Indiana Tribüne, Volume 15, Number 9, Indianapolis, Marion County, 27 September 1891 — Page 3

jisini'ii5 "ypi jrT'-'i,h!Wi'fflnnfii'

:, " ' ' Das SrUzche. Sr;SHlunI von E;äfi M. Keyfexling. (7. Fortsetzung.) Meme Gefühle können Ihnen gleichgültig sein." Nicht ganz. Gefühle p siegen dych hsusig die Wurzel von Thaten zu bilden, und ich glaube, die, welche aus den Ihren ersüchfen, konnten meine Glelchgülttzkeli erschüttern " Er unterbrach sich, für einen Augenblick fre svVkni neugknig,. wie sie die Frage aufnehmen werde: Was haben Sie z. B. jenem Landsmannden ich bei Ihnen traf, geantwortet, als tx Ihnen vorschlug, mich zu vergiften? Sie konnte doch noch ein ganz Theil bleicher zerren als gewohnlich und sah je tz t ad loser auS als Marmor. Für cik-.en AtZJciilliÄ verlor sie völlig die Fassung;" ihre Lippen bebten und ihre Äuze sahen ihn bestürzten, alS' suchten sie in den feinen zu ... lesen, was tt r - -0 ' - mehr noch misse. Nunk" fragte er. Sie haben gehZrt? . ..." stammelte sie. - : - .Ja. Ich begingdie ngefchickjichlkit, zu horchen. j i . " . v 5 Sie besann sich und sagte d?nn,Nngsan? ruhiger werdend: Tann müssen Sie auch wissen, daß ich das Verbre- .!!:.,.' t, """ m :' :, , ,: ' ) , t--;i!!l"' .,1-' .i'i chtii'!lti1rl(föjiel:; ' Ich bin seine Gijtnnfcherin. (ir nickte wieder. DaS habe ich gthsfft und" beinahe mehr. Darf ich aus Ihrer Antwort verstehen, daß ich mich auch darin nicht, täuschte? Sie halten es selbst , für ein Verbrechen dem Feind, der unI nicht im offenen Kampfe gegenübersteht, nach dem Leben zu trachten?" Ihr bleiches Gesicht bekam einen selt-sTmw.ÄuLÄrnck,,-, den,,,,Ausdruck,. liefen. Scelenleiden. Laffen Sie mich," sagte sie wie gequält. 'ich darf so etwas nicht. entscheiden..," ' . 7 Und sie erhob sich, als wollte sie gehen. Doch er ergriff mit der Rechten ihren Arm. .Nein, verzeihen Sie.. . Wir müssen uns erst Verständigen. Ich muß das missen: Sie halten solche That für ein Verbrechen?.. ." Sie senkte wieder die Wimper, als wolle sie ihren Bkick dem feinen 33er schließen. Ich bin eine gute Patriotin. . Man foU das Vaterland über den Einzeknea stellen. " jluch über Ehre und Gewisien? Judidh tädtete HoloserneS, und Jcane d'Arc schlug mit dem Schwerte Frankreichs Feinde," sagte sie lauter, im Nachdenken Muth geWMncnd. .Und Sie möchten eine Judith oder Jeanne d'Arc werden?" Sie fühlte die Gefahr. Sie schlug die Augen zu ihm aus und sagte herb: u Fürchten Sie sich vor mir?" Er lächelte. Nein. Ich bin nicht gewöhnt, mich vor Frauen zu fürchten, obgleich sie ja gewiß oft gefährlich sind .... gefährlicher als Männer. " Sie versuchte sich seiner Hand zu ent, ziehen. Nun, dann lassen Sie mich. - Nein, " sagte er wieder und hielt sie entschlossen fest. Jc bedaur'e. aber ich ututz!,Se,,zftingen, ein Verhor, zu. bestehen. Sie Wollen mir nicht erklären, daß Sie el für ein Verbrechen halten, hinterlistig des Feindes Leben zu gefährden, uni dcch kann Ich Sie nur, wenn. Sie diese Anpassung theilen, als HauS' genofsin behalten. Bedenken 3ie; wkr, können tätlich einen Kampf hier er,u? arte::. : Menn ihre Pariser Brüder einen Ausfall versuchen, rca soll ich dann mit Ihnen machen?" Warten Sie das doch ab, " sagte sie und kehrte sich von ihm. ,Gcmiß 'N?erdc, ich das thun, sobald ich Ihr Versprechen hdbe. Ich werde Ihrem Wort vertrauen,, denn ich glaube Menschenkenntnis genug zu besitzen, um zu errathen, daß Sie es nicht brechen erden. Also bitte, hören Sie. was ich begehre: sÄllS'es MM Kampfe kommt, werden Sie nichts thun waS untz schad lich werden konnte?" . JH?MW unter tU nem Griffe. Schließlich murmelten die entfärbten Lippen: Erzwingen Sie mein Versprechen?. ... ""Er glaubte sie zu 'verstehen: "ihre Seele war nicht so stärk,' wie sie ge glaubt; sie schwankte zwischen ihrem Patriotisknus und ihrem Gewissen. iöni Sie eI l wünschen, erzwinge ich es euch," sagte er. .Also nur unter meiner Vedingnug, dulde ich Ihr Vers weilen hier lmHaufc. 'SprechenSie nun!" Gur dknn: 'fölls'.es,,unk Kampfe , i, i f Älrj,!l rJ I ,rl kommt . . . . " wiederholte it langfam seine Worte und weiter, wie er verlangte. echt j," sagte er und ließ ste los, vaäfear a$ lcrf priesen) Nun mochte ich noch eine FrZZe thun: 'falls 'etliche von uns in dem Kampfe verwundet werden, werden jte,;ch denjenigen Ihrer Schwestern anschließen, welche den Beruf der Frau in Werken der Liebe erkennen . u::d die Verwundeten pflegen?" 'MetMAgen Siaßch daZ auch noch verspreche? . . . . Ich Verlange, eS -nicht, denn alle Werke der BärmHerzZgkeit sind freiwillige, aber ich mochte wissen, wie Sie ' als Frau sicbzü- dieser Frage stellen! ' Es könnte immerhin geschehen, daß ich als BeÄnndeter' in Ihre Hände siele, , H odex einer der Meinen. Bitte, urÄÄieunäan pffegen ?" 'I u t , . , t 5 ' i" ':!' V Sie faltete die Hände und athmete schwer. Dann antwortete sie: ?D Verwundeten sind . nicht unsere Feinde. "'Sie schaden dem Vcterlande nicht ' mehr... Ja, ich würde siepflegeli. : Ah." sagte er zufrieden, damit are also unsere Stellung geklärt., Ich 'I1' il''4' W" " il!'!r' I"" 'f; freue mich, Ihnen fortan dte ganze VerüngAezemchZ dererr),n $p S?Hiötetitgegn nZk'Maw MeUeAerha UZ auch 'unser Verkehr ein friedlicher

