Indiana Tribüne, Volume 14, Number 362, Indianapolis, Marion County, 18 September 1891 — Page 2

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Jndiantt

v t ds f I ! 4 L 17 f S S 1 V Erscheint t . , v i. . ! Jtrch ttd Otmta g v. , ZUii bezahl ttg $3 per "jetjr. Ossice : 130 Ost Maryland Strafe Indianapolis, Ind., I. Septdr och mehr 5c Z säten tu Wien kommt eine Meldling, die erkennen läßt, daß Oesterreich-Nngarn zu eine? Verstärkung fern Wehrmacht schreitet. Das halbam:lich .fremden ttatt lenkt die Slufoerfiainfeit auf eine erschienene Schrift T'.e gegenwartize tage Europas und daZ ttrlegsdudzet Oesterreich-UngarnI-, welche für eine (krhöhungder Forderungen del Kriegs Ministers eintritt.'" Der Verfasse? mint, die Monarchie dür'e int Ausbau der Wehrmacht anderen Mächten keinen Vorsprung einräumen. Das gegenwartige KriegZ'rdZnriuin reicht nach seiner Mkinunz nicht anS, melrnedr hält er einen Mehraufwand vvxi 15 bis 18 Millionen Gulden für nothwendig zu einer S3ertollteumnuaaj der Armee. Im Einzelnen macht die Schrift fel gende Vorschläge: VermeKrunz des 0fftaer8rieteniftüntej bei der Infan' terie und den Jägern um 105 Stabsofficiere, 105 Hauxtleute, 180 Lieute uants, wodurch der sZriedcnsstand der Subalterncssiciere auf 3 Cüiriere für die Feldeompagnie grütücht wird, ferner wird eine Vermehrung der Unterofftcierxramien vorgeZchlage. sowie die Erhöhung des gegenwärtigen riedenZpräsenznsndeZ auf 100 Mann für die Compagnie und Vermehrung der Zahl der VerufZofsiciere derCavallerie; außerdem Errichtung weiterer NemontedepotZ, um für die Erkaltuuz der Güte und der Schazfertigkeit der Ca vallerie Vorsorge zu treffen. Die Schrift schlägt weiter die Vermehrung der Artillerie um 14 Offtnere, 2(104 Mann, SSO Werde und SG Geschütze vor, und empfiehlt die Vereitsteüung großer Vorräthe von Con'ervkn. die Anschaffung genügender Quaniitä ek Feldbahnmaterials und die hierzu erforderliche Einrichtung von Fabriken, Werkstätten und Depots. Ter Verfasser schließt n:it dem Hinweis auf einen unvermutheten Krieg, wo zwi scheu der Mobilmachung uns der ersten Schlacht nur wenige Wochen liegen. Bsier und Preufze Der bekannte Sigl schreibt in seinem Bai?. Vaterland-: Aus dem Lande, wo die Pickelhauben und die preußischen Schnauzen a masse wachsen, kommt wieder eine gut; Votschaft für die Steuerzahler. Zur besseren Eullim-. rung des Massenmordes, Krieg geleit ttnr hat man in dem in solchen Dmgen sehr findigen Lande roiedcr ein neues Heldenschwert für die Reisigen zu Noß erfunden. Dieses allerneueste Erzeug' niß preußischer Kunst und Wissenschaft sieht aus wie ein aheS Römerschwert, aber in Gummifutteral !), breit und kurz und unten fpiyig, und soll mit die sem modernisirten allen Eisen nicht mehr gehauen, sondern gestochen resp, gestoßen werden. SothaneZ Eisen wird auch nicht mehr an Koppela getragen, so dern an den Sattel angehängt, so daß also in der preußischen Heldenarmee auch schon die Nösser bewaffnet sind und begeistert wiebern können: Du altes Römerschwert an meiner Lin5en :c" Was die Preußen dadeim sür dummes Zeug machen, ginge uns eigentlich nichtS an; aber da bei unS in Baiern, wo die letzten preußischen .Modelle" von Neiteriäbeln noch nicht einmal alle fertig sind, das neueste .preußische Muster natürlich sofort auch wieder eingeführt werden muß und wieder ein HeiJenzelo kostet, so gebt'S uns auch an und wird uns die Freude auch wieder nicht erspart bleiben. So jagt ein ,Sezen" der preußischen Herrlicdkeik den andern, und nachgemacht wird Alles bei uns, weiln es auch noch so preußisch ist; denn der Bien muß!" Und wenn er auch nicht müßte, geschäh's ooch, denn Alle?, was von Preußen kommt, ist Wunderbar, ist qut und praklisch: Pumpernickel, Säbel, Scznävse, Erbswurst und geflickte Schienen. Nur d!e Gottesfurcht und Sitte". Die von dort man erportirt. ist, Ob zwar echte preußische Fechfung. Doch nicht immer zweifelsohne. Unerreichbar, echt borussisch. , Vrimawaaren sondergleichen Sind dagegen die bekannten . Webelsritzea an der Spree. ?lussatt der l?kte.

u i3siifie iribür.c-tojjci durch ben Träger i brauche, sie wird in diesem Jahre aber Qvns Kr boac, die Ä nnaitünc- 6 j wahrscheinlich nur 750 Millionen erniöeK perWoe. 3i&f jssaanen oder , ,cr, : t n t i.TO . N. ! ten Sivaaen pflegt Die Erde ca. 449

W'V' k -lV U4, , V - j " l

Nachdem eine Schätzung der diesZZH rizen Cetreireernte Rußlands mozlich ist, dürfte eS angebracht sein, die Noz g.nernte der ganzen Welt in's Auge zu ,! i fasert. Tiese ist nach der Allgemeinen , NeichScorresxondenz sür dies Jahr auf Sol Millionen Hektoliter zu veran. schlagen, während l!e im vorigen Jahre ! S 47 Millionen und ungefähr 414 Millionen betrug. In diesem Jabre wird eS also 114 resp. 53 Millionen !" Hektoliter Roggen weniger als in den , beiden Vorjahren geben. Rußland ,baut etwa die Hälfte des JZoggenS der ganzen Welt, und da gerade bier die Mißernte am größten ist, trifft das Ausfuhrverbot alleRozgen consumirenden Länder. Rußland wird in diesem Jahre, nur 153 Millionen Hektoliter gegen 236 im vorigen Jahre ergeben, während der Ernteertrag in Polen, Frankreich, Spanien, Rumänien und Amerika größer als gcwöknlich wird, 1 in Ungarn, Holland und Belgien aber etwas geringer ist. Teutschland liefert nächst Rußland die größte Menze (70 80 Millionkn), in diesem I ihr wahrfcheinlich ö Millionen Hektoliter weniger wie in Un, reiben lktzien Jahren. Rußland und Teutschland bauen lss unzefähr S deS RogenS der gin- "" "!?!r!? t ' , ' ;;- :' . Siv-lSli1:;-Jfe ' -!: :-:.-?! :;,;k: 'C: ' . ' , ' ' - -' , ' Z,

