu ver anlagt st'. Ewer andern, die ein: ähnliche T elle zu besetzen hatte, war ihre französische Aussprache nicht tlt gant genug. Eine HauSftau. welche eine Stütze suchte, verlangte, dag dieselbe perfekt schneidern könne, was Eli' sabeth nicht gelernt hatte. Und endlich in einem Hanse, wo ihre Kenntnisse ge nügt hätten, schienen chre Körperiräste nicht ausreichend. .Sie sehen elend aus,- hieß es da, .Sie sind gewis ungesund. Ju meinem Hauswesen, gibt es sehr viel zu thun, da muß ich eine P'on von robuster CyU' stttutlon haben.- , Älle diese Mißerfolge zogen noch ein mal an ihrem Geiste vorürer, als sie jetzt am Fenster saß und. ihrem adzie- ' henden Hausraty die letzten Scheioegrüße nachkaudte. Bm ich denn nrirfc iich so unbrauchbar?- das ist die Frage, die sie sich rmmer auss neue vor legt. Als die AuMsn vorüber, deren Er. gebmß, wie das gewöhnlich der Fall den Erwartungen nicht entsprach. ,es war ja auch meistens alter Trödel-, wie der Auktionator leichthin jagte, eine Bemerkung, welche derPietät Elisabeths einen Stoß versetzte als die Auktion vorüber, trieb es sie nach dem Grabe ihrer Mutter. Nachdem sie hier Zwiesprache mit ihrem Vater gehalten und der theuren Dahingeschiedenen gleichsam ,hr fcr orängtes Herz ausgeschüttet halte, fühlte sie sich ruhiger geworden. So begab sie sich denn aus den Heimweg, dem Kampf mxCi Dasein mit mehr Muth nttgegenfthend. Schon seatten sich abend llche Schatten herab: j'e beschleu oigte ihre Schritte, denn sie hatte einen weiten Weg zurückzulegen. Sie schien die Letzte der Besucher des Friedbofs; verschwunden waren die verschiedenen schwarz'gelleideten Gestalten, die hier und da zwischen den dlumengeschmückten Hügeln wandelten. Da traf ein teiies Stöhnen ihr Ohr. . Erschreckt eilte sie der Pforte zu. bis der Gedanke, daß ein Unglücklicher ihrer Hilfe bedürftig sein könne, sie umkehren uad den Tönen nachgehen ließ. - Da entdeckn sie über einem dicht mit Epheu bewachsenW Grabhügel dahingestreckt die zierliche Gestalt . einer fein gekleideten Dame, neben der ein etwa zehnjähriges kleines Mädchen . kniete, vergebens bemüht, mit ihren schwachen Äräjten die anscheinend Ohnmächtige aufzurichten: - Ellsabelh dejan,,,'Ich mcht lange;sie öffnete das Äleid der ' Fremden, netzte ihre Stirn und Schla fen mit kaltem Wasser, welches der nade Brunnen spendete, und sah alsbald ihre Bemühungen mit Erfolg gekrönt" Das - Bewußtsein lehrte zurück, die Leidende schlug rhre schöne dunklen Augen auf. Änzvischnr hatte Elisabeth von -dem erfahren, dsß sie Rs Ämerita

und tiecr geteannea fe:en. km ein theures Ers das des Gatten von Mrs. Brown, zu bejuchen. der vor sechs Jahrm während einer Reife in Eurvxa hier Zehr plötzlich gestorben sei. ; Der wiedererwachte Schznerz um' den Verlorenen, dazu wohl körperliche An gegrissrnheit nach der anstrengenden Reise mochten die trauernde Gattm hier am Grabe übennmmr haben. Sobald sie sich soweit erholt, daß ihre Füße ihr den Dienst nicht mehr versagten, trat sie, aus Elisabeths Arm genützt. den Rückweg an. Sie erzählte, daß