Indiana Tribüne, Volume 14, Number 359, Indianapolis, Marion County, 15 September 1891 — Page 1

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Editorielles. Die Gründung eines SonderTurnerbundeS in Chicago ist ein gefundenes Fressen , für die ganze reaktionare Presse, welch?, ihren Jubel darüber nur schlecht- verhüllt. Cinstweilen gehören zu dem Sonderbunde nur vier Vereine, zur moralischen und prinzipiellen Stärkung des Turnerbundeö aber Ware zu wünschen, daß sich dem Sonderbunde alle Greenbay und Kustermann-Vercme anschließen. Es ist Thorheit, wie das geschieht, behaupten zu wollen, daß prinzipielle treitizkeiten nicht vorlagen. Es ist in diesem Falle, wie in allen derart! zen Fällen, der prinzipielle Zwist tritt zloß in einer äußerlichen Form zu Tage, die anscheinend nichts mit Prin tipien zu thun hat, aber doch durch Prinzipien - Unterschiede veranlaßt wurde. Dem Turnerbunde kann man zu diesen, Vorgängen nur gratuliren. 13 ist immer gut, wenn sich die Spreu ?om Weizen sondert.

Ganz sonderbar kommt es Einem vor, jet in deutschlandifchcn Zeitun gen Artikel gegen die Tempcrenzgefche zu lesen, wie wir sie sonst uur in der öeutsch-amerikanischen Presse gewohnt waren. Es ist sicherlich nicht unintc ressant, zu lesen, was man in Deutschland über diesen neuesten Rcttungs-. versuch der Gesellschaft denkt. So schreibt die Frankfurter Ztg." : Wie eine bittere, blutige Jrvnie erscheint es, daß just in dem Augenblick, da die breitesten Schichten der )eutschen Bevölkerung über eine zu ei nem wahren und wirklichen Nothstand zewordene Vertheuerung der unentdehrlichsten Lebensmittcl klagen und die nothwendige Folge einer solchen, eine Depression der Lebenshaltung, be rcitö vielerorts sich bemerkbar macht. )ie verbündeten Regierungen" mit chrem lange angekündigten Eesehent vurf gegen die Trunksucht, oder, wie .'r offiziell heißt, gegen den Mißbrauch zeistizer Getränke", an die Oeffcntlichkcit treten. Alle Diejenigen, welche das Studium der sozialen Heilkunde nicht mit dilettantischer Oberstächlichkeit, sondern mit dem, dem Gegenstand entsprechenden Ernst betreiben, die in Folge dessen nicht mit der vorübergchendcn Zupflasterung der Wunden und öeulen deö GcsellschaftskSrpers sich bescheiden, fondern die Wurzel des le bels entfernen wollen alle diese haben den engen kausalen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage der breiten Volksschichten und der größeren oder zeringcren Ausbreitung des AlkoholZmus längst erkannt uns wissen, daß :s nur ein wirksames Heilmittel gegen Jicscs Uebel giebt, die Besserung der Zage der ärmeren Klasse, kein kräftige reS Forderungsmittcl desselben, als die Lerschlechterung derselben durch Herabdrückung des Niveaus der Lebenszsltuug, durch künstliche Vertheuerung )er unentbehrlichsten Lebcnsmittel ; sie w'ssen ebenso, daß durch StrafgesetzParagraphen und Polizeimaßregeln diesem Uebel, wie so manchem andern, nicht bei zukommen ist. In den Kreisen, in welchen die Vater des vorliegenden Gesehentwurfs zu suchen sind, giebt man freilich die Ezistenz eines Nothstände nicht zu sur fit czistirt ein solcher ja auch in der That nicht und man würde daher selbst dann, wenn man für den Zufam menhang zwischen Lebenshaltung und Alkoholismus ein besseres Verständniß hätte, jene Ironie, um kein schärferes Wort zu gebrauchen, nicht empfinden. welche, in der Wahl der gegenwärtigen Zeit für die Veröffentlichung des Ent wurfs liegt. Von frommen Pastoren und sonstigen geist- und magenschwa chen Leuten hat man sich überzeugen lassen, daß daS dentsche Volk, worun ter in diesem Falle natürlich nur, oder doch in erster Linie die niederen Klas sen" zu.verstchen sind, in den Kraken ZeS Schnapsteufels" fesisiht, und da versteht eS sich dann von selbst, daß in, frühere Mißerfolge auf ähnlichen Gebieten gänzlich vergessend, gegen dieses, wie so manches andere Teufels werk den StrafrZchter und die hohe Po lizei mobil, also ein Ecseh mit dielen Verbots und Straf Paragraphen macht. Und was für ein Geseh ! Wenn der selige Savignn noch in diesem xt bischen Jammerthale wandelte und diesen neuesten TxunksuHtSgesehent wurf erlebt hätte, so würde er voraus sichtlich seine berühmte Frage nachdem;

