Indiana Tribüne, Volume 15, Number 6, Indianapolis, Marion County, 24 September 1891 — Page 2
Zndiann Tribüne. Erscheint TLigtich und Sonntngo.
Die rZzNe.Tridü?" kostet durch d?n Träze? il Q.nti per EJaie, die SasintaßSsrArifciine'' G Senti ptTOoif. Beide u,iarNl,n 15 Cent c obct i 31 Cent xerTZonat. Per Ps'i juacfiiSt in Vurz,uKezal,lug 5S per Jshr. Osßce : 130 Ost Maryland gtrae! Indianapolis, Ind., 21. Sept'br '91. ssirwken in de Vereinigten Staaten. Die civMstrten Völker i Welt werim in Kaffee und TKeetrinkcr getheilt und die ersteren sind g auz cntfdste&en in der SMrütii Tie gronten aller Theetrwker sind die Australier. Tann kom ( mta dtt Engländer mit etnent Consum i von etwa 4 Pfund Thee per Kopf und wemzer als ein Dfund Kaffee. Ja Europa stehen mit Ausnahme Ruh' Unth die Kaffeetrinker obenan. In Frankreich ist der Verbrauch per Koos nur eine Unze Tbee, hingegen 3 Pfund Kaffee. -Das Volk der Äer. Staaten steht hoch unter den taffeetrwkenden Äotio neu und wird nr vcn Belgien und Holland übertrossen. Tec durchschnittliche Verbrauch von Kaffee für jeden EmVghner in unserem Lande belief sich letztes Jahr auf 8 Pfund, wahrend der von Thee nur l.'J Pfund betrug. Kaffee ist da Nationalgetränk der 33er Staaten und daher ist es em leuchtend, daß es weiser ist, mit Kaffeeprsducirenden Ländern ReciprocitätZVerträge adzuschlieöen. in anderen Worten, den Kaffee mit Getreide oder Waaren zu bezahlen, anstatt mit Gsld. Während der letzten zehn Jahre hat sich der jährliche Verbrauch des Kaffees j?ro Kops um zwei oder drer Unzen vermehrt. DaZ ist theilweise dem Umstände zuzuschreiben, daß das Volk besser gestellt ist und für luxuriöse Sachen Mehr Geld ausgeben kann. Aber die durchschnittliche Quantität des Thees, der getrunken wird, ist in dein letzten Jahrzehnt nicht vermehrt worden. Es ist augenscheinlich, daß die Ver. Sraa tm sich immer mehr und mehr dem Gebrauch der arabischen oder drankiani scheu Bohne nnterwenen. In 1830 wurden etwa sieben Unzen Thee und neunyn Unzen Kaffee pro Nops ge ttkucht. zehn Jahre später ungefähr neun Unzen Thee und vierundvierzig Unze Kaffee; in 1840 nadezu fünfzehn Un;en Thee und fünf Vfund Kaffee. Vor sechs;ig Jahren belies sich der Werth des impornrten Thees auf etwa die Hälfte oder eines Drittels von dem Werth des importirten Kaffees; jetzt macht es ungefähr ein Sechste! aus. Der Thee hat beständig, um bildtich zu sprechen, Boden verloren. In Canada, wo, wie man glauben sollte, der tand der Dinge derselbe fein müsse, wie auf dieser Seite der Grenzlinie, steht der Consum von Tbee obenan. TaS Volk trinkt dort e:wa zwei Psund Thee pro Kopf im wem, ger üU ein Pfund 5kaffee. Es kaun lein daß die Canadier ihre Loyalität für England soweit führen, daß fi? dem Getränk den Vorzug g ben, welche? dort das LiebltnzZgetrank ist. WaKr fcheinlicher ist jedoch, daß die englisch' fprechenden Canadier, da sie von schot tifcher, lr'scher und englischer Abkunft sind, den Geschmack ihrer Verfahren behalten haben. ' ''Tie zunehmende Bevorzugung des Tafftts in diesem Lande dürfte theil weist der Thatsache zugeschrieber wer den, daß die große Masse der Emwan derung, besonders in den letzte Iahrrn, aus Ländern wie beispielsweise Deutschland, kommt, deren Eittwohnsr stak Kaffeetrinker sind. Wäre die Mehrheit der Einwanderer aus (n land gekommen, so würde sich die Waage wohl auf die andere Seite gesenkt haben. Nimmt man die hervorragenden Nationen der Welt als eine GessmmtMasse, U verhalt sich der Verbrauch von Thee lm Vergleich zu Kaffee wie eins zu vier; in den Ver. Staaten ityt das Verhältiß wie eins zu achr. Die Untersuchung der Ursachen, aus welchem Großbritannien dem Tbee und die Ver. Staaten dem Kaffee den V?r zug geben, könnte großen Philosophen dar dienen, ihre überflüssige Zeit nütz liq zu verwenden. Geschwind? Nett des elektrische Stromes. Am Ausgange des neunzehnten Jahr Hunderts unserer Zettrechnung sinv wir so recht in das Zeitalter der Elektricität getreten, nachdem das neunzehnte Jahrhundert selbst, in feinem größeren Theil wenigstens, als die Aera des DampfeZ bezeichnet werden konnte. Hat die Benutzung der Dampskrast und die damit verbundene Umwälzung in unseren industriellen Anlagen dem Ver kehrswesen etc. schon Neuerungen ge bracht, wie sie frühere Geschlechter als unmöglich erklärt dätten, so scheinen uns noch größere Ueberraschungen zu er warten, je mehr die Forschungen betreffs des Wesens der Elektricität fortschrei' ten. Begeisterte Priester der neuen Gottheit prophezeien jetzt schon, daß in nicht allzu langer Frist jede ArbcitS leistung, sei es Krastlieferung. Beleucht lung, Erwärmung vermute! Elektrici' tät geschahen werde. Unsere elektrischen' Etsenbaynen haben bereits einen hohen ' Grad der Vervollkommnung erreicht. rait Elektricität fahren wir, beleuchten ir unsere Häuser, treiden wir Buch druckerpressen etc., Elekiricilät vermittelt uns des Hören von Opern und CöN' ctTte, der elektrische Iunke ist heut.zu eaze der eigentliche Träger des Welt ' rnkehrs "liiti wir können mit vollem Äecht fagnr, w?r find in das Zeitalter der Eledricl ät eingetreten. . Ueber! die Geschwindigkeit, mit wel eher ein elektrischer Plrom einen Draht durcheilt, sind bisher de Ansichten der Gelehrten noch setzr verschieden. ?!euerVmgS werden von Philadelphia aus wieder fehrintereffzike Versuche vorbe reuet. Anscheinend ergaben die bisherigeu, daß ein elektrischer Strom bedeu tend langsaOkr ist., als das Licht: er