sie den Sommer über hier zu bleiben gedenke und sich am nächsten Tage nach einer paffenden Pension umsehen würde, da es ihr in dem Hotel, in dem sie zunächst Wohnung genommen,, auf die Dauer zu geräuschvoU sei. Sie schien zu Elija th, welche ihr auch von ihren Verhält v.if(en mittheilen mußte. Vertrauen zu fassen und eröat sich beim Abschied ihre Vgleüung bei der Wahl einer Wohnung. ' ' Gar manchi Zchelle hatten sie am nächsten Taze zu ziehen, manche Treppe zu ersteige bevor sie eme Wohnung nach Mrs. Vrowns Sinne gesunden. Was hat! die der deutschen Sprache unkundige, so Tie auch Alt den Verhält, nissen der Großstadt gänzkch unbe kannte Amerikanerin wohl ohne ihre treue FMrerin anfangen sollen, deren liebens'.vüroiges Gemüth so recht zu Tage trat, gehoben oön dem befried genden Bewußtsein, Jemand behilflich und gefällig sein zu können! Ettjabeth hatte ihre eigene traurige Lage fast vergessen und gab sich ganz ieldstlos der Sorge für dlese Fremde hin. Und man bedürfte ihrer Hilfe noch ferner. Für den Unierricht der kleinen Jessy mußte gesorgt, die betreffenoen Lehrer auigeiucht, die nöthigen Bücher' angeschafft werdm,' überhaupt gab es, bevor man ganz komfortabel wohnte, noch eine Menge Besorgungen, bei denen Elisabeths Localkenntniß u. entbehrlich war und bei denen sie vielfach das Amt eines Dolmetschers W. über nehmen hatte. . ES hatte sich in dm wenigen Tage

ein sehr freundliches .Verhaltms zwl ichen den Amerikanern und der jungen Teutschen gebttdet, und Mrs., Brown. welche stets auf die anerkennendste Weise ihre Dankbarkeit äußerte, schien das junge Mädchen lieb gewonnen zu haben, welches sich unbeschreiblich wohl m der Nähe dieser sehr fein gebildeten Dame fühlte. AlS sie sich nun ach Verlauf einer Woche vollständig arrangirt hatten, fragte MrS. Brown Elisabeth ganz uw befangen und als etwas Selbftverständ licheö, wie viel sie für ihre Bemühun gen zu zahlen hätte?- Das junge Mädchen glaubte ihren Ohren nicht zu tränen. Eine glühende Rothe trat in ihr Antlitz, Thränen in ihre Augen, BeZSämunz. Zorn und Bitterkeit kämpften in ihr, daß man ihr Zahlung anzuvieten wagte für das, waS sie s gern, so aus voller Herzensgüte gethan. .O, MrS. Brown,- stammelte sie, Sie werden mir das nicht anthun und mir dafür Geld geben wollen!- Und keines WorteS weiter mächtig, eilte sie davon. Am nächsten Morgen erhielt sie einen Brief, etwa folgenden Inhalts : , LiebeS Fräulein Elisabeth! ES thut mir sehr leid, Sie durch meik gestriges Anerbieten gekrankt zü haben. Aber da Sie mir selbst gesagt, wie Sie darauf angewiesen seien, sich Ihren Un terhalt zu erwerben. konnZe ich unmög. lich erwarten, daß Sle.Zhre 'Zeit,, ein Werthobject für den, . der dieselbe zum Erwerben tenützen wüß, ohne jedeBer gütung aufwenden wurden. Wir Ame rikaver wenigstens, bei denen es heißt: Tim h monej, sind es gewobn', dergleichen zu bezahlea, resp. Zahlung dafür amünehmen. Die Deutschen sind, wie es scheint, zu empfindsam dazu, was ich für höchst unpraktisch Halle. Da ich nun eine Amerikanerin bin und eS