3V" -wv es oeoeutct oayer wenig, wenn die Ernte in allen anderen Län I dern etwa; besier wie gewöhnlich aus ! fiel. - , ! ä . . . w " fi. . x. . 1 Tuuauon ouijic roic jcigi galten: Die Erde pflegt etwa 790 MMisum Hektoliter Weizen zu tn MiLisnen Hektoliter zu verbrauchen, die Ernte wird aber vielleicht nur 3G1 ergeben. Von beidem Brodkorn wird man also wohl in diesem Jahre etwa 120 Millionen Hektoliter weniger ern ten, ca. 10 Procntt. Erhalten wir in diesem Jahre eine entsprechende Menge mehr an Hafer, MaiZ und Gerste, so wird dieS bei der Bereitung deS Brodes mit zur Hilfe genommen werden müs sen. Eine eigentlich drückendeNoth wird daher kaum eintreten. Selbst wenn die reiche Weizenernte Amerika den Wei' zenbedarf Europas nicht decken kann. hat dteZ Land ni)ch manche Brodkorn forten, die einen Ersatz bieten, wie Hafer, Gerste und Mais, wovcn in diesem Jahre Ueberschuß zu erwarten. DaS schreckliche klelnkalidrlge Gewehr.

in Mim

Laut Bericht des New .York perald" o aber erwiesen wird, da Beamte M d Truppen der aonevpa ö'almacedaS Mitglieder der Congrew Chile mtt MannlicherGewehren ttemeN ji verfolgten, haben dieselben ihr Kalibers bewaffnet gewelen. Es wnd - Praeben nicht nur mit Verlust ihres hervorgehoben, daß dt : mit rouchroa j BermÖen. sondern auch mit FreiheitSchem Pulverhergestellte Munition hm i ftrafen cUx sllld) mit m Tode zu sühzum ersten Male lm Kriege zur Anwen. nl ere Fälle werden aber über, dung gelangte und daß d:e Waffe ihre , m Mtn cein benn m die Führer große TurchichlagSiähigkeit m der Ux Conarefzvartei eine weise Mäßigung Durchbohrung mehrerer hintereinander, t fassen werden, ist bestimmt aw ttl,M rt ZJi ' l pimv im ,, ! .

ficmut vv i derselben Kugel bestens bezeuge. In Anlehnung an diesen Bericht sei erin nert, daß daS Mannlicher-Gemehr seit dem Jahre 1833 m der österretchisch' ungarischen Armee eingeführt ist. Das selbe besitzt ein Kaliber von 8 Millimr ter mit vier muldenförmigen Zügen, welche aus 230 Millimeter einen Drall , , . , f. i Zugang nach rechts beichretben. .? ! Vmnititn unter Yiem iVInk?n?v,cklü 'V ' V angebracht, sag 5 Patronen, deren Hartbleikern mit nem Mantel von Stahl umgeben ist. Die Pulverkadung l. J1' Miutmeter lng Millimeter starke Patrone beträgt 2,75 Gramm rauchschwaches Pulver. Die qrößte beobachtete Schußweite belauft sich auf 12,000 Fuß. In nor. maler Feuergeschwindigkeit lassen sich bei Einzelladung mit dem Gewehr 12 Scküsse. bei Repetirunq und Zielen 17 Schüsse und b;i Schnellfeuer ohne Zie len 35 Schüsse per Minute abgeben. Die ' furchtbare Durchschlagskraft der Waffe, welche vom .New Jork Herald" hervorgehoben wird, ist erne Eigenschaft aller Uetnralivriaen. mit ranaWwza?cm Pulver geladenen Gewehre. Be;eich-! nend für diese Kraft ist. daß das Ge schoß des deutschen acktkalibrigen Ma qazin Gewehr. Modell 1888, auf 300 Fuß Entfernung sogar bis 800 Millimeter (Hh Fuß) in Tannenholz hinein dringt.' hiermit die höchste Durchscklagskraft von allen kleinkalibrigen Gewehren bezeugcnd; denn beispielsweise vermag das Geschoß des franzö sischen LebelGewehrs. Modell 1886. nur bis Millimeter (nicht ganz 2 Fuß und jenes deS Schweizerischen Repetw Modells 1889 nur bis zu 580 Millim. in Tannenbolz 'einzudringen. Bei den Untersuchungen, welche im Interesse der Behandlung der Scbuß. wunden von Prok. Dr. Paul Bruns in Tümnqen über die Geschoßwirkung der neuen kletl.kalibngen Gewehre borgenommen wurden, haben sich übrigens Resultate ergeben mit denen sich die ifcf in Vitt AifntWpn 6nntnfTt eip l V V V yr machte Beobachtung daß ein und die - 'elbe Kugel mehrere hintereinander siebende Menschen zu durchbobren ver mag. durchaus deckt. ' Prof. BrunS benutzte zu seinen Verfucden daS in der belgischen Armee zur Einführung ge langte, mit emem Kaliber von 7,05 mm versehene Mausergewehr Modell 1889. Die Versuche erstrecken sich u. a. aus Leichentbeile. Es wurde die Gli?derung einer, Comvagnie in Ge sechtsformation nachgeahmt, bei welcher je zwei Glieder mit 4 Centimeler Ab' stand unter sich und 2 Meter Abstand von einander marschiren. Dement sprechend wurde eine Anzahl Leichen theile in gerader Linie hintereinander aufgestellt. m Hierbei ergab sich dann, daß das Geschoß aus 100 Meter Distanz fünf Leicken der Reibe nach durchdrang, bei Dreien Splitterbrüche gefährlichster Art erzeugend, und schließlich noch einen Sack mit Sägemehl durchschlug; bei Schüssen aus 400 Meter Distance drei oder vier Leichen und sogar noch bei einer Distance von 1200 Meter zwei bis drei hintereinandergeitellte Körpertheile unter Splitterdrüchen durchbohrte. Mit dieser furchtbaren DurchschlagZ kraft der kleinkalibrigen, von rauch, schwachem Pulver getriebenen Geschosse bat man in allen künftigen Kämpfen zu rechnen. Sie werdm scheinbar ein ge waltiges Menfchenaterial verbräm chen. Und doch ist nach BrunS Ansicht daS neue Kleinkaliber-Gewehr die hu manste Waffe, denn die Schußwunden sind rein und glatt und wabren wegen der geringen Weite des Schußkanals eher den subkutanen Cbarakter, so daß der Heilsverlauf sich günstiger gestalten und Verstümmelung und Verkrüppe lung häusiger vermieden werden. Nekonsirnktion in Chili. Man muß eS den Chilenen lassen, von allen südamerikanischen VSlern sind sie die thatkräftigsten und energischsien. Von allch Seiten als ' Rebellen, als Insurgenten, als vogelfrei angeie' ben und nur von der Nachbarrepublil Bolivia anerkannt, bat die CcngreßPartei dieses Landes einen guten K ampf gekämvft. Nun Balmaceda geschlagen und flüchtig, und' die Congresipartei wieder Herr im Lande ist, liegt ibr die Aufgabe ob. die Wunden, die der Bär gerkrieg geschlagen, wieder zu betten und durch eine weise RekonstruktionS' Politik dem Ländchen seine srühert Prosperität wieder zurückzugeben. Und hier kann man mit Vergnügen konstatiren, daß, so tapfer wie sie im

