Indiana Tribüne, Volume 14, Number 358, Indianapolis, Marion County, 14 September 1891 — Page 2
Jndiana Tribüne. Erscheint ti i ö l i d? xinb Scnix t a cj o.
Xle täßlidie Xrifcünc" Tastet ittrdj Den Träger -2Gcitt$ per Woche, tu To,lr!tczgö-..Tribünc" K TrslS per Wocke. ZZ:de zusainen läGcnta odcr A5CentA per Monat. Per Pol't zugekckickt ift VsrLbrzahlung ?3 per Jahr, Ossice: 130 Ost Marylsnd Strahc. JndiampoUs, Ind., I z. cpt'br '91. Nmerikauische Nindrerzle'mng, Im .Chicago Herald" legt eine Frsu cas Bekenntniß ab, daß die arierikanischeu Kinder viel zu häufig frühreif, vsrlaur und anratend sind. Sie vergleicht die amerikanische ErziehungZweise mit der englischen und deutschen, und gi' t offen zu, daß die 5t wdcr in England und Teutschland durchschnittlich besser erzogen sind, als in m Ber. Staaten. Aber sie sucht auch gleichzeitig nach Ent schuldigungZzründen. In Deutschland, Zazt sie, ragt der Geist der militärischen Zucht begreiflicher Weife auch in das Familienleben hinein. Tie Engländer sir.d so konservativ, das; sie auch an den althergebrachten Erziehnzsformsn festhalten. Hierzulande dagegen würden die demokratischen Grundsätze auch auf die Behandlung der Kinder übertragen. Mau betrachtet Levtere als denkende Wesen, die man nicht mit Gewalt zum Gehcrsazn zwiugt, sondern durch Gründe zu überzeugen versucht. Die amerikauischen Kinder müssen unbedingt selbstRäudiger fein, als die europaiicben. und desbald muß ms ibnen auch frübzeitig genügendes Selbstb.wusjtfein beibrin gttL Wtnn man darin zu weit gehe, so werde man mit der Zeit sch?n die erfordrlichen Emränkungen lernen. Tieft Vertheidigung ist außerordentlich schwach, sa-it dazu mit Recht die (ifcic. Adeudposi-. Denn verständige Eltern Kalten nicht nur hierzulande, sondern auch in Europa sehr wenig von der Erziehung durch Prügel und von dem gewaltsam erzwungenen, stummen Gehorsam. Wenn aber ein Lind eigen willig, frecü und vordringlich ist, so ist dies der sicherste Beweis dasür. dan es seine Eltern nicht verstanden baben, durch rernünsji,ze Belehrung auf sein Gemüth und seinen Charakter einzuwirkett. Im Gegentheil müssen solche Kin der von früh auf daragswöbnt wotden sein, den Eltern alles abzutrotzen und sich als Hauptpersonen in der Familie tt betrachten. Kinder, die ibren Eltern oder Lehreru mit offenbare? 'Altzacktunc, begeg ren, sich allen Anordnungen aus reinem Eigenwillen widersetzen und sich in 0e genwart von GSiten unverschämt aufjähren, sind eden''owek?ig die Erzeugr.isse unserer ireieitlichenFinrichtunclen. Wie beispielöweise die Vardpolitiler und Tabatspucker. Man thut dem de mc'Zraljsch? Geiste schweres Unrecht an, wenn man ihn für soZcb.' Erscheinunaen verantwortlich mit. Wenn das Nebel Zchsn einmal bloselegt wird, so soll mau i'm a nd glctij aus der Grnnd a.eden ad ni tt nach unhaltbaren Aus stückten iatSea. Ter Huvtgrund für die feklerb-tste fii derer? icliu -g in so vielen arncrito nvtyn ,xam,l?en )i gerade der Mangel des ei demosratisen Geistes. Statt ibren Ve!p?iicht:mgen geen die Gesell schaft nachzukommen, suchen die Eltern d!elfach.ihre 1-flzchten d-m Ztaate aufzubürden. B't erwarten ?'on der Schule und rv't der Gkicfcqebitng zu viel und leisten klb r zu weniz. Besonders die statl??A gen amerikanischen Mütter trifft die-.er vorwarf. Sie wollen durch Tdezl:?al:me an den Zchulrathswablen im beltändiae Agitation für Prohibition?z?'e?e für dZs Wob! des jungen Natntich es iaaen: sie möchten aller anderen Le ?'e i:,d r edeniowobl wie ihre eijunfn turä ?,e besoldete Lehre rin erzien und durch den Polizei- ''' knüvvel au' de V'nd der Tuzend und ' Mäßig'?:! daltrtt lassen ; sie untergraben selber den (fiitrlun der bäuslicken Eri lung und wandern sich dann, wen treibe seblschtZqt. , I6a die fiiiieri'arnirfKn Väter anbetrifft, so sind zu oft geneigt, die Sorge iür die tti.der. ebenso wie die ',' Verwaltung derK:. und die Instand- ' da!tu!?g des Hanse-, usichließlich als Sacke der Iran zu betrach'.en. Sie ' schaffen aCev Ge!?. tsxi von ihnen verlangt wird, und glauben damit allen tilligen Amordermrqen genügt zuhaben. Wohl sind sie zärtlich, sogar überzärt' lich. aber sie haben gar kein Herlangen danach, Herr im eigenen Hause zu sein. Im Geschäfte sind sie Boß, daheim ist es die Lady. Die Kinder, die ja über kaupt wunderbar gelehrig sind, begreifen sehr schnell die Sachlage und nützen sie ncch Kräften au). Werden sie aber gar zu übermütliig. und erlaubt sich der ava. dikserhalb der Mama gegenüber einige Ausstellungen zu machen, so hat er meistens seine Unvorsichtigkeit bitter zu bereuen. Wo der Mann nicht nur dem Namen nach, sondern thatsächlich das Oberhaupt ' der Familie, und d:e Frau nicht stark aeistig. sondern weiblich und mütterlich ist. da sind auch die K,nder gut geartet, bescheiden und gehorsam. Solche Fa milieu sind zum Glück auch u den Ber. Staaten noch sehr zahlreich anzutreffen. j.wenn sie sich auch nicht so bemerklich machen, wie