(Oütit danach, um nach Europa zu g. laugen, etwa eine Secunde brauchen, oder einige 400,000 Meilen in der ute zurücklege, während das Licht in derselben Zeit eine Million Weilen zu rücklegt, al'o zwei und ein halb mal so rasch ist. Versuche, die iu Montreal gemacht wurden, haben folgendes Resultat erqeUn: Vom donigen McGill - College wurde der Strom nach der Kabelstütion auf DUn gundland hinüb.rg?leirct, von dort nach Liverpool und auf demselben Wege zurück. Die zurückgelegte CFnt fernung. theils in oderlrdiMn Drähten. tyeils im Kabel, betrug 6000 Mei' len. Von dem Augenblick, in welchem der Strom in Montreal m den Tra'.n trat, bis zu dem. in welchem er dorlh'.n zurückkehrte, $ergnn. genau tnu und ein Zwanzigstel Secunde; der Vsnuai
fanö ade? unter se kr ungunnizen lln;Maden statt. iV. sbaib inertere an-icitcut. werden sollen. i EeZchwindigkeit. it welcher ein elektrischer Strom durch far,$e Leuungen eilt, läßt annehmen, daß sich viel bessere Siesultate erzielen lassen, als di.: er ' wähnten. Profeffor Marks den der. Edison Electric Light Co behauptet. daß. wenn um den Erdball ein einziges ' Kabel liefe, ein elektrischer Strom d:e ! ganze Tislance in etwaö mehr als drei , Secunden zurücklegen würde. Dieselbe ! Geschwindigkeit vorausgesetzt, würde ein i Strom von der Erde bis zur Sonne, 1 90,000,000 Meilen, in drei und einhald ; Minuten gelangen, also nur halb so viel Zeit brauchen, wie das Licht. j tie Sucht uaök Abenteuern. Aus Wien. 4. Sept. wird gemeldet : Die Sucht nach Abenteuern hatte heute zwei junge Breslauerinnm vor den Strafrichter des Bezirksgerichtes Leo poldstadt gebracht, vor welchem sie sich wegen Uedertretung der Falschmeldung zu verantworten hatten. Die eine der beiden Angeklagte, die fünfzehnjährige Agnes Müller, ein hübsches Mädchen, haue ihre Freundin, die siebzehnjährige Gertrud Petzold. bewogen, mit ihr eine Spritztour- nach Wien zu machen. Sie ainaen ihren Müttern mit einer Baarschask von zusammen hundert Mark durch und dachten Gott weiß wie lange mit diesem Vermögen auskommen zu ! können. Im Hotel du Nord", wo-1 selbst sie sich einlogirten, scheuten sie! sich, ihr Jncogmto zu lunen, und nannien sich Vertha Preuß und Clara Ro land. Nachdem sie die Sehenswürdigkeiten Wiens in Augenschein genommen hatten, lustwandelten sie halbe Tage lang in den PratkpAuen, den öster. reichischenRütergutsdesitzer- erwartend, der sich in sie verlieben und nach Breslau heimführen sollte. Der Einen, der hübschen Agnes, ging dieser schöne, romantische Traum thatsächlich bis zu einem gewissen Grads in Erfüllung. Ein schmucker, junger und allem Anscheine nach auch reicher 83n ner, wenn auch kein RltterguiSbesitzer, hatte sich in daS Mädchen, das er im Krater kennen gelernt, verliebt. Gestern schwuren sie sich im Prater ewige Liebe, uns heute hatten sie- ihr erstes Rensez vous vor dem Richter Dr. Wranq. Beide Mädchen waren nämlich nach dem schönen Abend, den sie m Gesellschaft des . Wieners verlebt hatten, bei ihrer Nachhausekuuft im Hotel von einem Detective wegen Falschmeldung verhaf. tet worden. Frl. Agnes, der von ,hrem Verehrer ein Vertheidiger beigestellt worden war, that Anfangs sehr reservirt, doch gestand sie später, daz ihr verstorbene Vater ein höherer Eisen kbndeamter gewesen, und Mama v Vreslau von ihren Renten lebe, ferner, daß ihre Freundin ganz unschuldig sei und nur von ihr versührt wurde. Rickter: Warum sind Sie Ihrer Mut ter durchgegangen? Augell.: Ich habe nur einen Ausflug nach Wien na Äm wollen. Ich habe immer gehört, daß es in Wien so schZn sein soll (mit mühsam zurückgehaltenen Thränen ),dah ich aber nun da, cn diesem Orte stehen muß, das ist nicht fchön. Richter: Daran sind Sie selbst schuld. Warum baden Sie sich falsch gemeldet: Sie hätten im Hotel Ihren richtigen Namen angeben sollen. Der Verehrer des jungen Mädchens, welcher der Verhanw lung beiwobnte, trat nun an den Nich ter mit der Bitte heran, d:e Angeklagten zu einer Geldstrsse zu verurthetlen, er werde sie gleich zahlen, fei sie noch so hoch. Der Richter klärte den jungen Mann, den er gar nicht nach den Na wen fragte, auf. daß dies absolut nicht angehe. Die Strafe müsse den Schul digen treffen, und da die Mädchen die im Mark bereits verausgabt und kein Geld mehr haben, müßten sie die Falsch Meldung in anderer Weise büßen. Das Urtheil lautete auf ie cchtundvierzig Stunden Arrest; nach' Abdußung der selten werden sie der Polizei zur Ab. lieserung an die sorgenvolle Mama in Vreslau überstellt. , in i Palästin skr die Jude. .Wo hinaus?