m, frieden vei oer Arrangtrunq iqm inneren Verhältnisie zu sein. Balmaceda ist gegangen, aber er bat bei chilenischen Regierung ein KukukSei ins Nest gelegt, nämlich eine Schult von b27.000.000. wofür er Papiergeld drucken ließ. Die neue Reg''crung kann das von Balmaceda au?aegeb?ne Papiergeld nicht revudiiren. ohne das Land ernst' kicken Vcrwickelunaen und Unruben

auSZiusttzen. Die Banken der Republil haben im Februar dieses JabreZ etwa 12 Millionen dieses Papiergeldes anqenommen, und e?n beinahe ebenso groster Betrag liegt noch in ihren 05?' wölben. Wie mn eine Svecialdevesche de' ?!cw $Vt?er Herald" berichtet, gebt die nie Regie? una damit um. da? von Valmceda au?aeJkbene Vap'frqkld anlüiertVnnen. und dasselbe im Lau'e von 5 Jahren wieder ein;uuebw. und dann die Hartgeldwährung wieder aufzuneh' wen. ES scll eine sckar?e Untersuchung ein eeseitet werden, und wo es sich berausstellt, datz Beamte Gelder unterschlagen oder sich eine Mißverwaltung haben u Schulden kommen lassen, baben diesel bn mit ihrem Privatvermögen für den angerichteten Schaden auttukommen. tunthmcn s Wr. 5?r. M?Uf " I ? V m ' t - - nTrldftmord uud Geistesstörung Offenbar hat die Annahme, daß es sich beim Selbstmord stets um psychische Ertrankung handele, viel für sich. 5'enn man bedenkt, wie normaler Weise V UVjHVlkliV VH UfcVtf V41k M WM traten 3ün 'gling am Leben hängt, wie 7- P ' dtr abgelebteste Greis gleich einem blu o.r zum -ooe verurlyeitke Äcoroer Mit nahmen das lebenslang. im Zuchthause als Begna. begrüßt, im Gegensatz zu der in civll.sirten Ländern rasch und schmerz, los ausgeführten Todesstrafe, mit einem Worte, wenn man erwägt, wie stark der Selbsterhaltungstrieb im Menschen ent wickelt ist, so ist es schwer zu fassen, wie ei! er mit gesunden Sinnen freiwillig ''einem Leben ein Ende machen kann. Zu verstehen ist dieS höchstens bei einem U ranken, der, an einem unheilbaren Siechthum leidend, Tag und Nacht un ter den entsetzlichsten, durch nicht? zu mildernden Qualen verbringt. Aber bei ivlchen Leuten smd wir bereits an iWn: tmiM? d,m aeimaen (tt den und Kranken onaelanat. denn es ist leicht einzusehen, daß ein gewaltiger Schmerzparozismu? ohne weiteres das selige Gleichgewicht stören und so die furchtbare That veranlassen kann. Ebenso werden wir die im Fieber parrxismus verübten Selbstmordfalle beurtheilen: auch bei, diesen handelt es sich um keinen eigentlichen Wahnsinn, aber unter dem Einfluß höber und hoch ster Temperaturen kann untet Umstan oen das Gehn derartig leiden, daß das betreffende Individuum als wZHrend dieser Zeit feiner geistigen Dispo siiionssähigkeit beraubt angesehen wer den muß. Wenn sich also diese beiden Arten des Selbstmordes zwangZlos an die SerlN'iörungen anreiben lassen, so ist es nicht zu verwundern, daß selbst ein Psychiater von dem Itufe Esquirots dem die reichste Erfahrung auf diesem Gebiete zu Gebote stand, ltch dafür er I f. . . Jb m f m t , k?rte. dan nur em Geisteskrank-r selbst Vd an sich leger l könne und daß viele rrenZrzte sich ibm anscklussen. Um 'o wkhr scheint diese Ansicht volle B? :cch:igung zu baben, da die eigentlichen ö'elsjttkronkheilen ein nur zu reiches Nalcrial vcn Selbstmorden ausweisen. Gibt es doch solche Formen der Seelensiörurg. wo Selbstmordversuche ge rade ein Srruptom sind, welches zu dekämp'en in der Familienpflege fast zr den Unmöglichkeiten gehört und in der wohleingerichieten Irrenanstalt zu den schwierigsten Aufgaben des Aerzte und Wärlerpersonals Mhkt. Weiter ist eS sicher, daß in zahlreichen Fällen, wo ein scheinbar Gesunder in dieser Weise auS dem Leben scheidet, die Section schwere Veräld,rungen der nervösen Central organe. insbesondlre des Gehirns, ergibt, und daß .eine genau angestellte Un tersuckung zu dem Resultate führt, daß an dem Betreffenden bereits während feines Lebens deutliche Zeichen von Irrsinn t eobachtkl worden sind. Wird da zu nrch kiccbgcwiesen, daß eine erheb'iche Belastung vorliegt, so ist eS für oen Seckrerftändigen nicht selten mög lick. mit aller Sicherbeit ein klare? Ur tleil dabin abzugeben, daß es sich um eine ausgesprochene psychische Affec tion arhandelt hat. die Statistik spricht offenbar zu Gunstea der Esquirof scken Theorie: 'avd in Land mtt der heutzutage un zwei'llhast bestehenden Vermehrung der Geisttö und Nervenkranken geht eine colcssa le Zunahme der Selbstmorde. Einige uns zn Gebote siebenden Daten we,dii Zies illustrieren t Es betrug die Za! l r er Selbstmorde auf eine Million der Berotterung berechnet:

mm ma m . i i M 134 i mi-ri is:-;9 wi-m t r in in ?'- ?z u ii t -

..... Sran'ieidj CiH ,., 1?reui;rn., rnlrei.5 OefttNkt d. .... ... Seit 1875, also seit dem Eintritt der ollgemeinen Krise auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens ist eine ganz erdcbliche Zunahme zu verzeichnen, und zwar tetkägt sie. in . zwanzig Ländern Europas zusammengenommen: m ?klbltmö!de 8 Slck I Kill. Eiaiv. i 7i . . M m , ."i . 9i '- HL'M '.. -' - 97 .,- . . ' Nür Baiern hat G. Mapr die GeZ. sieskrankheiten nach . dem Geburtsorte feugesilllt und gefunden, daß in unmit telbaren Städten 18.54 Irrsinnige, in Bezirksämtern 8.81 auf 10,000 Eint wohncr komme!'. - . " : ' Fassen wir zum Schluß daS Resultat unserer Besprechung zu ammen, so wer de l wir un? genau wie bei dem Berbre.

öj; jedem Selbstmörder als GeisteSstö' rung fahnden werden. Unzweifelhaft wird d:es bei einem großen, möglicher' weile dem größten Theil der Fälle z; treffen, ein anderer Theil aber wird übrig bleiben, bei dem wir es mit geisiia Gemnden zu tbun haben, und bei diesen ist es angebracht, sociale Miß' stände als Erklärungs, resp. Milde rung? gründ in's Feld zu führen. Vom Anlande. Albert Eduard vonWales machte uuch in Amerika Schule: In Mma', Mo., hat sich ein Bacc'aratClub aebildet.

Tabak im Werthe von einer Million Dollars hat em Dampler kürz lic& von Ha?ana nach Ne? Z)ork ge brach:. Vater M o l l i n g 1 1. ver durch seine ö'Lunderkuren berühmt gewordene Priester, hat 'ich in kurzer Zeit ein Vermögen von 3,000.000 erworben. Sarah Bernhard hat oersprockun. sür die Zrauenaötheilunz der Chica,loer Weltausstellung ein Gemälde zu liefern. Der größte Polizist in den Ver. Staaten ist der Patrolman Rol llngs in Philadelphia, der L Fuß 8 Zoll mißt und 340 Pfund wiegt. Zehn Arten amerikanischer Vögel sollen auSgestorben sem. davon zw:i erst in neuester Zeit, nämlich der groe Auk und die LadradorEnte. Eskimos sind höchst aber gläubisch ; Sterbende führen sie in eine entlegene Hütte, wo die Unglücklichen ohne Pflege und Nahrung bleiben. Beim Tode eines Ehegatten schneidet sich der überlebende Gatte die Haare vorn kurz ab und fastet 25 Tage lang. Beim Bau eines Abzugs canalS in Danville, Va., stieß man auf einen Tunnel, welchen gefangene Unionsfolvaten im Bürgerkriege gezra ben hatten, um zu flüchten ; der Gang ist groß genug, daß ein Mann hindurch kriechen kann. Achtzehn Gefangene sol len damals so entkommen sein. Auch in Canada ist jüngst ein ausgiebiges Erdgas-Becken gefun den worden. Bei dem Bohren eines artesischen Brunnens in der Irrenanstalt von Rockwood stießen die Arbeiter auf einen Erdgasstrom, der in einer Stunde 6000 Fuß Gas ergibt und für alle Be dürfnisse der Stadt ausreicht. i8 er gen ii es, Vt., ist die drittälteste Stadt in den Ver. Staaten, da sie im Jahre 1783 ihren Freibrief erhielt; Hartsord und New Haven, Conn.. wurden 1784 incorporirt. Trotz seines Alters ist VergenneS aber eine der kleinsten Städte des Landes, da es nur 1773 Einwohner hat und ein Areak von nur 1200 Acker einnimmt. Die P r o h i b i ti o n ist en in Lemiston in Maine haben ein neues Getränk erfunden, welches .Cider Pun'ck benamst worden ist. und ebenso berauschend wirkt als Schnaps, obne daß man seiner Zubereitung gesetzliche Hindernisse in den Weg legen kann. Der Punsch- wird einfach dadurch hersiesiellt, daß eine oder zwei Flaschen voll Jamaica Jngwerwasser in einen Eimer voll Aepfelwein geschüttet weiden. Auch in Portland haben die Schnapsbrik der", wie die zur Kräftigung ihrer Gesndheit hie und da eines Schluckes Branntweines bedürfenden Gegner der Zwangsgesetze genannt werden, ein Getränk zu Wege gebracht, welches in größeren Quantitäten genossen, tn sei ner Wilkung vorder deS WhiskuS so gar noch manches voraus zu haben scheint; als Beweis hierfür wird gel tcnd gemacht, daß kürzlich ein dem neuen Getränk treu ergebener Mann unter dem berauickenden Emflnß der Mixtur m einen Varbierliden taumelte und cinen Austern-Stem" verlangte. In dem großen Gewölbe der City National-Bank in Plainfielv, N. I., siel kürzlich ein Dime" zwischen die T küren, als dieselben geschloffen wurden, fo daß sie am nächsten Morgen nicht geöffnet werden konnten. AuS Ktxo Z)ork mußten zwei Schlosser geholt werden, welcke 12 Stunden lang arbeiteten, bis sie die Thüren aufbekamen; sie mußten ein großes Loch in eine der selben einschneiden. Wunderdare, unbekannte Ziiche wirft der Ozean immer wieder auS: So wurde neulich bet Atlantic vlity, N. I., in der Brandung ein Fisch ge-'angen, der etwa fünf Fuß lang ist, große Flossen am Vorder und Hinter körper hat und ein furchtbares Gebiß von vier Reihen in dem riesigen Maule. Der Körper ist platt, wie der einer Flunder, die Haut braun und rauh, wie Sandpapier. DaS Thier wiegt 1S0 Pfund. Der französische Gesandte in Washington bemüht sich, die ameri kanischen . Besitzer von Gemälden, die von dem verstorbenen französischen Künstler Meissonier stammen, zu veran. lassen, diese Bilder für die geplante Ausstellung von Me.ssoniers Gemälde die nächstes Jahr in Paris stattfinden soll, herzuleihen. Da in Uebereinstim mung mit dem Gesetze genannte Bilder bei ihrer Zurückbringung nach Amerika verzollt werden müßten, wird der Con greß ersucht werden, durch einen Src cialerlaß einen Ausnahmefall zu schaff sen. Seit dem 31. Marz d. irrt der amerikanische Schooner Wt, G. Sargent entmastet und verlassen im Ocean umher ; das Schiff haseine werth volle Ladung Mahogoni-Holz an Boro und ist bereits neun Mal von Schiffen getroffen worden. Seit dem Sturm der eS wrack machte, hat die Wyer G. Sargenf ca 21.000 Meilen zurückze. legt, den Golfstrom zweimal gekreuzt und dürste nun in nächster Zeit an den Azoren stranden, da der ftanzösifche Tampser .Burgundie- sie am 3. August d. ca. 5.50 Meilen westlich von dort ge troffen hat. In " de nördlich von Tebichipa im Countu Kern in Californien belegemn Bergen haben Major George Williams und Edward Fon taine eine merkwürdige Höhle entdeckt. Sie fanden einen zwanzig Fuß im Ge viert ? haltende und zwölf Fuß höhe Raum mit einer weiten Oessnung in der Vorderseite des Berges. Die Decke der üoble neiate sscd Üark wr

