Indiana Tribüne, Volume 15, Number 2, Indianapolis, Marion County, 20 September 1891 — Page 6

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Tie Nefervt Frau

Gen Lepz o. Tachr-Vluloch. Herr Wilhelm Bolling, ein zunger Kufmann, , war seit drei Jahren ver beirathet und lebte mit feiner kleinen Frau im besten Einvernehmen. Ja, es gab Leute in der Nachbarschzst und auch im Kreise seiner Freunde, welche tehaupteten, daß er nur zu sehr in sei reu blonden Engel verliebt sei, und daß ihn derselbe in Folge dessen spielend unter den Pantoffel gebracht habe. Luise Bollmz war auch in der That eine allerliebste Frau, mittelgroß, schlank, mit einem pikanten Gesicht, in dem nur die kleine Nase etwas trotzig dreinblickte, mit frischen Wangen, frischen rothen Lippen, reichem aschdloa dem Haar, lebendigen, muthwilligen blauen Augen, und einem glücklichen, beiteren TemperameNt. Auch sie war ihrem Manne von Herzen gut, und dachte nicht im Entferntesten daran, die Treue gegen ilzn nur im Mindesten ZU verletzen. Aber, sie war ein Kind ihrer Zeit, und hatte ihre Launen, der Mode des TageZ entsprechend, und diese mußten um jeden Preis besriedigt werden. Die unbequemste ihrer Capricen war für Bolling, daß sie jeden Sommer durchaus in ein Bad mußte, und dort mindestens sechs Wochen verweilte. In dieser Zeit war Bolling als Ctrohwittwcr in der Stadt einsam und allein, und füblte sich überaus Unglücklich, ja, er wurdö krank rwr Sehnsucht. Wenn er sich sonst manchmal, allerdings nur in der diskretesten Weise, über die Launen feiner kleinen Frau beklagte, so wurde sie in der Zeit der Badereise mehr und mehr zum Engel, und eö fehlten ihr endlich nur noch die. Flügel, um geraden Weges in den Himmel emporzufliegen. Er sang dann überall das Lob der kleinen, blonden Louise, in seinem Geschäfte ebensogut wie im Restaurant, im Kreise der Freunde und bei der obligaten Scav und Kegeb ! Partie. : Frau Louise Bolling dachte indeß ir diesen Wochen ungleich weniger a ihren nach ihr schmachtenden Gatten, denn sie fcnö regelmäßig im Bade ir gend einen platonischen Badeandetcr, welcher, ihr in lyrischer Goldschnitt' Manier huldigte, ihr tausend klein I Aufmerksamkeiten erwies und Alles auf 1 bot, um ihr die Zeit zu vertreiben. Dann wurden, während der arme Bol ling im Schnmße seines Angesichts für sich und die Seinen das Brod und noch etwas dazu verdiente, Partieen zu K ahn, zu Fuß, zu Esel gemacht. Man sprach von allen Möglichen, man schwelgte in dem Üblichen Badeklatsch, und Bolling war vollständig vergessen. Das ging so drei Jahre hindurch. Llls ftran Luise im vierten Sommer wreder in das Bad fuhr, war Bolling geradezu der Verzweiflung nahe, und da ein unglücklicher Zufall zu gleicher Zkit auch mehrere seiner Freunde in die Ferne getrieben batte, so fühlte er sich schließlich vor langer Weile förmlich krank. Wie einwandernder Philosoph durchstreifte er mit finsterer Miene, die Hände mit dem Stock auf dem Rücken, 'die Umgebung der Stadt, und wurde inchr als einmal von Vorübergehenden für einen zukünftigen Selbstmörder an gesehen. Bei einem dieser Spaziergänge traf r eines Abends in der Sahe eines Kübschen' Landhauses, dessen weiße Mauern freundlich aus dem Grün alter Bäume hervorblicken, eine junge Dame, welche auf einem Feldstuhl vor einer kleinen Staffelei saß und malte. HerrBollwgwäre wahrscheinlich schon aus langer Weile sehr geneigt gewesen, mit der Fremden ein Gespräch anzu. knüpfen, als die junge Tame malte, was in seinen Augen ein Ereigniß war, und dann, weil sie geradezu bildhübsch war. Bolling blieb alw stehen, näherte sich der Unbekannten, stand endlich hinter ihr und prüfte mit derMiene eines Kenners bald 'die Leinwand, auf der ein hübsches, freundliches Landschastsbild stand, bald den kleinen Hain, den Bach, und die alte Mühle, die als Vorwurf zu dem selben diente. Endlich räujperte er sich, trat naher, nahm den Hut ab und stellte sich vor. Ehe die junge Dame, die ihn über rascht ansah, Zeit gesunden hatte, das Wort zu nehmen, brachte er einen Strom von Entschuldigungen hervor und schloß damit, daß ihn seine Kumtbegeisterung hingerissen habe, der hochbegabten 5s 5'ialerin feine Hochachtung üuszuZpre !" chen. Tie junge Tame lächelte und ging w.der Erwarten auf diese etwas stür mische Art, eine Bekanntschaft einzuleiiro, freundlich ein. Sie war eine Amerikanerin. wie sie -sagte, und an eir:en freieren Verkehr gewöhnt. Ja ihrer Heimath, würde das Mädchen nicht klonerlich erzogen, sondern müze bei Zeiten lernen, auf eigenen Füßen zu stehen und sich selbst im Leben und in der Gesellschaft zu behaupten. Jck bin hier fremd." schloß sie, und so xt es mir gar nicht unange nehm, einen anständigen jungen Mann kennen zu lernen. Auch memt Tante wird sich freuen, Ihre Bekanntschaft zu machen. Wir wohnen in dem Land haus dort. Ich vertreibe mir die Zeit mit mewer Kunst und meiner Lektüre." .Würden Sie es wohl erlauben." erwiderte Bolling, daß ich Sie manch' mal auf Ihren Spaziergängen begleite" Ich versichere Sie, daß ich ein scharfe? Auge gerade sür landschaftliche Motive habe und Ihnen auch ,in dieser Bezie hung dienen könnte." ' - k Sehr angenehm," sagte die junze Tame, und stellte sich endlich als Mlß Mary Telvis vor. ;v :: ,; r;:Y Herr Bolling empfahl sich sür'dles mal, machte' aber bereits am folgenden Tage denTamen seine Auzwartun.z und and die freundlichste Aufnahme. Es entstand nun ein ganz originelle;, ollerliebstes Verhältniß zwischen ihm und . Warn Telvis. Von Liebe war zwischen ihnen absolut nicht die Rede, nd Alles verlief in Ehren, aber er

