Indiana Tribüne, Volume 15, Number 3, Indianapolis, Marion County, 21 September 1891 — Page 2
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Erscheint Tilgt ich und 3 cn n t u g s. t it läAÜche Tribüne- koster durch lat Trüger jiJ(Ht4 per JÖosixr, die Sonnratts Tribüne- d Seat perWochc. Blde jufaiaaicn I3(fciit5 der ,? per Monat., Per Post zügeschickl in BoraAieKahlns 4? per Jahr. Office : 1 30 Ost Marylaud gitäfc Indianapolis, Ind.. -21. Sept'br '91. SU vetretdeversorguns Teutsch' landS. Au? Südwestdeutschland wird den .Berl. Tazebl." geschrieben: .Einen großen Triumph glauben neuerdinzZ agrarische Blätter mit dem Satze ausspielen zu können: Deutsch land muß mit feinem Getreidebedurfniß vom Ausland unabhängig gemacht wer-den.-An und für sich liegt hierm etwas Wahres, denn wir sind noch nicht der reine Industriestaat geworden, welcher daraus verzichten könnte, die zur Volks ernährung nöthigen Getreidemengen, wenigstens .zum überwiegenden Theil, auf eigenem Boden zu erzeugen. So lange etwa Dreiviertel der gefammten Bevölkerung sich der Hauptsache nach von der Landwirthschaft ernähren, ist eS gewiß kein gutes Zeichen, wenn ein russisches Rozgenausfuhrverbot, ein etwa sich bildender nmerikanischer 23 zeneorner oder sonstige Maßregeln und Handlungen des Auslandes die deutsche Bolksernährun in gefahrbringendem Maße beeinflussen können. Die bloße Besorgniß vor eine? solchen Eventualität ist vom vcdel, und man muß den Gründen derselben genau nachforschen. Ter wah Grund dieser Uebel liegt nach unserer Ueberzeugung, in der Thatsache, daß Deutschland auf seinem Boden lange nicht so viel Getreide pro ducirt, wie es bei kräftigem Betrieb der Landwirthsckast bis zum Kleinbauer herab geschehen könnte. Und die Ur. fache diese? Mankos ist die Hilftosigkeit, die Armuth des größten Theiles unse reS Bauernstandes, welcher weder die Mittel, noch die Energie befitzt, um seinem Boden die hochmöglichsten ErtrLgniffe abzugewinnen. Von vorn, herein sei bemerkt, daß die Kraft unserer Landwirthschaft noch auf lange Zeit hinaus, vielleicht für immer, in dem Getreide und Futterertrag liegen wird; der wohlfeile Rath, daß man immer mehr sich auf die Kultur von sogenannich Handelsgewächsen werfen und den Getreidebau verringern solle, bedarf vor halbwegs Sachkundigen keine Beleuchtunz; er gehört zu den vielen höh. len Phrasm. die auf volkSwirthschafttichem Gebiete austauchen und verschwinden. Ohne allen Zweikel tt wen ans der größte Theil des kandwirthschaftlichen BodenS in Deutschland im Besitz des Mittel- und Kleinbauernstandes. In einer und derselben Gegend nun kann man fast überall die Beobachtung nrn chen. daß bei gleichem Klima, wesentlich gleichem Boden und sonstigen durch die Natur bestimmten Verhältnissen der rationelle und capitalkräftige Land Wirth, der eine Fläche von etwa 50 Morgen bebaut, aus dieser einen weit höheren Ertrag pro Morgen an Ge treibe und Futterinengen zieht, als der Slnnbauer. Dieser ist im Durchschnitt beute weit schlimmer daran, als der Fabrikarbeiter; seine Existenz ist klag lich und er hat in den meisten Fällen weder die nöthige physische und morali sche Srast zu einer intensiven Be wirthschaftunz seiner Äecker, noch das nothwendige Betriebscapitak, noch auch die Intelligenz. Er ist Zeit seines 2e benS ein geplagtes Lastlhier gewesen. daS, dürftig und unzureichend ernährt, mit den zunehmenden Jahren immer steifer und steifte wird und sich immer langsamer bewegt. ES gibt keine einzige Klasse der Be völkerung, auf welcher so viel Lasten ruhen und für welche so wenig geschieht, wie bei uns sür den Kleinbauer. Er hat im Wesentlichen den dreijährigen Militärdienst zu tragen, nicht die stadtische Bevölkerung, nicht (der Zahl nach) der Industriearbeiter, am aller wenigsten der Großgrundbesitz. Die wenn auch noch so bescheidenen Z schasse, welche der Bauer seinem in der Kaserne befindlichen Sohne, dessen Ar beitSkraft der heimischen Schölle verloren geht, drei Jahre lang leisten muß, drücken ihn um so schwerer, da er inzwischen zur Bebauung seine? Felves entweder fast unerschwingliche Löhne für Arbeitshilfe zahlen muß oder was in den meisten Fällen geschieht seinen Boden nur schlecht bewirthschaften kann. Dann kommen die Staats', Gemeinde und Kirchensteuern. Wenn ein Bauer, der aus seinen zwanzig bis dreißig Morgen Feld nach Abzug der Hypothe. kenzinsen und der Bewirthschastungs' kosten kaum so viel mit seiner Arbeit erzielt, wie ein noch nicht einmal gut bezahlter Industriearbeiter. Maurer-, Zimmergeselle ic.. dennoch jahrlich zwi. schen v und 100 Mark Steuern cn Staat und Gemeinde zahlen muß dies ist nachweisbar sehr häufig in Südwest dentschland der Fall so liegt die schrei ende Ungerechtigkeit