Indiana Tribüne, Volume 15, Number 2, Indianapolis, Marion County, 20 September 1891 — Page 4
Jndiana Tribüne. : Erscheint K i q i x ch und S o n n t g S.
t it täglick tritünt" tostet durch den Tröger HCcutl prr Woche, die TonntigS'.Tridöve" 5 EentS per Wocke. Setitt zusammen 15CcntS oder Ülleni perWsnat. Per Post jugefchickr in Vor. zubdezälunz per Jahr. Ossice : 130 Ost Maryland Strafet. Indianapolis, Snd., 20. Sept'br '91. $tr K,burtStSmkAn. Va. t?. n fftim,. Die Sommernacht neigte fi Uäi ' - Üjrm (Tp.de zu ; int C fit flimmerte uns lammte fchsn dss junge iffargenrath, erst schwach und zari, der von 'Minute zu Winuke in!eni:v?r 'erdend, bis die 3oanenfchbe sich voll und ganz über ein duftig blauen i'mmi oeSyugellanocs ; eznpsrhsd. Äoch war ei still auf Feld ! und Fwr. und nur, erst eu? eiilzelne:, Kaminen dran, heÜdlöulkcher Rckuck. ein Zeichen der gcschästiz mrrveslben Äenscheu. Im Schlößchen zu Rohndorf ksg noch Älles im festen Schlaf. Blos aus jenem Theile des Gebäudes, wo das Gesinde untergebracht war. tieß sich LSnn ver nehmen ; Thüren gingen aus und zu, das aroe eiserne Ho kthor v?urde oon dnn verschlafen dreinschauenden Knecht aufgeschlossen, der döse Hofhund m die Rttu gelegt, die Stalle geöffnet, und fo von ?ieueni das TnAeioerk begonnen. Brunnen raffelten die Ketten und Eirner. die Mögse holten Wasser für das ieh und sahen sich gähnend an. Nun erschien auch aus dem herrschaftlichen Trakt der Diener, in ziemlich derangirter Toilette, sein üppiges Haar, sonst forgfälkiz an das Haupt gedrückt, noch wirr und wild emporftchend ; für gewöhnlich ar er nicht gewohnt, so früh schon aus den Federn zu kriccken, auch er ging u:u Wasser und ließ sich sehr herablassend Don der Großmagd bedienen, dann wollte er in's Hau? zurück, n diesem Moment betrat eüie Gruppe Männer den Hf-. sonderharc lHejtalien, staubbedeckt, icfcer einen .oersteck: gehaltenen Hegensiand unter dem Arm. hautlos, geheimxigttli gaben sie mit Zeichen ihre fiinrt kund, ebenso geheiknnißvoll und v.i'd wurde ihnen geantwortet. Der wiener winkte sehr verständniß?oll und auf den Zehen folgte die stumme kleine Schaar, bis er, uin das Gebäude gehend, bti einem Gebüsch on Goldregen und Weißdorn stehen blieb. Hier folgte eine Tjtf lautlose kurze Verständigung, dann sä mm die frühen Ankömmlinge sich im .kreise, und jeder osn ibneu wickelte das isrgfällig bewahrte e:was aus seiner Umhüllung..; ' Cd! im Hochparterre lag daS Schlafgemach der jungen Herrschaft. .Blaue Seidenoerhänge dämpften da Vicht das klur matt in das elegante Gemach zu dringen vermochte. Unter blauscidener Bettüberdachung schlief eine rosig angehallchtc, fast kindlich aussehende ,rau. Die Herrin osn Rohndorf. lieblich? Traume umspielten die