diejenigen, die zu der be- ' !syrcchenen Klage Slnlaß qeben. Sie Zollten aber freilich bei Weitem zahlrev Mer scin. ijife.ie von einem frühere Wärter des Irrenhauses zu Harri! bürg in Pcnnwkvanien gegen die Verwaltung der Anstalt erhobenen Beschuldigungen, daß Insassen auf'S Brutalste misdan delt worden seien, sind von einem AuS schütz gründlich untersucht worden. welcher nun darüber an Gouverneur Pattifon berichtet hat und in dem Be ncht die Ueverzeugung auSsprlcht, daß die Beschwerden grundlös skten, daß bei ven Versuchen, rasende und widerspen . - stige Insassen im Zaum zu halten, nicht - wehr Gewalt angewendet wurde, als - absolut nothwendig gewesen sei. Trou dieser Ireifprech. ng ron allem Tadel hat der Anztaltsdirettor Dr. Gerhard ikUtk Etellu -
Lüdamerikanlsche Revolutionen. Im Monate Juni gab eö in Argen ,inien allein drei Revolutionen" ; diestlben sind allerdings geeignet, den Kredit des Lande? im Auslande zu erschüttern, weil das Wort Revolution in der alten Welt einen ganz anderen Klang hat. als hier, wo die Nachricht von einer Revolution höchstens die Te legraphenbeamten in Aufregung bringt, sonst aber absolut Niemanden. Eine Partei ist mit der Regierung einer Brovinz, richtiger eines der vierzehn Bundesstaaten unzufrieden, d. h nicht etwa mit den Prinzipien der regierenden Partei, fondern mit deren übler Gewohnheit, sämmtliche öffentlichen Aemter und Volksvertreter- ( !) Stellen ausschließlich mit ihren Anhängern zu besetzen. Da sammelt nun die GegenPartei ein Häuflein Getreuer, oder wenn sie Geld genug hat, kauft sie sich lieber gleich die Polizei oder ein Stück der bewaffneten Macht und überfällt damit eines schönen Tages unversehens den cabildo, v. i das Regierungsge bände, und sucht den Gobernador und seine Minister einzufangen. Gelingt dies, so hat die Revolution gesiezt; gelingt eS nicht, so sind die Revolutionäre blamirt. aber weiter auch nichts. Tie
r r- v. i v ... crii paar erschossenen Soldaten oder Poltzisten werden als nationale Helden pro klamirt und feierlich begraben ; hierbei werden schone Reden zehalten, der Telegraph bringt spaltenlange Proteste der unterlegenen Partei darüber, daß man sich so weit vergaß, die edlen Revolutionäre bezw. Regierunzsmänner sogar einzusperren; hierauf werden dieselben natürlich in Freiheit gesetzt, man fällt sich in die Arme, und die Revolu tionskomödie ist aus. Die letzte Revolution in Santjago del Estero veranstaltete der regierende Lieutenant der Polizei. Tolosa. weil er Arrest hatte. Mit der Polize, stürzte er den Gouverneur und übernahm die Regierung. Allein zur selben Stunde wurde ihm bereits um seine Gottähnlichkeit bange und er ersuchte einen Freund, das Regierungsgeschäft Wetter zu betreiben. Nachdem der vertriebene Gouverneur durch einen Major der Entralregierung, welcher feierlich in sein Amt eingesetzt worden war der Herr Major war mit einer Armee von vierzig Mann angerückt gekommen trug er dem Lieutenant Tolosa den Posten seines Adjutanten an. allein die ser lehnte kalt lächelnd ab. Ter junge Tiger hatte Blut geleckt und hält sich offenbar zu etwas Höherem geboren, als zum Adjutanten des von ihm mit 10 Mann Polizei vom Throne gestoße nen Tyrannen von Santjago del Estero, das so weit von Buenos-AyreS entfernt ist, wie Berlin von Rom. und wo das Ausbezahlen von Beamtengehältern schon längst zum Mythus geworden ist. Bei der Revolution in Cor'oova, womit die diesjährige Saison im Mai begann, ging es etwas minder . la Jac ques Offenbach zu. Ein paar hundert Leute auf jeder Seite suchten sich vor sichtiger Weise während der Nacht im Finstern gegenseitig von der Richtig?;; ihres poluucheu Systems durch Salven aus Rcmingtons zu überzeugen. Als es Morgen geworden war, zeigte es sich, daß 24 Menschen, wenn auch nicht von der Bortrifflichkeit der argentinischen Politik, so doch von der Vorzüglichkeit der Rewingtons überzeugt waren. Die Mitglieder der Union c.v:ca , darunter selbstverständlich die wegen der Juli-Revolntion entlassenen Offici,ri?, sahen ein, daß es diesmal nichts fei, und ergaben sich bei ausgehender zonne. Die zwei Dudend todten Veiten" wur den mit den gebührenden Ehren beer digt, die Chefs der Revolution einge sperrt und nach acht Tagen unter allge meinem Jubel freigelassen, worauf sie in die Provinz Catamarca zogen und vor! durch eine kleine Revolution den Gobernador Sennor ZZerrari stürzten. Dieser aber lieg sich schlauer Weise Nicht fangen, sondern versteckte sich so gut. daß es selbst den eifrigsten Nachfor chungen der revolutionären Po.nei nicht gelang, auf seme Spur zu kom' men. Von seinem Verstecke aus bat Herr Ferrari den Präsidenten der Re publik telegraphisch um die Intervent tion der Bundesregierung, welche allem aber die Armee , Verzügen kann. TaS wurde bew illigt und General ölrias an die Spitze einer BundeZarmee von nahezu 400 Mann gestellt, um die Revolutionäre zu Waaren zu treiben. Diesmal sollte die Geschichte