eines solchen Besteuerungssustems, das noch von den französischen Physiokraten des vorigen Jahrhunderts herrührt. Jedem vor Augen. Der Wildschaden ist in -sehr vielen Segenden Deutschlands, selbst in den gesegnetsten, noch eine wahre Landplage für den Bauer. Die folgende Notiz, welche kürzlich die Franks. Zeitung" aus Wippra (Regierungsbezirk Merse bura) brachte, ließe sich leicht durch zahl reiche ähnliche Beispiele aus Süddeutschland ergänzen: .In welchem Maße hier und in der Umgegend die Wildschrseine Hausen, geht daraus hervor, daß ganze Kartoffeläcker verwüstet wer den. Einem Einwohner waren 350 Stöcke eus der Erde gewühlt worden. Nach Abschätzung M Schadens wurden dem Manne vier Mark ausbk' zahlt! Wir kennen ein im hessischen Maintiil gelegen Dork mit einer Gemar fuaa. von fast 3000 Morgen, daS durch
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Drei Jagdbestandec. die ersten beiden ! im den anqreazenden Va!dunqen. der i dritte Pachter Ut Jeldjagd, mästen da ihr Wi!d auf Soffen des Bauern, der in den seltensten Sllettauck, nur anttäkernd i zureichenden Ersatz für Wlldichaden er hält. Kürzlich sind die Bauern dahin ter stekommen, daß einer der Jagdbe stände? einem Ortsbewohner, der zugleich berufener Wildschadens Tarator war, jährlich eine fixe Summe für Wild schadensanfprüch? zahlte, aus welcher er die Geschädigten befriedigen mußte. mann des Jagdbeftänders in die Tasche. ! - - - - - i ißflAhfrn fe rse tSinndiiuna obae diar t. läßt es der IaadpSchker in jedem ein i zelnen Falle darauf ankommen, ob der Bauer sich mit einer Bagatelle beqnü gen oder den weitläufigen, kostjpieligea und unsicheren Weg der gerichtlichen Klage betreten will. In der Regel thüt er das erstere. Rücksichtslos werden von dem Bauer die fälligen Hnpothekzinjen eingetrieben und ihm höchst selten eine Frist gewährt, wenn, wie im ahre l&H, die Ernte zeit um vier Wochen später als sonst sallt. Pfändung und hche Kosten sind die Folgen; der Bauer muß an .Oid nung" in der Leistung seiner Pslicht?n gewöhnt werden, auch wenn- Mutrer Ratur ihm gegenüber oon der nung- abweicht. Wahrend dem Industriearbeiter für die Verlautbarung seiner Schmerzen und ost über das vernünftige Maß hin aus gcvcnoKi junjuje wutiw o; Zsorgane zur Versüzung stehen, m w n.-.fj. .-t n.: .1 tungs dies bei dem Bauer fast gar nicht der . Fall. UllJ UWUil VOM HUUlUWll JlfUil. - rrt t M . l . . . m unetTaä,; mUJ ult et ng - fT ,'.! ' yi inl ,, l- nnttM 5 in tnt i 'mn utiv viiibiuv vvk jwn i. unden in der Dor'kneipe. Für ihn werden nicht, wie für den Industriearbeiter, fortwährend neue Staats und Weltsysteme erfunden, aus denen immerhin der Niederschlag einer verbesserten Gesetzgebung oder höh! Löhne abfällt der Bauer ist und bleibt Lastthier, an den nur bei den Wahlen von großen Herren .Bauerndriese" geschrieben werden. Und am dieser Beoölkerungs'lasse. auf ihrer Kraft. Tüchtigkeit und Euer gie ruht vorzugsweise die Getreideproduction Deutschlands! Wie würden die Zustände in der Industrie sein, wenn dort das Verhältniß ein ähnliches wäre! Glaubt man, daß Weüm. Rog' gen, Gerste zc. von selbst wachsen und Eftra rn.a Hft?s,i .. -1 i MlfMAtlMI V iX 1 ttm MMff AM Hebung des Bauernstandes, nicht durch hohe Schutzzölle für Grovgrundbentzkr wird man Deutschlands Getreidever' soraung vom Aus and unabhängig ma-' 6 nnn? V 'V"j a . cn gnm Die Heere Europas. . - T . . , Bei den zetzt wieder kriegeri,ch lau tenden europäischen Nachrichten ist es interessant, einen Blick auf die Heere, die sich eventuell gegenüberstehen werden, zu werfen, und einen Vergleich ihrer nummerischen Stärke anzustellen. Major von Trolitsch sagt darüber im begleitenden Texte der kürzlich erschie nenen sranzö fischen Dislocations karte etwa das Folgende: Die fünf Militärgroßmächte Deutschland, Oesterre ch - Ungarn, Jta-! lien, Rußland und Frankreich ver-; fügen schon im Friedens Verhältniß über eine Truppenzahl von 2,:J70,üu Mann. Hiervon entfallen auf die Mächte des Dreibundes l, 070,000. aus Rußland und Frankreich 1,300,000 Mann. Wenn man nun annimmt, daß die genannten Mächte ihre Truppenstärke durch Einberufen der Reserven, Landwehren. Territorial'Truppen etc. im Kriegsfalle ungefähr auf das fünffache der Friedens Präsenz bringen können, so würde der Ausbruch eines Krieges zwischen diesen Machten nahezu zwölf Millionen Streiter unter die Waffen bringen. Von diesen zwölf Millionen würden die Staaten des Dreibundes, Deutschland, Oesterreich . Ungarn und Italien etwa 5 Millionen, Rußland und Frankreich aber LZ Millionen stellen. Von der Gesammt Truppenmacht müssen je nach der Organisation und anderen Verhältnissen etwa 00 bis 70 Procent auf die activ im Felde operirenden Armeen, der Rest