Schläferin, ein süßes Lächeln lag auf desn Ängesicht, die öruft hob und senkte sick in gleichmäßigcm Nhothkiiie, ein kislder Frieden lag auf der ganzen Ges:a!t ausgegossen. Da ursprünglich wie ein Erdbeben wie er Ausdruck eines Vulkans ein schmetternder Ton. dais die Scheiben k! irrten, dann ein zweiter, dritter die lunZ- Frau fuhr cnkseyt in die Höhe, die :ine Hand auf die Stini gepreßt. Was tua des Hunmelwillm war das? Toni, hcrzliebe Tom, heut ist ja Dem Geburtstag," sagte der Gatte, der ebenfalls erwacht und aus dein anstoßenden Zimmer näder getreten war. Wein Geburtstag ' Wie ich doch er schrecken bin, alle meine Pulse beben." Das war eine richtige Ueberraschung, T.iia Lieblinz, nicht wahr?" - Die wilden Tusche da unken lösten sich endlich in- milde Weisen, auf in fröhliches Lied folgte ein lustis aer Walzer, dann ein stimmungs, vsllts Srück. und die Plöser bemühten ich, zarte Töne den Biechinstranienten zu entlocken. Die ganze Dorfjugend starrte curch das tHartengitter auf die Musiker, sie unermüdlich ihre Melodien erschallen liefen. FröblÄt Gesichter überall. 'Hut oben iai Schtasgemucd des Geburts lugskindes schien die Wirkung keine fd heitere zu sein: mit etwas betretener i'itene begann die junge Frau die Strümpfe über die rosigen Füjje zu zie? tn. Aber so bleibe dsch. Herzcheu, höre hitt im weichen warmen Bette Dein Stäkch'chen an, ich glaub? gar, Du freust . Dich nicht etumat über dte Gebuttötagö: überrafchung?XV. gewiß sehr, sehr,; klang ti merklich kleinlaut zur Animort, aber ich muß aufttehen und Kaffee kschen.Kasfee kochen, u das fehlte noch, deute an Deinem Geburtstage, da mußt Du genichcn und sroh sein .Aber, lieber Dtts, Du .scheinst ganz mid gar zu vergessen, daß ich heute weder Köchin noch Stubenmädchen habe, also mj mich allein angewiesen bin." ,Teufel noch einmal! daran habe ich wirklich nicht gedacht. Doch bleibe, lied Brauchen, tfunj soll be Kaffee brrei ren. .Franz fm ro!e leiser Spott klang es, kurze Frage. .Der ranz der Dir zu ungeschickt zum einfachsten Dienst ist. Nein, nein, ich stehe auf und koche da? Frühstück selb st. ' . Thue das nicht, Liebchen, bleibe doch, mir zu Liebe." bat der Gatte zärtlich. Die junge Frau lehnte sich usch einmal auf ihr Lager zurück. Unten intonirken sie gerade .Schier dreißig Jahre bist du alt" da kam die Unruhe über sie. schnell huschte sie in ihren Schlafrock, .setzte rt Haubchen auf, nahm eu'.e große Schürze um und verließ das Schlafgemach, um in die im Souterrain gelegene Küche zu eilen. Wahi-end sich die zarten Hände abmühten,-Feuere zu . machen und alle Vorderei'unZen zu treffen bliesen sich die Musikanten fast heiser, bis endlich Otto durch ein Zeichen zu verstehen gab, daß ä tuin lernn sei iti grausame Ssiels.