machte ihr in galanter Weise den Hof, und sie kokettirte mit ihm in ächt ameru. kanischer Weife, ohne sich zu irgend et was zu verpflichten. Bolling besuchte die Damen fast taglich, e? spielte mit Mary vierhändig Klavier, oder begleitete sie, wenn sie sang. Er durchstreifte mit ihr die Umgebung und assistirte ihre malerischen Studien, dann wurde er kühner und arrangirte gemeinsame Ausflüge und führte die beiden Damen ab und zu in Koncerte und in das Theater. Er wußte ja, daß feinem Engel, sei ner kleinen blonden Louise im Bade jedesmal von irgend einem jungen Re serendar, Lieutenant oder Gutsbesitzer der Hof gemacht werde. Wenn sie einen Badeanbcter hätte, weshalb sollte er nicht zu gleicher Zeit sich eine Reserve frau gönnen, und noch dazu in der unschuldigsten Weise von der Welt, denn was ihm vor Allem fehlte, war weiblicher Umgang, und den fand er bei der reizendm, dunkeläugigen Amerikanerin in Der harmlosesten und liebenswürdig sten Weise. Da geschah eS einmal, daß einer sei ner Geschäftsfreunde, ein Fabrikant Namens Wikenitz. zu Besuch kam, um einige geschäftliche Schwierigkeiten ver sönlich mit Bolling zu erledigen, und dann auch, um als gleichfalls schnöde verlassener Strohwittwer mit Bolling einige vergnügte Tage zu verbringen. Zum Glück traf Wikenitz Bolling in seinem ersten. Besuche nicht zu Hause, und als dieser seine Karte vorfand, kam ihm sofort eine großartige, wahrhast schneidige Idee. Er setzte sich in crnc Droschte, fuhr zu der kleinen Amerikanerin und setzte ihr rasch die schreckliche Lage, in der er sich befand, auseinander. Sollte er seinen GeHlstZfreund Wikenitz vor den Kopf stoßen? Sollte n für vier bis füns Tage der reizenden Mary vollkommen entsagen? DaS Di lemma war gar zu schrecklich, aber Bob ling wußte einen Ausweg, sobald Mary nur etwaS nachsichtig fein wollte und auf seine Idee auf einen guten Scherz eingehen würde. Wozu diese Umstände," fragte du Amerikanerin lächelnd. Sagen Sie mir einfach, waS Sie von mir wollen, und ich werde Ihnen ebenso einfach antworten. Sollte es vielleicht sein, daß ich Herrn Mi Mike " Mikenitz! .Herrn Mikenitz bei mir empfangen soll?" Sie errathen, Fräulein Mary, aber Sie errathen nicht Alles." .Was denn noch?" fragte Mary erstaunt. 3ch möchte Ihnen vorschlagen fuhr Bolling fort, daß Sie für dies, paar Tage aber Sie dürfen sich durch aus nicht beleidigt finden daß Sie di Rolle meiner Frau spielen." .Ich glaube. Sie find verrückt!- rie Mary lachend. Nein, ganz und gar nicht," sagte Bolling. .Mikenitz kenat meine Frau nicht und wird sie wohl auch Niemals kennen lernen. Ich würde ihm sagen, daß sich meine Gemahlin au? dem Lande aufhält, würde ihn zu Jhn?n bringen. wir würden zusammen diniren und soupiren, Ausflüge machen, kurz, die vier bis fünf Tage, welche sonst eine Qual für mich sein würden, konnten dann für uns Alle recht heiter werden, und sür mich der Höhepunkt irdischer Glückseligkeit. Wieder begann Mary zu lachen und noch immer lachend, reichte sie Bollinz die Hand und sprach:' Es sei denn, die Idee ist originell, daß es mir selbst Vergnügen macht, sie auszuführen. Wenn aber nachträglich Ihre Frau den Scherz entdeckt und übet nimmt, dann wasche ich meine Hände in Unschuld, dann müssen Sie, mein tie ber Herr Bolling, die ganze VerantWartung auf Ihre kräftigen Schultern laden.Das soll auch geschehen-, rief Bol ling, .ich neam: alles auf mich, und nun tausend Dank, verehrte Mtß. Sie sind in der That meine Lebensretterin, mein guter Engels Er ergriff ihre Hänse und bedeckte sie mit Küffen. : Nun raste Herr Bolling in seiner Droschke, direkt zu Herrn Mikenitz, traf ihn glücklicher Weise im Speisesäal sei neS Hotels, eröffnete ihm, daß seine Frau in der Nähe auf dem Lande sei und lud ihn ein, draußen in dem Landhause bei ihr mit ihm zu diniren und zu soupiren. Herr Mikenitz, obwohl er diese Wendüng der Dinge erwartet hatte, prote stirte auS Artigkeit, nahm aber schließlich an, und nachdem das Gescha tliche mit emer Flasche Se t gebührend erledigt worden war, bewaffnete sich Herr Mikenitz noch mit einem r,icsig'n Bo. . quet, und die beiden Herren fuhren dann hinaus in das Landhaus zu Miß Mary Telvis. Herr Mikenitz benutzte eine Pause.