gut mit Ihnen meine, bestehe ich darauf, daß Sie die einliegende L leinigkeit für Ihre Mühe , und euaufwendung annehmen. Es ist damtt noch nicht die wirkliche Schuld ausgeglichen, in der ich bn Ihnen siehe, denn was hätten wir wohl anfangen sollen ohne Ihre 'Hilfe, von dem Augenblick an, da Sie mich m dem bejammernSwerthen Zustande auf dem Grabhügel fanden, bis zu dieser Stunde! Darf ich Ihnen zum Schluß eisen Vorschlag für Ihre Zukunft machen? Möch. ten Sie nicht dieselben freundlichen HÜ feleistungen, die Sie mir erwiesen, auch anderen meiner Landsleute zuwenden, welche fremd, der Sprache uns der Stt ten unkundig, hierher kommen? Sie glauben nicht, wie trostlos das Gefühl der gänzlichen VerlassenheitMf'welches Einen beim Betreten des fremden Bo dens umfängt! Werden Sie der gute Engel dieser Berlassenen in der Fremde, übernehmen Sie ihre Führung auf den unbekannten Pfaden! Sie haben gezeigt, daß Sie das nöthige Talent dafür be sitzen: Ortssinn, Gewandtheit. LiebenSWürdigkeit,' unermüdliche Ausdauer, praktischen Sinn und Sprachke:-ntn:ß. Ueberlegen Sie es., Was ich dabei thun kann, Ihre Laufbahn zu ebnen, das wird geschehen, daß können Sie ge wiß sein. Von Herzen Ihre Freundin Mary Brown. , Dieser Brief, .in welchem jede Zeile errieth, wie sehr die liebenswürdige Amerikanenn Elisabeths Wohl im Auge hatte, erfüllte dieselbe mit großer Freude, und mit Beschämung erkannte sie, wie verkehrt sie gestern MrS. Bromns Güte aufgefaßt habe. Der Geldbetrag wel chen diese beigefügt, war ein sehr hoher, ameritanlschen Verhältnissen angemes sen; aber weh? noch als dieser beslückte die Aussicht das junge Mädchens nun so plötzlich eine Erwerbsquelle gefunden zu haben, die ihren Fähigkeiten sowohl, wie ihre Neigungen entsprach. . Die hatte' ja "nicht' im Traume daran ge dacht, daß man sich damit Geld verdie nen könne. ,.. ;v jv'ri, : ''' 'Suä,,:iittbV:ltel!,:'!tow Innern nd nS Herzensgrund dankte

tit wö:r, der zu o:sze edle Sremve haue finden lassen. Dieselbe ist nun wirklich ihre Wohl thäterin so zu' sagen ihre Vorsehunggeworden, die ihre Laufbahn begründete. Durch ihre Connerionen hat Elisabeth stets Gelegenheit, ÄuSländem der ihrer Ankunft und ihren' Arrangements be bil stich zu sein. Sie ist sehr bald eine be!ied:e und besuchte .FremdenfÜhre rin- geworden, derm Beglntung sich auch nicht selten die eigenen Landsleute erbitten, wenn sie die ihnen unbekannte Großstadt besuchen. . . ' In den ftemden Sprachen hat sie es natürlich durch die fortwährende Uebung zu einer großen Äollkommkw heit gebracht. Ntcht allein, daß sie also einen Wir kungslrtiS hat, der sie in den Stand feyt, euch der Zukunft zu gedenken; sie hat zugleich einen interessanten Beruf, dem sie manche angenehme Bekanntschaft, manche Freundschaft für'S Leben verdankt. Sollte die Mittheilung dieser wahre Thatsachen nicht auch Ändere ein Fm zerzeig fein, sollte' Elisabeths Beispiel nicht Nachahmer sind en ? K . -: (D. Bl. g. d. H.j DaS Truuksuchtsgesstz. Von 2liA ,(. Ort der Handlung: Eine Destille. Zeit: Nach Inkrafttreten