Erde. Unter derselben schließlich t;mwegkriechend, gelangten sie in einen 100 Fuß langen. 30 Fuß breiten und 15 Fuß hohen zweiten Raum, dessen Decke von Rauch geschwärzt war und in tod chem auf hervorspringenden Steinen Aufzündehol, niedergelegt war. In der Mitte befindet sich.Lwei Fuß in den Grund geschlagen und am Fußende etwas verkohlt ein Eederpfosten mit Ar-

men an der Spitze, so daß er wie ein ! Nreuz aussiebt. Im Weiteren fanden ! sich in dec Höhle fünf Eröhaufcn vor, welche die Entdecker mit den blojzen Händen öffneten. Sie sanken darin, ' Kochöfen. Bratpfannen, eme Rolle menschlichen Haares, goldene Fläichchen von der Gröge einer Unzenslache mit stählernen Stöpseln, eine alterthümliche goldene Busennadel, mehrere TKür chlöjzer und verrostete Tachenmener. Teutsche Localnachrlchtcn. Provinz Brandenburg. Ein altwendisches Erntefest wurde in Frz.'Buchholz letzten Sonntag gefeiert, das mit seinem Erntewägen, den Ernteiunafrauen und dem .Kran.v binden- ein getreues B'ld jener Ernte j r ."i - w .V . . . . sX. k.!. . f . 1 1 . feste darstellte, welche die alten Urein wehner der Mark, die heidnischen Wen den alljährlich unter Abwickelung be sonderen Ccremvniells vor vielen Jabrdunderten feierten. Jrnylge anhaltenden Hochwassers im Spreewaid waren die Besitzer vielfach genöthigt, um sich oen ertrag ihrer Fel'er zu sichern, die Kornähren mit der Scheere abzufchneiden. da ein Abmähen der Halme nicht möglich war. Trieien wird WelZstadll Wenigstens ist, als erste Vorbedingung dazu, jetzt eine großstädtische, elektrische Straßcnbeleuchtung eingerichtet. Von Seite der r- w . ' . nr.tr:X Bürger sind bereits 200 Glühlicht und 10 Bogenlichtanmelvunzen ergangen. Die Vororte an der Potsdamer-Babn sind gegenwärtig durch 64 Lokalzüge, 8 Rlngbahnzüge, sowie 78 Dampf' straßenbahnzüge, also taglich durch 209 Züge mit Berlin verbuneen. In einem Anfalle von Trübsinn stürzte sich in Königsberg die Frau des vor etwa 4 Wochen verstorbenen Bürgermeisters Stirius aus dem Fenster und war am "er Stelle todt. Provinz Ostpreußen. Im verflossenen Jabre sind m Braunsberg 59 Segelschiffe mit 3,069, 775 kg Frachtgüter, 50 Dampser mit 1,480,681 kg Fracht und 23 Dampfer mit Personen eingegangen, dagegen U7 Segelschiffe mit 3,394,300 kg und 50 Dampser mit 1,804,815 kg zur Verla dung gekommen. Der Landrath hat die Amtsvorsteher ersucht, künftighin bei Ertheilung von Tanzerlaubnißschei nen zurückhaltender zu sein und den Schluß der Tanzlustbarkeiten auf die zehnte Abendstunde festzusetzen. Wäh rend der Erntezeit sollen Tanzerlaub nißscheine übelhaupt nicht ertheilt wer den. Die nun geschlossene Gewerbe Ausstellung in Tilsit war von ca. 230 Ausstellern ( 150 auS Tilsit) beschickt und ist lebhast besucht worden. Gleich wohl wird sie. so weit sich bis jetzt übersehen läßt, mit ca. 1000 M. Unterbl, lanz abschließen. Provinz We stpreuß en DaS 150jährige Jubiläum des LeibhusareU'Regiments hat in Danzig mit großem Glanz unter regster Theil nähme der Bevölkerung stattgefunden. Großes Aufsehen erregt in Dannz die auf Anordnung der Regierung erfolgte plötzliche Dienstenllassung des Strom polizeiinsp.'klorS Bach, des Strompo.izisten Sckön und des Schleuseninspec torS in Neuiähr wegen gemeinsamer Veruntreuungen. Ter Nendant des VorschußvereinS und stellvertretende Bürgermeister. Möbelnbrikant Quandl in Flaiow, ist verkcbwunden. Bei dec gerichtlichen Untersuchung der Kasse wurde ein Fehlbetrag von über 26.000 festgesetzt. Viele Familien sind durch die Unkerschlagungen hart betroffen. Bei einem Gewitter in" Rtekenburg schlug unlängst der Blitz in einen Baum neben der Kaserne, unter welchem fünf Kinder standen. Drei blieben todt, zwei wurden schwer betäubt. Die Leichen der auf Ueberfahrt von Zoppot nach dem zum Manövergeschmader ge hörenden Zielen verunglücken Eapi ränlleutenant Ludewig, Dr. Prießniy, sowie der Matrosen KairieS und Äest phal sind nunmehr gefunden worden. DaS Unglück soll in Folge der Verwen dung eines Versuchsbootes neuer Con struktion entstanden sein, das nur klein gebaut, jedoch mit übermäßig große? Segeln versehen war. Provinz P ommern. Amtliche Erhebungen im Kreise Lau enburg haben ergeben, daß 9 10 Centner Saatkorn an die nothleidenden Besitzer zur Verlheilunz gelangen muß ten, um den Bedarf an Saatgetreide zu decken, aber 500,000 M. außer dem zur Beschaffung deS fehlenden Brotge treideS. Für Aufsindung des Felsens bei Coserow, auf dem kürzlich der Dam pfer Cuxhaven gestrandet, sind so wohl von der Regierung wie von der Bräunlich'fchen Rhederei Belohnungen ausgesetzt.. Die Fischer und Schiffer lassen eö auch an Nachforschungen nicht fehlen, bisher jedoch ohne Erfolg. Auch waren die Leichen der , beiden bei dem Unfall Ertrunkenen noch nicht aufzusinden, sodaß die alte Sage von der Stadt Vineta im Volksglauben, wieder neue Bestätigung findet. Diese lautet: Vei Coserow stand einst die schöne Stadt Vineta. doch eines ' Tages verschwand sie mit der ganzen Bevölkerung im Meere. Alljäkrlich am Tage des Unterganges steigt die Stadt jedoch so weit aus dem Meeresgrunde hervor, daß die Tburmspitzen fast bis zur .Oberfläche des Wassers ragen, aus der Tiefe er klingt dann Winselnd und, Stöhnen, da zwischen erscheinen bunte Flammen in der Tiefe und eS ertönt auch Glocken gelSute und Choralgefang. Naht um diese Zeit eiu Schiff, so ist es nnrenbar verloren, es stößt an! die Thürmspitzen, zerschellt und sinkt mit der Stadt wieder zur Tiefe. :r,"S?g. Provinz Schlesien. ' ' i : : ? 1 ' ..' '. if'i,:'': ' ' : iH,:i. ;: V- r" ' ' ' ? k ; '' ; Die bekannte Colomalwaarenfirma MolinariS Erben in BreSlau hat ihre Zahlungen eingefttlU. Das amtliche Wochenblatt- empfiehlt angesichts der hohen Meblvreije folgendes Recept zum

'grnda&ii: Man nehme ttueaenwurzel. welche überall wächst, trockne dieselbe in kleine Siücke geschnitten und lasse sie mahlen. DaS sich hieraus er gebende gelbliche Mehl wird dann zur Hälfte mit Getreidemehl gemischt und diese Mischung ergibt ein angenehmes Brot.- Eine französische Chassepot-