um Bolling zuzuflüstern, da er seine Frau geradezu be zaudern) siede, und überhäufte Mary sowohl bei Tisch, als während der Bootfahrt. die sie Nach mittags unternahmen und dann w eder llbenss beim Souper mit Hulolguagea und Galanterien. Alles ging vortrefflich. Miß Mir verstand es, die Hausfrau in mafterhafrer Weife vorzustellen, ihre Gäste aus daS beste zu unterhalten, und zu bedietun, und auch das Meuu ließ nichts zu wünschen übrig. Es waren wirklich glückliche, frohn liche Tage, welche lit beisen Hcrre Bolling und Mikenitz miteinander zubrachten.. , , Il-fs Am letzten Nachmittag bei einem Spazierganze in iden Feldern, in der S!ähe des Landhauses, das die junge Slmeruanerm mit lhrer Tante bemodnke geschah es, daß plötzlich aus einem Felde ' eme Schaar Redkühner lärmend auf flog und dem Walde zufegelle. . , Ach, wie bin ich erschrocken rief Miß Mary, und doch liebe ich gerade kiese Thierchen so sehr natürlich gebraten," setzte sie hinzu. : Gespickt sprach Herr Mikenitz mit einem 'wohlgefälligen Gnnzm,miZ Speaschneiden belegt und Rothkraut da-

zn, ja, eö ist wirklich ein Essen für Göt ter.- Und dann zog er sein Notizbuch hervor und machte rasch eine Bemerkung in dasselbe. Mih Mary spielte ihre Rolle tadellos bis ZU Ende. Sie begleitete sogar, noch immer unter, der Maske der Frau Bolling, Herrn Mikenitz bei feiner Abfahrt auf den Bahnhos. wo sie wieder ein prachtvolles Bouquet von ihm erhielt, und noch aus dem Fenster des Coupes rief ihr der wackere Mann zu: Meine liebe Frau Bolling, eS bedarj keiner Schwüre zwischen uns. ich werde Sie niemals vergessen, niemals!" Dann brauste der Mg davon, und Bolling führte feine kleine, reizende Re servesrau im Triumphe nach ihrem Landhäuse zurück, den ganzen Weg über ihr Lob fingend und immer wieder ihre kleinen, zarten Hände küssend. Doch wie jeder schöne Traum, sc nahm auch dieser ein Ende. Eines Tages kam ein kleiner, kurzer Brief auZ dem Bade, welcher die Rückkunft der Frau Bolling ankündigte, und eS blieb Herrn Bolling und Mary nichts mehr übrig, als für lange, vielleicht für im mer Abschied zu nehmen. Kein Theil hatte Ursache, etwas zr bereuen, oder sich einen Vorwurf zu machen, und so schieden sie als gute Ka meraden, wie sie es diese acht Wochen hindurch gewesen waren. Dann kam Frau Bolling zurück, wurde von ihrem Gatten mit lebhafter Freude empfangen, und Alles ging im Hause Bolling wieder seinen alten gewohnten Gang. Soweit ging Alles gut. Dann kani aber die Zeit der Nebhühnerjagd, und eines Tages, während Bolling in Ge schälten abwesend war, bekam Frau Bolling einen begeisterten Dankbries von Herrn Mikenitz, welcher von eine! grölen. Kiste begleitet war, die drei Dutzend prachtige Rebhühner enthielt. Frau Bolling hatte an diesem Tage Gelegenheit zu beweisen, daß sie nicht nur eine hübsche und liebenswürdige, sondern auch eine kluge Frau war. Stt ließ die Rebhühner im Keller aufhäw gen nd nach und nach, auf daS Best, zubereitet, auf die Tafel bringen; ihrem Manne jedoch sagte sie kein Sterbens wörtchen weder von dem Brief, nock von der Rebhühnerfcndung. Aber der blonde Engel war für im mer kurirt. Frau Bolling reiste sew dem nie wieder in ein Bad, und hatte auch kein? Badeanbcter mehr.