D KunüjünZer endttea sich dann, den? Hause zu no verschwanden in der Ge? sindeswbe. Äa!d stand eine Riesenkaffeekanne vor ihnen mir ausgiebigem Vor rath an Gebäck, die durstig und hungerig gewordenen Bläser hatten in kürzester Zeit AÜeö verschlungen. Oben auf der einumraukten Veranda saß Otto von Kotwitz und blies den Rauch seiner Cigarre in den sonnigen Morgen hinaus. Auch er war hungrig geworden und harrte mit Ungeduld aus das Erscheinen leiner Gattin. Endlich, endlich kam sie, gefolgt von Franz, der das Frühstück prasentitte. Das liebliche Antlitz der jungen Frau glühte wfe eine Pfingstrose, das Häubchen saß schief auf dem Haupt, zwei verbrannte Finger der linken Hand hielt sie mit einem Tuch um
! wunden. Den Mo rg.cn gruh erwiederte sie herzlich, aber zerstreut und nahm die Gratulation ihres Mannes nicht mit gleicher Freudigkeit entgegen wie fönst irohl. Oftcnbar war sie nicht ganz zufried:n. als aber nun der Gatte scherzend ; meinte, der Kaffee wäre etwas dünn aus gefallen, da fchien ihre Laune noch schlimmer zu werden. .Ach. lieber, guter Otto, wie habe ich wissen können, dah ich gerade heute so viel Frühstückszäste bekommen werde, ich war ja gar nicht vorbereitet. .Latz es gut sein. Liedchen, er schmeckt mir doch, von Deinen Händen bereitet." Dies beruhigte sie wieder um etwa, und als später die feierliche Befcheerung erfolgte, da lag, nur Sonnenfchein auf dem jungen frechen Antlitz, und innig hielt sie ihren Gatten umschlungen, der so viel des Schönen und Guten für sie bereitet hatte. Da fuhr wieder ein schmetternder Accord zum geöffneten Fenster herein, das junge Paar stob ordentlich erschrocken auseinander, rich tiz, da standen die lS Musiker im Halb kreis unter derFreitrcvpe derVeranda und mühten sich ab, den HochzeitSmarsch wir kungsooll vorzutragen. Die junge Frau. sonst eine enthusiastische Musikfreundin. fand heute wenig Gefallen an dem Vor: trage. Und dies war wohl nur allzu begreif; lich ; heute ohne Köchin, ohne zweites Mädchen machten sie die uncingeladener Gäste verwirrt, denn daß diese nun bis zum Abend blieben, verstand sich ja vou selbst. Doch was half'S, jetzt hieß es wieder, die durstigen Kehlen befeuchten. Wieder stand das Geburtstagskind in der Küche und strick Butterbrote für du Nimmerfatten und goß Bler in die großen Gläser, während oben der Gatt ftirnrunzelnd auf und ab ging, endlich seinen Hut nahm und das Haus verließ, feinen Geschäften nachgehend. . Es mochte schon fast Mittagszeit sein, da stand Frau von Kötwitz ganz rathlos und verstört in der Küche, während die Magd, die sonst nur zulgeringeren Dien, sten verwendet wurde, ebenfalls wenig zu winen fchien. Das war ja ein Kinderspiel gewesen, für d ' Frühstück zu sorgen, nun stand bereits Mittag vor der Thüre und noch waren keine Anstalten gemacht wörr den. Sckaa seit fast zwei Stunden hatte die junge unglückliche Frau das Kochbuch durchgeblättert, jeden Moment irgend eine Speise bereiten wollend, aber leider die Zuthaten waren bald von diesem, bald von jenem Gericht nicht vorrathig, dann waren es ja lauter schwierige Sachen, die übermaßige Mühe und Zeit er, forderten. In der Aufregung des MorgenS hatte sie ausserdem vollständig ver gesien, Fleisch und sonstige Bedürfnisse aus der Stadt kommen zu lassen. Nun stand sie da und mußte nicht