kuzel. welche oer Häusler Wilpert auS i Onnrhun als Andenken aus dem deutsch französischen Kriege 1870 21 Jahre lanq in feinem .Körper getragen, konnte dieser Tag aus einer Geschwulst am Elle:. bogen ent'ernt werden. Durch letzte Hochmasser haben infolge der oaoe, enzelrercnen ueoerzcymemmunz namentlich die Ortschaften Groß-Brie sen. Tiesensee. Koppitz, Märzdorf mit Breitenstück, HennerSdorf, Geltendorf und Osseg schwer gelitten. Insgesammt wurden in diesen Ortschaften 6931 Morgen an Aecker zc. üderschwemmt. ! In Sluoendors hat eine Feuersbrunst sieben Gebäude darunter fünf Wohu Häuser, in Asche gelegt. Provinz Posen. Der Muh'cnbesitz.'rKobelke auS BiS kupice wollte fernen Sohn züchtigen. we,l re?ftlve st y einer Anordnung wl - r -i. a. . 5 ? c s- k versetzte. Hierbei nahm die Mutter l'nf ji iv-.r ort lSiiUt ? fwjAtl Ci, Partei für den Sobn. Das brachte K. in iolche Wuth, daß er ein Gewehr er griff, der Frau, die sich geflüchtet hatte. auflauerte, und als sie sich aus ihrem Verstecke heroormagte, einen tödtlichen Sckuß beibrachte. Beim Ausschachten eines Brunnens auf dem Kasernen--Bauplatz in Jnowra;law ist ein bedeu tendes Braunloblenlager gefunden worden. Die kürzlich wegen Gehorsams Verweigerung verhafteten 18 Soldaten des in Krotofchin garnisonirenden Ja-ianterie-Regiments No. 37 sind in das Neisser Festungsgefängniß eingeliefert worden. Eine patriotische Familie ist . , . rtrf- i. die des GastwirtdS Fischer, in Klein Tren'en. Zwei Töchter denelben lmd cm 13. Januar (dreifacher KlönungS tag), eine Tochter am i'Z, März (Kai ser Wilhelm I. Geburtstag) und noch zwei Üinder am 18. Oktober (Kaiser Friedrich 111. Geburtstag uns Völker schlackt bei Leivzig) geboren. Der Lanobrieiträzer Nowak aus Zydowo, welcher sich verschiedenartige Benin sreuungen amtlicher Gelder und Brief fachen hatte zu Schulden kommen lassen und flüchtig geworden war. ist in Gne ttn dingfest gemacht worden. Provin; Sachsen. In Eisleben fand ein Aufzug der reichstreuen Berz und Hüttenleute statt, der durch Abordnungen aus den nächsten Ortschaften verstärkt, sich zu einer achtunggebietenden Kundgebung gestaltete. Vor etwa zwei Jahren ernfloh unter Mitnahme von 12,000 Mark der Prokurist des Fnedmann 'schen BanlhauseS in Elsleben, Na mcns Tick. Der Ungetreue ist nun kürzlich in London verhaftet und dieser Tage hier eingeliefert worden. Von dear gestohlenen Gelde hat man nichts mehr vorgefunden. Ebenfalls geiäng lich eingebracht, und zwar aus Holland, wurde der fett 1889 wegen Betruges steckbrieflich verfolgte Kaufmann Jde aus Müht Haufen, sowie erne mit ihm ledende, wegen betrügerisZ:en Banke rvuS verf.l jke Frauensperfon. Für das Denkmal auf dem Kusshauser, wel ches die ehemalige deutschen Solda ten Kaiser Wi.helm I. errichten, sind, nach dem eben erschienenenassenbericht, 396,373 M., darunter zuletzt wieder Gaben aus Rumänien uns EgYPlen, eingegangen. Provinz Hannover. Die Kosten der Vorarbeiten für den vrojettltten Mittellandkanal betragen 135,900 Mark, welche dem Arbeitsmi nister durch den unter Vorsitz des Lan dedirettors Frei!), v. Hammerstein be stehenden Ausschuß zur Förderung des Ruein-Weier-Elbe-Äanals zur Versü gunz geaell: worden sind. Der Kanal ,oll dazu dienen, ausgedehnte sumpfige Länderstrecken zu entwässern, andere Gebiete zu bewässern und so außer dem Verkehr auch der Landwirthschaft groöe Dienste zu leisten. f Der frühere Hofoaumaler" August Chr. Groß mann in Hannover. DaS neue deutsch engli che vieraderige Kabel ist 440 Kilomt ter lang und bei SiemeaS Brsthers in Woo:wich hergestellt. Die Herstellung desselben kostete ca. zwei Millionen Mark, die von Teutschland und England gemeinschaftlich getragen werten. Letz:er Tage fand in Bnxte huve das siebzehnte Turnfest des Unter' Eld'Gaues statt. Ehrenpforten, Gmr landen und Kränze schmückten Straßen und Häuser der Feststadt zu Ehrrn der einziehenden Türnergäste. Die Toch ter des Wagenbauers Tegenhardt in Goslar hat sich, unglücklicher Liebe wegen, im Judenteiche am Zwinger er tränkt. Einem Privat b rief von 'Hofrath Dr. Billroth über die Frage der Verdeutschung von Fremdwörtern enl'.ti:nmt die Neue Freie Presse- die folgende Ste!le: Ein jeder gebildete Mensä, welcher Nation er auch ange hört, hat. eine unbestimmte Freude an dem Klang seiner Sprache, wie er durch den Ausdruckswechsel hervorgebracht wird. Die indogermanischen Sprachen der bisberigen Kulturnalionen stam, men schließlich von einem Baum; daS Jneinanöerwachsen der Zweige kann ich für kein ästthetifches Unglück halten. Wie die moderne Musiksprache von Italien stammt, so stammt unstre medi. zmische Sprache, ja überhaupt unsere wissen ichastliche Spräche von den Römern und Griechen. Die süddeutsche, -umal die Würzburger Schule hat vor einem halben Zabrhun?ert, die ersten Veisuche aemachl,, für Amputation Abseyunz", für Ez'ttirvation Auslösung", fär Resektion AusZZgurgic.uagen. T ch umsonst man blieb bei den auS dem -Lateinischen entlehnten, .allen X-U t onen verst lndlichen Ausdrücken. Virchow und Koch und auch meine We mgkeit sind doch gewiß , gute deutsche Männer, ober alle Wörter, die w:r in die ' Wissenschaft , eingesu hrt haben, sind" griechischen Ursprungs. ; Zumal die Nomenklatur der patdalozischen Neubikdun gen und der ganzen modernen Bakterlolozie ist griechisch. " Bon einer Stäbchen lehre- ita t von einer -.Bak enologie zu sprechen, wäre geradezu :i:ifs:ii'i! , Verlangt Muchoö Best -Hü. ' ..:.,.;,'.:,'.: i. :; vanna rs