uglische NegimentS. Lieblinge. Von englischen Regiments-Lieblingen macht die 5köln. Volksztg.- nach dem Art Journal folgende anziehende Mittheilungen. AlS 1809 zwei Offiziere des 5. LanciersRegiments in Lucknow in Indien aui der Jagd waren, trafen sie auf eine mächtige Tigerin mit ihren zwei Jungen. ' Die Alte wurde erlegt, die Jungen gefangen und im Offizierskaslno erzogen. Einer von den Pfleglingen erstickte 'an einem Hammel kotelett. Der überlebende Tiger kam dann als Geschenk an die Füsiliere in Madras, das spätere 102. Regiment! und jetzige erste Füsilier-Bataillon in Tublin. Plassey. so hieß er, zeigte sich stets sehr zahm und stand mit den Solbaten auf's Beste; ferner schloß er Freundjchast mit einem friedlich weiden den Ezel, emer Antilope und einem Hunde. Als das Regiment nach England beordert wurde, fuhr Plassey auf dew Dampfer Junona" mit. Auch sein Freund, der Hund, kam mit herüber, und beide hielten von. nun an treue Kameradschaft; sie fraßen sogar beide auS cmem Topf. GroLmuthlg ließ der Tiger den Hund sich immer zuerst sättigen; wenn er aber glaubte daß sein Kamerad genug gefressen, gab ihm einen kleinen Klaps auf den Kopf, und der Hund wußte, daß er nun aufzuhö ren hatte, da er immer sich friedsam zeigte, keinen Feind und doch einen, nämlich eine alte Dame, welche in Do ver wohnte. Diese schrieb eines Tages an den Regiments. Commandeur, sie habe gesehen, wie der Tiger, mit dem Schisse angekommen sei, und seit der Zeit habe sie cS nicht mehr gewagt, vor die Thür' zu gehen. Als der erste Bnef nichts fruchtete, schrieb sie noch einen und wieder einen, bis der Com mandeur nicht anders konnte, als den Tiger der alten Dame opfern. Plassey wurde nach London in den Zoologischen Garten geschickt, wo er 1877 ' deren bete. Näher lag es, dasein Reiterregiment sich ein Streitrog zum Liebling erkor. Es ist eine rührende Geschichte, die von Black Bob, dem schwarzen Bob des bauptmannS Rollo GilleSpie vom 8. hufarenrcgiment. Gillespie siel im Kampfe bei Kalunga, worauf sein Pferd mit der noch blutigen Ausrüstung seines Herrn versteioert wurde. Gil leSpies Leute hielten aber das Andenken ihres gefallenen Anführers in Eh ren und litten uich. daß daS Pferd in andere Hände gerieth. Ein Ossicier eines Dragoner Regiments bot 400 Guineen, die, Husaren schössen 500 Guineen zusammen und behielten Black Bob für sich. DaS Thier lief stets ceaelmänia an der Spitze des Regi meutZ uns wußte genau dessen Trom petensignal von denen anderer Rezv ente'r f zu? untc?ichelden,j ,, ,,Als das Regiment wieder nach England Zurück mußte, sah , es .sch,gezwunzen,yd zu oerkaufen. Der Käuser erhielt die. Hälfte, deS Kaufpreises gegen die feZertich: Züsicherung zurück, daß daS Thier bei il)M nur zute Tage -baden" solle.- Drei Tage war Bob in seinem neuen Stall, als er die Hornsiznale seine ? für immer abmarschirenden Regiments hörte. DaS Thier geberdete sich wie wüthend und kuckte am jede Weise loszukommen, bis S fast ''erwürgt und kraftlos zu Boden fiel." Seitdem mockte , es nichts meyr fressen und magerte fo ab.' daß der Ae. scher es auf eine Weide bringen lieg; hier aber sprang i es t alsbald Mtti die Einfriedigung, . suchte tm Galorp die Ä antvn nc mcnts der europäischen Regi knenter auf uns sprengte auf den Exer-

cierplatz, wo Gillespie so oft auf ihm gesessen und die Parade abgenommen hatte. Hier angelangt, brach Blact Bob todt zusammen. Die alten wallisischen Füsiliere hat len eine Ziege als ständige Begleiterin. Alle Jahre am 1. März, am Davids, tage, feierten die Officiere ein Banlet, Beim Nachtisch, wenn man auf die Ce fundheit deS Prinzen von Wales tränt und die Musik mit einer wallisischen Volksweise einfiel, ritt ein kleiner Tam bour auf der Ziege drei Mal um deg Tisch herum, vom Tambourmajor qe führt. Das Royal Warwickfhire - Sie giment fübrt von AlterS her eine Antu lope m't sich. Im Jahre 1805 und damit wollen wir schließen er hielt das zweite Bataillon der Seaforth Highlanders von den Einwohnern u Roß (Schottland) einen jungen Hirsck zum Geschenk. Das Thier erhielt der Namen Rodcrick und wurde bald de, Lieblinz der Leute, umsomehr. als d einen ga.nz merkwürdigen , Korpsgeifl entwickelte. Rodcrick hatte eine Abneigung gegen alle anderen Soldaten, inS besondere gegen die Artilleristen, dener er stets mit großem, nicht zu zügelnde Ungestüm zu Leibe ging. Tie ÄnSsprüche ver sieden Weisen.

