Indiana Tribüne, Volume 15, Number 5, Indianapolis, Marion County, 23 September 1891 — Page 2

Jndimm,. Tribüne. Erscheint ; 1C&iid nd J3t u ta 0 9.;

5ietäs!t4e,1ritßac-Icftct durch den Träger .SÖtatS per Wocke, die SonnttAsTribüric" 5 ütati per Woede. Beide zusammen IS Cent oder & CrtS perMoat. Per Post iiiacfdiiJt in VorzMbezzhlunghSVrrJaör. Office: 130 Ost VlaryZand CtraZze. Indianapolis, Ind., :Z. Ecpt'br '91. SchnkUdampstr alI Kreuzer. In der Teutschen Nautischen Zeit schritt tritt der bekannte MarineCchnftstellcr Contreadmiral a. D. Nein! ysid von Werner der Ansicht entgegen, daß die neuen Schnelldampfer, welche jetzt den PerZonenverkchr auf allen Meerm vermitteln, im Kriege gute Dienste als Kreuzer leisten könnten. .DaS Handelsschiff der Jetztzeit," sagt Admiral d, Werner, die neuesten Schnelldaulpfer eingeschlossen, kann in Krieg Szeiten nur im enteren Verband einer Flotte und hier auch nur als Transportschiff für Tmppen und Vor rathe oder als Lazarethschiff von Nutzen sein; seine Verwendung aU armirttk ! Kreuzer izt dagegen ausgeschlosse. weu ewerieitS die Bauart eines solchen Schiffes, wenn eS seinem Zweck im Friedensdieust genügen soll, die Aufiiellung schwerer Kanonen verbietet, rndererseitZ gewichtige Gründe der verchiedensten Art dagegen sprechen, vie wir weiterhin sehen werden." In früheren Zeiten wäre eZ möglich gewese?!. Kaper mit Nutzen auszunützen und zn verwenden, damals, als die Lauffahrer noch keine Schnellsegler waren, wie die seit den fünfziger Iahren gebaute Klipper, sondern plumpe, zur Aufnahme großer Lasten befähigte Fahrzeuge, welche unter den günsttgsten Windverhältnissen eine höchste GeschDin digkeit von 8 Knoten erreichten. Ta hatten die für gutes Segeln und sür ihren Zweck besonders gebauten Kaper, welche zu? Bedienung ihrer großen Takelage schon einer starken Bemannung bedurften, außerdem aber auch noch Reservemannschaften zur Besatzung der genommenen Prisen hatten, es Zeicht, ein. schlecht segelndes Handels schiff zu überholen und das schwach be nlyn?e Fahrzeug zur Uebergabe zu zÄinzen. -Und wahrend des nordam rikanifchen Secessionskrieges, Anfang der sechsziger Jahrö. wurde der Handel zur See hauptsöchlich auch noch von Segelschiffen besorgt, welche allerdings Schnellsegler waren, nun jedcch von Dampfschiffen gejagt wurden, unter fce ne die' .Alabama" das schnellste jener Zeit war. Anders liegt die Sache jetzt. Heutzutage könnten Schiffe bei Ausbruch eines Krieges in den meisten Fällen rechtzeitig gewarnt werden, i daß Segelschiffe in einem neutralen Hafen liegen bleiben würden, während Dampfschiffe, welche eine einigermaßen große Geschwindigkeit haben, eS rtskiren könnten, sich von einem Kreuzer jagen zu taffen. Außerde würde auch jeder größere Dampfer sicher in 5kr eg?zeiten bewaffnet werden und einem ihm nicht weit überlegenen Gegner Widerstand leisten. Es sei somit anzunehmen, daß frei' wMize Kreuzer nur wenig Aussicht ha' deu werden, feindliche Handeksvampser auszubringen, und daß dle 'seeztaaten daher um so leichter von einer derarti gen Verwendung ihrer Handelsdampfer absehen werden, als diese unverhältniß' mäßig hohe Unterhaltungskosten 'erfor dern, ohne zu nützen, und andererseits ihrem geutlichen, auch in Kriegszeiten autzenbringendea Beruf entzogen wer den. - Denn die schnellsten Dampfer kSnuten als Kreuzer einen vereinzelten Erfolg erzielen; diese schnellsten Dam' pfer aber, welche bei einer Dauerfahrt von nur wenigen Stunden jedem KriegsKämpfer an Schnelligkeit überlegen sind, sind eben diejenigen, welche ohne große Gefahr für ihre eigene Sicherbeit im Dienste fei Handels bleiben können. So lange als Prisenrecht gelte, müssen die Marinen es auch ausüben können, und daher besondere Schiffe dafür bauen? sie geben so nicht nur ungebeure Summen aus, fondern zerspltttern auch ibre Kräfte, da die Befatzunzea der Kreuzer den Schlachtschissen entzogen werden. Hr. fe, Werner berechnet die tköftea eines gepanzerten Kreuzers auf durchschnittlich 7,(0:,000 Mark und meiut, daß für drei Kreuzer zwei Pa zerschiffe gebaut werden könnten, während die Besatzung eine? Kreuzers für ein Schlachtschiff ausreiche, daher sei el zweifellos, daß der größere Vortheil in dem Bau von Schlachtschiffen mit gleichzeitiger Freigabe des feindlichen Hau delögute auf hoher See. sofern nicht ein Versuch von Blokadebruch vorliege, zu finden sei. So würde die moderne Technik zuwege bringen, was die Diplomatie speciell England gegenübe? bis her vergebens erstrebt habe. - Ein Schnelldampfer, der in eine., Kreuzer, verwandelt würde, müßte rno natlich an 260,000 Mark verschlingen, oder in 115 Tagen so viel, wieder Werth eiaeS genommenen Schiffes nebst einer Ladung von einer Million Mark Werth. Dabei sei noch in Betracht zu zieh?, daß der Kreuzer genommen werden und dann der Staat für seinen Werth von ei. 0,000,000 Mark aufkommen müßte. DaS Alles spräche entschieden gegen eine Verwendung von solchen Schnell, dampfern für Kriegszwecke. ine neu Spielhölle ?Die Svielmuth in Ostende scheint rni finnige Dimensionen angenommen, zu haben.' So ist ein bekannter Londoner, dessen Umsätze an einem Tage bis L00. 000 Fraucs betrugen, mit einem Geroinnsaldo von 3S0,000 Francs nach Paris , abgereist. Jetzt, haben nicht rseniger a!S drei neue Spieler im Cercle seine Erbschaft angetreten. Die Öank verlor , in den letzten paar Tagen gegen 700,000 Francs und zwar qrößtentikils, aus einem merkwüldigen '!rLk.''ckNschbem eZ sich, nämlich her, ütLkftellt hatte, daß nicht enuz Täu