auf die Be fatzungZ, und Ersatztruppen kommen. Wenn nun auch die numerische Ueber' legenheit der Armeen Rußlands und Frankreichs über die des Dreibundes an und für sich kein stichhaltiger Grund für Beunruhigung ist, da die Ueberle genheit und der Erfolg im Ernstfälle weit mehr von ganz anderen, wichtigen Factoren abhängen. als von der größeren Truppenzabl, fo ist doch soviel klar, daß, solange Rußland und Frankreich in der äußersten Anspannung ihrer Wehrkraft beharren, die übrigen Mächte an eine Verminderung der ihrigen nicht" denken können, sondern genöthigt sind, sie bei vollem Bestände zu erhalten, und sie nach Kräften zu vervollkomm ncn. - Wie weit die Franzosen ihre Wehrkraft schon im Frieden angespannt ha ben, geht aus dem Umstände hervor, daß obgleich die Einwohnerzahl FrankreichS um etwa neun Millionen gerin ger ist. als die Deutschlands, die FriedenSstarke feines Heeres doch um etwa 70.000 Mann höher ist, als die des völkerreicheren Deutschlands. Hiermit im Einklänge steht eine weit größere Rekrukeneinstellung in Frankreich, welche bei geringerer BevölkerungSzahl und der in Frankreich herrschenden geringe rer Tauglichkeit zum Militärdienst, nur durch principielle Beseitigung aller Be frei un gen und durch daS allerdings sehr bedenkliche Mittel der Herabsetzung der in Betreff Größe und körperlicher Be. fchaffenheit der Rekruten zu stellenden Ansprüche, erreicht werden kann. Die TislocirungSkarte zeigt die jetzt von den Trupvenkhellen der Machte . em c t"i emgenommenen Stellungen und eS izt aiiI K ifiv I n ih. Ka!V StA aus ihr sehr letcht zu erfthen, daß die stärksten Truppenanhausungen in den an Deutschland , anstoßenden Grenzze dieten zu finden sind. , LuS den oben angetührten, , , von
Ein Drittel von dieser Avers,onal' ranxn ummi, i summe kam an die Bauern, die übn den letzten Zähren in der iecftni! Ux nen :ti drittel steckte n OttttMutn Äertllaunqsnnttel gemacht wurden. ;
vtottzen ' derosr. daß die Wehrkraft all. aller Mntueu rvmeuus nenn! ste angenrenai w, )o oan wqj nur eine err innH8uiig uumvzuo, - HP. ,onvern aucy vas AUfreazlttyal ten der leötqen Verhältnme kaum lange durchzuführen ist. Schon aus j diesem Grunde dar: man annehmen, i daß der Frieden nicht lange mehr aus- ! recht erhalten werden kann. 5Zommt es aber zum Kriege, dann wid bei den j ungeheueren Massen der zur Verwen- ! düng kommenden Truppen und den wahrscheinlich nur ein kurzer, aber ent- j 4 M. f . j l f.l.ll. A k'X J L k k . m.Um I mirnuci Uittv, AU wurii sein. '.'luö der (?ngklsstadt. Paul Lindau besuchte im Jahre 183 Z oie Stadt Los Angeles in Calisornien. Sie hatte damals noch einen durchaus spanischen Charakter und zählte 17,000 Einwohner Jetzt ii Lindau wieder dort gewesen und schreibt nun: Die Stadt ist nicht wiederzuerken veu. Etwas Neues. Wildfremdes, aus dem das Eharakteristische und Behagliche des sonnizen Idylls vollkommen reriä euckt woröen ist, eine geschäftige Großstadt, deren Einwohnerzahl hinter den officiellen Angaben nicht erheblich zurückbleiben dürste in diesen zeigt sich a!,!dings eine starke Schwankung; nach den Einen zählte Los Angeles Mute ! 18!ü über 60,000, nach Änderen zur 11' nn - selben Zeit 80.000 Seelen- m diese lcetfre DaI ftt,b wahrscheinlich die 7" B.. N' SS73Mjrf r;, ' TTi ' " -.77. S . t, , v., UUV ItIVtU V V ß f , , fe Welk. mi, .Wqe öffentliche Mmumenlal! 13 II .. bauten, colossalen Geschäftshäusern, im poianten Hrtels, mit Pferdebahn, mit elektrischer und Kabelbahn das ist das Pueblo de la Newa de los Angeles", die Stcdt der Engelskönigin, wie sie uns heute entgegentritt. Das Gefühl der Ueberraschung und der Besremdung überfällt uns in dem Augenblick, da der Zug hält, und es bleibt unser ständiger Begleiter bis zu unserem Abschiede. Ein neuer schöner Bahn hos mit stattlicher Halle ist hier erstanden, und das ist in Amerika ein seltener Anblick, denn in diesem Lande, in dem soviel gereist wnd, sind die Bahnhöfe im Allgemeinen, bis aus wenige vereinzelte Ausnahmen, von betrübsamer Häßlichkeit und Unsauberseit. Hier fallt sogleich unser Blick auf nlagmmitwen und hohen Strauchern von mächtigen Maßl:eb, die hier ganz wunderbar ge j ...... .