ernst wer den, denn der Feind" hatte sogar zwei ttanonen und verschanzte die S:adt Eatamarca. Am fünften Tage langte die Bundesarmee vor der Stadt an. Aus die naive Anfrage des neuen rerolutionären Gobernadors, was für Kriegs volk sich der Stadt nähere, und was dessen Begehr sei-, ließ General Arias den Boten einstecken und sandte der neu gebackenen Excellenz die Welsung. sich binnen einer tunde gesalllgft zu geben, sonst käme er mit der Ruthe. Am dies hm lieven die tapferen Revo lutlonare Barrikaden und Nanonen tw Stiche, der .Jnterventor" zog siegreich in die Haupt tadt vzn Catamarca ein. das Volk zubelte, und der verzteckt ge. weene Gouverneur kam wieder zum Vorscheine. Solche Ereignisse werden hier Re-volutionen-genannt und die Nachricht davon im Auslande im Allgemeinen mit Gruseln, von den Inhabern argen tonischer Werthe' aber im Besonderen mit Schrecken und Unwillen vernom men. Revolution in Argentinien! Del Telegraph ; meldet die Schauerbotschast unterseeisch allen fünf Welttheilen,' die Papiere fallen, und. in Wirtlichkei hauen sich einige putzend Gauchos mit der Polizei, .oder vice ver. Tie Argentinier thäten wahrlich besser, ihn Revolutionen- beim wahre Namen zu nennen und dieselben als eine poli ti'che Seilerei", was sie in der Rege' sind, zu bezeichnen. (Berliner Tagblatt.)' Baro n ,vo n M ang t r. Ca h. ein illegitimer Soh! König Wilhelms HI. von Holland, ist, wie die New gork Times- kürzlich meldet, eben nach Amerika' gekommen, um der Un. znade seines königlichen Baters zu cnV gehen." Diese Ungnade kann nur noch darin bestehen, daß sich der illegitime Vater des Baron Manger-Catz even.lueAM' GrabeHerumdrehte).
ttttma und Nlimawcchsct.
Professor Vrückner in Bern hat nach gewiesen, daß sich da? Klima unserer Erde ungefähr alle 35 Jahre vermindert, derart, daß auf eine kältere und nasse Periode von 35 Jahren stets eine ebenso lange trockene und warme folgt. Es fiel Brückner auf, daß dem Vor stoßen und Schwinden der Gletscher eine Bewegung des Wasserspiegels der Seen, besonders der abflußlosen, raral lel ging, daß der Seespiegel sich analog dem Borstoßen und Schwinden der Gletscher hob und senkte. Diese Schwan langen der abflußlosen Seen mußten naturgemäß in der größeren oder gerngeren Menge des Regenfalls des Einulgsgebiekes der Seen ihren Grnnd haben, und da die Negenhohe von den jeweiligen Luftdruck'oerhältnisscn ab' hängt, die Verändernngen des Luft' drucke s aber wiederum durch die Temperatur der Luft bervorgeruien werden, so untersuchte Brückner alle diese Ersckeinungen der Reihe nach. Er kam dabei zu dem überraschenden Resultat, daß sowohl die Schwankungen in der Große der Gletscher und Sen. wie die des Regenfalls, des Luftdruckes und der Temperatur, tn ganz beftlmmten O -.. nnn mrrfi irfmi tHi ff fttttf rltr llvvl" vw wvm !( rfihi(t cren Dauer wieder kebrten. Er stellte also damit fest, da das Klima, und zwar das der ganzen Erde, Veränderung ei untermorsen in", die ungefähr :Z5 .Jabre an kalten und die er sä.uläre Klimaschwanlunzen nannte; eine kühle und feuchte Periode wechselt mit einer trocke nen und warmen ab. Das Vorstoßen der Gletscher, sowie der höchste Wasser stand der Seen tritt in einer kühlen und feuchten Periode ein, während das Schwinden der. Gletscher und der niedrigste Stand der Seen mit der trockenen Periode zusammenfällt. D'.e Diff' renz zwischen Ma-imum und Minimnm des Regenfalls in der einen und anderen Periode beträgt 1)5 des viel jädrigen . Mittels der Regenmenge, während die Turchschnittstemperatur au? der ganzer. Erse in der einen Pe riode mehrere ZebnZel Grad unter, in der andern ebensoviel über der nor malen beträgt. Höchstwahrscheinlich sind gewisse Borgänge auf der Sonne der Grund der Temperaturveranderung. wir kennen diese Ursachen aber bis tefet noch mcht: nur das ist er wiegen, daß die Sonnenflecken nicht da mit zusammenhängen. Um das reiche Material, aus dem Vruckne? zu semen Schlüssen kam, zu kennzeichnen, fei erwähnt, daß von abflußlosen Seen ll in Europa. 12 in. Asien, 13 in Amerika, 0 in Afrika und 3 in A :stralien untersucht wurden, dann wurden die Ergebnisse von 32 1 Regenstationen mit 13,500 Beobachtungsjahren und von 280 Tkmveraturstationen mit 10.l)0' Beobachtungsjahren in Betracht gezogen. Die Temperaturschwankungen liefen sich durch direkte Thermometerablesungen zuruckserfolgen bis zum Jabre 1731 und betrug der Unterschied zwischen Ma'.imum und Minimum der beiden Perioden für die ganze Erde etwas über 0.7ö Grad Celsius. Die Differenz zwischen der größten und kleinsten Regenmenge wachst selbst???ständlich nach dem Innern der itontinente hin, da die am Ocean gelegenen Länder keinen so großen Unterschied ausweisen können, als die im Innern gelegenen, die nicht unter dem Einfluß oes Meeres steben. für diese ist die Dif ferenz in der Regenmenge beider Periooen l pEt, während - sie im Mittel iür die gan;e Erde Vi pCt. betragt. Als Centren von kalten und feuchten Perioden ergaben sich die Jahre 1700, 1740. 