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Eisenbahn Tabelle

Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen babnzllge im Urnen Depot, Indianapolis. Vandalia. Abgang Psstzug Expreß .. 7 30Vm .. II 50'm Expreß Acconwdation . . . . Expreß Expreß , . ......... Ankunft Expreß Expreß Accomodation Erpreg Schnellzug Accomadation 1 00 Rm . .... 4 0 Nm .... 7 00 3irn .....IIWNm , " 3 30 Nm , 4 15 Vm , 10 00 Vm 2 5Vm 5 20 Vm 7 45 ?!m Eleveland, Cincinnati, Chicago und , St. Louis. Indianapolis und Cleveland Diviston. Abgang Expreß.. 30 Vm Expreß 9 35 Vm Erpreß 11 45 Vm Limited Erpreß 3L0Nm Expreß . . 6 45 31m Ankunft Expreß 7 00$m Erpreß 11 10 Vm Limited Expreß 11 55 Vm Expreß 5 00Nm Expreß 10 50 91m .St. Louis Division. Abgang Expreß 7 30 Limited Expreß 12 03 Nm Ervreß 5 20 Am Expreß, taglich . . Ankunft Expreß täglich Expreß Limited Expreß. . Expreß . . ....10 55 9It .... 3 20 Vm .... 9 25Vrn .... 2 55Vm .... 6WVm Ehicago und Eincinnati Division östlich. Abgang Schnellzug Accomodation täglich Accomodation Postzug Accomod. snur Sonntags). Accomodatlvn .. , 3 5T Vm 7 05 Vm 10 55Pm 3 00 Nm 5 00 Nm 6 45 Nm Ankunft Rushville Accomodation. 10 35 Vm 1150VM Pomua yndpls Acc. (nur Sonnt.). 12 35 S!m zuccomovation Accomodation .... Schnellzug Chicago und Eincinnati Division - Abgang Accomodation Schnell Post Lafayette Accomadation . . . . Schnellzug Ankunft Schnellzug Lafayette Accomodation . . , Schnellpost Accomodation , üOONm 10 45 Nm l2 15 Nm - wcsttich. 7 10 Pm 12 01 Nm 5 15 Nm 12 30 Bm 3 20 Vm 10 45 Pm 2 50 Nm 15 Nm Peoria Division westlich. 745 Vm 12 03 Nm Abgang Expreß...., Er Meß.. Danville Accomodation Expreß Ankunft-r-Erpreß Danville Accvmodation .. 5 05Nm ..10 52 Nm .. 315m 10 40 Vm Erpreß 2 40 32m Expreß 6 25 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß Accomodation Expreß Ankunft Expreß Accomodation Expreß ... 3 37, Vm ... 5 30Vm ... 30552m ...11 45 Vm ... 9 00 Vm ...10 30 Nm Lake Erie und Western.' Abgang Erpreß 7 15 Vm tzxpnß.. . I LONm Erpreß.... 700Nm S'chnell.Erpreß 11 10 Nm Ankunft Schnell Qnuk 3 20Vm Expreß 10 30Vm expreß 2 50 Nm Erpreß 6 20 92m Pittsburg, Eincinnati, Ehicago und St. Louis. Indianapolis Diviston. Abgang Expreß 4 ColumbuS Accomodatton.. . 9 Erpreß 3 Nichmond Accomodation. . . 4 Expreß.... 5 Ankunft Richmonv Accomodcttion 9 Schnellzug 11 Expreß 12 Accomodation 3 45 Vm 00 Vm 00 Nm 00 Nm 30 Nm 00 Vm 40 Vm 50 Nn 45 92m Expreß 6 Ervrek 9 50 92m 00 Nm Chicago Division via Äokomo. Abgang Expreß Expreß Ankunft Erpreß , Expreß , ...1105VM ...11 30 92m .... 3 30Vm ... 3 45 92m Louisville Division. Abgang Expreß 3 40Vm Louisville Accomodation.. . tz 00 Vm Schnellzug. 3 55 92m Accomodation 4 3) Nm Ankunft Accomodation 10 25 Vm Schnellzug llOOVrn Accomodation 6 00 92m Spezial täglich 10 50 92m Eincinnati, Hanulton und Jndiana polis. Abgang Expreß 3 55 Vm Cincinnati Accomodotion . . 