werden. ' ÄisideDens können 'wir einen' Waffenstillstand schließen. . . fürs erstes Darf ich bitten, daß sie mir zur Vekräf ügung die Hand reichen?" Er hielt die seine hin, und sie lete zögernd, widerstrebend, die ihre hiern, die er mir kurzem, warmem, festem Drucke umfing. Dann grüßte er militärifch und ging. ' Sie blieb 'stehen, pflückte ein Holunderdlatt und zog eZ durch die Lip? pen. Die Ziege hob fchRupxetnd den Kopf,, aber sie beachtete daZ Thier nicht. Es durchschauerte sie in dem warmen Sonnenschein,' und sie schÄsegte. sich rück wärts in die Blätter des Strauches. Delia", dachte sie, .betrog Simfon dreimal, werden sie mir sagen; zu drei Malen,, verrieth sie ihn, und er vertraute ihr und war ihr Liebster. Dieje? Mann ist mir fremd, aber, es ist etwas ins ihm'. . t .'Mr gleicht "keinem, : den ich sonst kenne . .'. . " und ihre Gedanken wurden stiller, tieser, in sich ge, kehrter: Ich möchte ihn nicht oft sehen, diesen .Fremden, .nicht oft sprechen, ich fürchte r würde eine Macht über miH gewinnen die meinen Willen verwirrter. . . . Asten kam diesem WunHe durchaus Pichttgegen."D sonderbare MädHen j erregte eine eigne Theilnahme in ihm Ihre Schönheit, ihre kalte Zurückhaltang und der merkwürdige Eigensinn, mit dem sie darauf bestand in einem ,', '-tJyr v 'wyf ' lgau)t mit dem jungen Mazor zu bleiben, gaben ein Gemisch, das er fest cutschloft sen war, in seine, Bestandteile zuex,, legend i Was ihre ' Landsleüte über den zu diesem Zwecke nothigen engeren Verkehr mit ihr denken mochten, kümmerte ihn nicht mehr. I dieser Frage peinlich zu sein, wäre doch - Lediglich ihre Sache gewesen. Der Zweifel, den er eink. kurze Weile, lang über die Strenge ihrer 1 moralischen ' Grundsätze gehegt hatten war rasch gewichen.- Ihrer Ausdrucksweise nach stellte er sie, in die Rlehlburgerkrelse von Warls 'unV er wußte, daß gerade s diesen-Kreisen des modernen Babels die Frauen meist von strengster Moral und dem peinlichsten Geiste pünktlicher Pflichterfüllung sind. Er wollte aber GenauereS über die Schicksale gerade dieser Kleinbürgerin erfahren. Es hatte an und für sich schon vielen Reiz für ihn, nachdem er geraume Zert die Nähe jedes weiblichen Wesens entbehrt, ein solches mitten unter den Schrecken des Krieges, deren er herzlich müde war, wiederzusinden, und allein die Aussicht, sich täglich eine Stunde mit dem Mädchen zn unterhalten, erschien ihin als eine Annehmlichkeit. ' Er ließ sich daher bereits am nächsten Tage bei ihr melden. Ihr geräumiges Zimmer war freundlich ausgestatttt und mit Sorgfalt aufgcräumt. Auf dcm Fenster standen Monatsrofen und blühende Goldlackstöcke. Die letzten Astern waren abgeschnitten und prangten in ihren bunten Farben in zierlichen Schalen. Der Sinn für das Schöne war durch die Schrecken des Krieges also hier noch nicht erstickt. Asten schlug, hierdurch behaglich gestimmt, den Ton einer 'vertraulichen ix.:!...: " " v

ytininu uu. Fräulein Jeanneton begann er, nachdem er Platz genommen. Ich heiße Jeanne, Jeanne Vcauvilliers, unterbrach sie ihn verdrossen. Jeanneton ist ine- Berbaucrunck meines 'OV1'.:". t.ä 1', . ,. ' Mrtnidnt i. ntAit t..4. htjiu I. .... a yuumis, wi uiuu yn yti uuicnuutmen hat." . Ach, verzeihen Sie. Also Fräulein Jeanne, !H bin eigentlich voller Neugierde, Sie "näher kennen zu lernen. Wenn. Sie mich, daher der Ehre Ihrer m": . ;""' ; ':,!-it:,r -w" ' ir Verannrzqasr wuroigen wouen, jo erzählen Sie mir, bitte, etwas von Ihrer Äer'ganzenhett.'ltt'''-' Da ist nicht viel zu erzählen," erwi berte sie lröckeii. " Mem Vater war Kaufmanns und hatte ein Material tf r r r v waarengezcyasl. viö ging sytecht, er machte Bankerott, nahm sich die 'Sache zu Herzen und starb. Meine Mutter wurde danach dame de comploir in einem Hotel, und ich übernahm in demselben die Aufsicht über Haushalt und Wasche. Aber meine Mutter, welche eine , schwache Lunge hatte,,, griff,,,, das Aufbleiben Nacht für Nacht bald an, sie wurde bettlägerig, und ich mußte meine Stellung aufgeben, um, sie zu, xfleaen. Als auch sie starb, hatte ich bereits fast alle unsere Sachen versetzt uM,'sgh"'es deshalb anfangs als eine Gunst des Gezchlckes an, als mein Vetter mich auf V i I'i w . r "h, soroerre, ryn meryer zu oegllren. ndessen' wir ' vertrugen uns schlecht: wie ich Ihnen schon , sagte. . . Und sollte sich im Frieden nichts andercs für sie sinM?" fragte Asteih nicht ohne tiefere Absicht. Bei Ihrer ukige- . , . V? ... tr- jf. t.. t. r r .