ein, nicht aus. Die Brotsuppe, die endlich nach langem Suchen als die geeignetste befun den worden, war in Folge mangelhafter Aufsicht angebrannt und erfüllte den Raum mit widerlichen Dünsten, sie mußte unstreitig durch eine andere ersetzt werden. .Grethe. fchälehier diese Kartoffel, wir werden Kartsfselsuppe machen, lasse sie aber um Gottes willen nicht wieder anbrennen sagte sehr kleinlaut Frau von Kotwch. nbermals das Kochbuch sieberhaft durchblätternd, stand sie damit glühenden Wangen, tief aufseufzend, als laste ein schweres Unheil auf ihr. Die Töne eines lustigen Galopps drangen bis m die lcüche hinein, verzweifelte Blicke warf sie um sich, das Herz pochte ihr zum Zerspringen, da darrten draußen außer, ihren Leuten nc4 so diele Andere des Mittagessens, und in ihrem immer oer wirrter werdenden Gehirn wollte sich kein rettender Gedanke finden. O welche Pein! Heute znm ersten Mal sollte sie sich als Hausfrau bewähren, heute gerade, und welche Blamage harrte ihrer ! Die arme gequälte Frau seufzte tief und schwer auf. Wie leicht dachte sich die.Unerfah rene ohne dienstbare Geister daS Hausesen wenigstens für einige Toge führen zu können, und wie schwer wurde eslhr, aber nur ein schmerzhaftes Zusammen sahnn verursachten die Töne. Wenn nur diese schrecklichen Musikanten mit den großen Lungen und noch größeren Ma? gen nicht wären, gewiß es ginge Alles, Alles besser, aber die tteburtstagsilber, raschung raubte ix alle Fassung. Wie böse Dämonen kamen ihr die Harmlosen vor. die gierig ihre polypenattigen Saug arnie. nach ihr ausstreckten, um sie und Alles, was lebte und schmeckte, zu ver, schlingen. .Was solle mer denn koche?" diese inhaltschweren Worte der Magd, die halh neugierig, halb belustigt die junge Herrin beobachtete, rissen sie auS ihren verzweiselten Reflexionen. .Was sollen wir kochen? ' .Erdbir mit Hering, das essen mer AU gar gern." .Gut, gut, Grethe. kochen wir Kar, toffe! mit Hering, aber schnell, schnell, 's ist die höchste Z:it." .Was kriegen aber die Musikanten ? .Dasselbe, dasselbe, ("rethe, wem, die Schlüssel von der Vorrarhskanuner nicht verloren mären, dann wurde ich Schlnken dazu geben. Aber es ist Alles. t. les verkehrt, ich kann ihn durchaus nicht finden. Während die junge Frau die Kartof, feln zu schalen begann und Thräne um Thräne ihr über die Wangen rollte, deckte oben der Diener die Tische. Er kam sich wie immer nach der Anzahl der Gericht zu erkukdl2.en. . ...
atS ne odne Math und Hilfe allem Hand anlegen sollte! Die verlockenden Weifen eines Va!:ers umqaukelten ibre Obren.
Äelcye TchmaH, ihm sagen zu müsse, es gäbe Karroffelsuppe und Kvrtoffe! mit Hering, weiter nichts. Mit etwas per blüffter Miene zog Franz sich wieder zu, ruck. Frauchen, wo steckst Du dmn? Cssen wir nicht bald? Ich habe gewaltigen Hunger," so rief der Gatte von oben zu Souterrainfenster herein. .Gleich, gleich ! schallte es zurück, .nur noch ein klein Vischen Geduld. .Nicht wahr. Du beeilst Dich ein we nig. es könnten Gäste kommen." Gäste kommen, auch das noch ! Ver nichtet sank die arme kleine Frau auf th nen Stuhl. Gäste heute, das wäre zum Lerzweifeln! Ihre Muthlosigkcit wuchs von Minute zu Minute, ordentliche Ba che von Thränen entströmten ihren Au gen, von leisem Schluchzen begleitet. Welche Schmach ! Was wird Otto sa.