In der Goldenen Eule," einer alter Bierkneipe in Athen, befand sich zu An fang deS sechsten Jahrhunderts v. Chr. in einer Ecke ein Stammtisch, welcher sieben brave Greise inne hatten. De sie sämmtlich keine Eltern mehr hatten, so nannten sie sich: die sieben Waisen, und als die neue Orthographie ir Athen eingeführt wurde, fchrieben su sich die Weisen. Dadurch kamen sie ix den Ruf, wirklich weise zu sein, und al! sie das hörten, erschraken sie über oii Maßen und hielten Rath, wie sie der Ruf ihrer Weisheit aufrecht erhaltn sollten. Nach längerem Ueberlegn kamen sie schließlich überein, daß Jedei von ihnen einen weisen AuZspruch thu, solle, die griechischen Zeitungen würd dann schon für die nöthige Reklame sor gen. Das war aber leichter gesagt all gethan. Sie, die allabendlich in wür ' digem Schweigen dagesessen und de! schäumenden Getränkes sich erfreut hat ten, folltm nun plötzlich einen wcise Ausspruch" thun. Da kam Solon, de: älteste von ihnen, auf einen Gedanke der allseitige, freudige Zustimmung fand Trinkt, sagte er, so viel und so lange bis euch etwas einfällt. j Schon am andern Tage, als de Abend sich senkte, rüstete sich Periande, freudig zu dem großen Gang. Aber e: hatte die Rechnung ohne seine Frau Ge mahlin gemacht, welche ihm auf da! ' Schlagendste bewies, daß er heute bei häuslichen Kreis nicht verlassen dürfe DsS hätte ich vorher bedenken follen ! brummte Periander, und wie der Btit. stand der weise Ausspruch vor ihm Bedenke alles vorher.Glücklich war tleobulos, der sein Gattin wohlbehalten entkam und sich il der Kneipe festsetzte. Er hatte geg zwanzig Schoppen getrunken, ohne das ihm etwas Weises einfallen wollte. Tc trat der Kellner zu ihm und sagte .Mann. Sie haben ja so schwer gela. den. daß Sie das Maß nicht mehr fest halten können.- Da schnellte KleobuloS empor und sagte: .Maß zu halten ifi gut." daK war. sein weiser AuSspruch. Der dritte, Vittakos, ergötzte siä weidlich am Löwenbräu. Räch den zwölften Schoppen rief er: Kellner, noch einen Schoppen!" Wie Sn sehen, wird gerade frisch angestochen erwiderte der Kellner. DaS freut mich,- rief PittakoS, ich habe auch einen Riejenvurst. die Hauptsache ist. daß olleS. zur Zeit komm! alles zur Zeit, ha, der weiseste AuSspruch. den ich jemals gehört habe." Mir fällt nichts'ein," sagte Chilor beim fünfundzwanzigstiN Schoppen, ich gehe." .palt," rief der Wirth, erst zahlen. Ist meine Zech groß?" fragte Chiton ängstlich. Sei auf alles gefaßt." schmunzelte bei Wirth. Heureka." . rief Chiton, sei auf alles gefaßt, daS ist ein vorzüglich AuSspruch. Und indem er fortging, ohne seine Zeche zu bezahlen, rief el dem Wirth zu: Sei auf alles ge faßt." Auch Thales perspürte lange keim Wirkung von dem genossenen Getränk. AlS er nun vor seiner Hausthür stank und da Schlüssellot, nicht find konnte, blickte er plötzlich seinen Schat ten und glaubte, es wäre der , NachtWächter, der ihn arretiren wollte. Aber bald bemerkte er seinen Irrthum uui rief lachend auS: Mensch, erkenne dich felbst. EtwaS ängstlicher Natur war Bias. Er fürchtete, oen weisen AuSspruch zu finden, und trank daher in riesiger Hasi und, was noch schlimmer war, verschieöene Biersorten. Ja," seufzte er, mehrere machen eS schlimm." Er meinte natürlich mehrere Aiersorten-, aber das kann jich jä nun'Jeoe? zurechtlegen, wie el wul. Der sonst so schlaue Solon fand sev nen AuöZvruch erst, a!ö er von seiner Gattin die gewohnte Gardinenpredigt entgegennahm. Sie machte eZ nämlich ganz besonders arg. 'n Äischen, trinken kann ja Jeder," schrie sie, aber nichts zu sehr." Bon!" sagte Solon; nichts zu sehr! . Dieser AuSspruch soll mich berühmt machen.- Und so wa? es auch. Ein junger M oral pbv l ö s o v &?! Mutter: Run. Geora D mujät diesenKuchen mit Deinem Bruder ehrlich tbeilen.- Georg : Was heißt denn ebrück. Mama? Mutter : Nun. daß Du ihm daS größte Stück geben sollst. Georg ; , Ach, Mama, dann wär' es mir lieber, wenn Karl' de Kuchen eyrlich theilte l Gedankenspritter. Die Natur hat ihre eigenen Entschädi gungs mittet ; wem sie Weisheit ,, verweigert, dem verleiht sie Einbildung dafür."