- .. ipniien ev?k.in,UA f in i'iueinjics yen ln 'Hans, so jung, wie Ue sind. doch, vttle Gefahren, mu sich Z bringen MeknftzchSichgXubexMine Unannehmlichkeit für mich," erwiderte sie mtt dem herbsten yua auf ihren hu nen Lippen. Sie war es auch hier. Die ?! , k.! ryliit ftsV SZ ...!X jjmut ijujjnu uvy, jwvuv ic imujr aesehen hatten, und die Männer sielen mir durch ihre zudringliche Bewunderung lästig. " Ich war noch zu gar keinem Urtheil über den Ort gekommen,' als , sie von mir schon die abscheulichsten Dinae erzählten. ' Mein Vetter widersprach den i,7.- Z iPgSei w ;"! f r .it.,, -e! r r M(ii , gehassigett (cruchttn nichttpojfchcinlid) iveu p 9nv wenn ica auj jetne reunoschaft allein angewiesen sei, würden mich , i'itvv ' ff',. ; ferne Bewerbungen nachalebiaer sinden. Er irrte,' ich lernte ihn und . die anderen hier verachten, noch ehe ich ParlS verge . sen lernte." üsi Asten lachte, i v' m 'i .0," .sagte er, .. Sie, sind für uns mcht zu , fürchten, wenn Sie so wenig ' J 7..: -: n . i-w Li vsninpaiqic mu, zyrrn . zianvsteuien haben." " li: Sie sah ihn,"aus''Hren leuchtenden ett ii-'::I!l," ;'t ' fi ff ?"''! Auaen kalt an: j SßTäuscheLiSiesichL'd MeinCi EinzennfcresscNi! Jtt6ers,9ib'?jlfi.n Platz, '? wo es sich um 'mem Waterland i :1 -'ri ":r :" ' ' ? il: -i "' 1 cm "' iflrx '' "': s " handelt. Ich werde die Menschen hr im ' Frieden sicher verlassen, aber im kge.,Fn,dktHe treue Vunoesgeossin tn mir. " ' '" s 's ;

Soweit Ihr gestern abgelegtes Vers prechen es gestattet," bemerkt: Asten. Genau so weit." sagte sie. und es

kam dem Major vor, als ob sie bei den Worten erblaßte. Da sie nach dieser Wendung deZ Gesprächs noch kälter Und einsilbiger wurde, schwand sein Gefallen an der Unterhaltung, und er empfahl sich. . : In den nächstfolgenden Tagen erneurterIeink.Äesuche- und es wollte ihm dünken, ' als 'verrat he ihr Aeußeres. daß er Schritt für schritt an Boden gewann. Das schöne Gesicht bekam ausdruckoolles Leben, während ernut ihr sprach, den kalten Glanz , der dunklen Augen , durchbrach oft ein junger, suchender W ick. und sie vergaß sich dazwischen soweit, daß der herbe Zug, der schonen Lippen einem lieblichen Madchenlacheln wich. Aber bei emem neuen Besuche fand der Majore daZ alles verändert. Der Ausdruck .der- edeliformtenZüge', wär verstört; in den Mschatteten Augen lag eine schwere MüdHsklt,' als habe 4:5 geistig härt ge kämpft, u,GIer "herbe Mund sal HmerzlrH vfrAogenauS:- - ' fetc kam ! ihm der semem mkreten em p.a.ar,.S chrltte. e n tgegen und f,a gte'v or wurfSvoff und heftig: Si.mWen nich met)k ,'kommen! Sie drangin wir ÄneN Verkehr auf, den ich nicht will; eine Freundschaft, die mich in den Augen meiner Landsleute verdächtigen muß. Das ist unrecht von Ihnen, ist.. .. $it brach unter dem Einstufe seines Blickes, der erstaunt aus ihr ruhte, ab und sagte mit verändertem Tone weicher: Ich bitte S ke,f, es,, nicht ,, mehr zu thun. ... Sie müssen doch auch an mnnen Ruf denken.. .. Er muß darunter leiden . . . . " Wenn er darunter nicht leidet, daß Sie hier allein mit uns im Hause woh nen, o oe greise tcu nicyr, wie er unter diesen Besuchen leiden kann, um die doch niemand weiß, "antwortete er. .Aber es ist so! Wenn ich Ihnen sage, daß eZ so ist!" behauptete sie und faltete m veriwerselter Bewegung die Hände. 1 m Dann werde ich natürlich Ihrem soebcnß ausgesprochenen . Wunsche 'voN Utunde 'ab Folge geben. 'Aber 'ich warne Sie, Fxaulctn Jeanne" fügte Asten ernst hinzu, überlegen Sie sich, 'ob der Wunsch wirklich aus Ihrem Inneren kommt und Ihnen nicht nur aufgezwungen ist. Ihr Schickfal hat Theilnahme in mir erweckt, und sie haben im Feind einen Freund gefunden .... Sollte es nicht der einzige fein, den sie hier bcsi tzen? Sie haben mir doch selbst gesazt, daß Sie Ihre Landsleute hier nicht megen und nur aus Patriotismus zu ihnen hatten. Was aber soll es Ihrem Bater lande nützen.wenn Sie grundloseGefühle der Feindschaft gegen einen Einzelnen erkönsteln, .dNz mit den aufuchtigstez! Absichten der Freundschaft zu Ihnen ck j "'fi - 4 , : " Der Kampf in ihr erneute sich, und ihre Wimpern feuchteten sich, aber sie kehrte sich von ihm und sagte nur mit zuckenden L:pxen: Gehen wie! O so gehen Sie doch! Sie ändern es doch nicht " Anstatt ihrem Wunsche zu willfahren, trat er näher an sie heran: Gut denn, wenn Sie auf Ihrer feindseligen Vereinsamung bestehen Adieu." Und er griff nach ihrer Hand, die in ben Falten ihres Kleides verborgen war. Sie wandte die Augen zu ihm: . Werden Sie nicht bald von hier fortziehen? Kommen Sie denn nicht ganz fort von hier?" frägte sie im Tone eines verzweu selten Hofsens . . . Ich glaube nicht," antwortete er und sah mit seinem Ähigen Blicke in fee feuchtglänzenden Auge. Armes Kind, wahrhafttg, ich bedaure