- betitelt sich ein Mahnwort, welches Paul Dimidow, ein junger russischer Schriftsteller, an die Westeuropäischen Juden richtet. Es ist eine lesens- und beachtenswcrthe Schrift nach mehr als einer Richtung hin. In der politischen Geschichte, die aus Streit und -Widerstreit bestellt, kommt es nicht selten vor, daß Begriffe und Benennungen, welche der Spott und die Feindschaft gegen irgend eine &tmeinschaft aufgebracht, von diesen An gefeindeteu selbst acceptirt und gebraucht werden. Von den Geusen" bis zu den .Ulkramontanen" kann man diese Leob. achtung machen. Tie Antisemiten nun baden, um die Juden zu verhöhnen, das Schlagwort: .Hinaus mit den Jude nach Palästina- zum Schlachtruf erhöbe, imit dem Bewrßrsein, Spott zu treiben. Paul Dimidow antwortet nun allen Ernstes : .Ja, in der Durchführunz der Besiedelung des heiligen Landes mit Juden. !n der Kolonisation Palästinas durch Juden erblie ich die einzige rationelle .Lösung der Juden fraget Er sprichr natürlich vor Allem für seine russischen Glaubensgenossen und von ihrem Gesichtspunkt aus. - Dimidow wendet sich energisch gegen den Versuch, die russisch.' Juoea in Amerika . anzusiedeln. Nors- oder Südamerika, das gilt ihm'gleich."Untee den, erschinerenden Ledensvediazunan in jenen Ländern, für den eiiasrenen
Landwirth selbst erschwerend und nocy mehr für den des Ackerbaues unkundi gen jüdischen Ansiedler, würde der jfi dische Kolonist doch bald eine Gelegen heit suchen, seinen Acker loszuschlagen und aus dem Erlös-ein GeMft- zu errichten. Und gerade das will Dimidow eermieden sehen. Er tritt mit edlem Etfrr dafür ein, die Juden zum ftierdau zu erziehen. Zu erzieben, tenn, so sagt er, es genüg: eben mchr, den Juden oen Ackerbau zu lehren, wie sonst irgend eine lechnise Fettigkett, man muß ihn da.zu erziehen. U?!an mus ihn darum nach einem Lau öe sch:ck:n. welches einmal für den Klein--Häusel keine Aussicht bietet und dessen tktn anoererftils wieder in den Au lz?tt lei sich dort ansiedelnden Juden tnx Hei.izkhum. ein unveräußerliches Erbthn, ist an dem seine Seele hattet nn allen ihren wurzeln und Fasern, ün d;t5 ei, ist ein',!; und allein Pa' icisüiia. ian ivir Nicr nich! blos eine
,Hc:k,auss:cU.'n. das bewegen b r'edler als alle Deouclioner dre Thatsack? sel bst. Wa .zrmd nämlich die für Juden in Amerika errichteten Kolonie sammt und sonders es nicht über die ersten Jahre des Bestehens hinaus brachten, trotzdem sie reich dotirt wa re und alle Hilfsmittel bereitwilligst den Kolonisten zur Verfügung standen, sehen wir andererseits, wie die Koloniften in Palästina von ihrem ersten Anfange an sich blühend Entwickeln, trotz dem den Ansiedlern ursprünglich keine Mittel zur .Verfügung gestellt wurden, trotzdem sie unter beispielloser Entbehrung zu wirthschaften anfangen mutzten, da sie nur den kahlen Boden ohne Häuser, ohne Vieh und ohne Ackergerätb ihr Eigen nennen konnten. Ader mit bewunserflswerther Enw zie, mit zäher Aussauer, mit liebevoller Gesuko w dmeten sie sich ihrem neu. Beruf und so erhielten sie sich aufrech, und brachten es durch langsame aber gedttbliche Ardeit vorwärts, zu wohl. habenden Besitzern von gut bestelltem Acker und reichem Jnvenrar. Keiner dachte daran zu verkaufen. Jeder m Gegentheil war bestrebt, sein Be siythum zu vergrößern, den Boden zu verbessern, die Landeskultur zu heben, kurz, es entwickelte sich in Palästina, eben weil es den Juden der heilige Boren ist, ein Fortschritt in der von ihm betriebenen Landmirthschaft, der eben wiederum zu dem Satz führt .wn müssen die russischen Flüchtlinge nach Palästina bringen, hier allein, in dem Lande ihre? Väter werden sie aus K leinbändlern wieder Ackerbauer wer den." Im Weiteren beschreibt nun Dimidott die ren'chicdenen Kolonien Palästinas, deren Entstehen der Gesellschaft Zions freunde" zu danken ist, welche unter den russi-chen Juden aus kleinen Anfängen sich zu einer ven Jdeenkreis der weitaus größeren Mebihett der dortigen Juden beherrschenden geistigen Macht entwickelt hat. Besonders die gebildete jüdisch Jugend ist den Bestrebungen der Zionsfreunde" mit Leib und Seele ergeben nnd schon sind Hunderte von aka demi'ch gebildeten Jünglingen nach Palästina gezogen, um dort als Tage löhner an dem großen Werke. Palästinazu coloninren, mitzuarbeiten. Wie eine begeisterte Epopöe liest sich d Tkml ver Broschüre, in welcher Dimier , r seine Beobachtunzen an Ort UN., lrüe gemacht, die Geschichle der 23 jüölschm Kolonieen, den Enthusias mus sener sunzen Leute schildert 'und vn deu Hoffnungen spricht, die sich an tU Entwickelung von Landmirtbschaft. Weinbau und Industrie (besonders Oel. und Texti!.JnduZtti5) dotf knüpfen lassen. Brett toA Lebe uu