10 45 Vm Expreß 3O0Nrn Expreß 3 30 92m Expreß: 6 30 92m Ankunft Accomodation 9 15 Vm Erpreß....... 11 15 Vm Erpreß 745 92m Erpreß 10 55 92m Expreß. 12 35 Vm Indianapolis und Vincenneö. AbgangExpreß 7 30 Vm VincenneS Accomodation.. . 4 10 Nm Ankunft VmcenneÄ Accomodation 11 00 Nm Erpreß OSNni . ' Eincinnati, Wabash und Michigan Abgang Erpreß 6 30 Vm Expreß., 11 45 ist Expreß - .' 6 45 9!m Ankunft Expreß 11 10 Vnii Ervrek 5 00 92m Expreß lOöO Indianapolis, Decatur und Western. Abganz Expreß . 330Vm Accomodation 4 20 Nm CchnellErpreß. , .11 00 SZrn Ankunft Schnell' Expreß 3 30 Vm ' Accomodation ........... 10 10 Vni Erpreß .... .4 45 Vm Louisville, New Alhany und Chicago. Abgang Expreß 1240 Vm Expreß.... : .... ....11 35 Vm ; Monon Accomodation 5 20 92m Ankunft Expreß ... , .. ... 325Vm Mono Accomodation ,; .10 40 rn Expre ß.. . . . . . " 20 Nm mm b am4 t ewnw Hm f .vk. nptdtf sd boonilT. kv tbM T iihM- mm v id. ad tm (Mr ! lvttd.k.d,, lir. Ar O IM rarkr II... m tM.ru. .v. . ' . ? m' i M , i joxit P momtmit, mt U rw n ( g worlu Ttto to l .l .- L .1 m.-.A 1... .-U . . . b ? MaMri amlnf trm t tM rar WM m4 r.nit, ad mon Uni lt.iita.1 gttM nmk fM MM DlftranlMlMikTisiMlt RtnMtaHDkkt.IJ Wnurm w . Vti l 'HV pUU, .

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ff une ist daS einzige Blatt in 3ndiaua, welcheS die Interessen des Volkes gegenüber der Macht der Plutokratie vertritt. Als Organ des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiinteressen kämpft sie unentwegt sür Freiheit .Recht auf allen Gebieten deS LebenS. Die Arbeit deS Volke? ist die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir für solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur frcudebringenden Lust, statt zur Niederdruckenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte eS als moralische Pflicht empsinöen Leser der Ändiana Tribüne zu fein. DaS reichhaltige SonniaQS Blatt hitttt eine Fülle unterhaltenden Lesestoffeö. Der Abokncmcttts Preis der täglichen Tribüne ist 12c, deS SonntagöblattS 3c, beider zusammen 13 Cts., per Woche oder 63 Cts. per Monat. Durch die Post versandt, kostet daS Tageblatt HZ, da Sonntagsblatt $2 per Jahr, beide zusammen U ' Hg in Vorausbezahlung. aller Art werden rasch und billig auS geführt. r . . . : Eintrittskarten, Quittungen. Konstitutionen, ' Nechnungen, Geschäfts karten ' 4.. . Briefköpfe, Wu !",:,: ''-''fc .jis111'''1- '- s'w Programme u. f. w. für Geschäftsleute und Vereine werben ' - --, w,T M i,r , geschmackvoll auSgefüh rt. iSt'm A :!! -..I, '!(fM::il!i ':::i!:v:':i!511' Ä'i lljl -i'i!i:;;t; :!'!:,!! KüzMKW Z ZRUZUZpzliZ, Jud.

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