ndfrancs-Cdtps ftlr d:e Spieler pot Handen waren, fiel die Ban! auf hx: Idee, sich von Paris eine Anzahl Fünf tausendfraucs-Chips kommen zu lassen. Nunmehr stieg nämlich die Einheit selbst für gewöhnliche Spieler von 1000 auf 5000 Francs und bald bedeckte sich der ganze Tisch mit den Chips der letztereu Gattung. Es ist nicht zu viel behaupt tet, wenn man sagt, Monte Carlo sei hier weit übertreffen worden, von den ersten Cercles Nizzas gar nicht zu sprechen, welche sämmtlich Fünftausend francsChipS gar nicht kennen. ' Von dem Geldspiel selbst kann man sich keine Begriff machen. Der Credit Lnonnais, welcher in Ostende eine Fi liale hat. zahlte dieser Taze 400.000 Francs an einem Nachmittag auS, natürlich an verlierende Spiel- . Andsrerseits werden Checks von bu-O oder selbst 10,000 Pfd. Sterl. hier und da von ihm verabfolgt der hZchste von einem Spieler verlangte Betrag war 14,000 Pfd. Sterl. auf London. Das Spiel beginnt Vormittags um 11 Uhr und dauert mit kurzen Unterbrechungen den ganzen Tag und die ganze Nacht hindurch. Die Gründer und Geldgeber öes Clubs sind Pariser. Die Abgabe für die Saison an die Star beträgt 300,000 Francs. Tarin sind die tleitien Spiele im Kursaal selbst nicht inbegriffen. Auch dort nrnd den ganzen Tag gespielt und der Zudrang ist enorm. Schließlich muß noch der EkanePar!ir, im Kasino mit den hohen Wetten gedacht werden, welche von Mitternacht bis sruh ö Uhr floriren. tut OroZstäNe.

Unsere drei Millionenstädte. Nelr Aork, Chicago und Philadelphia haben ein Budget, daS für so manchen selbst ständigen Staat recht anständig sein würde. Eine Zusammenstellung der in diesen drei Städten gezahlten Gehälter der oberen Beamtenklassen ist ! ganz interessant, ' da sich daraus man 1 ches Charakteristische für jede der Städte ! ergibt. New ?)ork ist zwar die größte : Stadt des Landes, aber sein Bürger ' uieister erhält nur ein Gehalt von 10,000, während Philadelphia drn seinigen Hl 2,000 zahlt, Chicago's! May?r muv sich ir.tt 57000 begnügen. Clerksgehälker ?c. schrauben die Ge sammtausgaben für die Mayors-Office noch bedeutend herauf, so daß sie in New Zjork und Philadelphia ungefähr je 23,0f0 betragen, in Chicago aber tiurtzllMO. Recht hübsche Gehälter beziehen wei ter der .CorporatiousAnwalt" in New York mit H12.000 per Jabr und sein College in Philadelphia mit 10.000. während Chicago '3000 für genügend bält. Der Urkunden Nezistrator tthält in New Aork H12.0M, in Phila delphia b W.OOO, in Chicago nur 5L00O, trotzdem dieser Beamte in der jüngsten Millionenstadt der Ver. Staaten bedeu tend mehr Arbeit zu bewältigen hat, als in den beiden alteren. Derselbe Unterschied zeigt sich in den Gehältern, welche die Sheriffs der drei Städte beziehen. Philadelphia bezahlt den semigen am besten mit H 15,000 per Jahr, New ZZork's Sheriff erhält U0,0i0, der Chicago'er nur die Hälfte, $'000, obwohl er doch auch gerade keinen Ruheposten hat. Ebenso verschieden sind die Beamten des eigentlichen Sicherheitsdienstes in den drei Städten salarirt: New Zjork hat dem Chef des Polizeidepartements den stolzen Titel Präsident gegeben, aber nur ein Ge dalt von $5000, wahrend m Philadelphia der Chef des Departements der öffentlichen Sicherheit, wie der oistcielle Titel lautet, $7,500 erhält, der .Chi cago'er General Polizei Superiuten' dent" aber ebenfalls nur $500 1. Die Gehälter der einzelnen Klassen von Polizei'Beamten find : Capitains in ?!em Sork $2,750, Philadelphia HlöOO, Chicazo$2,M; Lieutenants in Phil; delphia $1,275, Chicago $1,500; 2er geautS in New fjQxl $2,000, Philadelphia $1,360, Chicago $1,200. Der Cbef des Tetectlv-Bureaus erhält in New York $5.000, in Philadelphia $1,500. in Chicago $ 1.700 Jahresge halt. Die Stadt der Bruderliebe scheint es nicht sür nöthig zu halten, für den Sicherheitsdienst so viel auszugeben, wie die Gartenstadt, ob ihre Moralität so sehr vie! besser ist, soll aber dahinzestellt bleiben. Sehr verschieden sind die Gehälter, womit die Polizeirichter in den drei Städten für ihre Mühen entschädigt werden. New )ork hat fünfzehn fol cker Richter, die je.$8000 Gehalt beziehen, Philadelvhia 28 mit je $3000, Cdicago nur elf. von denen acht je $2000, drei nur $1500 erhalten. Chicago hat ein städtisches Territv' rium, das mehr, als doppelt so groß ist. als das New Yorker oder PhiladeT phias, dementsorechend bat die Chica goer Feuerwehr auch 2 Dampfspntzen, die New Yorker öS, Philadelphias nur 35. Dem Feuerwehr Chef zahlt Got ham mm, ebensoviel Chicago, Phi ladelphia nur $3000; die Gehälter der anderen Beamten der Feuerwehr sind in den kreiSkädten dementsprechend abgestuft. Ter Chef des Departements für öffentliche Arbeiten bezieht in Äew Aork ein Gehalt von 8000, i Philadelphia rcn $7500, in Chicago erhält der detreffende Commissär A5000; der Vor steder des Wasseramtes ist am besten in Philadelphia bezahlt mit $6000. wäh. rend er in New Z)ork und' Chicago sich mit je $3000 begnügen muß. Ein gut bezahltes Amt ist bekanntlich auch das des städtischen Comptrollers: New York zahlt dem seinigen $10.000 per Jahr, Philadelphie $8000, Chi eago 5000, aber in allen drei Städten muß dieser Beamte eine Bürgschaft von je $1.000.000 stellen. Der Clerk vcn New York County erhalt wohl das höchste Gehalt, das ein öffentlicher Bv amter, abgesehen von dem Präsidenten der VerStaaten,' bezieht, nämlich $15.000; Philadelphias .Protonotar" ist mit $10.000 auch ganz gut ab, wäh rend der Clerk von Cook Countn. we chcr zugleich die Amtsgeschäste des Gerichts Clerks zu versehen hat, .trotzdem mit $5000 zufrieden sein niuß. Die vier Co'ronerS in New Äork er halten je $5000, ihre , vier Gehilfen je ' $3000. Philadelphia hat nur einen Co.