Wirke. Lsrenj Brentano, der vor einigen Tag?n w Chicago gestorben, erreichte da- hohe Alter von 78 Jahren. Er war, wie Zs viele andere schon vor ihm vom Sltbm Abberufene, ein deutscher Fköchtling von 18i9, der, nach Amerika verschlagen, seine besten Jahre und seine beste Kraft der deutsch amerikaui ichen Presse widmete, dessen Geschichte sich jedoch von der so vieler Anderen darin unterscheidet, daß fem Leben be mkrlenswerthere Momente darbietet und daß er nichts wie meist alle An deren, arm starb. Sckrn im Jahre 1548 hatte sich Vrenlsno einen Ruf als tüchtiger Iu rin it. Mannheim erworben und in der dsdischm Abgeordneten Kammer zeichneu er sich in den Reiben der Opposi twnspartei als Vorkämpfer für em einiges und freies Deutschland aus. Wacker stand Brentano gegen Ende des Monats März 1848 den beiden Freu Heilskämpfern Gustav Struve und Karl Blind in ihren Hochverrathsprozessen vor den Gefchworenen in Bruchsal nach dem zweiten Einfall Struves in Baren 1847 zur Seite.uno seiner glän zendrn Vertheidigung gelang es, unter den damaligen Umständen ein' mildes Uriheil fünf Jahre und vier Monate Einzelhast wegen versuchten Hochver rnhs für Jeren zu erwirken; bevor sie diese Strafe jedo antraten, wurden Beide vom Volke aus der Haft befreit. Vrentano wurde in die am 18. Mai 184 in der Pauls kirche zu Frankfurt a. M. eröffnete deutsche constituirende Versammlung gewählt, wo er zur de molratischen Linken gehörte, doch an den Versassungsdebatten wenig aktiven Antheil nahm. Großes Aussehen und wü tben?en Sturm erregte er jedoch in der Par!amen:ssitzung vom 7. Aug. 1843 durch eine fulwinante Rede über einen Antrag auf Amnestirunz der politische Verbrecher und auf Zulassung Friedrich Wecker's tY& Parlament als erwählten Vertreter des Wahlbezirks von Thien gen. Cr schloß seine Rede mit den Worten: Die Regierung von Oestreich hat in Galizien die Am e 'ic ertheilk, man geht damit um. im roßherzog tdum Posen eine zweite Amnestie zu er lassen, Männerzu amnestiren, über die schon einmal das Todesurtheil auSge sprechen war und über denen bereits das Schwert des Henkers ge chwebt hat. Wollen Sie. m. H., in dieser Beziehung zurücks!ehen,wollen Sie bie von Galizien und bösen begnadigt baben und die.welche für die Republik den Schild erhoben baden, nicht b.'gn!id:gen? Wrllen Sie die, welche in Baden die Waffen ergrif fen haben, zurücksetzen oea,n elnen Vrinzen von Preußen?"
on der Yxnttn und' den Gaterien erscholl BeisiL; .Zur Ordnung l..,Hr' unter von der Tribune! schrie das Cen--. trum. Mehrere Mitglieder der Rechten näherten sich mit leidenschaftlichen Ru
fen der Rednerbühne, von der Linken! schairten sich gleichfalls viele um die 1 selbe, aber Brentano verharr:? ruhig aus seinem Platze, bis unter unbeschreiblichem Tumult der Vorsitzende die Sitzung schließt und mit dem Büreau den Saal verläßt. Erst als dann auch Brentano die Tribüne verlassen, leerte sich noch und nach der Saal. Später wurde Brentano von Plathner und anderen Centrums Mitgliedern össentllch tbättich angegriffen und vom Grasen Wartensleben sogar auf Kugeln gefor dert. i Als sich im . Mai 184 Baden und 1 Rbembknern zur Verteidigung der neu. Reichsversassung erhoben hatten und der Gr.chherzoz von Baden gesloben war. wurde der Landesausschuß vi-n Baden, an dessen Spitze Brentano stand, vom Karlsruher Gemeinderath auigefordert, die Zügel der Regierung zu ergreifen, was auch durch Brentano, Teter und Gögq. welche die vollzie benve Gewalt bildete, gefchah. Letztere aber handelte von Anfang an zag-ha-'t und zögernd. ES fehl ihr die erforderliche Entschlossenheit; statt an greifend vorzugehen, ließ die Provisors sche Regierung den übermächtigen Feind rubig in's Land rücken, die badische Armee und Jreischaaren untbätig her umlungern und die entschlossenen repu dlikanischen Führer Struve, Blind uud Fickler durch Verhaftung unschädlich machen. Es ist diesen Thatsachen zuiUschrei' ben. daß Brentano als Verräther" verschrieen wurde, obwohl später diese Beschuldigung als ungerecht erklärt worden ist. Brentano'S werthvolle Dienste, und feinem Einflüsse und Wirken hat das Deutschthum in Chicago in hohem Grade die Einführung des deut scken Unterrichts in den dortigen öffent lichen Schulen zu danken, welche nach dem Kriege erfolgte, während Brentano nicht nur Mitglied, sondern Präsident des Chicago' er Schulraths war. Brentano gehörte der republikanischen Partei im Lande an, bis er sich nach GarsieldS Ermordung der Reformbewe gung anschloß und dann im Jahre 1834 aktiven Antheil an der Campagne für Grover Cleveland nahm. Vom JlSe. In Vedford. Mass.. ist kürz, liä! ne alt e Heimstätte verkauft mor. den. welche iür den Zeitraum von til Ja zren tm Besitz einer Familie gewesen ist. Petroleum ist in C o l i g n o. Fresno County. Cal.. entdeckt worden. Das Oel soll von besserer Qualität als irgend ein anderes bisher entdecktes sein. Reiches