Indiana Tribüne, Volume 15, Number 1, Indianapolis, Marion County, 19 September 1891 — Page 1
i OO -fO (VO rlC Kr h fvO w V V w ""VX l, iy& o y :;;;;:!Mi!: Office : No. 130 Oft Maryland Strafze. Jahrgang 15. Indianapolis, Zndiana, Samstag, den Z. September $
fCf x o R M fil tl AH ! JL y) k .1 j M 4
W sf vLJ -Mx
V..rV;' " -' . y J.r-? s f. 19 ?:) Vi-ii :'! !: : ,J' -O- : - '- '-'r'iJr," i ü..:"' -. 1
lb
UHzeigen ln Mftk Upalt? kosten 5 Cents per Zeile. , Anzeigen in welch! Stelle gesucht, oder offerirt werden, finde unentgeltliche Aufnahme. TikselLm bleiben 3 Tage stehen, können aber unbesch?änkZ erneuert werden. Anzeigen, nelchs bis Mittags 1 Uh? abge geben'wsrden, sinden noch am ftZbigcn Tage Au'naKuie.
Verlangt. Är l ang t: Bttder-.abmer Pslirer (Pictur Kwitt movldina vcttit.') tfcresfue: (i. Uartt cttr 13, uieDarn, W?i Verlangt in guter (junge, der dS Mechanl Zer und CFiilevi24fiia?t lernen will, bet Veo i'an&a, Optiker, m Oft Mrttt Ltraize. 2; rlangk ein gÄkesTiünftädckea: mnz gurr n;ff$lufl0.ca baien. 77 Eüd Telawareiitr. 39: (in e r I a st t ein ßlrS dr:rsdcS UJiSfrtfcn "i: HiLdarbrtt- gurer Veüa.: NaKzunag: li Ä)a!io Aveur. zü'i Zn vermiethen. Hjx 9 t v ei i 1 1 1) t n: (itn freundlickeS iitü. mit ftFr, i einen . anstanbijen ißccit. $lz.ZV lizU gtrcsc "U Zu verkaufen. ö Zu crtauie ieven in rn' D. j. ÄdiNon nn!j r kOürteilrehn jiuS von jtmmcrn. J8?tltr iltei 3& Zvmmcrköchc, Rancb aus, Wagen?rv:i?e. tcti 24 bei Ä, 1 Sujg koch (jute ieius, ÖTH3T5ctt uni litcrne, eijnitt r välf! wss es Akoftet, dsS dtlZigste Ifipsätturn ist meinem Luch. uncl.cn in allen theilen li Sttöt. 4Ä1 Äord Pinrftrase tM brinqk -iprozenr der ?liaoe: iFolurrasje blw; Z lösburnkrahe tzlÄÄ: kleine Baarzaiung. Mth per i'Ioitat ; Mi (iofearnftraye lä0; no meljrcf t strund'rücke in Eoburnftrakc. !te mit fa?. ifi cker ,arm, H Meilen riSrvlicb vvn der Tralr. in Tauich mr BiaDtftRCUttiutn. j . A.WurKler. !Wj Oft aMrimun 2lvBerfchiedenes. Politifcke Ankündigung. 3ti'.T!xt für Philipp Reich wein. tadttüth a: lre." Atii 21aStrsttf at karge" Henry W. Laut, Ball, ZUmmM Oktober m. Dr. E. R. LEWIS. t MijytahiMU au'cklH!!iLi . &ül: tu 9dase l-5t ra k li e i teu. 27,7 Ncrd TeZaware -trk';e. Xcl,v!w:, Vi'lO. Cftecftanl)cn : 9 Ihn 'fijrin. dö 4 UJi- tfiufruntraa. Dr. I. A. Sutcliffe, bkickAtiKt sick auS'cklie'zlich mit mundärulichen rta&e,i un mit ietSe!x im UntitjanffintCit. o. 5 Cit Marke Strotze. C"ficf 'itnnben : 9 fci 10 Uhr Hsrri. 