des - neuen Gesetzes in Deutschland. Der Wirth (hinter dem Schanktisch) : IZanu bin ich wirllich neugierig, wie der erste Tag unter dem neuen Reglement verlaufen wird. Blickt durch'S Fen' sier.) Aha der erste Kunde! .Der litt Schmidt vo drüben kömmt, sich seinen gewohnte Btertel'Liter zu holen. Das Geschäft wird doch hoffentlich keine Schwierigkeiten machen. Morsen, Herr Schmidt! ... Schmidt (ein biederer, alter Man mit lercht gerötheter Nase): 'n Mox ienl Jeden Sie mich eenen BiertebLu ter. (Stellt die Flasche hm.) Der Wirth (in das Reglement blik. kend): Thut mir leid, Herr Schmidt, der ich kann Ihnen nicht dienen. Schmidt: Nanu?! Der Wirth: Hier das Reglement. S. Den Kleinhändlern ist verboten, Branntwein oder Spiritus m Mengen ?on weniger als einem halben Liter zdzttgeben.Schmidt: Aber so ville oerdragc ick aich! Der Wirth: Heben Sie sich doch, den

s!e,t auf. Schmidt: Det ii leicht jesagt! So lange ick wat in meine Buddel habe, is )ie Verführung ville zu jroß! Da soll der Deibel wat uffheben. Jeden Sie ich mw ruhig eenen Viertel.-Liter. Der Wirth: Ich habe Ihnen schon :inmal gesagt, daß ich da m. picht berech ngt bin. Wolle Sie eine halben Litt nehmen? Ja oder Nein? Schmidt (entschlossen): Jfrer rnt halben Liter! (Die Flasche, schwi. gend. ) Ick hade reene Schnld, wenn es nu mit meine Widerstandskraft Ende iS! So verdirbt der Staat feme edel ften Bürje? und erschüttert auf jesetzli chem Wege ihre festesten. Zrundjatze! Wenn ick wir schlieklich det Dsstüli tiam cleiaen-j zugezogen haben werde , denn wees tck doch, wer s verschul' det hat ! Det nne Jesetz ! Morsen ! Der Wirth: Morsen! . . - ' Ein sehr jungerMann betritt unter Anzeichen lebhafter , S ch merzen den Laden. Der Wirth : Sie wünschen? ' Der junge Mann: Gebe Sie mir bitte emea Eognac. r Der Wirth (in i Reglement blickend) : Wollen Sie die Güte haben, mir vorerst Ihren Taufschein zu zeigen? Der junge Mann (höchst , erstaunt): Meinen .Taufschein? , -p Der Wirth: Belieben Sie gefälligst einen Blick auf diese Vorschnften zu r ... rt l . t4 . m wersen: y. en ak un Gazanr mirthen ist verboten, Personen, welche öaS 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich nicht unker. der ' Aufsicht qrotzjähriger Personen besinde'n, gei ftige Getränke zum Genuß auf der Stell zu verabreichen. Ist dnS klar? .. Sa den -Ste. das 16. Lebensjahr bereits" überZchrrtten? . v Der junge Mann . (sich . vor Schmer zen windend): Noch nicht. .Ich über. Zchrette es morgen. ' Morgen Znere ich meinen Geburtstag. - . . ? Der Wirth So komme Sie gefäl ligft übermorgen wieder. - Der zunge Mann: Dann hilft mir )er Cognac lchv mehr. Ich verlange ch ja nicht aus sträflicher Begierde ach .1 Xll .4 f - 4-. . ' zlngen weiranicn, zoaoern nur gegen meine Msgenschmerzen. Haben Sie Erbarmen. Der Wirth (achselzuckend): Thut i C - i i t , m t mm m , mir uLeroroenium zero : e es vtnv! Gesetz! In diesem Augenblick betreten aeh. cere zwölfjährige Schlingel!! das Lokal, md erhalten ach kurzer Unterredung nit dem Wirth die gewünschten Spirituose