rsner ml! 5000 Geholt, Csok 6oumy (Chicago) ebenfalls einen, det moo bezieht. Stemm werden in New Fork durch Stcnercommissäre erhoben, welche 44000 erhalten, der Präsident aber $5000; ebenso beziehen die Steuercömmissäre in Philadelphia $4000; in Chicago gehen die Steuern durch die Hände des gviniiii Schatzmeisters, der $5000 erhält. Außerdem hat Chicago eine Stadt -Schatzmeister mit H 10,000 Ge Kalt, der die städtischen Steuern entgegennimmt. Nimmt man den Gesamtbetrag der städtischen Ausgaben in unseren drei Millioneiistadien, so ergibt sich, daß zur

Drau-ig derselben in Ctncazo ca. $1.80 ... vfH4 V v. TA.W J, ' .. . . , aus ,e vunvert Dollars llaentdum er t t. ' : .vi ... t ?. . 7,,.; ccoen weroen, m vuw xorr 91.0z, !N PhklaoeZpw S1.35; troy seines rieü. gen Wachsthums hat Chicago also noch lmmer eine ntekriaere Äteuerrate. als New jort und Philadelphia ; dagegen muß der Chicago Bürger im Verhält' niß zur Höhe der Etadtschuld, welche dort H13,S45,400 beträgt, gegen $56,, 000,000 in Philadelphia und ca. 100, 000,000 in New ork, bedeutend meyr zur Tilgung derselben bezahlen, als der a rl .!.. jtv Kew Vcrker. und mehr als zweimal so ! " viel, als der Philadel hiaer. ,, M Loyengrin" in Paris. Paris. 17. Sept. Das große, viel vertagte Ereigniß, welches ganz Paris t-ii i tttt. . ..i-i

im öcn in Aioem gcqaiien, ili j brauche kleine Kmoer auf em Picnic vorüber. Die deutsche Kuust hat einen 7 Badet sie, zieht thuen, ein 9roVt,gtt Triumph gewert und der m kühles Kleine an uud fahrt nanzöttsche Janhagel it mit lernen nit nen in einctu der offenen Strai Versuchen der Ruhestörung gescheitert, jenbahnmagea irgendwohin, möglichst Allerdings hatte die Polizei in dem ia4 Stadt heraus. Opernhaus selbst und in dessen Umge. I ot atn Dingen sollten an geeignebung die größten Vorkehrungen getros- stellen in den Großstädten , Spieln Vdd herutrn silnltnitui nh llftft . V. - .w '