2 bis? Nbr ni. ZoniagS ansAensrnrnrn. lelr phsn Vl. Teutsche, itc bisgo besuchen, sollten nitt Mtfetilem Max Römer. S4 und SS La Salle Str, de ?kilbcea?te coul anten Wlrth roruspre ck en. Lenlral gelegen und elegant auSzesm?!. !ene deuMe Kucke. In:sonilte u. einheimiiLe KZelAk nd Mr. auuitclplatj vrs?nnenr, v D:r'ckkr Ckttszs's und deutscker ibr'scher suö a len Tdeilkm d;s Se'iens. ixeorM llei'i'Mlliui Lelchellbeftatter, Office : 26 üd Telavarestr. Ställe: 120, m, m, 126, 123 Ost Peerlstr. Telepdö fll I Offen Tag und Nacht. N. W. Ecke Pennsylvania und Washington Strafe. Herbst -Hüte. D!e feinste Auswahl rsn HerbstHüten ist soeben eingetroffen bei BAMBERGER. Neue Wirthschaft. Feines Aurora lUeri Getraute aller Lorten und d?r besten Qualitäten. Aohn B. WeZttdolx Agent. SübestSSe WMisSto nd New Jerfchstr, s-sr- i-4 sr 3JDTPlLini&TLZLm 1 jtne grctze Auswahl zu nech m 1agttvese ' m niedrig. Preisen. f'Qhm l M ü l l e r, . " Jzchon lsce. - UmonDepot geZrüSer.
tu of ttauie: sin sböeÄ Wotindaus, wri!
crütaenk'iüsler von oct Staat dr. Wa
breche Ä!o. tiv Bklleotttcine Tlr. vor. &9Liiö p
- nTirr:;,U) --- WEYESSS (0PTiCrNfcl FiTTED j V- ft3 Vbr. VWigtttjg exens XVrirtcjj MMIHHBHHHBMBMDnBBCSBBV
jmtiJ&Ji trJ ."Jl.'iVA ,T -
Vämberger,
r'-i ,is n
- vyyVjrViu
Editorielles. Eins dem kapitalistischen Zcitalter eigene Erscheinung ist die Vcrschwendung. Wl? meinen damit nicht die Verschwendung, welche in der Entfaltung von Luzuö, im Wohlleben und großem Aufwand besieht, sondern die durch oie wirtschaftlichen Verhältnisse erzwungene, den ganzen Gesellschafts körpcr schädigende Verschwendung von Arbeitskraft und Naturerzeugnissen. Die Menge von Obst und Früchten, welche weil planlos in mit der Kauffähigkeit deS Publikums nicht überein stimmenden Massen erzeugt verfault und zu Grunde gebt, ist enorm. Was an Abfällen in den Städten, an Holz im Walde u. s. w. zu Grunde geht, ist riesig, steht aber fast in gar keinem Vergleich zu der Verschwendung von Arbeitskraft, welche mehr direkt und sichtbar durch da 8 wirtüschaftliche System erzeugt wird. Für die Gesellschaft ist alle Arbeilskraft, welche für nutzlose Dinge angewandt wird, verschwendet. Es ist z. B. eine Verschwendung von Arbeits kraft, unhaltbare Waare ihrer Billig keil halber herzustellen, wenn man mit einer Verwendung von nickt viel lehr Arbeitskraft gute haltbare Waare hcr stellen kann. U,ld aus dieser Verschwendung folgt sofort eine andere, nämtick die durch den Einkauf von billigen, unhaltbaren Waaren entstehcndc. Der minder .Bemittelte sieht sich, wen es wahr in, daß das Beste stets das Billigste ist, meist gezwungen, das Theuerste zu kaufen, nämlich das Schlechtere, das zwar im Preise niedriger ist, aber bald verschleißt und neu erseht werden muß. Wir gaben hier also wiederum eine durch wirthschaftliche Verhältnisse erzwungene Verschwendung vor uns. Betreten wir das Gebiet der Ne klame, so zeigt sich uns die Verschwendung Zn ganz ungeheuerlicher Ansdehnung. Die Reklame dient nicht dem Umsah im Allgemeinen, fondern nur der Konkurrenz. Wenn B. zwei Schuhfabriken sich durch Reklame einander im Umsatz überbieten wollen, so