1780. 1815, 1850 und 1880. als Ceiitren von warmen und trockenen Periode 1720, 1760, 1795. 1830 und 1860. Ans den Schwankungen des Termins der Weinernte, die seit vielen Jahren in den Weinkändern genau auf ze zeichnet ist und der natürlich je nach dem Klima später oder früher eintritt, und ebenso aus der Hänfigke:t strenger Winter, deren Aufzeichnung bis zum Jabre 1000 zurückreicht. ' konnte Brücke rer die 35jährige Kl'maschwankung vom Jahre 100 bis jetzt 25m nachweisen. Betrachten wir nun die Folgen dieser periodischen Klimaschwankungen, so iollte man auf den ersten Blick den Ein fluß der geringen Tempcraiuroifferenz oan ungefähr Grad Celsius nicht für groß hal:ea. jedoch die Thatsachen bekehren uns eines andern. Die G!et scker des hohen Tauern verkleinerten ich in einer Trockenperiode um ungefähr i Procent, die GesammtzlescherMasse der Alpen vet minderte sich um 5 Kubikkilometer. Das kasvische Meer siel in einer trockenen Periode um 9 Fnß, d. k. seine Oberfliche naüm um l 3.000 Quadratkilometer ab. also um ein Stück so groß wie das Großherzog', thum Mecklenburg Schwerin. Der Lake George in NeuSüswales. der in ler feuchten Periode 20 bis 30 Kilometer lang. 10 Kilometer breit und 5 bis 8 Meter tief ist. trocknet in der warmen Periode aus und ebenso vcr schwinden um diese Zeit in Afrika die Äbflüsse des Tsadsees, Tanganyika. und Rvana'Sees, die durch die Anzchmel" lung?n der Seen in der feuchten Zeit entstanden sind; Wenn auch die Klimaschwanküngen auf die Wasser stände der Ströme und Flüsse nicht so stark einwirke, wie auf die abflußlosen Seen, so haben sie doch zur Folge, daß die deutschen Flüsse während der Troktrnperiode um N Fuß niedriger sind, als in, der anderen Zeit. Die Schifffahrt wird aber auch direkt sehr stark beeinflußt dadurch, daß m der feuchten und kalten Periode die Flüsse. viel länger durch Eis geschlossen' sind, als in der entgegengesetzten Zeit, dieser Unterschied beträgt z.B.für Südoit'Rnßrand 17 Tage, für die baltischen Provinzen 25 und für die Weichsel sogar 32 Tage, an denen die Schifffahrt ruhen? muß. Die Schulfahrt auf dem Erie-Kanal im Staate New Fork war in der warmen Zeit vcn 1626-33 nur 129 Tage im rnhr geschlossen, in der kühlen Zeit von 183842 dagegen 141 Tage jährlich. - Selbstverständlich ist der Einfluß des Klimawechsels am bedeutendsten aus die Landwirtschaft, in Mittel- und Westeuropa fallen 77 p Lt., der, reichen Ernten in die warmen Trockenperioden und 77 pLt. der schlechten Ernten in die fenchlen und kalten Perioden. In den trockenen Ländern! iMSsfnätürlich
zercyrt; ÄlvlrieSxlnnolen uno anoere -'vckene Gebiete ttten ,um das Jahr ISüO sehr start an Mißernten und Türren. während die feuchten Gebiete um diese Zeit die reichsten Ertrage auf' wiesen. Tie Weinerträze belicsen sich in Ras sau und Württemberg, bei einer Mittelernte von 15 Hektolitern pro He tar, in den feuchten Jahren von 185055 und 18? 6 80 auf nur 8 Hektoliter, während sie in der trockenen Zeit von 1826 30 und 186670 1821 Hektoliter pro Hektar ausmachten. Umgekehrt brachte Nordamerika in den trockenen sechziger Jahren 10 5 Bushels Weizen pro Acre, rn den feuchten achtziger Iahren aber 15.6 Bushels; in ähnlichem Berhällniß standen die Weizenerträge in den betreffenden Jahren in Deutschland. So sehen wir, daß die Aenderungen unseres Klimas, die sich durchschnittlich ?e 35 Jahre vollziehen, so langsam sie c-4) vor sich gehen und so gering sie ivv, dennoch von ungeheuren Folgen für die Länder der ganzen Erde begleit:t fins. Da wir nun im Jahre 1860 da? letzte Majimnm eines trockenen, in dn achtziger Jahren das einer feuchten Periode kalten, so gehen wir setzt wie-
der allmälig ein?r trockenen und warmen Periode entgegen, deren Höhepunkt wahrscheinlich um daS Jahr 1900 sal' len wird. Stotk, stand in Weftpreuken AuZ ter Danzizer Niederung ertönt folgender Nvthschrei: Mit der Theueru,ig der Lebcnsmittel steigert sich der Notstand der Bevölkerung von Tag zu Tag. Be'vnders die Lehrer in Stadt und Land haben so recht Gelegenheit, den cti-ist'ind unter der ärmeren Bevötterunz kennen ?u lernen. Kamen mAyt fast sämmtliche Kinder mit Frühste Schule un) . bestand dieses frühstück a'ts recht ansehnlichen Brotstück.'n, so sitzen heute, nach der Aussage mehrerer Lebrer. die ich dieserhalb fr.,gte, die blinder der ärmeren Eltern waluend der Frühstückspause betrübt da ,!,d antworten auf die Frage des Lehrers nach dem Frübstück thränenden Aua.'s: Wir baden kein BroU oder .Meine Mutter will mir keius MitZkben? Taf, die Ernährung der Jugend durch die Tbe lerunz eine mangelhafte geworden ist. dürfte unzweifelhaft sein; ebenso unweistlbaft aber ist es, daß die q-n;e Nation physisch herunterkommt, wi'nn die Tdeu?rung andauert. Man ''ee, nnr die Jammergestalten jener ,?lkrmfe:t an. die unter normalen Verbaltnissen wobl das zum Lebensunterbalt Rotl wendigste erschwingen, bei oen