Eisenerz ist in der San Asisro Mine, einize Meilen unter halb Enseneda in Unter.Talifornien entdeckt worden. Eine Ader ist 1000 Fuß lang und 60 Fuß tief. Eine neue Methode der Belustigung und Wiederherstellung von Irrsinnige ist in der Anstalt auf Blackwells Island. N. A. eingeführt worden. Dcan läßt sie Theaterstücke aufführen. E ine k l c i n e g olde n K e t te wurde kürzlich von einer Frau iu Zlfo nois in einem Klumpen Kohlen einge schlössen gefunden. ' Die Kette ist unge'ädr zehn Zoll lang, vön alterthüm lcher Form und künstlicher Arbeit. Die größte Sägemühle in der Welt soll die m Fort Blackelep, Wasd.. sein. Im letzte Jahre hat die selbe 9,000,000 Fuß Breiter, über 23,000,000 Latten und eine große Masse anderes Bckuholz geliefert.. ., . Das Blatt .Lower Eali fornian" meldet, daß ein bedeutendes Schmuggelgeschäft zwischen den Ver. Staaten und-Alamo betrieben wird. Die Waaren wersen auf Packeseln durch die nicht bereisten Gebirgspässe nahe der Wüstengrenze tranSportirt. ' Bewohner der Walddistriett von Glatsop und Tillamoot CountieS in Oregon melden, daß dort die großen grauen Wölfe beständig zahlreicher werden und die jungen Elenthiere vertilgen, fodaß die Thiere der fchließlichen Au4 roltung ausgesetzt sind. Eifen ist bis zur Dünn, von lj1800 eiveS Zolles ausgerollt worden. Von .dieser ungeheuren Aus debnung kann man sich einen Vegriss machen, wenn man bedenkt, daß das allerdünnste Seldenpapier lWQ einei Zolles Wißt. John Whitmsn, derMann welcher 600 Pfund mit seinen Zähne aufhebt, schob am Mittwoch Morgen an der Norkhstr. in Baltimore in Gegen' wart von etwa ZOO Menschen eine Güterwagen auf einem Seitengeleisk vorwärts, der 30,000 Pfund Gewickj hatte. ES würde die Kräfte von acht gewohnlichen Männern erfordert haben, den Frachtwagen fortzubewegen. Viele Leute glauben, daß nach großen Schlachten im Allgemeinen Regen folgt. Sie werden überrascht fein, zu hören, daß ein bedeutender wissenschastticher Schriftsteller den Beweis geliefert hat, daß von 2.20G Schlachte im Rebellionskrieg nur 158 gezählt wurden, auf welche Regen solgte, und sehr oft. waren es nur kleine Schauer. Iu den Wäldern nahe PlantSville. Conn.. fand Frau Eliiha Newell vor einigen Tagen ein Nest mit vier lungen grauen Eichhörnchen, die erst einige Tage alt waren. 1 Sie nahm die kleinen .Thiere nach Hause und gab sie ihrer Katze, der. man kurz vorher ihre' Jungen weggenommen kalte. Tie alle Kaye nahm die srem den Thierchen liebkosend auf und diese geveihen unter ihrer Pflege ganz wun der bar. ; .',,'' Die .historische Gesellschaft von , Pennsylvania" ,.hat ein werthvollei Geschenk aus der Bibliothek des verstorbenen John Bartrnm. des ersten amerikanischen BolanikerS von Ruf. erkalten. 'Die aefchenke. bockin teressante Kammlung ist immer in Be..
siy cer amitie Barlrzm gewesen und ist von William Middleton Bsrtram, e nem directen Abkömmling von John i rtram. geschenkt worden. Zwei Männer angelten kürzlich in einem Boot in Taytona, Fla. Einer d?r Männer sing an seiner Angel einen großen Fisch, den tx an seines sehr schwachen Angelruthe Nicki in die Höhe bringen konnie. Er sah sich gezwungen. den Wanderungen des Aijches mtt de n Boote zu folgen uns das dauerte von zehn Uhr Morgens b'.ö Nachmittags liiaf Uhr. wo der Fiich nahe genug der O vergliche wn. daß man thu ichleßcn Zo :n:e. Sie zogen den Fisch tovt an s User. Er wog nicht weniger als 75 Psunö. Im Polizeigericht zu Cin cinnati wurde vor em?ge Tagen ein Milchmann vor Geschworenen pro.es sirk, der angetlagt war, je ne Mitch verfälscht zu hadeu. Nach)em sich di Jury mer volle Stu.tdkn z-lr.lckgezoeu und noch kein ueenszeia,en vvil nch gegeben hakte, wuroe der Gcrichtsichreider verdrießlich; er ttet!er:e deu Querbalken der Thüre hinauf und blickte durch's Oberfenster. um zu sehen, ob die Geschworenen uoch leblen. Dieie vertrieben sich di.' Langemeile gcmüih lich heim Kartenspiel. Der Gerichtsschreibe? berichtete die Sache an den Stichler, der die Jury vorführen ließ Als er den Obmann fragie, ob sie sich über emen Wahrspruch geeinigt hfcrni, antwortete derlelbe gan; verdutzt, .,ch iveiß es nichts Die Jurq wurde fosor! entlassen. M a i n e S B a u h o l R e i ay tbum wird meistens unterlchätzt, schreib! der Southern Lumberman". Jedes Jahr werden jetzt 50,000.000 Fuß Baumstämme im Staate geschnitten, wovon etwa ein Drittel den Penobscot hinunterge'chwemmt wird, uns die Quantität des gesägten und g hobelten Bauholzes, das aus dem Staate verfandt wurde, seitdem die erste Sägemühle gebaut wurde, ist gar nicht in Zahlen an. zugeben. Alles Holz aus Maine geht meistens nach New ZZork, Philadelphia und die Häfen New Englands. Die größte Stutereifarm in Amerika befindet sich in der Nabe von Grceleq, Colo.. und gehört einem Syndikat reicher Männer des Westens. Sie besitzt 4800 Percheron-Pserde und wird mit einem Kapital von 1500,000 betrieben. Die Farm