sogleich ausaefolat.; Der junge Mann (in höchster Ers regung): as ; ist empörend,- Herr Wirth, geradezu empörend ! Warum verabfolgen Sie diese grünen Bengela :lle möglichen Schnäpse und verweigern mit einen harmlosen. Eognak? . Der Wirth (hebt das Reglement in sie Höhe): tz v. Absatz 2.i DaS Ver. bot sindet . ke:ne Anwendung auf die Beradrelchung zur Befriedigung ernes Bedürfnisses ä der Erfrischung auf Rei sen, Ausflügen und bei ähnlichen. Gei '' ' . ' .' .;, ..... .,! " :. rgeuyenrn. n f,;! 1 Die Jungen (lachen und brüllen durcheinander ): , !! Wir mache einen SuSflng wir brauchen , Erfrischung zen ,',wlr.,v, kommen !: nämllch : aus

Schönederg ! Hurrah ! Wir machen jetzt lmmer Ausflüge nach Berlins wenn wti mS mal ordentlich .erfrischen" wolle l . Der zjllnge Man ? (ingrimmig ): Oasn werde ich anch eine Ausflug ma Hen ! Ich reise ach Schönederg ;i i n " ' :' ' " " ' " ' j, Msuu! ' 1

(Sfä&gt wüthend das Lokal.) 1TTi hi (SSsT? a'KsnS toanfl

ei älterer, Port engebeitetter Monn. der sich augenscheinlich die größte Mühe zibt, seinen Zustand vor den Augen des Wirthes zu verbergen. Der Gast: Ich vttle um um um einen Ingwer. Der Wlrth: Ich mun mich na . n neuen Bestimmungen erst vergewljserr.. ?b Sie dm Ingwer noch vertragen können. Heben Sie 'mal ein Bein in bte Hohe. Der Gast thut es. Der Wirtb: Versuchen Sie einmal. hier auf dieser Diele zu gehen, ohne da ebm zu stolpern. Der aft versucht e? mit Aufbietung aller Energie, eS gelingt leidlich. Der Wirth (zözernd) : Na, ich will'S mal riskire. Da, haben Sie den Ingwer. Der Wirth bat sich verrechnet. Gleich ach dem Genuß des Ingwers fällt der Saft stnmos verrunren zu Bo den. -DerWirtb l wütbend): DaS bat man von der Eutmüthigteit! Augenblicklich vertanen eie mem oiaii Der Gaft (lauend): Na, man sachte! Glauben Sie etwa, daß ich das zteue Ge;etz mcht kenne? (Zieht ein Zeitungsblsit hervor und liest.) . 10. Gast. und Schankwirthe dürfen eine Betrun. kenen, dem sie in ihrem Gewerbebetriebe geistige Getränke verabreicht haben, aus idrea Räume nur dann hinauSweiseu. wenn in hinreichender Weise dafür Sorge getragen ist, daß er nach Hanse oder auf eine Polizeistelle geschasst wird. Der Wirth: Gut, ich werde Sie nach Haufe schaffen lassen! Der Gaft: Dafür wäre ich Zhnen sehr dankbar Der Wirth: Wo wohnen Sie denn? Der Gaft: In Magdeburg. Der Wirth: Da kann ich Sie nicht hinbringen. Ich werde Sie . nach der nächsten Polizeistelle svediren. Der Gast: Thun Sie das ja nicht! Sie würden surchtbar hereinfallen! Wie durften Sie mir in meinem Zustande , noch einen Ingwer verabfol' gen?! Schweigen Sie lieber ganz still, legen Sie mich t Ihr Bett und lasse Sie mich dort ruhig meinen Rausch aus schlafen. Grollend erfüllt der Wirth den Wunsch des GafteS und wendet sich wie der zu seinen in so reizender Weise neu geregelten Berufsgeschäfte. (.Berliner VolkSztg-) DU Oahrtzei über Nub,. O bbkg'iYktteSkekisl'FranHZen detBirki .Ulk". Welch' ein Volk, diese Russen! Wie groß, wie erhaben, wie anheimelnd, wie würdig unserer innlqsten Verehrung. unserer Bewunderung ! Und wie sind sie von der Welt blSher verkannt wor den. Seit den letzten Verbrüderunaswo chen in Petersburg und Moskau bade ich über Manches, was mir? in Folge falscher Darstellungen ehedem barbarisch erschien, ganz anders denken gelernt. - Was habe ich mich früher vor der Lnute entsetzt!' 