werden deshalb nicht mehr Schuhe geragen, nicht 'mehr zerrissen, nicht mehr verkauft. Die Reklame mag bloß zur Folge haben, daß von dem Umsatz auf ' die eine Fabrik mehr kommt, als auf tu andere. Wenn keine einzige Schub sabrik einen Reisenden hinausschickm würde, so würden darum doch nicht weniger Schuhe getragen. Wenn ein Geschäftsreisender besondern Erfolg hat, so verküufi eben eine andere Firma um so viel weniger. Die Bil der, Zettel, Karten u. s. w., welche zum Zwecke der Reklame hergestellt werden. mögen wohl dem einzelnen Geschäfts manne Geschäfte zuführen, für die Ge sellschaft, das heißt für dieAllgemeinheit ist die darauf verwendetcArbeit vergeu det, verschwendet. AÜe durch dieKonkurrenz hervorgerufene, lediglich der Re klame, dem größeren Absatz dienende Arbeitskraft ist vnschwendrt, diese Arbeitskraft erzeugt Nichts, was im Austausch gegen die Produkte nützlichcr Arbeit verwendet werden kann. Zn jeder größeren Stadt erscheinen mehrere Zeitungen, von denen jede täglich dieselben Depeschen, dieselben Lskalnachrichten veröffentlicht. Erschiene nur eine Zeitung, welche etwa von der Gemeinde selbst heraus gegeben würde, und in welcher den der schicdcnen politischen und sozialen Richtungen durchschnittlich der gleiche Raum gewährt würde, so war? ein riesigcs Quantum Arbeitstraft gespart Man bedenke, wie unter dem hcutigen System die Arbeitslosigkeit eine chronische Krankheit unserer . Zeit ist. Huuderttaufende sind tagtäglich ohne Beschäftigung. Menschliche Arbeits kraft kann aber nicht aufbewahrt, nicht auf laschen äewaen werden. Ein Mensch kann, wenn er an einem Tage nicht gearbeitet ak, deßhalb nicht am andern Tage doppelt so viel arbeiten. Die Arbeitskraft, welche nicht verwendet wird, ist verloren, verschwendet. Die unserer Zeit eigenthümlichen Verhaltnisse machen einen großen Au parat öffentlicher Institutionen zum Schule der Rechte, de? Eigenthums und der Klasseninieressen nöthig. Dieser Apparat besteht aus Polizei, Ge richtss und Aerivaltungsbeamten, ti nem Heere von Advokaten u.. s. w. All die zu dieser Apparate Gehörigen verrichte wohl Arbeit, aber es keine geftllschaftlich nuhöringende.
keine produktive Arbeit, keine Arbeit, welche die Produktion vergrößert, oder den Austausch der Produkte erleichtert. Es ist Arbeit, die nur unter einem be stimmten gesellschaftlichen System nothwendig ist, nur die Interessen gewisser Klassen zum Nachttheil anderer Klassen fordert. Ihre Arbeitskraft ist verschwendet. Alle Diejenigen welche gar nicht arbeiten, oder gesellschaftlich unproduktive Arbeit verrichten, deren Arbeitskraft also verschwendet wird, müsfen aber essen, trinken, wohnen, sich kleiden u. s. w. verbrauchen also die Produkte nützlicher Arbeit. Und nun bedenke man, mit wie wenig menschlicher Arbeitskraft, die Menschheit bei dem heutigen Stande der Technik ihre Bedürfnisse bcfrlcdigen könnte, wenn nicht durch die VerHältnisse erzwungen, eine solch riesige Verschwendung von Arbeitskraft stattfände. Drchwn Inland.