heutigen Lebensmittelpreisen aber matt die Flügel bangen lassen. ES steigen nämlich mit den Getreideund Kastoslelprei'en die Preise für lisch. Sveck. Ei?r. Butter :c. derart, s-i d:r arme Mmin ans solche Leckerblss.nrernchenwuß Tiefenizen, welche bersZü sige Soch.n zu verkaufen baben. tlmn es ei!igst. aber der Erlös dafür ist a itfj bald dzbin. Zu cll dem krmmt nvch. daß die Feuerung während des näcks!n. Winti'rS bedeutend theurer ''rin wird, als im vorigen: denn in' nn'erer sonst tors chen Pr.v-nz ist re;iz oder gar kein Tvr.' trocken gö' worden. d''e Ho'z reise sind fast an !lcn i)itcn gestiegen und auch die Noblen 'rei e we.den sicherlich in die öbe Je'c'ir-ubt werden. Wen naend eine Provinz Ursache 'iat. über einen ungünstigen Ernteaus - ül zu klagen, so ist es Westpreußen, luf eine lraurizere Ernte kann kaum 'mc!nd zurücksenken. Es ist . zwar 'cksn vorqeowiilen, daß in einem Jahre -ai? eine oder die andere Fruchtgattung mirittb. aber in diesem Jahre ist die ie ammte Ernte ungünstig. Das an tzetreide. der Roagen, enthält nrckweg ttnv.'rbältnkß'.'äßtg viel Mut'r',i?n und ist teilweise ausgewachsen. 'ie übrigen tLekreldcarten haben gleich--i üls durch den Regen dermalen gelittn, daß an eine Mittelernte nicht im irtimx testen gedacht werden kann, besonders groß und berechtigt aber sind ie Befürchtungen, die man gegenüber 'er Kartoffelernte hegt; bereits vor ,'ch?i wurde über das Vorkommen er Äartoml'aule gellagt und jetzt hört an.'.ur schon davon, daß die Portos 'elderund zwar in Folge eben jener inte, ans weite Entfernungen hin einer? vAn Geruch vcrb.e'ten. 3im ?lrn?e. i;osico Meilen ist der ?rn-u tenr Mc von der Maine Cen :al l'aku. welcher seit 22 Jahren im 'en'te d:r'eben steht, in diesem Zeit tut gefahren. M i S. L i v e r m o r e hat jüngst Cbatanqua einen zwer stunden anaeu Vo,trag über die Frage aeyal Was sollen wir mit unseren Scktern thun? Wir können die Frage n eben so viel Sekunden beantworten: rc e on den Mann brmqen wenn wir "innesi. Aus je 22 gesunde P e r s o . ,en kommt in den Ver. Staaten ern -SttkeSkrankr; in Sbottland auf je 574: in London auf i: iOX UebtlgenS v rd die Statiüik in England weit :rü'idllcher geführt als .hierzulande. wo längst nicht alle Geisteskranken re ziftrirt wetten. , Als stummes Mitglied des Senats -ist ' Seaaior Eameron in b)a,hington bekannt; nur einmal in der Woaze wä'zre rd der Saison erhebt er sich, nämlich am Donnerstag um 2 Uhr Nachmittags, um Bertagunz bis um nächsten Montag zn beantragen. Der Antrag wird allgemein Cameron's v..'ch genanit. , . . PI i ie i ner h a lb e n L e b er lebt Capi än Georze Dewen von der Bün?esma?jne schön seit fünf Jabren; als Commandant d.'r , Pen-'acola", -rähre id dieselbe in La Valetta Malta, la. erlrankie er schwer und der ihn be b lnelnd? italienische Arzt erklärtes es fei nöthig die Leber theil weise zu erttirpiren. . Seitdem ist der Capitän vöIz gemnd. . M :':'V--:- '- Z:- - E va Mann, da S sch e uß l ich e Weib, welches sich als Mrs. Robert Ran Hamilton aufspielt, ist kürzlich ;ur 'ÄühneKUhergezangen einem ihr !!Uauf den Leib g eschriebearenZ
t.?'e. welches die Hamilton'jche Skan' dal.-eichichte zR Vorwurre bat. Sie wagte siÄ mit ibrer Sckanspieler.icscllschait nicht in die Großstädte, sondern bereiste kleine Nester in New Jersey und Penn fyl vcnien, "um sich einzusvielen. Era wurde jedoch ansgepsisfen und die Gesellschaft ist kürzlich in Sha mokin. Pa.. verkracht. D i e Kolonie der von A m erika nach Canada wegen finanzieller Schwierigkeiten Ausgewanderten ist wieder um ein Mitglied vermehrt worden, und zwar dieses Mal von einem Newarker, Namens Charles N. Salemon, ein in dortigen Kreisen wohlbekannter Ardeiteragitator und Socialist. Diese Thätigkeit machte ihn denn auch in ArbeiterkreiZen.sehr prominent und wurde er zum Finanzsekretär der Newarker CigarreumackerUnion No. 138 erwählt. Als solcher wurde er mit der Deponirung der Gelder der Union in der SparBatlk betraut. Die betr. Union beschloß nun vor einiger Zeit, so viel Gelo von
der Spar Bank zurückzuziehen, dan nur noch $13.00 per Kopf dort blieben. Zu diesem Zwecke begaben sich die Trustees und Salomon noch der Bank, um das Geld zu ziehen und unter den itglledern zu vertheilen, solomon war aber so schlau, daß- er das Geld allein zog vnd sich mit der gezogenen Summe ?300 aus dem Staub machte. Ter Kerl hatte auch noch die Frechheit, von Montreal aus an seine Frau zu schreiben, sie möge nun den Haushalt verkaufen und zu ihm nach m Lande der besseren Menschen )mmen. Vom NuSIanve. Z u den en Zischen 216 sonderlichkeiten gehört, daö jeder Ju rist, der einen Posten als Minister erhält, das Recht behält, seine Advocaturgekchafte fortzusetzen, well, wie als Entschuldigung angeführt, das hohe Minrst?rgehalr ihn nicht für die hohe ren Tausende entschädigen könnte, welche er durch Verzicht auf feinen advocati' scken Nebenverdlenft aufgäbe. Durch wißbegierige Jn:erpellationen