-a-H a., . r l ' h X X , beberrjcht uns ein immer wachsendes I Erstaunen. Alles, was wir von unserer , früheren Bekanntschaft her suchen, ist 'verschwunden, auf Schritt und Tritt ! springt uns dagegen das Unerwartete t KnD Jue entgegen. Die spanisch mexi kanischen Elemente sind nahezu völlia deihen. eugeroZtet. Vielleicht mögen sie sich noch in irgendwelchen verborgenen Win kkn versteckt halten, jedenfalls treten sie nicht mehr hervor; veegeblich habe ich nach ihnen späht. An die Stelle der dürstigen und unansehnlichen Flach banser aus Lehm sind hochragende Prachtbauten getreien, die meistens aus dem hier zu Lande so beliebten rotben Backstein oder anderem wetterfesten Material Hergestellt sind Kolossalbauten in denselben übergroßen Verbällnissen, die von den amerikanischen treberstädten nun einmal als sichtbare Zeichen ihrer gedeihlichen Entwickelung d monstraiio zur Anwendung gebracht werden. Los Angeles hat sich zu rapide ent wickelt. Wührmd der Zeit seiner un verÄältttißmäßig starken Bevölkerungs zimah i e, in den Jahren 1834 bis 1837. war die Stadt wie von einem hitzigen Fieber ergriffen. Die Ueberspekulation trieb den Vreis der Grundstücke auf eine uuna:üll che Höhe, über die Bedüriuisse hinaus wurde allerorten geba:tt. und der Überkähne Unternehin u, gleist fiten von der Auffassung auulit', als ob der ganz ungewöhn liste 5 u ?änv:ing das Gewöhnliche und da;- Äblto.me das Normale sei. als ob i:i tvm jähen und richelosen Ausstiege Nlt-Ziialö ein Stillstand eintreten lö.rte und eintreten müsse. Da? war die Zeit des Boom", wie man hier zu sagen pflegt, der Anprei f- ng mit Pauken und Trompeten, der wüsten AuZpzsaunung. des Bumbum, wie sich das Wort in seiner neuamerikq niscben Bedeutung etwa wiedergeben leße. Natürlich mußte de? Rückschlag cimreten und dem Rausche der Katzew jammer folgen. In den Jahren 188 und i89 sah es in Los Angeles recht unfreundlich aus. Jedoch ist die Krisis jetzt überwunden, Los Angeles ist in ackt Jahren eine amerikanische Großstadl geworden. Die Deutschen sind dort, nach Lindau's Schilderung in der iZahl von 10,000 vertreten. Vom Inlands. .Whalebackö" sollen nun auch zur Getreidebefrderung au? dem Mis sisnppi gebaut werden. In Springt ield. S.D.. ex!, stm ein artesischer Brunnen, welcher in der Minute zyo Gallonen Wasser liefert. In Bolivia wird von einer englischcn Compagnie ein Silberberg werk .betrieben, das per Tonne Erz einen Ertrag von 3M Unzen Silber liefert. Der größte Orangenbaum in Amerika wächst in Tetrcbonne, La. Derselbe mißt 15 Faß im Umfänge und ist 40 Fuß hoch. Für die diesjährige Ernte hofft man auf 10,000 Stück D anzen von diesem prächtigen Baum. Der Walfischfang im süd. lichen Polarmeer ist fast mit noch größeren Gefahren verknüpft, als im nörd lichea Eismeer. Das Meer wimmelt das ganze Jadv .on ungeheuren E0 1 W"V v v , , VVii VUlS.l VIC Um tint - ; 400 fcU 100Q I rw .... .. r r'W' tollen und 15 4b . e , von denen die Fuß über den Wasserspiegel emporra gen.Die Kölnische Zeitungschreibt: .Der Chefredacteur der .N. A. Staatözcüunz". Oswald Ottendor-
nem acymann kommende hervor, dsT die Wehrkr
t. - 7. r . r j. :n . ri . :
ser, ist in Brünn angekommen und hat !
einer Abordnung der Stadt Zwtttau, an deren Spitze der Bürgermeister Sander sich befand, die Mittheilung gemacht, daß er auf dem Bauplatze sei neö Gkbi'.rtshauses. w:lchen die Ge meinde Zwittau angekauft bat, eine Bolksbibliothek und Freilesehalle nach amerikanischem Muster nach den Plänen des Architekten Vanderly errichten und das Gebäude der Gemeinde Zwittau widmen werde. Die Kosten des neuen Baues werden mehr als 200,000 Gub den betragen.- " Der Gründer Roms. R mulus, lnt die besondere Ehre, in einem Babq-Bürger Amerikas wieder aufzuleben. Doch war die Veranlassung zur Wahl dieses alten Römernamens nicht etwa die geschichtliche Begeisterung des betreffenden Erzeugers für jene sagen basten Räuberhauptmann und Bruder mörder. Vielmehr nur der Umstand, daß jen?s Baby in einem Sleeperder Baltimore & Lackawanna Bahn, der den Namen 'Nomulus- führt, auf der Fahrt durch Marulan das Lichl dcr Welt erblickte. Es mag noch zur Beruhigung ängstlicher Gemüther be m.'rkt werden, daß man die geschichtliche Analogie nicht so weit getrieben hat, ene Wölfin als Amme zu engagiren. so d r daß Jung-RomuluS' Mu' t ftlv,. Diesen Dtenst versieht. Ein frecher und dabei ori gineller Diebstah? brachte einen Farmer in Norwich, Kas., um feinen ganzen Erntesegen. Der b'edere Landmann hatte nämlich ?eine Ernte in die Scheuer gebracht, we'che er zur Ersparung von Transportkosten unv Zeit auf freiem Felde, etwa l Meilen von seinem Wohnhaufe angelegt hatte. EineS Ta ges erschien ein Fremder, miethete eine Dreschmaschine, dang die nötbigen Arbeiter. ließ Tag und Nacht dreschen, den Erdrutsch auf Wagen verladen und nach der Stadt bringen, wo man ihm gern 18M für das gute Getreide zahlte. Als der Dieb schon längst das Geld eingestrichen hatte und über alle Berge war, fand der Farmer zu seinem Erstaunen die Scheuer leer und mußte noch obendrein die Tagelöhner,, die ihn so ist zu lynchen drohten, auszahlen, da der Dieb in seiner großen Eile dies vergessen hatte. U eber und über die Fülle, bedeutend mehr als er gewünscht ha'te und ibm erwünscht war, würd' neulich dem