W e t t e r a u s s i ch t e . Für Jndiana : Allhaltend warmes, hübsches Wetter ; beinahe gleichblei bende Tcntpcratllr. . ; ollen Sträflinge befreie. L o u i s v i l l e, Ky., 18. Sept. Der Gouverneur von Tennessee hat dem Gouverneur Brown von Kentucky telegraphirt. nach zuverlässigen Nach richten beabsichtigten Kentucky'er Bergleute, die Sträflinge in den Kohlengruben bei Briceville zu befreien, und ersuchte ihn, dicS zu verhindern. Der Gouverneur erwiderte, er würde sein Möglichstes thun, wenn aber Kentuckyer in Tennessec das Geseh verletzen sollten, so würden sie dort dafür strafbar sein. t Sorenz Brentano, t E h i e a g o, 18. Sept. Der frü here Abgeordnete und Konsul, Lorenz Brentano, einer der angesehensten hiesigen Deutschen, ist hier im Alter von 9 Jahren gestorben. O. '. D i fr 30 eringsmeerfrage. Washington, 18. Sept. Der britische Gesandte Sir Julian Pann ce'ote hat amtlich unsere Regierung darauf aufmerksam gemacht, daß der modus vivendi betreffs des Robbenfangs im Beringsmeer, wonach die North American Commetcial Co. in diesem Jahre nicht mehr als 7,590 Robben erlegen sollte, von derselben verletzt worden fei, da sie metr Robden hat todten laen. Der Spezialagent Williams vom Finanzdepartement hat demselben seinen Bericht- darüber unterbreitet, welches ihn dem Staatsdepartement mit dem Ersuchen zustellte, denselben dem auswärtigen Amte in London zu senden. Wie eö heißt hat Williams darin zugestanden, daß die Aorth American Commercial Co. mehr als die vereinbarten 7,500 Robben erlegt habe. Die Sache wird hier als ziemlich wichtig angesehen und dürfte dazu führeu, daß der modus vivendi von jetzt ab außer Kraft erklärt wird. .- Ausland. Europäische Preßstimmen. Paris, 18. Sept. Die ganze hiesige Presse tadelt die Rede des Kaisers Wilhelm in Erfurt, in welcher er von Napoleon I. als korsischer Emporkömmling" gesprochen haben soll. Le Pays" sagt : Dieser heftige Angriff auf einen Mann von Genie und Große wie Napoleon, wird keine diplomatischen Folgen haben. Erzeigt mix den Charakter eines Monarchen, welcher keine Gelegenheit versäumt, Frankreich zu beschimpfen und die Rache zu beschleunigen, Auch Le Jour" sagt:' Die Rede zeigt, baß in Folge der jüngsten Ereignisse die Träume des Kaisers jah derflogen sind. E-x wollte, Europa sollte sich der Prkußischen Hegemonie blindlings unterwerfen und sindet sich jetzt Nationen gegenüber, welche sich erholt und entwickelt haben und- jeht seine Drohungen verlachen. La France" schreibt : , Diesmal sind nicht wir es, welche des Revanche geschreieö beschuldigt werden können Es ist der Deutsche Kaiser, der, uns
darauf aufmerksam macht, daß Armeen an der Tagesordnung sind. Seine Bemerkungen sind eine freche Verhöhnung des Patriotismus einer großen Nation. L o n do n, 18. Sept.. Die Times" bezeichnet die amerikanischen Ansprüche betreffs der Behringsmeerfrage für ungehcuerlich und anmaßend und die Argumente der Per. Staaten als der stärksten Auslegung britischer Wildfchutzgefetzc würdig. Sie sagt, die Seehunde seien wilde Thiere und ihre Ausrottung durch Jagd auf hoher See wenig wahrscheinlich. Die Gefahr komme von der Raubjagd zu einer Zeit da die Thiere vollkommen hilflos feien; wenn die Amerikaner dies selber zu thun und so die Robben auszurotten beliebten, so könne England nichts da gegen thun, doch dürfe man ihnen nicht gestatten, den Robbenfang zu monopolisiren, indem sie ihre Eigenthums-, rechte auf die hohe See und ihren Jn hlt geltend machen. Wenn sie sich entgegenkommend zeigten, . könnte der Robbenfang zur Brutzeit im Umkreist von 20 Meilen von der Brutstätte verboten werden. Berlin, 18. Sept. Die deutsche Presse behandelt die Aufführung von Lohengrin" in Paris sehr gleichgültig und nur einige Blatter sagen, die seitens der französischen Regierung dabei gezeigte Festigkeit sei beruhigend. London, 18. Sept. Standard" sagt in einem augenscheinlich von Lord Salisbury inspirirten, wenn nicht gar geschriebenen Artikel : Die ganze Welt sollte wissen, was England thun wird. Rußland würde sich einer höchst gefährlichen Täuschung hingeben, wenn es glaubt, daß Großbritannien ihm auch nur einen Augenblick die Herrschaft über die Dardanellen gestatten wird. So lange die Türkei die Meerenge wirksam bewacht, wird ' England sich schkNnMfcherk, sobald'aber'die ' Re gierung des Sultans in einem Äugenblick der Furcht oder Verwirrung sich außer Stande zeigt, dieser wichtigen Pflicht zu entsprechen, wird England sicher nicht zögern, die nöthigen Schritte zu thun, um diesem Fall zu entspre-chen.