im Parlament ist den Vertretern der Regierung nunmehr auch das Eingeständnlß abgerungen, daß nicht weniger als 3ö Mitglieder der Negierunz hübsche Gehälter als Präsidenten von Finanzaesellfchaften beziehen, obwohl dergleichen gesetzlich verboten. In der Liste, die eben rerössentlicht wird, begegnet man dem Premier att Director einer Finanz compagnie, andere haben zwei bis drei oder vier solche einträgliche Nebenämter. und Sir JameS Fergusson ist neben feinem Ministeramt Direktor von nicht weniger als sieben Priralcompagnien. Jene L9 Regierungsmitglieder theilen sich in die Ge'amwt.umme von 6 Nebenverdiensten als Präsidenten und Directoren. Dem Bericht über die letzte Sitzung der Strafkamn:er in Wiesbaden entnehmen wir nach dem Rh. Kurier" Folgendes : Im letzten Falle hatte sich zu uerantwortcn der Lehrer I. W. Kl. aus Reckenroth das genannte Blatt nenn: nicht den vollen Namen : wegen vorsätzlicher Körpcrrerletzung im Amte. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, dasi er am 7. Januar dieses Jahres die Schülerin Johannette Busch in der Schule vorsätzlich mißhandelt habe. Daß er die genannte Schüleriu gezüchtigt habe, gestand der Lehrer zu, er bcstritt aber, daß er dieselbe absichtlich mißhandelt oder daß er die Grenzen des dem Lehrer zustehenden Züchiigungsrechts über fchrittrn habe. Es ist durch das Gut' achten deS Herrn Dr. Poths zu Katzeneinbogen seitgestellt, daß die Schülerin nach der erfolgten Züchtigung an der linken Wanze und über der linken Schulter eine große Anzahl blutuntcr laufener Stellen hatte und weiter, daß das Kind . von dem Tage der Züchti gung an bis zum April d. I. täglich mit epileptisch? Anfällen behaftet war. Die als Zeugen vernommenen Schüler waren in ihren Aussagen etwas sehr zurückhaltend; es wurde daher auf An-, trag des Herrn Staatsanwalis beschlos sen, den Angeklagten wahrend d;r Ver nehmung der Schüler abtrete zu las, sen. Es ergab sich aus der Berhandlung. daß der Angeklagte das Kind zunächst mit der Hand geohrfeigt, dann einen Stock zur Züchtigung benutzt und. als dieser abgebrochen war, zum Niemen gegriffen halte. Ter Stümsanwalt beantrag??, den Angeklagten zu sechs Monaten Gefängniß zu verurtheilen, während der Vertheidiger, Herr Rcchtsanwalt Frey, diese Strafe als zu hoch erachtete und beantragte, auf eine Geldstrafe zu erkennen. - Das Urtheil krginz auf eine Geldstrafe von 250 M. Angesichts des Russen kul:us. der heute i.r Frankreich, und der Franzosenvergötterunz, die in Rußland betrieben wird, mag die Thatsache als bemerkenswerth hervorgehoben werden, daß es im Zarenreiche Leute gibt, die allen Ernstes Napoleon I, als Heiland anbeten. Ein Theil der überspannten Sekte der Skopzi (Eunuchen) oder, wie sie sich selbst nennen, der .weißen Tau den-, sieht in dem großen Ccrsen den Wiedergekehrten Christus, welcher das Reich des Antichrist, das Zarenreich, kitterwerien wird. Bon St. Helena ist Napoleon heimlich entflohen und lebt jetzt verborgen an den Ufern des Baikalsees, von wo er kommen wird, das Reich des Satans zu vernichten und die Herrschaft des Friedens und der Gerechrigkeit aufzurichten. Die Nüpo leonwnbeter .verehren Gipsbüsten bis fronzösische Kaisers und B:l:cr. auf denen derselbe mit feinen Marfchällen ?nf ,dcn Wolken schwebend dargestellt ist.' Ja, sie nehmen sogar im Abendmahle den Leib Napoleon Bonäpartes. indem sie in seinem Namen das Brct brechen. Ein anderer russischer Aber glaube will messen, Ä!axrleon habe nur deshalb den Zug nach Moskau unteo nommen, um den Zaren zur Aufncbung rer Letbeigenschaft zu zwingen a sei zwar mißlungen, aber erschien Napoleon wieder in der Krim,, uud da mußte der Zar nachgeben. . 4 Der französische Depu tir?e Thirvier hatte seinen , Wählern, vorzugsweise Arbeitern versprochen, in seiner Blouse in die, Kammer einzn ziehen und er hielt das Versprechen, immerbin als vorsichtiger Mann cuu
Ichwarzc ieidung unter jener 4uue tragend. Man weiß, daß ein Husncr ihn an der Schwelle zurückweisen wollte, bis er durch nnen anderen Deputirten, den General Clu'eret,' erfuhr, daß er einn ächun Repräsentanten des Volkes vor sich habe. Thirvier nimwt gegenwäriig Theil an dem sociallstlschen Cong?cß in Brüssel. Er erschien auch dort in i einer blauen Blouse und mag sich wohl auf seine Originalität etwas ein bilden. Der Einsall ist indeß keines, wegs neu, sondern die Copie eines sol chen aus den ersten Tagen der großen 'Revolution. Den Vertretern des drit ten Standes war bekanntlich die schwarze Tracht der Generalstaaten von iui4 rorejchriebcn worden. Alle, selbst Mirübe.iu und Robespicrre, fügten sich dem Reglewen? bis auf den bretoniscken Abgeordneten Gerard. Bei der Eröffnung fand er sich in Nanlingho'en und grünem Rock, einem gewöhnlichen Bauernanzng ein. Der Cermonienmeister, Herzog von Treyx-Breze fragte ihn entrüstet nach dem Namen und wcigerte sich, in einzulassen, worauf Ge iard bestimmt ertlärte, nicht in das oisicielle Costüm schlüpfen zu wollen. Die Colltczt'n intervenirten und nach langen Verhandlungen betrat der zähe Bretrne den Saal in der Tracht seiner Lands leu:e. deren Interesse er zu verfechten, deren Rechte er zu fordern gekommen. Mehr noch als durch seine Hartnäckigkeit machte sich übrigens der Pere Gerard so wurde er bald all gemein genannt durch seine malel lose Rechtlichkeit bekannt. Collot d' Herbois veröffentlichte einen Almanach Le Pere Gerarl, ans dem sich spä