c I Ö 'jjiuun AU (juß uuitjuucH uu9 sjyciuwuu Mit emem Cordon, der nur für die Mit einem Billet versehenen Per'onen zu pafjireu war. Außerhalb des Cordons war eine dichte Volksmenge die Boulerardö und Kreuzungsstraßen entlang versammelt, so weit nur daS Auge reichte. Fortwährend versuchte diese Menge, die Polizeilinien zu durchbrechen und wiederholt mußte Gewalt angewendet werden, um sie zurückzutrev ben. Bis gegen 10 Uhr Abends waren nicht weniger als 400 Personen verhaf. tet und mit größter Eile in die Gefäng nisse abgeführt worden. Im. Großen und Ganzen blieben aber die Störungen nur geringfügig. Nur gegen 9 Uhr entstand an der Ecke des Boulevard des Capucines nahe dem Place de l'Opera eine größere Störung, zu deren Unter drückuüg der Polizeipräfect selbst ein schritt. Das Innere des Opernhauses selbst bot ein Bild seltener Pracht und Schönbett. Es war bis auf den letzten Platz gefüllt, namentlich in den Logen von dem auserlesensten Publikum. Punllich um 8 Uhr beg inn das Vor spiel unter lautloser Stille, welche die beben Pianisimogänge der Violinen bis in die entferntesten Winkel deutlich vernehmbar mackte. Das Publikum lauschte mit religiöser Andacht und brach ichon nach Schluß des Vorspiels m einen Sturm von Beifall aus, in dem vereinzelte Zischrufe verhallten. Tann hob sich der Vorhang. Der auS gezeich bete Wagnertenor Van Duck gab den Lohengnn, Madame Caron die Elsa, Renaus- den Telramund, DelmaS den Deutschen König Heinrich und Madame Fierens die Ortrud. Der erste Alt entschied den Erfolg deS AbendS aZS einen stetig sleigenden bis zu dem Sie besduett zwischen Lohenzrin und Elsa, welches das jianzöstjche Publikum ge cadezu in Raserei versetzte. Im Hause selbst blieb der Enthu lasmus biS zum Schlüsse der Oper, er erst um 12:37 Morgens erfolgte, ein ungetrübter. Immer wieder wurden die Träger der Hauptrollen gerufen und mit Blumen überschüttet. Der Lärm der Straße drang nicht in das Hau?, die Polizei hielt an säuernd die Menge ferne, was um so othwendiger war, als sie zuletzt in einen Pöbelhaufen ausartete, den niedrigsten und gefährlichsten Volksklasseu angehörend. Bis Mitternacht hatte sich die Zahl der Verhaftungen auf l000 gesteigert. Zumeist begnügte sich )ie Menge, & basi 'Wagner! zu brüllen, oder abwechselnd die Marseillaise und die russische Volkshymne zu singen. .Loheugrin- war ohne ernste Störung iu Paris eingezogen. Die Morgenblätter sind fast einstim miz in ihrem Lobe. , Selbst die Lan terne" erklärt die Aufführung als vollständigen Erfolg und macht der musikatischen Kraft Wagners das Compliment, saß sie die Franzosen ganz gerührt habe. Winke für die Hausfrauen. Wer gezwungen ist, den Sommer in der Stadt zuzubriNgen, kann es sich recht bequem machen, wenn er den solgenden Rath annimmt: Viel von der Hitze deS Kochofens strömt in daS HauS, indem die Küchenfee dasselbe Feuer erhält, ob es nun heiß oder kalt ist; der Ofen muß glühend sein, und dann wird über die gräßliche Hitze geklagt, aber eintheilen, ist nicht. Eine haldwegS intelligente Frau kan dies verhüten, wenn sie sich einen GaSofen anschafft oder ch einen Petroleumofen, nur muß man mit letzterem sehr vor fichtig umgehen. Sie kann Montags, wenn gewafcheu wird, einen Schinken abkochen, einen Kuchen backen, einen Braten machen u. f. w., so daß sie die ganze Woche Beeffleack, HammelScotteletts und dergleichen auf dem GaSofen kochen kann, waS rasch geht und sie nicht zwingt, lange über dem Ofen zu hau gen. Auf dem Gas oder Petroleumofen kann man auch die Bügeleisen heiß machen, wenn man einen Deckel von dem Kochofen darauf legt, auf welchen man dann die Bügeleisen stellt. Hat man die Hitze vom Ofen besei. tigtj so schließe man die Jalousien; jeoer sollte wissen, daß heiße Luft alles erhitzt, man gehe nur einmal in ein fest geschlossenes Haus, und bemerke, ' wie kühl eS einem da entzegenweht - Nicht alle' Zimmer sollen jeooch so behandelt werden, die nach dem Norden gelegene' kleinen offm' gelassen werden' die' . Schlafzimmer schließe man bis. Abends.' wo man sie öffnen kann, um frische Luft hereinzulosses

Brau ine io ferner leinst wie mogiicy das Tragen von steif gestärkten Klei' dern- und Wäsche; ein baumwollenes Kleid ist viel leichter, kühler und ange nehmer, wenn eS nicht gestärkt ist. Ein Kleid von Muslin, ohtirFntter, ist, was man im heißen Wetter tragen soll; es ist die Schwere des gefütterten Kleides, die den Körper erhitzt. Wenn es kühl wird, ist leicht ein Shawl umgeworsen. Fettige Speisen wärmen den Körper sür den ganzen Tag, man esse deshalb lieber Obst, Gemüse, Eierkuchen mit Obst, Salat und derartige leichte Speisen. Man trinke kühles Wasser, aber kein EiSrvasser, sondern lasse lieber kleine Eisstückchen im Munde zergeh?:

. . . , , . m.m ttrnHn mit. Ui10f ttmti. tk c""-Mt v tni HJiif. auck saun irun im hurch das Blut, auch Mm man sich durch f"11 ' ,f. H " 4 nttU l Puls-Aoern lausen läßt, vtel Lm irr- w - . . derung verschaffen. Doch vor allen Dingen: haltet Euch selbst im Zaum; Zorn und Haß macht ebenfalls heiß. Und die armen Kinder! da wird früh Morgens aufgestanden, sich abgehetzt, bis Alle angezogen find, um auf das Ptcrnc ooer aus eine Wassersayrt zu . . - . , . , - ommen ; b.s es Zelt r t fortzugehen, CH i.M k7. li,.. (n n . : nnu Sie uiiucu uiuct lrauii 10 rrrnu 1 det, daß die Mutter thuen .Candy" zu. jtopft, um t in guter Laune zu halten, und dann wundert man sich, daß die Kinder krank werden. Man hat sie ja , t . m" , -it- "--tIN vte nncye xmt aeoraai ! Was 1 inoer sowie moerganen jearündet iegründet werden Mit Spielplätzen md nicht Parks und Anlagerk'gemetnk, vo sich die Kleinen doch nicht herum ummeln können, sonderu leere Bau ttätze auf denen sie graben und schau rln können. Es könnte, wenn man den Vorschlag ausspinnen will, eine Art Kindergarten gestiftet werden, indem man tüchtige, ältere Frauen anstellte. Auch finden sich vielleicht wohlthätig gestimmte Menschen, die zur Erreichung die es Zweckes Geld beisteuern würden. Man hat Thierschutzvereine, warum sollte ein Verein zur Linderung der Leiden der armen kleinen Wesen, deren ganze Erholung jetzt die Straße ist, nicht zu gründen fein? Die über bürdete Mutter ist eben so froh, wenn ihre Rangen auf der Straße sind,- sie kann sich dann ganz ihrer Arbeit widmen. Was bleibt ihr auch anderes übrig, als sie vom Halse zu schaffen, es muß für ihre zahlreiche Familie gesorgt wer den und sie hat nur zwei Hände; mit diesen muß. alles gemacht werden: gewaschen, gebügelt, geputzt, gekocht, g? näht, und sehr oft die Familie halb ernährt. Wo findet sie da Zeit zur Erziehung und Beaufsichtigung derselben? So muß das Kind se nen Weg im Leben selbst finden; findet es ihn, ist es gut; wenn nicht, so ist es balt verunglückt, was weiter? Täglich liest man in den Zeitungen von solchen Unglücksfällen, wo Kinder zum Fenster herausfallen, Übersahren werden, ooex Straßenbahn wagen zu nahe kommen, und die Welt sagt .Schreckliche geht aber ruhig wei ter. Oft sagt man, wie leichtsinnig es von der Mütter ist, die Kinder allein zu lassen, und wirft noch einen Stein auf die vi?lgevlaqte, hart geschlagene Mut ter. Hier wäre ein Feld der Wohlthä tigkeit, die Kinder unter Aufsicht von erfahrenen Frauen zu bringen keine Müdch.-n,- die durch den Einfluß ihrer '1-eriönlichke't angenellt werden, sondern Per'onen. die durch Unglück und Zu r.ick etzilng Entsagen gelernt, und doch ein warmfüh?endes Herz und Liebe zu ,am:ern bewahrt haben. Solche sür d.e Sommermonate angestellt, .welche Wohlthat für die Kinder und. Mülterj - (Long Isländer.) Näuberromantlk. tleber den berüchtigten rumänische Raubmörder LiczinSky wird aus Buka xt geschrieben: Den Behörden der Dobrudicha ist eS gelungen, den ge lährlichsten Räuber Rumäniens un schädlich zu machen. Schou wiederholt war LiczinSky verhaftet gewesen, stetS aber gelang eS ihm, zu entkommen. Ueber daS Ende des RäuberS wird Folgendes berichket: Vor einigen Tagen entstand daS Gerücht, daß sich Liczinska in der Umgebung vonJsaktscha aushalte. Sofort begab sich ein Polizeicomm'issä? aus Tultjcha mit sieben Polizeiagenten i das Städtchen. Eines TageS sah ein Polizist den Räuber in die Stadt treten und erstattete Meldung. LicziySky flüchtete in den Weingarten eines Herrn Chiora, wo er den Winzer unter To deSandrohung zwang, ihm eine Win zerHütte zu öffnen, in welcher er ' sich versteckte. Inzwischen hatten die Poli' zisten dreizehn Soldaten-als Verftär kuug an sich gezogen und begegneten dem Winzer, welcher der Polizei daS Versteck anzeigte. Die Hü'te wurde umringt und Lic zinSky aufgefordert, sich zu ergeben. Dieser aber, zwei Gewehre in denHan i en erwiderte, daß er sich nicht einmal todt ergeben werde. ES entstand jetzt Mischen dem Räuber und feinen Ver folgern eir förmliches Feuergefecht, im Verlaufe dessen an vierzig Schüsse ab gegeben wurden. Ein Soldat wurde in die Brust getroffen und blieb sofort todt. AlSLiczinsk sah. daß eS keine Rettung sür ihn gab, stürzte er! aus seinem Versteck hervor, durchbrach die Reihe seiner Verfolger und lies etwa fünfzig Schritte weit, da streckte ib kia Schuß , in die Schulter zu Boden. Die Soldaten stürzten sich nun auf ihn, dennoch wahrte es eine halbe Stunde, ehe , er gefesselt werden konnte. Der Verwundetes wurde . aus das Polizei kommlssariat in Jsaktscha geführt 1 Bei seinem Verhör weigerte sich der Rau der, seine Genossen zu nennen. Er behauptete, des SommerS in den WSl dern, im Winter in den Hürden von Sulina gelebt zu haben. . Von Zeit zu Zeit , kam er nach Breila, wo er Proviant unh Mun tio, einkaufte.- ' Man fand' bei. Liczinikv welcher mehrfache Morde ündl undlige Raubthaten ver übt hat, blos 300 Franks. Sönnabend starb LiczmSku in Folge seiner Ver-

wundung. Oer Kriegsminister Lahor' Vary ließ sich durch den Draht die Na men jener Soldaten melden, welche an