Farmer Thomas Hufen bei Diana, N. in den AdironackS zu Theil. In einer von ihm aufgestellten . Falle batte sich nämlich ein Bärenjunges gefangen, und sckon wollte der glückliche Jäger seinen Gefangenen befreien und sich trsll?n. als er plötzlich ei tttdächtiges Brummduett dicht hinter sich vernabm. Richtig standen zwei ausgewachsene Bären, augenscheinlich mehr verwandt mit dem gemngenen Barenjung'ing, auf ihren Hinterpranken aufgerichtet, vor dem erschreckten Hickey, der denn dock N'ch so diel Geistesgegew wart befaß, feine Doppelbüchse auf die beiden Ungethüme abzuseuern. Zwar bestand der Erfolg nur darin, daß der eine Petz, wenn auch nur leicht verwundet. davontrabte, während der andere Meister Braun sich eben zur tödtlichen Umarmung anichickte, als ihm Hickey seinen Gewehrlauk in den Rachen stieß und da! Tbier stickte. ä Vor einem Schwindler rn Chicago wird-im Export gewarnt. Dem Blatte ging von einem Herrn Albert T. Otto in Chicago der Prospect einer Landassoriation zur Gründung einer großen Fabriivorstadt bei Chicago zu. Europäische Fabrikanten wurden eingeladen, durch Zerlegung ihrer Ja brikarion der McKinley Bill die Spitze zu bieten. Die Sache war sehr plau sibel gemacht. Jetzt kommt der hinkende Bote nach. Ein Stuttgarter schreibt im Erpo?t" : .Herr Otto ist ein Schwindler erster Klasse. Er war in Fluttzart als Banki?r und Generalagent der Eamtab:e etablirt und verschwand v. n dort vor anderthalb Jahren, um nicht als betrügerischer Bankerotteur gefaßt g werden. Er machte in Gründungen, z. B. in den südafrikanischen Gold und Diamant Actien. Von einer amerikanischen Compagnie brachte er in Statt gart für zwei Millionen Mark Actien unter. Nach zwei Jahren war das ganze Capital verloren. Man schätzt, daß er Stuttgart um IS bis 18 Mitlioaen Mark erleichtert hat. QVo ist ohne Uebertreibung ein raffinirter Gauner großen Stils.Hin oem iN et und y ert szustand New gorks siebrs recht böse aus. Nur drei Städte der Ver. Staaten mrchen ihm den traurigen Vorzug ftreiin. die höchste jährliche Sterbeziffer anzuweisen, nämlich Hoboken, Cbarleston und New Orleans. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, daß Charles' ton und New Orleans eine sebr starke Nezerbevölierung haben, welche durch ihre kolossale Kindersterblichkeit die fast normale und recht günstige Sterbeziffer der weißen Bevölkerung für die Total' ziffer neutralisirt. Und- Hoboken ist bekanntlich eigentlich eine Vorstadt von New Z)crk. ven Leuten bevölkert, die fast den ganz-n Tag in New Aork zu bringen, dessen nachtheiligen Einflüssen täglich mindestens 13 Stunden unter' warfen sind und nur zu Hause schlafen. Das gilt natürlich nur von dem erwachftittn Theile der Bevölkerung. So bleibt fchlichlich New York als di, ungesündeste Stadt Amerikas unter 58 der größten Gemeinwesen an der Spitze wenn auch nicht bestritttn werden Zoll, daß von den zahllosen EinWanderern, die dort landen, ein gute, Theil den Keim des Todes mit herüber brmat Wahrhaft gebrandfchatzt werden die Bewohner des NiSquaUi' Rivcr in Oregon, da der verschmitzte Ferge sich für das Uebersetzen an einer Stelle, wo der allerd.'Ags sehr tiefe und häufig reißende Strom kaum so breit ist, wie eine New Yorker Straße, nicht weniger als 50 Cents für das Ueber setzen zahlen läßt. Weshalb sich hier nicht eine Concurren; aufthut, mögen d:e Gölter oder die anscheinend etwas phkegmati'chen Anwohner des NiSqualli wissen. Die, Republik Mexico sei erltte vor einigen Tagen den 81. Iahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung und feiert den Tag in entsprechender Weise. DaS Beispiel der! englischen Colonien hatte iwar länatt auch im
Suden zur Nachahmung g?ret;t. doch Spanien hütete seine Herrschaft mit viel zu großer Macht, um eine? Nebellion Aussicht auf Erfolg zu lassen. Außerdem war Mmctf an und für sich sehr schwach, seine Bevölkerung warunwissend, erregbar. Wankelmut!? g und selbst ncch Vertreibung der Spanier machten sich so viele widersprechende Jnten'ssen geltend, die nur durch einen Bürgerkrieg geschlicktet werden kvnn ten, daß die Zukunft auf ein halbes Jahrhundert trübe erschien. Als aber die Vereinigten Staaten gegcn die Fremdheerschaft in Mexiko proicstlrten und die Imperialisten von den Me'i kanern unterdrückt wurden, da begann es auch jenseits des Rio Grande zu ta gen und unsere Schwester-Republik ist mit jedem Jahre in ihrer Entwickelung fortgeschr.tten. Manche europäische Nation beneidet heute Mexiko um sei nen Frieden und Emporblühen und um seinen star'en und mit ihm sympathisj-