Prosa mit Poefie. Der Kellner Frik ist

sterblich in die Köchin Katharina verliebt und ruft seie Bestellungen mit geisterhafter Stimme durch das Sprachrohr zur Küche hinab: Süßer Engel! Zweimal Rumsteak mit Kartossel! Ich küsse Dich, Herzenskind!" Einzigste Zuckerkathi! Ist das Schweinskotelett noch nicht fertig? Grutz un Kuß! .cheriiensdiebin: Dein ist mein Herz! Wann kommt denn eigentlich der Kalbskopf in EM? Stets Uebe lch Dich und denke nur an Dick." Kindliche An sich ten. . jVvr-fzST h 5 l-fr täiyBBBtf m wm s Aeltere Schwester: Möchtest Du nicht auch, wie ich, singen und Klavier spielen lernen?" Kleine Emma: Nem, tch wm ueber heirothen.Liebe kann Alles. Sie- Den VerlobnngSrina mufj ich aber bis um nächsten Ball haben. Bitte kauf' ihn ja zur rechten Zeit. E r: Hab mich schon danach umgese hen. Der Juwelier sagte mir, daß er mir pumpen wolle viS nach der Hoch zeit. Ihr Kummer. Eddie, ich: wollte,, ich, Ware so dick, wie Du. DaS wünsch nur nicht. Wir Dicken haben auch unsere Sorgen, aber Rie vand hat mit uns Mitleid.. Sükmnulchcn. Mutter: Weshalb glaubst Du benn, mein Liebling, daß die Susanna den Zucker aus der Dose stiehlt? Der kleine Charlie: Ich horte gestern, wie der Papa zu ihr sagte, ihre Lippen schmeckten so süß. Davon hängt's ab. Kleiner Max: Ist morgen wirklich die große Lcnnensinsterniß, Mama, von der papa erzählte? Mama: Gewiß, aber ur, wenn Du heute den ganzen Tag, !ber recht artig bist! Auch eine Kunst. Wirth: Bit sind doch Volksschullehrer, wie kön en Sie sich denn in , daS Fremdenbuch Us Künstler" eintrageü? Lehrer: Klauben Sie, daß es keine Kunst ist, it neunhundert Mark jährlich auSzukommen? ! , , : . ;: Diese Kinder! Fritzchen: du, Onkel Wilhelm, warum siehst Tu eigentlich' nickt weiß auS? Onkel sStudent) : . Weiß ? Was' steckt denn da vieder dahinter? Fribchen: Ja. die Nama sagt noch immer. Du stäkest bis r ...?" f- f. ? . . . aver oic ajnien in oer rnoei - ' l ..: . , ',. , . .t i" c Sern ;? A e r g t r. : z Parvenu: Behauptet . dieses Rindvieh von einem achöar, .ich sei nicht seines , Glei. chen! 'rr. ;, - ' 11. :iiin:iln I ' .rti i1 ,. I..:'...:. ... :. J- . J. ,L .. .,. ; " Split er. k Warum so Vieles iber Frauen, iprechen ? .Sie sprechen zhnedieS schon genug über sich selber l "

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dumsreZke den Kichard Schott. Frau Susanne, die Gattin des Stadt gerichtSrathZ Lehmann. war eine kreuz' drave Person, aber sie litt, namentlich hinsichtlich ihrer eigenen Bedürfnisse, a einer übertriebenen Sparsamkeit, die, wie der aeneiate Leser mt-Graupn be merken wird, einmal beinahe verhängnivoll sür sie geworden wäre. Fra, Sumnne war, wle man zu faaen pfteat. ebenso dick, wie sie lang war. Teshall gab ihr alter Oausarzt ihr immer w:e. der den Rath: Iran StadtgericktS. rätbin, hören Sie auf mich, gehen Su nach Karlsbad.- Aber davon wollte sie nichts wissen. .Wat? Nach Karls' bad? Wo die Dreierbrode 'n Sechser kosten?" antwortete sie immer. .Nee!" Lange sträubte sich die kleine, energisch Frau; da aber der Arzt endlich ernstlich darauf bestand und ihr Gatt: ebenfalls, so wllllgte sie ichließllch txn. Die Kur wirkte vortrenlrch, sie kani um zwanzig Pfund erleichtert zurück, und das versöhnte sie denn mit den großen Kosten. Nur eins vermochte sie absolut nicht zu verwenden: Dtc Nach kur. . .. Der Karlsbader Doctor hatte tbt nämlich verordnet, auch zu Hause mit warmen Bädern noch eine Zeit lang sortzufayren ; sur iolch ein Bad mußte sie bei Pochhammern jedesmal 7$ Groschen" bezahlen. DaS ging ihr denn doch über die Hutschnur-, und so kam sie'endlich auf die grandiose Idee, sich die Bäder unten im Waschkeller ihres HaufeS selbst zu bereiten, wo der große kupferne Waschkeffel sehr wohl als Badewanne benutzt werden konnte. Sie l'eß sl'o eines Tages den mächtigen Kessel durch ihr Dienst Mädchen. Pauline genannt, mit Wasser füllen und ein tüchtiges Feuer darunter machen. Dann, nachdem sie die Thür von innen verschlossen und sich entkleidet hatten kletterte üe aus den Herd und rutschte, da daS Wasser inzwischen warm gewor den war, wohlgemuth hinab in den' Kenel. m welchem ihr kleines Perlon chen vollständig verschwand. Ach, war das mollia"! Viel angenehmer als bei Pochhammers in der Badeanstalt, und, vor allen Dingen: so viel billiger! Ja. es war eme brillante Idee geVesen ! Lange saß die Frau Stadtgerichts rathin so, bis an den Hals im Wasser, tief unten in