Die zweite Aufführung deS L o h e n g r i n". Paris, 13. Sept. Heute Abend fand die zweite Aufführung des Lohengrin" statt. Während des zweiten Aktes wurden von der Gallerie mehrere zerbrechliche Kugeln herabzcworfen, welche übelriechende chemische Substanzen enthielten. Ein Mann schrie dem Kapellmeister zu : Wollen Sie die Marseillaise spielen ?" und Rufe erschallten : Schmeißt ihn hinaus !" Ein Mann wurde verhaftet, der in einer Loge saß und fortwährend psiss. Um Mitternacht war die Volksmenge 1 vor dem Theater so groß, daß die Polizei angriff und 680 Personen verhaftete. . Die Unterhandlungen in M ün chen. Rom, 18. Sept. Wie eS heißt, sind die italienischen Delegaten in München nicht im Stande, sich mit dcnen Oesterttich -Ungarn's über die Ein zelheiten des Handelsbündnisses zu ei nigen. Die ofsiciöse Presse dagegen erklärt, daß die Unterhandlungen rüstig fortschreiten. Es wird ferner bean sprucht, Italien sollten aus Rücksicht aus'seine Finanzlage besondere Zugesiändnisse gemacht werden, um sein po litischcs Interesse an dem Dreibund zu befestigen. . Wahrend Italien dadurch eine Besserung seiner politischen und kommet zielleu Lage zu erlangen hofft, erstreben die anderen Mächte dasselbe Ziel. Letztere sind 'große Jndustrievölker, welche für ihre Waaren neue Absakgebiete suchen. Italien dagegen ist ein Ackerbau staat und produzirt zu? Ausfuhr hauptsächlich Seide, Wem, Oel und Obst. Aber die Lander, in wel chen es jetzt den Hauptabsatz dieser Artikel hak, sind gerade die, gegen welche der Dreibund haupsächlich gerichtet ist. Diese schwierige Frage soll daher in München gelöst werden, denn Italien soll nicht die verlangten Zugeständnisse von den anderen Mächten erhalten, ohne seinen besten Kunden zu opfern. Die Fortdauer der Unterhandlungen scheint zu bestätigen, daß die italienischen, Delegaten den Forderungen Deutschland'S und Oesterreich'S nicht zustimmen können.
D i e französischenManöver. Paris, 18. Sept. Nach Schluß der gestrigen Truppenschau fand ein Festmahl im Nathhause statt, wobei der Präsident Carnot eine Rede hielt, in welcher er nach Schilderung der diesjahrigen Manöver sagte : Sie haben die Truppenschau, den letzten Akt dieser Manöver,' beendet. , Die Armee hat wieder gezeigt, was Frankreich von ihr erwarten darf und has ganze Volk, welches die Manöver ylit leidenschaftlichem Interesse verfolgt hat, ist dankbar. Das Volk weiß sehr wohl, daß ruhige Festigkeit, Klugheit und internationale Loyalität dem Lande die Gabe aufrichtiger Freundschaft und Vertrauen, gerechtfertigt durch feine Hilfsquellen und Friedensliebe bringen, welche es nicht gestört zu sehen wünscht. Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenommen.