rmden Nachbar. I m Ich ! Vom ViuSlanve. Ein treuherziges Bitt gesnch richtete P:tru Bati, ein armes 1 Bäuerleia in Mondorlak, einem weitvergessenen Neste des Araber Comitats, ' an den Kaiser von Oesterreich. Es lautet: Hochwohlgeborener und hochgeborener Herr König : Meine Kuh ist umqestanden, meinen Kukuruz hat der Hagel zerschlagen, um die Steuer drängt , mich der gottlose Executor und doch steht der in Gevatterschaft zu meinem Schwager; Geld gibt mir Niemand,! und ist auch kemeö in Mondorlak zu finden ; nun bitte ich also meinen gnä' j digsten Kö ig. wenn er vielleicht em' paar überflüssige Guldm hat: Gott! helfe mir so, wie ich sie nach dem künftigen Kukuruzbrechen mit Interessen zu rückzablen werde. Gleich ;eitig wünsche ich meinem gnädigsten König eine gut Gesundheit, der Himmel soll ihn und sein herrschaftliches Haus, sowie auch seine theure Familie lang leben lassen. Außerdem aber küsse ich auch der hoch geborenen Frau Königin ihre gnädigsten Hände, und alles Gute wünschend, ver bleibe ich meines gnädigsten Königs er gebenfter Diener Petru Bati." Petru Bäti wird geholfen werden. Das Gesuch ist nämlich von der Cabiuetskanzlei durch das Ministerium mit der Weisung an das Araber Comitat herabge langt, daß der Cabinetskanzlei übet die Vermögensverhaltnisse des Gesuch Zstellers berichtet werde. Und es kann dem wackeren Petru gelingen, daß et in Anlehen erhält, welches er nicht einmal nach der nächsten guten Ernte zu röckzuzahlen braucht. Folgender Vorfall, welcher sich im Flecken Montalto de Turin abspielte, beweist, wie tief noä die italienische ländliche Bevölkerung in den Banden des Aberglaubens steckt" Ueber genannten Ort hatte sich ein schweres Gewitter zusammengezogen und der Meßner hatte nach altem Gebrauche die Kirchenglocken in Bewegunc gesetzt. Der Pfarrer des Ortes, Doi Miglietta, ein aufgeklärter Priester. lte das Lauten als gefährlich ein stellen und lud die jammernden Bauer ein, in die Ktrche einzutreten, wo et die Messe zu lesen begann. Nach we nigen Minuten hörten die Blitze unc der lautschallende Donner aus, so daß Alle aufathmeten. Allein, bald verfinsterte sich der Himmel wieder unt es begannen ewige groe Hagelkörner zu fallen, da, mußte die Strafe des Himmels für die Einstellung des Gott wohlgefälligen Glockengeläutes sein. Ein drohendes Murmeln erhob sich i den Reihen der Banern und einer derselben, Marco Mazgiorini. stürzte auf den Priester zu und versetzte ihm mit den Worten: .Dies der Lohn für Deine Gottlosigkeit. Du schl.chter Hirte," einen Streich mit der Sense, welchen der Priester mit dem Arme auf fing, Em zweier Streich traf du Stirne des Pfarrers, welch:? von eini, ge Besonnenen nur mit Mühe vor weiteren Mißhandlungen geschützt wurde. In dem Tumulte hatte sich namentlich eine Frauenstimme bemerkbar gemacht, welche fortwährend schrie: .Gib' ihm's. er hat hageln lassen," eS war die Mutter Maggiorinis. Letzterer ist verschwunden; man behauptet jedoch, er sei im Orte verborgen. In I a s f y hat der rumänische Abgeordnete Tfoni gegen der, Liebhaber feiner Frau, Eugen Joncscu, einen Mordversuch unternommen und die schuldige Gattin selbst verwundet. Tsoni, welcher ciuea Scheidunzsproceß gegen seine Frau führt, dessen letzter Termin für den 20. August angesetzt war, wußte, daß sie ijren Liebhaber Jonescu fast täglich be uche. Am 12. August Nachmittags war ihm mitge theilt worden, daß sich seine ungetreue Gattin bei Jonescu befinde, worauf er sich mit zweien feiner Diener in daZ Haus seines Nebenbuhlers stürzte. Er drang bis in's Schlafzimmer vor, fand aber, Jonescu allein. Wo ist meine Frau?" frug er diesen; als er keine Antwort erhielt, feuerte er unter dem Rufe: IH werde Dir schon Deine Don Juan-Änwandlungen austreiben!" zwei Schüsse aus einem Revolver gegen feinen Widersacher ab, traf ihn aber nicht. Auf die Detonation eilte Frau Tsoni, die sich in. einem anstoßenden Cablneke verborgen hatte, in's Zimmer, wurde aber durch die Begleiter ihres Mannes zurückgehalten. Jonescu floh und nun wendete sich der bis zur 3t screi aufgeregte, betrogene Gatte gegen seine Frau, der er mit dem Kolben des Revolvers mehrere wuchtige Schläge gegen d:e Schläfe versetzte. DaS hervorquellende Blut schien ihn einig raßen zur Besinnung zu bringen, denn er wusch die Wunden selbst aus und verband seine Frau. Dann verließ er daS Haus. Als die Polizei auf dem Thatorte erschien, war Tsoni bereits verschwunden und konnte bisher nichi ausgefunden werden. 7 Die Ueberbr ingun g des LSsegelveS für Raymond an den türkb schen Räuberhauptmann Capikän Tt maS ersolate durch den Draqoman des französischen ConsulatS ' in Raöast), ! Cm. c.ff. r.:. 4jsn.n Auiycuu, iucn;: vvu fcuinu Diener, einem kräftigen und landeskundigen Manne, begleitet war. Jeder trug Ä500 Pfund in einem Ledergürtet um den Leib geschnallt. 1 Nach vierzehnstündigem Marsche erreichten sie den Wald, wo sie laut der erhaltenen An