der Verhaftung des Räubers Theil hatten, um ihnen Prämien zuzuweisen. . Vom Anlande. Ein Farmer von Wilkiv Countn, Minn., soll, wie berichtet wird. V000 Bushel Weizen'von 200 Acies ousgedroschen haben. E i n e m F a r m e r in der Näh, von Cis.o. Cal. wurden vor einigen NSchtrn sechzig Schafe durch zwei BergLöwen getöstet. Joseph C. Chinn, dei älteste Mann in Lermgton, Ky., isz kürzlich im Alter von 107 Jahren ge storb.'N. Seine Frau, die vor eine! Jahre starb, balte das Alker von lOi Jahren erreich?. Sie hatten sich ersi vor etwa zehn Jahren recyeirathct. In Port A n g e l 0 s w u r d , im letzten Bmicx eine Bank um $2,200 beraubt. Eni Mann, welcher als Janitor in der Bank sun.zirte. gestand spa ter den Ra::b ein, wurde aber als J?r finniger in die Anstalt zu Siellacom gefch ckt. In der letzten Woche wurde er als geheilt entlassen und jetzt leugnet er, jemals ein Geständniß abgelegt zu haben. Die . Atlantic Constitu tion- meldet, daß der Alachua See. ein Gewässer von ungembr zehn bis fünfzehn Meilen in Länge und in der Nähe von Gainttville, beinahe ausgetrocknet ist und Tau 'ende von todten Fischen und viele Alligators an seinen Ufern zu finden sind. DieS ist. das zweite Mal seit 1832, daß der See ausgetrocknet ist. Es muß jedenfalls ein unterrdi scher Abzugs kanal vorhanden sein, durch welchen das Wasser abstiegt. In New York lebt ein Knabe von zehn Jahren, dessen Vater l mgst über die die sechzig Jahre hinaus ist und dessen Großvater bei Braddocks Niederlage zugegen war, in welcher Schlacht sich George Washington zuerst auszeichnete. Der Großvater war pur ein Kuabe von 14 Jahren, aber stark und groß sür sein Älter, als er die Commission des Kö ngs erhielt und in die bunte Soldatenjacke gesteckt wurde. Später bekleidete er einen Hohen Rang in der RevolutionS-Armee und starb im hohen Alter von U3 Jahren. In seinem vorgerückten Alter heirathete er seine zweite Frau uns hinterließ einen minderjährigen Sohn, der sich erst im späten Lebensalter verheirat dete. Wenn die zehn Lebensjahre des kleinen Linaben zum Altec seines Vaters gezahlt werden, so umfassen die drei Generatio aen dieser Familie eine Spanne Zeit von 200 Jahren in der Geschichte dieses Landes und der Knabe wird im Älter 30 72 Jahren im Stande sein, zu saz?n: Mein Großvater kämpfte mit tio und heule vor 203 Jahren an , 1 3 ite Washingtons.80m luiave. Ueber das Unwetter, von welchem in der Nacht vom 30. zum 31. August fast ganz Oberitalien heim gesucht wurde, wird uns von einem Augenzeugen, der sich um diese Zeit in Bergamo aushielt, unter dem X. Sep' tember n. A. berichtet: Ein so grauenhafteS Bild der Verwüstung, wie es sich mir beute bei einem Gange durch die Straßen von, Bergamo bot, hätte ich nicht sür möglich gehalten. Mir stehen noch lebhaft die traurigen. Wirkungen der Überschwemmungen vor. Äugen, durch welche vor einigen Jakren ganze Dörfer in Ostvreuizen und den Rbein landen vom Erdboden weqgefe,t, blühende Gegenden verheert und solide gebaute Wohnhäuser in Trümmerbau sen verwandelt wurden, aber das AlleS reicht nicht ent'ernt hiusn an die Verwüstungen, welche hier durch den Hagelsturm einer einzigen Nacht Uvvorgerufen worden sind. Sämmtliche Straßen der Stadt gleichen reißenden Flüssen, von den Häusern der schönen Via Prato" ist nicht mehr viel zu sehen, die meisten sind zusammene stürzt, in den wenigen, noch erhal ten gebliebenen, sind die Grundmauern geborsten, und' das Wasser steht einen Meter hoch in den Wohnzimmern. Auf der Vm Masone wurden ganze Jaaden, Dächer und Gartenmauern von dem Sturme buchstäblich wezgewaschen und fortgetragen, und wenn man jetzt durch die Straße geht, kann man' bequem bis in die hintersten Ge mächer blicken, da von den Vorder wänden der Häuser keine Spur mehr vorhanden ist. Alle Schaden, die tn Prwathäusern und öffentlichen Gebäu den angerichtet wurden, lassen sich gar nicht einmal aufzählen und beschreiben. In gleich schrecklicher Weise hat daS Unwetter in der Provinz und in anderen Gegenden Oberitaliens gewüthet. Leider sind an verschiedenen Orten dem Hagelsturm auch Menschenleben zum Opfer gefallen. In Venedig wurden durch den Hagel, der in Stücken, groß wie eine Wallnuß oder ein Hühnerei, vom Himmel fiel, sämmtliche Fenster scheiden beS königlichen ' Palastes zer. irümmert. Die Wellen auf dem Canal Grande und die sonst trübe sickernden Fluthen der Lagunen gingen so hoch wie die Meereswogen. Mehrere Last' kähne, die mit Waaren beladen waren, sind gesunken und die Schiffer erlitten durch die Hagelstücke schwere Verletzungen. , ' -r Nikolai von Sawin e, der frühere russische Cornet, der als Ah? teurer und Hochstapler in fast, sammt lichen Hauptstädten Europas geweilt hat und wegen. Betrügereien wiederholt verhaftet und' wiederholt in verwegen fter Weise geflüchtet ist, befindet sich seit zwei Jahren . in Moskau in Unker. fuchungshaft. Sein Prozeß wird dort im November zur Verhandlung getan gen, und zwar, auf Verfügung des Iu. stizministerS, bei geschlossenen Thüren. DaS Untersuchungsmaterial' : hat der .Untersuchung s richte? für besonders' wichtige Angelegenheiten- in vierzebn gedruckten Bänden zusammengesullt. Die unfreiwillige Muße. bat Nikolai von!Säwine Zzur Niederschrift .seiner Memoiren benützt, die eine Fülle span nender Erzählungen seiner ZZei Sie besabenteueVerhästüngenFFlüchtoer sucke zc darbieten sollen. Seine Flücht vom Eisenbahnwagen aüS, als er durch berliner Transporteure an die russische