Sie .... " Sie erwiderte nichts; als er aber Hins ausgegangen war, sank sie auf einen Stuhl nieder und vergrub das Gesicht in ihre Hände. Hatte er nicht recht? Waren die, die das Opfer von ihr begehrten, es werth? Er war zu ihr getreten wie kei? ner vorher! Was waren die Män-! ner, mit.denen sie vorher, verkehrt hatte, für erbärmliche Wichte gegen ihn! Krämerseelen zur Hälfte, zur Hälfte xhrasentolle Gehirn die sich selbst und die Welt,? in , welcher sie lebten, m ; einen Nebel von Schwindel hüllten (53 war eine Kraft in dem Madchen, die ein plötzliches Erkennen des weit Höheren Werthes, den der Ofsizie? durch Anlage und Erziehung besaß, vermittelte. Wäre er Franzose gewesen, sie hätte mit Stolz die Freundeshand ergriffen, die tr ihr hinhielt.... So aber, da er's nicht war, that sie eS nicht. Aber genügte das nicht? War ihre Pflicht nicht damit erfüllt? Mußte sie stA tAi4t it fteXiOrt1 tVtttMWftlVU VMtk UfcMVH .. ,,-.,, 41,, l Am nächsten Morgen kam der Wacht-i meiste? sehr zeitig zu Asten: Habe Lc - horsamst z zu,, melden. daß die Mamsell Jeanneton, die uns Deutsche permanent schneidet, in ihrer Stuöe nächtliche Mannexbesüche empfängt " berichtete er In einem Tone, durch, den es wie leises Frohlocken klang. Unsinn!" rief Asten' iunrolllkürlich und fuhr von seinem Sitze in die Höhe. Er faßte sich aber alsbald und fuhr bedeutend ruhiger fort kWänn haben Sie das entdeckt?" Da mir der Herr Major einc,beson- ,, , j' .f". ,;' .' !,' 1. !! ,!, ! ,i I " f- j i '! . ! ,) ,j: j jj ,. I ,,!, dere. Wachsamkeit anempfohlen haben, stehe ich jede Nacht zweimal auf und untersuche daS .Haus. ' Als ich nun in voriger Nacht so meinen Rundgang machte, komme , ich , auch vor Mamsell JeannetönS' Stube und meine 'ich höre sich drinnen was rühren. . ' Ich also auf den Zehenspitzen an die. Thür und das Ohr daran gelegt. ,, Da höre ich ganz deutlich eine Männerstimme, die, wie mir's scheint, sehr aufgeregt spricht, und dann Mamsell Jeannetons ihre, indessen diese ganz , und gar , nicht zärtlich oder auch nur gemüthlich! Dann so'n Geräusch,' etwa ! boMnemDujse, und dann einen 'zornigen Ruf ' und Patsch! patsch! , das Klatschen zweier ganz gehörigen Ohrfeigen. Die sitzen! dachte ich, und darauf erscholl, noch so ein kurzes l?läjlHMHemses, dann hörte ich nichts mehr." - .Nichts? Aber der Mann, der die

l't.i-tJ Obrfeizen bekam, muß doch herausgekommen sein, wenn er hinweggekommen war?" ..,. - Das , ist eben das .Merkwürdige," sagte der Mann ärgerlich.,., Ich, bin nicht von der Stelle : gegangen, habe, in dem Flur gewartet, bis es hell wurde und unsere Leute ausstanden, und auch nicht den Schatten eines Äenschen gesehen. Der Kerl muß also, durch ein Fenster 'reinkcmmen, aber, auch , das, scheint nicht gut möglich, denn der Ge? freite Kummer hatte bi: Nundeum's Haus herum und versicherte mich alle Laden seien, fest geschlossen gewesen. , Es, sind also," endete er sehr ernst, jedenfalls , verhöltnißmäßige, Umstäche die Verfchiedentllches .zu denken gebend ,'z So, so," sagte Asten nachdenklich, das müssen wir allerdings genauer uns terfuchen. Gehen Sie jetzt, ich werde gleich selbst mit Mademoiselle reden." . Wenige Minuten - darauf stand .eyn Jcflnnes Zimmer,, , diesmal hie kräftige Gestalt hoch ausgerichtet und einen kühl verurtheilcnden Ausdruck in den., männ pchchnenLügen. ',.'.:!..- : Ich bedaure,,, gegen Lhren Wuyfch hier nochmals eindringen i zu,, müssen, " sagte er,, aber ich muß Sie ersuchen, dieses Zimmer zu räumen ,Jchzhnbe beschlossen, es statt des meinen zu ziehen,,,,, und muß Sie bitten, j letzteres einzunehmen. Meine Leute werden jetzt gleich Ihre Sachen 'hinaufbringen und die meinigen hinunterschaffen." . , : Aus des Mädchen Gesicht malte sich ein Gemisch 'von Schrecken, Ueberraschung und Eigensinn. . i Nein!" sagte es und heftete die Augen mit kaltem, Glanz in die seinen das ist zu viel! Sie nehmen sich mehr heraus, als selbst dem Feinde gestattet ist! - Mich aus meinem Zimmer zu vertreiben!... Aber ich weiche nicht. . Ich bleibe." ,. Ich glaube das nicht, ", entgcgnete er. - Sie werden in einer,Viertelstunde oben , wohnen oder das Haus verlassen haben. Sie würden mich aber verbinden. wenn Sie sich gutwillig fügten. Ich habe eine Bitte ausgesprochen es sollte mir leid thun, sollte ich sie in einen Befehl verwandeln müssen. ... " Ihre Augen loderten muf. t' . , - .Sie haben mir nichts zu befehlen! rief sie außer sich. . - Er war mit ihr allein und trat einen Schritt zu ihr: Fräulein Jeanne," sagte er, der Grund, weshalb ich Sie aus diesnN "Zimmer verbanne, ist: der, daß Sie hier Nachts Besuche empfangen. Die Herren kommen nicht etwa durch die Thür, sondern durch die Fenster, oder vlellclcht cus anderem geheimen Wege zu Ihnen " Der Eindruck dieser Worte' war ein viel gewaltigerer, als er