en, was wird Otto denke! Glaubte er r .f a ncyer, ne ver letze nicht allein vor trefflich zu kochen, sondern sie sei auch bekannt mit all den Pstichtcn'einer wirthschaftlichen Frau. O Gott, und sie hatte nicht einmal ein Mittagmahl zu Stand? zebracht. Tief und schmerzlich empfand sie es jetzt, sich nicht mehr mit der Kochi kunst vertraut gemacht zu haben die Schande, die entfehliche Schande! Pzie iine Verbrecherin kam sich die kleine izrau vor. nicht werth Otto's Vertrauen and Liebe. Und was werden die bösen Nusikanten, die fürchterlichen Menschen, aicht Alles im Städtchen zu erzählen, vissen, wie werden die Klatschbasen über sie herfallen, sie Stück für Stück zer reißen! Kein Geburtstagsmahl, kein .Zestessen, Kartoffel mit Hermg, oh welche Schmach ! Während die junge Frau sich diesen sie so sehr bedrückenden Gedanken hinge? zeben, war das Feuer erloschen, das Ko hen in den Töpfen hatte aufgehört. Ein Blick, ein Blick des Entsetzens, nd das gequälte Geburtstagskind er kannte das neue Mißgeschick. Nun war :s aus mit der Fassung, laut auffchluchzend stand sie mitten in der Küche, von :inem Gefühl des tiefstui Elends durch)rungen. Grethe stand mit offenem Nund sprachlos am Herde. In diesem Moment betrat Otto Ur Kaum und stürzte auf die Weinende zu. .Aber Kind, liebes süßes Frauchen, vas treihst Du denn da, ich glaube gar Tu weinst?" Er schlang seine Arme im sie, während sie ihr thränenfeuchtes Jesicht an feiner Schulter barg. .Sage ir. was bedeutet das, mein Liebling? Ss ist ja gar nicht möglich, daß Du an Deinem Wiegenfeste meinen kannst! Höre doch, wie fröhlich die Musik klingt!Sie schauderte und vergrub sich tiefer und immer noch laut schluchzend an seine Lrust. ,:, .Otto! Otto ! vergieb ! vergieb l .Ja was denn um Himmelswillen? Du bist ja heute ein wahres Räthsel für juck)! .0 Otto, stöhnte die kleine Frau. ,ick ich kann ja aar nicht kochen wir haben heute gar nichts aa nichts zu esse, ich bin nicht werth. Deine Frau zu sein. Erneuertes krampfhaftes Schluchzen. .Sei nicht kindisch, komm, trockne Deine lieben Augen. Warum bist du denn )o ausgeregt ? .Ich o Otto, sei nicht böse, veracht mich nicht ich kann gar nicht ich kann gar nicht kochen ich ich glaubte eS wurde gehen, aber Lachend, aber doch tief gerührt, strei chelte Herr von Kötwit) die Haare der laut Weinenden. .Nuu dann essen wir einmal nichts. daS wird so- schlimm nicht sein, drum mußt Du nicht fo verzweifelt thun, mein einziges Herz! Er hob daS thränenge vadeteGejicht empor und küßte es zärtlich .Sei wieder froh ! Ein schöner Geburts tag für Dich, Du arme Kleine! Un ec Thränen verbracht ! Wahrend me mm aen Leute so umschlungen dastanden. erschien, eine corvulenle Dame in der hur, aetolqt von ?vran, und einer land lichen' Person, beide schwer beladen mit gefüllten Korben. .tzi da treffe ich erst daS Geburtstags kind. und ich glaube a?r, es eint ' Herr und Frau von Kötwitz stürzte der Dame entgegen. .Tante Marv! .Kind, Du, weinst, warum denn um Jefu Willen!" Der Mann nahm für die Angeredete daS Wort. .KüchenfatalitZten liebe Tante, verbrannter Braten, sitzengeblle bene Mehlspeise, was weiß ich, was es ilU ,OttsZ Die junge Frau fing von Neuem an. mit Thränen zu kämpfen. Das trifft sich ja herrlich. Kinder chen ; ich babe, wlssenb, daß Ihr heute keine dienstbaren Geister habt, recht ausziedig sür den Magen gesorgt, ..da seht her, und auch meme Köchin umgebracht, ie Euch ein wenia helfen foll. ranz begann unter der Leitung der llk Ittn Dame die Schätze auszukramen. !e sich als ebenso reichlich me ttesftlch i pralentnten. .O, Tantchen, welch herrliche Idee l solche Gedanken kommen nur Dir, Tu liebes Tantchen. . Ihre Augen leuchteten nun vor Freude und fo zärtlich hatte sie noch nie die dicke alte Dame umarmt und geküßt. Dabei dachte sie an das sünfzehnkSpfige Unge-' Heuer, das nun sür alle seine Leistungen uicht ungefpeist von dannen zu ziehen brauchte. Roch schauderte sie bei dem Gedanken an die ungekochten Kartoffelt' Niit Heringen! .Ich alaube. ich komme heute ganz lt sonders gelegen schmunzelte die Tante, .was. .Kinderchen?" Der Tag, der so demüthigend fu? die fune Hausfrau .begonnen endete sehr lU'.llg. . , , Gäste kamen und imer mehr Gäste, und doch für Jede. wurde reichlich ge: sorgt. Abend tanzte Alt und Jung Ulf dem großen Rasenfleck vor dem Hause bei d;n Klängen der Musik, und erst fo5t !n der Nacht wackelten und wank, ten die müden biersatten Bläser nach Hause. , r j 1 " ; ; - . Oben unter himmelblauen Vorhängen aber leistete die jungt Frau den freiwilligen feierlichsten Eid, recht bald kochen zu Urnen. ' -- .. 1 , 1. Parole: Aurora.