ter ein Journal entwickelte. Auf dem Dampfer der ussichcn freiwilligen Flotte Moskwa", demselben, der seinerzeit bei her Dar danellen-Turchfahrt von den türkischen Behörden cngebalten w..rde. langten, wie man b;x Köln. Ztg." schreibt, eine ganze Menge seltener Thiere und Bö' zcl in Odessa an, welche sämmtlich ans feiner indischen R?ise der russische Thronfolger als Geschenk erhalten hat, darunter auch zwei Jagd. Leoparden und ein seltene? weißer Äffe. Das Gepäck des Tbronfolgers soll riesig ange schwollen sein, dank den rnzähligen, zum Theil sehr werth'ollen Geschen'en, die ihm überall dargebracht wurden. Das interessanteste Stück von Allem bleibt der zweiadrige japanische Handwagen, den der Thronfolger benutzte, als daS Attentat gegen ihn verübt wurde. i e Deutschland, so h a letz! auch Täiuiuark das Einfuhrverbot qeqcn amerikcni ches ' Schweinesletsä-. a:aeb, len, Frankreich wird das wohl sturir tl un. si bald die Kammeiu wieder in S tu; 3 sind, un5 so w rd voraus tf ri rtwfr!frttutii rfi mrrn firtfh 1 . 4 Vfl k.' m V VI lt. fr i Vl Vf VVI11 VVI.V v eroll in Europa, wo ihn sei! einigen a' ren der J l'ritt veiwchrt war. seineu ::iug balt?n. iu i; c n TH b f st n g in Du Harmonie des großen Sängersestes ir Newark bringt die letzte Nummer U Fesizeitling durch folgende Notiz? llw ter den Ui fachen, welche der Verzögerung der Schlußabrechnung für das 1. National-Sängerfest zu Grunde liegen, verdient die hervorgehoben zu werden, das eine Anzahl auswärtiger Vereint ihren pekuniären Verpflichtungen bei Newarker Festbehörde gegenüber 6U jetzt nicht nachgekommen ist. Wie unglaublich e erscheinen mag, es ist den' noch Thatsache, daß jetzt, sieben'Wochen nach Schluß deS 'Festes, nicht nur ein großer Theil der von auswärtigen Ver einen bezogenen Musikalien nicht bezahlt ist, sondern auch in mehreren Fallen die Quartiergelder nicht beglichen sind, nicht zu reden von einer' erklecklichen Summe für ausstehende Abonnements auf die Feftzcilung. Dies öffentlich zu erwähn ncn nd zu rügen, ist wohl um so mehr am Platz, als die Newarker Sänger sich sagen dürfen, daß sie Alles aufgeboten, um den Besuchern des Sängersestes den Aufenthalt in unserer Stadt genußreich zu gestalten, und deshalb eine Behandlung nach dem alten Grundsatze: Eire Lie'-e ist der ondern werth-, erwarten a beonipruchen dürften." U ebe rdte Borgänge aus dem Montblanc, welche den Tod des Deutschen Hermann Rothe ans Braun schweiq :;nd eines Führers dir TouristcnZchlar rcrui sacht, kommt aus Chaiuounir nach ehende Darstellung: Um 11 Uhr verlangten die Führer der aus elf 'Lersonen bestehenden Karawane wegen dcZ stürmischen Wetters, daß alle Mitglieder sich an eiy Seil binden soll len. Um ein Uhrgelangtcn sie auf dem Abstiege nach dem Petit Plateau, als eine Lawine alle elf Personen fortriß Fünf fielen in eine Gletscherspalte, in Schnee und Eis versinkend; es waren dies Graf de Faverney, Herr Hermann Rothe, die beiden Führer Michel Si end un) Michel Comte. und ein Träger. Die fechs anderen Trager organisirten das Rettnngswerk und konnten den Führer Comte und einen Träger ganz unversehrt herauszZeben. Graf de Faverney töurde einige Minuten sräter ziemlich schwer rerlent hervorgezogen. Aber Herr Rothe und der Führer Mickel Simond konnten nicht gefunden werden; sie traren auf.den Grund des Abgrundes gestürmt. Nach einer Stunde Suchen mußte die Karawane in aller Eile flüchten, da neue furchtbare La wlnen zn fallen drohten. Die wissenschaitliche Expedition Jmfeld, welche zu gleicher Zeit auf dem Bergriesen weilte und um deren Schicksal man rn Sorge war, befand sich, wie auS Chamouni. gemeldet wird, am Montag vollständig und in guter Gesundheit in der Cabane Vollst. - ' " , f In Marser lle wurde ein Mann verhaftet, - der sich in zerlnmpter Kleidung und obne SÄuhwerk auf der Straße umhertrieb. Der Aufgegriffene erklärte und feine Angabe wurde für richtig befunden , daß er der frühere Generalstrbshauptmann' bei der Com mune, Gilbert, sei, der seinerzeit die Abtheilunz commandirte, welche" den Erzbifckof- Darboq und andere Geiseln erfchoffen ' hat. Er wurde zur Terrr. tation nach New Caledonien verurtheilt, kehrte dann nach der Amnestie nach Frankreich zurück und s lebte seitdem im liebsten Elend. , 1 Seine 1 Damalige That sucht er dawit zu entschuldigen, daß er, wenn , er den gegebenen Befehlen nicht gehorcht bät te, selbst erscho ssen worden wäre." 1 Er bittet jetzt, wiederum nach Caledonien zurückgeschickt zu werden.