Grenze Tej Au-lieferung gebracht werden Zollte, ist ja noch m'guter Erin nerung. Man weiß, wie lange er sich tasn noch den Nachstellungen der Po lizei zu entziehen gewußt hat, bis man seiner endlich durch einen Zufall in der Schweiz habbaft wurde. Ein Brief, den er an seine in Berlin zurückgebllebene Geliebte, eine aus Warschau durch gebrannte Bankiersgattin, gerichtet hatte, und von dem em unserbranntes Stückchen im Oien des Zimmers seiner Geliebten vorgefunden wurde, leitete auf seine Spur und hatte auch tbatiächlich die Verhaftung deS Hochstaplers zur Folge. Die Memoiren des moderncn Casanova dürften nach diesen Proden wlls sie die russische Censur vas siren sollten recht imeressan te Seiten en:hl!teu. E in noch unaufgeklärter Vorgang bildet in Ostflandern, wie

aus Brüssel berichtet wird, daS Tagesg? sprach. In Aeltre im Bezirk Gent kamen am Vormittag deS 29. August süiifzebn Seminaristen des JesnitenSeminars in einem Wagen vorgefahren und begaben sich nach dem zwischen Aeltre un) Bellem gelegenen See Kranepsel. Sie nahmen ein Boot, ruderten nach einer in diesem See gelegenen Insel hinüber und verlebten da selbst den Nachmittag. Gegen 6 Uhr Abends erschienen sie bei dem Pfarrer in Beuem und erklärten ihm in trockenster Weise, daß zwei Seminaristen er trunken seien und ibre Leichname auf der Insel lägen, und fuhren in der Richtung nach Gent zu ab. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Nachricht in Bellem, Aeltie und Gent. Die Po-. lizei. über die befremdliche Haltung der Seminaristen nicht wenig beunruhigt, begab iich nach oer Jnfel und fand die beiden Leichen aus dem Rasen liegend; sie ikigtcn keine Spmen einer Gemaltthat. Tie beiden Jeiuitenschüler waren zman ig und fünfundzwanzig Jahre alt. Infolge der Seltsamkeit des Vorganges hat oie Genier Sraatsanmaltfchast eine Untersuchung eingeleitet., Die Menge werthvoller Substan;ett, welcbe täglich, in Staub venvaildelk, für immer der Technik ent zogen wird, ist eme ungeheure. Wir haben diesem Gegenstände schon einmal eine kurze Betrachiung gewidmet. Einen neueren irnereffanteu Beleg hierzu bilden einige von oer belgischen Regierung angestellte Versuche. Hiernach verlier? 75W Meter Schienenzeleise inner dem Einfluß jedes darüber hinrollenden Ciienbabn',ugeZ unter normalen Be tr:ebs Verhältnissen ca. 1 Kilogramm Cifen resp. Stahl. Nimmt man was sehr niedrig gegriffen sein dürfte an. daß auf den Eisenbahnen je durch chuitt lich 10 Züge in 24 Stunden cursiren, so ergibt sich für die gejamm ten Schienen aller Eisenbahnen auf der Erde von 450,000 Kilometer Länge ein täglicher Verlust von 00,000 Kilogrcmm Eisen und Siahl. Tiefe riesige Quantität erscheint als vollkommen bedeutungslos, wenn man andererseits erwägt, daß die 18 Milliarden Kilo Schienen auf diese Weise erst in nahe 1000 Jahren aufgerieben sein würden. Der Dichter und Ge lehrte Ludwig Pstn, der erst kürzlich in voller körperlicher und geistiger Rüstig keit seinen siebenzigften Geburtstag ge feiert hat, ist. wie aus Stuttgart ge ichrieben wird, von einem bedauerlichen Unrau betroffen worden. Ter greise Tichler wurde auf der Straße von einem Hunde angefallen und derart in sie Wanzö gebissen, daß die Wunde zugenam werken mußte. Der Hund Vuroe zur Beorachtunz in die Stuttzai ter tdierär tlicde Hochschule gebracht. Ziau wird hoffentlich rasch wieder her-tte-h iein. Die Pariser Jury hat wieder ihre unbegreisliche Nachsicht gegenüber Ehegatten bewiesen, welche die Untreue mit dem Revolver be strafen. Diesmal war es der Mann, vem diese Nacksicht zu Statten kam. Es war ein Civilingenieur Namens Vartöelemy Robert, der heute 23 Jahre zählt. Er hatte vor zwei Iah ren ein junges Mädchen geheirathet, das sich fckon bald nach der Hochzeit als so schlechte Hausfrau erwies, daß Robert, um dem Ruin zu entgehen, nach Amerika auswanderte. Er saus in New Orleans sein Auskommen und schickte seiner Frau 500 Franken nach Varis, damit sie ihm dahin folge. Diese hatte sich unterdessen einem lüder lichen Lebenswandel ergeben, trat in der Provinz als Tingeltangelsängerin auf und lebte von den Geschenken ihrer Liebhaber, deren erster ein ehemaliger College und Freund ihres Gatten war. Die fünfhundert Franken ihres ManneS ließ sie drau'gehen, ohne aun nur ihre Empfimz anzuzeigen. Robert reiste hierauf nach Paris, land nach langem Suchen seine Frau wieder und bot ihr an, obschon ihm ihre Aufführung nickt ganz unbekannt geblieben war. wieder mit ihr zusammen zu leben. Die Frau weigerte sich hohnisch. Ntln kaufte Robert einen . Revolver, lauerte seiner Frau auf dem Boulerard Sai t Michel auf und als er sie in Beglcitu ig zweier Herren, von denen e ner jener ebemalige Freund war, lustig lcchend einh:rz!eheu fah. fchok er ihr ei, e Kugel derart in die Schläfe, daß sie ofort todt zulam menbrach. Nach der That sin, Robert Y:n Gedanken an seine Mutter 'zu w wie an. In T ans, wie in New O .leans geniß Robert den Ruf eines t enstrengen. arbeitsamen Mannes und die Zeugnisse trugen offenbar viel dazu bei. ihm hie Geschworenen günstig zu stimmen. Seme , Landsleute in New Orleans hatten sogar eine, eigene Bitt schrift für seine 'Freisprechung ein szndt. Es bleibt aber immerhin ein star'es Stück, daß das Gericht in einem Falle,, wo die Ebeicheidunz ohne die mindeste Schwierigkeit zu erlangen ge welen wart, da keine Kinder vorbanden waren un) der üble Lebenswandel der Dame notorisch war, den Gebrauch des Revolvers aebilligt hat, zumal Robert die voi sätzliche Tödtiing. die er an'angs geleugnet hatte, schließlich hatte zugeben müsscn. ' ' 4. Auf Vorposten: August (5rl 'Telephon 1032. ' : Miichö's i ci arr entä b cn .. Bctinbc t; in No. 109 Ost Washington Str.