ibrer improvisirten Badewanne und rechnete nach, wieviel sir wohl auf diese Weise mit der Zeit ersparen würde.' während das Feuer rni ter dem Kessel munter seine Schuldigkeit that und daS Nasser allmählig aus eine Temperaturhöhe brachte, bei welchem emem n?rmal gebauten Badethermometer vor Schreck das ganze Quecksilber zu Kopfe gestiegen- wäre. Nun begannen auch die Hautnerven der Frau Stadtgerichtsräthin ihre Herrin darauf aufmerksam zu machen, daß em längerer Genug des bllllaen BadeS rncht mehr thunlich erscheine, dgß es vielmehr Zeit 1, vor den leise beginnenden Sirenengesängen der Wassergeister zu fliehen. Noch einmal blickte Frau Su sänne lächelnd in die Tiefe, , dann schob sie sich an den kupfernen Wänden des Kessels vorsichtig in die Höhe und er reichte schließlich mit ihren kleinen Händchen glücklich das Mauerwerk deS Herdes von dem aus sm vorhin so leicht hinabgcrutscht war.... Aber entsetzlich! die alatten Kupferwande, die ihre Fahrt abwärts so auffallend begünstigt hatten, schienen sich jetzt gänzlich abgeneigt zeigen zu wollen; denn so viele Mühe sie sich auch gab, empor zu , kommen, so übergroße An strenaunaen. ibre zarten Anmchen auch machten, die Last des kleinen kugelrum den Körpers nach sich.zu ziehen, immer rn schien ihre Fußchen an. dem glatten tetallboden wieder hinab. MMe.Tiete. Verzweifelte Situation! Jnzwlichen war der-Chor', deo Was sergeister aus dem anfänglichen pia- " f nissirno" . vereus m am Ziemlich vernehmbares wpiano übergegangen und Frau Supnne, die sich-als lanahrl ges Mitglied' der Singakademie nur allzu gut auf- die Gefttze der- edlen Musika verstand, mußte'sich mit.Schrck. ken gestehen, daß bei , der ponfiiocaBerzelchuung em weiteres -crescendo nicht ausbleiben würde. Was blieb ihr also übrig, als mitiden.Wölsen zu heulen"? Auch sie sing plötzlich, an zu singen, rnifr zwar gleich, fortissuno. tut höchsten, schärfsten, schauerlichsten! Dis kant: Htlie! Hütd: Paullne Pau Cine! Hilfe!- Glücklichkrweise war Paulme m der Nahe geblieben. Ihr Schatz, der Glaser Knesebeck, war gerade vorübergegangen, als sie aus der Waschküche kam, und nun. hatten sie die günstige Gelegenheit-. t einem kleinen Rendezvous benutzt.. Erschreckt eilte Pauline jetzt zur Waschkellertbür; Wat is denn los, grau Jerichtsräthin wat is denn los?" Obte' machst'. da.ß De rein kommst ! rief Frau Susanne: Wo' stichste denn man. Tu alte Suse'? Willste mir denn? hier im Kessel fchmorrn lassen wie 'nen. Krebs?" - Aber Sie hsben sich ja inseschloss: Frau Jerichtsräthiu,- entgegneie Pau line, vergebens an der Thürklinke rüttelnd. machen Se doch erst uff!- s , Von innen uff, dumme Liess?" schalt, die Frau StadtgerichtSräihm. Merkste denn mch, daß ich hies im Kessel sitze und ich ,raus, kann?" Um Jotteswillen, Frau JcrichtZräthin!" rief Pauline, der seht erst die bedenkliche, Lage ihrer Herrin klar geworden, war. Denn will ich man schnell den Schlosser holend , .Wat. den Schlosser ?! Biste überjeschnappt ?m schrie Frau ; Susanne, wo ich hier splitterhaelnackicht in , de, Badewanne Zitze?! Wo iö denn der Herr? Schnell rufste den Herrn, er soll kommen und die Thür ausbrechen. Auaaal' ,':.! ,Der Herr is ja : noch aufs Jericht, Frau JerichtSräthin!" antwortete Pau line. immer ängstlicher werdend. : Aber wat soll ich denn m an i nun bloß machen?-"' :i: r: ;: ... ' .' V:; ; , 5,Auaaa! AuaaeaaZ " jammerte die

Frau StadtgerichtZräthrn. VermuthlZck war der Chor der Wassergeister jetzl beim ms?2v5orts" angelangt. Pauline hatte vor Schreck ganz de, Kopf verloren. Was sollte sie thunj Sie konnte doch ihre Herrin nicht tä lebendigem Leibe garkochen lassen ! Abcz wie. wie sollte sie helfen? Sie stemmte sich mit aller Gewalt gegen dil Thür, umsonst! Sie bombardirts mit einem der Holzkammer enZnomme nen Kienkolbcn dagegen. alle veo geblich Z Und drinnen stöhnte die Fra? Amtsgerichtsräthin: Auaaa! AuaaaaaZ Paulinen stockte der Athem, oder, um einen poetischeren Ausdruck zu gebrau chen, ihr standen die Haare zu Berge. Da plötzlich ein lanzZezogener. furchtbarer, markerschütternder Schrei! . . . .Dann plötzlich tiefe Stille. . DaS Entsetzliche war geschehen: Di Frau Stadtgerichtsräthin war in dii ewige Seligkeit hmübergcschmort. Gräßlicher, grauenvoller Gedanke! Halb ohnmächtig taumelte Pauline gegen die Thür .... ader siehe da .... dieselbe öffnete sich, und daraus hervor trat.... Knescbeck! Mit kühnem Blick die Situation et fassend, war