Der Kriegsminister Freycinct imM General Saussier dankten dein Präfidenten für das der Armee gezeigte Zn teresse und versicherte ihn der Hinge bung Aller für ibn persönlich und die Republik. Zur Dardanellen frage. L o n d o h, 18. Sept. Der Tultan hat dem französischen Minister des Auswärtigen Ribot als Beweis seiner Haltung zum französich russischen Bündniß das Großkreuz des Osmanle - Ordens und dessen Frau ben von ihm gestifteten Frauenorden verliehen. Mit diefer Nachricht wurde heute Abend auck) dem hiesigen Auswärtigen Amt gemeldet, der britische Botschafter White in Konstantinopel habe von Said Pascha einen Bericht des Gouverneurs von Smyrna über den Mytilene-Zwischen-fall mit dem dringenden Ersuchen um eine Erklärung darüber erhalten. Da White nicht berichtet, daß er vom Admiral Lord Kerr einen Bericht über Sigri erhalten habe, so glaubt maU, daß dieser dort die Landung britischer Secsoldaicn auf höheren Befehl ausführte, um eine zu beherzigende De monstration zu veranstalten. Wie immer auch die Antwort auf das Verlangen Said Pascha's ausfallen mag, entschuldigend wird sie nicht sein. DerZwistmitChina. London, IS. Sept. Der Deutsche Kaiser hat ein Geschwader angeboten, um mit oder ohne Hilfe britischer oder französischer Schiffe eine Demonstration gegen China zu veranstalten. Frankreich schlägt eins gemeinsame Flotkndemonstration gegen Tien-Tsin vor. Die hiesige chinesische Botschaft hat von Peking die bestimmte Versicherung erhalten, daß die dortige Negierung die Krawalle gegen die Europäer zu unterdrücken vollauf im Stande und bereit sei, Entschädigung zu zahlen. Qchissönachrichten. Angekommen in : N e w I 0 r l : Italic von LiverPool, Fulda" von Bremen. S 0 u t h a m p t 0 n : Kaiser WilHelm H." von New Äork, Hamburg: Fürst Bismarck" von New Jork. -Havre: Der Chilian Kreuzer Presidente Pinto." Nnangenebm. Die 'Klage, welche von Nepublikanern eingereicht wurde, um die Auszahlung der vom Stadtrathe vergrößexten Gehalte der Stadtbeamten zu verhindern, wurde heute vom Generaltermin der Superior Court entschieden, und zwar in einer für die Beamten sehr unangenehmen Weise. Die Richter entschieden nämlich, daß sie zu keinem größeren Gehalte berechtigt seien, als der, Charter festsetze, weil sie zur Zeit, als der Sadtrath die Gehalte hoher stellte, schon im Amte gewesen seien. Die Entscheidung ist eine einstimmige, und kann deshalb nicht, als eine parteiliche angesehen werden, weil von den drei Richtern zwei, nämlich Tavlor und Harper Demokraten sind, und Taylor die Entscheidung niederschrieb. D' Staatsanwalt Bailey ist somit mit seiner opinion durchgefallen. . ; 'Da. werden die Herren wohl das, was sie biö jetzt zu viel gezogen haben, auch wieder herausgeben müssen.
Hiesiges.
Sozialistisch. Sängerbund.