kNstsH'franzöfischß Verhr, verung. Die'Uebersülle von Huldigungen.
ren Opfer gegen feinen ausgesprochenen Wunsch der russische Großfürst Alejis geworden, geben Millaud, dem uner chrockenen Franctlreur des guten Gechmacks, Anlaß, dem bedrängten Prin zen in seiner Weise zu Hilfe zu kommen. Der Humortst des Ftgaro" darf sicher sein, die Gefühle des Prinzen, ob auch nicht deren Ausdruck widerzuspiegeln. und den Gajt oes 'anoes nreyr zu ver etzen, wenn er thm nachstehenden Ge' dankengang unterlegt: Der Großfürst: .Eme Dasze T'ee, Wladimir, mit etwas geröstetem 'Brot. Mein Magen ist nicht ganz in Ordnung. sEs klopft.) berem!" D,e erste Kundgebung stellt sich vor. .Welche Freude, Kaiserliche Hobeit, Ihnen zu begegnen! Wir baben Ihnen zu Ehren ein Bankett veranstaltet im Namen der Corporation der Halle." Der Groß ürst: Ich mn allerdtngS etwas er müdet!" Die Kundgebung: .Sie önnen das Ihren Freunden nicht ad schlagen, Ihren ttgebenften Freunden, unseren Herzen, die mehr russisch als ranzSstich stnd." Der Großzurst (seufzend): .Gut, eS sei, ich wtll das nicht abschlagen."- (Nach dem Ban. ett): .Lassen S anspannen. Ich will im BoiS etwas Luft schöpfen," Die zweite Kundgebung tritt em: .Gnade, KatZeruche Höhnt, stetgen Ste n den Wagen, der unten halt. Wir haben im Hotel de Ville Ihnen zu Ehren einenBall vorbereitet.- DerGroßfurst : Bei dieser Hihe?" Der Präsident: Sie werden den Ball mit meiner Ge mahlin eröffnen." Der Großfürst: Ich tanze a nicht mehr." Der Präsi dent: .Im Namen Rußlands, tm Na men Frankreichs . . . . " Der Groß fürst (traurig) : ES sei, gehen wir." (Mitternacht). .Darf tch letzt zu Bett gehen?" Die dritte Kundgebung: Nicht ohne die Proben unserer besten Champagnersorten gekostet zu haben, die wir im Namen der Corporation der Händler mit diesem in Rußland so ge schätzten Wein Ihnen anbieten." Der Großfürst: .Sie werden mich noch umormgen.- (Zu Hause). .Endllch kann ich zu Bett gehen." Dte vierte Kundgebung dringt herein: KaiferlicheHodeit,kleiden Sie sich schnell an, um einem Feuerwerk velzuwoanen, welches wir Ihnen zu Ehren auf dem Place de l Etoue hergerichtet haben." Der Großfürst: Ich bin ja so müde!" Die Kundgebung: .Eine solche Flucht. . ein so schönes Feuerwerk! S werden den Parizern, welche Ruß land so sehr lieben, diesen Kummer nicht anthnn. Vivs 1 liussie!" Nach dem Feuerwerk. Der Großfürst: Schnell, schnell, zu Bett." (Man hört eine Serenade, die russische NationalHymne): Noch eme Kundgebung! Nein, jetzt rühre ich mich nicht mehr!" (Die russische Nationalhymne wird wieverholt). .Sie bestehen darauf und immer dieselbe Hymne. Nun, um so schlimmer, sie werden doch einmal müde werden." (Dritte Wiederholung, vierte, fünfte Wiederholung derselben