'Die Knute ist, wie ich nlich jetzt überzeugt habe, eine kleine, niedliche, aus echtem Juchtenleder rei jend . geflochtene NippeSsache, deren zchlanke Riemchea sich' graziös anschmiß gend wie ein weicher Zephir schmeichelnd um die Glieder des Objects legen. Und nur durch den rem zufälligen Umstand, daß eö in höchst wohlthuender und ra tioneller Weise die Armmuskeln kräftigt und den BicepS stärkt' ist es anaeneh mer, die Knute selbst zu schwingen, alS sie auf sich schwingen zu lassen. Aber lch hoffe, .daß das süße Dmg bald in der Hand und auf dem Rücken keines r" ä: " t r . t. srrrnzoicn meyr leaira wir. WiS ' habe ich mit früher unter Si bmen Schreckliche? gedacht! Nun denn: ti.t. li t. 1 1 . tt - ' t siorrien ifl ein Ciooraoo. Wenn bedenke, daß wir Franzosen unsere Verbrecher nach Neu'Kaledonien und Eayenne schicken, wo ' sie unter , den Strahlen eine? .grausamen Sonne elend verdorren, dünn preise' ich die Russen als Wohlthäter der Menschen, da sie ihren Missethätern ein Paradies wie Sibirien öffnen, wo eS im Sommer angenehm kühl ist. Und wo im Winter in den echten Silberdergwerken sogar die richtige Roihwemtemperatur herrzcht. Und dann der Zobel! Welcher Jäger beneidet nicht denglücklichenVerbanntea Sport! Und da nennt man unsere rus sischen Brüder Barbaren k ' Da ist ferner die sogenannte Juden. Austreibung. In früherer Zeit glaub' teu selbst wir Franzose nicht,.,sie gutheißen zu können: heute aber, wo Rußland unser Verbündeter ist, sind wir vo unserem Wahn zum Glück befreit. Wahrhäftig, eS gibt keine wahre Humanität, autzer in Rußland. Die Welt ist so reich an herrlichen Gegenden! Die Riviera, Sa FraciSko, Äonstantinopel, die Alpen, die norwegizchen Fjorde! Könnte wohl ein armer fran zosischer Jude daran denken, sich diese Perle der Welt anzusehen ? Nimmer mehr! Aber det mildgesinnte Russe gibt seinem jüdischen Landesgenossen großwüthig die Gelegenheit dazu.! Er hilft ihm liebreich über die Grenze, er er: leichtert ihm die 'Regelung seiner hZuS lichen Angelegenheiten. Wahrlich, schon um dieses edlen Verfahrens willen mutz der Franzose dem Russen den Bruder kuß geben! -- 0 empsiuottm. zrcuner: .Was hat denn der Hugo gelungen, daß Du so gerühtt bist?" Tochter (arger.!! lich)! .Sei mir gegrüßt, d . lieber Schwan Mutter : .Und deßhalb biftDu so ergriffen ?A - .Tochter: .Natürlich il renne ich jcho : ,Schst singt ma M GanS memt makl5 1 -: -)!;' l M,d e rnes . 0 e fchj f Für MÄbendNselljch ieiftxt ftccfct: 0 Offcr atf Mw'peftlezeM ; : ' - . :i i , . -11 ;';, ". ,,. . . . ;!: ;; !. ; " ' ' ' '--'-- ; . :p;. ,. " I "" I.Parole: Aurora. ' " " . I

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Leichenbestatter

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