Sonntag, 4. Oktober ! Abends 8 Uhr, o ,if SArrTs IV "W V V 4 j in der Mueuiierclior- Halle! Eintritt 35 cnt& a Psrfon. Mitglieder der Sektion haben beim Kaufe eines Tickets ein Tamenticket frei. Dach-Material! H. C. SMITH ER, öünkler in Kieödack Zkaterial, L und S plv iRiatn Nooklug, tuf;crtitc Tdeating. leurestem 'ÄZphölr'ii, srrokvarve. Tack ud Metall.Sarl x. ic. Crncc : IG 4Öf ft Ma,Uland Ttraf. li'icplii I. D a ch d e ck e r e u H. C. & T. F. SMITH ER. Käbige und verantwonlicke Tackdecker. Äics. dächer. Trinidad und .il'vnite Aöpbalt TSckkr. Alle Arten Uomp,ftilonö'Daw mit bestem Matertal. Vsft : No. 1L9, Nard : 180 W. Marvlandstr. Telephon 81. Indianapolis, Ind. Eälatoishea 1850. l56 llace to ottairt a thorougn knovledge os 1 I V Office Training, Etc., Is at the o!d reliable IKDIÄKÄPOLIS BUSINESS ÜKIYERSITY, Wh ßlook. It. Ptn. St., 9pp. PoitejSSc. HEEB & OSBORn. Send for Elegant New Cstslofe Tag tu Abendschule. Tretet jetzt ein. j)k 0 i A A TKAH 1 T i5(.V fj 1 1 1 1 1 II tech njr lirlj tntvI3i.nt 'S 1 I D I 1 11. read and rite, j "fr slllllll Arr lt)tnt tio, II worfc iodu V W W bvr io r.rn I hre. TtMiB4 I A TKAR t I5Vtot.rtfly noHoreitiicr te, nd lia. ioduitricuiljr, aad Dnllra rta (hlr n tvvlitl. hrrrrr thjr rill Im funfc tb liuatioB ot etil.ijnicoti dich yu rB rnm that iniouat. Katuoii tut mrunlrM MiccmfuUi bov. foiilyami quUklr iMrnvd. I &t lut ii. oriter srora acb dl.ulct tat nwiif f. 1 b' tready i.u(M and pronaetf ritb niploj Bi.nl lrr aailwr, irb.i ra nrkkU rn KM ..ravcli. Ii N ÜW tod HOI.I I. Futl utrUcultr FK CI ddrwt 11 nct, . C ALLCX. &lox A:ituitii, JUiOue. Die Gtaatö-Falr. Auf dem AtlsstellungSplatze geht es schon ganz rüstig zu. Die hiesigen Geschästöleute sind schon tüchtig an der Arbeit um ihre Waaren ins schönste Licht zu stellen und besonders reichhaltig scheint auch die Ausstellung von Maschinen zu werden. Montag wird die Fair eröffnet werden und Dienstag ist Kindertag. Kinder unter 12 Iahren haben an diesem Tag freien Zutritt. An allen andern Tagen beträgt der Eintritt für Erwachsenene 50 Cents für Kinder 25 Cents. Die When Band, mit Joseph Cameron als Dirigent wurde für die ganze Woche engagirt. Die Shakespeare Vorlesung des Prof. McAvov. welche gestern Abend in der Z. M. C. A. Halle stattfand, war zwar sehr genußreich, wurde aber durch die entsetzliche Hitze sehr beeinträchtigt. WO" Dem Boord of Public Works wurde gestern ein, 29 Unterschriften tragendes Gesuch vorgelegt, die Pflasterung der Süd Meridian Straße,- von McCarty Straße bis zur Gürtelbahn noch etwas aufzuschieben, weil dieCitizcns Straßenbahn Co. beabsichtige, dortselbst im Herbst ein doppeltes Geleise zum Zwecke des elcktrischen Betriebes zu legen. Wenigstens soll Herr Frenzel dies versprochen haben. Das Gesuch wurde von Zehn A Lang, dem früheren Polizeisuperintendenten ' überbracht, und Herr Conduitt bemerkte demselben gegenüber, daß er seine Zweifel habe, dajj die Pflasterung aufgeschoben werden könne, da der Contrakt mit der Minnehahn Co. bereits abgeschlossen? und deren Einwilligung nöthig sei; Gestern Nachmittag hatte der Board eine Konferenz mit dem Geschäftsführer der genannten Compagnie, kam aber noch zu keinem Cntsch!nsse.
V VV4l
Csäfc&'SC
(fflJjttMatM? mimB
y
PPK & S
-M 4m .'i$t ) m S rjB M i4 H-l " ' 'fra I -4" i ?f"' R ,'M!'!!''M!WHHU m,k,jk,!,liÄMMiii!iWz
o r n W e t t e r !