welMng Halt machten und em wettzes Tuch schweakten. Bald darauf standen, wie aus der Erde gewachsen, drei Ban diten vor ihnen und fragten, ob sie das Lösegeld bringen. Einer der Banditen lehrte zu Thomas zurück, um dessen Befehle einzuholen, die zwei anderen hielten bei Tachella Wache. Erst am nach' sten Tage kam d.r Be'ehl des Capitäns. d:e tteberbringer des Lösegeldes zu ihn zu führen. Nach vierstündigen Kreuz' und Querzügen in dem dichten Walde
I langten ne in dem Nänberlagrr an, wo Raymond sich in Mitte der Räuber wohlbehalten befand. ThomaS übernahm das Geld und lieferte feierlich Raymond an Tachella aus. ind.'m er diesem zugleich folgende Bestätigung in giechischer Sprache aushändigte: Die Summe von fünftausend fund als, Lösegeld für Herrn Raymond erhalten, welchem wir unsere Versicherung geben, daß er niemals mehr Gegenstand e n.'s Angriffes von unserer -eite sein wir). Capitän Thg' maS.- Im Gespräche mit Tachella sazte Themas: .Glauben Sie nicht, daß alles Geld.uns gehört. Das Metier ist nicht so glänzend, wie eS scheint. Ich habe bereits mehr als 200 Psund Spesen." Die Räuber verabschiedeten sich herzlichst von Raymond und Thomas umarmte ihn. Nachdem Raymond, Tachella und der Diener den Wald verlassen hatten, stießen sie auf eine Gen darmerie Patrouille, welche sie nach Nyriiyto brachte, von da fuhren sie mit dem Dampfer Europe- nach Radosto, wi eine Depesche des Botschafters Montebello Raymond nach Trapia be rief, welches der Sommersitz der französischen Botschzfr ist. Raymond befindet sich, obwohl er 1 Tage in der Gesanenschaft der Räuber zugebracht, wohl; seine Wunde ist unter ver Behandlung der Räuber geheilt. Sitzend, wie die Leiche des Patriarchen von Konstantinopel ausgestellt war, wurde sie auch zu Grabe getragen. Der Thron, in dem die leblose Hülle faß, ruhte, wie die Köln. Volksztg.- berichtet, auf den Schultern von vierundzwanziz Geistlichen. Der Leichnam war im größten Ornat, die Gewänder strotzten von Gold und Edelsteinen. Diese stammen noch aus byzantinischer Zeit und sind gegen sechs Kilo schwer. Auf dem Haupt war die Tiara, von einem kleinen Kreuz überragt und mit kostbaren, funkelnden Edelsteinen besetzt ein Prunkstück von unschätzbarem Werth, das noch vom b. Patriarchen von 'Konstantinopel, Johannes Chrysostomus, herrühren U'll. Die rechte Hand zum Segen erhoben, in der linken ein goldenes Evangelienbu h, das Haupt unter der schwereu Krone zur Seite geneigt, so saß der leblose Körper da; das Antlitz war be reits sehr eingefallen. Jn der Kirche zu Balukli, dem Bezräbnißorte der griechischen Patriarchen, wurde die Leiche nochmals zur Verehrung ausgestellt und dann in eine Gruft im äuneren Vorhof der Kirche bestattet, nachdem die reichen Prachtgewänder ab genommen und andere angelegt worden waren. Die Gruft ist gemauert und so eingerichtet, daß die Leiche in sitzender Stellung verharrt. In eine kleine Oeffnunz auf der rechten Seite wurde eine Lampe gestellt, welche einige Stunden brennt, dies ist ein alter Brauch bei der Bestattung der Patriarchen. Maria Stuart, die un glückliche schottische Königin, geht als Gespenst um so behauptet wenigstens Lady Caithneß, die Herzogin von Po mar. Lady Caithneß hängt mit schwärmerischer Liebe an der einstigen Rivalin der leider auch verstorbenen Elisabeth von England und ist in schlaflosen Nachten auf den Gedanken gekommen, ihrem Lieblmz Maria, zum Aergcr der gleichfalls als Ge st erscheinenden Elisabeth, ein Denkmal zu fetzen. Es war in der Nacht- schreibt die Lad? ich hatte die Lampe bereits fortschaffen lassen, und nur in der blauen Ampel brannte noch ein kleines Licht. Ich wollte gerade einschlasen. als ich eine Stimme vernahm, die meinen Namen rief: Herzogin von Po mzr, erhebe Dich! tönte es an mein Obr. Vor meinem mit rothem Atlas ausgeschlagenen Himmelbett stand Ma ria Stuart und befühl mir, mich sofort in das Schlafzimmer meines Gemahls zu b?geb?n. Ich gehorchte, ich eilte. Die grünseidenm Vorhänge an dem Bette meines Gatten brannten. Als ich mich näherte, rührte meinen Mani der Schlaz. Seit jener Schreckensnacht erschien mir Maria Stuart noch zu wie derholten Malen. Ich habe die Visionen in meinem Tagebuche, daS ich viel' mehr ein Nachtbuch nennen könnte, genau verzeichnet. Aus Dankbarkeit, daß mich eine Königin ihre? Besuches würdigte, beschloß ich, ihr ein Denkmal zu setzen. AuS dem Denkmal wird aber leider nichts werde. Lady Caith neß woüte das Denkmal nämlich der Stadt Paris schenken, unter der Bedinqung, daß es dort auf einem öffentlichen Platze ausgestellt werde. Der Ge meinderath nahm zwar die Statue an, die ein prachtvolles Werk des Bild Hauers Ringhel ist und in den letzten Pariser Salons aufgestellt war. wei gerte sich jedoch, sie auf einem öffentti chen Platze aufzustellen, da für eine Verherrlichung der Maria Stuart kein Grand vorliege. Lady Caithneß zog also ihr Geschenk zurück und will es zertrümmern. Die interessante Lady ist übrigens die Begründerin einer religiös sen Gesellschaft, welche der Idee huldigt, daß d?r neue MeZsias ein Weib sein werd c Verlangt Mucho's Best Ha vanna Cigarö". D. Kregelo & Sohn, N. Wer Nord Illinois Straße. Telephon 1124. 1 ;; ' ; " C " - -' 1 5 " ":: :i' l - i : f' '' : - -' - Keine Beziehung zu Kregelo & Whitsett