Nationalhymne, begleitet von Rufen: Vive U Russie!). Der Großfürst ( verzweifelt, öffnet daS Fenster) : .Zum Teufel, jetzt habe ich aber genug mit Ihrer Nationalhymne. Ich verlange die Marseillaise!" Die fünfte Kund, gebung (mit Begeisterung): .Er ver langt selbst die Marseillaise. Vivs 1a Itussi! Hoch der Gronturst! Seien Sie beruhigt, man wird sie Ihnen bis zum Morgen spielen." Der Großfürst (zündet sich resignut eine Cnarre an, hebt die Augen zum Himmel) : Wa rum bm ich nicht m Carpentras g boren!!" Zuviel Blumen. Der pariser .Figaro" fährt fort. daZ Wettkriechen der Franzosen vor Ruß land, zu verhöhnen und er bringt in' fei' ner neuesten Nummer unter obiger Unterschrift aus der Feder seines humo ristischen Mitarbeiters Albert Millaud folgende Scene: In St, Petersburg. Bürgermeister (zu seinem Secretär): Haben Sie auf das uebenZwurdlge Telegramm des Maire von Cherbourg geantwortet? Secretür: Ja wnyl. Eine Depk' sche: 25 Worte, kostet 12 Fr. 50 Ernt. Bürgermeister: War die Depesche liebenswürdia? Secretar: Urtheilen Sie selber: .Dank sür Ihre Sympathie. Glücklich, Ihnen dle meiniae zu senden. Brüderllche Grüße, glücklich, entzückt. Es lebe Frankreich!" Bürgermeister: Und dem Maire von Roma? Secretar: Die gleiche - Depesche. Macht ebenfalls 12 Fr. 50 Cent. Bürgermeister: Thut nichts. (Ein Diener tritt ein.) Was givls? Diener: Eine. Depesche. Buraermetster: Vom Maire von Perigueux. Et bealückwünscht unZ, dankt und umarmt unS. . . Antworten Sie ihm, Pamphiloff. . Secretar: Ebenso wie den Andern? Bürgermeister: Unterdrucken Ste etnige Adjektiva. Lassen Sie nur zwei stehen. Die 'Depesche . darf , nicht mehr ali 10 Franken kosten. . Diener: Noch eine Depefche. Bürgermeister: Vom Maire zu Ca baillon. Er umarmt unS, liebt uns, druckt unS in seine Arme. Donnerwe: ter! Mein Budget, reicht nicht uuS. Doch antworten Sie.... ein Adjectiv wird genügen, aber ein recht warmes. Nur 7 Franken, Pamphil!! ! ' Diener: Zwei Depeschen. ' Bürgermeister: Noch immer?. . . Eine auS Erepayen-Dauphine, die ani dere aus Rocamadour.' Seien Sie ku i Phamphilon.' Dr Francs eine jede. .Dank, es lebe Frankreich,' umarme . m rrs. 1 ; . ' 5ic7 Aia Miro genügen. . . z j Diener: Man bringt einen Korb aus dem Telegraphenamt: 15 Depeschen. Bürgermeister (in Verzweiflung): Ach, man liebt unS gär zu sehr ! Alle Maire S scheinen sich verständigt zu ha ien. Antworten Sie. einen Rubel für
ff MW tUilM üfiB& lyl jjjx P hW
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wünschst Du, daß Deine Wäsche so weih wird wie Schnee, Und das waschen so schnell wie der wind ist, gescheh'. So laß nur die Santa Claus Seife Dir holen, s wurde noch nie eine bess're empfohlen!
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