umfaßt einen Flächenraum von 8S00 Acres. Vom Auslande. Der eben in London ta gende Orientalisten' Congreß brinzt vie lerlei Vortrage und Mittheilungen von Interesse. In der Mittwrchs Schung hielt Dr. Leitner einen Vortrag über orientalische Erziehung. SanskritEr ziehung sei. so führte er aus, für die höchste Kaste in Indien und ganz den schönsten und edelsten Joealen gewis met. Im Allgemeinen lebre sie, daß derjenige den größten Anspruch auf Vollkommenheit habe, welcher die Pflicht ten und Aufgaben seiner Kaste auf das Vollkommenste erfülle. Ein Mann könnte ein Kehrer der niedrigsten Kaste sein, jedoch wenn er seinen Beruf in vollkommener Weise' ausübte, zu ein?m Kehrer in Len Tempeln der Götter auf steigen. Er könnte in einer Lehmbütte von zwei Annas im Tag leben, würoe aber, wenn pünktlich in der Erfüllung seiner Pflichten, wie untergeordnet bisse auch immer sein mözen. in der Werth schätzunq aller guten Menschen bsber stehen als der PriN'.. welcher seine Auf gaben nur unvollkommen erfüllte. Persische Erüehung babs zwar äußerlich einen feineren Anstrich, sei jedoch am ein. niedrtqereS Ideal gestellt. Sie lehre ünae abr. däß. rreun ein Mgnn, ein Gentleman sei. er dann auch Alles wäre. waZ er überbauvt nur sein und erreichen Nnne. Vor,' hervorragen r tm Jmttefff wär der Vortrag G. R. Hab ttiiurtcnZ über Z-vergracön u. Awerq cuttus. . Die Elttten eines unter vl?r Fuß sünf Zoll boben AwergvslkeS. welches einen Distrikt südlich vom Atlas zwischen Dra und der Sahara bewohne, sei der wissenschaftlich? Welt bis zu der l885abgebaltenen Sitzung der britischen Association in Barb unbekannt gewesen.' . Er habe Marokko zu dem Zwecke besucht. Nachritten über diesen '.nteressanken Menschenschlag eiimuehm, iedoch geaen die größten Schwi?' rigkeiten anzukämpfen gehabt, da die Mauren in Hinsicht auk die Zwerge sehr abergläubisch wären und sich weigerten, zu Europäern über ne zu sprechen. Tausende von Zwer. gen bewohnten den Akka'Tistrikt südlich des Atlas Gebirges, febr wenige kamen jedoch nach Norden. Die Mau. ren hätten ihnen den Namen Sidi Baraker- oder Mabronk- (unser ge segnete? Herr) beigelegt und verelren sie als Heilige, sie jedesmal auf die Schulter küssend, wenü sie an ihnen vorübergingen. Diese Verehrung datirte von Alters ber und habe in dem Glauben, daß sie Glück brächten, ihren Ursprung. Sie waren gut proportio nirt und nicht dunkelfarbiger, als die Indianer Amerikas oder m einige Fällen sogar als die gewohnlichen Svanier. Sie- besäßen große körrerliche Gewandtheit und wären die Vorfahren der südlichen MarausAkrobaten. deren Darstellungen sich auf den Denkmälern der vierten eghptischen Dnnastie abze bildet fanden. Sie ließen, sich als Akro baten gegenwärtig im Süden von Ma rokko, nie iedoch in den Seestädten sehen, wo sich Europäer au'hielt.n. Kürzlich meldeten wiener Blätter aüS Lembcrg, daß auf der Bahnstrecke Jasko.RzeSzop bei Mode romka ein Perfonen'.ug von Räubern ü!cfallen werden sollte, daß aber der Bzhnwächter Mialkowski die Vorderes tungen entdeckte, die Sieine und Holz stoße, welche zur Entgleisung berbei führen sollten, kurz vor Eintreffen des ZugeS beseitigte, und daß er dadei sei tenS der Räuber mißhzndeltworden fei. ES ft llt sich nunmehr heraus, daß die seS Attentat singirt und, die in dieier Beziehung mitgetheilten Einzelheiten vollständig erfunden waren' Die , Ge ttchtS' Commission, die sich sofort nach dem Bekanntwerden des anzeblich vor bereiteten ' BahnfrevelS .; nach Mode römka begeben har, consta.'zrte. daß die Angaben, des 'Bahnwächlers ' se!zr un wahrscheinlich seien, Tie Wunden und Verletzungen, die derselbe nach einem
Kampf mit den aus dem nahen Dickicht
bervelgeelllen Strolchen davongetragen! babe:i soll, kürsie er sich selbst zugefügt haben, um seine Darstellung des Falles
vlaunt'ler ermeinen zu tauen. Verletzungen sind durchwegs gering füciiger Naiur. Mialkowski, der sich auf iein mutmges Dazwischentrete zur Verhütung eine? Katastrophe so viel zu auie that. scheint durch die Veranstaltung dre er ganzen Geschickte auf eine Belohnung tpe-ulirt zu haben. Er wurde unrer dem Verdachte, die Behörde irre' geführt zu tiabci', verhaftet. N l Ä r g e r i n g e s Aufsehen erregt in Bresiau jogenoes Vorkommniß: Tie Breslauer Gericktszeitung" wi.l ermittelt baden, daß verschiedene Zürnten und antisemitische Pam pvle:e, welche in Breslau unter denNa weit Rlllmeifter Braschkb- jüdischen Einwohnern zuginge, von einem Amts klarer ausgegangen sind, welcher am Areslauer' Amtsgericht als Ermittelung. r.chier ihälig ist. Tie Gerichts Seimig wlll viese Ermittelung dadurch ermöglicht Hasen, daß sie eine Postkarte des Ünvekannken in Holz schneiden ließ und veröffentlichte mu der Bitte an alle, denen die Handschrift bekannt scheint, ihre Muthmaßungen über die Persön l.chkeit des Thälers mitzutheilen. Die Berliner Gerichlszettung" erhielt von dem Betreffenden