er auf den Hof zum Keller fenster geeilt, hatte dasselbe eingedrückt, war eingestiegen Und hatte so die Frag Stadtgerichtsräthin trotz ihres schTm hasten Sträubens und herzzerreißende Geschreies gerettet. Daß Pauline und Knesebeck baN darauf ein Paar wurden, versteht sich von selbst; denn Frau Susanne hätt den Gedanken, von einem unverheira' theten Manne im Bade überrascht wor den zu sein, gewi nicht auf die Tau ertragen. . . . Wenn aber erzählt wird, daß die Frau Stadtgerichtsräthin ihre kupfernen Waschkessel später noch einmal als Badewanne zu benutzen versucht habe, so glauben wir diese Behauptunz. mit vollem Recht als völlig ungZaubwürdig bezeichnen zu dürfen. Himmcl'GeschtSten. Von der Großmuth des Kapellmet sters Himmel erzähll der Bär- folgcnde Geschichte : Himmel pflegte zqeiner bestimmten Stünde des Vormit tags sein Gläschen Wein in einer Bcr--liner Wirthschaft zu trinken, wo er eine große Gesellschaft, die heitere Un terhaltung liebte, an sich zu fesseln ver stand. Dem Wirth war der regelmäßig große Besuch sehr angenehm, wenigek aber gesiel ihm, daß der Kapellmeister nie wie die anderen Gäste bezahlte, sondern, ohne nach der Zeche zu frage, sein Lokal' veelkeß. Als nun einmal! Himmel mit dem Wirth allein war, drückte ihm dieser ein Stück-Papier in die Hand, auf welches die' Summe aller Zechen seines treuen Gastes von ziem lich langer Zeit her nach Zeit und Flüssigkeit maß berechnet war. Tn Kapellmeister stecktden Zettel ein'und' empfiehlt, sich. Andern Tages stellen

sich die gewöhnlichen Gaste ein und xa gen: Ist denn der Kapellmeister noch-, nicht da?" Himmel aber kommt nicht,, die Unterhaltung lahmt der Wein mundet nicht wie sonst. Auch die nachsten Tage bleibt' der' Vermißte fort; seine Kneipgenossen erscheinen auch nicht mehr; der, Wirth ersährt, daß. sein Schuldner jetzt anderswo seinen Wein trinkt, und- daß , die lieben Gäste.ihm. nachgezogen sind. Der Wirth macht gute? Miene' zu' bösen Spiel. Er' schreibt' seine-Ncch nung auf' zwei' Zettel, die eine Hälfte davon auf den einen, die zwei!e.üLf denanderen und ' geht damit bei i früher Stunde zu Himmel, der- gerade bei' auter Laune ist. .Herr Kaxellmeister' aate erx,es sollte mir leid thun,' wknn. ich Sie neulich durch meine pedantische' Ordnungsliebe beleidigt und von tutl nem Hause entfernt hätte. Tauchen. Sie, wie.'ich eS mit 5)hrer RechnunH.ge macht habe. Die eine Hälfte, behalte -ich und zerreiße sie; damit ist sie also adgcthaD Die andere nehmen S.ie.ge. 'älligst in'Empsang." Wie?-"" fragte oer Kapellmeister. Jch sollte mich vom Ihnen an?Groümuth übertreffen lassen?' Sehen Sie.' bier, ich nehme die andere' Hälfte den Rechnung ud zerreiße sie auch!" Der verblüffte Wirth meinten Ach kommen Sie man nur wieder womöglich noch heute. Ohne' Ihrem Wunsch sollm Sie durch mich nicht mehr mit Rechnungen gequält werden!Der Kapellmeister kam die ganze srü here Gesellschaft zog iym wilder nach und btt Wirth bedauerte seine Großmuth nicht; Himmel aber vergaß seiner seitS-nie wieder, seine, Zeche, sofort, begleichen. Kleine B o s hatten Fegen die Frauen veröffentlicht das Journal dcL Tebats- aus-dem Nachkam. des ver swrbencn Publizisten Jean Jaeques Weiß; die kleinen Spitzen in deu nach siebend ausgewählten Vrobcn werden auch bei den Jrauen, selbst wcen der geistvollen Form leicht Verätzung stn den:, Nlglücksichfte der Geschöpfe ist etwa nicht, die klagend Ariadne, die euf ihrer Insel verlassen siyt. oder die vom Thron gestürzte Irenen oder viel leicht' Rachel, die ihre Umder beweint. ES ist. ds , Eva.,, unsere gemeinsame Mutter, die solanze leben Mußie, ohne Cine .iwsglcichen MZibreähelM haben, über die sie edisiren konnte. Lichts ist geeigneter, , uns von deu ffrau zu kurrreu, als wenn an sicht. wer bei ihnen Eriolg hat. Tie Männer trösten 'sich nicht über die erste Liebe, die Frauen nicht über die letzte. Man sollte nie Zagen, ver Maun Ssdern, die Männer", , noch .dv.Weider-, sondern .das Weib", denn.es gibt. Tausende von Männern und nur 3 ein Weib." .Sobald der strnn . di bürgerliche Gleichheit .eingeräumt sein wird, wird eS keine, Gleichheit mehr geben; der Mann wird Sklave werden." .Die Abwesenheit , ist , daS größte Uebel und die Vergessenheit" das trau rigste Heilmittel.",, .Eine Frau stirbt zweimalö am Tage da, sie zu gefallen, und , am Tage, da sie zu leben an hört; ',r - äM::ii;i ""!;: ;

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