Beruf unserer Zeit zur Gesetzgebung gar nicht gestellt, sondern dieselbe als erledigt betrachtet haben, erledigt na türlich in bejahendem Sinne. Denn unter allen den Versuchen und Vorschlazen, die von der amerikanischen Temperenzbrutalität bis zum sog. (So tenburger System auf diesem Eeöiete bereits gemacht worden sind, wüßten wir keinen, bei welchem die Berechtig, ung der gegen die obrigkeitliche Regel ung dieser Materie erhobenen Vedenken, als da find: Unwirksamkeit, Ueberflüsfigkeit, Stärkung der Polizei. Willkür, Förderung derDenunziationssucht, Charakter der Klassen, und Aus. nahmegesetzzebung u. a. m. derart, wir mochten sagen en haut-relief Hervor träte, wie bei diesem aerneuesten Erzeuzniß neugermanisch.offizieller GcsetzgebungSkunst." Für unS in, Amerika ist die Sache äußerst unangenehm. Man wird von Seiten der amerikanischen Temperen; ler gar cft daraus hinM'.rs.'n w:rden, daß ja die deutsche Regierung ähnliche Bestrebungen habe. Dort wie hier aber ist diese Temperenzgesetzgebung nichts weiter als Unfähigkeit oder Unwille, die wahren Urfachen aller gesellschaftlichen Uebel zu erkennen, in Folge dessen man Ursache und Hirkung verwechselt und den Esel beim Schwanz aufzäumt. igj Xu Drahtnachrichten Inland. ' Wetterauösichte n. Für Jndiana : Wärmeres, hübsches 'Wetter.

, Ein Roman aus detn Leüeu. K ans ab City, Mo., 14. Sept. Die Zerstörung seines Hauses in Armourdale, Ks., durch Dynamit und der Tod seiner Frau durch Vergiftung at Joseph M. Juvenal dem Wahnlnn nahe gebracht. Heute Vormittag ollte das Vorverhör von Millie Pfossman stattfinden, welche beschuldigt ist, Iuvcnal's Haus mit Dynamit in die Luft gesprengt zu haben. Er hat dieelbc früher heirathen wollen, sie aber itjen gelassen, um eine Andere zu eheichcn, und seine Frau ist am Samstag an Arsenikvergiftung gestorben. Das Vorverhör fand vor dem Friedentrichter Harding statt. DessenJkal erwies sich für die Zufchauermcnge als diel zu klein, weßhalb er die VerHandungen nach dem Logensaal in demscl ben Gebäude verlegte, nachdem die Zuhörer die dafür verlangte Miethe von $77 ausgebracht hatten. Da die Aufregung unter den Freun den der beiden Parteien sehr groß war, ordnete der Nichter an, daß Niemand, welcher Waffen bei sich trage, den e richtssaal betreten dürfe und alle Zu Hörer sich einer Untersuchung zu unter, werfen hätte. Zwei Konstabkcr stau, den an der Thüre und durchsuchten jeden Eintretenden, wobei sie viele Revolvcr fanden. Juvenal selber hatte deren zwei und John Hale, Vcrtheidi. ger der Angeklagten, einen. Juvenal indeß hatte es verstanden, einen Dolch und Hale einen Derrinacr eint. schmuggeln. Ehe das Verhör begann, stürzte sich Juvenal mit seinem Dolch auf Hale, wurde aber sofort entwaffnet, ebenso Hale, der auf den Angriff vorbereit war und seinen Derringer gezogen hatte. Ter Richter vertagte daS Verhör und ordnete Juvenal's Verhaftung an. Als dieser in der Polizcistation war, stürzte er sich mit einem. Schüreisen auf den Berichterstatter Hutton von der Times", wurde- aber zurückgehalten. Man glaubt, daß er in Folge seiner Gemüthsaufregung wahnsinnig geworden sei. "' ' " t i Die Farmer und die Weiz e n p r e i s e. St.Vau l, 14. Sept. DieFühr?? eer Farmers Alliance in Minnesota, Nord- und Süd Dakota haben wieder ein Zirkular an die Farmer erlassen, worin sie angesichts der ungeHeuren Getreidezufuhr dieselben ersuchen, ihren Weizen nicht jeht auf den Markt zu bringen, sondern damit zu warten, bis derselbe $1.50 per Bushel kostet,' welcher Preis in Folge ber gemein gunstigen Aussichten für die Ausfuhr in einigen Wochen sicher erreicht werden wird, wenn die Zufuhr nur in entsprechendem Maße vermin i dert und dadurch eine Ueberfüllung beö! Marktes vermieden wird.