Wenn dieses Wetter nicht zum Reifen des Korns ist, dann möchten wir wissen, für was es eigentlich ist? Viel Kern bedeutet fette Schweine. Fette Schweine bedeuten feines Schweinefleisch.
ii
bedeutet das feinste Schweinefleisch in der Welt. Seht zu, .dah Euer Schinken oder Speck stets mit diesem Namen gestempelt ist. Um sicher zu gehen, fragt Euren Metzger oder Croccr stetö nach
ElLffil
Herbst - Moden für Herren !
JACOB Rerren -
iw
fr
No. 85 Ost Washington Ctrüße. ist mit einem vollständigen Lager von i m p o r t e n u n d e i n h i i n i s ch e n Stoffen versehen, und wird sich freuen, seine zahlreichen Freunde bezrüßm zu können.
GEORGE Ich habe meinen
EitraxEa.:. "caiKKÖl MTAMQ.!
von No. 47 Süd Illinois Straße, nach
No. 20 Süd Illinois Straße. No. 20
verlegt. Indem ich auf diesem, meinem !lten Platze wenig Miethe zu bezahlen he, so lin tch mr Stande, meinen Kunden de VortheU davon haben zu lasten. : Außerdem werde ich einen Slachlaß von 10 Prozent geben. Weine W-are ist alle erster
LUUlUill.
Reparaturen und Anfertigung von Stiefeln und Schuhen werden" auf Bcs:e"unz ..k t:fi: t -.-.tf.:j.i si-.se- j. ' I
prompt und billig besorgt. Um zahlreichen GEORGE IL GISLER,
Deuhche phstographische
No. 137 139 Dst Washington iraWPSI Jetzt ist die geeignetste Zeit um feine Photographien und,, gemalte Vilder anfertigen zu lassen und lade ich Jedermann zum Besuche ein. "f' EU 333lLoBKö WO" Sonntags offen von 9 bis 4 Uhr. . V r " r-Sä
Damen Tij Mchb.,ssWs Tisch! h . W ' ccreiZre ! h I r O :js.. nr.- l L ... I 1 Sccretäre ! ff.ix.. . !nr.- I. cppia;c aucr y tl Arten ! ( -3""l "" : Schaukclstühle! (Große AuswahlZ Irrtrntemt t 'sTjr 'w,?5 '::J2?i , FRANK ECESTERS & National Busineß Nordost-Ecke Meridian
S7
cU46?l&&&
Daö bedeutendste Handels Institut. ;:,.."' ' '- " ;; ' "Ifi : .riiuji::.!""1''-:";.: in" - ii!f y: Jeer Absolvent erbält eine lukrative Sn2ung, und die NchsrsFe Cfr.rfrctt tal Die besten Lebnr. Niedriges Schulgeld. Tag und Wer.dklzssen das g-? ' Scbülern werden Stellen gratis besorgt. Beste Facitiraten in Bur.: : Writing und sonstige Schulbittung. Die vrakischste Telegrafhik'Schule ir.i : .
taloge gratis. ; '
PeiriSlclll
m ümi nmmt MmMht
(Pariser MSntel.Gcschä st 50 pmchtvlle mit pelz verzierte Jacken, werth fünfzehn Dollars. Diese Partie nur $10.00 per Stück. Kinder - Mäntel sehr billig. Kommen Sie und sehen Sie unser Lager, ehe Sie kaufen. Walker Plüsch Mäntel ! Die besten ! Ecke vom Batcs Saus. HUBER. H. GISLER. ganzen Vorrath von . ,., ,.'-:iVw !? Zuspruch bittet ifsm' No. 20 Süd Illinois Straße. w Gallerie : .;":!("' ; ? - n W Hfflr'jii'aii!'::; j ; Schlafzimmer .Wi. ?! SM rIld: Parlor-Möb:! Billig 'geSenKstezD lung oder SZzzx
pim?
SMNöl
mr !
'Z' FZZL
,:x)
CO., m New 0. &tm
ge. 3n&iar.npn:. nnd Washington Straße, Dutie & Haailtcn, c
,
m,X
.