erwartet hatte. Sie wurde wieder lo bleich, daß er bcfürchtete, sie werde ohnmächtig werden. In der That wankte sie uud hielt sich 0 einem Pfosten. . - Mein Gott, 0 mein Gott. . . . mur melte ne liiio preßte die vsttra an den Balken. Er ließ ihr einen Augenblick Zeit, sich zu fassen, und fuhr dann langem fort: Ich habe Ihnen vertraut, Sie aber haben mich betrogen. Sie wollen nicht unter dem Schutze des Gesetzes und der Ehre, fondern aus Seiten der ?!erratyer und Frei beuter stehen.' So werde ich Sie dem gemäß behandeln müssen. Sie sind fortan meine Gefangene und jeder Ihrer if5?x&u$. fcs'KAn.fctÄ'!'Wi Jy , -: Vi,uiinfc wii V viuuj uutiyi iuii viu . ' Sie hob den Kopf und sah' ihn 'wie völlig' aebrochen .a,i. ' .Was alauben Sie 'von mir?" fragte sie mit' zitternden LlvveN. .Daß die Henen nicht allein hierherKommen werden, um, die Ohrseigen jtm aeaenzunehmen, mit denen ie sie reaa liren. Ihre Schönheit 1 kaittt; von so wenm Hosikckkcit begleitet, nur eine ae ringe Anziehungskraft ausüben, so muh es wohl meine ULenlakeit iem, welcher diese Besuche zuzuschreiben sind. Ich denke den Herren daher eilten Gefallen zu thun, wenn ich Ihren Platz einnehme und 'die nächsten Besucher' an Ihrer Stelle begrüße. ' Ihr r Ausdruck wandelte sich aus's neue, und ietzk trat ein er Schrecken in ihr, Gesicht. ' Thun Sie das nicht, nur das nicht!", sagte sie, loste die Hände von, hem Pfosten und sireckte sie flehend nach ihm hin. Ich meine, bleiben Sie nicht in diesem Zimmer! Es werden keine Männer mehr, kommen.. . . ,ganz gemißlich Nicht, . " -- " , -,!" ,- ,,,!: 1 " '" 1 i. ''' ' ' - v 4-1 '' , So? Und warum soll ich alsdann Nicht hier bleiben?" . ü, ' . .,,v ,!- . Weil weil ," stammelte sie in virzweifelkem Besinnen, roeil es hier j spukt! Es sind' ja keine Menschen, die i . : V. -.-, 'ff A' t J Sie Nachts hören! Es sind Vspenster. - es Gespenster? Richtig?, Das, haben Sie bei meinem Einziehen schon gesagt. Dann aber blclhe ich W rechts ., Ich bil sehr, neugierig, uno Gespenster waren von jeher eine , ganz besondere Leidenschaft von mir. " .,.... '"'.. ? t Sie überhörte den Spott oder? ! wollte ihn überhören nd, erklärte Zweiter: :Mn der Stelle dieses, HauscS, , stand früher ein ? Kloster man ' kann , an einigen Stellen noch feine Grundmauern sehen, in ihm wurde einst ein Mord verübt. Seitdem spukt eS hier, und und wenn ein junger Mann hier s schliefe, :ermordete es ihn. - Man sagt, eS habe keiner das Gesicht langer als einen Tag überlebt. S Er s erhebt " sich noch auS dem Bett, aber es stößt ihm am selben Tage noch ein, Unglück zu, und er .stirbt, ehe die Sonne sinkt. . .." ä 6- c;; j : ' 'Damen thut c3 tchts?,! Einem Madchen nichts..ii;,;" ? ,s5 Das ist einsehr galantes Gespenst,; das ich ' unter allen Umständen kennen lernen will," sagte der Major und lächelte ein enZKS ' M t tmä issM , Aber Jeanne legte stehend ihre Hand um bie,seme.z W $mi.nm" Versuchen f&itiftß$mqUfQd) beschwöre Sie! Bleiben Sie nicht hier! Hie" vertra u en mir n ichti, A bcr nich t "i ch errathe Sie! Sie nicht! Jeden andern nelleicht nicht . Sie.. . . Lassen Sie zich hier...." -

ZLZZ&2SOO?ttXr.ZZZ.lLZi

tuiäSfi

Die schwarzen Augen blickten ihn groß 3m :Jhr Glanz . war erloschen, aber es war etwas, anderes darin . . . . . c:ne rurcyt ame , MZNkchkett ein schmerzhafter Ernst, als läge alle Angst eme? ra mpsenoen Derzen darin .... fürchten Sie wirklicb für mich?" fragte er, kaum noch im Zweifel. Ja, "murmelte sie. Nun ich bin Soldat und werde mich zu vertheidigen wissen gegen Menschen Und gegen Gespenster. 1 Thränen aaben den dunklen Auaen igren . Glanz: zurück ; Und wenn Ihnen etwas 'geschieht, soll ich schuld daran sein?" ' '' ' " ' : ' ... .Ich würde nie einem, Weibe die Huld eines Unfalls der ' mich trifft. Mckessen, ' sondern stets nur mir selbst. Jetzt aber gehorchen Sie und verlassen nzil Sis ÜMs.'iÜ.iji - wc vu5 Junmer. ' . , Er oftnete die Thür: Wachtmeister. führen Sie das Fräulein hinauf. " Stzbal :sie -hinaus. . wsr, wanderten feine Blicke forschend . durch den Raum. Vor allem muß ich wißcn, wo diese Gespenster hereinkommen dachte er; während er.die Diele genau untersuchte, od sich etwa eine Fallthüre in ihr be- . . 