umer demPseudoüym Braschk, Rittmeister untcr Anderem einen Brie', m welche. sie aufgefordert wurre, öfter über Eerichtsverhandlun gen geen Juom zu berichten, denn der Sinn re,p. der Trieb zu Verbre a?en jet bei den Jucen m ganz colossaler Wei e ausgebildet." Die Ge-rlch:s;eiiung-derichier, daß der Betreffeude vom nächsten Monat ab nach Beuihen in Overschlesien verletzt fein soll, und Ubl hervor, daß gegenüder einem Richter von solcker Boreingenom menheit cegen jirizche Angeschuldigte das Ädlehnungsuerfahren in alle Pro zenen von Juoen gerechtfertigt fei. Uiil r hm Namen Siegsriei Schlöjsig 10U derzeibe Amtsrichier Pozikarten ver' sond: haben, worauf d.e Zuschrift eines Juden fingirt und die Juden vor den Lesern der Postkarte dlosgestellt wer den sollten. Nach ein Breslauer Meb dung des Bert. Tagebl." hat der be treffende Amtsrichter beim Justtzmini sterium seine Entlassung auS dem Iu stizötenste nachgesucht, um sich der Rechlsauwalilaufbabn umwenden. Es fcheint, als ob Lord Randolch Churchill auch als Journalist und .Specla'berichrerstatter- Schlffbruch erleiden soll. Mit dürren Worten be schuldigt ihn Truth des literanfcheu Tiebstahls. Das Blatt schreibt: Schon vor einiger Zeit hieß es,, daß die Briefe Lord Randolph Churchill'S an den Daitn Graphic überhaupt nicht von Südafrika, sondern von Süd Pad diygton (einer Londoner Eisenbahn statton im Westen der Metropole) aus geschrieben werden. Da ich indeß den edlen Lord und seinen hohen moralischen. von seinem polüischen Charakter getrennte Sinn kannte, legte ich diesen Gerüchten bis zum letzten Montag kei nerlei BeSeutuuz bei. An zenem Tage entdeckte ich jedoiö, daß nahezu zwei Zpalken des letzten Briefes Seiner Lordschaft lediglich eine Ausschmückung eine? am zwanzigsten August in Truth veröffeutlichte Berichts über die Un teriuchung des Boern de Lange waren. Der Brief tragt an seiner Spitze die Bemerlung, daß er in den ganzen bri tischen Bentzungm gezen Nachdruck" geich itzl- ist. Ich dru dem Redacteur des Daily Graphic für diese liebevolle Rücksichtnahme sehr verbunden und erkläre mich, um meine Dankbarkeit zu beweisen, cern ve?eit, ihm die Beiträge aus Truth. falls er auch ferner auf die selben in gleicher Wei'e reflectirt, be deu ens unrer dem Preise zu liefern welchen er seinem zetztzeu Äitaröeite? a!)ien 'vtl. ' Der Wohlthätigkeit?. sinn des deutschen Volkes tritt in den Sckeukängen und leytwilligen Zuwen düngen für gelveinuützige Zwecke glän .zens hervor. Soweit allein daS Ressort des preußischen Kultusministeriums in Frage kommt, beläuit sich für s Jahr 189.) die Werlhhöhe dieser Widmungen es sind im Wanzen 8 auf medr als 3 j Millionen Mars; die baaren Geld'.udemungen beiragen über MMv!i'!i Mark. Interessant sind die einzelnen Posten. - Auf ' evangelische Kirche und Pfarrgemeinden kommen rund 592,000, au? laikwliscke 547,000 Ms.; auf erangeli'ch-kirckliche Anftal ten. Stiftungen. Gesellschasten 3S?,000 Mk.. auf katholisch-kirchlichs 821.000 Mark. Dtf Univermäten und ihren Instituten wurden Mit 39.79 Mk. ge widmet, den böheren Lehranstalten und rbren Stiftungen 24.1 IL, den Volks schulen ec. Ufmo Ms. Die Taub stummen- und Blindenanstalten erkies ten die anfehnlickie Summe von 170,000 Mk.. die Waisenhauser und andere Wohlibatigfeitsanstalten 344.000 Mk. Für Kunst' und wissenschlslliche Anstal' ten wurden Zuwendungen im Werthe von 81.000 Mk. gemacht. Heilanstal ten werden mit 74,000 Mk. bedacht. Ueber eine furchtbare Familientragodie. welche große Aehn lichte mit dem Schaas'scüen Morde in Berlin bat. wird aus demdentschschwei zerischen Grenzvrke Bargen in Kanton Schaffba'lsen berichtet. Ter Grenz wZchter und Zolleinnebme? Busenhard ersäioß in der Nacht zum 2. September seine drei Kinder, wovon daS älteste 8 Jukre alt in. hierauf fnne Frau, die guter Hoffnung war und schließlich sich selbst. Tie Kinder, welche angekleidet tn ibren Beuchen lagen, sind durch Revokoerkneln getvdtet; seine Frav.die wabrÄeiultch mit der grausigen That einverstanden war. wurde durch einen Schuß aus, d::n Dienltgewehr umebracht welches Bmenbard schließlich auch gegen sich selbst richte!. Busen bard wird als ein rr?entlicher pflicht treuer Beamter geschildert: , in de? letz ten Zeit sei er aber mehrere Male an getrunken im Dienst betroffen worden, in Folgedenen seine Skrattückverfetzunz in den äußeren Diener erfolgen Zollte. Die von seiner Frau bei der Direktion in Lkiafsbau'en unternommenen Schrir te, d! Straf? abzuwenden, waren rer g-blich. Das schont 'daS Moti? der Uüfelizen. That gewesen zu, sein. ' , , , 4. Auf Vorposten: August dil r'ch, Telephon 1032., . -,