ENenbähN' Tabelle

Ankunft mid Abgang der verschiedenen Eisen babnzüge im Unicn Tepct, Indianapolis. Vandalia. Abgang Poftzug 7 30 11 50 100 l ) 7 0i) 11 00 3 30 4 15 10 00 2 50 5 20 7 45 Vm Vui 3iffl Nm m Äin 3hn ?M ein m Nm cpwB ..-.. Erpreß Accornodation Expreß krpres . . Ankunft Erpttb - Expreß Accomodation... Erpreß Schnellzug Accomadation Cleveland, Cincinnati, Chicago und St Louis. . Indianapolis und Cleveland Tlrisien. Abgang Ervreß 30 Tm Expreß S 35 Vm Expreß 1 1 43 1 Limited Expreß 3 20 9ön Expreß üföyim Ankunft Erpreß 7 00 Vm Expreß 11 10 m Limited Erpreß II 55 Bm Expreß 5 00 Nm Expreß 10 50 Nm St. Louis Division. Abgang Erpreß . 7 30Tm Limited Expreß. 12 03 Nrn Expreß . . . . 5 20 9;ni Expreß, täglich 10 Ä Nm Ankunft Expreß täglich 3-20 Vm Erpreß 9 Pm Llmited Expreß S55Pm Expreß 20 Wm Chicago und Cincinnati Division östlich Abgang Schnellzug 3 55 Vm Accomodation täglich 7 05 Sin Accomodation 10 55 Bm Pofttug..... ........ 3WNm Accomod. (nur Sonntags). 5 00Nm Accomodation 6 45Nm Ankunft- Rushville Accomodation. 10 35 m Postzug 11 5Qm Jnd'pls Acc. snur Sonnt.).12 35 Rm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 Nm Schnellzug 12 15 Nm, Chicago und Cincinnati Tivifien wcftkich. Abgang Accomodation Scönell.Post Lafayette Äccomadation. . Schnellzug Ankunft Schnellzua . 710Vm . l 1 Nm . 5lS?!m .12 30Vm . 3 20 Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost. S 50 Nm Accomodatwn i 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß 12 03 Nm Tanville Accomodaiion 5 05 Am Expreß 10 5Z Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danvme Accomooanon. ... 10 40 Vm Erpreß.... . . t . 2 40 Nm 6 35 Nm Expreß . . Peoria Tivision östlich, Wgana Erpreß Accomodation... Expreß 3 35Vm 5 30 Vm 3 05 Nck Ankunft Expreß 11 45 Pm Accomodation 9 00 Vm Expreß.. 10 30 Am - Lake Srie und Western. Abgang Expreß 7 15 Vm Expreß.. 120 Erpreß 7 00Nm Schnell.Erpreß 11 10 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 20 Wm Erpreß... 10 30Vm Expreß 150 Nm Expreß 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Jndianapolit Division. Mgana Expreß 4 45 Vm ColumbuS Ateomodatlon.. . 9 00 Vm Erpreß 3 00Nm Richmond Accomodatwn. . . 4 00 Nm Expreß 5 30Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzug.'. N 40 Vm Erpreß.. .... 12 50 Nm Accomodation 3 45Nm Exxreß 50Nm Expreß 9 00 Nm Chicago Tivisisn via Kokomo. Abgang Expreß 11 05 m Expreß 11 30 Nm Ankunft Exvnß 3 30Vm Expreß....'. .... 3 45Nm Louisville Division. Abgang Expreß 3 40Vm Louisville Accomsdation.. . 8 00Vm Schnellzug 3 55Nm Accomodation. 4 3Nrn Ankunft Accomodation 10 25 5m Schnellzug 11 0 Vm Accomodation 6 00 Nm Spezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Indlanspolis. Abgang Erpreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Bm Erpreß 300Nm Expreß 330Nm Expreß....- 6 30 91m Anwnft Accomodation. 9 t5Vm Expreß . , 11 15 Tm Expreß 7 45 Rm Expreß 10 55 Nm Ezprep . . . 12 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Erpreß . 7 30Vm BincenneS Accomodation.. . 4 10 Nm Ankunft Vmcennes Aceomodationll M Am Erpreß. 7.. 505Nm Cincinnati, Wabash und Michigan. Abgang Exvreß 6 30 m Expreß 1145 Vm Expreß 6 45Nni Ankunft-Expreß 11 10 Vm - Expreß.', . S OONm Expreß 10 SO Nm Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Expreß . vtepnmn'hrtt'u 8 30Vrn Aceomodatiou 4A0Nm Schnell. Ervnß llttZNm Ankunft SchnellExpreß 3 30Vm Accomodation 10 10 Vm Expreß 4 45 Vm Louisville, New , Albany und Chicago. Abgang Expreß 1240 Vm Expreß.. II 35 Vm Monon Accomodation ... . ' 5 20 Nm Ankunft Expreß . . ." . ... ? 3 25 Vm Monon Accomodation 10 40 Vm Expreß.. 3 20N . stur U b.Hi mU Vf Mi K Cudwin.l rjf,N.V, w mtUwitr fm ttmf ul Utk M Biurk. Iwt c tncli 7-Uulcljr wr til 0 1 t.r u tk twt, ixi kvlt 0 (. om. hjth TI.W. ü ,1 UT 4 ins ! vuw itnu-.ta mmu Ü. rark. li im UKiV . tmtr a. 1H ru mhuwm mt L.w . ! "Tf wotW W atw r, naUblur rrthü.. EILT, HfKWaa wuwt. I. k TKyUMM Hdt. et nuvtä ., vmuji uSi

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