7 ''! ,, sand. Ich bin beinahe versucht, an ihre Gefühle zu KauMn "un doch .... man könnte getäuWMrdcn. Im Grunde ist es gleich; . denn jedenfalls darfhieH'AichtD Persönliches z auf mich wirken. i,i.zti s !'".:;;.',; , Er suchte ' weiter, fand "aber nichts. Zwei Wandschränke waren im Zimmer, aber soviel er auch an ihnen drückte und klopfte7S rührte 'sich nichts am' Holz? werk. 1 Ebenso ging's mit der Diele. . i,A!so doch vielleicht durch das Fenster . . . . Nun, das niüßte' leicht zu verhüten sein. " - " ' Er sah Jeanne tagsüber nicht mehr, aber es ' blieb eine lebhafte Erinnerung an sie in ihm. Er konnte sich doch einer gewissen Nachsicht nicht erwehren, wenn er, dachte, daß- dies einsame Herz trotz alles Sträubens der Vernunft sich ihm erschließe.. vi - ' Was sollte nur aus dem Mädchen werden? Jn, seine Umgebung paste es nicht. Und war' es nicht eigentlich unvermeidlich, daß der erste Mann, der seinen Weg kreuzte Und ihm eine höhere, seelische Entwickelung zeigte als seine Standeögcnossen es auch sogleich fesselte? ' : ' , ES ging ihn nichts an, war der Kehrreim, den er zum 'Schluß hinzufügte, und .mit ihm legte er sich schlafen, nachdem er' vorher nochmals mit dem Wachtmeister das Zimmer vergeblich durchsucht hatte. M 'h-tte M Thüre nicht verfchlofscn, sich aber völlig anaeklkidet aus daö Bett und seinen geladenen Revolver auf das Tischchen neben sich gelegt. Den Wachtmeister hatte er in das Zimmcr nebenan quartiert und ihm befoh len, gleichfalls angekleidet zu bleiben. Endlich waren Schleichpatrouillen um das Haus kommattdirt. Es konnte also schwerlich etwas passiren. - Alrl t j k V twa um u.'cit?krnacur erwachte er, wie ihm beuchte, durch ein Geräusch schlürfender Schritte.. .. Er faste seinen Revolver und setzte sich auf dem Bett ganz leise - in die Höhe . ... Es war jetzt alles still, aber nach wenigen Sekunden hörte er die schlürfenden Schritte auf's neue, diesmal in seinem Rücken. . ' Durch die Spalten der Wen stahlen sich zwei' Stkeifen - Licht, die ; das kleine Zininier' für seine im Dunkel geschärften Blicke durchdringlich machten. Ex wandte den Kopf, da stand eine helle gestalt in weißen faltigen, weiblichen Gewändern, er konnte sich nicht täuschen,. die Umrisse zeichneten sich deutlich ab . . . .Und jetzt bewegte sie sich langsam 7 on. ihm weg gegen die Wand in f . " : Er hatte ' keine Furcht, aber rührte sich noch nicht, wollte sehen, waS sie noch machen werbe.. .. . Sie trat dicht bis zur Wand und hob, einen Arm ,. ', ... , . , ,,.... an lyr empor,oas gav ein leides urren als ; rührten sich Schlüssels im Bund, dann ward plötzlich alles still und die Gestalt wer verschwunden. . . . Sie verschwand in der,, Wand, es unterlag keinem Zweisel!.,, Der Major hatte es gesehen, wenn erüberhaupt den ganzen Vorgang gesehen hatte. ;,. ,, " Er leate den Revolver vorsichtig hin und' steckte Licht an. Das Zimmer war W t. J V- r , C . :, . leer. r eryoo ncy uno qxiii zu oer Wand. Da war der Schrank, die Thür stand handbreit offen, aber nichts war dann als die Unisormrocke und andere Kleidungsstücke, die Asten selbst hineingehängt hatte. - ' " ' - r- v - . .,iir! -l n 1 ..,, . . t oue 0on oen Wacylmelner uno erzählte ihm, waS er gesehen. 1 ;: Hier ist ein Gang in der Wand. " sagte er aufgeregt, und wir müssen ihn sinden..." .. . ' Aber beide schoben, rückten und drückten wieder ohne irgendmelch , Ergebniß. !,,,.,,, t (W jf-ir i 's ' n :: . , " .tys..... r 'tt ?!..., .!. .i. juem almeler 1 cien vie acye wenig gemüthlich. . .' . ,: ,,. ,: :', Der Herr Major hätten doch schießen sollen, ".meinte er, da ..wüßte man jetzt woran man ist. !!' ES giebt I doch Dinge! die! Niemand s recht , erklären kllNN. " l5-6ir': ,, . Asten sah den Mannen.- Derwährte? Soldat, der !' sonst ' vor ' nichts Furcht zeigte,', war blaß und fassungs; f'' -H'A-.r t-V- 1 ;'. '"!' !' ' ''' 1 09 ' 1 li H 1,1 " l'-l!"1- ,' '! ;.!!. 1 1 ;2ie" sagen auch, wer das Gespenst sah c, lebe nicht länger mehr als einen !ag, " brachte er entschuldigend heraus. Vor derlnSchstertß Nacht müe er'sters ben.WPÄ,M ' 4SM iaikiiiii 1 i!,S.i' tv i '. ,s" Das kann einem im Kriege passiren, such ohne daß man ein Gespenst gesehen hat," . ÄntwyrtetelAjlen: TbzJchldenke irWwttrse'tt -ieS'lCcfi as .;l5ut ie t'ge c Sie : einmal hinauf und -klopfen :un Mademö!selle)M Niemand antwortet, versuchen Sie, ob die Thür offen und das Fräulein im Zimmer ist. Natürlich auf höfliche kirt und ohne die Dame allzusehr zu krschreckenö Wächber - bringen W t '-l.- M f's; II; '.M, Bescheid." . - fe-

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- , , ", . Und der Herr Major wollen hier I allein. bleiben? - . Asten lachte. Ich fürchte, Sie würden mir weni; nützen, .wenn das Gespenst wieder er schiene , .Also geh?n Sie nur lieber. . . " Der Mann gehorchte. ,, , Ich bin keine Banzbüchse, sagte er für sich, aber mit Gespenstern zu käm, pfenK habe ich nicht beschworen. Dos kann auch gar nichts nutzen. Gegen die Luder kann man sich ja gar nicht mal wehren. " . .Asten setzte sich und wartete er regt. Er hatte in der Ersche! nung niemand erkennen können, da er! nichts als einen weißen Körper gesehen; aber er hatte eine nicht zu erklärende Ueberzeugung, es müsse Jeanne gewesen sein, die Hier selbst spukte. Was ober konnte sie bewegen, das zu wagen? Hatte sie nicht alles bei dem Gange auf's Spiel gesetzt? Wenn er geschossen hätte ,Ter Wachtmeister kam zurück