Leichenbestatter
Eisenbahn - Tabelle
Ankunft und Abgang ter vnfchkdenen iftn baimzuge im Union Tepct. JndianspoiiS. Banbalia. Abaana Poftzua. . ............. 7 30 Vm Erpreß . . . . . . . . . ......... 1 1 Ui m C?preß . .. ........ 1 00 3rm Aecomodation ............ 40051m Erpreß . 7 00 52m Croreß 11 00 Am Ankunft Expreß 3 Ä Am Erpre 4 I.'. Vrn Accomodation 10 00 Vrn Erpreß 2 50 Vrn Schnellzug 5 20$rn Accomadallott 7 4-" Nm Eleveland, Eincinnati, Ehicago und St. Louis. JndianapotiH und Clevcland T'ivisto. Abgang Expreß ... .. . . SO Wrn Exprev 9 85 tm Expreß 11 45 rn Limited Expreß 3 M Nm Expreß . 6 45rn Ankunft Erpreß 7 00 Bm Erpreg . . 11 10 Vm Limited Expreß 1155Vm Erpreß 5 00 Am ölpreß 10 M Nm Lt. Louis Tivifion. Abgang Expreß . , 7 30ra Limited Expreß 12 03 Stm Expreß 5 W Nm Expreß täglich ION Nm Ankunft Expreß täglich 3 20 Vm Erpreß . . 9 W Vui Limited Expreß 2 s5 Vm Expreß M Wm Chicago und Eincinnatt Division östlich. Abgang Schnellzug 3 .V, Vm Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation Vm Postzug 3 00 Nm Accomöd. lnur Sonntags). 5 00 Nm Accomodation 6 43 Nm Ankunft-Rushvitle Accomodation. 10 35 Vm Postzug 11 50 Vm Jnd'pls Acc. (nurEonnt.).!Z W Stm Accomodation 5 00 Nm Accomodation 10 45 S!m Schnellzug 12 17, Nm Chicago und Cincinnati Division westlich. Abgang Accomodation 7 10 Vm Scbnell.Post 1Z 01 Nm LafayetteAccomadation r 15 Nm Schnellzug IZ30Vm Ankunft Schneüiug 3 80Vm Lafayette Accomodation ... 10 45 Vm Schnellpost Ä50Nm Accomodation 6 15 Nm Peoria Division westlich. Abgang Erpreß 7 45 Vm Erpreß IS! 03 Nm Dänville Accomodation. ... 5 05 Nm Expreß 10 52 Nm Ankunft Erpreß 3 15 $rn Dänville Accomodation .... 10 40 Vm Expreß - 3 40 Nrn Expreß 35 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 35 Vrn Accomodation 5 30 Vm Expreß 3 05 'Nm Ankunft Expreß H 45 Vm Accomodation 9 00Vm Expreß 10 30 Nm Äike Erie und Western. Abgang Erpreß 7 15 Vm Erpreß . . ! 20 Stm Erpreß 7 00 Nm Echnell.Expreß U 10 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 SO Vm Erpreß 10 30Vm Erpreß 2 50 Nm Expreß 20 Nm Pittsburg, Cincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vm Columbus Accomobation.. . S 00 Vm Erpreß 3 00 Nm Rlchmond Accomodatlon. . . 4 00 Nm Expreß 5 30Nm Ankunft-Richmond Accomodation 9 M Vm Schnellzug 11 40 Vm Expreß 12 60 Nm Accomodatlon 3 45 Nm Expreß S SO Nm Expreß 9 M Nm Chicago Division via Kokomy. ' Abgang Expreß 11 05 Vrn Erpreß 11 30 Nrn Ankunft Expreß 3 30 Vm Expreß 3 45 Nm LouiZville Division. Abgang Erpreß . . . 3 40 Vm Louisville Accomodation.. . 8 00 Vm Schnellzug. 3 55 Nrn Accomodation 4 3) Nm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug 11 00 Vm Accomodation 600 51m Spezial täglich 10 50 Nm Cincinnati, Hamilton und Indianapolis. Abgang Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Vm Erpreß 300 Nm Exprev 3 30 Nm Expreß i 30 Nm Ankunft Accomodation 9 15 Vni Expreß 11 15 Vm Expreß 7 45 Nm Erpreß 10 55 Nm Erpreß 12 35 Vm Indianapolis und Vincennes. Abgang Erpreß 7 30Vm LincenneS Accomodation... 4 10 Nm Ankunft Vincennes Accomodationll 00 5!m Expreß Ä 5 Am Cincinnati, Wabash und Michkgan. Abganq--Ervreß 6 30 Vm Expreß 11 45 Vm Erpreß 6 46 Nm Ankunft Exvreß 11 10 Vrn Erpreß SOO Nm Expreß .'....1050 Nm Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Expreß 8 30 Vrn Accomodation 4 20 Nrn Schnell, Expreß 11 00 Nrn Ankunft Schnell, Expreß 3 30 Vm Accomodation 10 10 Vm Expreß 4 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß 12 40 Vrn Expreß...... l!S5Vm Mono Accomodation . . . . . 5Z20Rm Ankunft Expreß 3 Vm Monon Accomodation 10 40 Vrn Expreß...... ,3 20 51m ":.::.;,,LILL;U ."':"" ' .. 1 '' , ' " 'vy.:11 1 ,1 ' 1 ' fcg"-!' - yrWinir m r 3 . TV 4t.Trvy,3k t i sr t. Hrjr, s Tl jijr out Btah (tu.hvfctit , I l l ltcli yuttkly how i,Nn Aunfti ! ' st tuy u lU mi tia joa ( I , J I I Buih , il t imy Mrt ! I I lLj lXm9rh, y .nKiirii fcirn..,I Cy ! ,,,,. , . X tül WjsV. ill U M. (,rtl t Ullh'f i JK"V l wy wkr. : U tun jtu. tvnxUi.h g ,i i lNj Ö rrlbln. E A S I LT. KüLjjjLV lni.U y L fHriXtAlU küi&. Ar.l.c., C i fJ itt fvniuib, AAUJb.'
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