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Ankunft und Adgüng der verschiedene Eifcn badnzüge im Union Tepot, Jnianavolis. Vändülia. Abgang Puftzug . . Erprek.. Expreß Accomodation Erpreß . Erpreß . ... ; 30 V m 1! 5 imfi'M 4 Nm HHTi'. Il M Um 3 30 9iin 4 13 im 10 00 $m 2 5() Vm 5 20S-BI 7 47. Rm Ankunft Expreß . . . : Erpreß . .. Accomodatiön . Erpreh Cchnellzug... . Accomadatiön Cleveland. Cinclnnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis' und Cleveland Tiviston. Abgang Expreß 30 Vm Erpreß . V 35 Vm Expreß 1 1 45 Bin Limited 6tpre 320 3irn Erpreß 4Z Nm Ankunft Erpreß 7 00 Vm Erpreß . . ' 11 10 m Lünited Expreß 11 55 Vm Expreß.... 5 00 m Expreß 10 50 31m St. Louis Dwifion. Abgang Expreß . 7 M Vm Limited Expreß IS 03 Am Expreß "20m Expreß, täglich 10 i 3hn AnZunft-Expreß täglich S Ä) 3?m Expreß 9 25 S?m Limited Expreß 2 57, Bm Expreß...".... 6 M Vm Chicago und Cmcinnati Division östlich. Abgang Schnellzug 3 57,'Pm Accomodatiön täglich .. 7 07 Vm Accomodatiön.... WMPm Postzug 3 0 Am Accomod. nur Sonntags). 5 00 3s m Accomodatiön 6 4) Nm Ankunft-Rulhville Aceomodatwn.10 3S Vm Postzug ....11 50Tm Jndplö Are. (nur Sonnt.Z.IZ 37, Accomodatiön 5 00 Nm Accomodatiön .... 10 47, ?lm Schnellzug 12 15 Am Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgana Accomodatiön ... 7 10 Pm Scbnell.Post 12 01 Nm Lasayette Accomadatiön. ... 5 15 Nm Schnellzug 1? 30 Pm AnkunftSchnellzug 3 20 Pm Lafayette Attomodation . . . W 45 m Schnellpost 2si0Sm Accsnwdation 15 9m Peoria Tivision rcestlich. Abgang Expreß 7 45 m Erpreß .12 03 31m Dänville Accomodatiön 07, Rm Erpreß... 10 52 Rm Ankunft Expreß ,i 15 P:n DanviLe Accomodatiön lo 40 Vm Expreß 2 40 31m Expreß :Z7, ?;m Peoria Division östlich. Abgana Expreß 3 l!7 Vm Accomodatiön 5 30 m Erpreß S 0? Äm Ankunft Expreß Il 4', Vm Accomodatiön v Pm Expreß !0 30 3Jrn Lake Erie und Western. Abgang Expreß . . . Expreß . 7 15 Vu: . 120 31m . 7 00 3tai Erpreß. SÄneU'Ervreß .11 10 32m Ankunft SchneU.Exxreß S 20 Vm expreß w , Erpreß 2 0 Nm Exprej 6 20 Tun Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vm ColumbuS AccomsdaUon,. . S 00 Vm Erpreß 3 M Nm Richmond Aeeomobatlo. . . 4 00 Sm Expreß.... S 30 St'm Ankunft Richmond AccomobaUon S 00 Vm Schnellzug 11 40 m Expreß...... 12 50 An Accömobarkon S 47, Nir Expreß 6 50 Nn Expreß 9 0) Nn. Chicago Tivision via Kvkomo. Abgang Expreß 1107, Vm Expreß...,.., H3r)3im Ankunft Erpreß..... 3 A) Pm Erpreß....... 3 47, Nm Louisville Division. Abgang Expreß... 3 40$rn Loüisville Accomodatiön.. . 6 00 Tm Schnellzug. 3 k3 Nm Accomodatiön 4 3)Nm Ankunft Accomodatiön 10 27, Vm Schnellzug NOOVm . AccomsdaUon 6 00 Nm Spezlal täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Indianapolis. Abgang Expreß 3 55 Tm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 T-m Expreß.... 3 00 Nm Erpreß 3 30 Nm Expreß 6 30 91m Ankunft Accomodatiön 9 15 Vm Expreß 11 15 Vm Expreß 7 45 Nm Expreß, . ....10 55 Nm Erpreß 12 35 Vm Indianapolis und Vincenncs. ' Abgana-Expreß 7 30 Vin Nncennes Aceomodakion... 4 10 i'Im Ankunft VweenneS Accomodationl 1 M ?lm Expreß.... 5 tN Nm Cincinnati, Wabash und Mich! gan. Abgang Expreß . . Expreß Expreß . . Ankunft Expreß . . Expreß Erpreß 3)Vm 11 45 6 45 Nm 11 10 Vm 5 00Nm !0 50Nm Indianapolis, Dccatur und Western. Abgang Expreß . . , ?Z0 Vm 'AccoNSdat!on 4 20 Nm Schnell.Expreß. ' ti 00 Nm Ankunft Schnell.Expreß I Z) Vm Aecomodatw ...10 10 Vm Expreß.. 4 45 Vm loüisville, New Albauy und Chicago. Abgang Expreß.. . Erpres.. ... ..... 1240 Vm "H . Mono Aceomodailon . . . . . 5 20Nm AnkilnftExpreß:.. ........... 3 25 Vm Mono Accomsdation 10 40 Vm Exres....,,., .......... 320 31m . ... 1, i$ VI :9dHM.nti' M"V im'ttm. m X 'ft. . : -'t - - . , rfMt. A. Ood N, Uwjt?&, , )(i,ii),k tt. i,.', jm mmv W , IU tl. lUt W C. Irtit-l yHi nult-L iy how t n. fnn t i I t :. n, und mit-. so, o. t ?.. im ,x f JkDDVritttJ toll i.u . ,L 'Ui II Tour tl.w MnmM ilvlt lUwuik. Ast y ., Crral f klktUt j '-"7 jw. ' rnuku i i m WTTtMnir. RAtiLT, ÜfriWLI hwn.r.t l'ALtriCLLAkifl Iül'c i.AJt Z
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XlrS fsij V-cM f ri" Z v- J fäüt'
Vestibül Zuge mit rn fehlsten Psrlor., LchnMyw nd Spttlewaqen, mit DsKrvf gelebt und mit MekrrizttÄ bekucdkt Tie schönste EiFm babuchge in der 'ctt. Die vsrzkzliche VeschÄffnchett der Oelette und de? Ms,ZS'ierie fleAZrten di ScdMllZMt bei ZrU,ttt Elchechlil ' ' Die mq kir.ic, mttt il-xt Vassaaicr nach dem Vrand VentM Bstzuhrf in Vlew Dort tMjtt und ihnen dsburch Ml den Zeit Ifitxi, Tie Einfalt i EtzirsAS rmkMcht einen Ueberblick de MchlM Avenm, BoulevÄrd u. die chSkcn BÄKenerStäd Tie Züße laufen ' in tm Emirat Wahnbof von Ein cinnati, die MHsmTdvtK von Elevelan ld,- V u f f al o ' uud Ä ld n ferner St. Louis, GeHria. " Tit lvflk in SHt6ia!'S?tli bcNndo ülitif No. 1 Ost Wafhl'.".alcn Strafe, . No. 138 Süd Illinois Straße, und dem Union Bahukitf,. woMcketö .ach -allen Theilen der Lcr. Staaten, Canada und Mexiks zu den r.udriasu Aicitcn ,u bekommen lind, und aUe gewMMeAvZrMftettMt wird. ' Oscar M ,lurMrMsdlrektör. D, B. Martin, tiens Pass. Agt., II. M. LronsOn. Hilft Een.Pass. Vgl c - ' .MlWK!JMHMM