und erklärte, das Fräulein sönne nicht oben sein, da , er an derThür geklopft und gerüttelt, auch laut gerufen. Niemand aber Antwort gegeben habe. Er war jetzt weit weniger erschreckt und eher beschämt, daß er sich zuvor hatte verdutzen lassen. , Laten Se mi nu man hier, Herr Major," sagte er vertraulich, sein Pommersch anwendend, und wenndeSpäuk äff wedder kömmt, denn will ick ehm ja woll den Weg wifen." Aber Asten nahm den Beistand, nicht an. . .. Ne, lat?n Se man. Ick glöw, he is von de Art, de keen Licht seihen will. UNfso will ick mi hier im Dunkeln ganz ftilllng halten, un wmn hei denn kömmt UN ick nich mit ehm sarig werde, denn raupe ick Se. Aber slapen Se mi nich in und loten Se Ehr, Licht brennen, dat Se mi ok hören. Jawoll, Herr Major. , Wenn Se .datglöwen.. ,t ' 1 ' r Ja, ja! gehen Sie nu man!" - Der Major war ungeduldig, allein zu bleiben. Wenn es 'Jeanne gewesen, mußte sie zurückkehren und dann würde er sie zwingen, ihm Rede zu stehen. , Er hatte bereits ' das Licht ausge, loscht und blieb nun, sitzen, die Augen im Dunkel immer auf' den Schrank gerichtet. Er rauchte dabei, um nicht einzuschlafen obgleich er wähnte, er sei zu letzterem auch zu aufgeregt. Aber Stunde um Stunde verrann, und nichts zeigte sich. ' Allmählich ließ die Spannung, in der sich seine Nerven befanden, nach, und er begann, das ganze Begebniß als etwas fast Gleichgültiges zu vetrachten, Er fragte sich selbst, ob er nicht etwa nur aetraumt und sich eingebildet habe. die schreitende Gestalt zu sehen? Freilich. Jeanne war nicht oben in ihrem Zimmer und .... stand sie da nicht vor ihm? Aber rncht weiß gekleidet, son dern in ihrem Trauergewand, wie er sie in den letzten Tagen immer gesehen hatte, nur mit einem Messer in den bräunlichen Handen f . . . . Was machen Sie in dem Ganges" fragte er. Ich besuche nur meine Ziege." Aber im Dunkeln? O, da schneide ich Kohl für sie. .. Er war eingeschlafen und träumte. Im Verlaufe des Traumes bat er das Mädchen, denSchrank zuzuschließen, und sie nahm das Scheit Holz, daS er einmal in ihren Händen gesehen, und schlug das Schloß damit zu. Er machte die Augen plötzlich auf und sah das weiße Kleid durch den Spalt des Echrankes schimmern Er hatte die Thür aufgezogen, jetzt . war sie wieder beinahe geschlossen. . . . Sehr schnell kam er zu voller Besinnung, stand auf, schlich sich an die Thür. ; Mit einem Griff hatte er diese wieder geöffnet, mit einem zweiten saßte , er das dahinterstehende Weiße.' Die Gestalt that einen erstickten Schrei und wäre m oie Kniee gesunken, hätte er sie nicht geEr 'riß sie empor und aus dem Schrank. Es war Fleisch und Blut, was er, in den Händen hielt; er' fühlte es an den weichen runden, zitternden Formen,' an dem Duft der dem vollen Haar entströmte; e3 war Jeanne . . . Er wußte es, ehe er Licht gemacht, und hielt sie fest, während' er es that. Lassen Sie mich doch, "stammelte sie, ich will Ihnen ja nicht entfliehen. " ; , Was suchen Sie hier?" rief er ' itti Port:. Wo wären Sie? - . -, 'Sie. war verwirrt, doch nicht so sehr, !dm Tage, vorher,", als er sie gezwun gen. das Zimmer w verlassen. Iah faßte er ihre Rechte, die sie in den Falten des Kleides versteckte. Dieselbe hielt einen Hammer. Das Geräusch des Einschlagens war also nicht erträumt gewesen I . Sie werden ,m!r jetzt sogleich , zcit ' " . 4 ,t,, '.,t !, Vfi"', gen, , wie Sie in , den geheimen Gang kommen,'',, sagte er und zog sie zu , diesem zurück... r.v,;. .;,"" Ich weiß von keinem. , , Sein Zorn steigerte sich. Es verdroß ihn schön, daß er eingeschlafen war, und das Gebahren de Mädchens reizte , ihn i'"'.., . : 11 !, V -:,.- ) ; .r- j-- - f.- ., ! .- : noch mehr. .:: :,,: , Ich , f habe die Macht, Sie einsperren zu lassen, wenn Sie nicht gestehen. Ich höbe Sie hier herein und herauskommen sehen und werde jetzt entdecken, w:. ,:!;,. r, iW.y "'' Z was Sie da dnnnen suchen." ,. Sie haben sich getäusch?, murmelte sie, ich kam hierher, nur um um ' f .P.'j'iJ -,tr::").i.".f ' ,;! ,JL ,V. 'lii'l; Sie zu "retten." Es wird behauptet, tt'"...'. 'T:;: .'''"sn, , ' f ' :. I! 's W?V i7 ''ä"'if - " wenn eine Jungfrau sich getraue, um Mitternacht einen Nage! in daS Schloß des.Schrankes zu schlagen, so banne das den Geist." " ' numm ; - um mich," spottete, er, und kaum jef. ' s,.''t':i7rJ" l ix . s-fr"," :"'i'5i:s,,:iV '? It.-'.- ' ! mono wuroe es gtauoen, der es Nicht .,, ,l t , h ie v: fc m ' v va''- iifi :a ;vT : sahe, daßle sich Nachts m mein Zimmer wagen, nur um mich vor einem Geiste zu IA st rt lilf?!!1 pjli- 5 :i . ZchUyeN. .(j;;,:;;; - 'l t IfJH ' halb gelösten Haar übernächtig .'und ' blaß ausgesehene .So lassen Sie m-ch doch jetzt sort e mit.CiL'Ltt, . ii';tm üti--&r mW ubx wuwciaonc 11c; , , ,V . :. ,,, ,,; i ,,,,, , . , , , I , . i i!! ''''h i i a i. '!' In - smmi tws,f$.