Ausland.

Die Dardanellenfrag e. a Konstantinopel, 14. Sept. Ein Detachement Seesoldaten und eine Feldbatterie mit mehreren Gattlinggeschüfen wurden gestern Vormittag vzn einem britischen Panzerschiff in Sigry auf der Insel Mytilene (Lesbos) gelandet und nahmen von dem Ort for-, mell im Namen der Königin von Eng. land Besitz. Sigry hat einen guten Hafen und man vermuthet, daß England die Insel befestigen und zu einem Kohlenhafen und zu einer Station des britischen Mittelmeer - Geschwaders, machen wird. Die Insel liegt 25 Meilen von der Mündung der Dardan:llen. Der französische und der russische Botschafter hier sollen von ihren Konsuln auf Mytilene Nachricht erhalten haben, daß die Engländer Sigry besetzt, Geschütze gelandet und die Insel mit Torpedos umgeben haben. Pesth, 14. Scpt, Der Pesther Lloyd" sagt, man wisse aus hingeworfencn Bemerkungen in St.. Petersbürg, daß hohe amtliche Kreise sich wieder mit Plänen zur Eroberung von Konstantinopel durch einen den modernen Kriegs, und Befestigungsverhältnissen angepaßten Handstreich beschäftigen. London, 14. Sept. Die Nachricht von der Besetzung von Mytilene durch britische Truppen hat hier große Aufregung verursacht, aber alle Vcrsuche von Berichterstattern oder Korrespondentcn, eine Bestätigung derselben im Auswärtigen Amt oder in der Admiralität zu erhalten, waren bis heute Abend vergeblich. Trotzdem ist die Nachricht durch eine Depesche von Konstantinopcl bestätigt worden und dies hat einen Wiederhall an allen europäischen Börsen gefunden. Man nimmt allgemein an, wenn die Nachricht unbegründet wäre, würde sie schon amtlich als solche erklärt worden sein. Die Insel Mytilene, das klassische Lcsbos, liegt 23 Meilen von der Mündung der Dardanellen (Hellespont). Sie ist 278 Quadratmeilen groß und hat 40,000 Einwohner, gute Hafen und sehr fruchtbaren Boden. Die größten Städte auf derselben sind Castro (oder Mytilene) und Molive. Die Insel Tcnedos, welche direkt den Hellespont beherrscht und daher zu dessen Sperrung viel vortheilhafter gelegen ist, hat nur fünf Meilen Länge und ist sehr felsig und gebirgig. Nach heute Abend eingelaufenen Depeschen haben die griechischen Konsuln in Mytilene und Smyrna ihrer Regierung gemeldet, 13 britische Kriegsschiffe hatten am Freitag Truppen und Geschütze in Sigry gelandet und der Ort sei bereits stark befestigt worden. Lord Salisbury's Geheimsckretär kehrte heute unerwartet hierher zurück und ist im Auswärtigen Amt sehr beschäftigt. St. Sameö Gazette" sagt heute Abend, die überraschenden Nachrichten betreffs Besetzung der Insel Mytilene .seien von hochwichtiger Bedeutung und die Insel habe sehr hohen strategischen Werth. Eine Andeutung von der Absicht der britischen Regierung, eine Insel nahe den Dardanellen zu besetzen, wurde in den höchsten diplomatischen Kreisen von Wien und Berlin zuerst nach der Audienz vernommen, welche der britische Botschafter Sir William White am vorigen Freitag bei dem Sultan hatte. In den Zeitungen jedoch erschien nichts darüber, bis heute die Börse und das Publikum durch die Depesche auS Konstantinopcl auf'S Höchste überrascht wurden. Zuerst wurde dieselbe für unglaublich gehalten und sie wird auch jetzt noch als zweifelhaft oder mindestens übertrieben erachtet. Solange daS Auswärtige Amt die Depesche nicht bestätigt oder nähere Nachrichten dar über nicht vorliegen, kann die ganze Tragweite des Schrittes nicht enthüllt werden. ' Aus zuverlässiger Quelle verlautet jedoch, daß Sir Wm. White die Zustimmung deS Sultans zur Besetzung eines Punktes nahe den Dardanellen nachsuchte, der einen guten Hafen hat. Die Insel Tenedos und die BesikaBai, wo das britische Geschwader von 1876 bis 1878 war, wurden kürzlich vermejzen, aber nicht für tauglich befunden. Das dem Sultan, gemacht Anerbieten . war dasselbe, wie es die britische Regierung in 1877 vor der t Erwerbung von Zypern gemacht hatte