Eisenbahn - Tabelle
Ankunft und Abgang der verschiedenen Eisen bahnzüge im Union Depot. Indianapolis. Vandalia. Abgang Postzug Cxpreb . .'. Expreh Aecomsdation. . .. 7 30Vm . . t t ö0Vm .. I M Rm .. 00Nm .. 7(V)Nin ..llWRm .. 2S0Nm ..415 Vm ..10 (ttVm .. L KO Bm .. 5 Bin .. 7Rm Erpreß Erpreß ,. .. Ankunft Expreß Erpreß Accomodation . . Expreß Schnellzug . . . Accomadation Elcvcland, Eincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis und Clevcland Division Abgang Expreß Expreß Expreß . 6 30$ot . 9&"$rn . 1145rn . 3 20 tot . B45m . 7W)t'rn .11 Z Vm .11 55 Tm . M Rm . 10 rio Nm Limited Expreß Krpreß . . Ankunft Erpreß Erpreß . Limited Expreß. Expreß Expreß Ct. Louis Division. Abgang Expreß Limited Expreß Expreß Erpreß, täglich , 7 M Vm .löUNm , S20Rm 1 55 Nm , 3 M Vm , 9 25$m , 2 55Vm 6 20$rn Änrunn-Cxpreß täglich. Expreß Limited Expreß.. . Erpreß . . . Chicago und Eincinnati Divisien östlich. Abgang Schnellzug 3 55 $rn Accomodation täglich 7 05 Vm Accomodation 10 55 Vm Postzug 3 00 31m Accomod. (nur Sonntags). KOONm Accomodation . . , 6 45 Nm Ankunft-Rushoille Accomodation. 10 35 Vm Poftzug 11 50 m Jndpls Acc. (nur Sonnt.).12 35 Nm Accomodation 5 00 91m Accomodation 10 45 31m Schnellzug. 12 15 Nm Chicago und Eincinnati Division westlich. Ab gan g Accomodation 7 10 Vm Schnell.Post . , 12 01 Nm Lasayette Accomadation 5 15 Nm Schnellzug 1239VM Ankunft Schnelllug 3 20 Vm Lasayette Äccomodation ...10 45 Vm Cchnellpost 2 509iin Accomodation 6 15 Nm Pcoria Division westlich. Abgang Expreß 7 45 Vm Expreß.. 12 03 91m Danville Accomodation. ... fi 05 Expreß 10 52 Nm Ankunft Expreß 3 15 Vm Danville Accomodation 10 40 Vm Expreß 2 40 Nm Expreß 35 Nm Peoria Division östlich. Abgang Expreß 3 55Vm 'Accomodation 6 30Vm Expreß 3 05 31m Ankunft Expreß H 45 Vm Accomodation 9 00 Dm Expreß 10 30 Nm Lake Eric und Western. Abgang Erpreß 7 15 Vra Expreß 1 20 Nm Erpreß 7 00Nra Schnell.Erpreß 11 1 Nm Ankunft Schnell.Expreß ......... 3 20 Vm Erpreß 10 30 Vm Erpreß 2 50 Nm Ervreß 20 Nm Pittsburg, Eincinnati, Chicago und St. Louis. Indianapolis Division. Abgang Expreß 4 45 Vi Columbus Accomodation.. . l 00 Vi Vm m Erpreß 3 00 Nm Nickmond Accomodation. ..4 00 Nm Expreß 5 30 Nm Ankunft Richmond Accomodation 9 00 Vm Schnellzug 1140Vni Erpreß 12 50 Nm Accomodation 3 45 Nm Expreß 50 Nm Erpreß 00 Nin Chicago Division via Kokomo. Abgang Expreß Expreß Ankunft Expreß Expreß Loulsville Division. Abgang Erpreß Louisvllle Accomodation. Schnellzug ,1105 5m 11 30 Nm 3 30V M 3 45 Nm 3 40VM 8 (10 Vm 3 55 Nm 4 3)Nm Accomodation.... Ankunft Accomodation . 10 25 Vm 1 1 00 Vm Schnellzug Accomodation OONm Spezial täglich . 10 50 Nm Eincinnati, Hamilton und Jndianapolis. Abgang Expreß 3 55 Vm Eincinnati Accomodotion . .10 45 Vm Expreß 3 00 Nm Expreß 3 30 Nm Expreß.., 6 30Nm Ankunft Accomodation 9 15 Vm Expreß 11 15 Vm Expreß 7 45 Nm Expreß 10 55 Nm Expreß 12 35 Vm Indianapolis und VincenneS. Aögana Expreß 7 30 Vm VincenneS Accomodation... 4 10 Nm Ankunft VincenneS Accomodation 11 00 Nm Expreß S05Nm Eincinnati, Wabafh und Michigan. Mgang-Exvreß 6 30Vin Expreß 11 45 Vm Expreß 45 Nm Ankunft-Expreß -11 10 Vm Expreß SOONm Erpreß..... 10 50 Nm Indianapolis, Decatur und Western. Abgang Expreß . 6 30 Vm Accomodation . . 4 20 Nm Schnell.Expreß 1100 Nm Ankunft Schnell.Expreß 3 30Vm Accomodation. ... 1010 Vm Expreß 4 45 Vm Louisville, New Albany und Chicago. Abgang Expreß 12 40 Vm Expreß.......... ..ll35Vm Monon Accomodation . . . . . S LO Nm Ankunft Expreß . .. ....... . . .... 3 25 Vm J Msnon Accomodation .....10 40 Vm Expreß 3 20 Nm cn h. rarnw) or nkW n. os weffc. nkftllV .Mj4 ..AMnHlM fcM . k Ä itkrr . j-ouBf or old, , ! Uitir ornlcalitiM,lii'ibc7 H. Ans ih woi.. jLaw i lcani.
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