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Der Künstler im Steylen Dem mächtizen Beduinenfürsten Sal Ämini , wurde eines Tages ein jung e? Mann von, schönem Wüchse als Kriegs' gefangener .vorgesührt. SslAmim fand WoAgesallen ein dem jungen Gefangenen und redete ihn also an: ' ..' W ä . m. i- . 1 rom )lr eme xeleu lcyen ken, wenn Du das verdienst. Bist Tu etwa ein qroßer Künstler in der Musik, im Tanz oder in der Bildnerei so zeige, was Tu vermagst! ' : In keiner dieser Künste bm ich em Meister, edler Sckeikh," erwiderte der Gefangene, jedoch in einer anderen Kunst, wenn Du.es so nennen willst im. Stehlen. Darm bm m der größte, so weit man den Koran ehrt!" - So ein BcpeX bist;, Du?" rief ka chend der Scheikh, aber seW drum; ich halte mein Wort! Wie aber sollen Vir seme Kunst erproben, wener Bin Bam?" So wandte er ucy an den hocy gelehrten Weisen, der stets in 1 seinem Gefolge war. BiM'Bam verbeugte sich und strich nachdenklich seinen Bart. Edler SabAmini," begann er so dann, Tu hast kürzlich Deiner schön sten Sllaviw Fatale einen großen Te mant gczchenlt. Lasse im Freien vor Deinem Zelte einen Pflock in den Sand schlagen, lege den Edelstein darauf,stclle zwei treue Krieger' als Wächter dazu und versprich ihnen Ehrenstellen im Heere, wenn sie ihn gut bewachen. Nicht die Treue wird ihn bewachen, son dern der Ehrgeiz der ist mächtiger, als jene!" Sei gepriesen, weiser, Bim-Baml sprach der FürZk, .Dein Rath ist löst, lich, und Dir, junger Mann, soll der kostbare Stein gehören, wenn Du im Stande bist, ihn drei Nächte nacheinan der von jenem Pflock zu nehmen, und frei kannst Du wieder Deine Wege gf hen!" Am nächsten Morgen trat der jungi Mann in das Zelt des Fürsten und legte zu des Ueberräschieu Füßen den Diamant auf den Teppich. Weiser Bim-Bam,. sprach der Scheikh voll Erstaunen, wie erklärst Du mir das?" ' Bim-Bam verbeugte sich und strich nachdenklich seinen Bart. Edler Scheikh,", begann er, sremde Leute waren die Wächter; sie wissen nicht, welch' kostbares Juwel sie bewach ten. Du weißt,, wie viel und wessen Geld dieser Stein gekostet Tu wirst ihn am besten bewache ; wache heute Nacht Tu selbst, denn der Geiz ist em besserer Wächter, als der Ehrgeiz !" Sei gepriesen," rief der Scheikh er freut, diezer Rath ist besser; ich selbst werde wachen, weiser Bim-Bam!" Als der Scheikh am nächsten Morgez wachte, war der Edelstein vom Pflocke verschwunden und bald darauf brachte der junge Gefangene dem erstaunten Fürsten denselben w'S Zelt. Weifer Bim - Bam-, sprach dieser nachdenklich, wie erklärst Du mir das?" Der weise Bim Vam verbeugte sich und strich sinnend seinen langen Bart. Auch Tu, edler Scheikb. hub tt hierauf an,, warst nicht der beste Wachter. Gedenke, daß der Stein nicht mehr Dir gehört, sondern der schönen Fatale. Lasse diese Nacht die Eizenthümerm selbst dabei wachen; Fatale wird gewiß lhren kostbaren Demant, dessen Verlust sie sehr schmerzen-würde, am besten hüten. Ehrgeiz und Geiz sind nu, Bestandtheile der weiblichen Eitelkeit; diese wird heute den Edelstem bewa. chen!" Sei gepriesen! Dieser Rath ist del beste die letzte Nacht soll Fatale selbst ihren Stein behüten.... und Dir, junger Mann, geHort er sammt Deiner Freiheit, wenn Du, Tu Kunstler im Stehlen-, nochmals vermagst, ihn zu entfernen!" Am dritten Morgen kam statt des jungen Mannes der weise Bim-Bam in das fürstliche Zelt. Nun?" fragte der Scheikh gespannt, wo ist der Diamant?" Der junge Mann hat ihn fortge nommen ' -!" Meim Satan!" rief der Fürst -voll größten Erstaunens er ist wirklich ein Künstler ! 1 Und Fatale wird un tröstlich sein ?" Nem, edler Scheikh, die hat er auch mitgenommen!" , O weiser Bim Bam", sprach fc ste end der Fürst, was sind wir für zwei Esel!!" ' Der weise Bim-Bam verbeugte sich und strich nachdenklich seinen langen Bart. ' , Ein -S ch w e r e n ö t h e fr Wie reizend Sie heute wieder aus sehen, Frau Tirector; sind unbe dingt die Königin ' deS Balles !" ; Wirklich ? ! Herr Lieutenant, diese? Eompliment macht mich überglücklich!" Merkwürdig! l Dasselbe habe ich heute schon mindestens zehn Damen jesagt, und jede hatte eine Riesenfreudk gehabt!" ... 11 Sch lecht e Ha uöordnun g. Student: .Hausherr, ich beklage mich darüber daß Ihr Hausthor so spät ge. öffnet wird!" : Hausherr: Aber ich bitt', gehen Sie denn so früh schon aus?" Student: DaS weniger abe, so spät nach Hause!" 1 - -:: ' M Ms che Mji rdige S : D a. sein. ..Studiosus;., Wenn, ich auS meinem Mchsbau krieche w Murmelthier geschlafen, arbeite ich wie ein Kameel, bis ich einen Wolfshunger und einen BSrendurst , h Mahlzeit wird wieder geochst, und wenn ich mir darnächl kleinen ' Spitz oder Affen hole, wird wie der aebünelt !" ' , " ! v H , ? I U,"Vt -r;:'K!f Gefährlich eFr s ch e. Frau: Bei uns ist heuteMlleZ krank. Ich hab'Magenbrennen von einem mein WanH einen Bückling, und unser Sohn Herzklopfen von einem Backsisch!" , 'Ä: ,-f. ' -is. . , !- , ; , r ill m N: ,. llS'ilt ';f 'Sfclij;, : .fl Äe bens meiShe i t. Bei einen ViertellGan sitzt es sich oft angeueh ner. als bei einer ganzen. -