und betraf den Ankauf einer Insel

nahe den Dardanellen.. Dieser Plan war lange Gegenstand der Unterhandlungen und wurde nach Unterzeichnung der britisch-türkischen Konvention im Juni 1878 fallen gelassen. Die Besetzung von Sigry kann daher nicht ohne Zustimmung des Sultans erfolgt sein. Eine gestern in Konstantinopel veröffentlichte amtliche Erklärung besagte, daß zwischen dem Sultan und dem Botschafter White ein Vollständiges Einvernehmen hergestellt worden sei, aber die Bedingungen desselben wurden nicht gemeldet. Der Andeutung, daß die Insel befetzt und befestigt werde, folgt heute Äbend eine Depesche aus Berlin, wonach dies ein Schachzug Lord Salisburh's gegen daS französisch russische 'Spiel fei. Derselbe verschärft die diplomatische Krisis. Der Admiral PerkinS, Befehlshaber des britischen Mittelmeergeschwaders, wird von dem .Admiral Tryon abgelöst werden, weleher im Jahre 1857 die britische Flagge am Nil aufzog und der bereits am Freitag zur Uebernahme deS Befehls dsn Portsmouth nach Gibraltar abgefahren ist. Paris, 14 Sept. Die Nachritt von der Besetzung von Mytilene durch England, hat in hiesigen diplomatischen und Jinanzkreisen entschieden ein Gefühl der Beunruhigung erregt. An der Börse sind in Folge dessen die Preise gefallen. ..,. Aus Afrika. Sansibar, 14. Sept. Bei dem jüngsten Kampfe der deutschen Expedi tion des Hauptmanns Zellewski mit Eingeborenen, verlor derselbe 500 Neger und alle Gewehre und Munition. Die Lieutenants von Zitzewitz und Piersch, Dr. Dunschau und vier Unteroffiziere werden vermißt und nnr die Offiziere Tctenborn und Hehdebreck, sowie zwei Unteroffiziere sind entkommen. ' Ochtffönachrlchten. Angekommen in : Glasgow: Seandinavian" von Boston. Hamburg: Suevia" von New Zork. New Jork: Saale" von Bremen. Hiesiges. Selbstmord. Jung und lebensmüde. Arthur Pritchett, ein 22 Jahre alter Mann, wurde heute Morgen in dem Schuppen hinter Ro. 42 Süd Blackford Straße todt gefunden. In dem bezeichneten Hause wohnt ein Schwazer Pritchett's, Namens Benz. Miller. Pritchett befand sich gestern Abend in dem Hause, sagte, daß er durstig sei' und trank auS einer Tasse. Seine Schwester glaubte, daß es Wasser war. waS er getrunken hatte, und kümmerte sich weiter nicht darum ; als man jedoch heute Morgen seine Leiche fand, da stieg ihr sofort der Verdacht auf, daß er aus der Tasse etwas Anderes als Wasser getrunken hatte. Coroner Manker ist derselben Meinung und spricht nach Besichtigung der Leiche die Ansicht auS,' daß Pritchett durch .Morphium Selbstmord begangen hat. Die Leiche wurde nach dem Hause der Schwiegermutter deS Selbstmörders, einer Frau Herrou, No. 431 Indiana Ave. gebracht. Die Frau erzählt, daß der Mann vor etwa einem Jahre ihre Tochter geheirathe.t habe, daß er aber ein lüderliches Leben führte, und seine Frau ihn deshalb verließ und jetzt außerhalb der Stadt wohnt. Pritchett hat stark getrunken, und eS scheint, daß er mit sich selbst unzufrieden war und sich auS diesem Grunde daS Leben nahm. ., .. , H ii Qln Irrsinniger springt aus dem Fenster. Gottlieb Schultz, ein 17 Jahre alter Jung welcher , mit seinen Eltern in No. 460 Süd Illinois Straße wohnt, sprang heute Morgen um 2 Uhr auS einem Fenster Zm zweiten Stockwerk und lief davon. Um 4 Uhr wurde er nahe dem Illinois Haus gefunden und nach dem Stationshause gebracht. Es stellte sich heraus, daß er ifinnig ge worden war. Er hatte nur 'eichte Ver

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